Sie alle engagieren sich gemeinsam mit Artenschutz in Franken® für eine intakte Umwelt
ARTENSCHUTZ IN FRANKEN®

Im Sinne uns nachfolgender Generationen
Ausgezeichnet

Home

Über Uns

Aktuelles

Der Steigerwald

Diverses

Pflanzen

Projekte

Publikationen

Tiere

Umweltbildung

Webcams
Sie befinden sich hier:
Projekte
>
Amphibien
>
Amphibientod 2026
Seite:
1
|
2
Amphibien und die Gefahr des Austrocknens durch den Klimawandel
Bild zum Eintrag (1137593-160)
Amphibien und die Gefahr des Austrocknens durch den Klimawandel

Nach einem warmen Frühlingstag beginnt langsam die Dämmerung. In einer kleinen Wiese liegt ein flacher Tümpel, der sich über den Winter und durch den Regen im Frühling mit Wasser gefüllt hat. Zwischen Gräsern und Pflanzen bewegt sich ein Grasfrosch vorsichtig zum Wasser. Für ihn ist dieser Tümpel ein wichtiger Ort, denn hier hat er seine Eier abgelegt. Bald werden daraus kleine Kaulquappen entstehen.

In den nächsten Wochen wächst der Nachwuchs im Wasser heran. Die Kaulquappen schwimmen zwischen Wasserpflanzen und suchen nach Nahrung. Alles scheint ruhig zu sein. Doch der Sommer wird ungewöhnlich heiß. Die Sonne brennt tagelang auf die Wiese, und es fällt kaum Regen. Langsam wird der Tümpel immer kleiner. Wo vorher Wasser war, entsteht trockener, rissiger Boden. Für die jungen Tiere wird der Platz knapp. Einige Kaulquappen schaffen es nicht mehr, sich rechtzeitig zu entwickeln. Der Lebensraum, der im Frühling noch voller Leben war, verschwindet innerhalb weniger Wochen.

Solche Situationen treten heute immer häufiger auf. Viele Amphibien sind auf kleine Gewässer angewiesen, um sich fortzupflanzen. Wenn diese durch längere Trockenperioden verschwinden, geraten ganze Populationen in Gefahr. Ein wichtiger Grund dafür ist der Klimawandel, der in vielen Regionen zu höheren Temperaturen und weniger Niederschlag führt.

Der folgende Text erklärt, warum Amphibien besonders empfindlich auf Trockenheit reagieren und welche Folgen der Klimawandel für ihre Lebensräume haben kann.

Amphibien
– also Tiere wie Frösche, Kröten und Molche – gehören zu den Tiergruppen, die besonders stark unter den Folgen des Klimawandel leiden. Ihr Körperbau und ihre Lebensweise machen sie sehr abhängig von feuchten Lebensräumen. Deshalb können längere Trockenperioden für viele Arten zu einem großen Problem werden. Amphibien besitzen eine dünne, durchlässige Haut, über die sie nicht nur Wasser aufnehmen, sondern auch einen Teil ihrer Atmung abwickeln. Dadurch sind sie stark auf feuchte Umgebungen angewiesen. Wenn ihre Haut austrocknet, verlieren sie schnell Wasser und können schwer geschädigt werden oder sterben.

Der Klimawandel führt in vielen Regionen zu höheren Temperaturen und längeren Trockenzeiten. Kleine Teiche, Tümpel oder temporäre Gewässer, in denen Amphibien ihre Eier ablegen, trocknen dadurch häufiger oder früher im Jahr aus. Für viele Arten ist das ein großes Problem, weil sich ihre Larven – die sogenannten Kaulquappen – im Wasser entwickeln müssen. Wenn ein Gewässer austrocknet, bevor sich die Jungtiere vollständig entwickelt haben, überleben sie meist nicht.

Ein Beispiel dafür ist der Grasfrosch, der seine Eier im Frühjahr in flachen Gewässern ablegt. Werden diese durch Trockenheit zu schnell kleiner oder verschwinden ganz, haben die Kaulquappen keine Chance, sich zu Fröschen zu entwickeln. Ähnliche Schwierigkeiten haben auch Arten wie die Erdkröte oder der Teichmolch.

Neben dem Klimawandel verschärft auch der Mensch die Situation vieler Amphibien. Feuchtgebiete werden entwässert, Bäche begradigt oder kleine Tümpel zugeschüttet. Dadurch verschwinden wichtige Lebensräume, in denen Amphibien früher Schutz und Fortpflanzungsmöglichkeiten gefunden haben.

Um Amphibien zu helfen, versuchen Naturschützer und Gemeinden, neue kleine Gewässer anzulegen oder bestehende Teiche zu erhalten. Auch der Schutz von Feuchtgebieten kann dazu beitragen, dass diese Tiere trotz der Veränderungen durch den Klimawandel weiterhin geeignete Lebensräume finden.

Amphibien gelten daher oft als wichtige Anzeiger für den Zustand der Umwelt. Wenn ihre Bestände zurückgehen, zeigt das häufig, dass sich ein Ökosystem stark verändert hat. Ihr Schutz hilft deshalb nicht nur den Amphibien selbst, sondern auch vielen anderen Tier- und Pflanzenarten, die in denselben Lebensräumen leben.
Seite:
1
|
2
Aktueller Ordner:
Amphibien
Parallele Themen:
A.i.F - Erfahrungsbericht zum Thema Amphibienschutz durch Zu- und Rücklaufzäune 03/2025 Amphibien - Einlaufbox 2018 Amphibien - Laichgewässersanierung 2010 Amphibien - Rücklaufsicherung Amphibien B22 2014 Amphibien haben keine Lobby 04/2018 Amphibien in der Sackgasse 2025/2026 Amphibien versus Gülle – vom Niedergang einer uralten Spezies Amphibien vs. Springschwänze 2019 Amphibien- Ersatz- Laichgewässer Doku 2014 Amphibieneinsatz bei allen Witterungsbedingungen 2019 Amphibienlaichgewässer und Kalkeinsatz 2015 Amphibienschutz Burgwindheim 2022 Amphibienschutz Burgwindheim GT-Schrappach 2023 Amphibienschutz Hassberge 2016 Amphibienschutz Trabelsdorf 2018 Amphibienschutz Triefenbach / stationäre Verbauung 10/2020 Amphibienschutz Untersteinbach 2022 Amphibienschutz Ziegelsambach 2022 Amphibienschutz Ziegelsambach 2023 Amphibienschutzzaun und Funktionalität 2014 Amphibiensterben - Druckschlag / 2017 Amphibiensterben - Druckschlag / 2021 Amphibienstopp - Funktionslos geworden 2018 - Funktion hergestellt ... Amphibienstopp B22 Installation 2009 Amphibienstopp B22 Todfunde 2010 Amphibienstopp Baunach 2010 Amphibienstopp Burgwindheim Inst. 2009 Amphibienstopp Erfahrungen 2010 Amphibienstopp Erfolge 2010 Amphibienstopp Gefahren Amphibienstopprinnen Amphibientod .... Amphibientod 2026 Amphibienwanderung 2007 Amphibienwanderung 2008 Amphibienwanderung 2009 Amphibienwanderung 2010 Amphibienwanderung 2011 Amphibienwanderung 2012 Amphibienwanderung 2013 Amphibienwanderung 2014 Amphibienwanderung 2015 Amphibienwanderung 2016 Amphibienwanderung 2019 Amphibienwanderung 2020 Amphibienwanderung 2021 Amphibienwanderung 2022 Amphibienwanderung 2023 Amphibienwanderung 2024 Ausgehüpft ... Grasfroschbestände in Bayern im Niedergang begriffen Bayerns letzte Drachen 2013 - 2020 Biber am Amphibienübergang Die Bedeutung von Amphibienstopprinnen zum Schutz von Lebensräumen 2025 Die Rückkehr des Bayerischen Drachen 2012 Ein Leben in der Fahrspur 10/2014 Erfahrungen mit Umlenk-U`s 2014 bis ... Feuersalamander - Laichgewässer trocknet aus 2022 ... Gefährdung von Betreuerinnen und Betreuern an Amphibienübergängen Gefahr an Wasserabläufen /Gullys 2014 Gelbbauchunke im Steigerwald 2014/2015 Herausforderungen 2017 Lebensräume für Wechselkröten - München Haar 2019 Lebensraum verändere Dich 2016 Neue Formen des Amphibienschutzes 2017 Rücklaufsicherungen – ein wichtiger Baustein beim Amphibienschutz Rücklaufwanderung 2010 Rücklaufwanderung 2012 Sichtweise Sichere Wege für Kammmolche 2016 Signale für den Amphibienschutz … 2025 Triefenbach - Europa Möbel Umweltstiftung 2019 Triefenbach 2014 Triefenbach 2019 Triefenbach 2020 Triefenbach 2020 Umfassung der Wanderwege 2018 Unterschleichachs unterirdische Tunnel 2012 Was ist ein Amphibien-Druckschlag? Wenn Feuersalamanderlebensräume beeinträchtigt werden 08/2022 Wenn Lebensräume versiegen .... 2011 Wenn Schutzmaßnahmen ins Leere laufen 2019 Wenn Schutzmaßnahmen ins Leere laufen 2021 Wenn und wie Amphibien sterben - 03/2017