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Fledermausschutz Kirche St.Rochus
Bild zum Eintrag (70068-160)
Projekt im Aufbau


In St. Rochus steckt Geschichte

16/17.08.2014

Zum Jubiläum tauchte Barbara Gülta in die 400-jährige Vergangenheit des Gotteshauses ein

Großgressingen/Ofr.

 - Oberhalb des Ebracher Gemeindeteils Großgressingen sticht ein
schmuckes Kirchlein ins Auge – St. Rochus. Jeder in der Gegend kennt es,
doch im Grunde weiß niemand Genaueres, sagt die Ebracherin Barbara
Gülta. Dabei hätte es dieses Gotteshaus wirklich verdient, unterstreicht
sie als Volkskundlerin, die sich dem Kleinod einmal näher gewidmet hat.
Ihr Auftrag war es, eine Festschrift zum Jubiläum 400 Jahre St. Rochus
zu verfassen. Aus angedachten 30 Seiten ist ein fast 90-seitiges Opus
geworden. „Spannender wie ein Krimi“, waren die Entdeckungen, die
Barbara Gülta bei ihren Recherchen gemacht hat.

Weil der aus dem Erbe der Zisterzienser-Mönche

hervorgegangenen Marktgemeinde Ebrach ihre Geschichte wichtig ist,
wurde Barbara Gülta, die auch Gemeinde-Archivarin ist, mit der
Erstellung eines Jubiläumswerkes beauftragt. Auf sie war die Wahl
gefallen, weil sie vor zwei Jahren bereits die Chronik der Geschichte
Ebrachs II veröffentlicht hat. „Ich hab‘ mich unheimlich gefreut über
die Anfrage der Gemeinde“, sagt die 49-Jährige, die sich schon seit
früher Jugend intensiv für die Geschichte ihres Heimatortes
interessiert. Als Archivarin wiederum sitzt sie genau an der Quelle
dessen, was die beabsichtigte Festschrift speisen sollte.

Bislang kaum erforscht
Bass
erstaunt war Barbara Gülta allerdings, dass die Kirche St. Rochus so
wenig erforscht, praktisch keine Literatur vorhanden ist. Weil Ebrach
heimatgeschichtlich gut erforscht ist, war die Forscherin davon
ausgegangen, dass dies auch für St. Rochus gelte. Aber keiner der
ausgewiesenen Fachleute hatte St. Rochus wirklich berücksichtigt.
„Kulturhistorisch war St. Rochus ein weißer Fleck“, sagt Gülta. Selbst
habe ihr das Kirchlein immer gut gefallen, es war aber nie Zeit, sich
weiter zu vertiefen. Anderen war es wohl ähnlich ergangen.

Der Auftrag der Gemeinde war nun der Anlass für echte Pionierarbeit
und spannende Recherchen. Freilich sind die mit der Chronik beileibe
nicht abgeschlossen. „Es sind noch viele Fragen offen“, erklärt die
Wissenschaftlerin. Zum Beispiel die ganz grundlegende, ab wann man von
Rochus spricht und damit sozusagen das Ensemble meint. Denn es ist davon
auszugehen, dass die Kirche wohl auf dem Areal steht, wo nach Gültas
Rückschlüssen vermutlich im 13. oder 14. Jahrhundert das Siechenhaus
errichtet worden war.

Das im 12. Jahrhundert errichtete Zisterzienserkloster Ebrach

hatte viele Beschäftigte aus den umliegenden Orten. Für die Kranken war
das Siechenhaus geschaffen worden. Im Zuge der Pest, wobei laut Gültas
Aussagen aber auch alle größeren unbekannten Krankheiten als solche
bezeichnet wurden, erfolgten wahrscheinlich illegale Bestattungen nahe
dem Rochus-Gelände. Denn eigentlich mussten Bewohner aus den Orten
Großgressingen, Kleingressingen, Kleinbirkach, Großbirkach und Winkelhof
in Oberschwarzach bestattet werden, zu deren Pfarrei man gehörte. Im
Zuge der Pest jedoch, so Gültas Recherchen, bürgerten sich wohl
Bestattungen bei St. Rochus ein. Daraus entwickelte sich der Friedhof
und das so genannte Beinhaus.

Erste Schulen um 1700

Ungemein beeindruckt zeigt sich die Ebracherin
von
der modernen Einstellung der Zisterzienser in Sachen Bildung schon vor
Jahrhunderten. Wie sie herausfand, legte die Abtei Wert auf Schulbildung
in der Bevölkerung, und zwar bei Jungen und Mädchen. In vielen zum
Kloster gehörenden Dörfern gab es einen Lehrer und vermutlich ab dem 18.
Jahrhundert auf dem Rochus-Areal eine öffentliche Schule. Erste Schulen
werden bereits um 1700 vermutet, auf jeden Fall dürfte es sich bei der
oberhalb Großgressingens um eine der ersten in der Region handeln, zeigt
sich die Chronistin beeindruckt. Auch vom Weitblick der Mönche, die in
der Schulordnung aus dem 18. Jahrhundert neben Unterrichtszielen auch
Zeit zum Spielen vorschrieben.

Bis zur Säkularisation jedenfalls hatte das Kloster Ebrach das Sagen in Rochus.

Nach 1803 war diese Frage länger offen, schließlich übernahm die neu
gegründete Kirchenstiftung St. Rochus Kirche und Friedhof, die Gemeinde
Ebrach die Schule. Wobei die alte um einen Neubau ergänzt wurde, so
Barbara Gülta. Das alte Schulhaus war lange Lehrerwohnung, ist nun
privat vermietet, das neue dient den Steigerwaldmusikanten
Ebrach-Großgressingen seit vielen Jahren als Vereinsheim, der letzte
Schulunterricht fand hier in den 90ern statt.

Das Genannte sei nur eine kleine Zusammenfassung dessen,
was sie in ihren Recherchen zusammengetragen habe, betont die
Ebracherin, wobei sie an Rochus dermaßen Gefallen gefunden hat, dass sie
weitere Forschungen nicht ausschließt, zumal sich nach Fertigstellung
der Chronik noch etliche wichtige Dokumente gefunden habe.

Ein Teil davon ist in der Sonderausstellung im Museum der Geschichte Ebrachs

zu sehen, weiß Barbara Gülta. Denn auch in die Museums-Leitung ist sie
eingebunden und hat hier diverse Dokumente zur Ausstellung komponiert.
Im Museum ist die Rochus-Chronik ebenso ab sofort erhältlich wie bei der
Gemeinde. Sie wurde in einer Auflage von 500 Stück gedruckt und kostet
13 Euro.

Viele Gäste am Sonntag
Am morgigen Sonntag
jedenfalls bekommt St. Rochus eine Vielzahl von Gästen: Allen voran der
Bamberger Erzbischof, der um 9.30 Uhr den Festgottesdienst des
Rochus-Jubiläums zelebriert. Damit sich die Jubilarin prächtig
präsentiert, wurde sie renoviert, „Seit 1964/65 erstmals umfassend“,
weiß Gülta. Und die Gemeinde hat das Umfeld entsprechend herrichten
lassen. „St. Rochus ist ein Kleinod“, schwärmt die Chronistin.


Quellenangabe:

Fränkischer Tag / Autor Anette Schreiber


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz im Steigerwald / Artenschutz in Franken


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Doch es steckt weit mehr in der kleinen Kapelle als das was die Chronik darstellt


16/17.08.2014


Artenschutz in Franken engagiert sich fast 20 Jahre im Sinne des Fledermausschutzes.

So war es uns
ein großes Anliegen auch dieses Bauwerk für die kleinen Säuger zu
optimieren. Denn das Gebäude war seit Jahrhunderten Lebensraum dieser
"vergessenen Spezies". So wurden im zugigen Dachstuhl Spezialhabitate
installiert um die Bedingungen für die Langohrfledermaus zu vebessern.

Gleichzeitig fand auch die Optimierung des Fledermaus-Zuflugs

statt. Diese Bauwerköffnung wurden gleichfalls von Tauben genutzt. Ein
spezielles Einflugelement lässt nunmehr Fledermäuse rein - Tauben
bleiben draußen.

Mehr zur Fledermausoptimierung
der Kapelle St. Rochus in den kommenden Tagen hier auf den Seiten des Artenschutz in Franken.

Schöpfung bewahren
- so steht es auch in den Büchern der "Kirche" ... wo immer möglich
setzen wir uns gemeinsam mit Pfarrgemeinden in diesem Sinne ein.

Artenschutz im Steigerwald / Artenschutz in Franken
Fledermausschutz Kirche St.Rochus
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Fledermausschutz Kirche St.Rochus
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