Immer auf der richtigen Fährte ...
Artenschutz in Franken®
Artenschutz in Franken®
Langblättriges Waldvöglein /Schwertblättriges Waldvöglein (Cephalanthera longifolia)
Weißes Leuchten unter grünen Kronen
02/03.10.2026
Eine stille Begegnung am Waldrand
Es war einer jener Frühlingstage, an denen das Licht noch vorsichtig durch das junge Blätterdach drang. Der Wald hatte sein tiefes Sommergrün noch nicht erreicht, und zwischen den Stämmen lagen helle Flecken auf dem Boden. Entlang eines schmalen Saums führte unser Weg an einer Böschung vorbei, die auf den ersten Blick kaum Besonderheiten erkennen ließ.
Dann fiel unser Blick auf eine schlanke Pflanze. Zwischen altem Laub und niedrigen Gräsern standen mehrere beinahe schwertförmige Blätter auffällig aufrecht. Darüber reihten sich weiße Blüten, die im wechselnden Licht fast zu leuchten schienen.
Vor uns stand das Langblättrige Waldvöglein – auch Schwertblättriges Waldvöglein genannt.
02/03.10.2026
- Das Langblättrige oder Schwertblättrige Waldvöglein (Cephalanthera longifolia)
Eine stille Begegnung am Waldrand
Es war einer jener Frühlingstage, an denen das Licht noch vorsichtig durch das junge Blätterdach drang. Der Wald hatte sein tiefes Sommergrün noch nicht erreicht, und zwischen den Stämmen lagen helle Flecken auf dem Boden. Entlang eines schmalen Saums führte unser Weg an einer Böschung vorbei, die auf den ersten Blick kaum Besonderheiten erkennen ließ.
Dann fiel unser Blick auf eine schlanke Pflanze. Zwischen altem Laub und niedrigen Gräsern standen mehrere beinahe schwertförmige Blätter auffällig aufrecht. Darüber reihten sich weiße Blüten, die im wechselnden Licht fast zu leuchten schienen.
Vor uns stand das Langblättrige Waldvöglein – auch Schwertblättriges Waldvöglein genannt.
Wir blieben mit Abstand stehen. Kein Schritt sollte den lockeren Waldboden unnötig verdichten, kein Fuß eine noch unscheinbare Jungpflanze treffen. Gerade bei heimischen Orchideen liegt vieles, was ihr Leben bestimmt, verborgen unter der Erdoberfläche. Was wir als blühende Pflanze wahrnehmen, ist lediglich der sichtbare Teil eines weit komplexeren Geflechts aus Wurzeln, Pilzen, Boden, Licht und Feuchtigkeit.
Solche Begegnungen führen uns bei Artenschutz in Franken® immer wieder vor Augen, dass biologische Vielfalt nicht nur in großen Schutzgebieten zu finden ist. Manchmal wächst sie an einem Waldweg, an einer Böschung oder im Übergang zwischen Wald und landwirtschaftlich genutzter Fläche. Gerade dort kann sie jedoch innerhalb weniger Minuten verschwinden, wenn Pflegearbeiten ohne vorherige Betrachtung des Standortes ausgeführt werden.
In der Aufnahme von Albert Meier
Solche Begegnungen führen uns bei Artenschutz in Franken® immer wieder vor Augen, dass biologische Vielfalt nicht nur in großen Schutzgebieten zu finden ist. Manchmal wächst sie an einem Waldweg, an einer Böschung oder im Übergang zwischen Wald und landwirtschaftlich genutzter Fläche. Gerade dort kann sie jedoch innerhalb weniger Minuten verschwinden, wenn Pflegearbeiten ohne vorherige Betrachtung des Standortes ausgeführt werden.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Wie kleine weiße Lichtpunkte erscheinen die Blüten des Langblättrigen Waldvögleins im lichten Frühlingswald.
Artenschutz in Franken®
Wetterumschwung steht bevor
Wetterwechsel in Franken
01/02.10.2026
Noch vor wenigen Tagen lag sommerliche Wärme über der fränkischen Landschaft. Über trockenen Wiesen flimmerte die Luft, an besonnten Waldrändern suchten Eidechsen die letzten heißen Plätze auf, und viele kleinere Gewässer zeigten deutlich die Spuren langer niederschlagsarmer Wochen. Nun verändert sich das Bild. Die Temperaturen gehen zurück, der Wind wird lebhafter, und erste ergiebigere Niederschläge ziehen über die Region.
Was für uns Menschen zunächst wie ein gewöhnlicher Wetterwechsel erscheint, bedeutet für die Natur eine tiefgreifende Umstellung. Pflanzen und Tiere reagieren auf Temperatur, Tageslänge, Feuchtigkeit und Nahrungsverfügbarkeit. Viele dieser Veränderungen verlaufen beinahe unbemerkt. Doch überall beginnt die Vorbereitung auf die kühlere Jahreszeit.
01/02.10.2026
- Wie sich die Natur auf den Jahreszeitenwechsel vorbereitet
Noch vor wenigen Tagen lag sommerliche Wärme über der fränkischen Landschaft. Über trockenen Wiesen flimmerte die Luft, an besonnten Waldrändern suchten Eidechsen die letzten heißen Plätze auf, und viele kleinere Gewässer zeigten deutlich die Spuren langer niederschlagsarmer Wochen. Nun verändert sich das Bild. Die Temperaturen gehen zurück, der Wind wird lebhafter, und erste ergiebigere Niederschläge ziehen über die Region.
Was für uns Menschen zunächst wie ein gewöhnlicher Wetterwechsel erscheint, bedeutet für die Natur eine tiefgreifende Umstellung. Pflanzen und Tiere reagieren auf Temperatur, Tageslänge, Feuchtigkeit und Nahrungsverfügbarkeit. Viele dieser Veränderungen verlaufen beinahe unbemerkt. Doch überall beginnt die Vorbereitung auf die kühlere Jahreszeit.
Der Regen kehrt (vielleicht?) zurück
Nach längeren Trockenperioden werden die Niederschläge von der Natur dringend erwartet. Ausgetrocknete Böden nehmen wieder Feuchtigkeit auf, kleine Senken können sich zeitweise mit Wasser füllen, und Moose sowie Flechten gewinnen innerhalb kurzer Zeit sichtbar an Farbe.
Allerdings gleicht ein einzelnes Regengebiet die Folgen eines trockenen Sommers nicht automatisch aus. Stark ausgetrocknete oder verdichtete Böden können Wasser zunächst nur eingeschränkt aufnehmen. Ein Teil des Niederschlags fließt oberflächlich ab, anstatt langsam einzusickern und die tieferen Bodenschichten zu erreichen. Auch Quellen, Bachläufe, Feuchtwiesen und Kleingewässer reagieren häufig erst mit Verzögerung.
Aus Sicht von Artenschutz in Franken® zeigt sich deshalb erneut, wie wichtig natürliche Wasserspeicher in der Landschaft sind. Humusreiche Böden, Hecken, unbefestigte Randstreifen, Mulden, Tümpel, Feuchtflächen und strukturreiche Wälder bremsen den Wasserabfluss. Sie tragen dazu bei, Niederschläge länger in der Fläche zu halten.
Pflanzen stellen ihren Stoffwechsel um
Mit kürzer werdenden Tagen und sinkenden Temperaturen beginnt für viele Pflanzen eine Phase der Vorbereitung. Bäume und Sträucher ziehen einen Teil der wertvollen Nährstoffe aus ihren Blättern zurück. Das grüne Chlorophyll wird zunehmend abgebaut, wodurch gelbe, orangefarbene und rötliche Farbtöne sichtbar werden.
Auch zahlreiche krautige Pflanzen verändern sich. Ihre Blütezeit endet, Samen reifen aus, und oberirdische Pflanzenteile beginnen abzusterben. Was auf den ersten Blick welk und verbraucht wirkt, bleibt ökologisch jedoch von großer Bedeutung.Samenstände bieten Vögeln Nahrung. Trockene Stängel enthalten Überwinterungsräume für Insekten. Abgestorbene Pflanzenreste schützen den Boden vor Austrocknung und Erosion. Das herabfallende Laub bildet eine natürliche Decke, unter der Pilze, Springschwänze, Asseln, Käferlarven und unzählige Mikroorganismen weiterarbeiten.
Der Herbst ist deshalb keine Zeit, in der die Natur wertlos wird. Sie verändert lediglich ihre sichtbare Form.
Vögel zwischen Aufbruch und Ankunft
In der Vogelwelt ist der Jahreszeitenwechsel besonders eindrucksvoll. Viele Langstreckenzieher haben ihre Brutgebiete bereits verlassen oder sammeln sich auf geeigneten Rastflächen. Hecken, Brachen, Feuchtgebiete und strukturreiche Feldränder werden nun zu wichtigen Zwischenstationen.
Dort finden Zugvögel Beeren, Samen, Insekten und geschützte Ruheplätze. Jede erhaltene Hecke und jeder ungemähte Saum kann dabei zu einem kleinen, aber entscheidenden Rastplatz werden. Während einige Arten in südliche Überwinterungsgebiete ziehen, erreichen andere Vögel aus nördlichen Regionen unsere Landschaft. Gleichzeitig bleiben zahlreiche heimische Arten das ganze Jahr über hier. Meisen, Spechte, Kleiber, Finken und viele weitere Standvögel stellen ihre Nahrungssuche zunehmend auf Samen, Früchte und überwinternde Wirbellose um.
Eine ausgeräumte Landschaft erschwert diese Anpassung. Fehlen Hecken, Altgras, Fruchtstände, Totholz und ungestörte Rückzugsräume, fehlen zugleich Nahrung und Deckung.
Insekten verschwinden nicht einfach
Mit den sinkenden Temperaturen werden Schmetterlinge, Wildbienen, Käfer, Heuschrecken und andere Insekten weniger sichtbar. Dennoch sind sie weiterhin vorhanden. Je nach Art überdauern sie die kalte Jahreszeit als Ei, Larve, Puppe oder erwachsenes Tier.
Manche verbergen sich unter lockerer Rinde, in Totholz oder im Boden. Andere nutzen hohle Pflanzenstängel, trockene Samenstände, Laubschichten oder Spalten in Mauern und Steinhaufen. Auch scheinbar abgestorbene Vegetation wird damit zu einem wichtigen Winterquartier. Wer im Herbst sämtliche Pflanzenreste entfernt, Böden flächig bearbeitet oder Randbereiche vollständig mulcht, beseitigt vielfach genau jene Strukturen, in denen sich die nächste Generation bereits entwickelt.
Artenschutz in Franken® setzt sich deshalb für eine abschnittsweise und zeitlich versetzte Pflege ein. Nicht jede Fläche muss gleichzeitig gemäht werden. Nicht jeder trockene Stängel muss verschwinden. Und nicht jedes Blatt gehört aus der Landschaft entfernt.
Amphibien und Reptilien suchen geschützte Räume
Auch Amphibien und Reptilien reagieren auf den Wetterwechsel. Sinkende Temperaturen verringern ihre Aktivität. Zauneidechsen suchen zunehmend frostgeschützte Spalten, Hohlräume, Wurzelbereiche und lockere Bodenstrukturen auf. Erdkröten, Frösche und Molche ziehen sich je nach Art in Erdhöhlen, Laubschichten, Gewässerböden oder andere geschützte Verstecke zurück.
Feuchte Witterung kann Amphibien noch einmal zu Wanderungen anregen. Gerade in den Abend- und Nachtstunden sind sie dann auf Wegen und Straßen unterwegs. Fahrzeuge, ungesicherte Schächte, steile Einfassungen und fehlende Rückzugsräume werden dabei schnell zur Gefahr. Lesesteinhaufen, Wurzelstöcke, Totholz, ungestörte Uferbereiche und lockere Bodenstellen erfüllen deshalb wichtige Funktionen. Sie bilden ein Netzwerk kleiner Schutzräume, das den Tieren den Übergang in die kalte Jahreszeit erleichtert.
Die Zeit der Pilze beginnt
Mit der zurückkehrenden Feuchtigkeit treten vielerorts Pilzfruchtkörper hervor. Der größte Teil eines Pilzes bleibt jedoch als feines Geflecht im Boden oder im Holz verborgen. Pilze zersetzen abgestorbenes Pflanzenmaterial, setzen Nährstoffe frei und stehen mit zahlreichen Bäumen in enger Lebensgemeinschaft.
Nach trockenen Sommern kann die sichtbare Pilzentwicklung schwächer ausfallen oder verspätet beginnen. Umso wichtiger sind feuchte, beschattete Böden sowie liegendes und stehendes Totholz. Ein Wald, aus dem abgestorbene Bäume und Äste konsequent entfernt werden, verliert einen wesentlichen Teil seiner natürlichen Kreisläufe.
Ein Wetterwechsel im Zeichen des Klimawandels
Der Wechsel vom Sommer zum Herbst ist ein natürlicher Vorgang. Doch seine Rahmenbedingungen verändern sich. Längere Hitzeperioden, ausbleibende Niederschläge, ungewöhnlich warme Herbstwochen und plötzliche Temperaturstürze können die bewährten Abläufe durcheinanderbringen.
Bleibt es lange warm, verlängert sich bei manchen Arten die Aktivitätsphase. Gleichzeitig können Nahrungsquellen bereits versiegen. Setzt anschließend rasch kaltes Wetter ein, bleibt nur wenig Zeit, geeignete Winterquartiere aufzusuchen. Auch Pflanzen geraten unter Druck. Frühzeitiger Blattverlust nach Trockenstress, eine verkürzte Wachstumszeit und unzureichende Wasservorräte im Boden schwächen Bäume und Sträucher. Besonders problematisch wird es, wenn auf mehrere trockene Jahre nur kurze Niederschlagsphasen folgen.
Der erste Herbstregen darf deshalb nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Landschaften weiterhin unter einem erheblichen Wasserdefizit leiden.
Weniger Eingriff kann mehr Schutz bedeuten
Gerade während des Übergangs zur kalten Jahreszeit wird sichtbar, welchen Wert vermeintlich unordentliche Strukturen besitzen. Laub, Altgras, Samenstände, Totholz, Steine und offene Bodenstellen sind keine bedeutungslosen Reste. Sie sind Nahrung, Deckung, Kinderstube und Winterquartier.
Unüberlegte Pflegeeingriffe können diese Funktionen innerhalb weniger Minuten zerstören. Flächiges Mulchen, das vollständige Abräumen von Säumen oder die Beseitigung aller abgestorbenen Pflanzenbestandteile hinterlassen äußerlich saubere, ökologisch jedoch oft verarmte Flächen.
Artenschutz in Franken® wirbt deshalb für einen anderen Blick auf den Herbst. Pflege bleibt notwendig, doch sie sollte fachlich begründet, abschnittsweise und mit Rücksicht auf die verborgenen Bewohner einer Fläche erfolgen.
Der Wandel hat längst begonnen
Der Wind trägt die ersten Blätter davon. Regentropfen sammeln sich wieder auf Moosen und Gräsern. Zugvögel rasten in Hecken, Insekten ziehen sich in schützende Strukturen zurück, und unter der Bodenoberfläche laufen unzählige biologische Prozesse weiter.
Die Natur beendet ihre Tätigkeit nicht. Sie verlagert sie.
Der Wetterwechsel in Franken zeigt uns, wie fein Pflanzen und Tiere auf Veränderungen reagieren. Er erinnert uns zugleich daran, dass eine vielfältige Landschaft genügend Raum für diese Anpassungen benötigt. Wo Wasser zurückgehalten wird, Hecken stehen bleiben, Altgras überwintern darf, Totholz erhalten wird und Böden nicht vollständig versiegelt oder verdichtet sind, findet die Natur bessere Voraussetzungen für den kommenden Winter.
Artenschutz in Franken® möchte dazu beitragen, diese Zusammenhänge sichtbar zu machen. Denn der Schutz der biologischen Vielfalt entscheidet sich nicht erst im kommenden Frühjahr. Er beginnt bereits jetzt – in den Wochen, in denen sich die Landschaft auf die nächste Jahreszeit vorbereitet.
In der Aufnahme vom 30.09.2026
Nach längeren Trockenperioden werden die Niederschläge von der Natur dringend erwartet. Ausgetrocknete Böden nehmen wieder Feuchtigkeit auf, kleine Senken können sich zeitweise mit Wasser füllen, und Moose sowie Flechten gewinnen innerhalb kurzer Zeit sichtbar an Farbe.
Allerdings gleicht ein einzelnes Regengebiet die Folgen eines trockenen Sommers nicht automatisch aus. Stark ausgetrocknete oder verdichtete Böden können Wasser zunächst nur eingeschränkt aufnehmen. Ein Teil des Niederschlags fließt oberflächlich ab, anstatt langsam einzusickern und die tieferen Bodenschichten zu erreichen. Auch Quellen, Bachläufe, Feuchtwiesen und Kleingewässer reagieren häufig erst mit Verzögerung.
Aus Sicht von Artenschutz in Franken® zeigt sich deshalb erneut, wie wichtig natürliche Wasserspeicher in der Landschaft sind. Humusreiche Böden, Hecken, unbefestigte Randstreifen, Mulden, Tümpel, Feuchtflächen und strukturreiche Wälder bremsen den Wasserabfluss. Sie tragen dazu bei, Niederschläge länger in der Fläche zu halten.
Pflanzen stellen ihren Stoffwechsel um
Mit kürzer werdenden Tagen und sinkenden Temperaturen beginnt für viele Pflanzen eine Phase der Vorbereitung. Bäume und Sträucher ziehen einen Teil der wertvollen Nährstoffe aus ihren Blättern zurück. Das grüne Chlorophyll wird zunehmend abgebaut, wodurch gelbe, orangefarbene und rötliche Farbtöne sichtbar werden.
Auch zahlreiche krautige Pflanzen verändern sich. Ihre Blütezeit endet, Samen reifen aus, und oberirdische Pflanzenteile beginnen abzusterben. Was auf den ersten Blick welk und verbraucht wirkt, bleibt ökologisch jedoch von großer Bedeutung.Samenstände bieten Vögeln Nahrung. Trockene Stängel enthalten Überwinterungsräume für Insekten. Abgestorbene Pflanzenreste schützen den Boden vor Austrocknung und Erosion. Das herabfallende Laub bildet eine natürliche Decke, unter der Pilze, Springschwänze, Asseln, Käferlarven und unzählige Mikroorganismen weiterarbeiten.
Der Herbst ist deshalb keine Zeit, in der die Natur wertlos wird. Sie verändert lediglich ihre sichtbare Form.
Vögel zwischen Aufbruch und Ankunft
In der Vogelwelt ist der Jahreszeitenwechsel besonders eindrucksvoll. Viele Langstreckenzieher haben ihre Brutgebiete bereits verlassen oder sammeln sich auf geeigneten Rastflächen. Hecken, Brachen, Feuchtgebiete und strukturreiche Feldränder werden nun zu wichtigen Zwischenstationen.
Dort finden Zugvögel Beeren, Samen, Insekten und geschützte Ruheplätze. Jede erhaltene Hecke und jeder ungemähte Saum kann dabei zu einem kleinen, aber entscheidenden Rastplatz werden. Während einige Arten in südliche Überwinterungsgebiete ziehen, erreichen andere Vögel aus nördlichen Regionen unsere Landschaft. Gleichzeitig bleiben zahlreiche heimische Arten das ganze Jahr über hier. Meisen, Spechte, Kleiber, Finken und viele weitere Standvögel stellen ihre Nahrungssuche zunehmend auf Samen, Früchte und überwinternde Wirbellose um.
Eine ausgeräumte Landschaft erschwert diese Anpassung. Fehlen Hecken, Altgras, Fruchtstände, Totholz und ungestörte Rückzugsräume, fehlen zugleich Nahrung und Deckung.
Insekten verschwinden nicht einfach
Mit den sinkenden Temperaturen werden Schmetterlinge, Wildbienen, Käfer, Heuschrecken und andere Insekten weniger sichtbar. Dennoch sind sie weiterhin vorhanden. Je nach Art überdauern sie die kalte Jahreszeit als Ei, Larve, Puppe oder erwachsenes Tier.
Manche verbergen sich unter lockerer Rinde, in Totholz oder im Boden. Andere nutzen hohle Pflanzenstängel, trockene Samenstände, Laubschichten oder Spalten in Mauern und Steinhaufen. Auch scheinbar abgestorbene Vegetation wird damit zu einem wichtigen Winterquartier. Wer im Herbst sämtliche Pflanzenreste entfernt, Böden flächig bearbeitet oder Randbereiche vollständig mulcht, beseitigt vielfach genau jene Strukturen, in denen sich die nächste Generation bereits entwickelt.
Artenschutz in Franken® setzt sich deshalb für eine abschnittsweise und zeitlich versetzte Pflege ein. Nicht jede Fläche muss gleichzeitig gemäht werden. Nicht jeder trockene Stängel muss verschwinden. Und nicht jedes Blatt gehört aus der Landschaft entfernt.
Amphibien und Reptilien suchen geschützte Räume
Auch Amphibien und Reptilien reagieren auf den Wetterwechsel. Sinkende Temperaturen verringern ihre Aktivität. Zauneidechsen suchen zunehmend frostgeschützte Spalten, Hohlräume, Wurzelbereiche und lockere Bodenstrukturen auf. Erdkröten, Frösche und Molche ziehen sich je nach Art in Erdhöhlen, Laubschichten, Gewässerböden oder andere geschützte Verstecke zurück.
Feuchte Witterung kann Amphibien noch einmal zu Wanderungen anregen. Gerade in den Abend- und Nachtstunden sind sie dann auf Wegen und Straßen unterwegs. Fahrzeuge, ungesicherte Schächte, steile Einfassungen und fehlende Rückzugsräume werden dabei schnell zur Gefahr. Lesesteinhaufen, Wurzelstöcke, Totholz, ungestörte Uferbereiche und lockere Bodenstellen erfüllen deshalb wichtige Funktionen. Sie bilden ein Netzwerk kleiner Schutzräume, das den Tieren den Übergang in die kalte Jahreszeit erleichtert.
Die Zeit der Pilze beginnt
Mit der zurückkehrenden Feuchtigkeit treten vielerorts Pilzfruchtkörper hervor. Der größte Teil eines Pilzes bleibt jedoch als feines Geflecht im Boden oder im Holz verborgen. Pilze zersetzen abgestorbenes Pflanzenmaterial, setzen Nährstoffe frei und stehen mit zahlreichen Bäumen in enger Lebensgemeinschaft.
Nach trockenen Sommern kann die sichtbare Pilzentwicklung schwächer ausfallen oder verspätet beginnen. Umso wichtiger sind feuchte, beschattete Böden sowie liegendes und stehendes Totholz. Ein Wald, aus dem abgestorbene Bäume und Äste konsequent entfernt werden, verliert einen wesentlichen Teil seiner natürlichen Kreisläufe.
Ein Wetterwechsel im Zeichen des Klimawandels
Der Wechsel vom Sommer zum Herbst ist ein natürlicher Vorgang. Doch seine Rahmenbedingungen verändern sich. Längere Hitzeperioden, ausbleibende Niederschläge, ungewöhnlich warme Herbstwochen und plötzliche Temperaturstürze können die bewährten Abläufe durcheinanderbringen.
Bleibt es lange warm, verlängert sich bei manchen Arten die Aktivitätsphase. Gleichzeitig können Nahrungsquellen bereits versiegen. Setzt anschließend rasch kaltes Wetter ein, bleibt nur wenig Zeit, geeignete Winterquartiere aufzusuchen. Auch Pflanzen geraten unter Druck. Frühzeitiger Blattverlust nach Trockenstress, eine verkürzte Wachstumszeit und unzureichende Wasservorräte im Boden schwächen Bäume und Sträucher. Besonders problematisch wird es, wenn auf mehrere trockene Jahre nur kurze Niederschlagsphasen folgen.
Der erste Herbstregen darf deshalb nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Landschaften weiterhin unter einem erheblichen Wasserdefizit leiden.
Weniger Eingriff kann mehr Schutz bedeuten
Gerade während des Übergangs zur kalten Jahreszeit wird sichtbar, welchen Wert vermeintlich unordentliche Strukturen besitzen. Laub, Altgras, Samenstände, Totholz, Steine und offene Bodenstellen sind keine bedeutungslosen Reste. Sie sind Nahrung, Deckung, Kinderstube und Winterquartier.
Unüberlegte Pflegeeingriffe können diese Funktionen innerhalb weniger Minuten zerstören. Flächiges Mulchen, das vollständige Abräumen von Säumen oder die Beseitigung aller abgestorbenen Pflanzenbestandteile hinterlassen äußerlich saubere, ökologisch jedoch oft verarmte Flächen.
Artenschutz in Franken® wirbt deshalb für einen anderen Blick auf den Herbst. Pflege bleibt notwendig, doch sie sollte fachlich begründet, abschnittsweise und mit Rücksicht auf die verborgenen Bewohner einer Fläche erfolgen.
Der Wandel hat längst begonnen
Der Wind trägt die ersten Blätter davon. Regentropfen sammeln sich wieder auf Moosen und Gräsern. Zugvögel rasten in Hecken, Insekten ziehen sich in schützende Strukturen zurück, und unter der Bodenoberfläche laufen unzählige biologische Prozesse weiter.
Die Natur beendet ihre Tätigkeit nicht. Sie verlagert sie.
Der Wetterwechsel in Franken zeigt uns, wie fein Pflanzen und Tiere auf Veränderungen reagieren. Er erinnert uns zugleich daran, dass eine vielfältige Landschaft genügend Raum für diese Anpassungen benötigt. Wo Wasser zurückgehalten wird, Hecken stehen bleiben, Altgras überwintern darf, Totholz erhalten wird und Böden nicht vollständig versiegelt oder verdichtet sind, findet die Natur bessere Voraussetzungen für den kommenden Winter.
Artenschutz in Franken® möchte dazu beitragen, diese Zusammenhänge sichtbar zu machen. Denn der Schutz der biologischen Vielfalt entscheidet sich nicht erst im kommenden Frühjahr. Er beginnt bereits jetzt – in den Wochen, in denen sich die Landschaft auf die nächste Jahreszeit vorbereitet.
In der Aufnahme vom 30.09.2026
- Wetterwechsel über Franken – markante Wolkenfelder ziehen über die offene Kulturlandschaft und kündigen den Übergang von spätsommerlicher Wärme zu kühleren und vielleicht auch niederschlagsreicheren Tagen an.
Artenschutz in Franken®
Pyramiden-Hundswurz (Anacamptis pyramidalis)
Pyramiden-Hundswurz – eine Orchidee zwischen Schönheit und stillem Verschwinden
01/02.10.2026
Es war einer jener Frühsommertage, an denen das Licht flach über einen mageren Wiesenhang strich. Zwischen trockenen Gräsern, Thymianpolstern und niedrigen Kräutern stand eine einzelne Pflanze, die zunächst kaum auffiel. Erst als die Sonne ihre Blüten erreichte, begann der dichte Blütenstand in einem kräftigen Rosa bis Purpurrot zu leuchten.
Die Form erinnerte tatsächlich an eine kleine Pyramide. Zahlreiche Einzelblüten saßen eng beieinander, jede für sich filigran, gemeinsam jedoch von erstaunlicher Fernwirkung. Über der Fläche zogen Schmetterlinge ihre Bahnen. Einer von ihnen ließ sich für einen kurzen Moment auf dem Blütenstand nieder, ehe er weiterflog.
01/02.10.2026
- Wenn am Wiesenhang plötzlich eine kleine Pyramide leuchtet
Es war einer jener Frühsommertage, an denen das Licht flach über einen mageren Wiesenhang strich. Zwischen trockenen Gräsern, Thymianpolstern und niedrigen Kräutern stand eine einzelne Pflanze, die zunächst kaum auffiel. Erst als die Sonne ihre Blüten erreichte, begann der dichte Blütenstand in einem kräftigen Rosa bis Purpurrot zu leuchten.
Die Form erinnerte tatsächlich an eine kleine Pyramide. Zahlreiche Einzelblüten saßen eng beieinander, jede für sich filigran, gemeinsam jedoch von erstaunlicher Fernwirkung. Über der Fläche zogen Schmetterlinge ihre Bahnen. Einer von ihnen ließ sich für einen kurzen Moment auf dem Blütenstand nieder, ehe er weiterflog.
Nur wenige Meter entfernt zeigten breite Fahrspuren und frisch gekürzte Randbereiche, wie verletzlich dieser Standort war. Ein einziger zu früher Pflegegang, ein tief eingestellter Mulcher oder eine weitere Düngung hätten genügt, um aus diesem besonderen Augenblick eine Erinnerung werden zu lassen.
Solche Begegnungen führen uns bei Artenschutz in Franken® immer wieder vor Augen, wie viel biologische Vielfalt auf kleinen Restflächen überdauert – und wie schnell sie durch unbedachte Eingriffe verloren gehen kann.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
Solche Begegnungen führen uns bei Artenschutz in Franken® immer wieder vor Augen, wie viel biologische Vielfalt auf kleinen Restflächen überdauert – und wie schnell sie durch unbedachte Eingriffe verloren gehen kann.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Wie eine kleine purpurfarbene Pyramide erhebt sich die Pyramiden-Hundswurz (Anacamptis pyramidalis) aus dem sommerlichen Magerrasen.
Artenschutz in Franken®
Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus)
Die Rotfeder – ein goldener Schatten zwischen den Wasserpflanzen
01/02.10.2026
Eine Begegnung im grünen Unterwasserwald
Der Morgen lag noch still über dem kleinen Gewässer. Zwischen den Blättern der Seerosen standen einzelne Halme aus dem Wasser, und unter der Oberfläche zeichneten sich die ersten Sonnenstrahlen als helle Linien ab. Plötzlich bewegte sich etwas zwischen den Wasserpflanzen. Zunächst war nur ein goldener Schimmer zu erkennen. Dann erschien ein kleiner Schwarm Fische. Ihre Flanken glänzten im gedämpften Licht, während die rötlichen Flossen zwischen den grünen Stängeln immer wieder kurz aufleuchteten.
Für einen Augenblick hielten sich die Tiere dicht unter der Wasseroberfläche auf. Eines von ihnen nahm ein kleines Insekt auf, das auf das Wasser gefallen war. Dann verschwand der Schwarm beinahe lautlos wieder im Schutz der Pflanzen.
01/02.10.2026
- Scardinius erythrophthalmus – eine charakteristische Bewohnerin pflanzenreicher Stillgewässer
Eine Begegnung im grünen Unterwasserwald
Der Morgen lag noch still über dem kleinen Gewässer. Zwischen den Blättern der Seerosen standen einzelne Halme aus dem Wasser, und unter der Oberfläche zeichneten sich die ersten Sonnenstrahlen als helle Linien ab. Plötzlich bewegte sich etwas zwischen den Wasserpflanzen. Zunächst war nur ein goldener Schimmer zu erkennen. Dann erschien ein kleiner Schwarm Fische. Ihre Flanken glänzten im gedämpften Licht, während die rötlichen Flossen zwischen den grünen Stängeln immer wieder kurz aufleuchteten.
Für einen Augenblick hielten sich die Tiere dicht unter der Wasseroberfläche auf. Eines von ihnen nahm ein kleines Insekt auf, das auf das Wasser gefallen war. Dann verschwand der Schwarm beinahe lautlos wieder im Schutz der Pflanzen.
Es waren Rotfedern.
Für Artenschutz in Franken® steht diese Beobachtung für einen Lebensraum, dessen Wert häufig unterschätzt wird.
Flache, pflanzenreiche Gewässerzonen mögen auf den ersten Blick unordentlich oder zugewachsen erscheinen. Tatsächlich bilden sie einen vielfältigen Unterwasserwald, der Fischen, Amphibien, Libellen, Wasserkäfern und zahlreichen weiteren Arten Nahrung, Schutz und Fortpflanzungsräume bietet.
In der Aufnahme von Peter Hoffmann
Für Artenschutz in Franken® steht diese Beobachtung für einen Lebensraum, dessen Wert häufig unterschätzt wird.
Flache, pflanzenreiche Gewässerzonen mögen auf den ersten Blick unordentlich oder zugewachsen erscheinen. Tatsächlich bilden sie einen vielfältigen Unterwasserwald, der Fischen, Amphibien, Libellen, Wasserkäfern und zahlreichen weiteren Arten Nahrung, Schutz und Fortpflanzungsräume bietet.
In der Aufnahme von Peter Hoffmann
- Die Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus) ist an ihren goldfarbenen Flanken und den auffällig rötlichen Flossen zu erkennen.
Artenschutz in Franken®
Vogel-Nestwurz (Neottia nidus-avis)
Die Vogel-Nestwurz – eine Orchidee aus dem verborgenen Netzwerk des Waldes
30.09 / 01.10.2026
Eine Begegnung im stillen Laubwald
Es war einer jener Frühlingstage, an denen das Licht nur in schmalen Bahnen durch das geschlossene Blätterdach fiel. Unter alten Buchen lag noch das Laub des vergangenen Herbstes. Braun, beige und ockerfarben bedeckte es den Waldboden – scheinbar eintönig und doch voller Leben.
Zwischen den trockenen Blättern erhob sich eine kleine Pflanze. Kein kräftiges Grün, keine auffälligen Blätter und keine weithin leuchtenden Blüten verrieten, dass hier eine Orchidee stand. Ihr gesamter Spross schien vielmehr aus den Farben des Waldbodens geschaffen zu sein.
Wer unaufmerksam vorüberging, bemerkte sie nicht. Wer jedoch innehielt und genauer hinsah, entdeckte an dem hellbraunen Stängel zahlreiche kleine Blüten. Es war die Vogel-Nestwurz – eine unserer ungewöhnlichsten heimischen Orchideen.
Für Artenschutz in Franken® steht diese Pflanze sinnbildlich für einen Teil der Natur, der sich unserem schnellen Blick entzieht. Ihre eigentliche Lebensgeschichte spielt sich nicht über, sondern unter der Erde ab – in einem empfindlichen Geflecht aus Wurzeln, Pilzen, Humus und alten Waldbäumen.
30.09 / 01.10.2026
- Neottia nidus-avis – geheimnisvoll, unscheinbar und vollständig auf ihre unterirdischen Partner angewiesen
Eine Begegnung im stillen Laubwald
Es war einer jener Frühlingstage, an denen das Licht nur in schmalen Bahnen durch das geschlossene Blätterdach fiel. Unter alten Buchen lag noch das Laub des vergangenen Herbstes. Braun, beige und ockerfarben bedeckte es den Waldboden – scheinbar eintönig und doch voller Leben.
Zwischen den trockenen Blättern erhob sich eine kleine Pflanze. Kein kräftiges Grün, keine auffälligen Blätter und keine weithin leuchtenden Blüten verrieten, dass hier eine Orchidee stand. Ihr gesamter Spross schien vielmehr aus den Farben des Waldbodens geschaffen zu sein.
Wer unaufmerksam vorüberging, bemerkte sie nicht. Wer jedoch innehielt und genauer hinsah, entdeckte an dem hellbraunen Stängel zahlreiche kleine Blüten. Es war die Vogel-Nestwurz – eine unserer ungewöhnlichsten heimischen Orchideen.
Für Artenschutz in Franken® steht diese Pflanze sinnbildlich für einen Teil der Natur, der sich unserem schnellen Blick entzieht. Ihre eigentliche Lebensgeschichte spielt sich nicht über, sondern unter der Erde ab – in einem empfindlichen Geflecht aus Wurzeln, Pilzen, Humus und alten Waldbäumen.
Eine Orchidee ohne grünes Blätterkleid
Die Vogel-Nestwurz (Neottia nidus-avis) gehört zur Familie der Orchideengewächse. Sie erreicht meist eine Höhe von etwa 15 bis 40 Zentimetern, kann an günstigen Standorten jedoch auch etwas größer werden. Der kräftige Stängel trägt einen mehr oder weniger dichten Blütenstand mit zahlreichen gelblich braunen bis beigebraunen Einzelblüten.
In der Aufnahme von Sylvia Glaas
Die Vogel-Nestwurz (Neottia nidus-avis) gehört zur Familie der Orchideengewächse. Sie erreicht meist eine Höhe von etwa 15 bis 40 Zentimetern, kann an günstigen Standorten jedoch auch etwas größer werden. Der kräftige Stängel trägt einen mehr oder weniger dichten Blütenstand mit zahlreichen gelblich braunen bis beigebraunen Einzelblüten.
- Die Blätter sind stark zurückgebildet und nur noch als schuppenartige Gebilde am Stängel erkennbar. Die Pflanze besitzt kein für eine eigenständige Ernährung ausreichendes grünes Blätterkleid. Deshalb kann sie Sonnenlicht nicht wie die meisten anderen Pflanzen zur Bildung der von ihr benötigten organischen Stoffe nutzen.
In der Aufnahme von Sylvia Glaas
- Die Vogel-Nestwurz (Neottia nidus-avis) verschmilzt mit ihren beigebraunen Farbtönen beinahe vollständig mit dem Waldboden.
Artenschutz in Franken®
Holunder-Knabenkraut (Dactylorhiza sambucina)
Zwei Farben, ein stiller Hilferuf
29/30.09.2026
Eine Begegnung am frühen Morgen
Der Frühling hatte die höher gelegene Wiese erst zögerlich erreicht. Zwischen den noch kurzen Gräsern lagen die letzten Tropfen einer kalten Nacht, und aus dem angrenzenden Gehölz drang der Ruf eines Buchfinken. Auf den ersten Blick schien die Fläche unscheinbar. Kein Blütenmeer, kein weithin sichtbares Farbenspiel – nur eine magere Wiese, wie sie vielerorts als wenig ertragreich betrachtet wird.
Doch dann fiel unser Blick auf einen kleinen gelben Blütenstand. Nur wenige Schritte weiter stand eine zweite Pflanze, diesmal in kräftigem Purpurrot. Beide gehörten zur gleichen Art: dem Holunder-Knabenkraut.
Es war einer jener Momente, in denen sich die Bedeutung einer Landschaft nicht an ihrer Größe oder ihrem wirtschaftlichen Ertrag ablesen lässt. Was hier vor uns stand, war das Ergebnis eines über lange Zeit gewachsenen Zusammenspiels aus Boden, Licht, extensiver Nutzung, Pilzen, Insekten und einem Standort, der bislang von tiefgreifenden Veränderungen verschont geblieben war.
29/30.09.2026
- Das Holunder-Knabenkraut (Dactylorhiza sambucina) zwischen Frühlingslicht und Lebensraumverlust
Eine Begegnung am frühen Morgen
Der Frühling hatte die höher gelegene Wiese erst zögerlich erreicht. Zwischen den noch kurzen Gräsern lagen die letzten Tropfen einer kalten Nacht, und aus dem angrenzenden Gehölz drang der Ruf eines Buchfinken. Auf den ersten Blick schien die Fläche unscheinbar. Kein Blütenmeer, kein weithin sichtbares Farbenspiel – nur eine magere Wiese, wie sie vielerorts als wenig ertragreich betrachtet wird.
Doch dann fiel unser Blick auf einen kleinen gelben Blütenstand. Nur wenige Schritte weiter stand eine zweite Pflanze, diesmal in kräftigem Purpurrot. Beide gehörten zur gleichen Art: dem Holunder-Knabenkraut.
Es war einer jener Momente, in denen sich die Bedeutung einer Landschaft nicht an ihrer Größe oder ihrem wirtschaftlichen Ertrag ablesen lässt. Was hier vor uns stand, war das Ergebnis eines über lange Zeit gewachsenen Zusammenspiels aus Boden, Licht, extensiver Nutzung, Pilzen, Insekten und einem Standort, der bislang von tiefgreifenden Veränderungen verschont geblieben war.
Für uns von Artenschutz in Franken® sind solche Begegnungen weit mehr als eine botanische Entdeckung. Sie zeigen, wie viel biologische Vielfalt auf wenigen Quadratmetern verborgen sein kann – und wie schnell sie verschwindet, wenn eine Wiese gedüngt, umgebrochen, aufgeforstet oder zum falschen Zeitpunkt gemäht wird.
In der Aufnahme von Helga Zinncker
In der Aufnahme von Helga Zinncker
- Das Holunder-Knabenkraut (Dactylorhiza sambucina) zählt zu den seltenen Kostbarkeiten nährstoffarmer, extensiv gepflegter Wiesen.
Artenschutz in Franken®
Gartenhaarmücke (Bibio hortulanus)
Die Gartenhaarmücke – ein Frühlingsgast zwischen Blüten und Boden
29/30.09.2026
Eine kleine Begegnung am Feldrand
Die Frühlingssonne hatte den Boden bereits erwärmt, doch zwischen den Gräsern lagen noch die kühlen Spuren der vergangenen Nacht. An einem blühenden Doldenblütler saß ein kleines, dunkel gefärbtes Insekt. Es wirkte auf den ersten Blick beinahe unbeholfen. Die Beine hielten sich an den feinen Blütenstielen fest, während die Flügel im Licht einen zarten Schimmer zeigten.
Wenige Augenblicke später setzte sich ein zweites Tier daneben. Dieses war nicht vollständig schwarz, sondern auffallend rotbraun gefärbt. Zwei Tiere derselben Art – und doch sahen sie so unterschiedlich aus, dass man sie leicht für Angehörige verschiedener Arten halten konnte.
29/30.09.2026
- Bibio hortulanus – eine wenig beachtete Art mit wichtiger Funktion im Naturhaushalt
Eine kleine Begegnung am Feldrand
Die Frühlingssonne hatte den Boden bereits erwärmt, doch zwischen den Gräsern lagen noch die kühlen Spuren der vergangenen Nacht. An einem blühenden Doldenblütler saß ein kleines, dunkel gefärbtes Insekt. Es wirkte auf den ersten Blick beinahe unbeholfen. Die Beine hielten sich an den feinen Blütenstielen fest, während die Flügel im Licht einen zarten Schimmer zeigten.
Wenige Augenblicke später setzte sich ein zweites Tier daneben. Dieses war nicht vollständig schwarz, sondern auffallend rotbraun gefärbt. Zwei Tiere derselben Art – und doch sahen sie so unterschiedlich aus, dass man sie leicht für Angehörige verschiedener Arten halten konnte.
Es waren Gartenhaarmücken.
Für Artenschutz in Franken® sind gerade solche unscheinbaren Begegnungen von besonderem Wert. Sie erinnern uns daran, dass biologische Vielfalt nicht allein aus auffälligen Schmetterlingen, seltenen Vögeln oder großen Säugetieren besteht. Ein erheblicher Teil der ökologischen Arbeit wird von kleinen Arten geleistet, deren Namen kaum jemand kennt und deren Verschwinden meist unbemerkt bleiben würde.
In der Aufnahme von Albert Meier
Für Artenschutz in Franken® sind gerade solche unscheinbaren Begegnungen von besonderem Wert. Sie erinnern uns daran, dass biologische Vielfalt nicht allein aus auffälligen Schmetterlingen, seltenen Vögeln oder großen Säugetieren besteht. Ein erheblicher Teil der ökologischen Arbeit wird von kleinen Arten geleistet, deren Namen kaum jemand kennt und deren Verschwinden meist unbemerkt bleiben würde.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Die Gartenhaarmücke (Bibio hortulanus) gehört zu den wenig beachteten Frühlingsboten unserer Kulturlandschaft.
Artenschutz in Franken®
Gemeine Eichengallwespe (Cynips quercusfolii)
Architekten im Eichenlaub: Die Gemeine Eichengallwespe (Cynips quercusfolii) zwischen Faszination, Klimawandel und Ordnungswahn
28/29.09.2026
Als er vorsichtig mit den Fingern darüber streicht, ahnt er nicht, dass sich in diesem verborgenen Kunstwerk der Natur ein kleines Wunder der Insektenwelt vollzieht. Hier wächst geschützt eine Generation heran, die den Winter ohne jedes männliche Zutun überdauern wird. Solche Begegnungen im Laub sind es, die uns bei Artenschutz in Franken® täglich darin bestärken, auch den kleinsten, oft übersehenen Geschöpfen unserer heimischen Kulturlandschaft eine laute Stimme zu geben.
28/29.09.2026
- Es knistert leise unter den Sohlen, als der kühle Herbstwind durch das Kronendach einer alten Stieleiche streift. Ein Junge kniet im feuchten Laub, fasziniert von einem Fund, der fast außerirdisch wirkt: Unter einem abgefallenen Eichenblatt klebt eine kugelrunde, samtig weiße, rosé angehauchte Galle. Sie sieht aus wie eine winzige Marzipankugel oder ein winziges Apfelchen, geheimnisvoll an die Blattrippe geschmückt.
Als er vorsichtig mit den Fingern darüber streicht, ahnt er nicht, dass sich in diesem verborgenen Kunstwerk der Natur ein kleines Wunder der Insektenwelt vollzieht. Hier wächst geschützt eine Generation heran, die den Winter ohne jedes männliche Zutun überdauern wird. Solche Begegnungen im Laub sind es, die uns bei Artenschutz in Franken® täglich darin bestärken, auch den kleinsten, oft übersehenen Geschöpfen unserer heimischen Kulturlandschaft eine laute Stimme zu geben.
Die Gemeine Eichengallwespe (Cynips quercusfolii) – Ein Porträt der Verborgenen
Die Gemeine Eichengallwespe (Cynips quercusfolii) gehört zur Familie der Gallwespen (Cynipidae) und ist eng an die heimischen Eichenarten – allen voran die Stiel- und Traubeneiche – gebunden. Das Insekt selbst bekommen die wenigsten Menschen je zu Gesicht, denn die ausgewachsenen Wespen sind unscheinbar, nur etwa 3 bis 4 Millimeter groß und dunkelbraun bis schwarz gefärbt.
In der Abbildung - Hinweis: „KI-generierte Illustration – beispielhafte Darstellung, keine dokumentarische Aufnahme“
Die Gemeine Eichengallwespe (Cynips quercusfolii) gehört zur Familie der Gallwespen (Cynipidae) und ist eng an die heimischen Eichenarten – allen voran die Stiel- und Traubeneiche – gebunden. Das Insekt selbst bekommen die wenigsten Menschen je zu Gesicht, denn die ausgewachsenen Wespen sind unscheinbar, nur etwa 3 bis 4 Millimeter groß und dunkelbraun bis schwarz gefärbt.
In der Abbildung - Hinweis: „KI-generierte Illustration – beispielhafte Darstellung, keine dokumentarische Aufnahme“
- Ein Blick in das verborgene Kinderzimmer der Eichengallwespe: Die illustrative Schnittdarstellung zeigt, wie aus einem einzelnen, in junges Eichenblattgewebe eingebrachten Ei eine Larve hervorgeht, die sich geschützt im Inneren der entstehenden Galle entwickelt. KI-generierte Illustration – keine dokumentarische Aufnahme.
Artenschutz in Franken®
Die Hundsrose im September
Die Hundsrose im September
27/28.09.2026
Mitte September verändert sich das Gesicht unserer Hecken und Feldgehölze. Während viele Blütenpflanzen bereits verblüht sind und sich die Landschaft langsam auf den Herbst vorbereitet, setzt die Hundsrose (Rosa canina) noch einmal auffällige Farbakzente. Zwischen den gefiederten Blättern leuchten nun zahlreiche Hagebutten in Orange-, Scharlach- und tiefen Rottönen.
Wer an einem sonnigen Spätsommertag vor einem solchen Strauch stehen bleibt, kann den Übergang der Jahreszeiten unmittelbar erleben. Noch vor wenigen Monaten trug die Hundsrose ihre hellrosa bis fast weißen Blüten. Inzwischen sind daraus Früchte hervorgegangen, die weit mehr darstellen als einen farbigen Schmuck am Wegesrand. Für zahlreiche Tiere werden die Hagebutten in den kommenden Wochen und Monaten zu einer wichtigen Nahrungsquelle.
27/28.09.2026
- Wenn aus zarten Blüten wertvolle Hagebutten werden
Mitte September verändert sich das Gesicht unserer Hecken und Feldgehölze. Während viele Blütenpflanzen bereits verblüht sind und sich die Landschaft langsam auf den Herbst vorbereitet, setzt die Hundsrose (Rosa canina) noch einmal auffällige Farbakzente. Zwischen den gefiederten Blättern leuchten nun zahlreiche Hagebutten in Orange-, Scharlach- und tiefen Rottönen.
Wer an einem sonnigen Spätsommertag vor einem solchen Strauch stehen bleibt, kann den Übergang der Jahreszeiten unmittelbar erleben. Noch vor wenigen Monaten trug die Hundsrose ihre hellrosa bis fast weißen Blüten. Inzwischen sind daraus Früchte hervorgegangen, die weit mehr darstellen als einen farbigen Schmuck am Wegesrand. Für zahlreiche Tiere werden die Hagebutten in den kommenden Wochen und Monaten zu einer wichtigen Nahrungsquelle.
Von der Blüte zur Hagebutte
Nach der Bestäubung der Rosenblüten beginnt im Inneren des Blütenbechers die Entwicklung zahlreicher kleiner Nüsschen. Das umgebende Gewebe wächst mit, wird fleischig und bildet schließlich die uns vertraute Hagebutte. Botanisch betrachtet handelt es sich daher um eine sogenannte Scheinfrucht, in deren Innerem sich die eigentlichen Früchte der Hundsrose befinden.
In der Aufnahme
Nach der Bestäubung der Rosenblüten beginnt im Inneren des Blütenbechers die Entwicklung zahlreicher kleiner Nüsschen. Das umgebende Gewebe wächst mit, wird fleischig und bildet schließlich die uns vertraute Hagebutte. Botanisch betrachtet handelt es sich daher um eine sogenannte Scheinfrucht, in deren Innerem sich die eigentlichen Früchte der Hundsrose befinden.
In der Aufnahme
- Mitte September beginnen die Hagebutten der Hundsrose kräftig rot zu leuchten.
Artenschutz in Franken®
Echter Dost (Origanum vulgare)
Echter Dost (Origanum vulgare) – Aromatisches Kraftpaket heimischer Magerstandorte
26/27.09.2026
Die zu den Lippenblütlern (Lamiaceae) gehörende Wildpflanze – oft auch als Wilder Oregano oder Wohlgemut bezeichnet – ist mit ihren zartrosa bis purpurfarbenen Blütenköpfen und den dunklen Hochblättern ein prägendes Element unserer heimischen Flora.
26/27.09.2026
- Wenn im Hochsommer die Wiesen rötlich-violett aufleuchten und ein würzig-herber Duft in der Luft liegt, steht der Echte Dost in voller Blüte.
Die zu den Lippenblütlern (Lamiaceae) gehörende Wildpflanze – oft auch als Wilder Oregano oder Wohlgemut bezeichnet – ist mit ihren zartrosa bis purpurfarbenen Blütenköpfen und den dunklen Hochblättern ein prägendes Element unserer heimischen Flora.
Der Echte Dost bildet ausdauernde, krautige Bestände und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimetern. Seine aufrechten, meist vierkantigen und rötlich überlaufenen Stängel tragen gegenständig angeordnete, eiförmige Blätter.
Von Juli bis September erscheinen die dichten Scheinähren. Schon bei leichter Berührung setzen die Drüsenschuppen der Blätter und Blüten ätherische Öle frei, die für den charakteristischen, aromatischen Duft sorgen.
In der Aufnahme
Von Juli bis September erscheinen die dichten Scheinähren. Schon bei leichter Berührung setzen die Drüsenschuppen der Blätter und Blüten ätherische Öle frei, die für den charakteristischen, aromatischen Duft sorgen.
In der Aufnahme
- Echter Dost in voller Blüte: Ein farbenfroher Höhepunkt auf heimischen Magerwiesen im Hochsommer.
Artenschutz in Franken®
Das Zusammenspiel von Mädesüß und Spinnennetz
Herbstliche Tauperlen am Gewässerrand: Das Zusammenspiel von Mädesüß und Spinnennetz
25/26.09.2026
Zwischen den verblühten, dunkelbraun ausgereiften Fruchtständen des Echten Mädesüß (Filipendula ulmaria) spannen Radnetzspinnen ihre geometrisch präzisen Netze. Was auf den ersten Blick wie ein flüchtiges Naturschauspiel wirkt, ist ein wichtiger Baustein im Beziehungsgefüge unserer heimischen Ökosysteme.
25/26.09.2026
- Wenn im Mitte September der Frühnebel über die feuchten Talauen, Grabenränder und Feuchtwiesen Frankens zieht, wird ein faszinierendes Zusammenspiel von Botanik und Physik sichtbar.
Zwischen den verblühten, dunkelbraun ausgereiften Fruchtständen des Echten Mädesüß (Filipendula ulmaria) spannen Radnetzspinnen ihre geometrisch präzisen Netze. Was auf den ersten Blick wie ein flüchtiges Naturschauspiel wirkt, ist ein wichtiger Baustein im Beziehungsgefüge unserer heimischen Ökosysteme.
Botanischer Anker: Das Echte Mädesüß im Herbst
Das Echte Mädesüß gehört zu den charakteristischsten Pflanzen feuchter Saumstrukturen und Hochstaudenfluren. Während seine cremeweißen, intensiv duftenden Blüten im Vorsommer Scharen von Bestäubern anlocken, nimmt die Pflanze im Spätjahr eine völlig neue ökologische Rolle ein.
In der Aufnahme
Das Echte Mädesüß gehört zu den charakteristischsten Pflanzen feuchter Saumstrukturen und Hochstaudenfluren. Während seine cremeweißen, intensiv duftenden Blüten im Vorsommer Scharen von Bestäubern anlocken, nimmt die Pflanze im Spätjahr eine völlig neue ökologische Rolle ein.
- Robuste Architektur: Die verholzenden Stängel und die spiralförmig gewundenen, Nüsschen tragenden Fruchtstände überstehen Wind und Wetter. Sie dienen als stabile Verankerungspunkte für den Netzbau von Arten wie der Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus) oder der Sumpfkreuzspinne (Araneus alsine).
- Wertvoller Mikrolebensraum: Auch nach der Samenreife bleiben die trockenen Stängelsysteme stehen. Sie bieten zahlreichen Insektenarten Schutz vor Witterungseinflüssen, dienen als Puppenversteck oder als Winterschlafplatz für kleine Wirbellose.
In der Aufnahme
- Artenvielfalt im Mikrokosmos: Ein kunstvolles Radne
Artenschutz in Franken®
Hoch über der Wiese – die Weinbergschnecke in der Wilden Möhre
Hoch über der Wiese – die Weinbergschnecke in der Wilden Möhre
24/25.09.2026
Mitte September 2026 hat sich das Erscheinungsbild der Wiese bereits deutlich verändert. Viele Blüten sind verschwunden, Gräser beginnen zu vergilben und die Samenstände zahlreicher Pflanzen ragen als filigrane Gebilde aus der Vegetation. Der Sommer zieht sich langsam zurück, doch das Leben auf der Wiese ist noch lange nicht zur Ruhe gekommen.
Zwischen den trockenen Stängeln fällt eine ungewöhnliche Beobachtung auf: Eine Weinbergschnecke hat sich weit über den Erdboden emporgearbeitet und sitzt inmitten einer zusammengezogenen Dolde. Fast scheint es, als hätte sie sich einen kleinen Aussichtspunkt ausgesucht, von dem aus sie die spätsommerliche Wiese überblicken könnte.
24/25.09.2026
- Eine spätsommerliche Naturgeschichte aus der Feder von Artenschutz in Franken®
Mitte September 2026 hat sich das Erscheinungsbild der Wiese bereits deutlich verändert. Viele Blüten sind verschwunden, Gräser beginnen zu vergilben und die Samenstände zahlreicher Pflanzen ragen als filigrane Gebilde aus der Vegetation. Der Sommer zieht sich langsam zurück, doch das Leben auf der Wiese ist noch lange nicht zur Ruhe gekommen.
Zwischen den trockenen Stängeln fällt eine ungewöhnliche Beobachtung auf: Eine Weinbergschnecke hat sich weit über den Erdboden emporgearbeitet und sitzt inmitten einer zusammengezogenen Dolde. Fast scheint es, als hätte sie sich einen kleinen Aussichtspunkt ausgesucht, von dem aus sie die spätsommerliche Wiese überblicken könnte.
Die Pflanze, auf der die Schnecke ihren erhöhten Ruheplatz gefunden hat, lässt sich anhand der Aufnahme nicht vollkommen sicher bestimmen. Aufgrund der Wuchsform, der Verzweigung und der typisch korbartig zusammengezogenen Fruchtdolde handelt es sich jedoch sehr wahrscheinlich um die Wilde Möhre (Daucus carota).
Gerade im verblühten Zustand bilden ihre Dolden häufig eine auffällige, nestähnliche Form. Eine Verwechslung mit einem verwandten Wiesen-Doldenblütler kann bei einer Bestimmung allein anhand vertrockneter Pflanzenteile allerdings nicht vollständig ausgeschlossen werden.
In der Aufnahme
Gerade im verblühten Zustand bilden ihre Dolden häufig eine auffällige, nestähnliche Form. Eine Verwechslung mit einem verwandten Wiesen-Doldenblütler kann bei einer Bestimmung allein anhand vertrockneter Pflanzenteile allerdings nicht vollständig ausgeschlossen werden.
In der Aufnahme
- Für Artenschutz in Franken® steht diese Aufnahme sinnbildlich dafür, wie wichtig naturnahe und nur abschnittsweise gepflegte Wiesen für die biologische Vielfalt sind.
Artenschutz in Franken®
Zurückgebogene Amarant (Amaranthus retroflexus)
Zurückgebogener Amarant – ein Pionier auf warmen Böden
23/24.09.2026
Der Spätsommertag beginnt bereits warm. Am Rand eines abgeernteten Feldes liegt der Boden offen, trocken und staubig. Zwischen Fahrspuren und Pflanzenresten hat sich eine kräftige, unscheinbar grün blühende Pflanze entwickelt. Während viele andere Gewächse unter der sommerlichen Hitze längst vertrocknet sind, steht sie noch immer aufrecht.
Es ist ein Zurückgebogener Amarant. Erst im späten Frühjahr ist sein Samen gekeimt. Innerhalb weniger Wochen hat die Pflanze den offenen Boden erobert und einen dichten Blütenstand gebildet. Für den flüchtigen Blick wirkt sie wenig spektakulär. Doch wer genauer hinsieht, erkennt eine Überlebenskünstlerin, die Wärme, nährstoffreiche Böden und regelmäßig entstehende Bodenlücken geschickt nutzt.
23/24.09.2026
- Eine kleine Geschichte am Ackerrand
Der Spätsommertag beginnt bereits warm. Am Rand eines abgeernteten Feldes liegt der Boden offen, trocken und staubig. Zwischen Fahrspuren und Pflanzenresten hat sich eine kräftige, unscheinbar grün blühende Pflanze entwickelt. Während viele andere Gewächse unter der sommerlichen Hitze längst vertrocknet sind, steht sie noch immer aufrecht.
Es ist ein Zurückgebogener Amarant. Erst im späten Frühjahr ist sein Samen gekeimt. Innerhalb weniger Wochen hat die Pflanze den offenen Boden erobert und einen dichten Blütenstand gebildet. Für den flüchtigen Blick wirkt sie wenig spektakulär. Doch wer genauer hinsieht, erkennt eine Überlebenskünstlerin, die Wärme, nährstoffreiche Böden und regelmäßig entstehende Bodenlücken geschickt nutzt.
Am nächsten Morgen verändert sich das Bild. Ein Mulchgerät hat den gesamten Randbereich erfasst. Nicht nur der Amarant, sondern auch zahlreiche weitere Pflanzen wurden zerkleinert. Blüten, Samenstände, Verstecke und kleine Rückzugsräume sind verschwunden.
Für Artenschutz in Franken® zeigt diese Szene zwei Seiten derselben Kulturlandschaft: Auf bewirtschafteten Äckern kann der Amarant zu einer starken Konkurrenz für Kulturpflanzen werden. Auf Rand- und Restflächen steht er dagegen gemeinsam mit anderen Pionierpflanzen für eine spontane Natur, die selbst kleinste freie Räume zu besiedeln vermag. Ein fachgerechter Umgang benötigt deshalb Wissen und eine klare Unterscheidung zwischen Produktionsfläche und ökologisch wertvoller Begleitstruktur.
In der Aufnahme - Hinweis: Illustrative KI-Bearbeitung – Darstellung entspricht nicht vollständig der ursprünglichen Aufnahmesituation - Der Zurückgebogene Amarant ist eine einjährige Pionierpflanze warmer und nährstoffreicher Standorte. In dieser Darstellung, welche auf einer Originalaufnahme basiert, wurden Teile des Hintergrundes angepasst um störende Elemente zu entfernen.
Für Artenschutz in Franken® zeigt diese Szene zwei Seiten derselben Kulturlandschaft: Auf bewirtschafteten Äckern kann der Amarant zu einer starken Konkurrenz für Kulturpflanzen werden. Auf Rand- und Restflächen steht er dagegen gemeinsam mit anderen Pionierpflanzen für eine spontane Natur, die selbst kleinste freie Räume zu besiedeln vermag. Ein fachgerechter Umgang benötigt deshalb Wissen und eine klare Unterscheidung zwischen Produktionsfläche und ökologisch wertvoller Begleitstruktur.
In der Aufnahme - Hinweis: Illustrative KI-Bearbeitung – Darstellung entspricht nicht vollständig der ursprünglichen Aufnahmesituation - Der Zurückgebogene Amarant ist eine einjährige Pionierpflanze warmer und nährstoffreicher Standorte. In dieser Darstellung, welche auf einer Originalaufnahme basiert, wurden Teile des Hintergrundes angepasst um störende Elemente zu entfernen.
Artenschutz in Franken®
Artenschutz in Franken®
Artenschutz in Franken®
Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr über 30 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.
In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.
Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
Auf unserer Internetpräsenz, die monatlich durchschnittlich von über 150.000 Besucher*innen besucht wird, berichten wir transparent auch über unser Engagement.
Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr über 30 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.
In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.
Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
Auf unserer Internetpräsenz, die monatlich durchschnittlich von über 150.000 Besucher*innen besucht wird, berichten wir transparent auch über unser Engagement.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.
Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.
Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.
Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.
Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.
Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.
Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.
Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.
Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.
Artenschutz in Franken®
Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.
Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.
Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.
Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.
Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.
Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.
Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.
Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.
Artenschutz in Franken®
30. Jahre Artenschutz in Franken®
30. Jahre Artenschutz in Franken®
Am 01.03.2026 feierte unsere Organisation 30 Jahre ehrenamlichen und vollkommen unabhängigen Artenschutz sowie erlebbare Umweltbildung.
Am 01.03.2026 feierte unsere Organisation 30 Jahre ehrenamlichen und vollkommen unabhängigen Artenschutz sowie erlebbare Umweltbildung.
Und auch nach 30 Jahren zeigt sich unser Engagement keineswegs als "überholt". Im Gegenteil es wird dringender gebraucht denn je.
Denn die immensen Herausforderungen gerade auf diesem Themenfeld werden unsere Gesellschaft zukünftig intensiv fordern!
Hinweis zum 15.jährigen Bestehen.
Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzten wir unsere namensgebende Bezeichnung.
Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.
Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.
Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in einbringen.
Im Sinne uns nachfolgender Generationen!
Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.
Artenschutz in Franken®
Denn die immensen Herausforderungen gerade auf diesem Themenfeld werden unsere Gesellschaft zukünftig intensiv fordern!
Hinweis zum 15.jährigen Bestehen.
Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzten wir unsere namensgebende Bezeichnung.
Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.
Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.
Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in einbringen.
Im Sinne uns nachfolgender Generationen!
Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.
Artenschutz in Franken®
Kleinvogel gefunden - und jetzt?
Kleinvogel gefunden - und jetzt?
Wie verhalte ich mich beim Fund eines noch nicht flugfähigen Kleinvogels richtig?
Regelmäßig erreichen uns Anfragen die sich auf den korrekten Umgang des Tieres beim „Fund“ eines noch nicht flugfähigen Kleinvogels beziehen.
Wir vom Artenschutz in Franken® haben hier einige Informationen für Sie zusammengestellt.
Wir erklären dir das Vorgehen und die in unseren Augen wichtigsten Dos und Don'ts bei einem Fund eines kleinen, noch nicht flugfähigen Vogels in Form eines einfachen, einprägsamen Mnemonics, den du leicht merken kannst: "VOGEL"
Wie verhalte ich mich beim Fund eines noch nicht flugfähigen Kleinvogels richtig?
Regelmäßig erreichen uns Anfragen die sich auf den korrekten Umgang des Tieres beim „Fund“ eines noch nicht flugfähigen Kleinvogels beziehen.
Wir vom Artenschutz in Franken® haben hier einige Informationen für Sie zusammengestellt.
Wir erklären dir das Vorgehen und die in unseren Augen wichtigsten Dos und Don'ts bei einem Fund eines kleinen, noch nicht flugfähigen Vogels in Form eines einfachen, einprägsamen Mnemonics, den du leicht merken kannst: "VOGEL"
Jeder Buchstabe im Wort "VOGEL" steht dabei für einen wichtigen Schritt oder Hinweis:
V - Verhalten beobachten:
• Dos: Bevor du irgendetwas tust, beobachte den Vogel aus der Ferne. Manchmal (Meistens) sind die Eltern in der Nähe und kümmern sich um ihn.
• Don'ts: Den Vogel sofort anfassen oder wegtragen, ohne die Situation zu analysieren.
O - Ort sichern:
• Dos: Sicherstellen, dass der Vogel nicht durch Menschen, Hunde oder Katzen gefährdet ist.
• Don'ts: Den Vogel in gefährliche Bereiche lassen, wo er leicht verletzt werden kann.
G - Gesundheit prüfen:
• Dos: Prüfe vorsichtig, ob der Vogel verletzt ist. Wenn er offensichtlich verletzt ist, kontaktiere eine Wildtierauffangstation oder einen Tierarzt. Wende dich auch an die für die Örtlichkeit zuständige fachliche Einrichtung wie Naturschutzfachbehörde oder Umweltämter.
• Don'ts: Keine medizinische Erstversorgung versuchen, wenn du keine Erfahrung damit hast.
E - Eltern suchen:
• Dos: Versuche herauszufinden, ob die Eltern in der Nähe sind. Elternvögel kehren oft zurück, um ihre Jungen zu füttern.
• Don'ts: Den Vogel nicht sofort mitnehmen, da die Eltern ihn weiterhin versorgen könnten.
L - Letzte Entscheidung:
• Dos: Wenn der Vogel in Gefahr ist oder die Eltern nicht zurückkehren, kontaktiere eine Wildtierstation oder einen Experten für Rat und weitere Schritte.
• Don'ts: Den Vogel nicht ohne fachkundigen Rat mit nach Hause nehmen oder füttern, da falsche Pflege oft mehr schadet als hilft.
Zusammenfassung
• Verhalten beobachten: Erst schauen, nicht gleich handeln.
• Ort sichern: Gefahrenquelle ausschalten.
• Gesundheit prüfen: Verletzungen erkennen.
• Eltern suchen: Eltern in der Nähe?
• Letzte Entscheidung: Bei Gefahr oder verlassener Brut Wildtierstation kontaktieren.
Mit diesem Mnemonic kannst du dir so finden wir vom Artenschutz in Franken® recht leicht merken, wie du dich verhalten sollst, wenn du einen kleinen, noch nicht flugfähigen Vogel findest.
Wichtig!
- Bitte beachte jedoch dabei immer den Eigenschutz, denn die Tier können Krankheiten übertragen die auch für den Menschen gefährlich werden können. Deshalb raten wir vornehmlich ... immer Finger weg - Fachleute kontaktieren!
Wir vom Artenschutz in Franken® sind keine und unterhalten auch kein Tierpflegestelle da wir uns in erster Linie mit der Lebensraumsicherung und Lebensraumschaffung befassen.
Artenschutz in Franken®
Rechtliches §
Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.
Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Bayerisches Naturschutzgesetz – BayNatSchG
http://www.gesetze-bayern.de/(X(1)S(fhnsotp2iqyyotymmjumqonn))/Content/Document/BayNatSchG?AspxAutoDetectCookieSupport=1
Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege
https://www.gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009/
Tierschutzgesetz
https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/BJNR012770972.html
http://www.gesetze-bayern.de/(X(1)S(fhnsotp2iqyyotymmjumqonn))/Content/Document/BayNatSchG?AspxAutoDetectCookieSupport=1
Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege
https://www.gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009/
Tierschutzgesetz
https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/BJNR012770972.html
Unser Engagement
Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/
Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/
Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/
Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/
Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Nachgedacht
Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.
Artenschwund
In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.
Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.
Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen.
Artenschwund
In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.
Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.
Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen.
Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.
Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?
Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.
Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.
Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.
Wie haben die Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.
Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.
Quelle
Hubertus Zinnecker
Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?
Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.
Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.
Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.
Wie haben die Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.
Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.
Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein ...da wir jedoch im ganzen Land wiederfinden!
Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.
Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.
Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.
Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.
Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.
Alles nichts Neues.
Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.
Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?
Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.
Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.
23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.
Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.
Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.
Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.
Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.
Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?
Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.
Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.
Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.
Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
Juni 2019
Autorin
Natascha Gaedecke
Alles nichts Neues.
Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.
Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?
Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.
Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.
23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.
Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.
Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.
Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.
Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.
Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?
Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.
Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.
Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.
Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
Juni 2019
Autorin
Natascha Gaedecke
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.
Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!
Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.
Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!
Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.
In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.
Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.
Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald.
Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.
Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.
Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.
Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.
Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.
Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.
Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.
AiF
12.08.2019
Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.
Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.
Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald.
Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.
Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.
Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.
Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.
Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.
Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.
Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.
AiF
12.08.2019
Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
Mehr Raum für Natur – weniger Aktionismus
Mehr Raum für Natur – weniger Aktionismus
Als Naturschutzorganisation verstehen wir uns als Anwalt der biologischen Vielfalt und als Stimme für einen verantwortungsvollen, zukunftsfähigen Umgang mit unseren heimischen Ökosystemen.
Als Naturschutzorganisation verstehen wir uns als Anwalt der biologischen Vielfalt und als Stimme für einen verantwortungsvollen, zukunftsfähigen Umgang mit unseren heimischen Ökosystemen.
Vor diesem Hintergrund beziehen wir klar und sachlich begründet Stellung gegen sogenannte „Raubwildwochen“. Maßnahmen, die auf eine zeitlich gebündelte, intensive Bejagung bestimmter Beutegreiferarten abzielen, halten wir für ökologisch nicht zielführend und langfristig nicht geeignet, die komplexen Ursachen von Artenrückgängen wirksam zu adressieren.
Ökologische Systeme sind keine einfachen Ursache-Wirkungs-Ketten, sondern hochkomplexe Beziehungsgefüge. Beutegreifer wie Fuchs, Marder oder Rabenvögel übernehmen wichtige Funktionen im Naturhaushalt: Sie regulieren Bestände, entfernen kranke oder geschwächte Individuen und beeinflussen das Verhalten anderer Arten.
Prädation ist ein natürlicher Prozess und Teil evolutiv gewachsener Gleichgewichte. Eine kurzfristige Reduktion einzelner Arten greift daher häufig zu kurz und kann durch kompensatorische Effekte – etwa erhöhte Reproduktionsraten oder Zuwanderung aus benachbarten Gebieten – relativiert werden.
Gleichzeitig erkennen wir an, dass es in intensiv genutzten Kulturlandschaften zu Konflikten kommen kann.
Rückgänge bei Bodenbrütern oder Niederwildarten sind jedoch in erster Linie Ausdruck tiefgreifender Lebensraumveränderungen: großflächige Monokulturen, Verlust von Brachen, Hecken und Feldgehölzen, Entwässerung von Feuchtflächen, hohe Mahdintensität sowie zunehmende Zerschneidung durch Infrastruktur. In ausgeräumten Landschaften fehlen Deckung, Nahrung und störungsarme Rückzugsräume. In solchen Systemen wirken Prädatoren stärker, weil alternative Strukturen fehlen – nicht, weil ihre bloße Existenz das Problem darstellt.
Wir sind überzeugt, dass nachhaltiger Artenschutz an den Ursachen ansetzen muss.
Statt kurzfristiger Eingriffe plädieren wir für eine konsequent optimierte Lebensraumgestaltung:
- Wiederherstellung strukturreicher Agrarlandschaften mit Hecken, Blühstreifen, Altgrasstreifen und Feldrainen
- Erhalt und Entwicklung von Feuchtgebieten, Kleingewässern und extensiv genutzten Wiesen
- Späte und angepasste Mahdregime zum Schutz von Bodenbrütern
- Schaffung störungsarmer Rückzugsräume
- Biotopvernetzung zur Förderung stabiler Populationen
Solche Maßnahmen kommen einer Vielzahl von Arten zugute – unabhängig davon, ob sie Beute- oder Beutegreiferarten sind. Ziel muss ein funktionsfähiges, resilientes Ökosystem sein, das natürliche Regulationsmechanismen wieder stärker ermöglicht.
Darüber hinaus halten wir es für wichtig, Debatten über Artenschutz sachlich und faktenbasiert zu führen. Pauschale Schuldzuweisungen an einzelne Tierarten werden den wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht gerecht und tragen nicht zu konstruktiven Lösungen bei.
Erfolgreicher Naturschutz erfordert Geduld, langfristige Strategien und Kooperation statt Symbolmaßnahmen.
Unsere Organisation setzt sich daher für einen integrativen Ansatz ein, der Landwirtschaft, Jagd, Naturschutz und Politik gleichermaßen einbindet. Wir möchten Brücken bauen und gemeinsam tragfähige Konzepte entwickeln, die sowohl den Schutz bedrohter Arten als auch die berechtigten Interessen der Landnutzer berücksichtigen.
Ein Nebeneinander unterschiedlicher Arten ist möglich – wenn wir Lebensräume so gestalten, dass sie Vielfalt tragen können. Unser Ziel ist eine Landschaft, die wieder Raum für natürliche Prozesse bietet und in der kurzfristige, aus unserer Sicht unzureichende Maßnahmen wie „Raubwildwochen“ nicht notwendig sind. Nachhaltiger Naturschutz bedeutet, die Grundlagen des Lebensraumes zu stärken – nicht Symptome isoliert zu bekämpfen.
In der Aufnahme
- Junges führenes Fuchsweibchen erschossen und weggeworfen wie ein Stück Schmutz! Für solche Situationen haben wir wirklich keinerlei Verständnis. Man kann zu Füchsen stehen wie man mag, doch wo bleibt die Ehrfurcht vor der Natur wenn eine junge Fuchsmutter, die noch dazu Jungen "führte" einfach erschossen wird!















