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Kegelrobbe
Kegelrobbe (Halichoerus grypus)
Bild zum Eintrag (1136448-160)
Die Kegelrobbe (Halichoerus grypus)

Der Morgennebel liegt noch über der Küste, als die ersten Wellen sanft an den Strand rollen. Auf einer Sandbank, nur wenige hundert Meter vom Ufer entfernt, hebt eine große Robbe langsam den Kopf. Ihr Atem bildet kleine Wolken in der kühlen Luft. Neben ihr liegt ein Jungtier, noch mit hellem Fell, das vorsichtig die Umgebung erkundet. Möwen kreisen über dem Wasser, und mit der steigenden Flut wird die Sandbank bald verschwinden. Ruhig gleitet die Mutter schließlich ins Meer zurück – in die Welt, die ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage ist.

Artbeschreibung

Die Kegelrobbe (wissenschaftlicher Name: Halichoerus grypus) ist die größte in Europa heimische Robbenart. Ihren Namen verdankt sie der charakteristischen, kegelförmigen Kopfform, die besonders bei den Männchen deutlich ausgeprägt ist.

Typische Merkmale:

  • Körperlänge: bis zu 2,5 Meter (Männchen), Weibchen etwas kleiner

  • Gewicht: bis etwa 300 Kilogramm

  • Fellfärbung: variabel – Männchen meist dunkler mit hellen Flecken, Weibchen heller mit dunklen Flecken

  • Kräftiger Körperbau und große, runde Augen

Kegelrobben leben in küstennahen Meeresgebieten des Nordatlantiks, besonders in der Nord- und Ostsee. Sie ruhen auf Sandbänken, Felsen oder abgelegenen Stränden und gehen von dort aus auf Nahrungssuche. Ihre Beute besteht hauptsächlich aus Fischen wie Hering, Dorsch oder Plattfischen. Die Jungtiere werden an Land geboren und mehrere Wochen gesäugt, bevor sie selbstständig werden.

Perspektiven bei Lebensraumveränderung und Klimawandel

In den letzten Jahrzehnten haben sich die Bestände der Kegelrobbe in Teilen Europas erfreulich erholt. Schutzmaßnahmen und Jagdverbote haben dazu beigetragen, dass die Art vielerorts zurückkehrt.

Der Klimawandel und veränderte Lebensräume stellen jedoch neue Herausforderungen dar:

  • Steigende Meeresspiegel können wichtige Liegeplätze wie Sandbänke und Strände überfluten.

  • Veränderungen der Fischbestände durch Erwärmung und Überfischung beeinflussen das Nahrungsangebot.

  • Häufigere Stürme können Ruhe- und Wurfplätze zerstören oder unbrauchbar machen.

  • Temperaturveränderungen können Wander- und Verbreitungsmuster beeinflussen.

Langfristig hängt die Zukunft der Kegelrobbe davon ab, ob ausreichend ungestörte Küstenbereiche und stabile Nahrungsgrundlagen erhalten bleiben.

Bedrohung durch den Menschen

Trotz ihrer Erholung ist die Kegelrobbe weiterhin verschiedenen menschlichen Einflüssen ausgesetzt. Zu den wichtigsten Gefährdungen zählen:


  • Störungen durch Tourismus und Wassersport, besonders während der Wurf- und Ruhezeiten

  • Beifang in Fischernetzen, der für die Tiere lebensgefährlich sein kann

  • Meeresverschmutzung, einschließlich Plastik und Schadstoffe, die sich im Körper anreichern

  • Konflikte mit der Fischerei, da Robben als Nahrungskonkurrenten wahrgenommen werden

  • Schiffsverkehr und Unterwasserlärm, die Orientierung und Verhalten beeinträchtigen können

Der Schutz störungsarmer Rückzugsorte, nachhaltige Fischerei und ein verantwortungsvoller Umgang mit den Küsten sind entscheidend, um ein dauerhaftes Zusammenleben von Mensch und Kegelrobbe zu ermöglichen.

In der Aufnahme von Axel Donning
  • Kegelrobbe beim Abtauchen ins Meer
Kegelrobbe
Bild zum Eintrag (1136449-160)
In der Aufnahme von Axel Donning
  •     Kegelrobben auf einer Sandbank in der Nordsee
Kegelrobbe
Bild zum Eintrag (21236-160)
Neue Höchstmarke bei Kegelrobbengeburten

25/26.12.2014

Helgoland.
Am 17.12.2014 wurde das 215. Robbenbaby dieser Wurfsaison auf Helgoland geboren.

Engagieren Sie sich gemeinsam mit dem Verein Jordsand zum Schutze der Seevögel und der Natur e.V
. für die Kegelrobben durch die Übernahme einer Patenschaft [http://www.jordsand.eu/index.php?id=189] und bei der Stimmabgabe im online-voting [http://www.greentec-awards.com/wettbewerb/online-voting-2015] für deren Arbeit zum Schutz der Helgoländer Kegelrobben. [http://www.jordsand.eu/index.php?id=380]

Die
Rückkehr der Kegelrobben

Am Strand der Nordseeinsel Helgoland spielt sich seit einigen Jahren ein Naturschauspiel der besonderen Art ab: die im Mittelalter bei uns ausgerottete Kegelrobbe ist zurückgekehrt. Mittlerweile bringen wieder über 200 Weibchen am Strand der Helgoländer Düne ihre Jungen zur Welt – Tendenz steigend.

Mitten im Winter werden die Jungen geboren und anschließend etwa drei Wochen lang von den Müttern mit sehr fettreicher Milch gesäugt. Unmittelbar nach dem Abstillen der Jungtiere beginnt die Paarungszeit. Die bis zu 300 Kilo schweren Bullen kommen an Land und liefern sich teils blutige Kämpfe um die paarungsbereiten Weibchen. Mitten in Europa bietet sich hier ein beeindruckendes Wildniserlebnis.

Quellenangabe/Fotonachweis

- http://www.jordsand.eu/index.php?id=380

Verein
Jordsand zum Schutze der Seevögel und der Natur e.V.
Wulfsdorf
Bornkampsweg 35
22926 Ahrensburg
Telefon 04102 - 32656
Telefax 04102 - 31983
 
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Mehr zur Kegelrobbe

Lange Zeitspannen stand die Kegelrobbe unter intensiver menschlicher Bejagung, deren Höhepunkt in den 50er jahren des vergangenen Jahrhunderts erreicht wurde. Für die Kegelrobbenpopulation war es der Bestandstiefpunkt!

Diese Zeiten sind in unseren Breiten glücklicherweise lange vorbei, die Bestände konnten sich erholen.

Etwa 2 Meter werden die Weibchen, rund 1,5 Meter länger werden die Männchen. Der Gewicht kann bei den Männchen rund 5 Zentner betragen.

Zur Fortpflanzung treffen sich die Kegelrobben in so genannten Harems z.B. an den Treibsandständen der Ostsee und den Kiesstränden der Nordsee, wobei meist ein Jungtiere geboren wird.

Dieses ist bei der Geburt etwa 70 - 80 Zentimeter lang und wiegt 20 Kilogramm.

Kegelrobben ernähren sich ( die Jungen werden gesäugt ) vor allem von Fischen und Meeresschneken.

Die aufgenommene Fischnahrung brachten den Tieren hie und da die "skeptischen Blicke" mancher "Fischer" ein
Neue Höchstmarke bei Kegelrobbengeburten
Bild zum Eintrag (71469-160)