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*** Artenschutz in Franken® - Ungewöhnliche Zeiten zwingen auch unsere Organisation sich den Herausforderungen der Corona Pandemie anzupassen und so haben wir uns entschlossen alle unsere öffentlichen Veranstaltungen bis auf Weiteres auszusetzen - auch die sozialen Kontakte werden stark zurückgefahren - wir bitten um Verständnis für dieses Vorgehen doch unser alle Gesundheit erfordert diese strikten Maßnahmen +++ Artenchutz in Franken

Natur meets Technology® - Lößnitz
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Natur meets Technology® - Lößnitz

09/10.12.2022

Lößnitz / Sachsen. Artenschutz in Franken®, der Kindergarten "Kindervilla Pusteblume" und die Familieninitiative Lössnitz "mit Kind" e.V., engagieren sich in hoch moderner Form für die Erhaltung der Artenvielfalt und der Vermittlung von lebendigen Umweltbildungseinheiten. Unterstützt werden wir dabei von der Deutschen Postcode Lotterie.

Die Einbindung moderner Technik kann und soll das Interesse der uns nachfolgenden Generation zur Erhaltung der Biodiversität wecken.
Ein Hightech Format ... das Element hat es wortwörtlich in sich ... modernste Technik bringt Liveaufnahmen aus einer Nisthilfenspezialentwickung auf einem Monitor der in der Kita installiert wurde.

Damit wird es den Kindern möglich sonst verborgenes Reproduktionsverhalten verschiedener Vogelarten direkt erleben zu können. Hier werden die Kinder direkt an das zunehmend wichtiger werdende Thema Artenschutz herangeführt ...




In der Aufnahme
  • Auch die zugegeben etwas herausfordernde Witterung konnte die Installation des "Umweltbaums" nicht beeinträchtigen.
Artenschutz in Franken®  
Jetzt kommt's drauf an - Endspurt beim EU-Gesetz gegen Entwaldung
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Jetzt kommt's drauf an - Endspurt beim EU-Gesetz gegen Entwaldung

08/09.12.2022

  • WWF: Schlupflöcher stopfen, um historische Chance zu nutzen

Am morgigen Montagabend, den 5. Dezember, wollen das Europäische Parlament, die Kommission und der Rat sich zur kommenden EU-Verordnung über entwaldungsfreie Produkte einigen.

Doch noch sind wichtige Punkte offen, die letztlich entscheiden, ob das Gesetz wirklich großflächig Entwaldung verhindern kann. Der WWF fordert die tschechische EU-Präsidentschaft auf, diese historische Chance zu nutzen. „Werden jetzt die richtigen Weichen gestellt, kann dieses Gesetz das Leben vieler Menschen entscheidend verändern und großflächig Naturzerstörung verhindern. Wir brauchen einen ehrgeizigen Endspurt, um auf den letzten Metern Schlupflöcher zu stopfen“, fordert Susanne Winter, WWF-Programmleiterin Wald.
Zu den strittigen Punkten am Verhandlungstisch gehören die Fragen, ob 1.) die Verordnung neben Wäldern auch waldähnliche Ökosysteme umfasst, 2.) welche Rohstoffe und Produkte mit ihren Lieferketten, die ein nachweisbares Entwaldungsrisiko haben darunterfallen, 3.) ob Menschenrechtskonventionen mitbetrachtet werden und 4.) Straf- und Kontrollregeln hinreichend wirksam werden können. Der WWF setzt sich für Folgendes ein:  

  •     Beschränkt sich die Verordnung auf Wälder, so fallen baumärmere Flächen und Buschland aus der Zuständigkeit. Anstatt die Abholzung zu stoppen, würde das Gesetz nur dazu führen, dass ein Ökosystem auf Kosten anderer geschützt wird und der Landfraß sich verlagert und sich beispielsweise in der artenreichsten Savanne der Welt, dem Cerrado noch verstärkt. Die Region ist bereits heute Hauptlieferant der EU für Soja- und Rindfleischimporte. Bei Ausweitung des Geltungsbereichs auf andere gehölzbestande Flächen („other wooded lands“) stünden mehr als zwei Drittel der Savanne unter Schutz.
  •     Der WWF setzt sich dafür ein, dass die Verordnung alle relevanten Warengruppen umfasst, die mit Entwaldung einhergehen: Auch solche, die nicht global aber regional immense Treiber von Entwaldung sind, wie Kautschuk in Thailand und Mais in Brasilien. Die Verordnung sollte ferner Schlupflöcher in der bestehenden EU-Holzhandelsverordnung schließen, indem der Geltungsbereich auf Druckerzeugnisse wie Bücher, Werkzeuge und Holzkohle ausweitet wird.
  •     Einhaltung der Menschenrechte: Es muss sichergestellt werden, dass auf den Markt gebrachte Produkte keinen Bezug zu Menschenrechtsverletzungen haben und die Produktion unter Beachtung internationaler Menschenrechtskonventionen zum Schutz indigener Völker und lokaler Gemeinschaften stattfindet, einschließlich der Achtung gewohnheitsrechtlicher Besitzrechte und des Rechts auf freie, vorherige und informierte Zustimmung (FPIC).
  •     Damit das Gesetz auch wirkt, müssen strenge Strafen und klare Regeln für Kontrollen und Überwachung eingeführt werden. Alle relevanten Produkte, auch aus Ländern mit einem geringen Entwaldungsrisiko, müssen kontrolliert werden. Die Nichteinhaltung der Vorschriften muss abschreckende Konsequenzen samt hoher Strafen haben.

Die EU zählt zu den größten Treibern von Waldzerstörung, insbesondere durch den Import von Soja, Rindfleisch, Palmöl und Kakao. 16 Prozent der globalen Tropenwaldabholzung gehen demnach auf das Konto der EU. Sie liegt damit auf Platz zwei der „Weltrangliste der Waldzerstörer“, hinter China (24 Prozent) und vor Indien (9 Prozent) und den USA (7 Prozent). Über 43 Millionen Hektar Wald, eine Fläche fast so groß wie Deutschland und die Beneluxstaaten zusammen, wurden zwischen 2004 und 2017 in den Tropen und Subtropen allein an sogenannten Entwaldungsfronten vernichtet. Mit dem Wald gingen zugleich auch seine wichtigen Ökosystemleistungen verloren. Darüber hinaus treibt der EU-Verbrauch die Umwandlung anderer natürlicher Ökosysteme voran, wie etwa die Cerrado Savanne in Brasilien.

„Das Gesetz könnte der Beginn einer neuen Zeitrechnung sein.  Mit einem starken Gesetz könnten europäische Bürgerinnen und Bürger die Sicherheit bekommen, dass von ihnen gekaufte Waren tatsächlich nicht mit Abholzung oder Schädigung von Wäldern und waldähnlichen Ökosystemen oder Menschenrechtsverletzungen in Verbindung stehen. Und es bedeutet auch die Chance, wichtige Ökosysteme zu erhalten, die uns mit frischer Luft, Wasser und Nahrung versorgen, Bodenerosion verhindern und unsere Lebensqualität erhalten“, ordnet Susanne Winter ein.

Hintergrund:

Der Gesetzgebungsprozess wird von der Zivilgesellschaft intensiv begleitet. So haben vergangene Woche führende deutsche Lebensmitteleinzelhändler sich an EU-Entscheider gewandt, eine starke EU-Verordnung auf den Weg zu bringen, die auch die Umwandlung von Buschland und waldarmen Ökosystemen verhindert.

Auch 80 prominente Bands und Künstler wie Cold Play, Barbara Streisand und Brian Adams hatten sich in einem offenen Brief für eine starke EU-Verordnung gegen Entwaldung und entwaldungsfreie Produkte eingesetzt, um Wälder und darin lebende indigene Gemeinschaften zu schützen.

Das together4forest-Bündnis mit fast 200 Nichtregierungsorganisationen wie dem WWF kämpft europaweit mit breiter Unterstützung der Zivilgesellschaft seit zwei Jahren für eine wirksame und ambitionierte EU-Verordnung gegen Entwaldung.

Quelle
WWF

Stand: 04.12.2022

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von helga Zinnecker


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„Gesunde Wälder bedeuten mehr sauberes Wasser“
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Katrin Eder: „Gesunde Wälder bedeuten mehr sauberes Wasser“

08/09.11.2022

  • Waldzustandsbericht zeigt: Trockenheit und Luftschadstoffe machen Wäldern weiterhin zu schaffen / Bäume litten ab Juli unter anhaltendem Wassermangel / Forstleute reagieren mit Maßnahmen zum Wasserrückhalt

„Langfristig können wir dem Wald nur helfen, wenn wir konsequent an unseren Klimaschutzzielen festhalten und die Energiewende voranbringen. Dem Wald geht es seit Jahren schlecht. Insgesamt sind nur 19 Prozent aller Bäume in Rheinland-Pfalz ohne Schadmerkmale. 81 Prozent von ihnen weisen Schädigungen durch Trockenheit oder Krankheitsbefall auf. Grund dafür sind die Auswirkungen der Klimakrise sowie Luftschadstoffe aus fossiler Verbrennung.

Sind die Bäume ohnehin schon geschwächt, können sie Krankheits- und Insektenbefall kaum abwehren“, sagte Klimaschutzministerin Katrin Eder bei der Vorstellung des Waldzustandsberichtes, der seit 1984 von der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) erstellt wird. Nach wie vor sei besonders der Zustand von Eichen sowie von Buchen, der von Natur aus am häufigsten vorkommenden Baumart, Besorgnis erregend: Insgesamt wurden nur noch an weniger als sieben Prozent der Eichen keine Schadmerkmale gefunden. Bei der Buche liegt dieser Anteil bei 15 Prozent.
Neben Trockenheit leiden Bäume unter Luftschadstoffen

Mit dem Bericht erheben die Forstleute gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einmal im Jahr den Gesundheitszustand unserer Wälder. Insgesamt wurden 2022 in ganz Rheinland-Pfalz 3.696 Stichprobenbäume begutachtet.
 
Bei diesem groß angelegten Umweltmonitoring wird neben dem Kronenzustand der Bäume auch der Waldboden untersucht. Ist dieser bedingt durch Abgase aus dem Verkehr und der Industrie zu sauer, können etwa Regenwürmer und andere Bodenlebewesen nur schlecht überleben. „Obwohl durch verschiedene Luftreinhaltungsmaßnahmen die Schadstoffe in den letzten Jahrzenten reduziert wurden, sind sie immer noch zu hoch, als dass sie das Ökosystem komplett abpuffern könnte. Sie sind somit eine chronische Belastung und verstärken damit den Trockenstress der Bäume“, so Friedrich Engels, Leiter der Waldzustandserhebung. Und dieser Stress sei weiterhin immens hoch: Das Beispiel der Messstation in einem Eichenwald im Pfälzerwald bei Merzalben bestätige, dass die Bodenwasservorräte nur im Jahr 2021 den gesamten Sommer für die Bäume ausreichten. In den Jahren 2019, 2020 und 2022 wären dagegen die Bodenwasservorräte ab Juli durchgehend in den Mangelbereich gesunken, so Engels.

Dies bedeutet: Ab Juli standen die Bäume unter Dürrestress. Dies hat fatale Auswir-kungen: Mit der Einstellung des Wachstums nehmen sie kein zusätzliches CO2 aus der Luft auf, um so der Erderhitzung entgegen zu wirken. Zudem bedeutet dies weniger Zuwachs des klimafreundlichen Rohstoffes Holz und eine Gefährdung der im Wald beheimateten Lebewesen. So sind in einigen Revieren nahezu alle Tümpel und andere Kleingewässer ausgetrocknet, wodurch Laichplätze für Amphibien und die Kinderstube für Libellen, Köcherfliegen und andere Insekten wegfallen. Diese wiederum sind Nahrungsgrundlage für zahlreiche andere Tiere, etwa verschiedene Vogelarten. Wie sich dies auf unsere Ökosysteme auswirkt, ist noch kaum erforscht. Ebenso, wie die Trockenheit Bodenlebewesen schadet, die unter anderem für den natürlichen Nährstoffkreislauf im Wald zuständig sind.

Klimaschutzministerium fördert Wasserrückhalt im Wald und macht Standortkartierungen frei zugänglich


Um den Wäldern zu helfen, hat das Klimaschutzministerium für den Staatswald zahlreiche Maßnahmen angeordnet. So ist seit rund 30 Jahren die naturgemäße Waldbewirtschaftung, die auf Mischwälder mit einem hohen Laubbaumanteil setzt, gängige Praxis und führte bereits zu 82 Prozent Mischwaldanteil in den landeseigenen Wäldern. „Mischwälder sind gegenüber den Auswirkungen der Klimakrise widerstandsfähiger, da sich vielfältige Wälder leichter anpassen können. Baumkrankheiten und Forstschädlinge, die in der Regel auf eine bestimmte Art spezialisiert sind, können sich zudem weniger stark ausbreiten“, so Eder.
 
Im August 2022 wurde zudem eine Leitlinie für den Staatswald herausgegeben, in der Grundsätze festgelegt wurden, die bei der Wiederbewaldung größerer Freiflächen angewendet werden, die etwa durch Borkenkäferbefall entstanden sind. Insgesamt müssen seit 2018 rund 40.000 Hektar wiederbewaldet werden. Die Forstleute setzen dabei in erster Linie auf natürliche Ansamung und pflanzen nur punktuell zur Anreicherung der Baumartenmischung. „Dieses Wissen machen wir für alle Waldbesitzenden zugänglich und veröffentlichen für den gesamten rheinland-pfälzischen Wald Standortkartierungen, die unter anderem über die Verfügbarkeit von Wasser und Nährstoffen informieren. Bis 2026 soll diese Kartierung abgeschlossen sein“, so Eder.

Zudem sorge eine Nährstoffnachhaltigkeitsrichtlinie für den Staatswald dafür, dass nicht der komplette Baum aus dem Wald entnommen werden darf, sondern dass mindestens Kronenteile im Wald bleiben müssen, damit der Boden immer gut mit Nährstoffen versorgt ist.

Die vergangenen Jahre zeigten zusätzlich, dass es mehr Anstrengungen bedarf, um das Wasser im Wald zu halten. „Jeder Tropfen Wasser, der im Wald ankommt, ist nicht nur für die Bäume, sondern für uns alle wichtig. Gesunde Wälder bedeuten mehr sauberes Wasser: Wälder reinigen unser Trinkwasser, sorgen für Grundwasserneubildung, schützen uns vor Erosion und sind ein wichtiger Bestandteil der Hochwasservorsorge“, so die Klimaschutzministerin. „Wir stellen den Forstämtern in den kommenden drei Jahren 2,7 Millionen Euro zur Verfügung, damit sie dafür sorgen können, dass mehr Wasser im Wald bleibt und es dort möglichst langsam versickern kann. So kann sich langfristig unser Grundwasserspiegel erholen, es gibt weniger Wasserknappheit und auch die Bäume werden so weniger unter Trockenheit leiden“, sagte Eder. „Im Projekt Klimawald 2100 werden zusätzlich alle Försterinnen und Förster geschult, was sie tun können, damit möglichst viel Wasser im Waldboden ankommt.“

Der Wald in Zahlen

  •     Rheinland-Pfalz hat einen Waldanteil von etwas über 42 Prozent der Landesfläche. Das ist bundesweit – gemeinsam mit Hessen – Spitze. Bundesweit liegt der Schnitt bei rund 31 Prozent.
  •     Dabei wachsen in Rheinland auf 82 Prozent der Waldfläche Mischwälder, also Wälder mit verschiedenen Baumarten. Der Laubbaumanteil ist dabei mit 60 Prozent deutlich höher als der Nadelbaumanteil. Der Bundesschnitt liegt bei einer Verteilung von 44 Prozent Laubbäumen zu 56 Prozent Nadelbäumen.
  •     Am häufigsten trifft man in rheinland-pfälzischen Wäldern die Buche an: 22 Prozent der Waldbäume sind Buchen. Fichten und Eichen machen jeweils 20 Prozent aus. Vor einigen Jahrzehnten sah das noch anders aus. Bis Mitte der 1980er Jahre war die Fichte die vorherrschende Baumart.
    Mischwälder mit verschiedenen Baumarten kommen in Rheinland-Pfalz auf 82 Prozent der Fläche vor (bundesweit: 76 Prozent).
  •     Schon 1999 wurde die naturnahe Waldbewirtschaftung im Landeswaldgesetz festgeschrieben. Das bedeutet: keine neuen naturfremden Reinbestockungen, keine Kahlschläge, Walderneuerung vornehmlich durch natürliche Ansamung (= Naturverjüngung), Einbeziehung der Naturabläufe durch vernetzte holznutzungsfreie Bereiche im Wald.
  •     Seit 2015 ist der komplette Staatswald in Rheinland-Pfalz neben PEFC™ auch FSC®- (Lizenznummer FSC®-C111982) zertifiziert. Unabhängige Prüferinnen und Prüfer kontrollieren, ob die 44 Forstämter die Nachhaltigkeitsstandards einhalten.
    Rund ein Viertel aller Treibhausgasemissionen in Rheinland-Pfalz speichert der Wald. Durch die Photosynthese lagert er das Treibhausgas ein und speichert es im Holz. Erst wenn der Baum zerfällt oder das Holzprodukt vermodert oder verbrennt, wird dieses CO2 wieder freigesetzt.

Den Waldzustandsbericht als PDF-Datei können Sie herunterladen unter:

https://mkuem.rlp.de/fileadmin/mulewf/Publikationen/Waldzustandsbericht_2022.pdf


In der Aufnahme
  • Klimaschutzministerin Katrin Eder stellt in einer Pressekonferenz den Waldzustandsbericht 2022 vor.; © MKUEM

Quelle
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz
Kaiser-Friedrich-Straße 1
55116 Mainz

Stand 01.12.2022

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

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Natur meets Technology® - Waldschule Dippoldiswalde
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Natur meets Technology® -  Waldschule Dippoldiswalde

08/09.12.2022

Dippoldiswalde / Sachsen.
  Artenschutz in Franken®, die Waldschule am Schwarzbachtal und Natur und Mensch e.V.engagieren sich in hoch modernen Form für die Erhaltung der Artenvielfalt und der Vermittlung von lebendigen Umweltbildungseinheiten. Unterstützt werden wir dabei von der Deutschen Postcode Lotterie.

Die Einbindung modernen Technik kann und soll das Interesse der uns nachfolgenden Generation zur Erhaltung der Biodiversität wecken.
Ein Hightech Format ... das Element hat es wortwörtlich in sich ... modernste Technik bringt Liveaufnahmen aus einer Nisthilfenspezialentwickung auf einem Monitor der in der Kita installiert wurde.

Damit wird es den Kindern und Erwachsenen möglich sonst verborgenes Reproduktionsverhalten verschiedener Vogelarten direkt erleben zu können. Hier werden die Kinder direkt an das zunehmend wichtiger werdende Thema Artenschutz herangeführt ...


In der Aufnahme
  • Vor wenigen Tagen konnte die Installation des "Umweltbaums" erfolgreich abgeschlossen werden.
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Land verleiht Umweltpreis 2022 an Unternehmen
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Land verleiht Umweltpreis 2022 an Unternehmen

07/08.12.2022

  • Für herausragenden Leistungen im betrieblichen Umweltschutz und für eine vorbildliche umweltorientierte Unternehmensführung haben sieben Unternehmen den Umweltpreis des Landes erhalten.

Umweltministerin Thekla Walker
hat heute (01.12.) im Neuen Schloss in Stuttgart sieben Unternehmen aus Baden-Württemberg mit dem „Umweltpreis für Unternehmen 2022“ ausgezeichnet. Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Umweltpreis wird alle zwei Jahre an Unternehmen verliehen, die ihren Betrieb besonders ökologisch und klimaschonend ausgerichtet haben.
Wichtiger Umweltpreis mit langer Tradition

„Die Verleihung des Umweltpreises an Unternehmen hat in Baden-Württemberg eine lange Tradition. Bereits seit dem Jahr 1993 vergeben wir diesen Preis an Unternehmen, die sich mit besonders großem Engagement für den betrieblichen Umweltschutz und ein nachhaltiges Wirtschaften einsetzen“, würdigte Umwelt­ministerin Thekla Walker in ihrer Laudatio die nominierten Unternehmen.
Neben den klassischen Anforderungen an den Gewässer- und Luftschutz gehören auch der sparsame Umgang mit Ressourcen und Fragen der Energie­effizienz zu den Themen, die für die ausgewählten Unternehmen nicht nur in Krisenzeiten ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. „Alle Unternehmen, die es heute in die Finalrunde geschafft haben, gehen oft mit hohem persönlichen Einsatz der Unternehmensführung und der Mitarbeitenden weit über die gesetz­lichen Vorgaben hinaus. Sie beweisen tagtäglich, dass sich eine umweltorien­tierte Unternehmensführung auch wirtschaftlich lohnt“, betonte die Umwelt­ministerin.

Mit ihrem Handeln nach dem Grundsatz, natürliche Ressourcen für zukünftige Generationen zu bewahren, leisten diese Unternehmen laut Ministerin Walker einen wichtigen Beitrag zum Wohlstand und Umweltschutz des Landes. Thekla Walker: „Sie sind wichtige Vorbilder, die Klimaschutz, Energiewende und Ressourceneffizienz mit viel Tatkraft und Innovationsgeist in ihren Betrieben leben und hierbei hoffentlich viele Nachahmerinnen und Nachahmer finden.“
Preisträgerinnen und Preisträger „Umweltpreis für Unternehmen 2022“

Insgesamt 22 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen waren in diesem Jahr für die Finalrunde des Umweltpreises nominiert. Dabei war das Niveau der Unternehmen im Umwelt- und Klimaschutz oft so außerordentlich hoch, dass bei manchen Entscheidungen nur kleine Details den Unterschied ausmachten.

Vergeben wurde der Umweltpreis in den Kategorien:

    Handwerk
    Handel und Dienstleistung
    Industrieunternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitenden sowie
    Industrieunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden.

Außerdem gibt es seit 2016 einen Sonderpreis für Non-Profit Organisationen. Hinzu kommt der Jurypreis, der dieses Mal unter dem Motto „Engagement für Klimaschutz“ vergeben wurde.

Folgende Unternehmen hat die Fachjury mit dem „Umweltpreis für Unternehmen 2022“ ausgezeichnet:

Kategorie Handwerk
Gärtnerhof Jeutter (Göppingen-Faurndau, Göppingen)

Kategorie Handel und Dienstleistung
Peter Riegel Weinimport GmbH (Orsingen-Nenzingen, Landkreis Konstanz)

Kategorie Industrieunternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitenden
Michael Koch GmbH (Ubstadt-Weiher, Landkreis Karlsruhe)

Kategorie Industrieunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden
Uzin Utz AG (Ulm)

Der Sonderpreis für Non-Profit Organisationen ging an die BruderhausDiakonie – Stiftung Gustav Werner und Haus am Berg (Reutlingen)

Um das hohe Engagement unter den nominierten Unternehmen in Sachen Klimaschutz besonders zu würdigen, entschied sich die Jury, ihren Preis „Engagement für Klimaschutz“ zweimal zu vergeben: an Alfred Kärcher SE & Co. KG (Winnenden, Rems-Murr-Kreis) und Wolff & Müller GmbH Holding & Co. KG (Stuttgart).

Alle Preisträgerinnen und Preisträger erhalten ein Preisgeld in Höhe von jeweils 10.000 Euro, das wieder in den Umweltschutz im Unternehmen fließt. Die 15 Unternehmen, die für den Umweltpreis nominiert wurden, aber keine Auszeich­nung erhalten haben, wurden mit einer Urkunde gewürdigt.

Pressefotos sowie Fotos von den Preis- und Urkundenübergaben können Sie am Folgetag (2.12.) vormittags per Download-Link erhalten. Bei Interesse melden Sie sich bitte per E-Mail beim Organisationsbüro des Umweltpreises.
Der Umweltpreis für Unternehmen

Der Umweltpreis für Unternehmen wird seit 1993 verliehen. Bis 2002 erfolgte die Preisverleihung im jährlichen Turnus; seitdem wird der Preis alle zwei Jahre ver­geben. In diesem Jahr findet der Wettbewerb zum 19. Mal statt. Er richtet sich an Unternehmen und Selbstständige aus Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistung.

Ausgezeichnet werden Unternehmen für besondere Leistungen im betrieblichen Umweltschutz und für eine vorbildliche umweltorientierte Unternehmensführung. Bei der Vergabe des Preises steht im Vordergrund, dass das Unternehmen unter den Gesichtspunkten des Umwelt- und Klimaschutzes, der Ressourcen­schonung sowie der Energieeffizienz als beispielhaft und wegweisend eingestuft werden kann.

In der Aufnahme von © Martin Stollberg
  • Umweltministerin Thekla Walker (vorne vierte von rechts) mit den Preisträgerinnen und Preisträgern des Umweltpreis für Unternehmen 2022

Quelle
Ministerium für Umwelt, Klima und
Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Kernerplatz 9
70182 Stuttgart

Stand 01.12.2022

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Deutschlands größter Naturschutzkongress kommt ins Saarland
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Deutschlands größter Naturschutzkongress kommt ins Saarland

07/08.12.2022

  • Deutscher Naturschutztag in Saarbrücken

2024 wird das Saarland Gastgeberland für Deutschlands größten Naturschutzkongress, den Deutschen Naturschutztag, sein.

Die Staffelübergabe des diesjährigen Gastgeberlandes Niedersachsen fand bereits im Juni in Hannover statt. Im Saarland ist mit einer ersten Arbeitssitzung nun der Startschuss für die Planungen gefallen.

Veranstalter sind der BBN (Bundesverband beruflicher Naturschutz), das BfN (Bundesamt für Naturschutz), der DNR (Deutscher Naturschutzring) und das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz des Saarlandes. Der 37. Deutsche Naturschutztag findet in der Woche vom 23. bis 28. September 2024 an der Universität Saarbrücken statt.
„Der Deutsche Naturschutztag ist für unser Bundesland eine große Chance. Wir erhalten nicht nur guten Input durch die Erfahrungen der anderen Bundesländer, sondern können auch bisher Erreichtes präsentieren. Wir können zeigen, wie gut wir im Naturschutz aufgestellt sind und welche Projekte durch ehrenamtliches und hauptamtliches Engagement umgesetzt werden“ so Umweltministerin Petra Berg.  „Als hervorragende Informations- und Austauschplattform können wir den Naturschutztag nutzen, um den Status Quo zu bestimmen und gleichzeitig die Schritte identifizieren, die noch dringend getan werden müssen.“

 1961 war das Saarland zum letzten Mal Gastgeberland für diesen bedeutenden Kongress. „Dass er nach solch langer Zeit nun wieder im Saarland gastiert, freut uns sehr“, sagt Berg. „Und das noch zu einem besonderen Jubiläum. Denn im Jahr 2024 sind es 99 Jahre, seit der erste Deutsche Naturschutztag überhaupt ausgetragen wurde.“

 Das Saarland unterstützt die Durchführung des Deutschen Naturschutztages nicht nur im Organisationsteam, sondern auch mit finanziellen Mitteln. In der ersten Arbeitssitzung wurden die Eckdaten sowie erste Themenvorschläge diskutiert. Bei der Ideen- und Themenfindung waren auch die Naturschutzverbände beteiligt, um saarlandspezifische Themen aber auch in ihren Augen wichtige Bundesthemen vorzuschlagen.

 „Die besondere Lage des Saarlandes eröffnet Möglichkeiten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und gibt Einblicke in die Umsetzung naturschutzrechtlicher Belange in den angrenzenden Ländern“, so die Ministerin. Das sähen auch die Verbände als einen Schwerpunkt. Ebenso die Bedeutung des Waldes im Klimawandel. „Mit den Konzepten zur naturnahen Waldbewirtschaftung und der Förderung der Biodiversität im Wald war das Saarland bereits vor über 30 Jahren Vorreiter in Deutschland.“ Im nächsten Schritt werden nun die Themen des Kongresses strukturiert.

Hintergrund:

Der DNT, Deutschlands größter Naturschutzkongress findet alle zwei Jahre in einem wechselnden Bundesland statt. Er ist das zentrale Fachforum des Naturschutzes und ein zentrales Ziel ist es, wichtige Impulse für alle Akteure, sowie Landes- und Bundespolitik zu setzen. Viele sachkundige Referentinnen und Referenten aus Wissenschaft und Praxis gestalten die Fachforen mit verschiedenen Schwerpunkten. Außerdem werden offen Foren, Exkursionen, ein Rahmenprogramm sowie eine Ausstellung angeboten. In den letzten Jahren konnte der DNT über 1000 Besucherinnen und Besucher verzeichnen. Weitere Informationen, sowie ein Archiv zu den Vorträgen aus dem 36. DNT finden Sie unter www.deutscher-naturschutztag.de sowie unter www.bbn-online.de.


Quelle / Aufnahme

Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz
Land Saarland
Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken

Stand 01.12.2022

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Stele der Biodiversität® - Gemmingen / GT -Stebbach
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Stele der Biodiversität® - Gemmingen / GT -Stebbach

  • Abschluss der Außengestaltung  ...

22/23.11.2022

Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutzes in Franken® und der Gemeinde Gemmingen / Stebbach das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Gemmingen / Baden - Württemberg. Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen, kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trafostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.


In der Aufnahme

  • Ende November konnten wir die Gestaltung der Außenflächen abschließen ...
Artenschutz in Franken®  
Neue Fotoausstellung im Nationalparkzentrum "Haus der Berge"
Bild zum Eintrag (1079121-160)
Neue Fotoausstellung im Nationalparkzentrum "Haus der Berge"

06/07.12.2022

Die neue Fotoausstellung im Berchtesgadener Nationalparkzentrum „Haus der Berge“ zeigt ab sofort und noch bis zum 28. Februar 2023 insgesamt 66 großformatige, mit Preisen ausgezeichnete Naturfotografien aus dem Jahr 2021.

 In jedem Jahr prämiert die Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) in verschiedenen Kategorien die besten Fotografinnen und Fotografen weit über die Grenzen Europas hinaus und kürt ein Siegerbild.
Für den Wettbewerb wurden mehr als 19.000 Aufnahmen aus 36 Ländern eingereicht. Mit seinem Bild „Ballett der Medusen“ begeisterte der spanische Fotojournalist Angel Fitor die Jury und erhielt den Titel „Europäischer Naturfotograf des Jahres 2021“.

Seine Aufnahme zeigt eindrucksvoll mehrere Quallen in der größten Salzwasserlagune Europas, Mar Menor in Spanien. Die schönsten Aufnahmen des Wettbewerbs sind ab sofort im „Haus der Berge“, Hanielstraße 7 in Berchtesgaden zu sehen.

Die Fotoausstellung ist täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, der Besuch der Fotoausstellung ist kostenfrei.

In der Aufnahme
  • Ballett der Medusen - Bildnachweis: GDT ENJ 2021 | Angel Fitor

Quelle
Nationalparkverwaltung Berchtesgaden
Doktorberg 6
83471 Berchtesgaden

Pressemitteilung 03.12.2022

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Starke Argumente für den Waldnaturschutz
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Starke Argumente für den Waldnaturschutz

06/07.12.2022

  • Grenzüberschreitendes Nationalpark-Projekt erarbeitet Empfehlungen

Kvilda/Grafenau. Wieder einmal steht ein Kooperationsprojekt der Nationalparks Šumava und Bayerischer Wald vor dem erfolgreichen Abschluss. Zusammen mit der Goethe-Universität Frankfurt wurden in den vergangenen drei Jahren vor allem Insekten, Pilze, Flechten und Moose ganz genau unter die Lupe genommen.

Fragestellung dabei: Wie kann man deren Vielfalt aktiv fördern? Nun, zum Ende des Naturschutzvorhabens, haben die Beteiligten ihre Ergebnisse in einem Leitfaden veröffentlicht. Die Publikation „Biodiversitätsschutz in zentraleuropäischen Wäldern – ein Konzept für Waldbewirtschafter und politische Entscheidungsträger“ wirkt somit über die eigentliche Projektzeit hinaus nach.
„Es ist ein kleines Rezeptbuch entstanden, in dem man nachlesen kann, was man tun kann, um die Biodiversität zu unterstützten“, sagte Jaroslav Červenka vom Nationalpark Šumava bei der Vorstellung der Broschüre im tschechischen Kvilda. Das Zielpublikum seien nicht nur Beschäftigte im Naturschutzbereich, sondern auch Waldbewirtschafter. „Wir geben ganz gezielt Empfehlungen ab, wie man schnell und kostengünstig etwas für den Waldnaturschutz tun kann.“

Pilotprojekt mit injizierten Totholz-Pilzen

Zu den Erkenntnissen kamen die Naturschutzexperten dank verschiedener Projektflächen in den Nationalpark-Managementzonen. Auf über 200 Hektar wurde dabei Totholz angereichert. Ein standardisiertes Monitoring sorgte von Beginn an dafür, dass beobachtet werden konnte, welche Effekte von standardisiert ausgebrachtem Fichten-, Buchen- oder Tannentotholz auf das Ökosystem Wald im Allgemeinen und auf die Zielartengruppen im Speziellen ausgehen.

Als „großes Pilotprojekt“ bezeichnete Peter Karasch vom Nationalpark Bayerischer Wald dabei einen besonderen Baustein des Vorhabens. „Wir haben im Labor selten gewordene Totholz-Pilze, wie den Rosenduft-Feuerschwamm, kultiviert und anschließend in die ausgebrachten Stämme geimpft“, so der Mykologe. Zudem wurden seltene Baumarten, unter anderem Eibe, Linde und Ulme, gefördert. Da der Erfolg vieler der Maßnahmen nur langfristig sichtbar werden dürfte, haben beide Nationalparkverwaltungen vor, das Monitoring der Flächen auch in Zukunft fortzuführen.

Totholz ist in europäischen Wäldern immer noch Mangelware

Die Kernbotschaft der bisherigen Ergebnisse bringt Britta Uhl von der Goethe-Universität Frankfurt derweil auf den Punkt: „Wir brauchen Totholz im Wald.“ Schließlich werde Totholz von vielen Arten genutzt. Ohne diese Ressource würden die Arten schlichtweg fehlen. „In den meisten europäischen Wäldern ist ausreichendes Totholz heutzutage aber leider immer noch Mangelware.“

Das im Projekt erarbeitete Waldnaturschutzkonzept ist mittlerweile als PDF-Datei auf den Internetseiten der Nationalparks Šumava und Bayerischer Wald veröffentlicht. Das Vorhaben wurde von der Europäischen Union im Rahmen des „Interreg V Ziel 3“-Programms zu 85 Prozent gefördert.


In der Aufnahme
  • Die Projektbeteiligten mit dem gemeinsam erarbeiteten Waldnaturschutzkonzept bei dessen Vorstellung im tschechischen Kvilda. (Foto: Nationalpark Bayerischer Wald)

Quelle
Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Stabsstelle Koordination und Kommunikation
Freyunger Straße 2
94481 Grafenau

Pressemitteilung Nr. 86/2022
Datum: 29.11.2022

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Vom Trafohaus zur Stele der Biodiversität® - Santa Maria
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Vom Trafohaus zur Stele der Biodiversität® - Santa Maria

06/07.12.2022


Ein Projekt des Artenschutz in Franken®, der Alpenklinik Santa Maria und der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Oberjoch/Bayern.
Ein vormals unscheinbares und sehr artenfernes Bauwerk und dessen Außenbereich wurde in den vergangenen Jahren zu einer modernen Stele der Biodiversität und der erlebbaren Umweltbildung umgestaltet.
In den vergangenen Monaten wurde ein virtueller Rundgang entwickelt den wir heute freischalten können.



In der Darstellung
  • Layout virtueller rundgang
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NABU: Neue EU-Verordnung könnte Verpackungsflut eindämmen
NABU: Neue EU-Verordnung könnte Verpackungsflut eindämmen

05/06.12.2022

  • Miller: Zielquoten müssen ambitionierter werden / Abfallvermeidung und Mehrweg sind die Lösung
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Berlin – Die EU-Kommission hat ihren Entwurf für die Überarbeitung der EU-Verpackungsrichtlinie vorgelegt, der weitreichende Änderungen mit sich bringen würde.

Erstmals werden Zielquoten für den Anteil von Mehrwegverpackungen und den Einsatz von Recyclingmaterial in Verpackungen sowie für die absolute Reduktion des Verpackungsabfalls pro Kopf vorgeschlagen. Das hatten der NABU und andere Umweltverbände seit Langem gefordert.
„Die EU-Kommission hat erkannt, dass es klare Zielquoten braucht, um die Umweltbelastungen durch Verpackungen in der EU zu reduzieren. Die Mitgliedstaaten waren hier bisher zu zaghaft, um die Verpackungsflut zu stoppen“, stellt Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer fest. „Nun geht es darum, dass die vorgeschlagenen Zielquoten für Abfallvermeidung, Mehrweg und Rezyklateinsatz nicht weiter verwässert werden: Die Industrie hat in den letzten Wochen leider erfolgreich gegen wesentlich ambitioniertere Mehrwegquoten lobbyiert. Die nun vorgeschlagenen Zielquoten für Getränkeverpackungen von zehn Prozent bis 2030 und 25 Prozent bis 2040 sind alles andere als anspruchsvoll, auch die Quoten für To-Go-Verpackungen von zehn und 40 Prozent sind zu niedrig – sie müssen dringend im weiteren Gesetzgebungsverfahren angehoben werden“, fordert Miller.

Die Mitgliedstaaten sollen gemäß dem Wunsch der EU-Kommission verpflichtet werden, ihren Verpackungsabfall pro Kopf bis 2030 um fünf Prozent (im Vergleich zu 2018) sowie bis 2040 um 15 Prozent zu senken. Der NABU begrüßt den Vorschlag von absoluten Reduktionszielen, die ein Meilenstein in der Kreislaufwirtschaftspolitik wären. Allerdings müssten sie aus Sicht des NABU deutlich höher sein: mindestens um zehn Prozent bis 2030, 15 Prozent bis 2035 und 20 Prozent bis 2040.

„Die neue Verordnung kann ein großer Wurf werden, wenn die Zielquoten ambitioniert sind und auch die Definitionen von Mehrweg, Rezyklat und Recyclingfähigkeit keine Schlupflöcher zulassen. Aber es fehlen Mehrwegquoten für den Lebensmittelbereich, sowohl für Produkt- als auch Transportverpackungen. Die EU-Kommission sollte die Chance nutzen, nicht nur an existierenden Mehrwegsystemen anzudocken, sondern auch innovative Systeme für die ganze EU auf den Weg zu bringen: So brauchen wir zum Beispiel dringend eine Mehrweg-Alternative zu den extrem energieintensiven Einweggläsern, um die Umwelt- und Klimabelastungen durch Verpackungen zu reduzieren“, betont NABU-Verpackungsexpertin Katharina Istel.

Um dem Recycling von Kunststoffen den lange benötigten Schub zu geben, greift die EU-Kommission auf das Instrument der Rezyklateinsatzquoten zurück. Dieses schreibt einen Mindestanteil an Recyclingmaterial in Kunststoffverpackungen vor, schafft dadurch Investitionssicherheit für Hersteller und Recycler und beschleunigt den europaweiten Ausbau der Sortier- und Recyclinginfrastruktur. „Für Lebensmittelverpackungen gibt die EU-Kommission zunächst niedrigere Einsatzquoten vor, was jedoch auch sinnvoll ist, da für diese Verpackungen derzeit kaum Rezyklate aus dem mechanischen Recycling eingesetzt werden dürfen. Zu hohe Quoten würden stattdessen dem chemischen Recycling den Weg bereiten, dessen ökologische Sinnhaftigkeit nach wie vor nicht belegt ist“, so Katharina Istel.

Entwurf der EU-Kommission: https://environment.ec.europa.eu/publications/proposal-packaging-and-packaging-waste_en

Mehr Informationen zum Thema Verpackungen:
www.NABU.de/mehrweg
www.NABU.de/transportverpackungen
www.NABU.de/einweggeschirr
www.NABU.de/verpackungvergleiche

Quelle
NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Pressestelle
Charitéstraße 3, 10117 Berlin

NABU-Pressemitteilung    30.11.2022   

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Ackerboden in Gefahr
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Ackerboden in Gefahr

05/06.12.2022

  • WWF zu Deutschlands „Boden des Jahres 2023“ und zum Weltbodentag (5.12.2022)

    Ackerboden ist Deutschlands „Boden des Jahres 2023“
    Gefährlicher Trend: Deutschlands Ackerböden verlieren an Fruchtbarkeit
    WWF fordert von Bundesregierung neue Ackerbaustrategie für Deutschland

Berlin, 02. Dezember 2022: Am 5. Dezember wird zum Weltbodentag der „Boden des Jahres 2023“ für Deutschland vorgestellt: Der Ackerboden. Die Umweltschutzorganisation WWF sieht dringenden Handlungsbedarf zum besseren Schutz des Ackerbodens in Deutschland. Denn auf den heimischen Äckern gehen pro Jahr je Hektar rund zehn Tonnen an fruchtbarem Boden durch Erosion verloren. Und der Anteil an Humus – Boden, der besonders reich an Nährstoffen, Mikroorganismen und Kohlenstoff ist – sinkt.

Das gefährdet die Bodengesundheit und Bodenfruchtbarkeit. „Gesunde Böden sind die Voraussetzung für gute Ernten. Die brauchen wir mehr denn je. Die Bundesregierung muss den schleichenden Substanzverlust auf Deutschlands Äckern stoppen. Eine entsprechende neue Ackerbaustrategie dazu ist überfällig“, sagt Dr. Rolf Sommer, Fachbereichsleiter Landwirtschaft und Landnutzungswandel beim WWF Deutschland.
32 Prozent der Fläche Deutschlands sind Ackerland. Diese Flächen gilt es widerstandsfähiger gegen Extremwettereignisse zu machen und zugleich die Bodenfruchtbarkeit erhöhen. Böden mit einer hohen Vielfalt an Mikroorganismen und Kleinstlebewesen wie Regenwürmern sind fruchtbarer und speichern mehr Wasser.

Derzeit aber nimmt die Qualität und damit Fruchtbarkeit der Böden ab. Der Humusgehalt sinkt. Für deutsche Ackerböden zeigen Modelle des Thünen-Instituts weitere Verluste an organischem Kohlenstoff für die nächsten zehn Jahre. Mit dem Abbau von Humus setzen Böden CO2 frei, sie tragen also zur Klimakrise bei. „Wir verlieren Tag für Tag guten Boden, statt Boden gut zu machen“, kritisiert Rolf Sommer vom WWF.

Hauptursachen für den Verlust von humusreichem Boden sind die Verarmung von Sorten und Kulturen sowie die Art und Intensität der Bewirtschaftung. Im Ackerbau werden teilweise sehr schweren Maschinen eingesetzt, die den Boden verdichten. Kulturen wie Hülsenfrüchtler (Leguminosen) oder Feldfutterbau mit zum Beispiel Kleegras finden zu wenig Berücksichtigung. Pestizide und synthetische Mineraldünger stören den Bodenhaushalt zusätzlich.

Zwar hat die letzte Bundesregierung 2021 eine „Ackerbaustrategie 2035“ vorgelegt. Sie enthält aber lediglich vage Leitlinien und Impulse. Der WWF fordert eine neue Ackerbaustrategie, die messbare Ziele zur qualitativen Verbesserung der Ackerbodenqualität in Deutschland enthält. Die Strategie sollte aus Sicht des WWF umfassen:

  •     Messbare Ziele und Maßnahmen zur zügigen Förderung der Bodenqualität und des Humusaufbaus in der Landwirtschaft bis 2035: durch vielfältige und standortangepasste Fruchtfolgen und Untersaaten sowie Mischkulturen und eine biologische Stickstoff-Fixierung mittels in die Fruchtfolgen integrierter Hülsenfrüchte (Leguminosen).
  •     Mehr Fördermaßnahmen, um den heimischen Anbau von Futterleguminosen und für den menschliche Verzehr gedachten Eiweißpflanzen als festen Bestandteil der Fruchtfolge deutlich zu steigern. Das verbessert nicht nur die Bodenfruchtbarkeit, sondern auch den Selbstversorgungsgrad mit diesen Lebensmitteln.
  •     Messbare Ziele und Maßnahmen zur Reduzierung des Einsatzes von synthetischen Stickstoffdüngern, um den Austrag in Wasser und Luft zu reduzieren. Der Stickstoff-Saldo der landwirtschaftlichen Gesamtbilanz muss bis 2035 um 50 Prozent sinken.
  •     Modelle zur Finanzierung und Förderung einer besseren landwirtschaftlichen Beratung zu bodenkundlichen Aspekten – zum Beispiel über eine zentrale staatliche Anlaufstelle zur Vermittlung kostenloser, unabhängiger und standortnaher Beratung zu Fruchtfolgen und Bodenmanagement.
    Reduzierung des zulässigen Gesamtgewichtes landwirtschaftlicher Nutzfahrzeuge, um weitere Bodenverdichtung zu verhindern.

Über den Weltbodentag und den „Boden des Jahres“ in Deutschland:


Die UN-Generalversammlung hat den Weltbodentag (engl. World Soil Day) am 5. Dezember 2014 ins Leben gerufen. Er soll auf die Bedeutung gesunder Böden aufmerksam machen und für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Bodenressourcen werben (https://www.un.org/en/observances/world-soil-day).

Der „Boden des Jahres“ wird vom Kuratorium Boden des Jahres ausgewählt und jedes Jahr am 5. Dezember präsentiert. Boden des Jahres 2023 ist „Der Ackerboden“. Ziel ist, den Boden, seine Funktionen und den Bodenschutz stärker in das öffentliche Bewusstsein zu bringen. Die diesjährige Festveranstaltung findet am 5.12.2022 in Berlin statt (https://www.bonares.de/news/festveranstaltung-boden-des-jahres-2023-ackerboden-jetzt-anmelden). Dr. Rolf Sommer, WWF Deutschland, nimmt an der Podiumsdiskussion anlässlich der Festveranstaltung teil. Er steht für Interviews und O-Töne vor und am Weltbodentag zur Verfügung.

Wesentliche Forderungen des WWF zum besseren Erhalt der Ackerbodenqualität enthält das Boden-Bulletin (2019):
https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Landwirtschaft/WWF-Studie-Boden-Bulletin-2019.pdf

Die "Bodenzustandserhebung Landwirtschaft“ (2018):  Humus in landwirtschaftlich genutzten Böden Deutschlands (thuenen.de)

Quelle
WWF

Stand: 02.12.2022

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Steigerwald "Feuer" in Gefahr
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Steigerwald "Feuer" in Gefahr

05/06.12.2022

  • In diesem kurzen Bericht möchten wir auf eine in unseren Augen sehr problembehaftete Situation hinweisen dürfen.

Nördlicher- Oberer Steigerwald / Bayern. Landauf, landab wird auf eine sich vielfach zuspitzende Situation für unsere Feuersalamander hingewiesen. Nicht allein das Auftreten des als „Salamanderfresser“ bezeichneten Chytridpilz „Bsal“ (Batrachochytrium salamandrivorans) macht unseren heimischen Amphibien sehr zu schaffen.

•    Auch und gerade die Feuersalamander in Oberen- und Nördlichen Steigerwald geraten zunehmend in den Fokus dieses Pilzes.

Doch nicht allein dieser limitierende Faktor macht unseren Feuersalamandern zu schaffen, zusätzlich kommen Klima- und Lebensraumveränderungen hinzu. Dem nicht genug können wir seit einigen Jahren feststellen das eine in unseren Augen viel zu intensive Rohstoffentnahme, noch dazu in hoch sensiblen Feuersalamander-lebensräumen, negative Auswirkungen auf eine hochsensible und zunehmend in Gefahr befindliche Tierart ausübt.

Uns sind zahlreiche traditionelle Feuersalamanderlebensräume bekannt und wenn wir nun erleben müssen wie auf diese Bereiche „geachtet“ wird, dann können wir nur mit Verwunderung den Kopf schütteln. Eigentlich erwarten wir von den Verantwortlichen schon lange nichts mehr, denn wohlgepriesene Konzepte die sich in unseren Augen als vollkommen gescheitert abbilden, werden nicht wirklich gelebt. Es ließt sich schön und fast könnte man als Außenstehende*r den Eindruck gewinnen das hier wirklich alles in einem „grünen Bereich“ anzutreffen ist.

•    Leider ist dem nicht so, es gibt an allen „Enden“ vielfältige Verbesserungsmöglichkeiten.


Bei unseren Lebensraumbegehungen die zu jeder Tageszeit stattfinden machen wir uns selbst ein Bild davon wie es um die Arten und Lebensräume steht anstatt irgendwelchen uns von Dritten vorgelegten Statistiken zu trauen. Diese Zeitspanne ist schon seit geraumer Zeit vorbei und dieser Ansatz hat sich bestens bewährt, denn nun haben wir konkret nachvollziehbare und belastbare Daten an der Hand.

Weshalb unbedingt der Holzeinschlag in Bereichen stattfinden muss in dem sich relevante Populationsdichten und auch Reproduktionsstandorte von Feuersalamandern befinden kann niemand von uns nachvollziehen! Die Tiere laufen zwischen den gefällten Bäumen umher und niemand kann uns erzählen, dass es keinerlei negative Auswirkungen auf die Tiere hat, wenn so intensive Lebensraumveränderungen stattfinden. Und wer will uns denn erzählen das nicht auch potentiell anhaftende Pilzsporen von den Arbeitern und den eingesetzten Maschinen in vormals psalpilzfreie Bereiche eingetragen werden.

Mit einem „großen Aufriss“ müssen gerade an Amphibienübergänge Desinfektionsmaßnahmen beachtet werden um ein Verschleppen des Pilzes zu verhindern.

•    In den Forststrukturen greift dieser Ansatz wohl nicht?


Erneut sind wir rundherum endtäuscht, wenn wir mit ansehen müssen wie hoch sich der Stellenwert des praktischen Artenschutzes an zahlreichen Standorten im Oberen und Nördlichen Steigerwald zeigt.


In der Aufnahme
•    Auf der Suche nach wertvollen Überwinterungsbereichen irren Feuersalamander in beeinträchtigten Lebensäumen umher.


Artenschutz in Franken® 11/2022
Artenschutz in Franken®  
Wichtiger Baustein zur Stärkung des Tierschutzes in Bayern
Glauber: Neue Tierheim-Förderrichtlinie stellt Förderung über 2022 hinaus sicher

04/05.12.2022

  • Wichtiger Baustein zur Stärkung des Tierschutzes in Bayern

Die finanzielle Förderung von Tierheimen in Bayern wird über 2022 hinaus verstetigt. Im Jahr 2023 sind dafür bayernweit voraussichtlich Mittel von 2 Millionen Euro verfügbar. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte zur neuen Tierheim-Förderrichtlinie heute in München: "Die Unterstützung von Tierheimen ist ein wichtiger Beitrag zum Tierschutz. Tierheime helfen Tieren in Not jeden Tag schnell und unbürokratisch.

Mit der Fortsetzung des Förderprogramms schaffen wir eine nachhaltige Verbesserung für die Unterbringung von Heimtieren in bayerischen Tierheimen. Mit dem Förderprogramm können die Tierheime langfristig planen und wichtige Projekte zum Schutz der Tiere umsetzen. Mein Dank gilt besonders den ehrenamtlichen Helfern vor Ort, die sich mit großem Engagement für den Tierschutz in Bayern einsetzen."
Der Freistaat bezuschusst im Rahmen des Förderprogramms Zuwendungen für Bau- und Sanierungsvorhaben in und an Tierheimen, für Ausgaben im Zusammenhang mit der Vermittlung von Heimtieren an Privathaushalte durch Tierheime und zur Eindämmung der Anzahl herrenloser Hauskatzen.

Die neue Förderrichtlinie sieht deutlich höhere Pauschalen für Vermittlungsaktivitäten sowie für Vorhaben zur Eindämmung der Anzahl herrenloser Hauskatzen vor. Zudem wurde der Stichtag für die Antragstellung auf den 30. April des jeweiligen Jahres festgesetzt, insbesondere um die Abwicklung von Baumaßnahmen im jeweiligen Kalenderjahr vor Einbruch der kalten Jahreszeit besser ermöglichen zu können. Im Zuge der Überarbeitung der Förderrichtlinie wurden die erforderlichen Antragsunterlagen außerdem stark vereinfacht.

Das Förderverfahren wird dadurch für Antragsteller komfortabler und leichter. Die neue Förderrichtlinie wird zum 1. Januar 2023 in Kraft gesetzt. Das Förderverfahren wird weiterhin einheitlich für ganz Bayern durch die Regierung von Oberfranken betreut.

 
Die neue Richtlinie sowie Antragsunterlagen
werden auf der Homepage der Regierung von Oberfranken zur Verfügung gestellt unter Tierheim; Beantragung einer Förderung - Regierung von Oberfranken (bayern.de).

Quelle
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Rosenkavalierplatz 2
81925 München

Pressemitteilung Nr. 192/22
Datum: 28.11.2022

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Landkärtchen ist Insekt des Jahres 2023
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Landkärtchen ist Insekt des Jahres 2023

04/05.12.2022

  • Der Falter mit zwei unterschiedlich aussehenden Generationen pro Jahr wurde vom Kuratorium „Insekt des Jahres“ gewählt
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Berlin
- Im Frühling orange-braun und im Sommer schwarzbraun: Was zunächst für zwei Schmetterlingsarten gehalten wurde, ist in Wirklichkeit eine: Das „Insekt des Jahres 2023“, das Landkärtchen, tritt in einer Frühlings- und einer Sommergeneration auf. Der Name des Tagfalters leitet sich von der Zeichnung seiner Flügelunterseite ab: Die feinen Linien erinnern in ihrer Erscheinung an eine Landkarte.
Der NABU-Bundesfachausschuss Entomologie ist Teil des Kuratoriums „Insekt des Jahres“, das jedes Jahr unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Thomas Schmitt, Senckenberg Deutsches Entomologisches Institut in Müncheberg, das „Insekt des Jahres“ wählt. Vor dem Hintergrund, Insekten mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen und die Artenkenntnis zu fördern, stimmen seit 1999 jedes Jahr Entomologen, Vertreter von Forschungsinstitutionen und Naturschutzorganisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ab. Die Schirmherrschaft für das kommende Jahr übernimmt Agrarökologe und Vorsitzender der Gesellschaft für Schmetterlingsschutz Prof. Dr. Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ).

Werner Schulze, Vorsitzender des Bundesfachausschuss und Mitglied des Kuratoriums „Insekt des Jahres“, erklärt: „Das Landkärtchen wurde in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts mit den übermäßigen Stickstoffeinträgen aus Landwirtschaft und Straßenverkehr in Mitteleuropa häufiger. Dann trat sogar mit der zunehmenden Erwärmung ab etwa 1990 häufiger im Frühherbst eine zusätzliche dritte Faltergeneration auf. Seit gut zehn Jahren wird die Art regional wieder deutlich seltener; es wird ihr offenkundig zu warm und zu trocken. Dagegen breitet sie sich nach Skandinavien und in Gebirge Südeuropas weiter aus.“

Ihr Lebensraum sind feuchte Hochstaudenfluren mit Brennnesseln in lichten Wäldern, an Waldrändern, Übergangsmooren und strukturreichen Kulturlandschaften. Intensiv landwirtschaftlich bewirtschaftete Flächen meidet Araschnia levana, so der wissenschaftliche Name, hingegen. Zwar gehört das Landkärtchen nicht zu den bedrohten Arten, doch damit der Falter nicht zu einem Verlierer des Klimawandels wird, müssen Lebensräume für Insekten besser geschützt werden. Auch mit Blick auf die Renaturierung von Flächen besteht Handlungsbedarf. Aus Sicht des NABU ist es besonders wichtig, möglichst wenig Pestizide einzusetzen. Für Insekten müssen Rückzugsorte und Nahrungsangebote geschaffen werden. Dafür muss sich die Politik - auch auf europäischer und internationaler Ebene - einsetzen.

Dr. Laura Breitkreuz, Referentin für Biodiversität und Entomologie des NABU, erläutert: „Politisch muss beim Insektenschutz noch einiges geschehen. Zwar wurde mit dem Aktionsprogramm Insektenschutz und dem Insektenschutzpaket der letzten Regierung ein Grundstein gelegt. Nun müssen Nachschärfungen und konsequente Umsetzung her. Insektenschutz steht in direktem Zusammenhang mit dem Biodiversitätsschutz und sollte auch international mehr Aufmerksamkeit bekommen. Im Rahmen der Weltnaturkonferenz Anfang Dezember in Montreal muss sich Kanzler Scholz persönlich für ein umfassendes Weltnaturabkommen einsetzen. Insektenschutz macht nicht an Staatsgrenzen halt. Es braucht gemeinsame Lösungsansätze.“

Weiterführende Links:

Informationen zum “Insekt des Jahres” Senckenberg Deutsches Entomologisches Institut:
https://www.senckenberg.de/de/institute/sdei/senckenberg-deutsches-entomologisches-institut-insekt-des-jahres/#content-0002_1

Die bisherigen Insekten des Jahres: https://www.dgaae.de/de/insekt-des-jahres-historie.html

Schmetterlingsporträt Landkärtchen: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/schmetterlinge/tagfalter/06054.html

Quelle
NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V.
Pressestelle
Charitéstraße 3, 10117 Berlin

Stand 30.11.2022

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In der Aufnahme von Willibald Lang
  • Landkärtchen

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Stele der Biodiversität® - Lauf a.d. Pegnitz
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Stele der Biodiversität® - Lauf a.d. Pegnitz

04/05.12.2022


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und der Stadt Lauf a.d. Pegnitz, das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Lauf a.d. Pegnitz / Bayern. Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trafostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gelichfalls zum Scheitern verurteilt.

Ein Projekt des Artenschutz in Franken® und der Stadt Lauf a.d. Pegnitz, das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird., setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.



In der Aufnahme
  •     Einen weiteren Entwicklungsschritt können wir mit der grafischen Entwurfsfindung beschreiten. Viele hundert Stunden an ehrenamtlicher Arbeit flossen von unserer in diese Entwicklung mit ein!
Artenschutz in Franken®  
NABU: Rückenwind für Weltnaturkonferenz in Montreal
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NABU: Rückenwind für Weltnaturkonferenz in Montreal 

03/04.12.2022

  • Krüger: Weltnaturabkommen muss Biodiversitätsverlust stoppen und Natur wiederherstellen
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Berlin - Der immer schneller voranschreitende Verlust der Biodiversität wird dramatische Konsequenzen haben. In Montreal verhandeln die 196 Vertragsstaaten im Dezember daher über ein Weltnaturabkommen, mit dem der Arten- und Lebensraumverlust weltweit gestoppt und der Trend umgekehrt werden soll. Kurz vor Beginn der Weltnaturkonferenz beschäftigt sich auch der Bundestag mit dem Thema Biodiversität.

Die Abstimmung des Antrags der Koalitionsfraktionen SPD, Bündnis 90/DIE GRÜNEN und FDP “Ein Paris-Moment für die Natur – Für einen ambitionierten globalen Rahmen zum Schutz der Biodiversität“ kommentiert NABU-Präsident Jörg Andreas Krüger:
“Mit der Abstimmung heute bekommen Bundeskanzler und Bundesregierung Rückenwind für die Verhandlungen in Montreal. Olaf Scholz ist in der Verantwortung, sich für ein wirksames Weltnaturabkommen einzusetzen. Wenn von Montreal das gleiche Signal für die Natur ausgeht, wie 2015 von Paris aus für das Klima, sind wir einen großen Schritt weiter beim Erhalt unserer Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen. Dafür braucht es, klare, messbare und verbindliche Ziele, die regelmäßig überprüft werden und bei denen nachgesteuert wird, wenn sie nicht erreicht werden.

 Die Industrienationen sind angehalten, die entsprechenden Gelder bereitzustellen. Wenn die Bundesregierung ihre zugesagten Finanzmittel zeitnah abrufbar macht, wäre dies ein wichtiges, starkes Signal. Den Schutz von Ökosystemen und Arten als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu verankern, wie im Antrag vorgesehen, ist ein sehr guter Ansatz. Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei, Verkehr, Industrie, Handel und Finanzsektor müssen als Verursacher der Biodiversitätskrise jetzt konkret ihre Beiträge zu den Zielen liefern.”

Weitere Informationen: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/naturschutz/weltweit/globale-biodiversitaetspolitik/25413.html


Mit mehr als 875.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der älteste und mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Der NABU begeistert für die Natur und fördert naturkundliche Kenntnisse für ein aktives Naturerleben. Mehr Infos: www.NABU.de/wir-ueber-uns  


Quelle
NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V.
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Stand 01.12.2022

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
  • Murmeltiere


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Bayerischer Naturschutzfonds fördert 16 Projekte im Freistaat
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Glauber: Schutz bedrohter Arten und ihrer Lebensräume ist eine der größten Aufgaben unserer Zeit

03/04.12.2022

  • Bayerischer Naturschutzfonds fördert 16 Projekte im Freistaat

Mit über 6,5 Millionen Euro wird der Bayerische Naturschutzfonds 2023 eine Vielzahl von Naturschutzprojekten im gesamten Freistaat unterstützen. Bayerns Umweltminister und Stiftungsratsvorsitzender des Naturschutzfonds, Thorsten Glauber, betonte nach der Herbstsitzung des Stiftungsrates: "Der Bayerische Naturschutzfonds fördert zahlreiche Projekte zum Schutz, Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft. Zusammen mit Verbänden, Vereinen, Kommunen und vielen ehrenamtlichen Naturkennern vor Ort unterstützt der Naturschutzfonds die Bewahrung der einzigartigen bayerischen Kulturlandschaften.

Der Schutz bedrohter Arten und unserer heimischen Natur ist eine der größten Aufgaben unserer Zeit. Wir wollen in Bayern mit gutem Vorbild vorangehen und die Artenvielfalt erhalten. Die 16 neuesten Förderprojekte mit einem Volumen von über 6,5 Millionen Euro bringen uns auf diesem Weg voran."
Nachfolgende Förderprojekte wurden unter anderem bewilligt:

  • Projekt zum Erhalt der Kleinen und Großen Hufeisennase in Nordbayern

Mit diesem Projekt soll sowohl der Erhaltungszustand der Großen als auch der Kleinen Hufeisennase in Nordbayern verbessert werden. Der Naturschutzfonds fördert das Projekt mit rund 970.000 Euro. Maßnahmenträger ist der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e. V. (LBV).


BayernNetzNatur-Projekt "Aufbau eines Fauna-Flora-Stützgerüstes in der Agrarlandschaft mit dem Schwerpunkt Insektenlebensräume im Offenland"

Das im Rahmen zweier Vorgängerprojekte erarbeitete landkreisweite Fauna-Flora-Stützgerüst in der Agrarlandschaft hat einen funktionalen Biotopverbund zum Ziel und wird mit dem Fokus auf Insekten weiter ausgebaut. Der Naturschutzfonds fördert das Projekt mit rund 248.000 Euro. Maßnahmenträger ist der Landschaftspflegeverband Rottal-Inn e.V. zusammen mit dem Landkreis Rottal-Inn.

 
Traditionelle Bewässerung im Forchheimer Land – Strategien zum Erhalt des Nutzens für Natur und Mensch – Wässerwiesen-Projekt 2.0


Zentrales Ziel des Folgeprojektes ist der Erhalt und die Verbesserung des ökologischen Wertes des Projektgebietes. Neben der Fortführung von Instandsetzung, Erneuerung und Sicherung der traditionellen Wässerwiesen wird nun ein verstärkter Fokus auf die biodiversitätsfördernde, naturschutzgerechte Bewirtschaftung und langfristig nachhaltige Nutzung wertvoller Feuchtwiesen gelegt. Der Naturschutzfonds fördert das Projekt mit rund 734.000 Euro. Maßnahmenträger ist der Landkreis Forchheim.

 
Projekt zur Umsetzung von Biotopverbund und Moorschutz: Dachauer-Freisinger-Erdinger Moos: Niedermoorverbund


Zu den Kernzielen des Folgeprojekts gehören der Schutz stark isolierter Vorkommen von gefährdeten Moor-Arten und Lebensräumen in der Niedermoorachse Erdinger-Freisinger-Dachauer Moos. Entlang der Fließgewässer und Gräben soll ein naturschutzfachlich optimierter Biotopverbund geschaffen, die Gräben dementsprechend gepflegt sowie die naturschutzfachlich optimierte Wiedervernässung vorangetrieben werden. Der Naturschutzfonds fördert das Projekt mit mehr als 768.000 Euro. Maßnahmenträger ist der Bund Naturschutz in Bayern e. V. (BN).

 
BayernNetzNatur-Projekt "Wechselkröte im Raum München"

Die in Bayern vom Aussterben bedrohte Amphibienart hat im Großraum München ein wichtiges Schwerpunktvorkommen. Ziel ist es, den Bestand der Wechselkröte im Stadtgebiet und dem Landkreis München sowie den Landkreisen Freising, Dachau, Ebersberg und Fürstenfeldbruck durch geeignete Maßnahmen zu stützen und wenn möglich zu vergrößern. Der Naturschutzfonds fördert das Projekt mit rund 119.000 Euro. Maßnahmenträger ist der LBV – Kreisgruppe München.

 

BayernNetzNatur-Projekt "Kiebitz und Brachvogel im Wallersdorfer Moos"


Ziel des Projekts ist es, Lebensräume für Wiesenbrüter und Feldvögel im Wallersdorfer Moos zu bewahren, zu entwickeln und wiederherzustellen. Damit soll der Bestandsrückgang insbesondere der beiden Leitarten Kiebitz und Großer Brachvogel aufgehalten bzw. umgekehrt werden. Der Naturschutzfonds fördert das Projekt mit rund 585.000 Euro. Maßnahmenträger ist der Landschaftspflegeverband Dingolfing-Landau e.V. zusammen mit dem BN und dem Landkreis Dingolfing-Landau.

 

Grunderwerb mit Tausch einer Teilfläche im Wiesenbrütergebiet Hütt-Einstorf


Der Ankauf bzw. Tausch dient der Verbesserung der Funktion des Vilstals als Vernetzungsachse, der Erhöhung des Grünlandanteils, der Optimierung des Wasserhaushalts sowie der Schaffung großflächiger, extensiv genutzter Nass- und Feuchtwiesen. Der Naturschutzfonds fördert das Projekt mit rund 158.000 Euro. Maßnahmenträger ist der BN.

 

Grunderwerb und Erwerb Fischereirecht Paartal

Hauptziel ist die Sicherung von knapp 7,5 Hektar naturschutzfachlich wertvoller Flächen in der Aue der Paar bei Unterbernbach im Landkreis Aichach-Friedberg. Darüber hinaus kann das Fischereirecht an der Paar mit 7 Kilometern Länge miterworben werden.  Der Naturschutzfonds fördert das Projekt mit rund 643.000 Euro. Maßnahmenträger ist der LBV.

 

Bundesprogramm Biologische Vielfalt – Kofinanzierung von drei Projekten zum Themenschwerpunkt "Rebhuhn retten - Vielfalt fördern!"

Alle drei Projekte haben die signifikante und dauerhafte Erhöhung des Rebhuhnbestandes auf dem Niveau sich selbst tragender Populationen zum Ziel.  Der Naturschutzfonds gewährt für diese Projekte eine Kofinanzierung in Höhe von rund 519.000 Euro. Maßnahmenträger sind für die Gesamtkoordination der Deutsche Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL), für den Projektschwerpunkt Oberfranken eine Trägergemeinschaft aus Ökologischer Bildungsstätte Oberfranken (ÖBO), LBV und Wildland-Stiftung Bayern sowie für das Projektgebiet im Landkreis Straubing der Landschaftspflegeverband Straubing-Bogen e.V.

 

Bayerische Kommunen verstärken den Biodiversitätsschutz

Bei dem Projekt handelt es sich um eine Fortsetzung des erfolgreichen kommunalen Biodiversitätsprojekts „Marktplatz der Biologischen Vielfalt“. Vorrangiges Ziel des Projekts KomBi+ ist es, den Biodiversitätsschutz auf kommunaler Ebene weiter zu stärken und auszuweiten. Der Naturschutzfonds fördert das Projekt mit rund 591.000 Euro. Maßnahmenträger ist die Stadt Lohr a. Main zusammen mit dem BN und dem LBV.

 

Ein Lebensraumnetz für Herbstdrehwurz und Ödlandschrecke – Erfassung von charakteristischen Pflanzenarten und Insektengruppen auf Kalkmagerrasen in Greding, Hilpoltstein und Thalmässing

Im Rahmen des Projektes werden die wertgebenden Magerrasenarten systematisch erfasst und basierend darauf Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen erarbeitet. Für den genetischen Austausch der Populationen und den Erhalt seltener Tier- und Pflanzenarten ist eine angepasste Pflege der Flächen und eine Verbesserung des Biotopverbundes unabdingbar. Der Naturschutzfonds fördert das Projekt mit mehr als 36.000 Euro. Maßnahmenträger ist der Landschaftspflegeverband Mittelfranken e.V.

 

Wiesenbrüterprojekt im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen

Der Wiesenbrüterschutz im Donaumoos, dem größten Niedermoor Südbayerns, ist das zentrale Ziel. Die Sicherung der Brutgebiete und Erhöhung des Reproduktionserfolgs der vom Aussterben bedrohten bzw. stark gefährdeten Wiesenbrüterarten wie Großer Brachvogel, Wiesenpieper, Braunkelchen sowie Kiebitz haben hierbei höchste Priorität. Der Naturschutzfonds fördert das Projekt mit mehr als 483.000 Euro. Maßnahmenträger ist der LBV.

 

Buchprojekt "Flora von Bayern"

Mit dem Buchprojekt Flora von Bayern entsteht ein Standardwerk, das alle rund 6.000 in Bayern nachgewiesenen Farn- und Gefäßpflanzen umfasst. Die Publikation soll alle bestimmungskritischen Gruppen behandeln und diese in Wort und Bild mit Verbreitungskarten sowie Angaben zu Standortbindung und Gefährdung beinhalten. Der Naturschutzfonds fördert das Projekt mit mehr als 212.000 Euro. Maßnahmenträger ist die Bayerische Botanische Gesellschaft e.V.

 

Jahresprogramm Kleinmaßnahmen aus Zweckerträgen der GlücksSpirale 2023

Die Kleinmaßnahmen haben sich zwischenzeitlich zu einem unverzichtbaren Instrument der Naturschutzarbeit in Bayern entwickelt. Für das Jahr 2023 sind insgesamt 38 Kleinprojekte vorgesehen. Der Naturschutzfonds bezuschusst das Projekt mit 500.000 Euro. Maßnahmenträger sind der BN, der LBV und der Deutsche Verband für Landschaftspflege e. V.


Quelle
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Rosenkavalierplatz 2,
81925 München

Stand 24.11.2022

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald

  • Rothirsch bei der Nahrungsaufnahme


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Artenschutzkonferenz macht Fortschritte beim Artenschutz
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IFAW - International Fund for Animal Welfare

03/04.12.2022

  • CITES Fazit: Artenschutzkonferenz macht Fortschritte beim Artenschutz

Artenschutzkonferenz macht Fortschritte beim Artenschutz


25. November 2022, Panama City/Hamburg – Heute endete in Panama City die 19. Vertragsstaatenkonferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens, auch CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) genannt. Es wurden entscheidende Fortschritte beim Schutz für Haie, Rochen, Glasfrösche und weitere Arten erzielt.
„Über eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht, wenn wir nicht die Art und Weise ändern, wie wir Wildtiere behandeln“, sagt Matt Collis, Stellvertretender Vizepräsident Arten- und Naturschutz beim IFAW ( International Fund for Animal Welfare). „Viele Regierungen haben bei der CITES Konferenz gezeigt, dass sie endlich handeln und die enormen Herausforderungen und Anstrengungen angehen wollen, um die Natur und die uns bedrohende Krise zu bewältigen.“

Mehr Schutz für Haie und Glasfrösche


97 Hai- und Rochenarten wurden in den Anhang II der CITES Konvention aufgenommen, um den Handel mit den Flossen der Tiere unter Kontrolle zu bekommen. Die übermäßige Fischerei hat einige der Arten aus den Familien der Requiemhaie, der kleinen Hammerhaie und Geigenrochen extrem dezimiert, sodass nun ihr Aussterben droht. Durch die jetzt getroffenen Beschlüsse sind fast alle international gehandelten Haiarten unter Kontrolle von CITES, Bescheinigungen zur Nachhaltigkeit der Fischerei sind nun zwingend erforderlich.

Auch in Anhang II aufgenommen wurde die Familie der Glasfrösche, einige Arten von Süßwasserschildkröten und andere Reptilienarten, die gern als exotische Wildtiere in privaten Haushalten in der EU oder den USA gehalten werden. 50 Prozent der Arten aus der Familie der Glasfrösche (Centrolenidae spp.) sind laut IUCN (Weltnaturschutzunion) in ihren Beständen gefährdet, davon sind zehn Arten vom Aussterben bedroht, 28 Arten stark gefährdet und 21 Arten gefährdet. Alleine der Handel mit Glasfröschen in den USA ist von 2016 bis 2021 um 44.000 Prozent gestiegen, von 13 lebenden Individuen 2016 auf 5.744 Tiere in 2021.

Handel mit Elfenbein bleibt verboten

Die Vertragsstaaten lehnten auf der Konferenz erneut Anträge ab, die den internationalen Handel mit Elfenbein und Rhinohorn wieder ermöglicht hätte. Allerdings steht die internationale Gemeinschaft vor der Herausforderung, innovative Wege zu finden, einen finanziellen Ausgleich für die Zerstörung von gelagerten Elfenbeinbeständen zu ermöglichen. Ein entsprechender Antrag Kenias wurde nicht angenommen.

„Es ist gut und wichtig, dass der internationale Handel mit den natürlichen Ressourcen besser reguliert wird. Nur so kann eine Übernutzung verhindert werden. Der Handel ist nur eine Bedrohung neben Lebensraumverlust und Klimawandel. Es ist dringend erforderlich, dass wir alle Bedrohungen reduzieren, wenn nicht gar beenden“, so Collis weiter.

Außerdem nahm die Konferenz einige Anträge an, die der Pandemiepräventionen dienen sollen und einen „One Health“ Ansatz verfolgen. Vollzugsbehörden sollen besser zusammenarbeiten, um entlang der internationalen Handelskette von Wildtieren gefährliche Erreger früher identifizieren zu können und so das Risiko einer Übertragung auf Menschen zu vermindern. Das Thema soll bei folgenden Konferenzen erneut aufgegriffen werden.

Die Vertragsstaatenkonferenz tritt alle drei Jahre zusammen. Derzeit kontrolliert und verbietet CITES den Handel mit insgesamt 38.000 Arten weltweit.



Der IFAW (International Fund for Animal Welfare) ist eine weltweit tätige gemeinnützige Organisation für die bessere Koexistenz von Tieren und Menschen. Wir sind in mehr als 40 Ländern der Welt und auf den Meeren im Einsatz. Wir retten und pflegen Tiere, wildern sie wieder aus und bewahren und schützen ihre natürlichen Lebensräume. Die Probleme, denen wir uns stellen, sind drängend und komplex. Um sie zu lösen, brauchen wir mutiges Handeln und kluges Denken. Wir arbeiten mit Gemeinden, Regierungen, anderen NGOs und Unternehmen zusammen. Gemeinsam finden wir neue und innovative Wege, damit sich alle Arten in ihrem Lebensraum entwickeln können. So geht’s: ifaw.org



Bildunterschrift:
  • 97 Hai- und Rochenarten wurden in den Anhang II der CITES Konvention aufgenommen. © Tom Burns


Quelle
Internationaler Tierschutz-Fonds gGmbH
Max-Brauer-Allee 62-64
22765 Hamburg

Stand
25.11.2022

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Parkplatz Graupsäge ist fertiggestellt
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Parkplatz Graupsäge ist fertiggestellt

03/04.12.2022

  • 150 Stellplätze und barrierearme Bushaltestelle - Entlastung für Waldhäuser

Waldhäuser. Ein erster wichtiger Schritt zur Verkehrsentlastung in der Ortschaft Waldhäuser ist getan. An der Nationalparkstraße wurde der P&R-Parkplatz Graupsäge mit über 150 Stellplätzen und einer barrierefreien Bushaltstelle gebaut. Die Fertigstellung ist bereits abgeschlossen, in Betrieb geht der Parkplatz im nächsten Jahr mit dem Start der Igelbussaison.
„Wir konnten diese für die Besucherinfrastruktur notwendige Maßnahme in weniger als einem Jahr umsetzen“, sagte Dr. Franz Leibl, Leiter der Nationalparkverwaltung, bei einem Besichtigungstermin. Von dem Parkplatz sollen nicht nur die Besucher profitieren, die hier genügend Fläche für ihr Auto haben und mit dem Igelbus bequem Richtung Lusen fahren können. „Die neue Struktur kommt auch den Bürgern von Waldhäuser zu Gute.“ An besuchsstarken Tagen ist das hohe Verkehrsaufkommen im Ort oft eine Belastung für die Anwohner. „Wir erhoffen uns eine Entspannung der Situation.“

Dass die Bürger von Waldhäuser den neuen Parkplatz begrüßen, erklärte Alfons Schinabeck, Bürgermeister von Neuschönau. „Der Parkplatz ist aus unserer Sicht absolut positiv zu bewerten und wir freuen uns, dass der Nationalpark diesen ersten Schritt in Richtung eines geordneten Verkehrsleitsystems geht.“ Schinabeck sehe den neuen P&R-Parkplatz auch als wichtigen Baustein für das Verkehrskonzept, an dem derzeit vom Nationalpark gearbeitet wird und das Auffangparkplätze und kostenlose Shuttlebusse vorsehe.

Wie Johannes Dick, Bauingenieur des Nationalparks, erklärte, bestand die Herausforderung darin, den Parkplatz nicht nur für Fahrzeuge, sondern auch für den ÖPNV auszurüsten. „Dafür musste nicht nur die Fahrbahn auf eine Breite von sechs Metern erweitert werden. Durch die höheren Frequenzen und stärkeren Belastungen, die durch die Busse auf die Straße wirken, war eine aufwendige Verstärkung des Frostschutzes und der neuen Asphaltdecke nötig.“ Damit die Busse nicht rangieren müssen und gefahrenlos umdrehen können, wurde eine Buswendeschleife am Ende des Parkplatzes errichtet. Ein barrierefreier Bussteig, den auch Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen nutzen können, ein Wartehäuschen sowie eine barrierearme Toilette runden das Angebot ab. Letztere wurden in der gewohnten Optik von den Mitarbeitern des Nationalparks gebaut.

Bevor die Anlage im Mai nächsten Jahres in Betrieb genommen wird, ist noch einiges zu tun. Sitzgruppen werden aufgestellt, ebenso die Beschilderung der Wanderwege, die von dem Parkplatz aus wegführen. Wie Reinhard Wolf, im Landratsamt Freyung-Grafenau zuständig für den ÖPNV, mitteilte, werden an der Bushaltestelle noch entsprechende Markierungen sowie Tafeln mit dem Fahrplan angebracht.

Bildunterschrift:

Freuen sich über die Fertigstellung des P&R-Parkplatzes Graupsäge: Elke Ohland, Leiterin der Nationalpark-Stabsstelle (v.l.), Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl, Johannes Dick, Bauingenieur vom Nationalpark, Reinhard Wolf, beim Landratsamt zuständig für den ÖPNV, Ingenieur Tassilo Pichlmeier, Bürgermeister Alfons Schinabeck und Nathalie Obermüller vom ÖPNV-Team im Landratsamt. (Foto: Nationalpark Bayerischer Wald)


Quelle
Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Freyunger Straße 2
94481 Grafenau

Stand 24.11.202

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Sieben neue Pátzcuaro-Querzahnmolche im Tierpark Hellabrunn
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Sieben neue Pátzcuaro-Querzahnmolche im Tierpark Hellabrunn

02/03.12.2022

  • Die eigentümlich erscheinenden Tiere behalten ihr gesamtes adultes Leben lang das Aussehen einer Larve.

Doch die hat es größenmäßig mit bis zu 35 Zentimeter Körperlänge in sich. Besonders auffällig sind vor allem zwei übriggebliebene Merkmale: ein kräftiger, seitlich abgeplatteter Schwimmschwanz sowie große Außenkiemen. Die Pátzcuaro-Querzahnmolche atmen mithilfe ihrer Lungen und über die Haut.

Der Pátzcuaro-Querzahnmolchist vom Aussterben bedroht. Die Art kommt weltweit nur in einem einzigen See im Hochland von Mexiko vor. Früher in großer Zahl befischt, ist der natürliche Lebensraum nun durch Umweltverschmutzung bedroht. Die Amphibien sind einheitlich oliv gefärbt, fast zeichnungslos und nur manchmal leicht getüpfelt. Im Kontrast zur hellen Bauchseite, sind die Finger- und Zehenspitzen eher dunkel gefärbt und können sogar ganz schwarz sein. Die Außenkiemen sind dank der rötlich bis braunen Färbung sehr gut zu erkennen.

Eine einzigartige Teilmetamorphose

Zwar werden die Tiere aufgrund ihres Aussehens als „ewige Babys“ bezeichnet, aber das stimmt nur teilweise. Sind die Außenkiemen, der Schwimmschwanz und die Regenerationsfähigkeit der Beine typische Larvenmerkmale, unterzieht sich der Rest des Körpers beim Heranwachsen einer Metamorphose. Organe wie Lungen, die Hautpigmente sowie auch Mundepithelien und Zähne entwickeln sich weiter.

Lena Bockreiß, Kuratorin in Hellabrunn, hat die sieben Tiere seit ihrer Ankunft beobachtet und sich mit den Tierpflegern vor Ort ausgetauscht. Sie weiß: „Allen Tieren geht es sehr gut. Sie gewöhnen sich schnell in ihr neues Zuhause ein und haben für so kleine Tiere einen wirklich ordentlichen Appetit. Für unsere Besucher ist es sicher spannend zu entdecken, dass sie dem bekannten Axolotl ähneln. Unsere Querzahnmolche sind aber größer, haben einen wuchtigerem Kopf und eine granulierte Haut“.

Nachzucht, Erhaltung und eine erste Zucht hinter Klostermauern

Die Nachzucht der Tiere begann zunächst in einem Nonnenkloster am Pátzcuaro-See in Mexiko. Die dortigen Ordensschwestern stellten fest, dass die Molche immer seltener im Pátzcuaro-See vorkamen. Seit 2009 betreibt auch  eine ansässige Artenschutz-Initiative, die „PIMVS Jimbani Tzipekua“ eine Zuchtstation für die stark bedrohten Pátzcuaro-Querzahnmolche.

Rasem Baban, Vorstand und Tierparkdirektor in Hellabrunn zeigt sich erfreut über die internationalen Maßnahmen, diese Tiere zu schützen: „Es ist bekannt, dass bei Untersuchungen in den Jahren 2000 und 2010, keine freilebenden Querzahnmolche mehr im Pátzcuaro-See nachgewiesen werden konnten, was natürlich sehr traurig ist. Umso mehr freut uns die Zusammenarbeit mit dem koordinierten Erhaltungszuchtprogramm Citizen Conservation. Diese Initiative trägt ebenso wie der Tierpark Hellabrunn dazu bei, bedrohte Tiere zu schützen und zu erhalten“, so Baban weiter.

Als koordiniertes Erhaltungszuchtprogramm stellt Citizen Conservation Informationen zur Zucht und Haltungsbedingungen zur Verfügung. Gemeinsam gegen das Artensterben unterstützt die Initiative Menschen aus Tiergärtnerei, Wissenschaft und Zivilgesellschaft bei der Rettung bedrohter Arten durch Erhaltungszucht. Weitere Informationen zu der gemeinsamen Initiative des VdZ, Frogs & Friends und der DGHT sind unter verfügbar.


In der Aufnahme
  • Querzahnmolch
© Münchener Tierpark Hellabrunn AG / Gemma Borrell


Quelle
Münchener Tierpark Hellabrunn AG
Tierparkstr. 30
81543 München

Stand 15. November 2022

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WWF zu CITES-Konferenz: „Erfolg für den Schutz unserer Lebensgrundlagen“
WWF zu CITES-Konferenz: „Erfolg für den Schutz unserer Lebensgrundlagen“

02/03.12.2022

  • Historische Entscheidung: Über 90 Prozent aller international gehandelten Hai- und Rochenarten besser geschützt

Nach dem Ende der CITES-Konferenz (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) zeigt sich die Naturschutzorganisation WWF weitestgehend zufrieden mit dem Ausgang der Konferenz. Besonders für Meerestiere war die Konferenz ein voller Erfolg, so werden etwa 90 Prozent aller international gehandelten Hai- und Rochenarten in Zukunft besser vor der Übernutzung durch den internationalen Handel geschützt.

Vor der Konferenz sicherte das CITES-Abkommen das nur 20 Prozent zu. Stillstand gab es hingegen beim Schutz des Tigers vor Wilderei und illegalem Handel. Tropische Baumarten und Singvögel werden zwar in Zukunft besser vor den negativen Auswirkungen des internationalen Handels geschützt. Der WWF kritisiert allerdings die langen Übergangsphasen, bis der verbesserte Schutz in Kraft tritt.
Dr. Arnulf Köhncke, Fachbereichsleiter Artenschutz beim WWF Deutschland sagt: „In einer Zeit, in der die internationale Diplomatie in der Krise scheint und die Menschheit die Artenvielfalt so schnell wie noch nie dezimiert, hat die CITES-Konferenz ein deutliches Zeichen für die Schutz der Artenvielfalt vor Übernutzung gesetzt. Auch wenn wir uns beim Tiger und bei tropischen Baumarten noch mehr Ambitionen erhofft haben, war die CITES-Konferenz ein Erfolg für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Und den brauchen wir nach der enttäuschenden Klimakonferenz und knapp zwei Wochen vor der so wichtigen Weltnaturkonferenz in Montreal dringend.“

Haie und Rochen sind die Gewinner der Konferenz. 54 Arten aus der Familie der Grundhaie, sechs Arten von Hammerhaien und 37 Arten von Geigenrochen wurden auf den Anhang II des CITES-Abkommens aufgenommen. Erlaubt ist internationaler Handel mit ihnen in Zukunft nur noch, wenn die Bestände der Haie und Rochen dadurch nicht gefährdet werden. Köhncke sagt: „Das ist eine historische Entscheidung, von der alles Leben unter Wasser profitiert. Denn Haie und Rochen sind unverzichtbare Schlüsselarten: Sie halten die Ökosysteme im Meer intakt. Sie sorgen so auch für gesunde Fischbestände, die die Nahrungsgrundlage für Millionen von Menschen sind.“

Enttäuscht waren die Naturschützenden von den Verhandlungen zum besseren Schutz des Tigers vor Wilderei und illegalem Handel. Köhncke kommentiert: „Zwar wurde bei der CITES-Konferenz anerkannt, dass der illegale Handel mit asiatischen Großkatzen weiter bekämpft werden muss. Wir vermissen aber den Beschluss von konkreten und zeitgebundenen Maßnahmen gegen illegalen Tigerhandel und Wilderei.“ Für die Großkatzen wird das Folgen haben: Mindestens 150 Tiger könnten weiterhin pro Jahr als Luxusgut, Bettvorleger, Amulette oder vermeintliche Medizin enden.

Für den internationalen Handel mit zahlreichen Luxushölzern aus den Tropenwäldern Afrikas, Asiens und Amerikas, sowie für Singvögel aus Südostasien wurden Handelsregulierungen beschlossen. Die Regeln greifen allerdings erst in bis zu 24 Monaten. Köhncke sagt: „Das ist eine lange Zeit für die schwindenden Bestände, und wir haben große Sorge, dass es hier zu für die Artenvielfalt zerstörerischen Mitnahmeeffekten kommt. Das wäre fatal, denn gezielte Abholzung großer Luxusbäume gefährdet beispielsweise neben diesen Arten selbst auch die Integrität ganzer Wald-Ökosysteme.“

Ein Sieg für die Dickhäuter verzeichnete der WWF auch bei den Entscheidungen zu Elefanten und Nashörnern: Der kommerzielle Handel mit Elefanten-Elfenbein und Nashornhorn bleibt weiter verboten. Elefanten aus dem südlichen Afrika müssen außerdem nicht wie von einigen Staaten gefordert stärker im Handel reguliert werden, denn der kommerzielle Handel mit ihrem Elfenbein ist bereits international verboten. Köhncke sagt: „Der Artenschutz hat sich durchgesetzt, denn ein legaler Handel mit Elefanten-Elfenbein oder Nashornhorn könnte diese bedrohten Tierarten weiter an den Rand des Aussterbens treiben.“

Hintergrund:

Das Washingtoner Artenschutzabkommen CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) reguliert seit 1973 den internationalen Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten und ist eines der bedeutendsten internationalen Naturschutzabkommen. Über 180 Vertragsstaaten trafen sich vom 14. bis zum 25. November auf der alle drei Jahre stattfindenden CITES-Vertragsstaatenkonferenz.

Quelle
WWF

Stand: 25.11.2022

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Artenschutz in Franken®

Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr über 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
25. Jahre Artenschutz in Franken®
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25. Jahre Artenschutz in Franken® 

Am 01.03.2021 feierte unsere Organisation ein Vierteljahrhundert ehrenamlichen und vollkommen unabhängigen Artenschutz und erlebbare Umweltbildung.
Und auch nach 25 Jahren zeigt sich unser Engagement keineswegs als "überholt". Im Gegenteil es wird dringender gebraucht denn je.

Denn die immensen Herausforderungen gerade auf diesem Themenfeld werden unsere Gesellschaft zukünftig intensiv fordern!


Hinweis zum 15.jährigen Bestehen.

Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzten wir unsere namensgebende Bezeichnung.

Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
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Im Aufbau
Was tun beim Wildunfall
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Rechtliches §
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Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Unser Engagement
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Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Nachgedacht
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Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.

Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen.
Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
Bild zum Eintrag (1053852-159)
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein ...da wir jedoch im ganzen Land wiederfinden!

Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.
Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?
Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Juni 2019
Autorin
Natascha Gaedecke
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
Bild zum Eintrag (1053851-159)
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!
Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

AiF
12.08.2019

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
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