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Feldhase
Der Feldhase – Ein Leben zwischen Weite und Wandel
Noch liegt Tau auf den Halmen, als der Feldhase reglos in seiner flachen Mulde verharrt. Nur seine langen Ohren drehen sich langsam, fangen jedes Geräusch der erwachenden Landschaft ein. Ein Traktor in der Ferne, ein Vogelruf, der Wind im Getreide. Seit Generationen lebt seine Art hier, auf offenen Feldern, wo Schnelligkeit wichtiger ist als Verstecke. Mit einem plötzlichen Satz springt er auf und verschwindet in weiten Bögen über den Acker – ein Sinnbild für Wachsamkeit und Anpassung in einer sich ständig verändernden Welt.
Artbeschreibung: Der Feldhase (Lepus europaeus)
Der Feldhase gehört zur Familie der Hasen (Leporidae) und ist eine der bekanntesten Wildtierarten der offenen Kulturlandschaft Europas. Charakteristisch sind seine langen, schwarz gespitzten Ohren, die kräftigen Hinterläufe und der schlanke, muskulöse Körperbau. Erwachsene Tiere erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 70 Zentimetern und ein Gewicht von etwa 3 bis 6 Kilogramm.
Im Gegensatz zum Kaninchen gräbt der Feldhase keine Baue. Er lebt in sogenannten Sassen – flachen Mulden im Boden – die ihm Tarnung bieten. Als überwiegend dämmerungs- und nachtaktives Tier ernährt er sich von Gräsern, Kräutern, Feldfrüchten und im Winter auch von Rinde und Knospen. Seine hohe Laufgeschwindigkeit und der Zickzacklauf sind wichtige Strategien zur Flucht vor Fressfeinden.
Perspektive: Feldhasen im Wandel von Lebensraum und Klima
Die Lebensbedingungen des Feldhasen haben sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert. Intensive Landwirtschaft, der Verlust von Feldrainen, Hecken und Brachen sowie der zunehmende Einsatz von Pestiziden reduzieren sowohl Nahrungsangebot als auch Deckung. Gleichzeitig führen größere, strukturärmere Felder dazu, dass der Hase leichter entdeckt wird.
Der Klimawandel verstärkt diese Herausforderungen zusätzlich. Längere Trockenperioden, häufigere Extremwetterereignisse und milde Winter beeinflussen die Vegetation und damit die Nahrungssituation. Während wärmere Frühjahre zwar eine längere Fortpflanzungszeit ermöglichen können, steigt zugleich das Risiko für Jungtiere durch Nahrungsmangel und Witterungsextreme.
Langfristig hängt die Zukunft des Feldhasen stark davon ab, wie sich Landschaftsnutzung und Naturschutz entwickeln. Strukturreiche Agrarlandschaften, Blühstreifen und eine biodiversitätsfreundliche Bewirtschaftung können dazu beitragen, dem Feldhasen auch in Zukunft einen Lebensraum zu bieten.
In der Aufnahme von Ulrich Rösch
- Eine kurze Geschichte zum Einstieg
Noch liegt Tau auf den Halmen, als der Feldhase reglos in seiner flachen Mulde verharrt. Nur seine langen Ohren drehen sich langsam, fangen jedes Geräusch der erwachenden Landschaft ein. Ein Traktor in der Ferne, ein Vogelruf, der Wind im Getreide. Seit Generationen lebt seine Art hier, auf offenen Feldern, wo Schnelligkeit wichtiger ist als Verstecke. Mit einem plötzlichen Satz springt er auf und verschwindet in weiten Bögen über den Acker – ein Sinnbild für Wachsamkeit und Anpassung in einer sich ständig verändernden Welt.
Artbeschreibung: Der Feldhase (Lepus europaeus)
Der Feldhase gehört zur Familie der Hasen (Leporidae) und ist eine der bekanntesten Wildtierarten der offenen Kulturlandschaft Europas. Charakteristisch sind seine langen, schwarz gespitzten Ohren, die kräftigen Hinterläufe und der schlanke, muskulöse Körperbau. Erwachsene Tiere erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 70 Zentimetern und ein Gewicht von etwa 3 bis 6 Kilogramm.
Im Gegensatz zum Kaninchen gräbt der Feldhase keine Baue. Er lebt in sogenannten Sassen – flachen Mulden im Boden – die ihm Tarnung bieten. Als überwiegend dämmerungs- und nachtaktives Tier ernährt er sich von Gräsern, Kräutern, Feldfrüchten und im Winter auch von Rinde und Knospen. Seine hohe Laufgeschwindigkeit und der Zickzacklauf sind wichtige Strategien zur Flucht vor Fressfeinden.
Perspektive: Feldhasen im Wandel von Lebensraum und Klima
Die Lebensbedingungen des Feldhasen haben sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert. Intensive Landwirtschaft, der Verlust von Feldrainen, Hecken und Brachen sowie der zunehmende Einsatz von Pestiziden reduzieren sowohl Nahrungsangebot als auch Deckung. Gleichzeitig führen größere, strukturärmere Felder dazu, dass der Hase leichter entdeckt wird.
Der Klimawandel verstärkt diese Herausforderungen zusätzlich. Längere Trockenperioden, häufigere Extremwetterereignisse und milde Winter beeinflussen die Vegetation und damit die Nahrungssituation. Während wärmere Frühjahre zwar eine längere Fortpflanzungszeit ermöglichen können, steigt zugleich das Risiko für Jungtiere durch Nahrungsmangel und Witterungsextreme.
Langfristig hängt die Zukunft des Feldhasen stark davon ab, wie sich Landschaftsnutzung und Naturschutz entwickeln. Strukturreiche Agrarlandschaften, Blühstreifen und eine biodiversitätsfreundliche Bewirtschaftung können dazu beitragen, dem Feldhasen auch in Zukunft einen Lebensraum zu bieten.
In der Aufnahme von Ulrich Rösch
- Feldhase
Feldhase - "Wuthase"
Feldhase - "Wuthase"
21.04.2015
Franken. Ulrich Rösch schildert uns ein Erlebnis der besonderen Art. In der Aufnahme wird ein Feldhase sichtbar der Herrn Rösch fast übersehen hätte. Erst im letzten Moment wurde er aufmerksam und hinterließ einen nicht alltäglichen "Blick".Er sieht sehr "wütend" aus - eventuell ärgert er sich über sich selbst, da er unachtsam war ...
21.04.2015
Franken. Ulrich Rösch schildert uns ein Erlebnis der besonderen Art. In der Aufnahme wird ein Feldhase sichtbar der Herrn Rösch fast übersehen hätte. Erst im letzten Moment wurde er aufmerksam und hinterließ einen nicht alltäglichen "Blick".Er sieht sehr "wütend" aus - eventuell ärgert er sich über sich selbst, da er unachtsam war ...
Feldhase
In der Aufnahme von Helga Zinnecker
- Feldhase im Morgenlicht der Agrarlandschaft
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In der Aufnahme von Johannes Rother
- Feldhase als Bewohner der offenen Landschaft
Feldhase
In der Aufnahme von Hubertus Zinnecker
- Feldhase als Bewohner der offenen Landschaft
Feldhase
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Feldhase im Frühling auf grünen Wiesen
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