Sie alle engagieren sich gemeinsam mit Artenschutz in Franken® für eine intakte Umwelt
ARTENSCHUTZ IN FRANKEN®

Im Sinne uns nachfolgender Generationen
Ausgezeichnet

Home

Über Uns

Aktuelles

Der Steigerwald

Diverses

Pflanzen

Projekte

Publikationen

Tiere

Umweltbildung

Webcams
*** Artenschutz in Franken® - Ungewöhnliche Zeiten zwingen auch unsere Organisation sich den Herausforderungen der Corona Pandemie anzupassen und so haben wir uns entschlossen alle unsere öffentlichen Veranstaltungen bis auf Weiteres auszusetzen - auch die sozialen Kontakte werden stark zurückgefahren - wir bitten um Verständnis für dieses Vorgehen doch unser alle Gesundheit erfordert diese strikten Maßnahmen +++ Artenchutz in Franken

Die "Wilden Bienchen" vom Dreiländereck
Bild zum Eintrag (1046193-160)
Die "Wilden Bienchen" vom Dreiländereck

12/13.04.2021

Perl-Oberleuken / Saarland.
Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, der KiTa Leukbachtal und der SWSM Sozialwerk Saar-Mosel gGmbH dass von der Audi Stiftung für Umwelt und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Wildbienen - die unbekannten Bestäuber
Eigentlich haben die meisten von uns in ihrem Leben schon einmal Wildbienen gesehen. Doch bewusst als solche wahrgenommen werden diese Tiere kaum. Vielfach werden sie gar mit Wespen oder Fliegen verwechselt. Und hier zeigt sich auch bereits ein elementares Problem. Aufgrund einer weitverbreiteten Unkenntnis werden „die Wildbiene“ und deren Ansprüche an ihre Lebensräume nicht erkannt.

Wildbienen - für uns Menschen ungemein wichtig
Wir Menschen sind darauf angewiesen, dass unsere (Kultur) -Pflanzen bestäubt werden. Wildbienen spielen hierbei eine weitaus größere Rolle als bislang angenommen. Doch Wildbienen sichern nicht nur die Ernteerträge in der Landwirtschaft. Da sie häufig in enger Symbiose mit „ihrer Wildpflanze“ leben, sichern die kleinen Insekten auch das Überleben zahlloser Wildpflanzen.

Wildbienen – häufig im Bestand gefährdet

Doch viele unserer Wildbienenarten in Deutschland sind zwischenzeitlich akut in ihrem Bestand bedroht. Gerade auch durch eine zunehmend industrielle Landbewirtschaftung mit einem immensen Pestizideinsatz sowie der Zerstörung wichtiger Lebensräume haben wir Menschen zahlreiche Wildbienenarten bereits nahe an den Rand des Aussterbens gebracht. Je intensiver die Bewirtschaftungsformen und je umfangreicher Bewirtschaftungs-flächen werden, desto stärker hängt der Ertrag der Landwirtschaft auch von Wildbienen ab. Je mehr Lebensräume wir mit unserem Handeln in unserem Umfeld beeinträchtigen gefährden wir nicht nur eine faszinierende Insektengruppe. Nein mehr noch, wir setzen mit diesem Tun gar eine der (auch und gerade für den Menschen) wichtigsten Ökosysteme aufs Spiel.



In der Aufnahme
  • Vor wenigen Tagen fand die Montage der Wildbienenwand, der Informationsstationen und die Installation der Pflanzbeete statt .. von Frühling war noch nicht viel zu erkennen.
Artenschutz in Franken®  
Weniger Ammoniak und mehr Tierwohl durch bessere Belüftung
Bild zum Eintrag (1046197-160)
Weniger Ammoniak und mehr Tierwohl durch bessere Belüftung

11/12.04.2021

Braunschweig
. Die Landwirtschaft gilt als eine der größten Quellen für Ammoniakemissionen. Besonders die Rinderhaltung steht im Fokus. Das Johann Heinrich von Thünen-Institut hat berechnet, dass sich der Ammoniakausstoß senken lässt, wenn die Rinderställe anders aufgebaut sind und ein Abluftkanalsystem installiert wird. Gleichzeitig steigt so das Tierwohl. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat das Projekt fachlich und finanziell mit 97.270 Euro gefördert.

Versauerung und Stickstoffanreicherungen im Boden und in Gewässern bedeuten Belastungen der Ökosysteme, die oft auf Ammoniakemissionen zurückzuführen sind. Nach Vorgabe der Europäischen Union müssen diese Emissionen sinken. In der deutschen Landwirtschaft ist die Rinderhaltung für etwa die Hälfte der Ammoniakemissionen verantwortlich. Ein Großteil davon entfällt auf den Stall und die Lagerung von Gülle
.
Mehr Tierwohl und weniger Ammoniak

„Eine Möglichkeit, die Emissionen zu reduzieren ist die sogenannte partielle Unterflurabsaugung“, erläutert der technische Projektleiter Stefan Linke. Die hohe Ammoniakkonzentration werde unter einem Spaltenboden, auf dem die Rinder stehen, abgesaugt und gereinigt. Oberhalb des Bodens belüfte Wind den Stall weiterhin. So könne Ammoniakbelastung reduziert und gleichzeitig der Tierschutz verbessert werden.

Modell-Vorhaben simuliert Rinderstall

Die Forscher des Instituts haben zusammen mit dem unternehmerischen Kooperationspartner Norddeutsche Bauernsiedlung einen Rinderstall mit 255 Tieren simuliert, in dem die partielle Unterflurabsaugung zum Einsatz kommt. „Die Ergebnisse zeigen, dass die Ammoniakemission deutlich gesunken ist“, sagt Linke. „Da die Methode bisher aber nur mathematisch simuliert wurde, haben wir bereits Kontakt mit Vertretern aus der Abluftreinigungsindustrie aufgenommen, um einen Partner für ein Folgeprojekt zu gewinnen.“ Ziel sei es, einen Rinderstall mit entsprechender Technik zu bauen und zu vermessen.


Ansprechpartner bei fachlichen Fragen zum Projekt (AZ 33789): Stefan Linke, Tel. 0531 5964255


In der Aufnahme
Auf die Belüftung kommt es an: Das Johann Heinrich von Thünen-Institut hat berechnet, wie in Rinderställen der Ammoniakausstoß gesenkt werden kann – für weniger Belastung von Böden und Gewässern und zugleich mehr Tierwohl. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat das Projekt mit 97.270 Euro gefördert.
© Thünen-Institut/Stefan Linke


Quelle
Deutsche Bundesstiftung Umwelt
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
07.04.2021 |

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F
Artenschutz in Franken®  
Drohender Raubbau am Staatswald im Osten von Amberg
Bild zum Eintrag (1046195-160)
BUND Naturschutz warnt vor gravierenden Eingriffen - Drohender Raubbau am Staatswald im Osten von Amberg

11/12.04.2021

Nach wie vor ist der viel zu hohe Flächenverbrauch für Baugebiete und Straßenprojekte eines der größten Umweltprobleme in Bayern
. Gemäß Beschluss der Bayerischen Staatsregierung besteht das Ziel, den Flä-chenverbrauch auf 5 Hektar pro Tag in Bayern mehr als zu halbieren. Doch anstelle einer Problemlösung droht eine dramatische Verschär-fung der damit zusammenhängenden Naturzerstörung.

Dabei kritisiert der BUND Naturschutz (BN), dass es wachsende Begehrlichkeiten gibt, Staatswaldflächen für Gewerbeansiedlungen, Straßenbau und Rohstoffabbau zu vereinnahmen, wodurch der Wald gerodet wird und verloren geht. Ein besonders drastisches Beispiel für solche Planungen mit einer bayernweit bedeutsamen Dimension ist der Freihölser Forst östlich von Amberg.
Hier lief in den letzten Wochen das Beteiligungsverfahren für den Bau der Sandaufbereitungsanlage eines großen Betonwerks, der 18,5 Hektar Staatswald zum Opfer fallen sollen. Weitere Eingriffe durch Straßenbau, Gewerbegebiete und Sandabbau sind in Planung, obwohl erst vor wenigen Jahren 5,6 Hektar Staatswald durch die Verbreiterung der Bundesstraße B 85 und weitere 10,6 Hektar Staatswald zur Schaffung des Gewerbegebiets „Schafhof III“ gerodet wurden.

„Ein solches Vorgehen hält der BUND Naturschutz angesichts der Verantwortung für den öffentlichen Wald, aber auch hinsichtlich der proklamierten Ziele für den Klimaschutz für völlig inakzeptabel“, so Richard Mergner, Landesvorsitzender des BUND Naturschutz. „Der Staatswald muss zum Nutzen aller Bürgerinnen und Bürger Bayerns erhalten und vorbildlich bewirtschaftet werden und darf nicht zu einer Reservefläche für Eingriffsplanungen aller Art werden. Hier stehen Ministerpräsident Markus Söder und Finanzminister Albert Füracker in der Pflicht, einem exzessiven Raubbau am Bürgerwald einen Riegel vorzuschieben. Durch ihre bisher laxe Haltung gegenüber solchen Begehrlichkeiten schafft die Bayerische Staatsregierung fatale Fehlanreize, die dazu führen, für solche Eingriffe bevorzugt Staatswälder ins Visier zu nehmen.“

„Das Staatswaldgebiet des Freihölser Forsts droht zwischen den Interessen von Straßenbau, Gewerbeansiedlung und Sandabbau zerrieben zu werden“, so Peter Zahn, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Amberg-Sulzbach. „Dabei ist es wichtig für den Schutz und Erhalt der Wasserversorgung im Raum Amberg. Bereits in den letzten Jahren ist die Grundwasserneubildung in der Region durch ausbleibende Niederschläge stark zurückgegangen. Daher muss der Wald als ausgleichender Faktor besser als bisher geschützt und erhalten werden.“

„Die Entwicklung im Freihölser Forst zeigt das Fehlen einer nachhaltigen Regionalplanung, die auch den Klimaschutz im Blick hat“, erläutert Reinhard Scheuerlein, Regionalreferent des BUND Naturschutz für die Oberpfalz. „Wenn nun mit Zustimmung der Staatsregierung staatliche Waldflächen im geplanten Umfang geopfert würden, so wäre dies ein Rückfall in längst überwunden geglaubte Zeiten, in denen großflächige Waldrodungen in Bayern noch an der Tagesordnung waren.“

Ein weiteres abschreckendes Beispiel dafür ist das Industrie- und Gewerbegebiet Teublitz im benachbarten Landkreis Schwandorf, wo im ersten Bauabschnitt 21 Hektar Staatswald gerodet und bebaut werden sollen.

„Der BUND Naturschutz ruft die Bayerische Staatsregierung dazu auf, Planungen, die mit Hilfe fragwürdiger Alternativenprüfungen erstellt wurden, nicht für die Preisgabe von Staatswald anzuerkennen“, so der BN-Landesvorsitzende. „Wir warnen davor, dass sich ansonsten eine systematische Waldzerstörung zu etablieren droht. Dabei darf die Staatsregierung nicht die Rolle eines passiven Zuschauers oder eines Erfüllungsgehilfen einnehmen. Wir appellieren daher an Ministerpräsident Markus Söder, sich entschieden für den Walderhalt, insbesondere den Erhalt der Staatswälder, zu positionieren.“

Weder „Tauschwaldflächen“ noch Ersatzaufforstungen ändern etwas daran, dass durch diese Planungen große Waldbestände mit enormen Mengen des darin gespeicherten CO2 gerodet und damit als Kohlenstoffspeicher ersatzlos verloren gingen. Ersatzaufforstungen könnten einen nennenswerten Anteil dieser Verluste erst nach vielen Jahrzehnten ausgleichen. Doch für das Erreichen des Klimaziels von Paris ist die Kohlenstoffbindung in den nächsten zwei Jahrzehnten entscheidend.

Daher fordert der BUND Naturschutz nicht nur, mit dem Flächensparen auf allen Ebenen ernst zu machen, sondern auch, mit dem Recycling von Baustoffen vorhandene Rohstoffe wiederzuverwerten anstatt immer neue Wunden in die Landschaften zu schlagen.


Für Rückfragen:
Reinhard Scheuerlein, BN-Regionalreferent für die Oberpfalz
Telefon 0175-462 55 98


Hintergrund:
Das Waldgebiet des Freihölser Forsts wurde in den letzten Jahren bereits durch massive Eingriffe und Waldverluste erheblich beeinträchtigt. Weitere Eingriffe sind bereits in Planung. Daher müssen die Störungen und Eingriffe in den Freihölser Forst im Hinblick auf Waldfunktionen und natürliche Schutzgüter summiert und als Ganzes betrachtet werden.


In einem eng begrenzten Bereich würden somit ca. 230 Hektar Waldfläche für Gewerbe, Straßen und Rohstoffabbau verplant werden!


In der Aufnahme
  •     v. l. nach r.: Richard Mergner, BN-Landesvorsitzender, Peter Zahn, 1. Vorsitzender BN-KG Amberg-Sulzbach, Beate May, 2. Vorsitzende der KG Amberg-Sulzbach (Quelle: BN)


Quelle
BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
Tel. 09 41 / 2 97 20 0
Fax 09 41 / 2 97 20 30
info@bund-naturschutz.de
08.04.2021

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.


A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F
Artenschutz in Franken®  
Die Wilden Bienchen von Kiel - Kita Einstein -
Bild zum Eintrag (1046113-160)
Die Wilden Bienchen von Kiel - Kita Einstein - "Kick off"-

10/11.04.2021

Kiel / Schleswig-Holstein.
Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und der Kita Einstein, das von der PÄDIKO e.v. , der Audi Stiftung für Umwelt und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Wildbienen - die unbekannten Bestäuber
Eigentlich haben die meisten von uns in ihrem Leben schon einmal Wildbienen gesehen. Doch bewusst als solche wahrgenommen werden diese Tiere kaum. Vielfach werden sie gar mit Wespen oder Fliegen verwechselt. Und hier zeigt sich auch bereits ein elementares Problem. Aufgrund einer weitverbreiteten Unkenntnis werden „die Wildbiene“ und deren Ansprüche an ihre Lebensräume nicht erkannt.
Wildbienen - für uns Menschen ungemein wichtig
Wir Menschen sind darauf angewiesen, dass unsere (Kultur) -Pflanzen bestäubt werden. Wildbienen spielen hierbei eine weitaus größere Rolle als bislang angenommen. Doch Wildbienen sichern nicht nur die Ernteerträge in der Landwirtschaft. Da sie häufig in enger Symbiose mit „ihrer Wildpflanze“ leben, sichern die kleinen Insekten auch das Überleben zahlloser Wildpflanzen.

Wildbienen – häufig im Bestand gefährdet

Doch viele unserer Wildbienenarten in Deutschland sind zwischenzeitlich akut in ihrem Bestand bedroht. Gerade auch durch eine zunehmend industrielle Landbewirtschaftung mit einem immensen Pestizideinsatz sowie der Zerstörung wichtiger Lebensräume haben wir Menschen zahlreiche Wildbienenarten bereits nahe an den Rand des Aussterbens gebracht. Je intensiver die Bewirtschaftungsformen und je umfangreicher Bewirtschaftungs-flächen werden, desto stärker hängt der Ertrag der Landwirtschaft auch von Wildbienen ab. Je mehr Lebensräume wir mit unserem Handeln in unserem Umfeld beeinträchtigen gefährden wir nicht nur eine faszinierende Insektengruppe. Nein mehr noch, wir setzen mit diesem Tun gar eine der (auch und gerade für den Menschen) wichtigsten Ökosysteme aufs Spiel.



In der Aufnahme
  • Anfang April 2021 konnte die Einrichtungen mit den ersten Projektarbeiten starten. Dabei wurden den Kindern die Grundlagen des Wilde Bienchen Projekts an und in die Hand gegeben. Das Aufstellen des Pflanzbeets, die Ausbringung des Saatguts sowie die Pflanzung von Gehölzstrukturen die nachfolgende als Nahrung für Insekten dienen wurden dabei fokussiert. Hier trafen die Kinder bereits auf Tiere die von diesem Projekt profitieren.Umweltbildung hautnah erleben können  ... ein für die Projektpartner wichtiger Aspekt!
Artenschutz in Franken®  
Das Rotkehlchen
Bild zum Eintrag (1046003-160)
Das Rotkehlchen

10/11.04.2021

Deutschland
. Ob in den Mischwäldern oder den Parkanlagen und Gärten, das Rotkehlchen ist in fast allen Arealen mehr oder minder regelmäßig vertreten.Gerne in der Nähe zu Gewässerstrukturen, da hier die bevorzugte Nahrung in Form von Würmern, Spinnentieren und Insekten , meist zahlreich vorhanden ist.
Rotkehlchen ( trotz roter Brustkehle ) fallen im Gehölz, Dank Tarn - Oberdeckengefieder, kaum auf.Eine auffällige Ruffolge zeichnet das rund 15 Zentimeter große und 22 Gramm ( leichte ) Tier aus. Für uns ist der Gesang dieser Spezies einer der schönsten Vogelgesänge überhaupt.

Im April wird das Gelege, entweder in Baumöffnungen , am Boden , oder auch in niederer Vegetation angelegt. Etwa 5 , gut getarnte Eier werden abgesetzt und innerhalb 15 Tagen erbrütet.Etwa die gleiche Zeitspanne werden die Jungvögel im Nest von den Alttieren mit proteinreicher Nahrung versorgt, um nach dem verlassen des Nistplatzes ebenfalls noch etwa 1 - 2 Wochen gefüttert zu werden.

Im Juni wird meist eine Zweitbrut (gerne an anderer Stelle wie die erste Brut) angelegt.


In der Aufnahme von Klaus Sanwald
  • Das Rotkehlchen im April 2021
Artenschutz in Franken®  
Nilgänse pflanzen sich in Franken erfolgreich fort
Bild zum Eintrag (1045998-160)
Nilgänse pflanzen sich in Deutschland erfolgreich fort

10/11.04.2021


Deutschland. In den letzten Jahren konnte man Nilgänse auch regelmäßig häufiger in "freier Wildbahn" erleben. Selbst in den Nestern des Weißstorches, hoch über den Dächern der Dörfer und Städte konnte man sie entdecken.
Da Nilgänse auch in Bäumen brüten lag es nicht fern das es diese Vögel versuchen könnten die Nistplätze des Weißstorchs zu verwenden.Doch bislang war bis auf regelmäßige Besuche dieser Horstplätze kein Bruterfolg dokumentierbar.

In 2020 konnte Artenschutz in Franken® jedoch einen, für uns ersten Bruterfolg an dieser ungewöhnlichen Stelle in Bayern dokumentieren.


In der Aufnahme von Klaus Sanwald
  • Zahlreich sind sie geworden ... Nilgänse ...
Artenschutz in Franken®  
Neues Verfahren zum Schutz von historischen Säugetierfellen
Bild zum Eintrag (1045986-160)
Neues Verfahren zum Schutz von historischen Säugetierfellen

10/11.04.2021

Berlin. Millionen von Säugetierfellen aus naturkundlichen Sammlungen stellen einen einmaligen Nachweis der vergangenen und aktuellen Artenvielfalt dar. Doch mit der Zeit werden sie brüchig und spröde.

Das Museum für Naturkunde (MfN) in Berlin hat ein Verfahren entwickelt, das dem Zerfall entgegenwirkt und dieses wertvolle Erbe sichert. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) förderte das Projekt fachlich und finanziell mit rund 230.000 Euro.
Am Museum für Naturkunde in Berlin lagern mehr als 30.000 Felle und Häute: von kleinen Säugetieren wie Spitzmäusen bis hin zu kompletten Häuten von Giraffen. Rund 80 Prozent davon sind geschädigt oder bereits stark zerstört. Ähnlich sieht es bei vergleichbaren naturkundlichen Sammlungen auf der ganzen Welt aus. Neben dem Zeugnis vergangener und aktueller Artenvielfalt dienen die Sammlungen als Grundlage für viele wissenschaftliche Studien, so zum Beispiel zu Umweltveränderungen und Klimawandel. Für diese Untersuchungen müssen die Sammlungsobjekte unversehrt sein. „Die im Projekt entwickelten Verfahren könnten maßgeblich dazu beitragen, dass wichtige Zeugnisse der Artenvielfalt auch in Zukunft nicht nur als Schauobjekte, sondern insbesondere auch für wissenschaftliche Forschungen den nachfolgenden Generationen zur Verfügung stehen“, so DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. Ausschlaggebend dafür sei, dass solche Verfahren auch bei anderen naturkundlichen Sammlungen – national wie international – angewendet werden.

Historische Gerbmethoden verursachen Zerfall von Fellen

Mit zunehmendem Alter werden Säugetierfelle oft brüchig und spröde und zerfallen bei geringster Berührung. Anhand von unterschiedlich gut erhaltenen, historischen Fuchsfellen wurde im Projekt untersucht, was den Zerfall verursacht hat. Ein Ergebnis: Vor allem stark saure Substanzen wie Kali-Alaun-Salze, die früher etwa beim Gerben verwendet wurden, wirkten sich negativ aus. „Nach sehr umfangreichen Untersuchungen der Fuchsfelle und nach der Recherche in historischen Dokumenten zwischen 1890 und 1930 kam das Naturkunde-Museum zu dem Schluss, dass hauptsächlich die damals eingesetzten Präparationsverfahren die jetzt sichtbaren Schäden verursachen“, sagt Constanze Fuhrmann, Leiterin des DBU-Referates Umwelt und Kulturgüter.

Weniger Säuregehalt an der Oberfläche verhindert Zerfall

Ziel des Projekts war, eine Methodik zu entwickeln, um die Felle vor dem weiteren Zerfall zu schützen. Fuhrmann: „Das Problem waren die Säuren, die früher eingesetzt wurden, um die Felle und Häute haltbar zu machen. Deshalb wurde ein Verfahren entwickelt, das den Säuregehalt der Oberfläche auf einen unkritischen Wert verringert und stabilisiert.“ Die Behandlung mit speziellen neutralisierenden Reinigungslösungen stellte sich bei Versuchen, die das Altern von Fellen künstlich beschleunigen, als erfolgreich heraus: Sie wurden weniger schnell brüchig und spröde. Die Ergebnisse aus dem Projekt würden eine solide Basis für weitere Untersuchungen und Tests liefern, sagt Fuhrmann.

In der Aufnahme
Für den Erhalt von Säugetierfellen als wertvolles Erbe, aber auch zu wissenschaftlichen Zwecken kommt Museen mit naturkundlichen Sammlungen nun ein neues Verfahren zugute: Die Methodik stammt vom Berliner Museum für Naturkunde, das Projekt ist von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit rund 230.000 Euro gefördert worden.
© Martin Kreuels/piclease


Quelle
Deutsche Bundesstiftung Umwelt
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon: +49 541 9633 0
Telefax: +49 541 9633 190
E-Mail: info@dbu.de
29.03.2021 |


Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.

Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F
Artenschutz in Franken®  
Projekt: Der Mauersegler im Welterbe Bamberg
Bild zum Eintrag (1045975-160)
                    Kirchtürme für die „Turmschwalbe“- Stephanskirche Bamberg
                    Gemeinschaftliches Artenschutz- und Umweltbildungsprojekt
                                      "Der Mauersegler im Welterbe Bamberg


09/10.04.2021

Bayern / Welterbe Bamberg. Ein Kooperationsprojekt des Artenschutz in Franken® der Evang.- Luth. Kirchengemeinde St. Stephan und dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V. Unterstützt wurde es durch die Deutsche Postcode Lotterie, der Robert Bosch GmbH – Werk Bamberg, der Steuerkanzlei Bauerfeind aus München sowie durch die Fachbehörden des Umweltschutzes und des Denkmalschutzes.

Der Mauersegler (Apus apus) der im Jahr 2003 zum „Vogel des Jahres“ auserkoren wurde, ist in Bayern (noch) als Brutvogel anzutreffen. Jedoch gehen seine Bestände zunehmend zurück. Veränderungen im Lebensumfeld dieser spektakulären Zugvogelart tragen zu diesem Rückgang bei

Das Welterbe Bamberg beherbergt noch einige größere, wertvolle Mauersegler-Brutkolonien. Doch auch hier gehen die Bestände nachweislich seit Jahren kontinuierlich zurück. Dies war der Anlass für eine Projektgemeinschaft, sich für die Erhaltung dieser seit Jahrhunderten hier existierenden Art des urbanen Raums nachdrücklich zu engagieren. Das sicherlich nicht alltägliche Projekt, dem ein intensives Monitoring vorausging, gründet auf mehrfache Plattformen. Dem Mauersegler der vor dem Auftreten des Menschen als Brutvogel „der Felsen und Baumhöhlen“ anzutreffen war, ist es über lange Zeit gelungen sich den Lebensraumveränderungen, die mit dem Erscheinen des Menschen einhergingen, ganz hervorragend anzupassen.

Inmitten unserer Städte und Dörfer fand der „Kulturfolger Mauersegler“ in „urbanen Ersatzfelsen“ über viele Jahrhunderte mitten unter uns geeignete Brutmöglichkeiten. Besonders die hohen Mauern von Burgen, Schlössern und Kirchen hatten es ihm angetan. Zeigten diese Bauwerke doch einen Lebensraum auf der dieser Art und ihren Ansprüchen an die Brutbereiche am nächsten kamen.
Was über eine sehr lange Zeit sehr gut funktionierte, scheint seit geraumer Zeit eine Wendung zu erfahren. Eine Veränderung die Anlass gibt sich über die Zukunft des Kulturfolgers Mauersegler zunehmend zu sorgen. Aufgrund baulicher und energetischer Veränderungen an unseren Gebäuden verlieren seit einigen Jahrzehnten besonders auf Bauwerke spazierte Tierarten, sogenannte „Gebäudebrüter“ ihre (Über)-Lebensräume. Wenn dabei deutlich wird das diese Bauwerke nicht nur Unterschlupf der erwachsenen Tiere, sondern der Ort zur Anlage der Kinderstuben sind, zeigt sich der ganze Umfang dieses Verlustes. Doch auch ein rückläufiges Nahrungsangebot infolge zunehmender Insektizid Anwendung, jedoch auch Veränderungen in der Anlage unserer Gärten und Parks, macht es dem Mauersegler nicht einfacher, ein Auskommen zu finden. Ein weiterer Punkt, der es dem Gaukler der Lüfte immer schwerer macht, unter uns verweilen zu können, ist ein zunehmendes Defizit an menschlichem Wissen über seine Ansprüche an den Lebensraum.

Der Verlust einer Art ist endgültig.
Durchdachte, prophylaktische Konzepte umgesetzt zur richtigen Zeit leisten einen wertvollen Beitrag, dass dieses Szenario des Biodiversitätsverlustes erst gar nicht eintritt.

Konkreter Artenschutz – Schöpfung gemeinsam erhalten
Türme für die Turmschwalbe. Unter diesem Leitgedanken wurde im Mai 2013 ein umfangreiches Gemeinschaftsprojekt ins Leben gerufen, das einen Beitrag zur Erhaltung der Bamberger Mauersegler leisten wird. Dabei stellen wir ganz bewusst die Kirchtürme und Fassadenbereiche der Gotteshäuser in den Mittelpunkt, leitet sich der kulturhistorisch verwendete Name für den Mauersegler (Turmschwalbe) von seiner Eigenart ab, um die hohen Türme und Fassaden unserer Städte und Dörfer zu schwirren und hier seine Brutplätze anzulegen. In diesen Bereichen wurden nun gezielt auf die Bedürfnisse des Mauerseglers zugeschnittene Nisthilfen eingebracht. Dabei legten wir größten Wert darauf die Brutplätze so unauffällig als möglich zu integrieren. Denn Bauten- und Artenschutz ergänzen sich ganz hervorragend. Die Stephanskirche wurde 2021 in diese Artenschutzmaßnahme mit aufgenommen. Für 25 Mauerseglerbrutpaare wurden spezielle und sehr langlebige Nisthilfen an geeigneter Stelle der Kirchenaußenfassade angebracht. Mit diesen Nisthilfen kann es gelingen der anzusprechenden Art, für rund 30 bis 40 Jahre optimale Brutplätze vorzuhalten. Ergänzt wurde die gelungene Artenschutzmaßnahme durch die Installation von mehreren Fledermaus-Zuflugelementen, die in die Dachhaut der Kirche eingebracht wurden, um traditionelle Fortpflanzungsstätten im Innenraum des Bauwerks zu erhalten.

Lebendige Umweltbildung – Wissen macht Spaß.

In den Augen der Projektpartner erscheint es unabdingbar, dass das vielfach nicht mehr vorhandene Wissen über die Lebensweise der Mauersegler bekannt gemacht wird. Lebendige Umweltbildungsmaßnahmen umgesetzt mit Patenkindergärten der Stadt Bamberg, tragen zum besseren Verständnis der Zusammenhänge von Menschen und Umwelt bei. Sie möchten gleichfalls Garant dafür sein, dass das Projekt über Generationen im ureigenen Sinn fortgeführt werden kann.


In der Aufnahme
  • In der Aufnahme werden die Nistmodule im Detail abgebildet .... die Kupferschräge verhindert das Ansitzen von Tauben und Prädatoren und verhindert dadurch Kotverschmutzungen und Jungvogelausfälle ... in den kommenden Jahren werden wir erkennen welche Bedeutung diese Maßnahme für die Erhaltung der Mauerseglerkolonien im Welterbe Bambger haben wird! Ein 10jahres Monitoring ist angestrebt!
Artenschutz in Franken®  
Mit der Schneeschmelze kommen die ersten Pilze
Bild zum Eintrag (1045963-160)
Mit der Schneeschmelze kommen die ersten Pilze

09/10.04.2021

  • Arten profitieren von hoher Feuchtigkeit - Zwieslerin gelingt besonderer Fund

Grafenau/Zwiesel.
Sie nutzen die hohe Feuchtigkeit und wachsen oft schon unter der isolierenden Schneedecke. Wenn der Schnee schmilzt, brauchen sie nur noch wenig Zeit, um reif zu werden. Die Rede ist von Pilzen, die derzeit schon in vielen Bereichen des Nationalparks Bayerischer Wald zu sehen sind.

„Eigentlich gibt es in jeder Jahreszeit Pilze“, erklärt Peter Karasch, der im Nationalpark für die Mykologie zuständig ist. „Die klassischen und allseits bekannten Speisepilze wachsen im Sommer und Herbst. Aber es gibt auch Arten, die sich auf den Frost im Winter spezialisiert haben – oder eben auf die Zeit im Frühling.“

Wild sorgt für leuchtend-gelborangene Fruchtkörper
Einen besonderen Pilz hat Maria Schmid aus Zwiesel entdeckt und den Fund bei den Experten im Nationalpark gemeldet – und zwar das Spindelsporige Aggregatbecherchen (Byssonectria terrestris). Die leuchtend-gelborangen Fruchtkörper des Pilzes findet man auf gut gedüngten Stellen im Nadelwald, wo sich gehäuft Rehe oder Hirsche aufhalten. „Es ist bekannt, dass sie nur an uringetränkten Plätzen mit der Schneeschmelze wachsen“, erklärt Karasch. „Im gesamten Böhmerwald sind bislang erst zwölf Plätze bekannt, was sicher auch daran liegt, dass im Frühjahr Wanderer nicht auf Pilze achten.“

Deutlich häufiger und in diesem Jahr an vielen Stellen zwischen Arfenreuth bei Grafenau und Zwiesel leicht zu finden sind die schwarzen Fichtenzapfen-Becherlinge (Rutstroemia bulgarioides). Sie benötigen bodenfeuchte Senken oder schneereiche montane Lagen. „Auf Fichtenzapfen wachsen auch die ersten echten Speisepilze des Jahres, die Fichtenzapfenrüblinge (Strobilurus esculentus).“ Sie kommen oft zu Tausenden in Fichtenbeständen empor und können zu einer ersten feinen Pilzmahlzeit werden, wenn man ihren ungenießbaren Doppelgänger, den Fichtenzapfen-Helmling kennt und beachtet.

 
Bildunterschrift:
Das Spindelsporige Aggregatbecherchen kommt selten vor und wächst nur an Orten, an denen sich gehäuft Rehe und Hirsche aufhalten. (Fotos: Peter Karasch/Nationalpark Bayerischer Wald)


Quelle
Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Pressemitteilung Nr. 10/2021
Datum: 24.03.2021

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F
Artenschutz in Franken®  
Die "Wilden Bienchen" von Schaephuysen
Bild zum Eintrag (1045930-160)
Die "Wilden Bienchen" von Schaephuysen

09/10.04.2021

Schaephuysen / Nordrhein- Westfalen.
Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, der Kita St. Hubertus-Schaephuysen, der Gemeinde Rheurdt, des  Vereins für Gartenkultur und Heimatpflege, Baumsiedlung Schaephuysen und Turmtranformation dass von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Wildbienen - die unbekannten Bestäuber
Eigentlich haben die meisten von uns in ihrem Leben schon einmal Wildbienen gesehen. Doch bewusst als solche wahrgenommen werden diese Tiere kaum. Vielfach werden sie gar mit Wespen oder Fliegen verwechselt. Und hier zeigt sich auch bereits ein elementares Problem. Aufgrund einer weitverbreiteten Unkenntnis werden „die Wildbiene“ und deren Ansprüche an ihre Lebensräume nicht erkannt.
Wildbienen - für uns Menschen ungemein wichtig
Wir Menschen sind darauf angewiesen, dass unsere (Kultur) -Pflanzen bestäubt werden. Wildbienen spielen hierbei eine weitaus größere Rolle als bislang angenommen. Doch Wildbienen sichern nicht nur die Ernteerträge in der Landwirtschaft. Da sie häufig in enger Symbiose mit „ihrer Wildpflanze“ leben, sichern die kleinen Insekten auch das Überleben zahlloser Wildpflanzen.


In der Darstellung:
Vor wenigen Tagen wurde das Projekt in einer ersten Pressemitteilung kurz vorgestellt.

Quelle:
Mitteilungsblatt der Gemeinde Rheurdt vom 25.3.2021
Artenschutz in Franken®  
Politik und Lobby ist an Tierschutzaspekten bei der Jagd wenig gelegen
Bild zum Eintrag (1045850-160)
Wildtierschutz Deutschland e.V. - Politik und Lobby ist an Tierschutzaspekten bei der Jagd wenig gelegen

09/10.04.2021

Die Jagdgesetze der Länder und des Bundes werden zunehmend wildtierfeindlicher. So sieht die aktuelle Änderung des Bundesjagdgesetzes ganz in Wald-vor-Wild-Manier vor, den Abschuss von Rehen weitgehend willkürlich Jägern und Waldbesitzern zu überlassen.


Ginge es nach dem NABU oder dem Ökologischen Jagdverein (ÖJV) sollen Jäger künftig ganz erheblich in den Rehbestand eingreifen. Der Bayerische Jagdverband spricht von zusätzlichen 500.000 Rehen, die nach Meinung dieser Befürworter der aktuellen Novellierung des Bundesjagdgesetzes pro Jahr erlegt werden sollen. Das würde einer Steigerung der reinen Jagdstrecke um etwa 50 Prozent entsprechen.

Dabei sollte eines klar sein: derartige Strecken sind keineswegs im Rahmen einer weidgerechten Jagd, wie das Tierschutzgesetz sie fordert, realisierbar. Schon heute dürften die Jagdveranstaltungen der staatlichen Forstbetriebe zum Beispiel in Bayern oder Sachsen kaum den Anforderungen des Tierschutzes entsprechen.
Der Deutsche Jagdverband kommuniziert zwar ebenfalls seine Ablehnung gegenüber der geplanten Freigabe des Rehwilds im Rahmen der Gesetzesänderung, aber doch eher zaghaft, wenn nicht gar heuchlerisch. Wenn nicht dieser Verband, wer dann könnte belegen, wie wenig tierschutzgerecht schon heute die Huftiere des Waldes bejagt werden. Da wird im Rahmen von Drückjagden regelmäßig auf hochflüchtige Rehe und Wildschweine geschossen. Ohne Rücksicht auf Altersklassen werden die Sozialgefüge vieler Wildtiere regelrecht zerschossen. Hirschkälber verlieren ihre Mütter, Gruppen von zehn, zwölf Frischlingen und mehr werden zu Waisen, erfrieren oder verhungern - regelmäßig und immer wieder.

Dieser Verband ruft zwar laut in den Wald, dass seine Jäger keine Schädlingsbekämpfer seien. Auf der anderen Seite ist es dieselbe Organisation, die seit Jahrzehnten über immer neue Streckenrekorde bei der Wildschweinjagd jubelt, die den Wildtieren die Nacht als letzten Rückzugsort nimmt und die Politik im Ansinnen jeglicher technischen Aufrüstung unterstützt. Wie soll es der letzte Präsident dieser Lobbyisten sinngemäß ausgedrückt haben: "Ich bin halt Präsident aller Jäger".

Was sich derzeit in Sachen Jagdgesetzgebung im Politzirkus tut, ist bei einer unabhängigen rechtlichen Betrachtung wohl weder mit dem Tierschutzgesetz, noch mit dem Staatsziel Tierschutz in Einklang zu bringen. Als Tierschützer hat man den Eindruck, hier herrsche die reine Willkür.

Tatsächlich ist es eher so, dass der Tierschutz für Wildtiere in Deutschland kaum angewandt wird. Schon überhaupt nicht für Tierarten, die die Rendite der staatlichen (!) Forstbetriebe schmälern, die Massentierhaltung und Ausbeutung von ausländischen Leiharbeitern gefährden, Parks und Ufer von Seen und Flüssen vollkacken oder gar (von Jägern) ausgesetzt oder aus dem benachbarten Ausland eingewandert sind. Vielmehr ist es so, dass immer mehr Wildtierarten dem Jagdrecht zugeordnet werden und auf diesem Weg den hohen Schutzstatus des Tierschutz- oder des Bundesnaturschutzgesetzes verlieren.

Gemeinsam mit 27 weiteren Tierschutzorganisationen fordert Wildtierschutz Deutschland deshalb, die bisherigen jagdrechtlichen Regelungen auf ihre Vereinbarkeit mit dem nun bald 20 Jahren bestehenden Staatsziel Tierschutz zu überprüfen und bestehende Defizite zu bereinigen.

Allen voran sollte endlich ausdrücklich im Jagdrecht klargestellt werden, dass die Jagd an sich keinen vernünftigen Grund zum Töten von Tieren im Sinne des Tierschutzgesetzes darstellt! Vielmehr bedarf es für die Bejagung eines jeden Tieres eines vernünftigen Grundes. Anderenfalls kann nicht von einer "weidgerechten Jagd" gesprochen werden. Die in diesem Zusammenhang immer wieder zitierte Regelung des § 4 Abs. 1 Satz 2 TierSchG bietet hierfür gerade keine Grundlage, da sie ausschließlich das "Wie" der Jagd regelt, nicht aber auch "ob" eine Tierart überhaupt bejagt werden darf. Um hier die erforderliche Klarheit zu schaffen, sollte endgültig eine entsprechende Regelung in das Bundesjagdgesetz eingeführt und die Liste der jagdbaren Tierarten der veränderten gesellschaftlichen Einstellung zum Tierschutz angepasst werden.


Über Wildtierschutz Deutschland e.V.:
  • Wildtierschutz Deutschland wurde 2011 gegründet und setzt sich seitdem gegen tierquälerische Jagdmethoden ein und für eine Reduzierung der jagdbaren Arten auf die Tierarten, für die ein vernünftiger Grund zur Bejagung im Sinne des Tierschutzgesetzes besteht. Außerdem engagiert sich der Verein für die Aufnahme, Versorgung und Auswilderung von in Not geratenen Wildtieren. Mitbegründer des www.aktionsbuendnis-fuchs.de Mitglied der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht (DJGT)


Bildunterschrift:


  • Mit der Novellierung des Bundesjagdgesetzes geht der Tierschutz für Wildtiere über Bord. +++ Kostenfreie Nutzung des Bildes ausschließlich im Kontext mit dieser Pressemeldung und mit Nennung des Fotografen. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/133267.

Bildrechte:
  •     Wildtierschutz Deutschland e.V.
Fotograf:
  •     Timo Litters, Wildtierschutz Deu

Quelle
Wildtierschutz Deutschland e.V.
Lovis Kauertz
Am Goldberg 5
55435 Gau-Algesheim
26.03.2021


Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®
- wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F
Artenschutz in Franken®  
Verkehrssicherung startet
Bild zum Eintrag (1045961-160)
Verkehrssicherung startet

08.04.2021

Nach Schneeabgang: Nationalpark beginnt mit Entfernung von Gefahrenstellen

Schönbrunn am Lusen
. In den tieferen Lagen des Nationalparks Bayerischer Wald ist der Schnee nahezu gänzlich verschwunden. Turnusgemäß wird nun also mit der Verkehrssicherung der Rad- und Wanderwege begonnen. Die ersten Forstwirt-Trupps sind bereits im Einsatz. Vereinzelt kann es zu Behinderungen kommen.

„Wir haben ein dreistufiges Konzept“, erklärt Sachgebietsleiter Franz Baierl. „Das regelt, wie stark welche Wege gesichert werden, je nach Besucherfrequenz und Waldbestand.“ Gefahren für Wanderer und Radfahrer gehen vor allem von Borkenkäferfichten sowie von Bäumen mit abgestorbenen Ästen aus. Gleichzeitig können diese Bäume wertvoller Lebensraum für bedrohte Tier-, Pflanzen- und Pilzarten sein.
Daher werden die einzelnen Bäume individuell beurteilt. Sollten sie wichtige Lebensräume darstellen, kommen zur Beseitigung von Gefahren oft auch Spezialgerät oder Baumsteiger zum Einsatz. Ein besonderes Augenmerk richten die Förster also auf Bäume, die Reproduktionsstätten geschützter Arten sind. Diese Bäume werden nur außerhalb der Aufzuchtzeiten bearbeitet, wie es das Artenschutzrecht und das europäische Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 verlangen. So werden im Nationalpark entlang der Wege die Nationalpark-Ziele „Sicherheit der Besucher“ und „Lebensraum für bedrohte Arten“ zusammengeführt.

„Bei einem Gesamtwegenetz von über 500 Kilometern geht es im Frühling immer erstmal um eine Bestandsaufnahme“, berichtet Baierl. „Schließlich sorgt auch der winterliche Schneebruch für viel Arbeit.“ Nach dem Kontrollieren der Wege rücken Forstwirte an, um die Gefahren zu entfernen. „Aktuell sind zum Beispiel Kollegen damit beschäftigt, den Verbindungsweg zwischen Jugendwaldheim und Hans-Eisenmann-Haus wieder sicherer zu machen.“

Aufgrund der laufenden Arbeiten kann es in den nächsten Wochen überall im Nationalparkgebiet zu leichten Behinderungen kommen. In den allermeisten Fällen werden Wanderer dabei nur wenige Minuten aufgehalten. Baierl appelliert dabei an die Vernunft der Besucher: „Wenn Wege temporär gesperrt sind, sollte man sich auch daranhalten. In Bereichen, in denen wir gerade arbeiten herrscht schließlich eine erhöhte Gefahr.“


Bildunterschrift:
Bei der Verkehrssicherung kommt auch diese Forstraupe zum Einsatz, die ein gefahrloses Umziehen umsturzgefährdeter Baumstämme am Wegesrand erlaubt. (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)


Quelle
Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Pressemitteilung Nr. 11/2021
Datum: 01.04.2021

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.

Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F
Artenschutz in Franken®  
Der Mauersegler - Kindergarten im Steigerwald
Bild zum Eintrag (1045909-160)
Der Mauersegler - Kindergarten im Steigerwald

08/09.04.2021

  •     Ein breit angelegtes Gemeinschaftsprojekt macht in bislang wohl in ganz Deutschland einmaliger Form innerhalb einer überregionalen Projektreihe auf zunehmende Lebensraumverluste so genannter „Gebäudebrüter“ aufmerksam und setzt sichtbare Zeichen zur Sicherung fränkischer Biodiversität

Gemeinsam im Sinne uns nachfolgender Generationen
Artenschutz in Franken®, der Kindergarten St. Sebastian und die Gemeinde Rauhenebrach sind die Partner dieses in die Zukunft gerichteten, innovativen Gemeinschaftsprojektes, das unabhängig voneinander durch die Bayernwerk AG und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wurde und wird.

Bayern / Prölsdorf. Ein über 8 Jahre angesetztes Mauersegler – Monitorring war für die Initiative Artenschutz im Steigerwald  Anlass sich höchst intensiv mit dem Mauerseglerschutz zu befassen. Das darin erfasste Ergebnis ließ uns alle sehr aufmerksam werden, zeigte diese Untersuchung eindeutig regional stark ausgeprägte Bestandsreduktionen auf. 

Die „Langlebigkeit“ einer lediglich temporär in Franken präsenten Vogelart macht es dem Mauersegler und seinen Ansprüchen an den geforderten Lebensraum nicht einfacher. Besonders der Bestandsrückgang in vielen fränkischen Dörfern ließ aufhorchen, da sich im direkten Lebensumfeld ( Nahrungsspektrum ) kaum eine offensichtliche ( Lebens ) – Raumveränderung ergeben hat.

Selbst strukturelle Biotopverbesserungen ( Verbesserung des regionalen Nahrungsspektrums, durch Optimierungsmaßnahmen  ) ließen die Rückläufigkeit eindeutig erkennen.

 Als Hauptursache des Bestandsrückgangs kristallisierten sich nach weitere Untersuchungsprozessen nachweislich, deutlich zunehmende Brutplatzverluste heraus, welche in erschreckendem Maße zunehmen. Vormals lediglich bereits meist auf Einzelbauwerke beschränkt, trugen und tragen zunehmend energetische Bausubstanzveränderungen mit zu diesem gravierenden Einbruch bei.

Besonders ( hochwertige ) ältere Bauwerke, unter dessen Dächern sich der Mauersegler traditionell noch fortpflanzen durfte, sind von Bauwerksanierungen zunehmend betroffen.


In der Aufnahme
  •  Bis ins letzte Detail ... neue Aufnahmen auf unserer Internetpräsenz
Artenschutz in Franken®  
Projekt: Schmetterling Schönau am Königssee
Bild zum Eintrag (1045847-160)
Projekt: Schmetterling Schönau am Königssee

08/09.04.2021

Schönau am Königsee / Bayern.
Ein Projekt des Artenschutz in Franken® und der Kindertagesstätte Schönau am Königssee, das vom Förderverein Kindertagesstätte Schönau am Königssee, der Gemeinde Schönau a. Königssee und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Der Rückgang unserer Falterartenarten nimmt beängstigende Formen an. Der uns nachfolgenden Generation sind die Namen der Tag- und Nachfalterarten nicht mehr bekannt. Umso wichtiger erschien es uns ein Kooperationsprojekt auf den Weg zu bringen der neben einer deutlichen Lebensraumaufwertung auch wertvolles Wissen vermitteln möchte.

So wurden vormals dem Artenschutz unzuträgliche Bereich insektenfreundlich gestaltet und hier besonders das Thema Schmetterling und Wildbiene fokussiert. Die Projektentwicklung stellen wir hier auf in dieser Rubrik näher vor.


In der Aufnahme
  • Vor wenigen Tagen wurden insektenfreudliche Lebensräume gestaltet - Bereiche die es auch der uns nachfolgenden Generation ermöglichen ihr Wissen zu schärfen und Zusammenhänge in der Natur hautnah zu erfahren.
Artenschutz in Franken®  
Überraschedner Fund - Junge Steinmarder
Bild zum Eintrag (1045949-160)
Steinmarder bevorzugen menschliche Umgebung.

07/08.04.2021

Bayern
. Als "ungebetene Gäste" finden wir ihre Aktivitäten in unseren Fahrzeugen vor, wobei er es besonders auf „Gummiteile“ abgesehen hat.Doch der Steinmarder ist mehr als ein von Menschen definierter „Schädling“.Steinmarder sind mit ihren, etwa 45 – 50 Zentimeter Körperlänge und ihrem Körpergewicht von bis zu 2 Kilogramm äußerst gewandte Jäger .
Bis in die letzte Ecke und in den letzten Winkel verfolgen diese Tiere meist Kleinsäuger aller Art um diese zu erbeuten.So war er in früherer Zeit ein gern gesehener Gast an menschlichen Gefilden, reduzierte er erhöhte Mäuse- und Rattenpopulationen deutlich. Daneben greif der Steinmarder sich jedoch auch gerne das eine oder andere Geflügel, wobei besonders sein „Blutrausch“, besonders auffällig erscheint.

Mutmaßlich aus Gründen des Überangebots sich bewegender Nahrung , z.B. in Hühnerställen , tötet der Steinmarder häufig den gesamten bzw. einen erheblichen Teil des Bestandes.Ein gutes Bestimmungsmerkmal zwischen Steinmarder und dem nicht weniger geschickten Baummarder sind der meist reinweiße, gegabelte Brutfleck, sowie die rein weißen Ohrränder. Darüber hinaus zeigt sich das Fell mehr in einem verwaschenen Braunton und das Näschen mehr in hellem Rosa.

Wie bei vielen Marderartigen Säugern findet die Paarung bereits im Hoch- bis Spätsommer eines jeden Jahres, die Setzzeit jedoch erst im darauf folgenden Frühjahr ( Ende April bis Mitte Mai ) statt.Nach einer Säugezeit von etwa 2 Monaten beginnen die Jungmarder sich nach und nach auf feste Nahrung umzustellen. Etwa einen Monat später sind sie bereits in der Lage ihrer Mutter ( diese übernimmt in der Regel die alleinige Aufzucht ) auf die Jagd zu folgen.


In der Aufnahme
  • Uns zugeleitete Aufnahme von unselbständigen Jungmardern  .. die Tiere wurden unvermittelt bei Sanierungsarbeiten in einem alten Wohnhaus entdeckt.
Artenschutz in Franken®  
Botschafterin der Fledermaus - Kolonien 2021
Bild zum Eintrag (1045882-160)
Botschafterin der Fledermaus - Kolonien

07/08.04.2021

Scheinfeld/Bayern.
Jana Stephanek porträtiert im Magazin "einSteiger". Das Interview führte Karin Eigenthaler.

Quelle
Magazin einSteiger
Autorin Karin Eigenthaler
2021
Artenschutz in Franken®  
Amphibiensterben - Der Druckschlag
Bild zum Eintrag (1045799-160)
Amphibiensterben - Der Druckschlag

07/08.04.2021

Franken
. Kaum haben sich die Nachttemperaturen einige Tage nahe der 10 Grad Grenze bewegt, kommt Bewegung auf die Straße.Doch diese Bewegung ist nicht menschlichen Ursprungs! Was sich anhört wie eine Szene aus einem Science Fiction Film, schildert die nunmehr wieder zunehmende Massenwanderung der Steigerwaldlurche zu ihren Laichgewässern.

In Kurzform:
- Die Amphibienwanderung hat begonnen und damit vielfach auch das Massensterben.

Denn häufig führt der Weg für die Amphibien über vielbefahrene Straßen. Den Verkehrsteilnehmern ist es, selbst bei vorsichtiger Fahrweise kaum möglich dieser massenhaft auftretenden, tierischen Wanderbewegung auszuweichen, ohne sich und andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden.Selbst wenn es gelänge diese Tiere zu umfahren, würden viele der „Hüpfer und Krabbler“ durch den,  bei Geschwindigkeiten über circa 25 Stundenkilometern auftretenden „Druckschlag“,  also dem sich beim „Überfahren der Kröten und Frösche ohne diese mit den Reifen zu berühren“ aufbauenden Druckunterschied, beiwelchem die Organe der Tiere förmlich zerplatzen und zerfetzen, getötet.
Wie es aussieht wenn eine Erdkröte einem solchen Druckschlag ausgesetzt war, wollen wir ihnen sichtbar werden lassen. Zugegeben es sind keine schönen Bilder, doch die Realität ist nicht immer schön.


In der Aufnahme:
- Zum Platzen gespannt zeigt sich die Haut dieser Erdkröte .. ihre Organe sind zerplatzt ... so sieht eine Erkröte aus wenn sie von einem Fahrzeug nicht direkt getroffen wurde .... das Tier erleidet unsägliche Schmerzen und verendet kläglich ... das Sterben unserer Amphibien setzt sich auf unseren Straßen unaufhörlich fort ...
Artenschutz in Franken®  
Vor dem nächsten Projektbaustein
Bild zum Eintrag (1045938-160)
Vom Trafohaus zum Leuchtturm der Biodiversität

06/07.04.2021

Oberjoch/Bayern. Ein Projekt des Artenschutz in Franken®, der Alpenklinik Santa Maria und der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Seit nunmehr 2 Jahren setzen die Kooperationspartner hier in den Allgäuer Alpen ein in dieser Form wohl einzgartiges und sehr eindrucksvolles Projekt um. Ein weiterer Pojektbaustein steht für die nächsten Wochen an.

Doch noch lässt es die Witterung nicht zu das wir hier aktiv werden ... wir möchten hier auch noch nicht zuviel verraten denn es wird abermals ein Highlight des Artenschutzes und der der erlebbaren Umweltpädagogik.

In der Aufnahme
- am 01.04.2021 zeigte sich das Gelände der Alpenklinik Santa Maria in dieser Form ... und zwischenzeitlich hat es wieder geschneit ...
Artenschutz in Franken®  
Die Rostgans
Bild zum Eintrag (1045871-160)
Die Rostgans

06/07.04.2021

Deutschland.
Ulrich Hellmuth sendet uns einige Aufnahmen der Rostgans die wir auf unsere Internetpräsenz eingestellt haben.
In der Aufnahme von Ulrich Hellmuth
  • Rostgans im Anflug
Artenschutz in Franken®  
Natur meets Technology®- Kita Blosserberg in Viechtach
Bild zum Eintrag (1045773-160)
Natur meets Technology®

06/07.04.2021

Viechtach / Bayerischer Wald. 
Artenschutz in Franken®, die Kita Sonnen - Blume und der Förderverein Kindergarten Sonnen-Blume Viechtach e. V. engagieren sich  in hoch modernen Form für die Erhaltung der Artenvielfalt und der Vermittlung von lebendigen Umweltbildungseinheiten. Unterstützt werden wir dabei von der Gemeinde Viechtach und der Deutschen Postcode Lotterie.

  • Die Einbindung modernen Technik kann und soll das Interesse der uns nachfolgenden Generation zur Erhaltung der Biodiversität wecken.

Zu was ist das Tool, das in dieser Form in der Bundesrepublik Deutschland nun in einem 5. Projektstep sichtbar wir, in der Lage:

Ein Hightech Format ... das Element hat es wortwörtlich in sich ... modernste Technik bringt Liveaufnahmen aus einer Nisthilfenspezialentwickung auf einem Monitor der in der Kita installiert wurde. Damit wird es den Kindern möglich sonst verborgenes Reproduktionsverhalten verschiedener Vogelarten direkt erleben zu können. Hier werden die Kinder direkt an das zunehmend wichtiger werdende Thema Artenschutz herangeführt ...

Eine (modulare) Nisthilfen- Spezialentwicklung wurde exakt auf die Bedürfnisse von verschiedenen Höhlenbrütern zugeschnitten. Der Brutraum bietet beste Vorraussetzungen für eine erfolgreiche Fortpflanzung für Kohlmeise & Co. Das Nistelement ist in der Lage bewusst verschiedene Vogelarten anzusprechen. Inhaltlich wird hier ein optimales Mikroklima vorgehalten das den Jungtieren und den brütenden Altvögeln zuträglich ist. Gleichfalls wurde es prädatorensicher ausgelegt. Spezialkameras bringen das Innenleben der Einheit auf einen Monitor in der Kita.


  • Die "Äste des Baums" tragen Futtersäulen um die Kinder mit den verschiedenen Vogelarten sich sich auf Futtersuche begeben hautnah erleben und bestimmen zu können. Auch diese werden mittels Spezialcams erfasst und damit ist es möglich selektiv an die einzelnen Arten heranzuzoomen und diese störungsfrei ganz aus der Nähe zu erleben ..

  • Vollkommen sturmsicher - sehr langlebig - äußerst wartungsarm und hoch funktionell das alles findet sich in dieser Projektreihe wieder.

  • Und die technischen Finessen welche die Umwelt direkt an die Kinder herantragen ohne jegliche Beeinträchtigungen auf die anzusprechenden Tierarten ausüben zu müssen, setzt sich in der Kita fort.


Viele Monate und viele hundert Stunden an Vorlauf brachten wir in die Projektentwicklung ein denn es galt jegliches Tool zum Projekt neu zu entwickeln. Hier gab es ja keinerlei Vorlagen und so war es schon ein teilweise recht steiniger Weg alle Details mit einerander zu verweben.

Doch warum das alles ...

Wir erkennen innerhalb der Gesellschaft eine zunehmende Entfremdung von der uns umgebenden Artenvielfalt. Gerade die Ansprüche der uns über viele Jahrtausende begleitenden Spezies sind vielen Mitmenschen nicht mehr bekannt.

Es ist höchste Zeit dieses Defizit an Umweltwissen sehr zeitnah zu vermindern und so hatten wir uns viele Monate intensive Gedanken gemacht, wie es gelingen kann dieses wieder zu schärfen.Das Ergebnis so finden wir kann sich sehen lassen – entstanden ist ein einzigartiges Projekt, dass dieses Ansinnen in wundervoller und moderner Form nach Außen kommuniziert.

Als Innovationsprofi wird hier Artenschutz in Franken® abermals seinen hohen Ansprüchen gerecht.


In der Aufnahme
  • Vor wenigen Tagen fand die Montage des "Umweltbaums" statt ...
Artenschutz in Franken®  
Artenschutz in Franken®
Bild zum Eintrag (1010037-159)
Artenschutz in Franken®

Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr rund 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
25. Jahre Artenschutz in Franken®
Bild zum Eintrag (1041175-159)
25. Jahre Artenschutz in Franken® 

Am 01.03.2021 feiert unsere Organisation ein Vierteljahrhundert ehrenamlichen und vollkommen unabhängigen Artenschutz und erlebbare Umweltbildung.

Und auch nach 25 Jahren zeigt sich unser Engagement keineswegs als "überholt". Im Gegenteil es wird dringender gebraucht denn je.

Denn die immensen Herausforderungen gerade auf diesem Themenfeld werden unsere Gesellschaft zukünftig intensiv fordern!

Hinweis zum 15.jährigen Bestehen.

Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzten wir unsere namensgebende Bezeichnung.

Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Große Ressonanz
Bild zum Eintrag (1016495-159)
Monatlich verfolgen durchschnittlich zwischen 90.000 - 120.000 Besucher das Engagement des Artenschutz in Franken® auf unseren Internetseiten.

Zwischen 500.000 - 700.000 Bewegungen ("Klicks") zeigen pro Monat die hohe Frequentierung unserer Internetpräsenz.

So erreichen wir alljährlich rund 1 Million Besucher und Besucherrinnen die hier fast 10 Millionen Bewegungen hinterlassen!

Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich bei Ihnen für das langjährige Vertrauen bedanken.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
Bild zum Eintrag (1001681-159)
Um verletzten und / oder gefundenen Tieren schnellstmöglich helfen zu können haben wir einige Informationen für Sie hinterlegt:
Was tun beim Wildunfall
Bild zum Eintrag (1001660-159)
Rechtliches §
Bild zum Eintrag (1001682-159)
Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Zur Information
Bild zum Eintrag (1001683-159)
  • Unsere Internetpräsenz wird klimafreundlich mit Öko-Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben.
  • Wir sind bestrebt steht`s auf FSC®-zertifizierte Papiere zurückzugreifen.
  • Gleichfalls legen wir großen Wert darauf das dieses Papier Chlorfrei gebleicht ist.
Text ausklappbar...
Unser Engagement
Bild zum Eintrag (1001684-159)
Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Über den Steigerwald
Bild zum Eintrag (1001661-159)
"Wer den Steigerwald jemals in seiner ganzen Vielfalt kennen lernen durfte, wird diese Region wahrlich lieben.

Wer in und mit dem "Steilen Wald" lebt, wird jenen auch zukünftig von ganzem Herzen zu bewahren suchen."

Artenschutz im Steigerwald
Nachgedacht
Bild zum Eintrag (1001665-159)
Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.
Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen. Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
Bild zum Eintrag (1008372-159)
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein

Juni 2019
 
Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.

Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?

Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Autorin
Natascha Gaedecke

Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
Bild zum Eintrag (1010604-159)
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

12.08.2019

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!

Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.

Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
Artenschutz in Franken® informiert!
April zeigt sich ungemütlich und kühl

12/13.04.2021


Mehr zum Thema

Wildes Bayern - Es war fast Nacht… Über die Rettung eines kleinen Fuchswelpen

11/12.04.2021

Mehr zum Thema
Großtrappen-Bestand auf 40-Jahres-Hoch

11/12.04.2021


Mehr zum Thema
Mercosur-Handelsabkommen könnte Umweltkrise verschärfen

11/12.04.2021


Mehr zum Thema
Kohlendioxid-Aufnahme durch Pflanzen ist begrenzt

11/12.04.2021


Mehr zum Thema
Agrarministerin Hinz fordert EU-weites Verbot unnötig langer Tiertransporte

11/12.04.2021


Mehr zum Thema

Berliner verbrauchen weiterhin sehr viel Wasser

11/12.04.2021


Mehr zum Thema
Wetter bleibt wechselhaft - Kühl im Norden, milder im Süden

11/12.04.2021

Mehr zum Thema
Britische Corona-Variante in USA häufiger als Ursprungsvirus

10/11.04.2021


Mehr zum Thema
Strom in Thüringen kommt vor allem aus erneuerbaren Energien

10/11.04.2021


Mehr zum Thema
Salamander durch Klimawandel und Hautpilz bedroht

10/11.04.2021


Mehr zum Thema
Deutsche Forstwirtschaft: Schadenssumme fast 13 Mrd. Euro

10/11.04.2021


Mehr zum Thema
Rattengift tötet Greifvögel

Eine Untersuchung toter Greifvögel zeigt, dass Nagetiergifte in der Umwelt eine Bedrohung darstellen.

10/11.04.2021


Mehr zum Thema
Wölfin aus Rodewalder Rudel erschossen

10/11.04.2021


Mehr zum Thema
Werden Geimpfte mehr Freiheiten erhalten?

10/11.04.2021


Mehr zum Thema
Wetter am Wochenende wird deutlich wärmer

10/11.04.2021


Mehr zum Thema

Weniger Fleischkonsum schützt das Klima

09/10.04.2021


Mehr zum Thema
Silberreiher in Deutschland auf dem Vormarsch

09/10.04.2021


Mehr zum Thema
Zum Logbuch   >
Projektübersicht des Artenschutz in Franken®
Tierfund-Kataster
Bild zum Eintrag (1001057-159)
Das Tierfund-Kataster soll erstmals in Deutschland eine bundesweite Erfassung von Wildunfällen sowie anderen Totfunden ermöglichen.
Club300
Bild zum Eintrag (1001140-159)
Der Club300 Deutschland
ist eine Vereinigung, die passionierten Vogelbeobachtern eine Plattform bietet. Ziel ist es u. a., die zügige Weiterleitung von Informationen über das Auftreten seltener Vogelarten hierzulande zu verbessern.
Nationalpark Bayerischer-Wald
Nationale Naturlandschaften
Verein Jordsand
Online-Atlas Amphibien und Reptilien
Erster Online-Atlas der Amphibien und Reptilien für Deutschland:
http://www.feldherpetologie.de/atlas/
Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU)
Bild zum Eintrag (1001694-159)

Lawinenwarnzentrale: Ab sofort wieder tägliche Lageberichte

Quelle
Bayerisches Landesamt für Umwelt
Pressestelle
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179 Augsburg