Funktionalität des Amphibienaufstiegs
Ergebnisse des Projekt`s „Aufstiegshilfen für Amphibien in künstlichen Kleinstrukturen“
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Projektübersicht
Das vorliegende Projekt widmet sich dem Schutz heimischer Amphibienarten wie Erdkröte, Grasfrosch, Teichmolch und Kammmolch. Ausgangspunkt war die zunehmende Gefährdung dieser Arten durch Lebensraumverluste, klimatische Veränderungen sowie insbesondere durch künstliche Kleinstrukturen, die als unbeabsichtigte Fallen wirken.
Ziel des Projekts ist die Entwicklung, Erprobung und langfristige Etablierung geeigneter Aufstiegshilfen, um das Verenden von Amphibien in solchen Strukturen zu verhindern und gleichzeitig ein übertragbares Modell für den praktischen Artenschutz zu schaffen.
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Durchgeführte Maßnahmen im Berichtszeitraum (Jahr 1–2 / 2025–2026)
2.1 Auswahl und Dokumentation von Problemflächen
Im ersten Projektjahr wurden geeignete Referenzflächen in Oberfranken identifiziert. Dabei lag der Fokus auf:
• Kellerschächten und Lichthöfen
• Stillgewässern ohne Zu- und Ablauf
• Entwässerungsstrukturen mit potenzieller Fallenwirkung
Die ausgewählten Standorte wurden systematisch erfasst und sowohl fotografisch als auch textlich dokumentiert. Dabei konnte die Relevanz künstlicher Kleinstrukturen als Gefahrenquelle eindeutig bestätigt werden.
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2.2 Entwicklung und Herstellung der Aufstiegshilfe
Auf Basis der Standortanalysen wurde eine speziell angepasste, mobile Amphibien-Ausstiegshilfe entwickelt.
Die Konstruktion berücksichtigt:
• unterschiedliche Materialbeschaffenheiten (z. B. Beton, Kunststoff, Erde)
• variable Einbautiefen
• einfache Installation ohne bauliche Eingriffe
Die Herstellung erfolgte durch eine Fachfirma. Die entwickelten Prototypen wurden anschließend an ausgewählten Standorten installiert.
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2.3 Erste Implementierung und Monitoring
Im zweiten Projektjahr wurden die Aufstiegshilfen in prioritären Problemstrukturen eingebracht und erste Monitoringdurchläufe durchgeführt.
Ergebnisse:
• In nicht durchströmten Strukturen (z. B. Kellerschächte, Lichthöfe sowie Stillgewässer ohne Zu- und Ablauf) zeigte die Aufstiegshilfe eine sehr hohe Wirksamkeit.
Amphibien konnten die Vorrichtung zuverlässig nutzen und selbstständig aus den Fallen entkommen.
• In durchströmten Strukturen (z. B. Grabensysteme mit kontinuierlichem Wasserzufluss, etwa durch Rohre) ergab sich ein differenziertes Bild:
o Amphibien orientierten sich verstärkt am Zuflussbereich.
o Insbesondere bei wasserführenden Strukturen mit Eigenschaften eines Laichgewässers (z. B. Temperatur, Geruch, Feuchtigkeit) versuchten die Tiere aktiv, den Ursprung des Zuflusses zu erreichen.
o Dies führte dazu, dass die installierten Aufstiegshilfen teilweise weniger genutzt wurden, da das Verhalten der Tiere auf den Zufluss fokussiert war.
Diese Beobachtungen liefern wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung standortspezifischer Lösungen.
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2.4 Öffentlichkeitsarbeit und Bildung
Begleitend zu den technischen Maßnahmen wurden erste Schritte in der Öffentlichkeitsarbeit umgesetzt:
• Informationsweitergabe an lokale Akteure
• Sensibilisierung für die Problematik künstlicher Fallenstrukturen
• Vorbereitung von Bildungsmaterialien für Schulen und Interessierte
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3. Zielerreichung im bisherigen Projektverlauf
Die im Projekt definierten Ziele wurden im bisherigen Verlauf teilweise erreicht bzw. erfolgreich angestoßen:
• Erfassung von Gefahrenstellen: erfolgreich umgesetzt
• Entwicklung einer funktionalen Aufstiegshilfe: erfolgreich abgeschlossen
• Praxistest: erfolgreich durchgeführt mit differenzierten Ergebnissen
• Modellcharakter: gegeben, insbesondere für nicht durchströmte Strukturen
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4. Bewertung und fachliche Einordnung
Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass einfache technische Lösungen einen unmittelbaren Beitrag zum Artenschutz leisten können.
Besonders hervorzuheben ist:
• Die hohe Effektivität in statischen Systemen (z. B. Schächte, Stillgewässer)
• Die Bedeutung des artspezifischen Verhaltens in dynamischen Wassersystemen
Die eingeschränkte Wirksamkeit in durchströmten Strukturen stellt keinen Misserfolg dar, sondern liefert wertvolle Hinweise für die Optimierung zukünftiger Maßnahmen. Hier besteht insbesondere Anpassungsbedarf hinsichtlich:
• Positionierung der Aufstiegshilfen
• Berücksichtigung von Strömung und Lockwirkungen des Wassers
• Ergänzender Leitstrukturen
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5. Ausblick (Jahre 3–7 / 2027–2030)
Im weiteren Projektverlauf sind folgende Schritte vorgesehen:
• Fortführung und Ausweitung des Monitorings
• Weiterentwicklung der Aufstiegshilfen für durchströmte Systeme
• Ableitung zusätzlicher Artenschutzmaßnahmen auf Basis der gewonnenen Daten
• Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit und Wissenstransfer
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6. Zusammenfassung
Das Projekt zeigt bereits in der frühen Phase eine klare Wirksamkeit und Relevanz. Insbesondere in nicht durchströmten Gefahrenstrukturen konnten signifikante Verbesserungen für den Amphibienschutz erzielt werden.
Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse, dass erfolgreiche Schutzmaßnahmen eine differenzierte Betrachtung der jeweiligen Umweltbedingungen und des artspezifischen Verhaltens erfordern.
Das Vorhaben leistet damit einen wichtigen Beitrag zum praktischen Naturschutz und besitzt das Potenzial, als übertragbares Modellprojekt über die Region hinaus Wirkung zu entfalten.
Abschließend möchten wir der Stiftung Unsere Erde unseren herzlichen Dank für die bisherige Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen aussprechen.
In der Aufnahme
- Am 05.03.2026 konnten wir erstmals erkennen, dass der Aufstieg auch erfolgreich angenommen wird. Ein Erdkrötenmännchen trat dabei als Akteur in Erscheinung.
Funktionalität des Amphibienaufstiegs
In der Aufnahme
- Am 05.03.2026 konnten wir erstmals erkennen, das der Aufstieg auch erfolgreich angenommen wird. Ein Erdkrötenmännchen trat dabei als Akteur in Erscheinung.
Funktionalität des Amphibienaufstiegs
In der Aufnahme
- Am 05.03.2026 konnten wir erstmals erkennen, das der Aufstieg auch erfolgreich angenommen wird. Ein Erdkrötenmännchen trat dabei als Akteur in Erscheinung.
Funktionalität des Amphibienaufstiegs
In der Aufnahme
- Am 05.03.2026 konnten wir erstmals erkennen, das der Aufstieg auch erfolgreich angenommen wird. Ein Erdkrötenmännchen trat dabei als Akteur in Erscheinung.
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