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Bisamratte (Ondatra zibethicus)
Bild zum Eintrag (1137578-160)
Der Bisam

Ein ruhiger Morgen liegt über einem kleinen Teich. Nebelschwaden ziehen langsam über das Wasser, während sich die ersten Sonnenstrahlen ihren Weg durch das Schilf bahnen. Zwischen den dichten Pflanzen bewegt sich plötzlich etwas. Leise plätschert das Wasser, und ein kleines Tier taucht auf: eine Bisamratte.

Mit geschickten Schwimmbewegungen gleitet sie durch den Teich. Ihr dichtes Fell schützt sie vor der Kälte des Wassers, während ihr langer, seitlich abgeflachter Schwanz wie ein Steuerruder funktioniert. Kurz taucht sie unter, nur um wenige Sekunden später mit einem Stück Wasserpflanze wieder aufzutauchen. Für die Bisamratte beginnt ein ganz normaler Tag.

Während die meisten Menschen noch schlafen, ist sie bereits auf Nahrungssuche. Zwischen Schilf und Wasserpflanzen kennt sie jeden Winkel ihres Reviers. Doch das Leben am Teich ist nicht nur ruhig und friedlich: In der Ferne streift vielleicht ein Rotfuchs am Ufer entlang, und hoch am Himmel zieht ein Seeadler seine Kreise.

Trotz dieser Gefahren hat sich die Bisamratte perfekt an ihren Lebensraum angepasst. Sie baut ihre Verstecke im Ufer oder errichtet kleine Burgen aus Pflanzen. So findet sie Schutz und kann ihren Nachwuchs aufziehen.


Der Bisam – Lebensweise, Bedeutung und Herausforderungen

Die Bisamratte (Ondatra zibethicus), meist kurz Bisam genannt, ist ein mittelgroßes Nagetier, das vor allem in Gewässernähe lebt. Ursprünglich stammt die Art aus Nordamerika, wurde jedoch Anfang des 20. Jahrhunderts auch in Europa eingeführt und hat sich seitdem in vielen Regionen verbreitet. Heute findet man den Bisam an Seen, Flüssen, Teichen und Kanälen, wo er ein wichtiger Bestandteil der dortigen Lebensgemeinschaft ist.

Aussehen und Lebensweise

Der Bisam besitzt einen gedrungenen Körper, dichtes wasserabweisendes Fell und einen seitlich abgeflachten Schwanz, der ihm beim Schwimmen hilft. Erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa 25 bis 35 Zentimetern, dazu kommt ein bis zu 25 Zentimeter langer Schwanz.

Bisame sind ausgezeichnete Schwimmer und verbringen einen großen Teil ihres Lebens im oder am Wasser. Sie bauen entweder Uferhöhlen oder kuppelförmige Bauten aus Pflanzenmaterial, die sogenannten Bisamburgen.

Ihre Nahrung besteht überwiegend aus Wasser- und Uferpflanzen wie Schilf, Rohrkolben und anderen Sumpfgewächsen. Gelegentlich fressen sie auch kleine Tiere wie Muscheln oder Insekten.

Bedeutung für das Ökosystem

Trotz ihres eher unauffälligen Lebensstils spielen Bisame eine wichtige Rolle in Feuchtgebieten:


  • Vegetationskontrolle: Durch das Fressen von Wasserpflanzen verhindern sie, dass bestimmte Pflanzenarten zu stark dominieren.

  • Lebensraumgestaltung: Ihre Baue und Fraßstellen schaffen kleine offene Wasserflächen, die von vielen anderen Tierarten genutzt werden können.

  • Nahrung für Räuber: Der Bisam ist eine wichtige Beute für verschiedene Raubtiere und trägt damit zur Stabilität von Nahrungsketten bei.

Natürliche Feinde

Zu den natürlichen Fressfeinden des Bisams gehören verschiedene Räuber aus unterschiedlichen Lebensräumen. Dazu zählen unter anderem:


  • der Rotfuchs
  • der Europäischer Fischotter
  • der Mink
  • große Greifvögel wie der Seeadler

Vor allem junge oder geschwächte Tiere fallen diesen Räubern zum Opfer.

Herausforderungen durch Mensch und Klimawandel

  • Obwohl sich der Bisam in vielen Regionen gut angepasst hat, steht er vor mehreren Herausforderungen.

Einfluss des Menschen:


In manchen Gebieten wird der Bisam als Problem angesehen, weil seine Baue Deiche oder Uferbefestigungen beschädigen können. Deshalb wird er dort teilweise intensiv bejagt oder kontrolliert.

Veränderungen von Gewässern, etwa durch Begradigungen oder Bebauung, verringern geeignete Lebensräume.

Folgen des Klimawandels:

  • Längere Trockenperioden können Feuchtgebiete austrocknen und damit Lebensräume verkleinern.

  • Mildere Winter verändern die Dynamik von Gewässern und Pflanzenbeständen, was sich auf Nahrung und Fortpflanzung auswirken kann.

  • Häufigere Extremwetterereignisse können Baue zerstören oder Jungtiere gefährden.

Fazit

Der Bisam ist ein anpassungsfähiges Nagetier, das eng mit Feuchtgebieten verbunden ist. Als Pflanzenfresser, Lebensraumgestalter und Beutetier erfüllt er mehrere wichtige Funktionen im Ökosystem. Gleichzeitig zeigt sein Beispiel, wie stark Tierarten von menschlichen Eingriffen und klimatischen Veränderungen beeinflusst werden können. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Gewässern und Feuchtgebieten hilft daher nicht nur dem Bisam, sondern vielen weiteren Tier- und Pflanzenarten.

Ein ruhiger Morgen liegt über einem kleinen Teich. Nebelschwaden ziehen langsam über das Wasser, während sich die ersten Sonnenstrahlen ihren Weg durch das Schilf bahnen. Zwischen den dichten Pflanzen bewegt sich plötzlich etwas. Leise plätschert das Wasser, und ein kleines Tier taucht auf: eine Bisamratte.

Mit geschickten Schwimmbewegungen gleitet sie durch den Teich. Ihr dichtes Fell schützt sie vor der Kälte des Wassers, während ihr langer, seitlich abgeflachter Schwanz wie ein Steuerruder funktioniert. Kurz taucht sie unter, nur um wenige Sekunden später mit einem Stück Wasserpflanze wieder aufzutauchen. Für die Bisamratte beginnt ein ganz normaler Tag.

Während die meisten Menschen noch schlafen, ist sie bereits auf Nahrungssuche. Zwischen Schilf und Wasserpflanzen kennt sie jeden Winkel ihres Reviers. Doch das Leben am Teich ist nicht nur ruhig und friedlich: In der Ferne streift vielleicht ein Rotfuchs am Ufer entlang, und hoch am Himmel zieht ein Seeadler seine Kreise.

Trotz dieser Gefahren hat sich die Bisamratte perfekt an ihren Lebensraum angepasst. Sie baut ihre Verstecke im Ufer oder errichtet kleine Burgen aus Pflanzen. So findet sie Schutz und kann ihren Nachwuchs aufziehen.

In der Aufnahme von Dieter Zinßer
  • Schwimmender Bisam
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