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Großer Abendsegler 2016
Bild zum Eintrag (1135024-160)
In der Aufnahme von Jana Stepanek
  •     Großer Abendsegler - Pflegling
Großer Abendsegler 2016
Bild zum Eintrag (1135029-160)
Noki und Luma – Zwei Abendsegler lernen fliegen

Hoch oben in einer alten Buche, dort wo der Wind leise durch die Blätter flüsterte, lebten die Geschwister Noki und Luma. Sie waren Große Abendsegler, noch klein und flauschig, mit viel zu großen Flügeln, die sie sich nachts neugierig anschauten. Ihre Mama erzählte ihnen jeden Abend Geschichten vom Fliegen, von Käfern im Mondlicht und vom weiten Himmel.

Doch eines Tages war alles anders.

Der Baum, in dem ihr Zuhause war, wurde laut. Es brummte und ratterte, und plötzlich wackelte ihre Höhle. Die Buche war alt und sollte gefällt werden. Noki und Luma hatten große Angst. Ihre Mama versuchte, sie in Sicherheit zu bringen, doch im Durcheinander verloren sie sich aus den Augen. Die beiden kleinen Abendsegler rutschten aus ihrer Höhle und landeten erschöpft im Gras.

Sie piepsten leise. Die Nacht war kalt.

Am nächsten Morgen wurden Noki und Luma von einer Frau gefunden, die ganz vorsichtig war und leise sprach. Sie wusste, dass die beiden Hilfe brauchten. Behutsam brachte sie die Geschwister an einen warmen Ort – zu einer Pflegestelle für Fledermäuse.

Dort gab es weiche Tücher, Ruhe und Menschen, die sich gut auskannten. Noki und Luma bekamen Milch, wurden gewogen und durften schlafen, so viel sie wollten. Jeden Abend hörten sie andere Fledermäuse flattern und träumten davon, eines Tages selbst wieder durch die Luft zu sausen.

Die Menschen erklärten leise, warum Noki und Luma hier waren:
Viele alte Bäume verschwinden, weil Wälder sich verändern und Platz für Straßen oder Häuser gemacht wird. Für Fledermäuse wird es dadurch immer schwerer, sichere Schlafplätze zu finden.

Mit jedem Tag wurden die Geschwister stärker. Sie übten Flügelstrecken, Klettern und kleine Sprünge. Bald durften sie in einem großen Raum flattern – erst vorsichtig, dann mutiger.

Eines Abends war es so weit.

Die Sonne ging unter, und der Himmel färbte sich orange. Noki und Luma wurden nach draußen getragen. Die Luft roch nach Sommer, und irgendwo summten Insekten. Als sie losflogen, war es, als hätten sie nie etwas anderes getan.

Sie drehten ihre ersten Kreise über den Bäumen. Frei. Stark. Zusammen.

Und auch wenn sie ihre alte Buche nie vergessen würden, wussten sie jetzt:
Es gibt Menschen, die aufpassen. Und es gibt Hoffnung – für Abendsegler, für Wälder und für den Himmel der Nacht.





In der Aufnahme von Jana Stepanek
  •         Großer Abendsegler - Pfleglinge
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