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Döbel (Squalius cephalus)
Bild zum Eintrag (1136912-160)
Der Döbel (Squalius cephalus)

Im klaren Wasser eines langsam fließenden Flusses stand ein großer Fisch regungslos hinter einem überhängenden Busch. Nur seine Flossen bewegten sich leicht, um die Position in der Strömung zu halten. Plötzlich fiel ein Insekt von einem Blatt auf die Wasseroberfläche. Ein kurzer Schatten, ein schneller Ruck – und die Wasseroberfläche wurde wieder ruhig.

Für den Döbel ist der Fluss ein vielseitiger Lebensraum. Doch die Bedingungen ändern sich: Ufer werden befestigt, Schatten verschwindet, und in heißen Sommern wird das Wasser immer wärmer.

Artbeschreibung

Der Döbel (Squalius cephalus) ist ein weit verbreiteter Süßwasserfisch aus der Familie der Karpfenfische.

Merkmale:

  • Körperlänge: meist 30–50 cm, große Exemplare können über 60 cm erreichen
  • Kräftiger, langgestreckter Körper
  • Großer, breiter Kopf mit endständigem Maul
  • Rücken dunkelgrau bis grünlich, Flanken silbrig
  • Bauch hell, Flossen oft leicht rötlich oder orange gefärbt

Lebensraum:
Der Döbel ist anpassungsfähig und kommt in verschiedenen Gewässertypen vor:


  • Flüsse und Bäche mit mäßiger Strömung
  • Kanäle und Seen
  • Bereiche mit Unterständen wie Wurzeln, Steinen oder überhängender Vegetation

Nahrung:
Der Döbel ist ein Allesfresser:


  • Insekten und deren Larven
  • Würmer und Kleinkrebse
  • Pflanzenmaterial und Algen
  • Kleine Fische
  • Auch herabfallende Früchte oder Samen

Diese flexible Ernährung trägt zu seiner großen Anpassungsfähigkeit bei.

Perspektiven im Wandel von Lebensraum und Klima

Der Döbel gilt als relativ robust gegenüber Umweltveränderungen. Dennoch beeinflussen Klimawandel und Gewässerveränderungen seine Lebensbedingungen.

Klimawandel:

  • Steigende Wassertemperaturen können den Stoffwechsel erhöhen und Sauerstoffmangel begünstigen
  • Niedrigwasserperioden im Sommer verringern Lebensraum und Rückzugsbereiche
  • Häufigere Starkregenereignisse können Laichplätze zerstören oder Jungfische verdriften

Als wärmeliebendere Art könnte der Döbel in manchen Regionen zunächst profitieren, während empfindlichere Fischarten zurückgehen. Langfristig bleiben jedoch stabile Wasserstände und ausreichend Sauerstoff entscheidend.

Bedrohungen durch den Menschen

  • Menschliche Eingriffe stellen für den Döbel eine der größten Herausforderungen dar.
  • Gewässerausbau und Begradigung
  • Verlust natürlicher Strukturen wie Kiesbänke, Ufervegetation und Unterstände
  • Weniger Laich- und Rückzugsplätze
  • Uferbefestigungen und Versiegelung
  • Weniger Schatten und stärkere Erwärmung des Wassers
  • Wasserverschmutzung
  • Einträge von Nährstoffen, Schadstoffen und Mikroplastik
  • Sauerstoffmangel durch Überdüngung
  • Querbauwerke
  • Wehre und Staustufen behindern Wanderbewegungen innerhalb des Gewässersystems
  • Freizeitnutzung
  • Störungen durch intensive Nutzung der Uferbereiche
  • Trittschäden an Laichplätzen in flachen Bereichen

Naturnahe Flussrenaturierungen, strukturreiche Ufer und durchgängige Gewässer können die Lebensbedingungen deutlich verbessern.


In der Aufnahme von Peter Hoffmann
  • Döbel (Squalius cephalus)
Döbel (Squalius cephalus)
Bild zum Eintrag (1136914-160)
In der Aufnahme von Peter Hoffmann
  •     Döbel (Squalius cephalus)
Döbel
Bild zum Eintrag (1136915-160)
In der Aufnahme von Peter Hoffmann
  • Der Döbel erreicht eine Körperlänge von fast einem dreiviertel Meter, sowie ein Körpergewicht von etwa 5 Kilogramm.Sein Lebensraum sind Stöme und Flüsse, jedoch auch Teiche und Seen. Hier findet er seine Nahrung in Form von Amphibien, Insekten und Fischen.