Brasse (Abramis brama)
Im tiefen Grün des Altwassers: Ein Morgen mit Abramis
Die Morgensonne kämpfte sich langsam durch den dichten Nebel, der über dem träge fließenden Flussabschnitt lag. Tief unten, im Schutz einer herabhängenden Weide, stand eine Gruppe hochrückiger Fische fast regungslos im schlammigen Grund. Unter ihnen war Abramis, eine stattliche Brasse.
Mit einer eleganten Bewegung ihres Körpers senkte sie den Kopf ab und stülpte ihr Maul rüsselartig nach unten aus. Sie saugte eine Portion weichen Schlamm ein, siebte geschickt ein paar Zuckmückenlarven heraus und stieß den unbrauchbaren Sand durch die Kiemen wieder aus. Für Abramis und ihren Schwarm war dieses ruhige, nährstoffreiche Altwasser die perfekte Heimat – ein Ort des Friedens, der jedoch zunehmend aus dem Gleichgewicht gerät.
Artbeschreibung: Wer ist die Brasse?
Die Brasse (Abramis brama), regional auch als Brachse, Blei oder Bresen bekannt, ist einer der charakteristischsten und häufigsten Friedfische unserer heimischen Gewässer. Sie gehört zur Familie der Karpfenartigen (Cyprinidae) und ist die Namensgeberin der „Brassenregion“ – jener meist tiefen, langsam fließenden oder stehenden Gewässerabschnitte im Unterlauf von Flüssen sowie in nährstoffreichen Seen.
Äußere Merkmale
Lebensweise und Ernährung
Brassen sind ausgesprochene Schwarmfische, die vor allem in den Morgen- und Abendstunden aktiv werden. Als typische Bodenwühler ernähren sie sich von Kleinorganismen, die im Schlamm leben: Wurmarten, kleine Muscheln, Schnecken und Insektenlarven. Beim Fressen hinterlassen die Schwärme oft verräterische Bläschenteppiche an der Wasseroberfläche.
Lebensraumveränderung und Klimawandel: Die Perspektive der Brasse
Obwohl die Brasse als recht widerstandsfähig gilt, verändern der Klimawandel und der menschliche Einfluss ihre Lebensbedingungen drastisch – mit komplexen Folgen für das gesamte Ökosystem.
Überhitzung und Sauerstoffmangel
Im Gegensatz zu Salmoniden oder der Barbe verträgt die Brasse wärmeres Wasser recht gut. Doch auch ihre Toleranz hat Grenzen. Durch langanhaltende Hitzeperioden im Sommer steigen die Wassertemperaturen in Flachseen und Altwassern massiv an. Gleichzeitig sinkt der Sauerstoffgehalt, und es droht die Gefahr von Algenblüten. Kippt ein Gewässer um, sind auch die robusten Brassenpopulationen von Massensterben betroffen.
Verlust von Flachwasserzonen und Austrocknung
Der Klimawandel führt vermehrt zu extremen Niedrigwassern im Sommer. Dadurch trocknen wichtige Flachwasserzonen, Krautkrausecken und angebundene Altwasserarme komplett aus. Dies entzieht der Brasse nicht nur wichtige Nahrungsgründe, sondern zerstört vor allem ihre Laichplätze, da sie auf Wasserpflanzen angewiesen ist.
Die Bedrohungen der Brasse
Auch wenn die Brasse derzeit nicht akut vom Aussterben bedroht ist, steht sie unter permanentem Druck durch verschiedene Umweltfaktoren:
In der Aufnahme von Peter Hoffmann
Die Morgensonne kämpfte sich langsam durch den dichten Nebel, der über dem träge fließenden Flussabschnitt lag. Tief unten, im Schutz einer herabhängenden Weide, stand eine Gruppe hochrückiger Fische fast regungslos im schlammigen Grund. Unter ihnen war Abramis, eine stattliche Brasse.
Mit einer eleganten Bewegung ihres Körpers senkte sie den Kopf ab und stülpte ihr Maul rüsselartig nach unten aus. Sie saugte eine Portion weichen Schlamm ein, siebte geschickt ein paar Zuckmückenlarven heraus und stieß den unbrauchbaren Sand durch die Kiemen wieder aus. Für Abramis und ihren Schwarm war dieses ruhige, nährstoffreiche Altwasser die perfekte Heimat – ein Ort des Friedens, der jedoch zunehmend aus dem Gleichgewicht gerät.
Artbeschreibung: Wer ist die Brasse?
Die Brasse (Abramis brama), regional auch als Brachse, Blei oder Bresen bekannt, ist einer der charakteristischsten und häufigsten Friedfische unserer heimischen Gewässer. Sie gehört zur Familie der Karpfenartigen (Cyprinidae) und ist die Namensgeberin der „Brassenregion“ – jener meist tiefen, langsam fließenden oder stehenden Gewässerabschnitte im Unterlauf von Flüssen sowie in nährstoffreichen Seen.
Äußere Merkmale
- Körperbau: Der Körper der Brasse ist extrem hochrückig und seitlich stark abgeflacht. Ältere Tiere wirken fast scheibenförmig.
- Das Maul: Ihr Maul ist endständig bis leicht unterständig und lässt sich wie ein kleiner Rüssel weit nach vorne vorstülpen. Dies macht sie zu einem hocheffizienten „Staubsauger“ des Gewässergrunds.
- Färbung und Schleimhaut: Junge Brassen sind meist silbrig-grau, während ältere Exemplare einen auffälligen, bronze- bis messingfarbenen Glanz entwickeln. Der gesamte Körper ist von einer dicken, schützenden Schleamschicht überzogen. Die Flossen sind dunkelgrau bis schwärzlich.
Lebensweise und Ernährung
Brassen sind ausgesprochene Schwarmfische, die vor allem in den Morgen- und Abendstunden aktiv werden. Als typische Bodenwühler ernähren sie sich von Kleinorganismen, die im Schlamm leben: Wurmarten, kleine Muscheln, Schnecken und Insektenlarven. Beim Fressen hinterlassen die Schwärme oft verräterische Bläschenteppiche an der Wasseroberfläche.
Lebensraumveränderung und Klimawandel: Die Perspektive der Brasse
Obwohl die Brasse als recht widerstandsfähig gilt, verändern der Klimawandel und der menschliche Einfluss ihre Lebensbedingungen drastisch – mit komplexen Folgen für das gesamte Ökosystem.
Überhitzung und Sauerstoffmangel
Im Gegensatz zu Salmoniden oder der Barbe verträgt die Brasse wärmeres Wasser recht gut. Doch auch ihre Toleranz hat Grenzen. Durch langanhaltende Hitzeperioden im Sommer steigen die Wassertemperaturen in Flachseen und Altwassern massiv an. Gleichzeitig sinkt der Sauerstoffgehalt, und es droht die Gefahr von Algenblüten. Kippt ein Gewässer um, sind auch die robusten Brassenpopulationen von Massensterben betroffen.
Verlust von Flachwasserzonen und Austrocknung
Der Klimawandel führt vermehrt zu extremen Niedrigwassern im Sommer. Dadurch trocknen wichtige Flachwasserzonen, Krautkrausecken und angebundene Altwasserarme komplett aus. Dies entzieht der Brasse nicht nur wichtige Nahrungsgründe, sondern zerstört vor allem ihre Laichplätze, da sie auf Wasserpflanzen angewiesen ist.
Die Bedrohungen der Brasse
Auch wenn die Brasse derzeit nicht akut vom Aussterben bedroht ist, steht sie unter permanentem Druck durch verschiedene Umweltfaktoren:
- Zerstörung der Laichhabitate: Zur Fortpflanzung im Frühjahr (April bis Juni) benötigen Brassen dichte Pflanzenbestände im Flachwasser (sie sind sogenannte Krautlaicher). Durch Uferverbauungen, Begradigungen und das Entfernen von Unterwasservegetation gehen diese lebenswichtigen Zonen verloren.
- Unterbrechung der Wanderwege: Während der Laichzeit unternehmen Brassen oft Wanderungen in Nebengewässer oder flachere Abschnitte. Wehre und Abstürze ohne Fischpässe blockieren diese Wege.
- Schadstoffanreicherung: Da Brassen den Bodenschlamm intensiv durchwühlen, nehmen sie dort abgelagerte Umweltgifte, Schwermetalle und Mikroplastik direkt über die Nahrung auf, was zu chronischen Gesundheitsschäden und Fortpflanzungsproblemen führen kann.
In der Aufnahme von Peter Hoffmann
- Die Brasse (Abramis brama) im Portrait: Typisch sind der hochrückige Körper und die dunklen Flossen.
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