Hausratte
Die Hausratte (Rattus rattus)
In der Dämmerung eines alten Hafens, dort wo Holzbohlen knarren und Seile leise im Wind schwingen, huscht ein dunkler Schatten über den Boden. Lautlos verschwindet er zwischen Kisten und Mauerspalten. Die Hausratte kennt diesen Ort seit Generationen. Sie lebt im Verborgenen, aufmerksam, anpassungsfähig und stets auf der Suche nach Nahrung und Schutz. Kaum jemand bemerkt sie bewusst – und doch ist sie seit Jahrhunderten ein stiller Begleiter des Menschen.
Artbeschreibung: Hausratte (Rattus rattus)
Die Hausratte (Rattus rattus), auch als Schwarze Ratte oder Dachratte bekannt, gehört zur Familie der Langschwanzmäuse (Muridae). Sie ist schlanker und leichter gebaut als die Wanderratte und erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 16 bis 22 Zentimetern. Auffällig ist ihr langer, meist unbehaarter Schwanz, der länger als der Körper sein kann, sowie ihre großen Ohren und spitze Schnauze.
Das Fell ist variabel gefärbt und reicht von schwarz über dunkelbraun bis graubraun. Hausratten sind ausgezeichnete Kletterer und halten sich bevorzugt in höheren Gebäudeteilen auf, etwa auf Dachböden, in Zwischendecken oder Lagerhäusern. Ursprünglich stammt die Art aus den tropischen Regionen Süd- und Südostasiens, verbreitete sich jedoch durch den Seehandel weltweit.
Als Allesfresser ernährt sich die Hausratte von pflanzlicher und tierischer Nahrung, wobei sie oft Vorräte nutzt, die in menschlicher Nähe verfügbar sind. Sie ist überwiegend nachtaktiv, sehr lernfähig und zeigt ein ausgeprägtes Sozialverhalten.
Perspektive im Wandel von Lebensraum und Klima
Die Lebensbedingungen der Hausratte verändern sich spürbar. Moderne Bauweisen, verbesserte Hygienestandards und gezielte Schädlingskontrolle haben dazu geführt, dass die Art in vielen Regionen Europas stark zurückgegangen ist. Besonders die Konkurrenz durch die robustere Wanderratte hat ihren Bestand weiter verdrängt.
Der Klimawandel könnte diese Entwicklung jedoch teilweise umkehren. Mildere Winter und steigende Durchschnittstemperaturen begünstigen wärmeliebende Arten wie die Hausratte. Hafenstädte, Industriegebiete und dicht bebaute urbane Räume bieten weiterhin geeignete Rückzugsorte, vor allem dort, wo alte Bausubstanz erhalten bleibt.
Gleichzeitig verändern sich Handelswege, Stadtstrukturen und Nahrungsangebote, was neue Ausbreitungsmöglichkeiten schaffen kann. Ob die Hausratte künftig wieder häufiger anzutreffen sein wird, hängt stark vom Zusammenspiel aus Klimaveränderung, menschlicher Infrastruktur und gezieltem Management ab. Sicher ist: Ihre Anpassungsfähigkeit bleibt ein entscheidender Faktor für ihr Überleben.
In der Aufnahme von Albert Meier
In der Dämmerung eines alten Hafens, dort wo Holzbohlen knarren und Seile leise im Wind schwingen, huscht ein dunkler Schatten über den Boden. Lautlos verschwindet er zwischen Kisten und Mauerspalten. Die Hausratte kennt diesen Ort seit Generationen. Sie lebt im Verborgenen, aufmerksam, anpassungsfähig und stets auf der Suche nach Nahrung und Schutz. Kaum jemand bemerkt sie bewusst – und doch ist sie seit Jahrhunderten ein stiller Begleiter des Menschen.
Artbeschreibung: Hausratte (Rattus rattus)
Die Hausratte (Rattus rattus), auch als Schwarze Ratte oder Dachratte bekannt, gehört zur Familie der Langschwanzmäuse (Muridae). Sie ist schlanker und leichter gebaut als die Wanderratte und erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 16 bis 22 Zentimetern. Auffällig ist ihr langer, meist unbehaarter Schwanz, der länger als der Körper sein kann, sowie ihre großen Ohren und spitze Schnauze.
Das Fell ist variabel gefärbt und reicht von schwarz über dunkelbraun bis graubraun. Hausratten sind ausgezeichnete Kletterer und halten sich bevorzugt in höheren Gebäudeteilen auf, etwa auf Dachböden, in Zwischendecken oder Lagerhäusern. Ursprünglich stammt die Art aus den tropischen Regionen Süd- und Südostasiens, verbreitete sich jedoch durch den Seehandel weltweit.
Als Allesfresser ernährt sich die Hausratte von pflanzlicher und tierischer Nahrung, wobei sie oft Vorräte nutzt, die in menschlicher Nähe verfügbar sind. Sie ist überwiegend nachtaktiv, sehr lernfähig und zeigt ein ausgeprägtes Sozialverhalten.
Perspektive im Wandel von Lebensraum und Klima
Die Lebensbedingungen der Hausratte verändern sich spürbar. Moderne Bauweisen, verbesserte Hygienestandards und gezielte Schädlingskontrolle haben dazu geführt, dass die Art in vielen Regionen Europas stark zurückgegangen ist. Besonders die Konkurrenz durch die robustere Wanderratte hat ihren Bestand weiter verdrängt.
Der Klimawandel könnte diese Entwicklung jedoch teilweise umkehren. Mildere Winter und steigende Durchschnittstemperaturen begünstigen wärmeliebende Arten wie die Hausratte. Hafenstädte, Industriegebiete und dicht bebaute urbane Räume bieten weiterhin geeignete Rückzugsorte, vor allem dort, wo alte Bausubstanz erhalten bleibt.
Gleichzeitig verändern sich Handelswege, Stadtstrukturen und Nahrungsangebote, was neue Ausbreitungsmöglichkeiten schaffen kann. Ob die Hausratte künftig wieder häufiger anzutreffen sein wird, hängt stark vom Zusammenspiel aus Klimaveränderung, menschlicher Infrastruktur und gezieltem Management ab. Sicher ist: Ihre Anpassungsfähigkeit bleibt ein entscheidender Faktor für ihr Überleben.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Schlanker Körperbau im Vergleich zur Wanderratte
Hausratte
In der Aufnahme von Albert Meier
- Rattus rattus mit langem Schwanz
Hausratte
In der Aufnahme von Albert Meier
- Detailaufnahme der Schnauze
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