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Unerwarteter Gast an der Vogelfütterung
Unerwarteter Gast an der Vogelfütterung
Anfang September 2026 zeigt sich an einer Vogelfütterung ein Besucher, für den das Angebot ursprünglich nicht gedacht war: Eine Wanderratte (Rattus norvegicus) sitzt mitten in einer aus Holz und Kunststoff gefertigten Futterbox. Zwischen Sonnenblumenkernen und Körnerfutter scheint sie sich ausgesprochen wohlzufühlen. Offenbar hat das leicht zugängliche und energiereiche Nahrungsangebot ihre Aufmerksamkeit geweckt.
Die Aufnahme macht deutlich, dass Vogelfutterstellen nicht ausschließlich von Vögeln genutzt werden. Herabgefallene Körner, offen zugängliche Futterschalen und Futterreste am Boden können auch Mäuse und Ratten anlocken. Wanderratten sind äußerst anpassungsfähige Tiere. Sie verfügen über einen ausgeprägten Geruchssinn, lernen schnell und erinnern sich an ergiebige Nahrungsquellen. Finden sie an einer Stelle regelmäßig Futter, können sie wiederholt dorthin zurückkehren.
Aus Sicht von Artenschutz in Franken® sollte eine solche Beobachtung weder zu Panik noch zu einer pauschalen Verurteilung des Tieres führen. Die Wanderratte nutzt lediglich eine Gelegenheit, die ihr der Mensch ungewollt eröffnet hat. Dennoch ist es sinnvoll, zeitnah zu reagieren – insbesondere dann, wenn sich die Futterstelle in der Nähe von Wohngebäuden, Stallungen oder Vorratsräumen befindet.
Das Futter sollte zunächst vollständig entfernt und die Box gründlich gereinigt werden. Auch die Umgebung ist von verschütteten Körnern und Schalenresten zu befreien. Anschließend kann die Fütterung für einige Zeit unterbrochen werden. Bei einer späteren Wiederaufnahme empfiehlt es sich, nur kleine Mengen anzubieten, die von den Vögeln innerhalb kurzer Zeit aufgenommen werden. Futterspender sollten möglichst so konstruiert und angebracht sein, dass Ratten sie nicht erklettern oder vom Boden aus erreichen können. Auch herunterfallendes Futter sollte weitgehend vermieden werden.
Besonders wichtig ist die regelmäßige Reinigung. Wo viele Tiere auf engem Raum zusammenkommen, können verunreinigtes Futter und Kot die Übertragung von Krankheitserregern begünstigen. Deshalb sollte auf gute Futterhygiene geachtet und verschmutztes oder feuchtes Futter konsequent entsorgt werden.
Die Begegnung mit der Wanderratte zeigt zugleich, wie eng sich die Lebensräume von Menschen und Wildtieren überschneiden. Unsere Siedlungen bieten nicht nur Vögeln, Igeln oder Fledermäusen Nahrung und Unterschlupf, sondern ebenso Arten, die weniger willkommen sind. Verantwortungsbewusster Artenschutz bedeutet daher auch, Futterangebote aufmerksam zu beobachten und bei unerwünschten Entwicklungen sachgerecht zu handeln.
Die Wanderratte ist kein „böses“ Tier. Sie folgt ihrem natürlichen Bedürfnis nach Nahrung und Sicherheit. Entscheidend ist deshalb nicht ihre Bekämpfung um jeden Preis, sondern die konsequente Beseitigung der Ursache: Solange frei zugängliches Futter vorhanden ist, bleibt die Futterstelle attraktiv. Wird das Angebot dagegen sauber, kontrolliert und möglichst unerreichbar gestaltet, lässt sich ein dauerhaftes Auftreten häufig bereits im Ansatz vermeiden.
Artenschutz in Franken® betrachtet auch solche Beobachtungen als Teil eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Natur. Wer Wildvögel füttert, übernimmt zugleich Verantwortung für die Gestaltung, Sauberkeit und Kontrolle des Futterplatzes. Denn gut gemeinte Hilfe sollte stets so umgesetzt werden, dass sie weder hygienische Probleme verursacht noch unbeabsichtigt weitere Tiere anlockt.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch - 06.09.2026
- Anfang September 2026 – eine Wanderratte entdeckt das ausgelegte Körnerfutter
Anfang September 2026 zeigt sich an einer Vogelfütterung ein Besucher, für den das Angebot ursprünglich nicht gedacht war: Eine Wanderratte (Rattus norvegicus) sitzt mitten in einer aus Holz und Kunststoff gefertigten Futterbox. Zwischen Sonnenblumenkernen und Körnerfutter scheint sie sich ausgesprochen wohlzufühlen. Offenbar hat das leicht zugängliche und energiereiche Nahrungsangebot ihre Aufmerksamkeit geweckt.
Die Aufnahme macht deutlich, dass Vogelfutterstellen nicht ausschließlich von Vögeln genutzt werden. Herabgefallene Körner, offen zugängliche Futterschalen und Futterreste am Boden können auch Mäuse und Ratten anlocken. Wanderratten sind äußerst anpassungsfähige Tiere. Sie verfügen über einen ausgeprägten Geruchssinn, lernen schnell und erinnern sich an ergiebige Nahrungsquellen. Finden sie an einer Stelle regelmäßig Futter, können sie wiederholt dorthin zurückkehren.
Aus Sicht von Artenschutz in Franken® sollte eine solche Beobachtung weder zu Panik noch zu einer pauschalen Verurteilung des Tieres führen. Die Wanderratte nutzt lediglich eine Gelegenheit, die ihr der Mensch ungewollt eröffnet hat. Dennoch ist es sinnvoll, zeitnah zu reagieren – insbesondere dann, wenn sich die Futterstelle in der Nähe von Wohngebäuden, Stallungen oder Vorratsräumen befindet.
Das Futter sollte zunächst vollständig entfernt und die Box gründlich gereinigt werden. Auch die Umgebung ist von verschütteten Körnern und Schalenresten zu befreien. Anschließend kann die Fütterung für einige Zeit unterbrochen werden. Bei einer späteren Wiederaufnahme empfiehlt es sich, nur kleine Mengen anzubieten, die von den Vögeln innerhalb kurzer Zeit aufgenommen werden. Futterspender sollten möglichst so konstruiert und angebracht sein, dass Ratten sie nicht erklettern oder vom Boden aus erreichen können. Auch herunterfallendes Futter sollte weitgehend vermieden werden.
Besonders wichtig ist die regelmäßige Reinigung. Wo viele Tiere auf engem Raum zusammenkommen, können verunreinigtes Futter und Kot die Übertragung von Krankheitserregern begünstigen. Deshalb sollte auf gute Futterhygiene geachtet und verschmutztes oder feuchtes Futter konsequent entsorgt werden.
Die Begegnung mit der Wanderratte zeigt zugleich, wie eng sich die Lebensräume von Menschen und Wildtieren überschneiden. Unsere Siedlungen bieten nicht nur Vögeln, Igeln oder Fledermäusen Nahrung und Unterschlupf, sondern ebenso Arten, die weniger willkommen sind. Verantwortungsbewusster Artenschutz bedeutet daher auch, Futterangebote aufmerksam zu beobachten und bei unerwünschten Entwicklungen sachgerecht zu handeln.
Die Wanderratte ist kein „böses“ Tier. Sie folgt ihrem natürlichen Bedürfnis nach Nahrung und Sicherheit. Entscheidend ist deshalb nicht ihre Bekämpfung um jeden Preis, sondern die konsequente Beseitigung der Ursache: Solange frei zugängliches Futter vorhanden ist, bleibt die Futterstelle attraktiv. Wird das Angebot dagegen sauber, kontrolliert und möglichst unerreichbar gestaltet, lässt sich ein dauerhaftes Auftreten häufig bereits im Ansatz vermeiden.
Artenschutz in Franken® betrachtet auch solche Beobachtungen als Teil eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Natur. Wer Wildvögel füttert, übernimmt zugleich Verantwortung für die Gestaltung, Sauberkeit und Kontrolle des Futterplatzes. Denn gut gemeinte Hilfe sollte stets so umgesetzt werden, dass sie weder hygienische Probleme verursacht noch unbeabsichtigt weitere Tiere anlockt.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch - 06.09.2026
- Anfang September 2026 hat eine Wanderratte (Rattus norvegicus) die Vogelfütterung als ergiebige Nahrungsquelle entdeckt.
Unerwarteter Gast an der Vogelfütterung
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch - 06.09.2026
- Zwischen Sonnenblumenkernen und Körnerfutter sitzt die Wanderratte unmittelbar in der hölzernen und mit Kunststoffelementen versehenen Futterbox.
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