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Mauerseglerkindergarten
Bild zum Eintrag (25975-160)
Der Prölsdorfer Kindergarten im Landkreis Hassberge in Unterfranken ( Bayern ) beteiligte sich im Juni 2010 als Patenkindergarten am Projekt Menschenkinder für Tierkinder - Mauerseglerschutz in Franken.
Mauerseglerkindergarten
Bild zum Eintrag (25976-160)
Eine Nisthilfe die mit Unterstützung von E.ON Bayern installiert wurde soll neue ( alte ) Lebensräume erschließen helfen.
Kinder engagieren sich für ihre Mitgeschöpfe
Bild zum Eintrag (25977-160)
Ein Kindergarten setzt sich für den Mauersegler ein

Ein breit angelegtes Gemeinschaftsprojekt macht in bislang wohl in ganz Deutschland einmaliger Form innerhalb einer überregionalen Projektreihe auf zunehmende Lebensraumverluste so genannter „Gebäudebrüter“ aufmerksam und setzt sichtbare Zeichen  zur Sicherung fränkischer Biodiversität


Prölsdorf 02.06.2010 Ein über 8 Jahre angesetztes Mauersegler – Monitorring war für die Initiative Artenschutz im Steigerwald  Anlass sich höchst intensiv mit dem Mauerseglerschutz zu befassen. Das darin erfasste Ergebnis ließ uns alle sehr aufmerksam werden, zeigte diese Untersuchung eindeutig regional stark ausgeprägte Bestandsreduktionen auf.  Die „Langlebigkeit“ einer lediglich temporär in Franken präsenten Vogelart macht es dem Mauersegler und seinen Ansprüchen an den geforderten Lebensraum nicht einfacher. Besonders der Bestandsrückgang in vielen fränkischen Dörfern ließ aufhorchen, da sich im direkten Lebensumfeld ( Nahrungsspektrum ) kaum eine offensichtliche ( Lebens ) – Raumveränderung ergeben hat.

Selbst strukturelle Biotopverbesserungen ( Verbesserung des regionalen Nahrungsspektrums, durch Optimierungsmaßnahmen  ) ließen die Rückläufigkeit eindeutig erkennen.  Als Hauptursache des Bestandsrückgangs kristallisierten sich nach weitere Untersuchungsprozessen nachweislich, deutlich zunehmende Brutplatzverluste heraus, welche in erschreckendem Maße zunehmen. Vormals lediglich bereits meist auf Einzelbauwerke beschränkt, trugen und tragen zunehmend energetische Bausubstanzveränderungen mit zu diesem gravierenden Einbruch bei. Besonders ( hochwertige ) ältere Bauwerke, unter dessen Dächern sich der Mauersegler traditionell noch fortpflanzen durfte, sind von Bauwerksanierungen zunehmend betroffen.

Somit brechen vielfach letzte intakte Mauersegler - Brutplatzbiotopbindungen unwiederbringlich weg.


Das Ergebnis dieses Prozesses ist eine zunehmende Verarmung der Kulturfolgenden Spezies, welche sich seit Jahrhunderten auf den „Lebensraum menschliches Umfeld“ einstellen mussten.  Ohne effektive Projektreihen werden wir wohl in wenigen Jahrzehnten auch den spektakulären Mauersegler in vielen fränkischen Dörfern als Brutvogel verloren haben. Einer Vogelart, die wie kaum eine Zweite für eine „Grenzenlose Biotopverbindung“ im Sinne einer sich mehr und mehr „zusammenrückenden“ Welt  – Global Player - steht. Mauersegler verbringen rund 90% ihres Lebens im Flug. Hier wird getrunken, Nahrung zu sich genommen und vielfach auch geschlafen! Lediglich die Fortpflanzung muss „auf festem Untergrund“ stattfinden.

Fast pünktlich am 1.Mai finden sich die Pfeilschnellen Segler bei uns in Mitteleuropa ein, um die angestammten Nistbereiche zu besiedeln. Was aber wenn diese zwischenzeitlich „wegsaniert“ wurden? Oder noch bedenklicher, wenn Sanierungsarbeiten dann einsetzen, wenn die Reproduktion bereits begonnen wurde!

Ganze Mauerseglergenerationen verlieren hierbei zu tausenden ihr Leben!


Hier nun setzt ein im Jahre 2009 ins Leben gerufenes, auf breitem Fundament gegründetes Gemeinschaftsprojekt an. 60 Projektpartner leisten an dreißig Einzelstandorten die über ganz Franken verteilt sind Immenses zur Sicherung fränkischer Biodiversität.   Ziel des Maßnahmenpakets soll die enge Verbindung eines  innovativem Artenschutzes, einer konkret erlebbaren Umweltbildung, sowie der Darstellung des sich im Einklang mit dem Artenschutz verbindenden Denkmalsschutzes darstellen.  Uns gemeinsam ist die Erhaltung so genannter „Mauersegler Mutterkolonien“ also die Bestandssicherung langjährig bestehender Grundkolonien  genauso wertvoll wie das Zurückerschließen vormals bestätigter, jedoch infolge baulicher Gegebenheiten verloren gegangener Bereiche.

Seit über 10 Jahren bringt sich Artenschutz in Franken unter anderen für den Mauersegler und dessen Erhaltung ein. Trotz aller höchst erfreulichen Ergebnisreihen kann das Geleistete jedoch bislang lediglich der  berühmte Tropfen auf dem heißen Stein sein. Nun folgt durch das hier generierte Maßnahmenpaket eine flächige Spiegelung auf große Bereiche unserer Heimat. Damit kann und wird es gelingen eine Biotopvernetzung zu erzielen. Des weiteren kann die Projektvorstellung dazu dienen auch anderen Projektgruppen Anreize anzubieten sich dem Projekt anzuschließen. Wenn nur in jedem größeren Ort unserer Heimat ein Bauwerk mit diesem Vorgehensmuster erfasst würde, ließe sich mit geringem Aufwand eine effektive Bestandssicherung für so genannte Gebäudebrüter erreichen.  

„Zurück zu den Wurzeln“

Welches Gebäude bietet sich für die „Turmschwalbe“, wie der Mauersegler im Volksmund auch genannt wird, besser für diesen Zweck an, als der Kirchturm  fränkischer Gotteshäuser, oder auch hohe Gebäudestrukturen an z.B. markanten Bauwerken wie Schlösser , Burgen und anderen prägenden „Kunstfelsen“.  

Vormals ( über Jahrhunderte hinweg ) bereits primärer Fortpflanzungsort, möchten wir den Mauerseglern diesen Lebensraum zurück erschließen. Durchdacht, unauffällig  z.B. in den Schalllamellen der Kirchtürme angebracht, können spezielle, höchst bewährte Nistmodule als so genannte Sekundärlebensräume, hier zukünftig einen effektiven Ausgleich zu erfolgten Brutplatzverlusten schaffen. Ebenfalls zeigen diese Maßnahmen auf, und das ist mindestens ebenso wichtig, wie es gelingen kann im Zuge von Sanierungsmaßnahmen Lebensraumkompensation zu betreiben, ohne das Einschränkungen für das Bauwerk erfolgen.

Die uns nachfolgende Generation verliert zunehmend den immens wichtigen Kontakt, zu der sie umgebenden Umwelt, und damit das Wissen über die Anspruch unserer Mitgeschöpfe an ihren ( unseren ) Lebensraum. So soll das ( Leuchtturm ) –Projekt, „Fränkische ( Kirch ) - Türme für die Turmschwalbe“ auch Wegweiser sein, dieses Defizit ( nur was wir kennen , erachten wir auch zu schützen )  in den Köpfen unserer Kinder nachhaltig zu vermindern.

Neben zahlreichen Informationsveranstaltungen vor Ort ( in Schulen / Kindergärten ) ist an den Einsatz modernster Technologie gedacht. Unsere Schüler wachsen mit Computer, Laptop und Internet auf. Für sie sind diese Werkzeuge Bestandteil des täglichen Lebens. Wir möchten die Chance nutzen, den Artenschutz- und die Umweltbildung über diesen Weg an die Kinder / Schüler heranzuführen. In Kooperation mit Schulen und Kindergärten wollen wir diesen wichtigen Weg beschreiten.

Spezielle Kameras, installiert in einigen Nistmodulen werden es Schülern / Kindergartenkindern  uvm. zukünftig ermöglichen , das interessante ( verborgene ) Leben ( Aufzucht der Jungvögel / Verhaltensmuster ) und somit den konkreten Kontakt „zu ihren Lebensformen“ , die als so genannte Gebäudebrüter eine Leitartfunktion für weitere auf Gebäude geprägte Spezies ( z.B. verschiedene Fledermausarten ) erfüllen , live in Schulprojekten (  Facharbeiten / Tagebüchern usw. ) zu erleben. Und das alles störungsfrei für die Tiere. Darüber hinaus senden wir diese Daten auch per Livestream ist Internet. Damit möchten wir es erreichen z.B. (über)- regionale Schulen in diese Maßnahme einzubinden!

Wie anspruchsvoll die Maßnahme ist zeigt sich in einigen nüchternden Zahlen. 2.500 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit sind in 60 Einzelprojekte und deren Entwicklung geflossen. 150 Stunden Umweltbildungsarbeit wurden bislang getätigt. 4 Webcams geschaltet. 4 eigens für dieses Projektreihe kreierte Informationstafeln gestaltet. 20 Bäume werden gepflanzt ( das Pflanzmaterial wurde von der Fa. Fielmann „Brille“ beigesteuert ). Die Gestaltung von 4 Internetplattformen ist ebenfalls Bestandteil dieses Tätigkeitsfeldes, dessen Monitoring auf 10 Jahre angesetzt ist.

„Menschenkinder für Vogelkinder"

Am Projekt Kindergarten Prölsdorf waren neben der Organisation Artenschutz im Steigerwald und dem Landesbund für Vogelschutz, der Caritas Kindergarten St. Sebastian , die politische Gemeinde Rauhenebrach , die Sparkasse Ostunterfranken , die Allianz Generalvertretung Basel Theinheim , die Pfarrgemeinde Untersteinbach / Prölsdorf , E.ON Bayern , die  Allianz Umweltstiftung  „der Blaue Adler“ und die Veolia Stiftung beteiligt.

Die Auswahl viel nicht ohne Grund auf den Prölsdorfer Kindergarten.

Seit Mai 2004 befindet sich das Gebäude wie weitere 134 Bauwerke in Franken im A.i.S Monitorring. Der Prölsdorfer Kindergarten erfüllt fast schon auf den ersten Blick die Vorgaben zum erfolgreichen Mauerseglerreproduktionsort. Neben einer markanten Sandsteinfassade die dem natürlichen Nistplatz  Suchspektrum des Mauerseglers weit entgegenkommt,, verfügt es über eine entsprechende Bauwerkshöhe, sowie über einen freien Anflug zur Traufe. Das mehr oder minder Naturbelassene Rauhe Ebrachtal verfügt mit dem nahe liegenden Steigerwald über ein Nahrungsspektrum das auch und gerade dieser spektakulären Vogelart  sehr entgegenkommt.

Mit Installation der speziell auf das Bauwerk und die anzusprechende Vogelart zugeschnittenen Modulsnisthilfe möchten wir es gemeinsam erreichen dem Artenschwund in Franken Paroli zu bieten. Das Nistmodul mit seinen 5 darin integrierten Einzelnistplätzen kann den Mauersegleroutput in Zukunft deutlich steigern. Damit trägt es direkt zur Stabilisation der Mauerseglerpopulation in Prölsdorf bei.

Ein sich anschließendes Monitoring das über ein Zeitfenster von 8 Jahren angedacht ist und mit dem Kindergarten und seinen „wechselnden Bewohnern“  im engen Prozess erfolgen wird, soll zukünftig Aufschluss über den Er- oder Misserfolg dieser Projektreihe geben.

Für die Kinder soll das Projekt weit mehr sein als nur ein „Vogelprojekt“. Die Auswahl auf den Mauersegler und dessen Zugverhalten soll pädagogisch wertvolle Dienste leisten. Die Vorfreude auf die nahende Ankunft des Tieres ( die Jahreszeiten werden verstärkt wahrgenommen ) dessen Präsenz zeitlich sehr gut eingegrenzt werden kann ( Ankunft 27. April bis 03.Mai p.a. ) , seine zeitlich begrenzte Anwesendheit und im besten Fall das Erleben des Reproduktionserfolgs ( Jungvögel ) , jedoch auch der Wegzug der Vögel und damit die Ankündigung des nahenden Herbstes prägen sich in die Köpfe der Kinder.

Weit mehr versprechen wir uns jedoch davon das die Jüngsten im Elternhaus das Erlebte besprechen und diskutieren. Erlebbare Umweltbildung vor der eigenen Haustür wird sicherlich verstärkt dazu beitragen das sich der Artenschutz in den Dörfer unserer Region mehr und mehr manifestiert.

Nur das was wir und unsere Kinder und Enkelkinder kennen werden wir gemeinsam auch schützen! Die Installation der Mauerseglercam ermöglicht es die Entwicklung der Vögel für Kinder und Erwachsene sichtbar zu machen ohne die Tiere und deren Nachwuchs in irgendeiner Form zu beeinträchtigen.

Somit ist das Projekt „Türme für die fränkische Turmschwalbe 2010“ weit mehr als „nur“ ein Vogelschutzprojekt wie viele andere. Nein es vermag weit mehr zu leisten – möchte es doch pädagogische Umweltbildung, erlebbaren Artenschutz in Franken sowie innovativem Bautenschutz in Verbindung zu bringen. Gerade im energetischen Zeitalter kann das Aufzeigen sichtbarer Lösungskomponenten einen zielführenden Beitrag zur Erhaltung Bundesdeutscher Biodiversität zu leisten.

In der Aufnahme vom Juni 2016

- Neben einem Paar Mauersegler konnten sich auch Haussperlinge in den Nistkasten einfinden ...

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