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*** Artenschutz in Franken® - Ungewöhnliche Zeiten zwingen auch unsere Organisation sich den Herausforderungen der Corona Pandemie anzupassen und so haben wir uns entschlossen alle unsere öffentlichen Veranstaltungen bis auf Weiteres auszusetzen - auch die sozialen Kontakte werden stark zurückgefahren - wir bitten um Verständnis für dieses Vorgehen doch unser alle Gesundheit erfordert diese strikten Maßnahmen +++ Artenchutz in Franken

Die Baumwanzenfliege ( Gymnosoma nudifrons )
Bild zum Eintrag (1056710-160)
Die Baumwanzenfliege

24/25.09.2021

Deutschland. Mit ihren rund 8 Millimeter an Körpergröße sieht man es der Baumwanzenfliege äußerlich nicht an was "in ihr steckt". Denn so harmlos diese Insekt auf den ersten Blick ( wenn es uns überhaupt auffällt ) auch aussehen mag, so markant zeigt sich ihr Reproduktionsverhalten.
Eigentlich wird es aus dem Namen bereits ersichtlich wovon sich diese Art ernährt.

Nämlich von Baumwanzen.

An diesen legt das Weibchen der Baumwanzenfliege ihre Eier ab. Nach dem Schlüpfen der Larven durchdringen sie die Haut der Baumwanzen und dringen in die Köper dieser Wanzen ein. Hier ernähren sie sich von den Baumwanzen die nachfolgend, oder währenddessen absterbenund schlüpfen im darauf folgenden Frühjahr aus den Wirten aus um sich zu verpuppen.
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Waldentwicklung rund um den Lusen
Bild zum Eintrag (1056728-160)
Waldentwicklung rund um den Lusen

23/24.09.2021

Wanderung aus der Reihe "Nationalpark exklusiv" am 25. September

Waldhäuser. Das Absterben der alten Fichtenwälder unter dem Lusen führte in den 1990er Jahren zu heftigen Diskussionen bei Besuchern und Einheimischen. Wird hier ohne Zutun des Menschen ein neuer Wald entstehen? Wie wird dieser aussehen? 25 Jahre nach dem flächigen Absterben des alten Bergfichtenwaldes wird Josef Wanninger,

Sachgebietsleiter Besucherzentren und Umweltbildung, diese Flächen erneut erkunden und Interessierten zeigen, wie sich die Wälder und ihre Tierwelt seitdem entwickelt haben.
Treffpunkt für die rund zweistündige, kostenlose Führung ist am Samstag, 25. September, um 14:30 Uhr (nach Ankunft des Igelbusses). Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung beim Nationalpark-Führungsservice (0800 0776650) möglichst frühzeitig, spätestens jedoch einen Tag vorher, erforderlich. Dabei wird auch der Treffpunkt mitgeteilt. Um die Abstandsregelungen einhalten zu können, ist die Teilnehmerzahl auf 20 Personen beschränkt. Die üblichen Hygienevorschriften müssen eingehalten werden.
 
Bildunterschrift: Der Wald rund um den Lusen hat sich innerhalb von 25 Jahren stark verjüngt, wie die beiden Aufnahmen der Himmelsleiter aus den Jahren 2006 und 2021 zeigen. (Foto: Archiv, Stefan Sempert/Nationalpark Bayerischer Wald ¬  –  Freigabe nur in Verbindung mit dem Veranstaltungshinweis)


Quelle
Nationalpark Bayerischer Wald
Freyunger Str. 2
94481 Grafenau    Tel. (08552) 9600 – 0
Fax: (08552) 9600 -100

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
  • noch fliegen sie die letzten C-Falter.Intensiv gefärbt u. wenn sie die Flügel zusammenklappen ist nur noch so was wie ein welkes Blatt zu sehen, mit einem liegenden C auf dem Flügel. Sie überwintern meist im Schutz von Baumhöhlen, auch in Holzdepots und Garagen  u. sind im Frühjahr mit die ersten Falter die sich in der Sonne wärmen.Noch blüht er, der Sonnenhut und gibt Insekten Nahrung, aber diese wird in unserer ausgeräumten Natur knapp.Die Straßen und Feldraine werden gemulcht, die Pflanzen und die in diesen Pflanzen lebenden Insekten ebenfalls.Auch die Nahrungsplanzen werden knapp.Um so wichtiger ist es in den Gärten noch ein Nahrungsangebot zu bieten.

    Autor
    Bernhard Schmalisch

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Gemeine Feldschwebfliege (Eupeodes corollae)
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Gemeine Feldschwebfliege (Eupeodes corollae)

23/24.09.2021

Bayern.
Nun im September können wir die Gemeine Feldschwebfliege häufig an Wegrainen (wenn hier noch Nahrungspflanzen vorhanden sind) beobachten. Diese Schwebfliegenart wird rund einen Zentimeter groß und wird den Wander-schwebfliegen zugeordnet.
Während sich die "fertigen Schweber" an Blütenpflanzen mit Nahrung versorgen, schlagen sich die Laven dieser Art mit Blattläusen die Bäuchlein voll

In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
  • Gemeine Feldschwebfliege / Webchen
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Stele der Biodiversität® - Standort Bad Rodach / Carsahn - Bayern
Bild zum Eintrag (1056691-160)
Stele der Biodiversität® - Standort Bad Rodach / Carsahn

23/24.09.2021

Bayern. Ein Projekt des Artenschutz in Franken® und der Stadt Bad Rodach das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Wer das in die Jahre gekommene Bauwerk vor seiner Umgestaltung besah, hätte wohl kaum glauben können das sich aus diesem artenschutzfernen Bauwerk einmal eine Stele der Biodiversität® entwickeln soll.
Seit mehreren Wochen arbeiten wir intensiv daran den kleinen Baukörper noch vor dem bevorstehenden Herbst in eine finale Form zu bekommmen ...

Als Thema der Grafik wurde der Ansatz der Zeitreise in die Vergangenheit gewählt und das obwohl wir auch hier unserer Zeit voraus sind!


In der Aufnahme
  • ... am 18.09.2021 zeigt sich der Baukörper in dieser Form ...
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Welt verliert Wald – auch in Europa
Bild zum Eintrag (1056633-160)
Welt verliert Wald – auch in Europa

23/24.09.2021

10 Jahre Weltnaturerbe Buchenwald in Deutschland / „Brasilianische Zustände“: Europas Urwälder sind kahlschlaggefährdet


Berlin, 17.09.2021: Anlässlich einer Feier zum zehnjährigen Weltnaturerbe-Status von Deutschlands Buchenwäldern warnte die Naturschutzorganisation WWF Deutschland vor einer Zerstörung Europas letzter Urwälder.

Von den allein in Rumänien rund 500.000 Hektar Alt- und Urwäldern in der Europäischen Union sind laut WWF bisher nur rund 64.000 Hektar strikt geschützt. Selbst in Natura 2000-Flächen, etwa in den Pufferbereichen der Weltnaturerbestätten, gebe es Kahlschläge.

„Die Welt verliert den Wald. Und das nicht nur in den Tropen, sondern auch vor unserer eigenen Haustür in Europa“, warnt Dr. Susanne Winter, Waldreferentin beim WWF Deutschland. „Es gibt in Europa nur noch weniger als vier Prozent Alt- und Urwälder - vor allem in den Karpaten. Urwälder und sehr naturnahen Flächen werden dort gerade eifrig unter den Augen der EU zerstört.“ Winter warnt daher vor „brasilianischen Zuständen“ und bezieht sich dabei auf den brasilianischen Regierungschef Jair Bolsonaro, der für seine Amazons-feindliche Rodungspolitik bekannt ist.

„Europa verliert in einem erschreckend rasanten Tempo seine letzten Urwälder. Die Gründe hierfür sind eine für den Wald tödliche Kombination aus politischem Wegschauen, Hinschielen auf die mit der Plünderung verbundenen Wirtschaftseinnahmen und illegalen Rodungen“, so Winter. Selbst die Pufferzonen der Weltnaturerbeflächen, die häufig die gleiche Qualität haben wie die eigentlichen Erbestätten, werden degradiert und damit für Jahrhunderte verschlechtert sein.

Der WWF fordert daher, dass der Schutz der letzten großflächigen Urwälder durch eine wirksame Umsetzung der EU-Biodiversitätsstrategie und einen besseren Schutz über das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000 erfolgt. Als erster Schritt sei ein Schutz der Alt- und Urwälder über ein europäisches Finanzierungsprogramm notwendig. So könne etwa ein großflächiges Schutzgebiet von rund 200.000 Hektar in den rumänischen Karpaten aufgebaut werden. Aber auch Deutschland hat mit nur drei Prozent nutzungsfreier Waldfläche die Ziele noch nicht erreicht und sollte weitere Schutzgebiete mit striktem Waldschutz einrichten.


Quelle
WWF
Stand: 17.09.2021


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Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme
  • Es ist nach unserer Auffassung an der Zeit sicher vermehrt der Erhaltung unserer Wälder zu widmen. Das Herausführen besonders wertvoller Strukturen aus der Nutzung und die Umwandlung in Großschutzgebiete zeigt sich dringlicher denn je. Denn auf solche Eindrücke können wir verzichten!

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Die Wilden Bienen von Kirchaich - Wildbienen reproduzieren sich
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Die Wilden Bienen von Kirchaich

22/23.09.2021

Bayern. Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, des Katholischen Kindergarten St.Josef und der Gemeinde Oberaurach, das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Wenn von Bienen die Rede ist, denken die meisten von uns sofort an die domestizierte Honigbiene. Dass es daneben in der Bundesrepublik Deutschland weitere ca. 560 Wildbienenarten gibt, ist den wenigsten bekannt.
Wildbienen - die unbekannten Bestäuber
Eigentlich haben die meisten von uns in ihrem Leben schon einmal Wildbienen gesehen. Doch bewusst als solche wahrgenommen werden diese Tiere kaum. Vielfach werden sie gar mit Wespen oder Fliegen verwechselt. Und hier zeigt sich auch bereits ein elementares Problem. Aufgrund einer weitverbreiteten Unkenntnis werden „die Wildbiene“ und deren Ansprüche an ihre Lebensräume nicht erkannt.



In der Aufnahme
  • im ersten Jahr nach ihrer Installation zeigt die Wildbienenwand zahlreiche besetzte Niströhren
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Stele der Biodiversität® - Zellewitz - Erste Spuren der Besiedlung
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Stele der Biodiversität® - Zellewitz - Erste Spuren der Besiedlung

22/23.09.2021


Ein Projekt des Artenschutz in Franken®, des Verbandes Naturpark „Unteres Saaletal“ e. V., und des Fördervereins Bildung und Arbeit e.V., das von der Stadt Könnern und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Könnern / Sachsen-Anhalt. Viele Arten fanden und finden sich als ursprüngliche auch Fels- und Höhlenbewohner seit vielen Jahrhunderten als sogenannte Kulturfolger in und an von Menschenhand geschaffenen Gebäuden wieder. Hierzu zählen auch bestimmte Säugetier-, Vogel- und Insektenarten, die die Gebäude (Kunstfelsen) als Brutplätze, Sommerquartiere oder Versteckmöglichkeiten nutzen.
Viele der früher häufigen Arten der Dörfer und Städte sind heute bereits sehr selten geworden. Aufgrund von Sanierungen und dem Abriss vieler geeigneter Gebäude, ist ein starker Rückgang der gebäudebewohnenden Arten zu verzeichnen. Zahlreiche Arten sind bereits fast ganz verschwunden! Eine Verarmung der Artenvielfalt findet statt. Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung diesen Arten auch in Zukunft geeignete Quartiere vorzuhalten.

Ehemalige, vormals meist artenferne Trafotürme eignen sich nach entsprechender Umgestaltung in besondere Weise für die Einrichtungen eines „Leuchtturms der Artenvielfalt“.

Der ehemalige Trafoturm Zellewitz wird durch ein innovatives Artenschutz- und Umweltbildungsprojekt durch den Verein Artenschutz in Franken® und den Naturpark Unteres Saaletal, mit Unterstützung der Gemeinde Könnern dem Förderverein Bildung und Arbeit e. V. und der Deutschen Postcode Lotterie in einen Artenschutzturm verwandelt, der zukünftig einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in einer zunehmend ausgeräumten Landschaft leistet.

Das Projekt ist Bestandteil des Projekts „Stelen der Biodiversität®“, welches im Zuge der UN-Dekade 2011 bis 2020 bereits seit 2014 in unterschiedlichen Bundesländern Leuchttürme der Artenvielfalt entstehen lässt.

Das Projekt „Stelen der Biodiversität®“ hat es sich zum Ziel gesetzt, in jedem Bundesland der Republik sichtbar zu werden und ungenutzte Objekte, vorrangig alte Trafotürme, zu lebendigen Elementen der biologischen Vielfalt umzugestalten.Dazu werden gezielt Lebens- und Fortpflanzungsräume für Tiere geschaffen.



In der Abbildung
  • Mitte September 2021 werden die ersten Spuren der Bauwerkbesiedlung sichtbar ... die hinter der Fassade eingebrachten Niiststeine für Gebäudebrüter zeigen im Bereich des Einschlupfes Abriebspuren ....
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„Stele der Biodiversität®“ - Standort Wils in Sachsen-Anhalt
Bild zum Eintrag (1056595-160)
 „Stele der Biodiversität®“ - Standort Wils in Sachsen-Anhalt

22/23.09.2021


Ein Projekt des Artenschutzes in Franken® und dem Naturpark Unteres Saaletal e. V., das von der Gemeinde Salzatal und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Wils / Sachsen - Anhalt. Viele (Wild) - Tier- und Pflanzenarten fanden und finden sich als bevorzugt ursprüngliche Fels- und Höhlenbewohner, seit vielen Jahrhunderten als sogenannte Kulturfolger in und an von Menschenhand geschaffenen Gebäuden (Kunstfelsen) wieder. Hierzu zählen auch zahlreiche Säugetier- Vogel- und Insektenarten, welche die Gebäude vielfach intensiv als Brutplätze, Sommerquartiere oder auch als Versteckmöglichkeiten nutzen.

Viele der früher häufigen „Allerweltsarten“ unserer Dörfer und Städte sind heute bereits sehr selten geworden oder gar verschwunden ...
Aufgrund von (vielfach artenfernen) Sanierungen sowie dem Abriss vieler potenziell geeigneter (alter) Gebäude, ist seit geraumer Zeit ein starker Rückgang der gebäudebewohnenden Arten zu verzeichnen. Zahlreiche Arten sind bereits fast gänzlich aus unserem Umfeld verschwunden! Dadurch findet unverkennbar eine erschreckende Verarmung der Artenvielfalt in unserer Umwelt statt. Durch den markanten Schwund der Artenvielfalt gerät auch das Wissen über die Ansprüche und die Verhaltensmuster unserer „kulturellen wilden Wegbegleiter“ in Vergessenheit.

Aus diesem Grund ist es in unseren Augen und gerade im Interesse der uns nachfolgenden Generationen, also unserer Kinder und Enkelkinder von größter Bedeutung diesen kulturfolgenden Spezies auch in Zukunft geeignete Quartiere und damit Überlebensräume vorzuhalten.


In der Aufnahme
  • Mitte September ... die letzten Vorarbeiten wurden abgeschlossen ... die grafische Gestaltung der Fassade steht nun an ..
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Stele der Biodiversität® - Standort Bad Rodach / Carsahn - Bayern
Bild zum Eintrag (1056577-160)
Stele der Biodiversität® - Standort Bad Rodach / Carsahn

21/22.09.2021

Bayern. Ein Projekt des Artenschutz in Franken® und der Stadt Bad Rodach das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Wer das in die Jahre gekommene Bauwerk vor seiner Umgestaltung besah, hätte wohl kaum glauben können das sich aus diesem artenschutzfernen Bauwerk einmal eine Stele der Biodiversität® entwickeln soll.
Seit mehreren Wochen arbeiten wir intensiv daran den kleinen Baukörper noch vor dem bevorstehenden Herbst in eine finale Form zu bekommmen ...

Als Thema der Grafik wurde der Ansatz der Zeitreise in die Vergangenheit gewählt und das obwohl wir auch hier unserer Zeit voraus sind!


In der Aufnahme
  • Den letzten grafischen Einsatzblock starteten wir vor wenigen Tagen, er soll der Stele der Biodiversität finales "Leben" einhauchen.
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Massentierhaltung hat keine Zukunft
Bild zum Eintrag (1056551-160)
Massentierhaltung hat keine Zukunft - Für mehr Tierschutz nicht nur im Schweinestall

21/22.09.2021

Verbände des Agrarbündnis Bayern fordern Umbau der Tierhaltung, u.a.: mehr Unterstützung für Haltungssysteme mit Stroheinstreu, verbesserte Kontrollen von Schlachtkörpern auf Tierschutzverstöße, Keine Reserveantibiotika für ganze Tierbestände


Ein breites Bündnis aus 13 Verbänden aus Umwelt-, Tierschutz-, Bauern- und Verbraucherorganisationen kritisiert, dass für die vom Kompetenznetzwerk Tierhaltung („Borchert-Kommission“) vorgeschlagenen substanziellen Verbesserungen beim Tierwohl bislang keine verbindliche Finanzierungsstrategie entwickelt wurde.

Das Expert*innengremium war 2019 von Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner eingesetzt worden und legte bereits im Februar letzten Jahres seinen 20 seitigen Bericht vor. Ein Umbau der Ställe in Richtung mehr Tierwohl sei unumgänglich. Finanziert werden könnte der Umbau auch mit Hilfe einer mengenbezogenen Tierwohlabgabe, deren verbindliche Umsetzung die Agrarbündnisverbände einfordern. Ebenso fordern sie verbesserte Tierhaltungsvorschriften mit mehr Bewegungsmöglichkeiten für landwirtschaftliche Nutztiere, Auslauf im Freien, Einstreu statt nackter Betonböden und Futtermittel aus der Region statt aus dem Regenwald.
Das Bündnis wählte Landshut als Kundgebungsort, da der Landkreis Landshut zu den Regionen Bayerns mit der größten Dichte an Mastschweinebetrieben gehört. 19 Betriebe haben, laut einer Landtagsantwort aus 2016, Ställe mit mehr als 2000 Mastplätzen. Zwei der Betriebe gehören zu den 23 größten industriellen Tierhaltungsanlagen mit sehr hohen Ammoniakemissionen, die das Umweltbundesamt für Bayern veröffentlicht hat[1].

Für ein Mastschwein stehen nach gesetzlichen Tierhaltungsvorgaben gerade einmal 0,75 m² zur Verfügung. Das ist zu wenig, denn die Tiere können ihre arteigenen Bedürfnisse nicht ausleben. Schmerzhafte Gelenk- und Klauenschäden und Kannibalismus wie Schwanzbeißen sind häufig die Folge.

Bundesweit halten laut Thüneninstitut [2] 70 Prozent der Betriebe Mastschweine auf Voll- oder Teilspaltenböden in klimatisierten, reizarmen Ställen. 92 Prozent der Mastschweine sind davon betroffen.

„Diese Form der Tierhaltung hat keine Zukunft mehr“, so die Verbände, „denn die Schweinepreise sind im Keller und nach wie vor wird zu viel Schweinfleisch produziert.

Tierschutzprobleme bei Mastschweinen können verringert werden, wenn die Tiere ausreichend Platz im Stall haben, die Buchten gut strukturiert sind und reichlich Stroheinstreu zur Verfügung steht. Es sollten mindestens 1,3 Quadratmeter pro Mastschwein (bis zu einem Lebendgewicht von 120 Kilogramm) zur Verfügung stehen.

Statements der beteiligten Verbände:

Josef Schmid, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Bayern: „Kostenminimierung und Weltmarktorientierung haben bisher nicht einmal für die Überlebenden des Strukturwandels ausreichende Perspektiven geschaffen. Ein Umstieg auf Strohschweinehaltung oder Gesamtumstellung von Betrieb und Tierhaltung auf ökologische Landwirtschaft ist erforderlich. Dazu braucht es für Landwirte einen Mehrpreis. Die höheren Kosten für eine artgerechtere Tierhaltung müssen künftig genauso bezahlt werden, wie der Einsatz für mehr Biodiversität. Ministerin Klöckner hat es bislang versäumt, sich um verlässliche Bedingungen für uns Bäuerinnen und Bauern zu kümmern.“

Kathy Mühlebach Sturm, Vorsitzende der BN Kreisgruppe Landshut und Mitglied im Landesvorstand des BUND Naturschutz in Bayern:

„Mit der Umstellung auf artgerechte Haltungsverfahren würde auch die Stickstoffbelastung von Boden und Grundwasser reduziert. Das ist entscheidend auch für den Klimaschutz, da Stickstoffüberschüsse im Boden nicht nur zu Nitratbelastung des Grundwassers führen können, sondern sich unter Luftabschluss auch das sehr klimaschädliche Lachgas bilden kann. Wir Verbraucher*innen benötigen aber auch klare Vorgaben. Statt Handels-konzernen das Verwirrspiel mit unterschiedlichsten Labeln für Fleischprodukte zu überlassen, muss es endlich eine gesetzlich verbindliche Haltungskenn-zeichnung nach dem Modell der EU Eierkennzeichnung geben. Nur dann können wir an der Ladentheke eine klare Entscheidung treffen.

Der BN setzt sich auch für ein verändertes Ernährungsverhalten ein. Der Weltacker in Landshut zeigt, dass die in einem gerechten Weltsystem durchschnittlich einem Menschen zur Verfügung stehende Ackerfläche von 2000 m² bei geringerem Konsum von Fleisch und Milchprodukten und besserer Nutzung (weniger wegwerfen) für dessen Versorgung ausreichen kann.

Dr. Ulrike Bayer, Schutzbündnis Tier –und Umwelt, Landshut:„Mit unserem Bündnis, das wir 2015 gegen die Erweiterung des Schlachthofs in Landshut gegründet haben, setzen wir uns für die Aufklärung der Bevölkerung über die Schattenseiten unserer Fleischproduktion ein und machen aufmerksam, dass es Fleisch aus artgerechter Tierhaltung nicht zum Nulltarif geben kann. Wir fordern Änderungen bei den Tierschutzhaltungsverordnungen und mehr Tierschutz bei der Schlachtung, weg von der CO2 Betäubung, bei der insbesondere Schweine unnötig leiden müssen. Unterstützt werden beim Umbau sollen vor allem die kleineren bäuerlichen Strukturen und nicht zuvorderst die Großbetriebe.“ Konrad Haberberger: „Damit das Trinkwasser im Landkreis Landshut langfristig unter einem Nitratwert von 50 mg/l bleibt, müssen die Schweinemastbestände im nördlichen Landkreis Landshut um 50 Prozent reduziert werden. Nur so ist eine langfristige Sanierung des Grund-und Trinkwassers durch die bestehende hohe Nitratbelastung möglich.“

Ilona Wojahn, Präsidentin des Deutschen Tierschutzbundes, Landesverband Bayern: „Viele reden heute von Tierschutz und Tierwohl, aber wie sieht die Realität aus? Tiere in der konventionellen Landwirtschaft sind zu reinen Produktionsgütern degradiert. Über Jahrzehnte wurde die Tierhaltung auf immer höhere Leistungen zu immer niedrigeren Preisen getrimmt. Das Ergebnis ist eine Maschinerie mit enger Taktung. Statt kleiner Bauernhöfe gibt es große Produktionshallen, statt örtlicher Schlachtereien vorwiegend große Schlachthöfe. Was daraus erwachsen kann, haben die Schweinestaus in der Schlachtung 2020 gezeigt, Tierleid und Qualen pur. Um die Tierhaltung zu verbessern, und die „schwarzen Schafe“ herauszufinden, die das Image der bäuerlichen Tierhaltung nachhaltig schädigen, müssen Tierschutzverstöße künftig besser erfasst werden. An den Schlachthöfen sollten künftig Liegeschäden bei Schweinen, wie das Auftreten schmerzhafter Schleimbeutelentzündungen (Bursen) durch das Veterinärpersonal erfasst werden. Dazu braucht es ein Monitoring an den Schlachthöfen und an den Konfiskat-Ablieferstellen, um Problemfälle zu identifizieren und die Betriebe zu beraten bzw. falls erforderlich auch zu sanktionieren.“

Reinhard Gromotka; Geschäftsführer des Tagwerk Schlachthofs: „Die Verbraucher- und Erzeugergemeinschaft TAGWERK zeigt in Niederhummel im Landkreis Freising, was möglich ist, wenn Erzeuger und Verbraucher sich verbünden. Unsere im Verhältnis zu den Großen am Markt sehr kleine TAGWERK Biometzgerei setzt mit zwanzig Mitarbeiter*innen und zwei Auszubildenden auf vernünftige Verträge und sehr gute Arbeitsbedingungen. Verantwortung für Menschen, Tiere und Natur sowie hervorragende Qualität sind Grundprinzipien, die durch einen fairen Preis der Produkte finanziert werden. Unser Anspruch ist auch die komplette Verarbeitung des Tieres, von der Nase bis zum Schwanz, weil jedes Teil wertvoll ist. So erzielen wir eine gute Gesamtwertschöpfung und unsere Betriebe haben Zukunftsperspektiven.“

Beatrix Fuchs, Greenpeace München: „Die Produktion von Billigfleisch heizt die Klimakrise weiter an. Brennende Regenwälder für Futtermittel - diese Bilder haben wir alle nur zu gut vor Augen. Aber obwohl hierzulande inzwischen ein Umdenken stattfindet und von Jahr zu Jahr weniger Fleisch gegessen wird, wurde die Fleischproduktion weiter hochgefahren. Deutschland hat sich als Schlachtbank Europas etabliert, weil es den hier ansässigen Fleischkonzernen gelungen ist, ihre Kosten zu Lasten von Arbeiter*innen in den Schlacht- und Zerlegebetrieben, der Umwelt, der Mastbetriebe und nicht zuletzt der Tiere extrem niedrig zu halten. Exportschlager Billigfleisch aus Deutschland für den Weltmarkt. Futtermittel aus Südamerika – selbst bei Produkten, die das schöne Siegel „Qualität aus Bayern“ tragen. Eine Petition der AbL und weiterer Verbände das zu verbessern, wurde erst kürzlich im Landtag von CSU und Freien Wählern abgelehnt. Unsere Klimaziele sind so nicht erreichbar.“

Dr. Rupert Ebner, Slow Food München:„Wir müssen wegkommen von Tierhaltungssystemen, die nur mit dem Einsatz von Antibiotika oder Hormonen, wie in der Ferkelerzeugung, möglich sind. Denn dadurch werden resistente Erreger erzeugt, so dass die Wirksamkeit der Arzneimittel auch für den Menschen nachlässt und zur Gefahr wird. Der Einsatz von Reserveantibiotika darf künftig nur noch an Einzeltieren nach genauer Analyse angewendet werden und auch in der Humanmedizin muss der Einsatz restriktiver gehandhabt werden.“

Stefan Barbarino, Genussgemeinschaft Städter und Bauern: „Viele bäuerlich geprägte Betriebe in Bayern, darunter auch die Bäuerinnen und Bauern die unserer Genussgemeinschaft angehören, beweisen tagtäglich ein wirtschaftlich erfolgreiches Zusammenwirken von Agrarökonomie, Tierschutz und Agrarökologie. Noch gibt es zahllose tierquälerische Defizite, gesetzliche Schlupflöcher und nicht tragbare permanente Ausnahmeregelungen, die die Gesetze in ihrer konsequenten Umsetzung verhindern. Wir fordern daher die bayerische Staatsregierung auf, Missstände unverzüglich und konsequent zu beheben und den Wünschen aus den breiten Bevölkerungskreisen für mehr Tierwohl nachzukommen.“


Quelle
BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
16.09.2021


Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
  • Weißstirn-Weißspanner (Cabera pusaria) ... unmittelbar bedroht die Massentierhaltung auch das Leben zahlloser Wildtierarten, da die Lebensräume dieser Arten durch die zunehmende Industrialisierung der Landwirtschaft in Mittleidenschaft gezogen werden. Die Abkehr von der Massentierhaltung ist somit auch Artenschutz für vielfältige Formen der Wildtiere. Tagsüber ruhen diese nachtaktiven Falter in niederer Vegetation.Nachts werden sie von künstlichen Lichtquellen angelockt und lassen dort auch oft ihr Leben.

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Zweiband Wiesenschwebfliege (Epistrophe eligans)
Bild zum Eintrag (1056542-160)
Zweiband Wiesenschwebfliege (Epistrophe eligans)

21/22.09.2021

Bayern. Auch diese Schwebfliegen helfen mir im Garten. Die Zweiband - Wiesenschwebfliege legt ihre Eier in der Nähe von Blattläusen ab.Die Larve die aus- sieht wie eine große Amöbe ernährt sich von ihnen.Jedes Frühjahr haben Johannesbeer- und andere Sträucher Blattläuse.

Da mit einer Giftspritze herum zu rennen wäre in meinen Augen fahrlässig. Man braucht nur etwas Geduld ...
Es dauert nicht lange, dann kommen die Marienkäfer, die Schwebfliegen und andere Insekten, die für ein natürliches Gleichgewicht sorgen.Selbst stark befallene Triebe, die kurz Kümmerwuchs haben, treiben wieder durch.

Im Sommer muss ich Blattläuse suchen, so wenige sind da, aber eben nur, weil ich nicht gegiftet habe. Alle Sträucher, Bäume u. anderen Pflanzen werden mit einer dünnen Schicht Kompost versorgt.Das hilft diese mit Nähr- und Abwehrstoffen zu versorgen.
Kein Gartenbesitzer sollte, mit dem Wissen von heute, auf seiner Parzelle mit Gift u. anderer Chemie hantieren

In der Aufnahme und Autor
  • Zweiband Wiesenschwebfliege, Weibchen
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Weniger Pestizide – mehr Schutz für Böden ...
Bild zum Eintrag (1056538-160)
Weniger Pestizide – mehr Schutz für Böden, Wiesen und Wasser

20/21.09.2021

Osnabrück. Bäuerinnen und Bauern erleben eine der größten Transformationen ihres Berufsstands: Landwirtschaft auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Eine Herausforderung ist die Frage, wie – für mehr Umweltschutz – Pestizide zu reduzieren sind, ohne die eigene wirtschaftliche Existenz zu gefährden.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) nimmt das Thema zum Anlass, morgen (Donnerstag) mit einer Veranstaltung im digitalen und Präsenzformat eine Förderinitiative zur Vermeidung und Verminderung von Pestiziden im Detail vorzustellen. „Landwirtschaft und Umweltschutz hängen unmittelbar zusammen. Lösungen für einen nachhaltigeren Umgang mit Böden, Wiesen, Wasser und Luft schaffen wir nur gemeinsam“, so DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.
Die Veranstaltung ist am Donnerstag ab 12:45 Uhr live auf YouTube https://youtu.be/3TJ4tzRitb0 zu verfolgen. Wer will, kann per Chat-Funktion mitdiskutieren. Die Maßnahmen der Förderinitiative verteilen sich im gesamten Bundesgebiet und haben eine Laufzeit von zwei bis drei Jahren. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert die Initiative nicht nur fachlich, sondern auch finanziell mit drei Millionen Euro. Insgesamt fallen Kosten von etwa 4,3 Millionen Euro an. Bei der Auswahl der Projekte hatten DBU-Fachleute und ein Gutachtergremium die Qual der Wahl. „Uns haben rund 80 Bewerbungen erreicht, von denen schließlich elf für eine Förderung ausgewählt wurden“, sagt der zuständige DBU-Abteilungsleiter Dr. Maximilian Hempel, der die Idee zur Initiative hatte.

Der Grund lag für ihn auf der Hand: „Der Rückgang der Artenvielfalt zählt neben dem Klimawandel zu den drängendsten Umweltproblemen unserer Zeit“, so Hempel. Den Ernst der Lage habe die Forschung von Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese eindrücklich beschrieben. Die Ökologin wird dafür dieses Jahr in Darmstadt mit dem Deutschen Umweltpreis der DBU ausgezeichnet; sie teilt sich den mit insgesamt 500.000 Euro dotierten Preis mit Moorforscher Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joosten.

Von Hochschulen bis zur mittelständischen Wirtschaft

Für informative Debatten dürfte morgen gesorgt sein. Mit dabei sind Teams der einzelnen Vorhaben – darunter Hochschulen, mittelständische Unternehmen und Behörden wie etwa Landwirtschaftskammern. Hinzu kommen die am Auswahlverfahren beteiligten Gutachterinnen und Gutachter. Einen Impulsvortrag zur Reduzierung von Pflanzenschutzmitteln hält Hubertus Paetow, selber Landwirt und Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG). Paetow war Mitglied der von der Bundesregierung eingesetzten Zukunftskommission Landwirtschaft, die im Juni dieses Jahres ihren Abschlussbericht vorlegte. Eine Empfehlung: staatliche Förderung für Landwirte an umwelt- und klimapolitische Kriterien koppeln – etwa am Artenschutz und an der Minderung von Treibhausgasen.

Jedes Jahr rund 27.000 Tonnen Pestizid-Wirkstoffe auf Äckern und Feldern

Landwirtschaft befinde sich in einer veritablen Zwickmühle, so Hempel. „Zum einen ist sie unabdingbar für den Erhalt offener Agrarlandschaften und deren vielfältiger Biodiversität; zum anderen ist sie unter Druck, qualitativ hochwertige Lebens- und Futtermittel möglichst preiswert zu produzieren.“ Eine Folge: erhöhter Pestizideinsatz, um Erträge zu steigern. Dieser Spagat sei auf Dauer kaum zu bewältigen, gehe vor allem zu Lasten von Umwelt und Natur, so Hempel. Der DBU-Abteilungsleiter verweist dabei auf Gutachten der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die Politik und Gesellschaft in wichtigen Zukunftsfragen berät, sowie des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU): Beide renommierten Institutionen seien sich mit der Zukunftskommission Landwirtschaft darin einig, „dass die Verwendung von Pestiziden erheblich zu verringern ist“, sagt Hempel. Tatsächlich legt die aktuelle Statistik schnelles Handeln nahe: Laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist der Absatz der rund 280 in Deutschland zugelassenen Pflanzenschutzmittel seit einem Vierteljahrhundert nahezu unverändert. Jedes Jahr werden rund 27.000 Tonnen Wirkstoffe auf deutschen Äckern und Feldern ausgebracht.

Kampf gegen Kirschessigfliegen, Blattflöhe und Spinnmilben

„Die Nachfrage nach alternativen Pflanzenschutzmaßnahmen ist mittlerweile zwar hoch, praxistaugliche Alternativen sind jedoch kaum vorhanden“, sagt Hempel und beschreibt die Herausforderung. Die nun startende Förderinitiative will das ändern und steckt sich klare Ziele: Vermeidung und Verminderung von Pestizidrückständen in der Umwelt, Entwicklung ressourcen- und energieeffizienter nicht-chemischer Pflanzenschutzmethoden, Ersatz chemischer Pflanzenschutzmittel und: Schutzgebiete besser vor Pestiziden bewahren. Die ausgewählten Projekte der Förderinitiative versprechen jedenfalls spannende neue Erkenntnisse. Der Befall von Blattflöhen im Obstbau und von Spinnmilben bei Hopfen wird ebenso unter die Lupe genommen wie der Kampf gegen die aus Südostasien eingewanderte Kirschessigfliege, einer der gefährlichsten Schädlinge im Obst- und Weinbau.


Quelle
Deutsche Bundesstiftung Umwelt
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
15.09.2021 |

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In der Aufnahme von Berhhard Schmalisch

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In Bayern verschollene Pilzart wiederentdeckt
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In Bayern verschollene Pilzart wiederentdeckt

20/21.09.2021

Vom Aussterben bedrohter Duftender Venus-Ellerling bei Grafenau gefunden

Grafenau. Der Duftende Venus-Ellerling (Aphroditeola olida), eine intensiv nach reifen Walderdbeeren duftende Pilzart aus der Familie der Wachsblättler, wurde kürzlich in einem Bauernwald bei Grafenau wiederentdeckt.

Der in Deutschland als vom Aussterben bedroht geltende Pilz ist aufgrund seines typischen Geruchs für Experten leicht zu erkennen. Kartiert wurde er im Rahmen eines grenzüberschreitenden Projekts, das vom Nationalpark Bayerischer Wald koordiniert wird. Bisher galt die Art in Bayern als verschollen, denn der letzte bekannte Nachweis stammt aus Nordbayern, datiert auf das Jahr 1977.
Für die Funga des Böhmerwaldes ist er nun erstmals nachgewiesen. Der Fund ist ein weiterer Beleg für das große Naturpotenzial der Region. „Die Jahrhunderte alte, traditionelle Waldbewirtschaftung in den umliegenden Bauernwäldern ist ein großer Glücksfall für die Artenvielfalt“, sagt Nationalpark-Mykologe Peter Karasch, der die finale Bestimmung im Labor vornahm. „In den extensiv genutzten Bereichen haben hunderte selten gewordenen Pilzarten überlebt, die in intensiv bewirtschafteten Wäldern schon verschwunden sind." Mehr Infos zum Projekt gibt es im Internet unter www.pilze-ohne-grenzen.eu.

Bildunterschrift:
Der Duftende Venus-Ellerling wurde in Bayern zuletzt 1977 nachgewiesen. (Foto: Peter Karasch/Nationalpark Bayerischer Wald)

Quelle
Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald

Pressemitteilung Nr. 56/2021
Datum: 16.09.2021

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Gemeine Schornsteinwespe (Odynerus spinipes)
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Gemeine Schornsteinwespe (Odynerus spinipes)

20/21.09.2021

Deutschland.
Odynerus spinipes, die Gemeine Schornsteinwespe war früher häufig, inzwischen gefährdet. Das Bild zeigt ein Männchen, mit den langen, eingerollten Fühlern und dem langgezogenen Hinterleib.Weibchen bauen in Löß und Lehm Röhren für ihre Larven und diese werden mit Rüsselkäferlarven bestückt.Meist die Larven des Luzerneblattnagers, der im Luzerneanbau als Schädling gilt.

Die Gemeine Schornsteinwespe bestückt ihre  Röhren mit bis zu 30 dieser Käferlarven als Proviant für ihren Nachwuchs.Gebaute Röhren, meist schräg in einer Steilwand, sind einzigartig, da die Wespe auch mit Wasser mörtelt u. haben Nebengelasse, die mit einem Ei bestückt werden.
An Lehmwänden sind manchmal sehr vergängliche Türmchen ( bei Regen werden diese weggewaschen** ) ähnliche Gebilde zu sehen, diese wurden von dieser Wespenart mit kleinen Lehmkügelchen gekleistert.**Ist aber nicht so schlimm, da der Eingang zu den Röhren von der Schornsteinwespe sowieso verkleistert wird.

Aktiv ist diese früher häufige, jetzt selten gewordene und gefährdete Faltenwespenart von Mai bis Juli. Lehm und lösshaltige Steilwände an Ufern, Sandgruben u. ähnliche Lebensräume welche von ihr benötigt werden sind ebenfalls selten geworden. Mit dem Schwinden der Lebensräume verlieren wir auch diese Faltwespenart.

Aufnahme und Autor
Bernhard Schmalisch
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Ein Wehr verschwindet
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Ein Wehr verschwindet

19/20.09.2021

Leucherhofwehr: Rückbauaktion an der Baunach startet / WWF: „Leuchtturm-Projekt“ sucht Nachahmer


Die Naturschutzorganisation WWF Deutschland und das Wasserwirtschaftsamt Kronach haben den Rückbau und Abriss des „Leucherhofwehres“ an der Baunach gestartet. Damit werden rund 6 km frei fließende Gewässerstrecke in dem potenziellen Aalgewässer gewonnen. „Wir freuen uns, dass wir nach fachkundiger Vorbereitung durch die Behörden nun loslegen können.

Das Leucherhofwehr ist wie eine Altlast, von der wir die Baunach nun befreien“, so Sigrun Lange vom WWF Deutschland. Das Wehr lag knapp oberhalb der Baunach-Mündung in den Main und ist für Wassertiere, die flussaufwärts wandern möchten, eine unüberwindbare Barriere. Fische werden laut WWF regelrecht „eingesperrt“. Außerdem führen unnötige Aufstauungen dazu, dass sich Nährstoffe ablagern und sich die Gewässer unnatürlich stark erwärmen.
Derweil erhofft sich der WWF von der Aktion an der Baunach einen gewissen Nachahmer-Effekt. „Viele Flüsse und Bäche sind in Deutschland noch immer in keinem guten, ökologischen Zustand. Wer das ändern will, muss anfangen sie aus dem Korsett ihrer Barrieren zu befreien. Insofern ist der Rückbau ein Leuchtturm-Projekt, dem hoffentlich noch zahlreiche in Bayern und ganz Deutschland folgen werden“, so Lange. Dringend erforderlich wäre ein staatlicher Rückbaufonds, um auch Barrieren Dritter entfernen zu können, für die niemand belangt werden kann bzw. deren Rückbau eine zu hohe Belastung für die Besitzer darstellen würde.

Rund um den Globus gibt es 60.000 große Dämme, allein in Bayern blockieren knapp 57.000 meist kleinere Barrieren die Flüsse und Bäche, darunter Wehre, Abstürze und Sohlrampen. Sie gelten als eine der Hauptursachen für das Schwinden von Wanderfischen, wie etwa Aale oder Lachse.  Darunter sind auch viele alte Anlage, wie etwa das Leucherhofwehr, die überhaupt nicht mehr genutzt werden. Die Naturschutzorganisation WWF Deutschland hofft daher, dass das Braunach-Projekt ein Startschuss für Rückbauten in ganz Bayern und Deutschland wird.

Quelle
WWF
Stand: 16.09.2021

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
  • Bisam und Nilgans am Gewässer

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Die im Dunkel, die sieht man nicht ...
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Die im Dunkel, die sieht man nicht ...

19/20.09.2021

Nordrhein-Westfalen / Schaephuysen
. Ein innovatives Kooperationsprojekt des Artenschutz in Franken®, des Vereins für Gartenkultur und Heimatpflege Schaephuysen e.V., der Baumsiedlung Schaephuysen, der Gemeinde Rheurdt und Turmtransformation, das von der Deutschen Postcode Lotterie gefördert wird.

Tagaktive Insekten stehen glücklicherweise seit geraumer Zeit wieder im Fokus des gesellschaftlichen Interesses. Leisten diese kleinen Bestäuber doch unbezahlbare Leistungen innerhalb des Ökohaushalts. Doch dabei werden leider häufig nachtaktive Insekten übersehen, welche eine nicht weniger wertvolle Nische im Ökosystem ausfüllen, doch von uns Menschen nicht bewusst wahrgenommen werden. Das möchten wir mit diesem wertvollen, kooperativen Artenschutz-Umweltbildungsprojekt bewusst ändern!
In den vergangenen 27 Jahren sind laut einer Studie rund 75 Prozent der fliegenden Insekten in der Bundesrepublik Deutschland verschwunden. Dieses schockierende Ergebnis umfasst sowohl die von uns als Gesellschaft bewusst wahrgenommenen Schmetterlinge & Co. als auch die nachtaktiven und damit kaum wahrgenommenen Insektenarten.


In der Abbildung
  • Medienmitteilung zum kick off
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Frisch geschlüpft ... Plattbauch Libelle
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Frisch geschlüpft ...

19/20.09.2021

Deutschland. ...ist hier eine männliche Plattbauch (Libellula depressa) die eben geschlüpft ist.Die Libelle ist viel größer als die Larvenhaut die hier noch erkennbar ist und muss sich erst zu ihrer vollen Größe entfalten.Das kann mehrere Stunden dauern.

Autor und Aufnahme
  •     Bernhard Schmalisch
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Unser Umgang mit der uns anvertrauten Biodiversität
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Unser Umgang mit der uns anvertrauten Biodiversität

18/19.09.2021

Bayern. So sieht also unser Umgang mit der Artenvielfalt in verschiedenen Lebens-raumkulissen, sprich der industriellen Land- und Forstwirtschaft und auf den "Achsen der Mobilität" aus. Es ist schon für uns sehr schockierend wenn Blindschleichen wie ein Stück Abfall behandet werden.
In den vergangenen Wochen hatten wir uns fest vorgenommen unseren Blick auf diese Art und deren Verluste in "Wald und Feld" zu richten.

Das bislang auf einer Fläche von 40.000 Hektar erfasste Ergebnis lässt erahnen wie hoch die Verluste dieser Art scheinen. 274 tote Blingschleichen innerhalb 16 Wochen sprechen für sich ... ferner 39 tote Blindschleichen auf den Straßen die uns ins Auge fielen ...


In der Aufnahme
  • Ein Monitoring mit erschreckenden Ergebnissen ...
Artenschutz in Franken®  
Amphibien vor dem Zusammenbruch
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Amphibien vor dem Zusammenbruch

18/19.09.2021

Deutschland. Der Niedergang unserer Amphibien setzt sich immer weiter fort und hauptursächlich dafür ist der Lebensraumverlust der Tiere.

Da Amphibien verschiedene Lebensraumtypen über das Jahr hinweg frequentieren, können wir die Arten als natürliche Indikatoren ansehen und Rückschlüsse auf die Qualität der jeweiligen Bereiche, auch im Interesse des Menschen ziehen.
Neben dem Klimawandel die die Tiere vor nahezu unlösbare Herausforderungen stellt, zeigt sich eine zu intensive Landbewirtschaftung, die Ausbringung von Bioziden, schwindende Laichgewässer, ein stetig zunehmender Verkehr und damit auch die Zerschneidung der Lebensräume (Massenwanderung besonders bei der Erdkröte und dem Grasfrosch) uvm. zu den Gründen des Rückgangs. Unsere Amphibienbestände stehen tatsächlich vor dem Zusammenbruch. 

Sollte sich der Rückgang so intensiv fortsetzen wie bisher scheint das von uns Menschen hauptsächlich verursachte Schicksal für die Amphibien besiegelt. Unsere Kinder werden die Rufe der Frösche und Kröten lediglich vom Hörensagen kennen. Die Tiere selbst werden die Buben und Mädchen meist nur noch in Filmen und Büchern wahrnehmen können.

Eine stille Welt in der die nächste Generation hineinwächst … welch erschreckender Gedanke!


In der Aufnahme von Helga Zinnecker
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Vom Trafohaus zum Leuchtturm der Biodiversität
Bild zum Eintrag (1056372-160)
Vom Trafohaus zum Leuchtturm der Biodiversität

18/19.09.2021


Ein Projekt des Artenschutz in Franken®, der Alpenklinik Santa Maria und der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Oberjoch/Bayern. Ein weiterer, der Umweltbildung zuzuordnender Projektbaustein, stellt die Installation einer Skulptur dar. Dieser bespiel- und erlebbare Feuersalamander soll gerade die uns nachfolgende Generation an das zunehmende wichtiger werdende Thema: Erhalt der Artenvielfalt" heranführen.

 Um was es bei diesem Projektstep geht?


In der Aufnahme
  • Am 14.09.2021 konnte die Skulptur offiziell freigegeben werden, nachdem diese nahezu mit dem Umfeld verwachsen ist.
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Fliegenpilz - Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria)
Bild zum Eintrag (1056357-160)
Fliegenpilz - Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria)

17/18.09.2021

Deutschland. Finger weg von diesem Pilz denn er ist für den Menschen sehr giftig.

Das erkannten auch bereits die Altvorderen als sie den Fliegenpilz in kleine Stückchen zerhackten und für einige Tage in Milch einlegten. Diese Fliegenpilzmilch wurde dann in kleine Schlüsseln umgefüllt und den Stubenfliegen etc. hingestellt, die damals in hoher Dichte in den Wohnungen anzutreffen waren.

Die Fliegen tranken die Fliegenpilzmilch und verendeten ... so die Informationen ...  daher der Name Fliegenpilz.
Doch wir lassen den Fliegenpilz lieber dort stehen wo er von Natur aus wächst und erfreuen uns an seinem schönen Anblick.


In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch

  •     Fliegenpilz / Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria)
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Sharkproject: Hilferuf der Ozeane
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Presseinformation

Sharkproject: Hilferuf der Ozeane

17/18.09.2021

Die Artenschutzorganisation Sharkproject plädiert beim IUCN Kongress in Marseille erneut für eine ökosystemverträgliche Fischerei, um die Artenvielfalt der Meere zu erhalten. Dahingehend drängt die Organisation auch, endlich Maßnahmen zur Rettung des bedrohten Makohaies im Atlantik und Initiativen zur Eindämmung der weltweiten Ausbeutung bedrohter Haibestände zu setzen. Beim Rettungsplan für die Meere sieht Sharkproject v.a. auch die EU in der Verantwortung.

Ebenfalls wird die Einführung von Fins Naturally Attached als weltweit verpflichtender Standard gefordert, um bedrohte Bestände an Haien und Rochen zu schützen. Sharkproject geht auf dem Kongress aber auch auf das squalenhaltigen Hai-Leberöl ein, dessen Gewinnung auf Kosten unzähliger Tiere geht. Die Organisation schlägt alternative, biotechnologische Lösungen des Lipids für Impfstoffe, Krebstherapie, Nahrungsergänzungsmittel und in der Kosmetikindustrie vor.

Marseille, 04.09.2021 – Bereits seit vier Jahren diskutiert die Internationale Kommission zum Erhalt der Thunfischbestände im Atlantik (ICCAT) darüber, wie die Überfischung dieses laut IUCN stark gefährdeten Hochseehaies gestoppt und eine Erholung des überfischten Bestandes im Nordatlantik eingeleitet werden kann. Seit damals steht auch die Empfehlung des Ständigen Ausschuss für Forschung und Statistik (SCRS), dem wissenschaftlichen Gremium der ICCAT, für ein sofortiges Rückhalteverbot im Norden und eine Begrenzung der Gesamtfangmenge (TAC) auf maximal 2001 Tonnen für den Süden. Der Bestand im Norden gilt mit 90%iger Sicherheit als überfischt, dennoch wird die Überfischung fortgesetzt und für den Süden wird ohne Maßnahmen bald eine ähnliche Entwicklung befürchtet.
Artenschutznotstand im Atlantik: EU und USA blockieren weiterhin Maßnahmen zur Bestandserholung des Kurzflossen Mako-Haies (Isurus oxyrinchus) beim ICCAT
Aber laut EU-Delegation stehe es nicht in der Befugnis der Wissenschaftler, sondern sei das Recht der Manager zu entscheiden, welche Maßnahmen umgesetzt werden. Dr. Iris Ziegler, Leiterin „International Cooperations“ bei Sharkproject, dazu: „An den kommerziellen Interessen der EU-Fischerei und der US-Sportfischerei-Lobbyisten scheitern bisher alle Bemühungen für ein nachhaltiges Bestandsmanagement für den Mako-Hai. Das muss sich dringend ändern, denn das Überleben des wichtigsten Raubtiers im Atlantik steht jetzt auf dem Spiel. Wenn der Bestand des Kurzflossen-Mako-Haies im Atlantik zusammenbricht und er so seine Rolle im Ökosystem demnächst nicht mehr erfüllen kann oder sogar komplett ausstirbt, würde das eine schwere Biodiversitätskrise nach sich ziehen. Die Verantwortung dafür müssen dann die EU und die USA übernehmen.“

Die Fangdaten für 2020 zeigen deutlich, dass die bisherigen Maßnahmen nicht greifen und die Überfischung weitergeht, wobei die Fangmengen von Spanien und Portugal mit 1261 Tonnen im Vergleich zu 2019 sogar noch angestiegen sind. Dabei hat die EU-Flotte offensichtlich kein einziges Tier lebend freigelassen, obwohl die existierende ICCAT Verordnung zum Schutz des Mako-Haies eigentlich die umgehende Freilassung aller lebenden Tiere vorschreibt. „Aber solange man mit toten Tieren Gewinne erzielen kann, sind eben alle Tiere bereits tot, wenn die Leinen eingeholt werden, obwohl wir von Beobachtern wissen, dass dem nicht so ist“, kommentiert Dr. Ziegler die Fangdaten. Auch die von der EU vorgeschlagene Anlandebegrenzung auf 500 Tonnen und zwei Exemplaren pro Fangfahrt zeigt, dass man auf das lukrative Geschäft mit dem Mako-Hai keinesfalls verzichten möchte. Die Einhaltung einer solchen Regelung ist jedoch ebenso wenig überwachbar, wie die Verpflichtung zur Freilassung noch lebender Tiere.
Schutz von Mako-Haien: Wirksamkeit eines Anlandeverbotes belegt


Lediglich ein komplettes Verbot Mako-Haie überhaupt an Bord zu behalten und anzulanden kann effektiv überwacht werden und erhöht somit die Bereitschaft der Fischerei, alle Tiere möglichst schnell wieder freizulassen. Das erhöht auch die Überlebenswahrscheinlichkeit für die Tiere. ICCAT und die Mitgliedsstaaten haben solche Verbote in der Vergangenheit auch bereits für andere Haiarten erfolgreich eingeführt, obwohl deren Überlebensrate nach Freilassung deutlich geringer ist als die des Mako-Haies. Die kanadischen Fangzahlen zeigen zudem deutlich die Wirksamkeit eines Anlandeverbotes (das für die kanadische Flotte bereits seit Anfang 2020 gilt), wie der signifikante Anstieg der Freilassung lebender Tiere im Jahr 2020 gegenüber den Zahlen aus 2019 zeigt.

Seit Jahren schrumpfen die Mako-Haibestände im Atlantik und selbst, wenn jetzt die fischereibedingte Sterblichkeit auf null sinkt, wird der Bestand im Nordatlantik mindestens 50 Jahre brauchen, um sich zu erholen. Dennoch beharren die EU und die USA weiterhin darauf dass für den Mako-Hai eine 50%ige Chance auf Bestandserholung innerhalb dieser 50 Jahre ausreiche, wenngleich die USA anderweitig für Hochseehaie in Anbetracht deren langsamen Fortpflanzung, eine 70%ige Wahrscheinlichkeit für eine Bestandserholung fordern.

Diese dramatische Situation verlangt jetzt ein dringendes Handeln seitens aller Regierungen und Delegationen beim ICCAT. Gemeinsam mit vielen anderen Organisationen fordert Sharkproject ein sofortiges Rückhalte- und Anlandeverbot für Makohaie im Nordatlantik. Außerdem bedarf es weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen und der Umsetzung wirksamer Strategien, um den Beifang an Mako-Haien gezielt zu vermeiden. Des Weiteren ist die Etablierung eines umfangreichen elektronischen Überwachungssystems (EMS) von aller größter Bedeutung, sowie die Erhöhung des Anteils an Beobachtern an Bord auf mindestens 20% aller Fangfahrten. Und auch im Südatlantik muss jetzt endlich gehandelt werden und zumindest die geforderte Fangmengenbegrenzung eingeführt werden. Zudem hält Sharkproject neue Bestandsabschätzungen für Kurzflossen-Mako-Haie im Nord- und Südatlantik bis spätestens 2024 für unerlässlich, um die Auswirkungen der bisherigen Versäumnisse abschätzen zu können. In einer gemeinsamen Stellungnahme haben sich Sharkproject und IPNLF (International Pole and Line Foundation) nochmals an ICCAT und alle Delegationen mit der Bitte zum Schutz des Mako-Haies die Forderungen zu unterstützen, gewendet.


Forderung: Wandel hin zu einer ökosystemverträglichen, ganzheitlich nachhaltigen Fischerei!


Obwohl der Bericht des Weltbiodiversitätsrates in 2019 (IPBES) auf dramatische Weise veranschaulicht, dass die industrielle Fischerei der letzten 50 Jahre maßgeblich für den Verlust der Artenvielfalt im Meer verantwortlich ist, ist bisher wenig bis nichts passiert. Noch immer darf die industrielle Fischerei weltweit gefördert durch Subventionen, z. B. auch seitens der EU, riesige Mengen an Fisch mit nicht selektiven Fangmethoden fangen und dabei Unmengen an Beifang bedrohter Tierarten sozusagen als "Abfall" produzieren. Deshalb fordert Sharkproject von der EU, aber auch von allen Fischereimanagement-Organisationen weltweit ein sofortiges Umdenken, hin zu selektiven, ökosystemverträglichen Fangmethoden und einem transparenten Fischereimanagement. Dabei dürfen nicht nur die für den menschlichen Verzehr bestimmten Arten im Fokus stehen, sondern dabei ist das gesamte Ökosystem und v.a. der sogenannte „ungewollte“ Beifang zu berücksichtigen.

Zudem ist die Ausweitung von Schutzgebieten auf mindestens 30% der Meeresoberfläche bis 2030 als sogenannte "No Take Zones" essenziell für die Erholung der bedrohten Bestände und Ökosysteme. Bis Ende 2022 umzusetzende Verbesserungen in der Langleinenfischerei und der Ringwadenfischerei mit sog. Lockbojen stellt Sharkproject im Rahmen des IUCN Kongresses in einem Positionspapier zur Reform der industriellen Fischerei vor. Langleinenfischerei wird weltweit für den gezielten Fang von Thunfisch, Schwertfisch und Haien eingesetzt, auch wenn Haie dabei oftmals als ungewollter Beifang deklariert werden, dennoch aber gezielt angelockt und vermarktet werden – auch von der EU-Flotte als einer der Top 10 Haifangnationen der Welt. Lockbojen werden in der Ringwadenfischerei als sogenannte Fischsammler eingesetzt, um die Fangausbeute an Thunfisch zu erhöhen, sie sind aber auch für den massiven Beifang an überwiegend jungen Seidenhaien (Carcharhinus falciformis, IUCN gefährdet) und Hochseeweißspitzenhaien (Carcharhinus longimanus, IUCN vom Aussterben bedroht) verantwortlich.

Reform der industriellen Fischerei muss Artenschutz mitbedenken
Zudem verheddern sich unzählige Haie, Rochen, Meeresschildkröten und Meeressäuger in den Konstruktionen dieser umhertreibenden Flösse und sterben ohne, dass diese Todesraten überhaupt irgendwo erfasst werden. Dies oftmals auch noch nachdem die Fischerei die Lockbojen bereits verloren oder absichtlich aufgegeben hat. Die Konstruktionen treiben dann als „Geisternetze“ durch die Meere und werden teils noch jahrelang vielen Meeresbewohnern zum Verhängnis, bevor sie irgendwann stranden und auch dabei noch Schaden verursachen. Die detaillierten Forderungen zu umgehenden Verbesserungen bis Ende zum Ende des nächsten Jahres für diese beiden Fangmethoden, sowie alle weiteren Forderungen finden sich im Positionspapier von Sharkproject.


Dazu Alexander Smolinsky, Präsident von Sharkproject International: „Die industrielle Fischerei ist verantwortlich für den dramatischen Rückgang der Artenvielfalt in unseren Meeren. Der Grund dafür ist die steigende Nachfrage nach billigem und noch billigerem Fisch, die Profitmaximierung der Fischereien und die daraus resultierende Effizienzsteigerung beim Fang. Dadurch stiegen aber auch die Menge an Beifang und somit die Anzahl an bedrohten Arten sowie die unwiderrufliche Zerstörung empfindlicher Lebensräume im Meer. Die Ozeane und wir alle zahlen den Tribut dafür, denn gesunde Ozeane sind eine unabdingbare Voraussetzung, wenn wir den Kampf gegen den Klimawandel gewinnen wollen. Daher ist eine sofortige Umstellung auf ein ökosystembasiertes, ganzheitlich nachhaltiges Fischereimanagement erforderlich, das alle Auswirkungen der Fischerei berücksichtigt und dafür Sorge tragen muss, dass sich die überfischten Fischbestände, aber auch die bedrohten Bestände an Haien, Rochen, Meeresschildkröten, Seevögeln und Meeressäugern, die als Beifang von dieser industriellen Massenfischerei betroffen sind, wieder erholen können. Ein Verbot von besonders zerstörerischen Fangmethoden, wie Bodenschleppnetzen oder der Tiefseefischerei, die Umstellung auf selektive Fangmethoden, volle Transparenz bei sämtlichen Fangaktivitäten und weitreichende Verbesserungen beim Fischereimanagement basierend auf dem Vorsichts-Prinzip sind die einzig mögliche Antwort auf diese massive Bedrohung unseres blauen Planeten.“
Schutz von Haien und Rochen: Fins Naturally Attached als weltweit verpflichtender Standard

Obwohl weltweit „Fins Naturally Attached“ (FNA), also die Anlandung aller Haie samt all ihrer Flossen als einzig wirklich wirksame Maßnahme anerkannt ist, um das „Finning“ von Haien (das Abtrennen der Flossen auf See und das Entsorgen der Tierkörper ins Meer als Abfall) zu stoppen, ist diese Maßnahme noch immer nicht überall für die Fischerei verpflichtend, stellt Sharkproject beim IUCN Kongress fest. Selbst dort, wo offiziell das „Finning“ verboten ist. Während einige kleinere Fischereimanagement-Organisationen wie NAFO, GFCM, aber auch viele Nationen wie Großbritannien, Kanada und auch die EU bereits FNA für alle Haie fordern und die alte Regelung (vordefinierte Verhältnisse von Flossen und Tierkörper dürfen sich an Bord befinden) nicht mehr zulassen, hat bisher keine der vier großen Thunfisch-Management-Organisationen – ICCAT (Atlantik), IOTC (Indischer Ozean), IATTC (Ostpazifik) und WCPFC (West- und Zentralpazifik) – eine FNA Regelung eingeführt. Mehrere südostasiatische und pazifische Nationen lehnen eine solche Regelung noch immer als zu aufwendig für ihre Fischereien ab, obwohl dort „Finning“ nachgewiesenermaßen vielfach vorkommt.

Und auch das MSC Siegel für nachhaltigen Fisch hat es bisher versäumt, diesen Weltstandard als Voraussetzung für die Zertifizierung seiner Fischereien einzuführen, obwohl es „Finning“ seit 2012 offiziell verboten hat und wiederholt eine Null-Toleranz-Haltung bekräftigt hat. Aber auch in zertifizierten Fischereien kommt „Finning“ aufgrund der hohen Gewinnmargen und des Fehlens einer einfach überwachbaren Verordnung noch immer vor. „Finning“ ist dabei nicht nur ein besonders grausamer Verstoß gegen das Tierwohlsein, sondern vor allem auch ein Meeresschutz- und Artenschutzproblem. Dadurch ist die tatsächliche Anzahl an gefangenen Haien und die Anzahl gefangener Arten nämlich nicht überprüfbar und somit fehlen entscheidende Informationen für Bestandsabschätzungen und daraus resultierende Schutzmaßnahmen. Zudem erzielen die am stärksten bedrohten Hai- und Rochenarten, wie z. B. die vom Aussterben bedrohten Weißspitzenhochseehaie (Carcharhinus longimanus) und Rhinobatidae-Arten die höchsten Flossenpreise am Markt und sind daher von weiterer Überfischung besonders bedroht. Daher fordert Sharkproject seit Jahren ein ausnahmsloses „Fins Naturally Attached“-Gebot für alle Fischereien und fordert sowohl alle RFMOs als auch das MSC auf, eine ausnahmslose FNA Anforderung einzuführen.

Bürgerinitiative für Ausweitung der FNA Verordnung in der EU
Das MSC könnte diese Forderung jedoch im Rahmen der diesjährigen Standardüberprüfung als Mindestanforderung für die Zertifizierung aller Fischereien einführen. „Zuletzt mussten wir in einer Interessensvertretereingabe im Juni dieses Jahres den vorgelegten Vorschlag aber leider erneut als vollkommend unzureichend ablehnen, weil diejenigen Fischereien die gezielt Haie jagen weiterhin von einer FNA Regelung ausgenommen werden sollen. Das macht aus unserer Sicht absolut keinen Sinn und dieser Meinung waren auch nahezu 70% aller beteiligten Interessensvertreter“, sagt Dr. Ziegler.

Großbritannien hat hingegen erst kürzlich angekündigt, seine FNA Anforderung auch auf den Import und Export von Haiflossen auszuweiten, weil bei einer Überprüfung der Situation im Rahmen eines „Call for Evidence“ des britischen Fischereiministeriums DEFRA, an dem sich auch Sharkproject beteiligt hatte, klar wurde, dass auch in Europa die Überwachung von FNA sowohl auf See als auch bei der Anlandung unzureichend ist und insbesondere bei Fangtätigkeiten außerhalb der EU Gewässer vielfach nicht sichergestellt werden kann. Auch die EU ist deshalb aufgefordert ihre FNA Anforderungen zu überdenken. In einer EU-Bürgerinitiative fordern europaweit Unterstützer ebenfalls eine Ausweitung der FNA Anforderung auf den Handel – zwar sowohl für Haie als auch für Rochen. Um die Bürgerinitiative zu unterstützen, können EU-Bürger noch bis zum 31.01.2022 elektronisch auf der Seite der EU: eci.ec.europa.eu ihre Stimme abgeben. Sharkproject unterstützt diese Initiative in Deutschland und Österreich.

Biotechnologische Squalenherstellung: Alternative zur Ausbeutung bedrohter Haipopulationen?


Bereits heute sterben mindestens 3 Millionen Haie weltweit nur für den Inhalt ihrer Leber, um den begehrten Rohstoff Squalen zu gewinnen. Insbesondere Tiefseehaie wie der Portugiesen-Hai (Centroscymnus coelolepis) oder Blattschuppen-Schlingerhai (Centrophorus squamosus) sind besonders betroffen, da sie bis zu 80% der Substanz in ihrer Leber haben und werden daher weitgehend bereits auf See zur Gewinnung des squalenhaltigen Haileberöls verarbeitet. Beim sogenannten „livering“ wird analog zum „finning“ der Rest des Tieres als Abfall ins Meer zurückgeworfen – unter Verschwendung bedrohter mariner Ressourcen. Insbesondere für Tiefseehaie fehlen verlässliche Bestandszahlen und viele Arten sind noch weitgehend unerforscht, aber allesamt sind sie aufgrund ihrer Anpassung an die besonderen Lebensbedingungen in der Tiefsee besonders empfindlich für Überfischung und daher durch die wachsende Ausbeutung besonders bedroht. Eine bedrohliche Entwicklung angesichts des wachsenden Bedarfs an Squalen als Adjuvans für Pandemieimpfstoffe und Hoffnungsträger in der Krebstherapie.

Eine rein biotechnologische Herstellung von Squalen im industriellen Maßstab zur Sicherung der Versorgung für einen wachsenden Bedarf existiert – noch – nicht, ist aber prinzipiell denkbar, denn Hefen können als biotechnologische „Fabriken“ diese Substanz in hoher Reinheit produzieren. Die Transformation dieser Herstellungsprozesse in Hefen hin zu kostengünstigen, industriellen Herstellverfahren mit hoher Ausbeute hat sich eine Forschungsgruppe um Dr. Regina Leber und Prof. Harald Pichler von ACIB/TU Graz, Österreich, zum Ziel gesetzt und dafür einen Antrag bei der Europäischen Kommission im Rahmen des Horizon-EIC-2021 Programmes zur Förderung dieses interdisziplinären Vorhabens gestellt. Ziel des gemeinsamen Projektes ist es aktiven Meeresschutz zu betreiben und zugleich die Verfügbarkeit von Squalen auch in der Zukunft zu gewährleisten, denn bereits heute steht fest, dass der steigende Bedarf an Squalen aus Haien langfristig nicht gesichert werden kann. Prof. Harald Pichler sieht daher in der Zusammenarbeit mit Sharkproject „die Chance durch interdisziplinäre Forschung und Zusammenarbeit von Experten aus Molekularbiologie, Bioprozesstechnik und Bioinformatik einen zukunftsweisenden Weg zu beschreiten, nämlich dass die Ausbeutung wildlebender Tiere nicht länger für die Deckung eines wachsenden Weltbedarfs an natürlichen Rohstoffen herangezogen werden darf. Wir können und müssen den Bedarf an solchen Substanzen auf biotechnologischem Wege decken ohne Ausbeutung von bedrohten Arten – und hierfür ist Squalen ein perfektes Beispiel.“ Dr. Regina Leber betont, dass „die biotechnologische Herstellung für den Patienten oder Verbraucher sicherer ist, denn biotechnologisch hergestelltes Squalen ist frei von Schwermetallen wie Quecksilber oder anderen Verunreinigungen, wie sie im Haileberöl zu finden sind. Wir hoffen, dass die Europäische Kommission diese Vorteile erkennen und unterstützen wird.“

Über Sharkproject

Sharkproject ist eine im Jahr 2002 gegründete Artenschutzorganisation, die sich für die über 500 Haiarten und das marine Ökosystem einsetzt mit der Vision weltweit intakter Haipopulationen. Sharkproject engagiert sich weltweit für Schutzmaßnahmen, fördert wissenschaftliche Projekte und klärt über die Bedeutung von Haien und den Lebensraum Meer auf.

Alle Mitarbeitenden arbeiten ehrenamtlich. Alle Spendengelder kommen direkt Haischutz-Projekten und der damit verbundenen Bildungs- und Informationsarbeit zugute. Neben der Dachorganisation Sharkproject International existieren derzeit Landesorganisationen in Österreich, Deutschland und der Schweiz sowie Botschaften in der Slowakei, Tschechischen Republik und in Angola.

Sharkproject International und auch die Landesorganisationen in Deutschland und Österreich sind Vollmitglieder der International Union for Conservation of Nature (IUCN), dem weltweit größten Netzwerk für Umwelt- und Artenschutz. Des Weiteren arbeitet Sharkproject auf nationaler und internationaler Ebene eng mit vielen anderen Meeresschutzorganisationen zusammen und ist Mitglied beim NGO Tuna Forum, bei Rise Up, One Ocean, Make Stewardship Count und vielen anderen internationalen Koalitionen. Weitere Informationen finden Sie unter www.sharkproject.org und im Pressebereich unter https://www.sharkproject.org/presse/.

Kontakt:

Dr. Iris Ziegler, Head of International Cooperation, Sharkproject International i.ziegler@sharkproject.org, +49 174 3795 190 (What’s App)

Alex Smolinsky, President Sharkproject International, Sharkproject International
a.smolinsky@sharkproject.org, +41 793597534
Priv.-Doz. Dipl.-Ing. Dr. Regina Leber, University of Graz, Institute of Molecular Biosciences
Division of Biophysics,
regina.leber@uni-graz.at +43 316 380 4981

Quelle


Sharkproject Germany e.V.
Ottostraße 13
63150 Heusenstamm
Telefon: +49 6104 670984
E-Mail: germany(at)sharkproject.org


Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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- wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

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Der Rückgang der Biodiversität setzt sich fort ...
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Der Rückgang der Biodiversiät setzt sich fort ...

31.08/01.09.2021

Bayern. Trotz aller geschwungenen Reden gehen die Bestände zahlreicher Insektenarten weiter kontinuierlich zurück.

Welche Zeit wurde bereits vergeudet und zerredet. Herausgekommen scheint bislang nur sehr wenig zu sein. Zumindest an den Populationsdichten zahlreicher Insektenartenarten und deren Begleitarten sind keine positiven Ergebnisse festzumachen.
Wir machen jedoch die Ergebnisse daran fest wie effektiv sich eine vielfach großmundige Ankündigung im Ergebnis zeigt und bewerten diese entsprechend.

Wenn es nicht mehr möglich ist effektiven Insektenschutz in unserem Land umzusetzen, dann sollte das System hinterfragt werden welches für den Niedergang unserer Biodiversität verantwortlich ist.



Unsere Kinder und Enkelkinder werden uns eines Tages die gleiche Frage stellen und fragen: Wer und weshalb konnte der Niedergang der Artenvielfalt denn von "euch" nicht  gestoppt werden? Ihr hatte damals noch die Möglichkeiten und hattet diese nicht genutzt ... und damit haben sie nicht Unrecht.

Die aktuelle Generation hat es noch in der Hand die entsprechenden Wege zu beschreiten. Wenn wir es nicht schaffen dann wird es kaum mehr einen Schritt zurück geben, denn die Arten die wir damals noch erhalten konnten sind einfach nicht mehr da. Es gilt endlich unser Handeln viel intensiver zu hinterfragen denn der Weg den wir derzeit gehen wird in einer Sackgasse münden.

In der Aufnahme von Bernhand Schmalisch
  • Kleine Keilfleckschwebfliege / Kleine Bienenschwebfliege (Eristalis arbustorum)
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Hilfe für eine Perle heimischer Flüsse und Bäche
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Hilfe für eine Perle heimischer Flüsse und Bäche

31.08/01.09.2021

  •     Neues Projekt zum Schutz der Flussperlmuschel
  •     Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesumweltministerium

Berlin/Bonn, 25. August 2021: Wo sie lebt, sind die Gewässer sauber und intakt: Die Flussperlmuschel stellt hohe Ansprüche an ihren Lebensraum und ist in Deutschland selten geworden. Ihre Bestände sind seit Jahrzehnten so stark rückläufig, dass sie heute vom Aussterben bedroht ist.

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) fördert deshalb das Projekt „MARA – Margaritifera Restoration Alliance“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt mit rund 5,83 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesumweltministeriums (BMU).
Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Der Klimawandel wirkt sich auf Tiere, Pflanzen und deren Lebensräume aus. Werden die Gewässer im Sommer wärmer oder trocknen aus, ist das fatal für die Flussperlmuschel, aber auch für viele andere Organismen. Denn wenn einzelne Arten aus einem Lebensraum verschwinden, gerät dieser möglicherweise aus dem Gleichgewicht. Mit dem Projekt MARA wollen wir die vom Aussterben bedrohte Flussperlmuschel so weit unterstützen, dass die Populationen im Freiland eine ausreichende Größe und Verjüngung erreichen, um sich natürlich fortzupflanzen und selbsterhaltende Bestände zu bilden.“

BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel: „Deutschland trägt für die Flussperlmuschel eine besondere Verantwortung, da die Art einen Verbreitungsschwerpunkt bei uns hat. Die seltene Muschel ist ein guter Anzeiger für sauberes Wasser und wirkt durch die vielfältigen Wechselwirkungen mit anderen Arten und am Gewässer angrenzenden Lebensräumen als sogenannte Schirmart. Das heißt, zahlreiche weitere Arten profitieren von ihrem Schutz, darunter auch Verantwortungsarten wie der Huchen ‒ auch Donaulachs genannt – oder die Nase, ein Karpfenfisch der Fließgewässer.“

Die Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera) ist hochspezialisiert auf saubere, kalkarme und sommerkühle Fließgewässer. Dadurch reagiert sie besonders sensibel auf Beeinträchtigungen ihres Lebensraums durch Nährstoff-, Schadstoff- oder Sedimenteinträge, Uferverbau oder Gewässerbegradigung. Auch höhere Wassertemperaturen und extreme Wasserstände in Folge des Klimawandels machen ihr zu schaffen, so dass sie bundesweit sehr selten und vom Aussterben bedroht ist. Aufgrund der seit Jahrzehnten mangelhaften Verjüngung sind die heutigen Bestände nicht nur klein, sondern auch stark überaltert; eine natürliche Fortpflanzung findet kaum noch statt. Im MARA-Projekt wird die Flussperlmuschel durch eine Kombination aus Nachzucht und Besatz sowie durch Habitataufwertungen gefördert.

Das Projekt bringt alle regionalen Initiativen zum Flussperlmuschelschutz bundesweit zusammen und fördert in großem Maßstab die verbleibenden Bestände der Zielart in Deutschland. MARA ist ein Verbundprojekt, das von sieben Partnern in drei Bundesländern (Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen) durchgeführt wird. Die Technischen Universitäten in Dresden und München sind ebenso beteiligt wie der Landkreis Passau als Vertreter einer Trägergemeinschaft und Verbundkoordinator, der Bund Naturschutz in Bayern (Kreisgruppe Hof), die Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, die Biologische Station Aachen und der Vogtlandkreis. Neben dem Bund beteiligen sich der Bayerische Naturschutzfonds, das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft sowie das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen an der Finanzierung.

In der Aufnahme
Nahaufnahme einer Flussperlmuschel (© Landschaftspflegeverband Passau)


Quelle
Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn


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"Feuer" am Oberjoch - Umweltbildungspart vor der Eröffnung
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"Feuer" am Oberjoch - Umweltbildungspart vor der Eröffnung

30/31.08.2021

  • Umweltbildungsbaustein Feuersalamender wächst gut in das Umfeld ein und wird in den kommenden Tagen wohl für die kleinen und großen Besucher der Einrichtung freigegeben.

Ein Projekt des Artenschutz in Franken®, der Alpenklinik Santa Maria und der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Oberjoch/Bayern.Trotz widriger Wetterbedingungen fand der "kick off" des 3. Projektbausteins am 16.07.2021 statt. Abermals werden wir hier das Thema konkreter Artenschutz und erlebbare Umweltbildung in moderner und bewusst nicht alltäglicher Form angehen.

Nach seiner Fertigstellung konnte die markante Skulptur eines Feuersalamanders in den vergangenen Tagen gut in das Umfeld einwachsen.


In der Aufnahme
  • In dieser Form zeigte sich der "Oberjoch-Salamander" am 23.08.2021.
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Artenschutz in Franken®
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Artenschutz in Franken®

Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr über 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
25. Jahre Artenschutz in Franken®
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25. Jahre Artenschutz in Franken® 

Am 01.03.2021 feierte unsere Organisation ein Vierteljahrhundert ehrenamlichen und vollkommen unabhängigen Artenschutz und erlebbare Umweltbildung.
Und auch nach 25 Jahren zeigt sich unser Engagement keineswegs als "überholt". Im Gegenteil es wird dringender gebraucht denn je.

Denn die immensen Herausforderungen gerade auf diesem Themenfeld werden unsere Gesellschaft zukünftig intensiv fordern!


Hinweis zum 15.jährigen Bestehen.

Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzten wir unsere namensgebende Bezeichnung.

Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
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Im Aufbau
Was tun beim Wildunfall
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Rechtliches §
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Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Unser Engagement
Bild zum Eintrag (1001684-159)
Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Nachgedacht
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Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.

Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen.
Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
Bild zum Eintrag (1053852-159)
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein ...da wir jedoch im ganzen Land wiederfinden!

Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.
Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?
Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Juni 2019
Autorin
Natascha Gaedecke
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
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Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!
Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

AiF
12.08.2019

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
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