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*** Artenschutz in Franken® -Artenschutz in Franken® engagiert sich seit über 30 Jahren ehrenamtlich und vollkommen unabhängig für die Erhaltung der Biodiversität - auf dieser Internetpräsenz möchten wir ihnen einen Eindruck unserer Tätigkeit vermitteln und – und informieren auch über Projekte anderer Organisationen und Einzelpersonen - Artenschutz in Franken® +++

Lindenschwärmer (Mimas tiliae)
Bild zum Eintrag (1141168-160)
Der Lindenschwärmer (Mimas tiliae)

13/14.05.2026


  • An einem warmen Sommerabend liegt die Luft noch voller Tageswärme. Zwischen den Kronen alter Linden ist das letzte Licht des Tages nur noch als matter Schimmer zu sehen. Über einem Gartenweg huscht plötzlich ein schneller Schatten vorbei. Für einen Augenblick scheint er in der Luft zu stehen, dann verschwindet er lautlos wieder zwischen Blättern und Ästen. 

Erst mit etwas Geduld wird deutlich, wer hier unterwegs ist: ein Lindenschwärmer. Im dämmrigen Licht wirken seine grünlich-braunen Flügel wie ein Stück Blattwerk. Gerade diese unauffällige Eleganz macht den Falter zu einem stillen Bewohner sommerlicher Nächte.

Der Lindenschwärmer, wissenschaftlich Mimas tiliae, gehört zur Familie der Schwärmer. Er ist in weiten Teilen Europas verbreitet und besiedelt Laubwälder, Parks, Alleen, Gärten und strukturreiche Siedlungsräume. Besonders dort, wo Linden, Birken, Erlen oder Ulmen wachsen, findet die Art geeignete Lebensbedingungen.
Der erwachsene Nachtfalter besitzt eine Flügelspannweite von etwa sechs bis acht Zentimetern. Seine Vorderflügel zeigen meist eine grünliche bis olivbraune Färbung mit unregelmäßigen Zeichnungen. Diese Musterung dient der Tarnung. Tagsüber ruht der Lindenschwärmer oft an Baumstämmen, Ästen oder zwischen Blättern, wo er durch seine Färbung kaum auffällt. Im Flug wirkt er kräftig und schnell, dabei aber erstaunlich lautlos.

Die Raupen entwickeln sich an verschiedenen Laubbäumen. Besonders häufig werden Linden genutzt, die der Art ihren deutschen Namen gegeben haben. Auch Birken und andere Gehölze können als Nahrungspflanzen dienen. Die Raupen sind grün gefärbt und besitzen eine seitliche Zeichnung, die ihnen zusätzlichen Schutz in der Vegetation bietet. Nach der Entwicklung verpuppt sich der Lindenschwärmer im Boden oder in der Laubstreu. Dort überwintert er meist bis zum folgenden Frühjahr.

Der Lindenschwärmer ist damit auf ein Zusammenspiel verschiedener Lebensraumelemente angewiesen ...

In der Aufnahme von Sunhild Welzel
  •     Einer der größten heimischen Schwärmerarten ist der Lindenschwärmer.
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Goldglänzende Rosenkäfer (Cetonia aurata)
Bild zum Eintrag (1141320-160)
Der Goldglänzende Rosenkäfer (Cetonia aurata)

12/13.05.2026

  •     Ein Sommertag im Garten

An einem warmen Vormittag öffnet sich zwischen Wildrosen, Holunder und Margeriten der Garten wie eine kleine Bühne. Über den Blüten summen Hummeln, Schwebfliegen und Bienen. Dann blitzt im Sonnenlicht ein metallisches Grün auf. Ein Käfer landet schwerelos auf einer offenen Rosenblüte. 

Für einen Moment wirkt es, als wäre ein Tropfen poliertes Metall lebendig geworden. Er schiebt sich zwischen die Staubblätter, sucht Pollen und Nektar und hebt wenig später wieder ab. Solche kurzen Begegnungen gehören zu den stillen Naturmomenten, die oft erst auffallen, wenn man genauer hinsieht. Der Goldglänzende Rosenkäfer, wissenschaftlich Cetonia aurata, ist einer jener Bewohner unserer Gärten, Wiesenränder und lichten Wälder, die mit ihrer Erscheinung überraschen und zugleich viel über den Zustand unserer Landschaft erzählen.
Artbeschreibung

Der Goldglänzende Rosenkäfer (Cetonia aurata) gehört zur Familie der Blatthornkäfer. Erwachsene Tiere werden meist etwa 14 bis 20 Millimeter lang. Typisch ist ihr schimmernder Panzer, der je nach Lichteinfall grün, goldgrün, bronzefarben oder kupferartig wirken kann. Oft zeigen die Flügeldecken kleine helle Flecken oder feine Zeichnungen.

Besonders auffällig ist seine Flugweise. Anders als viele andere Käfer hebt der Rosenkäfer beim Fliegen die harten Flügeldecken kaum an. Die häutigen Hinterflügel werden seitlich unter den Flügeldecken hervorgeschoben. Dadurch wirkt sein Flug überraschend schnell, wendig und kräftig.

Von Frühjahr bis Sommer sind die erwachsenen Tiere vor allem an Blüten zu beobachten. Sie ernähren sich überwiegend von Pollen, Nektar und weichen Pflanzenteilen. Häufig besuchen sie Doldenblütler, Rosen, Holunder, Weißdorn oder Brombeeren.

Die Larven leben dagegen verborgen. Sie entwickeln sich über ein bis mehrere Jahre in vermoderndem Holz, in Komposthaufen, in Mulm alter Baumhöhlen oder in humusreichen Pflanzenresten. Dort fressen sie abgestorbenes organisches Material. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Zersetzung und zur Bildung fruchtbarer Böden. 

Der Goldglänzende Rosenkäfer ist deshalb nicht nur ein auffälliger Blütenbesucher, sondern auch Teil eines funktionierenden Stoffkreislaufs.


Aufnahme von Dieter Zinßer
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Taschentuchbaum (Davidia involucrata)
Bild zum Eintrag (1141297-160)
Der Taschentuchbaum (Davidia involucrata)

12/13.05.2026

  • An einem windstillen Maitag fällt das Licht weich durch das junge Laub eines Gartens. Zwischen den grünen Kronen bewegt sich etwas Helles. Zuerst wirkt es, als hätten sich ein paar weiße Tücher in den Ästen verfangen. 

Doch bei jedem Luftzug schwingen sie lebendig hin und her. Ein Kind bleibt stehen, schaut nach oben und fragt, warum ein Baum Taschentücher trägt. Wer näher tritt, entdeckt keinen Zufall, sondern eine der ungewöhnlichsten Blütenerscheinungen der Pflanzenwelt: den Taschentuchbaum.
Artbeschreibung

Der Taschentuchbaum, botanisch Davidia involucrata, ist ein sommergrüner Laubbaum. Seine natürliche Heimat liegt in den Bergwäldern West- und Zentralchinas. Dort wächst er in frischen, humusreichen Böden und bevorzugt Standorte mit ausreichender Bodenfeuchte sowie luftfeuchtem Klima.

Unter günstigen Bedingungen kann der Taschentuchbaum Höhen von etwa 10 bis 20 Metern erreichen, gelegentlich auch mehr. In jungen Jahren wächst er eher langsam, entwickelt später jedoch eine breite, locker aufgebaute Krone. Die Blätter sind wechselständig angeordnet, breit eiförmig bis herzförmig und am Rand gesägt. Im Austrieb zeigen sie oft einen frischen, hellgrünen Ton.

Besonders auffällig ist die Blütezeit im späten Frühjahr. Die eigentlichen Blüten sind klein und kugelig angeordnet. Berühmt gemacht haben den Baum jedoch seine großen, weißen Hochblätter. Meist umgeben zwei ungleich große Hochblätter den Blütenstand. Im Wind wirken sie wie schwebende Tücher, Fahnen oder helle Blätter. Diese Hochblätter dienen nicht nur der optischen Wirkung, sondern erhöhen auch die Sichtbarkeit für bestäubende Insekten.

Im Herbst entwickeln sich kleine, kugelige Steinfrüchte. Die Samen reifen langsam und benötigen günstige Bedingungen, um erfolgreich zu keimen.


Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®  
Pappelschwärmer (Laothoe populi)
Bild zum Eintrag (1141092-160)
Der Pappelschwärmer (Laothoe populi) 

12/13.05.2026

  •     Ein lautloser Flügelschlag in der Abenddämmerung – der Pappelschwärmer

Es war ein milder Sommerabend. Über dem Waldrand lag noch die Wärme des Tages, während sich die letzten Sonnenstrahlen zwischen den Baumkronen verloren. Die Luft wurde ruhiger, das Licht weicher, und aus dem hellen Tag wurde allmählich Dämmerung. Ein Amselruf verklang in der Ferne, erste Fledermäuse zeichneten flüchtige Bögen in den Himmel. Für einen Augenblick schien die Landschaft still zu stehen.

Dann löste sich am Stamm einer Pappel etwas aus dem Schatten. Ein kräftiger Falter glitt lautlos durch die Abendluft, umrundete den Waldrand und verschwand zwischen den Blättern. Im Flug wirkte er fast unscheinbar. Erst als er sich niederließ, zeigte sich seine besondere Gestalt – breite Flügel, in sanften Grau- und Brauntönen gezeichnet, die Hinterflügel leicht nach vorn geschoben. Es war ein Pappelschwärmer (Laothoe populi).

Solche Begegnungen sind oft kurz und leicht zu übersehen. Doch gerade darin liegt ihre Wirkung. Sie erinnern daran, dass die Dämmerung nicht das Ende des Tages ist, sondern der Beginn einer anderen, oft verborgenen Welt.
Artbeschreibung

Der Pappelschwärmer (Laothoe populi) gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae) und zählt zu den häufigeren und auffälligeren heimischen Nachtfaltern. Mit einer Flügelspannweite von etwa 65 bis 90 Millimetern ist er ein kräftiger, groß gebauter Falter.

Sein Erscheinungsbild wirkt auf den ersten Blick zurückhaltend. Die Flügel sind überwiegend grau, graubraun oder olivbraun gefärbt und tragen feine, wellenförmige Zeichnungen. Gerade diese gedämpfte Färbung macht ihn hervorragend an Baumrinde und Blättern angepasst. Typisch ist seine Ruhehaltung: Die Hinterflügel werden im Sitzen leicht nach vorn geschoben, wodurch die Flügelkontur ungewöhnlich und markant wirkt.

Der Pappelschwärmer ist vor allem in den Abendstunden und in der Nacht aktiv. Anders als viele andere Schwärmer nimmt das erwachsene Tier nur wenig oder gar keine Nahrung auf. Seine Lebensphase als Falter dient vor allem der Fortpflanzung und der Ausbreitung.

Die Raupen sind dagegen ausgesprochen auffällig. Sie sind meist hellgrün, tragen schräge gelbliche Seitenstreifen und am Hinterende das charakteristische Horn der Schwärmerraupen. Ihre Entwicklung erfolgt vor allem an Pappeln (Populus), aber auch an Weiden (Salix), Espen und gelegentlich an Birken.

Die Verpuppung findet in der Streuschicht oder im lockeren Boden statt, meist in geschützten Bereichen am Fuß der Futterbäume.

Aufnahme von Albert Meier 
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Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
Bild zum Eintrag (1141289-160)
Der Wald-Ziest (Stachys sylvatica)

11/12.05.2026

  • An einem stillen Sommermorgen fällt ein schmaler Sonnenstreifen durch das Blätterdach eines feuchten Laubwaldes. Am Rand eines kleinen Waldpfades summen Hummeln zwischen Farnen und jungen Sträuchern. 

Dort, wo der Boden kühl bleibt und sich über Jahre eine weiche Schicht aus Laub gebildet hat, stehen hohe Pflanzen mit purpurfarbenen Blüten. Wer aufmerksam hinsieht, entdeckt eine kleine Welt voller Bewegung: Insekten landen auf den Blüten, Käfer huschen durch das Unterholz, und zwischen den Stängeln bleibt die Luft angenehm feucht. Der Wald-Ziest gehört zu jenen Pflanzen, die nicht laut auf sich aufmerksam machen. Doch gerade dort, wo Wälder noch vielfältige Übergänge, lichte Stellen und lebendige Säume besitzen, ist er ein stiller Begleiter.
Artbeschreibung

Der Wald-Ziest, botanisch Stachys sylvatica, gehört zur Familie der Lippenblütler. Er ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht meist Wuchshöhen zwischen 30 und 100 Zentimetern. Typisch ist der vierkantige, meist behaarte Stängel – ein charakteristisches Merkmal vieler Lippenblütler.

Die Blätter stehen gegenständig am Stängel. Sie sind gestielt, eiförmig bis herzförmig und am Rand deutlich gesägt. Zerreibt man ein Blatt zwischen den Fingern, entsteht ein markanter, kräftiger Geruch, der von manchen als würzig, von anderen als eher herb beschrieben wird.

Von Juni bis September erscheinen die auffälligen Blütenstände. Die Blüten sind purpurrot bis dunkelrosa gefärbt, oft mit heller Zeichnung auf der Unterlippe. Ihre Form ist an bestäubende Insekten angepasst. Besonders Hummeln, Wildbienen und andere nektarsuchende Insekten besuchen die Blüten regelmäßig.

Wald-Ziest wächst bevorzugt in nährstoffreichen, frischen bis feuchten Böden. Man findet ihn in Laub- und Mischwäldern, an Wegrändern, in Gebüschen, an Waldrändern sowie an schattigen Säumen. Er gilt als typische Art strukturreicher, mäßig gestörter Standorte.

Aufnahme von Dieter Zinßer
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Magnolien (Magnolia)
Bild zum Eintrag (1141249-160)
Magnolien (Magnolia)

11/12.05.2026

  • An einem kühlen Frühlingsmorgen liegt noch Tau auf dem Boden. Zwischen kahlen Zweigen scheint der Garten fast stillzustehen. Dann öffnet sich die erste Magnolienblüte. Ihr heller Kelch fängt das frühe Licht ein, und für einen Moment wirkt es, als beginne der Frühling genau an diesem Ort. 

Noch bevor viele andere Gehölze ihr Laub entfalten, setzen Magnolien ein deutliches Zeichen des Neubeginns. Seit Jahrhunderten faszinieren sie Menschen durch ihre ruhige Eleganz, ihre markanten Blüten und ihre besondere Geschichte – denn Magnolien gehören zu den ältesten heute lebenden Blütenpflanzen der Erde.
Artbeschreibung

Die Gattung Magnolia umfasst mehr als 200 bekannte Arten. Sie gehört zur Familie der Magnoliengewächse. Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht von Ost- und Südostasien bis nach Nord- und Mittelamerika. Dort wachsen Magnolien in unterschiedlichen Lebensräumen – von feuchten Bergwäldern bis zu warmen, subtropischen Waldgebieten.

Magnolien sind meist Sträucher oder mittelgroße Bäume. Charakteristisch sind ihre großen, oft auffallend duftenden Blüten, die je nach Art weiß, cremefarben, rosa, purpur oder gelb erscheinen können. Viele Arten blühen im zeitigen Frühjahr noch vor dem Laubaustrieb. Dadurch werden ihre Blüten besonders sichtbar.

Botanisch gelten Magnolien als bemerkenswert ursprüngliche Blütenpflanzen. Ihre Blütenorgane sind häufig spiralig angeordnet. Da sich die Gattung bereits entwickelte, bevor Bienen zu den wichtigsten Bestäubern wurden, spielen bei vielen Arten vor allem Käfer eine wichtige Rolle bei der Bestäubung.

Auch das Laub und die Fruchtstände sind charakteristisch. Die Blätter sind meist einfach, ganzrandig und kräftig gebaut. Nach der Blüte entstehen oft zapfenartige Sammelfrüchte, aus denen auffällige rote oder orangefarbene Samen hervortreten.


Aufnahme von Dieter Zinßer
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Labkrautschwärmer (Hyles gallii)
Bild zum Eintrag (1141093-160)
Der Labkrautschwärmer (Hyles gallii)

11/12.05.2026

  • Ein flüchtiger Gast der Sommerdämmerung – der Labkrautschwärmer

Es war ein warmer Sommerabend. Über dem Wegsaum hing noch die Wärme des Tages, während sich das Licht langsam über die Wiesen legte. Die Farben wurden weicher, die Konturen verschwammen, und aus dem Tag wurde allmählich Dämmerung. Zwischen Gräsern und Wildblumen schien die Landschaft für einen Moment still zu werden. Doch wer in solchen Augenblicken genauer hinsieht, entdeckt ein anderes, verborgenes Leben.

Plötzlich huschte ein schneller Schatten zwischen den Blüten hindurch. Für einen kurzen Augenblick stand er fast reglos vor einer Blüte in der Luft, dann glitt er lautlos weiter. Was im ersten Moment an einen kleinen Vogel erinnerte, war in Wahrheit ein Nachtfalter – der Labkrautschwärmer (Hyles gallii). Seine Erscheinung in der Dämmerung wirkt beinahe unwirklich: kraftvoll, präzise und zugleich flüchtig. Oft ist es nur ein kurzer Moment. Doch gerade diese flüchtigen Begegnungen machen deutlich, wie viel Leben sich in unseren Landschaften verbirgt.
Artbeschreibung

Der Labkrautschwärmer (Hyles gallii) gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae). Mit einer Flügelspannweite von etwa 60 bis 80 Millimetern zählt er zu den größeren heimischen Schwärmern. Sein kräftiger Körperbau, die langen, schmalen Vorderflügel und der schnelle, ausdauernde Flug machen ihn zu einem hervorragenden Flieger.

Charakteristisch ist seine kontrastreiche Färbung. Die Vorderflügel zeigen meist olivbraune bis graubraune Grundtöne mit helleren Linien und Zeichnungen. Die Hinterflügel sind auffallend dunkel mit leuchtend rosafarbenen Partien. Im Flug entsteht dadurch ein markanter Farbkontrast, der den Falter auch in der Dämmerung unverwechselbar erscheinen lässt.

Der Labkrautschwärmer ist vor allem in den Abendstunden und in der Nacht aktiv. Mit seinem langen Saugrüssel besucht er nektarreiche Blüten und kann dabei im Schwirrflug vor den Blüten stehen. Seine Flugweise erinnert an andere Schwärmerarten: schnell, zielgerichtet und erstaunlich präzise.

Besonders eindrucksvoll sind die Raupen. Sie können eine Länge von bis zu acht Zentimetern erreichen und zeigen eine auffällige Zeichnung mit hellen Flecken und kontrastreichen Farbbändern. Wie viele Schwärmerraupen tragen sie am Hinterende ein deutliches Horn.

Die Raupen leben vor allem an Labkrautarten (Galium), aber auch an Weidenröschen (Epilobium) und weiteren krautigen Pflanzen. Die Verpuppung erfolgt am Boden, meist in lockerer Erde oder geschützter Streu.


Aufnahme von Ulrich Rösch
Artenschutz in Franken®  
Schwarzweißer Großweber (Neriene emphana)
Bild zum Eintrag (1141202-160)
Der Schwarzweiße Großweber (Neriene emphana)

10/11.05.2026

  •     Im Schatten des Waldrands

Ein schmaler Pfad führte an einem kühlen Frühlingsmorgen durch einen lichten Mischwald. Die Luft war feucht, und zwischen jungen Haselsträuchern hing noch der Tau der Nacht. Dort, wo ein Sonnenstrahl den Boden erreichte, spannte sich zwischen zwei Zweigen ein feines Netz. 

Es war erst sichtbar, als winzige Wassertröpfchen darin aufleuchteten. Unter dem silbrigen Geflecht saß eine kleine Spinne – reglos, fast unscheinbar. Ein kleines Insekt berührte die oberen Fäden, geriet aus dem Gleichgewicht und fiel auf das darunter gespannte Netz. Die Spinne reagierte augenblicklich. Für einen Moment war das leise Geschehen im Unterholz sichtbar. Dann kehrte wieder Ruhe ein. Wer weiterging, ahnte kaum, wie viel verborgenes Leben sich in wenigen Zentimetern Waldsaum abspielt.
Artbeschreibung

Der Schwarzweiße Großweber (Neriene emphana) gehört zur Familie der Baldachinspinnen (Linyphiidae). Diese Spinnenfamilie umfasst zahlreiche meist kleine Arten, die vor allem durch ihre feinen Deckennetze bekannt sind. Neriene emphana ist eine eher zierliche Spinne. Wie viele Vertreter der Familie erreicht sie nur wenige Millimeter Körperlänge und wird deshalb im Gelände leicht übersehen.

Kennzeichnend ist die kontrastreiche Zeichnung, die dem deutschen Namen zugrunde liegt. Helle und dunkle Bereiche auf Körper und Hinterleib können je nach Licht, Alter und individueller Ausprägung unterschiedlich deutlich erscheinen. Die Art lebt vor allem in strukturreichen, eher feuchten Lebensräumen. Man findet sie an Waldrändern, in Gebüschen, an Hecken, in Hochstaudenfluren oder im Unterwuchs lichter Wälder.

Ihr Netz ist als waagerechte Fangfläche ausgebildet. Darüber verlaufen unregelmäßige Signalfäden. Gerät ein kleines Insekt in diese Fäden, verliert es den Halt und fällt auf die gespannte Netzfläche. Die Spinne hält sich meist an der Unterseite des Netzes auf und reagiert auf feinste Schwingungen.

Wie andere Baldachinspinnen ernährt sich Neriene emphana von kleinen Insekten und anderen winzigen Gliederfüßern. Damit ist sie Teil eines oft übersehenen, aber wichtigen Nahrungsnetzes im bodennahen Bereich von Wald- und Saumlebensräumen.

Aufnahme von Albert Meier 
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Kurzohrrüsselspringer (Macroscelides proboscideus)
Bild zum Eintrag (1141188-160)
Der Kurzohrrüsselspringer (Macroscelides proboscideus)

10/11.05.2026


  • Die ersten Sonnenstrahlen erreichten gerade die steinige Ebene, als sich zwischen kleinen Sträuchern ein Kurzohrrüsselspringer vorsichtig aus seinem Versteck wagte. Die Nacht hatte Kühle gebracht, doch schon jetzt begann die Luft sich zu erwärmen. 

Mit schnellen, federnden Bewegungen huschte das Tier über sandigen Boden. Immer wieder hielt es inne, hob den Kopf und prüfte die Umgebung. Zwischen Kieseln und trockenen Halmen suchte es nach kleinen Insekten. Ein Schatten zog über den Boden – im nächsten Augenblick war es verschwunden und nur noch das feine Muster seiner Spuren blieb im Sand zurück.
Artbeschreibung

Der Kurzohrrüsselspringer (Macroscelides proboscideus) gehört zur Familie der Rüsselspringer. Trotz seines Namens ist er weder mit Mäusen noch mit Spitzmäusen eng verwandt, sondern bildet innerhalb der Säugetiere eine eigenständige Entwicklungslinie.

Kennzeichnend ist der kleine, kompakte Körper mit relativ langen Hinterbeinen, einer beweglichen, rüsselartig verlängerten Schnauze und auffallend kurzen Ohren. Erwachsene Tiere erreichen meist eine Körperlänge von etwa 18 bis 25 Zentimetern einschließlich Schwanz. Das Fell ist überwiegend sandfarben bis graubraun und bietet in trockenen, steinigen Lebensräumen eine gute Tarnung.

Das Verbreitungsgebiet liegt in den trockenen Regionen des südlichen Afrikas. Dort bewohnt die Art offene Halbwüsten, steinige Ebenen und buschdurchsetzte Landschaften mit lockeren Böden und ausreichenden Rückzugsmöglichkeiten.
Kurzohrrüsselspringer sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Sie ernähren sich hauptsächlich von Insekten und anderen kleinen wirbellosen Tieren, nehmen aber gelegentlich auch pflanzliche Nahrung auf. Mit ihrer beweglichen Schnauze spüren sie Beute am Boden auf. 

Tagsüber ruhen sie in flachen Verstecken, unter Sträuchern oder zwischen Steinen, wo sie Schutz vor Hitze und Fressfeinden finden.


Aufnahme von Klaus Sanwald 
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Skabiosenschwärmer (Hemaris tityus)
Bild zum Eintrag (1141081-160)
Der Skabiosenschwärmer (Hemaris tityus) 

10/11.05.2026

  •     Ein flüchtiger Sommergast – der Skabiosenschwärmer

Es war ein stiller Juninachmittag. Die Sonne stand hoch über der Wiese, und zwischen Gräsern, Margeriten und Witwenblumen lag dieses leise, unaufhörliche Summen, das nur an warmen Sommertagen die Luft erfüllt. Über den Blüten schwebten Hummeln, Wildbienen und Schwebfliegen. Dann schoss ein kleiner, schneller Schatten heran. Für einen Augenblick stand das Tier reglos vor einer Blüte, die Flügel so schnell, dass sie kaum noch zu erkennen waren. Im nächsten Moment war es schon weitergezogen.

Wer ihm zum ersten Mal begegnet, glaubt oft an eine Hummel. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich ein anderer, überraschender Besucher der Sommerwiesen: der Skabiosenschwärmer (Hemaris tityus). Er ist einer jener Falter, die man leicht übersieht, obwohl sie mit ihrem schwirrenden Flug und ihren transparenten Flügeln zu den eindrucksvollsten Insekten unserer heimischen Landschaft gehören.
Artbeschreibung

Der Skabiosenschwärmer (Hemaris tityus) gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae). Mit einer Flügelspannweite von etwa 35 bis 45 Millimetern zählt er zu den kleineren Vertretern dieser Familie. Seine Gestalt ist gedrungen, kräftig und hervorragend an schnellen, ausdauernden Flug angepasst.

Typisch für die Art sind die weitgehend transparenten Flügel. Frisch geschlüpfte Tiere besitzen zunächst noch feine Schuppen auf den Flügelflächen. Bereits nach kurzer Flugzeit lösen sich diese weitgehend ab und geben die charakteristischen glasartigen Flügel frei. Der dicht behaarte Körper ist meist olivgrün bis bräunlich gefärbt, häufig mit rötlichen oder gelblichen Partien. Zusammen mit dem schnellen, summenden Flug entsteht so eine auffallende Ähnlichkeit zu Hummeln.

Anders als viele Nachtfalter ist der Skabiosenschwärmer tagaktiv. Er fliegt vor allem an warmen, sonnigen Tagen. Mit seinem langen Saugrüssel besucht er Blüten im Schwirrflug und nimmt dabei Nektar auf. Besonders häufig wird er an Witwenblumen, Skabiosen, Klee und anderen nektarreichen Wiesenpflanzen beobachtet.

Die Raupen entwickeln sich an verschiedenen krautigen Pflanzen, vor allem an Witwenblumen und Skabiosen sowie weiteren nah verwandten Arten. Die Verpuppung erfolgt am Boden, meist in lockerer Streu oder geschützter niedriger Vegetation.


Aufnahme von Helga Zinnecker 
  •     Die transparenten Flügel sind typisch für Hemaris tityus.
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Baldachinspinne (Linyphiidae)
Bild zum Eintrag (1141194-160)
Die Baldachinspinne (Linyphiidae) 

09/10.05.2026


  •     Ein Morgen im Wiesensaum

Als der Nebel noch tief über der Wiese lag, glitzerten zwischen den Halmen unzählige feine Fäden. Wer im ersten Licht genauer hinsah, entdeckte kleine gespannte Dächer aus Seide, so zart, dass sie im nächsten Augenblick wieder unsichtbar schienen. Unter einem dieser Netze saß eine winzige Spinne und wartete. 

Für uns war es nur ein stiller Herbstmorgen. Für sie war es ein Ort voller Wege, Signale und Möglichkeiten. Ein taumelndes Insekt berührte die oberen Fäden, verlor kurz die Orientierung und fiel auf das dichte Gewebe darunter. Sofort bewegte sich die Spinne aus ihrem Versteck. Wenige Sekunden später war die Wiese wieder still. Doch zwischen den Gräsern ging das Leben weiter – verborgen, filigran und von erstaunlicher Präzision.
Artbeschreibung

Die Baldachinspinnen, auch Deckennetzspinnen genannt, gehören zur Familie der Linyphiidae. Mit mehreren tausend bekannten Arten zählen sie weltweit zu den artenreichsten Spinnenfamilien. Viele Vertreter sind nur wenige Millimeter groß. Gerade wegen ihrer geringen Körpergröße werden sie oft übersehen, obwohl sie in Wiesen, Waldrändern, Mooren, Hecken, Gärten und Ackerrainen häufig vorkommen.

Typisch für diese Familie ist das namensgebende Netz. Es besteht meist aus einer waagerechten oder leicht gewölbten Fangfläche. Darüber verlaufen unregelmäßige Signalfäden. Gerät ein kleines Insekt in diese Fäden, stürzt es auf das darunterliegende Netz. Die Spinne hält sich häufig an der Unterseite des Gespinstes auf und reagiert auf Erschütterungen sehr schnell.

Baldachinspinnen ernähren sich vor allem von kleinen Insekten und anderen winzigen Gliederfüßern. Dadurch leisten sie einen wichtigen Beitrag zur natürlichen Regulierung von Insektenbeständen. Viele Arten besiedeln den bodennahen Bereich der Vegetation. Andere leben in Laubstreu, Moospolstern oder niedrigen Sträuchern.

Ein bemerkenswertes Verhalten vieler Jungtiere ist das sogenannte Ballooning. Dabei geben sie feine Seidenfäden in die Luft ab und lassen sich von aufsteigenden Luftströmungen tragen. So können selbst sehr kleine Spinnen neue Lebensräume erreichen – manchmal über erstaunlich große Entfernungen.


In der Aufnahme von Albert Meier 
  • Strukturreiche Säume bieten ideale Bedingungen für Baldachinspinnen.
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Kammfinger (Ctenodactylidae)
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Der  Kammfinger (Ctenodactylidae)

09/10.05.2026

  • Als die ersten Sonnenstrahlen die Felsen am Rand der Wüste erwärmten, schob sich ein kleines Gundi vorsichtig aus einer schmalen Felsspalte. Noch lag die Nachtkühle in der Luft. 

Das Tier blieb einen Moment regungslos sitzen, die Ohren wachsam, die dunklen Augen auf die offene Umgebung gerichtet. Erst als die Steine spürbar Wärme abgaben, begann es, zwischen Geröll und niedrigen Pflanzen nach Blättern und jungen Trieben zu suchen. Mit schnellen, sicheren Bewegungen verschwand es wieder im Schutz der Felsen. In dieser kargen Landschaft entscheidet oft ein kurzer Weg zwischen Nahrung, Schatten und Versteck über das tägliche Überleben.
Artbeschreibung

Die Kammfinger oder Gundis (Ctenodactylidae) sind eine Familie kleiner Nagetiere, die in den trockenen und halbtrockenen Gebieten Nordafrikas leben. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von felsigen Wüstenlandschaften bis in steinige Hochebenen. Mehrere Arten gehören zu dieser Familie, darunter Vertreter der Gattungen Ctenodactylus, Massoutiera und Felovia.

Kennzeichnend für Gundis ist ihr kompakter Körperbau. Sie besitzen kurze Gliedmaßen, große Augen und abgerundete Ohren. Besonders auffällig sind die kammartigen Borsten an den Hinterfüßen, denen sie ihren deutschen Namen verdanken. Diese Strukturen helfen bei der Fellpflege und unterstützen den Halt auf steinigem Untergrund.

Gundis sind tagaktive Tiere. Sie leben meist in kleinen sozialen Gruppen und nutzen Felsspalten als sichere Rückzugsorte. Dort finden sie Schutz vor Fressfeinden, Hitze und starken Temperaturschwankungen. Ihre Nahrung besteht vor allem aus Blättern, Kräutern, Sprossen und anderen Pflanzenteilen. 

Weil Wasser in ihrem Lebensraum oft knapp ist, decken sie einen großen Teil ihres Flüssigkeitsbedarfs über die Nahrung.


Aufnahme von Klaus Sanwald
Artenschutz in Franken®  
Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis)
Bild zum Eintrag (1141082-160)
Der Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis)

09/10.05.2026

  •     Ein flirrendes Summen im Sommerlicht – der Hummelschwärmer

An einem sonnigen Frühsommertag lag Wärme über dem Wegsaum. Die Wiese stand in Blüte, und über den Gräsern hing das leise Summen unzähliger Insekten. Zwischen Klee, Witwenblumen und Glockenblumen schoss plötzlich etwas heran – schnell, zielgerichtet und mit erstaunlicher Präzision. Für einen kurzen Moment blieb das Tier vor einer Blüte in der Luft stehen. Es summte wie eine Hummel, schwebte wie ein Kolibri und war im nächsten Augenblick schon wieder verschwunden.

Wer ihm zum ersten Mal begegnet, hält ihn fast immer für eine Hummel. Erst der zweite Blick zeigt, dass es ein Schmetterling ist: der Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis). Gerade diese überraschende Begegnung macht seinen besonderen Reiz aus. Er ist ein Falter des hellen Tages, ein rastloser Besucher von Blüten und ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie viel verborgenes Leben selbst in einer scheinbar vertrauten Landschaft zu entdecken ist.
Artbeschreibung

Der Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis) gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae). Mit einer Flügelspannweite von etwa 38 bis 48 Millimetern zählt er zu den kleineren Vertretern dieser Gruppe. Seine gedrungene Gestalt, die kräftige Brust und der schnelle, ausdauernde Flug verleihen ihm auf den ersten Blick das Erscheinungsbild einer Hummel.

Besonders charakteristisch sind seine weitgehend transparenten Flügel. Frisch geschlüpfte Tiere tragen zunächst feine Schuppen auf den Flügelflächen. Schon nach den ersten Flügen lösen sich diese weitgehend ab, sodass die Flügel glasartig durchsichtig wirken. Zusammen mit dem dicht behaarten, olivgrün bis bräunlich gefärbten Körper entsteht ein bemerkenswertes Erscheinungsbild, das ihn von vielen anderen heimischen Tag- und Nachtfaltern deutlich unterscheidet.

Der Hummelschwärmer ist tagaktiv. Anders als viele andere Schwärmer fliegt er vor allem bei sonnigem, warmem Wetter. Mit seinem langen Saugrüssel besucht er zahlreiche Blütenpflanzen und kann dabei im Schwirrflug vor der Blüte stehen. Dieses Verhalten ermöglicht ihm eine schnelle und gezielte Nektaraufnahme.

Die Raupen leben vor allem an Heckenkirschen (Lonicera), gelegentlich auch an Schneebeeren (Symphoricarpos). Sie entwickeln sich an Blättern und jungen Trieben und verpuppen sich später in Bodennähe, meist in der Streuschicht oder in geschützter Vegetation.


In der Aufnahme von Klaus Sanwald


  •     Der Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis) ist ein faszinierender Schmetterling, der oft mit einer Hummel verwechselt wird. Mit seinem pelzigen Körper und den transparenten Flügeln ist er perfekt getarnt und fliegt ähnlich wie ein Kolibri von Blüte zu Blüte. Seine Fähigkeit, in der Luft zu schweben, um Nektar zu trinken, ist äußerst innovativ und beeindruckend.
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Frettchen (Mustela putorius furo)
Bild zum Eintrag (1141182-160)
Das Frettchen (Mustela putorius furo)

08/09.05.2026

  • Im ersten Licht eines kühlen Frühlingsmorgens glitt ein Frettchen lautlos durch das hohe Gras am Rand eines Feldwegs. Die Erde war noch feucht vom Tau, und zwischen Wurzeln, Steinen und alten Brombeerranken suchte es aufmerksam nach Spuren. 

Ein Rascheln im Laub, der Geruch einer Maus, das ferne Rufen eines Vogels – für einen kurzen Augenblick war die Landschaft voller Zeichen. Das Tier verschwand im Schatten einer Hecke, nur ein schmaler Abdruck im weichen Boden blieb zurück. Wer aufmerksam hinsieht, entdeckt in solchen Momenten, wie eng das Leben kleiner Raubtiere mit einer vielfältigen und lebendigen Kulturlandschaft verbunden ist.
Artbeschreibung

Das Frettchen (Mustela putorius furo) gehört zur Familie der Marder. Es ist die domestizierte Form des Europäischen Iltis und begleitet den Menschen seit vielen Jahrhunderten. Ursprünglich wurde es vor allem zur Jagd auf Kaninchen und zur Kontrolle kleiner Nagetiere gehalten. Heute leben Frettchen überwiegend als Haustiere, vereinzelt kommen jedoch auch verwilderte Tiere oder freilebende Bestände vor.

Frettchen besitzen einen langgestreckten, beweglichen Körper mit kurzen Beinen und einer spitzen Schnauze. Diese Körperform erlaubt es ihnen, enge Gänge, Röhren und Verstecke zu nutzen. Das Fell zeigt unterschiedliche Farbvarianten – von hellen sandfarbenen Tönen bis zu dunklem Braun. Erwachsene Tiere erreichen meist eine Körperlänge von etwa 30 bis 50 Zentimetern; hinzu kommt der buschige Schwanz.

Als überwiegend dämmerungs- und nachtaktive Tiere verfügen Frettchen über einen ausgeprägten Geruchs- und Gehörsinn. Sie ernähren sich vor allem von kleinen Säugetieren, Vögeln, Eiern und anderen tierischen Nahrungsquellen. 

Ihre Lebensweise ist an strukturreiche Landschaften gebunden: Hecken, Feldraine, Uferzonen, Brachen und Gehölzstreifen bieten Deckung, Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten.

Aufnahme von Edi Rietberger 
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Bekassine (Gallinago gallinago)
Bild zum Eintrag (1141134-160)
Die Bekassine (Gallinago gallinago)

08/09.05.2026

  • Im ersten Licht des Morgens liegt über dem Moor noch feiner Dunst. Das Wasser steht in flachen Mulden zwischen Seggen und Binsen. Kaum sichtbar bewegt sich eine Bekassine durch das nasse Gras. Erst als sie auffliegt, wird ihre Anwesenheit deutlich. 

Mit schnellen, zackigen Richtungswechseln schießt sie über die Fläche und verschwindet wenige Augenblicke später wieder im Schutz der Vegetation. Über dem Brutgebiet ist wenig später ein eigentümliches, vibrierendes Lauten zu hören. Es entsteht, wenn Luft durch die äußeren Steuerfedern streicht. Für viele Feuchtgebiete Europas gehört dieses „Meckern“ zu den besonderen Klängen des Frühlings.

Die Bekassine, wissenschaftlich Gallinago gallinago, ist ein mittelgroßer Watvogel aus der Familie der Schnepfenvögel. Sie ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet und besiedelt vor allem nasse Wiesen, Moore, Sümpfe und flache Verlandungszonen. Kennzeichnend sind der lange, gerade Schnabel, der kompakte Körperbau und die auffällige Längsstreifung auf Kopf und Rücken. Das braun, schwarz und beige gemusterte Gefieder bietet eine ausgezeichnete Tarnung zwischen Gräsern, Seggen und feuchtem Boden.
Mit ihrem empfindlichen Schnabel sucht die Bekassine im weichen Untergrund nach Nahrung. Auf dem Speiseplan stehen vor allem Insektenlarven, Würmer, kleine Schnecken und andere wirbellose Tiere. Entscheidend ist dabei ein feuchter, nicht verdichteter Boden, in dem Beute erreichbar bleibt. Für die Brut bevorzugt die Art offene bis halboffene Feuchtgebiete mit ausreichender Deckung und gleichzeitig freien Bereichen zur Nahrungssuche.

Die Balz der Bekassine gehört zu den auffälligsten Verhaltensweisen dieser Art. Während der Brutzeit steigen die Männchen in den Himmel und fliegen weite Bögen über dem Revier. Beim anschließenden Sturzflug erzeugen die gespreizten äußeren Schwanzfedern das typische meckernde Geräusch. 

Dieses Balzverhalten ist eng an offene, weitgehend ungestörte Landschaften gebunden.

Aufnahme von Werner Oppermann
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Der Kleine Weinschwärmer (Deilephila porcellus)
Bild zum Eintrag (1141083-160)
Ein flüchtiger Gast der Sommerdämmerung – der Kleine Weinschwärmer

08/09.05.2026

  • Es war einer jener warmen Abende, an denen die Luft noch lange nach Sonnenuntergang den Duft von Gras, Erde und Blüten trägt. Über den Wiesen lag bereits Dämmerung. Die Farben wurden weicher, die Konturen verschwammen, und für einen Moment schien die Landschaft still zu werden. 

Doch dann begann das Leben einer anderen Tageszeit. Aus dem Halbschatten löste sich ein kleiner, schneller Schatten. Er schwebte vor einer Blüte, hielt für wenige Sekunden nahezu reglos in der Luft und war im nächsten Augenblick schon wieder verschwunden.

Wer ihn nur flüchtig wahrnimmt, hält ihn leicht für einen kleinen Vogel. Erst beim genaueren Hinsehen wird deutlich: Es ist ein Nachtfalter – der Kleine Weinschwärmer (Deilephila porcellus). Seine Erscheinung wirkt beinahe unwirklich. In der Dämmerung leuchten seine rosa und olivgrünen Farbtöne wie ein kurzer, lebendiger Lichtschein. Solche Begegnungen sind selten nicht, aber sie verlangen Aufmerksamkeit. Der Kleine Weinschwärmer gehört zu jenen Arten, die vielen Menschen verborgen bleiben, obwohl sie seit Jahrhunderten Teil unserer heimischen Landschaft sind.
Artbeschreibung

Der Kleine Weinschwärmer (Deilephila porcellus) gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae). Mit einer Flügelspannweite von etwa 40 bis 50 Millimetern ist er kleiner als sein naher Verwandter, der Mittlere Weinschwärmer. Seine kompakte Gestalt, die spitz zulaufenden Vorderflügel und der kräftige Körperbau machen ihn zu einem ausgezeichneten Flieger.

Besonders auffällig ist seine Färbung. Die Flügel zeigen ein lebhaftes Zusammenspiel aus Rosa, Purpur und olivgrünen Tönen. Diese Farben verleihen dem Falter eine außergewöhnliche Erscheinung und machen ihn zu einem der schönsten heimischen Nachtfalter.

Der Kleine Weinschwärmer ist vor allem in der Dämmerung und in den frühen Nachtstunden aktiv. Mit seinem langen Saugrüssel nimmt er Nektar aus Blüten auf. Dabei kann er im Schwirrflug vor einer Blüte stehen – ein Verhalten, das an Kolibris erinnert.

Die Raupen entwickeln sich an verschiedenen krautigen Pflanzen, vor allem an Labkrautarten (Galium), gelegentlich auch an weiteren niedrigen Kräutern. Sie sind meist unauffällig gefärbt und gut an ihre Umgebung angepasst. Die Verpuppung erfolgt am Boden, häufig in lockerer Streu oder im Schutz niedriger Vegetation.


Aufnahme von Helga Zinncker 

  •     Kleiner Weinschwärmer in der warmen Abenddämmerung.
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Großer Blaupfeil (Orthetrum cancellatum)
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Der Große Blaupfeil (Orthetrum cancellatum)

07/08.05.2026

  • Am Rand eines flachen Teiches liegt die Luft schwer von Sommerwärme. Über dem Wasser schimmern feine Lichtreflexe, zwischen Schilfhalmen steigen kleine Insekten auf. Plötzlich huscht ein kräftiger Schatten über die Uferzone. 

Für einen Augenblick setzt sich eine Libelle auf einen sonnengewärmten Stein. Ihr Hinterleib leuchtet hellblau, die durchsichtigen Flügel glitzern im Licht. Kaum zur Ruhe gekommen, startet sie wieder. In schnellem, geradlinigem Flug patrouilliert sie über das Wasser, dreht ab, kehrt zurück und verteidigt entschlossen ihr kleines Revier. Der Große Blaupfeil gehört zu jenen Arten, die warme Gewässerlandschaften im Sommer unverwechselbar machen.

Der Große Blaupfeil, wissenschaftlich Orthetrum cancellatum, ist eine auffällige Libellenart aus der Familie der Segellibellen. Er ist in weiten Teilen Europas verbreitet und besiedelt bevorzugt sonnige, offene Gewässer mit flachen Uferbereichen. Typische Lebensräume sind Teiche, Kiesgruben, Weiher, langsam fließende Gewässer und naturnahe Abgrabungsgewässer.
Ausgewachsene Männchen sind leicht an ihrem blau bereiften Hinterleib zu erkennen. Die Weibchen und jüngeren Tiere zeigen eher gelblich-braune bis bräunliche Färbungen mit dunkleren Zeichnungen. Charakteristisch für die Art ist ihr kräftiger Körperbau. Häufig sitzen die Tiere auf freien Bodenstellen, Steinen oder niedrigen Pflanzen und starten von dort aus zu kurzen Kontrollflügen.

Die Entwicklung des Großen Blaupfeils beginnt im Wasser. Die Larven leben am Gewässergrund oder zwischen Pflanzen und ernähren sich räuberisch von kleinen Wasserorganismen. Nach mehreren Entwicklungsstadien verlassen sie das Wasser, um sich an Uferpflanzen oder festen Strukturen in die flugfähige Libelle zu verwandeln. Für eine erfolgreiche Entwicklung sind daher sowohl geeignete Wasserbereiche als auch strukturreiche Uferzonen wichtig.

Als erwachsene Libellen jagen Große Blaupfeile kleine fliegende Insekten. Dabei spielen offene, sonnige Ufer eine bedeutende Rolle. Die Art ist eng an Gewässer gebunden, benötigt aber gleichzeitig ein Mosaik aus offenen Bodenflächen, Vegetation und besonnten Sitzwarten.

Als erwachsene Libellen jagen Große Blaupfeile kleine fliegende Insekten. Dabei spielen offene, sonnige Ufer eine bedeutende Rolle. Die Art ist eng an Gewässer gebunden, benötigt aber gleichzeitig ein Mosaik aus offenen Bodenflächen, Vegetation und besonnten Sitzwarten.

Aufnahme von Dieter Zinßer
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Basstölpel (Morus bassanus)
Bild zum Eintrag (1141124-160)
Der Basstölpel (Morus bassanus)

07/08.05.2026

  • Im ersten Licht des Morgens liegt über der Küste noch ein silbriger Dunst. Weit draußen über dem offenen Meer zieht ein Basstölpel seine weiten Kreise. Für einen Moment scheint er reglos in der Luft zu stehen. 

Dann kippt der Vogel plötzlich nach vorn. Die schmalen Flügel legen sich an den Körper, und mit großer Geschwindigkeit schießt er senkrecht ins Wasser. Einen Augenblick später durchbricht er die Oberfläche wieder. Ein kleiner Fisch glitzert im Schnabel. Über den Wellen hebt er erneut ab und verschwindet Richtung Felsen, dorthin, wo Tausende seiner Artgenossen in dicht gedrängten Kolonien brüten.
Der Basstölpel, wissenschaftlich Morus bassanus, gehört zu den größten Seevögeln des Nordatlantiks. Erwachsene Tiere erreichen eine Flügelspannweite von bis zu fast zwei Metern. Ihr Gefieder ist überwiegend weiß, die Flügelspitzen sind schwarz. Kopf und Nacken zeigen oft einen warmen gelblichen Schimmer. Besonders auffällig sind der kräftige, spitze Schnabel und die stromlinienförmige Körpergestalt, die perfekt an das Leben über dem Meer angepasst sind.

Basstölpel verbringen einen großen Teil ihres Lebens über offenem Wasser. Sie jagen vor allem kleine Schwarmfische wie Heringe, Sandaale, Makrelen und Sardinen. Ihre bekannteste Jagdtechnik ist der Stoßtauchflug. Aus beträchtlicher Höhe orten sie Beute unter der Wasseroberfläche und tauchen mit hoher Geschwindigkeit ein. Luftsäcke unter Haut und Brustbereich helfen, den Aufprall auf das Wasser abzufedern.

Gebrütet wird meist auf steilen Felsküsten, abgelegenen Inseln und schwer zugänglichen Klippen. Dort bilden Basstölpel große Kolonien, in denen Tausende Paare dicht beieinander leben. Das Nest wird aus Pflanzenmaterial, Seegras und angespülten Bestandteilen gebaut. In der Regel wird ein Ei gelegt. Beide Eltern beteiligen sich an Brut und Jungenaufzucht. 

Die enge Bindung an feste Brutplätze macht Kolonien über viele Jahre zu wichtigen Zentren des Bestands.

Aufnahme von Ulrich Rösch
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Wenn die Landschaft ihr Gesicht verliert
Wenn die Landschaft ihr Gesicht verliert

07/08.05.2026

  • Es gibt Landschaften, die man früher mit wenigen Schritten erkannte. Nicht, weil ein Ortsschild am Weg stand oder weil eine Karte den Namen verriet. Man erkannte sie an ihrem eigenen Wesen. An den alten Obstbäumen am Hang. An Hecken, die Felder gliederten und dem Wind Widerstand boten. An feuchten Wiesen, in denen das Leben summte, zirpte und flatterte. An Feldrainen voller Wildblumen. An Bächen, die sich noch durch Erlen und Weiden schlängelten. An den Stimmen von Lerchen, Schwalben und Kiebitzen. Jede Landschaft trug ihre eigene Handschrift. Jede Gegend besaß ihren unverwechselbaren Klang, ihre Farben, ihre Formen und ihre Lebendigkeit.

Wer aufmerksam durch diese Räume ging, konnte erkennen, wo er war. Nicht nur geografisch, sondern auch im inneren Sinn. Landschaft war mehr als Kulisse. Sie war Ausdruck gewachsener Natur, jahrhundertelanger Geschichte und des behutsamen Zusammenspiels von Mensch, Boden, Wasser, Klima und Artenvielfalt. In ihr war Heimat nicht nur ein Wort, sondern etwas Sichtbares, Hörbares und Spürbares.
Heute erleben wir vielerorts das Gegenteil. Unsere Landschaft verarmt. Was einst reich gegliedert, vielfältig und voller Eigenart war, wird zunehmend eintönig, gleichförmig und austauschbar. Die kleinen Elemente, die über Jahrhunderte das Leben getragen haben, verschwinden nach und nach. Hecken werden beseitigt. Feldraine gehen verloren. Feuchtstellen trocknen aus. Blühflächen werden seltener. Gräben werden begradigt, Böschungen vereinheitlicht, Wiesen artenärmer. Was bleibt, wirkt oft geordnet und aufgeräumt — doch gerade diese Ordnung ist vielerorts Ausdruck eines tiefen Verlustes.

Denn mit den Strukturen verschwinden auch die Bewohner dieser Landschaft. Dort, wo früher Insekten schwirrten, wird es stiller. Wo Schmetterlinge zwischen Blüten standen, bleiben heute oft nur wenige Arten zurück. Amphibien verlieren Laichgewässer. Reptilien finden keine Rückzugsorte mehr. Vögel, deren Stimmen einst selbstverständlich zum Jahreslauf gehörten, werden seltener oder verschwinden ganz aus dem vertrauten Bild. Dieser Verlust geschieht nicht immer spektakulär. Er geschieht leise. Jahr für Jahr. Fast unmerklich. Und gerade darin liegt seine Gefahr. Denn was langsam verschwindet, wird oft erst vermisst, wenn es längst verloren ist.

Viele Menschen spüren diese Veränderung, auch wenn sie sie nicht immer sofort benennen können. Es ist das Gefühl, dass etwas fehlt. Dass Wege, die einst voller Leben waren, stiller geworden sind. Dass Sommerabende anders klingen als früher. Dass Wiesen zwar grün erscheinen, aber kaum noch blühen. Dass Felder zwar weit und offen daliegen, aber ihre Geschichten nicht mehr erzählen.

Besonders eindringlich zeigt sich dieser Wandel in den Namen unserer Orte. Flurnamen wie Lerchenfeld, Blumenwiese, Auenweg, Am Bruch, Birkengrund oder Finkenrain bewahren die Erinnerung an eine Landschaft, die vielerorts nur noch in Worten fortlebt. Diese Namen erzählen von Lerchen, von Auen, von blütenreichen Wiesen, von Birkenhainen und artenreichen Säumen. Sie sind sprachliche Zeugnisse einer lebendigen Vielfalt. Doch oft steht der Name heute neben einer Wirklichkeit, die das Versprochene kaum noch erkennen lässt. Was einst anschaulich und selbstverständlich war, wird nur noch erinnert — und manchmal nur noch vorgetäuscht.

Mit jeder verschwundenen Hecke, jedem trockengelegten Tümpel, jedem eingeebneten Rain verliert die Landschaft mehr als nur einzelne Pflanzen oder Tierarten. Sie verliert Tiefe. Sie verliert Charakter. Sie verliert ihr Gedächtnis. Denn biologische Vielfalt ist nicht nur die Summe möglichst vieler Arten. Sie ist das lebendige Geflecht von Beziehungen, Abhängigkeiten und Wechselwirkungen. Sie ist die Grundlage dafür, dass Böden fruchtbar bleiben, Wasser gespeichert wird, Bestäuber ihre Arbeit leisten und Nahrungsketten bestehen. Sie ist das Fundament ökologischer Stabilität — und zugleich Träger von Schönheit, Eigenart und Heimat.

Eine verarmte Landschaft ist deshalb nicht nur ein Problem des Naturschutzes. Sie berührt auch Kultur, Geschichte und das menschliche Empfinden. Wo alles gleich aussieht, geht Orientierung verloren. Wo alles austauschbar wird, schwindet Bindung. Und wo Bindung schwindet, verliert ein Ort einen Teil seiner Seele.

Naturschutz bedeutet deshalb weit mehr, als seltene Arten in kleinen Rückzugsräumen zu bewahren. Naturschutz heißt, Landschaften als lebendige Ganzheiten zu verstehen. Es heißt, Vielfalt zurückzubringen, bevor sie ganz verstummt. Es heißt, Hecken wieder wachsen zu lassen, Gewässer wieder Raum zu geben, Wiesen wieder blühen zu lassen und Übergänge, Brachen, Säume und kleine ungenutzte Winkel wieder als das zu begreifen, was sie sind: unverzichtbare Lebensräume.

Es geht darum, der Landschaft ihre Sprache zurückzugeben. Ihre Stimmen. Ihre Farben. Ihre Bewegungen. Ihre Unverwechselbarkeit.

Denn eine lebendige Landschaft ist kein Luxus und kein nostalgischer Wunsch. Sie ist Grundlage unseres Lebens. Sie reinigt Wasser, schützt Böden, kühlt die Umgebung, speichert Kohlenstoff und erhält die Voraussetzungen für das Fortbestehen unzähliger Arten — auch unserer eigenen. Vor allem aber ist sie ein Erbe, das wir empfangen haben und das wir weitergeben.

Noch ist nicht alles verloren. Vieles kann zurückkehren, wenn wir wieder Raum schaffen. Wenn wir Vielfalt nicht als Störung, sondern als Reichtum begreifen. Wenn wir beginnen, genauer hinzusehen und das Unscheinbare wieder wertzuschätzen. Oft braucht es nicht das Große, sondern das Viele im Kleinen: die Hecke am Ackerrand, den blühenden Saum am Weg, den Tümpel in der Senke, den alten Obstbaum, das Stück ungemähte Wiese.

Die Zukunft unserer Landschaft entscheidet sich nicht erst morgen. Sie entscheidet sich jetzt — in dem, was wir schützen, erhalten und wieder wachsen lassen.

Denn dort, wo die Vielfalt verschwindet, verstummt nicht nur die Natur. Dort verstummt ein Teil unserer Heimat.
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Gluckente (Sibirionetta formosa
Bild zum Eintrag (1141117-160)
Die Gluckente (Sibirionetta formosa

06/07.05.2026

  • An einem stillen Morgen im Frühling liegt über einem flachen Teich im nordöstlichen Asien feiner Nebel. Das Wasser ist fast unbewegt, nur kleine Kreise verraten Leben zwischen Schilf und Seggen. 

Aus dem Dämmerlicht löst sich eine kleine Entengruppe. Für einen kurzen Augenblick fällt das erste Sonnenlicht auf das Gefieder eines Männchens: grüne, bronzene und cremefarbene Muster leuchten auf, als hätte das Wasser selbst Farbe angenommen. Dann verschwindet die Gruppe wieder zwischen den Pflanzen. Wer die Gluckente beobachtet, erlebt keinen lauten Auftritt. Ihre besondere Schönheit zeigt sich oft erst im zweiten Blick — in ruhigen Bewegungen, im gedeckten Klang der Landschaft und in der engen Verbindung zu ihren Feuchtgebieten.
Die Gluckente, wissenschaftlich Sibirionetta formosa, ist eine kleine Schwimmente aus der Familie der Entenvögel. Ihr Verbreitungsgebiet liegt vor allem in Nordostasien. Die Brutgebiete erstrecken sich überwiegend über Teile des östlichen Sibiriens und angrenzende Regionen. Im Winter ziehen viele Tiere in südlichere Gebiete Ostasiens.

Besonders auffällig ist das Männchen im Prachtkleid. Der Kopf zeigt eine markante Zeichnung aus dunklen, grün schimmernden und hellen Partien, die der Art ein unverwechselbares Erscheinungsbild verleihen. Das Weibchen ist unauffälliger gefärbt. Mit braunen und fein gemusterten Tönen ist es gut an die Deckung in Ufervegetation angepasst. 

Diese Tarnung ist während Brut und Jungenaufzucht ein wichtiger Schutz.

Aufnahme von Klaus Sanwald 
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Wald im Morgenlicht
Bild zum Eintrag (1141075-160)
Wald im Morgenlicht

06/07.05.2026

  • Wenn der Tag erwacht, zeigt sich der Wald von seiner stillsten Seite. Zwischen Stämmen und Kronen fällt das erste Licht des Morgens. Nebel zieht langsam über den Boden, Tautropfen glitzern auf Blättern und Gräsern, und aus dem Halbdunkel treten Formen, Farben und Strukturen hervor, die im hellen Tageslicht oft verborgen bleiben.

Im Morgenlicht wirkt der Wald zugleich ruhig und lebendig. Vogelstimmen tragen durch die klare Luft, Insekten werden aktiv, und die ersten Sonnenstrahlen lassen Moose, Farne und junge Triebe aufleuchten. Was eben noch im Schatten lag, wird nach und nach sichtbar. Jeder Schritt eröffnet neue Eindrücke – ein schmaler Pfad zwischen alten Bäumen, ein vom Tau überzogener Spinnenfaden, Lichtbänder zwischen den Ästen, das feine Spiel von Helligkeit und Dunkel.
Gerade in diesen frühen Stunden wird spürbar, wie vielfältig ein Wald ist. Er ist Lebensraum, Wasserspeicher, Klimaschützer und Rückzugsort. Zugleich ist er ein Ort, an dem sich natürliche Prozesse besonders eindrucksvoll beobachten lassen: Wachstum, Wandel, Vergehen und Neubeginn.

Die folgenden Impressionen zeigen den Wald in diesem besonderen Moment des Tages – im ersten Licht des Morgens, wenn Stille, Bewegung und Lebendigkeit auf einzigartige Weise zusammenkommen.


Aufnahme von Dieter Zinßer
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Mittlerer Weinschwärmer (Deilephila elpenor)
Bild zum Eintrag (1141045-160)
Der Mittlere Weinschwärmer

06/07.05.2026

  •     Wenn die Dämmerung Flügel bekommt – der Mittlere Weinschwärmer

An einem warmen Sommerabend lag der Garten schon im Halbdunkel. Das letzte Licht hing noch über den Wiesen, während die ersten Fledermäuse lautlos ihre Kreise zogen. Zwischen den Blüten von Geißblatt und Nachtkerze schien plötzlich etwas aufzuflammen – ein rascher, schwebender Flügelschlag, fast wie ein kleiner Vogel in der Abendluft. Für einen Augenblick stand das Tier scheinbar reglos vor einer Blüte, dann glitt es weiter in die Dämmerung. Erst beim genaueren Hinsehen wurde klar: Es war kein Vogel, sondern ein Nachtfalter. Ein Mittlerer Weinschwärmer.

Solche Begegnungen bleiben im Gedächtnis. Sie zeigen, dass die Dämmerung voller Leben ist – auch dann, wenn wir es im Alltag kaum wahrnehmen. Der Mittlere Weinschwärmer gehört zu jenen Arten, die vielen Menschen verborgen bleiben und gerade deshalb eine besondere Faszination ausüben. Er erscheint unerwartet, beinahe lautlos, und verschwindet oft so schnell, wie er gekommen ist.
Artbeschreibung

Der Mittlere Weinschwärmer (Deilephila elpenor) gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae), einer Gruppe kräftiger und flugstarker Nachtfalter. Mit einer Flügelspannweite von etwa 45 bis 65 Millimetern zählt er zu den auffälligeren heimischen Nachtfaltern. Besonders charakteristisch ist seine Färbung: Vorderflügel und Körper zeigen markante Töne aus Olivgrün, Rosa bis Purpur. Diese Farbgebung macht ihn unverwechselbar und verleiht ihm eine beinahe exotische Erscheinung.

Im Flug erinnert der Mittlere Weinschwärmer an einen Kolibri. Er kann vor Blüten im Schwirrflug stehen und mit seinem langen Saugrüssel Nektar aufnehmen. Besonders in den Abendstunden und in der beginnenden Nacht besucht er duftende Blütenpflanzen.

Die Raupen sind ebenso bemerkenswert. Sie können eine Länge von bis zu acht Zentimetern erreichen und tragen am Hinterende das für Schwärmer typische Horn. Auffällig sind ihre großen Augenflecken am Vorderkörper. Bei Gefahr zieht die Raupe den Kopf ein und lässt die Augenflecken besonders deutlich hervortreten. Dieses Erscheinungsbild kann Fressfeinde abschrecken.

Die Raupen leben unter anderem an Weidenröschen, Labkraut, Nachtkerzen und weiteren krautigen Pflanzen. Ihre Entwicklung ist eng an strukturreiche Lebensräume gebunden: Wegränder, Brachen, feuchte Wiesen, Gebüschsäume, Waldlichtungen, naturnahe Gärten und offene Übergangsbereiche bieten Nahrung, Deckung und geeignete Entwicklungsräume.

Aufnahme von Helga Zinnecker
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Vergissmeinnicht (Myosotis)
Bild zum Eintrag (1141025-160)
Das Vergissmeinnicht (Myosotis)

05/05.05.2026

  • Am Rand eines schmalen Waldwegs, dort wo das Gras vom Morgentau noch schwer war, blieb ein Kind stehen. Zwischen frischem Grün leuchteten winzige blaue Punkte. Die Blüten waren klein, fast unscheinbar, und doch schienen sie den Wegrand zum Strahlen zu bringen. 

Während ringsum Vögel sangen und ein Bach leise durch die Wiese floss, beugte es sich näher heran. Die Blüten wirkten wie kleine Augen im Frühlingslicht. Ein kurzer Augenblick – und doch einer, der im Gedächtnis bleibt. Vielleicht liegt gerade darin die besondere Kraft des Vergissmeinnichts: Es fällt nicht durch Größe auf, sondern durch stille Gegenwart.
Artbeschreibung

Das Vergissmeinnicht gehört zur Gattung Myosotis innerhalb der Raublattgewächse. Die Gattung umfasst zahlreiche Arten, die in Europa, Asien, Afrika, Nordamerika und Australien vorkommen. In Mitteleuropa begegnet man Vergissmeinnicht vor allem an feuchten Wiesen, Bachufern, in lichten Wäldern, Gärten und an Wegrändern.

Typisch sind die kleinen, meist himmelblauen Blüten mit gelber oder weißlicher Mitte. Die Blüten stehen oft in lockeren, eingerollten Blütenständen, die sich während des Aufblühens entfalten. Die Pflanzen erreichen je nach Art meist eine Höhe von etwa 10 bis 40 Zentimetern. Stängel und Blätter sind häufig fein behaart – ein Merkmal, das der Gattung ihren botanischen Namen gab, denn Myosotis bedeutet sinngemäß „Mäuseohr“.

Vergissmeinnicht blühen überwiegend im Frühjahr und Frühsommer. Ihre Blüten werden von Wildbienen, Schwebfliegen und anderen Insekten besucht. Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag zur biologischen Vielfalt und sind Teil vieler artenreicher Lebensgemeinschaften.


Aufnahme von Dieter Zinßer
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Wüstenbussard (Parabuteo unicinctus)
Bild zum Eintrag (1141013-160)
Der Wüstenbussard (Parabuteo unicinctus)

05/05.05.2026

  • Als die Sonne über der trockenen Ebene aufstieg, lag die Landschaft noch still. Zwischen Mesquite-Sträuchern und Kakteen glitt ein Schatten über den sandigen Boden. Hoch oben zog ein Wüstenbussard seine Kreise. Plötzlich antwortete aus der Ferne ein zweiter Ruf. 

Wenige Augenblicke später saßen beide Vögel auf einer knorrigen Astgabel und blickten aufmerksam über das offene Land. In der Morgenluft war Bewegung: ein Kaninchen huschte durch das Gestrüpp. Was dann folgte, war kein einsamer Jagdflug, sondern ein bemerkenswertes Zusammenspiel. Während einer der Bussarde die Beute aus der Deckung drängte, wartete der andere in günstiger Position. Diese stille Zusammenarbeit ist eine der besonderen Eigenschaften des Wüstenbussards.
Artbeschreibung

Der Wüstenbussard, wissenschaftlich Parabuteo unicinctus, gehört zur Familie der Habichtartigen. Sein Verbreitungsgebiet reicht vom Süden der Vereinigten Staaten über Mexiko bis in weite Teile Südamerikas. Er bewohnt trockene Halbwüsten, offene Buschlandschaften, Savannen und lichte Waldränder.

Auffällig ist sein dunkelbraunes Gefieder. An Schultern und Flügeln schimmern rostrote Partien, die im Sonnenlicht besonders deutlich hervortreten. Der Schwanz ist dunkel, besitzt jedoch eine markante weiße Endbinde. Erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa 45 bis 60 Zentimetern. Wie bei vielen Greifvögeln sind die Weibchen meist größer und kräftiger als die Männchen.

Der Wüstenbussard ernährt sich vor allem von kleinen Säugetieren, Reptilien, Vögeln und größeren Insekten. Anders als viele andere Greifvögel jagt er häufig nicht allein. Familiengruppen oder Paare können bei der Jagd zusammenarbeiten. 

Dieses soziale Verhalten ist innerhalb der Greifvögel vergleichsweise selten und macht die Art besonders interessant.

Aufnahme von Dieter Zinßer
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Brennnesseln (Urtica)
Bild zum Eintrag (1140991-160)
Brennnesseln (Urtica) 

05/05.05.2026

  • Die Stelle am Gartenzaun war immer dieselbe. Ein schmaler Streifen Erde, oft übersehen, manchmal achtlos betreten. Doch an einem Frühsommertag blieb jemand stehen – nicht wegen der Aussicht, sondern wegen eines kurzen, brennenden Gefühls auf der Haut. 

Zwischen Gras und alten Steinen hatte sich ein dichter Bestand Brennnesseln ausgebreitet. Erst kam der Reflex: zurückweichen. Dann der zweite Blick: Schmetterlinge, die sich niederließen, kleine Insekten, die zwischen den Blättern verschwanden. Was eben noch als lästig galt, entpuppte sich plötzlich als lebendiger Mikrokosmos.
Artbeschreibung

Die Brennnesseln (Urtica) bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Nesselgewächse (Urticaceae). In Mitteleuropa sind vor allem die Große Brennnessel (Urtica dioica) und die Kleine Brennnessel (Urtica urens) verbreitet.

Typisch sind die gezähnten, gegenständig angeordneten Blätter und die mit feinen Brennhaaren besetzten Stängel und Blattoberflächen. Diese Haare enthalten eine Mischung aus reizenden Substanzen, die bei Berührung das bekannte Brennen auf der Haut verursachen – ein effektiver Schutz vor Fraßfeinden.

Brennnesseln bevorzugen stickstoffreiche Böden und wachsen häufig an Wegrändern, in Gärten, auf Brachflächen oder in Auen. Sie sind mehrjährig (insbesondere Urtica dioica) und breiten sich sowohl über Samen als auch über unterirdische Rhizome aus. 

Ökologisch spielen sie eine wichtige Rolle: Zahlreiche Insektenarten, darunter die Raupen bekannter Schmetterlinge wie Tagpfauenauge oder Kleiner Fuchs, sind auf sie als Nahrungsquelle angewiesen.

Aufnahme von Dieter Zinßer
  • Brennessel mit Marienkäfer
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Vierfleck (Libellula quadrimaculata)
Bild zum Eintrag (1140976-160)
Der Vierfleck (Libellula quadrimaculata)

04/05.05.2026

  • Am Rand eines stillen Weihers, dort wo sich Schilfhalme im Wind wiegen und das Wasser die Wolken spiegelt, blieb ein Junge stehen. Über der Oberfläche schwebte eine Libelle, fast reglos, nur von einem leichten Flirren ihrer Flügel gehalten. 

Für einen Augenblick wirkte sie wie ein Teil des Lichts selbst. Dann schoss sie plötzlich davon, fing ein Insekt und kehrte wieder an ihren Platz zurück. Der Junge blinzelte – und wusste doch, dass er gerade etwas Besonderes gesehen hatte: den Vierfleck.
Artbeschreibung

Der Vierfleck (Libellula quadrimaculata) ist eine mittelgroße Libellenart aus der Familie der Segellibellen (Libellulidae) und in weiten Teilen Europas verbreitet. Seinen Namen verdankt er den jeweils zwei dunklen Flecken auf jeder Flügelvorderkante – ein gut erkennbares Merkmal, das ihn von anderen Arten unterscheidet.

Der Körper ist bräunlich bis gelblich gefärbt, oft mit feinen dunklen Zeichnungen. Die Flügel sind transparent und zeigen neben den namensgebenden Flecken auch eine dunkle Flügelbasis. Vierflecke sind geschickte Jäger, die häufig über offenen Wasserflächen patrouillieren oder von erhöhten Sitzwarten aus ihre Beute erspähen.

Ihre Lebensräume sind stehende oder langsam fließende Gewässer wie Teiche, Seen, Moore und Altarme. Wichtig sind dabei flache Uferzonen mit reicher Vegetation, die sowohl als Jagdgebiet als auch als Entwicklungsraum für die Larven dienen. Die Flugzeit erstreckt sich meist von Mai bis August.

Aufnahme von Albert Meier

  • Vierfleck auf Ansitz über ruhigem Gewässer
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Gewöhnliche Goldnessel (Lamium galeobdolon)
Bild zum Eintrag (1140969-160)
Die Gewöhnliche Goldnessel (Lamium galeobdolon)

04/05.05.2026

  • Es war ein kühler Frühlingsmorgen, als ein schmaler Sonnenstrahl durch das noch junge Blätterdach eines Laubwaldes fiel. Zwischen feuchtem Boden, alten Wurzeln und dem leisen Rascheln des Windes leuchteten kleine gelbe Blüten wie verstreute Lichtpunkte. 

Eine Spaziergängerin blieb stehen, kniete sich hin und strich vorsichtig über die samtigen Blätter. Für einen Moment schien die Welt langsamer zu werden – als hätte der Wald selbst beschlossen, seine stille Schönheit zu zeigen. Was sie dort entdeckte, war unscheinbar und doch bemerkenswert: die Gewöhnliche Goldnessel.
Artbeschreibung

Die Gewöhnliche Goldnessel (Lamium galeobdolon) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist eine mehrjährige, krautige Pflanze. Sie wächst bevorzugt in schattigen bis halbschattigen Laub- und Mischwäldern, oft auf nährstoffreichen, frischen Böden. Charakteristisch sind ihre gegenständig angeordneten, eiförmigen Blätter, die häufig silbrig gefleckt sind und sich weich behaart anfühlen.

Die leuchtend gelben Blüten erscheinen meist zwischen April und Juni und sind in Quirlen angeordnet. Wie für Lippenblütler typisch, besitzen sie eine zweilippige Form, die besonders für bestäubende Insekten wie Hummeln und Bienen attraktiv ist. 

Neben der generativen Vermehrung über Samen breitet sich die Pflanze auch vegetativ durch Ausläufer aus und kann so dichte Teppiche bilden.

Aufnahme von Dieter Zinßer
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Zauneidechse (Lacerta agilis)
Bild zum Eintrag (1140905-160)
Die Zauneidechse (Lacerta agilis)

04/05.05.2026

  • An einem warmen Frühlingstag kriecht eine kleine Zauneidechse (Lacerta agilis) aus ihrem Versteck unter einem sonnengewärmten Stein. Die Luft ist noch kühl, doch die ersten Sonnenstrahlen laden zum Aufwärmen ein. 

Vorsichtig hebt sie den Kopf, prüft die Umgebung, und huscht dann über den sandigen Boden, vorbei an Gräsern und niedrigen Sträuchern. Für einen Moment scheint die Welt ruhig und sicher. Doch das vertraute Gelände hat sich verändert: Wo einst offene Flächen waren, wachsen nun dichte Pflanzen, und in der Ferne dröhnt das Geräusch von Maschinen. Die kleine Eidechse hält inne – ihr Lebensraum ist im Wandel.
Die Zauneidechse (Lacerta agilis) gehört zu den bekanntesten Reptilien Mitteleuropas. Sie ist etwa 18 bis 25 Zentimeter lang, wobei der Schwanz einen großen Teil der Körperlänge ausmacht. Besonders auffällig sind die Männchen während der Paarungszeit: Ihre Flanken leuchten in einem kräftigen Grün, während Weibchen und Jungtiere eher braun und unauffällig gefärbt sind. Diese Tarnung schützt sie vor Fressfeinden wie Vögeln oder kleinen Säugetieren. Zauneidechsen bevorzugen strukturreiche, sonnige Lebensräume – etwa Heiden, Trockenrasen, Waldränder oder Bahndämme – wo sie sowohl offene Flächen zum Sonnen als auch Verstecke finden.

Doch genau diese Lebensräume verschwinden zunehmend. Durch Bebauung, intensive Landwirtschaft und die Aufgabe traditioneller Nutzungsformen gehen offene, sandige Flächen verloren.

Aufnahme von Dieter Zinßer
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Wespenbussard (Pernis apivorus)
Bild zum Eintrag (1141010-160)
Der Wespenbussard (Pernis apivorus)

03/04.05.2026

  • Im ersten Licht eines warmen Frühsommertages steigt ein Wespenbussard lautlos über einen lichten Mischwald auf. Unter ihm summt es – verborgen in hohlen Baumstämmen und im sandigen Boden leben die Insektenvölker, von denen er sich ernährt. 

Geduldig kreist er, fast schwerelos wirkend, bis er sein Ziel erkennt. Ein kurzer, präziser Stoßflug – dann verschwindet er wieder zwischen den Baumkronen. Für einen Moment ist er sichtbar, dann wieder Teil des großen, lebendigen Gefüges der Natur.
Artbeschreibung
Der Wespenbussard ist ein mittelgroßer Greifvogel, der in Europa und Teilen Westasiens verbreitet ist. Anders als viele andere Bussardarten ist er hoch spezialisiert: Seine Hauptnahrung besteht aus Wespen, deren Larven und Nestern.


Aufnahme von Gudruhn Ahl
  • Wespenbussard im Portrait 
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Weiße Taubnessel (Lamium album)
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Die Weiße Taubnessel (Lamium album) 

03/04.05.2026

  • Die Weiße Taubnessel ist eine weit verbreitete, heimische Wildpflanze und ein wichtiger Bestandteil vieler naturnaher Lebensräume in Europa. Sie gehört zur Familie der Lippenblütler und ist eng mit anderen bekannten Arten wie Minze oder Salbei verwandt – auch wenn ihr Erscheinungsbild auf den ersten Blick eher unscheinbar wirkt.

Typisch für die Weiße Taubnessel sind ihre weißen, lippenförmigen Blüten, die von Frühling bis in den Herbst hinein erscheinen. Sie wachsen in den Blattachseln und sind besonders reich an Nektar. Dadurch stellt die Pflanze eine wertvolle Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten dar, insbesondere für Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge. Gerade im zeitigen Frühjahr, wenn das Nahrungsangebot noch begrenzt ist, spielt sie eine wichtige Rolle im Ökosystem.
Die Blätter der Weißen Taubnessel ähneln äußerlich denen der Brennnessel, besitzen jedoch keine Brennhaare – daher auch der Name „Taub“-nessel. Sie fühlt sich weich an und verursacht keine Hautreizungen. Die Pflanze wächst bevorzugt an nährstoffreichen Standorten wie Waldrändern, Hecken, Wegrändern und in Gärten.

Aus naturschutzfachlicher Sicht ist die Weiße Taubnessel von großer Bedeutung. Sie fördert die Biodiversität, indem sie als Nahrungsquelle und Lebensraum für viele Tierarten dient. Zudem trägt sie zur Stabilisierung von Böden bei und unterstützt natürliche Kreisläufe in ihrem Lebensraum.

Für eine nachhaltige Garten- und Landschaftsgestaltung empfiehlt es sich, die Weiße Taubnessel gezielt zu fördern oder zumindest stehen zu lassen. Bereits kleine Flächen mit heimischen Wildpflanzen können einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten.

So zeigt die Weiße Taubnessel eindrucksvoll, dass auch unscheinbare Pflanzen eine zentrale Rolle im Naturhaushalt spielen – und dass Naturschutz oft direkt vor der eigenen Haustür beginnt.

Aufnahme von Dieter Zinßer
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Die Geschichte einer Wildschweinfamilie
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„Unter Eichen und Sternen – Die Geschichte einer Wildschweinfamilie“

03/04.05.2026

  • Tief im Herzen eines alten Mischwaldes, wo knorrige Eichen ihre Äste in den Himmel strecken und der Waldboden nach Moos und feuchter Erde duftet, lebt eine Familie von Wildschwein. Ihr Leben folgt keinem geschriebenen Plan, sondern dem Rhythmus der Natur – geprägt von Instinkt, Erfahrung und Zusammenhalt.

Die Leitfigur dieser Familie ist die Bache, eine erfahrene Mutter mit scharfem Geruchssinn und erstaunlichem Gedächtnis. Sie kennt die sicheren Wege durch das Dickicht, die besten Plätze zum Suhlen und die versteckten Lichtungen, auf denen Nahrung im Überfluss wächst. Ihre Bewegungen sind ruhig, aber bestimmt – und ihre Frischlinge folgen ihr auf Schritt und Tritt.
Die Frischlinge, noch jung und von hellen Streifen gezeichnet, sind voller Energie und Neugier. Für sie ist jeder Tag ein Abenteuer: Ein fallendes Blatt wird zum Spielzeug, ein Käfer zur spannenden Entdeckung und ein raschelnder Busch zur kleinen Mutprobe. Doch so verspielt sie auch sind, sie lernen schnell. Jeder Laut, jede Geste ihrer Mutter trägt Bedeutung. Ein leises Grunzen kann Sicherheit bedeuten – oder sofortige Gefahr.

Der Keiler, der Vater, ist ein Einzelgänger am Rand der Gemeinschaft. Mächtig und respektgebietend bewegt er sich oft in gewissem Abstand zur Rotte. Seine Aufgabe ist weniger die direkte Fürsorge, sondern vielmehr Schutz und Präsenz. Wenn seine schweren Schritte durch das Unterholz hallen, weicht selbst das scheueste Tier zur Seite.



In der Aufnahme von Dieter Zinßer
  •     Der Keiler steht wachsam am Waldrand und beobachtet seine Umgebung
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Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum)
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Die Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum)

02/03.05.2026

  • Ein früher Frühlingstag, noch kühl, doch voller leiser Versprechen. Am Rand eines schmalen Feldwegs, dort wo der Boden vom Winter aufgebrochen ist, zeigt sich ein Hauch von Farbe. 

Zwischen graubrauner Erde leuchtet ein zartes Purpur – klein, unscheinbar und doch entschlossen. Während viele Pflanzen noch zögern, hat sie den Mut, die ersten Blüten zu öffnen. Bienen und Hummeln finden hier eine der ersten Nahrungsquellen des Jahres. In dieser stillen Szene beginnt ein neues Kapitel des Wachstums.
Die Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum) gehört zur Familie der Lippenblütler und ist eine weit verbreitete, einjährige Pflanzenart in Europa und darüber hinaus. Sie wächst bevorzugt auf nährstoffreichen Böden, an Wegrändern, auf Äckern, in Gärten und auf Brachflächen. 

Charakteristisch sind ihre weichen, herzförmigen Blätter, die im oberen Bereich oft rötlich bis purpur gefärbt sind. Die kleinen, lippenförmigen Blüten erscheinen meist früh im Jahr und bieten wichtigen Nektar für Insekten. Anders als die „echten“ Brennnesseln besitzt sie keine Brennhaare und ist daher vollkommen harmlos.

Als typische Pionierpflanze besiedelt sie schnell offene Flächen und trägt zur Bodenverbesserung bei. Sie schützt den Boden vor Erosion und schafft erste Lebensräume für andere Organismen. 

Trotz ihrer Häufigkeit wird sie oft als „Unkraut“ abgetan – ein Begriff, der ihrer ökologischen Bedeutung nicht gerecht wird.

Aufnahme von Dieter Zinßer
  • Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum) 
Artenschutz in Franken®  
Gold-Blattzikade (Eupteryx aurata)
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Die Gold-Blattzikade (Eupteryx aurata)

02/03.05.2026

  • Ein warmer Sommertag liegt über einem Kräutergarten. Der Duft von Minze und Salbei steigt in die Luft, während Bienen zwischen den Blüten umherschwirren. Auf einem einzelnen Blatt glitzert etwas im Sonnenlicht – kaum größer als ein Reiskorn. 

Erst bei genauerem Hinsehen wird die Bewegung sichtbar: Eine winzige Zikade sitzt reglos da, perfekt getarnt, bis sie plötzlich mit einem schnellen Sprung die Position wechselt. Für einen Augenblick scheint sie im Licht golden aufzuleuchten, bevor sie wieder im grünen Blätterdach verschwindet.
Die Gold-Blattzikade (Eupteryx aurata) ist ein kleines, aber auffälliges Insekt aus der Familie der Blattzikaden. Sie erreicht nur wenige Millimeter Körperlänge und ist durch ihre gelblich-goldene Färbung mit feinen dunklen Zeichnungen gut zu erkennen. Ihre Flügel sind durchsichtig und zart strukturiert, während ihre kräftigen Hinterbeine speziell an das Springen angepasst sind – eine typische Eigenschaft vieler Zikadenarten. 

Die Gold-Blattzikade ist vor allem auf aromatischen Pflanzen wie Minze, Salbei oder Zitronenmelisse zu finden, wo sie sich vom Pflanzensaft ernährt.


Aufnahme von Albert Meier 
Artenschutz in Franken®  
Artenschutz in Franken®
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Artenschutz in Franken®

Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr über 30 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.

Auf unserer Internetpräsenz, die monatlich durchschnittlich von weit über 100.000 Besucher*innen besucht wird, berichten wir transparent auch über unser Engagement. 
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
30. Jahre Artenschutz in Franken®
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30. Jahre Artenschutz in Franken® 

Am 01.03.2026 feierte unsere Organisation 30 Jahre ehrenamlichen und vollkommen unabhängigen Artenschutz sowie erlebbare Umweltbildung.
Und auch nach 30 Jahren zeigt sich unser Engagement keineswegs als "überholt". Im Gegenteil es wird dringender gebraucht denn je.

Denn die immensen Herausforderungen gerade auf diesem Themenfeld werden unsere Gesellschaft zukünftig intensiv fordern!


Hinweis zum 15.jährigen Bestehen.

Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzten wir unsere namensgebende Bezeichnung.

Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Kleinvogel gefunden - und jetzt?
Bild zum Eintrag (1107912-159)
Kleinvogel gefunden - und jetzt?

Wie verhalte ich mich beim Fund eines noch nicht flugfähigen Kleinvogels richtig?

Regelmäßig erreichen uns Anfragen die sich auf den korrekten Umgang des Tieres beim „Fund“ eines noch nicht flugfähigen Kleinvogels beziehen.

Wir vom Artenschutz in Franken® haben hier einige Informationen für Sie zusammengestellt.

Wir erklären dir das Vorgehen und die in unseren Augen wichtigsten Dos und Don'ts bei einem Fund eines kleinen, noch nicht flugfähigen Vogels in Form eines einfachen, einprägsamen Mnemonics, den du leicht merken kannst: "VOGEL"

Jeder Buchstabe im Wort "VOGEL" steht dabei für einen wichtigen Schritt oder Hinweis:


V - Verhalten beobachten:
•    Dos: Bevor du irgendetwas tust, beobachte den Vogel aus der Ferne. Manchmal (Meistens) sind die Eltern in der Nähe und kümmern sich um ihn.
•    Don'ts: Den Vogel sofort anfassen oder wegtragen, ohne die Situation zu analysieren.

O - Ort sichern:
•    Dos: Sicherstellen, dass der Vogel nicht durch Menschen, Hunde oder Katzen gefährdet ist.
•    Don'ts: Den Vogel in gefährliche Bereiche lassen, wo er leicht verletzt werden kann.

G - Gesundheit prüfen:
•    Dos: Prüfe vorsichtig, ob der Vogel verletzt ist. Wenn er offensichtlich verletzt ist, kontaktiere eine Wildtierauffangstation oder einen Tierarzt. Wende dich auch an die für die Örtlichkeit zuständige fachliche Einrichtung  wie Naturschutzfachbehörde oder Umweltämter.
•    Don'ts: Keine medizinische Erstversorgung versuchen, wenn du keine Erfahrung damit hast.

E - Eltern suchen:
•    Dos: Versuche herauszufinden, ob die Eltern in der Nähe sind. Elternvögel kehren oft zurück, um ihre Jungen zu füttern.
•    Don'ts: Den Vogel nicht sofort mitnehmen, da die Eltern ihn weiterhin versorgen könnten.

L - Letzte Entscheidung:
•    Dos: Wenn der Vogel in Gefahr ist oder die Eltern nicht zurückkehren, kontaktiere eine Wildtierstation oder einen Experten für Rat und weitere Schritte.
•    Don'ts: Den Vogel nicht ohne fachkundigen Rat mit nach Hause nehmen oder füttern, da falsche Pflege oft mehr schadet als hilft.


Zusammenfassung
•    Verhalten beobachten: Erst schauen, nicht gleich handeln.
•    Ort sichern: Gefahrenquelle ausschalten.
•    Gesundheit prüfen: Verletzungen erkennen.
•    Eltern suchen: Eltern in der Nähe?
•    Letzte Entscheidung: Bei Gefahr oder verlassener Brut Wildtierstation kontaktieren.


Mit diesem Mnemonic kannst du dir so finden wir vom Artenschutz in Franken® recht leicht merken, wie du dich verhalten sollst, wenn du einen kleinen, noch nicht flugfähigen Vogel findest. 

Wichtig!
  • Bitte beachte jedoch dabei immer den Eigenschutz, denn die Tier können Krankheiten übertragen die auch für den Menschen gefährlich werden können. Deshalb raten wir vornehmlich ... immer Finger weg - Fachleute kontaktieren!


Wir vom Artenschutz in Franken® sind keine und unterhalten auch kein Tierpflegestelle da wir uns in erster Linie mit der Lebensraumsicherung und Lebensraumschaffung befassen.

Artenschutz in Franken®
Was tun beim Wildunfall
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Rechtliches §
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Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Unser Engagement
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Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Nachgedacht
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Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.

Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen.
Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
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Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein ...da wir jedoch im ganzen Land wiederfinden!

Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.
Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?
Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Juni 2019
Autorin
Natascha Gaedecke
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
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Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!
Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

AiF
12.08.2019

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
Mehr Raum für Natur – weniger Aktionismus
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Mehr Raum für Natur – weniger Aktionismus

Als Naturschutzorganisation verstehen wir uns als Anwalt der biologischen Vielfalt und als Stimme für einen verantwortungsvollen, zukunftsfähigen Umgang mit unseren heimischen Ökosystemen.

Vor diesem Hintergrund beziehen wir klar und sachlich begründet Stellung gegen sogenannte „Raubwildwochen“. Maßnahmen, die auf eine zeitlich gebündelte, intensive Bejagung bestimmter Beutegreiferarten abzielen, halten wir für ökologisch nicht zielführend und langfristig nicht geeignet, die komplexen Ursachen von Artenrückgängen wirksam zu adressieren.

Ökologische Systeme sind keine einfachen Ursache-Wirkungs-Ketten, sondern hochkomplexe Beziehungsgefüge. Beutegreifer wie Fuchs, Marder oder Rabenvögel übernehmen wichtige Funktionen im Naturhaushalt: Sie regulieren Bestände, entfernen kranke oder geschwächte Individuen und beeinflussen das Verhalten anderer Arten. 

Prädation ist ein natürlicher Prozess und Teil evolutiv gewachsener Gleichgewichte. Eine kurzfristige Reduktion einzelner Arten greift daher häufig zu kurz und kann durch kompensatorische Effekte – etwa erhöhte Reproduktionsraten oder Zuwanderung aus benachbarten Gebieten – relativiert werden.

Gleichzeitig erkennen wir an, dass es in intensiv genutzten Kulturlandschaften zu Konflikten kommen kann. 

Rückgänge bei Bodenbrütern oder Niederwildarten sind jedoch in erster Linie Ausdruck tiefgreifender Lebensraumveränderungen: großflächige Monokulturen, Verlust von Brachen, Hecken und Feldgehölzen, Entwässerung von Feuchtflächen, hohe Mahdintensität sowie zunehmende Zerschneidung durch Infrastruktur. In ausgeräumten Landschaften fehlen Deckung, Nahrung und störungsarme Rückzugsräume. In solchen Systemen wirken Prädatoren stärker, weil alternative Strukturen fehlen – nicht, weil ihre bloße Existenz das Problem darstellt.

Wir sind überzeugt, dass nachhaltiger Artenschutz an den Ursachen ansetzen muss. 

Statt kurzfristiger Eingriffe plädieren wir für eine konsequent optimierte Lebensraumgestaltung:

  •     Wiederherstellung strukturreicher Agrarlandschaften mit Hecken, Blühstreifen, Altgrasstreifen und Feldrainen

  •     Erhalt und Entwicklung von Feuchtgebieten, Kleingewässern und extensiv genutzten Wiesen

  •     Späte und angepasste Mahdregime zum Schutz von Bodenbrütern

  •     Schaffung störungsarmer Rückzugsräume

  •     Biotopvernetzung zur Förderung stabiler Populationen


Solche Maßnahmen kommen einer Vielzahl von Arten zugute – unabhängig davon, ob sie Beute- oder Beutegreiferarten sind. Ziel muss ein funktionsfähiges, resilientes Ökosystem sein, das natürliche Regulationsmechanismen wieder stärker ermöglicht.

Darüber hinaus halten wir es für wichtig, Debatten über Artenschutz sachlich und faktenbasiert zu führen. Pauschale Schuldzuweisungen an einzelne Tierarten werden den wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht gerecht und tragen nicht zu konstruktiven Lösungen bei. 

Erfolgreicher Naturschutz erfordert Geduld, langfristige Strategien und Kooperation statt Symbolmaßnahmen.

Unsere Organisation setzt sich daher für einen integrativen Ansatz ein, der Landwirtschaft, Jagd, Naturschutz und Politik gleichermaßen einbindet. Wir möchten Brücken bauen und gemeinsam tragfähige Konzepte entwickeln, die sowohl den Schutz bedrohter Arten als auch die berechtigten Interessen der Landnutzer berücksichtigen.

Ein Nebeneinander unterschiedlicher Arten ist möglich – wenn wir Lebensräume so gestalten, dass sie Vielfalt tragen können. Unser Ziel ist eine Landschaft, die wieder Raum für natürliche Prozesse bietet und in der kurzfristige, aus unserer Sicht unzureichende Maßnahmen wie „Raubwildwochen“ nicht notwendig sind. Nachhaltiger Naturschutz bedeutet, die Grundlagen des Lebensraumes zu stärken – nicht Symptome isoliert zu bekämpfen.

In der Aufnahme

  •     Junges führenes Fuchsweibchen erschossen und weggeworfen wie ein Stück Schmutz! Für solche Situationen haben wir wirklich keinerlei Verständnis. Man kann zu Füchsen stehen wie man mag, doch wo bleibt die Ehrfurcht vor der Natur wenn eine junge Fuchsmutter, die noch dazu Jungen "führte" einfach erschossen wird! 
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Stelen der Biodiversität®
Monitoring der Asiatischen Hornisse in Brandenburg
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Monitoring der Asiatischen Hornisse in Brandenburg

Potsdam – Zur Früherkennung der Asiatischen Hornisse in Brandenburg startet der Landesverband Brandenburgischer Imker e. V. in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Umwelt (LfU) ein Monitoring der Asiatischen Hornisse.


Quelle
Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) des Landes Brandenburg
Henning-von-Tresckow-Straße 2-13, Haus S
14467 Potsdam