Feldmaus (Microtus arvalis)
Die Feldmaus (Microtus arvalis)
Noch bevor die Sonne ganz über dem Feldrand steht, bewegt sich etwas im dichten Gras. Ein leises Rascheln, kaum wahrnehmbar, dann ist es wieder still. Unter der Oberfläche der Wiese, verborgen vor Blicken, lebt die Feldmaus. Ihr Alltag spielt sich größtenteils im Verborgenen ab – und doch prägt sie die Landschaft stärker, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Wo sie lebt, wird Boden bewegt, Samen verteilt und Nahrungsketten erhalten.
Artbeschreibung: Feldmaus (Microtus arvalis)
Die Feldmaus ist ein kleines Nagetier aus der Familie der Wühler (Arvicolinae) und zählt zu den häufigsten Säugetieren der offenen Kulturlandschaft. Sie erreicht eine Körperlänge von etwa 9 bis 12 Zentimetern, hinzu kommt ein relativ kurzer Schwanz. Ihr Fell ist meist graubraun gefärbt, dicht und unauffällig – ideal für ein Leben im Gras.
Typisch für die Feldmaus sind ihre weit verzweigten Gangsysteme knapp unter der Bodenoberfläche. Diese dienen als Schutz vor Fressfeinden, zur Nahrungssuche und zur Fortpflanzung. Feldmäuse ernähren sich überwiegend von Gräsern, Kräutern, Wurzeln und Samen.
Die Art ist bekannt für ihre hohe Fortpflanzungsrate. Unter günstigen Bedingungen können sich Populationen stark vermehren, was sie zu einem wichtigen, wenn auch nicht immer geschätzten Bestandteil landwirtschaftlich genutzter Flächen macht. Gleichzeitig ist die Feldmaus eine zentrale Nahrungsgrundlage für zahlreiche Beutegreifer wie Greifvögel, Eulen, Füchse und Schlangen.
Perspektive im Wandel von Lebensraum und Klima
Die Feldmaus ist eng an offene, strukturreiche Lebensräume gebunden. Traditionell boten extensiv genutzte Wiesen, Weiden und Feldraine ideale Bedingungen. Durch zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft, häufige Mahd, den Verlust von Randstrukturen und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln werden diese Lebensräume jedoch zunehmend eingeschränkt.
Der Klimawandel wirkt sich zusätzlich auf die Bestandsentwicklung aus. Mildere Winter können die Überlebensrate erhöhen und zu früheren Fortpflanzungsphasen führen. Gleichzeitig stellen lange Trockenperioden, extreme Niederschläge oder häufige Störungen der Vegetation neue Herausforderungen dar, da sie das Nahrungsangebot und die Stabilität der Gangsysteme beeinflussen.
Langfristig wird die Feldmaus dort stabile Populationen aufrechterhalten können, wo vielfältige Landschaftsstrukturen erhalten bleiben. Extensiv bewirtschaftete Flächen, Blühstreifen und ungemähte Rückzugsräume tragen nicht nur zum Schutz der Feldmaus bei, sondern fördern zugleich die gesamte Artenvielfalt der Agrarlandschaft.
In der Aufnahme von Helga Zinnecker
Noch bevor die Sonne ganz über dem Feldrand steht, bewegt sich etwas im dichten Gras. Ein leises Rascheln, kaum wahrnehmbar, dann ist es wieder still. Unter der Oberfläche der Wiese, verborgen vor Blicken, lebt die Feldmaus. Ihr Alltag spielt sich größtenteils im Verborgenen ab – und doch prägt sie die Landschaft stärker, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Wo sie lebt, wird Boden bewegt, Samen verteilt und Nahrungsketten erhalten.
Artbeschreibung: Feldmaus (Microtus arvalis)
Die Feldmaus ist ein kleines Nagetier aus der Familie der Wühler (Arvicolinae) und zählt zu den häufigsten Säugetieren der offenen Kulturlandschaft. Sie erreicht eine Körperlänge von etwa 9 bis 12 Zentimetern, hinzu kommt ein relativ kurzer Schwanz. Ihr Fell ist meist graubraun gefärbt, dicht und unauffällig – ideal für ein Leben im Gras.
Typisch für die Feldmaus sind ihre weit verzweigten Gangsysteme knapp unter der Bodenoberfläche. Diese dienen als Schutz vor Fressfeinden, zur Nahrungssuche und zur Fortpflanzung. Feldmäuse ernähren sich überwiegend von Gräsern, Kräutern, Wurzeln und Samen.
Die Art ist bekannt für ihre hohe Fortpflanzungsrate. Unter günstigen Bedingungen können sich Populationen stark vermehren, was sie zu einem wichtigen, wenn auch nicht immer geschätzten Bestandteil landwirtschaftlich genutzter Flächen macht. Gleichzeitig ist die Feldmaus eine zentrale Nahrungsgrundlage für zahlreiche Beutegreifer wie Greifvögel, Eulen, Füchse und Schlangen.
Perspektive im Wandel von Lebensraum und Klima
Die Feldmaus ist eng an offene, strukturreiche Lebensräume gebunden. Traditionell boten extensiv genutzte Wiesen, Weiden und Feldraine ideale Bedingungen. Durch zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft, häufige Mahd, den Verlust von Randstrukturen und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln werden diese Lebensräume jedoch zunehmend eingeschränkt.
Der Klimawandel wirkt sich zusätzlich auf die Bestandsentwicklung aus. Mildere Winter können die Überlebensrate erhöhen und zu früheren Fortpflanzungsphasen führen. Gleichzeitig stellen lange Trockenperioden, extreme Niederschläge oder häufige Störungen der Vegetation neue Herausforderungen dar, da sie das Nahrungsangebot und die Stabilität der Gangsysteme beeinflussen.
Langfristig wird die Feldmaus dort stabile Populationen aufrechterhalten können, wo vielfältige Landschaftsstrukturen erhalten bleiben. Extensiv bewirtschaftete Flächen, Blühstreifen und ungemähte Rückzugsräume tragen nicht nur zum Schutz der Feldmaus bei, sondern fördern zugleich die gesamte Artenvielfalt der Agrarlandschaft.
In der Aufnahme von Helga Zinnecker
- Feldmaus am Eingang eines unterirdischen Gangsystems
Feldmaus
In der Aufnahme von Helga Zinnecker
- Kleine Pflanzenfresserin mit großer Bedeutung für das Ökosystem
Feldmaus
In der Aufnahme von Helga Zinnecker
- Feldmaus als wichtiger Bestandteil der Nahrungskette
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