Immer auf der richtigen Fährte ...
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Zottiges Weidenröschen (Epilobium hirsutum)
Zottiges Weidenröschen (Epilobium hirsutum)
06/07.08.2026
Das Zottige Weidenröschen ist eine mehr oder minder auffällige Staude feuchter und nährstoffreicher Standorte. Man findet es vor allem an Bach- und Grabenrändern, an Teichen, in feuchten Hochstaudenfluren sowie auf zeitweise vernässten Flächen.Diese Aufnahme entstand nach eingener Aussage in einer Waldabteilung, die jedoch im August 2026 sehr trocken stand.
Seinen Namen verdankt die Pflanze der deutlichen Behaarung an Stängeln und Blättern. Im Sommer erscheinen die kräftig rosafarbenen bis purpurrosa Blüten, die von verschiedenen Insekten besucht werden. Nach der Blüte entstehen längliche Fruchtkapseln, aus denen zahlreiche mit feinen Haaren versehene Samen freigesetzt und durch den Wind verbreitet werden.
06/07.08.2026
- Neue Aufnahmen eingestellt
Das Zottige Weidenröschen ist eine mehr oder minder auffällige Staude feuchter und nährstoffreicher Standorte. Man findet es vor allem an Bach- und Grabenrändern, an Teichen, in feuchten Hochstaudenfluren sowie auf zeitweise vernässten Flächen.Diese Aufnahme entstand nach eingener Aussage in einer Waldabteilung, die jedoch im August 2026 sehr trocken stand.
Seinen Namen verdankt die Pflanze der deutlichen Behaarung an Stängeln und Blättern. Im Sommer erscheinen die kräftig rosafarbenen bis purpurrosa Blüten, die von verschiedenen Insekten besucht werden. Nach der Blüte entstehen längliche Fruchtkapseln, aus denen zahlreiche mit feinen Haaren versehene Samen freigesetzt und durch den Wind verbreitet werden.
Für den Naturschutz ist das Zottige Weidenröschen besonders als Bestandteil strukturreicher Feuchtlebensräume interessant. Gemeinsam mit anderen Hochstauden schafft es Deckung, Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten für zahlreiche Tierarten.
Werden feuchte Säume zu häufig gemäht, entwässert oder stark verändert, gehen solche Lebensräume schnell verloren. Der Erhalt naturnaher Gewässerränder und feuchter Randstrukturen trägt deshalb auch zum Schutz dieser charakteristischen Pflanze und ihrer Begleitarten bei.
Aufnahme von © Verena Zenk
- Das Zottige Weidenröschen verbindet auffällige Blütenpracht mit einer wichtigen Funktion für die Insektenwelt.
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Wenn der Flurwegrand zur Todeszone wird
Wenn der Flurwegrand zur Todeszone wird
06/07.08.2026
- Unsichtbare Verluste durch intensives Mulchen
Auf den ersten Blick scheint es nur ein schmaler Streifen am Rand eines Flurweges zu sein. Ein wenig Gras. Einige Kräuter. Vielleicht ein paar Blütenpflanzen.
Doch genau diese Bereiche sind für viele Tiere weit mehr als bloß „Begleitgrün“. Wegraine, Böschungen, Säume und Randstreifen sind Rückzugsräume, Wanderkorridore, Nahrungsflächen und Kinderstuben. In einer intensiv genutzten Agrarlandschaft gehören sie oftmals zu den letzten kleinräumigen Strukturen, in denen sich Tiere noch verstecken, fortpflanzen oder Nahrung finden können.
Umso folgenreicher kann es sein, wenn solche Bereiche während der Vegetationszeit vollständig und tief gemulcht werden.Dann verschwindet nicht nur die Vegetation.
Mit ihr kann auch Leben verschwinden.
- Ein Bild, das sichtbar macht, was sonst verborgen bleibt
Die Feldmaus auf unserer Aufnahme steht stellvertretend für viele Tiere, die bei solchen Pflegearbeiten betroffen sein können. Das Weibchen wurde getötet. Durch die schwere Verletzung wurde ein noch nicht entwickeltes Jungtier aus dem Körper gedrückt.
- Es ist ein schwer anzusehendes Bild - doch es ist die Realität!
Doch gerade deshalb erzählt es etwas, das nach dem Mulchen normalerweise nicht mehr zu erkennen ist.
Wenige Minuten später sieht der Flurwegrand vielleicht nur „ordentlich gepflegt“ aus. Die Vegetation liegt zerkleinert am Boden, die Fläche wirkt kurz und übersichtlich.Was vorher dort lebte, bleibt unsichtbar.
Der Flurwegrand ist kein wertloser Reststreifen
In vielen Landschaften sind breite, strukturreiche Wegraine selten geworden.
Gerade dort, wo Äcker bis dicht an Wege heranreichen, können selbst schmale Randbereiche eine wichtige ökologische Funktion übernehmen.
Hier finden sich Gräser, Wildkräuter und blühende Pflanzen. Insekten suchen Nahrung. Kleinsäuger nutzen die Deckung. Amphibien und Reptilien können solche Strukturen als Wander- und Aufenthaltsräume verwenden. Spinnen, Käfer und zahlreiche weitere Kleintiere leben unmittelbar am Boden oder in der Vegetation.
Für uns Menschen ist es vielleicht nur ein Streifen von einem oder zwei Metern Breite.
Für ein kleines Tier kann dieser Streifen seine ganze Welt sein.
Mulchen bedeutet mehr als Mähen
Sie wird durch schnell rotierende Werkzeuge erfasst, zerkleinert und unmittelbar auf der Fläche verteilt. Tiere, die sich zwischen den Pflanzen, am Boden oder in bodennahen Verstecken befinden, haben dabei häufig kaum eine Chance zu entkommen.
Besonders gefährdet sind kleine und langsam flüchtende Tiere.
Auch Eier, Gelege, Puppenstadien oder andere unbewegliche Entwicklungsstadien von Tieren lassen sich nicht einfach „in Sicherheit bringen“. Wird ein Randstreifen vollständig bearbeitet, bleibt zudem kaum ein unmittelbarer Rückzugsraum übrig.
Nicht nur die Feldmaus
Ebenso betroffen sein können unter anderem Kleinsäuger, Junghasen, Amphibien, Reptilien, bodennahe Insekten, Spinnen und andere Wirbellose sowie gegebenenfalls bodennah brütende oder ruhende Tiere.
Jede Art reagiert anders.
Doch eines haben viele gemeinsam:
Sie rechnen nicht mit einer Maschine, die innerhalb weniger Sekunden ihren gesamten Lebensraum erfasst. Was über Generationen als Schutz funktioniert hat – regungslos bleiben, sich ducken, in dichtes Gras fliehen – kann ihnen bei einer maschinellen Bearbeitung zum Verhängnis werden.
Wenn aus Pflege eine ökologische Belastung wird
Flurwege müssen verkehrssicher bleiben und bestimmte Bereiche können gepflegt werden müssen.Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Randstreifen während der Vegetationsperiode regelmäßig vollständig und möglichst tief bearbeitet werden muss.
Problematisch wird eine Pflege besonders dann, wenn große Bereiche gleichzeitig erfasst werden, wenn sehr tief gearbeitet wird oder wenn während ökologisch besonders sensibler Zeiten keinerlei Rückzugsstrukturen stehen bleiben.
Aus einem artenreichen Saum kann dann innerhalb kurzer Zeit eine nahezu strukturlose Fläche werden.
Und manchmal verschwinden auch die Tiere selbst.
Zentimeter über dem Boden entscheidet sich Leben
Besonders eindringlich ist, dass vieles davon unmittelbar über der Bodenoberfläche stattfindet.Genau dort, wo Mulchgeräte arbeiten, befinden sich zahlreiche kleine Tiere.
Wir sehen diese Welt kaum.
Und gerade weil sie so klein und verborgen ist, braucht sie besondere Rücksicht.
Nicht jeder Wegrand muss aussehen wie ein Rasen
Vielleicht liegt ein Teil des Problems auch in unserer Vorstellung von Ordnung.
Ein kurz gemähter oder vollständig gemulchter Wegrand erscheint häufig gepflegt.
Ein höherer Saum dagegen schnell „ungepflegt“.
Aus ökologischer Sicht kann genau dieser höhere, strukturreiche Bereich jedoch erheblich wertvoller sein.
Eine einzelne ungemähte Insel kann nach einer Pflege zum entscheidenden Zufluchtsort werden.
Naturnähe sieht nicht immer ordentlich aus.
Und Ordnung ist nicht automatisch Naturschutz.
Rücksicht statt vollständigem Abräumen
Eine naturverträglichere Pflege muss nicht bedeuten, Flurwege vollkommen sich selbst zu überlassen.
Oft geht es vielmehr darum, genauer zu unterscheiden:
Je mehr Rückzugsmöglichkeiten erhalten bleiben, desto größer ist die Chance, dass Tiere eine Pflegemaßnahme überleben und anschließend wieder geeignete Strukturen vorfinden.
Die unsichtbaren Bewohner unserer Wege
Ihre Randbereiche können jedoch noch etwas anderes verbinden:
Für Tiere sind Wegraine oftmals schmale Korridore, entlang derer sie sich durch eine ansonsten intensiv genutzte Landschaft bewegen können.Werden solche Strukturen immer wieder vollständig entfernt, entstehen Lücken in diesem Netz.
Ein einzelner gemulter Abschnitt mag unbedeutend erscheinen.
Viele solcher Abschnitte zusammen verändern jedoch eine ganze Landschaft.
Dieses Tier steht für viele
Die Feldmaus auf unserem Foto ist kein außergewöhnliches Tier. Vielleicht liegt gerade darin ihre Bedeutung. Sie steht stellvertretend für all jene Lebewesen, deren Tod niemand bemerkt.
Das ungeborene Jungtier neben dem getöteten Weibchen macht außerdem deutlich, dass ein einzelner Verlust manchmal weiter reicht, als zunächst sichtbar ist. Mit dem Tod eines Muttertieres können auch seine Jungen verloren gehen.
Eine einzige Überfahrt kann damit Leben beenden, das gerade erst begonnen hat.
Hinschauen, bevor es zu spät ist
Dieses Bild soll niemanden pauschal anklagen.
Es soll aufmerksam machen!
Denn viele Verluste entstehen möglicherweise nicht aus Absicht, sondern weil wir kaum wahrnehmen, was sich im dichten Bewuchs eines Flurwegrandes befindet. Genau deshalb lohnt sich ein anderer Blick.
Ein Wegrain ist nicht einfach nur Gras.
Und ein stehen gelassener Abschnitt ist kein Versäumnis.
Er kann einem Tier das Leben retten.
Und dort, wo Leben verborgen ist, genauer hinschauen.
Denn selbst der schmalste Flurwegrand kann für uns nur ein Randbereich sein – für seine Bewohner aber ist er Lebensraum, Kinderstube und letzte Zuflucht zugleich.
In der Abbildung
Gerade dort, wo Äcker bis dicht an Wege heranreichen, können selbst schmale Randbereiche eine wichtige ökologische Funktion übernehmen.
Hier finden sich Gräser, Wildkräuter und blühende Pflanzen. Insekten suchen Nahrung. Kleinsäuger nutzen die Deckung. Amphibien und Reptilien können solche Strukturen als Wander- und Aufenthaltsräume verwenden. Spinnen, Käfer und zahlreiche weitere Kleintiere leben unmittelbar am Boden oder in der Vegetation.
Für uns Menschen ist es vielleicht nur ein Streifen von einem oder zwei Metern Breite.
Für ein kleines Tier kann dieser Streifen seine ganze Welt sein.
Mulchen bedeutet mehr als Mähen
- Beim Mulchen wird die Vegetation nicht nur abgeschnitten.
Sie wird durch schnell rotierende Werkzeuge erfasst, zerkleinert und unmittelbar auf der Fläche verteilt. Tiere, die sich zwischen den Pflanzen, am Boden oder in bodennahen Verstecken befinden, haben dabei häufig kaum eine Chance zu entkommen.
Besonders gefährdet sind kleine und langsam flüchtende Tiere.
- Einige verlassen sich instinktiv auf Tarnung.
- Andere ziehen sich bei Gefahr tiefer in die Vegetation zurück.
- Jungtiere können vielfach überhaupt nicht rechtzeitig fliehen.
Auch Eier, Gelege, Puppenstadien oder andere unbewegliche Entwicklungsstadien von Tieren lassen sich nicht einfach „in Sicherheit bringen“. Wird ein Randstreifen vollständig bearbeitet, bleibt zudem kaum ein unmittelbarer Rückzugsraum übrig.
Nicht nur die Feldmaus
- Die Feldmaus ist deshalb lediglich das sichtbare Beispiel.
Ebenso betroffen sein können unter anderem Kleinsäuger, Junghasen, Amphibien, Reptilien, bodennahe Insekten, Spinnen und andere Wirbellose sowie gegebenenfalls bodennah brütende oder ruhende Tiere.
Jede Art reagiert anders.
Doch eines haben viele gemeinsam:
Sie rechnen nicht mit einer Maschine, die innerhalb weniger Sekunden ihren gesamten Lebensraum erfasst. Was über Generationen als Schutz funktioniert hat – regungslos bleiben, sich ducken, in dichtes Gras fliehen – kann ihnen bei einer maschinellen Bearbeitung zum Verhängnis werden.
Wenn aus Pflege eine ökologische Belastung wird
Flurwege müssen verkehrssicher bleiben und bestimmte Bereiche können gepflegt werden müssen.Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Randstreifen während der Vegetationsperiode regelmäßig vollständig und möglichst tief bearbeitet werden muss.
Problematisch wird eine Pflege besonders dann, wenn große Bereiche gleichzeitig erfasst werden, wenn sehr tief gearbeitet wird oder wenn während ökologisch besonders sensibler Zeiten keinerlei Rückzugsstrukturen stehen bleiben.
Aus einem artenreichen Saum kann dann innerhalb kurzer Zeit eine nahezu strukturlose Fläche werden.
- Blüten verschwinden.
- Deckung verschwindet.
- Nahrung verschwindet.
Und manchmal verschwinden auch die Tiere selbst.
Zentimeter über dem Boden entscheidet sich Leben
Besonders eindringlich ist, dass vieles davon unmittelbar über der Bodenoberfläche stattfindet.Genau dort, wo Mulchgeräte arbeiten, befinden sich zahlreiche kleine Tiere.
- Dort verlaufen Laufgänge von Mäusen.
- Dort sitzen Käfer und Spinnen.
- Dort verbergen sich Amphibien.
- Dort ruhen Insekten.
- Dort entwickeln sich Nachwuchs und nächste Generationen.
Wir sehen diese Welt kaum.
- Aber sie ist vorhanden!
Und gerade weil sie so klein und verborgen ist, braucht sie besondere Rücksicht.
Nicht jeder Wegrand muss aussehen wie ein Rasen
Vielleicht liegt ein Teil des Problems auch in unserer Vorstellung von Ordnung.
Ein kurz gemähter oder vollständig gemulchter Wegrand erscheint häufig gepflegt.
Ein höherer Saum dagegen schnell „ungepflegt“.
Aus ökologischer Sicht kann genau dieser höhere, strukturreiche Bereich jedoch erheblich wertvoller sein.
- Ein stehen gelassener Altgrasstreifen kann Rückzugsraum sein.
- Ein blühender Saum kann Nahrung für Insekten bereitstellen.
- Ein dichter Grasbereich kann einem Kleinsäuger Deckung bieten.
Eine einzelne ungemähte Insel kann nach einer Pflege zum entscheidenden Zufluchtsort werden.
Naturnähe sieht nicht immer ordentlich aus.
Und Ordnung ist nicht automatisch Naturschutz.
Rücksicht statt vollständigem Abräumen
Eine naturverträglichere Pflege muss nicht bedeuten, Flurwege vollkommen sich selbst zu überlassen.
Oft geht es vielmehr darum, genauer zu unterscheiden:
- Welche Bereiche müssen tatsächlich gepflegt werden?
- Welche können stehen bleiben?
- Muss ein ganzer Randstreifen gleichzeitig bearbeitet werden?
- Können Teilflächen, Altgrasstreifen oder wechselnde Abschnitte erhalten bleiben?
- Kann die Pflege zu einem ökologisch günstigeren Zeitpunkt erfolgen?
Je mehr Rückzugsmöglichkeiten erhalten bleiben, desto größer ist die Chance, dass Tiere eine Pflegemaßnahme überleben und anschließend wieder geeignete Strukturen vorfinden.
Die unsichtbaren Bewohner unserer Wege
- Flurwege verbinden Felder, Dörfer und Landschaftsräume.
Ihre Randbereiche können jedoch noch etwas anderes verbinden:
- Lebensräume.
Für Tiere sind Wegraine oftmals schmale Korridore, entlang derer sie sich durch eine ansonsten intensiv genutzte Landschaft bewegen können.Werden solche Strukturen immer wieder vollständig entfernt, entstehen Lücken in diesem Netz.
Ein einzelner gemulter Abschnitt mag unbedeutend erscheinen.
Viele solcher Abschnitte zusammen verändern jedoch eine ganze Landschaft.
Dieses Tier steht für viele
Die Feldmaus auf unserem Foto ist kein außergewöhnliches Tier. Vielleicht liegt gerade darin ihre Bedeutung. Sie steht stellvertretend für all jene Lebewesen, deren Tod niemand bemerkt.
- Für Tiere ohne große Lobby.
- Für Tiere, die keinen Warnruf ausstoßen können.
- Für Tiere, die nach einer Pflegemaßnahme einfach nicht mehr da sind.
Das ungeborene Jungtier neben dem getöteten Weibchen macht außerdem deutlich, dass ein einzelner Verlust manchmal weiter reicht, als zunächst sichtbar ist. Mit dem Tod eines Muttertieres können auch seine Jungen verloren gehen.
Eine einzige Überfahrt kann damit Leben beenden, das gerade erst begonnen hat.
Hinschauen, bevor es zu spät ist
Dieses Bild soll niemanden pauschal anklagen.
Es soll aufmerksam machen!
Denn viele Verluste entstehen möglicherweise nicht aus Absicht, sondern weil wir kaum wahrnehmen, was sich im dichten Bewuchs eines Flurwegrandes befindet. Genau deshalb lohnt sich ein anderer Blick.
Ein Wegrain ist nicht einfach nur Gras.
- Er ist Lebensraum.
- Ein höherer Randstreifen ist nicht automatisch ungepflegt.
- Er kann Schutz bedeuten.
Und ein stehen gelassener Abschnitt ist kein Versäumnis.
Er kann einem Tier das Leben retten.
- Weniger vollständig mulchen.
- Rückzugsräume erhalten.
- Pflege bewusst planen.
Und dort, wo Leben verborgen ist, genauer hinschauen.
Denn selbst der schmalste Flurwegrand kann für uns nur ein Randbereich sein – für seine Bewohner aber ist er Lebensraum, Kinderstube und letzte Zuflucht zugleich.
In der Abbildung
- „KI-generierte Illustration – beispielhafte Darstellung, dokumentarische Bestandteile in die Aufnahme integriert - Originalaufnahmen der Feldmaus mit dem herausgepressten Fötus liegen A.i.F vor" - erstellt 01.08.2026
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Rotkelchige Nachtkerze (Oenothera glazioviana)
Die Rotkelchige Nachtkerze – wenn sich am Abend die gelben Blüten öffnen
06/07.08.2026
Zwischen hohen Gräsern und trockenen Stauden standen einige Pflanzen, die tagsüber kaum besondere Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatten.
06/07.08.2026
- Der Sommertag war heiß gewesen. Über der offenen Landschaft lag noch die Wärme des Nachmittags, während die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwand.
Zwischen hohen Gräsern und trockenen Stauden standen einige Pflanzen, die tagsüber kaum besondere Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatten.
Doch mit dem beginnenden Abend veränderte sich das Bild.
Zwischen den schmalen Blättern leuchteten plötzlich große gelbe Blüten. Noch geschlossene Knospen zeigten einen auffallend rötlichen Farbton, und an manchen Stängeln waren kleine rote Punkte und feine Haare zu erkennen. Während viele andere Blütenpflanzen ihre Aktivität für diesen Tag bereits beendet hatten, begann hier noch einmal eine ganz eigene Phase.
Die Rotkelchige Nachtkerze öffnete ihre Blüten.
In der Aufnahme von © Mario Wellein
Zwischen den schmalen Blättern leuchteten plötzlich große gelbe Blüten. Noch geschlossene Knospen zeigten einen auffallend rötlichen Farbton, und an manchen Stängeln waren kleine rote Punkte und feine Haare zu erkennen. Während viele andere Blütenpflanzen ihre Aktivität für diesen Tag bereits beendet hatten, begann hier noch einmal eine ganz eigene Phase.
Die Rotkelchige Nachtkerze öffnete ihre Blüten.
In der Aufnahme von © Mario Wellein
- Rotkelchige Nachtkerze (Oenothera glazioviana) – große gelbe Blüten und rötlich gefärbte Kelchbereiche prägen ihr Erscheinungsbild.
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Stachel-Lattich (Lactuca serriola)
Der Stachel-Lattich (Lactuca serriola)
05/06.08.2026
DER KOMPASS AM WEGESRAND
An einem drückend heißen Hochsommertag glüht der Asphalt der Landstraße. Wo der Boden trocken, steinig und scheinbar völlig lebensfeindlich ist, streckt sich eine unscheinbare, hohe Pflanze dem blauen Himmel entgegen. Ihre Blätter stehen merkwürdig hochkant verdreht – exakt nach Nord-Süd ausgerichtet, als würde eine
unsichtbare Hand sie als Kompass nutzen.
05/06.08.2026
- Pionier der Erwärmung und biologischer Kompass der Kulturlandschaft
DER KOMPASS AM WEGESRAND
An einem drückend heißen Hochsommertag glüht der Asphalt der Landstraße. Wo der Boden trocken, steinig und scheinbar völlig lebensfeindlich ist, streckt sich eine unscheinbare, hohe Pflanze dem blauen Himmel entgegen. Ihre Blätter stehen merkwürdig hochkant verdreht – exakt nach Nord-Süd ausgerichtet, als würde eine
unsichtbare Hand sie als Kompass nutzen.
Während andere Kräuter im Staub welken und ihre Blätter schlaff hängen lassen, trotzt dieser wilde Verwandte unseres Gartensalats der Mittagssonne. Schon seit Jahrhunderten zieht der Stachel-Lattich auf leisen Sohlen durch die Dörfer und Städte, stets bereit, neu entstandene Lücken im Boden als Erster zu besiedeln.
Der Stachel-Lattich (Lactuca serriola), häufig auch als Kompass-Lattich bekannt, ist eine zwei- bis mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Er gilt als die wilde Stammform des heute weit verbreiteten Kopfsalats (Lactuca sativa).
In der Aufnahme
Der Stachel-Lattich (Lactuca serriola), häufig auch als Kompass-Lattich bekannt, ist eine zwei- bis mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Er gilt als die wilde Stammform des heute weit verbreiteten Kopfsalats (Lactuca sativa).
In der Aufnahme
- Der Stachel-Lattich (Lactuca serriola) in voller Blüte an einem sonnigen Wegrand.
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Zottiges Weidenröschen (Epilobium hirsutum)
Zottiges Weidenröschen (Epilobium hirsutum)
05/06.08.2026
Eine Begegnung zwischen Brennnesseln und Uferrand
Der Sommernachmittag ist warm, doch am Rand des Grabens hält sich noch etwas Feuchtigkeit. Zwischen Brennnesseln, Gräsern und anderen Hochstauden erhebt sich eine kräftige Pflanze mit schmalen Blättern und rosafarbenen Blüten. Eine Hummel landet für einen kurzen Moment auf den geöffneten Blütenblättern. Wenige Meter weiter ist der Boden bereits trocken und hart – doch hier, im geschützten Saum, behauptet sich noch ein kleines Stück feuchter Wildnis.
05/06.08.2026
- Rosafarbener Hochsommerbote an Gräben, Bächen und feuchten Säumen
Eine Begegnung zwischen Brennnesseln und Uferrand
Der Sommernachmittag ist warm, doch am Rand des Grabens hält sich noch etwas Feuchtigkeit. Zwischen Brennnesseln, Gräsern und anderen Hochstauden erhebt sich eine kräftige Pflanze mit schmalen Blättern und rosafarbenen Blüten. Eine Hummel landet für einen kurzen Moment auf den geöffneten Blütenblättern. Wenige Meter weiter ist der Boden bereits trocken und hart – doch hier, im geschützten Saum, behauptet sich noch ein kleines Stück feuchter Wildnis.
Das Zottige Weidenröschen gehört zu jenen Pflanzen, die leicht übersehen werden, obwohl sie im Hochsommer auffällige Farbakzente setzen. Es wächst dort, wo Wasser, nährstoffreicher Boden und eine nicht zu intensive Nutzung zusammentreffen. Seine Anwesenheit erzählt zugleich etwas über den Zustand des Standortes: Solange Gräben, Ufer und feuchte Hochstaudenfluren bestehen bleiben, findet auch diese Pflanze ihren Platz.
Das Zottige Weidenröschen (Epilobium hirsutum), auch Behaartes Weidenröschen genannt, gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse. Es ist eine einheimische, mehrjährige Pflanze und erreicht gewöhnlich eine Höhe von etwa 50 bis 150 Zentimetern.
Unter besonders günstigen Bedingungen kann es noch größer werden. Das Zottige Weidenröschen bildet ein kräftiges, weit kriechendes Rhizom und kann sich dadurch zu größeren Beständen entwickeln.
In der Aufnahme von Jasmin Wegener
Das Zottige Weidenröschen (Epilobium hirsutum), auch Behaartes Weidenröschen genannt, gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse. Es ist eine einheimische, mehrjährige Pflanze und erreicht gewöhnlich eine Höhe von etwa 50 bis 150 Zentimetern.
Unter besonders günstigen Bedingungen kann es noch größer werden. Das Zottige Weidenröschen bildet ein kräftiges, weit kriechendes Rhizom und kann sich dadurch zu größeren Beständen entwickeln.
In der Aufnahme von Jasmin Wegener
- Das Zottige Weidenröschen setzt mit seinen rosafarbenen Blüten auffällige Akzente in feuchten Hochstaudenfluren.
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Kohldistel (Cirsium oleraceum)
Kohldistel (Cirsium oleraceum) – stille Bewohnerin feuchter Wiesen
05/06.08.2026
Früh am Morgen liegt noch ein feiner Schleier aus Nebel über der Wiese. Zwischen Mädesüß, Wasserdost und hohen Gräsern ragen kräftige, hellgrüne Pflanzen empor. Ihre großen, etwas stacheligen Blätter wirken rau und wehrhaft, doch in ihrer Mitte sitzen auffällige, blass gelbgrüne Blütenköpfe, die fast wie sorgfältig eingewickelt erscheinen.
Eine Wildbiene landet suchend auf einer Blüte, während sich ringsum Tautropfen auf den Blättern sammeln. Dort, wo der Boden feucht bleibt und die Landschaft noch Raum für Hochstaudenfluren und nasse Wiesen lässt, findet die Kohldistel ihren Platz. Sie gehört nicht zu den laut auffälligen Schönheiten der Pflanzenwelt – und gerade deshalb wird sie oft übersehen. Doch für viele Insekten und für die Vielfalt feuchter Lebensräume ist sie ein wertvoller Bestandteil.
05/06.08.2026
- Wenn der Morgennebel über der Feuchtwiese liegt
Früh am Morgen liegt noch ein feiner Schleier aus Nebel über der Wiese. Zwischen Mädesüß, Wasserdost und hohen Gräsern ragen kräftige, hellgrüne Pflanzen empor. Ihre großen, etwas stacheligen Blätter wirken rau und wehrhaft, doch in ihrer Mitte sitzen auffällige, blass gelbgrüne Blütenköpfe, die fast wie sorgfältig eingewickelt erscheinen.
Eine Wildbiene landet suchend auf einer Blüte, während sich ringsum Tautropfen auf den Blättern sammeln. Dort, wo der Boden feucht bleibt und die Landschaft noch Raum für Hochstaudenfluren und nasse Wiesen lässt, findet die Kohldistel ihren Platz. Sie gehört nicht zu den laut auffälligen Schönheiten der Pflanzenwelt – und gerade deshalb wird sie oft übersehen. Doch für viele Insekten und für die Vielfalt feuchter Lebensräume ist sie ein wertvoller Bestandteil.
Die Kohldistel (Cirsium oleraceum) ist eine ausdauernde, heimische Distelart aus der Familie der Korbblütler. Sie wächst vor allem an feuchten, nährstoffreichen Standorten, etwa in Feuchtwiesen, Hochstaudenfluren, an Gräben, Bachufern, in Auen oder an quelligen Waldrändern. Anders als manche andere Distelarten besiedelt sie also nicht in erster Linie trockene, sonnige Ruderalflächen, sondern eher frische bis nasse Lebensräume.
Typisch für die Kohldistel sind ihre kräftigen, aufrechten Stängel, die Wuchshöhen von etwa 60 bis 150 Zentimetern erreichen können.
In der Aufnahme von Sabine Schell
Typisch für die Kohldistel sind ihre kräftigen, aufrechten Stängel, die Wuchshöhen von etwa 60 bis 150 Zentimetern erreichen können.
In der Aufnahme von Sabine Schell
- Die Kohldistel ist eine typische Pflanze feuchter, nährstoffreicher Wiesen und Hochstaudenfluren.
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Graugans (Anser anser)
Die Graugans (Anser anser)
04/05.08.2026
Die Morgensonne spiegelt sich auf der ruhigen Wasseroberfläche eines Altarms. Über den Schilfgürtel zieht leichter Nebel, als plötzlich laute, trompetende Rufe die Stille durchbrechen. Eine Familie Graugänse gleitet langsam aus dem Röhricht. Die Altvögel führen aufmerksam ihre flauschigen Jungtiere durch das flache Wasser. Immer wieder wird nach Wasserpflanzen gezupft, während ein Elternvogel wachsam den Himmel beobachtet.
04/05.08.2026
- Die Stimme der Feuchtgebiete
Die Morgensonne spiegelt sich auf der ruhigen Wasseroberfläche eines Altarms. Über den Schilfgürtel zieht leichter Nebel, als plötzlich laute, trompetende Rufe die Stille durchbrechen. Eine Familie Graugänse gleitet langsam aus dem Röhricht. Die Altvögel führen aufmerksam ihre flauschigen Jungtiere durch das flache Wasser. Immer wieder wird nach Wasserpflanzen gezupft, während ein Elternvogel wachsam den Himmel beobachtet.
Seit Jahrtausenden begleiten Graugänse die Flussauen Europas. Sie gehören zu den ursprünglichen Wildgänsen unseres Kontinents und gelten als Stammform vieler heutiger Hausgänse. Wo ihre Rufe erklingen, sind naturnahe Gewässer oft nicht weit entfernt.
Die Graugans (Anser anser) ist die größte natürlich vorkommende Wildgans Mitteleuropas. Erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa 75 bis 90 Zentimetern, eine Flügelspannweite von bis zu 180 Zentimetern und ein Gewicht zwischen 2,5 und 4,5 Kilogramm.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
Die Graugans (Anser anser) ist die größte natürlich vorkommende Wildgans Mitteleuropas. Erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa 75 bis 90 Zentimetern, eine Flügelspannweite von bis zu 180 Zentimetern und ein Gewicht zwischen 2,5 und 4,5 Kilogramm.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Die Graugans ist die Stammform unserer heutigen Hausgänse und eine charakteristische Wildgans Europas.
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Bayerns geplante Lockerung des Walzverbots auf Grünland
Bayerns geplante Lockerung des Walzverbots auf Grünland – Welche Folgen drohen für den Artenschutz?
04/05.08.2026
Mit dem Beschluss des Bayerischen Kabinetts, das bislang geltende flächige Walzverbot auf Grünland für mehr als 95 Prozent der Wiesen aufzuheben, steht dem bayerischen Naturschutz eine weitreichende Veränderung bevor. Die geplante Gesetzesänderung soll Anfang 2027 in Kraft treten und stellt eine deutliche Abkehr von den Regelungen dar, die im Zuge des Volksbegehrens „Rettet die Bienen!“ im Jahr 2019 eingeführt wurden.
Aus Sicht des Naturschutzes wirft diese Entwicklung zahlreiche Fragen auf. Denn das bisherige Walzverbot hatte nicht allein den Zweck, landwirtschaftliche Nutzungen einzuschränken, sondern sollte vor allem empfindliche Tier- und Pflanzenarten während einer besonders sensiblen Jahreszeit schützen.
04/05.08.2026
- Weniger Schutz für Wiesen – mehr Risiken für die Artenvielfalt?
Mit dem Beschluss des Bayerischen Kabinetts, das bislang geltende flächige Walzverbot auf Grünland für mehr als 95 Prozent der Wiesen aufzuheben, steht dem bayerischen Naturschutz eine weitreichende Veränderung bevor. Die geplante Gesetzesänderung soll Anfang 2027 in Kraft treten und stellt eine deutliche Abkehr von den Regelungen dar, die im Zuge des Volksbegehrens „Rettet die Bienen!“ im Jahr 2019 eingeführt wurden.
Aus Sicht des Naturschutzes wirft diese Entwicklung zahlreiche Fragen auf. Denn das bisherige Walzverbot hatte nicht allein den Zweck, landwirtschaftliche Nutzungen einzuschränken, sondern sollte vor allem empfindliche Tier- und Pflanzenarten während einer besonders sensiblen Jahreszeit schützen.
Warum das Walzverbot eingeführt wurde
Nach dem Winter werden viele Wiesen gewalzt, um Frostaufbrüche zu beseitigen und die Grasnarbe zu glätten. Erfolgt diese Maßnahme jedoch zu früh im Jahr, können zahlreiche Tiere unmittelbar geschädigt oder getötet werden. Genau aus diesem Grund wurde im Rahmen des Volksbegehrens „Rettet die Bienen!“ ein zeitlich begrenztes Walzverbot eingeführt. Es sollte den Zeitraum schützen, in dem zahlreiche Tierarten aus ihren Winterquartieren zurückkehren oder sich bereits auf den Wiesen aufhalten.
In der Abbildung des Artenschutz in Franken®
Nach dem Winter werden viele Wiesen gewalzt, um Frostaufbrüche zu beseitigen und die Grasnarbe zu glätten. Erfolgt diese Maßnahme jedoch zu früh im Jahr, können zahlreiche Tiere unmittelbar geschädigt oder getötet werden. Genau aus diesem Grund wurde im Rahmen des Volksbegehrens „Rettet die Bienen!“ ein zeitlich begrenztes Walzverbot eingeführt. Es sollte den Zeitraum schützen, in dem zahlreiche Tierarten aus ihren Winterquartieren zurückkehren oder sich bereits auf den Wiesen aufhalten.
In der Abbildung des Artenschutz in Franken®
- „Illustration mit generativer KI erstellt“ - - erstellt 01.08.2026
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Bittersüßer Nachtschatten (Solanum dulcamara)
Der Bittersüße Nachtschatten (Solanum dulcamara)
04/05.08.2026
An einem kleinen Bach, verborgen zwischen Brennnesseln, Hochstauden und überhängenden Weidenzweigen, leuchten plötzlich zarte violette Sterne aus dem dichten Grün. Wer genauer hinsieht, entdeckt eine elegante Kletterpflanze, die sich geschickt durch ihre Nachbarn windet. Im Sommer öffnen sich ihre filigranen Blüten mit den auffallend gelben Staubbeuteln, im Herbst schmücken leuchtend rote Beeren ihre langen Triebe.
04/05.08.2026
- Zwischen Wasser, Weiden und Wildnis – eine oft unterschätzte Schönheit unserer Bachufer
An einem kleinen Bach, verborgen zwischen Brennnesseln, Hochstauden und überhängenden Weidenzweigen, leuchten plötzlich zarte violette Sterne aus dem dichten Grün. Wer genauer hinsieht, entdeckt eine elegante Kletterpflanze, die sich geschickt durch ihre Nachbarn windet. Im Sommer öffnen sich ihre filigranen Blüten mit den auffallend gelben Staubbeuteln, im Herbst schmücken leuchtend rote Beeren ihre langen Triebe.
Der Bittersüße Nachtschatten gehört zu den Pflanzen, die viele Menschen kaum wahrnehmen. Dabei ist er seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil naturnaher Bachufer und Auenlandschaften. Wo er wächst, zeigt er oft an, dass Wasser, Feuchtigkeit und eine gewisse Natürlichkeit den Lebensraum noch prägen.
Der Bittersüße Nachtschatten (Solanum dulcamara) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und ist in nahezu ganz Europa heimisch.
Die mehrjährige Pflanze bildet mehrere Meter lange, halb verholzende Triebe aus, die sich an Sträuchern, Röhrichten oder Hochstauden emporranken. Dadurch kann sie dichte Ufervegetation durchwachsen und sonnige Bereiche erreichen.
In der Abbildung des Artenschutz in Franken®
Der Bittersüße Nachtschatten (Solanum dulcamara) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und ist in nahezu ganz Europa heimisch.
Die mehrjährige Pflanze bildet mehrere Meter lange, halb verholzende Triebe aus, die sich an Sträuchern, Röhrichten oder Hochstauden emporranken. Dadurch kann sie dichte Ufervegetation durchwachsen und sonnige Bereiche erreichen.
In der Abbildung des Artenschutz in Franken®
- „Illustration mit generativer KI erstellt“ - - erstellt 01.08.2026
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Artenfeindliches Mulchen fremder Randstreifen
Artenfeindliches Mulchen fremder Randstreifen – Warum eigenmächtige Pflegemaßnahmen Natur und Recht gleichermaßen verletzen können
03/04.08.2026
Es ist ein warmer Frühsommertag. Wildbienen sammeln Pollen an Glockenblumen, Schmetterlinge besuchen Disteln und Margeriten, eine Goldammer sucht im hohen Gras nach Nahrung für ihre Jungen. Zwischen den Halmen verstecken sich Heuschrecken, Laufkäfer und junge Ringelnattern nutzen den dichten Bewuchs als Schutz. Doch nur wenig später ist von dieser Vielfalt nichts mehr übrig. Ein Mulchgerät hat den gesamten Randstreifen erfasst – obwohl die Fläche weder dem Bewirtschafter gehört noch zur landwirtschaftlichen Nutzfläche zählt.
03/04.08.2026
- Wenn wertvolle Lebensräume innerhalb weniger Minuten verschwinden
Es ist ein warmer Frühsommertag. Wildbienen sammeln Pollen an Glockenblumen, Schmetterlinge besuchen Disteln und Margeriten, eine Goldammer sucht im hohen Gras nach Nahrung für ihre Jungen. Zwischen den Halmen verstecken sich Heuschrecken, Laufkäfer und junge Ringelnattern nutzen den dichten Bewuchs als Schutz. Doch nur wenig später ist von dieser Vielfalt nichts mehr übrig. Ein Mulchgerät hat den gesamten Randstreifen erfasst – obwohl die Fläche weder dem Bewirtschafter gehört noch zur landwirtschaftlichen Nutzfläche zählt.
Solche Situationen sind leider keine Seltenheit. Immer wieder werden kommunale Randstreifen, Straßenbegleitflächen oder andere Grundstücke Dritter eigenmächtig gemulcht. Was oftmals als vermeintliche „Ordnung“ oder „Pflege“ verstanden wird, kann sowohl naturschutzfachlich als auch rechtlich erhebliche Folgen haben.
Feldraine und Straßenbegleitflächen – kleine Flächen mit großer Bedeutung
Feldraine, Böschungen, Gräben und Straßenbegleitgrün gehören zu den artenreichsten Kleinlebensräumen unserer Kulturlandschaft. Während viele Äcker heute intensiv bewirtschaftet werden, bilden diese schmalen Säume häufig die letzten Rückzugsorte zahlreicher Tier- und Pflanzenarten.
Abbildung - „KI-generierte Illustration – beispielhafte Darstellung, keine dokumentarische Aufnahme“ - - erstellt 01.08.2026
Feldraine und Straßenbegleitflächen – kleine Flächen mit großer Bedeutung
Feldraine, Böschungen, Gräben und Straßenbegleitgrün gehören zu den artenreichsten Kleinlebensräumen unserer Kulturlandschaft. Während viele Äcker heute intensiv bewirtschaftet werden, bilden diese schmalen Säume häufig die letzten Rückzugsorte zahlreicher Tier- und Pflanzenarten.
Abbildung - „KI-generierte Illustration – beispielhafte Darstellung, keine dokumentarische Aufnahme“ - - erstellt 01.08.2026
Artenschutz in Franken®
Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus)
Der Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus) – Der kraftvolle Sänger der Schilfwälder
03/04.08.2026
Noch liegt der See im ersten Licht eines Frühsommertages. Über der glatten Wasseroberfläche ziehen feine Nebelschleier dahin, während Libellen zwischen den Halmen schimmern. Aus dem dichten Schilfgürtel scheint zunächst nur das Rascheln des Windes zu kommen. Doch plötzlich erklingt eine laute, raue und erstaunlich kraftvolle Stimme. Ihr Gesang durchdringt das Schilf, hallt über das Wasser und lässt keinen Zweifel daran, dass hier ein Revier besetzt ist.
03/04.08.2026
- Wenn das Schilf zu sprechen beginnt
Noch liegt der See im ersten Licht eines Frühsommertages. Über der glatten Wasseroberfläche ziehen feine Nebelschleier dahin, während Libellen zwischen den Halmen schimmern. Aus dem dichten Schilfgürtel scheint zunächst nur das Rascheln des Windes zu kommen. Doch plötzlich erklingt eine laute, raue und erstaunlich kraftvolle Stimme. Ihr Gesang durchdringt das Schilf, hallt über das Wasser und lässt keinen Zweifel daran, dass hier ein Revier besetzt ist.
Hoch oben auf einem schwankenden Schilfhalm sitzt der Drosselrohrsänger. Unermüdlich trägt er seine Strophen vor und verteidigt den schmalen Lebensraum, der für ihn über Leben und Fortpflanzung entscheidet. Für viele Besucher bleibt der Vogel trotz seines kräftigen Gesangs unsichtbar. Wer jedoch geduldig lauscht und das Schilf aufmerksam beobachtet, entdeckt einen der eindrucksvollsten Sänger unserer Röhrichte.
Der Drosselrohrsänger steht sinnbildlich für naturnahe Seen, Flussauen und ausgedehnte Schilfbestände. Wo er singt, finden zahlreiche weitere Tierarten Schutz. Verstummt sein Gesang, ist dies häufig ein Zeichen dafür, dass ein wertvoller Lebensraum seine ökologische Qualität verloren hat.
In der Aufnahme von Ulrich Rösch
- Der Drosselrohrsänger zählt zu den größten heimischen Rohrsängerarten.
Artenschutz in Franken®
Wenn den Bächen das Wasser fehlt - Die nächste Hitze kommt!
Wenn den Bächen das Wasser fehlt
03/04.08.2026
Wo sonst Wasser über Steine plätschert, Insekten über der Oberfläche tanzen und kleine Fische zwischen Wurzeln Schutz suchen, zeigt sich vielerorts inzwischen ein anderes Bild: schmale Rinnsale, freiliegende Bachbereiche und immer kleiner werdende Wasserflächen.
In vielen Teilen Frankens fehlt seit Monaten ausreichend Niederschlag. Einzelne Schauer oder Gewitter können regional zwar kurzfristig für Entlastung sorgen, sie reichen jedoch häufig nicht aus, um die über längere Zeit entstandenen Wasserdefizite nachhaltig auszugleichen.
Die offiziellen Daten verdeutlichen die Dimension: Für Nordbayern wurden im bisherigen Abflussjahr zuletzt nur rund 69 Prozent der langjährigen durchschnittlichen Niederschlagsmenge registriert. Bayernweit lagen Ende Juli rund 65 Prozent der beobachteten Fließgewässer unter dem langjährigen mittleren Niedrigwasserabfluss und wurden als sehr niedrig eingestuft. Auch zahlreiche Grundwassermessstellen und Quellen zeigen niedrige beziehungsweise sehr niedrige Werte.
03/04.08.2026
- Anhaltende Trockenheit und neue Hitze verschärfen die Situation in Franken
Wo sonst Wasser über Steine plätschert, Insekten über der Oberfläche tanzen und kleine Fische zwischen Wurzeln Schutz suchen, zeigt sich vielerorts inzwischen ein anderes Bild: schmale Rinnsale, freiliegende Bachbereiche und immer kleiner werdende Wasserflächen.
In vielen Teilen Frankens fehlt seit Monaten ausreichend Niederschlag. Einzelne Schauer oder Gewitter können regional zwar kurzfristig für Entlastung sorgen, sie reichen jedoch häufig nicht aus, um die über längere Zeit entstandenen Wasserdefizite nachhaltig auszugleichen.
Die offiziellen Daten verdeutlichen die Dimension: Für Nordbayern wurden im bisherigen Abflussjahr zuletzt nur rund 69 Prozent der langjährigen durchschnittlichen Niederschlagsmenge registriert. Bayernweit lagen Ende Juli rund 65 Prozent der beobachteten Fließgewässer unter dem langjährigen mittleren Niedrigwasserabfluss und wurden als sehr niedrig eingestuft. Auch zahlreiche Grundwassermessstellen und Quellen zeigen niedrige beziehungsweise sehr niedrige Werte.
Die nächste Hitze kommt
Besonders kritisch wird die Situation, wenn zur Trockenheit hohe Temperaturen hinzukommen. Für fränkische Regionen werden erneut Temperaturen von deutlich über 30 °C erwartet. Aktuelle Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes zeigen beispielsweise Werte um 32 bis 33 °C für Würzburg, Bamberg und Nürnberg; zeitweise können die Temperaturen regional noch höher liegen.
Je höher die Temperaturen steigen, desto stärker nimmt die Verdunstung zu. Böden verlieren zusätzlich Feuchtigkeit, Pflanzen benötigen mehr Wasser und auch aus kleinen Gewässern verschwindet zunehmend Wasser in die Atmosphäre.
Gerade kleine Bäche, Quellbereiche, Gräben und flache Stillgewässer können darauf besonders empfindlich reagieren.
Kleine Bäche geraten zuerst unter Druck
Große Flüsse verfügen meist über deutlich größere Wassermengen und Einzugsgebiete. Kleine Bäche dagegen können innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit auf Niederschlagsmangel reagieren.
Sinkt ihr Wasserstand weiter ab, verändert sich der gesamte Lebensraum.
Aus einem zusammenhängenden Fließgewässer können zunächst einzelne flache Abschnitte entstehen. Später bleiben möglicherweise nur noch voneinander getrennte Restwasserbereiche zurück. Im ungünstigsten Fall trocknen ganze Bachstrecken zeitweise vollständig aus.
Für viele dort lebende Arten kann dies existenzielle Folgen haben.
Wasserinsekten verlieren ihre Entwicklungsräume, Fische können Rückzugsbereiche nicht mehr erreichen, Amphibien finden weniger geeignete Feuchtlebensräume und zahlreiche Kleinstlebewesen verschwinden mit dem austrocknenden Gewässergrund.
Dabei sind gerade diese oft kaum sichtbaren Organismen ein wichtiger Bestandteil des gesamten Nahrungsnetzes.
Weniger Wasser – höhere Temperaturen
Ein weiteres Problem kommt hinzu: Je geringer die Wassermenge eines Baches wird, desto schneller kann sich das verbleibende Wasser erwärmen.
Besonders kritisch sind dabei unbeschattete und flache Gewässerabschnitte. Direkte Sonneneinstrahlung kann dort zu erheblichen Temperaturanstiegen führen.
Warmwasser enthält zudem grundsätzlich weniger gelösten Sauerstoff als kaltes Wasser. Gleichzeitig benötigen viele Organismen bei höheren Temperaturen mehr Sauerstoff. Diese Kombination kann insbesondere für empfindliche Fischarten, Wasserinsekten und andere aquatische Lebewesen problematisch werden.
Was von außen wie ein unscheinbarer niedriger Wasserstand aussieht, kann deshalb im Gewässer selbst zu einer erheblichen Belastung werden.
Ein Gewitter beendet keine Trockenheit
Starke Sommergewitter vermitteln manchmal den Eindruck, die Natur habe endlich wieder genügend Wasser erhalten.
Doch nach längerer Trockenheit können große Niederschlagsmengen innerhalb kurzer Zeit nur begrenzt helfen. Ein Teil des Wassers fließt oberflächlich ab, bevor es tiefere Bodenschichten erreicht. Auch die offiziellen Lagebeobachtungen zeigen, dass lokale Niederschläge die Wasserstände vieler Fließgewässer teilweise lediglich kurzfristig anheben.
Für eine nachhaltige Erholung benötigen Böden, Quellen, Grundwasser und Gewässer wiederkehrende, möglichst länger anhaltende Niederschläge, die tatsächlich in die Landschaft einsickern können.
Wasser muss wieder länger in der Landschaft bleiben
Die zunehmenden Trockenperioden zeigen, wie wichtig ein funktionierender natürlicher Wasserhaushalt ist.
Naturnahe Auen, Feuchtwiesen, Moore, strukturreiche Böden, Hecken, Gehölzstreifen und renaturierte Gewässer können dazu beitragen, Niederschläge zurückzuhalten und den schnellen Wasserabfluss aus der Landschaft zu reduzieren. Auch das Bayerische Landesamt für Umwelt betont die wachsende Bedeutung des natürlichen Wasserrückhalts angesichts von Dürreperioden und klimatischen Veränderungen.
Ufergehölze, Bäume und naturnahe Vegetationsstrukturen können die direkte Sonneneinstrahlung reduzieren. Unterschiedliche Gewässertiefen, Wurzeln, Steine und Totholz schaffen gleichzeitig kleinere Rückzugsräume.
Ein strukturreicher Bach kann mit extremen Wetterbedingungen daher oftmals besser umgehen als ein begradigtes, flaches und vollständig sonnenexponiertes Gewässer.
Wasserentnahmen werden in Niedrigwasserzeiten besonders kritisch
Wenn ein kleiner Bach ohnehin nur noch einen Bruchteil seiner normalen Wassermenge führt, kann jede zusätzliche Entnahme seine ökologische Situation weiter verschärfen.
Gerade während ausgeprägter Niedrigwasserperioden sollte deshalb besonders verantwortungsvoll mit Wasser umgegangen werden. Ob und in welchem Umfang Wasser aus einem Gewässer entnommen werden darf, richtet sich nach den jeweiligen wasserrechtlichen Vorgaben und möglichen behördlichen Einschränkungen.
Der Schutz der verbleibenden Wasserführung ist jedoch unabhängig davon aus ökologischer Sicht von zentraler Bedeutung.
Klimawandel erhöht den Handlungsdruck
Nicht jedes einzelne Hitzeereignis und nicht jede Trockenperiode kann isoliert dem Klimawandel zugeschrieben werden. Die langfristige Entwicklung zeigt jedoch, dass höhere Temperaturen und zunehmende Hitzeperioden den Wasserhaushalt unserer Landschaft zusätzlich unter Druck setzen.
Mehr Wärme bedeutet mehr Verdunstung. Treffen hohe Temperaturen auf länger ausbleibende Niederschläge, können sich die Auswirkungen gegenseitig verstärken.
Sie sind gewissermaßen die feinen Adern unserer Landschaft – und reagieren häufig früher als große Flüsse auf Veränderungen im Wasserhaushalt.
Wasser ist Leben
Der Schutz unserer kleinen Bäche beginnt deshalb nicht erst am Gewässerrand.
Er beginnt auf Äckern und Wiesen, in Wäldern und Siedlungen, an Quellen und in Auen – überall dort, wo darüber entschieden wird, ob Niederschlagswasser möglichst schnell abfließt oder möglichst lange in der Landschaft verbleiben kann.
Jeder Bach, jede Quelle und jede Feuchtfläche, die wir erhalten, ist ein Baustein für eine widerstandsfähigere Landschaft. Denn wenn unsere kleinen Bäche verstummen, verlieren wir weit mehr als Wasser.
Wir verlieren Lebensräume, Wanderkorridore, Kinderstuben und Rückzugsorte für unzählige Tier- und Pflanzenarten.
In der Darstellung von Artenschutz in Franken® - „Illustration mit generativer KI erstellt“ - erstellt 01.08.2026
Besonders kritisch wird die Situation, wenn zur Trockenheit hohe Temperaturen hinzukommen. Für fränkische Regionen werden erneut Temperaturen von deutlich über 30 °C erwartet. Aktuelle Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes zeigen beispielsweise Werte um 32 bis 33 °C für Würzburg, Bamberg und Nürnberg; zeitweise können die Temperaturen regional noch höher liegen.
- Für unsere Gewässer bedeutet Hitze weit mehr als nur einen weiteren warmen Sommertag.
Je höher die Temperaturen steigen, desto stärker nimmt die Verdunstung zu. Böden verlieren zusätzlich Feuchtigkeit, Pflanzen benötigen mehr Wasser und auch aus kleinen Gewässern verschwindet zunehmend Wasser in die Atmosphäre.
Gerade kleine Bäche, Quellbereiche, Gräben und flache Stillgewässer können darauf besonders empfindlich reagieren.
Kleine Bäche geraten zuerst unter Druck
Große Flüsse verfügen meist über deutlich größere Wassermengen und Einzugsgebiete. Kleine Bäche dagegen können innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit auf Niederschlagsmangel reagieren.
Sinkt ihr Wasserstand weiter ab, verändert sich der gesamte Lebensraum.
Aus einem zusammenhängenden Fließgewässer können zunächst einzelne flache Abschnitte entstehen. Später bleiben möglicherweise nur noch voneinander getrennte Restwasserbereiche zurück. Im ungünstigsten Fall trocknen ganze Bachstrecken zeitweise vollständig aus.
Für viele dort lebende Arten kann dies existenzielle Folgen haben.
Wasserinsekten verlieren ihre Entwicklungsräume, Fische können Rückzugsbereiche nicht mehr erreichen, Amphibien finden weniger geeignete Feuchtlebensräume und zahlreiche Kleinstlebewesen verschwinden mit dem austrocknenden Gewässergrund.
Dabei sind gerade diese oft kaum sichtbaren Organismen ein wichtiger Bestandteil des gesamten Nahrungsnetzes.
Weniger Wasser – höhere Temperaturen
Ein weiteres Problem kommt hinzu: Je geringer die Wassermenge eines Baches wird, desto schneller kann sich das verbleibende Wasser erwärmen.
Besonders kritisch sind dabei unbeschattete und flache Gewässerabschnitte. Direkte Sonneneinstrahlung kann dort zu erheblichen Temperaturanstiegen führen.
Warmwasser enthält zudem grundsätzlich weniger gelösten Sauerstoff als kaltes Wasser. Gleichzeitig benötigen viele Organismen bei höheren Temperaturen mehr Sauerstoff. Diese Kombination kann insbesondere für empfindliche Fischarten, Wasserinsekten und andere aquatische Lebewesen problematisch werden.
Was von außen wie ein unscheinbarer niedriger Wasserstand aussieht, kann deshalb im Gewässer selbst zu einer erheblichen Belastung werden.
Ein Gewitter beendet keine Trockenheit
Starke Sommergewitter vermitteln manchmal den Eindruck, die Natur habe endlich wieder genügend Wasser erhalten.
Doch nach längerer Trockenheit können große Niederschlagsmengen innerhalb kurzer Zeit nur begrenzt helfen. Ein Teil des Wassers fließt oberflächlich ab, bevor es tiefere Bodenschichten erreicht. Auch die offiziellen Lagebeobachtungen zeigen, dass lokale Niederschläge die Wasserstände vieler Fließgewässer teilweise lediglich kurzfristig anheben.
- Entscheidend ist deshalb nicht allein die Niederschlagsmenge eines einzelnen Tages.
Für eine nachhaltige Erholung benötigen Böden, Quellen, Grundwasser und Gewässer wiederkehrende, möglichst länger anhaltende Niederschläge, die tatsächlich in die Landschaft einsickern können.
Wasser muss wieder länger in der Landschaft bleiben
Die zunehmenden Trockenperioden zeigen, wie wichtig ein funktionierender natürlicher Wasserhaushalt ist.
Naturnahe Auen, Feuchtwiesen, Moore, strukturreiche Böden, Hecken, Gehölzstreifen und renaturierte Gewässer können dazu beitragen, Niederschläge zurückzuhalten und den schnellen Wasserabfluss aus der Landschaft zu reduzieren. Auch das Bayerische Landesamt für Umwelt betont die wachsende Bedeutung des natürlichen Wasserrückhalts angesichts von Dürreperioden und klimatischen Veränderungen.
- An kleinen Bächen kommt noch ein weiterer Faktor hinzu: Beschattung.
Ufergehölze, Bäume und naturnahe Vegetationsstrukturen können die direkte Sonneneinstrahlung reduzieren. Unterschiedliche Gewässertiefen, Wurzeln, Steine und Totholz schaffen gleichzeitig kleinere Rückzugsräume.
Ein strukturreicher Bach kann mit extremen Wetterbedingungen daher oftmals besser umgehen als ein begradigtes, flaches und vollständig sonnenexponiertes Gewässer.
Wasserentnahmen werden in Niedrigwasserzeiten besonders kritisch
Wenn ein kleiner Bach ohnehin nur noch einen Bruchteil seiner normalen Wassermenge führt, kann jede zusätzliche Entnahme seine ökologische Situation weiter verschärfen.
Gerade während ausgeprägter Niedrigwasserperioden sollte deshalb besonders verantwortungsvoll mit Wasser umgegangen werden. Ob und in welchem Umfang Wasser aus einem Gewässer entnommen werden darf, richtet sich nach den jeweiligen wasserrechtlichen Vorgaben und möglichen behördlichen Einschränkungen.
Der Schutz der verbleibenden Wasserführung ist jedoch unabhängig davon aus ökologischer Sicht von zentraler Bedeutung.
Klimawandel erhöht den Handlungsdruck
Nicht jedes einzelne Hitzeereignis und nicht jede Trockenperiode kann isoliert dem Klimawandel zugeschrieben werden. Die langfristige Entwicklung zeigt jedoch, dass höhere Temperaturen und zunehmende Hitzeperioden den Wasserhaushalt unserer Landschaft zusätzlich unter Druck setzen.
Mehr Wärme bedeutet mehr Verdunstung. Treffen hohe Temperaturen auf länger ausbleibende Niederschläge, können sich die Auswirkungen gegenseitig verstärken.
- Gerade kleine Gewässer machen diese Entwicklung besonders sichtbar.
Sie sind gewissermaßen die feinen Adern unserer Landschaft – und reagieren häufig früher als große Flüsse auf Veränderungen im Wasserhaushalt.
Wasser ist Leben
Der Schutz unserer kleinen Bäche beginnt deshalb nicht erst am Gewässerrand.
Er beginnt auf Äckern und Wiesen, in Wäldern und Siedlungen, an Quellen und in Auen – überall dort, wo darüber entschieden wird, ob Niederschlagswasser möglichst schnell abfließt oder möglichst lange in der Landschaft verbleiben kann.
Jeder Bach, jede Quelle und jede Feuchtfläche, die wir erhalten, ist ein Baustein für eine widerstandsfähigere Landschaft. Denn wenn unsere kleinen Bäche verstummen, verlieren wir weit mehr als Wasser.
Wir verlieren Lebensräume, Wanderkorridore, Kinderstuben und Rückzugsorte für unzählige Tier- und Pflanzenarten.
In der Darstellung von Artenschutz in Franken® - „Illustration mit generativer KI erstellt“ - erstellt 01.08.2026
- Die Hitze nimmt einen nächsten Anlauf!
Artenschutz in Franken®
Wenn der Bach verstummt ...
Wenn der Bach verstummt – warum jeder Tropfen Wasser jetzt über Leben entscheiden kann
03/04.08.2026
Solche kleinen Gewässer erscheinen auf den ersten Blick oft unscheinbar. Doch sie sind wertvolle Lebensadern unserer Landschaft. Sie verbinden Lebensräume miteinander, bieten Rückzugsorte und sind ein wichtiger Bestandteil funktionierender Ökosysteme.
Doch die aktuelle Entwicklung zeigt ein zunehmend kritisches Bild: Anhaltende Trockenperioden, hohe Temperaturen und ausbleibende Niederschläge führen in vielen Regionen Deutschlands zu deutlich sinkenden Wasserständen. Besonders betroffen sind kleine Bäche, Gräben und Quellbereiche, die nur über geringe Wasserreserven verfügen und sehr empfindlich auf extreme Wetterlagen reagieren.
03/04.08.2026
- Noch vor wenigen Wochen plätscherten viele kleine Bäche und Gräben nahezu unbemerkt durch unsere Landschaft. Libellen jagten über der Wasseroberfläche, Wasserinsekten bewegten sich zwischen den Pflanzen und im kühlen Nass fanden Fische, Amphibien und zahlreiche Kleinstlebewesen einen wichtigen Lebensraum.
Solche kleinen Gewässer erscheinen auf den ersten Blick oft unscheinbar. Doch sie sind wertvolle Lebensadern unserer Landschaft. Sie verbinden Lebensräume miteinander, bieten Rückzugsorte und sind ein wichtiger Bestandteil funktionierender Ökosysteme.
Doch die aktuelle Entwicklung zeigt ein zunehmend kritisches Bild: Anhaltende Trockenperioden, hohe Temperaturen und ausbleibende Niederschläge führen in vielen Regionen Deutschlands zu deutlich sinkenden Wasserständen. Besonders betroffen sind kleine Bäche, Gräben und Quellbereiche, die nur über geringe Wasserreserven verfügen und sehr empfindlich auf extreme Wetterlagen reagieren.
Unsere Gewässer geraten zunehmend unter Druck
Wenn der Wasserstand sinkt, verändern sich die Lebensbedingungen unter der Wasseroberfläche erheblich. Das verbleibende Wasser erwärmt sich bei sommerlichen Temperaturen deutlich schneller. Gleichzeitig nimmt der Sauerstoffgehalt ab, wodurch sich die Lebensbedingungen für viele Wasserorganismen verschlechtern.
Für Fische, Amphibien, Wasserinsekten und zahlreiche andere Arten kann diese Entwicklung existenzbedrohend werden. Besonders problematisch ist die Situation für kleine Fließgewässer, da sie kaum Möglichkeiten besitzen, längere Hitze- und Trockenphasen auszugleichen.
Was für uns Menschen zunächst nur wie ein niedriger Wasserstand erscheint, kann für die Bewohner dieser Lebensräume eine dramatische Veränderung bedeuten. Ein austrocknender Bach ist nicht nur weniger Wasser – er bedeutet den Verlust eines komplexen Lebensraumes.
Wasserentnahme kann die Situation zusätzlich verschärfen
Aufgrund der angespannten Niedrigwassersituation haben zahlreiche Behörden in Bayern und anderen Regionen Einschränkungen für die Entnahme von Wasser aus oberirdischen Gewässern erlassen oder angekündigt. Betroffen sein können Flüsse, Bäche, Gräben und Seen, wenn bestimmte Mindestwasserstände unterschritten werden.
Diese Maßnahmen dienen nicht der Einschränkung einzelner Bürgerinnen und Bürger, sondern dem Schutz empfindlicher Gewässerökosysteme. Gerade in Zeiten großer Trockenheit zählt jeder Tropfen, der im natürlichen Kreislauf verbleibt.
Besonders kritisch ist die Entnahme mit technischen Hilfsmitteln wie Pumpen, Schläuchen oder automatisierten Bewässerungssystemen. Diese können bei niedrigen Wasserständen erhebliche Auswirkungen auf die verbleibenden Lebensräume haben und sind in vielen Regionen derzeit nicht zulässig.
Auch bestehende Eigentums- oder Anliegerrechte an Gewässern bedeuten nicht automatisch, dass Wasser jederzeit entnommen werden darf. Sobald behördliche Einschränkungen greifen oder kritische Wasserstände erreicht werden, können Entnahmen untersagt oder eingeschränkt sein.
Eine geringe Entnahme mit Handgefäßen kann je nach örtlicher Regelung weiterhin möglich sein. Sie sollte jedoch grundsätzlich nur erfolgen, wenn das Gewässer dadurch nicht zusätzlich belastet wird. Bei bereits stark geschwächten oder fast trockengefallenen Gewässern sollte auf jede zusätzliche Wasserentnahme verzichtet werden.
Auch private Teiche benötigen besondere Rücksicht
Viele Garten- und Fischteiche stellen wertvolle kleine Lebensräume dar. Doch auch hier gilt: Bei anhaltender Trockenheit darf Wasser aus angrenzenden Bächen oder Flüssen nicht eigenmächtig entnommen werden, um Wasserstände auszugleichen.
Wasserrechtliche Genehmigungen für Teichanlagen sind häufig an bestimmte Bedingungen gebunden, beispielsweise an eine ausreichende Wasserführung des speisenden Gewässers. Werden diese Mindestmengen unterschritten, kann ein Zulauf zeitweise nicht genutzt werden.
Sollte es aufgrund hoher Temperaturen zu Sauerstoffmangel und Problemen mit dem Fischbestand kommen, sollten frühzeitig geeignete Maßnahmen geprüft werden. Dazu gehören beispielsweise technische Belüftungsmöglichkeiten oder die Kontaktaufnahme mit den zuständigen Fachstellen.
Gemeinsam unsere Gewässer schützen
Die aktuellen Entwicklungen zeigen eindrucksvoll, wie verletzlich unsere heimischen Gewässer geworden sind. Der Klimawandel verändert Niederschlagsmuster und verstärkt die Häufigkeit längerer Trockenperioden. Dadurch wächst die Bedeutung naturnaher Gewässer und wasserhaltender Landschaftsstrukturen.
Jeder Bachlauf, jede Quelle und jede feuchte Senke erfüllt eine wichtige Funktion. Solche Lebensräume sind nicht nur Wasserspeicher, sondern auch Kinderstuben und Rückzugsorte für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
Wasser in der Landschaft halten – ein Schlüssel für die Zukunft unserer Artenvielfalt
Eine zukunftsfähige Landschaft braucht Strukturen, die Wasser aufnehmen, speichern und langsam wieder abgeben können. Feuchtflächen, natürliche Überschwemmungsbereiche, naturnahe Bachläufe, beschattende Ufergehölze und strukturreiche Landschaftselemente sind wichtige Bausteine, um die Folgen extremer Wetterlagen abzumildern.
Gerade kleine Wasserrückhalteräume können in heißen Sommern zu wertvollen Überlebensinseln werden. Eine feuchte Senke, ein zeitweise wasserführender Graben oder ein naturnaher Bachabschnitt kann für Amphibien, Insekten, Vögel und viele andere Arten den entscheidenden Unterschied machen.
Auch unsere eigenen Naturschutzprojekte zeigen, wie wichtig es ist, Wasser wieder stärker in der Landschaft zu halten. Durch die Entwicklung von Feuchtlebensräumen, den Schutz bestehender Strukturen und die Schaffung neuer Wasseroasen entstehen wertvolle Rückzugsräume für Arten, die besonders unter den Folgen des Klimawandels leiden.
Dabei geht es nicht darum, natürliche Veränderungen vollständig aufzuhalten. Schwankungen gehören zu lebendigen Ökosystemen. Entscheidend ist vielmehr, ob unsere Landschaft noch genügend intakte Strukturen besitzt, um extreme Wetterphasen abzufedern und ihren Bewohnern Ausweichmöglichkeiten zu bieten.
Jeder erhaltene Bachlauf, jede geschützte Feuchtfläche und jeder Wasserrückhalteraum ist deshalb ein wichtiger Beitrag für die Zukunft unserer heimischen Natur.
Denn dort, wo Wasser bleibt, bleibt auch Leben.
Aktuelle Informationen zu regionalen Einschränkungen und Wasserständen erhalten Bürgerinnen und Bürger über die zuständigen Landratsämter sowie den Niedrigwasser-Informationsdienst Bayern (NID).
In der Abbildung: KI-generierte Illustration – keine dokumentarische Aufnahme - erstellt 01.08.2026
Wenn der Wasserstand sinkt, verändern sich die Lebensbedingungen unter der Wasseroberfläche erheblich. Das verbleibende Wasser erwärmt sich bei sommerlichen Temperaturen deutlich schneller. Gleichzeitig nimmt der Sauerstoffgehalt ab, wodurch sich die Lebensbedingungen für viele Wasserorganismen verschlechtern.
Für Fische, Amphibien, Wasserinsekten und zahlreiche andere Arten kann diese Entwicklung existenzbedrohend werden. Besonders problematisch ist die Situation für kleine Fließgewässer, da sie kaum Möglichkeiten besitzen, längere Hitze- und Trockenphasen auszugleichen.
Was für uns Menschen zunächst nur wie ein niedriger Wasserstand erscheint, kann für die Bewohner dieser Lebensräume eine dramatische Veränderung bedeuten. Ein austrocknender Bach ist nicht nur weniger Wasser – er bedeutet den Verlust eines komplexen Lebensraumes.
Wasserentnahme kann die Situation zusätzlich verschärfen
Aufgrund der angespannten Niedrigwassersituation haben zahlreiche Behörden in Bayern und anderen Regionen Einschränkungen für die Entnahme von Wasser aus oberirdischen Gewässern erlassen oder angekündigt. Betroffen sein können Flüsse, Bäche, Gräben und Seen, wenn bestimmte Mindestwasserstände unterschritten werden.
Diese Maßnahmen dienen nicht der Einschränkung einzelner Bürgerinnen und Bürger, sondern dem Schutz empfindlicher Gewässerökosysteme. Gerade in Zeiten großer Trockenheit zählt jeder Tropfen, der im natürlichen Kreislauf verbleibt.
Besonders kritisch ist die Entnahme mit technischen Hilfsmitteln wie Pumpen, Schläuchen oder automatisierten Bewässerungssystemen. Diese können bei niedrigen Wasserständen erhebliche Auswirkungen auf die verbleibenden Lebensräume haben und sind in vielen Regionen derzeit nicht zulässig.
Auch bestehende Eigentums- oder Anliegerrechte an Gewässern bedeuten nicht automatisch, dass Wasser jederzeit entnommen werden darf. Sobald behördliche Einschränkungen greifen oder kritische Wasserstände erreicht werden, können Entnahmen untersagt oder eingeschränkt sein.
Eine geringe Entnahme mit Handgefäßen kann je nach örtlicher Regelung weiterhin möglich sein. Sie sollte jedoch grundsätzlich nur erfolgen, wenn das Gewässer dadurch nicht zusätzlich belastet wird. Bei bereits stark geschwächten oder fast trockengefallenen Gewässern sollte auf jede zusätzliche Wasserentnahme verzichtet werden.
Auch private Teiche benötigen besondere Rücksicht
Viele Garten- und Fischteiche stellen wertvolle kleine Lebensräume dar. Doch auch hier gilt: Bei anhaltender Trockenheit darf Wasser aus angrenzenden Bächen oder Flüssen nicht eigenmächtig entnommen werden, um Wasserstände auszugleichen.
Wasserrechtliche Genehmigungen für Teichanlagen sind häufig an bestimmte Bedingungen gebunden, beispielsweise an eine ausreichende Wasserführung des speisenden Gewässers. Werden diese Mindestmengen unterschritten, kann ein Zulauf zeitweise nicht genutzt werden.
Sollte es aufgrund hoher Temperaturen zu Sauerstoffmangel und Problemen mit dem Fischbestand kommen, sollten frühzeitig geeignete Maßnahmen geprüft werden. Dazu gehören beispielsweise technische Belüftungsmöglichkeiten oder die Kontaktaufnahme mit den zuständigen Fachstellen.
Gemeinsam unsere Gewässer schützen
Die aktuellen Entwicklungen zeigen eindrucksvoll, wie verletzlich unsere heimischen Gewässer geworden sind. Der Klimawandel verändert Niederschlagsmuster und verstärkt die Häufigkeit längerer Trockenperioden. Dadurch wächst die Bedeutung naturnaher Gewässer und wasserhaltender Landschaftsstrukturen.
Jeder Bachlauf, jede Quelle und jede feuchte Senke erfüllt eine wichtige Funktion. Solche Lebensräume sind nicht nur Wasserspeicher, sondern auch Kinderstuben und Rückzugsorte für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
Wasser in der Landschaft halten – ein Schlüssel für die Zukunft unserer Artenvielfalt
Eine zukunftsfähige Landschaft braucht Strukturen, die Wasser aufnehmen, speichern und langsam wieder abgeben können. Feuchtflächen, natürliche Überschwemmungsbereiche, naturnahe Bachläufe, beschattende Ufergehölze und strukturreiche Landschaftselemente sind wichtige Bausteine, um die Folgen extremer Wetterlagen abzumildern.
Gerade kleine Wasserrückhalteräume können in heißen Sommern zu wertvollen Überlebensinseln werden. Eine feuchte Senke, ein zeitweise wasserführender Graben oder ein naturnaher Bachabschnitt kann für Amphibien, Insekten, Vögel und viele andere Arten den entscheidenden Unterschied machen.
Auch unsere eigenen Naturschutzprojekte zeigen, wie wichtig es ist, Wasser wieder stärker in der Landschaft zu halten. Durch die Entwicklung von Feuchtlebensräumen, den Schutz bestehender Strukturen und die Schaffung neuer Wasseroasen entstehen wertvolle Rückzugsräume für Arten, die besonders unter den Folgen des Klimawandels leiden.
Dabei geht es nicht darum, natürliche Veränderungen vollständig aufzuhalten. Schwankungen gehören zu lebendigen Ökosystemen. Entscheidend ist vielmehr, ob unsere Landschaft noch genügend intakte Strukturen besitzt, um extreme Wetterphasen abzufedern und ihren Bewohnern Ausweichmöglichkeiten zu bieten.
Jeder erhaltene Bachlauf, jede geschützte Feuchtfläche und jeder Wasserrückhalteraum ist deshalb ein wichtiger Beitrag für die Zukunft unserer heimischen Natur.
Denn dort, wo Wasser bleibt, bleibt auch Leben.
Aktuelle Informationen zu regionalen Einschränkungen und Wasserständen erhalten Bürgerinnen und Bürger über die zuständigen Landratsämter sowie den Niedrigwasser-Informationsdienst Bayern (NID).
In der Abbildung: KI-generierte Illustration – keine dokumentarische Aufnahme - erstellt 01.08.2026
- Unsere Gewässer geraten zunehmend unter Druck
Artenschutz in Franken®
Das Echte Johaniskraut im August
Echtes Johanniskraut – ein sonnengelber Begleiter des Hochsommers
02/03.08.2026
Die ausdauernde heimische Wildpflanze bevorzugt sonnige, eher trockene bis frische und meist nährstoffärmere Standorte. Charakteristisch sind ihre leuchtend gelben, fünfzähligen Blüten mit zahlreichen langen Staubblättern. Betrachtet man die Blätter gegen das Licht, erscheinen viele kleine durchscheinende Punkte. Dabei handelt es sich um Öldrüsen, die den Blättern das namensgebende „durchlöcherte“ Aussehen verleihen.
02/03.08.2026
- Anfang August leuchten vielerorts noch immer die goldgelben Blüten des Echten Johanniskrauts (Hypericum perforatum) aus Wegrändern, Feldrainen, Böschungen und mageren Wiesen hervor. Während zahlreiche Frühsommerpflanzen ihre Blüte bereits beendet haben, setzt das Johanniskraut weiterhin auffällige Farbakzente in der Landschaft. Seine Hauptblüte reicht gewöhnlich von Juni bis August.
Die ausdauernde heimische Wildpflanze bevorzugt sonnige, eher trockene bis frische und meist nährstoffärmere Standorte. Charakteristisch sind ihre leuchtend gelben, fünfzähligen Blüten mit zahlreichen langen Staubblättern. Betrachtet man die Blätter gegen das Licht, erscheinen viele kleine durchscheinende Punkte. Dabei handelt es sich um Öldrüsen, die den Blättern das namensgebende „durchlöcherte“ Aussehen verleihen.
Wertvoller Bestandteil unserer Säume
Das Echte Johanniskraut ist ein wichtiger Bestandteil artenreicher Offenlandlebensräume. Seine Blüten stellen vor allem Pollen für Wildbienen, Schwebfliegen und weitere Insekten bereit. Auffällig ist, dass die Blüten keinen Nektar produzieren. Dennoch werden sie von verschiedenen Insekten regelmäßig besucht, die den reichlich vorhandenen Pollen nutzen.
Auch nach der Blüte bleibt die Pflanze ökologisch bedeutsam. Aus den Blüten entwickeln sich Kapselfrüchte mit zahlreichen kleinen Samen. Die aufrechten Stängel und vertrockneten Pflanzenteile erweitern zudem die Strukturvielfalt von Säumen und können kleinen Tieren Schutz bieten.
Aufnahme von Sabine Schell
Das Echte Johanniskraut ist ein wichtiger Bestandteil artenreicher Offenlandlebensräume. Seine Blüten stellen vor allem Pollen für Wildbienen, Schwebfliegen und weitere Insekten bereit. Auffällig ist, dass die Blüten keinen Nektar produzieren. Dennoch werden sie von verschiedenen Insekten regelmäßig besucht, die den reichlich vorhandenen Pollen nutzen.
Auch nach der Blüte bleibt die Pflanze ökologisch bedeutsam. Aus den Blüten entwickeln sich Kapselfrüchte mit zahlreichen kleinen Samen. Die aufrechten Stängel und vertrockneten Pflanzenteile erweitern zudem die Strukturvielfalt von Säumen und können kleinen Tieren Schutz bieten.
Aufnahme von Sabine Schell
Artenschutz in Franken®
Klappergrasmücke (Curruca curruca)
Die Klappergrasmücke (Curruca curruca) – die kleine Sängerin der Heckenlandschaften
02/03.08.2026
Früh am Morgen, wenn der Tau noch auf den Blättern der Hecken liegt und die ersten Sonnenstrahlen über die Landschaft wandern, beginnt in einem dichten Gebüsch ein unscheinbarer Vogel seinen Tag.
Zwischen Schlehen, Weißdorn und jungen Gehölzen bewegt sich eine kleine graue Gestalt fast lautlos durch das Blattwerk. Nur ihr charakteristischer, etwas rau wirkender Gesang verrät ihre Anwesenheit: ein leises, klapperndes „Tscherr-tscherr“, das der Art ihren Namen gegeben hat.
02/03.08.2026
- Ein leises Klappern zwischen Zweigen
Früh am Morgen, wenn der Tau noch auf den Blättern der Hecken liegt und die ersten Sonnenstrahlen über die Landschaft wandern, beginnt in einem dichten Gebüsch ein unscheinbarer Vogel seinen Tag.
Zwischen Schlehen, Weißdorn und jungen Gehölzen bewegt sich eine kleine graue Gestalt fast lautlos durch das Blattwerk. Nur ihr charakteristischer, etwas rau wirkender Gesang verrät ihre Anwesenheit: ein leises, klapperndes „Tscherr-tscherr“, das der Art ihren Namen gegeben hat.
Für viele Menschen bleibt die Begegnung mit einer Klappergrasmücke flüchtig. Sie ist kein auffälliger Vogel mit buntem Gefieder, sondern ein stiller Bewohner strukturreicher Landschaften. Doch genau diese Zurückhaltung macht sie zu einem besonderen Botschafter für eine vielfältige Kulturlandschaft. Wo Hecken, Gebüsche, Säume und kleine Gehölzinseln erhalten bleiben, findet die Klappergrasmücke noch geeignete Lebensräume.
Artbeschreibung – eine kleine Spezialistin der offenen Gehölzlandschaften
Die Klappergrasmücke (Curruca curruca, Syn.: Sylvia curruca) gehört zur Familie der Grasmückenverwandten (Sylviidae) und zählt zu den kleineren heimischen Singvögeln. Mit einer Körpergröße von etwa 12 bis 14 Zentimetern und einem Gewicht von nur rund 12 bis 18 Gramm wirkt sie zierlich und unscheinbar.
Ihr Gefieder ist überwiegend graubraun gefärbt. Die Oberseite erscheint graubraun, während die Unterseite heller und oft leicht weißlich wirkt.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
Artbeschreibung – eine kleine Spezialistin der offenen Gehölzlandschaften
Die Klappergrasmücke (Curruca curruca, Syn.: Sylvia curruca) gehört zur Familie der Grasmückenverwandten (Sylviidae) und zählt zu den kleineren heimischen Singvögeln. Mit einer Körpergröße von etwa 12 bis 14 Zentimetern und einem Gewicht von nur rund 12 bis 18 Gramm wirkt sie zierlich und unscheinbar.
Ihr Gefieder ist überwiegend graubraun gefärbt. Die Oberseite erscheint graubraun, während die Unterseite heller und oft leicht weißlich wirkt.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Die Klappergrasmücke – ein kleiner Singvogel, der mit seinem charakteristischen Gesang strukturreiche Landschaften bereichert.
Artenschutz in Franken®
Die Ufervegetation unserer Gewässer in Zeiten des Klimawandels
Bunte Lebensadern unter Druck: Die Ufervegetation unserer Gewässer in Zeiten des Klimawandels
02/03.08.2026
Die sogenannten Mädesüß-Uferhochstaudenfluren bilden im Juli und August dicht bewachsene, bunte Säume. Sie sind nicht nur eine Augenweide, sondern erfüllen fundamentale Aufgaben im Ökosystem unserer Gewässer.
02/03.08.2026
- Wer im Hochsommer entlang naturnaher Bachläufe, Gräben oder Feuchtwiesen spazieren geht, trifft auf eine der farbenprächtigsten Pflanzengesellschaften unserer Heimat.
Die sogenannten Mädesüß-Uferhochstaudenfluren bilden im Juli und August dicht bewachsene, bunte Säume. Sie sind nicht nur eine Augenweide, sondern erfüllen fundamentale Aufgaben im Ökosystem unserer Gewässer.
Drei floristische Hauptakteure prägen dieses Biotop auf besondere Weise:
Die drei Hauptakteure des Ufersaums
Bedrohte Oasen: Kleine Gewässer im Klimawandel
Gerade in den letzten Jahren stehen diese wertvollen Lebensräume in Deutschland vor immensen Herausforderungen. Langanhaltende Dürreperioden und sinkende Grundwasserstände treffen kleine Gewässer, Bäche und Gräben besonders hart.
In der Abblidung
Die drei Hauptakteure des Ufersaums
- Der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria) – Der Insektenmagnet im Hochsommer
- Der Gewöhnliche Felberich (Lysimachia vulgaris) – Das goldgelbe Pendant
- Das Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria) – Der duftende Schaum der Wiese
Bedrohte Oasen: Kleine Gewässer im Klimawandel
Gerade in den letzten Jahren stehen diese wertvollen Lebensräume in Deutschland vor immensen Herausforderungen. Langanhaltende Dürreperioden und sinkende Grundwasserstände treffen kleine Gewässer, Bäche und Gräben besonders hart.
In der Abblidung
- Hauptakteure des Ufersaums
Artenschutz in Franken®
Artenschutz in Franken®
Artenschutz in Franken®
Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr über 30 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.
In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.
Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
Auf unserer Internetpräsenz, die monatlich durchschnittlich von über 150.000 Besucher*innen besucht wird, berichten wir transparent auch über unser Engagement.
Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr über 30 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.
In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.
Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
Auf unserer Internetpräsenz, die monatlich durchschnittlich von über 150.000 Besucher*innen besucht wird, berichten wir transparent auch über unser Engagement.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.
Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.
Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.
Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.
Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.
Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.
Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.
Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.
Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.
Artenschutz in Franken®
Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.
Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.
Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.
Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.
Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.
Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.
Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.
Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.
Artenschutz in Franken®
30. Jahre Artenschutz in Franken®
30. Jahre Artenschutz in Franken®
Am 01.03.2026 feierte unsere Organisation 30 Jahre ehrenamlichen und vollkommen unabhängigen Artenschutz sowie erlebbare Umweltbildung.
Am 01.03.2026 feierte unsere Organisation 30 Jahre ehrenamlichen und vollkommen unabhängigen Artenschutz sowie erlebbare Umweltbildung.
Und auch nach 30 Jahren zeigt sich unser Engagement keineswegs als "überholt". Im Gegenteil es wird dringender gebraucht denn je.
Denn die immensen Herausforderungen gerade auf diesem Themenfeld werden unsere Gesellschaft zukünftig intensiv fordern!
Hinweis zum 15.jährigen Bestehen.
Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzten wir unsere namensgebende Bezeichnung.
Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.
Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.
Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in einbringen.
Im Sinne uns nachfolgender Generationen!
Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.
Artenschutz in Franken®
Denn die immensen Herausforderungen gerade auf diesem Themenfeld werden unsere Gesellschaft zukünftig intensiv fordern!
Hinweis zum 15.jährigen Bestehen.
Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzten wir unsere namensgebende Bezeichnung.
Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.
Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.
Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in einbringen.
Im Sinne uns nachfolgender Generationen!
Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.
Artenschutz in Franken®
Kleinvogel gefunden - und jetzt?
Kleinvogel gefunden - und jetzt?
Wie verhalte ich mich beim Fund eines noch nicht flugfähigen Kleinvogels richtig?
Regelmäßig erreichen uns Anfragen die sich auf den korrekten Umgang des Tieres beim „Fund“ eines noch nicht flugfähigen Kleinvogels beziehen.
Wir vom Artenschutz in Franken® haben hier einige Informationen für Sie zusammengestellt.
Wir erklären dir das Vorgehen und die in unseren Augen wichtigsten Dos und Don'ts bei einem Fund eines kleinen, noch nicht flugfähigen Vogels in Form eines einfachen, einprägsamen Mnemonics, den du leicht merken kannst: "VOGEL"
Wie verhalte ich mich beim Fund eines noch nicht flugfähigen Kleinvogels richtig?
Regelmäßig erreichen uns Anfragen die sich auf den korrekten Umgang des Tieres beim „Fund“ eines noch nicht flugfähigen Kleinvogels beziehen.
Wir vom Artenschutz in Franken® haben hier einige Informationen für Sie zusammengestellt.
Wir erklären dir das Vorgehen und die in unseren Augen wichtigsten Dos und Don'ts bei einem Fund eines kleinen, noch nicht flugfähigen Vogels in Form eines einfachen, einprägsamen Mnemonics, den du leicht merken kannst: "VOGEL"
Jeder Buchstabe im Wort "VOGEL" steht dabei für einen wichtigen Schritt oder Hinweis:
V - Verhalten beobachten:
• Dos: Bevor du irgendetwas tust, beobachte den Vogel aus der Ferne. Manchmal (Meistens) sind die Eltern in der Nähe und kümmern sich um ihn.
• Don'ts: Den Vogel sofort anfassen oder wegtragen, ohne die Situation zu analysieren.
O - Ort sichern:
• Dos: Sicherstellen, dass der Vogel nicht durch Menschen, Hunde oder Katzen gefährdet ist.
• Don'ts: Den Vogel in gefährliche Bereiche lassen, wo er leicht verletzt werden kann.
G - Gesundheit prüfen:
• Dos: Prüfe vorsichtig, ob der Vogel verletzt ist. Wenn er offensichtlich verletzt ist, kontaktiere eine Wildtierauffangstation oder einen Tierarzt. Wende dich auch an die für die Örtlichkeit zuständige fachliche Einrichtung wie Naturschutzfachbehörde oder Umweltämter.
• Don'ts: Keine medizinische Erstversorgung versuchen, wenn du keine Erfahrung damit hast.
E - Eltern suchen:
• Dos: Versuche herauszufinden, ob die Eltern in der Nähe sind. Elternvögel kehren oft zurück, um ihre Jungen zu füttern.
• Don'ts: Den Vogel nicht sofort mitnehmen, da die Eltern ihn weiterhin versorgen könnten.
L - Letzte Entscheidung:
• Dos: Wenn der Vogel in Gefahr ist oder die Eltern nicht zurückkehren, kontaktiere eine Wildtierstation oder einen Experten für Rat und weitere Schritte.
• Don'ts: Den Vogel nicht ohne fachkundigen Rat mit nach Hause nehmen oder füttern, da falsche Pflege oft mehr schadet als hilft.
Zusammenfassung
• Verhalten beobachten: Erst schauen, nicht gleich handeln.
• Ort sichern: Gefahrenquelle ausschalten.
• Gesundheit prüfen: Verletzungen erkennen.
• Eltern suchen: Eltern in der Nähe?
• Letzte Entscheidung: Bei Gefahr oder verlassener Brut Wildtierstation kontaktieren.
Mit diesem Mnemonic kannst du dir so finden wir vom Artenschutz in Franken® recht leicht merken, wie du dich verhalten sollst, wenn du einen kleinen, noch nicht flugfähigen Vogel findest.
Wichtig!
- Bitte beachte jedoch dabei immer den Eigenschutz, denn die Tier können Krankheiten übertragen die auch für den Menschen gefährlich werden können. Deshalb raten wir vornehmlich ... immer Finger weg - Fachleute kontaktieren!
Wir vom Artenschutz in Franken® sind keine und unterhalten auch kein Tierpflegestelle da wir uns in erster Linie mit der Lebensraumsicherung und Lebensraumschaffung befassen.
Artenschutz in Franken®
Rechtliches §
Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.
Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Bayerisches Naturschutzgesetz – BayNatSchG
http://www.gesetze-bayern.de/(X(1)S(fhnsotp2iqyyotymmjumqonn))/Content/Document/BayNatSchG?AspxAutoDetectCookieSupport=1
Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege
https://www.gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009/
Tierschutzgesetz
https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/BJNR012770972.html
http://www.gesetze-bayern.de/(X(1)S(fhnsotp2iqyyotymmjumqonn))/Content/Document/BayNatSchG?AspxAutoDetectCookieSupport=1
Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege
https://www.gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009/
Tierschutzgesetz
https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/BJNR012770972.html
Unser Engagement
Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/
Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/
Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/
Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/
Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Nachgedacht
Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.
Artenschwund
In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.
Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.
Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen.
Artenschwund
In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.
Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.
Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen.
Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.
Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?
Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.
Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.
Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.
Wie haben die Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.
Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.
Quelle
Hubertus Zinnecker
Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?
Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.
Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.
Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.
Wie haben die Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.
Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.
Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein ...da wir jedoch im ganzen Land wiederfinden!
Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.
Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.
Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.
Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.
Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.
Alles nichts Neues.
Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.
Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?
Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.
Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.
23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.
Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.
Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.
Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.
Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.
Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?
Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.
Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.
Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.
Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
Juni 2019
Autorin
Natascha Gaedecke
Alles nichts Neues.
Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.
Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?
Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.
Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.
23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.
Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.
Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.
Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.
Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.
Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?
Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.
Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.
Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.
Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
Juni 2019
Autorin
Natascha Gaedecke
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.
Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!
Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.
Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!
Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.
In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.
Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.
Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald.
Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.
Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.
Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.
Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.
Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.
Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.
Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.
AiF
12.08.2019
Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.
Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.
Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald.
Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.
Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.
Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.
Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.
Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.
Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.
Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.
AiF
12.08.2019
Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
Mehr Raum für Natur – weniger Aktionismus
Mehr Raum für Natur – weniger Aktionismus
Als Naturschutzorganisation verstehen wir uns als Anwalt der biologischen Vielfalt und als Stimme für einen verantwortungsvollen, zukunftsfähigen Umgang mit unseren heimischen Ökosystemen.
Als Naturschutzorganisation verstehen wir uns als Anwalt der biologischen Vielfalt und als Stimme für einen verantwortungsvollen, zukunftsfähigen Umgang mit unseren heimischen Ökosystemen.
Vor diesem Hintergrund beziehen wir klar und sachlich begründet Stellung gegen sogenannte „Raubwildwochen“. Maßnahmen, die auf eine zeitlich gebündelte, intensive Bejagung bestimmter Beutegreiferarten abzielen, halten wir für ökologisch nicht zielführend und langfristig nicht geeignet, die komplexen Ursachen von Artenrückgängen wirksam zu adressieren.
Ökologische Systeme sind keine einfachen Ursache-Wirkungs-Ketten, sondern hochkomplexe Beziehungsgefüge. Beutegreifer wie Fuchs, Marder oder Rabenvögel übernehmen wichtige Funktionen im Naturhaushalt: Sie regulieren Bestände, entfernen kranke oder geschwächte Individuen und beeinflussen das Verhalten anderer Arten.
Prädation ist ein natürlicher Prozess und Teil evolutiv gewachsener Gleichgewichte. Eine kurzfristige Reduktion einzelner Arten greift daher häufig zu kurz und kann durch kompensatorische Effekte – etwa erhöhte Reproduktionsraten oder Zuwanderung aus benachbarten Gebieten – relativiert werden.
Gleichzeitig erkennen wir an, dass es in intensiv genutzten Kulturlandschaften zu Konflikten kommen kann.
Rückgänge bei Bodenbrütern oder Niederwildarten sind jedoch in erster Linie Ausdruck tiefgreifender Lebensraumveränderungen: großflächige Monokulturen, Verlust von Brachen, Hecken und Feldgehölzen, Entwässerung von Feuchtflächen, hohe Mahdintensität sowie zunehmende Zerschneidung durch Infrastruktur. In ausgeräumten Landschaften fehlen Deckung, Nahrung und störungsarme Rückzugsräume. In solchen Systemen wirken Prädatoren stärker, weil alternative Strukturen fehlen – nicht, weil ihre bloße Existenz das Problem darstellt.
Wir sind überzeugt, dass nachhaltiger Artenschutz an den Ursachen ansetzen muss.
Statt kurzfristiger Eingriffe plädieren wir für eine konsequent optimierte Lebensraumgestaltung:
- Wiederherstellung strukturreicher Agrarlandschaften mit Hecken, Blühstreifen, Altgrasstreifen und Feldrainen
- Erhalt und Entwicklung von Feuchtgebieten, Kleingewässern und extensiv genutzten Wiesen
- Späte und angepasste Mahdregime zum Schutz von Bodenbrütern
- Schaffung störungsarmer Rückzugsräume
- Biotopvernetzung zur Förderung stabiler Populationen
Solche Maßnahmen kommen einer Vielzahl von Arten zugute – unabhängig davon, ob sie Beute- oder Beutegreiferarten sind. Ziel muss ein funktionsfähiges, resilientes Ökosystem sein, das natürliche Regulationsmechanismen wieder stärker ermöglicht.
Darüber hinaus halten wir es für wichtig, Debatten über Artenschutz sachlich und faktenbasiert zu führen. Pauschale Schuldzuweisungen an einzelne Tierarten werden den wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht gerecht und tragen nicht zu konstruktiven Lösungen bei.
Erfolgreicher Naturschutz erfordert Geduld, langfristige Strategien und Kooperation statt Symbolmaßnahmen.
Unsere Organisation setzt sich daher für einen integrativen Ansatz ein, der Landwirtschaft, Jagd, Naturschutz und Politik gleichermaßen einbindet. Wir möchten Brücken bauen und gemeinsam tragfähige Konzepte entwickeln, die sowohl den Schutz bedrohter Arten als auch die berechtigten Interessen der Landnutzer berücksichtigen.
Ein Nebeneinander unterschiedlicher Arten ist möglich – wenn wir Lebensräume so gestalten, dass sie Vielfalt tragen können. Unser Ziel ist eine Landschaft, die wieder Raum für natürliche Prozesse bietet und in der kurzfristige, aus unserer Sicht unzureichende Maßnahmen wie „Raubwildwochen“ nicht notwendig sind. Nachhaltiger Naturschutz bedeutet, die Grundlagen des Lebensraumes zu stärken – nicht Symptome isoliert zu bekämpfen.
In der Aufnahme
- Junges führenes Fuchsweibchen erschossen und weggeworfen wie ein Stück Schmutz! Für solche Situationen haben wir wirklich keinerlei Verständnis. Man kann zu Füchsen stehen wie man mag, doch wo bleibt die Ehrfurcht vor der Natur wenn eine junge Fuchsmutter, die noch dazu Jungen "führte" einfach erschossen wird!















