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Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns ehrenamlich und unabhängig für die Erhaltung Bundesdeutscher Biodiversität, unter Einbindung pädagogischer Umweltbildungskomponenten - Artenschutz in Franken® ... Artenschutz und Umweltbildung anders erleben ...
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Auszeichnungen für AiF


+++ Den Kleinen Eulen auf der Spur ... Artenschutz in Franken® startet neues Projekt zum Schutz der Biodiversität in Bayern +++ Von Steinkäuzen und Wendehälsen ...... Artenschutz in Franken® startet neues Projekt zum Schutz der Biodiversität in Baden Württemberg +++ Der Fledermausturm ... Artenschutz in Franken® startet neues Projekt zum Schutz der Biodiversität in Baden Württemberg +++ Lebensraum Streuobstwiese ... Artenschutz in Franken® startet neues Projekt zum Schutz der Biodiversität in Bayern +++ Deutschlands "Wilde Bienchen" startet in eine neue Runde ... Artenschutz in Franken® startet neues Projekt zum Schutz der Biodiversität in Sachsen-Anhalt +++

Ausgezeichnetes Projekt

Artenschutz in Franken®


Seit über 20 Jahren
engagiert sich der Verband
Artenschutz in Franken® (A.i.F) vollkommen
ehrenamtlich und sowohl wirtschaftlich, als auch politisch unabhängig, für die Belange des praktisch-professionellen Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus.

Doch unsere Wurzeln
reichen viel weiter zurück.

Bereits seit über 40 - 70 Jahren
engagieren sich Teile unserer Organisation für den Artenschutz, der damals landläufig unter der Benennung "Naturschutz" geführt wurde.

Wir bringen uns für das ein was auch Ihnen sehr am Herzen liegt.

Die Erhaltung unserer Heimat, sowie die lebenswerte und gesunde Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder.

Vielfältiges Engagement im Sinne uns nachfolgender Generationen, so einer unserer Zielvorgaben die uns seit vielen Jahren prägen.

Auf dieser Internetpräsenz möchten wir unser in Auszügen Engagement das wir außnahmslos in unserer Freizeit umsetzen, etwas näher vorstellen.

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Notrufnummern

Um verletzten und / oder gefundenen Tieren schnellstmöglich helfen zu können haben wir einige Informationen für Sie hinterlegt:

Info bei Betätigung der Verlinkung:
Diverses - Notrufnummern

Notrufnummern im Bundesgebiet
- http://zergportal.de/baseportal/tiere/Tiernotruf

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Was tun beim Wildunfall
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https://www.jaegermagazin.de/jaeger-praxis/praxistipps/wildunfall-was-tun-wenn-es-kracht/2/
- https://www.motor-talk.de/wildunfall
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Rechtliches

Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:

Bayerisches Naturschutzgesetz – BayNatSchG
- www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayNatSchG?AspxAutoDetectCookieSupport=1

Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege
- https://www.gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009/

Tierschutzgesetz
- https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/BJNR012770972.html



Monatlich verfolgen rund
70.000 - 100.000 Besucher
das Engagement des
Artenschutz in Franken®
auf unseren Internetseiten.

Zwischen 300.000 - 700.000 Bewegungen ("Klicks") zeigen pro Monat die hohe Frequentierung unserer Internetpräsenz.

Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich bei Ihnen für das langjährige Vertrauen bedanken.

Artenschutz in Franken®

- Die Artenschutzmacher -

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Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzen wir unsere namensgebende Bezeichnung.

Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steigerwaldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Franken und weit darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®


Zur Information

- Unsere Internetpräsenz wird klimafreundlich mit Öko-Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben.

- Wir sind bestrebt steht`s auf FSC®-zertifizierte Papiere zurückzugreifen.

- Gleichfalls legen wir großen Wert darauf das dieses Papier Chlorfrei gebleicht ist.

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Mehr über unser Engagement finden Sie hier:

Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeitsvereinbarung
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=13000

Über uns
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=10000

Impressum/Satzung
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=120000



Über den Steigerwald:

"Wer den Steigerwald jemals in seiner ganzen Vielfalt kennen lernen durfte, wird diese Region wahrlich lieben.

Wer in und mit dem "Steilen Wald" lebt, wird jenen auch zukünftig von ganzem Herzen zu bewahren suchen."

Artenschutz im Steigerwald



Nachgedacht - ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund


In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund. Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen. Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.


Quelle
Hubertus Zinnecker

Herzlich Willkommen auf unserer Internetpräsenz!




15.03.2018 Amphibienwanderung in Bayern
24.03.2018 "Wilden Bienchen" auf der Spur


[ zum Logbuch ]

Virtuelle Tour Steigerwald-Zentrum Innenbereich
Steigerwald-Zentrum - Nachhaltigkeit erleben e.V.
Webcam Steigerwald-Zentrum - Handthal Steigerwald-Zentrum - Cam 1 Virtuelle Tour Steigerwald-Zentrum Außenbereich

Virtuelle Tour Umweltzentrum
Umweltzentrum Breitengüßbach
Virtuelle Tour Fledermausbunker

FAUN - Initiative Waldnaturschutz Integrativ

Projektübersicht des Artenschutz in Franken®
Projektübersicht des Artenschutz in Franken®

Tierfund-Kataster
Tierfund-Kataster
Das Tierfund-Kataster soll erstmals in Deutschland eine bundesweite Erfassung von Wildunfällen sowie anderen Totfunden ermöglichen.

www.ornitho.de

Netzwerk Steigerwald

Sherlock Quack

Lacerta

Club300
Der Club300 Deutschland
ist eine Vereinigung, die passionierten Vogelbeobachtern eine Plattform bietet. Ziel ist es u. a., die zügige Weiterleitung von Informationen über das Auftreten seltener Vogelarten hierzulande zu verbessern.

The Wolf Conservation Association VZW

WWF

Markus Wasmeier Museum

Kräuterdorf Nagel

Nationalpark Berchtesgaden

Nationalpark Bayerischer Wald

Nationale Naturlandschaften

Arberwoidradio

Verein Jordsand

DGHT

Erster Online-Atlas der
Amphibien und Reptilien
für Deutschland:
www.feldherpetologie.de/atlas

Stelen der Biodiversität
Virtuelle Tour Stele im Freistaat Thüringen Virtuelle Tour Stele in Baden-Württemberg Virtuelle Tour Stele im Freistaat Bayern Virtuelle Tour Stele in Rheinland-Pfalz Map aller Stelen in Deutschland
LBV

Welt der Tiere

Amphibien Umschlag

Pilzkunde
Neu auf unserer Internetpräsenz
Neu auf unserer Internetpräsenz
Neu auf unserer Internetpräsenz

19/20.02.2018

Deutschland
. Klaus Sanwald hat uns einige neue Aufnahmen zugänglich gemacht die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten.

Reiherente
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=21780

Erlenzeisig (in der Aufnahme)
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=35306

Goldammer
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=20943


Kleinen Mäusefänger im Blick
Kleinen Mäusefänger im Blick
Kleinen Mäusefänger im Blick

19/20.02.2018

Franken.
Volkmar Greb konnte einen Turmfalken abbilden der sich auf der Suche nach Nahrung befand. Der kleine Mäusefänger hat es derzeit nicht einfach, denn eine vielfach geschlossene Schneedecke macht ihm das Beuteschlagen schwer.

Mehr zum Turmfalken auf unserer Internetseite:
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=22606

Hier der Link zu den Aufnahmen von Volkmar Greb

- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&id=98501

Mehr zu Artenschutzprojekten rund um den Turmfalken
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&cid=&id=22234


EU-Kommission verharmlost Lebendtiertransporte
EU-Kommission verharmlost Lebendtiertransporte
EU-Kommission verharmlost Lebendtiertransporte

19/20.02.2018

Der Deutsche Tierschutzbund
warnt davor, die Brisanz von Lebendtiertransporten in Drittländer und das damit verbundene Tierleid herunterzuspielen. Die EU-Kommission hatte Anfang der Woche geäußert, den Export lebender Tiere nicht einschränken zu wollen. Die Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der EU-Kommission veröffentlichte kurz zuvor einen Bericht zur Bewertung des Tierschutzes während des Transportes von Tieren in Drittländer. Obwohl nicht die Tiertransporte selbst und damit die tatsächlichen Bedingungen während der Transporte, sondern lediglich eine Dokumentenprüfung durchgeführt wurde, wird der Eindruck erweckt, dass ein ausreichender Schutz der Tiere gewährleistet ist und die Transporte reibungslos funktionieren.

„Wie es den Tieren wirklich geht, wenn sie tagelang bei unsäglicher Hitze auf einem Transporter verbringen müssen und welche Qualen sie dabei erleiden müssen, wurde nicht überprüft“, kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Das wirkliche Ausmaß der Transporte und das Leid für die Tiere wird in diesem Bericht zu Unrecht heruntergespielt.“

Auf eine schriftliche Anfrage der Europaabgeordneten Ulrike Müller und Jan Huitema (ALDE) hatte sich der zuständige EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis dahingehend geäußert, dass der „Handel mit lebenden Tieren integraler Bestandteil der modernen Landwirtschaft“ sei. Die Kommission zieht daher nicht in Erwägung, die Ausfuhr lebender Tiere einzuschränken. „Es ist enttäuschend und nicht nachvollziehbar, dass die Kommission dies so rigoros ausschließt“, sagt Schröder. „Zwar erkennt sie die Tierschutzproblematik an und will sich für einen verbesserten Schutz der Tiere einsetzen. Es müssen jedoch endlich Taten folgen. Solange es diese unnötigen Transporte gibt, müssen die EU-Staaten gewährleisten, dass Tierschutzvorgaben und damit EU-Recht bis zum Bestimmungsort der Tiere eingehalten werden – so wie es der Europäische Gerichtshof in einem Urteil bereits 2015 festgelegt hatte. Das ist mittels Dokumentenprüfung nicht zu schaffen.“

Kritik gibt es von Seiten des Deutschen Tierschutzbundes auch für den Bundesverband Rind und Schwein.


Dieser bemüht sich nach eigenen Angaben aktuell darum, „wieder Vertrauen in das System Langstreckentransporte“ herzustellen. „Statt das Image der Transporte wieder aufzupolieren, sollte auch die Branche daran interessiert sein, langfristige Lösungen zu finden“, sagt Schröder. Dazu zählen aus Sicht der Tierschützer die Stärkung regionaler Strukturen, der Transport von Fleisch bzw. Samen von Zuchttieren anstelle lebender Tiere sowie die Rückkehr zu Zweinutzungsrassen.

In der Aufnahme
- Rinder erleiden beim Export in Drittländer extreme Qualen.

© Animals International/Deutscher Tierschutzbund e.V.


Quelle

Deutscher Tierschutzbund e.V.
Bundesgeschäftsstelle
In der Raste 10
53129 Bonn


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

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Nationalparkleiter Franz Leibl ...
Nationalparkleiter Franz Leibl ...
Nationalparkleiter Franz Leibl lobt die Arbeit der Ehrenamtlichen

19/20.02.2018

Spiegelau.
Über 100 Ehrenamtliche sind das Rückgrat des Führungsangebots im Nationalpark Bayerischer Wald. Die Waldführer leiten den Großteil der angebotenen Veranstaltungen, seien es Wanderungen durch die Tier-Freigelände, Radtouren oder grenzüberschreitende Wanderangebote hinein in den Nationalpark Šumava.

Beim turnusgemäßen Jahrestreffen in Spiegelau lobte Nationalparkleiter Franz Leibl dieses beachtliche Engagement. Es ist Grund dafür, „dass mir die Umweltbildung in unserem Park sehr viel Freude bereitet“, so Leibl.

Bei der Zusammenkunft der ehrenamtlichen Führer wurde auf das abgelaufene Jahr zurückgeblickt und neue Projekte vorgestellt. Zudem standen die ständig stattfindenden Fortbildungen auf der Tagesordnung. Zum Schluss zeichnete Umweltbildungsreferent Lukas Laux noch einige Waldführer für deren langjährigen Einsatz aus. So wurden Joachim Hußlein, Claudia Barthmann, Berthold Binder, Kaspar Schreiner, Susanne Keilhauer und Angelika Böttcher für zehn Jahre Dienstzeit geehrt. Ulrich Cornelissen ist schon seit 20 Jahren dabei, Thomas Zipp steht sogar schon seit über 20 Jahren im Dienste des Nationalparks.

In der Aufnahme

Die für langjährige Tätigkeit ehrte Umweltbildungsreferent Lukas Laux (rechts) die Waldführer Ulrich Cornelissen (von links), Thomas Zipp, Joachim Hußlein, Claudia Barthmann, Berthold Binder, Kaspar Schreiner und Angelika Böttcher. (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)

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Wie passen sich Flechten an die Umwelt an?

19/20.02.2018

Wissenschaftlicher Vortrag zum Zusammenleben von Pilzen, Algen und Bakterien im Haus zur Wildnis


Ludwigsthal. Wie sich Organismen an ihre abiotische Umwelt anpassen ist ein zentrales Thema der Evolutionsbiologie und Ökologie. Anpassungen können durch Mutation oder natürliche Selektion geschehen – oder im Fall von Symbiosen durch neue Kombinationen von Partnern. Wie das bei Flechten abläuft, erklärt Prof. Imke Schmitt von der Goethe Universität Frankfurt am Main bei einem wissenschaftlichen Vortrag am Donnerstag, 22. Februar, im Haus zur Wildnis bei Ludwigsthal.

Der Forscher untersucht Umweltanpassungen in der Flechtensymbiose, also einem Konsortium aus Pilzpartnern, Algenpartnern und einer speziellen Bakteriengemeinschaften. So wurden innerhalb einer Art genomweite Differenzierungen beim Pilzpartner in warmen sowie kühlen Klimaregionen, die klimabedingte Verbreitung der Algenpartner und funktionale Gene der Bakteriengemeinschaften beobachtet. Die durchgeführten Studien deuten also darauf hin, dass die verschiedenen Partner der Flechtensymbiose genetisch divers und flexibel kombinierbar sind. Das würde erklären, wie es einige Flechtenarten schaffen, nicht nur große Areale, sondern auch ökologische Nischen zu besiedeln.

Der öffentliche Vortrag beginnt um 19 Uhr.
Der Eintritt ist frei.  


Quelle

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Freyunger Str. 2
94481 Grafenau    Tel. (08552) 9600 – 0
Fax: (08552) 9600 -100



Neue Lebensräume für Schlammpeitzger & Co.
Neue Lebensräume für Schlammpeitzger & Co.
Neue Lebensräume für Schlammpeitzger und Moderlieschen

18/19.02.2018

Ein zugegeben nicht alltägliches Projekt wurde hier auf den Weg gebracht, das besonders auch das Engagement junger Menschen in den Mittelpunkt zu stellen vermag.


Auf Initiative des Verbandes Artenschutz in Franken® konnte aus einem vormaligen maritimen Lebensraum der in den vergangenen Jahren durch einen Dammbruch trocken gefallen war ein neues Habitat auch für die benannten Leitarten geschaffen werden. Intensiv wurden wir dabei von den Bayerischen Staatsforsten A.ö.R - FB Ebrach begleitet und von der HIT -Umweltstiftung unterstützt.

Wir haben den Projektort besucht
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&cid=&id=74453

Ein Auschlag entwickelt sich ...
Ein Auschlag entwickelt sich ...
Ein Auschlag entwickelt sich

18/19.02.2018

Steigerwald.
Kaum zu lauben das sich in der "braunen Brühe" ( die nun im Winter mit Eis überzogen ist) Leben verbergen mag. Für Amphibien und viele Insekten ist eine alte Weiherkette, die vom Menschen aus Gründen der Teichwirtschaft geschaffen wurde, in den vergangenen Jahrzehnten zum verlorenenen Lebensraum geworden.

Ein wahrliches Schattendasein führen 4 Stillgewässerbereiche aus Sicht des Artenschutzes und so wurde sich zusammengesetzt und darüber nachgedacht wie hier ein neuer Hotspot der Biodiversität entstehen kann.

Begleiten Sie uns und lassen Sie sich informieren  ...
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&cid=&id=94805


Lebensraum verändere Dich - Projekt: Wechselkröte&Co.
Lebensraum verändere Dich - Projekt: Wechselkröte&Co.
Lebensraum verändere Dich - Projekt: Wechselkröte&Co.

18/19.02.2018

Bayern. Artenschutz in Franken® , Bayerische Staatsforsten A.Ö.R, Beatrice Nolte Stiftung für Naturschutz , Hans Georg Scheider Stiftung ,Michael Otto Umweltstiftung und die Stiftung "Unsere Erde" starten neues Projekt zur Erfassung und der Lebensraumverbesserung u.a. für die Wechselkröte in Bayern.


Gemeinsam mit Jugendlichen wurde in 2016/2017 ein zugegeben nicht alltägliches Projekt auf den Weg gebracht welches dazu beitragen wird, vormals bestätigte Lebensräume dieser Art wieder zu reaktivieren. Ob die Art hier die vergangenen Jahre erfolgreich überdauern konnte wird das Projekt, welches wissenschaftlich begleitet wird, gleichfalls aufzeigen.

Ein vormals hoch aktiver, vom Menschen geschaffener und seit einigen Jahren aufgelassener Steinbruch wurde erneut in die Lage versetzt als wertvolles Biotop für im Bestand selten gewordene Tier- und Pflanzenarten fungieren zu können.

Erleben Sie mit uns gemeinsam wie aus einem zunehmend artenärmeren Bereich wieder ein Hotspot der Biodiversität werden wird. Davon profitieren könnte im besonderen Maße auch wieder die Wechselkröte. Denn mit der angedachten Lebensraumveränderung wird dieser (Leit) - Art konkret zugearbeitet.

Mehr zum Projekt und dessen Entwicklung auf nunmehr über 100 Einzelseiten
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&cid=&id=86514

Mehr zur Wechselkröte finden Sie hier:
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=20400


Ehrung für den Nationalpark Berchtesgaden
Ehrung für den Nationalpark Berchtesgaden
Alpiner Schutzwaldpreis: Ehrung für den Nationalpark Berchtesgaden

18/19.02.2018

Bei der Verleihung des Alpinen Schutzwaldpreises in Kempten hat der Nationalpark Berchtesgaden den Anerkennungspreis
der Jury erhalten. Das Projekt mit dem Titel „Umbau von Fichtenreinbeständen zu Bergmischwäldern in Schutzwaldlagen des Nationalparks Berchtesgaden am Beispiel des Steinberges oberhalb der Gemeinde Ramsau“ wurde in der Kategorie „Erfolgsprojekte“ international ausgezeichnet.

Elf nominierte Projekte aus dem Alpenraum in drei Kategorien: Rund 300 Gäste waren der Einladung von Gudula Lermer, Vorsitzende des Bayerischen Forstvereins e.V., in das Kornhaus in Kempten gefolgt. In der Kategorie „Erfolgsprojekte“ sicherte sich der Nationalpark Berchtesgaden den Ehrenpreis der Jury.

Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf betonte anlässlich der Preisverleihung: "Wir wollen die Funktion der Bergwälder als Lebensraum und auch als Schutzraum erhalten und weiter verbessern. Die Auszeichnung ist eine wertvolle Anerkennung unserer Erfolge im Naturschutz und bei der Vorsorge für den Klimawandel. Dazu gratuliere ich der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden. Zugleich ist der Preis Ansporn für die Zukunft. Der Klimawandel wird gerade in den Alpen gravierende Folgen haben – darauf müssen wir uns einstellen. Ein gesunder, artenreicher und vielschichtig aufgebauter Bergwald ist unverzichtbar. Er erfüllt Schutzfunktionen, die der Mensch nur mit großem finanziellem Aufwand erreichen könnte."  

Für Nationalpark-Leiter Dr. Roland Baier ist die Auszeichnung eine große Ehre und Anerkennung: „Zum 40. Jubiläumsjahr konnten wir zeigen, dass in einem Nationalpark Naturschutz und die Wiederherstellung der Schutzfunktion der Bergwälder gleichermaßen möglich sind. Dieses Best-Practice-Verfahren wurde nun von internationalen Experten anerkannt“, freut sich der Forstwissenschaftler. Die Schutzwälder am Steinberg oberhalb der Gemeinde Ramsau sind seit jeher ein Schwerpunkt der Waldumbaumaßnahmen in der Pflegezone des Nationalparks Berchtesgaden.

Auf großer Fläche wurden hier die naturfernen Fichtenreinbestände in arten- und strukturreiche Bergmischwälder umgebaut. „Voraussetzung hierfür war die Entwicklung eines Konzepts, das die Anforderungen für einen erfolgreichen Waldumbau in der Pflegezone, allen voran eine konsequente Wildbestandsregulierung, mit den Prozessschutzzielen in der benachbarten Kernzone des Nationalparks vereint“, erklärt der Nationalparkleiter. Denn die Ausgangssituation war schwierig: Am Steinberg dominierten zu Gründungszeiten des Nationalparks im Jahr 1978 naturferne Fichtenbestände mit einem Laubholzanteil von unter fünf Prozent. Bis dahin hatten extrem hoch gehaltene Wildbestände erfolgreiche waldbauliche Maßnahmen verhindert. „Unter der Leitung von Nationalpark-Revierförster Hans Neubauer und durch den großen persönlichen Einsatz von Nationalparkmitarbeitern sowie durch die permanente Weiterentwicklung des Konzepts zur Wildbestandsregulierung ist es in relativ kurzer Zeit gelungen, die Situation am Steinberg deutlich zu verbessern“, ergänzt Baier am Rande der Preisverleihung. Heute sind knapp 200 des 550 Hektar großen Gebiets der Pflegezone am Steinberg verjüngt. Tanne und Buche haben jeweils Anteile von 20 Prozent an der Verjüngung. Dabei nutzte Revierförster Neubauer vor allem die natürliche Dynamik von Windwürfen und Borkenkäferbefall: Auf den so entstandenen Freiflächen wurden mit Buchen und Tannen strukturreiche Folgebestände aufgebaut. Die Ergebnisse der Waldinventur belegen, dass sich die Anzahl der Verjüngungspflanzen in den letzten 15 Jahren verdreifacht hat.

Um die Akzeptanz der Bevölkerung für das Vorgehen des Nationalparks beim Waldumbau zu gewinnen, fanden zahlreiche Informationsveranstaltungen statt. Durch die kontinuierliche Kommunikation mit den Gemeinden und Verbänden und eine intensive Öffentlichkeitsarbeit wurden Konflikte frühzeitig erkannt und gemeinsame Lösungen entwickelt. „Wir sind am Steinberg noch nicht fertig, aber das Ergebnis der letzten 25 Jahre kann sich durchaus sehen lassen“, freut sich Revierleiter Neubauer.


Weitere Preise erhielten ein aufwändiges Aufforstungsprojekt in der Gemeinde Amden im Schweizer Kanton St. Gallen, ein Projekt mit dem Titel „Vogelschutz im Bergwald“ aus Hall in Tirol sowie die Volksschule Imst Unterstadt in Tirol für ihre praxisnahen Waldprojekte und waldpädagogische Aktionen.

In der Aufnahme:


Wo bis vor rund 25 Jahren ausschließlich Fichten standen, wächst heute ein artenreicher Bergmischwald heran. Das Projekt „Umbau von Fichtenreinbeständen zu Bergmischwäldern in der Pflegezone des Nationalparks Berchtesgaden“ unter der Leitung von Nationalpark-Revierförster Hans Neubauer wurde als beispielhaftes Erfolgsprojekt ausgezeichnet.

Foto:Nationalpark Berchtesgaden

Quelle

Weitere Informationen:


Nationalparkverwaltung Berchtesgaden
Stabsstelle Kommunikation
Carolin Scheiter
Doktorberg 6, 83471 Berchtesgaden

Telefon: +49 8652 9686-130
Telefax: +49 8652 9686-40
pressestelle@npv-bgd.bayern.de
www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

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Streuobstwiese als Zukunftsprojekt
Streuobstwiese als Zukunftsprojekt
Streuobstwiese als Zukunftsprojekt

-- 17/18.02.2018 --

22.05.2017 - Update 02/2018


Innovatives Kooperationsprojekt mit Unterstützung der Fielmann AG

Handthal.
Deutschlands größter Optiker Fielmann stiftet der Organisation Artenschutz Franken® und der Gemeinde Oberschwarzach 15 Obstbäume sowie 150 Sträucher für die Renaturierung einer alten Streuobstwiese im unterfränkischen Handthal.

Am Montag, 22. Mai setzen  Staatssekretär Gerhard Eck, die stellvertretende Landrätin Christine Bender, Bürgermeister Manfred Schötz gemeinsam mit Thomas Arthur Köhler (Artenschutz in Franken®) und dem Fielmann-Niederlassungsleiter aus Schweinfurt, Robert Manger, zum gemeinsamen symbolischen Spatenstich an. Begleitet wird die Feierstunde durch die Mädchen und Buben des Kindergartens Oberschwarzach.

„Wir pflanzen Bäume nicht für uns, wir pflanzen Bäume für nachkommende Generationen. Und so freue ich mich, dass dieses Projekt aktiv zum Naturschutz beiträgt und mehr Artenvielfalt schafft“.

Robert Manger (Fielmann-Niederlassungsleiter)  


„Zurück in eine artenreiche Zukunft“ lautet das Motto für die Widerbelebung der alten Streuobstwiese. Die Wiese wurde in den vergangenen Jahren zunehmend vom Wald überwuchert. Mit der Freilegung der alten Obstbäume und der Neuanpflanzung mit jungen Obstgehölzen und Hecken wird eine neue (alte) ökologische Vielfalt geschaffen.

Das noch vorhandene (freigestellte) Altholz bildet hier einen ersten wertvollen Lebensraum für Insekten, Vögel und kleine Säugetiere. Ergänzt und optimiert wird dieser nun in modularer Form durch essbare alte Obstsorten verschiedener Arten wie Apfel, Birne, Kirschen und Pflaume sowie verschiedene Heckenpflanzung zur Randbepflanzung. Auch die weitere Pflege ist ökologisch geprägt, Schafe und Ziegen beweiden die Wiese und halten somit die anderen Pflanzen in Schach.

Der Niedergang von Alten Streuobstbeständen zeigt sich an zahlreichen Stellen der Republik. Durch die Aufgabe vormals hoch aktiver Lebensräume büßten und büßen diese Bereiche elementar an ihrer ökologischen Wertigkeit ein. Daneben verlieren wir mit jeder verlorenen Fläche einen wertvollen Teil unseres prägenden Kulturgutes, sprich das natürliche Erbe der uns vorangegangenen Generationen.

Thomas Artur Köhler (Vorsitzender des Artenschutz in Franken®)

Ein Beispiel für den Verlust des wertvollen Lebensraums Streuobstfläche findet sich auch im wunderschön gelegenen
unterfränkischen Handthal. Ein vormals hochwertiges fränkisches Kleinod der Biodiversität stand unmittelbar vor dem Niedergang. Wald überwucherte bereits große Teile einer vormals an Arten reichen Offenfläche und beraubte ihr damit ihrer hochwertige Bedeutung als Lebensraum gerade für spezialisierte Arten. Lebensformen die vielfach auf den Lebensraum kulturgeprägte Streuobstwiese angewiesen sind, wie z. B. der Steinkauz oder auch zahlreiche Wildbienenarten, uvm. stehen nicht ohne Grund kurz vor dem Aussterben.

Kooperativ möchten sich der Verband Artenschutz in Franken®, der Markt Oberschwarzach, der Trägerverein Steigerwald Zentrum mit Unterstützung der Fielmann AG der Reaktivierung und der Erhaltung eines vormals lebendigen Kulturguts widmen. In den kommenden Monaten soll die etwa 8.000 Quadratmeter große Fläche modular in einen Zustand versetzt werden dem es gelingen wird auch und gerade vielfältigen alten Streuobstsorten eine neue, alte Heimat zu bieten. Etwa 40 Obstbäume sowie rund 50 Meter an heimischen Feldgehölzen werden hier ab dem Herbst 2017 und nachfolgend in 2018 gepflanzt. Anschließend soll sich diese Streuobstwiese zu einem  ökologischen Hotspot der Artenvielfalt entwickeln dürfen.

Die exklusive Lage, unmittelbar neben dem Steigerwald Zentrum gelegen, wird vielen Tausend Besuchern sowie vor allem auch der uns nachfolgenden Generation die Chance eröffnen auch in Zukunft eine an Arten reiche fränkische Heimat erleben zu können.

Gemeinsam setzen wir heute hier im Steigerwald ein sichtbares Zeichen der Zukunft. Für uns, jedoch vor allem auch für die uns nachfolgenden Generationen.

Manfred Schötz (Bürgermeister Oberschwarzach)

Hintergrund:
Wie in Franken engagiert sich Fielmann bereits seit Jahrzehnten im Umweltschutz und Naturschutz. Das Unternehmen pflanzt für jeden Mitarbeiter jedes Jahr einen Baum, bis heute mehr als 1,5 Millionen Bäume und Sträucher. Niederlassungsleiter Robert Manger: „Der Baum ist Symbol des Lebens, Naturschutz eine Investition in die Zukunft.“

In der Aufnahme:
Dem Leitsatz „Wir pflanzen die Zukunft unserer nachfolgenden Generationen“ folgend, setzen die Projektpartner im Beisein von Staatssekretär Eck die ersten Bäume der zukünftigen ( neuen / alten ) Streuobstwiese.

Mehr zur Projektentwicklung:

- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&id=91691

Weitere Entwicklung/Aktuelle Situation:
Im Februar 2018 wurde die Fläche von der Verbuschung freigestellt ... ausgenutzt konnten dabei einige Frosttage werden, denn dadurch wurde die Bodenoberfläche vor zu starker Verdichtung bewahrt ...Nun erst wird auch für den Besucher/in erkennbar welch hohes ökologisches Grundpotenzial sich auf der Fläche befindet ... uralte Obstbäume die von Büschen umschlossen waren ...

Mit der Öffnung erhalten die Zeugen der Kulturlandschaft wieder eine Chance weitere Jahrzehnte zu überdauern ....
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&id=98374



77 Luchse leben in Deutschland
77 Luchse leben in Deutschland
77 Luchse leben in Deutschland

16/17.02.2018

   BfN veröffentlicht aktuelle Daten aus dem Monitoringjahr 2016/2017
   Zahl der erfassten Todesfälle nimmt im Vergleich zu Vorjahren ab


Bonn, 15. Februar 2018: Aktuell leben 77 Luchse in Deutschland – überwiegend im Harz und im Bayerischen Wald.
Das geht aus der Auswertung der jährlichen Erhebung der Bundesländer hervor. Erstmals wurde in der Auswertung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) auch der Bestand aus einem laufenden Wiederansiedlungsprojekt im Pfälzerwald erfasst.


„Trotz jährlich nachgewiesenem Nachwuchs zeigt der Gesamtbestand des Luchses in Deutschland seit Jahren leider kaum Zuwachs. Auffällig ist vor allem, dass über das Kernvorkommen im Bayerischen Wald hinaus trotz zahlreicher prinzipiell für den Luchs geeigneter Lebensräume, keine weitere Ausbreitung zu verzeichnen ist. Vor allem durch den Straßenverkehr ist die Art gefährdet. Aber auch illegale Tötungen und Krankheiten stellten in den vergangenen Jahren ein Problem für den Luchs dar“, sagt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel.

Die Zahl der Luchse, die bereits vom Muttertier unabhängig sind, ist im Vergleich zum Vorjahr von 70 Individuen auf 77 Individuen angestiegen. Die leichte Bestandszunahme ist auf die Wiederansiedlungen von Luchsen im Pfälzerwald zurückzuführen. Im Monitoringjahr 2016/17 wurden zudem 37 Jungtiere und damit mehr Nachwuchs als in den Vorjahren erfasst. Die Zahl der totgefundenen Luchse ist dagegen mit nur vier bekannt gewordenen Fällen im Vergleich zu 22 Fällen im Vorjahr deutlich gesunken. Eine deutlich höhere Dunkelziffer ist allerdings wahrscheinlich.

Der Eurasische Luchs (Lynx lynx) ist in Deutschland streng geschützt. Nachdem er lange Zeit aus seinem heimischen Lebensraum verschwunden war, gibt es heute wieder zwei voneinander isolierte Vorkommen in der Region des Harzes und im Bayerischen Wald. Heutige Luchsvorkommen gehen auf Wiederansiedlungsprojekte in den vergangenen Jahrzehnten und auf aus Nachbarländern zugewanderte Tiere zurück. In Rheinland-Pfalz läuft gegenwärtig ein weiteres Wiederansiedlungsprojekt. In Baden-Württemberg wurden mehrere männliche Luchse nachgewiesen, die aus der Schweiz zugewandert sind. Bislang gibt es dort noch keinen Nachweis von Reproduktion. Auch in Sachsen wurde ein einzelner Luchs nachgewiesen.

Der Luchs ist in Deutschland weiterhin in einer ungünstigen Erhaltungssituation und wird auf der Roten Liste als stark gefährdet gelistet. Die häufigsten nachgewiesenen Todesursachen sind Verkehrsunfälle, Krankheiten und illegale Tötungen. In vielen Fällen blieb die Ursache unbekannt.

Luchse benötigen einen möglichst störungsarmen und unzerschnittenen waldreichen Lebensraum. Sie brauchen große Reviere mit ausreichend gegen Wind und Regen geschützten Rückzugsorten. Im Nahrungsspektrum der Luchse machen Rehe den größten Anteil aus, Haus- und Nutztiere bilden nur einen geringen Anteil.

Hintergrund
Das bundesweite Monitoring liefert wichtige Daten zum Bestand und Vorkommen des Luchses in Deutschland und geht auf eine Erhebung der Bundesländer zurück. Das jährliche Monitoring läuft jeweils vom 1. Mai bis 30. April des darauffolgenden Jahres und deckt sich mit dem biologischen Jahr des Luchses. Die erhobenen Daten werden bei einem Treffen der im Monitoring erfahrenen Personen von Bund und Ländern bewertet und zusammengeführt.

Die Erfassungsmethodik und Auswertung der Daten erfolgt nach durch den Bund und die Länder abgestimmten, einheitlichen Monitoringstandards. Als nachgewiesene Luchse zählen Individuen, die z.B. mittels Foto oder Genetik zweifelsfrei von Artgenossen unterschieden werden könnten. Berichtet wird die Anzahl der Luchse, die bereits vom Muttertier unabhängig sind (subadulte und adulte Individuen), sowie die Zahl der Jungtiere.

Weiterführende Informationen:

Eine Karte mit aktuellen Luchsvorkommen steht unter www.bfn.de/presse/hintergrundinfos.html zum Download zur Verfügung.

Informationen zum Luchs:
https://ffh-anhang4.bfn.de/arten-anhang-iv-ffh-richtlinie/saeugetiere-sonstige/luchs-lynx-lynx.html

Informationen zum Monitoring und Management von Großraubtieren in Deutschland: https://www.bfn.de/themen/artenschutz/gefaehrdung-bewertung-management/management-von-grossraubtieren-in-deutschland.html#c201563


Quelle

Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn

Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999

E-Mail: info@bfn.de


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

In der Aufnahme von Johannes Rother

- Eurasischer Luchs [https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=41183]

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Kenia schützt die Heimat des Grauen Kronenkranichs
Kenia schützt die Heimat des Grauen Kronenkranichs

16/17.02.2018

NABU-Kranich-Projekt in Afrika verzeichnet Erfolge
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Kenia
– Kenia will den Grauen Kronenkranich besser schützen und hat den größten Süßwassersee im Norden des ostafrikanischen Landes zum Schutzgebiet erklärt.

Der 43,3 Quadratkilometer große Lake Ol’Bolossat liegt knapp vier Autostunden nördlich von der kenianischen Hauptstadt Nairobi an den südwestlichen Ausläufern der Abardare Bergkette. Er versorgt mit dem ausfließenden Ewaso Narrok Fluss weite Gebiete im Nordosten, wie den Landkreis Laikipia, aber auch das bekannte Samburu Nationalreservat. Vom Wasser des Lake Ol’Bolossat hängen zehntausende Menschenleben und der Bestand von Haus- und Wildtieren ab. Der See wurde bereits 2008 von Nature Kenya, dem nationalen Partner des NABU in Kenia, als „Important Bird Area“ ausgewiesen und ist zudem eines der wichtigsten Brutgebiete für den Grauen Kronenkranich in Kenia. „Das ist ein großer Erfolg für den NABU und die ganze Region. Der NABU ist seit 2014 in der Region aktiv und tritt seitdem für die Anerkennung der Fläche als Schutzgebiet ein“, sagt NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt.

Der Bestand des Grauen Kronenkranichs – ein eleganter Vogel mit goldgelben Schmuckfedern – nimmt fast überall in Afrika ab. Auch in Kenia sind die Bestände dramatisch gesunken, in den letzten 30 Jahren um 80 Prozent. Die International Union for Conservation of Nature (IUCN) stuft den Grauen Kronenkranich als gefährdete Art ein. Mit dem vom NABU initiierten Kranichmonitoring in Kenia wird ein wichtiger Beitrag geleistet, um genaue Werte zu bekommen. Der Bestand in Kenia wird auf 12.000 Vögel geschätzt. „Die Ursachen für den Rückgang sind vielfältig und reichen von Veränderungen und Verlust des Lebensraumes über illegale Jagd bis hin zum Vogelhandel“, sagt Werner Schröder, Sprecher der NABU-Bundesarbeitsgruppe Afrika. Der See ist Heimat weiterer gefährdeter Vogelarten wie dem Zitronenpieper. Mehr als 100 paläarktische Zugvogelarten nutzen den See und seine Umgebung als Winterquartier. Er beherbergt außerdem gut 400 Flusspferde.

Angesichts des neuen Schutzstatus müssen in den kommenden Jahren am Lake Ol'Bolossat zahlreiche Maßnahmen zum Schutz des Gebietes umgesetzt werden. Illegale Nutzung, wie Anbauflächen und Häuser, müssten innerhalb von 90 Tagen aus der Schutzzone entfernt werden. Najib Balala, Minister für Tourismus und Umwelt in Kenia, kündigte an, dass er eine Arbeitsgruppe einberufen werde, um die Interessen zwischen Tourismus und Naturschutz sowie die nachhaltige landwirtschaftliche Nutzung besser koordinieren zu können. „Der NABU, der zuständige Tourismusdirektor im Kreis Nyandarua, Bernhard Mwai, und George Muigai von den Crane Conservation Volunteers haben ein gemeinsames Ziel: die nachhaltige Nutzung des Lake Ol’Bolossat im Ökotourismus und den Schutz des Grauen Kronenkranichs“, sagt Schröder. Der Status als Schutzgebiet sei dabei von unschätzbarem Wert.
 

Für Rückfragen:

Werner Schröder, Sprecher der NABU-Bundesarbeitsgruppe Afrika,
E-Mail: Werner.Schroeder.Calidris@t-online.de

Quellenangabe

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NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Nicole Flöper | Silvia Teich
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Hoffnung für Braunkehlchen
Hoffnung für Braunkehlchen
Hoffnung für Braunkehlchen

15/16.02.2018

Auf ökologisch bewirtschafteten Flächen reichen bereits einfache Schutzmaßnahmen, damit der Vogelnachwuchs zahlreich überlebt.
Das ist das Ergebnis von Untersuchungen im Rahmen des Projekts „Landwirtschaft für Artenvielfalt“ an Braunkehlchen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Der einst weit verbreitete Singvogel gilt in Deutschland nach Roter Liste als stark gefährdet.

Laut Bundesamt für Naturschutz nahm sein Bestand zwischen 1990 und 2013 um 63% ab. Auf mehreren Biopark-Betrieben gelang
es nun, den Bruterfolg fast zu verdoppeln. Markus Wolter, Referent Landwirtschaft des WWF Deutschland, freut sich: „Wir haben einen Rettungsanker für stark gefährdete Vogelarten gefunden – Ökolandbau ist die Basis für aktiven Vogelschutz und mit kleinen Extras lässt sich ganz viel für die Tiere erreichen.“

Die bodenbrütenden Braunkehlchen sind im Grünland vor allem beim Mähen der Wiesen gefährdet, aber auch durch Beweidung an den Nistplätzen oder der Pflege von Gräben und Böschungen. Auf mehreren Projektbetrieben setzten die Biopark-Landwirte auf bewirtschafteten Grünlandflächen einfache Schutzmaßnahmen um. So wurden kleinflächige Schutzzonen abgesteckt und beim Mähen oder der Beweidung ausgespart. Von April bis Mitte Juli blieb ein zehn Meter breiter Streifen am Feldrand stehen oder es wurde eine Ecke der Weide abgezäunt. Grabenböschungen, die als Brutplatz dienten, wurden in der Brutzeit nicht gemäht. An einigen Orten stellten Vogelkundler sogenannte Jagdwarten ins Gelände, also zusätzliche Sitzstäbe für die Vögel. Bei den 144 Brutstätten ohne Schutzmaßnahmen flogen aus 45% der Nester Jungvögel aus. Durch die Maßnahmen (37 Brutstätten) wurde der Nesterfolg auf 84% erhöht. Da die meisten Maßnahmenflächen klein sind und am Feldrand liegen, ist der Ernteausfall der Landwirte in der Regel gering. Einige der zeitweilig nicht bewirtschafteten Flächen wurden durch Agrarumweltprogramme gefördert.

Die Erhebung ist Teil des Projekts „Landwirtschaft für Artenvielfalt“ (LfA) von WWF, EDEKA, Biopark und dem Leibniz-Zentrum
für Agrarlandschaftsforschung (ZALF e.V.). Im Auftrag des WWF haben Wissenschaftler des ZALF acht ökologisch bewirtschaftete Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg untersucht. Die Öko-Betriebe bewirtschaften ihre Flächen ohne Einsatz von mineralischem Stickstoffdünger und chemisch-synthetischen Pestiziden. Das Grünland wird von Mutterkühen und ihren Kälbern beweidet. Dadurch gibt es eine hohe Artenvielfalt von Pflanzen und Insekten, was wiederum viele Vögel anlockt, die sich und ihren Nachwuchs von den Insekten ernähren.

Immer seltener hört man fröhliches Zwitschern und Tirilieren auf deutschen Äckern und Feldern. Bekannte Singvögel
gehen stark zurück. „Noch ist eine Trendwende möglich, wenn es gelingt, die Fläche des Ökolandbaus schnell erheblich auszuweiten. Deutschland muss sein Ziel, 20% der Landwirtschaftsfläche auf Ökolandbau umzustellen, schnellstmöglich erreichen. Wir brauchen außerdem ein Aus für Neonikotinoide, mit denen Saatgut behandelt wird. Sie stehen in Verdacht, das Bienen- und Insektensterben mit zu verursachen – die Nahrungsgrundlage der Vögel“, so Wolter.

Hintergrund


Projekt „Landwirtschaft für Artenvielfalt“

Das Projekt Landwirtschaft für Artenvielfalt will die Vielfalt der wildlebenden Tier- und Pflanzenarten in landwirtschaftlich
geprägten Lebensräumen erhöhen. Das gelingt mit Hilfe eines betriebsgerecht variierbaren Naturschutzmoduls, einer Zusatzqualifikation für den Öko-Landbau. Herzstück des Projekts ist ein Katalog von über 100 verschiedenen Naturschutzmaßnahmen. Projektpartner auf Erzeugerseite im laufenden Projekt ist der ökologische Anbauverband Biopark. Die wissenschaftliche Begleitung liegt beim ZALF. EDEKA Nord vermarktet die Erzeugnisse der teilnehmenden Betriebe und honoriert bei bestimmten Produkten die Zusatzleistungen für den Naturschutz. Mehr unter www.landwirtschaft-artenvielfalt.de/


Artenvielfalt in Deutschland und die Rolle der herkömmlichen Landwirtschaft
Mit einem Anteil von über 50%  ist die Landwirtschaft der größte Flächennutzer in Deutschland. Zahlreiche Arten sind angewiesen auf landwirtschaftlich geprägte Lebensräume. Konventionelle, intensive Landwirtschaft mit hohem Pestizid- und Mineraldüngereinsatz und engen Fruchtfolgen ist neben dem Verlust an Lebensräumen hauptverantwortlich für die Zerstörung von Artenvielfalt in landwirtschaftlich genutzten Räumen in Deutschland und Europa. Die Intensivierung der landwirtschaftlichen Produktion lässt immer weniger Platz für Lebensräume - sei es am Rand oder innerhalb von Produktionsflächen. So stehen nahezu drei Viertel aller im Offenland brütenden Vogelarten auf der Roten Liste, und die Anzahl der für Acker- und Grünland typischen Pflanzen hat in den letzten Jahrzehnten um bis zu 95%  abgenommen. Betroffen sind ehemals verbreitete Pflanzen und Tiere wie Feldhase, Kiebitz oder Feld-Rittersporn.

KONTAKT

Sylvia Ratzlaff

Pressestelle

Tel.: 030 / 311 777 458

sylvia.ratzlaff(at)wwf.de



Quelle

WWF 13.02.2018



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In der Aufnahme von Helga Zinnecker
- Braunkehlchen
[https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=20604]

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Zwergschwäne 2017 fast ohne Bruterfolg
Zwergschwäne 2017 fast ohne Bruterfolg
Zwergschwäne 2017 fast ohne Bruterfolg

15/16.02.2018


Einen Anteil von 4,2 % Jungvögeln ergab die bundesweite Erfassung des Jungvogelanteils beim Zwergschwan um den 9./10. Dezember 2017. Das ist der mit Abstand geringste Jungvogelanteil, der seit 2011 ermittelt wurde.

Mehr zum Thema auf den Seiten des Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V.

- www.dda-web.de/#2018_02_13_zwergschwaumlne_20


Quelle
Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V.


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In der Aufahme von Ulricht Rösch

- Zwergschwäne [https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=23150]

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NABU: Die Natur kommt ins Schwärmen
NABU: Die Natur kommt ins Schwärmen
NABU: Die Natur kommt ins Schwärmen

14/15.02.2018

Frühlingsgefühle wecken und Valentinsgrüße mit Hilfe eines Starenschwarms verschicken
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Berlin
– Pünktlich zum Valentinstag kann jeder mit dem NABU unter www.NABU.de/starpost ein eigenes Grußvideo für seine Liebsten erstellen. Passend zum Star, Vogel des Jahres 2018 und Schwarmkünstler, formiert sich ein Vogelschwarm täuschend echt zu einem von zehn wählbaren Emojis am Himmel. Das zirka 30 Sekunden lange Video wirkt täuschend echt und erinnert an Aufnahmen von Hobbyfilmern. Fügen Nutzer noch eine persönliche Textbotschaft hinzu, ist die Überraschung perfekt – nicht nur zum Valentinstag.

Bei den Menschen geht es meist romantisch zu bei der Paarbildung, denn Mann und Frau möchten beworben werden. In der Tierwelt ist es etwas anders. Da wird auch beworben, allerdings müssen hier häufig nur die Männchen hart arbeiten – die Balzzeit beginnt.

Ende Februar beginnen die ersten Vögel sich Heim und Partnerin zu suchen. Beim Vogel des Jahres 2018, dem Star, bereitet das Männchen den Nistplatz vor, sobald er einen geeigneten gefunden hat. Er füllt die Baumhöhle mit grobem Nistmaterial wie trockenen Blättern, Halmen oder Wurzelresten. Mit gesträubtem Gefieder und leicht abgespreizten Flügeln sitzt der Jahresvogel dann oft direkt vor dem Loch und macht mit charakteristischen Lauten und Posen seinem Namen alle Ehre. Das ist seine Art ein Weibchen anzulocken. „Die Paarbildung und das Brutverhalten ist beim Star eine ziemlich komplexe ‚Beziehungskiste‘. Einige Stare sind monogam, also nur mit einem Weibchen verpaart. Andere hingegen haben mehrere Vogeldamen gleichzeitig. Da Stare oft zweimal im Jahr brüten, nutzen viele die Gelegenheit nach der ersten Brut den Partner zu wechseln. Dies ist besonders häufig, wenn die erste Brut nicht erfolgreich war“, erklärt NABU-Vogelexperte Eric Neuling.

Vögel sorgen immer wieder für Schlagzeilen, denn sie verlieben sich auch manchmal in weniger potenzielle Partner oder fallen durch aggressives Verhalten auf. Ein Schwan in Münster liebte ein Tretboot, ein Storch in Brandenburg attackierte so lange sein Spiegelbild an einem Auto, bis er damit sogar seinen Konkurrenten vertrieb. Auch Pfaue fallen immer wieder durch ihr aggressives Verhalten auf, wenn sie keine Partnerin finden. „Bei Vögeln, aber auch anderen Tieren, zählt, wer am schnellsten überzeugt. Nur derjenige gibt seine Gene weiter, der dem Weibchen mit Gesangsvielfalt, glänzendem Gefieder oder Futterdarbietung beweist, dass er fit und fortpflanzungsfähig ist. Und das dient letztendlich dem Arterhalt“, so Neuling.

Vögel sind Fluchttiere und haben daher keinen Penis, sondern eine sogenannte Kloake. Das ist eine Öffnung, durch die alles ins Freie kommt: Eier, Samenflüssigkeit, Harn und Kot. „Das Männchen bespringt das Weibchen, beide machen ihre Kloaken frei und drücken sie aufeinander. Die Samenflüssigkeit des Männchens wird bei den meisten Vögeln in die Kloake des Weibchens gepresst. Das ist wenig romantisch, aber sinnvoll, denn Vögel müssen bei Gefahr schnell weg fliegen können“, so Neuling.

Das digitale Grußportal ist zu finden unter www.NABU.de/starpost. Es stehen mehrere Emoji-Motive für unterschiedliche Grußthemen zur Verfügung.

Für Rückfragen:
NABU-Pressestelle, Tel. +49 (0)30.28 49 84-1958, E-Mail: presse@NABU.de


Quelle
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NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 16/18 | 13. FEBRUAR 2018
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Schutzwald im südlichen Oberallgäu in guten Händen
Schutzwald im südlichen Oberallgäu in guten Händen
Schutzwald im südlichen Oberallgäu in guten Händen

14/15.02.2018

Sonthofen, 09. Februar 2018
- Die Bayerischen Staatsforsten bewirtschaften im Landkreis Oberallgäu zwischen Oberstaufen im Westen und Bad Hindelang im Osten ca. 13.000 ha Gebirgswald im Eigentum des Freistaat Bayern. Fast die Hälfte davon, rund 6.000 ha, sind Schutzwald.  

Was unterscheidet den Schutzwald vom normalen Wald? „Dauerhaft als Schutzwald ausgewiesen ist Wald in den Hochlagen ab 1.500 Meter
Höhe und in exponierten Kammlagen. Des weiteren Wald auf Standorten, die stark erosionsgefährdet sind oder zur Verkarstung neigen. Auch Wald, der vor Lawinen, Steinschlägen, Erdrutschungen, Hochwasser und ähnlichen Naturgefahren schützt, ist Schutzwald. Und von „Objektschutzwald“ spricht man, wenn Siedlungen, Straßen oder Bahnlinien direkt darunter liegen“, erklärt Jann Oetting, der für den Staatsforstbetrieb Sonthofen verantwortlich ist. Damit dieser Wald seine Schutzfunktionen erfüllen kann, sollte er stabil sein. Optimal sind ungleichaltrige, strukturierte Bergmischwälder aus Fichte, Tanne, Buche und Bergahorn. Der Nadelholzanteil sollte bei 50 bis 60 Prozent liegen.  

Reiner Ruf, der als Revierleiter den östlichen Teil dieser Wälder betreut, verdeutlicht: „Die Witterung der letzten Woche
n hat den Schutzwald auf eine harte Probe gestellt: In unserer Region gab es sehr viel Regen in den unteren Lagen und massivem Schneefall ab 1.100 Meter Höhe. Der Wald puffert einerseits die Abflussmenge des Oberflächenwassers ab und sorgt mit seinem Kronendach für eine Strukturierung der Schneedecke. Das verhindert Lawinen, weil der Schneedeckenaufbau unregelmäßiger ist.“ Andererseits machen die starken Schneefälle, vor allem der Nassschnee dem Schutzwald zu schaffen: Aufgrund des Nassschnees und der bis auf den Grund stark durchfeuchteten Schneedecke kommt es sogar in den Waldbeständen zu Schneegleiten und Bildung von Waldlawinen. Dieses Phänomen hat in den letzten Jahren zugenommen. Zudem hat der viele schwere Schnee vor allem in jüngeren Wäldern Bäume gebrochen und umgedrückt. Dort können im Frühsommer Brutstätte des Borkenkäfers entstehen.  

Der Forstbetrieb Sonthofen setzt alles daran, die staatlichen Schutzwälder im südlichen Oberallgäu zu stabilisieren. So werden in den Fichten-dominierten Beständen junge Mischbäume gepflanzt - vor allem Tannen. Durch eine konsequente Jagd mit angepassten Wildbeständen sollen diese Pflanzungen auch aufwachsen können. Die Jagd kommt auch der natürlichen Ansamung von Tanne, Buche und Bergahorn zu Gute. In Jungwuchsbeständen wird durch Pflegeeingriffe die richtige Mischung zwischen Nadel- und Laubholz herausgearbeitet. In den älteren Wäldern wird durchforstet oder vorsichtig aufgelichtet, damit ein stabilerer Wald entsteht und sich junge Bäume ansamen können. „Für diese besonderen Aufwendungen im Schutzwald werden die Bayerischen Staatsforsten finanziell von der Forstverwaltung im Rahmen der Schutzwaldpflege und Schutzwaldsanierung unterstützt. Darüber sind wir sehr dankbar und auch überzeugt, dass das Geld gut investiert ist!“, freut sich Forstbetriebsleiter Oetting.

In der Aufnahme

- Schutzwald mit Lawinengassen, am Unterhang wächst junger Wald aus Nadel- und Laubholz nach (Foto: Rainer Ruf, Bayerische Staatsforsten)

Quelle
Bayerische Staatsforsten AÖR

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Insgesamt immer weniger Vögel
Insgesamt immer weniger Vögel
Endergebnis Stunde der Wintervögel: Insgesamt immer weniger Vögel

13/14.02.2018

Rückgang bei häufigen Arten zu beobachten – Star und andere Zugvögel überwintern immer öfter

Trotz
Rekordbeteiligung wird bei der LBV-Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ deutlich, dass im Freistaat insgesamt immer weniger Vögel beobachtet werden. Zwar zählten bayernweit erstmalig über 32.000 Teilnehmer insgesamt über 760.000 Vögel, sie sahen im Durchschnitt aber nur noch 34 gefiederte Gäste pro Garten.

Mehr zum Thema auf den Seiten des Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
- https://www.lbv.de/news/details/endergebnis-stunde-der-winterv%C3%B6gel-insgesamt-immer-weniger-v%C3%B6gel/


Quelle
Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Erlenzeisig / Männchen

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Mit Schneeschuhen zu den Schachten
Mit Schneeschuhen zu den Schachten

13/14.02.2018

Mittelschwere Wanderung mit der Waldführerin Christina Frank

Buchenau.
In die Hänge des Hahnenbogens führt Nationalpark-Waldführerin Christina Frank am Sonntag, 18. Februar. Auf einem Höhenweg mit wunderbaren Ausblicken auf den Rachel und die umliegenden Berge geht’s bis zum Lindberger Schachten. Von dort aus wird wieder abgestiegen.  

Los geht es um 10 Uhr am Wanderparkplatz in Buchenau. Es werden rund 350 Höhenmeter aufwärts überwunden, wobei mehrere kleine Pausen geplant sind. Die Teilnehmer werden gebeten für ausreichend Verpflegung, warme Getränke und Wechselkleidung zu sorgen, da die Tour insgesamt fünf bis sechs Stunden dauert und keine Möglichkeit zur Einkehr besteht. Eine ausreichende Kondition ist Voraussetzung für die Tour.


Die Kosten für die Führung betragen 5 Euro pro Person, Jugendliche bis 18 Jahre sind frei. Schneeschuhe können gegen eine Leihgebühr von 6 Euro ausgeliehen werden, der Bedarf soll bei der Anmeldung angeben werden. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung beim Nationalpark-Führungsservice (0800 0776650) möglichst frühzeitig, spätestens jedoch einen Tag vorher, erforderlich.


Quelle

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Freyunger Str. 2
94481 Grafenau    Tel. (08552) 9600 – 0
Fax: (08552) 9600 -100
E-Mail: poststelle@npv-bw.bayern.de
Internet: www.nationalpark-bayerischer-wald.de

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Wenn die letzten Baumriesen fallen ....
Wenn die letzten Baumriesen fallen ....
Wenn die letzten Baumriesen fallen ....

11/12.02.2018

Bayern
. Viele hundert Jahre konnte die alte Eiche den Witterungsverhältnissen erfolgreich trotzen. Doch der letzte Sturm inmitten des unbelaubten Jungwaldes war auch für sie zuviel.Mit einem gewaltigen Geräusch stürzte sie zu Boden und nun erst wird sichtbar wie es wirklich um sie stand.

Der Wurzelbereich ist kaum mehr vorhanden .. nahezu ein Wunder das sie so lange stehen bleiben konnte .. doch sehen wir weiter ...

Mehr Eindrücke zu finden unter:
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=30000&cid=&id=98339

Deutscher Tierschutzbund bewertet Koalitionsvertrag
Deutscher Tierschutzbund bewertet Koalitionsvertrag
Deutscher Tierschutzbund bewertet Koalitionsvertrag

11/12.02.2018

Licht und Schatten


Lob und Kritik für den Koalitionsvertrag bekommen die Koalitionäre von CDU/CSU und SPD vom Deutschen Tierschutzbund. Tierschutzrelevante Aspekte, etwa die Weiterentwicklung einer Nutztierstrategie oder die Verkürzung von Transportzeiten, fanden Berücksichtigung im Koalitionsvertrag. Andere Aspekte sind aus Tierschutzsicht kritikwürdig, etwa eine mögliche Lokalanästhesie bei der Ferkelkastration.

„Die neu aufgelegte Große Koalition muss in Sachen Tierschutz endlich liefern“, fordert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Bekenntnisse hatte auch der letzte Koalitionsvertrag. Den Worten folgten dann jedoch wenige Taten. Es ist jetzt Zeit, sich der Verantwortung zu stellen und dem Staatsziel Tierschutz, das seit 16 Jahren im Grundgesetz verankert ist, endlich Rechnung zu tragen.“ Dazu gehöre laut Schröder auch die Einführung eines Verbandsklagerechts für anerkannte Tierschutzorganisationen, welches im Vertrag gar keine Berücksichtigung fand.

Tiere in der Landwirtschaft

Positiv bewerten die Tierschützer, dass der Koalitionsvertrag eine Weiterentwicklung der bisherigen Nutztierhaltungsstrategie zu einer Nutztierstrategie vorsieht. „Auch auf unseren Druck hin wurde erkannt, dass sich eine solche Strategie nicht nur auf die Haltung der Tiere, sondern auf die gesamte Kette von der Zucht bis zur Schlachtung beziehen muss“, so Schröder. In Bezug auf das staatliche Tierwohllabel, das bis Mitte der Legislaturperiode kommen soll, sagt Schröder: „Wir können nur raten, den gesamten Prozess und die wenigen bisherigen Ergebnisse neu zu durchdenken. Die neue Regierung muss offene Fragen angehen und ein wirkliches Mehr an Tierschutz in die Ställe bringen.“ Lücken in den Haltungsnormen sollen laut Vertrag im Tierschutzrecht geschlossen werden. „Dieser Schritt ist essentiell und lange überfällig. Es kann nicht sein, dass zum Beispiel verbindliche Vorgaben für Milchkühe und Puten komplett fehlen“, so Schröder.

Versprechen zum Verzicht auf nicht-kurative Eingriffe und für ein Verbot der Tötung von Eintagsküken, wie sie der Koalitionsvertrag macht, sind aus Sicht der Tierschützer unumgänglich. „Lange genug waren Ausnahmen die Regel. Das Ende des Kükentötens hatte Bundesminister Christian Schmidt schon für 2017 versprochen. Ein ganz konkretes Datum muss nun ins Gesetz - damit das Bundeslandwirtschaftsministerium ein Verbot am Ende nicht aus fadenscheinigen Gründen wieder vor sich herschieben kann und wir nicht mit leeren Händen da stehen, weil das Ausstiegsdatum nirgendwo fixiert wurde“, so Schröder. Ein Prüf- und Zulassungsverfahren für Tierhaltungssysteme bei Nutz- und auch bei Heimtieren, ein sogenannter „Tierschutz-TÜV“, steht – wie bereits zur letzten Legislatur - im Vertrag der Großen Koalition. Getan hatte sich in den letzten vier Jahren diesbezüglich nichts.

Grundsätzlich positiv sind die Versprechen über kürzere Transportzeiten und eine effizientere Kontrolle von Lebendtiertransporten. „Die grausamen Bilder der Tiertransporte in Drittstaaten der EU haben es im vergangenen Jahr noch einmal mehr als deutlich gemacht: Die Bundesregierung muss sich auf nationaler und EU-Ebene für ein Ende dieser Missstände einzusetzen“, meint Tierschutzbund-Präsident Schröder.

Scharfe Kritik übt der Verband daran, dass neben den schon bestehenden (tierschutzgerechten) Alternativen zur unbetäubten Ferkelkastration
offenbar weitere Alternativen in Betracht gezogen werden. Die Rede ist in diesem Zusammenhang meist vom sogenannten „vierten Weg“ – der Lokalanästhesie. Die Methode ist aus Tierschutzsicht nicht akzeptabel, da sie den Kastrationsschmerz nicht wirksam ausschaltet und die Tiere durch die Injektionen in die Hoden sogar zusätzlichem Schmerz und Stress ausgesetzt sind. Der Verband drängt daher weiter auf die Umsetzung der tierschutzgerechten Alternativen Ebermast und Impfung gegen Ebergeruch.

Artenschutz
„Dass die Jagd gestärkt werden soll, ist enttäuschend, da deren massive Tierschutzprobleme vollkommen unberücksichtigt bleiben. Die übrigen Vorhaben, etwa für einen Schießübungsnachweis, sind bereits seit Jahren beim Bundeslandwirtschaftsministerium in Diskussion - also weder neu noch ein großer Wurf“, kommentiert Schröder. Ebenfalls stark kritikwürdig ist die geplante Überprüfung des Schutzstatus des Wolfs. „Eine Forderung nach vermehrten Abschüssen wäre weder rechtskonform noch sinnvoll, geschweige denn akzeptabel“, sagt Schröder. Die EU-Kommission hatte Ende 2017 - nach Anfrage von Bundesminister Schmidt – eigentlich klar gemacht, dass der Schutzstatus des Wolfs unangetastet bleibt, weil die Art weiterhin keinen günstigen Erhaltungszustand aufweist.

Kritik kommt seitens der Tierschützer auch dafür, dass der Koalitionsvertrag kein Verbot für Wildtiere im Zirkus vorsieht.

Tierversuche
In Sachen Tierversuche bleibt der Koalitionsvertrag unkonkret: Die Erforschung und Anwendung von Ersatzmethoden soll intensiv fortgeführt werden. „Hier braucht es mehr als Absichtserklärungen, der Vertrag lässt noch zu viele Fragen offen“, kommentiert Schröder. „Jedem verantwortlichen Politiker muss klar sein, dass Tierversuche in Deutschland keine Zukunft haben dürfen. Die zukünftige Bundesregierung muss Alternativmethoden zum Tierversuch bei der Förderung priorisieren und einen Ausstiegsplan vorlegen.“

Heimtiere
Unkonkret bleibt auch, wie verschiedene tierschutzrelevante Themen angegangen werden sollen, die als „Herausforderungen im Tierschutz“ zusammengefasst sind – darunter die Haltung von Exoten, Qualzuchten, Tierbörsen, der (illegale) Handel mit Heimtieren und die Situation der Tierheime. Bis Mitte der Legislaturperiode soll es laut Vertrag „Bewertungen und Verbesserungsvorschläge“ geben. Aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes sind die Probleme und auch mögliche Maßnahmen bereits bekannt – unklar ist, was in weiteren zwei Jahren noch bewertet werden soll. Die Tierschützer fordern etwa bereits seit Jahren die Einführung einer Positivliste für Heimtiere, deren Haltung aus Tier- und Artenschutzsicht unbedenklich ist. „Auch hier gilt: Worte sind genug gewechselt. CDU/CSU und SPD müssen unverzüglich zur Tat schreiten“, so Schröder.



In der Aufnahme
- Tierschutzrelevante Aspekte, etwa die Verkürzung von Transportzeiten, fanden Berücksichtigung im Koalitionsvertrag.

© Jens Wolters


Quelle

Deutscher Tierschutzbund e.V.
Bundesgeschäftsstelle
In der Raste 10
53129 Bonn


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GRÜNE WIESE ... SOLL GEWERBEGEBIET WERDEN
GRÜNE WIESE ... SOLL GEWERBEGEBIET WERDEN
GRÜNE WIESE IN DER ALLGÄUER KULTURLANDSCHAFT SOLL GEWERBEGEBIET WERDEN

10/11.02.2018

Erster Fall in Bayern als skandalöse Folge der Änderung des Landesentwicklungsprogramms


„Noch bevor die Neuregelung in Kraft tritt, beginnen in den ersten Gemeinden die Planungen für Gewerbegebiete auf der Grünen Wiese.  Viele weitere Fälle werden dem ersten Fall im Westallgäu folgen. So wird die Bayerische Staatsregierung zum Totengräber der bayerischen Kulturlandschaft“, kommentiert der BN-Landesbeauftragte Richard Mergner die Planungen der Argentalgemeinden Gestratz, Grünenbach, Maierhöfen und Röthenbach im Landkreis Lindau für ein knapp 8 ha großes unangebundenes Gewerbegebiet mitten auf der grünen Wiese. „Wir fordern die bayerische Staatsregierung auf, die geplante Demontage des LEP nicht zu beschließen und ein im Grundsatz neues Landesentwicklungsprogramm auf den Weg zu bringen, das den Klima-, Ressourcen- und Flächenschutz als zentrales Element beinhaltet“, ergänzt Mergner.

„Die Wiese, auf der jetzt ein Gewerbegebiet entstehen soll,  ist als landschaftliches Vorbehaltsgebiet ausgewiesen“, erklärt Erich Jörg, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Lindau. „Wir werden diese landschaftzerstörerische Planung nicht zulassen und prüfen daher auch eine Klage vor dem Verwaltungsgericht.“

Das Interkommunale Gewerbegebiet „In der Au“, den Argentalgemeinden Gestratz, Grünenbach, Maierhöfen und Röthenbach im Landkreis Lindau ist bereits seit 2014 geplant. Auf Grund einer Petition des BUND Naturschutz an den bayerischen Landtag stellte das bayerische Innenministerium klar: „Im Ergebnis steht die geplante Gewerbegebietsausweisung auch weiterhin im Widerspruch zu den rechtskräftigen Zielen der Raumordnung und ist somit gem. § 1 Abs. 4 BauGB nicht zulässig“ (Stellungnahme des bayerischen Innenministerium vom 19.1.2015). Durch die aktuell laufende Änderung des Landesentwicklungsprogramms (LEP) erhoffen sich die Gemeinden, ihre Vorhaben doch noch genehmigt zu bekommen.  Der BUND Naturschutz hält die Planung allerdings nach wie vor für nicht genehmigungsfähig.

Die aktuelle Änderung des LEP sieht weitreichende Änderungen des sog. Anbindegebotes vor. Dieses besagt, dass neue Baugebiete nur angebunden an bestehende Siedlungen ausgewiesen werden dürfen. Damit sollen eine Zersiedelung der Landschaft verhindert und kurze Wege und eine Stärkung der Ortskerne gefördert werden.

Auf Initiative von „Heimatminister“ Markus Söder sollen weitere Ausnahmen vom Anbindegebot in das LEP aufgenommen werden:   Interkommunale Gewerbegebiete sollen künftig überall ausgewiesen werden dürfen. Auch soll es künftig  keine Beschränkungen für Gewerbegebiete an Autobahnen und vierspurigen Bundesstraßen und generell für Tourismusprojekte mehr geben.

Die Staatsregierung hat das Vorhaben gegen den Widerstand eines breiten Expertenbündnisses aus Planer-, Architekten-, Bau- und Naturschutzverbänden vorangetrieben.  (siehe: www.bund-naturschutz.de/pressemitteilungen/heimat-bayern-2020-ausverkauf-unserer-bayerischen-kulturlandschaft.html )

Es wird erwartet, dass das neu gefasste LEP in Kürze durch das bayerische Kabinett verabschiedet wird und dann nach der Veröffentlichung im Gesetztesblatt in Kraft tritt.

Aktuell läuft die Öffentlichkeitsbeteiligung des Zweckverbandes Interkommunales Gewerbegebiet Argental zur Änderung des Flächennutzungsplanes und zur Aufstellung eines Bebauungsplanes im Gebiet.

Der BUND Naturschutz (BN) ist zuversichtlich, dass das Vorhaben nicht genehmigt wird, bzw. spätestens gerichtlich zu Fall kommt:
1) Die aktuell laufenden Verfahrensschritte laufen auf einer vermeintlichen Rechtsgrundlage, die noch gar nicht in Kraft ist.

2) Als Ergebnis heftiger Proteste der Fachöffentlichkeit hat der Landtag noch einen Vorbehalt bei  Ausnahmereglungen vom Anbindegebot eingefügt: Genehmigt werden dürfen nur Vorhaben „ohne wesentliche Beeinträchtigungen des Orts- und Landschaftsbilds“ sowie wenn „kein geeigneter angebundener Alternativstandort vorhanden ist“.

Nach Ansicht des BUND Naturschutz ist beim beplanten Standort zweifelsfrei eine wesentlich Beeinträchtigung des Landschaftsbildes gegeben. Diese Auffassung wird rechtlich auch dadurch unterstützt, dass  das Gebiet als landschaftliches Vorbehaltsgebiet im Regionalplan ausgewiesen ist.

Zudem sind nach Ansicht des BN zahlreiche  angebundene Alternativstandorte für Gewerbebetriebe in den Gemeinden vorhanden.

Für Rückfragen:

Thomas Frey
Regionalreferent für Schwaben
thomas.frey@bund-naturschutz.de
089/548298-64; 0160-95501313

In der Aufnahme
- Hier soll das interkommunale Gewerbegebiet Argental entstehen
(Foto BN).


Quelle

BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN)

Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
Tel. 09 41 / 2 97 20 0
Fax 09 41 / 2 97 20 30
info@bund-naturschutz.de


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Singschwäne im Winter
Singschwäne im Winter
Singschwäne im Winter

10/11.02.2018

Deutschland.
Mit einer Länge von bis zu 152 cm, sowie einer Spannweite bis 2 Meter zeigt sich der wunderschöne Singschwan etwas kleiner als sein Verwandter der Höckerschwan.Den Sommer verbringen diese Vögel, die am stumpfen Schwanz sowie dem gelben Schnabel und der spitzer geformten Maske gut vom Höckerschwan zu unterscheiden sind, an den Seen der Tundra Nordeuropas.

Seine Brut setzt der Singschwan je nach Brutplatz zwischen Mai und Juni, ab und an schwimmend, jedoch bevorzugt auch auf kleinen (Ufer) Inseln. Singschwäne geben sich gegenüber dem Menschen recht scheu.Eine Aufgabe der Nistplätze infolge menschlicher Einflüsse sind dokumentiert.

Mehr zum Thema

- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=22283

Hinein ins winterliche Watt!
Hinein ins winterliche Watt!
Hinein ins winterliche Watt!

10/11.02.2018

Still ist es, ganz still, nur hier und da der leise Ruf eines Vogels. Dick eingemummelt geht es hinein in eine von Wind,
Wellen und Wasser geprägte Landschaft: das winterliche Wattenmeer. Eine Wattwanderung in diesen einzigartigen Naturraum, den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, kann gerade in dieser Jahreszeit ein besonderes Erlebnis sein. Und entsprechende Angebote der Nationalpark-Wattführerinnen und Wattführer an der Westküste gibt es viele, teilt die Nationalparkverwaltung in Tönning mit.

Viele davon in Dithmarschen – von, um Beispiele zu nennen, der „Wattführung mit Muße“ vor Büsum über biologisch-geologische Wattwanderungen und Angebote für Kinder (beide Friedrichskoogspitze) bis zur Drei-Priele-Tour mit Grünkohlessen ab Westerdeichstrich. Ansprechpartner für weitere Informationen ist die Wattführergemeinschaft Dithmarscher Nordseeküste, die Termine sind hier https://watterleben.de zu finden.

Den ganzen Winter über an vielen Standorten aktiv ist die Schutzstation Wattenmeer, der größte betreuende Naturschutzverein im Nationalpark. In deren Kalender (https://www.schutzstation-wattenmeer.de) sind allein im Februar weit mehr als 100 „Draußen“-Termine zwischen Friedrichskoog und Hörnum auf Sylt vermerkt, neben Watt- auch Strand- oder Sandbankwanderungen, Abend- und Nachtwanderungen oder Vogelführungen und, als neues Highlight, in Büsum „Wattwanderungen der Stille“. Auf Sylt ist außerdem das Erlebniszentrum Naturgewalten Veranstalter und Ausgangspunkt für Winterwattwanderungen, die Termine und weitere Informationen sind auf der Website zu finden: https://naturgewalten-sylt.de. Zudem laufen einige Einzelanbieter wie die Dagebüller Birgit Andresen und Walther Petersen-Andresen (www.wattwanderung.eu) mit Gruppen auf Vereinbarung.

ZUR INFO

Wattwandern im Winter? Alles eine Frage der richtigen Kleidung! Als Grundausstattung empfehlen Experten mehrere Schichten wie Unterhemd, T-Shirt, Pullover, dazu eine regendichte warme Jacke, Schal, Handschuhe, Mütze, unter der Hose Skiunterwäsche sowie dicke Socken und mindestens mittelhohe, ab besten hohe Gummistiefel. Bei den Touren mit Nationalpark-Wattführer Dark Blome (http://der-inselläufer.de) von Amrum nach Föhr werden sogar Wathosen verliehen. Eine Ersatzgarnitur Kleidung ist außerdem sinnvoll, falls man doch mal richtig nass wird (zum Beispiel, wenn man im Watt ausrutscht), ein Rucksack darum unverzichtbar.


In der Aufnahme
- Eine Wattwanderung von Föhr nach Amrum - das geht nicht ohne Wathosen!
© Dark Blome

Quelle / Aufnahme
Nationalpark Wattenmeer

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Ranger-Treffen in Berchtesgaden
Ranger-Treffen in Berchtesgaden

Teilnehmerrekord beim alpenweiten Ranger-Treffen in Berchtesgaden

10/11.02.2018

Über 250 Teilnehmer aus sieben Alpen-und Karpatenstaaten bei der 23. Auflage des „Memorial Danilo Re“ im Nationalpark Berchtesgaden


Zum Auftakt seines Jubiläumsjahres „40 Jahre Nationalpark Berchtesgaden“ war das Schutzgebiet rund um Watzmann und Königssee nach 2006 zum zweiten Mal Gastgeber des internationalen Ranger-Treffens „Memorial Danilo Re“. Neben einem wissenschaftlichen Forum sowie dem freundschaftlichen Austausch zwischen den Mitarbeitern verschiedener Schutzgebiete stand auch ein sportlicher Wettkampf auf dem Programm. In den Disziplinen Skibergsteigen, Riesenslalom, Langlauf und Luftgewehrschießen traten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus sieben Nationen in einem Teamwettbewerb gegeneinander an.

Titelverteidiger war das Ranger-Team aus dem Nationalpark Berchtesgaden. Im Vorjahr hatte die Mannschaft mit Alois Hohenwarter (Riesenslalom), Wolfgang Palzer (Skibergsteigen), August Schellmoser (Luftgewehrschießen) und Andreas Soyter (Langlauf) die begehrte Trophäe im österreichischen Nationalpark Gesäuse gewonnen. Auf heimischem Terrain hat es wegen der starken Konkurrenz aus anderen Schutzgebieten nicht ganz zum Sieg gereicht: Die Berchtesgadener Ranger mussten sich nach hartem Kampf dem Team aus dem Nationalpark Gran Paradiso (Italien) geschlagen geben und teilten sich mit der punktgleichen Mannschaft aus dem Nationalpark Hohe Tauern Salzburg den zweiten Platz. Das Damen-Team aus Berchtesgaden mit Brigitte Berreiter (Schießen), Monika Lenz (Riesenslalom), Katja Weisbecker (Langlauf) und Carolin Klar (Skibergsteigen) überzeugte mit Platz drei in der Damenwertung. Der Sieg bei den Rangerinnen ging an den Nationalpark Hohe Tauern Tirol vor dem italienischen Parco Regionale del'Adamello.

Auch bei Einzelergebnissen zeigten die Berchtesgadener Topleistungen: Der schnellste Ranger der Alpen im Riesenslalom war wie schon in den vergangenen Jahren Alois Hohenwarter. Schnellste Dame und Tagessiegerin im Riesenslalom wurde Mariella Voglreiter aus dem Nationalpark Hohe Tauern Salzburg. Monika Lenz fuhr bei den Damen auf Platz drei. Kaum zu bremsen war auch Ranger-Urgestein Wolfgang Palzer. Im Skibergsteigen am Götschen musste sich der Ramsauer nur dem starken Franzosen Yoann Caillot aus dem Nationalpark La Vanoise geschlagen geben. Im Luftgewehrschießen präsentierte sich Brigitte Berreiter gewohnt treffsicher und eroberte Platz zwei bei den Damen. Auch die Bürgermeister der Talkessel-Gemeinden Berchtesgaden, Bischofswiesen und Schönau am Königssee stellten mit Franz Rasp (Langlauf), Thomas Weber (Luftgewehrschießen), Richard Lenz (Skibergsteigen) und Josef Springl (Riesenslalom) eine Mannschaft und belegten Rang 13 in der Gesamtwertung.

Dr. Roland Baier, Leiter des Nationalparks Berchtesgaden und Generalsekretär des Netzwerks alpiner Schutzgebiete (alparc), hat seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu den Wettkampfstätten in Bischofswiesen und Berchtesgaden begleitet und die Daumen gedrückt. „Neben den tollen Leistungen unserer Teams haben mich der Teamgeist aller teilnehmenden Mannschaften und der freundschaftliche Wettkampf zwischen den Nationen besonders gefreut und beeindruckt“, lobt der Nationalpark-Leiter nach Abschluss der Veranstaltung. Jochen Grab, Ranger-Leiter und Organisationschef aus Berchtesgaden ergänzt: „Die Anforderungen an den Beruf des Rangers steigen, vor allem im kommunikativen Bereich. Auch vor diesem Hintergrund ist ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch zwischen den Mitarbeitern von Schutzgebieten im Alpenraum besonders wichtig“.

Am internationalen Wettkampf der alpinen Schutzgebiete nahmen 46 Mannschaften aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Slowenien, der Slowakei und der Schweiz teil – so viele wie nie zuvor. Die Wettkämpfe werden seit 1996 jährlich in Erinnerung an den italienischen Ranger Danilo Re durchgeführt, der im Jahr 1995 im Dienst tödlich verunglückte. Neben den sportlichen Wettkämpfen stehen beim „Memorial Danilo Re“ auch ein wissenschaftliches Forum sowie der freundschaftliche Austausch zwischen den Mitarbeitern verschiedener Schutzgebiete im Vordergrund. Das thematische Treffen stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Der Umgang mit Freizeitaktivitäten in Schutzgebieten“. Dabei tauschten sich die Schutzgebiets-Mitarbeiter über die täglichen Herausforderungen im Umgang mit Kletterern, Wintersportlern, Campern und anderen Naturnutzern aus. In thematischen Workshops entwickelten sie außerdem Ideen und Strategien zum künftigen Management der sich ständig wandelnden Interessen von Gästen in Schutzgebieten. 2019 wird die Veranstaltung im französischen Schutzgebiet Asters - Réserves Naturelles Haute Savoie stattfinden.


Bildtext (Credit: Nationalpark Berchtesgaden):
- Siegerehrung.jpg

Nicht zu schlagen beim 23. alpenweiten Treffen der Schutzgebiets-Mitarbeiter „Memorial Danilo Re 2018“ war das Team
aus dem italienischen Nationalpark Gran Paradiso. Punktgleich auf Platz zwei lagen die Mannschaft aus dem Nationalpark Hohen Tauern Salzburg (l.) und die Ranger aus dem Nationalpark Berchtesgaden.

Weitere Informationen

Nationalparkverwaltung Berchtesgaden
Stabsstelle Kommunikation
Carolin Scheiter
Doktorberg 6, 83471 Berchtesgaden

Telefon: +49 8652 9686-130
Telefax: +49 8652 9686-40
pressestelle@npv-bgd.bayern.de
www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de


Quelle

Nationalparkverwaltung Berchtesgaden

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Wattenmeer Partnerschaftszentrum
 Wattenmeer Partnerschaftszentrum
Internationales Weltnaturerbe Wattenmeer Partnerschaftszentrum: Dänische Architektin gewinnt Wettbewerb

10/11.02.2018

Die Vorbereitungsarbeiten zum Bau des Trilateralen Weltnaturerbe Wattenmeer Partnerschaftszentrums haben
einen neuen Meilenstein erreicht. Gestern fiel die Entscheidung darüber, welche Gestalt das neue Gebäude in Wilhelmshaven annehmen wird. Das Zentrum soll die internationale Adresse der Wattenmeerzusammenarbeit werden und als international wahrnehmbares Symbol für den Schutz des einzigartigen Weltnaturerbes Wattenmeer von Den Helder in den Niederlanden bis nach Esbjerg in Dänemark stehen.

Das Besondere an diesem Entwurf ist die Darstellung der „Welt zwischen den Welten". Es sind die bezuglosen Flächen, die ständig ihr Gesicht ändern, sie spiegeln sich wie die Gezeiten. Damit ist das Gebäude eine kreative Abstraktion des Wattenmeeres.

Minister Olaf Lies bewertete die Entscheidung für den Entwurf der dänischen Architektin als ein hervorragendes Signal für die internationale Wattenmeerzusammenarbeit. „Das Weltnaturerbe Wattenmeer ist von größter Bedeutung für den gesamten Nordseeraum. Neben seinem Schutz ist es auch wichtig, es erlebbar zu machen und darüber zu informieren und ein Bewusstsein für seine Besonderheit zu schaffen. Ein Ort besonderer Aufmerksamkeit wird jetzt in Wilhelmshaven geschaffen. Und dazu wird etwas Altes zu etwas Zukunftsfähigen umgewandelt. Der alte Kriegsbunker verwandelt sich nun in eine internationale Stätte von großer Bedeutung für Kommunikation und Naturschutz. Die trilaterale Zusammenarbeit der drei Staaten Niederlande, Deutschland und Dänemark zum Wohle und zum Schutz des Weltnaturerbe Wattenmeer erhält ein sichtbares Signal einer sympathischen Weltoffenheit. Das ist auch ein großer Gewinn für das Stadtbild in Wilhelmshaven", sagte Lies.

Wilhelmshavens Stadtbaurat Oliver Leinert, selbst Mitglied des Preisgerichts, ist von dem Gewinnerentwurf ebenfalls überzeugt. „Der Wettbewerb war hochkarätig besetzt. Das enorme Interesse und die hohe Qualität der eingereichten Entwürfe zeigen einmal mehr, in welcher Liga wir in Wilhelmshaven mit unseren städtebaulichen Projekten spielen."

Im Rahmen des Architektenwettbewerbs zum Bau des internationalen Partnerschaftszentrum in Trägerschaft der Stadt Wilhelmshaven hatten 14 renommierte Architekturbüros aus dem In- und Ausland ihre Gestaltungsentwürfe für den Hochbau und zur Gestaltung des umliegenden Banter See Parks eingereicht. Eine besondere Herausforderung an die Architekten bestand in der Aufgabe, den auf dem attraktiven Wassergrundstück mit Blick auf den Jadebusen noch vorhandenen Hochbunker aus dem zweiten Weltkrieg in das neue Gebäude einzubinden. Auf über 50 Plakaten wurden Zeichnungen und Skizzen hinter verschlossenen Türen einen ganzen Tag lang präsentiert und begutachtet. In allen Entwürfen wurde die Planungsaufgabe in kreativer Weise aufgenommen. Die Lösungen verbinden auf verschiedene Art und Weise Nachhaltigkeitsprinzipien mit Nutzerfreundlichkeit und dem Thema Wattenmeer. Die Jury benötigte drei Durchgänge, um sich auf die besten drei Entwürfe und die Verteilung der Preisgelder in Höhe von insgesamt 50.000 Euro zu einigen.

Der Wettbewerb und die Realisierung des internationalen Partnerschaftszentrums wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) mit vier Millionen Euro aus Mitteln des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus" gefördert. Vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz erfolgt neben der Unterstützung bei der Brachflächensanierung zudem eine begleitende Förderung im Rahmen der Städtebauförderung. Für die im Gebiet der Stadtumbaumaßnahme „Jadeallee/ Wiesbadenbrücke" geplante Einrichtung werden Städtebauförderungsmittel für die angrenzende Erschließung und den Grunderwerb zur Verfügung gestellt.

Für den 22. März 2018 ist die Ausstellungseröffnung zu den Ergebnissen des Architektenwettbewerbs geplant. Im Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum in Wilhelmshaven werden alle Entwürfe einen Monat lang als Sonderausstellung für die Öffentlichkeit zu sehen sein.

Das Partnerschaftszentrum bietet die Chance, länderübergreifend vorhandene Kompetenzen und Erfahrungen unter einem Dach zu bündeln und zu verstärken und damit eine nachhaltige regionale Entwicklung mit gemeinsamen Standards für die gesamte Wattenmeerregion anzustreben. Dafür sollen Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und Kommunen für die Zusammenarbeit gewonnen werden. Die gemeinsame Marke ‚Weltnaturerbe Wattenmeer' gibt Impulse für die soziale und ökonomische Entwicklung und die internationale Profilierung der Region.
Hintergrund:

Die Auszeichnung des gesamten niederländisch-deutsch-dänischen Wattenmeeres als UNESCO-Weltnaturerbe im Juni 2014 ist eine Anerkennung der gemeinsamen Bemühungen zum Schutz des Wattenmeers und unterstreicht seine globale Bedeutung als einmaliger Naturraum. Die seit über 30 Jahren bestehende trilaterale Zusammenarbeit der drei Staaten Niederlande, Deutschland und Dänemark bildet den strukturellen Rahmen für den integrierten Schutz und das Management des grenzüberschreitenden Wattenmeers. In keiner anderen Region der Welt gib es eine vergleichbare Dichte und Qualität von Wissen und Erfahrung zu Naturschutz, Management und Forschung, insbesondere im Bereich von Tiden- beziehungsweise Küstengebieten, wie in der Wattenmeerregion.

Um die volle Bandbreite gegenwärtiger und zukünftiger Herausforderungen in Bezug auf Verbesserung von Nachhaltigkeit, regionaler Entwicklung und Naturschutz im gesamten Weltnaturerbe und seiner umgebenden Region zu bewältigen, muss die Wattenmeer-Kooperation ihre heutigen Organisationstrukturen weiter entwickeln.

Im geplanten Trilateralen Weltnaturerbe Wattenmeer Partnerschaftszentrum, das von der Stadt Wilhelmshaven bzw. in ihrem Auftrag vom städtischen Eigenbetrieb ‚Grundstücke und Gebäude' auf dem Banter See Park errichtet wird, ist daher vorgesehen, das bestehende, gemeinsame Wattenmeersekretariat (Common Wadden Sea Secretariat), eine noch näher zu definierende Netzwerkeinrichtung (Partnership Hub), eine noch zu gründende trilaterale Wattenmeerstiftung und die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer unter einem Dach zusammenzuführen.

In der Aufnahme:
- Das Gewinnermodell der dänischen Architektin Dorte Mandrup

Quelle / Aufnahme
Nationalpark Wattenmeer

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Das Auerhuhn-Schutzprojekt des Nationalparks
Das Auerhuhn-Schutzprojekt des Nationalparks
Das Auerhuhn-Schutzprojekt des Nationalparks

09/10.02.2018

Förster Michael Großmann führt auf Schneeschuhen zum Siebensteinkopf

Finsterau
. Auerhühner sind Charaktervögel des Nationalparks Bayerischer Wald. Seit dem 19. Jahrhundert sind die Bestände der sensiblen Raufußhühner überall in Mitteleuropa teils drastisch zurückgegangen. In der Region hat eine kleine Population überlebt. Was für deren Schutz getan werden muss, erklärt Michael Großmann, Förster und Leiter der Nationalparkwacht, bei einer Schneeschuhwanderung am Samstag, 17. Februar.

Bei der mittelschweren Tour über die Reschbachklause zum Siebensteinkopf erläutert der Forstmann das Auerhuhn-Schutzprojekt. Dabei wird etwa thematisiert, wie wichtig Ruhezonen in Großschutzgebieten für den Artenschutz sind. Auch die Arbeit der Nationalparkwacht hilft den Hühnern dabei, ihren sich alljährig wiederholenden Überlebenskampf im Winter zu meistern.

Treffpunkt für die rund fünfstündige, kostenlose Führung ist am 17. Februar um 10 Uhr am Skistadion in Finsterau. Bei der Tour werden etwa 250 Höhenmeter überwunden. Festes Schuhwerk und Schneeschuhe sind erforderlich. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung beim Nationalpark-Führungsservice (0800 0776650) möglichst frühzeitig, spätestens jedoch einen Tag vorher, notwendig. Dabei sollte falls erforderlich der Bedarf für Schneeschuhe, die ausgeliehen werden können, mitgeteilt werden.

Bildunterschrift: Welchen Schutz die empfindlichen Auerhühner – hier ein stattlicher Hahn – benötigen, erklärt am 17. Februar Rangerchef Michael Großmann.

Quelle

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Freyunger Str. 2
94481 Grafenau    Tel. (08552) 9600 – 0
Fax: (08552) 9600 -100
E-Mail: poststelle@npv-bw.bayern.de
Internet: www.nationalpark-bayerischer-wald.de

   
In der Aufnahme von Johannes Rother
- Auerhahn
. https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=20462

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Aktive Suche nach entlaufenen Wölfen eingestellt
Aktive Suche nach entlaufenen Wölfen eingestellt
Aktive Suche nach entlaufenen Wölfen eingestellt

09/10.02.2018

Seit über zehn Wochen keine konkreten Hinweise auf Verbleib der zwei abgängigen Tiere

Ludwigsthal.
Bereits in der Nacht zum 6. Oktober 2017 waren sechs Wölfe aus dem Tier-Freigelände des Nationalparks Bayerischer Wald bei Ludwigsthal entlaufen – durch ein anscheinend von Dritten mutwillig geöffnetes Tor. Zwei der Tiere konnten auch vier Monate danach nicht wieder eingefangen werden. Konkrete Hinweise auf den Verbleib der beiden Gehegewölfe gab es in jüngster Zeit jedoch nicht mehr. Die letzte heiße Spur ist über zehn Wochen alt. Daher hat die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald in Absprache mit dem Landesamt für Umwelt nun die aktive Suche eingestellt. Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf bedankte sich bei der Nationalparkverwaltung für den guten Umgang mit der schwierigen Situation.

„Die artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigungen zum Fang der Tiere sind zum 1. Februar ausgelaufen und im Moment gibt es keinerlei Ansatzpunkte dafür, eine Verlängerung zu beantragen“, erklärt Nationalparkleiter Franz Leibl. Seit dem letzten gesicherten Nachweis, der Ende November 2017 aus Oberösterreich kam, gingen vereinzelt weitere Hinweise zu Sichtungen von Wölfen in der Region bei der Nationalparkverwaltung ein. Diesen Anrufen wurde nachgegangen, jedoch ohne Ergebnisse.

Meldungen zu frei lebenden Wölfen nimmt das Landesamt für Umwelt entgegen. Kontaktdaten finden Sie unter www.lfu.bayern.de. 


Quelle

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Freyunger Str. 2
94481 Grafenau    Tel. (08552) 9600 – 0
Fax: (08552) 9600 -100
E-Mail: poststelle@npv-bw.bayern.de
Internet: www.nationalpark-bayerischer-wald.de

 

In der Aufnahme von Andreas Gehrig

- Wolf. https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=23066

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Neue Unterlagen zur Elbvertiefung
Neue Unterlagen zur Elbvertiefung
Neue Unterlagen zur Elbvertiefung

08. Februar 2018

Aktionsbündnis Lebendige Tideelbe: Es fehlt eine Gesamtbetrachtung

Hamburg:
Die aktuelle Ankündigung der Hamburger Wirtschaftsbehörde, wie und mit welchen neuen Planunterlagen der vom Bundesverwaltungsgericht als rechtswidrig eingestufte Planfeststellungsbeschluss zur Elbvertiefung geheilt werden soll, trifft beim Aktionsbündnis Lebendige Tideelbe auf große Skepsis. So beabsichtigt die Behörde offenbar keine neue und umfassende Bewertung der Ausgleichskonzeption, obwohl das Gericht eine neue Bilanzierung einfordert. Die bislang vorgelegte Ausgleichsbilanz ist aus Sicht der Richter aufgrund der Fehlbeurteilung bei der europarechtlich geschützten Pflanzenart Schierlings?Wasserfenchel „infiziert“, also insgesamt nicht mehr geeignet, den vorgeschriebenen Ausgleichsbedarf zu ermitteln (siehe: RN 407 und 457, Urteil vom 09.02.2017, www.bverwg.de/de/090217U7A2.15.0).

Die Umweltverbände BUND, NABU und WWF zeigen sich aufgrund des aktuell bekannt
gewordenen Vorgehens
überrascht, da mit dieser Planergänzung nur einer der insgesamt drei
Kritikpunkte des Bundesverwaltungsgerichts aufgegriffen wird und der Rest gesondert in anderen
Verfahren abgearbeitet werden soll. „Die neuen Unterlagen erhalten wir erst Anfang März und
werden sie fachlich intensiv prüfen. Wir haben immer deutlich gemacht, dass nur eine neue
Gesamtbetrachtung der Ausgleichserfordernisse, in der alle Rechtsfehler abgearbeitet werden, der
Bedeutung des Lebensraums Elbe gerecht wird“, so die Verbände.

Zum Hintergrund:
Am 9. Februar 2017 hatte das Bundesverwaltungsgericht (Az.: BVerwG 7 A 2.15 (7 A 14.12)) der
vom WWF unterstützten Klage des BUND und des NABU stattgegeben und den Planfeststellungsbeschluss zur geplanten 9. Elbvertiefung für rechtswidrig und nicht vollziehbar erklärt. Das Gericht hatte festgestellt, dass die vorgesehene Ausgleichsmaßnahme Kreetsand für den weltweit nur an der Tideelbe vorkommenden Schierlings?Wasserfenchel einen Etikettenschwindel darstelle, die Entwicklung des Salzgehaltes als Folge der Elbvertiefung in einem Elbabschnitt nicht ausreichend vorsorglich untersucht worden sei und die Abgrenzung von geeigneten Ausgleichsmaßnahmen zu den Maßnahmen, zu denen das Land Niedersachsen unabhängig von der Elbvertiefung verpflichtet ist, unklar geblieben sei.

KONTAKT

Beatrice Claus

WWF Deutschland

Tel.: 0151 188 549 68


Quelle

WWF


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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In der Aufnahme von Dieter Eichstädt

Großer Brachvogel - https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=20599


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Landwirtschaft 2018 - Zurück ins Mittelalter
Landwirtschaft 2018 - Zurück ins Mittelalter
Landwirtschaft 2018 - Zurück ins Mittelalter

08/09.02.2018

NRW
-Rolf Thiemann berichtet heute über ein abartiges Vorkommnis. Auf einem Acker mit Einsaat wurde eine Krähe an einer Stange am Hals aufgehängt. Der Vogel soll wohl als Vergrämung von Artgenossen dienen.

So was machte man im Mittelalter, um ein Feld vor Körnerfressern zu schützen.Da wir aber im 21. Jahrhundert leben, müsste jeder (auch ein Landwirt) wissen,das solche Methoden sinnlos sind. Kommt ein Jäger auf die Idee ein Wildschwein oder Reh im Wald aufzuhängen, um Wildschaden zu verhindern? Ich glaube doch kaum!

Ich erspare mir jeden weiteren Kommentar, die Bilder sprechen für sich ...
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=100000&cid=&id=98313


Jagd ist notwendig, reicht allein aber nicht
Jagd ist notwendig, reicht allein aber nicht
Jagd ist notwendig, reicht allein aber nicht

08/09.02.2018

Osnabrück.
„Der aktuelle Seuchenverlauf der Afrikanischen Schweinepest in Europa und das daraus erfolgende Risiko für Deutschland machen es notwendig, dass wir auf unseren Flächen des Nationalen Naturerbes entsprechend reagieren“, sagte Prof. Dr. Werner Wahmhoff, stellvertretender Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und Fachlicher Leiter des DBU Naturerbes. Aktuell werden daher auf den DBU-Naturerbeflächen mit Schwerpunkt in Ostdeutschland mehr Wildschweine bejagt. „Es muss aber mehr getan werden, um die Viruserkrankung gar nicht erst einzuschleppen“, so Wahmhoff und verweist auf die Handlungshinweise zur Afrikanischen Schweinepest (ASP), die für die Liegenschaften bereits 2014 veröffentlicht wurden.

Für die DBU-Naturerbeflächen sind dementsprechend ASP-Verantwortliche der Bundesforstbetriebe zuständig, es gelten spezielle Jagdregelungen sowie Hygienevorschriften. So ist etwa das Wegwerfen von Speiseabfällen strikt verboten – eines der größten Risiken zur Einschleppung der Seuche nach Deutschland.

Handlungshinweise zum Umgang mit ASP auf DBU-Naturerbeflächen

„Bereits 2013 hat das DBU Naturerbe die potenzielle Gefahr der ASP aus Polen und Weißrussland erkannt“, betont Dr. H. Otto Denstorf, Betriebsmanager beim DBU Naturerbe. „Daraufhin wurden in enger Abstimmung mit dem Friedrich-Löffler-Institut und in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Sparte Bundesforst, die Handlungshinweise zum Umgang mit der ASP auf DBU Naturerbe-Flächen 2014 in Kraft gesetzt.“ Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) warnt inzwischen vor einem hohen Risiko für eine Einschleppung der Seuche nach Deutschland. „Obwohl die Krankheit für Haus- und Wildschweine hochansteckend ist und meist nach kurzer Zeit tödlich endet, sind Menschen nicht gefährdet“, so Wahmhoff. ASP kann direkt von Tier zu Tier übertragen werden, also auch bei direktem Kontakt beispielsweise zwischen infizierten Wildschweinen und Hausschweinen in Freilandhaltung.

Doch auch durch verarbeitete infizierte Fleischprodukte und mit Keimen verunreinigte Kleidung oder Schuhwerk werden die Viren weiter verbreitet. „Vermutlich sind ungewollt wir Menschen die größte Gefahr für eine Einschleppung“, so Wahmhoff. Es reiche ein achtlos weggeworfenes Wurstbrot mit virulentem Fleisch aus Osteuropa, das ein hiesiges Wildschwein am Straßenrand verzehrt, um die Seuche nach Deutschland zu bringen. Daher ist es strikt verboten, Speiseabfälle auf den DBU-Naturerbeflächen wegzuwerfen.

Spezielle Hygienemaßnahmen bei der Jagd


Ebenso könne die Krankheit über virusbehaftete Kleidung und Gegenstände sowie Ausscheidungen indirekt übertragen werden. Würde etwa ein Jäger mit einem infizierten Wildschwein in Kontakt kommen und ohne seine Kleidung zu wechseln in einen Schweinezuchtbetrieb gehen, wäre eine Übertragung möglich. Daher werden die Jagdteilnehmer von einem ASP-Verantwortlichen des Bundesforstbetriebes über die Seuche informiert und schon jetzt auf spezielle Hygienemaßnahmen hingewiesen. „Kein Betreten des Stalles mit Jagdkleidung, Jagdausrüstung oder Jagdhund, ist in diesem Zusammenhang eine ganz wichtige Vorbeugemaßnahme“, so Wahmhoff. Zur Vorbeugung beteiligen sich das DBU Naturerbe und Bundesforst aktiv am Monitoring der ASP mit den zuständigen Landesbehörden und arbeiten eng mit örtlichen Veterinär- und Jagdbehörden zusammen. Eine Prophylaxe durch Impfung ist nach Angaben des FLI nicht möglich, da es keinen zugelassenen Impfstoff gibt.

Wildtiermanagement auf DBU-Naturerbeflächen in ganz Deutschland

„Als Folge der Erkenntnisse wurden die Jagdstrategien kontinuierlich angepasst, der Umfang der Jagden nimmt zu, und die Freigaben bei Schwarzwild wurden schon sehr früh erweitert“, so Denstorf. Zudem seien in notwendigem Umfang sogenannte „Schwarzwildverdrängungsbereiche“ auf vielen Naturerbe-Flächen eingerichtet worden. In diesen Bereichen sei entsprechend den gesetzlichen Vorgaben die ganzjährige Jagd auf Wildschweine auch als Einzeljagd möglich. Denstorf: „Der kontinuierliche Anstieg der erlegten Wildschweine des DBU Naturerbes macht deutlich, dass unser Wildtiermanagement wirkt und wir unseren Beitrag zur Verringerung der Schwarzwildbestände deutschlandweit leisten, um die Gefahr der Ausbreitung der ASP durch Schwarzwild in der Bundesrepublik zu senken.“

DBU-Tochter stellt sich der besonderen Verantwortung und fördert den Dialog


„Wir stellen uns – sowohl was Vorsorge als auch mögliche Bekämpfung der Seuche angeht – der besonderen Verantwortung gegenüber der Allgemeinheit“, erklärt Wahmhoff. Darüber hinaus sei das DBU Naturerbe in einem ständigen Dialog mit benachbarten Jägern und Landwirten, um sie über das Wildtiermanagement mit Schwerpunkt Schwarzwild zu informieren. Die Bundesforstbetriebe seien in den Austausch als wichtige Multiplikatoren voll eingebunden.

Bundesweit auf 69.000 Hektar Fläche vielfältige Lebensräume bewahren

Die DBU-Tochter versteht sich als Treuhänderin des Nationalen Naturerbes für nachfolgende Generationen. Auf den bundesweit i
nsgesamt rund 69.000 Hektar – größtenteils ehemalige Militärflächen – sollen offene Lebensräume mit seltenen Tier- und Pflanzenarten durch Pflege bewahrt, Wälder möglichst ohne menschlichen Eingriff ihrer natürlichen Entwicklung überlassen, artenarme Forste zu naturnahen Wäldern umgewandelt und Feuchtgebiete sowie Gewässer ökologisch aufgewertet oder erhalten werden.


In der Aufnahme

- Schnauze an Schnauze. Die Afrikanische Schweinepest kann direkt von Tier zu Tier, aber auch über virusbehaftete Kleidung und Gegenstände indirekt übertragen werden. Einen zugelassenen Impfstoff gibt es nicht. Noch ist die Seuche in Deutschland nicht nachgewiesen worden. Vorsorge trifft das DBU Naturerbe dennoch bereits seit mehreren Jahren.
© Andreas Lettow/piclease

Quellenangabe

Deutsche Bundesstiftung Umwelt
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon: +49 541 9633 0
Telefax: +49 541 9633 190
E-Mail: info@dbu.de

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Suppenschildkröte in Öl
Suppenschildkröte in Öl

07. Februar 2018

Ölteppich von Tanker „Sanchi“ breitet sich aus / WWF warnt vor Kontaminierung wichtiger Habitate stark bedrohter Meeresschildkröten in Japan

Berlin:
Der Ölteppich des Mitte Januar im Ostchinesischen Meer gesunkenen Tankers „Sanchi“ breitet sich weiter aus. Wie der WWF mitteilte könnte das Gemisch aus Schweröl und Ölkondensat schon bald wichtige Meeresschildkrötenhabitate in Japan erreichen. Vor wenigen Tagen hatte die japanische Regierung gemeldet, dass erste ölige Substanzen nahe der Insel Takarajima identifiziert wurden. Sie liegt rund 160 Kilometer entfernt von dem Weltnaturerbe Yakushima, die wie der gesamte Inselstreifen zwischen Taiwan und der japanischen Hauptinsel als wichtiges Refugium für zahlreiche bedrohte Meeresschildkröten gilt.

„Wir haben es mit der vielleicht schlimmsten Ölkatastrophe seit Exxon Valdez zu tun. Die Folgen für die Umwelt sind noch nicht absehbar. Neben der großflächigen Verschmutzung des Ostchinesischen Meeres droht nun auch ein herber Schlag für die stark bedrohten Meeresschildkröten. Besonders dramatisch ist, dass die Eiablage an den Stränden bereits im Mai beginnt“, warnt Dr. Stefan Ziegler vom WWF Deutschland. Nach Angaben der Umweltschützer sind es vor allem die Grüne Meeresschildkröte (Chelonia mydas, auch Suppenschildkröte genannt) sowie die Echte und Unechte Karettschildkröte (Eretmochelys imbricata und Caretta caretta), die allesamt vom Aussterben bedroht sind und auf den Inseln im Südwesten Japans ihre Eier ablegen.

Der WWF fordert, alle verfügbare Ausrüstung einzusetzen, um das sich ausbreitende Öl möglichst einzudämmen und den Schaden für die Meereslebewesen zu begrenzen. Um ähnliche Katastrophen zukünftig zu verhindern sprechen sich die Umweltschützer zudem für ein Verbot von Schweröl in der Schifffahrt, festgelegte Routen und Vermeidungsgebiete sowie eine bessere Überwachung seitens der Anrainer aus.

KONTAKT

Immo Fischer

Pressestelle

Tel.: 030 / 311 777 427

immo.fischer(at)wwf.de

Twitter: @ImmoFischer


Quelle

WWF

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Wanderfalken bereiten sich auf Nachwuchs vor
Wanderfalken bereiten sich auf Nachwuchs vor
Wanderfalken bereiten sich auf Nachwuchs vor

07/08.02.2018

Weg durch das Höllbachgespreng vorerst gesperrt - Umleitung über den Sulzschachten ausgeschildert

Scheuereck
. Damit sich die im Höllbachgespreng lebenden Wanderfalken ungefährdet auf ihren Nachwuchs vorbereiten können, haben die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald und das Landratsamt Regen gemeinsam beschlossen, den dort vorbeiführenden Wanderweg mit der Markierung Heidelbeere zwischen den Höllbachfällen und dem Hüttensteig ab 15. Februar zu sperren. Eine Umleitung zum Großen Falkenstein ist ausgeschildert.

„Nur so können wir gewährleisten, dass die Vögel bei der Aufzucht ihrer Jungen nicht unnötig gestört werden“, erklärt Jochen Linner, der beim Nationalpark für Naturschutz zuständig ist. Schließlich richten die Tiere ihr Nest meist direkt auf den Felsen entlang des Weges ein. Sollten die Experten schließlich einen Bruterfolg beobachten, könnte die Sperrung bis maximal Ende Juni verlängert werden.
Auf das Naturerlebnis Höllbachfälle muss dennoch niemand verzichten. Denn bis dahin ist der Wanderweg frei zugänglich. Von den Wasserfällen aus führt die ausgeschilderte Umleitung auf dem Weg mit der Markierung Silberblatt über den Sulzschachten zum Gipfel. So bleibt ein direkter Aufstieg von Scheuereck zum Großen Falkenstein möglich.

Um die Wanderfalken und andere Tierarten nicht bei Paarung und Nachwuchsaufzucht aufzuschrecken, bittet die Nationalparkverwaltung außerdem, in den Kerngebieten des Nationalparks weiterhin das Wegegebot einzuhalten und die markierten Wege und Loipen bis Mitte Juli nicht zu verlassen. „Wir bauen hier ganz stark auf das Verständnis unserer Besucher“, sagt Naturschutzbeauftragter Linner. Schließlich dienen die saisonal begrenzten Wegeeinschränkungen insbesondere dem Schutz bedrohter und gefährdeter Tierarten.

Bildunterschrift:
Damit die Wanderfalken unterhalb des Großen Falkensteins ungestört ihre Jungen aufziehen können, wir der Weg durchs Höllbachgespreng vorläufig gesperrt. (Foto: Michael Göggelmann)


Quelle:

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Freyunger Str. 2
94481 Grafenau    Tel. (08552) 9600 – 0
Fax: (08552) 9600 -100
E-Mail: poststelle@npv-bw.bayern.de
Internet: www.nationalpark-bayerischer-wald.de

   
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NABU-Vorzeigeprojekt zur Rettung der Gelbbauchunke
NABU-Vorzeigeprojekt zur Rettung der Gelbbauchunke
NABU-Vorzeigeprojekt zur Rettung der Gelbbauchunke

07/08.02.2018

NABU und Partner feiern in Hannover den Abschluss des sechsjährigen Projektes

Mehr als 7.000 Amphibiengewässe
r wurden in 122 Projektgebieten in den acht Projektregionen bundesweit vom Weserbergland über das Bergische Land bis an den Oberrhein angelegt. Das Folgeprojekt beginnt im März.

7. Januar 2018 - Die Zusammenarbeit zwischen Fachbehörden, Unteren Naturschutz- und Landschaftsbehörden, Gemeinden, Verbänden, Forstverwaltung, privaten Flächeneigentümern, der Rohstoffindustrie und die Verzahnung von haupt- und ehrenamtlichem Naturschutz hat dieses Projekt mit Leben gefüllt. Gefördert wurde das Projekt im "Bundesprogramm Biologische Vielfalt" durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums.

Das Projekt hat durch die umgesetzten Schutzmaßnahmen für die Gelbbauchunke einen bedeutenden Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt geleistet. Denn neben der Gelbbauchunke profitieren noch viele weitere Arten von der Entwicklung neuer Lebensräume. Durch den überregionalen Ansatz konnten Erkenntnisse gewonnen werden, die nun auch in anderen Regionen Deutschlands als Modell genutzt werden können.

Dazu wurden zahlreiche Flächen offen gehalten, Büsche entfernt sowie Winterquartiere geschaffen. Einige Flächen werden nun dauerhaft beweidet. Als Trittsteine angelegte Tümpel verbinden die Gelbbauchunkenhabitate nun miteinander. Die Gelbbauchunke ist gerade in Deutschland eine besonders schützenswerte Art. Bei uns befindet sich ein bedeutender Teil ihrer Weltpopulation, ebenso ihre nördliche Verbreitungsgrenze.

Trotz messbarer Erfolge in den Projektgebieten darf nicht darüber hinweggesehen werden, dass die Art, wie viele andere Arten
auch, bundesweit stark gefährdet und in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sogar vom Aussterben bedroht ist. Einzelne Populationen und Standorte der Art sind dabei besonders stark gefährdet. Andere Standorte scheinen dauerhaft gesichert. In Deutschland würde die Art ohne Artenschutzmaßnahmen weitgehend verschwinden.

Die 2,6 Millionen Euro Fördermittel sind gut angelegt

Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, erklärt: „Das Projekt des NABU Niedersachsen zur Gelbbauchunke ist ein ganz besonderes. Es war 2012 nicht nur eines der ersten Projekte, die im Bundesprogramm Biologische Vielfalt über mehrere Bundesländer hinweg in die Förderung gegangen sind. Es zeigt auch anschaulich, dass Arten, deren ursprüngliche Lebensräume durch menschliche Aktivitäten zerstört wurden, nun auf den Menschen und von ihm geschaffene Ersatzlebensräume angewiesen sind, um dauerhaft überleben zu können. Das Projekt war zweigleisig konzipiert: Einerseits wurden wertvolle Primärlebensräume renaturiert und andererseits Ersatzlebensräume optimiert sowie langfristig gesichert. Die Fördermittel des Bundes in Höhe von 2,6 Millionen Euro sind hier also sehr gut angelegt.“

Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, betont: „Unsere Amphibienvorkommen sind in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Um eine biologische Vielfalt zu erhalten sind wir aufgerufen, die Lebensräume von betroffenen Arten zu bewahren, bzw. zu verbessern. Daher danke ich ganz herzlich dem NABU und seinen Mitgliedern sowie allen beteiligten Grundstückseigentümern und Landnutzern, die maßgeblich durch ihr Engagement zum Erfolg des deutschlandweiten Projektes zur „Stärkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen“ beigetragen haben. Besonders wichtig ist mir in diesem Zusammenhang der Hinweis, dass gerade die Gelbbauchunke zeigt, dass wirtschaftliche Entwicklung und Artenschutz kein Widerspruch sein muss. Die meisten niedersächsischen Gelbbauchunkenvorkommen sind in Steinbrüchen und Bodenabbaugebieten zu finden. Durch den laufenden Abbaubetrieb entstehen immer wieder neue Laich- und Entwicklungshabitate, die dieser hoch bedrohten Art zugutekommen.“

Viele wissenschaftliche Erkenntnisse durch das Projekt

Dr. Holger Buschmann, Landesvorsitzender des NABU Niedersachsen, bedankt sich bei allen Akteuren für die gelungene Zusammenarbeit und schaut freudig in die Zukunft: „Der langfristige Schutz der Gelbbauchunke ist eine gesellschaftliche Aufgabe und nur im Zusammenspiel mit verlässlichen Akteuren möglich. Daher startet nun direkt nach Abschluss dieses erfolgreichen Projektes ein neues EU-LIFE-Projekt unter Trägerschaft des NABU Niedersachsen. Die Erfahrungen, die wir bisher gesammelt haben, können wir nun gut darin einbringen.“

Neben der Maßnahmenumsetzung wurden im Projektzeitraum neun Universitäts-Abschlussarbeiten zu diesem Thema betreut und wissenschaftliche Erkenntnisse zur Genetik der Gelbbauchunke sowie zum Befall und der Behandlung durch den Chytrid-Pilz gewonnen. Diese sind gerade für künftige Vorhaben zur Wiederansiedlung von Gelbbauchunken von höchstem Wert. Sie liefern einen zentralen Baustein zu einem bundesweiten Verständnis der Art.

Quellenangabe

NABU Niedersachsen
Alleestraße 36
30167 Hannover

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In der Aufnahme von Helga Zinnecker

- Gelbbauchunke

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Wie Tiere und Pflanzen über den Winter kommen
Wie Tiere und Pflanzen über den Winter kommen
Wie Tiere und Pflanzen über den Winter kommen

07/08.02.2018

Nationalparkförster erklärt Überlebensstrategien in der kalten Jahreszeit

Ludwigsthal.
Schnee, Eis und Kälte sind bei vielen Tier- und Pflanzenarten Sinnbild für eine Zeit der Entbehrungen.  Während sich Menschen dick eingepackt und grippeschutzgeimpft ins Wintersportvergnügen stürzen, beginnt in der Natur ein Überlebenskampf. Mit welchen teils erstaunlichen Strategien dieser gewonnen werden kann, erklärt Nationalparkförster Karl-Heinz Englmaier am Samstag, 10. Februar, im Rahmen der Sonderführungsreihe Nationalpark aus erster Hand.

Bei der Wanderung im Bereich des Tier-Freigeländes bei Ludwigsthal wird das Repertoire der tierischen und pflanzlichen Bewohne
r gegen die harten Winterbedingungen erläutert. Das beginnt beim Wegfliegen, geht dann übers Blätter verlieren, Fettpolster anlegen, in Tiefschlaf verfallen oder Zellsaft eindicken bis hin zum Blutalkoholspiegel anheben. Jede Art hat eben ihren eigenen Weg entwickelt.


Treffpunkt für die knapp vierstündige, kostenlose Führung ist am 10. Februar um 13:30 Uhr im Nationalparkzentrum Falkenstein am Eisenbahntunnel. Der Treffpunkt kann bequem mit der Waldbahn ab Grafenau (Abfahrt 12 Uhr), Spiegelau (12:18 Uhr), Frauenau (12:34 Uhr) oder Zwiesel (13 Uhr) erreicht werden. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung beim Nationalpark-Führungsservice (0800 0776650) möglichst frühzeitig, spätestens jedoch einen Tag vorher, erforderlich.


Quelle

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Freyunger Str. 2
94481 Grafenau    Tel. (08552) 9600 – 0
Fax: (08552) 9600 -100
E-Mail: poststelle@npv-bw.bayern.de
Internet: www.nationalpark-bayerischer-wald.de
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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Sumpfmeise

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NABU: Ich bin ein Star – Bau mir ein Haus
NABU: Ich bin ein Star – Bau mir ein Haus
NABU: Ich bin ein Star – Bau mir ein Haus

06/07.02.2018

Vogel des Jahres braucht Nistkästen/Jetzt Bauanleitung des NABU nutzen
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Berlin –
Da „Starenkästen“ im Straßenverkehr unseren gefiederten Freunden nur indirekt von Nutzen sein können, lohnt es sich, den immer seltener in Gärten anzutreffenden Star, Vogel des Jahres 2018, mit einer geeigneten Nisthilfe anzulocken. Gerade jetzt, wo die Stare aus ihren Wintergebieten zurück nach Deutschland kommen.

Da natürliche Höhlen in alten Bäumen immer weniger zur Verfügung stehen, nimmt der Star geeignete Nistkästen gern an. Sowohl im Privatgarten als auch in öffentlichen Grünbereichen und in ländlichen Gebieten findet der Star so einen Platz, um seine Jungen aufzuziehen. Der gesellige Star lebt gern in der Gemeinschaft, also lohnt es sich, gleich mehrere Behausungen anzubringen.

Im Prinzip handelt es sich um einen vergrößerten Meisenkasten. Der Starenkasten benötigt ein Einflugloch mit 45 Millimetern Durchmesser. Bei geeigneter Umgebung (Streuobstwiesen, sonnige Lagen mit altem Baumbestand) bezieht mit etwas Glück vielleicht auch der bedrohte Wendehals das geräumige Domizil.

Tipps für ein behagliches Starenheim:
•    Nistkästen können gern schon im Herbst angebracht werden. So können die Überwinterer darin schlafen und machen sich schon einmal mit dem möglichen Nistplatz vertraut.
•    Damit kein Regen eindringen kann, sollte er entweder gerade am Untergrund lehnen oder leicht nach vorn kippen. Den Kasten zum Schutz vor Nässe mit Leinöl imprägnieren.
•    Eine Ausrichtung des Einflugloches nach Osten oder Südosten ist ideal, um zu viel Regen und Sonne abzuhalten.
•    Hoch hinaus: Die ideale Höhe für das Aufhängen des Nistkastens liegt bei mindestens zwei bis sechs Metern.
•    Luftige Bühne: Eine Sitzstange von etwa vier Zentimetern Länge unterhalb des Einflugloches gefällt dem Star, da er zum Singen gerne vor seinem Nest sitzt. Sie ist aber nicht zwingend notwendig.


Eine Bauanleitung zum Nachbauen und ein Video, das zeigt, wie das in der Praxis aussieht, gibt es unter: www.NABU.de/starenkasten

Eine Fachtagung zum Star findet am 17. Februar in Hamburg statt. Anmeldungen sind möglich unter: www.NABU.de/starentagung

Weitere Infos unter
www.Vogel-des-Jahres.de, oder www.LBV.de  

Für Rückfragen:

Eric Neuling, NABU-Vogelschutzexperte, Tel. +49 (0)30.284984-1812, E-Mail: Eric.Neuling@NABU.de

Quelle
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NABU-Pressestelle

Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Nicole Flöper | Silvia Teich

Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958 | -1588

Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 13/18 | 6. FEBRUAR 2018


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Star [https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=34425]

In eigener Sache:

Artenschutz in Franken® setzt diesjährig ein umfangreiches Projekt zur Förderung des Star um. Wir berichten zu gegebener Zeit ausführlich.


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Agrarbündnisverbände thematisieren Mitverantwortung
Agrarbündnisverbände thematisieren Mitverantwortung
Agrarbündnisverbände thematisieren Mitverantwortung Bayerns für Glyphosateinsatz, Landraub und Regenwaldzerstörung

Futtermittelimporte kritisiert. Nur Kennzeichungspflicht ermöglicht Verbrauchern Wahlfreiheit

06/07.02.2018

In ihrer neuen Broschüre
: "Soja, Regenwald und Glyphosat" haben die Verbände des bayerischen Agrarbündnisses AbL, BN und Mission EineWelt die Mitverantwortung Bayerns für die Zerstörung des Regenwaldes in Südamerika, die Vertreibung von Kleinbauern und den großflächigen Einsatz von Glyphosat durch den Import von gentechnisch verändertem Soja thematisiert.
Glyphosatausbringung per Flugzeug

Beim Sprühen von Unkrautvernichtungsmitteln aus dem Flugzeug werden dort das Trinkwasser und die Umwelt vergiftet, und es häufen sich Krebsfälle und Fehlgeburten in diesen Gegenden.

Sojaimporte nach Bayern noch sehr hoch

Trotz der Erfolge der 2011 vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium gestarteten Eiweißinitiative werden immer noch 560.000 Tonnen Sojabohnen und Sojaschrot zu Futterzwecken nach Bayern importiert. Dafür werden ca. 280.000 Hektar Anbaufläche, vor allem in Südamerika in Anspruch genommen. Der Großteil des importierten Sojas wird an Rinder und Schweine verfüttert und damit mehr Milch und Fleisch erzeugt, als gebraucht wird.

Überproduktion als Problem

Ein Viertel der Milchpulverexporte aus der EU Intervention geht in afrikanische Länder und ruiniert dort Märkte, wie z.B.in Burkina Faso. Bauern werden zu Landlosen, die dann auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind.

In Bayern lag der Selbstversorgungsgrad für Milch und Milcherzeugnisse 2016 bei 164 % und für Käse bei 292 %. Im Segment Magermilchpulver deckte die Produktionsmenge den Bedarf zu 317 %.
Fütterungsalternativen ausbauen

Dass es auch anders geht, zeigen die Beispiele zu regionalen Fütterungskonzepten in der neuen Broschüre. Immer mehr Milch wird auch in Bayern mit dem Prädikat ohne Gentechnik verkauft. Beim Fleisch muss ein neuer Markt erst noch wachsen.

Kennzeichnungspflicht endlich umsetzen

Die Verbände fordern daher, dass die Kennzeichnungspflicht für tierische Produkte aus gentechnischer Fütterung, die schon im Koalitionsvertrag der letzten Bundesregierung verankert war, endlich umgesetzt wird. Nur so haben die Verbraucher auch eine Wahlmöglichkeit im konventionellen Fleischbereich. Bei Biolebensmitteln sind nach gesetzlichem Standard der EU Bioverordnung gentechnisch veränderte Futtermittel per se ausgeschlossen.

Forderungen für eine artgerechte gentechnikfreie Fütterung

Zur Lösung des Überangebotes fordern die Verbände gesetzliche Rahmenbedingungen, wie die Fleischerzeugung an die vorhandenen Flächen für den Futteranbau anzupassen, die Milcherzeugung an den Binnenmarkt anzupassen und regionale Wertschöpfungsketten zu stärken. Auch die Einführung einer Kennzeichnungspflicht für die Haltungsform bei Schweinen und Geflügel wird gefordert. Bei der staatlichen Förderung, Beratung und Forschung müssen die betriebseigene Fütterung, Weidesysteme und Anbauberatung für Erbsen, Bohnen, Lupinen und auch Soja eine bessere Unterstützung erfahren.

Die neue Broschüre steht als download zur Verfügung unter https://www.bund-naturschutz.de/landwirtschaft/veroeffentlichungen.html

- https://mission-einewelt.de/wp-content/uploads/2018/01/Futtermittel_i.pdf

Mission EineWelt hat eine Mailkampagne an Bundeskanzlerin Merkel gestartet, in der ein Importstopp für Gensoja aus Brasilien gefordert wird, da der Sojaanbau dort ganz aktuell zahlreiche kleinbäuerliche Familienbetriebe zerstört und vertreibt: mission-einewelt.de /kampagnen/soja-protest/

Für Rückfragen:

Marion Ruppaner, BN Agrarreferentin, Tel. 0911 81878-21;

mobil am 5.2.: 0173-44 66 55 3

Gisela Voltz, Mission EineWelt, Referat Entwicklung und Politik,
Tel. 0911-36672-0;

Andrea Eiter; Geschäftsführerin AbL-Bayern, Tel. 0821/45 40 951,
mobil 0170/99 134 63

In der Aufnahme

- Vorstellung der neuen Futtermittelbroschüre des Agrarbündnis Bayern; vlnr: Marion Ruppaner, BN; Gisela Voltz, Mission EineWelt; Isabella Hirsch, AbL

Foto
Charlotte Wild


Quelle/Aufnahme:

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Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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Alle Vögel sind nicht weg
Alle Vögel sind nicht weg
Alle Vögel sind nicht weg

06/07.02.2018

Die Deutsche Wildtier Stiftung: Wintergäste aus dem hohen Norden in Deutschland gelandet

Hamburg, 18. Januar 2018.
Eissturm, Glätte und jede Menge Schnee: Der Winter hat Deutschland im
Griff.  Insektenfresser unter den gefiederten Fliegern wie Schwalben, Grasmücken oder Rohr-
und Laubsänger sind längst Richtung Süden davongeflogen. Doch nicht alle Vögel sind weg. Im Wald und
in der Feldflur, in städtischen Parkanlagen und auf Friedhöfen hört man sie zwitschern und singen.

Darunter sind nicht nur einheimische Arten, sondern auch Wintergäste aus dem hohen Norden.
Vor allem das brustrotgefiederte
Rotkehlchen ist mit seinem lauten „Tick-ick-ick“ in Hecken und auf
Bäumen gut zu hören. „Auch Kohl-undSumpfmeise sind im Winter fleißige Sänger. Der Kleiber ist im
Wald jedoch stimmlich unangefochten“, sagt Michael Tetzlaff, Ornithologe in Wildtierland Gut
Klepelshagen in Mecklenburg - Vorpommern. „Sogar der kleine Zaunkönig lässt jetzt seinen melodischen Gesang hören.“ Neben dem Gartenbaumläufer rufen überall die kleinen Wintergoldhähnchen. Die quirlige Art, die in größeren Trupps lautstark auf sich aufmerksam macht, bevölkert zusammen mit zahlreichen Bergfinken die Wälder. Schwarz- und Grünspecht stimmen mit lautstarken Rufen ein. Ab Februar fangen dann auch die Buntspechte mit ihrem Balztrommeln an.

Auch wenn die Feldflur fast vogelfrei scheint, kann man dort viele Vögel aus dem hohen Norden beobachten. „Sie sind hier,
um der grimmigen Kälte in der arktischen Tundra zu entfliehen“, erklärt der Experte der Deutschen Wildtier Stiftung. Raufußbussarde und Raubwürger aus Skandinavien lauern Mäusen auf. In ihrer Brutheimat wären diese jetzt unter einer dicken Schneedecke verborgen und für die Vögel nur schwer zu
erreichen.

Tausende Wacholderdrosseln fallen jetzt über die wenigen vereisten Früchte her, die noch an den Sträuchern hängen. Mit den verwandten Rotdrosseln lassen sie sich die Beeren schmecken. Viele Kilometer von der Brutheimat entfernt ziehen derzeit auch tausende Birken- und Erlenzeisige durch unsere Lande. Ihr Name verrät ihre Fressgewohnheit: Sie sind auf der Suche nach Erlen-und Birkensamen, sammeln auch vorjährige Fruchtstände von Brennnessel und Beifuß ab. „Da mittlerweile in vielen Gegenden die Feldflur von Wildkräutern und heimischen Sträuchern bereinigt und gesäubert wurde, gibt es kaum noch ausreichend Nahrung für unsere kleinen Wintergäste“, betont Michael Tetzlaff.

Daher ist es umso wichtiger, im Garten heimische Gehölze zu pflanzen und das ein oder andere Wildkraut stehen zu lassen: „So helfen Sie Singvögeln über den Winter!“ Auf offenen Gewässern sind die melodischen Gesänge der Singschwäne zu hören, die aus dem Baltikum zu uns kommen. Die unangefochtenen Stars unter den Wintergästen sind die farbenfrohen Seidenschwänze aus der Taiga. „Ihr ungewöhnliches Aussehen, das weithin hörbare Klingeln in ihren Stimmen -das sind für mich Highlights des Winters“, sagt Tetzlaff. Im März verlassen uns die Gäste aus dem Norden wieder; dann kommen die Heimkehrer aus dem Süden zurück.


Pressekontakt
Eva Goris, Pressesprecherin, Christoph-Probst -Weg 4, 20251 Hamburg,
Telefon 040 9707869-13
Fax 040 9707869-19
E.Goris@DeutscheWildtierStiftung.de, www.DeutscheWildtierStiftung.de

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald

- Kormoran

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Initiative „WikiWolves“ ....
Initiative „WikiWolves“  ....
Initiative „WikiWolves“ bildet ehrenamtliche Einsatzbetreuer im Herdenschutz fort

05/06.02.2018

Landschaftspflegehof „Müritzhof“ im Müritz-Nationalpark als Modellraum für mehrtägige Schulung

Die Initiative „WikiWolves
“ ist ein Zusammenschluss aus Studenten, Berufstätigen und Fachleuten. Ihr Ziel ist es ehrenamtliche Einsatzbetreuer zu den Themen Wolfsmanagement und praktischer Herdenschutz zu schulen. Die Ehrenamtlichen sollen später bei WikiWolves-Hilfseinsätzen Nutztierhalter beim Herdenschutz unterstützen. „Wir vermitteln Wissen über technische Maßnahmen im Herdenschutz, den Umgang mit Nutztieren oder der Organisation von Einsätzen. So können die Ehrenamtlichen die Nutztierhalter später optimal unterstützen“, erklärt Koordinatorin Natalie Soethe.

Die Schulung findet auf dem Landschaftspflegehof „Müritzhof“ im Müritz-Nationalpark statt. Der Landschaftspflegehof erhält eine einmalige und besonders vielfältige Kulturlandschaft am Ostufer der Müritz durch die Beweidung der Flächen mit Guteschafen, Fjällrindern und Ponys. „Der Müritzhof, mitten in der Wildnis des Nationalparks, ist der optimale Ort um Erfahrung aus der Praxis zu sammeln“, erläutert Volker Spicher vom Nationalparkamt Müritz. Vom 16. bis 17. März treffen sich die Teilnehmer auf dem Landschaftspflegehof. Die Schulungsgebühr beträgt 50 € (Ermäßigung auf Anfrage). Eine einfache Übernachtungsmöglichkeit wird gestellt.

Anmeldungen sind bis zum 20. Februar per E-Mail an nordost@wikiwolves.org möglich.

Von den Teilnehmern wird erwartet, dass sie im folgenden Jahr einen eigenen WikiWolves-Hilfseinsatz für Nutztierhalter organisieren oder erstmals daran teilnehmen. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Hintergrund:
Die Initiative „WikiWolves“ begrüßt die Rückkehr der Wölfe, sieht aber auch die Zwänge vieler Tierhalter. Diese müssen der neuen Aufgabe nachkommen, ihre Tiere effektiv vor Wolfsangriffen zu schützen. Schafhalter werden durch den erheblichen Zusatzaufwand belastet. Die wirtschaftliche Situation kleiner und mittelgroßer Nutztierhalter ist allgemein angespannt. WikiWolves ist eine Plattform für die, die Unterstützung im Herdenschutz benötigen, und für die, die helfen möchten.

In der Aufnahme
- Ehrenamtliche lernen die praktische Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen, wie etwa Zaunbau. Foto: Volker Spicher, Nationalparkamt Müritz

Quelle

Nationalparkamt Müritz

Schlossplatz 3

17237 Hohenzieritz

Tel.: 039824/252-0

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Pilze in der Biotechnologie
Pilze in der Biotechnologie
Pilze in der Biotechnologie

05/06.02.2018

Wissenschaftlicher Vortrag mit Prof. J. Philipp Benz im Haus zur Wildnis

Ludwigsthal.
Wie können uns Schwammerl außerhalb der Küche weiterhelfen? Mit dieser Frage beschäftigt sich Prof. Dr. J. Philipp Benz von der Technischen Universität München. Die Einsatzmöglichkeiten der Pilze in der Biotechnologie wird der Wissenschaftler bei einem öffentlichen Vortrag im Haus zur Wildnis beleuchten.
Das Hauptinteresse der Arbeitsgruppe von Benz ist die Verbesserung des  Verständnisses der Abbauprozesse von lignocellulosischer Biomasse. Dies wird mit mikro- und molekulargenetischen Methoden analysiert. Zentrale Fragen sind dabei, wie Pilze auf molekularer Ebene die Zusammensetzung pflanzlicher Zellwände überhaupt erkennen und dann gezielt ihren Metabolismus umstellen, um das Substrat möglichst effektiv zu zersetzen.

Das bei den Forschungsarbeiten gewonnene Wissen soll sowohl für biotechnologische Umwandlungsprozesse, etwa bei Biokraftstoffen oder in der Bioraffinerie,  als auch für die Entwicklung neuartiger Holzschutzkonzepte genutzt werden. Der Vortag gibt Einblick in die fantastischen Potentiale, die insbesondere filamentöse Pilze, landläufig bekannt als Schimmel, für die biotechnologische Produktion von Enzymen und anderen nützlichen Stoffen haben und was für umwerfende Veränderungen diese zum Teil für das Leben schon bedeutet haben.

Anhand von anschaulichen Beispielen stellt Benz in seinem Vortrag, am Donnerstag, 8. Februar, um 19 Uhr im Haus zur Wildnis, die Grundlagen der Forschung dar und erklärt, was dabei von besonderem Interesse ist. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.


Bildunterschrift:
Prof. Dr. J. Philipp Benz beschäftigt sich in seinem wissenschaftlichen Vortrag am Donnerstag, 8. Februar, um 19 Uhr, im Haus zur Wildnis mit dem Thema Pilze in der Biotechnologie. (Foto: Prof. Dr. J. Philipp Benz / Nationalpark Bayerischer Wald )


Quellenangabe

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald

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Europas größtes Nagetier hinterlässt Spuren ...
Europas größtes Nagetier hinterlässt Spuren ...
Europas größtes Nagetier hinterlässt Spuren im Müritz-Nationalpark

05/06.02.2018

Biber schlägt am Pagelsee sein Winterquartier auf

Der Anruf von Andreas Landau
im Nationalparkamt Müritz kam überraschend. Er habe Biberspuren gefunden – einige Bäume seien ganz frisch angeknabbert worden. Seit Ende Dezember beobachtet der Granziner Kanuverleiher und passionierte Naturschützer, wo Europas größtes Nagetier seine Spuren hinterlässt. Anscheinend hat er sein Winterquartier mitten im Müritz-Nationalpark, am Pagelsee aufgeschlagen.

Nach einer Begehung mit Mitarbeitern des Nationalparkamtes ist klar: Das ausgewachsene Tier fällt immer wieder kleinere Bäume am Ufer, um in der kalten Jahreszeit junge Triebe und Rinde zu fressen. Seine Lieblingsspeise am Pagelsee sind Zitterpappeln und Weiden. Die Beobachtungen sind ungewöhnlich, denn Biberspuren waren bisher selten im Müritz-Nationalpark. Im Jahr 1996 wurden erstmals Biber im östlichen Teil des Nationalparks nachgewiesen. Diese kamen wohl über die brandenburgische Landesgrenze nach Norden. Im Westteil des Nationalparks, bei Boek, wurden im Jahr 2010 Biber entdeckt.

„Es gibt Biber am Tollensesee, der Lieps und südlich des Nationalparks an der Leppiner Seenkette. Wir haben damit gerechnet, dass der Biber zu uns kommt“, erklärt Volker Spicher vom Nationalparkamt Müritz. Andreas Landau vermutet, dass der Biber aus nördlicher Richtung kam. „Ich habe auch Spuren am Mühlen- und Röthsee gefunden“, erklärt der Naturkenner, der am Thema dran bleiben möchte. „Ich möchte mit der Kanustation den Nationalpark von einer seiner interessantesten Seiten erlebbar machen und freue mich über ein weiteres Highlight im Havelquellseengebiet des Müritz-Nationalparks.“ Nach Voranmeldung kann für Gruppen auch eine Kanu-Exkursion mit einem Natur- und Landschaftsführer organisiert werden.

Hinweise auf Biberspuren können an das Nationalparkamt Müritz gemeldet werden. Eine aktuelle Verbreitungskarte der Biber in Mecklenburg-Vorpommern kann unter www.umweltkarten.mv-regierung.de abgerufen werden.

Hintergrund:
Im Müritz-Nationalpark hat der Biber Platz. Er ist ein Landschaftsarchitekt und Wegbereiter für viele andere Tierarten. Wenn er Dämme baut verändert er die Landschaft und schafft große Wasserflächen die Lebensraum für Eisvogel, Laubfrosch oder verschiedene Fische sind. Gefällte Bäume bieten Fischen zusätzliche Deckung und Insekten Ablageflächen für ihre Eier.

Im Winter hält der Biber keinen Winterschlaf. Sein Stoffwechsel ist zwar etwas verlangsamt und er spart Energie, sucht aber trotzdem nach Nahrung und legt Vorräte an. Daher kann man seine Spuren im Winter gut erkennen. Im Januar und Februar findet auch die Paarung statt.

In der Aufnahme


- Andreas Landau aus Granzin zeigt die Spuren des Bibers am Seeufer. Foto: Nora Künkler, Nationalparkamt Müritz

Quelle

Nationalparkamt Müritz

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Hochwasserschutz verbessern - Auenentwicklung fördern
Hochwasserschutz verbessern - Auenentwicklung fördern
Hochwasserschutz verbessern - Auenentwicklung fördern

05/06.02.2018

Bonn, 5. Februar 2018: Flusshochwasser sind die Naturereignisse, die in Deutschland die größten wirtschaftlichen Schäden
verursachen und für viele Menschen katastrophale Folgen haben. Die neue Schwerpunktausgabe der Zeitschrift „Natur und Landschaft“ liefert eine aktuelle und übergreifende Betrachtung der Hochwasservorsorge. Das Heft gibt Einblick in das Nationale Hochwasserschutzprogramm und beleuchtet aus verschiedenen Perspektiven die vielfältigen Möglichkeiten und den Nutzen naturverträglicher Hochwasserschutzmaßnahmen.

Die verheerenden Hochwasser der vergangenen Jahre und Jahrzehnte – zuletzt im Sommer 2013 – haben den Blick auf die Gewässerlandschaften in Deutschland verändert. Aber auch kleinere Hochwasser wie zu Beginn dieses Jahres zeigen, dass sich Flüsse nicht in ein Korsett zwischen befestigten Ufern zwängen lassen. „Unsere Flüsse brauchen wieder mehr Raum. Deshalb müssen die Synergien zwischen Hochwasserschutz und Auenentwicklung konsequent und stärker als bislang der Fall genutzt werden“, erklärt Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz.

Die Schwerpunktausgabe mit dem Titel „Hochwasserschutz verbessern - Auenentwicklung fördern“ nimmt insbesondere
Deichrückverlegungen und damit eng verknüpft die Auenentwicklung als aus Naturschutzsicht besonders hervorzuhebende Maßnahmen in den Blick. Aber auch Erfahrungen mit gesteuerten Hochwasserrückhaltungen am südlichen Oberrhein sind Thema im Heft. Zudem werden ökonomische Bewertungen naturverträglicher Hochwasserschutzmaßnahmen vorgestellt: So kommt der Autor dieses Beitrags zu dem Schluss, dass naturverträglicher Hochwasserschutz auch aus volkswirtschaftlicher Sicht sinnvoll sei und ökonomische Bewertungsverfahren stärker als bisher in öffentliche Entscheidungsprozesse integriert werden sollten. Ein weiterer Beitrag zeigt, wie die räumliche Planung zur Hochwasservorsorge beitragen kann.

Hintergrund:
Zwei Drittel der ehemaligen Überschwemmungsflächen sind an den großen Flüssen in Deutschland durch Deichbau und Flusseintiefungen verloren gegangen. Durch Begradigung der Flüsse und Staustufenbau wurden Hochwasserwellen beschleunigt, gleichzeitig werden die Flussauen immer stärker als Siedlungsraum, für die Infrastruktur und die intensive Landwirtschaft genutzt. Insgesamt hat sich dadurch die Eintrittswahrscheinlichkeit von Hochwassern erhöht und das Schadenspotenzial vervielfacht, was zu einem deutlich erhöhten Hochwasserrisiko führt.

Die Wiedergewinnung naturnaher Auen durch Deichrückverlegungen sowie die naturverträgliche Gestaltung von Poldern sind deshalb inzwischen etablierte, übergreifende Lösungsansätze der Hochwasservorsorge, die auch die Eckpfeiler des 2014 beschlossenen Nationalen Hochwasserschutzprogramms darstellen. Gleichzeitig sind solche Maßnahmen geeignet, die Vielfalt gewässer- und auetypischer Arten und Lebensräume wiederherzustellen und den Nutzen für die Gesellschaft zu verbessern. Die aktuelle Maßnahmenliste des Nationalen Hochwasserschutzprogramms umfasst Deichrückverlegungen mit mehr als 20.000 ha wiederzugewinnender Auenfläche und Polder mit einem Speichervolumen von mehr als 1.180 Mio. m³. Zum Vergleich: Zwischen 1996 und 2017 wurden bundesweit etwa 5.500 ha Überschwemmungsfläche zurückgewonnen.

Bezug:
Einzelausgaben können
• als gedrucktes Heft beim Verlag W. Kohlhammer GmbH, Zeitschriftenauslieferung, 70549 Stuttgart telefonisch 0711 7863-7280, per Fax 0711 7863-8430 oder per E-Mail vertrieb@kohlhammer.de zu einem Preis von € 8,20 zzgl. Versandkosten bestellt werden oder
• als Screen-PDF-Datei zu einem Preis von € 7,40 unter www.natur-und-landschaft.de heruntergeladen werden. Bei einem Online-Abonnement ist der Zugang zur Screen-PDF-Datei enthalten.
Einzelartikel aus dieser Ausgabe können gegen eine geringe Gebühr (€ 2,95/Artikel) unter www.natur-und-landschaft.de als Screen-PDF-Datei heruntergeladen werden. Bei jedem Abonnement ist der Zugang zu den Screen-PDF-Dateien enthalten.

In der Abbildung
- Cover Heft 2/18 Natur und Landschaft

Quelle

Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn

Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999

E-Mail: info@bfn.de


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Ferien im verschneiten Nationalpark
Ferien im verschneiten Nationalpark
Ferien im verschneiten Nationalpark

05/06.02.2018

Kinder und Jugendliche können von 12. bis 16. Februar in der wilden Natur auf Abenteuerreise gehen

Neuschönau/Ludwigsthal.
Spurensucher, Olympioniken und Märchenfans kommen beim Faschingsferienprogramm des Nationalparks Bayerischer Wald voll auf ihre Kosten. Zwischen 12. und 16. Februar gibt‘s in den Nationalparkzentren Lusen bei Neuschönau und Falkenstein bei Ludwigsthal sowie im Waldspielgelände in Spiegelau viele Abenteuer zu erleben.

Der erste Outdoor-Erlebnistag für Kinder zwischen fünf und zehn Jahren findet am Dienstag, 13. Februar, rund ums Neuschönauer Hans-Eisenmann-Haus statt. Von 14 bis 15:30 Uhr geht’s in den verschneiten Winterwald, um nach Tierspuren zu suchen und Schneehöhlen zu bauen. Auch ein Abstecher ins Tier-Freigelände ist geplant.

Tags drauf, am Mittwoch, 14. Februar, startet an selber Stelle um 14 Uhr die Reise durch den Märchenwald für Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren. In der Dämmerung wird Märchen und Geschichten gelauscht. Es gilt aber auch knifflige Rätsel zu lösen und märchenhafte Waldbewohner zu entdecken. Die gut dreistündige Tour wird auf Schneeschuhen gemeistert. Dasselbe Angebot gibt’s auch im Nationalparkzentrum Falkenstein. Dort findet die Reise durch den Märchenwald am Donnerstag, 15. Februar, ebenfalls ab 14 Uhr statt. Los geht’s am Eisenbahntunnel beim Parkplatz.

Olympisch wird’s im Nationalparkzentrum Lusen am Donnerstag, 15. Februar. Dann können Kinder von sieben bis zwölf Jahren ab 14 Uhr zur Winter-Olympiade antreten. Etwa drei Stunden lang wird dann im Stile der Eskimos auf Schneeschuhen durch den wilden Wald geschlendert. Dabei stehen immer wieder lustige Aktivitäten an, bei denen man die Natur auf ganz besondere Weise erkunden kann.

Ein Winterabenteuer für Kinder zwischen fünf und zehn Jahren wird am Montag, 12. Februar, und Freitag, 16. Februar, im Waldspielgelände geboten. Spurensucher können dort ab 14 Uhr gut drei Stunden den verschneiten Wald erkunden. Dabei erfahren die jungen Teilnehmer etwa, was das Eichhörnchen im Winter macht oder warum der Luchs so gut im Schnee jagen kann. Auch die Eltern sind zum Miterkunden eingeladen.

Alle, die sich lieber im Warmen aufhalten, sei noch die Naturwerkstatt empfohlen. Im Hans-Eisenmann-Haus findet die am Montag, 12. Februar, statt, im Haus zur Wildnis am Freitag, 16. Februar. Je von 10 bis 16 Uhr sind alle Kinder und Jugendlichen dabei eingeladen, Kreatives aus Naturmaterialien zu basteln. So kann etwa aus Kiefernzapfen und Schafwolle eine lustige Eule werden.

Bei allen Erlebnisnachmittagen im Freien sollten die Kinder unbedingt wetterfeste Kleidung inklusive passendem
Schuhwerk dabei haben. Zudem wird um Anmeldung beim Nationalparkführungsservice unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 0776650 gebeten. Nur für die Naturwerkstatt ist keine Anmeldung erforderlich. Die Kosten für alle Veranstaltungen trägt die Nationalparkverwaltung. Der Treffpunkt für die Veranstaltungen im Nationalparkzentrum Lusen ist stets an der Infotheke des Hans-Eisenmann-Haus. Alle Infos gibt’s auch online unter www.nationalpark-bayerischer-wald.de/aktuelles.

Bildunterschrift:
Viel Spaß im Schnee steht beim Faschingsferienprogramm des Nationalparks Bayerischer Wald auf dem Programm. (Foto: Daniela Blöchinger)


Quellenangabe

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald

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Der Erlenzeisig
Der Erlenzeisig
Der Erlenzeisig  

04/05.02.2018                

Deutschland
. Erlenzeisige findet man nahezu in fast ganz Europa. Sein Lebensraum sind gerne die Hoch- und Mittelgebirge mit ihren Beständen an Tannen- Fichten und teils Kiefernwälder.Er erreicht eine Körperlänge zwischen 11 und 12 Zentimtern und ein Gewicht bis 15 Gramm.

Etwa ab Mai beginnt die Paarungszeit bzw. die jährliche Brutsaison.

Man muss schon sehr genau hinsehen wenn man das kleine Nest des Erlenzeisigs entdecken will. Noch dazu es häufig gerne sehr hoch in den ( Fichten ) Bäumen liegt.

Mehr zum Thema
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=35306

In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Männchen


Ferner neu aufgenommen(alle Aufnahmen von Klaus Sanwald):

Teichhühner

- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=22590]

Sumpfmeise
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=22540




PETITIONSAUSSCHUSS LEHNT PETITIONEN AB ...
PETITIONSAUSSCHUSS LEHNT PETITIONEN AB ...
PETITIONSAUSSCHUSS LEHNT PETITIONEN GEGEN DAS GEWERBEGEBIET IN RAMERBERG SENDLING-OST IM LKR. ROSENHEIM AB

04/05.02.2018

Der Petitionsausschuss des Landtag
s lehnte am 31.01.18 die Petitionen der Bürgerinitiative und eines betroffenen Anliegers ab. Darin wurde gefordert, das geplante Gewerbegebiet in Ramerberg (Landkreis Rosenheim) nicht an der landschaftlich besonderen Lage am Fuße des Kloster Attel zu realisieren.
02.02.2018

Der Sprecher der Bürgerinitiative „Ramerberg - Sendling zum Schutz des Landschaftsraumes Kloster Attel“ Jürgen Zott zeigte sich sehr enttäuscht über den Ausgang: „Hier ist ein wertvoller Natur- und Kulturraum akut bedroht. Der geplante Standort befindet sich in besonders exponierter Lage am Ende des Inntrogtales nahe Attel, Attelmündung und dem Naturschutzgebiet Inntal in direkter Sichtachse zum Kulturgut Kloster Attel. Es muss möglich sein, einen weniger den Landschafts- und Kulturraum beeinträchtigten Standort zu finden.“

Der Petent Rupert Stäbler bemängelt darüber hinaus, dass er als betroffener Anlieger über das Bauvorhaben nicht schriftlich informiert und sehr spät im Verfahren beteiligt wurde.

Die Kreisgruppe Rosenheim des BUND Naturschutz hat in den Stellungnahmen zur Änderung des Flächennutzungsplanes und zum Bebauungsplan diesen Standort abgelehnt. Nachdem jedoch ein angebundener Standort
im Ortsentwicklungskonzept der Gemeinde Ramerberg aufgeführt ist, dürfte eine Ausnahmegenehmigung vom Anbindegebot nicht erstellt werden. Zudem wird hier ein Gewerbegebiet geschaffen, das sich bereits im Besitz eines Unternehmers befindet, der auch Gemeinderat ist.

Auch gemäß dem vom Landtag im November zugestimmten Entwurf zur Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogrammes Bayern kann nach Ansicht des BN keine Erlaubnis erteilt werden, da sowohl ein angebundener Alternativstandort vorliegt, als sich der geplanten Standort auch in einer landschaftlich besonderen Lage befindet und so eine Beeinträchtigung des Orts- und Landschaftsbildes erfolgt.

Das Gewerbegebiet würde aus Sicht des BN letztendlich zur weiteren Landschaftszersiedelung beitragen und somit den wertvollen Natur- und Kulturraum unwiederbringlich zerstören.

„Bei dieser Entscheidung sieht man, wie ernst Landtagsabgeordnete die Verpflichtung zum Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft nehmen. Hier wird Natur und Landschaft wirtschaftlichen Gewinninteressen geopfert. Die Tatenlosigkeit zieht sich von kommunalen Entscheidungsträgern bis in den Landtag.“, kommentiert Richard Mergner, Landesbeauftragter des BUND Naturschutz in Bayern.

Für Rückfragen:

Wolfgang Matschke
Vorsitzender BN-Ortsgruppe Rott am Inn
Tel. 0176/ 38 13 40 98  

Agnes Grasberger
Regionalreferentin für die Regionen Oberland und Südostoberbayern
agnes.grasberger@bund-naturschutz.de; Tel. 089/ 54 82 98 88  

Quelle
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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Höckerschwan vs. Nilgans

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Schnuppertage im Nationalpark-Zentrum ...
Schnuppertage im Nationalpark-Zentrum ...
Schnuppertage im Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum

04/05.02.2018

Das Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum lädt vom 11. bis zum 28. Februar 2018 alle Multiplikatoren aus der Nationalpark-Region zum kostenfreien Erkunden der großen Wattenmeer-Ausstellung in Tönning ein.


Das Schnupperangebot gilt für Mitarbeiter von Kurverwaltungen, Tourismuszentralen, Gruppenunterkünften/Jugendherbergen,
Rehakliniken sowie für Vermieter von Ferienunterkünften, Hoteliers, Gastronomen, Watt- und Gästeführer, Nationalpark-Partner und für Lehrkräfte aus Schulen und Kindergärten. Sie alle sind wichtige Multiplikatoren für das Multimar Wattforum und herzlich eingeladen, die Erlebnisausstellung „Wale, Watt und Weltnaturerbe“ zu erkunden und wertvolle Anregungen für ihre Gäste und Kunden zu sammeln. Lehrkräfte können sich zudem über die vielfältigen Bildungsangebote des Multimar Wattforum und der Nationalparkverwaltung informieren.

Ab einer Gruppengröße von zehn Personen wird eine kostenfreie Führung durch die Ausstellung angeboten. Dafür wird um Anmeldungen gebeten unter der Telefonnummer 04861 96200 oder per E-Mail an info@multimar-wattforum.de.

Tipp: Montags und donnerstags, jeweils um 14 Uhr, finden im Februar die Fischfütterungen durch einen Taucher im Großaquarium statt. Zudem gibt es täglich um 12:30 Uhr „Mittag für die Fische“. Dann füttern die Aquarianer die Unterwasserbewohner der kleinen Becken und beantworten Fragen.

Im Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum wird der spannende Lebensraum zwischen Salzwiesen, Wattboden und Nordsee anschaulich und erlebnisreich erklärt. 37 Aquarien geben Einblicke in die faszinierende Unterwasserwelt. In der Walausstellung beeindruckt ein 17,50 Meter langes Pottwalskelett, das seit Kurzem durch ein lebensechtes Zwergwalmodell ergänzt wird.

Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum
Dithmarscher Straße 6a, 25832 Tönning
Infotelefon 04861 96200
www.multimar-wattforum.de


Öffnungszeiten (ganzjährig):
1. November – 31. März: 10:00 – 17:00 Uhr (außer am 24.12.)
1. April – 31. Oktober: 9:00 – 18:00 Uhr

In der Aufnahme
- Gastronomen, Vermieter und weitere Multiplikatoren aus der Nationalpark-Region sind eingeladen zum kostenfreien Erkunden des Nationalpark-Zentrums Multimar Wattforum | © Birresborn/LKN.SH

Quelle
Nationalpark Wattenmeer

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Große Auszeichnung für Heidelberg
Große Auszeichnung für Heidelberg
PEFC-Waldhauptstadt 2018: Große Auszeichnung für Heidelberg

04/05.02.2018

Pressemitteilung PEFC

Offizielle Urkundenübergabe an Heidelbergs Bürgermeister Wolfgang Erichson / Delegation aus der PEFC-Waldhauptstadt 2017, Brilon im Sauerland, übergibt Staffelstab  


Stuttgart / Heidelberg, 31. Januar 2018 - Staffelstabübergabe geglückt - eine Delegation aus der PEFC-Waldhauptstadt 2017, Brilon im Sauerland, hat den Titel "Waldhauptstadt" am 30.01.2018 offiziell an die neue PEFC-Waldhauptstadt Heidelberg weitergereicht. Brilons Bürgermeister Dr. Christoph Bartsch war mit dem Leiter des Briloner Stadtforstes, Dr. Gerrit Bub, dazu eigens nach Heidelberg gereist. Im Gepäck hatte er neben guten Wünschen auch einen echten Staffelstab aus Buchenholz, den er an Heidelbergs Bürgermeister Wolfgang Erichson überreichte. Im Nachgang übergab Dirk Teegelbekkers, Geschäftsführer von PEFC Deutschland, die Urkunde an Dr. Ernst Baader, Leiter des Landschafts- und Forstamtes in Heidelberg, und Florian Haensel, Leiter der Abteilung Forst.

„Ich gratuliere der Stadt Heidelberg zu einer mustergültigen, nachhaltigen Waldbewirtschaftung. In besonderem Maße engagieren sich die Forstleute hier vor Ort, den Stadtwald für Heidelbergs Bürgerinnen und Bürger zu einem exzellenten Erholungsort zu machen. Der heute verliehene Titel „PEFC-Waldhauptstadt 2018“ unterstreicht den Vorbildcharakter und macht diese wertvolle Arbeit bundesweit sichtbar“, so PEFC-Geschäftsführer Dirk Teegelbekkers.

Bürgermeister Wolfgang Erichson freute sich sichtlich über die Auszeichnung und betonte: „Die Auszeichnung Heidelbergs zur PEFC-Waldhauptstadt 2018 freut mich insbesondere deshalb, weil hierdurch die nachhaltige, umsichtige und vor allem erfolgreiche Arbeit heutiger und ehemaliger Mitarbeiter des Heidelberger Forstamtes von externer Seite offiziell gewürdigt wird."

Bei einer anschließenden Exkursion im Stadtwald erfuhren die Gäste mehr über die Forstwirtschaft in einem Erholungs- und Kulturraum am Beispiel des Heiligenbergs und über die nachhaltige Waldbewirtschaftung – inklusive des Besuches einer abgeschlossenen Holzerntemaßnahme in einem archäologisch bedeutsamen Waldgebiet. Hier konnte anschaulich gezeigt werden, was die PEFC-Zertifizierung in der Praxis bedeutet: Die Stadt Heidelberg legt besonderen Wert auf stabile und strukturreiche Waldbestände; außerdem gelten strenge Regeln beim Einsatz von Forstmaschinen zum Schutz des Waldbodens, und die Arbeitssicherheit der Waldarbeiter hat höchste Priorität.

Die gestrige Urkunden- und Staffelstabübergabe war zugleich der Start in das Heidelberger Aktionsjahr. Geplant ist unter anderem eine mehrteilige Veranstaltungsreihe für interessierte Bürgerinnen und Bürger, die Stadteilvereine und die städtischen Beschäftigten. Ziel ist es, der Öffentlichkeit die nachhaltige Waldbewirtschaftung der Stadt Heidelberg näherzubringen. Zudem stiftet PEFC neben dem Titel 1.000 Forstpflanzen. Diese sollen im Rahmen eines Aktionstages „Waldwandel mit PEFC“ von den Heidelbergerinnen und Heidelbergern gepflanzt werden.  

Hintergrundinformationen zum Wettbewerb „PEFC-Waldhauptstadt“ und der neuen Waldhauptstadt Heidelberg:

Im Rahmen des Wettbewerbs konnten Städte und Gemeinden, die sich in besonderer Form für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung engagieren sowie auf eine langjährige Bewirtschaftung ihrer Wälder nach den PEFC-Standards zurückblicken können, ihre Bewerbung zur PEFC-Waldhauptstadt einreichen. Dem Aufruf folgten insgesamt vier Städte und Gemeinden aus ganz Deutschland, die neben der PEFC-Zertifizierung des Gemeindewaldes eine Vielzahl an weiteren Aktivitäten zum Thema Nachhaltigkeit vorstellten. Die Jury, die aus den Mitgliedern von PEFC Deutschland e.V. bestand und sich somit unter anderem aus Vertretern des Waldbesitzes, der Holzwirtschaft sowie Umweltverbänden und Gewerkschaften zusammensetzte, wählte Heidelberg auf Platz 1. In den vergangenen Jahren durften sich bereits die Städte Augsburg, Rottenburg am Neckar, Freiberg (Sachsen), Ilmenau und Brilon mit dem Titel PEFC-Waldhauptstadt schmücken. Heidelberg überzeugte die Jury vor allem durch das ambitionierte Veranstaltungsprogramm, das als PEFC-Waldhauptstadt in Angriff genommen werden soll. Zudem gehört Heidelberg zu den deutschlandweit sieben Städten, die zusätzlich zur Zertifizierung ihrer nachhaltigen Waldbewirtschaftung nach dem Erholungswaldstandard von PEFC Deutschland zertifiziert wurden.

In der Aufnahme
- Das Team aus dem Forstamt Heidelberg, das sich so engagiert für die nachhaltige Waldbewirtschaftung und den Erholungswert des Heidelberger Stadtwaldes einsetzt.
(Quelle: PEFC)

Quelle
Bayerische Staatsforsten

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Qualitätsstatusbericht 2017
Qualitätsstatusbericht 2017
Qualitätsstatusbericht 2017

04/05.02.2018

Vielschichtige Zustandsanalyse des Wattenmeers veröffentlicht / Pressemitteilung des Gemeinsamen Wattenmeersekretariats (CWSS)


Die Themenfelder des Qualitätsstatusbericht 2017 (Quality Status Report, QSR) reichen von Geomorphologie und Klima, über Lebensräume und Gemeinschaften, Arten und menschliche Aktivitäten bis zur Verschmutzung des Wattenmeeres. Das gemeinsame Dokument von über 100 Experten aus Dänemark, Deutschland und den Niederlanden, das in regelmäßigen Abständen vom Gemeinsamen Wattenmeersekretariat (Common Wadden Sea Secretariat, CWSS) veröffentlicht wird, beschreibt und bewertet den ökologischen Zustand des Wattenmeeres. Der QSR 2017 ist wie seine Vorgänger ein Produkt der erfolgreichen trilateralen Wattenmeer-Zusammenarbeit zum Schutz und zum Erhalt des Welterbes Wattenmeer, weist jedoch gleichzeitig darauf hin, dass noch viel in diesem Bereich zu tun bleibt. Die Ergebnisse sind auf der englischsprachigen Webseite qsr.waddensea-worldheritage.org öffentlich zugänglich.

Zwei Jahre lang wurden die 29 thematischen Berichte des QSRs erarbeitet. Sie betreffen die Gebiete des Welterbes Wattenmeer,
der Wattenmeer-Inseln und der angrenzenden Hochsee. „Der Qualitätsbericht hilft uns, mögliche Probleme und Wissenslücken zu erkennen“, sagt Sascha Klöpper, QSR-Koordinator und stellvertretender Exekutivsekretär des CWSS. „Zudem bietet er eine wichtige und wissenschaftlich fundierte Grundlage für den politischen Entscheidungsprozess und die Entwicklung von Strategien auf allen Ebenen. Insbesondere zeigt der Bericht, dass das Wattenmeer eine ökologische Einheit darstellt, was wiederum die Bedeutung der Trilateralen Wattenmeer-Zusammenarbeit Dänemarks, Deutschlands und der Niederlande unterstreicht.“

Der QSR beschreibt und bewertet den derzeitigen ökologischen Zustand des Wattenmeeres. Er identifiziert Veränderungen in diesem Zustand sowie deren mögliche Ursachen, klassifiziert kritische Bereiche, weist auf mögliche Abhilfemaßnahmen und deren wahrscheinliche Wirksamkeit hin und zeigt Wissenslücken auf. Der Bericht basiert auf dem sogenannten Trilateral Monitoring and Assessment Programme (TMAP), einem gemeinsamen Überwachungs- und Bewertungsprogramm für das Wattenmeer, das seit 1997 von Dänemark, Deutschland und den Niederlanden im Rahmen der Trilateralen Wattenmeer-Zusammenarbeit durchgeführt wird. Das Programm ermöglicht eine angemessene, kosteneffiziente Überwachung und wissenschaftsbasierte Bewertung des Ökosystems Wattenmeer und berücksichtigt die Überwachungs- und Berichterstattungspflichten der Mitgliedstaaten gemäß den einschlägigen EU-Richtlinien und internationalen Übereinkommen.

Der neue Bericht ist der erste QSR, der in einem Online-Portal veröffentlicht wird. „Dieses Format des Berichts ist völlig neu“, sagt Rüdiger Strempel, Exekutivsekretär des CWSS. „Nach einem erfolgreichen Testlauf können wir ihn nun stolz der breiten Öffentlichkeit präsentieren und sind uns sicher, dass wir mit dem Online-Format die Ergebnisse einer noch breiteren Leserschaft zugänglich machen. Doch auch an diejenigen, die lieber mit einer Papierversion arbeiten, wurde gedacht. Sie können PDF-Versionen der Kapitel direkt auf der Seite generieren.“ Ein gedruckter Synthesebericht, der die Hauptergebnisse zusammenfasst, wird in diesem Frühjahr veröffentlicht.

Website Gemeinsames Wattenmeersekretariat (CWSS)
- www.waddensea-secretariat.org/


Quelle
Nationalpark Wattenmeer

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Nationalpark Gesäuse als „best practice“
Nationalpark Gesäuse als „best practice“
Nationalpark Gesäuse als „best practice“

03/04.02.2018

Ibatullina Zilya und Rakov Ivan staunen nicht wenig, als sich beim Näherkommen die Gesäuseberge auftürmen.
Die beiden sind auf Studienreise im Nationalpark Gesäuse und so spektakuläre Landschaft aus ihrem heimatlichen Nationalpark nicht gewohnt. Internationaler Austausch erweitert den Horizont, sogar im engen Gebirgstal! So sind Zilya und Ivan aus dem russischen Leopardenland-Nationalpark auf Besuch ins Gesäuse gekommen. Das Leopardenland liegt in der Nähe der ostsibirischen Stadt Wladiwostok. Im Gespräch stellt sich heraus, wo Gemeinsamkeiten und Unterschiede liegen.

Für Biologen ist das Gesäuse durch die hohe Zahl an nur regional vorkommenden Arten (Endemiten wie die Zierliche Federnelke oder manche Käfer) ein Eldorado. Das Leopardenland wurde 2012 gegründet, um eine einzelne endemische Art zu retten, den Amurleoparden.

Was aber die Nationalpark-Manager aus Russland im Gesäuse besonders interessiert, ist die Einbettung unseres Nationalparks in die Region. Die gute Zusammenarbeit mit Gemeinden oder den Gesäuse-Partnerbetrieben hat sich in der Szene herumgesprochen und ist immer wieder Grund für Besuche von Auslandsdelegationen. „Spione sind willkommen, wir zeigen gerne und stolz her, was wir können“, kommentiert NP-Direktor Herbert Wölger.

Beim Auseinandergehen beschließen die Park-Manager, Kontakt zu halten, was bei der Distanz nicht einfach sein wird.

Der Leopardenland-Nationalpark befindet sich im äußersten Südosten von Russland, in direkter Nachbarschaft zu Nordkorea und China. Er wurde 2012 auf einer Fläche von 260.000 ha gegründet, um dem Amurleoparden das Überleben zu ermöglichen. Mit nur 70 Stück in freier Wildbahn ist der Amurleopard die seltenste Großkatze der Welt.


In der Aufnahme

Amurleopard
© Leopardenland-Nationalpark


Quelle
Nationalpark Gesäuse GmbH - Weng 2, 8913 Admont
+43 3613 211 60 20 - info@nationalpark.co.at


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"Grüne Junior-Engel"
"Grüne Junior-Engel"
Scharf: "Grüne Engel" und erstmals "Grüne Junior-Engel" in Oberbayern verliehen

03/04.02.2018

Herausragendes Engagement für Natur und Artenvielfalt

Ehrenamtliche Helfer leisten einen wertvollen Beitrag zur Bewahrung der bayerischen Naturheimat. Deshalb soll
auch zukünftig intensiv für das Ehrenamt geworben werden. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf im Rahmen der festlichen Verleihung des "Grünen Engels" an 17 Ehrenamtliche aus Oberbayern. Scharf: "Bayern ist Ehrenamtsland.

Ehrenamtliche Helfer sind das Kraftzentrum der bayerischen Naturschutzpolitik. Ihr großartiges Engagement für Natur und Artenvielfalt ist ein Segen für die Naturheimat Bayern. Ihnen gelten unser Dank und unser Respekt. Wir können stolz darauf sein, dass diese Werte im Freistaat tief verwurzelt sind." Über eine Millionen Menschen engagieren sich im Freistaat in einem anerkannten Naturschutzverband, die meisten davon ehrenamtlich. Sie kümmern sich beispielsweise um bedrohte Tier- und Pflanzenarten, schützen und pflegen wertvolle Biotope oder geben ihr Wissen in der Umweltbildung weiter.

Um das Engagement der Menschen für Natur und Umwelt zu unterstützen und Ehrenamtliche stärker zu würdigen, verleiht das Bayerische Umweltministerium den "Grünen Engel" als besondere Anerkennung für Leistungen im Umweltbereich. Erstmals wird in diesem Jahr zudem an zwei Schülerinnen der "Grüne Junior-Engel" für vorbildliches Engagement verliehen. Scharf: "Ehrenamtlicher Einsatz für Natur und Umwelt schon in jungen Jahren ist ein Garant für eine gute Zukunft.

Deshalb brauchen wir Nachwuchs-Engel. Wer freiwillig Verantwortung übernimmt, gestaltet unser lebenswertes Bayern und trägt dazu bei, seine kostbaren Naturschätze zu bewahren." Mit der Auszeichnung "Grüner Engel" wird seit 2011 das langjährige und vorbildliche Engagement im Naturschutz gewürdigt. Schätzungen beziffern den wirtschaftlichen Wert der ehrenamtlichen Leistungen im Naturschutz in Bayern auf jährlich rund 23 Millionen Euro.

Folgende Personen wurden ausgezeichnet:

   Martin Baumeister   Kaufering
   Fritz Baur   Ottobrunn
   Irmgard Franken   Starnberg
   Dr. Bruno Geisert    Sauerlach
   Ursula Kunz   Hohenlinden
   Lena Merlich, Ceren Yilmaz   Kirchheim
   Diana Meßmer   Bad Tölz
   Justus Müller   München
   Dr. Vesselinka Varbanova Petrova-Koch, Dr. Wolfgang Ochs   Garching
   Johanna Philipp   Bernau am Chiemsee
   Anke Simon   Puchheim
   Holde Tietze-Härtl   Fürstenfeldbruck
   Max Walleitner   Grasbrunn-Neukeferloh
   Cornelie Wildenauer   Schnaitsee
   Dr. Hubert Zierl   Berchtesgaden

In der Aufnahme

- Lena Merlich und Ceren Yilmaz

Quelle
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

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Naturschutz is ka gmahde Wies’n
Naturschutz is ka gmahde Wies’n
Naturschutz is ka gmahde Wies’n

03/04.02.2018

Nationalpark Gesäuse mit NMS und Kindergarten Admont gewinnen Naturschutzpreis

Wenn Nationalpark Ranger im Klassenzimmer Natur- und Artenschutz
vermitteln, dann ist das schon eine Sensation für Kinder und Jugendliche. Wenn sie dann auch noch die Ärmel hochkrempeln, um einer monotonen Rasenfläche Leben einzuhauchen, dann wird Naturschutz richtig spannend!

Unter diesem Motto stand der 2017 ausgeschriebene Naturschutzpreis „Die Brennnessel“ der Stiftung Blühendes Österreich. Der Nationalpark Gesäuse reichte gemeinsam mit der Neuen Mittelschule und dem Kindergarten Admont das Projekt „Papilio“ (Schwalbenschwanz) ein und wurde ausgezeichnet!

5.000 Euro für die NMS und den Kindergarten Admont! Ein sattes Budget, das zu einer bunten Vielfalt rund um das Schulzentrum in Admont beitragen soll. „Die Kinder werden von der Planung bis zur Umsetzung miteinbezogen. Wir werden einen wilden Lebensraum für heimische Pflanzen und Tiere schaffen und als erfreulichen Nebeneffekt auch ein Bewusstsein für eine intakte Umwelt in den Köpfen der „Großen von Morgen“ verankern“, erklärt Johanna Eisank, Projektleiterin der Nationalpark Partnerschulen und –kindergärten.

Bis Juni 2019 planen, gestalten und errichten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit dem Gartengestalter Harald Leitner, den Steiermärkischen Landesforsten und Nationalpark Rangern ein Insektenhotel, eine Nasch-Hecke mit essbaren Früchten sowie eine Blühwiese und Nisthilfen für Nützlinge, wie beispielsweise Ohrwürmer oder Marienkäfer. Groß & Klein setzen mit vereinten Kräften dieses Naturschutzvorhaben um und tragen somit zur Biodiversität in Admont bei.

Das war Grund genug für die Fachjury der Stiftung Blühendes Österreich, dieses Projekt unter den mehr als 200 Einreichungen auszuzeichnen. „Dieses Vorhaben gilt als absolutes Leuchtturmprojekt in der Kategorie Kindergärten und Schulen im Rahmen der Brennnessel 2017. Die Besonderheit liegt in der breiten Beteiligung unterschiedlicher Partner, aber auch der bewusstseinsbildende Aspekt und vor allem der naturschutzfachliche Nutzen sind nicht so leicht zu übertreffen“ so die Begründung der Entscheidungsträger.
Nun heißt es für die involvierten Kinder und Jugendlichen: Kreativ sein, Ärmel hochkrempeln und loslegen… und Samen säen für die Zukunft!

Rückfragehinweis: Johanna Eisank, Projektleiterin Nationalpark Partnerschulen und –kindergärten, Tel: +43 664 82 52 317


In der Aufnahme

v.l.n.r.: Tanja Dietrich-Hübner, Vorstandsvorsitzende Blühendes Österreich, Sonja Vucsina, Direktorin NMS Admont, Johanna Eisank, Projektleiterin NP Gesäuse, Anna Steindl, Bgm. Stadtgemeinde Wolkersdorf, Bildnachweis: Blühendes Österreich


Quelle

Nationalpark Gesäuse GmbH - Weng 2, 8913 Admont
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Nur die Spitze des Eisbergs
Nur die Spitze des Eisbergs
Nur die Spitze des Eisbergs

03/04.02.2018

WWF: Glyphosat-Aus muss Teil einer nationalen Strategie zur Senkung des gesamten Pestizideinsatzes sein

Im Bundesrat stehen diesen Freitag Anträge der Länder Thüringen und Bremen sowie des Saarlands zum Einsatz von Glyphosat
in Deutschland auf der Tagesordnung. Dazu Jörg-Andreas Krüger, beim WWF zuständig für den Bereich Ökologischer Fußabdruck:

„Glyphosat ist die Spitze des Eisbergs. Wird allein Glyphosat verboten, weichen Landwirte aus auf Pestizide mit anderen Wirkstoffen. Damit ist für Tiere und Pflanzen nichts gewonnen. Es braucht mehr als das Aus von Glyphosat, der Einsatz von Giften gegen Insekten und Ackerwildkräuter muss generell rasch und deutlich sinken. Die Bundesländer müssen sich stark machen für eine nationale Strategie zur Senkung des gesamten Pestizideinsatzes.

Besonders in der Pflicht sind die Ministerpräsidenten von Union und SPD. Sie können in den Koalitionsgesprächen dafür sorgen, dass eine Strategie vereinbart wird, die sowohl Regelungen für einzelne Wirkstoffgruppen als auch quantitativen Obergrenzen für die bundesweit eingesetzte Gesamtmenge umfasst. Zu einer solchen Strategie gehört, Ackerbau zu fördern und fordern, der Schädlings- und Unkrautbefall ohne Pestizideinsatz vorbeugt. Das gelingt zum Beispiel mit vielfältigeren mehrjährigen Fruchtfolgen, mechanischer Unkrautbekämpfung oder die Förderung von Nützlingen.

Im Sondierungspapier der GroKo 3.0 ist lediglich die Rede davon, die Nutzung glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel einzuschränken und möglichst bald ganz zu beenden. Wer sich auf die Fahnen schreibt „umwelt- und naturverträgliche Anwendungen von Pflanzenschutzmitteln“ regeln zu wollen, der hat dafür zu sorgen, dass zusätzlich zum Verbot von Glyphosat insgesamt deutlich weniger schädliche Gifte auf Deutschlands Äckern landen.“

Quelle

WWF


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In der Aufnahme von Helga Zinnecker

- Große Sägeschrecke

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Mithilfe beim Orther Amphibienschutzprojekt ...
Mithilfe beim Orther Amphibienschutzprojekt  ...
Ein Aufruf, der schon Tradition hat: Auch 2018 wird wieder um freiwillige Mithilfe beim Orther Amphibienschutzprojekt ersucht!

03/04.02.2018

Orth/Donau, 2.2.2018 - Seit 2013 ermöglicht ein Gemeinschafts-Projekt von NMS Orth/Donau, Nationalpark Donau-Auen und Österreichischen Bundesforsten den Amphibien im Frühling das sichere Überqueren der Orther Uferstraße. Großartige Hilfe leisten freiwillige MitarbeiterInnen bei der täglichen Kontrolle. Auch dieses Jahr werden Zaun und Kübel aufgestellt und Projektkoordinatorin Eva-Maria Pölz ruft wieder zur Unterstützung auf! Besonderes Augenmerk wird heuer auf den Donau-Kammmolch gelegt.

Alle Amphibien Österreichs sind Arten der Roten Liste und durch Verlust ihrer Lebensräume bedroht. Zusätzlich sterben jedes Frühjahr, wenn die Lurche zu den Laichgewässern wandern, zahlreiche Tiere: Sie werden beim Versuch einer Straßenüberquerung überfahren. Doch es gibt Initiativen zu ihrem Schutz – wie das Erfolgsprojekt an der Orther Uferstraße.

Bereits seit 2013 wird hier in einer gemeinschaftlichen Bemühung von NMS Orth/Donau, Nationalpark Donau-Auen und Österreichischen Bundesforsten für die Dauer der Wandersaison ein Amphibien-Zaun aus Kunststoff samt Kübelfallen aufgestellt. SchülerInnen, Nationalpark-MitarbeiterInnen sowie freiwillige HelferInnen bringen über einen Zeitraum von ca. zwei Monaten hinweg täglich morgens die vorgefundenen Tiere über die Fahrbahn.

Mitarbeit erbeten!

Projektkoordinatorin und Nationalpark-Rangerin Eva-Maria Pölz fasst das vergangene Jahr zusammen: „2017 konnten wir von Ende Februar bis Mitte Mai knapp 700 Amphibien diverser Arten, aber auch fünf Ringelnattern, zwei Mäuse, zwei Zauneidechsen, drei Maulwürfe und zwei Igel retten. Die Amphibien-Daten wurden der Herpetofaunistischen Datenbank des Naturhistorischen Museums zur Verfügung gestellt. Besonders freut uns, dass aus den gesammelten Daten der letzten Jahre eine sehr erfolgreiche VWA (Vorwissenschaftliche Arbeit) entstanden ist!“

Das Projekt wird auch im heurigen Frühjahr von den tüchtigen SchülerInnen der NMS Orth/Donau weiter geführt - und erneut wird Unterstützung bei der Betreuung benötigt, so der Aufruf von Eva-Maria Pölz. Ab etwa Ende Februar ist man startklar, abhängig von Witterung und somit Beginn der Wanderungen. Alle InteressentInnen werden ersucht, sich per E-Mail an nationalpark@donauauen.at zu melden. Genauere Informationen werden rechtzeitig übermittelt!
Donaudrache im Fokus

Ein Highlight im Vorjahr war der Höchststand an den am Zaun protokollierten Donau-Kammmolchen. Waren diese in den Jahren davor mit nur jeweils zwei Exemplaren vertreten gewesen, wurden 2017 30 Tiere protokolliert! Das heurige Jahr steht im schlossORTH Nationalpark-Zentrum mit neuer Ausstellung und Programmen ganz im Zeichen des seltenen Donau-Kammmolchs, der gerne als kleiner Donaudrache bezeichnet wird. „Wir sind also bereits gespannt, ob er von uns auch heuer in dieser Dichte aufzufinden sein wird, oder ob er das Rampenlicht scheut!“, schmunzelt Pölz.


Für Presserückfragen:
Nationalpark Donau-Auen GmbH, Mag. Erika Dorn
Tel.: +43 (0) 2212/ 3450-26, e.dorn@donauauen.at
www.donauauen.at, www.facebook.com/donauauen


Quelle
Nationalpark Donau-Auen GmbH


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In der Aufnahme

- Kammmolch Weibchen - https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&id=20438

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EIN NATIONALPARK HOHE TAUERN MUSS MEHR SEIN ...
EIN NATIONALPARK HOHE TAUERN MUSS MEHR SEIN ...
EIN NATIONALPARK HOHE TAUERN MUSS MEHR SEIN ALS DIE SUMME SEINER DREI TEILE

03/04.02.2018

Rössler: Für das größte Naturschutzgebiet Mitteleuropas ist das Zusammenstehen von Bund und den Ländern Kärnten, Salzburg und Tirol ein ‚Gebot der Stunde‘.


Mit erstem Jänner dieses Jahres hat Salzburg für zwei Jahre den Vorsitz im Nationalpark Rat übernommen. Heute, am 22. Jänner 2018, fand die Sitzung dieses höchsten Entscheidungsgremiums im Nationalpark Hohe Tauern in der Salzburger Nationalparkverwaltung in Mittersill statt. Die Vorsitzende des Nationalpark Rates Landeshauptmann-Stellvertreterin Dr. Astrid Rössler ist überzeugt, dass nur die Bündelung aller Kräfte, die Kärnten, Salzburg und Tirol sowie die Republik Österreich aufbringen können, das größte Naturschutzgebiet Mitteleuropas und der Alpen auch weiter bringen und weiter entwickeln können.

„Die stetige Ausweitung der Zusammenarbeit hat es auch in den vergangenen Jahren gegeben, und das mit nicht mehr zu übersehendem Erfolg. Die Fortsetzung dieses Weges ist ein ‚Gebot der Stunde“, sind sich Rössler und die Mitglieder des Nationalpark Rates Bundesministerin Elisabeth Köstinger (bei der Sitzung vertreten durch SC DI Günter Liebel), LH-Stellvertreterin Mag. Ingrid Felipe, Tirol, und Landesrat Mag. Gernot Darmann, Kärnten (bei der Sitzung vertreten durch Abteilungsleiter DI Harald Tschabuschnig), einig.

So konnte bei der Zusammenkunft der Nationalparkpolitik mit Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinden, der Grundeigentümer, des Naturschutzes, der Wissenschaft und des Vereins der Freunde des Nationalparks zunächst eine positive und erfolgreiche Bilanz über das Jahr 2017 gezogen werden, welche in einem gemeinsamen Tätigkeitsbericht der drei Nationalparkteile zusammengefasst wurde. „Und das ist schon die erste neue Errungenschaft in unserer Zusammenarbeit im Nationalpark“, freut sich Rössler, entstanden aus der Tatsache, dass sich in den drei Länderberichten im Laufe der Zeit durch die intensiv gelebte Zusammenarbeit immer mehr an Redundanz ergeben habe.

„Nur einige wenige Fakten aus dem Tätigkeitsbericht 2017 zeigen schon die dynamische Entwicklung dieses Vorzeigeprojektes zum Schutz des Österreichischen Naturerbes“, gratuliert in Vertretung der Bundesministerin Sektionschef Günter Liebel. Nationalpark-Direktor und für die kommenden zwei Jahre Vorsitzender im Direktorium Wolfgang Urban berichtet dazu:

Rund 11 Millionen Euro wurden insgesamt im Nationalpark 2017 aus EU- Bundes- und Ländermittel in das 1.856 km² große Schutzgebiet und die umliegenden Regionen investiert, 22% davon in Naturschutz und Wissenschaft, 10% in die Erhaltung der Kulturlandschaft, 12% in die Bildung- und Besucherinformation, 16% in neue Infrastruktur und Ausstellungen, 12% in Regionalentwicklung und Tourismus, 3% in die Verwaltung und 25% in Personal.

   Über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und weitere fast 50 Ferialarbeiterinnen und Ferialarbeiter, Senior- und Junior-Ranger sind mit viel Engagement und Leidenschaft bei ihrer vielfältigen Arbeit. Und das zeige sich unter anderem beim ungebremsten Zuspruch, zum Beispiel von Seiten der Schulen und den Besucherinnen und Besuchern.

   37.000 Schülerinnen und Schüler nahmen an den Natur- und Umweltbildungsangeboten teil,
   15.000 Gäste an Führungen, Erlebnisprogrammen und Vorträgen, weitere 183.000 wurden in Infozentren und bei Rangerstationen persönlich betreut und 359.000 besuchten die Nationalparkausstellungen.
   Addiert man die Auswertungen von fix installierten Zählsystemen in den Salzburger Nationalparktälern und Besucherfrequenzerhebungen aus Kärnten und Tirol kann von einer Gesamtzahl von rund fünf Millionen Besucherinnen und Besuchern ausgegangen werden.

„Es fällt auf, dass alle wirklich bedeutenden Entwicklungen und Projekte im Nationalpark Hohe Tauern, jene sind, die von Anfang an gemeinsam und länderübergreifend angelegt sind, wie die großen Artenschutzprojekte betreffend Bartgeier, Steinwild, Urforelle oder die wissenschaftlichen Vorhaben wie das Gewässer- und das Langzeitmonitoring, die Biodiversitätsdatenbank, die Tage der Artenvielfalt und vieles mehr“, betont Felipe. Auch in der Umweltbildung seien die länderübergreifenden Angebote wie die Wasserschule, die Klimaschule oder das Projekt der Partnerschulen die „Aushängeschilder“ geworden.

Die Zusammenarbeit der Bundesländer intensivieren und den Zusammenhalt unter den Partnern des Nationalparks nicht zu verlieren sind weitere gemeinsame Anliegen. Von den Grundeigentümern, den Land- und Forstwirten über die Jägerschaft bis zu den im Verein der Freunde des Nationalparks organisierten großen Unternehmen und Sponsoren gibt es stets die Bereitschaft zur Zusammenarbeit und gemeinsamen Weiterentwicklung.

Im bereits begonnenen Nationalparkjahr 2018 warten weitere große Herausforderungen:

   Schon am 23. Jänner wird die neue Periode des länderübergreifenden wissen-schaftlichen Beirates mit einer konstituierenden Sitzung namhafter nationaler und internationaler Experten aus Wissenschaft und Forschung in Salzburg gestartet.
   Das bereits 2016 in den drei Ländern installierte Langzeitmonitoring wird noch weitere zwei Jahre in einer spannenden, aber bereits international beachteten Pilotphase geführt.
   Eine umfassende Sammlung an modernen, pädagogisch wie didaktisch auf den letzten Stand gebrachten Unterrichtsmaterialen werden den Schulen der 5. bis 8. und 9. bis 12. Schulstufe über eigene online Zugänge zur Verfügung stehen.
   Der Auftritt des Nationalparks nach außen über Website und Social Media Kanäle wird an die ebenfalls neue gemeinsame CD Linie angepasst und ein schon Jahre überfälliger, neuer länderübergreifender Imagefilm erarbeitet und gedreht.

Der Nationalpark Rat, das Nationalpark Direktorium sowie die Aufgaben in der länderübergreifenden Zusammenarbeit im Nationalpark Hohe Tauern sind seit 1994 mit Staatsvertrag Art.15a B-VG zwischen der Republik Österreich und den Bundesländern Kärnten, Salzburg und Tirol festgelegt. Alle zwei Jahre wechselt die Vorsitzführung unter den drei Bundesländern. 2018 und 2019 üben LH-Stellvertreterin Dr. Astrid Rössler für den Rat und NP-Direktor DI Wolfgang Urban MBA für das Direktorium den Salzburger Vorsitz aus.

Tätigkeitsbericht 2017 Nationalpark Hohe Tauern:
Der Tätigkeitsbericht 2017 Nationalpark Hohe Tauern ist unter https://hohetauern.at/de/online-service.html / Tätigkeitsberichte zum Download erhältlich.

Unterrichtsmaterialien für Schulen:

Die Unterrichtsmaterialien für die 5.bis 8. und 9. bis12. Schulstufe stehen unter https://hohetauern.at/unterricht zur Verfügung.


In der Aufnahme
- Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg wird im Nationalpark Hohe Tauern groß geschrieben. Die Mitglieder des Nationalparkrates und Nationalparkdirektoriums mit den beratenden Experten. Turnusmäßige Ratsvorsitzende LH-Stellvertreterin Dr. Astrid Rössler, Salzburg, sechste von rechts.

Autor: c NPHT / Anna Pecile

Rückfragen:

DI Wolfgang Urban MBA
Nationalparkverwaltung
5730 Mittersill, Gerlosstraße 18
0043(0)6562 40849-22 oder 0043(0)664 8284239
wolfgang.urban@salzburg.gv.at


Quelle


Nationalpark Hohe Tauern


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Wenig Klasse, viel träge Masse

02/03.02.2018

WWF-Palmöl-Check: Wenigen Palmöl-Vorreitern steht Masse der Totalverweigerer gegenüber | WWF fordert gesetzliche Vorgaben für Import und Kennzeichnung

Berlin: 46 Prozent der deutschen Händler und Produzenten verweigern die Auskunft über ihren Umgang mit Palmö
l. Nur ein Teil macht Fortschritte beim Einsatz von zertifiziertem Palmöl. Das ist die durchwachsene Bilanz des neuen WWF-Palmöl-Checks, bei dem auch die Futtermittelbranche zum wiederholten Mal schlecht abschneidet. Der Anteil der Totalverweigerer bleibt damit seit Veröffentlichung des ersten Palmöl-Checks im Jahr 2009 unverändert hoch. Um sie zu bewegen, fordert der WWF von der nächsten Bundesregierung, alle Palmölimporte an die Einhaltung von ökologischen und sozialen Kriterien zu knüpfen.

46 Prozent der im Palmöl-Check befragten Unternehmen bleiben die Antwort schuldig, ob sie Nachhaltigkeitskriterien beim Einkauf von Palmöl beachten und was für Palmöl sie verwenden. „Die Totalverweigerer reagieren nicht auf Appelle zu Transparenz und Verantwortlichkeit, sie brauchen gesetzliche Vorgaben zu ökologischen und sozialen Kriterien für importiertes Palmöl oder eine Kennzeichnungspflicht für alle Verbrauchsgüter“, bilanziert Jörg-Andreas Krüger, Direktor WWF für den Bereich Ökologischer Fußabdruck. Die Firmen Lekkerland, Globus, der Lübecker Marzipanhersteller Niederegger und die Drogeriekette Müller verweigern seit Jahren transparente Angaben über ihren Palmöleinkauf. Dass es auch anders geht, zeigt Wettbewerber Rossmann, der nach mehrfacher 0-Punkte-Bewertung jetzt erstmals im grünen Bereich landet. Die vorderen Plätze belegen Care Naturkost, Daabon, Agrarfrost, Rapunzel Naturkost und Lorenz Bahlsen Snack-World.

44 Prozent geben an, zertifiziertes Palmöl vollständig oder zumindest teilweise einzusetzen. Wo Unternehmen auf zertifiziertes Palmöl setzen, ist es in der Regel nach dem RSPO-Standard zertifiziert, den der WWF als Einstieg einstuft. Noch gibt es zu wenige deutsche Firmen, die als Palmöl-Vorreiter verbindliche Zusatzkriterien zum Mindeststandard RSPO einfordern, Kleinbauern unterstützen oder Bio-Palmöl einsetzen. „Fortschrittliche Palmöl-Produzenten bieten Palmöl von Flächen an, auf denen zum Beispiel das Umwandlungsverbot von Torfböden gilt oder keine gefährlichen Pestizide eingesetzt werden. Aber sie finden keine Abnehmer und müssen ihre Ware häufig unter Wert verkaufen“, so Krüger vom WWF.

Erneut und schon gewohnt schlecht schneidet die Futtermittelbranche ab. „Bei Palmöl reden alle über Nutella, keiner über Wurst, Käse oder Ei. Nur wenige wissen, dass acht Prozent des importierten Palmöls an Geflügel, Schweine und Rinder verfüttert wird. Das macht es den Herstellern von Futtermitteln leicht, sich beim Thema Palmöl aus der Verantwortung zu schleichen“, sagt Jörg-Andreas Krüger. Der WWF fordert, dass Nutztiere bevorzugt vor allem heimische Eiweißpflanzen wie Lupinen oder Ackerbohnen als Futter bekommen. Wo weiter Soja oder Palmöl im Trog landet, müsse dieses wenigstens ökologische und soziale Mindestkriterien erfüllen.

Hintergrund Palmöl-Check:
Mit dem Palmöl-Check nimmt der WWF Deutschland seit 2009 regelmäßig die Einkaufspolitik der Käufer und Verarbeiter unter die Lupe. Bewertet wird dabei mithilfe eines Fragenkatalogs, ob sie Nachhaltigkeitskriterien beim Einkauf von Palmöl beachten und was für Palmöl sie verwenden. Befragt werden nur Firmen mit Hauptsitz in Deutschland, die Mitglieder des RSPO sind oder zu den großen Akteuren in ihrer Branche zählen, diesmal 255 Unternehmen.

Von 255 befragten Unternehmen blieben 118 (46 Prozent) jegliche Rückmeldung schuldig. 112 Unternehmen (knapp 44 Prozent) gaben an, vollständig oder zumindest teilweise zertifiziertes Palmöl einzusetzen. Die übrigen Hersteller und Händler sind zwar Mitglied im „Roundtable on Sustainable Palmoil“ (RSPO) und haben sich zum Teil Ziele gesetzt, bis wann sie auf zertifiziertes Palmöl umstellen wollen, sie legten aber keine Nachweise für den tatsächlichen Bezug von zertifiziertem Palmöl vor. Die Auskünfte der Unternehmen beziehen sich auf das Kalenderjahr 2016.

Die Top 5 im Ranking sind Care Naturkost, Daabon, Agrarfrost, Rapunzel Naturkost und Lorenz Bahlsen Snack-World. Zu den Aufsteigern zählen zum Beispiel Rossmann und Coppenrath und Wiese. Zu den notorischen Dauerverweigerern, die seit Jahren keinerlei Auskunft geben, zählen Lekkerland, Globus der Lübecker Marzipanhersteller Niederegger und die Drogeriekette Müller.

Erneut schneidet die Futtermittelbranche schlecht ab: Deutsche Tiernahrung Cremer und die Agravis Raiffeisen AG erzielten jeweils nur 1 Punkt. Heinrich Nagel, die Bröring Unternehmensgruppe und Mega Tierernährung äußerten sich nicht öffentlich dazu, ob und was für Palmöl sie einsetzen.

KONTAKT

Wiebke Elbe

Pressestelle WWF

Tel: 030-311777-219

wiebke.elbe(at)wwf.de

twitter.com/ElbeWWF

Quelle
WWF

02. Februar 2018

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Eichhörnchen

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NABU: Keine Bejagung von Wölfen
NABU: Keine Bejagung von Wölfen
NABU: Keine Bejagung von Wölfen – Herdenschutz muss oberste Priorität haben

02/03.02.2018

Miller: Die Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz gaukelt eine Lösung vor, die keine ist
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Berli
n – Die Bundestagsfraktion der FDP hat die Bundesregierung aufgefordert, Wölfe als "jagdbare Tierart" in das Bundesjagdgesetz aufzunehmen und dies in der heutigen Bundestagsdebatte erneut bestätigt. Dazu erklärt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:

„Die Aufnahme des Wolfs als jagdbare Tierart ins Bundesjagdgesetz gaukelt eine Lösung vor, die keine ist. Nicht die Bejagung, sondern effizienter Herdenschutz sind das A und O für die Koexistenz von Wolf und Weidetierhaltung. Erst im Dezember hat die EU-Kommission erneut bestätigt, dass der strenge Schutzstatus des Wolfes bestehen bleibt. Der günstige Erhaltungszustand ist noch nicht erreicht, auch wenn dies gerne unter anderem von der FDP behauptet wird. Der NABU fordert alle Parteien dazu auf, den gemeinsamen Dialog zu führen und den Herdenschutz als oberste Priorität beim Thema Wolf zu behandeln.

Das Einbeziehen der Jäger in den Dialog zum Wolfsmanagement, wie von der FDP gefordert, ist jedoch sinnvoll und gewünscht. Statt sich allerdings um die Aufnahme ins Jagdrecht zu streiten, sollte der Bundestag sich lieber mit vereinten Kräften für die Einrichtung eines nationalen Kompetenzzentrums Herdenschutz  einsetzen sowie für die Förderung von Herdenschutz aus Mitteln der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union. Weidetierhalter müssen endlich für ihre Leistungen angemessen entlohnt werden. Hier ist das Landwirtschaftsministerium in der Pflicht und sollte diese Verantwortung den Weidetierhaltern gegenüber endlich wahrnehmen.“

Aufnahme von NABU
- NABU/Jürgen Borris  

Für Rückfragen:
Marie Neuwald, NABU-Referentin für Wolfsschutz, Tel. +49 (0)30. 28 49 84-1624, Mobil +49 (0)173-249 64 00, E-Mail: Marie.Neuwald@NABU.de

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NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Nicole Flöper | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958 | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de


Quelle
NABU

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Artenschutz in Franken®

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Fledermausschutz an der Kapelle zu Dürrhof
Fledermausschutz an der Kapelle zu Dürrhof
Fledermausschutz an der Kapelle zu Dürrhof

02/03.02.2018

Dürrhof/Ofr. Erneut konnte ein weiterer wichtiger Baustein des Fledermausschutzes installiert werden.

Das kleine Gotteshaus in Dürrhof ( Landkreis Bamberg) zeigt sich seit vielen Jahren als bestätigstes Fledermaus- Sommerquartier.


Einige Große Mausohren haben hier einen geeigneten Unterschlupf gefunden. Im Jahr 2016 musse das Gebäude saniert und neu eingedeckt werden. Vielfach wird kaum Rücksicht auf Fledermäuse genommen wenn es um die Erhaltung solcher Baukörper geht. Anders an dieser Stelle, in ganz hervorragender Zusammenarbeit mit dem Gebäudeeigner, der Gemeinde Burgebrach, den ausführenden Firmen und nicht zuletzt den Fachbehörden konnte es gelingen das Bauwerk auch für die nächsten Jahrzehnte als Fledermausgeeignet auszurüsten.

Unter anderem fand die Installation einer speziellen Fledermausziegel, die vom Artenschutz in Franken® zur Verfügung und von dem Bauwerkseigner eingebaut wurde, Eingang in den mehrschichtig ausgerichteten Fledermausschutz.

Artenschutz in Franken® dankt auf diesem Weg allen am Artenschutzprojekt beteiligten Organisationen und Einrichtungen.

Mehr Eindrücke unter:
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&cid=&id=77762



Erster Bayerischer Natura 2000-Gipfel
Erster Bayerischer Natura 2000-Gipfel
Erster Bayerischer Natura 2000-Gipfel

01/02.02.2018

Mit einem Staatsempfang in München hat Umweltministerin Ulrike Scharf Ende Januar zum „1. Bayerischen Natura 2000 Gipfel“ geladen. Die Ministerin würdigte dabei die Leistungen aller, die in Bayern zum Erhalt des europäischen Schutzgebietsnetzes „Natura 2000“ beigetragen haben.


Richard Mergner, der Landesbeauftragte des BUND Naturschutz (BN), erinnerte bei dem Podiumsgespräch im Rahmen des Empfangs daran, dass es vor 20 Jahren maßgeblich vom BUND Naturschutz mit durchgesetzt wurde. Nachdem die Staatsregierung anfänglich nur 1,6 Prozent der Landesfläche Bayerns zur Umsetzung der EU-Verordnung „Flora-Fauna-Habitat“ gemeldet hatte, legte der BUND Naturschutz dank der umfassenden Kenntnisse der Artenschützer seinen Kreis- und Ortsgruppen eine Liste von herausragenden Gebieten auf 11 Prozent der Fläche vor. Dank dieses BN-Einsatzes umfasst Natura 2000 heute 11,3 Prozent der bayerischen Landesfläche - ein wahrer Quantensprung.

Natura 2000 ist ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union, das seit 1992 nach den Maßgaben der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie errichtet wird. Sein Zweck ist der länderübergreifende Schutz gefährdeter Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume. In das Schutzgebietsnetz werden auch die gemäß der Vogelschutzrichtlinie  ausgewiesenen Gebiete integriert.

Neben den politischen Forderungen für eine bessere Finanzierung für die Umsetzung von Natura 2000 stellt sich der BN mit Gerichtsverfahren schützend vor Natura 2000 Lebensräume, in denen Straßen, Skilifte oder Wasserkraftwerke gebaut werden. Gleichzeitig liegen eine Vielzahl unser Arten- und Naturschutzprojekte in Natura 2000 Gebieten. Ob Wildkatze, Flussperlmuschel oder Löffelkraut -  der BUND Naturschutz erfüllt die Natura 2000 Verordnung mit Leben.

In der Aufnahme

Umweltministerin Ulrike Scharf beim 1. Bayerischen Natura 2000 Gipfel (Foto: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz)


Quelle

BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN)

Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
Tel. 09 41 / 2 97 20 0
Fax 09 41 / 2 97 20 30
info@bund-naturschutz.de


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Natura-2000-Gipfel in München
Natura-2000-Gipfel in München
Natura-2000-Gipfel in München

01/02.2018

Nürnberg, 31. Januar 2018 - Der Forstbetrieb Nürnberg hat sein Projekt zum Erhalt der seltenen Kiefern-Flechten-Wälder im Nürnberger Reichswald
beim 1. Bayerischen „Natura 2000“-Gipfel vorgestellt. Die Fachveranstaltung  beschäftigte sich mit dem europäischen Naturerbe in Bayern. Zudem ermöglichte die Veranstaltung einen umfassenden Austausch über Natura 2000 in Bayern und darüber hinaus.

Der Sender TV München hat über die Veranstaltung berichten, den Beitrag können Sie hier:
- https://www.muenchen.tv/mediathek/video/natura-2000-ein-naturschutzprojekt-fuer-ganz-europa/ ansehen.

Auch das Umweltministerium hat auf seiner Webseite Bilder und einen Beitrag www.stmuv.bayern.de/themen/naturschutz/biodiversitaet/natura2000/gemeinde.htm veröffentlicht.

In der Aufnahme

- Umweltministerin Ulrike Scharf (2.v.l.) mit dem
stellvertretenden Forstbetriebsleiter Heiko Stölzner, der Mitarbeiterin
im Leitungsdienst am Forstbetrieb Nürnberg, Dr. Ruth Dirsch (3.v.l.)
und der Forstreferendarin Carolin Kirchner.


Quelle / Aufnahme

Bayerische Staatsforsten AÖR

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Murenabgang im Oberallgäu nahe Riedberger Horn
Murenabgang im Oberallgäu nahe Riedberger Horn
Murenabgang im Oberallgäu nahe Riedberger Horn

- LBV kritisiert rücksichtslosen Ausbau von Skigebieten in geologischen Gefahrenzonen

01/02.02.2018

Hilpoltstein, 30.01.2018
– Der aktuelle Murenabgang im Oberallgäu ist ein eindeutiges Warnsignal und zeigt erneut, dass Skipisten und Lifte auf instabilem Untergrund ein hohes Gefahrenpotenzial bergen. Ganz abgesehen von den Risiken für Anwohner und Touristen ergeben sich auch hohe Kosten für Gemeinden und Skigebietsbetreiber. Die Alpenkonvention, ein völkerrechtlicher Vertrag zum Schutz der Alpen, verbietet nicht ohne Grund den Bau und die Planierung von Skipisten in solchen Gebieten. „Hier geht es um den Schutz von Mensch und Tier, aber auch um langfristige und nachhaltige Wirtschaftsweisen“, erklärt der LBV-Vorsitzende

Dr. Norbert Schäffer. „Der Murenabgang an der Hörnerbahn beweist, dass bereits Probleme bestehen und der Bau weiterer Skipisten
oder Lifte in einer geologischen Gefahrenzone unverantwortlich ist.“ Der LBV setzt sich deshalb auch vehement gegen den Bau einer Schischaukel am Riedberger Horn ein, das vom bayerischen Landesamt für Umwelt als geologisch instabiles Gebiet mit Geogefahren ausgewiesen ist.

Der schwere Murenabgang an der Hörnerbahn bei Bolsterlang im Oberallgäu hat vor kurzem für viel Aufsehen gesorgt. Auslöser ist das als instabil bekannte Untergrundgestein Flysch, das einen Großteil der Region um die Hörnergruppe bedeckt. Flyschgesteine verwittern leicht, besitzen keinen großen inneren Zusammenhalt und neigen zum „Flyschen“, schweizerdeutsch für Fließen. „Auch im Bereich der umstrittenen Skischaukel am Riedberger Horn kommt es auf Grund der geologischen Bedingungen immer wieder zu Rutschungen und Hangbewegungen“,weiß Schäffer. Die Auswirkungen zeigen sich seit Jahren an der Riedbergpassstraße, die mit kostenintensiven Sanierungsarbeiten instandgehalten werden muss. Nun ist auch ein Skigebiet betroffen.

„Der Murenabgang ist kein Wunder, denn die Eingriffe in den Bodenwasserhaushalt durch Beschneiungsanlagen
und Speicherbecken, Liftstützen und andere Baumaßnahmen stellen eine zusätzliche Belastung für die Bodenstabilität dar“, so der LBVVorsitzende weiter.

Der LBV setzt sich deshalb für eine konsequente Umsetzung der Alpenkonvention ein, die den Bau und die Planierung von Skipisten in labilen Gebieten verbietet. Das Verbot schützt nicht nur Mensch und Tier, sondern verringert auch Folgekosten für den ohnehin kostenintensiven Bau und Betrieb von Skianlagen. Die Betreiber der Hörnerbahn rechnen zum Beispiel auf Grund der Schäden durch die Hangbewegungen der letzten Woche und dem mehrwöchigen Betriebsausfall mit Kosten von bis zu 700.000 Euro. „Skigebiete in niedrigen Höhen sind bereits jetzt nur noch mit Hilfe hoher staatlicher Subventionen rentabel“, meint Schäffer.
für Arten- und Biotopschutz

„Geogefahren machen den Ausbau dieser Skigebiete mit steigenden Folgekosten und Risiken endgültig verantwortungs- und zukunftslos.“ Stattdessen wirbt der LBV für alternative Tourismusformen und bietet betroffenen Gemeinden Unterstützung bei der Umstellung auf einen nachhaltigen und zukunftsfähigen Tourismus an.
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Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:  

Kathrin Struller, Referentin des LBV-Vorsitzenden, E-Mail: kathrin.struller@lbv.de, Tel: 09174/4775-7030.  

Quelle/Aufnahme

Landesbund fürVogelschutz in Bayern e.V.

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Hohenburg ist erste Natura 2000-Gemeinde Deutschlands
Hohenburg ist erste Natura 2000-Gemeinde Deutschlands
Hohenburg ist erste Natura 2000-Gemeinde Deutschlands

01/02.02.2018

Voller Einsatz für die Fledermäuse im Rahmen des LBV-Life-Projekts wird belohnt – Hohenburg ist Vorreiter im Erhalt einer artenreichen Kulturlandschaft

Hilpoltstein, 31.01.2018 –
Der Markt Hohenburg wurde von der bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf bei einem Staatsempfang im Schloss Nymphenburg als erste Natura 2000-Gemeinde Deutschlands ausgezeichnet. Die Gemeinde beherbergt deutschlandweit nicht nur die einzige Wochenstube der Großen Hufeisennase, sondern unterstützt mit erfolgreichen Kooperationen im Rahmen eines LBV-Life-Projektes die seltenste Fledermausart im Bundesgebiet.

Zusätzlich sind große Teile des Gemeindegebietes als Natura 2000-Flächen ausgewiesen. Für das Life-Projekt stellt der Markt Hohenburg außerdem zahlreiche Waldflächen zur Verfügung. „Eine besonders bedeutende Maßnahme ist die Wiederbelebung des ehemaligen Hohenburger Hutangers als Waldweide für die projekteigene Rotviehherde und den Wanderschäfer, um so die Arten- und Insektenvielfalt zu erhöhen“, erklärt LBV-Life-Projektleiter Rudolf Leitl bei der Auszeichnung auf dem ersten Natura 2000-Gipfel.


Das stetige Wachstum der einzigen deutschen Hufeisennasenkolonie zeigt, dass der Einsatz für die Fledermäuse und den Erhalt der Arten- und Insektenvielfalt nicht vergebens ist. Zu dem gemeindeeigenen FFH-Gebiet „Fledermausquartiere um Hohenburg“ zählt aber nicht nur das Federmaushaus, das als Wochenstube und Quartier für die Große Hufeisennase dient, sondern auch die örtliche Kirche mit ihren 1.400 Großen Mausohren. „Auch das Hohenburger Rathaus, der Kindergarten und der Musikstadel sind ebenfalls fledermausfreundliche Gebäude und werden von den Tieren als Quartiere genutzt“, weiß Leitl.


Der Markt Hohenburg ist in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Amberg-Sulzbach und den Biodiversitätsprojekten „Nepomuk“ und „Juradistl“ seit über 20 Jahren Vorreiter im Erhalt einer artenreichen und schönen Kulturlandschaft. „Der LBV freut sich über die Würdigung des Engagements der Gemeinde und gratuliert dem Markt Hohenburg zu der Auszeichnung“, sagt Rudolf Leitl. „Ohne das LBV-Life-Projekt wären alle diese Maßnahmen nicht passiert“, so der Projektleiter weiter.

Weitere Informationen zu dem Life-Projekt Große Hufeisennase und eine Webcam, mit der die Geburt und Aufzucht in der letzten Wochenstube Deutschlands beobachtet werden kann unter www.lbv.de/hufeisennase.
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Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen und Interviews:
Rudolf Leitl, LBV Life-Projektleiter Große Hufeisennase, E-Mail: rudolf.leitl@lbv.de, Tel.: 09621-33707
Markus Erlwein, LBV-Pressesprecher, E-Mail: markus.erlwein@lbv.de, Tel.: 09174/4775-7180. Mobil: 0172-6873773.

Quelle

Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.

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Glyphosat contra biologische Vielfalt
Glyphosat contra biologische Vielfalt

Glyphosat contra biologische Vielfalt: Empfehlungen des BfN

01/02.02.2018

   Wissenschaftliche Studien belegen erhebliche negative Auswirkungen
   Bundesamt für Naturschutz veröffentlicht Positionspapier


Bonn, 31. Januar 2018: Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) weist auf die gravierenden Risiken glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel für die biologische Vielfalt hin und empfiehlt die Anwendung in Deutschland so schnell wie möglich zu beenden. Die nach der Entscheidung der Wiederzulassung von Glyphosat in Europa zu treffenden Regelungen zum Umgang mit glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln in Deutschland stehen mit der Konstituierung der entsprechenden Fachausschüsse nun auf der Agenda des Bundestages. Zudem ist am 2. Februar eine Debatte des Bundesrates geplant. Das BfN hat dazu Empfehlungen in einem Positionspapier veröffentlicht.

„Der Einsatz von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln hat, das belegen die von uns ausgewer-teten wissenschaftlichen Studien, erhebliche negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt. Das trifft auch für die in Deutschland derzeit zugelassenen Anwendungen zu. Hier sind insbeson-dere indirekte Auswirkungen auf die Vielfalt und Dichte von Arten zu befürchten und diese können zum Beispiel den Insektenrückgang noch verstärken“, erklärt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. „Deshalb ist es unumgänglich, die biologische Vielfalt insbesondere in der Agrarlandschaft deutlich besser als bislang vor solchen Auswirkungen zu schützen. Einen Beitrag dazu wollen wir mit unserem Positionspapier zu den Auswirkungen von Glyphosat auf die Biodiversität und den darin formulierten Empfehlungen leisten.“

Glyphosat ist weltweit der meist verwendete Herbizidwirkstoff – mit hohen Risiken für die biologische Vielfalt. Dabei sind sowohl die direkten toxischen Wirkungen als auch die indirekten Wirkungen auf so genannte Nichtzielarten zu berücksichtigen. Direkte Auswirkungen auf die Flora zeigen sich unter anderem bei gefährdeten Ackerwildkrautarten. Direkte Auswirkungen auf die Tierwelt sind vor allem in Gewässern und Feuchtgebieten, und dort bei Amphibien nachgewiesen. Gravierender sind – und das belegen ebenfalls wissenschaftliche Studien – die indirekten Auswirkungen: Die großflächige Vernichtung der die Äcker begleitenden Flora verknappt in ausgeräumten Agrarlandschaften die Nahrung für blütenbesuchende und auf Wildkräuter spezialisierte Insekten. Die mit der Intensivierung der Agrarlandschaften einhergehenden steigenden Herbizid-Anwendungen werden als eine der wesentlichen Ursachen für den massiven Insektenrückgang genannt.

Verändern sich die Nahrungs- oder Lebensraumbedingungen von Insekten und auch von Regenwürmern, wirkt sich dies auf die Nahrungsnetze aus und kann so zu Rückgängen von Vögeln und Kleinsäugern führen. Nachgewiesen ist unter anderem eine klare Beziehung zwischen dem Rückgang des Rebhuhns und dem Einsatz von Breitband-Pflanzenschutzmitteln wie Glyphosat. Solche Nahrungsnetzeffekte zeigen beispielsweise auch Studien in Nord- und Südamerika, wo gentechnisch veränderte Pflanzen (GVO) mit Resistenz gegen Glyphosat großflächig angebaut werden und dort die intensive Anwendung von glyphosat-haltigen Pflanzenschutzmitteln bedingen.

Das BfN empfiehlt deshalb indirekte Wirkungen auf die biologische Vielfalt bei Wirkstoffprüfung und Zulassung von Pflanzenschutzmitteln stärker zu berücksichtigen und auf allen Ebenen zum Gegenstand der Prüfungen und Entscheidungen zu machen. Nationale Mittelzulassungen sind gegebenenfalls mit Auflagen zu versehen, die negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt effektiv mindern können. Ähnliches gilt auch im Bereich herbizidresistenter gentechnischer Organismen. Hier bleibt es aus Sicht des Bundesamtes für Naturschutz nach wie vor wichtig, im Rahmen des Gentechnikrechts auch die Anwendung des jeweiligen Herbizids zu prüfen.

Als Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt ist die Empfehlung des BfN, vor allem die rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen bzw. zu schaffen, um den Einsatz von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln schnell zu beenden sowie bis dahin maximal zu beschränken. Zugleich sollten auch ökonomische Instrumente, beispielsweise eine Pflanzenschutzmittelabgabe geprüft werden.

Im Zusammenhang mit den nun anstehenden Zulassungen glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel für die landwirtschaftliche Anwendung in Deutschland empfiehlt das BfN unter anderem, dass diese nicht angewendet werden dürfen, wenn die Betriebe nicht zugleich auch einen Mindestanteil an Fläche mit ökologischer Ausgleichsfunktion ohne entsprechenden Herbizideinsatz aufweisen. Außerdem spricht sich das BfN dafür aus, den Einsatz glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel in Schutzgebieten wie Natura-2000-Gebieten, Nationalparken, Naturschutzgebieten, Kern- und Pflegezonen von Biosphärenreservaten sowie in Wasserschutzgebieten und Gewässerrandstreifen über die bestehenden Vorschriften hinaus so weit und so schnell wie möglich zu verbieten.

Link zum Positionspapier
- https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/landwirtschaft/Dokumente/20180131_BfN-Papier_Glyphosat.pdf


Quelle
Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn

Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999

E-Mail: info@bfn.de

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald

- Kernbeißer in der Dominanz

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Kommunen werden klimafit
Kommunen werden klimafit

01/02.02.2018

Erster VHS-Kurs „klimafit“ endet mit Zertifikatsverleihung

Der Südwesten Deutschlands
rüstet sich mit Expertenwissen gegen die Folgen des Klimawandels. In einem neuen Kursformat konnten sich in den vergangenen drei Monaten Bürger an ausgewählten Volkshochschulen in der Klimaforschung, dem kommunalen Klimaschutz und der Klimaanpassung weiterbilden. Der VHS-Kurs „klimafit“ wird nun an den sechs Standorten mit der Zertifikatsverleihung abgeschlossen. Die innovative Fortbildung wurde vom WWF Deutschland, der Helmholtz-Klimainitiative REKLIM sowie den regionalen Bildungsträgern fesa e.V. und ifpro entwickelt. Bei der Organisation wurden sie von den kommunalen Klimaschutzverantwortlichen unterstützt. Der Kurs wird gefördert von der Robert Bosch Stiftung und der Klaus Tschira Stiftung.

„Mit den Teilnehmenden des klimafit-Kurses haben Städte und Gemeinden neue Multiplikatoren für den Klimaschutz gewonnen, die wissen, wie sich der Klimawandel in der Region auswirkt, welche Maßnahmen die Kommune zur Klimaanpassung plant und was sie selbst zum Klimaschutz beitragen können. So kann die Kommune gemeinsam mit ihren Bürgern klimafit werden“, sagt Bettina Münch-Epple, Leiterin der Bildungsabteilung beim WWF Deutschland. Dr. Klaus Grosfeld, Geschäftsführer der Helmholtz-Klimainitiative REKLIM, fügt hinzu: „Angesichts der weitreichenden Folgen des Klimawandels direkt bei uns vor der Haustür wird das immer wichtiger: Insbesondere die Regionen im Südwesten Deutschlands sind schon heute massiv von der Erderwärmung betroffen. Extremwetterereignisse wie Starkregen und lange Hitzeperioden sind hier schon lange keine Seltenheit mehr.“

In Bad Säckingen, Bühl, Emmendingen, Heidelberg, Offenburg und Stuttgart haben nun jeweils rund 20 Teilnehmer aus verschiedensten Bereichen und Altersklassen den klimafit-Kurs absolviert. Darunter waren etwa Biologen, Bauingenieure, Architekten, Pädagogen, Schüler und Studenten. Ihr künftiges Engagement für den Klimaschutz wird bei der Zertifikatsverleihung im Februar im Fokus stehen, wenn sich verschiedene Initiativen aus der Region vorstellen.

Tipp: Wer mehr zum Thema erfahren möchte und nicht an den VHS-Kursen teilnehmen konnte, hat die Möglichkeit, sich kostenlos über die WWF Online-Vorlesung "Der Klimawandel und seine Folgen" (www.wwf.de/mooc) digital weiterzubilden oder sich über den Kurs und sein Konzept im klimafit-Reallabor „Klimawandel und Folgen“ auf der Seite von REKLIM zu informieren (www.reklim.de/klimafit).


Ansprechpartner für die Zertifikatsübergabe:

Wulf Westermann, Tel.: +49 761 519 14319, westermann(at)ifpro.de, zuständig für die Standorte Bühl, Emmendingen und Stuttgart

Frank Philipps, Tel.: +49 761 407 361, philipps(at)fesa.de, zuständig für die Standorte Bad Säckingen, Heidelberg und Offenburg



Teilnehmende Volkshochschulen:

Volkshochschule Bad Säckingen
Friedrichstraße 33, 79713 Bad Säckingen
Tel.: 07761 2101, E-Mail: verwaltung(at)vhs-bad-saeckingen.de
Letzter Kurstermin mit Zertifikatsverleihung am 22.02.2018 von 18:30 bis 21:30 Uhr

Volkshochschule Landkreis Rastatt, Bühl
Robert-Koch-Str. 8, 77815 Bühl
Tel.: 07223 9814 3530, E-Mail: Buehl(at)vhs-landkreis-rastatt.de
Letzter Kurstermin mit Zertifikatsverleihung am 22.02.2018 von 18:30 bis 21:30 Uhr

Volkshochschule Heidelberg
Bergheimer Str. 76, 69115 Heidelberg
Tel.: 06221 911 911, E-Mail: vhs(at)vhs-hd.de
Letzter Kurstermin mit Zertifikatsverleihung am 07.02.2018 von 18:30 bis 21:30 Uhr

Volkshochschule Nördlicher Breisgau, Emmendingen
Am Gaswerk 3, 79312 Emmendingen
Tel: 07641 9225 0, E-Mail: info(at)vhs-em.de
Letzter Kurstermin mit Zertifikatsverleihung am 14.02.2018 von 18:30 bis 21:30 Uhr

Volkshochschule Offenburg
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Gaspipeline Nord Stream 2
Gaspipeline Nord Stream 2
Gemeinsame Pressemeldung

Berlin, 31 Januar 2018

NABU und WWF kritisieren Genehmigung des Bergamtes für Gaspipeline Nord Stream 2
Verbände: „Pipeline gefährdet Klimaziele und Lebensräume in Schutzgebieten“

Am 31. Januar 2018
hat das Bergamt Stralsund per Planfeststellungschluss den Bau der umstrittenen Gaspipeline Nord Stream 2 in den Küstengewässern Mecklenburg-Vorpommerns genehmigt. Die Umweltverbände NABU und WWF kritisieren die heutige Genehmigung des Bergamtes. Noch steht zwar die dritte Genehmigung des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg aus, doch erste Bauarbeiten könnten jetzt starten.

Nach Ansicht von NABU und WWF gefährdet der Bau der Gaspipeline verbindlich vereinbarte Klimaziele und steht im Widerspruch zu geltendem Energie- und Umweltrecht. Außerdem drohe die Zerstörung von Lebensräumen in Schutzgebieten in der Ostsee. Die Umweltverbände wiederholen daher ihre Forderung aus einem Offenen Brief an die Spitzen der SPD und der Unionsparteien, das Projekt einer gemeinsamen europäischen Befassung und Entscheidung zuzuführen.

„Die Genehmigung für Nord Stream 2 kommt nicht überraschend. Das gesamte Verfahren war intransparent. Daten zur Beurteilung der Umweltauswirkungen wurden zurückgehalten und die Erörterung mit den Verbänden glich einer Farce. Unbequeme Fragen wurden verhindert und Diskussionen abgebrochen, wenn es darum ging, ob eine weitere Gaspipeline in der Ostsee überhaupt notwendig ist. Eine echte öffentliche Beteiligung und unabhängige Verfahrensführung sieht anders aus",  sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

"Es ist offensichtlich, dass das Projekt politisch gegen alle Widerstände durchgedrückt werden soll. Der Antrag für den Bau der Gasleitung ist als Entscheidungsgrundlage für die Genehmigung fachlich untauglich. Bundesregierung und Genehmigungsbehörden haben mit Rücksicht auf das Investment und die Zeitpläne des Unternehmens  Nord Stream auf  eine rechtsstaatlich korrekte Prüfung der Unterlagen verzichtet“,  so Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz des WWF.

Die geplante Pipeline Nord Stream 2 durchläuft im deutschen Zuständigkeitsbereich fünf Meeresschutzgebiete, eingerichtet für seltene Seevögel und Schweinswale sowie streng geschützte Seegraswiesen und Mergelriffe. Sie gefährdet die Ziele der europäischen Fauna-Flora-Habitat Richtlinie sowie der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie, die beide einen guten oder günstigen Zustand der Meere einfordern. Davon ist die Ostsee weit entfernt - auch, weil die Nährstoffbelastung zu groß ist und sich dadurch regelmäßig sauerstoffarme Todeszonen bilden. Nord Stream 2 wird diese Situation verschärfen, wenn der Meeresboden auf rund 50 Kilometern Länge teils 80 Meter breit ausgebaggert wird. In der Pommerschen Bucht und im Greifswalder Bodden werden dabei mindestens 254 Tonnen Phosphor freigesetzt, weiterer Dünger für die ohnehin überlastete Ostsee, wie NABU und WWF kritisieren.  Auch klimapolitisch ist Nord Stream 2 eine Sackgasse.

Unter dem Vorwand, "Brückentechnologie" zu sein, werden weitere 50 Jahre Nutzung fossiler Energieträger zementiert. Erdgas ist dabei durch die Methanfreisetzung bei Transport und Förderung in der Klimabilanz nicht besser als Kohle oder Öl. Methan ist bis zu 85 Mal klimaschädlicher als CO2. Auch die Auswirkungen im Falle einer Havarie wären katastrophal für den Klimaschutz. Die Gefahr einer Havarie erkennt auch die Bundeswehr, deren Übungsgebiet von der Pipeline geschnitten wird. Sie forderte deshalb spezielle Tests der Pipeline. Doch auch diese Argumente wurden im Verfahren und den Risikostudien nicht untersucht und ignoriert.

NABU und WWF sehen keinen Bedarf für eine weitere Gaspipeline. Die Transportkapazität von Nord Stream 2 wird nicht benötigt
, um die Erdgasversorgung Deutschlands sicherzustellen, da der Verbrauch seit vielen Jahren kontinuierlich sinkt. Zugleich sind die Gasimport- und Speicherkapazitäten Deutschlands schon heute drei Mal so groß wie der Verbrauch und auch die bestehende Nord Stream-Pipeline ist nicht ausgelastet.

Mehr Informationen auf:
www.stopptnordstream2.de

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WWF/NABU

Medienanfragen
Britta König, Pressestelle WWF, Tel: 040 530 200 318, britta.koenig@wwf.de
Kathrin Klinkusch, Pressestelle NABU, Tel: 030 284984 1510. kathrin.klinkusch@nabu.de

Anne Böhnke-Henrichs, Referentin Meeresschutz, Tel. 030 284984 -1638, Anne.Boehnke@NABU.de
WWF: Jochen Lamp, Leiter des WWF Ostseebüros,  mobil: 0151-18854927, jochen.lamp@wwf.de

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Türkentaube

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Managementpläne für Nordsee-Schutzgebiete ...
Managementpläne für Nordsee-Schutzgebiete  ...
Managementpläne für Nordsee-Schutzgebiete mit Licht und Schatten

31.01/01.02.2018

Umweltverbände: Nicht genug, um den Verlust der Artenvielfalt zu stoppen/Teile der Schutzgebiete müssen frei von industrieller Nutzung bleiben


Knapp ein halbes Jahr nach ihrer amtlichen Unterschutzstellung sollen die drei Meeresschutzgebiete in der Ausschließlichen Wirtschaftszone der Nordsee (AWZ) Managementpläne bekommen. Damit sollen Schweinswale, Seevögel sowie seltene Riffe und Sandbänke besser geschützt werden. Nach Meinung der Umweltverbände NABU, BUND, WWF und Whale and Dolphin Conservation(WDC) weisen die Managementpläne zwar in die richtige Richtung, bleiben jedoch hinter den naturschutzfachlichen Notwendigkeiten und umweltrechtlichen Möglichkeiten Deutschlands zurück. Gestern, am 29. Januar endete die Frist für die Öffentlichkeitsbeteiligung.

„Mit den jetzt veröffentlichten Managementplänen hat das Bundesamt für Naturschutz (BfN) einerseits einen wichtigen Schritt zum Schutz der Artenvielfalt an unseren Küsten gemacht. Die geplanten Maßnahmen zur Schifffahrt und die Leitplanken für Rohstoffabbau schließen offensichtliche Regulierungslücken der Schutzgebietsverordnungen. Andererseits wird jedoch die EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie nicht konsequent umgesetzt. Vor allem fehlt ein räumliches Regulierungskonzept, das es ermöglicht einzelne Zonen von wirtschaftlicher Nutzung auszunehmen.  Grundschleppnetze, Erdölförderung und militärische Nutzung vertragen sich nicht mit den Zielen von Meeresschutzgebieten. Angesichts des dramatischen schlechten Zustands der Nord- und Ostsee ist Regulierung aber dringend notwendig. Mehr als ein Drittel der Arten und Lebensräume gilt nach aktueller Roter Liste als bedroht“, so die Umweltverbände.

Mit Besorgnis reagieren die Umweltverbände auf die wenig konkreten Maßnahmenvorschläge des BfN. Viele Kapitel lesen sich noch wie Ideensammlungen und Forschungsaufträge. Erst im nächsten Schritt sollen die Einzelmaßnahmen ausgearbeitet werden, dann im Einvernehmen mit den direkt betroffenen Ministerien. So entscheidet letztendlich das Verkehrsministerium darüber, ob und wie die Seeschifffahrt in den Schutzgebieten reguliert wird, oder das Landwirtschaftsministerium über die Beschränkungen der Fischerei. „Es bleibt an vielen Stellen der Managementpläne offen, was genau Deutschland tun will, um den Verlust der Artenvielfalt an den eigenen Küsten zu stoppen, und ob mit den jetzt veröffentlichten Managementplänen tatsächlich die europäischen Meeresschutzverpflichtungen umgesetzt werden können. Vieles hängt auch an den Kapazitäten. Der Meeresschutz muss institutionell gestärkt werden. Mehr Personal und mehr Geld für anspruchsvolle neue und alte Aufgaben sind nötig“, so die Verbände.

KONTAKT:

Britta König

Pressestelle

Tel: 040 530 200 318

britta.koenig(at)wwf.de

Twitter: @koenigWWF


Quelle

WWF


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In der Aufnahme von Ulrich Rösch

- Baßtölpel [https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=20347]

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Die Ökologie der Dunklen Honigbiene
Die Ökologie der Dunklen Honigbiene
Die Ökologie der Dunklen Honigbiene

31.01/01.02.2018

Wissenschaftlicher Vortrag mit Dr. Gabriele Soland im Haus zur Wildnis

Ludwigsthal
. Honigbienen leben sowohl wild, als auch in menschlicher Obhut. Ihre Populationen sind nicht abgegrenzt und doch gibt es bedeutende Unterschiede in den Überlebensstrategien zwischen den wild lebenden Völkern und denen in imkerlicher Hand. Mit der Wiederbesiedelung naturnaher Lebensräume entsteht bei vielen Experten auch der Wunsch nach Ansiedlung der einheimischen Biene.

In dem wissenschaftlichen Vortrag am Donnerstag, 1. Februar, um 19 Uhr,  im Haus zur Wildnis, reflektiert Dr. Gabriele Soland Vorteile und Probleme durch der Rückkehr der Dunklen Biene. Außerdem werden ihre Herkunftsgeschichte, ihre Besonderheiten und ihr heutigen Status beleuchtet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.


Quelle

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Freyunger Str. 2
94481 Grafenau    Tel. (08552) 9600 – 0
Fax: (08552) 9600 -100
E-Mail: poststelle@npv-bw.bayern.de
Internet: www.nationalpark-bayerischer-wald.de

   

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald

- Honigbiene [ https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=71000&cid=&id=35195]

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Nationalpark bringt sich in UN-Debatte ein
Nationalpark bringt sich in UN-Debatte ein
Nationalpark bringt sich in UN-Debatte ein

31.01/01.02.2018

Biodiversität und Klimawandel: Forschungsprojekt aus dem Bayerischen Wald findet weltweite Beachtung

Grafenau.
Die natürliche Vielfalt zu schützen ist eine Aufgabe aller Staaten dieser Erde. Deswegen beschlossen die Vereinten Nationen bereits 1992 auf der Rio-Konferenz eine Biodiversitätskonvention, unter anderem um den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken. Seitdem fokussiert sich das UN-Umweltprogramm noch mehr auf den Erhalt von Arten, von genetischer Vielfalt und von Ökosystemen. In der globalen wissenschaftlichen Debatte darüber spielt nun auch der Nationalpark Bayerischer Wald eine Rolle.

Gerade erst hat das Sekretariat der Biodiversitätskonvention mit Sitz im kanadischen Montreal neue Beiträge der Wissenschaft zur Politik für nachhaltige Entwicklung veröffentlicht. Durch diese Schriftreihe werden Entscheider der Umweltpolitik auf dem ganzen Globus regelmäßig über aktuelle Forschungsergebnisse informiert.  Diesmal berichtet darin Nationalparkforscher Claus Bässler über die Auswirkungen des Klimawandels im Bayerischen Wald.

„Wir durften unser Monitoring auf einer UN-Klimakonferenz als Best-Practice-Beispiel vorstellen“, erklärt Bässler. „Um den Klimawandel zu verstehen, benötigen wir nämlich gute lokale Studien, wie wir sie betreiben.“ Der Nationalpark Bayerischer Wald gilt aufgrund seiner Philosophie Natur Natur sein lassen sowie der jahrzehntelangen Erfahrung mit international anerkannten Forschungsprojekten als ausgezeichneter Lernort für den Waldnaturschutz und für Waldentwicklungsprozesse. So wird etwa die Artenvielfalt penibel dokumentiert. „Dank unserer Daten können wir sehr genau erkennen, wie Tiere, Pflanzen und Pilze in den verschiedenen Höhenlagen auf den Klimawandel reagieren.“

Die Auswertungen des Nationalparks zeigen, dass sich die Artengemeinschaften aufgrund der sich verändernden Klimabedingungen neu organisieren. Mit besonders negativen Folgen müssen hochmontane oder alpine Arten wie Bergglasschnecke, Siebenstern oder Ringdrossel rechnen. Deren Lebensraum befindet sich schon jetzt nur noch in den Gipfelbereichen des Mittelgebirges. Eine weitere Erwärmung könnte zum Verschwinden dieser und weiterer montaner Arten führen. Dafür profitieren wärmeliebende Arten, die verstärkt von tieferen Höhenlagen in den Bayerwald einwandern. „Diese Phänomene sind nicht nur bei uns, sondern auch in vergleichbaren Gegenden der Erde festzustellen, wenn man mit ausgereiften Monitoring-Maßnahmen danach sucht“, erklärt der Klimatologe.

Eine weitere Erkenntnis: „Große Schutzgebiete wie Nationalparks können die Effekte des Klimawandels abfedern“, sagt Bässler.
Da sich die Natur im Nationalpark nach ihren ureigenen Regeln entfalten darf, ist beispielsweise der Anteil von Totholz um ein Vielfaches höher als in Wirtschaftswäldern. „Und es gibt viele Arten, vor allem bei den Pilzen, die von einem reichlichen Totholzvorrat so stark profitieren, dass sie dadurch einen gewissen Temperaturanstieg kompensieren können.“  

„Die Bekämpfung des Klimawandels und der Schutz der biologischen Vielfalt sind zentrale Herausforderungen für die Menschheit im 21. Jahrhundert“, stellt David Cooper, stellvertretender Generalsekretär der Biodiversitätskonvention, im Vorwort der neuen UN-Publikation fest. Deswegen müsse man der Politik zu diesen Themen gute wissenschaftliche Daten an die Hand geben. „Dass wir als Nationalpark mit unseren Forschungsergebnissen hierzu einen kleinen Beitrag liefern, macht uns natürlich ein Stück weit stolz“, sagt Nationalparkleiter Franz Leibl.  „Außerdem beweisen unsere Ergebnisse zum wiederholten Mal, wie wichtig Großschutzgebiete wie unseres für den dauerhaften und nachhaltigen Erhalt der biologischen Vielfalt sind.“

Bildunterschrift:
Auf über 50 Standorten im Nationalpark Bayerischer Wald wurden kleine Waldflächen für das Monitoring der Biodiversität zunächst mit Hilfe eines terrestrischen Laserscanners genau vermessen. (Foto: Nationalpark Bayerischer Wald)


Quelle/Aufnahme

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
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EU-Agrarminister müssen Bremse lösen
EU-Agrarminister müssen Bremse lösen
EU-Agrarminister müssen Bremse lösen

30/31.01.2018

WWF: 2020-GAP muss Motor zur Erreichung von EU-Umweltzielen werden

Anlässlich des EU-Agrarrates in Brüssel fordert der WWF ein Ende der flächenbezogenen Agrarsubventionen.
Stattdessen soll die EU ihre Zahlungen für Landwirte an deren Beitrag zur Erreichung von EU-Umweltzielen koppeln. "Die Gemeinsame Agrarpolitik kann ab 2020 durch eine kluge Reform zum Umwelt-Motor der EU werden. Es liegt in der Hand der Agrarminister, endlich die Bremse zu lösen", so Jörg-Andreas Krüger, beim WWF zuständig für den Bereich Ökologischer Fußabdruck. Die Agrarminister diskutieren über die künftige Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2020. Derzeit fließen 29 Prozent des gesamten EU-Haushaltes in Agrarsubventionen, die sich einzig an der Größe der bewirtschafteten Fläche orientieren. Das sind 41 Milliarden Euro pro Jahr.

Jörg-Andreas Krüger: "Bestehende Vorgaben für die Bereiche Klimaschutz, Erhalt von Biodiversität und Schutz von Wasser und Boden müssen die verbindliche ökologische Messlatte der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2020 bilden. Nur so sorgt Brüssel gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten dafür, dass Landwirtschaft Umweltschutz nicht länger ausbremst." Innerhalb der EU laufen aktuell gegen die Mehrheit der Mitgliedsländer Vertragsverletzungsverfahren, weil sie gegen EU-Klimaziele, die Wasserrahmenrichtlinie, die Nitratrichtlinie oder die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie verstoßen. Gleichzeitig erhalten die EU-Länder Agrarsubventionen in Milliardenhöhe für eine Landwirtschaft, die es aus Sicht des WWF unmöglich macht, zentrale EU-Umweltziele zu erreichen.

Deutschland zählt zu den Umwelt-Hinterbänklern der EU. Gegen das Land laufen insgesamt 29 Vertragsverletzungsverfahren mit Umweltbezug. So verstößt die Bundesrepublik schon seit 2002 gegen die Nitratrichtlinie, es droht eine milliardenschwere Strafzahlung. Zuletzt wurde bekannt, dass Deutschland sein EU-2020-Klimaziel nicht erreicht.

Aus Sicht des WWF lohnt sich eine konsequente ökologische Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2020 auch für viele deutsche Bauern: "Von den pauschalen, flächenbezogenen Zahlungen profitieren derzeit vor allem große, hektarstarke Betriebe. Sie werden schlicht dafür belohnt, viel Land zu haben. Landwirte mit weniger Fläche könnten mehr rausholen, wenn finanzielle Unterstützung an konkrete Umweltschutzmaßnahmen gekoppelt wird", unterstreicht Jörg-Andreas Krüger.

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Wiebke Elbe

Pressestelle WWF

Tel: 030-311777-219

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Quelle

WWF
29. Januar 2018

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NABU fordert Beibehaltung des Vertragsverletzungsverfahrens
NABU fordert Beibehaltung des Vertragsverletzungsverfahrens

NABU fordert Beibehaltung des Vertragsverletzungsverfahrens in Sachen Stickstoffdioxid gegen Deutschland

29/30.01.2018

Miller: Umweltministerin Hendricks fährt mit leeren Händen nach Brüssel  
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Berlin/Brüsse
l – In einem offenen Brief hat der NABU heute EU-Umweltkommissar Karmenu Vella aufgefordert, das seit 2015 laufende Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland wegen dauerhafter Überschreitung der gesetzlichen Grenzwerte für Stickstoffdioxid weiter zu führen. Hintergrund ist der Besuch von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks am morgigen Dienstag in Brüssel, bei dem sie Kommissar Vella die Maßnahmen Deutschlands zur Senkung der Stickstoffdioxide präsentieren soll.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Umweltministerin Hendricks fährt mit leeren Händen nach Brüssel. Die Bundesregierung hat leider keinen Plan und keine einheitliche Position, wie die Belastung der Bürger mit gesundheitsgefährdendem Stickstoffdioxid wirksam eingegrenzt werden kann. Auch die Arbeiten der Expertengruppen des Nationalen Forums Diesel haben – anders als von Ministerin Hendricks und Verkehrsminister Christian Schmidt in einem Brief an Kommissar Vella dargestellt – bisher keine substanziellen Fortschritte gebracht.

Der NABU kritisiert das „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“ der Bundesregierung als unzureichend und mahnt die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen mit zu hohem Stickoxidausstoß auf Kosten der Autohersteller an. NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger: „Der Verhandlungsstand in den Arbeitsgruppen des Nationalen Forums Diesel ist enttäuschend. In keinem Handlungsfeld können kurzfristig wirksame und messbare Verbesserungen für die Luftqualität belegt werden. Daher muss die EU-Kommission das Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland beibehalten und so den Druck auf die Bundesregierung aufrecht erhalten.“

Offener Brief vom NABU und weiteren Umweltverbänden an Umweltkommissar Karmenu Vella: www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/verkehr/auto/180129-nabu-verbaendebrief-stickstoffdioxid.pdf

Für Rückfragen:
Dietmar Oeliger, NABU-Leiter Verkehrspolitik, Tel. +49 (0)30.2849841613, Mobil +49 (0)172-9201823, E-Mail: Dietmar.Oeliger@NABU.de

Quelle
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NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Nicole Flöper | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958  | -1588
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NABU

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Moschusochse
Moschusochse
Moschusochse

28/29.01.2018

Erst im Jahre 1869 (wahrscheinlich zu ihrem Glück sonst wären die Tiere wohl bereits ausgerottet) wurden die Moschusochsen "offiziell" entdeckt. Von hier ab ging es mit den Populationen massiv abwärts ...Nicht nur als Verpflegung für Mensch und Hund ( bevorzugt bei Expeditionen in die Polarregionen ) sondern auch durch das Engagement zoologischer Einrichtungen wurde der Rückgang der Art gefördert.

Durch die (eigentlich sinnlose - die Jungtiere überlebten nur sehr kurze Zeit) Überführung von über 200 Moschusochsenkälber in Zoos ( 1900 bis zum 2.Weltkrieg) wurden vorab pro Jungtier mindestens 5 Alttiere getötet die sich schützend vor ihre Jungen stellten.

Was für ein Wahnsinn!
Über 1.000 tote Tiere für nichts!


Mehr zum Thema
- www.zoodirektoren.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=240:moschusochse-ovibos-moschatus

In der Aufnahme von Heinz Effner
- Moschusochsen Familie

10. Zugvogeltage: Der Countdown läuft!
10. Zugvogeltage: Der Countdown läuft!
10. Zugvogeltage: Der Countdown läuft!

Vom 13. bis zum 21. Oktober 2018 finden zum 10. Mal die Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer statt. Anlässlich dieses Jubiläums wird in einem „Zugvogel-Countdown“ von Januar bis Oktober jeden Monat eine typische Zugvogelart des Wattenmeeres vorgestellt. Den Anfang macht der Strandpieper.

Der Strandpieper - ein winterlicher Salzwiesenbewohner mit Sinn für Feinkost
von Thorsten Krüger


Wer in den Wintermonaten an die Küste fährt, hat gute Chancen, einen „heimlichen Star“ unter den vielen Zugvogelarten des Nationalparks „Niedersächsisches Wattenmeer“ zu Gesicht zu bekommen: den Strandpieper. Für eine Besonderheit kommt die Art allerdings in recht schlichtem Federkleid daher und lebt überdies ziemlich verborgen. Der etwa bachstelzengroße Vogel ist oberseits einfarbig braungrau gefärbt und die eigentlich helle Unterseite des Gefieders ist mit einer dichten, verwaschen braun-grauen Strichelung versehen. Eine gute Tarnung für einen Vogel, der an den felsigen Küsten Skandinaviens zu Hause ist und in Felshöhlungen auf Seetang brütet.

Sein schlanker, spitz zulaufender Schnabel verrät, dass er sich überwiegend von kleinen Tieren ernährt. Alljährlich im Herbst macht sich der Strandpieper auf den Weg Richtung Wattenmeer, denn im immer kälter und dunkler werdenden Brutareal gibt es für ihn nichts mehr zu holen. Im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer hingegen findet der Strandpieper auch im Winter noch ausreichend Nahrung, jedoch nicht dort, wo man ihn wegen seines  deutschen Namens vermuten würde, sondern vor allem in naturnahen Salzwiesen. Hier suchen die Pieper nach Flohkrebsen, besonders gerne an der Wattkante sowie an Rändern von Prielen, sobald diese von Prielrandflora der unteren Salzwiese flankiert werden. Damit ist der Strandpieper etwas Besonderes: Ein Singvogel, der in Prielen kleine Krebse sucht, das ist einzigartig im gesamten Nationalpark. Die Salzwiesen müssen allerdings in jedem Fall unbeweidet sein, damit die Pieper in ihnen Nahrung finden. Nur dann bieten sie den Vögeln Schutz vor Feinden, wie z. B. Merlin und Kornweihe, und in den natürlichen Prielen den Krebsen gute Lebensbedingungen.

Der Strandpieper ist aus einem weiteren Grund ein besonderer Gast: Er ist die einzige Brutvogelart Nordeuropas, die in keiner anderen Region brütet. Für die Vögel dieser sogenannten fennoskandischen Population stellt das Wattenmeer das wichtigste Überwinterungsgebiet dar. Dabei ist es innerhalb von Deutschland vor allem das niedersächsische Wattenmeer, das die meisten Strandpieper aufnimmt. Eine neue Studie hat ergeben, dass es etwa 12.000 bis 15.000 Individuen sein dürften, die sich in den naturbelassenen Salzwiesen des Nationalparks aufhalten. Allein auf Borkum und Spiekeroog wurden über 1.800 Strandpieper gezählt.

Ihr verborgenes Leben in den Salzwiesen bringt es mit sich, dass man Strandpieper nur selten sieht. Am ehesten bekommt man etwas von ihrer Anwesenheit mit, wenn sie fliegend Ortswechsel vornehmen oder durch einen Greifvogel aufgescheucht werden. Dann rufen sie oft laut und deutlich „piiest, piiest“ – freilich ein Laut, der wohl nur dem geübten Ohr auffällt. Wenn hoch auflaufendes Wasser die Salzwiesen überflutet, werden die sich dort aufhaltenden Strandpieper gewissermaßen herausgedrückt, bis an die Deiche, wo sie dann gut zu beobachten sind. Darüber hinaus gibt es immer wieder einzelne Strandpieper, die sich an Hafenbecken aufhalten und dort mitunter völlig frei auf Buhnen oder Dalben sitzen. Nicht selten suchen sie auch salzwiesennahe, winters leerstehende Campingplätze auf. Dann haben die vielen Ornithologie-Interessierten gute Chancen, sie bei der Nahrungssuche oder beim Bad in einer Regenwasserpfütze zu studieren.

Pünktlich zu den 10. Zugvogeltagen im Oktober sind die Strandpieper wieder da und können auf den geführten Exkursionen als nationalparktypische Vogelart erlebt werden, die in besonderer Weise für die natürliche Dynamik des Gebietes steht.

Thorsten Krüger ist Ornithologe und Mitarbeiter an der Staatlichen Vogelschutzwarte am Standort Oldenburg.


In der Aufnahme
- Strandpieper. Foto: Thorsten Krüger


Quelle / Foto
Nationalpark Wattenmeer


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Meeresschutzgebiet ...
 Meeresschutzgebiet ...
In 75 Städten: Greenpeace-Ehrenamtliche weisen Weg zum weltgrößten Meeresschutzgebiet

28/29.01.2018

Hamburg, 26. 1. 2018 –
Wegweiser zum antarktischen Weddellmeer stellen ehrenamtliche Greenpeace-Aktivisten am Samstag, den 27. Januar, in rund 75 deutschen Städten auf. Damit symbolisieren sie die Verbundenheit zu den schützenswerten Meeren der Antarktis.

„Die Antarktis erscheint vielen so weit weg, dabei ist sie unser gemeinsames Welterbe und gehört uns allen“, sagt Thilo Maack, Greenpeace-Meeresexperte. „Wir müssen die einzigartigen Ökosysteme der Antarktis erhalten, bevor die industrielle Fischerei dort neue Fanggebiete erschließt.“ Im Herbst 2018 bietet sich dazu eine historische Chance: Die Antarktis-Kommission CCAMLR (Commission for the Conservation of Antarctic Marine Living Resources) entscheidet dann über die Schaffung des weltgrößten Meeresschutzgebiets im Weddellmeer. Die Ehrenamtlichen informieren dazu Passanten und sammeln Unterschriften für das vorgeschlagene Schutzgebiet.

Die Meere der Antarktis sind bedroht: Der fortschreitende Klimawandel lässt die antarktischen Eismassen schmelzen und öffnet bislang unzugängliche Regionen für die industrielle Krillfischerei. Krill, Schwärme von Kleinkrebsen, ist für das Überleben von Pinguinen, Walen und Robben unerlässlich. Die scheidende Bundesregierung hatte vorgeschlagen, im Weddellmeer ein Schutzgebiet von rund 1,8 Millionen Quadratkilometern einzurichten. Das entspräche etwa der fünffachen Fläche Deutschlands. Greenpeace fordert, dass die neue Bundesregierung bei der CCAMLR den Schutzgebietsvorschlag gegen Länder mit starken Fischereiinteressen wie Norwegen, China, Südkorea und Japan durchsetzt.

Greenpeace-Expedition untersucht Artenvielfalt am Meeresgrund

Das Weddellmeer gilt als eine besonders artenreiche und bisher kaum erforschte Region. Diese untersucht Greenpeace derzeit mit einer Schiffsexpedition; an Bord ist ein Wissenschaftsteam mit der Greenpeace-Meeresexpertin Sandra Schöttner. Die Forscher dokumentieren mit bemannten Unterwasserbooten in hunderten Metern Wassertiefe den Meeresboden. Sie hoffen, unbekannte Arten und besonders schützenswerte Strukturen wie Tiefseeschwämme oder -korallen zu entdecken. Erste Hinweise auf ein sogenanntes „Vulnerable Marine Ecosystem“ – einen besonders empfindlichen Meereslebensraum – liegen bereits vor. Die Daten sollen helfen, den Weddellmeer-Schutzgebietsvorschlag zu stützen. Bisher haben bereits über eine halbe Million Menschen weltweit die internationale Greenpeace-Petition an die CCAMLR unterzeichnet mit der Forderung, das Schutzgebiet zu beschließen.

Teilnehmende Städte und Kontaktinformationen unter http://bit.ly/2Dvyva3.

Mehr zum Thema
- https://www.greenpeace.de/themen/meere/meeresschutzgebiete-0


Rückfragen bitte an:
Antje Rudolph
Pressesprecherin
E-Mail
antje.rudolph@greenpeace.de
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Quelle

Greenpeace

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Artenschutz in Franken®

In der Aufnahme von Dietmar Schulz

- Heringsmöwe [https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=21078]

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Regenwasser und Klimawandel
Regenwasser und Klimawandel
Regenwasser und Klimawandel

28/29.01.2018

Im Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum geht die Veranstaltungsreihe zum Thema Klimawandel und Wattenmeer weiter.
Am Donnerstag, den 1. Februar 2018 spricht Matthias Reimers, Geschäftsführer des Deich- und Hauptsielverbands Dithmarschen und des Marschenverbands über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Regenwasserbewirtschaftung der Niederungsgebiete in Schleswig-Holstein.

Auch wenn niemand mit Bestimmtheit die Zukunft vorhersagen kann, so ist der klimawandelbedingte Anstieg des Meeresspiegels doch Gewissheit. Das Wetter scheint extremer zu werden und morphologische Veränderungen im Küstenbereich, vor allem im Watt, sind bekannt. Angesichts dieser Entwicklung sind Küstenregionen und insbesondere Niederungen, wie es sie an der Nord- und Ostseeküste in Schleswig-Holstein gibt, mehr denn je gefordert, sich auf die möglichen Szenarien vorzubereiten.

Der Marschenverband Schleswig-Holstein e.V. hat sich mit Unterstützung des Schleswig-Holsteinischen Umweltministeriums in der Arbeitsgruppe „Niederungen 2050“ dieses Themas angenommen. Matthias Reimers wird in seinem Vortrag die Ausgangssituation beleuchten, mögliche Szenarien aufzeigen und auch Lösungsansätze vorstellen.

Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr vor dem Großaquarium mit einem Vorwort von Multimar-Leiter Dr. Gerd Meurs-Scher und dauert rund eine Stunde. Der Eintritt ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist möglich per E-Mail an info@multimar-wattforum.de oder per Telefon unter 04861 96200.

Nächster Referent in der Vortragsreihe ist Jannes Fröhlich vom WWF, der am 01. März 2018 über „Naturschutz und Anpassung an den Meeresspiegelanstieg - Beispiele von weichen Küsten in Europa“ sprechen wird. Am 26. April 2018 schließt die Reihe ab mit einem Vortrag von Dr. Stefanie Nolte (Universität Hamburg) über aktuelle Klimawandel-Forschung mit Schwerpunkt auf den Salzwiesen der Hamburger Hallig.

Das Multimar Wattforum ist nicht nur größtes Besucherzentrum für den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer sondern auch eines von 16 bundesweiten Bildungszentren für Klimaschutz. Im Rahmen des Projekts „BildungKlima-plus” setzt es sich dafür ein, dass in Schleswig-Holstein mehr Bildung für Klimaschutz an außerschulischen Lernorten angeboten wird.

Veranstaltungsort:

Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum
Dithmarscher Straße 6a, 25832 Tönning
Infotelefon 04861 96200
www.multimar-wattforum.de
Öffnungszeiten:
1. November – 31. März: 10:00 – 17:00 Uhr (außer am 24.12.)
1. April – 31. Oktober: 9:00 – 18:00 Uhr

In der Aufnahme
- Über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Regenwasserbewirtschaftung der Niederungsgebiete in Schleswig-Holstein (Bild: Hochwasser an der Treene) spricht Matthias Reimers am 1. Februar im Multimar Wattforum | © Stock/LKN.SH

Quelle / Foto
Nationalpark Wattenmeer

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Mit Jana Stepanek bei den Fledermäusen
Mit Jana Stepanek bei den Fledermäusen
Mit Jana Stepanek bei den Fledermäusen

28/29.01.2018

Franken. Jana Stepanek setzt sich seit vielen Jahr mit großem Engagement für die Erfassung und die Erhaltung der Fledermäuse in Franken ein. Einen Bericht der
Fränkischen Landeszeitung GmbH der dieses Engagement aktuell beschreibt wollen wir ihnen deshalb nicht vorenthalten.

Quelle/Foto:

Fränkische Landeszeitung GmbH - Nürnberger Straße 9-17 - 91522 Ansbach

Foto anteilig:
Jana Stepanek


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Gewinner und Verlierer des Naturschutzes in Bayern
Gewinner und Verlierer des Naturschutzes in Bayern
LBV-Jahresbilanz 2017: Gewinner und Verlierer des Naturschutzes in Bayern

28/29.01.2018

Erfolge bei Weißstorch, Großer Hufeisennase und Böhmischem Enzian – Sorge um Igel, Birkhuhn & Schwebfliegen

Beim Rückblick auf das Jahr 2017 im bayerischen Naturschutz freuen wir uns über Erfolge und sorgen uns gleichzeitig um einige besonders gefährdete Lebensräume und Arten. Beispielhaft für unsere Jahresbilanz haben wir uns sowohl drei Gewinner als auch drei Verlierer des Naturschutzes in Bayern gekürt.

Mit Freude sehen wir die Erfolge, die wir vergangenes Jahr in Bayern beim Weißstorch, der Großen Hufeisennase und dem Böhmischen Enzian feiern konnten. Mit Bestürzung hingegen beobachten wir, wie der Igel, das Birkhuhn und die Insektengruppe der Schwebfliegen immer stärker in Bedrängnis geraten.
Weißstörche, Große Hufeisennase und Böhmischer Enzian als Gewinner

In der Aufnahme
Große Hufeisennasen bei der Winterruhe | © Rudi Leitl

Der große Gewinner im bayerischen Naturschutz 2017 ist der Weißstorch. Vor 30 Jahren, kurz nach dem Start des Artenhilfsprogramms, war Meister Adebar in Bayern vom Aussterben bedroht. Der Bestand sank auf nur noch 58 Storchenpaare. Seitdem ist seine Population jedoch kontinuierlich bis zuletzt auf knapp 500 bayerische Brutpaare gewachsen. So konnte nach 33 Jahren eines der ältesten und erfolgreichsten Artenhilfsprogramme beendet werden.

Sehr Erfreuliches gibt es auch von der stark bedrohten Fledermausart Große Hufeisennase zu vermelden. Seit 2012 führt der LBV ein von der EU und dem Bayerischen Naturschutzfonds finanziertes Life-Natur-Projekt in Hohenburg (Oberpfalz) durch, um die Art vor dem Aussterben zu bewahren. Mit Erfolg: Seit Projektbeginn ist die Kolonie von 67 auf heuer 184 Tiere angewachsen. Auch die Anzahl der ausgeflogenen Jungtiere hat sich auf insgesamt 70 weiter erhöht.

Einer der Schlüsselfaktoren zum Überleben des letzten deutschen Vorkommens der Großen Hufeisennase ist der Insektenreichtum auf den pestizidfreien Flächen des Truppenübungsplatzes Hohenfels. Auch die gut funktionierende Kooperation mit vielen unterschiedlichen Akteuren trägt zum Erfolg bei.

Einen positiven Weg eingeschlagen hat auch der Böhmische Enzian. Die attraktive Blütenpflanze kommt weltweit nur im Böhmischen Massiv vor, sie ist dort endemisch. Früher weit verbreitet, existieren aktuell nur noch wenige Standorte, darunter zwei Populationen in den Landkreisen Freyung-Grafenau und Passau.

Warum die Bestände so stark zurückgehen, ist noch nicht restlos geklärt. Insgesamt zählte das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) bei einer Erhebung 2012 lediglich 80 blühende Exemplare auf Wildstandorten in Bayern. In einem LBV-Artenschutzprojekt werden nun mit viel Aufwand Samen gewonnen und in intensiver Anwuchs-Pflege aufgezogen. So konnten 2016 erste Keimerfolge gemeldet werden, 2017 ließ sich dieser Erfolg fortführen.

Die Verlierer: Igel, Birkhuhn und Schwebfliegen

Zu den Verlierern 2017 zählt der Igel, genauer der in Bayern heimische Braunbrustigel. In der Neuauflage der Roten Liste der Säugetiere Bayerns 2017 steht er auf der sogenannten Vorwarnliste. Er wird zwar immer noch als häufig eingestuft, seine negative Bestandsentwicklung setzt sich aber durch die strukturelle Verarmung der Landschaft und den Einsatz von Chemie in der Agrarlandschaft auf beunruhigende Weise fort.

In der modernen Agrarsteppe fehlt es dem Insektenfresser Igel nicht nur an Nahrung, sondern auch an geeigneten Nischen wie Hecken- und Randgehölzen, in denen er Tagesschlafplätze und Winterquartiere anlegen kann. Der Igel auf der bayerischen Vorwarnliste ist ein eindeutiges Warnsignal, dass eine weitere einstige Allerweltsart mit immer schwierigeren Lebensbedingungen zu kämpfen hat.

Das seltene Birkhuhn kommt in Bayern vor allem im Alpenraum vor. Die letzten Bestände in der Rhön können nur durch intensive Pflegemaßnahmen und das regelmäßige Aussetzen von Individuen erhalten werden. Während im nördlichen Landesteil also große Summen für den Erhalt der Tiere ausgegeben werden, brachte das Jahr 2017 einen großen Rückschlag für die Populationen im Alpenraum: der Alpenplan, der seit 45 Jahren den Erhalt von Freiräumen und Ruhezonen in den bayerischen Bergen garantiert, wurde erstmalig geändert.

Die Herausnahme des Riedberger Horns aus der strengsten Schutzzone C hat nicht nur direkte Folgen für die dort lebende, größte Birkhuhn-Population im Allgäu. Das Riedberger Horn stellt einen Präzedenzfall dar, der weiteren Erschließungsprojekten im bayerischen Alpenraum Tür und Tor öffnen könnte. Verlierer sind neben dem Landschaftsbild, einer nachhaltigen touristischen Entwicklung und einer transparenten bayerischen Politik vor allem die Birkhühner.

Zu den großen Verlierern gehörten 2017 auch die Insekten. Bei einem Rückgang der Insektenbiomasse in ausgewählten außerbayerischen Schutzgebieten um 75 Prozent in 27 Jahren ist auch im Freistaat von einer derartigen Entwicklung auszugehen. Doch gerade die gewöhnlichen Arten, deren Leistung als Bestäuber für uns und unsere Landwirtschaft so wichtig sind, dürften wohl die besonders leidtragenden sein.

Bei Schwebfliegen lässt sich zum Beispiel in manchen untersuchten Gebieten ein Verlust von 27 Prozent der Arten sowie 84 Prozen
t der Individuen feststellen. Auch in Bayern gibt es noch zahlreiche Vorkommen von Schwebfliegen-Arten, Studien des LBV zeigen jedoch, dass einige sehr selten geworden sind. Die Vorkommen sind insgesamt nur schlecht erforscht. Die alarmierenden Zahlen sollten den Impuls setzen, ein flächendeckendes Netz an Monitoringflächen einzurichten, um dort regelmäßig geeignete Indikatorarten zu erfassen.


Quelle
Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V


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Mythos und ‚Rückkehr‘ einer Schlüsselart
Mythos und ‚Rückkehr‘ einer Schlüsselart
Der Auerochse: Mythos und ‚Rückkehr‘ einer Schlüsselart
(Sonderausstellung 28.1. bis 6.5.2018)

27/28.01.2018

Ausstellung im UNESCO Welterbe Kloster Lorsch geht dem ausgestorbenem Auerochsen auf die Spur – von seiner gnadenlosen Bejagung durch den Menschen bis zur Rückzüchtung heute.


Ab kommenden Sonntag zeigt das UNESCO Welterbe Kloster Lorsch die Ausstellung „Der Auerochse – eine Spurensuche“, die vom 28. Januar bis 6. Mai 2018 im Museumszentrum Lorsch zu sehen ist. Die Schau verfolgt die Fährte des seit fast vier Jahrhunderten ausgestorbenen Auerochsen von der Vorgeschichte bis heute und wurde in Kooperation mit dem UNESCO Geopark Bergstraße Odenwald konzipiert.

Was wissen wir überhaupt über dieses imposante Rind, das Jahrtausende hindurch die Landschaft und Menschheitsgeschichte des nacheiszeitlichen Europas geprägt hat? Wie kaum ein anderes Wildtier diente es den Menschen als Nahrungsquelle und Nutztier, inspirierte bereits vor über 10000 Jahren die Höhlenmaler von Lascaux und Chauvet und wurde in Mythen und Schriften besungen und beschrieben, bevor es 1627 ausgerottet wurde und damit buchstäblich von der Landkarte verschwand. Erst im 20. Jahrhundert geriet der Auerochse wieder verstärkt in den Blick des Menschen. Nahezu in ganz Europa, darunter auch in Deutschland, gibt es heute Projekte zur Rückzüchtung des Auerochsen. Anhand herausragender Exponate begibt sich die Ausstellung auf eine spannende Spurensuche und hinterfragt Sinn und Nutzen aktueller Rückzüchtungsprojekte für den Naturschutz heute.

In sechs großen Themenfeldern – vom „Mythos Auerochse“ über die neuesten Forschungen zu „Biologie, Verhalten und Lebensraum“ bis hin zu „Jagd und Aussterben“ und schließlich „Rückkehr und Neuanfang“ gibt die Schau auf der Basis neuester archäologischer, historischer und naturwissenschaftlicher Forschungen umfassende Einblicke in das Leben und die Bedeutung dieses Ur-Rinds, das in der Jungsteinzeit als erstes Wildrind überhaupt domestiziert wurde.

Gezeigt werden unter anderem einer der größten je gefundenen Auerochsenschädel, seltene steinzeitliche Artefakte wie ein Knochen mit der Teildarstellung eines Auerochsen – ein kaum bekannter Schatz aus den archäologischen Sammlungen der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim –, Tiere der Begleitfauna aus den verschiedenen Kalt- und Warmzeiten, darunter ein vollständiges Wisentskelett, Knochenfunde von Steppenbison, Waldelefant, Mammut, Wollnashorn und Flusspferd aus der Landschaft des Oberrheingrabens sowie frühe Jagdwaffen und Jagdtrophäen.

Mit welchen weiteren Mitteln das begehrte Wildrind bis zu seiner Ausrottung gejagt wurde, dokumentiert die Rekonstruktion einer Grubenfalle. Medienstationen mit Kurzfilmen geben vertiefte Einblicke in die Geschichte und das Leben dieser faszinierenden Pflanzenfresser.

Der Rundgang schließt mit der Vorstellung großer nationaler und internationaler Rückzüchtungsprojekte und geht der Frage nach, welchen Nutzen und welche Bedeutung diese Maßnahmen für den Naturschutz heute haben.  

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem UNESCO Geopark Bergstraße-Odenwald einen weiteren Kooperationspartner an unserer Seite haben, mit dem wir nicht nur das Lorscher „Auerrindprojekt“ voranbringen werden, sondern auch die Ausstellung gemeinsam realisieren konnten“, sagt Dr. Hermann Schefers, Leiter des UNESCO Welterbes Kloster Lorsch. Auch Claus Kropp, Leiter des Freilichtlichtlabors Lauresham und Kurator der Schau, sowie Christiane Stolz vom UNESCO Geopark Bergstraße-Odenwald und Mitkuratorin freuen sich auf gemeinsame Projekte zur naturnahen Beweidung. „Historische und archäologische Kenntnisse über den Auerochsen fließen so aktiv in den Naturschutz ein; umgekehrt dienen uns im Freilichtlabor Lauresham die praktischen Erfahrungen mit den Tieren, um ein besseres Verständnis vom Zusammenspiel von Mensch, Tier und Natur im Frühen Mittelalter zu erhalten“, erklärt Lauresham-Leiter Kropp.

Im Vorfeld der Ausstellung findet am 27. Januar eine internationale Fachtagung zum Thema „The Aurochs – breeding back and natural grazing for a wilder future?“ in Lorsch statt. Wissenschaftler und Fachleute diskutieren über aktuelle Forschungsergebnisse zum Auerochsen, insbesondere auch der Molekulargenetik, sowie über Zuchtprojekte und ihre Bedeutung für die Artenvielfalt Europas.

Seit dem Jahr 2013 bemüht sich auch das Freilichtlabor Lauresham des UNESCO Welterbes Kloster Lorsch mit dem „Auerrindprojekt“
um die Rückzüchtung des Auerochsen. Unterstützt wird diese Arbeit vom UNESCO Geopark Bergstraße-Odenwald.

Zur Ausstellung erscheint ein reichbebilderter Katalog. Eine spezielle Publikation für Kinder lädt kleine Besucher zu einer besonderen Entdeckungsreise durch die Schau ein. Die Ausstellung ist von Dienstag bis Sonntag, 10–17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 6 Euro, ermäßigt 5 Euro, Familienkarte 13 Euro.

Weitere Informationen: www.kloster-lorsch.de

In der Aufnahme © R. Goderie
- Zwei Taurosrinder in den Niederlanden bei Rangauseinandersetzungen

Quelle

Magistrat der Stadt Lorsch
Kaiser-Wilhelm-Platz 1
64653 Lorsch
Tel. +49 (0)6251 5967-0


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Bund Naturschutz sieht schwarz für Wolf ...
Bund Naturschutz sieht schwarz für Wolf ...

Bund Naturschutz sieht schwarz für Wolf und Weidetierhalter in Bayern

27/28.01.2018

Landwirtschafts- und Umweltministerium
können sich nicht auf eine gemeinsame Vorlage einigen, wie mit dem Wolf umzugehen ist. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Damit werden Schäfer und Weiderindhalter weiterhin alleine gelassen. Es fehlt nach wie vor eine Richtlinie, wie Präventionsmaßnahmen zu fördern sind, sowie eine landesweite Beratung für Weidetierhalter un ein mit dem EU-Recht vereinbares Wolfsmanagement.

„Schäfer und z.T. auch Weiderindhalter werden allein gelassen. Sie bewegen sich am Rand der Existenz – und dies schon seit Jahrzehnten und auch ganz ohne Wolf“ kommentiert Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN). Richard Mergner, BN-Landesbeauftragter fordert: „Wir brauchen sowieso – mit oder ohne Wolf -  ein Existenzsicherungsprogramm für die bayerische Schäferei und darin sind Änderungen der Bewirtschaftung, die durch die Anwesenheit von Wölfen notwendig wer-den, zu 100 Prozent öffentlich zu finanzieren.“

Notwendig und seit Jahren in Bayern überfällig ist nach Auffassung des BN eine mit ausreichend Mitteln ausgestattete Förderrichtlinie für bewährte Schutzmaßnahmen wie Herdenschutzhunde und wolfsichere Zäune. Neue Beratungskompetenz sollte sinnvollerweise an den allen Landwirten vertrauten Landwirtschaftsbehörden aufgebaut werden. Unbürokratische Entschädigungen für Wolfsrisse und damit verbundene wirtschaftliche Folgen sind ebenso notwendig. Die Entnahme von Wölfen ist kein Ersatz für Herdenschutzmaßnahmen. Wenn aber keine vorbeugenden Lösungen möglich sind, ist im Einzelfall eine rechtlich und naturschutzfachlich vertretbare Entnahme von auf Weidetieren spezialisierten Wölfen als letztes Mittel möglich.

Der Konsens der Fachministerien scheitert offenbar an dem Umgang mit der Forderung nach "wolfsfreien Zonen" vor allem im Alpenraum. Dieser Kampfbegriff von Wolfsgegnern löst keine Probleme bei einer Tierart, die in wenigen Tagen Hunderte von Kilometern wandern kann. Damit hängt die Zukunft des Wolfes und der Weidetierhalter an einer Worthülse, die sowieso mit EU-Recht nicht vereinbar ist und die bei konkreten Problemlösungen vor Ort nichts bewirkt.

Erschwert wurde die Diskussion zudem durch eine Studie der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) mit fragwürdigen Hochrechnungen von dreistelligen Millionenbeträgen für angebliche Kosten von Einzäunungen

Der BN fordert, dass die wahren Sorgen und Nöte der Schäfer und Weidetierhalter, die ihren Aufwand für die Betreuung der Tiere über Verkaufserlöse und Fördermittel nicht ausreichend decken können und die von fehlendem Nachwuchs bei den Schäfern bedroht sind, ernst genommen werden. Ob es auch weiterhin oder gar wieder zunehmend Schafherden und Weidevieh in Bayern gibt, hängt nicht von den Wölfen ab, deren Bestand in Bayern sich aktuell noch an ein paar Händen abzählen lässt.

Christian Hierneis, Wolfsexperte im BN-Landesvorstand, erneuert die schon 2006 anlässlich des Bären Bruno erhobene Forderung für ein "Wildbiologisches Kompetenzzentrum Bayern", das nach Vorbild der Schweiz als "schnelle Eingreiftruppe" beim Sesshaft-Werden von Wölfen den Weideviehhaltern vor Ort hilft, damit ihre Tiere schnell und gut geschützt werden.

Der BN fordert bereits seit 2014 vom Freistaat ein landesweites Förder- und Beratungsprogramm für Schäfer und Weidehalter, damit diese die in anderen Ländern bestens bewährten Vorsorgemaßnahmen wie den Einsatz von speziellen Herdenschutzhunden oder die Errichtung wolfssicherer Zäune umsetzen können. Ein Land, in dem Jahr für Jahr über drei Milliarden öffentliche Aufwendungen in die Landwirtschaft fließen, ist auch fähig, sein Weidevieh mit ungleich geringeren Beträgen vor Wölfen zu schützen.


In den Aufnahmen:
- Wolf-Kopf-Nahaufnahme-Ralph-Frank
- Herdenschutzhund-mit-Schafen-am-Berg-Agridea

Für Rückfragen

Richard Mergner
Landesbeauftragter
BUND Naturschutz in Bayern e.V.
Tel. 09 11 / 8 18 78 25
richard.mergner@bund-naturschutz.de

Dr. Kai Frobel
Artenschutzreferent
BUND Naturschutz in Bayern e.V.
Tel. 09 11 / 8 18 78 18
kai.frobel@bund-naturschutz.de

Uwe Friedel
Artenschutzreferat
BUND Naturschutz in Bayern e.V.
Tel. 09 11 / 57 52 94 12
uwe.friedel@bund-naturschutz.de



Quelle/Aufnahmen

BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN)

Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
Tel. 09 41 / 2 97 20 0
Fax 09 41 / 2 97 20 30
info@bund-naturschutz.de

Aufnahmen wie angeführt


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33.000 MENSCHEN GEGEN AGRARINDUSTRIE ...
33.000 MENSCHEN GEGEN AGRARINDUSTRIE ...

33.000 MENSCHEN GEGEN AGRARINDUSTRIE BEI GROSSDEMONSTRATION PARALLEL ZUR GRÜNEN WOCHE IN BERLIN

27/28.01.2018

Am vergangenen Samstag
demonstrierten in Berlin parallel zur Grünen Woche 33.000 Menschen gegen industrielle Tierhaltung, Gentechnik im Essen und die immer stärker werdende Marktmacht von Agrar- und Lebensmittelkonzernen. Die Demonstration wurde von über 160 Traktoren, auch aus Bayern an der Spitze angeführt. Über 500 Menschen kamen mit Bussen des BUND Naturschutz aus ganz Bayern.

"Gülle und Pestizide belasten Böden und Gewässer, bäuerliche Betriebe ringen ums Überleben und das Insektensterben zeigt, welche dramatischen Auswirkungen die industrielle Agrarproduktion hat. Die nächste Bundesregierung muss Lösungen für die massiven Probleme der Landwirtschaft präsentieren. Wir erwarten einen verbindlichen Umbauplan für die Tierhaltung, eine ambitionierte Minderungsstrategie für Pestizide und ein Verbot von Glyphosat und der für Bienen gefährlichen Neonikotinoide.", sagte Hubert Weiger, Landesvorsitzender des BUND Naturschutz, auf der Demonstration.

Richard Mergner, Landesbeauftragter ergänzt: "Die hohe Teilnehmerzahl und gerade die Beteiligung vieler Bauern und junger Menschen an der Demonstration sind ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Bürger die industrielle Landwirtschaft nicht mehr wollen. Der zukünftige CSU Ministerpräsident Markus Söder muss endlich handeln und einen klaren Fahrplan vorlegen zum Schutz bäuerlicher Betriebe vor der Konkurrenz durch industrielle Massentierhaltung, für ein schnelles Verbot von Glyphosat und einen Ausstieg aus der Pestizidanwendung, damit das Bienen-, Insekten- und Vogelsterben gestoppt wird."

Weitere Informationen: www.wir-haben-es-satt.de

Für fachliche Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:


Richard Mergner, Landesbeauftragter: Tel.: 0911 818178-25

Marion Ruppaner, BN Agrarreferentin, Tel.: 0911 81878-20


Quelle/Aufnahme

BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN)

Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
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Fax 09 41 / 2 97 20 30
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Kritik an geklonten Affen
Kritik an geklonten Affen
Kritik an geklonten Affen

26/27.01.2018

Versuche sind aus ethischer Sicht abzulehnen

Chinesische Forscher
sollen erstmals Affen geklont haben. Der Deutsche Tierschutzbund zeigt sich entsetzt über diesen vermeintlichen „Erfolg“ der Wissenschaft. Aus Sicht der Tierschützer wird völlig außer Acht gelassen, dass das Klonen sowohl für die Muttertiere als auch für die geklonten Tiere selbst mit Leiden verbunden ist. Oft schlagen hunderte von Versuchen fehl, bis ein Klontier überhaupt geboren wird. Über das Forschungsprojekt an Javaneraffen berichtete gestern die Zeitung „Die Welt“– mit Verweis auf die Fachzeitschrift „Cell“.

„Die Klontiere sterben meist in unterschiedlichen Embryonalphasen - soweit sie dieses Stadium überhaupt erreichen“, erklärt Roman Kolar, Geschäftsführer Wissenschaft beim Deutschen Tierschutzbund. Das zeigt auch die „Erfolgs“-Quote aus China: Nur zwei von 109 Embryonen überlebten. Oft sterben die Tiere auch kurz vor oder nach der Geburt, weil beim Klonvorgang die Zelle geschädigt werden kann. Auch Tiere, die nach der Geburt längere Zeit überleben, sind oft krank und leiden unter Schmerzen. Durch Hormongaben und die meist sehr schweren Geburten, einschließlich vieler Tot- und Fehlgeburten, leiden auch die Ammentiere, welche die Klontiere austragen müssen.

Klonversuche mit Affen wären nach der derzeitigen Rechtslage auch in Deutschland durchaus möglich. Solange Tierversuche noch nicht vollständig verboten sind, fordert der Deutsche Tierschutzbund, zumindest Versuche an Affen, per Gesetz zu verbieten. „Dieser Versuch aus China stößt ein Tor auf zu einem Wettlauf für noch mehr Tierversuche an Primaten“, befürchtet Kolar. “Die aktuellen Klonversuche zeigen, dass Primaten aber auch andere Tierarten von weiten Teilen der Wissenschaft noch immer als reine Experimentierobjekte gesehen und eingesetzt werden. Ihre Individualität, ihre dem Menschen ähnliche körperliche und emotionale Leidensfähigkeit wird dabei ausgeblendet.“

Klonaffen am Fließband
Nach Angaben der „Welt“ wollen die chinesischen Forscher die geklonten Javaneraffen zukünftig „in Serie“ produzieren, damit die Tiere zur Erforschung menschlicher Krankheiten eingesetzt werden können. Entsprechende Versuche sind meist mit schweren Schmerzen, Leiden und Schäden für die Tiere verbunden. Primaten sind sinnesphysiologisch hoch entwickelt und auf soziale Beziehungen angewiesen. Es ist davon auszugehen, dass sie unter einer derartigen Versuchsdurchführung und den Bedingungen im Labor sogar mehr als andere Tiere leiden müssen.


In der Aufnahme
- SYMBOLBILD: Javaneraffen in freier Natur.

Quelle/Foto

Deutscher Tierschutzbund e.V.
Bundesgeschäftsstelle
In der Raste 10
53129 Bonn

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Nationalpark Zentrum lockt ...
Nationalpark Zentrum lockt ...
Nationalpark Zentrum lockt mit spannenden Veranstaltungen

26/27.01.2018

SchauSchlau – Rangerwanderung – Sonderausstellung

Vöhl-Herzhausen.
Das NationalparkZentrum Kellerwald hat nach Abschluss der Wartungs- und Reparaturarbeiten ab Samstag, 3. Februar, wieder geöffnet und gleich drei spannende Veranstaltungen im Angebot: Die Führung „SchauSchlau“ durch die multimediale Erlebnisausstellung mit anschließender Rangerwanderung ins Weltnaturerbe sowie eine neue Sonderausstellung über den Luchs und die Wildkatze – die bis Ende Juni zu sehen sein wird.

SchauSchlau
Vöhl-Herzhausen. Mit „SchauSchlau“ findet am Samstag, 3. Februar, um 10:30 Uhr im NationalparkZentrum Kellerwald (Weg zur Wildnis 1, 34516 Vöhl-Herzhausen) eine Führung durch die multimediale Erlebnisausstellung statt. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen am Bahnhof Herzhausen oder an der Haltestelle Vöhl-Herzhausen, Nationalpark-Zentrum aus und folgen der Beschilderung zum NationalparkZentrum. Der Besuch des 4D-SinneKinos ist einer der Höhepunkte der anderthalbstündigen Entdeckungsreise. Es ist keine Anmeldungen erforderlich.  Für die Führung ist lediglich der Ausstellungseintritt zu entrichten. Die Erlebnisausstellung der Nationalparkeinrichtung ist für Familien mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer barrierefrei zugänglich. Im Anschluss können sich die Besucher im hauseigenen Restaurant von dem zertifizierten Nationalpark-Partner GastRaum verwöhnen lassen oder im hochwertigen NationalparkShop stöbern. Kindern bietet das WildnisErlebnisgelände viel Platz zum Austoben.
Rangerwanderung in den Nationalpark

Vöhl-Herzhausen. Unterwegs auf dem Urwaldsteig: Nationalpark-Ranger Uwe Schäfer entführt alle Interessierten am Samstag, 3. Februar, von 13:30 bis 16:30 Uhr in das Reich der urigen Buchen. Zu bieten hat er neben tollen Naturerfahrungen und schönen, winterlichen Eindrücken von der werdenden Wildnis, allerhand spannende Informationen zum Nationalpark und seinen Teilgebieten, die die UNESCO im Jahr 2011 zum Weltnaturerbe erklärt hat. Treffpunkt zur kostenfreien Wanderung ist das NationalparkZentrum Kellerwald (Weg zur Wildnis 1, 34516 Vöhl-Herzhausen). Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen am Bahnhof Herzhausen oder an der Haltestelle Vöhl-Herzhausen, Nationalpark-Zentrum aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Eine Anmeldung zu der Rangerwanderung ist nicht erforderlich. Teilnehmer denken bitte an festes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung, genügend Erfrischungsgetränke und gegebenenfalls Rucksackverpflegung für kleine Pausen zwischendurch. Zuvor kann die multimediale Erlebnisausstellung des NationalparkZentrums erkundet werden. Zum Verweilen und Betrachten lädt darüber hinaus die neue Sonderausstellung zu Luchs und Wildkatze ein.

Sonderausstellung: Wilde Katzen – Luchs und Wildkatze

Vöhl-Herzhausen. Im NationalparkZentrum Kellerwald treffen die beiden Ausstellungen „Wanted: der Luchs“ der Luchs-Initiative Baden-Württemberg e.V. und „Wilde Katzen auf Wanderschaft“ des Nationalparks Harz aufeinander. Die kombinierte Sonderausstellung wird ab Samstag, 3. Februar, bis einschließlich Samstag, 30. Juni, im NationalparkZentrum (Weg zur Wildnis 1, 34516 Vöhl-Herzhausen) zu sehen sein. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen am Bahnhof Herzhausen oder an der Haltestelle Vöhl-Herzhausen, Nationalpark-Zentrum aus und folgen der Beschilderung zum Zentrum. Auf Anfrage bietet das Team des NationalparkZentrums für diese Sonderausstellung auch Schulklassen-Workshops an. Die Ausstellung „Wanted: der Luchs“ stellt auf neun anschaulichen und bebilderten Tafeln unter anderem den Luchs, die größte Raubkatze Europas, anhand eines Steckbriefes und eines liegenden Präparates vor, beleuchtet seinen Lebensraum und sein Jagdverhalten. Darüber hinaus gibt es Informationen, was bei einer Luchssichtung zu tun ist und wie es um die Luchspopulation in Baden-Württemberg steht. Die Ausstellung „Wilde Katzen auf Wanderschaft“ kombiniert fünf Roll-ups mit zahlreichen Informationen zur Wildkatze mit einer Stellwand, einem Touchscreen-Computerterminal und einer Tischinstallation. Die Wildkatze, von der auch 34 einzelne Individuen durch genetische Proben im Nationalpark Kellerwald-Edersee nachgewiesen wurden, ist kürzlich übrigens von der Deutschen Wildtier-Stiftung zum „Tier des Jahres 2018“ ernannt worden.

Wildkatzenausstellung

Wildkatze im Fokus: Als „Tier des Jahres 2018“ bekommt die Wildkatze, die auch in den Nationalpark Kellerwald-Edersee wieder auf leisen Pfoten zurückgekehrt ist, besondere Aufmerksamkeit – auch während der Sonderausstellung „Wilde Katzen auf Wanderschaft“ im NationalparkZentrum.


In der Aufnahme
Größte Raubkatze Europas: Die Sonderausstellung „Wanted: der Luchs“ der Luchs-Initiative Baden-Württemberg e.V. informiert im NationalparkZentrum Kellerwald über den Luchs, dessen Pinselohren sein markantes Markenzeichen sind. Bildautor: Christian Schmalhofer


Quelle

Nationalpark Kellerwald-Edersee

Laustraße 8

34537 Bad Wildungen


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Das Horn des Anstoßes
Das Horn des Anstoßes
Das Horn des Anstoßes

25/26.01.2018

2017 wurden in Südafrika 1028 Nashörner gewildert/WWF: Flächendeckender Einsatz im Kampf gegen die Wildereikrise dringend nötig

In Südafrika sind im vergangenen Jahr 1028 Nashörner gewildert worden. Im Vergleich zum Vorjahr mit 1054 getöteten Tieren
waren es somit nur minimal weniger. Das geht aus Zahlen des South African Department of Environmental Affairs hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurden. Dazu sagt Katharina Trump, Expertin für Wildartenkriminalität beim WWF Deutschland:

„Die Zahlen gewilderter Nashörner bewegen sich auf einem besorgniserregenden Niveau. Die aktuellen Zahlen sind untragbar hoch für die Bestände der afrikanischen Nashörner. Die hohe Nachfrage aus Asien unter anderem für die medizinisch völlig wirkungslose Nutzung des Horns schürt die Wildereikrise in Afrika. Eine effektive und ganzheitliche Arbeit entlang der gesamten illegalen Handelskette gewinnt so einmal mehr an Bedeutung – zum einen durch die Bekämpfung der Wilderei direkt vor Ort, zum anderen aber auch durch die Reduktion der Nachfrage in den Abnehmermärkten wie Vietnam.

Denn sinkt die Nachfrage, nimmt das den Druck auf die wenigen verbleibenden Tiere in Afrika, insbesondere in Südafrika. Hier leben rund 80 Prozent der afrikanischen Nashörner, das Land trägt damit eine besondere Verantwortung für ihren Schutz. Konzentrierte Bemühungen zeigen lokal zwar erste Erfolge, doch größtenteils verlagert sich die Wildereiproblematik durch sie nur in andere Regionen des Landes. Deshalb braucht es dringend einen flächendeckenden, interdisziplinären und gut koordinierten Einsatz im Kampf gegen die Wilderei.“


KONTAKT


Lea Vranicar

Pressestelle

Tel.: 030 / 311 777 467

lea.vranicar@wwf.de

Aufnahme Martin_Harvey_WWF-Canon
- Breitmaulnashorn

Quelle
WWF

25. Januar 2018

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Gemeinsam gegen Wildunfälle
Gemeinsam gegen Wildunfälle
Gemeinsam gegen Wildunfälle

25/26.01.2018

DJV fordert bessere Finanzierung des Bundesprogramms Wiedervernetzung und ruft Verkehrsteilnehmer auf, Wildunfälle aktiv im Tierfund-Kataster einzutragen.  

Straßen zerschneiden Lebensräume von Tieren und gefährden damit die biologische Vielfalt, weil Tiere nur noch schwer
wandern können oder verunglücken. Eine Herausforderung für den Tierschutz: Alle zweieinhalb Minuten kollidiert ein Reh, Wildschwein oder Hirsch mit einem Fahrzeug, zeigt die Statistik der Jäger. Seit zwei Jahrzehnten arbeiten das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Deutsche Jagdverband (DJV) in verschiedenen Projekten eng zusammen, um Lebensräume mit Hilfe von Grünbrücken aktiv wieder zu vernetzen und das Risiko von Wildunfällen zu minimieren. Im Sinne von mehr Tierschutz ruft  der DJV jetzt Verkehrsteilnehmer und Naturliebhaber auf, das Tierfund-Kataster (tierfund-kataster.de) aktiv zu unterstützen. In diesem Projekt werden erstmals Wildunfälle bundesweit einheitlich und standortgenau erfasst. „Ein erster Schritt für mehr Artenschutz und weniger Wildunfälle“, sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Anhand von systematisch erfassten Daten könnten Wissenschaftler Gefahrenpunkte für Tier und Mensch bundesweit erkennen. Dies sei ein entscheidender Schritt, um etwa Grünbrücken oder elektronische Wildwarnanlagen dort zu bauen, wo sie gebraucht würden, so Fischer.

Wie effektiv Grünbrücken sein können, die optimal in die umgebende Landschaft eingebunden sind, zeigt das BfN-Projekt „Holsteiner Lebensraumkorridore“ bei Kiebitzholm: Seltene Arten wie Haselmaus, Blutströpfchen (Schmetterling) oder Kammmolch nutzen inzwischen die Grünbrücke, der Fischotter ist im benachbarten Ottertunnel nachgewiesen worden. Die Zahl der Wildunfälle vor Ort geht inzwischen gegen null. „Mit den Holsteiner Lebensraumkorridoren konnten wir zeigen, dass Grünbrücken einen wichtigen Beitrag leisten können, die grüne und die graue Infrastruktur der Verkehrswege miteinander in Einklang zu bringen. Denn wir brauchen beides, die graue ebenso wie die grüne Infrastruktur: Ein Netzwerk, dessen Leistungen für uns Menschen und für die Erhaltung der biologischen Vielfalt unverzichtbar sind“, sagte BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel bei ihrem Besuch am DJV-Stand auf der Internationalen Grünen Woche. „Straßen zerschneiden Lebensräume und gefährden dadurch die biologische Vielfalt. Dieser Entwicklung kann mit dem Bundesprogramm Wiedervernetzung nur dann entgegengewirkt werden, wenn die Finanzierung dieses Programms langfristig gesichert ist und wenn vermehrt Maßnahmen in die Umsetzung gebracht werden.“

DJV-Präsident Fischer fordert eine systematische Entschärfung von kritischen Straßenabschnitten im Sinne des Tier- und Artenschutzes. Es gelte, die aus dem Bundesprogramm Wiedervernetzung bekannten knapp 100 prioritären Konfliktstellen endlich zu entschärfen. „Ich appelliere an die zukünftige Bundesregierung, das Bundesprogramm Wiedervernetzung finanziell auszustatten. Zum Wohle von Mensch und Tier“, so Fischer.

Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin informiert der DJV in Halle 4.2 über das Thema Wildunfälle. Besucher können unter anderem mit einem Bremssimulator ihre Reaktionszeit testen. Zudem stellen Mitarbeiter das Tierfund-Kataster (www.tierfund-kataster.de) vor. Jeder Verkehrsteilnehmer kann die App kostenlos herunterladen. Mehr als 45.000 Datensätze liegen bereits vor und werden bereits von Behörden genutzt.

Weitere Informationen zu Wildunfällen und Biotopvernetzung:


Auf Bundesstraßen liegt das Verkehrsaufkommen durchschnittlich bei etwa 9.000 Fahrzeugen pro Tag und Streckenabschnitt. Ab einem Wert von 10.000 wagen sich selbst große Säugetiere kaum mehr über die Straße. Allein im vergangenen Jagdjahr- die Zeit vom 1. April 2016 bis zum 31. März 2017- kollidierten rund 229.000 Rehe, Wildschweine und Hirsche mit einem Fahrzeug. Für seltene Arten wie Fischotter, Wildkatze oder Wolf ist der Straßenverkehr sogar eine der häufigsten Todesursachen. Die Dunkelziffer verunfallter Säugetiere insgesamt liegt nach Schätzungen des DJV um ein Vielfaches höher. Zudem sind Angaben zum genauen Unfallort in den meisten Fällen unzureichend.

Weitere Informationen zum Tierfund-Kataster:

Mehr als 33.000 Datensätze zu Wildunfällen liegen bundesweit bereits vor. In Schleswig-Holstein, dem Ursprungsland, greifen Behörden bereits auf die Daten zurück. Nach einmaliger Registrierung können Daten zu Wildunfällen über die Internetseite www.tierfund-kataster.de eingegeben werden. Zudem ist es online möglich, sich auf einer Karte alle erfassten Funde anzuschauen. Noch einfacher können Tierfunde mobil von unterwegs über die kostenlose Smartphone-App (Android und iOS) eingetragen werden. Standort und Zeitpunkt werden automatisch erfasst. Andere relevante Daten wie die Tierart und Todesursache werden zusätzlich abgefragt. Das Hochladen eines Fotos ermöglicht Wissenschaftlern im Nachgang eine gesicherte Artbestimmung.

In der Aufnahme
- Bfn Beate Jessel_DJV Hartwig Fischer_Kapuhs

Die BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel und DJV-Präsident Hartwig Fischer auf der Internationalen Grünen Woche: Mehr Biotopvernetzung ist gut für die biologische Vielfalt und reduziert Wildunfälle. (Quelle: Kapuhs/DJV)


Quelle

Deutscher Jagdverband e. V. (DJV)
Vereinigung der deutschen Landesjagdverbände
für den Schutz von Wild, Jagd und Natur
Chausseestr. 37
10115 Berlin

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Erstmals Wolf in Belgien
Erstmals Wolf in Belgien
Erstmals Wolf in Belgien

25/26.01.2018

Wissenschaftler beobachten Wölfin in Flandern | Europa braucht grenzübergreifendes Wildtiermanagement

In Flandern beobachten Wissenschaftler derzeit eine Wölfin aus Deutschland. Es handelt sich um den ersten wilden Wolf in Belgien
seit über 100 Jahren. Wird aus der Wolfssichtung eine dauerhafte Rückkehr, wäre Belgien das achtundzwanzigste Land in Europa, in dem der Wolf wieder heimisch wird. Für den WWF zeigt das aktuelle Beispiel, wie wichtig die grenzübergreifende Zusammenarbeit beim Wildtiermanagement ist.

"Sieben von zehn Wolfspopulationen in Europa sind länderübergreifend, entsprechend darf das Management nicht an der Grenze enden und muss aus einem Guss sein", so Moritz Klose, Wildtierexperte beim WWF Deutschland. Daher will der WWF mit einem neuen EU-finanzierten LIFE-Projekt namens "Eurolargecarnivores" dazu beitragen, die Zusammenarbeit zwischen den Ländern zu verbessern. Im Fokus stehen die großen Beutegreifer Wolf, Luchs, Bär und Vielfraß.

Bei dem nach Belgien gewanderten Tier handelt es sich um eine knapp zweijährige Wölfin aus Mecklenburg-Vorpommern.
Die Jungwölfin, die auch unter dem Namen Naya bekannt ist, war 2016von einem Team der Technischen Universität Dresden mit einem Sendehalsband ausgestattet worden. Ihre 700 Kilometer lange Wanderung durch den Norden Deutschlands über die Niederlande nach Belgien kann damit genau nachvollzogen werden. Auf der Suche nach Revier und Partner hat sie im Oktober 2017 ihr Rudel in der Lübtheener Heide verlassen.

Ob sich die Wölfin in Belgien langfristig niederlässt, um dort auf einen Partner zu warten, wird sich laut WWF noch zeigen. "Es ist normal, dass junge erwachsene Wölfe lange Strecken auf der Suche nach eigenem Revier und Partner zurücklegen. Nach letztem Stand hält sich das Tier auf einem Militärübungsplatz zwischen Brüssel und Antwerpen auf. In der Regel finden die Tiere sich in solchen vergleichsweise ungestörten und großen zusammenhängenden Gebieten gut zurecht", so Moritz Klose, Wildtierexperte beim WWF.

Die Rückkehr des Wolfes stellt Weidetierhalter vor Herausforderungen. Moritz Klose: "Die Erfahrungen aus Deutschland zeigen, wie wichtig es ist, in Belgien jetzt zügig Beratungs- und Unterstützungsangebote für Weidetierhalter zu schaffen. Wölfen muss von Beginn an der Beutezug auf Weidetiere vermiest werden. Weidetierhalter brauchen dazu beim Schutz ihrer Herden finanzielle und fachliche Unterstützung. Dazu zählen geeignete Zäune, gut ausgebildete Herdenschutzhunde, Schulung und Beratung."

KONTAKT

Wiebke Elbe

Pressestelle WWF

Tel: 030-311777-219

wiebke.elbe(at)wwf.de

twitter.com/ElbeWWF

In der Aufnahme
Wolf_Wildpark__c__Ralph_Frank_WWF


Quelle

WWF


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... MSC-Siegel rehabilitieren
... MSC-Siegel rehabilitieren
... MSC-Siegel rehabilitieren

24/25.01.2018

66 Umweltschutzorganisationen, Wissenschaftler und Einzelpersonen fordern vom MSC weitreichende und umgehende Nachbesserungen des Zertifizierungsstandards - nur so lässt sich der Nachhaltigkeitsanspruch des MSC-Siegels rehabilitieren


Zum Hintergrund
Vor 21 Jahren wurde der MSC als Resultat einer gemeinsamen Initiative des WWF und Unilever gegründet, um der Überfischung der Ozeane Einhalt zu gebieten und dem Verbraucher eine echte Alternative beim Einkauf zu bieten; die Wahl zwischen Fisch aus nachhaltigem Fang oder dem aus konventioneller Fischerei mit entsprechender Zerstörung unserer Ozeane.

Als damals die ersten Fischereien mit dem blauen MSC-Logo im Handel erschienen schien es, als sei eine echte Lösung für den umweltbewussten Verbraucher gefunden. Wer kann als Verbraucher schon anhand des Handelsnamens oder Fanggebietes erkennen, ob durch den Fang eines Fisches ein bereits überfischter Bestand an Gelbflossenthunfisch weiter ausgebeutet wird, empfindliche Meeresgebiete mit Schleppnetzen umgepflügt werden, oder bedrohte Tierarten qualvoll als Beifang sterben?

Im Gegensatz zu anderen Fischsiegeln am Markt beruht das MSC-Siegel auf einer Zertifizierung durch unabhängige Zertifizierungsagenturen,
die anhand eines veröffentlichten Anforderungsstandards die Fischerei beurteilen. Dabei können sich auch Umweltschutzorganisationen und Wissenschaftler in die Bewertung einbringen und erforderlichenfalls ein Schiedsgerichtsverfahren einleiten. Eigentlich wirklich ein „Goldstandard“.

Was ist aus diesem Goldstandard geworden?

Zunehmend wurden in den letzten Jahren Fischereien zertifiziert, von deren Nachhaltigkeit die Wissenschaftler und Umweltschutzorganisationen nicht überzeugt sind. Dies hat einen Grund in den Wachstumsvorgaben des MSC selbst. In seinem Jahresbericht 2017 setzt sich der MSC ein hohes und zugleich kontroverses Ziel: “Wir werden unsere Bemühungen für den Schutz unserer Ozeane noch weiter erhöhen, noch mehr Fischereien dabei unterstützen, die Zertifizierung zu erlangen und zu behalten, und die Versorgung mit Fisch für diese und zukünftige Generationen sicherstellen.“

Um dieses Ziel zu erreichen (20% des weltweiten Fangs aus MSC-zertifizierter Fischerei bis zum Jahr 2020 und mehr als 33% bis 2030), müssen ständig zusätzliche Fischereien zertifiziert werden.
Einfache und kleine Fischereien wie Handleinen-, Angelruten-, oder Harpunenfischereien reichen zum Erreichen dieses Soll-Wachstums bei weitem nicht aus, so dass in den letzten Jahren vermehrt große Fischereien mit zweifelhaften Fangmethoden in das Bewertungs-und Zertifizierungsprogramm aufgenommen wurden.

Es gibt eine wachsende Anzahl an problematischen Zertifizierungen, die trotz der datenbasierten und wissenschaftlich untermauerten Einsprüche von Umweltschutzorganisationen zertifiziert wurden:

·    Eine Thunfischfischerei in Mexiko setzt ihre Ringwadennetze gezielt über Delphinschulen aus, um so einen in deren Nähe vermuteten Fischschwarm zu fangen. Zwar werden die Delphine kurz vor dem Einholen der Netze herausgetrieben oder von Tauchern befreit, aber diese Methode führt dennoch oftmals zu schweren Verletzungen oder zum Tod der Tiere und stellt einen permanenten Stressfaktor für die kleinen oder gar gefährdeten Bestände dar. Die Fischerei wurde trotz weltweiter Kritik und eines Einspruchs des WWF als ,nachhaltig’ zertifiziert. Kürzlich wurde bekannt, dass genau diese Fischerei in Meeresschutzgebieten fischt, in denen der Fischfang verboten ist.

·    Die größte Thunfischfischerei im westlichen und mittleren Pazifik (PNA) mit einem Fangvolumen von über 1,2 Millionen Tonnen Thunfisch (Bonito und Gelbflossenthunfisch) soll gerade wieder für die Hälfte ihres Fanges re-zertifiziert werden, weil dieser Teil mit einer Fangmethode (freie Netze) gefangen wird, der wenig Beifang verursacht. Aber: mit den gleichen Schiffen wird während der gleichen Fangfahrt und oft sogar am gleichen Tag auch eine andere Ausprägung der gleichen Fangmethode eingesetzt, bei der gezielt künstliche Flöße ausgesetzt werden, die auch als „Fischsammler“ bezeichnet werden, weil sich unter ihnen viele Fische ansammeln, um Schutz vor Feinden zu suchen. Die Fischer müssen die Schwärme nicht mehr mühsam suchen, sondern peilen die umhertreibenden „Fischsammler“ direkt an. Die Netze werden dann über diese Flösse gesetzt und der gesamte darunter befindliche Schwarm an Bord gehoben. Dabei handelt es sich v.a. um junge Thunfische, aber auch um viele junge Seidenhaie, die ebenfalls dort Schutz suchen und gerade deshalb vielfach Opfer dieser Fangweise werden. Wie viele dies genau sind, muss die Fischerei weder angeben, noch muss sie versuchen, diese Anzahl zu reduzieren: denn dieser Teil des Fanges ist nicht MSC-zertifiziert. Dass die Fischerei für den Tod von fast 68.000 Haien pro Jahr verantwortlich ist, wird nicht weiter bewertet. Auch wird ausgeblendet, dass noch im Jahr 2015 – über 3 Jahre nach der ersten Zertifizierung – über 300 Fälle von „Finning“ von Beobachtern an Bord berichtet wurden. Die Zertifizierungsagentur nahm diese Aspekte auch nicht zum Anlass, für die Re-Zertifizierung Auflagen zu erteilen, den Beifang zukünftig zu verringern

·    Eine auf Schwertfisch ausgerichtete, kanadische Langleinenfischerei wurde kürzlich re-zertifiziert, obwohl für den Fang von nur 20.000 Schwertfischen jährlich 100.000 Haie (meistens Blauhaie) als ungewollter Beifang gefangen und tot oder sterbend über Bord geworfen werden. Mindestens 1.200 gefährdete Meeresschildkröten sind ebenfalls als Beifang dieser Fischerei betroffen.
·    Weitere Beispiele sind im englischsprachigen Annex dargestellt.

Was heißt das für den Verbraucher?
Der Verbraucher verliert angesichts solcher Informationen mehr und mehr das Vertrauen in das Siegel. Er wird dann keine gezielte Auswahl mehr treffen, sondern irgendeinen Fisch kaufen, wie es auf dem Sektor der Bioprodukte bereits stattgefunden hat. Den Ozeanen ist dadurch nicht geholfen.

Deshalb fordern Umweltorganisationen weltweit schon seit längerer Zeit, dass der MSC endlich seinen Standard insbesondere hinsichtlich der Bewertung des Beifangs und der Einflüsse auf die marinen Ökosysteme „nachbessert“, und das Zertifizierungsverfahren so abändert, dass eine echte Unabhängigkeit der Zertifizierungsagenturen gewährleistet ist. Bisher beauftragt und bezahlt die zu Fischerei die Zertifizierungsagentur selbst.

Leider scheiterten bisher aber alle Versuche beim MSC ein Umdenken zu bewirken - selbst die von großen Umweltschutzorganisationen.

Offener Brief der bisher 66 Zeichner vom 18. Januar 2018
Nun haben 66 Umweltschutzorganisationen, Wissenschaftler und Einzelpersonen gemeinsam vom MSC weitreichende und umgehende Nachbesserungen am Zertifizierungsstandard gefordert, mit dem Ziel, den Nachhaltigkeitsanspruch des MSC-Siegels zu rehabilitieren.

Der MSC hat diese Forderungen in einem offenen Brief am 18. Januar 2018 erhalten mit der Aufforderung, bis zum 12. Februar 2018 mit konstruktiven Vorschlägen zu reagieren.

Zwei Themenbereiche sind besonders dringend und daher bis spätestens Ende 2018 umzusetzen und nicht, wie vom MSC beabsichtigt, erst ,eventuell' im Rahmen der nächsten Regelüberprüfung im Jahr 2020:

·    Der aktuelle Zertifizierungsstandard „CRv2.0“ weist gravierende Lücken zu Fragen des Beifangs und der Zerstörung des Lebensraums auf – neben dem Zielfisch muss auch der Beifang hinsichtlich seiner Nachhaltigkeit ganzheitlich in die Bewertung einfließen;

·    Die Zertifizierungspraxis mit ihren Abläufen und Abhängigkeiten an sich muss verbessert werden.

Die Allianz appelliert an den MSC, den Dialog aufzunehmen, um die Forderungen zügig umzusetzen.

Diese sieben Forderungskategorien umfassen folgende Themengebiete:
(weitere Details im englischsprachigen „Offenen Brief“):

1.    Die gesamte Auswirkung der zu zertifizierenden Fischerei auf das marine Ökosystem ist zu betrachten und dabei sind sowohl Einflüsse von MSC zertifizierten Fischereien als auch die aller anderen Fischereien in einem Gebiet zu berücksichtigen
   
2.    Alle Fangaktivitäten einer Fischerei für die Zielspezies müssen im Rahmen der Bewertung betrachtet werden

3.    MSC-zertifizierte Fischereien dürfen nicht zur Zerstörung der Artenvielfalt der Meeresböden beitragen

4.    Die zur Zertifizierung der Fischerei verwendeten Daten müssen transparent und vollständig und für die am Bewertungsprozess beteiligten Umweltschutzorganisationen überprüfbar sein

5.    Auflagen für die Zertifizierung einer Fischerei müssen vor der ersten Re-Zertifizierung vollständig erfüllt sein

6.    Die Bewertung einer Fischerei hinsichtlich der gewünschten Zertifizierung darf nur durch Zertifizierungsagenturen erfolgen, die wirtschaftlich von der zu zertifizierenden Fischerei unabhängig sind und nicht von dieser beauftragt oder direkt bezahlt werden.

7.    Der MSC muss den wissenschaftlichen Standard und die Nachhaltigkeitsziele des Programms proaktiv überprüfen und aufrechterhalten

Mit seiner Reaktion auf diese dringliche Aufforderung der internationalen Gemeinschaft an Meeresschutzorganisationen hat es der MSC selbst in der Hand, sich für den einen oder den anderen Weg zu entscheiden: ein Verbrauchersiegel, das nachhaltig gefangenen Fisch garantiert – auch und insbesondere hinsichtlich des Beifanges – oder nur ein Märchen, dem dann bald niemand mehr glauben wird.


SHARKPROJECT wurde 2002 gegründet und ist eine der größten und schlagkräftigsten Haischutz-Organisation weltweit. Alle Mitarbeiter arbeiten rein ehrenamtlich. Mieten und andere Fixkosten werden von den Personen selbst getragen, sodass alle Spenden ohne große Bürokratiekosten direkt den Projekten zugutekommen.

SHARKPROJECT sucht die Öffentlichkeit. Durch eine umfangreiche Pressearbeit quer durch die Medienlandschaft erreichen wir mit unserer Botschaft Millionen von Menschen. Dazu kommt eine umfangreiche Internetseite zum Thema Hai (https://www.sharkproject.org) sowie eine intensive Schularbeit mit Referenten und Lehrmaterialien, Vorträgen, Messeteilnahmen u. v. m.

Neben der Kommunikation steht der Meeres- und Haischutz an vorderster Stelle. Das Aktiv-Team von SHARKPROJECT arbeitet international von Costa Rica bis Spanien. Dazu kommen nationale Kampagnen der Landesorganisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Warum schaffen wir es

Quelle/Foto

Heusenstamm, 24.01.2018
SHARKPROJECT Germany e.V.
V.i.S.d.P: Heiner Endemann
Kompagnenverantwortliche: Dr. Iris Ziegler
www.sharkproject.org


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Stelen Bundesdeutscher Biodiversität
Stelen Bundesdeutscher Biodiversität
„Stelen Bundesdeutscher Biodiversität“ erhält Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

24. Oktober 2016 - Update 01/2018

Das Projekt „Stelen Bundesdeutscher Biodiversität“ wird in dieser Woche als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt. Die Auszeichnung wurde heute im Namen der Geschäftsstelle der UN-Dekade in Kastellaun übergeben. Diese Ehrung wird an Projekte verliehen,die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt
einsetzen.


„Stelen der Biodiversität“ ist ein gemeinschaftliches, innovatives, höchst anspruchsvolles und in dieser
Form wohl in ganz Deutschland einmaliges Projekt zur konkreten Erhaltung der biologischen Vielfalt sowie der Vermittlung einer höchst lebendigen Umweltbildung. Kooperativ umgesetzt wurde dieses von den
Projektpartnern, dem Verband Artenschutz in Franken®, der Audi Stiftung für Umwelt GmbH, der innogy Netze Deutschland GmbH sowie von der Stadt Kastellaun. Neben konkretem Artenschutz zielt das Projekt auch und gerade darauf ab, auch außerhalb von Bildungszentren möglichst viele Menschen zu diesem äußerst wichtigen Thema zu erreichen.

Ein Projekt, das es in und an sich hat
Das zugegeben nicht alltägliche Projekt hat es sich zum festen Ziel gesetzt in jedem Bundesland der Republik sichtbar zu werden und dabei vormalige alte Trafohäuser im urbanen Umfeld zu lebendigen Elementen („Stelen der Biodiversität“) der biologischen Vielfalt umzugestalten. Dazu wurden
und werden an und in den Gebäuden ganz gezielt wertvolle (teils einzigartige) Lebens- und Fortpflanzungsräume für regional prägende (Leit) -Tierarten geschaffen. Durch die enge und spielerische Einbindung von Paten-kindergärten leistet das, auf breiter Basis gründende Projekt gleichfalls pädagogisch wertvollste Ansätze.

Mit diesem vorbildlichen Projekt wird ein bedeutendes Zeichen für das Engagement
für die biologische Vielfalt in Deutschland gesetzt.

Wie sich die Stele der Biodiversität seither entwickelt hat möchten wir Ihnen fortschreibend vor Augen führen .... wie also zeigt sich das Projekt im Januar 2018?

Klemens Hauröder konnte uns aktuelle Aufnahmen zuleiten ...

Mehr zum Projekt unter:
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&id=88050



Die Alpen ohne Bergwald – undenkbar?
Die Alpen ohne Bergwald – undenkbar?
Die Alpen ohne Bergwald – undenkbar?

24/25.01.2018

LÄRMENDER SPASSZIRKUS OHNEGRENZEN ODER LETZTE REFUGIENUNBERÜHRTER NATUR?

Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing vom 9. - 11. Februar 2018


Winterzauber verschneiter Waldlandschaften, grünes Frühlingskleid unter weißen Gipfeln, rauschende Gebirgswasser und springendes Wild im Sommer, im Herbstlaub bunt leuchtende Panoramen – die erhabene Schönheit des Gebirges ist ein Genuss. Ja, der Bergwald gehört zu den Alpen wie das Wasser zum Leben.

Dennoch zerstören wir, was untrennbar verbunden scheint. Immer rasantere Hightech-Bergbahnen schaufeln immer mehr Erlebnishungrige hinauf in die letzten Oasen intakter Natur. Der Wohlstand nimmt das Ausbeuten der Natur, Blechlawinen, Lärm und Müll billigend in Kauf.

Von Beton, Tourismus, Gewerbegebieten und Verkehr geschlagene Wunden setzen den sensiblen Ökosystemen im alpinen Raum arg zu. Im Komplex Alpen und Bergwald streiten sich viele existentielle Erwartungen und Interessen: Soll der Bergwald Schutzbollwerk gegen Lawinen und Hochwasser oder Freizeitpark für Erholungsuchende sein, Holzlieferant oder Refugium seltener Tier- und Pflanzenarten? Dient er der Jagd oder der Almwirtschaft? Und kann es überhaupt eine gute Koexistenz geben?

Das Protokoll der Alpenkonvention der Alpenanrainerstaaten würdigt den Bergwald als die Vegetationsform mit dem wirksamsten, wirtschaftlichsten und landschaftsgerechtesten Schutz gegen Naturgefahren wie Erosionen, Hochwasser, Lawinen, Muren und Steinschlag. Mit den dramatischen Selbstwidersprüchen des modernen Lifestyle freilich rückt der Bergwald zunehmend als Kohlenstoffspeicher, Luft- und Wasserfilter, als Klimaanlage und Quelle erneuerbarer Energien sowie mit seinen Arbeitsplätzen für viele Menschen neu in den Blick.

Können die kollidierenden Ansprüche an den Bergwald überhaupt in Einklang gebracht werden? Wie kann die Beschäftigung mit Bergwald und Alpen, dieser Melange aus Mythos und Märchen, Heimat und Kom-merz, einmaliger Natur und geplünderter Kulisse unsere Einstellung zur Natur und unser Handeln nachhaltig bestimmen?

Mit der diesjährigen Tagung zu Wald Forst Holz
laden wir alle an Gebirge und Bergwald Interessierten sehr herzlich zu einer virtuellen Reise durch die alpine Natur und Kultur ein.

Quelle / Aufnahme

Bayerische Staatsforsten AÖR

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Erneut toter Luchs im Bayerischen Wald
Erneut toter Luchs im Bayerischen Wald
Erneut toter Luchs im Bayerischen Wald

23/24.01.2018

Verkehrsunfall als mögliche Todesursache – LBV hofft auf zeitnahe Aufklärung des Falls

Nach Informationen eines LBV-Aktiven
vor Ort wurde am 12. Januar im Bayerischen Wald, nahe Freyung-Kreuzberg, ein schwer verletzter Luchs aufgefunden. Das Jungtier war vermutlich Opfer eines Verkehrsunfalls und musste schließlich kurze Zeit später aufgrund seines schlechten Zustands eingeschläfert werden. Dies bestätigte die örtliche Polizeidienststelle.

Es bleibt abzuwarten, ob die Ergebnisse der laufenden Obduktion die Todesursache abschließend bestätigen können. Da das Tier bereits zwei Tage zuvor hinkend im Bereich des Fundorts gesichtet wurde, bitten wir Beteiligte oder Beobachter eines möglichen Unfalls im Zeitraum um den 10. Januar, sich bei der Polizei zu melden. Sollte sich der Verdacht erhärten, wäre dies innerhalb von zwei Jahren der vierte Luchs, der im Landkreis Freyung-Grafenau bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist.
Luchs kämpft in Bayern ums Überleben

Der Luchs kämpft in Bayern ums Überleben. Auf der vor kurzen neu erschienenen Roten Liste bedrohte Säugertiere in Bayern wird er als „extrem selten“ eingestuft und somit als „vom Aussterben bedroht“ in der Kategorie 1 geführt. Nicht nur die illegalen Tötungen in den letzten Jahren, sondern auch die Verkehrsopfer gefährden den bayerischen Luchsbestand erheblich. Allein in den letzten zwei Jahren sind im Landkreis Freyung-Grafenau vier Luchse von Autos erfasst und drei davon tödlich verletzt worden. Insgesamt leben derzeit nur ca. 40 Luchse im Freistaat, die Hälfte davon jedoch auch grenzüberschreitend in Tschechien und Österreich.

Mehrere Fälle illegaler Verfolgung haben in der Vergangenheit den bayerischen Bestand ebenso schwer geschädigt. Obwohl der scheue Waldbewohner durchaus auch in anderen Teilen Bayerns leben könnte, besteht eine dauerhafte Population bisher nur im Bayerischen Wald. Es müssen daher alle erdenklichen Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

Der Luchs ist eine Tierart mit enormen Raumansprüchen. So sind die Territorien der Männchen bis zu 400 Quadratkilometer groß. Die Luchspopulation im Bayerischen Wald ist daher zum Großteil grenzüberschreitend und ein wichtiger Baustein für die Luchspopulation in Deutschland, Tschechien, Österreich und der Slowakei.

In der Aufnahme von LBV / Marcus Bosch

- das Sterben der bayerischen Luchse setzt sich fort ...


Mehr Informationen

   Polizeidienststelle Freyung


- www.polizei.bayern.de/niederbayern/wir/organisation/dienststellen/index.html/93736

   Rote Liste der Säugetiere in Bayern 2017

- https://www.lbv.de/files/user_upload/Dokumente/LBV_Infoblaetter_kostenfrei/Rote-Liste-Saeugetiere-LFU-2017.pdf

   Luchs in Bayern

- https://www.lbv.de/naturschutz/artenschutz/saeugetiere/luchs/

Quelle

Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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Wir geben dem Leiden ein Gesicht ..
Wir geben dem Leiden ein Gesicht ..
Wir geben dem Leiden ein Gesicht ..

23/24.01.2018

Südeuropa.
Man mag es kaum glauben, doch in wunderschöner Kulisse zeigt sich auch unsägliches tierisches Leid. Doch das Sterben von Katze und Hund findet vielfach außerhalb des menschlichen Fokus statt.

Wir möchten dem Leid auch ein Gesicht geben und haben uns entschlossen einige Aufnahmen, die uns Bernhard Schmalisch zur Verfügung gestellt hat, hier zu veröffentlichen

Mehr zum Thema

- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=98129

In der Aufnahme
- Hund der auf dem Dachträger des Fahrzeuges festgebunden war  ... hier konnte erfolgreich interveniert werden ... keine Aufnahmen für ein schwaches Gemüt


UNESCO-Geoparks ...
UNESCO-Geoparks ...
UNESCO-Geoparks Schwäbische Alb und Harz - Braunschweiger Land – Ostfalen von UNESCO überprüft

23/24.01.2018

Grünes Licht für Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen, gelbe Karte für Schwäbische Alb

Nach einer Überprüfung im Jahr 2017
hat der internationale Rat der UNESCO-Geoparks entschieden, dass der Geopark Harz - Braunschweiger Land – Ostfalen aufgrund seiner erfolgreichen Arbeit den Titel „UNESCO-Geopark“ für mindestens vier weitere Jahre tragen darf. Der UNESCO-Geopark Schwäbische Alb erhielt eine gelbe Karte – seine Anerkennung wurde zunächst nur um zwei Jahre verlängert.

UNESCO-Geopark Schwäbische Alb
In der Entscheidung zum UNESCO-Geopark Schwäbische Alb kritisiert die UNESCO, dass der Geopark weiterhin unzureichend mit Personal und Finanzmitteln ausgestattet ist. Das wurde bereits in vorherigen Evaluierungen beanstandet. Die UNESCO-Gutachter rufen zudem unter anderem dazu auf, den Geopark mit einer klaren Beschilderung auszustatten und internationale Partnerschaften auszubauen. Ähnliche Empfehlungen hatte zuvor auch schon das deutsche Nationalkomitee für UNESCO-Geoparks ausgesprochen. Der Geopark wird im Jahr 2020 erneut überprüft.

Der UNESCO-Geopark Schwäbische Alb umfasst viele geowissenschaftliche Juwele rund um das Zentrum der im Jura entstandenen Tafellandschaft zwischen Rhône und Franken. Die Stratigraphie des Jura, also die weltweite genutzte Untergliederung dieses Erdalters, wurde hier entwickelt. Die Jura-Abschnitte Aalenium und Pliensbachium wurden nach Orten der Schwäbischen Alb benannt. Bekannte Fossilienfundstätten liegen hier ebenso wie Fundorte der ältesten Skulpturen und Musikinstrumente der Menschheitsgeschichte. Die Karstlandschaft bietet Dolinen, Fossilienriffe, Karstquellen und viele Höhlen.

UNESCO-Geopark Harz - Braunschweiger Land – Ostfalen
Trotz positiver Evaluierung wurden auch für die Weiterentwicklung des UNESCO-Geoparks Harz - Braunschweiger Land – Ostfalen Empfehlungen ausgesprochen, wie etwa der Ausbau des mehrsprachigen Angebots für internationale Besucher. Der Geopark wird im Jahr 2022 erneut überprüft.

Der UNESCO-Geopark Harz – Braunschweiger Land
– Ostfalen umfasst den Harz und das nördlich davon gelegene Braunschweiger Land bis zum Flechtinger Höhenzug. Die vielfältige Landschaft bietet Trias-Gesteine entlang von Salz-Antiklinalen, Schiefer, Dinosaurierreste, Sediment- und  vulkanische Gesteine sowie Karstlandschaften. Am Nordrand des Mittelgebirges gilt ein Teilgebiet des Geoparks als die „Klassische Quadratmeile der Geologie“. Besonders ist auch die über 1.000 Jahre zurückreichende Bergbau- und Forschungsgeschichte.

Hintergrund
UNESCO-Geoparks sind Regionen, die Erdgeschichte besonders anschaulich zeigen, bedeutende Fossilfundstellen oder Gesteinsformationen vorweisen. Durch Bildung, Schutz und Förderung einer nachhaltigen Entwicklung machen sie das Erbe ihrer Landschaft erlebbar, für Bewohner wie für Besucher. Sie schaffen Identifikation mit der Region, fördern Tourismus und machen Herausforderungen des globalen Wandels in der Region zum Thema. Derzeit gibt es 127 UNESCO-Geoparks in 35 Ländern, sechs davon in Deutschland: Bergstraße-Odenwald, TERRA.vita, Schwäbische Alb, Vulkaneifel, Harz–Braunschweiger Land–Ostfalen sowie der deutsch-polnische Geopark Muskauer Faltenbogen. UNESCO-Geoparks werden alle vier Jahre einer erneuten Qualitätsprüfung unterzogen.


Pressekontakt

Deutsche UNESCO-Kommission
Pressesprecherin
Katja Römer
Telefon: +49 228-60497-42
E-Mail: roemer(at)unesco.de
 
Quellenangabe

Deutsche UNESCO-Kommission e.V. • Colmantstraße 15 • 53115 Bonn
Telefon: 0228-60497-44 • Internet: www.unesco.de/presse


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In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch

- Stieglitze

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Erfassung der Brutvögel wird digitalisiert
 Erfassung der Brutvögel wird digitalisiert
Vogelmonitoring leicht gemacht: Erfassung der Brutvögel wird digitalisiert

22/23.01.2018

   Projektstart für Entwicklung digitaler Werkzeuge zur Vogelerfassung
   BfN-Präsidentin: Naturschutz kann dadurch künftig schneller auf aktuelle Entwicklungen reagieren

Bonn/Münster, 22. Januar 2018:
Naturbegeisterte beobachten zur Brutzeit Vögel, erfassen sie im Smartphone oder Tablet und bereits kurz nach Ende der Brutsaison liegen wissenschaftlich belastbare Angaben zu überregionalen Bestandsveränderungen gegenüber den Vorjahren vor. Noch ist das Zukunftsmusik. Mit einem neuen Forschungsvorhaben will der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA), zusammen mit Expertinnen und Experten aus der Schweiz, diesem Ziel näher rücken und die Voraussetzungen dafür schaffen. Das BfN fördert das nun bewilligte Vorhaben aus Mitteln des Bundesumweltministeriums mit einer Viertelmillion Euro. Es endet im Jahr 2019, weitere Projekte zur Umsetzung sollen folgen.

„Mit unserem Projekt wollen wir das Ehrenamt entlasten, indem wir die Möglichkeiten moderner Techniken nutzen. Bislang erfassen Tausende Ehrenamtliche die Daten für das Brutvogelmonitoring analog auf Papier. Sie werten ihre Beobachtungen händisch aus und schicken sie meist per Post an die regionalen Koordinationsstellen. Das kostet alle Beteiligten viel Mühe und Zeit, bis die Daten schließlich zentral ausgewertet werden können. Mit dem Projekt stärken wir nicht nur die systematischen Vogelerfassungen. Gleichzeitig werden dem Naturschutz wichtige Daten an die Hand gegeben, um künftig schneller auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren“, sagt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel.

Die Grundlage für das Vorhaben hat der DDA mit der Entwicklung des Online-Portals ornitho.de und der Erfassungs-App NaturaList bereits geschaffen. Seit dem Start des Portals im Herbst 2011 können dort schon Gelegenheitsbeobachtungen eingegeben werden. Dies sind jedoch Angaben, die ohne methodische Vorgaben erhoben werden. Das neue Projekt greift die deutlich schwierigere Herausforderung auf, die strengen Standardvorgaben der systematischen Brutvogelerfassungen – Brutvogelmonitoring genannt – auch für Ehrenamtliche gut handhabbar technisch im Portal ornitho.de und der zugehörigen App NaturaList umzusetzen.

„Wir sind fest entschlossen, bei der Datenerfassung in den nächsten Jahren einen Quantensprung zu machen. Erste Erfahrungen zeigen, dass die Ehrenamtlichen – unabhängig vom Lebensalter – die neuen Techniken begeistert nutzen. Die Arbeit im Gelände erhält dadurch einen noch höheren Stellenwert, wenig geliebte Arbeiten am Schreibtisch entfallen in Zukunft“, beschreibt Dr. Johannes Wahl, als stellvertretender Geschäftsführer des DDA verantwortlich für ornitho.de, die Potenziale der neuen Techniken.

Damit das System fehlerfrei arbeiten und technisch optimiert werden kann, sollen in dem Forschungsprojekt alle Arbeitsschritte des Monitorings und die eingesetzten Methoden überprüft werden, um mit Hilfe von IT-Lösungen Verbesserungen erreichen zu können. Als erstes Produkt soll die App NaturaList so weiterentwickelt werden, dass die Beobachtungen im Monitoring häufiger Brutvögel direkt im Gelände digital erfasst werden können. Dies erleichtert die weiteren Auswertungsschritte bereits erheblich. Dann kann die Feldlerche tatsächlich als Beobachtung unmittelbar in ihrem Smartphone landen.

Hintergrund:
Die systematischen Erfassungen im Vogelmonitoring haben klar definierte Methodenvorgaben, die es ermöglichen, aus den Daten wissenschaftlich belastbare Aussagen über Bestandsveränderungen der Vogelwelt und deren Ursachen zu ermitteln. An den Monitoringprogrammen beteiligen sich zurzeit etwa 6.000 Ehrenamtliche in Deutschland. Bund und Länder fördern diese ehrenamtlichen Programme finanziell im Rahmen der Verwaltungsvereinbarung Vogelmonitoring. Die Ergebnisse des Monitorings werden von Bund und Ländern, aber auch von der Europäischen Union für Naturschutzfragen verwendet.

Wer sich an der Vogelbeobachtung beteiligen möchte und zumindest Grundkenntnisse der Vogelbestimmung mitbringt, kann sich im Online-Portal ornitho.de einbringen. Dort wurden in den sechs Jahren des Betriebs bereits knapp 30 Millionen Datensätze eingegeben. Die bisher erfassten Gelegenheitsbeobachtungen ermöglichen bereits eine erstaunliche Bandbreite von Auswertungen zum Auftreten zahlreicher Vogelarten in den Regionen Deutschlands. Damit die Daten für wissenschaftliche Zwecke genutzt werden können, werden sie mit automatisierten Verfahren und durch ein bundesweites Netz von Regionalkoordinator/innen geprüft.

Über 22.000 Personen haben sich bei ornitho.de bislang registriert. Die Angemeldeten können in ornitho.de neben den eigenen Beobachtungen
auch Daten ansehen, die andere dort eingegeben haben. Dies ist oft eine Inspirationsquelle für die nächste Beobachtungstour. Denn über ornitho.de erfährt man beispielsweise, wo eine bestimmte Art zu beobachten ist oder vielleicht auch erst vor wenigen Minuten entdeckt wurde. Diese ohne methodische Vorgaben ermittelten Gelegenheitsbeobachtungen können mit der Smartphone-App NaturaList direkt im Gelände eingegeben werden. Das dauert nicht länger, als wenn man Notizbuch und Stift zückt, um sich seine Beobachtungen zu notieren, hat aber den Vorteil, dass die Beobachtungen sofort digital verfügbar sind.

Weitere Informationen zum Vogelmonitoring unter www.bfn.de/themen/monitoring/vogelmonitoring.html und www.dda-web.de/index.php?cat=monitoring&subcat=aktuell

Informationen zum Online-Portal ornitho.de unter
: www.ornitho.de

Die Smartphone-App NaturaList für Android kann nutzen, wer im Online-Portal ornitho.de registriert ist. Die App im Google Play Store: https://play.google.com/store/apps/details?id=ch.biolovision.naturalist. Auch die Veröffentlichung einer iOs-Version der App ist geplant. Sie wurde bereits entwickelt und getestet.

Ansprechpartner für das Projekt:

Dr. Johannes Wahl
Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V. (DDA)
An den Speichern 6
48157 Münster
0251 21014000
E-Mail: johannes.wahl@dda-web.de


Quellenangabe


Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn

Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999

E-Mail: info@bfn.de

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In der Aufnahme von Helga Zinnecker

Braunkelchen - Weibchen
[https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=20604]

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"Neues Siegel für Geflügelfleisch"
"Neues Siegel für Geflügelfleisch"
"Neues Siegel für Geflügelfleisch" der Initiative Tierwohl

22/23.01.2018

Die Initiative Tierwohl hat heute auf der Grünen Woche in Berlin ihr "neues Siegel für Geflügelfleisch" vorgestellt. Dazu kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes:


„Die Initiative Tierwohl (ITW) taugt nicht aus Tierschutzsicht und nun endgültig auch nicht mehr aus Verbrauchersicht. Mit der unterschiedlichen Bewerbung von Schweine- und Geflügelfleisch betreibt die ITW "Koma-Labelling". Es ist ohnehin nicht nachvollziehbar, wieso der Bundeslandwirtschaftsminister überhaupt eine Branche bei weiteren Planungen - zu seinem staatlichen Tierwohllabel - einbezieht, bei der es etwa für die Pute noch nicht einmal einen gesetzlichen Standard gibt.

Das alles ist Verbraucherbetrug reinsten Wassers. Hier offenbart sich, worum es der Schweine- und Geflügelbranche bei dem Konstrukt ITW ging: Den Gesetzgeber so einseifen, dass sich am viel zu niedrigen gesetzlichen Standard nichts ändert. Und das, obwohl die Mehrheit der Gesellschaft erkennbar mehr Tierschutz im Stall will."

Quellenangabe/Foto:

Deutscher Tierschutzbund e.V.
Bundesgeschäftsstelle
In der Raste 10
53129 Bonn

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NABU: GroKo muss beim Umweltschutz nachschärfen
NABU: GroKo muss beim Umweltschutz nachschärfen

22/23.01.2018

Tschimpke: Politischer Einfluss auf den Wandel in Gesellschaft und Wirtschaft ist notwendig für den Schutz unserer Erde
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Berlin
–  Nachdem die Delegierten des SPD-Parteitags grünes Licht für den Start der Koalitionsverhandlungen von Union und SPD erteilt haben, fordert der NABU von der neuen GroKo deutliche Verbesserungen beim Natur- und Umweltschutz.

„Das Wiedererwachen des selbsternannten Vorreiters Deutschland im Umweltschutz wäre ein klares Signal an Europa und die Welt. Die künftige Bundesregierung muss mit ihrem Einfluss auf Gesellschaft und Wirtschaft den Umwelt- und Naturschutz stärken. Zentrale Punkte für eine zukunftsfähige ressourcenschonende Umweltpolitik und damit den Schutz unserer Erde und Lebensgrundlagen sind eine nachhaltige Landwirtschaftspolitik durch eine Agrarreform sowie eine Energie- und Verkehrspolitik, die die Klimaziele endlich ohne Wenn und Aber umsetzt. Der Stopp des Verlustes biologischer Vielfalt und der Erderwärung dulden keinen Aufschub. Andernfalls droht bei diesen Themen erneuter Stillstand wie bei der letzten GroKo“, sagt NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Die künftige Bundesregierung muss sich dem Leitbild der Nachhaltigkeit verpflichten und sich – erneut – klar zu den 2015 weltweit verbindlich beschlossenen UN-Nachhaltigkeitszielen bekennen.


Der NABU nennt die Punkte für eine zukunftsfähige Umwelt- und Naturschutzpolitik:


1)    Die Reduktion der Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent ist möglich und machbar. Wichtige Punkte dabei sind der Kohleausstieg bis spätestens 2035 und ein Klimaschutzgesetz, das die international vereinbarten Klimaziele konsequent in Deutschland vorantreibt. Das wird nur im Einklang mit verbindlichen Effizienzzielen im Wärme- und Gebäudesektor durch ein Energie-Effizienzgesetz funktionieren. Die Energiewende muss von einem Einstieg in die Verkehrswende flankiert werden. Das für 2030 geltende sektorale Klimaschutzziel ist vor allem durch folgende Maßnahmen zu unterlegen: Einführung ambitionierter CO2-Grenzwerte für Pkw und Lkw, sowie einer verstärkten Elektrifizierung des Straßen- und Schienenverkehrs. Zur Erreichung der Luftreinhaltewerte müssen die Privilegien für Dieselfahrzeuge abgebaut, die Voraussetzungen zur Einführung der Blauen Plakette geschaffen, sowie schmutzige Dieselfahrzeuge auf Kosten der Hersteller mit wirksamer Abgastechnik nachgerüstet werden.

2)    Eine neue Landwirtschaftspolitik, die strikt am Prinzip „öffentliches Geld für öffentliche Leistung“ ausgerichtet ist und über geänderte Förderinstrumente der EU zum Erhalt der biologischen Vielfalt und nachhaltig wirtschaftender Bauernhöfe beiträgt. Hierzu ist auf EU-Ebene ein Naturschutzfonds von mindestens 15 Milliarden Euro jährlich einzurichten. Auch das LIFE-Programm der Europäischen Kommission muss auf eine Milliarde Euro jährlich aufgestockt werden.

3)    In der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) sind ausreichend Mittel zur Kofinanzierung der EU-Naturschutzförderung sowie für weitere Aufgaben von übergeordneter Bedeutung bereitzustellen. Das Bundeskonzept grüne Infrastruktur und das Bundesprogramm Wiedervernetzung müssen mit Leben gefüllt und der nationalen Biotopverbund gestärkt werden, u. a. in dem zukünftig mindestens ein Prozent der Investitionen in Bundesfernstraßen für Maßnahmen zur Wiedervernetzung von Lebensräumen verwendet wird.

4)    Der Meeresschutz muss institutionell gestärkt werden, um Arten und Lebensräume an unseren Küsten besser zu schützen. Um Meeresschutz- und Klimaschutzziele konsequent umzusetzen, muss sich die zukünftige Bundesregierung von dem fragwürdigen Gaspipeline-Projekt Nord Stream 2 verabschieden.

5)    Deutschland ist ein Land mit produzierender, also rohstoffverbrauchender Industrie und Einwohnerinnen und Einwohnern, die wegen ihres hohen Konsums und Wohlstands viel Natur verbrauchen. Dies global auszuweiten, ist nicht möglich, ohne massive Schäden an unserem Planeten in Kauf zu nehmen. Konsequenterweise ist politisch alles daran zu setzen, dass weniger natürliche Ressourcen und diese effektiver und effizienter verbraucht werden. Das ist erreichbar durch soziale Innovationen, Ressourcensteuern, eine ökologische Produktpolitik und öffentliche Beschaffung sowie eine bessere Kreislaufwirtschaft.

Mehr Infos:
www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/gesellschaft-und-politik/deutschland/wahl2017/23817.html

Für Rückfragen:
Pieter de Pous, Fachbereichleiter Naturschutz und Umweltpolitik, Tel +49 (0)30.284984-1601, Mobil +49 (0)173.4224547, E-Mail: Pieter.dePous@NABU.de

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NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Nicole Flöper | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958  | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

Quelle
NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 8/18 | 22. JANUAR 2018


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Jugend forscht - Realschule Ebrach
Jugend forscht - Realschule Ebrach
Bodenzusammensetzung im Schulwald

21/22.01.2018

Ebrach
. Letztes Jahr nahmen wir bereits mit diesem Projekt in der Wettbewerbssparte Schüler experimentieren teil und bekamen viele wertvolle Tipps zur Verbesserung unserer Arbeit. Wir nahmen erneut mehrere Erdproben in unserem Schulwald mit Hilfe eines 90cm langen Kernbohrers. Dabei arbeiteten wir mit dem örtlichen Forstamt in Ebrach zusammen.

Wir analysierten den Boden auf pH-Wert, Ammonium-, Nitrat-, Nitrit- und Phosphorgehalt mit einem VISOCOLOR Bodenkoffer. Zusätzlich führten wir eine Sedimentanalyse durch. Nach all diesen Experimenten erhielten wir unsere Ergebnisse, die im hinteren Teil dieser Arbeit aufzufinden sind. Zusätzlich versuchten wir uns diesmal mehr auf die Höhen zu spezialisieren, um zu sehen welche Bodennährstoffe welche Pflanzen zum Wachsen brauchen. Erneut wollen wir wissen, in welchem Zustand sich unser Waldstück befindet und kamen wieder auf ein sehenswertes Ergebnis.

Mehr zum Projekt der Realschule Ebrach:

- https://www.artenschutz-steigerwald.de/?id=98113&do=download_file



.. Ökologische Vorrangflächen sind nutzlos ...
.. Ökologische Vorrangflächen sind nutzlos ...

Fast 90 Prozent der Ökologischen Vorrangflächen sind nutzlos

21/22.01.2018

Landwirtschaft muss endlich Beitrag gegen Artensterben leisten – Greening ist nicht wirklich grün

Ökologische Vorrangflächen (ÖVF)
sollen eigentlich mithelfen, den galoppierenden Artenschwund aufzuhalten. Konventionelle landwirtschaftliche Betriebe mit mehr als 15 Hektar Ackerland sind deshalb verpflichtet, mindestens fünf Prozent ihrer Fläche als solche bereitzustellen. Somit soll die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft wieder erhöht werden. Eine internationale Studie* kommt nun aber zum dem Schluss, dass der Großteil der Maßnahmen keinen positiven ökologischen Effekt hat und für die Artenvielfalt völlig bedeutungslos ist

Rebhühner sind typische Feldvögel und profitieren kaum von den aktuellen Regelungen

Von den insgesamt zehn möglichen Maßnahmen haben lediglich Landschaftselemente, Blühstreifen und Brachen
einen Nutzen für die Natur. Diese drei Maßnahmen werden aber lediglich auf 14 Prozent der ökologischen Vorrangflächen in Bayern umgesetzt. Dabei haben ökologische Vorrangflächen ein hohes Potenzial. Im Zuge der am Samstag in Berlin stattfindenden Demonstration „Wir haben Agrarindustrie satt“ fordern wir deshalb: Wir brauchen ein neues Fördersystem, bei dem Landwirte Prämien nur für echte Umweltleistungen erhalten. Nur so können wir die gewaltigen Herausforderungen zur Rettung der Biodiversität und zum Klimaschutz bewältigen. Das in Bayern praktizierte Greening ist untauglich und muss dringend verbessert werden.


Mehr zum Thema
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=21000&cid=&id=98095

Quelle

Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.

Aufnahme
LBV / Tunka

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Mehr zum Rebhuhn auf unserer Seite

- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=21768

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Greenpeace-Kletterer demonstrieren ...
Greenpeace-Kletterer demonstrieren ...
Greenpeace-Kletterer demonstrieren auf der Grünen Woche für bessere Tierhaltung

21/22.01.2018

Berlin, 19. 1. 2018 –
Für bessere Bedingungen in den Ställen und eine verpflichtende Haltungskennzeichnung beim Fleisch demonstrieren Greenpeace-Aktivisten am ersten Tag der Grünen Woche, der weltgrößten Ernährungsmesse in Berlin.

Auf einem 100 Quadratmeter großen Banner fordern die Umweltschützer am gut 140 Meter hohen Funkturm über dem Messegelände: „Lasst die Sau raus!“ Bereits vor Tagesanbruch hatten Aktivisten „Haltung zeigen! Tierwohl verbessern“ auf eine der Messehallen, den Citycube, projiziert. „Wir brauchen eine ökologische Agrarwende, mit der Tiere besser gehalten und in der weniger Gülle und Antibiotika eingesetzt werden. Bauern sollten künftig ganz auf Glyphosat und bienengefährliche Pestizide verzichten“, sagt Greenpeace-Landwirtschaftsexpertin Stephanie Töwe. „Ignorieren Bauernverband und Landwirtschaftsminister weiterhin Zukunftsthemen wie Klimaschutz und Artensterben, gefährden sie unsere Lebensgrundlagen.“

Mehr zum Thema

- https://www.greenpeace.de/presse/presseerklaerungen/greenpeace-kletterer-demonstrieren-auf-der-gruenen-woche-fuer-bessere


Quelle

Greenpeace e. V.
Hongkongstraße 10
20457 Hamburg


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In der Aufnahme von Albert Meier

- Winterling

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Jugend forscht - Haselmaus 2018
Jugend forscht - Haselmaus 2018
Realschule Ebrach

21/22.01.2018

Unsere Schule beteiligt sich seit vier Jahren, zusammen mit anderen Schulen, Kindergärten und der offenen Behindertenarbeit an dem Haselmausprojekt. Dieses Projekt „Aus die (Hasel-)Maus!?“ der Initiative Artenschutz in Franken wurde offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt.

Mehr zu unserer Arbeit


- https://www.artenschutz-steigerwald.de/?id=98107&do=download_file

Leben im Grenzbereich
Leben im Grenzbereich
Leben im Grenzbereich

21/22.01.2018

Mit dem Nationalpark-Ranger unterwegs durch die Rachelhänge

Spiegelau
. Das Leben im Hochwinter war schon immer hart, sowohl für den Menschen, als auch für Wildtiere. Als zusätzlicher Störenfried für die Tiere kommt der sich arglos vergnügende Skiwanderer noch hinzu. Ist der Skitourengeher abseits der Wege Wildtöter wider Willen? Treibt er den Auerhahn wirklich in den Tod? Ist das Kerngebiet die rettende Insel für die bedrohte Tierwelt?

Diese und weitere Fragen beantwortet Nationalpark-Ranger Günter Sellmayer auf einer Winterwanderung mit Skiern oder Schneeschuhen durch die verschneite Waldwildnis zur alten Racheldiensthütte. Ein Einblick in diese ist im Rahmen der Führung möglich.

Treffpunkt für die etwa vierstündige, kostenlose Führung ist am Samstag, 27. Januar, um 10 Uhr, am P+R in Spiegelau. Die Anreise ist mit der Waldbahn von Zwiesel ab 9:02 und von Frauenau um 9:17 Uhr möglich. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung beim Nationalpark-Führungsservice (0800 077 66 50) möglichst frühzeitig, spätestens jedoch einen Tag vorher, erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.


Quellenangabe

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Freyunger Str. 2
94481 Grafenau    Tel. (08552) 9600 – 0
Fax: (08552) 9600 -100
E-Mail: poststelle@npv-bw.bayern.de
Internet: www.nationalpark-bayerischer-wald.de

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In der Aufnahme von Johannes Rother
- Europäischer Iltis
[https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=57302]

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Neue Chancen für alte Bäume
Neue Chancen für alte Bäume
Neue Chancen für alte Bäume

21/22.01.2018

Der Bayerische Naturschutzfonds fördert das Projekt „Neue Chancen für alte Bäume“ als Teil der gemeinsamen Aktion „Natur in der Stadt“ vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, LBV, Stiftung Mensch & Umwelt und BUND Naturschutz. Ein Schwerpunkt des Projekts ist eine Untersuchung zur Wirksamkeit von Baumschutzverordnungen.
16.01.2018


"In Zeiten des Klimawandels mit steigender Hitzebelastung in den Stadtzentren sind Stadtbäume und innerstädtische Grünflächen als natürliche Klimaanlagen überlebensnotwenig für die Bevölkerung. Dennoch haben wir jedes Jahr dramatische Verlustzahlen bei Bäumen in Bayerns Städten", äußert sich Prof. Dr. Hubert Weiger, Landesvorsitzender des BUND Naturschutz.

Die Sommermonate waren in den letzten Jahren gekennzeichnet von immer neuen Hitzerekorden. Prof. Dr. Paeth von der Universität Würzburg kommt in einer Studie hinsichtlich der Zunahme der Hitzetage für die Klimaregion im Maintal zwischen Schweinfurt und Aschaffenburg zu besorgniserregenden Ergebnissen: die Temperatur steigt bis 2100 um vier bis fünf Grad und die sommerlichen Trockenperioden weiten sich aus. Die bisher im Schnitt zwei Hitzetage (> 30°C) im Sommer werden bis 2100 auf 52 Hitzetage ansteigen.

Die Wichtigkeit von Stadtbäumen betont auch das Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz: "Sie werden künftig eine noch größere Bedeutung erlangen - für die Verbesserung des Stadtklimas, die Lebensqualität der Menschen und die Artenvielfalt" (Pressemitteilung Nr. 117/2016). In Städten sorgt die hohe Wärmespeicherfähigkeit von Beton und Asphalt durch den hohen Versiegelungsgrad zur Stauung der Hitze. Grünflächen spielen daher für die Klimatisierung einer Stadt eine sehr wichtige Rolle. Und vor allem Stadtbäume haben einen enormen positiven Effekt, ein ausgewachsener Laubbaum verdunstet an einem heißen Sommertag bis zu 400 Liter Wasser und entzieht dabei der umgebenden Luft Wärme. Außerdem sind sie effektive Schattenspender: Mit gerade einmal 15 m Kronendurchmesser schafft es ein einziger Laubbaum, eine Fläche von 160 m² mit seinem Schatten zu kühlen. Vor diesem Hintergrund ist es umso dramatischer, dass in den meisten Städten Bayerns jedes Jahr eine große Zahl an Bäumen unwiederbringlich verloren geht.

Das Projekt "Neue Chancen für alte Bäume" soll dazu beitragen, das Bewusstsein für die Situation und die positiven Effekte der Bäume im Siedlungsbereich zu schärfen und nachhaltig ihren Schutz zu gewährleisten. Neben der Erstellung einer Argumentationshilfe zu gesundheitlichen Wirkungen von Stadtnatur und der Konzeption einer Wanderausstellung zur Bedeutung und Funktion von innerstädtischem Grün, liegt der Schwerpunkt des Projekts darauf, die Effektivität von Baumschutzverordnungen zu untersuchen. Ein Aspekt, der auch die Schweinfurter Bürger aktuell stark beschäftigt, die am 28.1.2018 aufgefordert sind, zur Frage "Erhalt oder Abschaffung der Schweinfurter Baumschutzverordnung" Stellung zu beziehen.

Bisher müssen Baumeigentümer vor der Fällung eines Baumes auf ihrem Grundstück eine Genehmigung bei der Stadt einholen. Sollte die Baumschutzverordnung aufgegeben werden, ist nicht einmal mehr ein guter Grund für eine Fällung notwendig. Natürlich ist es auch heute schon möglich, einen Baum zu fällen, wenn dieser z.B. die Gefahr birgt, beim nächsten Sturm umzuknicken oder aufgrund seiner Beschaffenheit, seines Alters oder einer Krankheit eine Gefahr darstellt. Auch bei geplanter Bebauung oder einer erheblichen Beeinträchtigung der Nutzung des Eigentums ist eine Fällung auch mit Verordnung möglich.

Eine häufige Sorge von Baumeigentümern, sie könnten für durch ihre Bäume verursachte Schäden haftbar gemacht werden, ist indes mit Blick auf die allgemeine Rechtslage unbegründet. Die Verkehrssicherungspflicht erfasst diejenigen Maßnahmen, die ein umsichtiger und verständiger und in vernünftigen Grenzen vorsichtiger Mensch für notwendig und ausreichend hält, um andere vor Schaden zu bewahren. Stürzt ein Baum bei einem Unwetter auf das Grundstück eines Nachbarn, muss der Besitzer nicht für Schäden bezahlen, wenn es sich um einen gesunden Baum gehandelt und der Besitzer ihn regelmäßig auf Schäden kontrolliert hat. Für höhere Gewalt wird man nicht haftbar gemacht.

Ein Fall des Oberlandesgerichts Düsseldorf verdeutlicht die Frage der Verkehrssicherungspflicht in Bezug auf eine ca. 200 Jahre alte Eiche. Diese stand auf einem Privatgrundstück und stürzte während eines starken Sturms um und verursachte dadurch Schäden am Gebäude eines Nachbarn. Der Gebäudeversicherer des Nachbarn übernahm die Kosten für die Schadensbeseitigung und wollte vom Eigentümer des Baums das Geld zurückholen. Das Gericht entschied jedoch, es bestünde im konkreten Fall keine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht, da die tatsächlich vorhandene Erkrankung der alten Eiche für einen Laien äußerlich nicht erkennbar gewesen war. Der Eigentümer musste nicht zahlen.

Auch wenn der Baum einer Bebauung im Weg ist, die nicht anders geplant werden kann, kann sich der Eigentümer eine Genehmigung bei der Stadt einholen. Diese ist erfahrungsgemäß auch nicht allzu schwer zu bekommen. Hier gilt nach der Rechtsprechung der Grundsatz, dass ein bebaubares Grundstück wegen Art. 14 GG nicht wegen einer Baumschutzverordnung zum "unbebaubaren" Grundstück gemacht werden kann.

Da Baumschutzverordnungen erst ab einem bestimmten Stammumfang greifen, ist ein gängiges Vorurteil, dass die Bäume dann eben gefällt würden bevor sie "in die Verordnung hineinwachsen". Dieses Vorurteil wird allerdings von einer Befragung widerlegt, die unter den 332 Mitgliedern der Gartenamtsleiterkonferenz beim Deutschen Städtetag durchgeführt wurde. Die dort befragten Experten wiesen diese Einschätzung mehrheitlich zurück.

"Viele Sorgen der Baumeigentümer sind völlig unbegründet und von einer Gängelung der Bürger, wie sie häufig von Gegnern der Baumschutzverordnung ins Feld geführt wird, kann keine Rede sein." äußert sich Edo Günther, 1. Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Schweinfurt. "Fällgenehmigungen können bei vorliegenden Gründen eingeholt werden. Und ein alter, klimabedeutsamer und stadtbildprägender Baum ist eben keine Privatangelegenheit." Neben den vielfältigen gesundheitlichen Wirkungen von Stadtbäumen (positive Effekte sind u.a. bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, ADHS, Stress und sogar beim Body-Mass-Index wissenschaftlich nachgewiesen), haben Bäume einen enormen - und ganz nebenbei: kostengünstigen - Effekt auf das Stadtklima.

Am 28.1.2018 ist der Bürgerentscheid zum Erhalt der Baumschutzverordnung in Schweinfurt. Angesichts der überlebensnotwendigen Bedeutung der Stadtbäume für das Klima und die Gesundheit der Menschen, eine Abstimmung von enormer Tragweite.

Der BUND Naturschutz bietet Bürgern mit weiterem Informationsbedarf und auch bei anderen Fragen rund um das Thema Stadtbäume seit dem 20.12.2018 eine Baumsprechstunde unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 / 78 23 822 (0800/STADTBAUM) an, Montag bis Donnerstag von 9 Uhr bis 13 Uhr sowie unter der Emailadresse stadtbaum@bund-naturschutz.de.

gez. Dr. Daniel Mühlleitner und Christopher Busch,

Projektmanager "Neue Chancen für alte Bäume", Tel. 0911/575294-17 bzw. -18.


Quelle

BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN)

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In der Aufnahme von Jasmin Schreiber

- Blick in "den Steigerwald" ...

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Jagdhunde können Tularämie übertragen
Jagdhunde können Tularämie übertragen
Jagdhunde können Tularämie übertragen

21/22.01.2018

Wien - Mit den bakteriellen Erregern der für Hasenartige oder Nagetiere lebensbedrohlichen Krankheit Tularämie können sich nicht nur Menschen, sondern auch Hunde infizieren.

Mehr auf den Seiten von Proplanta


- https://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Wissenschaft/Jagdhunde-koennen-Tularaemie-uebertragen_article1516429083.html?utm_source=Newsletter20012018&utm_medium=E-Mail-Newsletter&utm_term=24112014&utm_campaign=Agrarnews


Quelle

Proplanta
vetmeduni


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Aufnahme von Bernhard Schmalisch


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Bayerische Igel in Gefahr
Bayerische Igel in Gefahr
Bayerische Igel in Gefahr

21/22.01.2018

Neue Rote Liste für Säugetiere in Bayern führt erstmals auch den Igel – Rückgang der Allerweltsart bedenklich


Zum Jahresende 2017 veröffentlichte das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) eine aktualisierte Rote Liste für Bayerns Säugetiere. Immer noch sind über 40 Prozent der bayerischen Säugetierarten gefährdet. In der Neuauflage steht der Igel auf der sogenannten Vorwarnliste.

Mehr zum Thema auf den Seiten des LBV


- https://www.lbv.de/news/details/bayerische-igel-in-gefahr/


Quelle

Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.


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In der Aufnahme von Johannes Rother

- Nicht nur extreme Lebensraumveränderungen - auch der Straßenverkehr fordert seine Igelopfer ..
. [https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=31797]

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Landwirtschaft braucht grundlegend neue Ziele
 Landwirtschaft braucht grundlegend neue Ziele
NABU: Landwirtschaft braucht grundlegend neue Ziele

20/21.01.2018

Tschimpke: Umwelt, Klima- und Artenschutz nicht weiter auf dem Altar der hoch-intensiven Landwirtschaft opfern
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Berlin –
NABU-Präsident Olaf Tschimpke zur heutigen Großdemonstration „Wir haben es satt“ in Berlin:

„Unsere Landwirtschaft braucht neue Ziele – und zwar grundlegend. Der Zustand auf Wiesen und Feldern ist katastrophal, davor können auch der Bauernverband und Agrarminister Schmidt nicht die Augen verschließen. Höfe sterben, Insekten verschwinden, Tiere und Böden leiden massiv.

Wir fordern, dass es sich für Landwirte wieder lohnt, im Einklang mit der Natur zu arbeiten. Die künftige Bundesregierung muss sich klar zu einem Kurswechsel in der Agrarpolitik bekennen. Die milliardenschweren Agrarsubventionen müssen besser verteilt werden – sodass sie Landwirten und Natur gleichermaßen nutzen.

Umwelt, Klima- und Artenschutz dürfen nicht weiter auf dem Altar der hoch-intensiven Landwirtschaft geopfert werden. Dafür gehen wir heute auf die Straße, dafür sprechen sich immer mehr Menschen aus. Und dieses Signal müssen das Bundeslandwirtschaftsministerium und der Bauernverband ernst nehmen: Sie müssen aufhören, umweltfreundliche Reformen zu blockieren. Sonst droht ihnen das gleiche Schicksal wie der Energiewirtschaft. Wer Veränderungen verschläft, hat schon bald ein Problem mit schwindendem Vertrauen.“

An der heutigen Großdemonstration „Wir haben es satt“ nehmen über 150 NABU-Aktive aus ganz Deutschland teil, darunter NABU-Gruppen aus Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Gern stehen wir Ihnen für Interviews und Statements zur Verfügung. Anfragen richten Sie bitte an: Iris Barthel, NABU-Pressereferentin, mobil: 0173-4457393, E-Mail: presse@NABU.de.

Ab 11:00 Uhr finden Sie uns rechts vor der Bühne am Hauptbahnhof. Um 14:00 Uhr spricht NABU-Präsident Olaf Tschimpke auf der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor. Wir freuen uns, Sie vor Ort begrüßen zu können.

Für Rückfragen:
Iris Barthel, NABU-Pressereferentin, mobil: +49 (0)173.4457393


Quelle
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NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Nicole Flöper | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958 | -1588
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NABU-PRESSEMITTEILUNG | 20. JANUAR 2018

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In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Altamsel beim Füttern des Nachwuchses  .. in der modernen Landbewirtschaftung bleibt für die uns begleitenden Arten nicht mehr viel gesundes zum "Futtern" ... der Ausverkauf der Biodiversität schreitet undvermittelt fort ...

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Traurige Rekorde
Traurige Rekorde
Traurige Rekorde

20/21.01.2018

2017 war eines der drei heißesten Jahre


2017 war eines der drei heißtesten Jahre seit Aufzeichnungsbeginn – und das sogar ohne El Niño-Phänomen. Das geht aus Daten von NASA und National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) hervor. Dazu sagt Michael Schäfer, Leiter des Fachbereichs Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland:

„Wir erleben gerade einen traurigen Rekord nach dem nächsten: die gewaltigsten Stürme, die extremsten Dürren
, die stärksten Regenfälle – und nun kommt ein weiterer Temperaturrekord hinzu. Eindrücklicher kann uns die Natur gar nicht mehr zeigen, dass wir ihre – und unsere - Schmerzgrenze erreicht haben. Doch noch können wir durch schnelles Handeln die Erderhitzung begrenzen und weitere Negativrekorde vermeiden. Das gilt für alle Staaten gleichermaßen, aber für Industriestaaten wie Deutschland in besonderem Maße.

Klimaziele aufzugeben, ist keine Option. Wir brauchen mehr Engagement, nicht weniger. Wir müssen jetzt raus aus der Kohle, statt weiter zu hadern. Wir müssen CO2 effektiv bepreisen und nicht länger über den Erneuerbaren-Ausbau streiten. Ein Klimaschutzgesetz, das die Verantwortung für den Klimaschutz auf die verschiedenen Ressorts aufteilt, wäre ein wichtiger erster Schritt. Die nächste Bundesregierung steht in der Pflicht, den Wendepunkt im Kampf gegen die Klimakrise herbeizuführen. Denn noch ist er nicht erreicht.“


KONTAKT

19. Januar 2018

Lea Vranicar

Pressestelle

Tel.: 030 / 311 777 467

lea.vranicar@wwf.de


Quelle


WWF


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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Dompfaffmännchen im Winter 2017/2018 ... zahllose Arten werden durch den Klimawandel gefährdet ...

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Artenkollaps auf dem Land
Artenkollaps auf dem Land

Artenkollaps auf dem Land

19/20.01.2018

Intensiv-Landwirtschaft verursacht dramatischen Artenschwund in Deutschland | WWF fordert ökologischen Neustart in der nationalen und europäischen Landwirtschaftspolitik


Ohne einen ökologischen Neustart in der nationalen und europäischen Landwirtschaftspolitik droht der Artenkollaps auf Deutschlands Feldern und Wiesen. Davor warnt der WWF anlässlich des Auftakts zur "Internationalen Grünen Woche". "Während Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt Jahr für Jahr auf der Grünen Woche Hände schüttelt und durch die Hallen schlendert, geht es Rebhuhn, Feldhamster und Wildbiene stetig schlechter. Ihr Kampf ums Überleben steht stellvertretend für den tausender heimischer Tiere und Pflanzen, die unter den Folgen der intensiven Landwirtschaft leiden", so Jörg-Andreas Krüger, beim WWF zuständig für den Bereich Ökologischer Fußabdruck.

Laut Bundesregierung ist EU-weit jeder zweite in der Agrarlandschaft beheimatete Vogel seit 1980 verschwunden, das sind 300 Millionen Tiere. In Deutschland sank die Masse von Fluginsekten wie Hummel, Biene oder Falter in den letzten 30 Jahren um durchschnittlich 76 Prozent. 30 Prozent aller Ackerwildkräuter stehen auf der Roten Liste des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). "Überdüngte, flächendeckend mit Pestiziden behandelte Anbauflächen verdrängen artenreiche Wiesen und Weiden sowie Äcker mit vielfältigen Fruchtfolgen. Mit ihnen verschwinden Wiesenvögel, Schmetterlinge und Ackerwildkräuter", warnt Krüger vom WWF.

Der WWF fordert, dass sich Deutschland in Brüssel für das Ende der heutigen, rein flächenbezogenen Direktzahlungen stark macht. Finanzielle Unterstützung sollte an verbindliche Ziele beim Klimaschutz, dem Erhalt von Biodiversität und dem Schutz von Wasser und Boden gebunden sein. "Landwirte, die nachhaltig produzieren und damit unsere natürlichen Lebensgrundlagen schützen, dürfen nicht ums Überleben kämpfen, sie gehören angemessen honoriert", unterstreicht Krüger vom WWF.

Opfer der bestehenden Agrarstrukturen ist aus Sicht des WWF nicht nur die Natur, sondern sind auch die Bauern selbst: Die Zahl der Familienbetriebe nimmt seit Jahrzehnten ungebremst ab. Erneut ist die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe gesunken. 1991 waren es noch mehr als doppelt so viele Betriebe wie heute.

Von jeder künftigen Bundesregierung erwartet der WWF daher ein landwirtschaftspolitisches Gesamtkonzept, das den Einsatz von Pestiziden und Düngern reduziert,
die Biologische Vielfalt, Wasser und Boden systematisch schützt und die Zukunft der Landwirte wirtschaftlich sichert.


Zehn Beispiele für bedrohte Feld- und Wiesenarten: Über 50 Prozent der Fläche in Deutschland wird landwirtschaftlich genutzt. Die folgenden Arten stehen beispielhaft für den starken Rückgang tausender Pflanzen und Tiere auf Feldern, Wiesen und Weiden und dessen Ursachen:


1. Feldlerche: In Deutschland sind seit 1990 mehr als eine Million Feldlerchen verschwunden, ihr Gesang ist nur noch selten zu hören. Besonders der verstärkte Anbau von Wintergetreide macht dem Bodenbrüter zu schaffen. Das Wintergetreide ist zum Zeitpunkt der Brut schon dicht und hoch gewachsen, dort findet die Feldlerche für ihr Nest und zur Nahrungssuche keinen Platz. Weicht sie auf offenere Flächen aus, werden die Nester leichte Beute von Füchsen oder Wieseln.



2. Feldhamster: Der Feldhamster steht in Deutschland und Mitteleuropa vor dem Aussterben. Wenn der Feldhamster seine Wintervorräte anlegen will, findet er kaum noch Feldkörner und Samen. Denn in der intensiven Bewirtschaftung sind die Felder bereits abgeerntet und die Stoppeln werden gleich umgebrochen. Viele andere Wildkräuter am Feldrand sind durch den Einsatz von Unkrautvernichtern rar. Der Nager wird zudem in den kahlen Flächen schnell Opfer von Fuchs und Bussard.



3. Kornrade: Früher gelangte der Samen der Kornrade mit jeder neuen Aussaat wieder in den Boden. Heute sortieren moderne Methoden zur Aufbereitung des Saatguts ihn aus. Das Nelkengewächs ist deshalb im Freiland sehr selten geworden.



4. Sommeradonis-Röslein: Das Sommeradonis-Röslein war auf vielen Getreideäckern weit verbreitet. Der Einsatz von Unkrautvernichtern und die intensive Bearbeitung der Äcker lässt die farbenprächtige Art stark zurückgehen.



5. Braunkehlchen: Die Zahl der Braunkehlchen hat in Deutschland seit der Wiedervereinigung um zwei Drittel abgenommen. Dem Bodenbrüter mangelt es neben Wiesen oder Randstreifen mit bodennaher Deckung auch an Stauden, niedrigen Büsche oder Zaunpfählen für die Jagd auf Insekten. Wo das Braunkehlchen dennoch brütet, gelingt es ihm kaum noch Jungen aufzuziehen. Denn Wiesen werden immer früher und immer häufiger gemäht.



6. Wiesensalbei: Der Düngeüberschuss in Deutschland macht nitratarme Böden, wie sie der Wiesensalbei braucht, zu Mangelware. Zudem fällt er engeren Mähzyklen zum Opfer. Fehlen Wiesensalbei und andere Wiesen- und Ackerwildkräuter, finden Insekten wie Wildbienen weniger Nahrung.



7. Rebhuhn: Das Rebhuhn war einst Allerweltsvogel, Inzwischen ist sein Bestand seit den 90iger Jahren europaweit um über 90 Prozent geschrumpft. Die heutige Agrarlandschaft bietet ihm kaum noch Hecken, breite Ränder oder Gehölze an Feldern. Zudem blühen Kräuter und Ackerwildkräuter immer seltener und somit gibt es auch immer weniger Insekten. Die Hauptnahrungsquellen des Rebhuhns versiegen.



8. Hauhechel-Bläuling: Viele Bestände heimischer Schmetterlingsarten schrumpfen, auch die Zahl der Hauhechel-Bläulinge ist im Sinkflug begriffen: Sein Lebensraum sind kleine Brachlandschaften und blumenreiche Wiesen. Die gibt es aber immer weniger. Manche Schmetterlingsart braucht ganz spezielle Pflanzen zur Larvenablage, fehlt die Pflanze, gibt's keinen Falternachwuchs.



9. Wildbienen: Von den über 550 in Deutschland beheimateten Wildbienenarten sind laut Roter Liste des BfN mittlerweile 31 vom Aussterben bedroht, 197 gefährdet und 42 auf der Vorwarnliste. Typische Lebensräume wie Sandwege, alte Hecken, Totholz oder Steinhaufen sind in vielen Regionen Deutschlands verschwunden. Der Rückgang an Blühpflanzen führt zudem dazu, dass es Wildbienen insbesondere im Spätsommer an Nahrung fehlt. Der Einsatz von Neonikotinoiden setzt den Insekten zusätzlich zu.



10. Ortolan: Der Ortolan oder auch Gartenammer brütet hauptsächlich in Feldgehölzen, an Waldrändern und in den letzten Streuobstquartieren. Da immer mehr Obstbäume verschwinden und Felder so zusammengelegt wurden, dass Hecken und Feldgehölze Mangelware sind, fehlt ihm Raum für seine Nester. In Deutschland wird der Brutbestand noch auf 4.000 bis 5.000 Brutpaare geschätzt.


KONTAKT

Wiebke Elbe

Pressestelle WWF

Tel: 030-311777-219

wiebke.elbe(at)wwf.de


Quelle

WWF
18.01.2018


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In der Aufnahme von Helga Zinnecker

- Feldhamster [https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&id=20704] .. von wegen die Artenvielfalt findet sich noch auf dem Land wieder .. in erschreckendem Ausmaß brechen die
Popilationen der Biodiversität hier weg.
Eine verfehlte und mehr als artenferne Landbewirtschaftung
leistet hierzu einen gravierenden Beitrag ... den Feldhamster müssen wir bereits "mit der Lupe suchen" ...

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Umweltbildung hautnah erleben ...
Umweltbildung hautnah erleben  ...
Eine Chance für die Gaukler der Lüfte

19/20.01.2018

Artenschutz-Umweltbildungsprojekt Schmetterlinge

Artenschutz in Franken®, Gemeinde Ittlingen, Grundschule Ittlingen und Familienzentrum Ittlingen bringen sich für die Erhaltung im Bestand gefährdeter Falter ein.


Baden-Württemberg / Ittlingen
.Schmetterlinge sind der Inbegriff des Sommers, mit ihrer vielfach bunten Körperzeichnung konnten diese Tiere schon immer auch die Aufmerksamkeit des Menschen erregen. Diese sehr filigranen Geschöpfe zeigen sich in einer bemerkenswerten Vielfalt. Doch gerade diese Vielfalt ist zunehmend gefährdet, da immer mehr Arten auf den Roten Listen zu finden sind.

Von den in der Bundesrepublik Deutschland erfassten rund 1.450 Großschmetterlingsarten zeigen sich fast 50 % als im Bestand gefährdet, oder sind bereits ausgestorben.

Mit dem Projekt „Eine Chance für die Gaukler der Lüfte“ wollen wir auch auf diese mehr als bedenkliche Entwicklung hinweisen.Mehr noch, durch die Anlage sogenannter Schmetterlings-Hotspots
schaffen wir regional begrenzt hochwertige Lebensräume. Spezielle Informationseinheiten möchten auch und gerade dazu beitragen ein zunehmend erkennbares Wissensdefizit über die Ansprüche und die Lebensweise dieser Insekten zu beheben, um für deren Erhaltung zu werben.  

Das Projekt wird durch die Deutsche Postcode Lotterie gGmbH, die Margarete Müller - Bull Stiftung und durch die Stiftung "Unsere Erde" unabhängig gefördert.

In der Aufnahme
- Die Vorschulkinder des Familienzentrums in Ittlingen sind die Patenkids des Projektes ..

Erleben Sie die Entwicklung des Projektes hautnah mit:

- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&cid=&id=97815


Mit Hand und Herz für den Moorschutz im Einsatz
Mit Hand und Herz für den Moorschutz im Einsatz
Mit Hand und Herz für den Moorschutz im Einsatz

18/19.01.2018

In Zusammenarbeit mit dem „Bergwaldprojekt e.V.“ verbringen zurzeit 24 Freiwillige je eine Woche im Nationalpark Jasmund. Ziel ihrer Freizeitwoche sind jedoch nicht die beliebten Panorama-Wanderrouten, sondern die Moore im Schutzgebiet.


Dort errichteten sie in der vergangenen Woche fünf Staubauwerke, fast gänzlich in Handarbeit. Mit einem Gemisch aus Sägespänen und Holzhackschnitzel wurden die alten Entwässerungsgräben verfüllt und mit Binsen bepflanzt. Damit dieser „Stopfen“ nicht ausspült, musste zuvor eine Spundwand aus Holz in den Torf eingebaut werden. In dieser Woche setzen weitere 24 ambitionierte Helfer die Arbeiten fort. Jana, Landschaftsplanerin aus Berlin, ist eine von ihnen. “Ich plane sonst Naturschutzmaßnahmen im Büro und wollte einfach mal selbst mit Hand anlegen.”, begründet sie ihre Motivation.

Viele Moore im Nationalpark Jasmund wurden vor der Ausweisung des Schutzgebietes durch Meliorationsmaßnahmen tiefgründig entwässert. Damit ging ein stetiger Torfschwund einher. In der Folge entwichen klimaschädliche Treibhausgase und wurden Amphibien, wie Rotbauchunke und Kammmolch, und auch Pflanzen, wie Sonnentau und Wollgras, immer seltener.

„Ohne Wasser kein Moor“ – das spürten die Bergwaldprojekt-Helfer bei ihrem Einsatz hautnah.

Alles Handarbeit – schwere Technik würde dem Moorkörper schaden.

„Unsere Aufgabe ist nun die Wiederherstellung der natürlichen Wasserstände in den entwässerten Mooren. Ein gewaltiger Auftrag, weil auf einem Moorkörper der Einsatz von schwerer Technik nicht möglich ist. Deshalb sind die vielen anpackenden Hände eine große Hilfe für unsere Moore und ihre Tier- und Pflanzenwelt.“, freut sich Dr. Ingolf Stodian, der für das Gebietsmanagement zuständige Dezernent des Nationalparkamtes, über die Unterstützung der Helfer aus ganz Deutschland.

„Im Untergrund der Stubnitz wirkt die Kreide als Wasserstau. Die gewaltigen Gletscher der letzten Eiszeit formten dort Senken in die Kreide, in denen sich Moore gebildet haben. Mehr als 100 Moore sind mosaikartig im Nationalpark verteilt. Einige bestehen aus bis zu 10 Meter dicken Torfschichten, “ ergänzt der Dezernent und Geologe zur Geschichte der Jasmunder Moore.

Mehr zum Bergwaldprojekt: www.bergwaldprojekt.de

Die Moore im Nationalpark: mehr
- www.nationalpark-jasmund.de/index.php?article_id=24

In der Aufnahme:
"Mooreinsatz"

Quelle
Nationalparkamt Vorpommern

Fotos
Ingolf Stodian

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Kein Stromschlag fürs Meer
Kein Stromschlag fürs Meer
Kein Stromschlag fürs Meer

18/19.01.2018

WWF begrüßt klare Position des EU-Parlaments zur Elektrofischerei


Das europäische Parlament hat heute über die Ausgestaltung der EU-Fischerei abgestimmt. In der Verordnung sind 33 Rechtsvorschriften zusammengefasst, die regeln, wie, wann und wo künftig gefischt werden darf – auch die umstrittene Fangmethode der Elektrofischerei fällt darunter. Sie soll nach Willen des EU-Parlaments endgültig verboten werden.

„Wir begrüßen, dass sich das EU-Parlament heute stark gegen die Elektrofischerei positioniert hat, damit steigen die Chancen, dass es in folgenden Verhandlungen mit Ministerrat und Kommission zu einer umweltverträglichen Lösung kommt. Sowohl die bisherige Fangmethode mit schweren Scheuchketten als auch die Elektrofischerei haben Auswirkungen auf das Ökosystem, die erforscht sein müssen, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird. Dabei darf man nicht nur kommerziell wichtige Fischarten betrachten, auch Bewohner des Meeresbodens spielen eine zentrale Rolle im Ökosystem.

Die Auswirkungen der Stromstöße auf sie, den Meeresboden an sich oder auf Haie und Rochen, die sich an elektromagnetischen Feldern orientieren, sind nicht ausreichend erforscht. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung für Elektrofischerei liegt noch nicht vor.“, sagt Stella Nemecky, Fischereiexpertin des WWF Deutschland. „Momentan werden Schollen mit schweren Ketten vom Meeresboden aufgescheucht. Das ist entsetzlich für den Meeresboden und muss unbedingt verbessert werden, aber es wäre unverantwortlich dem Ökosystem zusätzlich neue Schäden durch unzureichend geprüfte Fangtechniken aufzubürden. Dagegen lassen sich Vorteile wie geringerer Treibstoffverbrauch auch nicht aufrechnen“.

In Verhandlungen mit Ministerrat und EU-Kommission muss nun eine Einigung über die finale Regelung erzielt werden.

Jungfische werden der avisierten neuen Fischereiregelung jedoch zum Opfer fallen, kritisiert der WWF. Die Jungtiere enden in Fischernetzen, bevor sie geschlechtsreif werden und zum Erhalt des Bestandes beitragen können. „Wir rauben dem Fischbeständen die Zukunft, wenn massenhaft Jungfische beigefangen werden. Damit schädigen wir das Gleichgewicht  im Nahrungsnetz und verschwenden zukünftige Fänge“, so Nemecky. Das EU-Parlament hat sich heute gegen konkrete Zielvorgaben und Fristen zur Verringerung von Jungfischbeifang ausgesprochen.

Die EU-Parlamentarier haben außerdem dafür gestimmt, dass durch technische Maßnahmen der Beifang von Seevögeln in Nord- und Ostsee zukünftig verhindert wird. Auch zusätzliche Maßnahmen zum Schutz von Delfinen und Schweinswalen unterstützte das Parlament heute. 200.000 Seevögel, sterben jedes Jahr in EU-Gewässern, obwohl viele unter die EU-Vogelschutz- bzw. Habitatschutz-Richtlinie fallen. WWF befürchtet jedoch, dass diese vom Parlament beschlossenen Schutzbemühungen in den Trilogverhandlungen nicht erhalten bleiben.

Kontakt:

Britta König

Pressestelle

Tel: 040 530 200 318

britta.koenig@wwf.de


Quelle
WWF

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Artenschutz in Franken®

In der Aufnahme von Axel Donning
- Kegelrobbe [https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=21232]

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Nationalpark pflegt Kontakte zu Almbauern
Nationalpark pflegt Kontakte zu Almbauern
Nationalpark pflegt Kontakte zu Almbauern

18/19.01.2018

Einmal jährlich lädt die Nationalparkverwaltung Berchtesgaden die Almbäuerinnen und Almbauern im Schutzgebiet zu einem Informations- und Erfahrungsaustausch ein.


An zwei aufeinander folgenden Abenden kamen knapp 40 Weideberechtigte aus den Revieren Königssee, Au-Schapbach und Hintersee im Nationalparkzentrum „Haus der Berge“ in Berchtesgaden zusammen, um sich aus erster Hand von Nationalpark-Leiter Dr. Roland Baier (l.) und seinen Mitarbeitern über laufende Projekte, Rahmenbedingungen zur Kaserfixierung und geplante Vorhaben im Jahr 2018 zu informieren. Maria Stöberl (Mitte) vom Verband der Forstberechtigten im Chiemgau e.V. berichtete über erste Ergebnisse aus dem Weideprojekt bei den Watzmannalmen und informierte über rechtliche Aspekte bei der Verschiebung von Weidezeiten und der Verpachtung von Almweiderechten.

Anschließend hatten die Almbauern Gelegenheit, eigene Anliegen vorzubringen und mit den Mitarbeitern der Nationalparkverwaltung zu diskutieren. Neben Bezirksalmbauer Kaspar Stanggassinger (r.) nutzten zahlreiche weitere Weideberechtigte die Gelegenheit zu einem persönlichen Austausch.

Quelle/Foto:
Nationalparkverwaltung Berchtesgaden

Weitere Informationen:

Nationalparkverwaltung Berchtesgaden
Stabsstelle Kommunikation
Carolin Scheiter
Doktorberg 6, 83471 Berchtesgaden

Telefon: +49 8652 9686-130
Telefax: +49 8652 9686-40
pressestelle@npv-bgd.bayern.de
www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de


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Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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Letzte Aktualisierung:
19.02.2018 um 20:33 Uhr
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