Großer Abendsegler - Zwischen alten Wäldern und neuen Herausforderungen
Der Große Abendsegler (Nyctalus noctula)
Als die Sonne langsam hinter den Baumkronen verschwindet, öffnet sich hoch oben in einer alten Buche eine schmale Spalte. Ein dunkler Schatten löst sich aus dem Holz und gleitet lautlos in den Abendhimmel. Für den Großen Abendsegler beginnt jetzt der wichtigste Teil des Tages. Während unter ihm die Lichter der Stadt aufflackern, zieht er weite Kreise über Wiesen, Gewässer und Dächer. Für die meisten Menschen bleibt er unsichtbar – und doch ist er ein stiller Begleiter unserer Dämmerung, seit Generationen angepasst an das Leben zwischen Wald und Zivilisation.
Artbeschreibung: Der Große Abendsegler (Nyctalus noctula)
Der Große Abendsegler gehört zu den größten heimischen Fledermausarten Europas. Mit einer Flügelspannweite von bis zu 40 Zentimetern und einem kräftigen Körperbau ist er ein ausdauernder und schneller Flieger. Sein Fell ist meist rotbraun bis dunkelbraun gefärbt, die Flügel sind schmal und lang – ideal für den schnellen Flug in größerer Höhe.
Typisch für den Großen Abendsegler ist seine frühe Aktivität: Oft verlässt er sein Quartier bereits in der Dämmerung, manchmal sogar noch bei Tageslicht. Er jagt bevorzugt größere Insekten wie Käfer, Nachtfalter oder Zweiflügler, die er im freien Luftraum über Wäldern, Gewässern und offenen Landschaften erbeutet.
Als Quartiere nutzt der Große Abendsegler vor allem Baumhöhlen, alte Spechthöhlen oder Stammrisse. In Städten findet er jedoch auch Unterschlupf an Gebäuden, etwa hinter Fassadenverkleidungen oder in hohen Spalten. Besonders auffällig ist sein Wanderverhalten: Viele Tiere legen saisonal mehrere hundert Kilometer zwischen Sommer- und Winterquartieren zurück.
Perspektive der Art im Wandel von Lebensraum und Klima
Die Zukunft des Großen Abendseglers ist eng mit den Veränderungen unserer Landschaft verknüpft. Der Verlust alter, höhlenreicher Bäume durch intensive Forstwirtschaft reduziert geeignete Quartiere erheblich. Auch die zunehmende Versiegelung von Flächen und der Rückgang strukturreicher Kulturlandschaften schränken das Nahrungsangebot ein.
Der Klimawandel wirkt dabei ambivalent. Mildere Winter können dem Großen Abendsegler das Überleben erleichtern, da der Energiebedarf während der Winterruhe sinkt. Gleichzeitig führen häufigere Wetterextreme, lange Trockenperioden oder Starkregen zu Verschiebungen im Insektenvorkommen, was die Nahrungssuche erschweren kann. Auch veränderte Zug- und Aktivitätszeiten sind bereits beobachtbar.
Langfristig wird entscheidend sein, ob ausreichend Rückzugsräume erhalten bleiben: alte Wälder, Gewässer, vernetzte Grünflächen und ein bewusster Umgang mit künstlicher Beleuchtung. Der Große Abendsegler gilt als anpassungsfähig, doch selbst diese robuste Art ist auf funktionierende Ökosysteme angewiesen.
In der Aufnahme von Jana Stepanek
Als die Sonne langsam hinter den Baumkronen verschwindet, öffnet sich hoch oben in einer alten Buche eine schmale Spalte. Ein dunkler Schatten löst sich aus dem Holz und gleitet lautlos in den Abendhimmel. Für den Großen Abendsegler beginnt jetzt der wichtigste Teil des Tages. Während unter ihm die Lichter der Stadt aufflackern, zieht er weite Kreise über Wiesen, Gewässer und Dächer. Für die meisten Menschen bleibt er unsichtbar – und doch ist er ein stiller Begleiter unserer Dämmerung, seit Generationen angepasst an das Leben zwischen Wald und Zivilisation.
Artbeschreibung: Der Große Abendsegler (Nyctalus noctula)
Der Große Abendsegler gehört zu den größten heimischen Fledermausarten Europas. Mit einer Flügelspannweite von bis zu 40 Zentimetern und einem kräftigen Körperbau ist er ein ausdauernder und schneller Flieger. Sein Fell ist meist rotbraun bis dunkelbraun gefärbt, die Flügel sind schmal und lang – ideal für den schnellen Flug in größerer Höhe.
Typisch für den Großen Abendsegler ist seine frühe Aktivität: Oft verlässt er sein Quartier bereits in der Dämmerung, manchmal sogar noch bei Tageslicht. Er jagt bevorzugt größere Insekten wie Käfer, Nachtfalter oder Zweiflügler, die er im freien Luftraum über Wäldern, Gewässern und offenen Landschaften erbeutet.
Als Quartiere nutzt der Große Abendsegler vor allem Baumhöhlen, alte Spechthöhlen oder Stammrisse. In Städten findet er jedoch auch Unterschlupf an Gebäuden, etwa hinter Fassadenverkleidungen oder in hohen Spalten. Besonders auffällig ist sein Wanderverhalten: Viele Tiere legen saisonal mehrere hundert Kilometer zwischen Sommer- und Winterquartieren zurück.
Perspektive der Art im Wandel von Lebensraum und Klima
Die Zukunft des Großen Abendseglers ist eng mit den Veränderungen unserer Landschaft verknüpft. Der Verlust alter, höhlenreicher Bäume durch intensive Forstwirtschaft reduziert geeignete Quartiere erheblich. Auch die zunehmende Versiegelung von Flächen und der Rückgang strukturreicher Kulturlandschaften schränken das Nahrungsangebot ein.
Der Klimawandel wirkt dabei ambivalent. Mildere Winter können dem Großen Abendsegler das Überleben erleichtern, da der Energiebedarf während der Winterruhe sinkt. Gleichzeitig führen häufigere Wetterextreme, lange Trockenperioden oder Starkregen zu Verschiebungen im Insektenvorkommen, was die Nahrungssuche erschweren kann. Auch veränderte Zug- und Aktivitätszeiten sind bereits beobachtbar.
Langfristig wird entscheidend sein, ob ausreichend Rückzugsräume erhalten bleiben: alte Wälder, Gewässer, vernetzte Grünflächen und ein bewusster Umgang mit künstlicher Beleuchtung. Der Große Abendsegler gilt als anpassungsfähig, doch selbst diese robuste Art ist auf funktionierende Ökosysteme angewiesen.
In der Aufnahme von Jana Stepanek
- Pfleglinge des Großen Abendseglers beim Verzehr von Mehlwürmern
Abendsegerportrait
Großer Abendsegler
Mit einer Kopf Rumpf Länge von 60 – 82 mm, einem Körpergewicht von bis zu 46 Gramm und einer Spannweite von bis zu 400 mm zählt der Große Abendsegler zu den größten der heimischen Fledermausarten. Der Große Abendsegler ist eine im Flachland lebende Fledermausart, die als „Waldfledermausart“ bezeichnet werden kann. Seine Lebensräume liegen bevorzugt in lichten ( Laub ) – Wäldern und Parkanlagen.
Ihre Sommerquartiere sowie auch die Wochenstuben, die 20 – 100 Individuen umfassen können, legt der große Abendsegler gerne in Baumhöhlen ( altenSchwarzspechthöhlen ) an. Jedoch auch in Städten tritt der Abendsegler auf, hier werden Plattenbauzwischenräume und Spalten besiedelt. Daneben werden jedoch auch gerne Fledermauskästen angenommen.
Im Juni / Juli werden die Jungledermäuse, meist als Zwillingsgeburten geboren. Nach rund 4 – 5 Wochen sind die Jungfledermäuse der Abendsegler flugfähig und treten zu mit den Müttern und Geschwistern bereits kurz vor Sonnenuntergang zu ihren Jagdflügen an.Die Nahrung der großen Abendsegler besteht wie bei allen heimischen Fledermausarten aus Insekten. Dabei werden Zweiflügler bevorzugt aufgenommen.
Als wandernde Fledermausart überwindet er von den Sommer- zu Winterquartieren teilweise weit über 1.500 Kilometer und erreicht ein Alter von bis zu 12 Jahren
In der Aufnahme von Bodo Stratmann
Mit einer Kopf Rumpf Länge von 60 – 82 mm, einem Körpergewicht von bis zu 46 Gramm und einer Spannweite von bis zu 400 mm zählt der Große Abendsegler zu den größten der heimischen Fledermausarten. Der Große Abendsegler ist eine im Flachland lebende Fledermausart, die als „Waldfledermausart“ bezeichnet werden kann. Seine Lebensräume liegen bevorzugt in lichten ( Laub ) – Wäldern und Parkanlagen.
Ihre Sommerquartiere sowie auch die Wochenstuben, die 20 – 100 Individuen umfassen können, legt der große Abendsegler gerne in Baumhöhlen ( altenSchwarzspechthöhlen ) an. Jedoch auch in Städten tritt der Abendsegler auf, hier werden Plattenbauzwischenräume und Spalten besiedelt. Daneben werden jedoch auch gerne Fledermauskästen angenommen.
Im Juni / Juli werden die Jungledermäuse, meist als Zwillingsgeburten geboren. Nach rund 4 – 5 Wochen sind die Jungfledermäuse der Abendsegler flugfähig und treten zu mit den Müttern und Geschwistern bereits kurz vor Sonnenuntergang zu ihren Jagdflügen an.Die Nahrung der großen Abendsegler besteht wie bei allen heimischen Fledermausarten aus Insekten. Dabei werden Zweiflügler bevorzugt aufgenommen.
Als wandernde Fledermausart überwindet er von den Sommer- zu Winterquartieren teilweise weit über 1.500 Kilometer und erreicht ein Alter von bis zu 12 Jahren
In der Aufnahme von Bodo Stratmann
- Großer Abendsegler im Portrait
Großer Abendsegler ( Nyctalus noctula )
In der Aufnahme von Jana Stepanek
- Pfleglinge des Großen Abendseglers
Großer Abendsegler
In der Aufnahme von Jana Stepanek
- Pfleglinge des Großen Abendseglers
Großer Abendsegler
In der Aufnahme von Jana Stepanek
- Pfleglinge des Großen Abendseglers
Der große Abendsegler, vor dem Flug "ortend".
In der Aufnahme von Dr. Eckhard Grimmberger
- Großer Abendsegler ortend
Großer Abendsegler
In der Aufnahme von Bodo Stratmann
- Großer Abendsegler beringt
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