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2019-12
Artenschutz in Franken® wünscht einen guten Rutsch
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                                                  Artenschutz in Franken®

Ein spannendes und sehr bewegtes Jahr neigt sich bereits wieder dem Ende entgegen. Doch trotz aller Hektik und Stress möchten wir hier kurz innehalten und Danke sagen.
Danke für Ihre und eure Treue und das Vertrauen, das Sie und ihr im vergangenen Jahr in uns gesetzt haben/habt. Vielen Dank auch für Ihre und eure Unterstützung bei den vielfältigen Projekten.

Wir freuen uns sehr darauf, auch im kommenden Jahr wieder für Sie und euch da sein zu dürfen. Denn wer mit offenen Augen durch unser Land geht erkennt die immensen Herausforderungen gerade auf dem Gebiet des praktischen Artenschutzes, die es zu bewältigen gilt wollen wir nicht viele Tiere und Pflanzen und deren Lebensräume verlieren.

Und so sind wir der festen Überzeugung das es auch im kommenden Jahr sicherlich nicht weniger aktiv zugehen wird.

Wir wünschen Ihnen und euch einen guten Rutsch sowie viel Glück, Gesundheit und Zufriedenheit für das Jahr 2020!

Ihr und euer Artenschutz in Franken®
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Artenschutz in Franken®  
Stele der Biodiversität Flehingen
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Stele der Biodiversität Flehingen

27/28.12.2019


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und der Offenen Jugend Werkstatt e.V. Oberendingen das von dem Sozialwerk Bethesda, dem Biologische Gutachten - Dr. Christian Dietz und der Deutschen Postcode Lotterie begleitet und (fachlich) unterstützt wird.

Baden-Württemberg / Flehingen.Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trofostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.

Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gelichfalls zum Scheitern verurteilt. Ein Projekt des Artenschutz in Franken und der Offenen Jugend Werkstatt e.V. Oberendingen das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.

Im Fokus steht hierbei die Fledermausart "Graues Langohr" welchem mit diesem Projekt wortwörtlich unter die Flughäute gegriffen werden soll. Begleitet wird das Projekt von einer Umweltbildungseinheit um Jugendliche mit dem zunehmend wichtiger werdenden Aspekt des Artenschutzes in Kontakt zu bringen.


In der Aufnahme
Bestandteil zur Gestaltung des Artenschutzturms ist die professionelle grafische Fassadenbemalung. In diesem Fall erzählt die Bemalung die "Geschichte der Langohrfledermaus" . Das Jahr der Fledermaus, sowie die Fledermaus als Prädator bzw. die natürlichen Prädatoren werden abgebildet.
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Mit Achtsamkeit in die Wälder des Nationalparks
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Mit Achtsamkeit in die Wälder des Nationalparks

27/28.12.2019

Nationalparkverwaltung Eifel präsentiert neuen Veranstaltungskalender für 2020: Fast 700 begleitete Bildungs- und Naturerlebnis-Angebote

Schleiden-Gemünd, den 20.12.2019.Auch 2020 finden an fast jedem Tag der Woche die über den Nationalpark und auf verschiedene Schwierigkeitsgrade verteilten Rangertouren statt – kostenfrei und ohne Anmeldung.

In diesen Tagen präsentiert die Nationalparkverwaltung Eifel den druckfrischen Veranstaltungskalender für 2020: Genau 693 Angebote – von Achtsamkeits-Wanderungen bis [zoom]ability – machen das Schutzgebiet für naturinteressierte Menschen allen Alters, mit und ohne Behinderung zu einem besonderen Ausflugsziel. Der neue 84-seitige Veranstaltungskalender im Jackentaschen-Format ist kostenfrei in allen Nationalpark-Toren und -Infopunkten sowie im Besucherzentrum Vogelsang erhältlich.

Der Veranstaltungskalender 2020 bietet auf 84 Seiten einen Überblick über verschiedenste Naturerlebnis- und Umweltbildungsangebote in Nordrhein-Westfalens Nationalpark.

Auf www.nationalpark-eifel.de/veranstaltungen gibt es alle Termine auch in digitaler Form. Das ganze Jahr über bietet die barrierefreie Nationalpark-Ausstellung „Wildnis(t)räume“ Sonderführungen zu verschiedensten Themen an. Dabei erfahren die Besucher zum Beispiel Spannendes über die Auswirkungen des Klimawandels, über die Tiere im Nationalpark Eifel oder den Lebensraum Wasser.

Auch 2020 finden an fast jedem Tag der Woche die über den Nationalpark und auf verschiedene Schwierigkeitsgrade verteilten Rangertouren statt – kostenfrei und ohne Anmeldung.

Auch in 2020 bieten die Ranger des Nationalparks regelmäßige Wanderungen auf ganz unterschiedlichen Strecken an: Zu festen Zeiten an festgelegten Treffpunkten starten geführte Wanderungen durch das Schutzgebiet. Die Teilnahme ist kostenfrei und eine Anmeldung nicht erforderlich. Zum Ende des Winters gibt es am 29. März in Gemünd einen „Tag der Achtsamkeit und Entspannung im Nationalpark Eifel“. Auch bei den im Sommer angebotenen Yoga-Wanderungen stehen Entschleunigung und achtsames Naturerleben im Fokus. Der Europäische Tag der Parke wird 2020 im Rahmen des Meilerfestes Düttling am 7. Juni gefeiert – alle zwei Jahre baut Nationalpark-Waldführer Gerd Linden mit seinem Team einen historischen Kohlemeiler auf und lässt Holz zu Kohle erglühen.
Das ganze Jahr über bietet die barrierefreie Nationalpark-Ausstellung „Wildnis(t)räume“ neben den regulären auch Sonderführungen zu verschiedensten Themen an.

Dass der Nationalpark Eifel auch bei Nacht intensive Naturerlebnisse ermöglicht, erfahren Gäste bei einem Besuch der Sternwarte auf dem Gelände von Vogelsang: Die Angebote der Astronomie-Werkstatt „Sterne ohne Grenzen“ inmitten des Internationalen Sternenparks Nationalpark Eifel führen eindrucksvoll den Wert der Dunkelheit vor Augen. Schnell sein lohnt sich, denn die Angebote sind sehr gefragt. Bei aller Vorfreude auf 2020 - noch ist 2019 nicht vorbei. Bis zum Jahresende locken noch folgende Veranstaltungen:

Am Samstag, den 28. Dezember bieten die Ranger eine Themenführung unter dem Motto „Zwischen den Jahren“ an. Bei dieser etwa dreistündigen Wanderung mittlerer Schwierigkeit geht es darum, dass die Natur in dieser Zeit einen Gang herunterschaltet. Die Wanderung beginnt um 11 Uhr am Parkplatz Scheidbaum in 52385 Schmidt. Die Teilnahme ist kostenfrei und eine Anmeldung nicht erforderlich.


Quelle
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft,
Natur- und Verbraucherschutz
des Landes Nordrhein-Westfalen
Schwannstr. 3
40476 Düsseldorf

Tel. 0211 / 45 66 - 0
Fax 0211 / 45 66 - 388
E-Mail: poststelle@mulnv.nrw.de
20.12.19 Pressemitteilung

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald

  • Zweifarbiger Zipfelkäfer

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Gleise des Artenschutzes und der Umweltbildung Schaephuysen
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Gleise des Artenschutzes und der Umweltbildung Schaephuysen

23/24.12.2019


Schaephuysen / Nordrhein - Westfalen.Ein innovatives Kooperationsprojekt des Vereins für Gartenkultur und Heimatpflege Schaephuysen e.V.  und des Artenschutz in Franken®, das von der Deutschen Postcode Lotterie gefördert wird.


In der Aufnahme:
  • Noch vor Weihnachten konnten die Fledermausquartiere entland der vormaligen Gleisanlage angebracht werden ... diese Habitatstrukturen eröffnen den "kleinen Flattermännern und Flatterfrauen" die Möglichkeit sich entlang einer Leitkulisse zwischen den verschiedenen Lebensräumen entlang zu bewegen ...
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Wir wünschen Frohe Weihnachten!
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Wir wünschen Frohe Weihnachten!

24/26.12.2019


Liebe Besucher- und Besucherinnen unserer Internetpräsenz, Artenschutz in Franken®  wünscht Ihnen frohe Weihnachten und erholsame Feiertage!


Ihr Artenschutz in Franken® -Team
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Wieder Luchsnachwuchs in Hessen
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Wieder Luchsnachwuchs in Hessen

23/24.12.2019

    Luchsin mit drei Jungtieren wurden in Nordhessen fotografiert


„Zum Jahresende hat uns noch eine tolle Nachricht erreicht: In Nordhessen zieht in diesem Jahr wieder ein Luchsweibchen Nachwuchs groß. Am vergangenen Montag ist es einem Mitarbeiter von HessenForst gelungen, Fotos der Luchs-Familie aus Mutter und drei Jungtieren zu machen“, freute sich Hessens Umweltministerin Priska Hinz und ergänzt: „Es ist unser Ziel, dass der Luchs wieder ein fester Bestandteil der hessischen Tierwelt wird.“

Thomas Norgall, Koordinator des Arbeitskreis Hessenluchs und Naturschutzreferent des BUND Hessen bestätigt: „Das ist wie ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk für alle, die sich für den Erhalt und Aufbau der Luchspopulation in Hessen einsetzen.“


Die ersten Anzeichen für den Nachwuchs gab es im Oktober, als auf einem Holzstoß kleine Luchse gesehen wurden. Damals hatte die hessische Luchsbeauftragte Petra Walter am Fundort Haare gesammelt und im Auftrag des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) zur genetischen Analyse an das Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen eingeschickt. Anfang Dezember kam dann von dort die Bestätigung, dass die Haare von einem männlichen Luchs stammen, der genetisch zur Harz-Population gehört. Kurz darauf wurden die Luchse wieder beobachtet und im frischen Schnee konnte auch eine Fährte fotografiert werden.

Die diesen Montag (16.12.) entstandenen Fotos bestätigen nun, dass in Hessen wieder eine Luchsin Junge aufzieht. Um die Lage und die Größe des Streifgebietes zu ermitteln, sollen in Kürze im Auftrag der Naturschutzfachbehörde HLNUG Fotofallen aufgestellt werden. Außerdem wollen die Fachleute des Luchs-Projektes Harz prüfen, ob sie die Luchsin anhand ihres Fellmusters wiedererkennen können. In diesem Fall ließe sich der Zuwanderungsweg genauer eingrenzen.

Wegen des hohen Rehwildbestandes haben die drei Luchsjungen sehr gute Chancen auf eine gute Zukunft in Hessen. Dank der guten Nachwuchszahlen der Harz-Population erfolgt die Wiederansiedelung des Luchses in Hessen erfreulich schnell. „Wir hoffen natürlich, dass die Luchsin auch in 2020 in Hessen bleibt und erneut Nachwuchs haben wird, so dass sich das Vorkommen hier stabilisiert“, sagte Ministerin Hinz.

In der Aufnahme
Luchsnachwuchs in Hessen
© Christoph Vadersen

Quelle
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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Nachwuchs für die Riesen
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Nachwuchs für die Riesen

23/24.12.2019

Ex-Berliner Wisentkuh bekommt im Kaukasus Nachwuchs


Am 30. November wurde im aserbaidschanischen Shahdag Nationalpark das erste Wisent-Kalb geboren. Die Mutterkuh „Glen Shirra“ lebte zuvor bis Mai 2019 im Tierpark Berlin. Der junge Bulle und seine Mutter sind wohl auf und haben sich mittlerweile in den Schutz der Herde begeben.

Die Mutterkuh, ursprünglich aus einem schottischen Wildpark stammend, wurde im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für den Wisent vor mehreren Jahren in den Tierpark Berlin gebracht. Im Mai dieses Jahres wurde sie nach über zwei Jahren intensiver Vorbereitungen mit drei weiteren Wisenten in den Shahdag Nationalpark transportiert.

Die Wisentherde befindet sich nun in einem 300 ha großen Auswilderungsgehege. Noch ist das Gehege durch einen Elektrozaun vom Rest des Parks abgegrenzt. Bald schon werden aber die Zäune geöffnet und der Weg für die Herde in den 130.000 ha großen Nationalpark freigegeben.

Dank der professionellen Betreuung eines internationalen Expertenteams verlief der Transport der tonnenschweren lebendigen Fracht über 4000 km ohne Komplikationen. Im Herbst 2020 sollen fünf weitere Wisente aus dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm in den Nationalpark gebracht werden.

Das Vorhaben ist ein Gemeinschaftsprojekt des WWF zusammen mit dem aserbaidschanischen Umweltministerium, IDEA mit Unterstützung von EAZA/EEP sowie zoologischen Gärten wie dem Tierpark Berlin. Getragen wird das Projekt durch den WWF, BMZ/KfW und privaten Spenden. Das Programm leistet einen wichtigen Beitrag für die Rückkehr des im Kaukasus 1927 ausgestorbenen Wildrindes.

 
KONTAKT

Pauline Zahn
Pressestelle WWF
Tel: 030-311777-466
pauline.zahn@wwf.de


Quelle
WWF
20.12.2019


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In der Aufnahme von Ulrich Rösch



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Wer den Acker nicht baut
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Wer den Acker nicht baut

23/24.12.2019

WWF: Ackerbaustrategie ist Abschluss eines enttäuschenden Jahres in der Agrarpolitik.


Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat am Donnerstag in Berlin die im Koalitionsvertrag vereinbarte Nationale Ackerbaustrategie vorgestellt. Die Naturschutzorganisation WWF erklärte, „es sei außerordentlich enttäuschend, dass Ministerin Klöckner die Ackerbaustrategie zu einem Diskussionspier degradiere“.

Das werde weder den Anforderungen einer zukunftsfähigen Landwirtschaft gerecht, noch sei es eine angemessene Antwort auf die Herausforderungen der Klimakrise und des Artensterbens.

Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland:

„Die Ackerbaustudie ist der unbefriedigende Abschluss eines Jahres, das in der Agrarpolitik nicht arm an Enttäuschungen war. Das Landwirtschaftsministerium hat einen vagen Maßnahmenkatalog vorgelegt, der eine Ansammlung von unverbindlichen Empfehlungen an die Landwirtschaft ist. Den Erwartungen an eine echte Strategie, die verbindliche Ziele und klare Zeitpläne vorgibt, wird man in keiner Weise gerecht.

 
Zwar setzen viele Maßnahmen, wie ein Humusaufbau zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und breitere Fruchtfolgen an der richtigen Stelle an und sind von Wichtigkeit, allerdings bleibt die Umsetzung und Zielsetzung dahinter zu unklar, die aktuellen Probleme werden nicht angegangen. Die Landwirte lässt man wieder einmal im Ungewissen. Eine notwendige Planungssicherheit, wird ihnen nicht gegeben. Klare Antworten für Landwirtschaft und Naturschutz im Schatten von Klimakrise und Artensterben finden sich keine.“


KONTAKT

Roland Gramling
Pressestelle WWF
Tel: 030-311777-425
roland.gramling@wwf.de

 
Quelle
WWF
19. Dezember 2019

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In der Aufnahme von Willibald Lang
  • Gemeiner Strauchdieb

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Eine Vision für die Weiterentwicklung der Region Engiadina Bassa / Val Müstair
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Eine Vision für die Weiterentwicklung der Region Engiadina Bassa / Val Müstair

22/23.12.2019

  • Medienmitteilung der Region Engiadina Bassa Val Müstair vom 9. Dezember 2019

Wie können der Regionale Naturpark Biosfera Val Müstair, das UNESCO-Biosphärenreservat Engiadina Val Müstair
und der Schweizerische Nationalpark so weiterentwickelt werden, dass deren Potential optimal ausgeschöpft werden kann? Die Regiun Engiadina Bassa / Val Müstair (EBVM) gab Anfang Jahr eine Machbarkeitsstudie in Auftrag, um Antworten auf diese Frage zu erhalten. Die Resultate liegen nun vor – und weisen neue, interessante Perspektiven aus.

Die Region EBVM verfügt über drei national und auch international anerkannte Gebiete – der Regionale Naturpark Biosfera Val Müstair,
das UNESCO-Biosphärenreservat Engiadina Val Müstair und der Schweizerische Nationalpark. Die strategisch Verantwortlichen dieser Institutionen sowie der drei Gemeinden Scuol, Val Müstair und Valsot haben das Potenzial für die gemeinsame Weiterentwicklung dieser Gebiete identifiziert und unter der Trägerschaft der Region eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Der Studienautor Prof. Dr. Dominik Siegrist – Institut für Landschaft und Freiraum, Fachbereich naturnaher Tourismus und Pärke an der Hochschule für Technik Rapperswil – wertete in den vergangenen neun Monaten relevante Grundlagen aus, führte Interviews und organisierte einen Workshop mit rund drei Dutzend Vertreter/innen von regionalen und kantonalen Institutionen und Organisationen. Ein von der Region eingesetzter Lenkungsausschuss mit Verantwortungsträgern aus allen involvierten Gemeinden und Institutionen begleitete und unterstützte die Entwicklung der Studie.

Als zentrale Schlussfolgerung der Studie resultiert die Einschätzung, dass die Weiterentwicklung grundsätzlich machbar ist und für die Region einen Mehrwert auslösen würde. Weiterentwicklung bedeutet: Der Regionale Naturpark würde neu integral die Gemeindegebiete von Val Müstair, Scuol und Valsot umfassen, das UNESCO-Biosphärenreservat neu ebenfalls die Gebiete der drei Gemeinden sowie als Kernzone, wie bereits heute, den Schweizerischen Nationalpark.

Welcher Mehrwert?

Der Mehrwert, welcher durch ein entsprechendes Weiterentwicklungsprojekt erschlossen werden könnte, besteht in erster Linie in der verstärkten Sichtbarkeit der Region und einer erhöhten wirtschaftlichen Wertschöpfung. Ein Regionaler Naturpark wird durch finanzielle Mittel von Bund und Kanton bei der Inwertsetzung von Natur- und Kulturlandschaften, wie sie für die Region EBVM charakteristisch sind, unterstützt. Ergänzend dazu bietet das UNESCO-Label, welches direkt keine zusätzlichen finanziellen Mittel auslöst, eine international bekannte Marke, welche für die touristische Vermarktung erfolgversprechend eingesetzt werden kann. Schweizweit gibt es derzeit nur zwei UNESCO-Biosphärenreservate, eines im Entlebuch und eines in der Regiun EBVM. Gemäss der Studie könnte die Region erheblich profitieren, wenn das einzigartige UNESCO-Label noch gezielter vermarktet würde und wenn für die Positionierung von regionalen Produkten, für die touristische Angebotsentwicklung sowie für die Stärkung der regionalen Wirtschaft die Mittel eingesetzt werden könnten, welche der Region für einen Regionalen Naturpark zufliessen würden. Dies erklärt, weshalb es gleichzeitig eines Regionalen Naturparks und eines UNESCO-Biosphärenreservats bedarf.

Die Studie prüfte im Rahmen der Weiterentwicklungsoptionen verschiedene Gebiets-Varianten. Dabei zeigte sich, dass mit einem grossen Perimeter die Potenziale am effektivsten erschlossen werden könnten. Gemäss dieser Variante würden die gesamten Gemeindegebiete von Scuol, Val Müstair und Valsot sowie – in unveränderter Form – der Schweizerische Nationalpark in die Weiterentwicklung einbezogen. In diesen Gemeinden wären der Regionale Naturpark und das UNESCO-Biosphärenreservat flächenmässig deckungsgleich, was neben der Finanzierung und Vermarktung auch eine schlanke Organisation und einen einheitlichen Auftritt ermöglicht.

Aktuell bildet die Gemeinde Val Müstair den Regionalen Naturpark, welcher auch Teil des UNESCO-Biosphärenreservats ist. Teile des Gemeindegebiets von Scuol bilden bereits Teil des UNESCO-Biosphärenreservats. Valsot gehört heute weder dem Regionalen Naturpark noch dem UNESCO-Biosphärenreservat an. Die grosse Perimeter-Variante lässt die Option offen, dass zu einem späteren Zeitpunkt weitere interessierte Gemeinden miteinbezogen werden könnten und so das gesamte Gebiet dynamisch weiterentwickelt werden könnte. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie kam den Gemeinden Samnaun und Zernez sowie die Gemeinden der La Plaiv im Oberengadin ein Beobachterstatus zu.

Mehr Schutz?

Die Mehrheit der Personen, welche im Rahmen der Studie befragt wurden, schreiben dem Weiterentwicklungsprojekt grosse Chancen zu. Diese Akzeptanz ist mitunter auch entscheidend für die Machbarkeit, welche die Studie dem Projekt attestieren. Das am häufigsten genannte Risiko bei der Beurteilung der Machbarkeit stellt die Frage dar, ob infolge einer Weiterentwicklung mehr Auflagen für den Naturschutz zum Tragen kommen würden. Hier ist die rechtliche Grundlage, welche die Studie im Detail erörtert, klar: Der Perimeter, welcher für die Weiterentwicklung in Frage kommt, erfüllt aufgrund der aktuellen Gegebenheiten sowohl die rechtlichen Vorgaben an einen Regionalen Naturpark als auch die Richtlinien der UNESCO. In einem Naturpark gelten die bereits bestehenden rechtlichen Grundlagen, ohne dass zusätzliche Auflagen geschaffen werden. Auch in dieser Hinsicht ist es besonders wertvoll, auf die praktischen Erfahrungen, welche in den vergangenen zehn Jahren im Val Müstair gemacht wurden, zurückgreifen zu können.

Ein UNESCO-Biosphärenreservat ist grundsätzlich in drei Zonen unterteilt; in eine Pflegezone und eine Entwicklungszone, welche mit dem Weiterentwicklungsprojekt erweitert würden und in welchen die Inwertsetzung von Natur- und Kulturwerten resp. die Förderung einer nachhaltigen Wirtschaft prioritär verfolgt werden, sowie in eine Kernzone, in welcher der Schutz der Natur oberste Priorität hat. Im UNESCO-Biosphärenreservat Engiadina Val Müstair wird die Kernzone durch den Nationalpark gebildet und würde im Rahmen eines Weiterentwicklungsprojekts unverändert bestehen bleiben.

Die Studie zeigt auf, wie sich die Region mit ihren authentischen Werten und Stärken zu einer Modellregion für nachhaltige Entwicklung im Sinne eines UNESCO-Biosphären-reservats entwickelt hat. Unter der Voraussetzung, dass die politischen Instanzen und die Bevölkerung diesen Weg der nachhaltigen Entwicklung zukunftsgerichtet fortschreiten wollen, bilden der Regionale Naturpark und das UNESCO-Biosphärenreservat dazu kohärente Instrumente. Diese generieren in kombinierter Form und in einem erweiterten Perimeter mehr Mittel und eine grössere Wirkung.  

Gemeinderäte resp. Gemeindevorstände sagen Ja

Die Gemeinderäte resp. Gemeindevorstände der involvierten Gemeinden Scuol, Val Müstair und Valsot haben sich auf der Grundlage der Machbarkeitsstudie dafür ausgesprochen, die geprüfte Vision für die Weiterentwicklung der Region weiterzuverfolgen. In einer nächsten Phase soll das Weiterentwicklungsprojekt unter Mitwirkung der Bevölkerung im Detail ausgearbeitet werden. Vorgesehen ist, dass auch in dieser Projektphase die Regiun EBVM die Trägerschaft übernimmt. Über die Projektorganisation entscheidet die Präsidentenkonferenz voraussichtlich in ihrer Januar-Sitzung. Den definitiven Entscheid über die Umsetzung des detailliert ausgearbeiteten Projekts trifft die stimmberechtigte Bevölkerung. Der Betrieb einer weiterentwickelten Institution würde frühestens im Jahr 2025 starten.

 
Scuol 09.12.19

Die Studie inkl. Zusammenfassung ist publiziert unter:

www.regiunebvm.ch


Quelle

Schweizerischer Nationalpark
Schloss Planta-Wildenberg
7530 Zernez
Schweiz
Tel. +41 81 851 41 11
Fax +41 81 851 41 12
info@nationalpark.ch

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
  • Wasseramsel

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Winterliches Leben im Wattenmeer
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Winterliches Leben im Wattenmeer

22/23.12.2019

Der Winter naht, viele Zugvögel sind längst gen Süden abgezogen. Aber der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ist auch in der kalten Jahreszeit nicht etwa „vogelleer“. Schneeammern zum Beispiel sind regelmäßige gefiederte Wintergäste in der Nationalparkregion.

Sie gehören zu den nördlichsten Brutvögeln der Welt, mit frostigen Temperaturen im Wattenmeer kommen sie darum gut zurecht, und die samenreichen Salzwiesen bieten ihnen eine gute Nahrungsgrundlage.
Auch Pfeifenten halten sich derzeit an der Küste auf. So lange, wie bei den derzeit milden Temperaturen, genug pflanzliche Nahrung verfügbar ist, sind die kleinen Enten oft bis in den Winter hinein hierzulande präsent. Gibt es allerdings mehrere Tage lang Schnee, weichen sie, ebenso wie Nonnengänse, entlang der Nordseeküste Richtung Süden aus.

Und dann gibt es eine Tierart im Nationalpark Wattenmeer, für die der Winter die vielleicht wichtigste Zeit in ihrem Jahreszyklus ist: die Kegelrobben. Denn bei den größeren Verwandten der Seehunde – übrigens die größten in Deutschland lebenden Raubtiere – wird der Nachwuchs in der Zeit von November bis Anfang Januar geboren. Noch gibt es aus der kleinen, vor Sylt und Amrum ansässigen Kegelrobbenkolonie im Nationalpark selbst keine „Babynews“, wohl aber aus der Deutschen Bucht von der Hochseeinsel Helgoland: Hier wurden die ersten Jungen bereits Anfang November gesichtet.


In der Aufnahme
  •  Schneeammern im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. ©Kühn/LKN.SH


Quelle
Nationalpark Wattenmeer

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Schmetterling des Jahres 2020
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Der Grüne Zipfelfalter ist Schmetterling des Jahres 2020

21/22.12.2019

Berlin/Düsseldorf. Der auf der Vorwarnliste der bedrohten Arten stehende Grüne Zipfelfalter (Callophrys rubi) wurde von der Naturschutzstiftung des nordrhein-westfälischen BUND-Landesverbandes und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zum Schmetterling des Jahres 2020 gekürt. "Der Bestand des Grünen Zipfelfalters geht an vielen Stellen in Deutschland deutlich zurück", erklärt Jochen Behrmann von der BUND NRW Naturschutzstiftung "Das dramatische Artensterben betrifft auch Arten wie den Grünen Zipfelfalter.

Dies ist umso bedenklicher, da der kleine grünschimmernde Falter keine besonderen Ansprüche an seinen Lebensraum stellt und sich von vielen unterschiedlichen Pflanzen ernähren kann." So fressen die Raupen Blüten, Blätter und unreife Früchte von vielen verschiedenen Pflanzenarten. Auch die ausgewachsenen Schmetterlinge saugen Nektar an unterschiedlichen Blüten wie Hahnenfuß, Klee, Weißdorn oder Hartriegel.

Der Grüne Zipfelfalter lebt auf strukturreichen offenen und halboffenen Standorten wie lichten Wäldern, Gebüschen, Wiesen und Heiden. Viele solcher Kulturlandschaften werden heutzutage nicht mehr bewirtschaftet und wachsen zu. Aber auch wenn Flächen intensiver landwirtschaftlich genutzt und gedüngt oder aber aufgeforstet werden, geht Lebensraum für den Falter verloren.

Der Grüne Zipfelfalter fliegt von April bis Juli und ist anhand seiner leuchtend grünen Flügelunterseiten eindeutig zu erkennen. Da er die Flügel beim Sitzen fast immer zusammenklappt, ist er zwischen den Blättern gut getarnt. Die braunen Flügeloberseiten sind so gut wie nie zu sehen. Der Schmetterling hat eine Flügelspannweite von etwa 25 Millimetern und gehört damit zu den kleinen Faltern. Seine Verbreitung erstreckt sich von Nordafrika über ganz Europa bis nach Sibirien.

Die Weibchen legen die grünlichen Eier in der Nähe der Blütenknospen der Nahrungspflanzen ab. Auch die Raupen, die aus den Eiern schlüpfen, sind grün gefärbt. Die Überwinterung erfolgt als braune Puppe am Erdboden. Bei Störungen können die Puppen zirpende Geräusche machen.

Die BUND NRW Naturschutzstiftung und der BUND küren seit 2003 den Schmetterling des Jahres, um auf die Bedeutung und Bedrohung der Arten aufmerksam zu machen. Nur ein Drittel der Tagfalterarten in Deutschland sind noch ungefährdet.

Quelle

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) –
Friends of the Earth Germany
Kaiserin-Augusta-Allee 5
D - 10553 Berlin
Tel. (030) 275 86-40
Fax (030) 275 86-440
bund(at)bund.net

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In der Aufnahme von Albert Meier


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Umsetzung der Eckpunkte zur Weiterentwicklung des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“
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Umsetzung der Eckpunkte zur Weiterentwicklung des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“

21/22.12.2019

Zusammengefasste Ergebnisse


In den vergangenen Wochen haben Landesregierung, Landnutzerverbände und der Trägerkreis des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ intensiv über die Ausgestaltung der Eckpunkte als Weiterentwicklung zum Volksbegehren diskutiert und beraten.

Ein erstes Treffen fand am 6. November unter Leitung von Peter Hauk MdL, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, sowie Umweltminister Franz Untersteller MdL statt. Nach weiteren zahlreichen Arbeitsbesprechungen konnten die Beratungen heute (18.12.) abgeschlossen werden. Die zentralen Punkte sind:
Reduktion der chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel um 40 – 50 Prozent bis 2030

Für einen effektiven Schutz der Biologischen Vielfalt verpflichtet sich das Land, bis zum Jahr 2030 eine landesweite Reduktion des Einsatzes chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel um 40 – 50 Prozent in der Menge zu erreichen. Das Land wird die dazu notwendigen Rahmenbedingungen entsprechend ausgestalten. Dabei setzt das Land nicht auf einzelbetriebliche Verpflichtungen, Vorgaben oder Obergrenzen zu einzelnen Wirkstoffen. Vielmehr werden gezielt Anreize gesetzt, die Anschaffung neuer Technik massiv gefördert und die Förderung des freiwilligen Verzichts auf Pflanzenschutzmittel (PSM) stark ausgebaut. Die Einsparungen der PSM-Menge sollen dabei insbesondere durch folgende Handlungsoptionen erreicht werden:


    technische Weiterentwicklung
    Steigerung des Anteils ökologisch wirtschaftender Betriebe
    Ausbau des integrierten Pflanzenbaus (IP)
    verstärkte Nutzung resistenter Sorten
    Verbot von PSM im Privatbereich
    Reduktion im Bereich des Verkehrs (insbesondere Schiene)
    Ausbau der Förderung zum PSM-Verzicht und verstärkte Nutzung des Förderprogramms für Agrarumwelt, Klima und Tierschutz (FAKT) sowie der Landschaftspflegerichtlinie (LPR) durch die landwirtschaftlichen Betriebe
    optimierter Einsatz von PSM durch Ausbau der Beratung
    Verbot von PSM in Naturschutzgebieten (NSG)

Ob das Ziel erreicht wird, wird durch Evaluierung und ein Netz an freiwilligen Betrieben gemessen.

Ausbau des Anteils der ökologischen Landwirtschaft auf 30 – 40 Prozent bis zum Jahr 2030

Das Land wird die Rahmenbedingungen gestalten und Anreize bieten, damit genügend Betriebe bis 2030 freiwillig umstellen. Soweit das Ziel nicht erreicht wird, müssen diese Rahmenbedingungen verbessert werden. Maßgeblich für den Erfolg wird der massive Ausbau der Vermarktung und der Verbraucheraufklärung sein. Nur so lässt sich die Bereitschaft der Verbraucher steigern, einen fairen Preis für regional und biologisch erzeugte Produkte zu zahlen.

Die Verpachtung der landeseigenen Flächen im Streubesitz erfolgt nicht ausschließlich an ökologisch wirtschaftende Betriebe. Zur Förderung der Biologischen Vielfalt wird es künftig aber möglich sein, auf den Flächen beispielweise bestimmte FAKT- oder LPR- Maßnahmen umzusetzen. So können auch konventionelle Betriebe die Flächen weiterhin bewirtschaften und gleichzeitig zum Erhalt der Biologischen Vielfalt beitragen. Es ist auch vorgesehen, dass arrondierte Flächen durch die Regelung nicht zerstückelt werden.
Umsetzung des Verbots von Pflanzenschutzmitteln in ausgewiesenen Naturschutzgebieten

Die Pflanzen und Tiere haben in Naturschutzgebieten künftig Vorrang. Es gilt ein Verbot für alle PSM ab dem 01.01.2022. Für Härtefälle (insbesondere Existenzgefährdung), bei Kalamitäten (massiver überregionaler Schädlingsbefall), zum Schutz der Gesundheit (Stechmückenbekämpfung, Eichenprozessionsspinner) und zur Erhaltung der Schutzgebiete (zur Bekämpfung invasiver Arten oder bei prägenden Nutzungsarten, insbesondere zum Schutz der auf die besondere Nutzung angewiesenen spezifischen Tier- und Pflanzengesellschaften) wurden Ausnahmemöglichkeiten geschaffen.
Aufbau eines landesweiten Biotopverbunds auf 15 Prozent der Landesfläche bis 2030

Die Kommunen spielen beim Ausbau des Biotopverbundes die zentrale Rolle. Der Aufbau und die Planung werden gefördert. So wird landesweit ein Netz von Lebensräumen entstehen, die miteinander verbunden sind und den Austausch von Tieren und Pflanzen untereinander ermöglichen. Hierdurch haben die unterschiedlichen Populationen die Chance sich wieder auszubreiten und auch, sich an geänderte Lebensbedingungen durch den Klimawandel anzupassen.

Ausgleichsmaßnahmen der Kommunen aber auch freiwillige Maßnahmen der Landnutzer gegen Förderung über FAKT oder LPR können so optimal aufeinander abgestimmt werden. Dadurch können Aufwertungen künftig gezielt dort stattfinden, wo sie die größte Wirkung entfalten. Die freiwillige Umsetzung des Biotopverbundes durch die Landwirtschaft kann als Refugialfläche angerechnet werden.
Schaffung von Refugialflächen – 10 Prozent im Offenland

Tiere und Pflanzen brauchen dauerhafte Rückzugs- und Lebensräume auch im Offenland, damit sich die verbliebenen Bestände erholen können. Dazu sollen auf 10 Prozent der offenen Landesfläche sogenannte Refugialflächen für jede Landnutzungsart geschaffen werden. Diese sollen von den landwirtschaftlichen Betrieben auf freiwilliger Basis gegen einen finanziellen Ausgleich erbracht werden. Es wird somit kein Betrieb gezwungen, Refugialflächen auszuweisen.

Allerdings hat sich das Land zum Ziel gesetzt, dass in jedem Betrieb 5 Prozent der Fläche biodiversitätssteigernde Maßnahmen umgesetzt werden. Hierzu wird das Land die Refugialflächen so attraktiv gestalten, dass die Betriebe auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht ein Interesse an der Umsetzung haben. Was genau als Refugialflächen anerkannt wird, soll durch eine Verwaltungsvorschrift festgelegt werden. Ziel ist, dass vorrangig mehrjährige Maßnahmen dominieren, da diese nachweislich besonders biodiversitätsfördernd wirken. Im Rahmen der Förderung sind hierfür zusätzliche Maßnahmen je Landnutzungsart zu gestalten.

Ausgleichskataster

Es soll ein landesweit öffentlich zugängliches, zentrales Kataster für sämtliche Ausgleichsmaßnahmen geschaffen werden. Dies schafft Transparenz und Klarheit über die künftigen Ausgleichsmaßnahmen mit Flächenbezug.
Erhalt von Streuobstbeständen

Mit der Regelung wird die Voraussetzung für eine bessere Unterstützung und damit den Erhalt der Streuobstbestände geschaffen. Daher sollen Bestände ab einer Größe von 1500 Quadratmetern unter diese Regelung fallen. Für den langfristigen Erhalt der Streuobstbestände ist eine sachgerechte Pflege durch die Besitzer unverzichtbar. Die Regelungen sind daher so ausgestaltet, dass sie die ordnungsgemäße Bewirtschaftung nicht beeinträchtigen.

Einzelbäume können wie bisher gefällt und oder nachgepflanzt werden, ohne dass es einer Genehmigung bedarf. Mit dem Ausbau der Streuobstkonzeption und der Erweiterung der Fördermöglichkeiten sollen auch Nicht-Landwirte künftig unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung für die Pflege erhalten.

Die Umwandlung von Streuobstbeständen soll auch künftig möglich sein, wenn die Gründe für die Umwandlung so gewichtig sind, dass der Erhalt hier hinter zurückstehen muss. In diesen Fällen erfolgt aber ein Ausgleich vorrangig durch die Anlage eines neuen Streuobstbestandes. So wird sichergestellt, dass die flächenhafte Inanspruchnahme reduziert wird, die Pflege von Bäumen und des Unterwuchses verbessert werden und die für Baden-Württemberg so prägende Nutzungsform auch künftig erhalten bleibt.


Die gesamte Gesellschaft wird in die Pflicht genommen

Der Erhalt der Biologischen Vielfalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Daher werden auch die Kommunen und Privatpersonen in die Pflicht genommen. Es wird im Gesetz klargestellt, dass Schottergärten keine zulässige Gartennutzung darstellen. Die Lichtverschmutzung durch Beleuchtung im Außenbereich, aber auch im Innenbereich insbesondere durch Vorgaben zur Straßenbeleuchtung und bei der Beleuchtung von öffentlichen Gebäuden wird minimiert.  Die öffentliche Verwaltung soll ihre Garten- und Parkflächen künftig insektenfreundlich pflegen und die Nutzung von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln im Siedlungsbereich durch Private soll verboten werden. Dafür wird sich Baden-Württemberg mit einer Bundesratsinitiative einsetzen.

Darüber hinaus ist in allen anderen Schutzgebieten nach Landesnaturschutzgesetz die Nutzung von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln in Privatgärten untersagt.
Dialogprozess

Um das gegenseitige Verständnis und den Austausch zu verbessern, wird ein Dialogprozess zwischen Landwirtschaft und Naturschutz auf verschiedenen Ebenen stattfinden. Ziel ist, die Gemeinsamkeiten zu stärken und die unterschiedlichen Interessen zu respektieren.

Quelle
Ministerium für Umwelt, Klima und
Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Kernerplatz 9
70182 Stuttgart

Telefon: +49 711 126-0
Telefax: +49 711 126-2881
poststelle@um.bwl.de


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In der Aufnahme von Willibald Lang


  • Hauhechelbläuling

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Bestandsentwicklung zahlreicher Vogelarten in Deutschland weiterhin kritisch
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Vogelschutzbericht 2019: Bestandsentwicklung zahlreicher Vogelarten in Deutschland weiterhin kritisch

  •     Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesumweltministerium

21/22.12.2019

Berlin/Bonn, 17. Dezember 2019: Zum Schutz der heimischen Vogelwelt sind weiterhin erhebliche Anstrengungen notwendig. Dies verdeutlicht der Nationale Vogelschutzbericht 2019, den Deutschland jetzt an die Europäische Kommission übermittelt hat.

Der Bericht beinhaltet aktuelle Angaben zur Entwicklung der Vogelbestände und der Verbreitung der Brutvögel mit über 20.000 Einzeldaten. Zwar sind einige Erfolge in Form positiver Bestandsentwicklungen zu verzeichnen, es besteht aber weiterhin großer Handlungsbedarf.

So hält sich bei den Brutvögeln, also den Arten, die hierzulande ihre Jungen großziehen, der Anteil
mit zunehmenden und abnehmenden Bestandstrends ungefähr die Waage: Etwa ein Drittel der Arten weisen seit über zwölf Jahren zunehmende Bestandstrends auf. Dazu gehören zum Beispiel einige Großvogelarten wie Seeadler, Uhu und Schwarzstorch. Diese Arten profitieren von intensiven und meist speziell auf sie zugeschnittenen Schutzbemühungen. Gleichzeitig sind in den vergangenen zwölf Jahren jedoch etwa ein Drittel der Vogelarten in ihrem Bestand zurückgegangen. Betroffen sind vor allem Arten der Agrarlandschaft wie der Kiebitz und das Rebhuhn. Diese Entwicklung ist zu einem wesentlichen Anteil auf die Intensivierung der Landwirtschaft zurückzuführen. Dabei sind insbesondere der Verlust und die Verschlechterung des Zustandes von Wiesen und Weiden als wichtige Lebensräume sowie der Rückgang des Nahrungsangebots, etwa an Insekten, ausschlaggebend.

Neben den Angaben zu Brutvögeln wurden auch Daten zu ausgewählten durchziehenden und überwinternden Zugvögeln an die Europäische Kommission übermittelt. Bei der vor allem in Russland brütenden Waldsaatgans haben sich die Rastbestände in Deutschland über die letzten zwölf Jahre mit 70 Prozent besonders gravierend verringert. Zugenommen haben die Rastbestände einiger Entenarten wie beispielsweise der Löffelente. Hierzu tragen unter anderem die milderen Winter in Mitteleuropa bei.

Im aktuellen Vogelschutzbericht zeigt sich außerdem, dass der Anteil der Brutvögel mit abnehmenden Beständen in den vergangenen zwölf Jahren deutlich höher ist als im Zeitraum der letzten 36 Jahre. Dies zeigt, dass der Druck auf die Vogelbestände weiter gewachsen ist.

Zwar wurden im aktuellen Berichtszeitraum weitere Erhaltungsmaßnahmen beschlossen und umgesetzt. Dennoch sind bislang nur für 49 Prozent der Fläche der insgesamt 742 Vogelschutzgebiete in Deutschland die notwendigen Erhaltungsmaßnahmen festgelegt und 340 Managementpläne (Stand 2018) erstellt worden. Deshalb ist es wichtig, die Bestimmungen der Vogelschutzrichtlinie insbesondere in den für das Management der Vogelschutzgebiete zuständigen Bundesländern weiter konsequent umzusetzen und ihre Ziele vor allem in der Land- und Forstwirtschaft stärker zu berücksichtigen.

Hintergrund:
Der nationale Bericht nach Artikel 12 der Vogelschutzrichtlinie enthält umfassende Angaben zur Umsetzung der Richtlinie in Deutschland, zu Anzahl und Management von Vogelschutzgebieten, zu Bestandsgrößen und Verbreitung von Vogelarten sowie zur Entwicklung der Bestände über verschiedene Zeiträume. Für besonders schutzbedürftige Arten sind zusätzlich Angaben zu Beeinträchtigungen und Gefährdungen, zu Erhaltungsmaßnahmen sowie zu Beständen und Trends in den Vogelschutzgebieten erforderlich. Der Vogelschutzbericht wird alle sechs Jahre an die EU-Kommission übermittelt und enthält insgesamt Angaben zu 251 Brutvogelarten, 68 überwinternden und 34 durchziehenden Vogelarten.

Eine wichtige Datenbasis für die Daten zur Vogelwelt liefert das bundesweite Vogelmonitoring, bei dem von vielen tausend Ehrenamtlichen erhobene Daten zusammengetragen werden. Der Vogelschutzbericht ist damit ein gutes Beispiel für die gelungene Zusammenarbeit zwischen behördlichem und ehrenamtlichem Naturschutz. Darüber hinaus werden Angaben des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) aus der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ), Daten des Wattenmeermonitorings sowie von den staatlichen Vogelschutzwarten und von nicht-staatlichen Fachverbänden der Bundesländer verwendet. Der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA), das Planungsbüro für angewandten Naturschutz PAN und das BfN führen diese Angaben bundesweit zusammen und bereiten sie auf. Nach Abstimmung mit den Ländern wird der Vogelschutzbericht an die Europäische Kommission übermittelt.

Aus den Vogelschutzberichten der EU-Mitgliedstaaten sowie aus den Berichten zur Umsetzung der Fauna-Flora-Habitat Richtlinie (FFH) erstellt die Europäische Kommission einen europaweiten Bericht über den Zustand der Natur (State of Nature Report). Dieser enthält sowohl Informationen zu Vogelarten als auch zu weiteren geschützten Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensräumen. Der nächste europaweite Bericht wird voraussichtlich im Herbst 2020 veröffentlicht werden. Die vollständigen Berichtsdaten des Vogelschutzberichtes sind auf den Internetseiten des BfN veröffentlicht: https://www.bfn.de/themen/natura-2000/berichte-monitoring/nationaler-vogelschutzbericht.html

In der Aufnahme

Ein Ergebnis des Vogelschutzberichts: Der Bestand des Schwarzstorchs nimmt zu. (Foto: Frank Vassen / CC-BY-2.0)


Quelle

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Baumwolle: Nur grün gesponnen oder wirklich Bio
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Baumwolle: Nur grün gesponnen oder wirklich Bio

20/21.12.2019

Münster. Immer weniger Kunden möchten ein schlechtes Gewissen beim Kleiderkauf haben. Ob Textilien umweltfreundlich, gesundheitlich unbedenklich und unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt und vermarktet werden, ist jedoch nicht immer eindeutig. Initiativen, die in dieser Hinsicht vorbildlich sind, stehen vor der Herausforderung, sich von den „Schwarzen Schafen“ der Branche und deren Fälschungen abzuheben.

Dem Unternehmen Tailorlux (Münster, Westfalen) ist es mit fachlicher und finanzieller Unterstützung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gelungen, ein Verfahren zur Kennzeichnung von Bio-Baumwolle zu entwickeln. „Das Projekt zielte darauf ab, einen Beitrag für die Entwicklung von nachhaltigen Lieferketten in der Textilindustrie zu etablieren und damit Programme und Initiativen zu unterstützen, die beim Anbau und beim Vermarkten von Baumwolle auf ökologische und soziale Standards Wert legen“, sagt DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.

Wasser, Dünger, Pestizide: Baumwollherstellung ist kritisch für Umwelt


Naturfasern sind nach wie vor gefragt – nicht nur bei der Bekleidung. Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) lag die Erzeugung 2018 gemessen an der gesamten Weltfaserproduktion bei rund 30 Prozent. Davon entfallen über 80 Prozent auf Baumwolle. „Die herkömmliche Baumwollherstellung ist in mehrfacher Hinsicht jedoch kritisch für die Umwelt“, sagt Dr. Maximilian Hempel, DBU-Abteilungsleiter Umweltforschung und Naturschutz. Der hohe Wasserverbrauch habe zum Beispiel zum fast vollständigen Austrocknen des Aralsees in Usbekistan geführt. Auch der Einsatz großer Mengen Düngemittel und Pestizide sei bedenklich für die Umwelt in den Anbaugebieten, die sich vor allem in China, der Türkei und Indien befinden. Hempel: „Um den Energie- und Ressourcenverbrauch sowie den Pestizideinsatz zu verringern, ist es wichtig, den Baumwollanbau umweltverträglich zu gestalten, also auf Bio umzustellen.“ Damit Plagiate aufgedeckt werden, müsse dabei die Herkunft jedes Fadens jederzeit nachvollziehbar sein.

Leuchtfasern kennzeichnen Baumwolle vom Erzeugerfeld bis zum Produkt

Die internationalen Standards und Zertifizierungsmöglichkeiten sehen jedoch erst beim fertigen Textilprodukt eine Auszeichnung vor. Deshalb stehen sie vor der Herausforderung, Fälschungen durch Vermischen, Verschneiden oder gar Austausch mit konventioneller Baumwolle zu verhindern und die Produktintegrität zu sichern. Bisher gleiche die Bio-Baumwolle zu Beginn des Herstellungsprozesses der herkömmlichen. Damit vom Erzeugerfeld bis zum Produkt kein Verfälschen erfolgt und sich das kostenintensive Umstellen auf Bio für den Erzeuger wirtschaftlich lohnt, muss deshalb eine einfache, aber eindeutige Rückverfolgbarkeit der Bio-Baumwolle gewährleistet werden – und zwar nicht nur qualitativ, sondern auch mengenmäßig. Tailorlux hat dafür mit Unterstützung der DBU eine Lösung entwickelt. Eine Markierfaser, die der Baumwolle chemisch gleiche, werde mit einem Licht abgebenden Material angereichert und so sichtbar gemacht.

Technologie erlaubt sichere Rückverfolgung und mengenmäßige Erfassung


Tailorlux-Geschäftsführer Alex Deitermann: „Die Markierfasern können den Eigenschaften der Bio-Baumwolle individuell angepasst werden und gleichen dann einem einzigartigen optischen Fingerabdruck.“ Das Markieren soll bereits in der Baumwollmühle erfolgen. „Der Anteil Fremdfaser liegt weit unterhalb des international definierten Schwellenwerts für die Bezeichnung Bio-Baumwolle“, so der Gründer-Geschäftsführer des 2009 aus der Fachhochschule Münster ausgegründeten Unternehmens. Mit dafür speziell entwickelten Miniatur-Spektrometern werde ein für das menschliche Auge nicht sichtbares, aber maschinenlesbares Sicherheitsmerkmal erstellt, das vom Anbau bis zum fertigen Produkt Rückschlüsse auf den Erzeugerbetrieb zulasse. Außerdem werde in den Spinn- und Webereien durch einen „Inline-Sensor“ an der Maschine über das Signalmuster der vorbeilaufenden Baumwolle die Menge der markierten Ware erkannt. Mit „IntegriTEX“ sei so die Rückverfolgbarkeit sogar quantifizierbar, also das Mengenverhältnis zwischen den Originalfasern und zugemischten Fasern exakt nachweisbar.


Fachlicher Ansprechpartner bei Fragen zum Projekt
(AZ 34216): Tobias Herzog, Tel. 02534|64444104


In der Aufnahme

Vom Feld über die Lagerung der Baumwolle bis zum fertigen Produkt: Ob ökologisch hergestellt oder nicht, kann mit digitalen Technologien sichtbar gemacht werden.

© Wilhelm Irsch/piclease

Quelle

Deutsche Bundesstiftung Umwelt
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon: +49 541 9633 0
Telefax: +49 541 9633 190
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NABU: Angriff auf den Artenschutz abgewendet
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NABU: Angriff auf den Artenschutz abgewendet

20/21.12.2019

Überarbeiteter Gesetzentwurf zum Bundesnaturschutzgesetz beschlossen / NABU-Petition mit 45.000 Unterschrift machte Druck
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Berlin – Der NABU begrüßt die am Donnerstag vom Bundestag verabschiedete überarbeitete Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes. Die von der Koalition im Frühsommer eingebracht ursprüngliche Version hatte der NABU aufs Schärfste kritisiert, und Bürgerinnen und Bürger mobilisiert, um diesen Angriff auf den Artenschutz abzuwenden. Fast 45.000 Menschen unterstützten die NABU-Petition „Hände weg vom Wolf“. Nach monatelangem Ringen wurde der ursprüngliche Gesetzesentwurf nochmal deutlich überarbeitet und berücksichtigte dabei viele der NABU-Kritikpunkte.

So zum Beispiel, dass der Einsatz und die Prüfung von zumutbaren Herdenschutzmaßnahmen explizit im Gesetzestext gefordert werden, bevor aufgrund ernster wirtschaftlicher Schäden der Abschuss eines Wolfes beantragt werden kann. Im Begründungstext werden als mögliche Maßnahmen wolfsabweisende Zäune und Herdenschutzhunde genannt. Diese Betonung des Herdenschutzes geht Hand in Hand mit der Absage an einen Antrag der FDP zur Aufnahme von Wölfen ins Jagdrecht.

 „Langsam aber sicher reift die Einsicht, dass Herdenschutz der Dreh- und Angelpunkt für die Koexistenz von Wölfen, Menschen und Weidetieren ist. Jagd oder präventiver Abschuss gehören nicht dazu“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. Was genau als zumutbare Herdenschutzmaßnahmen in welcher Situation gilt, sei aber immer noch nicht geklärt. Der NABU hat hierzu mit zehn weiteren Verbänden einen Kriterienkatalog erarbeitet.
 
Mit der überarbeiteten Gesetzesänderung ist die  Gefahr für andere Arten wie Kegelrobbe, Biber und Kormoran erst einmal gebannt. An ihrem Schutzstatus ändert sich mit der neuen Gesetzesversion nichts. Insbesondere das befürchtete rechtliche und behördliche Chaos durch eine Ausweitung auf jegliche Schäden, die die Bagatellgrenze überschreiten und damit auch für jeden Gartenteichbesitzer zuträfen, abgewendet.
 
Nach Ansicht des NABU ist die Gesetzesänderung aber grundsätzlich unnötig und setzt an der falschen Stellschraube an. Die Entnahme von Wölfen, die etwa Herdenschutzmaßnahmen überwinden und Weidetiere reißen, war  schon vor der Gesetzesänderung per Ausnahmegenehmigung möglich.  Laut der Änderung dürfte nun Wolf für Wolf eines Rudels geschossen werden, bis die Schäden in einer Region aufhören, ohne dass überhaupt klar ist, welches Tier die Schäden verursacht hat. Diese Änderung verstößt gegen EU-rechtliche Bestimmungen und bleibt ein klarer Kritikpunkt, der sogar Vertragsverletzungsverfahren nach sich ziehen könnte.
 
„Die Entnahme eines geschützten Tieres wie dem Wolf muss immer eine Einzelfallbetrachtung bleiben, anstatt das ganze Rudel in Sippenhaft zu nehmen“, so Birte Brechlin, NABU-Wolfsexpertin. Der Europäische Gerichtshof hatte im Herbst in seinem Urteil zu Finnland erneut die enge Auslegung der FFH-Richtlinie betont. Zudem wäre die Politik besser beraten gewesen, die Zeit und Energie, die in die Gesetzesänderung geflossen ist in die Förderung der Weidetierhaltung zu investieren, anstatt mit Scheindebatten die Lösung der eigentlichen Probleme zu verschleppen.
 
„Ein Betrieb, der nicht ständig ums Überleben kämpfen muss, hat mehr Kapazitäten um Herausforderungen wie den Herdenschutz zu meistern“, so Krüger. Hier würde auch das vom NABU schon lange geforderte Herdenschutzkompetenzzentrum zu Beratung und Forschung einen entscheidenden Fortschritt bringen. „Beim Thema Wölfe, Beweidung und Herdenschutz müssen alle Beteiligten an einen Tisch. Wir bieten auch der Politik an, den eingeschlagenen Weg der Verständigung über Ressortgrenzen hinweg gemeinsam fort zu setzen“, betont Krüger.
 
Mehr Infos: www.NABU.de/wolf
 
Für Rückfragen:
Birte Brechin, NABU-Wolfs-Expertin, Tel. +49 (0)30.284984-1633,
Mobil +49 (0)162-437 24 57, E-Mail: Birte.Brechlin@NABU.de
 
Quelle
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NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Nicole Flöper | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958 | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 141/19 | 20. DEZEMBER 2019
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Umwelt/Wolf


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In der Aufnahme von Johannes Rother

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NABU: Zu wenig Strategie für den Acker
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NABU: Zu wenig Strategie für den Acker

20/21.12.2019

Krüger: Probleme des Ackerbaus erkannt, Lösungen bleiben weitgehend offen
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Berlin – Der NABU bewertet die am heutigen Donnerstag (19.12) von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner vorgestellte Ackerbaustrategie als deutlich zu unkonkret, um den Ackerbau in Deutschland entscheidend zu verbessern.

Der aus dem Koalitionsvertrag resultierende Auftrag, mit der Strategie für eine umwelt- und naturverträgliche Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zu sorgen, ist nach Ansicht des NABU mit dem Diskussionspapier nicht erfüllt.

„Die Bereiche, in denen gehandelt werden muss, hat das Bundeslandwirtschaftsministerium richtig erkannt. Auch die Probleme des heutigen Ackerbaus sind richtig analysiert: Die dreigliedrige Fruchtfolge ist zu eng und der Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln zu hoch. Wie die Probleme allerdings konkret gelöst werden sollen, lässt das Bundeslandwirtschaftsministerium weitgehend offen“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger.
 
Dass das Diskussionspapier an vielen Stellen unkonkret bleibt, sei mit Blick auf die drängenden Probleme der Arten- und Klimakrise und den nahenden Entscheidungen in Brüssel kein gutes Signal. „Wir verlieren wertvolle Zeit. Und damit auch die Chance, die in wenigen Monaten anstehende Reform der EU-Agrarsubventionen für den notwendigen Wandel im Ackerbau zu nutzen. Die EU-Agrargelder müssen Landwirtinnen und Landwirte künftig dabei unterstützen, auf eine klima- und insektenfreundlichere Landwirtschaft umzustellen“, so Krüger.
 
NABU-Forderungen zur Ackerbaustrategie:
www.NABU.de/imperia/md/content/nabude/landwirtschaft/190312-ackerbaustrategie-final.pdf  
 

Für Rückfragen:

Till Hopf, Leiter Naturschutz NABU-Bundesverband, Tel. +49 (0)30.284984-1618, Mobil: 0172-9422694, E-Mail: till.hopf@NABU.de
 
Quelle
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NABU-Pressestelle
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Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958 | -1588
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NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 140/19 | 19. DEZEMBER 2019
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Umwelt/Agrar

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In der Aufnahme von Willibald Lang
  • Großer Kohlweißling

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Gesellschaftsvertrag für eine neue Partnerschaf
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Gesellschaftsvertrag für eine neue Partnerschaft zwischen Landwirtschaft und Umweltschutz

19/20.12.2019

Nach wie vor kursieren bei Bauernprotesten Vorwürfe, Umweltauflagen schadeten der Landwirtschaft
und wären derzeit der Grund für die Aufgabe von Bauernhöfen. Der BUND Naturschutz (BN) und die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (AbL) warnen vor solchen haltlosen Vorwürfen.

Agitiert wird vor allem das sogenannte Agrarpaket der Bundesregierung, das minimale Änderungen an den Direktzahlungen an die Landwirte beinhaltet, sowie Düngungseinschränkungen in Gebieten vorschreibt, bei denen hohe Nitratwerte im Grundwasser nachgewiesen wurden. Außerdem richtet sich der Protest gegen die geplanten Einschränkungen von Unkrautvernichtungsmitteln und teilweise auch Insektiziden in Schutzgebieten, in denen auch bisher kaum Pflanzenschutzmittel eingesetzt wurden.
Proteste fehlgeleitet

"Die Proteste der Bäuerinnen und Bauern sind grundsätzlich berechtigt. Auch der BUND Naturschutz demonstriert gemeinsam mit Bäuerinnen und Bauern, Entwicklungs- und Tierschutzorganisationen während der Grünen Woche in Berlin für eine Neuausrichtung der Agrar- und Förderpolitik.", so Richard Mergner, BN Vorsitzender. "Wir setzen uns seit vielen Jahren für neue Rahmenbedingungen ein, die eine nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft statt einer immer intensiveren Industrielandwirtschaft fördert."

"Die Folgen dieser ständigen Intensivierung für Billigproduktion und Weltmarkt können nicht über technische Verfahren zur Gülleausbringung, größere Güllelager und immer neue Auflagen gelöst werden, es müssen die Ursachen angegangen werden", so Josef Schmid, Vorsitzender der AbL Bayern. Was die bäuerliche Landwirtschaft braucht, ist Abkehr von der Intensivierungsfalle, ein Umbau des Fördersystems, damit bäuerliche Arbeit, artgerechte Tierhaltung und Umweltleistungen entlohnt werden. Ungeeignet sind pauschale Flächenprämien, denn diese werden zum großen Teil an die Verpächter durchgereicht, und bieten Immobilienaufkäufern- nicht nur in Ostdeutschland- hohe jährliche Renditen.

"Es macht wenig Sinn, sich gegen den Vollzug europäischer Umweltgesetze, wie der Nitrat- und Wasserrahmenrichtlinie zu wenden", so Josef Schmid, und weiter: " Bäuerinnen und Bauern brauchen durch eine Weiterentwicklung der Gemeinsamen Marktordnung eine besseren Marktstellung gegenüber der Verarbeitungsindustrie, wie Molkereien, Schlachtunternehmen, aber auch Mühlen und Lagerhäusern damit sie durch faire, kostendeckende Preise wirtschaftlich in die Lage versetzt werden, höheren gesellschaftlichen Anforderungen betreffs Artenvielfalt, Tiergerechtigkeit, Klima- oder Umweltschutz gerecht zu werden. Alle Marktbeteiligten müssen bereit sein, Überproduktion zu vermeiden und die Mengen an den Bedarf einer ernährungsbewussteren Verbraucherschaft anzupassen.
"Systembashing" nicht "Bauernbashing"

"Das vielbeklagte "Bauernbashing" ist in Wirklichkeit eine Kritik an den falschen agrarpolitischen Weichenstellungen, denn zu hohe gesundheitsschädliche Nitratwerte in Teilen unseres Grund- und Trinkwassers und das Insektensterben sind nicht wegzudiskutieren, und wesentlich durch die Intensivierung der Landwirtschaft verursacht. Nicht Bäuerin oder Bauer stehen im Fokus der gesellschaftlichen Kritik, sondern die verfehlte agrarpolitische Weichenstellung", so Stephan Kreppold, Sprecher des BUND Naturschutz Arbeitskreises Landwirtschaft. "Landwirte und Umweltverbände sollten zusammenarbeiten um die notwendige gesellschaftliche Unterstützung für eine neue Agrarpolitik zu erreichen."

BN und AbL sind sich einig, dass Hofaufgaben und fehlende Hofnachfolger nicht durch das Volksbegehren "Rettet die Bienen" oder das Agrarpaket der Bundesregierung verursacht sind.

Tatsache ist aber, dass der Strukturwandel eine gewollte Folge der seit Jahrzehnten herrschenden Handels- und Niedrigpreis-Agrarpolitik ist, die unterstützt durch Agrarwissenschaft, Beratung durch Pflanzenschutz- und Düngemittelvertreter, gerade auch in den landwirtschaftlichen Fachmedien, sowie in der Landwirtschaftsausbildung und -beratung, viele Betriebe zum Aufgeben gezwungen oder in die Existenzkrise getrieben hat. Weitere Folge dieser Weichenstellung, die die Absätze der Agrochemiesparte genährt hat, sind die nicht mehr zu leugnenden massiven Belastungen im Naturhaushalt, für die das intensive Landwirtschaftssystem eine der Hauptverursacher ist.

Gemeinsame Forderungen

Für einen Gesellschaftsvertrag fordern BN und AbL Bayern:


  •     Abkehr von einer Freihandelspolitik der EU, die zu Lasten von Bauern und Umwelt in den beteiligten Staaten führt. CETA, TTIP oder Merkosur bedrohen bäuerliche Strukturen zugunsten weltweit agierender Unternehmen.
  •     Das Umsteuern in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und Gemeinsamen Marktordnung (GMO) sofort in Berlin und Brüssel einleiten.
  •     Die Sicherung gerade der kleinstrukturierten bayerischen Betriebe muss besonders berücksichtigt werden.
  •     Die Gemeinsame Marktordnung muss dazu genutzt werden, die Marktstellung der Landwirte zu verbessern und ein Überangebot am Markt zu verhindern
  •     Leistungen für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz müssen entsprechend ihrer hohen Wertigkeit entlohnt werden können!
  •     Umbau der Tierhaltung zu artgemäßeren Ställen und Ernährung der Tiere mehrheitlich von der eigenen Futterfläche mit 3-stelligen Millionenbeträgen innerhalb der nächsten 15 Jahre voranbringen, und die Tierhaltung auf ein klimaverträgliches Maß reduzieren.
  •     Kooperation mit dem Lebensmittelhandel für Fairness in der Wertschöpfungskette. Die Landwirte können die höheren Anforderungen bezüglich Umweltschutz und Tierwohl nachhaltig nur dann erfüllen, wenn die damit verbundenen Mehrkosten über staatliche Zahlungen und durch den Markt, also den Konsumenten, abgedeckt werden. Der Handel spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle und muss bereit sein, mehr Transparenz bei Erzeuger- und Endverbraucherpreisen anzubieten.
  •     Neuausrichtung der landwirtschaftlichen Ausbildung, Beratung und Forschung: Das zukünftige Lehr- und Forschungsprogramm der Agrarwissenschaften erfordert eine grundlegende Neuorientierung, die eine ganzheitliche ökologisch-ökonomisch-gesellschaftswissen­schaftlichen Betrachtungsweise ermöglicht.

In der Aufnahme

Richard Mergner und Josef Schmid in Nürnberg (Foto: BN)


Quelle

BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)

Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
Tel. 09 41 / 2 97 20 0
Fax 09 41 / 2 97 20 30
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Die "unsichtbare Gefahr"
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Die "unsichtbare Gefahr"

19/20.12.2019

Steigerwald.
Vor wenigen Tage starteten wir mit einer Informationsreihe die sich mit den Gefährdungen durch Stacheldrahtzäunen auf dem Gebiet der Bayerischen Staatsforsten im Nördlichen und Oberen Steigerwald befasste. Diesen Ansatz werden wir in den kommenden Tagen mit weiteren Belegaufnahme dokumentieren.

Doch nicht nur in diesen Bereichen werden diese "für Tiere vielfach unsichtbaren Elemente" erkennbar. An zahlreichen weiteren auch privaten Stellen zeigen sich alte Zäune die keine Funktion mehr haben da die vormalige Zäunung nicht mehr aktiv ist.

Doch für Tiere die sich auch rasch in den Waldabteilungen bewegen oder gar bewegen müssen werden diese Bereiche zur möglichen Todesfalle da sie hier hineingeraten und sich ihre Beine brechen können.

Hier gilt es dringlich nachzusteuern und sich der Verantwortung gegenüber der vielfach hochgepriesenen Erhaltung der Artenvielfalt zu stellen.

In der Aufnahme
- kaum sichtbar doch für Wildtiere eine immens große Gefahr - "übrige Zäune" eine Barriere des Todes!
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Die Wilden Bienchen von Schonungen
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Die Wilden Bienchen von Schonungen

19/20.12.2019


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, des Naturkindergartens "Waldfüchse" Schonungen und der  AWO - Bezirksverband Unterfranken e.V., dass von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Bayern/Schonungen. Am vergangenen Mittwoch konnten wir einen weiteren sichtbaren Baustein des in dieser Form einzigartigen Projekts "Deutschlands Wilde Bienchen" sichtbar werden lassen.

Mit unserem Kooperationspartner dem Naturkindergarten Schonungen der im Herbst 2016 unter der Federführung von Claudia Seuffert-Fambach in der Gemeinde Schonungen in Unterfranken gegründet wurde,werden wir uns ab sofot der Erhaltung der Wildbienen in unserem Land widmen und den Mädchen und Buben der Region erklären weshalb Wildbienen so wichtige Tiere sind.

Im Naturkindergarten "Waldfüchse konnte von den Verantwortlichen mit ganz viel ehrenamtlichen Engagement und Leidenschaft ein einzigartiger Platz für Kinder geschaffen weren.Der Kindergarten ist seit September 2017 erfolgreich in Betrieb.Er ist Mitglied im Landesverband Bayern für Natur-/ und Waldkindergärten und orientieren uns an den „Qualitätsmerkmalen für Kindergärten im Naturraum“, definiert durch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesverbände der Wald- und Naturkindergärten in Deutschland.

Im April 2018 wurde das Angeobt um eine Eltern-Kind-Gruppe (Waldzwerge) erweitert. In Kooperation mit Naturverbunden.de
gibt es ebenfalls ein Angebot für Schulkinder (Waldläufer). Im Juni 2018 wurden Aufgrund der positiven Resonanz die Anzahl der Plätze erweitert.Im Sommer 2019 wurde mit Hilfe von Sponsoren und ehrenamtlichen Enagement die große Wald-/ und Theaterbühne umgesetzt.


Wildbienen - die unbekannten Bestäuber

Eigentlich haben die meisten von uns in ihrem Leben schon einmal Wildbienen gesehen. Doch bewusst als solche wahrgenommen werden diese Tiere kaum. Vielfach werden sie gar mit Wespen oder Fliegen verwechselt. Und hier zeigt sich auch bereits ein elementares Problem. Aufgrund einer weitverbreiteten Unkenntnis werden „die Wildbiene“ und deren Ansprüche an ihre Lebensräume nicht erkannt.


In der Aufnahme
Noch rechtzeitig vor den Festtagen konnte das "Weihnachtsgeschenk - Wildbienenwand" installiert werden.
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Vorrang des Artenschutzes vor dem Ausbau von Bergbahnen
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Vorrang des Artenschutzes vor dem Ausbau von Bergbahnen

18/19.12.2019

Kommentar von Helmut Beran
zur angekündigten Aufrüstung von Skigebieten

"Die von Wirtschaftsminister Aiwanger angekündigte Mittelerhöhung für den Aus-/Neubau von Bergbahnen hat nichts mit den von Ministerpräsident Söder ankündigtem Konzept eines naturnahe Tourismus im Alpenraum zu tun, wie er zum Beispiel am Riedberger Horn umgesetzt werden soll......


In der Aufnahme von Werner Oppermann

Lediglich 700 – 1200 Brutpaare stark so zeigt sich die verbliebene Gesamtpopulation des bayerischen Birkhuhns, einer Spezies die vom Aussterben bedroht ist.Hauptursächlich für diese Situation sind extreme Lebensraumveränderungen die in den vergangenen Jahren nicht abgenommen haben.

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„ÖkoKids“-Kindergarten ausgezeichnet
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„ÖkoKids“-Kindergarten ausgezeichnet

18/19.12.2019

  • Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz ehrt den Caritas Kindergarten St. Sebastian Prölsdorf

Nürnberg/Prölsdorf. Der Kindergarten St. Sebastian Prölsdorf erhielt aus der Hand des Bayerischen Umweltministers Thorsten Glauber die Auszeichnung „ÖkoKids-KindertageseinRICHTUNG  NACHHALTIGKEIT“. 

Die  Einrichtung  hatte das Projekt „Die Biene“ zum Thema Umwelt durchgeführt. Bienen sind faszinierende, kleine Geschöpfe. Dies erfuhren die Kinder durch Exkursionen, Forschung, Lernpartner usw. Sie bestimmten die Projektentwicklung und arbeiteten  mit  Begeisterung  daran.

Dabei  erwarben  sie  spielerisch  viele  Schlüsselkompetenzen, die weit über das Projekt hinaus wichtig sind, wie z.B.  Nachhaltigkeit,  Umweltbewusstsein  oder  Sozialkompetenz.  Im  Bild  (v. li.): Umweltminister Thorsten Glauber, Barbara Burgis (Vertreterin des Kindergartens) und Dr. Norbert Schäffer (1. LBV-Vorsitzender)

Quelle
https://steigerwald-kurier.de/pdf/01367_RED1.pdf

Artenschutz in Franken® freut sich mit dem Kindergarten St. Sebastian Prölsdorf über diese Auszeichnung. Artenschutz in Franken® engagiert sich mit der Einrichtung seit Jahren auf dem Gebiet einer erlebbaren Umweltbildung. So konnten Projekte zur Sicherung von Wildbienen, der Haselmaus, dem Turmfalken und den Mauerseglern gemeinsam umgesetzt werden.
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Umweltminister Thorsten Glauberehrt die Steigerwaldschule Ebrach
Bild zum Eintrag (1015930-160)
Umweltminister Thorsten Glauberehrt die Steigerwaldschule Ebrach

18/19.12.2019

Bayern/Ebrach. Über Umweltschutz kann man viel reden – oder man kann einfach etwas tun. An der Steigerwaldschule in Ebrach wird auf diesem Gebiet sehr viel  gemacht.  Zahlreiche  Aktionen  und  Arbeitsgruppen  beschäftigen  sich  mit diesem Thema und so entwickeln Schülerinnen und Schüler viele Ideen und Umsetzungsmaßnahmen zum Erhalt der Natur und zum Klimaschutz. Dieses Engagement wird auch von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Bei einem Festakt im Schulzentrum Eggolsheim wurde die Steigerwaldschule Ebrach zum dritten Mal in Folge mit dem Titel „Umweltschule“ ausgezeichnet.

Geehrt wurden hierbei konkrete Maßnahmen, wie zum Beispiel die Arbeit der  Imker-AG  sowie  das  Wildbienenprojekt  der  Schule,  wo  Schülerinnen  und Schüler selbst zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen, indem sie nicht nur  Lebensräume  für  Haus-  und  Wildbienen  schaffen,  sondern  durch  die  Errichtung  von  Insektenhotels  und  die  Ansaat  von  Blühwiesen  auch  einen  wichtigen  Beitrag  zum  Insekten-  und  Vogelschutz  im  Steigerwald  leisten. Der Umweltminister Thorsten Glauber würdigte das herausragende Engagement  der  Schule  und  überreichte  persönlich  die  Auszeichnung.

Quelle
https://steigerwald-kurier.de/pdf/01368_RED2.pdf


Artenschutz in Franken® freut sich mit der Steigerwald Realschule in Ebrach über diese Auszeichnung. Artenschutz in Franken® engagiert sich mit der Einrichtung seit Jahren auf dem Gebiet einer erlebbaren Umweltbildung. So konnten Projekte zu Sicherung von Wildbienen, der Haselmaus, dem Schwarzstorch und Kleineulen umgesetzt werden.
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Volkszählung bei Berggorillas
Volkszählung bei Berggorillas

17/18.12.2019

Zahl gefährdeter Menschenaffen steigt auf 1.063

Berlin: Die Zahl der stark gefährdeten Berggorillas (Gorilla beringei beringei) ist gestiegen. Das geht aus einer aktuellen Erhebung in Uganda und der Demokratischen Republik Kongo hervor. In zwei länderübergreifenden Schutzgebieten (Bwindi Impenetrable National Park und Sarambwe Nature Reserve) nahm die Population der seltenen Menschenaffen von 400 in 2011 auf nun 459 Tiere zu, was einem Zuwachs von fast 15 Prozent entspricht.

Zusammen mit der zweiten Population um den Nationalpark Virunga im Grenzgebiet der Demokratischen Republik Kongo, Ruanda und Uganda, wo 604 Individuen zuhause sind, erhöht sich die Gesamtzahl der Berggorillas damit auf 1.063 Tiere

„Die Berggorillas blicken heute in eine deutlich hellere Zukunft als noch vor zehn Jahren. Das ist ein großer Erfolg für den Naturschutz und macht Hoffnung. Es zeigt sich, dass wir auch Arten noch retten können, wenn sie schon am Abgrund stehen“, sagt Dr. Arnulf Köhncke, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland.

Die Erhebung zeigt jedoch auch, dass die Bedrohung durch illegale menschliche Aktivitäten nicht abgenommen hat. So fanden die Forscherteams während der Erhebungen 88 Schlingfallen aus Draht. Auch deshalb könne man trotz der guten Nachrichten noch keine Entwarnung geben. „Die Zahl der Berggorillas ist nach wie vor äußerst gering und sie leben in einer politisch instabilen Region. Ein Wiederaufflammen der Wilderei, die Zerstörung ihres Lebensraumes oder der Ausbruch eines Krankheitserregers kann sie schnell wieder an den Rand des Aussterbens bringen. Die Bedrohung bleibt bestehen“, so Köhncke.

KONTAKT
Immo Fischer
Pressestelle
Tel.: 030 / 311 777 427
immo.fischer(at)wwf.de
Twitter: @ImmoFischer

Quelle
WWF
16. Dezember 2019

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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NABU und Biosphere Expeditions vergeben erstmals kostenlosen Expeditionsplatz in Armenien
NABU und Biosphere Expeditions vergeben erstmals kostenlosen Expeditionsplatz in Armenien

17/18.12.2019

  • Mitmachen und seltene Großkatzen erforschen

Berlin - Die Naturschutzorganisationen NABU und Biosphere Expeditions ermöglichen es Laien seit 2014, aktiv am Schutz des Schneeleoparden im nördlichen Tian-Shan-Gebirge mitzuwirken. Für das kommende Jahr bieten die Organisationen erstmals auch eine Expedition nach Armenien an, wo in den entlegenen Khustup-Bergen im Süden des Landes seltene Leoparden, Luchse und Bären leben.

Für die Expeditionen im kommenden Jahr nach Armenien und Kirgistan gibt es jetzt auf www.nabu.de/expedition einen Platz im Wert von ca. 3.000 Euro zu gewinnen.
Bei den im Mai/Juni 2020 erstmals stattfindenden zweiwöchigen Expeditionen nach Armenien lernen die Teilnehmer die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt der Khustup-Bergregion Armeniens aktiv und hautnah kennen. Gemeinsam mit Wissenschaftlern der NABU-Filiale in Armenien bauen sie in der Bergregion Fotofallen auf und suchen und identifizieren Spuren von Leoparden, Luchsen, Bären, Vögeln und anderen seltenen Tieren. Auch der Austausch mit örtlichen Hirten und Dorfbewohnern gehört zu den Aufgaben der Teilnehmer. Dabei geht es zu Fuß oder im Geländewagen in Höhen bis zu 3.200 Meter hinauf. Das Basislager der Expedition befindet sich auf 2.000 Metern.

"Pauschaltourismus und Sterne-Hotels stehen bei unseren Expeditionen nicht auf dem Programm. Stattdessen richtet sich diese besondere Form der Bürgerwissenschaft an alle Naturliebhaber, die Lust haben, aktiv im Natur- und Artenschutz mit anzupacken", erklärte Dr. Matthias Hammer, Gründer und Chef von Biosphere Expeditions. Außerdem sollten die Teilnehmer Englisch sprechen können. "Weitere Vorkenntnisse oder spezielle Fähigkeiten sind aber nicht erforderlich - was man für die Feldarbeit wissen muss, wird vor Ort im Rahmen einer zweitägigen Ausbildung zum Beginn der Expedition vermittelt", so Hammer weiter.

Der NABU ist bereits seit 20 Jahren in Armenien und Kirgistan aktiv und setzt dort verschiedene Natur- und Umweltschutzprojekte um. Seit 2014 bietet Biosphere Expeditions zusammen mit dem NABU die Forscherreisen für alle in das Tian-Shan-Gebirge in Kirgistan an. "Wir freuen uns, in diesem Jahr erstmals gemeinsam mit Biosphere Expeditions eine Expedition in Armenien durchzuführen. Sie bietet uns die Chance, die internationale Aufmerksamkeit auf den Erhalt der Artenvielfalt und der armenischen Landschaft zu lenken", so Narek Grigoryan, Leiter der NABU-Filiale in Jerewan. Die von den Expeditionsteilnehmer*innen gesammelten Informationen dienen außerdem dazu, Schutzmaßnahmen für Leoparden und andere Tiere passgenau für die einzelnen Regionen zu entwickeln und umzusetzen. Das lokale Wissen der NABU-Filialen in Jerewan und Bischkek sowie die Erfahrung von über 15 Jahren im nachhaltigen Wissenschaftstourismus von Biosphere Expeditions bilden die Grundlage für die Expeditionen.

Einsendeschluss des Wettbewerbs ist der 1. März 2020.

Für Rückfragen:

Britta Hennigs
Teamleiterin Internationale Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim NABU-Bundesverband
Tel. +49 (0)30.284 984-1722
E-Mail: britta.hennigs@NABU.de

Malika Fettak
Operations Manager
Biosphere Expeditions Deutschland
Tel. +49-931-40480500
E-Mail: deutschland@biosphere-expeditions.org


Weitere Informationen zum Wettbewerb und zur Teilnahme
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/schneeleopard/aktionen/21319.html

Quelle
Herausgeber: NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) 10108 Berlin
Redaktion: NABU-Pressestelle, Kathrin Klinkusch, Iris Barthel, Silvia Teich & Britta Hennigs
Presse@NABU.de, Tel. 030-284 984-1510, -1952, -1588 und -1722, Fax -2500

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Immerhin ein Schritt
Immerhin ein Schritt

17/18.12.2019

Bund und Länder einigen sich auf höheren CO2-Preis im Klimapaket/für den WWF nur eine erste Maßnahme


Beim Klimaschutz zählt jedes Jahr und jede Tonne CO2: Deswegen ist die Einigung zwischen Bund und Ländern im Vermittlungsausschuss zum Klimaschutzpaket ein Schritt in die richtige Richtung. Michael Schäfer, Leiter Klimapolitik und Energie beim WWF Deutschland, sagt: „Es ist ein guter Schritt, der aus dem ‚Klimapäckchen‘ aber noch kein wirksames Klimapaket macht.

Die Bundesregierung bleibt in der Pflicht, die selbstgesetzten Klimaziele durch konkrete Maßnahmen zu unterlegen. Ohne diese bleiben die im Klimaschutzgesetz verankerten Klimaziele wirkungslos.
Beeindruckend und erfreulich ist, dass es den Ländern mit grüner Regierungsbeteiligung im Vermittlungsausschuss über den Hebel der Pendlerpauschale gelungen ist, die bereits beschlossene CO2-Preisgesetzgebung noch zu verbessern. Nur ein kleiner Teil des Klimapäckchens der Bundesregierung brauchte eine Mehrheit im Bundesrat, der CO2-Preis gehörte nicht dazu. Jetzt soll der CO2-Preis zum 1. Januar 2021 von derzeit 10 auf 25 Euro steigen. Allerdings ist der Einstiegspreis weiterhin viel zu wenig, um eine ausreichende Lenkungswirkung zu klimafreundlichen Verhalten zu entwickeln. Erst eine konsequente Erhöhung wird wichtige strukturelle Veränderungen vorantreiben und klimafreundliche Technologien fördern, indem fossile Heiz- und Kraftstoffe verteuert werden.

Ein wichtiger Schritt ist im Vermittlungsausschuss gelungen, den Grundsteuerhebesatz B zu streichen. Durch diesen hätten Kommunen über gesondert zu gestaltende Grundsteuersätze für Windenergieprojekte den so wichtigen Ausbau der Windenergie deutlich erschweren und weiterhin blockieren können. Die Bundesregierung und die Länder sind weiterhin in der Bringschuld, ein wirksames Instrument zur finanziellen Beteiligung der Kommunen am Umsatz der Windenergie auf den Weg zu bringen. Dies muss jetzt rasch folgen.“


KONTAKT
Julian Philipp
Pressestelle WWF
Tel.: 030-311 777 467
julian.philipp@wwf.de

Quelle
WWF
16. Dezember 2019

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Surreal Madrid
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Surreal Madrid

16/17.12.2019

Wie weiter nach dem Fehlstart ins Klimajahr 2020?


Die Beschlüsse der UN-Klimakonferenz von Madrid sind so müde wie die Delegierten nach zwei durchverhandelten Nächten. Die Konferenz ist ein gruseliger Fehlstart in das für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens so entscheidende Jahr 2020. Nach den von Blockaden geprägten Verhandlungen schlussfolgert Michael Schäfer, Leiter Klimapolitik und Energie beim WWF Deutschland: „Jetzt erst recht!

Jetzt kommt es darauf an, dass wir Ursula von der Leyens Mondrakete zünden, also den EU-Klimabeitrag deutlich anheben und den Funken auf andere überspringen lassen. Deshalb darf die Bundesregierung beim Klimaschutz in Europa nicht weiter auf der Bremse stehen.“

„Länder wie Australien, Brasilien und die USA haben die nötigen Beschlüsse hier blockiert und jeden Fortschritt für mehr ambitionierte Klimaschutzziele abgeschmettert“, so Schäfer weiter. Surreal Madrid, eine Weltklimakonferenz wie von einem anderen Stern: Viele Regierungen ignorierten die weltweiten Klimaschutzproteste ebenso wie die Realität der Erderhitzung, die schon heute durch die Zunahme von Dürren, Überflutungen und den Anstieg des Meeresspiegels die Existenzgrundlagen vieler Millionen Menschen zerstört.

„Gerade weil Madrid gescheitert ist, müssen jetzt die großen Wirtschaftsmächte Verantwortung übernehmen: Beim EU-China-Gipfel im September in Leipzig kommen der größte und der drittgrößte Klimaverschmutzer der Welt zusammen, gemeinsam müssen sie endlich ernst machen mit dem Kampf gegen die Erderhitzung“, so Schäfer.

Von dieser Klimakonferenz bleibt nicht viel mehr als ihr Motto: Time for Action, Zeit zu Handeln. Denn in Madrid blieben die wichtigsten Themen liegen: Das Regelbuch des Pariser Abkommens wurde nicht fertiggestellt, für die Finanzierung klimabedingter Schäden und Verluste wurde keine vernünftige Lösung gefunden und die Achtung der Menschenrechte bei der Umsetzung wurde nicht sichergestellt.


KONTAKT

Sylvia Ratzlaff
Pressestelle WWF
Tel: 030-311777-458
sylvia.ratzlaff@wwf.de

Quelle
WWF
15.12.2019


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In der Aufnahme von © Makrowilli


  • Hummel im Pollenrausch

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Der Kartoffelkäfer
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Der Kartoffelkäfer

16/17.12.2019


Wo er in Massen auftaucht verbreitet er bei den Kartoffelbauern großen Schrecken, der rund 1,5 Zentimeter schwarz-gelb gestreifte Kartoffelkäfer.Seit etwa 1877 / 78 wird der Kartoffelkäfer in Europa auf der Liste der "Schädlinge" geführt.

Wie berichtet wird ist der Kartoffelkäfer in der Lage ein Sekret auszuscheiden das Fressfeinde abwehren kann.

Die Aufnahme von © Makrowilli stellt den fertigen weiblichen Käfer vor der wenige Tage später seinen Nachwuchs in Form von Eipaketen an der Unterseite der Kartoffelpflanzenblätter absetzen wird. Meist innerhalb 5 - 10 Tagen entwickeln sich daraus sehr gefräßige Larven die sich dann an den Grünteilen der Kartoffelpflanze satt fressen, und dabei ganze Felder kahlfressen kann.


Ursprünglich kommt der Kartoffelkäfer aus Colorada (USA) und hat sich mit der
Kartoffelkultur weltweit verbreitet. Seine Körperlänge geht von 6 - 11 mm..
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Der Hauch des Todes weht durch den Wald
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Der Hauch des Todes weht durch den Wald

16/17.12.2019

Nördlicher und Oberer Steigerwald. Fast gewinnt man beim Anblick dieser Aufnahmen den Eindruck als ob ein starker Sturm die Wälder im Steigerwald heimgesucht hat. Doch dem ist nicht so, wir erkennen hier "Impressionen einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung".

Doch in den Augen des Artenschutz in Franken® wird hier nicht eine "nachhaltige Waldbewirtschaftung" sondern eine zunehmend ungehemmte Entnahme des Rohstoffes Holz sichtbar.

Und hier nützt es in unseren Augen auch nichts mehr wenn sich hier und da einige "lustige Wellen" oder ein "lustiges M" auf einigen Bäumen (interessant das sich diese Zeichen vornehmlich wohl an Stellen befinden die sich auffallend einer erhöhten Holzmenge entnommenen Bereichszuordnung zuordnen lassen) befinden.

Für uns hat diese Form der Bewirtschaftung tatsächlich ihre (vormals als tatsächlich auch dem Artenschutz zugewandten Aspekt) Berechtigung verloren.

Wir lehnen dieses Vorgehen strikt ab, denn es führt in unseren Augen an dem von uns vormals mitgetragenen Ansatz des Nützen und Schützen vorbei. Es ist nur noch unerträglich dieses Vorgehen mitverfolgen zu müssen. Wenn wir dann noch erkennen dürfen wie Lebensformen ihre angestammten Einstände verlieren, dann können und möchten wir hierzu nicht mehr schweigen.

Doch sehen Sie sich doch selbst die Aufnahmen an die uns zugeleitet wurden ... der "Hauch des Todes" durchzieht den den Steigerwald. Es ist dringlich an der Zeit hier gegenzusteuern um diesen so wertvollen Wald dauerhaft der Nachwelt, sprich unseren Kindern und Enkelkindern in einer ökologisch und an Arten reichen Form zu hinterlassen.

Wir möchten das wieder mehr Leben in den Steigerwald einziehen darf und der "Sturm der Artenvielfalt" den "Hauch des Todes" aus diesem Wald verdrängt ...


In der Aufnahme
  • Wenn "Der Sturm des Holzeinschlages" durch den Wald zieht und seine Spuren hinterlässt!
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Klimakonferenz: Quälend langsam, kaum Fortschritt
Bild zum Eintrag (1015879-160)
Klimakonferenz: Quälend langsam, kaum Fortschritt

15/16.12.2019

Krüger: Schere zwischen Dringlichkeit und Verhandlungsergebnissen könnte kaum größer sein

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Madrid - Nach über 40 Stunden Verlängerung geht die UN-Klimakonferenz in Madrid am Sonntagmorgen, den 15. Dezember, ohne nennenswerte Durchbrüche zu Ende. Der NABU und seine Jugendorganisation NAJU ziehen eine verhaltene Bilanz. "Die Schere zwischen der Dringlichkeit des Themas und den Verhandlungsergebnissen könnte kaum größer sein", so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger nach dem ernüchternden Abschluss der Konferenz.
"Zu Beginn der Konferenz hatte UN-Generalsekretär António Guterres die COP 25 als Klima-Notstands-Konferenz betitelt. Dies spiegelte sich allerdings nicht in den Verhandlungen wider. Im Gegenteil: Einige Staaten, allen voran Brasilien, Australien, Saudi-Arabien und die USA, haben sich rückwärtsgewandt gezeigt und immer wieder Entscheidungen blockiert. Die chilenische Präsidentschaft hat den Blockierern zudem zu viel Aufmerksamkeit geschenkt und in den letzten Stunden der Verhandlungen bemängelten viele andere Delegationen, dass sie aus den Verhandlungen ausgeschlossen seien. Auch wenn am Ende ein Minimalkonsens erreicht wurde: unter diesen Umständen könnte er kaum schwächer sein. Und das, obwohl die Folgen des begonnen Klimawandels weltweit spürbar sind und Millionen Menschen mehr Klimaschutz einfordern", so Krüger weiter.
 
Diesen Eindruck bestätigt NAJU-Klimaexperte Jan Göldner: "Immer wieder durften wir uns in den vergangenen Tagen anhören, dass insbesondere der Protest und das Engagement der Jugendlichen weltweit dazu beigetragen haben, dass nun auf allen Ebenen für ambitionierteren Klimaschutz gekämpft wird. Doch davon haben wir während der Verhandlungen wenig gesehen. Das Ergebnis der Klimakonferenz zeigt, dass unsere inhaltlichen Forderungen noch immer nicht gehört und erst recht nicht umgesetzt werden."
 
Die wichtigsten Verhandlungen drehten sich um das Regelwerk für Artikel 6 des Pariser Abkommens, der sich mit der Ausgestaltung von Handelsmechanismen beschäftigt. "Nur mit einem robusten Regelwerk kann der Emissionshandel zur weltweiten Reduktion der globalen Emissionen beitragen. Und dafür müssen alle Staaten einstehen", so NABU-Klimaschutzexperte Sebastian Scholz. "Bei dieser COP ist es nicht gelungen, ein Regelwerk zu verabschieden, mit dem Doppelzählungen von Emissionen und die Übertragung von Zertifikaten aus dem Kyotoprotokoll ausgeschlossen werden können. Unter diesen Umständen ist es positiv zu bewerten, dass sich die Delegierten nicht auf einen schlechten Kompromiss geeinigt, sondern diese Verhandlungen auf das nächste Jahr vertagt haben", so Scholz.
 
Neben dem Artikel 6 spielten auch die nationalen Klimaschutzpläne eine immens große Rolle in den Verhandlungen. "Wir haben zwar von Deutschland und der EU klare Zeichen für eine Steigerung der Klimaschutzambitionen für die COP 26 nächstes Jahr in Glasgow vernommen, doch der im Green Deal vorgezeichnete Ablauf dazu bereitet uns Sorgen. Der Zeitplan ist derart eng, dass wir befürchten, dass die EU die notwendige Vorreiterrolle zukünftig nicht mehr einnehmen kann", sagte Scholz.
 
Positiv zu bewerten sei, dass im Entscheidungstext die Notwendigkeit von Ökosystemen und ihr Beitrag zu Minderung von Treibhausgasen anerkannt wurden. "Es ist wichtig, dass in der Klimadebatte der Erhalt von natürlichen Kohlenstoffsenken wie Mooren und Wäldern stärker in den Fokus gerückt wird, denn ohne sie ist eine Begrenzung der Erderhitzung auf 1,5 Grad Celsius nicht mehr möglich", so Scholz. Deutschland müsse sich während seiner europäischen Ratspräsidentschaft im kommenden Jahr dafür einsetzen, dass die EU nicht nur schnell mehr Emissionsminderungen beschließt, sondern auch Naturschutzmaßnahmen in der Ambitionssteigerung einbringt.
 
Für Rückfragen:

Sebastian Scholz, NABU-Leiter Energiepolitik und Klimaschutz. Mobil +49 (0) 172-4179727, E-Mail: Sebastian.Scholz@NABU.de

Katharina Ruffer, NABU-Referentin für ökosystembasierte Klimakompensation und Validierungssysteme, Mobil +49 (0) 157-88392018, E-Mail: Katharina.Ruffer@NABU.de
 
Jan Göldner, NAJU-Klimaexperte, Mobil +49 (0) 0176-61826011, E-Mail: Jan.Goeldner@NAJU.de
 
Janine Wohlers, NAJU-Expertin, mobil: Mobil +49 (0) 0173-6654618, Email: Janine.Wohlers@NAJU.de
 
 
Mehr Informationen: www.NABU.de/COP25
 
Quelle:
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NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958 | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 137/19 | 15. DEZEMBER 2019
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Umwelt/Klima

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In der Aufnahme von Makrowilli

  • .Große Heidelibelle
    Dieses Weibchen hat eine Körperlänge von etwa 40 mm und eine Flügelspannweite von circa 70 mm.

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Gleise des Artenschutzes und der Umweltbildung Schaephuysen
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Gleise des Artenschutzes und der Umweltbildung Schaephysen

15/16.12.2019


Ein innovatives Kooperationsprojekt des Vereins für Gartenkultur und Heimatpflege Schaephuysen e.V.  und des Artenschutz in Franken®, das von der Deutschen Postcode Lotterie gefördert wird.

Schaephuysen/Nordrhein - Westfalen. Gegen Ende des Jahres 2019 konnten die Freistellungsarbeiten sowie die Anlage der zukünftige Wegetrasse welche als Grundlage des Umweltbildungserlebnisses dient nahezu abgeschlossen werden ...


In der Aufnahme von Michael Sonfeld

  • Mit dem Einbau der wassergebundenen Oberfläche nähern sich die Arbeiten zur Herstellung des Weges zum Leuchtturm Schaephuysen dem Ende.Im Frühjahr wird dann die erste Lehrstation „Wildbiene“ montiert.
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„Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt“ wird fortgesetzt
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„Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt“ wird fortgesetzt

15/16.12.2019

Die Landesregierung stellt den beteiligten Ministerien dafür fast 36 Millionen Euro zur Verfügung.

  • Die Landesregierung führt das Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg für weitere zwei Jahre fort. Das hat das Kabinett in seiner vergangenen Sitzung (10.12.) beschlossen.

„Die biologische Vielfalt im Land zur erhalten und zu verbessern, ist eine der dringendsten Aufgaben der Umwelt- und Naturschutzpolitik der nächsten Jahre und Jahrzehnte“, betonte Umweltminister Franz Untersteller. „Das Sonderprogramm hat sich bewährt. Aber der Schutz der Artenvielfalt ist eine Daueraufgabe, die wir leidenschaftlich, mutig und effizient angehen müssen.

Das Programm mit einem Gesamtvolumen von erneut rund 36 Millionen Euro bietet dafür eine gute Basis.“ Untersteller erinnerte daran, dass die biologische Diversität eine unverzichtbare Lebensgrundlage unserer Gesellschaft sei. „Artenvielfalt bedeutet Leben, bedeutet atmen, essen und trinken.“

Die Landesregierung wird 2020 und 2021 fast 30 Millionen Euro für konkrete Maßnahmen des Sonderprogramms ausgeben. Zusätzliche sechs Millionen Euro sollen in begleitende Monitoringmaßnahmen fließen. Das Sonderprogramm vereint die Anstrengungen dreier Ministerien unter einem Dach: Umweltministerium, Ministerium für Ländlichen Raum und Verkehrsministerium.

Umweltminister Untersteller hob die besondere Verantwortung hervor, die das dichtbesiedelte Baden-Württemberg mit seiner vielfältigen Kultur- und Naturlandschaft hat: „Wir müssen alles dafür unternehmen, um das Insektensterben aufzuhalten und die Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu stärken. Dazu gehört auch, dass jeder einzelnen seine Lebensweise überdenken und darauf achten sollte, nicht auf Kosten der Natur zu leben.“

Landwirtschaftsminister Peter Hauk ergänzte: „Die zentrale Frage ist, wie die Landwirtschaft auch zukünftig ihren Beitrag zur Stärkung der biologischen Vielfalt leisten kann, ohne dadurch ihre bedeutende Rolle in der Lebensmittelproduktion zu beeinträchtigen. Die Entwicklung und Erprobung innovativer Ansätze für eine zukunftsfähige Landwirtschaft ist Teil der Umsetzung des Sonderprogramms. Für uns ist klar, es kann nur Artenschutz und Landwirtschaft als Miteinander geben. Beides geht nur gemeinsam.“

Verkehrsminister Winfried Hermann bezeichnete die biologische Vielfalt als eine bedeutende Herausforderung für die Infrastrukturpolitik, um auf Dauer die Lebensgrundlagen zu sichern. Er erklärte: „Auch beim Bau von Straßen und Schienenwegen müssen wir erhalten, was uns erhält. Im Bereich der Verkehrsinfrastruktur konnten wir durch straßenbegleitende, blühende Grünflächen einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten. Dieses Programm wollen wir fortführen. Mit blühenden heimischen Gewächsen werden inzwischen auch in vielen Landkreisen und Kommunen die Straßenränder und Verkehrsinseln bepflanzt. Ferner wollen wir unsere Anstrengungen zum Schutz von Amphibien und zur Wiedervernetzung von Lebensräumen beispielsweise durch Grünbrücken über Verkehrswege fortsetzen.“

Für das Umweltministerium nannte Untersteller beispielhaft folgende Maßnahmen aus dem Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt:  

  •     Verstärkte Umsetzung des Biotopverbunds
  •     Förderung des Stehenlassens von Altgrasstreifen und Altgrasinseln als Überwinterungsplatz für Insekten
  •     Förderung mehrjähriger Blühflächen in der Agrarlandschaft
  •     Reduktion von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln in Naturschutzgebieten

Vorgesehen ist dazu, das 2018 begonnene Biodiversitätsmonitoring, unter anderem von Insekten, weiterzuführen. Neu ist dabei das Insektenmonitoring für den Wald, das das Offenland-Monitoring ergänzt. „Das Monitoring dient dazu, belastbare Datengrundlagen zu bekommen, die Entwicklung der Arten festzuhalten und Erkenntnisse über die Wirkung unserer Maßnahmen zu erhalten“, betonte Umweltminister Franz Untersteller.


Quelle
Ministerium für Umwelt, Klima und
Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Kernerplatz 9
70182 Stuttgart

Telefon: +49 711 126-0
Telefax: +49 711 126-2881
poststelle@um.bwl.de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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In der Aufnahme von © Makrowilli

  • Er schwirrt wie ein Kolibri, ist ein Nachtfalter und schafft bis zu 80 Kilometer pro Stunde. Das Taubenschwänzchen fliegt nicht nur rückwärts sondern ist auch mit circa 80 Flügelschlägen pro Sekunde unterwegs. Dabei saugen sie von rund 1500 Blüten etwa 0,5 ml. Nektar ein bei einem durchschnittlichen Eigengewicht von nur 0,3 Gramm.

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Der Wattboden – Boden des Jahres 2020
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Der Wattboden – Boden des Jahres 2020

14/15.12.2019

Am 5. Dezember ist traditionell der Internationale Tag des Bodens. Mit ihm wollen die Vereinten Nationen auf die Bedeutung der natürlichen Ressource Boden aufmerksam machen. Seit 2005 wird aus diesem Anlass in Deutschland der „Boden des Jahres“ ausgerufen. Der Boden des Jahres 2020 ist: Der Wattboden.
Wattböden sind wahre Schätze der Natur. Geologisch werden Wattböden als junge Böden bezeichnet. Sie kommen in dem Bereich vor, der regelmäßig vom Tidehochwasser überflutet wird. Bei Niedrigwasser liegt er offen. Nur einige Pionierpflanzen bilden einen spärlichen Bewuchs.

Pflanzen und Bodenorganismen sind im Watt dem ständigen Wechsel von Trockenfallen und Überflutung, Erosion und Sedimentablagerung, Schwankungen von Wasser- und Bodentemperaturen sowie Strömungen und Wellen ausgesetzt. Bei Ebbe unterliegen sie den Einwirkungen von Sonne, Wind und Regen, bei Flut werden sie mit der Strömung verdriftet. Auch der Salzgehalt des Wattbodens bestimmt maßgeblich die Besiedlung von Bodenorganismen und den Pflanzenbewuchs. In den Watten der Meeresküsten kommen rund 35 Gramm Salze pro Liter Bodenwasser vor, im fluviatilen Bereich dagegen nur bis 0,5 Gramm pro Liter.

Unter diesen extremen Bedingungen erscheint der Wattboden lebensfeindlich. Tatsächlich ist es jedoch so, dass die Lebewelt im Watt sehr arten- und formreich ist. Aufgrund von periodischen Überflutungen, ständigen Sedimentumlagerungen und Wellenbelastungen eignen sich Watten als Vorrangflächen für den Natur- und Artenschutz. Sie bieten als Grenzbereich zwischen Land und Wasser für viele seltene und häufig stark spezialisierte Pflanzen und Tiere eine ökologische Nische und damit einen Lebensraum.

Wattgebiete gibt es auf allen Kontinenten und in allen Klimazonen. Und durch den Klimawandel sind diese besonders gefährdet. Von den weltweit vorhandenen Wattgebieten ist das Watt an der südlichen Nordseeküste das größte zusammenhängende mit etwa 3.500 km². Aufgrund seiner speziellen Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen ist ein großer Teil des deutschen Watts geschützt (Nationalpark Wattenmeer).

Wissenschaftliche Ergebnisse zeigen, dass der Klimawandel sich besonders an den Küsten auswirken wird. Böden im Übergangsbereich zwischen Land und Wasser können dann überflutet werden und müssen sich an anderer Stelle neu bilden.

Schirmherr für den diesjährigen Boden des Jahres ist die Freie und Hansestadt Hamburg. In der internationalen Bodenklassifikation werden die Wattböden zu den Tidalic Gleysols gezählt.

In der Aufnahme:
Wattlandschaft bei Minsener Oog.
Foto: Jana Lacina/NLPV

Pressemitteilung des Umweltbundesamts

Quelle

Nationalpark Wattenmeer

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Neue Nachbarn für Gorillas ...
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Neue Nachbarn für Gorillas und Namensvergabe für Bonobo-Babys

14/15.12.2019

Neue Nachbarn gibt es für die Gorillas der Wilhelma in Stuttgart: Mit Zwergseidenäffchen und Springtamarinen sind seit dieser Woche südamerikanische Verwandte der großen Primaten im Menschaffenhaus zu sehen. Gemeinsam mit dem Faultierpaar Marlies und Mike bewohnen die Krallenaffen übergangsweise die ungenutzte Handaufzuchtstation für Gorillakinder.

Damit kann man nun die größten direkt neben den kleinsten Affen beobachten. Denn während ein Gorilla bis zu 200 Kilogramm auf die Waage bringen kann, wiegt ein Zwergseidenäffchen gerade einmal 150 Gramm.
Diese Leichtgewichte waren zusammen mit den Springtamarinen bis vor kurzem noch im Südamerikahaus untergebracht. Weil dort zukünftig umfangreiche Baumaßnahmen anstehen, musste für die Krallenaffen und die Faultiere ein neuer Platz im Zoologisch-Botanischen Garten gefunden werden. Denn das Südamerikahaus wird kernsaniert und zu einem Australienhaus umgebaut, in das unter anderem Koalas und Baumkängurus einziehen werden. Sobald dieses fertiggestellt ist, entstehen daneben neue Anlagen für die südamerikanischen Krallenaffen. Bis es soweit ist, dürfen die Zwergseidenäffchen und Springtamarine im Gorillakindergarten des Menschenaffenhauses herumturnen.

Dieser stand bereits längere Zeit leer, da es glücklicherweise immer weniger Fälle gibt, in denen ein Gorillajungtier nicht von seiner Mutter angenommen wird und von Hand aufgezogen werden muss. Ausgestattet mit Kletterseilen, Ästen und frischer Bepflanzung dient die Aufzuchtstation nun also als Zwischenunterkunft für die ehemaligen Bewohner des Südamerikahauses. Ihr Treiben wird von der benachbarten Gorillasippe aufmerksam verfolgt. „Die Halbwüchsigen aus der Gruppe finden das schon ganz interessant“, berichtet Tierpflegerin Malisa Fassnacht. „Sie klopfen auch immer mal an die Scheibe, und versuchen damit, die Neuen nebenan zum Spielen aufzufordern.“ Die Faultiere entspannen allerdings lieber auf ihren gemütlichen Schlafplätzen, während die Äffchen noch etwas vorsichtig unterwegs sind und häufig Ruhe in den Rückzugsbereichen suchen.

Junge Bonobos heißen jetzt Nio und Okelo

Von all dem Umzugstrubel haben die Bonobos auf der anderen Seite des Menschenaffenhauses nichts mitbekommen. Gut behütet von ihren Müttern wachsen dort derzeit zwei Jungtiere heran, die im August dieses Jahres zur Welt kamen. Da seit kurzem das Geschlecht der Kleinen feststeht, haben sie nun auch endlich ihre Namen bekommen: Die beiden Jungs heißen Nio und Okelo. „Sie wurden von ihren Müttern sehr gut angenommen und wachsen und gedeihen prächtig“, erklärt Malisa Fassnacht. „Haiba ist sehr innig mit ihrem Nio, den sie immer ganz dicht bei sich behält.

Huenda fängt dagegen schon langsam an, den kleinen Okelo auch einmal an die anderen in der Gruppe abzugeben.“ Bis zu vier Jahre umsorgen Bonobo-Mütter ihren Nachwuchs, bevor dieser langsam entwöhnt wird. Nio und Okelo haben also noch viel Zeit, um ihre Kindheit in vollen Zügen zu genießen – und das geht im Moment am besten dicht an den mütterlichen Bauch gekuschelt. (dt)

In der Aufnahme
Bonobo-Weibchen Huenda lässt ihrem Sohn Okelo schon einmal etwas mehr Raum. Foto: Jutta Hof


Quelle

Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart
Lieferanschrift: Wilhelma 13, 70376 Stuttgart
Postanschrift: Postfach 50 12 27, 70342 Stuttgart
Telefon: +49 (0)711 / 54 02 0
Fax: +49 (0)711 / 54 02 22 2
E-mail: info@wilhelma.de


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Slowakei: Brutsituation für Wasservögel an der Donau verbessert
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Slowakei: Brutsituation für Wasservögel an der Donau verbessert

14/15.12.2019

Berlin/Bratislava. In einem Projekt des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) in Zusammenarbeit mit BirdLife Slowakei ist es gelungen, die auf Grund massiver Eingriffe an der Donau durch den Bau des Wasserkraftwerks Gabcikovo problematische Brutsituation von Schwarzkopf- und Lachmöwe sowie Flussschwalbe in diesem Teil der Slowakei deutlich zu verbessern.

„Der Bestand der Schwarzkopfmöwe ist um 113 Prozent gestiegen, der der Lachmöwe um 28 Prozent und der der Flussschwalbe sogar um 151 Prozent. Außerdem haben wir die Flussinseln eindeutiger als Schutzgebiet gekennzeichnet. So kann illegalen Besuchen und Störungen vorgebeugt werden“, betonte Projektleiter Lars Lachmann vom NABU zum Abschluss des Projektes. Es wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 70.000 Euro fachlich und finanziell gefördert.

Inseln bieten keine ausreichenden Bedingungen


Die Donau-Auen bei Bratislava in der Slowakei seien jahrzehntelang ein wichtiger Standort für das Überwintern und Brüten von Wasservögeln gewesen. Mit dem Bau des Wasserkraftwerks 1992 seien viele Brutplätze zerstört oder stark beeinträchtigt worden. Zwar sei als Ausgleichsmaßnahme für das Kraftwerk eine neun Hektar große Vogelinsel errichtet worden: „Aber auch bei der Durchführung dieser Ausgleichsmaßnahmen wurden die Empfehlungen von Umweltfachleuten nicht berücksichtigt. Die Vogelinsel bietet bis heute keine ausreichenden Bedingungen für das Brüten der Vögel an“, so Lachmann. Die Folge sei gewesen, dass sich die Vögel zunehmend auf „technischen Inseln“, Steinschüttungen, die zur Navigation in der Schifffahrt dienen, niedergelassen hätten. Sie stellten die einzige Brutmöglichkeit an diesem Abschnitt der Donau dar, seien aber gleichzeitig eine Gefahr für die Jungvögel, da sie häufig in Felsspalten fallen würden und darin umkämen.

Umgestaltung der Brutbereiche auf der Vogelinsel

Im Zuge des Projekts seien jetzt auf der Vogelinsel Brutbereiche, die für viele Wasservögel nicht geeignet gewesen seien, umgestaltet worden. So seien Gehölze fremder Arten entfernt worden, um offene Flächen für die Anlage von Brutkolonien zu schaffen. Das Auffüllen grober Steinschüttungen sorge besonders bei den Jungvögeln für mehr Sicherheit und schaffe Platz. Mit neuen Flachwasserbereichen und kleinen Tümpeln innerhalb der Insel sei der Lebensraum für die Möwen, Seeschwalben und anderen Vögel verbessert worden. Auf zwei „technischen Inseln“ seien zusätzlich neue Brutbereiche auf einer Fläche von 600 Quadratmetern errichtet worden. Die größeren Maßnahmen seien mit Baumaschinen, die kleineren von Freiwilligen per Hand, durchgeführt worden.

Anzahl der Brutpaare gestiegen – Projekt erfolgreich abgeschlossen


Die Insel sei systematisch zwischen 2016 und 2019 beobachtet, die brütenden Tiere seien regelmäßig gezählt – und der Erfolg der Maßnahmen sei bestätigt worden. Abschließend wurde ein Buch für Besucher der Gegend, Politiker und Lehrkräfte mit dem Titel „Die Vogelinsel in der Donau – Veränderung und Bedeutung“ veröffentlicht, das alle getroffenen Maßnahmen und Ergebnisse aufzeigt. „Das Projekt stellt ein sehr gutes Beispiel wirkungsvoller Zusammenarbeit eines Naturschutzverbandes mit der zuständigen Wasserbehörde dar und eröffnet dadurch Perspektiven für weitere erfolgreiche Naturschutzmaßnahmen in der Region“, so DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.


Ansprechpartner bei fachlichen Fragen zum Projekt (AZ 32422): Lars Lachmann, Tel. 030|284984

In der Aufnahme


  • Die seltene Schwarzkopfmöwe war die Hauptzielart des Projektes. Sie brütet in der Slowakei fast ausschließlich auf der Vogelinsel im Gabčíkovo-Stausee der Donau.

© SOS-BirdLife Slowakei


Quelle
Deutsche Bundesstiftung Umwelt
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon: +49 541 9633 0
Telefax: +49 541 9633 190
E-Mail: info@dbu.de

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NABU: Die EU kann nur so grün werden wie ihr Haushalt
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NABU: Die EU kann nur so grün werden wie ihr Haushalt

13/14.12.2019

Krüger: Schutz der Artenvielfalt braucht eigenen Finanztopf - mit mindestens 15 Milliarden Euro pro Jahr
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Brüssel – Zu den heutigen (12.12.2019) Verhandlungen der Staatschefs zum EU-Haushalt für die Jahre 2021 bis 2027 fordert der NABU, den Schutz der Artenvielfalt endlich ausreichend zu finanzieren. Mit Blick auf die alarmierende Lage von Arten und Lebensräumen muss erstmals ein eigenes Budget für den Naturschutz eingerichtet werden, das jährlich mindestens 15 Milliarden Euro umfasst. Einen solchen EU-Naturschutzfonds hat auch die Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben.

Dieses Geld ist mindestens erforderlich, um die EU-weit selbst gesteckten Naturschutzziele zu erreichen. Mit dem Geld müssen vor allem Landwirte für Naturschutzleistungen belohnt werden, etwa für das Anlegen von Hecken, Brutflächen für Vögel oder die Pflege von artenreichen Wiesen und Weiden.
„Der Naturschutz ist in Deutschland und Europa seit Jahrzehnten chronisch unterfinanziert. Die Folgen sind besorgniserregend: Insekten und Vögel verschwinden in atemberaubenden Tempo, Landwirtschaft und Wälder sind nicht vorbereitet auf die Erderhitzung. Es ist gut, dass Ursula von der Leyen diese Probleme erkannt hat und weit oben auf ihre Agenda setzt. Jetzt muss ihr ‚Green Deal‘ aber auch mit Geld hinterlegt werden, um die Arten- und Klimakrise zu stoppen. Die EU kann nur so grün werden, wie es ihr Haushalt erlaubt“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger.
 
Die Finanzplanung der EU muss dazu grundlegend überarbeitet werden, vor allem das Agrarbudget. Dieses macht derzeit mit knapp 60 Milliarden Euro fast 40 Prozent des EU-Haushalts Jahr aus. „Die jetzige Subventionspolitik ist ein extrem teurer Anachronismus, der für Klima und Natur zu wenig bringt, Korruption fördert und nachhaltig arbeitende Landwirte benachteiligt. Wir brauchen daher dringend eine Neuverteilung der Subventionen, um Landwirten dabei zu helfen, natur- und klimaverträglicher zu arbeiten“, so Krüger. Die derzeitige Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) halten selbst die Berater des Bundeslandwirtschaftsministeriums und der Europäische Rechnungshof für hochgradig ineffizient und nicht zeitgemäß.
 
Um die Agrarpolitik gleichermaßen fair für Landwirte, Natur und künftige Generationen zu gestalten, müssen die bisher pauschal pro Fläche ausgeschütteten Direktzahlungen schrittweise abgeschafft werden. Stattdessen müssen sie für die Honorierung konkreter Leistungen der Landwirte für die Natur zweckgebunden werden. Europaweit sind 15 Milliarden Euro jährlich notwendig, für Deutschland hat die Bundesregierung 1,4 Milliarden veranschlagt. Bisher steht davon lediglich etwa ein Drittel zur Verfügung.
 
Der heute vorliegende Haushaltsentwurf, noch unter dem vorigen Haushaltskommissar Oettinger erstellt, widerspricht jedoch den Plänen Ursula von der Leyens, Europa zum Vorreiter im Naturschutz zu machen: Für die Biodiversität ist bisher überhaupt kein eigenes Budget vorgesehen. Zudem hält der Entwurf an den umweltschädlichen Direktzahlungen fest. Und der bisher progressivere und deutlich kleinere Teil des GAP-Budgets, die sogenannte Zweite Säule, soll überproportional gekürzt werden. „Es ist klar, dass diese Agrarpolitik dem Arten- und Klimaschutz keinesfalls hilft und stattdessen die Probleme verschärfen wird“, warnte Krüger. Auch der Europäische Rechnungshof hat die von der vergangenen Kommission ins Feld geführten 40 Prozent Klimaleistungen der GAP bereits als „unrealistisch“ und nicht messbar widerlegt.


Mehr zu den NABU-Forderungen „Ein EU-Haushalt für Mensch und Natur“:
www.NABU.de/imperia/md/content/nabude/landwirtschaft/agrarreform/191212-nabu-briefing-mfr.pdf
 


Für Rückfragen:
Konstantin Kreiser, NABU-Leiter EU-Naturschutzpolitik,
Tel. +49 (0)30.284984-1614, mobil: 0172-4179730, E-Mail: konstantin.kreiser@NABU.de
 

Quelle

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NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958 | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 136/19 | 12. DEZEMBER 2019

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Wollbiene

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Die Wilden Bienen von Reckendorf
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Die Wilden Bienen von Reckendorf

13/14.12.2019

Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® der Kinderinsel Reckendorf und der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Regionalverband Oberfranken, das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Bayern / Reckendorf. Johanniter-Kindertagesstätte Reckendorf - Die Einrichtung wurde im März 2015 in Betrieb genommen und bietet Platz für eine Kinderkrippengruppe, drei Kindergartengruppen und eine gemischte Gruppe für Kindergarten- und Schulkinder. In der 846 m² großen Kita mit ca. 2.600 m² Außenfläche haben die 107 Kinder viel Platz zum Spielen und Toben.

Und auf diesem Außengelände fand nach dem ersten Schneefall dieses Jahres in der Region die Installation der Wildbienenwand statt.


Begleiten Sie uns bei der Entwicklung dieses Projekts .... hier auf den Seiten des Artenschutz in Franken®


In der Aufnahme

  • Die montiere Wildbienenwand inmitten der ersten Scheekulisse dieses Jahres
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Neu auf unserer Page - "Aufnahmen von Makrowilli"
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Neu auf unserer Page - "Aufnahmen von Makrowilli"

12/13.12.2019

Deutschland
. Wir freuen uns sehr das wir in Ihnen ein weiteres Highlight aus der Makrofotografie vorstellen dürfen. Willibald Lang stellt uns zahlreiche wunderschöne und ausdrucksvolle Aufnahmen zur Verfügung.
Er fungiert unter dem Pseudonym - "Makrowilli", also wo auch immer Sie auf unseren Seiten auf diesen Namen stoßen, dahinter verbirgt sich Willibald Lang mit hervorragenden Aufnahmen aus der Makrofotografie.

Mit einer nun aktuell ergänzten Diashow möchten wir Ihnen weiterführende Eindrücke in die Arbeiten eröffenen.

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Naturschutz ist Klimaschutz
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Naturschutz ist Klimaschutz

12/13.12.2019

Die weltweiten Ökosysteme sind der Lebensraum für Millionen von Arten und Lebensgrundlage für den Menschen. Doch die Erderhitzung verändert das Gleichgewicht dieser Systeme. Polareis und Gletscher schmelzen, Wälder brennen, Meere versauern, Korallenriffe bleichen aus und sterben ab.

In seinem neuen Report „Climate, Nature and our 1,5° C Future” verknüpft der WWF die Erkenntnisse vier grundlegender Reports - den drei letzten Sonderberichten des Weltklimarats IPCC und dem globalen Bericht des Weltbiodiversitätsrat IBPES – und zeigt zugleich den Weg zu einer klimafreundlichen Zukunft auf: Die Natur ist Teil der Lösung der Klimakrise.

Die WWF-Studie beleuchtet, wie die Natur – Ökosysteme und Biodiversität – von der Klimakrise betroffen ist, und wie starke und gesunde Ökosysteme die Widerstandsfähigkeit bereichern und den Menschen helfen können, sich an die Folgen der Erderhitzung anzupassen. Der Report macht deutlich, dass zusätzlich zum schnellen Ausstieg aus der Verbrennung fossiler Rohstoffe auch sogenannte ökosystemnahe Lösungen zur Abwendung der Klimakrise eine wichtige Rolle spielen.

Die vielfältigen Ökosysteme sind einer der Schlüssel, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen und sollten daher als offizieller Bestandteil im Klimavertrag von Paris auftauchen – als Baustein der nationalen Klimabeiträge der Länder.  „Wir unterschätzen die Hilfe, die natürliche Ökosysteme bei der Bewältigung der Klimakrise leisten können“, so Michael Schäfer, Leiter Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland. „Naturverlust und Klimawandel gehen derzeit Hand in Hand, doch genauso können wir die natürlichen Ressourcen bei der Eindämmung und Anpassung an die globale Erwärmung weltweit nutzen. Deshalb fordern wir Mitgliedsstaaten auf, naturnahe Lösungen in ihren nationalen Klimaplänen zu verstärken – als Instrument für zusätzlichen Klimaschutz."

Gleichzeitig warnt der WWF vor einer Fehlinterpretation: „Wer meint, dass etwa die Wiederherstellung von Wäldern oder die Wiedervernässung von Mooren eine Alternative zur schnellen Reduktion unseres Treibhausgas-Ausstoßes auf null ist, hat den Bericht des Weltklimarates nicht gelesen: Wir müssen beides gleichzeitig kraftvoll angehen, um die Erderhitzung bei möglichst 1,5° Grad zu stoppen“, erläutert Schäfer.

Der Erhalt, Schutz und Wiederaufbau solcher Systeme hat neben Klima- und Naturschutz auch oft auch einen sozialen Nutzen: Er hilft Menschen in verwundbaren Ländern des globalen Südens bei der Anpassung an den Klimawandel, beispielsweise beim Küstenschutz oder beim Erhalt wichtiger ökologischer Systemdienstleistungen zur Sicherung ihres Lebensunterhalts durch Fischerei und Landwirtschaft. Ökosysteme erhalten beispielsweise die Bodenfruchtbarkeit, beugen Erosion vor und stellen sauberes Wasser bereit.

Manuel Pulgar-Vidal, der Leiter der Climate and Energy Practise beim WWF International sagt: „Nur wenn wir dramatisch unseren Ehrgeiz beim Klimaschutz steigern, können wir die Klimakrise lösen. Die Menschheit ist schuld an einem beispiellosen Naturverlust, und das in einer Zeit, in der wir sie am meisten brauchen. Der Schutz und die Wiederherstellung von Natur und Umwelt ist nicht nur eine moralische Frage: Die Natur ist die Grundlage unserer Gesellschaften und Wirtschaften und unser größter Verbündeter bei der Bekämpfung der Klimakrise."


  • Link zum Report: https://d2ouvy59p0dg6k.cloudfront.net/downloads/wwf_climate__nature_and_our_1_5c_future_report.pdf

 
Hinweis auf die Redaktionen:

Der WWF Deutschland ist wie folgt in Madrid vor Ort erreichbar:

    Fentje Jacobsen, Referentin Internationaler Klimaschutz, Fentje.Jacobsen(at)wwf.de, +49 151 1885 4871
    Michael Schäfer, Leiter Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland, Michael.Schaefer(at)wwf.de, Tel: +49 151 1885 4838
    Sylvia Ratzlaff, Pressereferentin, sylvia.ratzlaff(at)wwf.de, Tel. +49 151 1885 4936
    WWF International ist mit vielen Kollegen aus anderen WWF Büros aus aller Welt vertreten und gerne stellt Sylvia Ratzlaff den Kontakt her.

 

Hintergrund:
Der WWF-Report ist eine Synthese von vier kürzlich veröffentlichten wissenschaftlichen UN Reports:

The Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) three special reports under its current 6th Assessment Cycle: Global Warming of 1.5°C (published in October 2018); Climate Change and Land (published in August 2019); and Ocean and Cryosphere in a Changing Climate (published in September 2019).

The Intergovernmental Panel on Biodiversity and Ecosystems Services (IPBES) Global Assessment on Biodiversity and Ecosystem Services (published in May 2019).

 

KONTAKT
Sylvia Ratzlaff
Pressestelle WWF
Tel: 030-311777-458
sylvia.ratzlaff@wwf.de



Quelle
WWF
11. Dezember 2019

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
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Neue Hoffnung für den Umweltschutz in der EU
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Neue Hoffnung für den Umweltschutz in der EU

12/13.12.2019

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat heute in Brüssel den „European Green Deal“ vorgestellt. Dazu sagt Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland: „Die Präsentation des ‚European Green Deal‘ zu Beginn der Amtszeit von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigt auf jeden Fall, dass sie die ökologischen Herausforderungen unserer Zeit zu ihren Prioritäten zählt.

Es ist nicht weniger als ein Paradigmenwechsel in der EU-Kommission zugunsten von Klima- und Naturschutz. Trotzdem entspricht der vorgeschlagene Deal nicht an allen Stellen den wissenschaftlichen Empfehlungen für eine dringende und weitreichende Transformation und ist in einigen kritischen Fragen wie der Anhebung des Klimaziels für 2030 und einer ehrgeizigen Biodiversitätsstrategie leider vage geblieben.“

Die Kommission hat wichtige Handlungsfelder identifiziert - von der biologischen Vielfalt und der Wiederherstellung der Natur über Klimaschutz bis hin zur Beendigung der Entwaldung. „Die Dringlichkeit dieser Aufgaben spiegelt sich jedoch nicht an allen Stellen deutlich genug im „Green Deal“ wider. Die fehlenden Ambitionen beim Klimaschutz sowie vage Angaben zur Bekämpfung des Artensterbens sind verbesserungswürdig. Das Europäische Parlament und die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten müssen die Kommission jetzt zu mehr Ehrgeiz drängen: Die neue Kommission sollte ihre ersten 100 Tage im Amt nutzen, um einen tiefgreifenden systemischen Wandel herbeizuführen", so Heinrich.

Der „Green Deal“ enthält viele wichtige Elemente, insbesondere in Bezug auf Klima-, Wald- und Naturschutz.

„Wir freuen uns darauf, dass das Ziel der Klimaneutralität rechtlich verankert wird. Wir hoffen, dass sich alle Mitgliedstaaten noch diese Woche zu dem Ziel bekennen werden. Es ist auch schön zu sehen, dass zukünftig Nature-Based-Solutions stärker genutzt werden sollen sowie Klimaschutz und Schutz der Biodiversität als zwei Seiten derselben Medaille gesehen werden. Allerdings sollte die EU das Ziel auf 65% Treibhausgasreduktion (gegenüber 1990) statt den jetzigen 40%, verschärfen", so Heinrich.

Europa muss dringend die Zerstörung der Natur aufhalten, die neben der Artenvielfalt auch dem Klima schadet. Im „Green Deal“ kündigt die EU-Kommission eine Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt für das Jahr 2030 an. Dazu Heinrich: „Im ‚Green Deal‘ fehlt ein Hinweis darauf, dass die Ziele zu Naturschutz und Naturwiederherstellung in der Biodiversitätsstrategie rechtsverbindlich sein werden. Denn bisher blieb eine solche Strategie ein reines Glaubensbekenntnis, bisherige Ziele wurden verfehlt. Wir begrüßen, dass die EU-Kommission den Schwerpunkt auf die Wiederherstellung der natürlichen Ökosysteme in Europa legen will. Allerdings müssen neben Wäldern auch andere Ökosysteme renaturiert werden.“

Der WWF sieht den laufenden Fitness-Check der EU-Kommission bei der Wasserrahmenrichtlinie als ersten Testfall. „Wenn die EU-Kommission es ernst meint, dann muss sie nun die Wasserrahmenrichtlinie als ‚fit for purpose‘ erklären. Die Wasserrahmenrichtlinie zielt darauf, Gewässer und Grundwasser überall in Europa in einen guten Zustand zu bringen, und ist unverzichtbar für den Natur- und Klimaschutz“, so Heinrich.

„Dass alle EU-Kommissare den ‚Green Deal‘ unterstützen ist ein starkes Zeichen für den großen Stellenwert von Klima- und Naturschutz in der EU-Kommission. Auch wenn der Green Deal an einigen Stellen Details vermissen lässt, ist er ein guter Ausgangspunkt um Klima- und Naturschutz mit hohen Ambitionen voranzubringen", so Heinrich abschließend.

KONTAKT

Rebecca Gerigk
Pressestelle WWF
Tel: 030-311777-428
rebecca.gerigk@wwf.de

 
Quelle
WWF
11. Dezember 2019

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Experten warnen im Bundestags-Umweltausschuss vor Gesetzesänderung ...
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NABU: Experten warnen im Bundestags-Umweltausschuss vor Gesetzesänderung beim Wolf

11/12.12.2019

  •     Miller: Regierungspläne sind nicht mit EU-Recht vereinbar und Rolle  rückwärts im Artenschutz
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Berlin – Die von der Bundesregierung geplante Änderung im Bundesnaturschutzgesetz führt nicht zu dem vermeintlichen Ziel, die Rechtssicherheit beim Abschuss von Wölfen zu erhöhen, wenn es wiederholt zu Übergriffen auf Weidetiere kommt. Juristinnen und Juristen warnten am Montagabend in einer Experten-Anhörung vor dem Bundestags-Umweltausschuss, dass der vorliegende Entwurf keine Rechtssicherheit bringen wird ¬– weder für Weidetierhalter, Jäger oder zuständige Behörden.

In einigen wesentlichen Punkten würde das Gesetz die Lage sogar extrem verschlechtern. Besonders deutlich wurde, dass die Streichung des Merkmals „wirtschaftlicher Schäden“ im Bundesnaturschutzgesetz zu einem rechtlichen und behördlichen Chaos führen würde, da nicht nur Hobbyschafhalter, sondern alle Hobbytierhalter, Ausnahmegenehmigungen zum Abschuss beantragen könnten, so auch beispielsweise bei Schäden durch Kormoran oder Biber.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: Im Klartext heißt das, dass alles was einen Bagatellschaden überschreitet, bei den Behörden zu einem Antrag auf Ausnahmegenehmigung und Abschuss führen kann, auch wenn es nur um Nachbars Gartenteich geht.  Damit  gefährdet  der Entwurf nicht nur den Schutz des Wolfes, sondern auch anderer bedrohter Tierarten erheblich. Der vorliegende Entwurf ist daher rechtswidrig und eine Rolle rückwärts im Artenschutz. Er widerspricht nicht nur der EU-Gesetzgebung in mehreren Punkten und  manövriert Deutschland damit in eine schwierige Lage. So ist auch die geplante Regelung, so lange Wölfe zu entnehmen, bis der Schaden aufhört, eindeutig nicht mit EU-Recht zu vereinbaren.“
 
Statt massiver Eingriffe ins geltende Naturschutzgesetz fordert der NABU neben langfristiger Förderung der Weidetierhaltung ein nationales Herdenschutzkompetenzzentrum, wo Beratungskompetenz zum Schutz der Herden gebündelt und  innovative Konfliktlösungen gesucht und gefunden werden sollten. Koexistenz mit Wildtieren kann es nur geben, wenn es geeignete und bürokratisch angemessene Maßnahmen im Umgang mit diesen gibt. Der Abschuss von auffällig gewordenen Wölfen ist bereits jetzt ausreichend möglich. Die NABU-Forderung  an die Mitglieder des Bundestages, den Gesetzesentwurf abzulehnen,  unterstützen bisher schon über 40.000 Menschen.

Mehr Infos:
www.nabu.de/wolf
 
 
Für Rückfragen:
Birte Brechlin, NABU-Wolfsexpertin, Tel. +49 (0)30.284984-1633, E-Mail: Birte.Brechlin@NABU.de

Quelle

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NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958 | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

NABU-PRESSEMITTEILUNG |  10. DEZEMBER 2019
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Umwelt/Wolf

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Alarmstufe Rot
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Alarmstufe Rot

11/12.12.2019

WWF: Aktuelle Rote Liste zeichnet „düsteres Bild der Lage von Flora und Fauna“ / Artenschutzerfolge machen Hoffnung in der Krise

Die am Dienstag von der Weltnaturschutzunion IUCN vorgestellte Aktualisierung der Roten Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten zeichnet ein „düsteres Bild der Lage von Flora und Fauna“, so der WWF Deutschland. Mittlerweile haben die Experten der IUCN mehr als 112.000 Arten hinsichtlich ihres Gefährdungsstatus untersucht, mehr als 30.000 davon gelten als bedroht.

„Der Mensch ist der größte Feind der biologischen Vielfalt. Lebensraumzerstörung, Wilderei sowie die Klimakrise machen uns zum Artenkiller Nummer Eins“, erklärt Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland. „Noch haben wir es selbst in der Hand, das größte Artensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier zu stoppen.“

Auffällig dramatisch ist die Situation für 18 Affenarten aus Afrika und Südamerika, die aufgrund von fortschreitendem Lebensraumverlust und direkter Bejagung bedrohter sind als zuvor. Drei Schuppentierarten, zwei aus Afrika und eine aus Asien, nehmen ebenfalls in ihrem Bestand ab, so dass sie eine Bedrohungsstufe nach oben rutschen und nun als stark gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht eingestuft werden. Schuppentiere gelten als die meistgewilderten Säugetiere der Welt. In Europa gilt das Wildkaninchen fortan in seinem ursprünglichen Lebensraum, der sich auf Portugal, Spanien und das südliche Frankreich erstreckt, als stark gefährdet. Ihr Bestand dort ist im letzten Jahrzehnt um bis zu 70 Prozent zurück gegangen, wodurch auch Beutegreifer wie der Iberische Luchs oder der Spanische Kaiseradler in ihrem Bestand bedroht werden.

Immer deutlicher wird auch die Gefährdung der Artenvielfalt durch die Erderhitzung. Das gilt sowohl an Land als auch im Meer. 37 Prozent der australischen Süßwasserfischarten sind laut IUCN inzwischen bedroht, über die Hälfte von ihnen leidet direkt unter extremen Wetterbedingungen wie Wassermangel oder einer erhöhten Wassertemperatur. Zusätzlich zur Klimakrise besteht in den Meeren weiterhin hoher Druck durch unregulierte Fischerei, was sich auch in einer höheren Gefährdungskategorie von zehn Hai- und Rochenarten bemerkbar macht. Dazu zählt auch der in Korallenriffen lebende Kurzschwanz-Ammenhai, der nun vom Aussterben bedroht ist.

Mit der Aktualisierung der Roten Liste wurden auch alle Arten von Eukalyptus untersucht. Das Ergebnis: fast ein Viertel davon ist bedroht. 812 der insgesamt 826 Eukalyptusarten kommen nur in Australien vor. Der Rückgang der australischen Eukalyptuswälder wirkt sich auch auf die Koalas aus, die auf ihn als Nahrungsquelle angewiesen sind. Aktuell machen den Beutelbären zusätzlich die Buschbrände zu schaffen, die aufgrund der klimawandelbedingten Trockenheit dieses Jahr besonders verehrend sind.

Dass es trotzdem gelingen kann, den Verlust der Artenvielfalt aufzuhalten, zeigen zehn Erfolgsgeschichten des IUCN-Berichts. Durch gezielte Zuchtprogramme und gutes Management wilder Populationen konnten sich acht Vogelarten sowie zwei Arten von Süßwasserfischen erholen.

Doch die Zeit zum Handeln drängt, betont die Umweltschutzorganisation WWF. Neben den aktuell stattfindenden Verhandlungen bei der Weltklimakonferenz in Madrid stehen im kommenden Jahr weitere wichtige Weichenstellungen für den Schutz der weltweiten Biodiversität an: Unter anderem geht es auf der 15. UN-Konferenz zum Schutz der Biologischen Vielfalt (CBD) in China um die neue Biodiversitätsstrategie bis 2030. Der WWF fordert, dass sich die Staats- und Regierungschefs zu konkreten Maßnahmen verpflichten, mehr für den Schutz der Artenvielfalt zu tun, indem sie unter anderem bessere und wirkungsvollere Gesetze schaffen, die nachhaltige Produktion von Lebensmitteln fördern, naturschädliche Subventionen abbauen und die Finanzierung von Schutzgebieten steigern. Mit dem Vorsitz der EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 hat die Bundesregierung als Repräsentant der 28 EU-Mitgliedsstaaten während der COP15 hier eine besondere Verantwortung für den Erfolg der Verhandlungen.


Zum Hintergrund:


Die Rote Liste ist ein Indikator für den Zustand der Biodiversität. Herausgegeben wird die Internationale Rote Liste in regelmäßigen Abständen von der Weltnaturschutzunion IUCN.  Experten werten dazu auf wissenschaftlichen Grundlagen alle relevanten und zugänglichen Daten aus. Die Darstellung in Gefährdungskategorien stellt die komprimierteste Form der naturwissenschaftlichen Analyse dar.

Kontakt:

Freya Duncker
Pressestelle WWF
Tel.: 040-530 200 448
freya.duncker@wwf.de

Quelle

WWF

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Fischotter

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Das Projekt im Medienspiegel
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Vom militärischen Bunker zum zivilien Artenschutzprojekt

10/11.12.2019


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, der Bayerischen Staatsforsten und des Trägervereins Steigerwaldzentrum e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Auf Anregung des Artenschutz in Franken® soll aus einem ehemaligen Militärgebäude ein Artenschutzprojekt generiert werden das dem praktischen Fledermausschutz dienen wird.

Am 07/08.12.2019 wurde im Fränkischen Sonntag über das Projekt berichtet ... Autor Diana Fuchs ..



In der Aufnahme
  • Startseite des Medienberichts
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Die Wilden Bienchen von Pasewalk 06/07.12.2019 Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildun
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Die Wilden Bienchen von Pasewalk

10/11.12.2019


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, der Kita „Am Mühlentor“ und Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Uecker-Randow e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Am 05.12.2019 wurde die Wildbienenwand in der DRK Kita "Am Mühlentor" installiert. Gleichfalls fand die Installation des Pflanzbeets statt das wenig später von den Kinder der Einrichtung bepflanzt wurde. Im kommenden Frühjahr sollen sich die ersten "fliegenden Gäste" an den Elemente zeigen.

In der Aufnahme

Die praktische Einbindung der Kinder in unsere Projekte ist für uns von immenser Bedeutung so können die Mädchen und Buben z.B. bereits bei der Installation der Wildbienenwand wichtige Zusammenhänge erkennen. Anhand von grafischen Elementen und für die Kinder die bereits lesen können auch Texten werden die Kinder, jedoch auch auch Erwachsene umfangreich über "Die Wildbiene" informiert ...
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Die Wilden Bienchen von Pasewalk ... die "Wilden Bienchen" hautnah dabei ..
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Die Wilden Bienchen von Pasewalk

10/11.12.2019


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, der Kita „Am Mühlentor“ und Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Uecker-Randow e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Am 05.12.2019 wurde die Wildbienenwand in der DRK Kita "Am Mühlentor" installiert. Gleichfalls fand die Installation des Pflanzbeets statt das wenig später von den Kinder der Einrichtung bepflanzt wurde. Im kommenden Frühjahr sollen sich die ersten "fliegenden Gäste" an den Elemente zeigen.

In der Aufnahme

Die praktische Einbindung der Kinder in unsere Projekte ist für uns von immenser Bedeutung so können die Mädchen und Buben z.B. bereits bei der Installation der Wildbienenwand wichtige Zusammenhänge erkennen. Anhand von grafischen Elementen und für die Kinder die bereits lesen können auch Texten werden die Kinder, jedoch auch auch Erwachsene umfangreich über "Die Wildbiene" informiert ...


Auch dieser Projektbaustein ist Bestandteil der bundesweit ausgerichteten Projektion "Deutschlands Wilde Bienchen®". Einem hoch innovativen Projekts welches eine mehr als gelungene Verbindung zwischen konkretem Artenschutz und erlebbarer Umweltbildung sichtbar werden lässt.



Interesse geweckt?
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234 Arten durch Klimakrise in Hessen gefährdet
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234 Arten durch Klimakrise in Hessen gefährdet

09/10.12.2019

Land schafft Grundlage für Schutzmaßnahmen: Umweltministerin Priska Hinz stellt Klimaverlierer-Liste und Öffentlichkeitskampagne zu vom Klimawandel bedrohten Arten in Hessen vor.


„Nicht nur am Amazonas, sondern auch hier in Hessen, ist die Artenvielfalt durch die Klimakrise in Gefahr. 234 Tier- und Pflanzenarten sowie 31 Lebensraumtypen in Hessen sind durch die Klimakrise besonders bedroht“, sagte Umweltministerin Priska Hinz heute in Wiesbaden. Die Ministerin stellte eine vom Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) erstellte Liste der Klimaverlierer in Hessen sowie eine Kampagne des Ministeriums zum Schutz von vom Klimawandel bedrohten Arten vor.

Von den 234 Tier- und Pflanzenarten der Liste sind 73 Arten (31 %) bereits jetzt vom Aussterben bedroht und 70 Arten (30 %) gelten als stark gefährdet. „Der Klimawandel hat Hessen längst erreicht, und nicht nur wir, sondern auch Tiere und Pflanzen spüren bereits die Folgen. Dass es bei uns immer wärmer und trockener wird, macht vor allem kälte- und feuchtigkeitsliebenden Arten zu schaffen. Zum Schutz dieser Arten und zur Unterstützung der Vollzugsbehörden bei der Umsetzung des Integrierten Klimaschutzplans hat das HLNUG nun eine erste Liste solcher ‚Klimaverlierer‘ zusammengestellt - ihnen sollte unser besonderes Augenmerk gelten“, erklärte HLNUG-Präsident Prof. Dr. Thomas Schmid.

Liste der Klimaverlierer ist Grundlage für Schutzmaßnahmen

„Die Liste ist ein wichtiges Werkzeug für Artenschutzmaßnahmen im Rahmen unseres Integrierten Klimaschutzplans. Für die Biotopvernetzung stehen dort beispielsweise 525.000 Euro zur Verfügung. Durch die Vernetzung von Biotopen bekommen Arten die Möglichkeit zu wandern und auszuweichen, wenn sich ihr Lebensraum verändert. Vom Land werden beispielsweise Renaturierungsmaßnahmen finanziert, Flächen für den Naturschutz gekauft oder Schutzmaßnahmen für Klimaverlierer wie Sumpfschildkröte, Laubfrosch, Knoblauchkröte oder Kiebitz umgesetzt. Auch für weitere Naturschutzprojekte ist die Liste der Klimaverlierer Arbeitsgrundlage. Denn Wissen ist die Voraussetzung dafür, dass wir noch etwas drehen, Lebensräume erhalten und Arten retten können“, erklärte die Umweltministerin.
Öffentlichkeitskampagne gestartet

„Parallel dazu wollen wir auch der Öffentlichkeit verdeutlichen, dass Klimaschutz und Artenschutz zusammengehören und haben eine Kampagne gestartet, mit der wir hessische, von der Klimakrise gefährdete Tier- und Pflanzenarten vorstellen“, ergänzte die Umweltministerin.

Beispiel Feuersalamander: Feuersalamander bekommen ihren Nachwuchs in Mittelgebirgslagen in kleinen Bachoberläufen und fischfreien Quellbereichen, wie beispielsweise kleinen Quelltümpeln. Diese Gewässerlebensräume trocknen bei langanhaltender Dürre schnell aus. Der Hitzesommer 2018 führte zum Austrocknen einiger Bachoberläufe im Vogelsberg, die als Laichgewässer für den Feuersalamander dienten. An diesen Stellen erlag womöglich die komplette Reproduktion der Trockenheit. „Das Land versucht unter anderem durch die Renaturierung von Quellen und Bächen die Population des Feuersalamanders in Hessen zu sichern. Wir brauchen aber gleichzeitig engagierten Klimaschutz, damit sein Lebensraum nicht dauerhaft verlorengeht“, so die Ministerin.

Bis zum 2. Dezember werden in Hessens Großstädten Plakate von Feuersalamander, Grasfrosch und Großer Moosjunger zu sehen sein. Parallel werden neun weitere Tier- und Pflanzenarten sowie Biotoptypen auf den Sozialen Medien vorgestellt und Tipps zum Klimaschutz gegeben.


Quelle
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
28.11.2019

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wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Artenschutz in Franken®

- Bis nach Hessen braucht man gar nicht zu fahren auch in den Wäldern Frankens ob nun naturnah bewirtschaftet oder nicht, erkennen wir eine weitere Gefährdung dieser wundervollen Geschöpfe. Selbst nun noch im Dezember finden wir sie auf den Fahrwegen sitzend vor! Duch eine erkennbare Zunahme des Verkehrsflusses durch Holzrücker aber auch durch viele Fahrzeuge die mit hoher Geschwindigkeit diesen durchfahren finden wir immer wieder überfahrene Tiere! Wieder einmal ein negatives Beispiel wie mit der Artenvielfalt im nachhaltig bewirtschafteten Wald umgegangen wird.



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Stele der Biodiversität Sommerloch
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Stele der Biodiversität Sommerloch

09/10.12.2019

Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt
des Artenschutz in Franken® und des SV Sommerloch 1921 e.V.  das von der Gemeinde Sommerloch begleitet und von der Deutschen Postcode Lotterie und  der Westnetz GmbH unterstützt wird.

Rheinland - Pfalz / Sommerloch .Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trofostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gleichfalls zum Scheitern verurteilt. Ein Projekt des Artenschutz in Franken und des SV Sommerloch 1921 e.V.  das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.

Im Fokus stehen hierbei verschiedene Leitarten welchen mit diesem Projekt wortwörtlich unter die Flughäute und Flügel gegriffen werden soll. Begleitet wird das Projekt von einer Umweltbildungseinheit um Jugendliche mit dem zunehmend wichtiger werdenden Aspekt des Artenschutzes in Kontakt zu bringen.


In der Aufnahme
Anfang Dezember 2019 trafen sich die Projektpartner um den offiziellen Projekt - Kick-off zu generieren.
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Gemeinsam mit Schäfereien für mehr biologische Vielfalt im Werratal
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Gemeinsam mit Schäfereien für mehr biologische Vielfalt im Werratal

  •     Neues Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt startet
  •     Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesumweltministerium

Berlin/Bonn, 5. Dezember 2019:
Wiesen, Weiden, Heiden – das sind Lebensräume, die das Werratal prägen und zu einer Schatzgrube der Natur machen. Heute ist in Hessen ein Projekt gestartet, das dort die Lebensräume der biologischen Vielfalt durch Hüteschafhaltung langfristig schützen und erhalten soll. Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt bis 2025 mit 5,2 Millionen Euro im Bundesprogramm Biologische Vielfalt. Es wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) inhaltlich begleitet.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Die Region Werratal mit Hohem Meißner und Kaufunger Wald
ist eine geologisch wie landschaftlich sehr abwechslungsreiche Region, in der, auch durch die traditionellen Landnutzungen vor Ort, Lebensräume mit einer hohen biologischen Vielfalt entstehen konnten. Viele der wertvollen, mittlerweile selten gewordenen Magerstandorte im Werratal sind jedoch gefährdet, etwa durch intensive Landwirtschaft, Nutzungsaufgabe und Verbuschung. Mit dem Projekt ‚Schaf schafft Landschaft‘ sollen jetzt durch Hüteschafhaltung Biotopverbundkorridore etabliert werden. Der Schaftrieb hilft dabei, wertvolle Standorte in der Region miteinander zu vernetzen und so die Lebensraum- und Artenvielfalt zu sichern und zu verbessern.“

BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel: „Die Hüteschafhaltung hat die einzigartige, kleinstrukturierte Kulturlandschaft im Werratal in besonderem Maße geprägt und zur hohen biologischen Vielfalt in der Region erheblich beigetragen. In dem neuen Projekt werden Schäfereibetriebe jetzt dabei unterstützt, eine tragfähige Hüteschafhaltung aufzubauen. Schafkorridore sollen besser miteinander vernetzt, Weide- und Triftflächen gepflegt und aufgewertet werden. Von Anfang an sind dabei die Schäferinnen und Schäfer in das Projekt eingebunden. Die wissenschaftliche Begleitung des Vorhabens stellt zusätzlich sicher, dass die umgesetzten Maßnahmen auf ihren Erfolg hin geprüft und bei Bedarf optimiert werden. Für zukünftige Vorhaben werden diese Erfahrungen und Ergebnisse von großem Nutzen sein.“

Ziel von „Schaf schafft Landschaft“ ist es, die selten gewordenen Lebensräume einer nachhaltig bewirtschafteten Kulturlandschaft langfristig zu erhalten. Wertvolle Bereiche außerhalb der Schutzgebiete, wie magere Wiesen, Weiden, Streuobstbestände und Wegränder profitieren ebenso wie Magerrasen und Wacholderheiden von der Pflege und Entwicklung von Flächen, die für die Hüteschafhaltung geeignet sind. Zudem sollen Flächen langfristig gesichert werden. Der Schaftrieb hilft dabei, wertvolle Standorte in der Hotspot-Region miteinander zu vernetzen. Das Werratal gehört zu den „Hotspots der biologischen Vielfalt“, die eine besonders hohe Dichte und Vielfalt charakteristischer Arten, Populationen und Lebensräume aufweisen.

Im Rahmen des Projekts werden zudem Strategien zur Vermarktung der im Hotspot hergestellten Schafprodukte entwickelt. Die Unterstützung beim Marketing von Erzeugnissen wie Lammfleisch, Schafskäse und Wolle sowie der geplante Aufbau eines regionalen Akteursnetzwerks können entscheidend zu einer zukunftsfähigen, sozial und wirtschaftlich tragfähigen Schafhaltung beitragen. Die Maßnahmen werden durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit und durch Umweltbildung ergänzt.

„Strahlkraft und Vorbildcharakter erreicht ein Projekt nur, wenn sich die angestoßenen Maßnahmen auf Dauer bewähren. Dies wollen wir erreichen, indem wir Akteure aus Wissenschaft und Praxis zusammenbringen und auch diejenigen mitentscheiden lassen, die die Maßnahmen letztlich umsetzen“, so der Projektleiter Prof. Dr. Gert Rosenthal. Die Koordination und die Projektleitung übernimmt das Fachgebiet Landschafts- und Vegetationsökologie der Universität Kassel. Projektpartner sind das Fachgebiet für Betriebswirtschaft der Universität Kassel in Witzenhausen, der Werra-Meißner-Kreis und der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land.

Projekt-Steckbrief unter: http://bit.ly/SchafLand

Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt


Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird seit 2011 durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterstützt. Gefördert werden Vorhaben, denen im Rahmen der NBS eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter Weise umsetzen. Die geförderten Maßnahmen tragen dazu bei, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie dienen dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der biologischen Vielfalt und gehen über die rechtlich geforderten Standards hinaus. Akzeptanzbildende Maßnahmen der Information und Kommunikation tragen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein für die biologische Vielfalt zu stärken.

Weitere Informationen: www.biologischevielfalt.de/bundesprogramm.html


In der Aufnahme

  • Die Landschaft im Werratal ist noch weitgehend unzerschnitten (© Anya Wichelhaus)


Quelle

Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn

Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999

E-Mail: info@bfn.de


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Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

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Die "Wilden Bienen" der Bauernhofkita auf NeuEins
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Die "Wilden Bienen" der Bauernhofkita auf NeuEins

08/09.12.2019

Neubrandenburg.
Das Projekt Die "Wilden Bienen" der Bauernhofkita das vor wenigen Tagen erfolgreich mit der Installation der Wildbienenwand startete wurde von einem Kamerateam der neueins GmbH begleitet.

Herausgekommen ist ein klasse Bericht der über diesen Link eingesehen werden kann.

Text ausklappbar...
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Ausgerüstet .. eine Stele der Biodiversität erwacht ...
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Artenschutzturm Schaephuysen

08/09.12.2019

Schaephuysen / Nordrhein - Westfalen.
Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, und des Vereins Schaephuysen Heimspiel e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie und von Turmtransformation unterstützt wird.
Erleben Sie wie sich ein vormals artenfernes Bauwerk innerhalb eines Jahres zu einer "Stele der Biodiversität" entwickelt. Das vormalige Tarafohaus unterscheidet sich grafisch von unseren anderen "Stelen der Biodiverität" .

Ende November wurde das Bauwerk von seinem Gerüst befreit und nun kann es in seiner Gestaltungsform bewundert werden



In der Aufnahme
- Ein Drohnenflug macht das Projekt aus einer intressanten Perspektive sichtbar.
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Nachhaltig Wirtschaften !!!!!!
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Nachhaltig Wirtschaften !!!!!!

07/08.12.2019

Oberer und Nördlichere Steigerwald.
In dieser Rubrik möchten wir Sie über eine "interessante Auffälligkeit" informieren die sich an der Aussage festmacht welche sich als ein Nachhaltiges Wirtschaften versteht.

Voller Entsetzen konnten wir erkennen wie sich ein Nachhaltiges Wirtschaften in den Augen mancher in der Verantwortung der breiten Gesellschaft stehender Gruppierungen festmacht.

In zahlreichen Aufnahmen die uns zugeleitet wurden wird dieses Prinzip, das in unseren Augen aber rein gar nichts mit einem verantwortungsvollen Umgang mit der Biodiversität zu tun hat in schockierender Form sichtbar.
Eine selektive und sorgfältige Entnahme wertvoller Gehölze, sprich mittelalter Buchen kann hier nicht erkannt werden. Im Gegenteil hier wurden auf einer großen Fläche alle bedeutenden Bäume gefällt. Einige Bäume erhielten dann noch einige "Kringel" wohl um hier auch etwas "Biotopbaumschutz" sichtbar werden zu lassen.

  • In unseren Augen entbehrt das was hier geschehen ist jeglicher Verantwortung gegenüber der Artenvielfalt.

  • Wenn das ein nachhaltiges Wirtschaften ist können wir sehr gerne darauf verzichten.

Hier macht es wohl mehr Sinn sich der Installation eines Großschutzgebietes in Form eine Nationalparks Nördlicher und Oberer Steigerwald zu widmen. Denn wenn dass das Ergebnis einer gelungenen Waldbewirtschaftung sein soll dann sind wir von diesem Ergebnis tatsächlich mehr als schockiert.

  • Und so macht auch eine weitere Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen die eine solche Waldbewirtschaftung praktizieren in unseren Augen keinen Sinn.

Auch deshalb stellen wir ab sofort die langjährige Zusammenarbeit mit diesen Strukturen ein.Lediglich bestehende Projekte werden noch zu Ende geführt.




In der Aufnahme

  • Das Ergebnis wenn nach eigenen Aussagen "Nachhaltiges Bewirtschaften" praktiziert werden.
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Die "Wilden Bienen" von Schwedt
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Die "Wilden Bienen" von Schwedt

07/08.12.2019


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® des „Integrativen Naturkindergartens“ und der Lebenshilfe Uckermark e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Wenn von Bienen die Rede ist, denken die meisten von uns sofort an die domestizierte Honigbiene. Dass es daneben in der Bundesrepublik Deutschland weitere ca. 560 Wildbienenarten gibt, ist den wenigsten bekannt.

Wildbienen - die unbekannten Bestäuber
Eigentlich haben die meisten von uns in ihrem Leben schon einmal Wildbienen gesehen. Doch bewusst als solche wahrgenommen werden diese Tiere kaum. Vielfach werden sie gar mit Wespen oder Fliegen verwechselt. Und hier zeigt sich auch bereits ein elementares Problem. Aufgrund einer weitverbreiteten Unkenntnis werden „die Wildbiene“ und deren Ansprüche an ihre Lebensräume nicht erkannt.


In der Aufnahme

  • Die frisch installierte Wildbienenwand zeigte sich nach der Montage in dieser Form ...
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Kick off.. ein Projekt stellt sich "frei" ..
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Wenn eine Geleisanlage zu neuem Leben erwacht

06/07.11.2019

Schaephuysen / Nordrhein - Westfalen. Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, und des Vereins für Gartenkultur und Heimatpflege e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie und von Turmtransformation unterstützt wird.

Ein wegweisendes Projekt zur Sicherung der Artenvielfalt und der erlebbaren Umweltbildung in der Bundesrepublik Deutschland....


In der Aufnahme

  • In der Aufnahme wird die Situation zwischen dem Leuchtturm der Artenvielfalt und den Geleisen des Artenschutzes und der Umweltbildung sehr gut sichtbar.
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Die Wilden Bienchen von Pasewalk
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Die Wilden Bienchen von Pasewalk

06/07.12.2019


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, der Kita „Am Mühlentor“ und Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Uecker-Randow e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Auch dieser Projektbaustein ist Bestandteil der bundesweit ausgerichteten Projektion "Deutschlands Wilde Bienchen®". Einem hoch innovativen Projekts welches eine mehr als gelungene Verbindung zwischen konkretem Artenschutz und erlebbarer Umweltbildung sichtbar werden lässt.


Interesse geweckt?
Kontaktieren Sie uns!

In der Aufnahme
  • Am 05.12.2019 wurde die Wildbienenwand in der DRK Kita "Am Mühlentor" installiert. Gleichfalls fand die Installation des Pflanzbeets statt das wenig später von den Kinder der Einrichtung bepflanzt wurde. Im kommenden Frühjahr sollen sich die ersten "fliegenden Gäste" an den Elemente zeigen.

Es wird also spannend.
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NABU: Welche Vögel sind noch da?
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NABU: Welche Vögel sind noch da?

06/07.12.2019

Der Naturschutzbund und der LBV rufen zur bundesweiten Stunde der Wintervögel auf
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Berlin – Wer flattert denn da durch den winterlichen Garten? Der NABU und sein bayerischer Partner LBV rufen wieder zur bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ auf. Vom 10. bis zum 12. Januar können Vogelfreundinnen und -freunde eine Stunde lang Vögel beobachten, zählen und dem NABU melden. „Nach dem zweiten Rekordsommer in Folge könnte die Zählung Aufschluss darüber geben, wie sich anhaltende Dürre und Hitze auf die heimische Vogelwelt auswirken“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Je mehr Menschen mitmachen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse.“

 In diesem Jahr könnte es zudem interessante Erkenntnisse für den Eichelhäher geben. „Im Herbst haben wir einen massiven Einflug dieser Art nach Deutschland und Mitteleuropa beobachtet“, sagt Miller. „Im September waren es über zehnmal so viele Vögel wie jeweils im gleichen Monat der vergangenen sieben Jahre. Im Oktober registrierten Vogelzugzählstationen sogar 16 Mal so viele Eichelhäher. Ähnlich hohe Zahlen gab es zuletzt 1978.“ Als Grund vermuten die Ornithologen, dass es 2018 in Nordosteuropa eine sogenannte Eichelvollmast gab, also besonders viele Eicheln herangereift sind. So konnten deutlich mehr Eichelhäher den vergangenen Winter überleben und in diesem Jahr brüten. „Viele dieser Vögel sind nun zu uns gezogen, weil in ihren Herkunftsgebieten nicht mehr genug Nahrung für alle Vögel vorhanden ist“, erklärt Miller. „Seit die Eichelhäher nicht mehr aktiv wandern, scheinen sie jedoch wie vom Erdboden verschluckt. Die Stunde der Wintervögel könnte zeigen, wo diese Eichelhäher geblieben sind. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie sich in den Wäldern und Gärten des Landes verteilt haben.“
 
Vielleicht kann bei der Stunde der Wintervögel sogar der in Deutschland fast noch nie beobachtete Hakengimpel entdeckt werden. Dieser kernbeißer-große Finkenvogel aus der nördlichen Taigazone wurde in diesem Herbst vermehrt weit südlich seines normalen Vorkommens im südlichen Skandinavien beobachtet. Besonders in Gärten mit früchtetragenden Vogelbeerbäumen könnten diese roten oder gelben Vögel mit ihren typischen weißen Flügelstreifen auftreten.
 
Die „Stunde der Wintervögel“ ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion und findet bereits zum zehnten Mal statt. Jeder kann eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zählen und dem NABU melden. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können unter www.stundederwintervoegel.de  bis zum 20. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 11. und 12. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.
 
Bei der letzten großen Vogelzählung im Januar 2019 beteiligten sich über 138.000 Menschen. Insgesamt gingen Meldungen aus 95.000 Gärten und Parks ein. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten, Kohlmeise und Feldsperling folgten auf Platz zwei und drei.
 
Für Rückfragen:

Lars Lachmann, NABU-Vogelschutzexperte, Tel.: 030-284984-1620. Mobil: 0172-9108275, E-Mail: Lars.Lachmann@NABU.de  
Markus Erlwein, LBV-Pressestelle, Tel. +49(0)9174- 47757-180, Mobil: 0172-6873773, E-Mail: Markus.Erlwein@LBV.de

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Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 132/19| 5. DEZEMBER 2019
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Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

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NABU: Welche Vögel sind noch da?
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NABU: Welche Vögel sind noch da?

06/07.12.2019

Der Naturschutzbund und der LBV rufen zur bundesweiten Stunde der Wintervögel auf
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Berlin – Wer flattert denn da durch den winterlichen Garten? Der NABU und sein bayerischer Partner LBV rufen wieder zur bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ auf. Vom 10. bis zum 12. Januar können Vogelfreundinnen und -freunde eine Stunde lang Vögel beobachten, zählen und dem NABU melden. „Nach dem zweiten Rekordsommer in Folge könnte die Zählung Aufschluss darüber geben, wie sich anhaltende Dürre und Hitze auf die heimische Vogelwelt auswirken“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Je mehr Menschen mitmachen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse.“

 In diesem Jahr könnte es zudem interessante Erkenntnisse für den Eichelhäher geben. „Im Herbst haben wir einen massiven Einflug dieser Art nach Deutschland und Mitteleuropa beobachtet“, sagt Miller. „Im September waren es über zehnmal so viele Vögel wie jeweils im gleichen Monat der vergangenen sieben Jahre. Im Oktober registrierten Vogelzugzählstationen sogar 16 Mal so viele Eichelhäher. Ähnlich hohe Zahlen gab es zuletzt 1978.“ Als Grund vermuten die Ornithologen, dass es 2018 in Nordosteuropa eine sogenannte Eichelvollmast gab, also besonders viele Eicheln herangereift sind. So konnten deutlich mehr Eichelhäher den vergangenen Winter überleben und in diesem Jahr brüten. „Viele dieser Vögel sind nun zu uns gezogen, weil in ihren Herkunftsgebieten nicht mehr genug Nahrung für alle Vögel vorhanden ist“, erklärt Miller. „Seit die Eichelhäher nicht mehr aktiv wandern, scheinen sie jedoch wie vom Erdboden verschluckt. Die Stunde der Wintervögel könnte zeigen, wo diese Eichelhäher geblieben sind. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie sich in den Wäldern und Gärten des Landes verteilt haben.“
 
Vielleicht kann bei der Stunde der Wintervögel sogar der in Deutschland fast noch nie beobachtete Hakengimpel entdeckt werden. Dieser kernbeißer-große Finkenvogel aus der nördlichen Taigazone wurde in diesem Herbst vermehrt weit südlich seines normalen Vorkommens im südlichen Skandinavien beobachtet. Besonders in Gärten mit früchtetragenden Vogelbeerbäumen könnten diese roten oder gelben Vögel mit ihren typischen weißen Flügelstreifen auftreten.
 
Die „Stunde der Wintervögel“ ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion und findet bereits zum zehnten Mal statt. Jeder kann eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zählen und dem NABU melden. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können unter www.stundederwintervoegel.de  bis zum 20. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 11. und 12. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.
 
Bei der letzten großen Vogelzählung im Januar 2019 beteiligten sich über 138.000 Menschen. Insgesamt gingen Meldungen aus 95.000 Gärten und Parks ein. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten, Kohlmeise und Feldsperling folgten auf Platz zwei und drei.
 
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Gemeinnützige Vereine sind Stütze der Gesellschaft - Tag des Ehrenamts
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NABU: Gemeinnützige Vereine sind Stütze der Gesellschaft

05/06.12.2019

Krüger: Politisches Engagement stärkt die Demokratie - Beteiligungsrechte nicht schwächen, sondern stärken
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Berlin  – Ohne das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wäre es um die wildlebenden Pflanzen und Tiere mit ihren Lebensräumen schlecht bestellt. Allein im NABU kümmern sich in 2.000 örtlichen Gruppen rund 40.000 Naturschutzmacherinnen und Naturschutzmacher um wertvolle Streuobstwiesen, Trockenrasen oder Fließgewässer.

Nicht weniger als drei Millionen Stunden unbezahlter Arbeitszeit leisten sie jährlich im Sinne der guten Sache. Angesichts der aktuellen Herausforderungen im Arten- und Klimaschutz wächst nach Beobachtungen des NABU die Bereitschaft von Bürgerinnen und Bürgern,  sich aktiv am Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen zu beteiligen.
„Umso wichtiger ist es, dass die Politik die richtigen Weichenstellungen unternimmt, um das Engagement zu fördern. Notwendig sind konkrete Hilfen auf lokaler Ebene, damit zum Beispiel ehrenamtliche Vereinsvorstände mit der wachsenden Zahl von Gesetzen und Vorschriften, die auch das Ehrenamt betreffen, besser und rechtssicher umgehen können“, sagt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger.  Die von der Bundesregierung geplante Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt  müsse daher so ausgerichtet sein, dass sie tatsächlich praktische Hilfestellungen gibt und das Engagement konkret fördert und unterstützt. Das bedeute auch gezielte Unterstützung bei bürokratischen Anforderungen wie zum Beispiel der Datenschutzgrundverordnung.
 
Ein klares Bekenntnis zur Bedeutung ihres dem Gemeinwohl dienenden Engagements erwarten die NABU-Ehrenamtlichen auch, wenn es um die steuerrechtliche Würdigung ihrer Arbeit geht. „Wer die Gemeinnützigkeit des verbandlichen Natur- und Umweltschutzes in Frage stellt,  nur weil sich ein Umweltverband kritisch zur Umwelt-, Naturschutz- oder Klimapolitik der Regierung äußert, brüskiert alle diejenigen, die sich selbstlos und unentgeltlich in den Dienst der guten Sache stellen.  Am Recht von Umweltverbänden, sich politisch einzumischen, darf sich nichts ändern“, so Krüger. Umweltverbände seien eine notwendige Stimme der Zivilgesellschaft und kritische und engagierte Bürgerinnen und Bürger ein Fundament der Demokratie.
 
Kritisch sieht der NABU auch die von interessierten politischen Kreisen immer wieder eingeforderte Beschneidung von Mitwirkungsrechten und die Beschleunigung von Verfahren, die zu Eingriffen in den Naturhaushalt führen.  Umweltverbände haben durch ihr gerichtliches Engagement erst dafür gesorgt, dass EU-Umweltvorgaben oder Völkerrecht in Deutschland tatsächlich auch umgesetzt werden.
 
Die Herausforderungen im Arten- und Klimaschutz können nur unter aktiver Beteiligung einer engagierten Öffentlichkeit bewältigt werden. „Ohne Bürgerinnen und Bürger, die aktiv mithelfen, ihre Wohnorte an sich verändernde Klimabedingungen anzupassen oder vor Ort dafür sorgen, dass Moore durch Naturschutzmaßnahmen wieder zu Verbündeten im Klimaschutz werden, wird es nicht gehen. Die Bereitschaft zum Anpacken und Mitmachen ist da. Die Politik muss fördern und dort, wo es notwendig ist, Steine aus dem Weg räumen, damit auch in Zukunft viele Menschen Interesse und Spaß am ehrenamtlichen Engagement haben“, so der NABU-Präsident.
 

Quelle
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Umwelt/Tag des Ehrenamts (5.12.)

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In der Aufnahme von Willibald Lang

  • Porträt einer Hornissen - Königin, Körperlänge 34 - 36 mm

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Die Wilden Bienchen von Neubrandenburg
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Die Wilden Bienchen von Neubrandenburg

05/06.12.2019


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, der Bauernhofkita und des ADHS Förderkreis e. V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Neubrandenburg / Mecklenburg Vorpommern. Seit Januar 2001 gibt es in Neubrandenburg eine Selbsthilfegruppe zum Thema ADHS. Dort treffen sich regelmäßig Eltern von ADHS-Kindern zum Erfahrungsaustausch. Im Laufe der Zeit entstanden viele verschiedene Projekte, um das Störungsbild und mögliche Umgangsformen in der Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Aus dieser Initiative entstand 2013 der Verein ADHS Förderkreis e.V. Ehrenamtliche Mitglieder setzen sich weiterhin für eine Sensibilisierung der Thematik ein und unterstützen den Gedanken der Inklusion. Das bedeutet, dass betroffene Kinder und Jugendliche mit ihren Stärken anerkannt werden und ihren Platz in unserer Gesellschaft finden.

Seit April 2017 gibt es die Kindertageseinrichtung „Unsere Bauernhofkita“ unter der Trägerschaft des ADHS Förderkreis e.V. in der Jahnstraße 51 in Neubrandenburg.Dort werden Kinder im Alter von 1 Jahr bis zum Schuleintritt betreut.
Wenn von Bienen die Rede ist, denken die meisten von uns sofort an die domestizierte Honigbiene. Dass es daneben in der Bundesrepublik Deutschland weitere ca. 560 Wildbienenarten gibt, ist den wenigsten bekannt.

Wildbienen - die unbekannten Bestäuber
Eigentlich haben die meisten von uns in ihrem Leben schon einmal Wildbienen gesehen. Doch bewusst als solche wahrgenommen werden diese Tiere kaum. Vielfach werden sie gar mit Wespen oder Fliegen verwechselt. Und hier zeigt sich auch bereits ein elementares Problem. Aufgrund einer weitverbreiteten Unkenntnis werden „die Wildbiene“ und deren Ansprüche an ihre Lebensräume nicht erkannt.

Gemeinsam mit der oben genannten Einrichtung konnten wir uns in 2019 dem  zunehmend wichtiger werdendem Thema Insektenschutz am Beispiel der Wildbiene widmen.Nach einer mehrmonatigen Vorbereitungsphase konnten wir uns Anfang Dezember 2019 der Installation der Wildbienenwand widmen.

Für das kommende Jahr sind nun die Umweltbildungseinheiten in der Kita angedacht bei der wir die Kinder und interessierte Erwachsene mit der Wildbiene "in Kontakt bringen"...


Den Projektverlauf stellen wir auf unserer Internetseite hier vor:



Mehr zur Insektenvielfalt hier auf den Seiten des Artenschutz in Franken®
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=71000

Mehr zum Projekt Deutschlands Wilde Bienchen unter:
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&cid=&id=85364




Haben wir auch Ihr Interesse am Projekt "Deutschlands Wilde Bienchen" geweckt?

Möchten Sie auch Teil eines in dieser form einzigartigen Konzeptes sein?

Dann kontaktieren Sie uns doch ...
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Europas Natur im roten Bereich
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NABU: Europas Natur im roten Bereich

04/05.12.2019

Krüger: Von der Leyen muss Investitionsprogramm für die Ökosysteme vorlegen /Landwirtschaft Ursache Nummer Eins für das Artensterben
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Brüssel/Berlin – Die Europäische Umweltagentur (EEA) zeichnet mit ihrem am heutigen Mittwoch veröffentlichten Bericht „Die Umwelt in Europa – Zustand und Ausblick 2020“) ein katastrophales Bild: Der Zustand der Natur in Europa ist extrem besorgniserregend. 77 Prozent der wichtigen Lebensräume in der EU sind in einen schlechten Zustand, 60 Prozent der in der EU geschützten Arten sind bedroht.

Dramatische Rückgänge gibt es besonders in der Agrarlandschaft: Die Bestände von Vögeln sind in den letzten dreißig Jahren um 30, die von Schmetterlingen um 40 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig ist Europa weit davon entfernt einen guten ökologischen Zustand seiner Flüsse und Meere zu erreichen – obwohl dies die EU-Gesetzgebung verlangt.

Angesichts aktueller Proteste von Bäuerinnen und Bauern gegen höhere Umweltauflagen stellt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger fest: „Leugnen hilft nichts. Der Bericht benennt die Landwirtschaft klar als Ursache Nummer Eins für den Rückgang von Arten, Lebensräumen und Ökosystemen. Wir brauchen einen Systemwechsel in der EU-Agrarpolitik, damit sich nachhaltige Produktion auch für die Betriebe lohnt.“
 
Mit Blick auf den von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für nächste Woche angekündigten „European Green Deal“ fordert Krüger: „Wir erwarten jetzt ein großes Investitionsprogramm für unsere Ökosysteme. Die Mitgliedstaaten der EU müssen dazu verpflichtet werden, in den nächsten zehn Jahren jeweils 15 Prozent ihrer geschädigten Land- und Meeresflächen wieder in einen naturnahen Zustand zu bringen. Damit können entscheidende Schritte gegen das Artensterben und die Klimakrise gemacht werden.“
 
Moore, Wälder, Wiesen, Flüsse und die Meere verarmen laut Bericht immer mehr und verlieren die Fähigkeit Kohlenstoff und Wasser zu speichern, für fruchtbare Böden zu sorgen und vor Extremwetter zu schützen. Laut NABU haben freiwillige Versprechungen zu ihrer Renaturierung nichts gebracht. Jetzt müssen diese Ziele für alle Regierungen verbindlich werden. So könnten bis 2030 insgesamt fast 450 Millionen Hektar Land- und Seefläche renaturiert werden.
 
Der Bericht schildert auf 500 Seiten in einer großen Detailfülle, dass es Europa trotz ausgefeilter Strategien und Maßnahmeplänen nicht schaffen wird, die selbstgesteckten Ziele bis 2020 zu erreichen. Im Bereich „Naturkapital“ wird  die EU nur zwei von 13 Zielen für 2020 erreichen, nämlich die Ausweisung von Schutzgebieten an Land und auf See voranzutreiben – wobei diese oft nur auf dem Papier existieren und nicht ausreichend finanziert und gepflegt werden.
 
Auch für 2030 stehen die Bewertungsampeln in den meisten Bereichen auf gelb-rot. Bei der Land- und Forstwirtschaft wagen die Wissenschaftler sogar die Prognose, dass bis 2050 keine Nachhaltigkeit erzielt werden wird, wenn es nicht zu einem drastischen Umsteuern der Politik kommt. „Der Bericht konstatiert ein Scheitern auf der ganzen Linie und ist ein dringender Appell an die Politik“, so Krüger.
 
Bericht zum Download: https://www.eea.europa.eu/soer-2020/
 
Forderungen des NABU und seines Netzwerks BirdLife Europe zur EU-Biodiversitätspolitik: https://www.birdlife.org/europe-and-central-asia/policy/our-house-fire-our-position-eu-biodiversity-strategy-2030   
 
Für Rückfragen:
Konstantin Kreiser, NABU-Experte für globale Umweltpolitik,
Mobil +49 (0)172-4179730, E-Mail: konstantin.kreiser@NABU.de
 
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NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 130/19 | 3. DEZEMBER 2019
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In der Aufnahme von Willibald Lang

  • Kürbisspinne mit Beutefang
Die Männchen erreichen eine Körperlänge von maximal 5,0 mm. und die Weibchen 8,0 mm. Diese Jungspinne hat eine Körperlänge von etwa 3 mm.

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NABU zu den aktuellen Wolfszahlen: Frühzeitig um den Herdenschutz kümmern
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NABU zu den aktuellen Wolfszahlen: Frühzeitig um den Herdenschutz kümmern

Miller: Schäferei braucht Unterstützung

03/04.12.2019
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Berlin – Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat die aktuellen Wolfszahlen veröffentlicht. Insgesamt leben 105 Wolfsrudel, 25 Paare und 13 Einzeltiere in Deutschland. Der NABU begrüßt diese Entwicklung, die aus biologischer Sicht völlig normal ist.

Sie zeigt, dass es auch für einst ausgerottete heimische Tierarten in unserer Kulturlandschaft genügend Lebensraum gibt. Wölfe benötigen keine menschenleere Wildnis, sondern Rückzugsräume für die Aufzucht ihrer Jungen sowie genügend Beute. Bei der hohen Wilddichte in Deutschland ist ein jährlicher Zuwachs der Wolfspopulation um etwa ein Drittel üblich.

Die Rudel konzentrieren sich nach wie vor in den bewährten Wolfsregionen Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Neben Thüringen und Bayern wurden nun ebenfalls in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein territoriale Einzelwölfe bestätigt. Es zeigt, dass die Wölfe sich viele neue Lebensräume erschließen und die Ausbreitung Richtung Südwesten verdeutlicht, dass Wölfe in jedem Flächenbundesland einen passenden Lebensraum finden können. Der NABU plädiert deshalb auch an die Länder mit Einzelwölfen, rechtzeitig die Weichen für angemessene Fördermaßnahmen zu stellen.
 
NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Ein Zusammenleben von Wölfen, Menschen und Weidetieren ist möglich, wenn der Herdenschutz funktioniert. Das kann in alten Wolfsregionen bei vielen Betrieben beobachtet werden. Guter Herdenschutz muss erst wieder erlernt werden, er ist eine zusätzliche zeitliche und finanzielle Herausforderung für Schäferinnen und Schäfer. Für die gesellschaftlich anerkannten Leistungen sollte die Schäferei mit ausreichend finanziellen Hilfen unterstützt werden. Eine Weidetierprämie wäre eine erste sinnvolle Maßnahme.“
 
Erneut ist die Zahl der Totfunde gestiegen. Insgesamt 83 Wölfe wurden durch den Verkehr getötet. Der NABU plädiert deshalb an alle Autofahrerinnen und Autofahrer, Geschwindigkeitsgrenzen zu wahren und besonders in der Dämmerung vorsichtiger zu fahren. So ließen sich viele Wildunfälle verhindern. Auch die Zahl der illegal getöteten Wölfe ist erneut gewachsen. Acht Mal wurde im vergangenen Monitoringjahr eine Straftat begangen. Der NABU fordert die Länder auf, mehr Kapazitäten in die Ermittlungen zu Wildtierkriminalität zu stecken. „Das Töten eines geschützten Wildtieres ist kein Kavaliersdelikt“, so Miller.
 

Für Rückfragen:
Marie Neuwald, NABU-Wolfsexpertin, Tel. +49 (0)30.284984-1624, E-Mai: Marie.Neuwald@NABU.de

Quelle
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In der Aufnahme von Andreas Gehrig
- Wolf

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Todesfallen im Steigerwald
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Todesfallen im Steigerwald 2019

03/04.12.2019

Nördlicher - Oberer Steigerwald. Wie passen naturverträgliche Waldwirtschaft und Stacheldrähte die für Mensch und Tier zur akuten Gefährdung im Wald zusammen?

In unseren Augen gar nicht und so finden wir es unverantwortlich das sich auch auf den Flächen der Bayerischen Staatsforsten / Forstbetrieb Ebrach solche Gefährdungen befinden.

In einer eigenen Rubrik werden wir in den kommenden Tagen ausführlich über dieses unsägliche Thema berichten.

In der Aufnahme:

Für Menschen und Tiere nur extrem schwer zu erkennen doch ein eine akute Gefährdung die für Tiere auch zur Todesfalle werden kann - verrostete Stacheldrahtrolle im Staatswald.
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Aktuelle Wolfszahlen der Bundesländer liegen vor
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Aktuelle Wolfszahlen der Bundesländer liegen vor

03/04.12.2019

  •     Auswertung des Monitoringjahres 2018/2019 bestätigt 105 Wolfsrudel
  •     Erstmals einzelne territoriale Wölfe in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein
  •     Wolfs-Beratungszentrum des Bundes unterstützt weiterhin die Landesbehörden bei Monitoring und Schadensprävention

Bonn, 02. Dezember 2019: Aktuell gibt es 105 Wolfsrudel in Deutschland. Das geht aus neuen Erhebungen der Bundesländer hervor, die durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) zu den amtlich bestätigten deutschen Wolfszahlen zusammengeführt wurden. Das Wolfvorkommen konzentriert sich weiterhin auf das Gebiet von der sächsischen Lausitz in nordwestliche Richtung über Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern nach Niedersachsen.

Zum ersten Mal seit der Ausrottung der Art in Deutschland konnten zudem in den Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein jeweils einzelne territoriale Wölfe bestätigt werden. Weitere territoriale Vorkommen konnten in Thüringen und Bayern nachgewiesen werden. Die meisten Wolfsrudel leben in Brandenburg (41), gefolgt von Sachsen (22) und Niedersachsen (21).

Neben den 105 Rudeln sind weiterhin 25 Wolfspaare sowie 13 sesshafte Einzelwölfe für das Monitoringjahr 2018/19 bestätigt. Im vorhergehenden Monitoringjahr 2017/18 wurden 77 Rudel, 40 Paare und 3 Einzelwölfe nachgewiesen (Stand vom 2.12.2019).

BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel: „Der Wolfsbestand in Deutschland nimmt zu. Die Wolfsterritorien konzentrieren sich nach wie vor auf die bisher bekannten Gebiete, die sich von Ostsachsen bis an die Nordsee erstrecken. Zusätzlich konnten in vier Bundesländern erstmalig einzelne territoriale Wölfe nachgewiesen werden. Die Anzahl der Totfunde ist im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent deutlich angestiegen. Waren es im Monitoringjahr 2017/2018 noch 61 tote Tiere, so sind nun 99 Totfunde von den Bundesländern an die DBBW gemeldet worden. Mehr als die Hälfte der 83 durch den Verkehr getöteten Wölfe waren Welpen. Auch die Zahl der illegalen Tötungen ist leider von 6 auf 8 gestiegen.“

  • Der Wolf ist nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union sowie nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt.

Das Wolfsmonitoring ist für Deutschland einzigartig: Kaum ein anderes wildlebendes Tier wird in seinem Bestand ähnlich präzise erfasst und beobachtet. Als Grundlage dienen Wolfsnachweise etwa durch Lebendfang, einen genetischen Nachweis (auch aus Kotproben), Fotos aus Fotofallen oder von Totfunden. Die amtlichen Daten zum Wolfsbestand, die das BfN jährlich im Herbst veröffentlicht, werden von den Bundesländern nach einheitlichen Standards jeweils für ein Monitoringjahr erhoben (BfN-Skripten 413). Dieses erstreckt sich vom 1. Mai bis zum 30. April des darauffolgenden Jahres und deckt sich zeitlich mit einem biologischen „Wolfsjahr“, von der Geburt der Welpen bis zum Ende des ersten Lebensjahres. Die in den Bundesländern gesammelten Hin- und Nachweise werden anschließend jeweils durch Expertinnen und Experten des Bundes und der Länder gemeinsam überprüft. Das BfN und die DBBW führen sie bundesweit zusammen, nachdem sie die Daten aus den Ländern erhalten haben.

„Nur durch die enge Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern im Wolfsmonitoring ist die Veröffentlichung amtlich geprüfter Zahlen zu Bestand und Vorkommen der Wölfe möglich. Diese Daten sind die zentrale Voraussetzung für eine sachliche Debatte im Umgang mit den Wölfen“, so die BfN-Präsidentin.

Das Wolfsmonitoring und -management liegt in der Verantwortung der Bundesländer. Hierbei werden sie durch das BfN und die DBBW unterstützt. Die Aufgabenschwerpunkte der DBBW liegen zum einen in der kontinuierlichen Aufbereitung von bundesweit nach einheitlichen Kriterien erhobenen Monitoringdaten zum Wolf, und zum anderen in der wissenschaftlichen Beratung von Naturschutzbehörden unter anderem bei der Schadensprävention oder im Umgang mit auffälligen Wölfen. Im Frühling 2019 hatten DBBW und BfN zuletzt Empfehlungen zum Schutz von Weidetieren und Gehegewild vor dem Wolf veröffentlicht, die konkrete Anforderungen an die empfohlenen Präventionsmaßnahmen enthalten (BfN-Skripten 530). Diese Empfehlungen legen dar, welche Maßnahmen aus fachlicher Sicht den besten Schutz von Weidetieren vor Wölfen bieten und sollen die für das Wolfsmanagement zuständigen Behörden in den Ländern bei der Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen unterstützen.

„Bund und Länder unterstützen gemeinsam Weidetierhalterinnen und -halter beim konsequenten Schutz ihrer Nutztiere vor dem Wolf. So haben die Länder entsprechende Präventionsmaßnahmen in einer Höhe von 2,4 Mio. Euro im Jahr 2018 gefördert. Man muss es immer wieder betonen: der Herdenschutz ist beim Wolfsmanagement essentiell. Denn nur die Anwendung von geeigneten Herdenschutzmaßnahmen kann Weidetiere vor Wolfsübergriffen schützen. Die Grundlage dafür liefern die bundesweiten Empfehlungen zu den Herdenschutzmaßnahmen“, so die BfN-Präsidentin.

Hintergrund: Die DBBW


Da die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland die Bundes- und Landesbehörden vor Aufgaben stellt, die einer bundesweiten Koordination bedürfen, wurde die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) auf Bitte der Länder durch die Bundesregierung verwirklicht. Mit der finanziellen Förderung des Betriebs der DBBW durch das Bundesumweltministerium und der fachlichen Betreuung durch das Bundesamt für Naturschutz kann die DBBW Naturschutzbehörden von Bund und Ländern bei allen Fragen zum Thema Wolf beraten und stellt Informationen für die allgemeine Öffentlichkeit über die Website www.dbb-wolf.de bereit.

Getragen wird die DBBW von einem Konsortium aus mehreren wissenschaftlichen Institutionen: Unter Führung der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN) arbeiten darin das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz (SMNG), das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland, das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) und das Senckenberg Forschungsinstitut, Standort Gelnhausen.

Weiterführende Informationen

Umfassende Daten und Fakten zum Wolf bietet das Pressehintergrundpapier zum Wolf. Es steht ebenso wie eine Karte der aktuellen Wolfsvorkommen in Deutschland im Pressebereich auf der BfN-Website zum Download zur Verfügung: https://www.bfn.de/presse/hintergrundinfos.html

  • Ausführliche aktuelle Informationen zur Population, zu Rudelterritorien sowie zur Gesamtentwicklung seit dem Jahr 2000, zu Totfunden und Todesursachen bietet die DBBW unter: www.dbb-wolf.de

  • Monitoring von Wolf, Luchs und Bär in Deutschland (2015, BfN-Skripten 413): www.bfn.de/fileadmin/BfN/service/Dokumente/skripten/Skript413.pdf

  • Konzept zum Umgang mit dem Menschen gegenüber auffälligen Wölfen (2018, BfN-Skripten 502): https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/service/Dokumente/skripten/Skript502.pdf

  • Empfehlungen zum Schutz von Weidetieren und Gehegewild vor dem Wolf - Konkrete Anforderungen an die empfohlenen Präventionsmaßnahmen (2019, BfN-Skripten 530): www.bfn.de/fileadmin/BfN/service/Dokumente/skripten/Skript530.pdf 


In der Aufnahme
  • Kaum ein anderes wildlebendes Tier wird in Deutschland ähnlich präzise erfasst und beobachtet wie der Wolf. (Foto: Heiko Anders)

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- wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

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Neu auf unserer Page
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Neu auf unserer Page - "Aufnahmen von Makrowilli"

02/03.12.2019

Deutschland. Wir freuen uns sehr das wir in Ihnen ein weiteres Highlight aus der Makrofotografie vorstellen dürfen. Willibald Lang stellt uns zahlreiche wunderschöne und ausdrucksvolle Aufnahmen zur Verfügung die wir in den kommenden Tagen und Wochen auf unsere Internetseite übernehmen werden.

Er fungiert unter dem Pseudonym - "Makrowilli", also wo auch immer Sie auf unseren Seiten auf diesen Namen stoßen, dahinter verbirgt sich Willibald Lang mit hervorragenden Aufnahmen aus der Makrofotografie.


Lassen Sie sich begeistern

In der Aufnahme von © Makrowilli

  • Hornissen Schwebfliege

Die mittlerweile sehr selten gewordene Hornissen Schwebfliege sieht einer Hornisse auf den ersten Blick täuschend ähnlich aus. Bei ihrem Anflug ist ein tiefes, beeindruckendes Brummen zu hören. Die Eiablage erfolgt in Hornissen- und Wespennestern. Dieses Exemplar hat eine Körperlänge von 18 – 20 mm.
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Ausgerüstet .. eine Stele der Biodiversität erwacht ...
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Artenschutzturm Schaephuysen

02/03.12.2019

Schaephuysen / Nordrhein - Westfalen.
Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, und des Vereins Schaephuysen Heimspiel e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie und von Turmtransformation unterstützt wird.
Erleben Sie wie sich ein vormals artenfernes Bauwerk innerhalb eines Jahres zu einer "Stele der Biodiversität" entwickelt. Das vormalige Tarafohaus unterscheidet sich grafisch von unseren anderen "Stelen der Biodiverität" .

Ende November wurde das Bauwerk von seinem Gerüst befreit und nun kann es in seiner Gestaltungsform bewundert werden



In der Aufnahme von MIchael Sonfeld
- Anfang Dezember 2019 präsentiert sich der Artenschutzturm in dieser Form ... das Gerüst wurde demontiert ... ein farbenfrohes Schmuckstück am Ortseingang das sicherlich ins Auge sticht ..
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Schwarzblauer Ölkäfer ist Insekt des Jahres 2020
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Liebestränke, Giftmorde und Wehenpflaster: Schwarzblauer Ölkäfer ist Insekt des Jahres 2020

01/02.12.2019

  •     Sechsbeiner trägt die Auszeichnung in Deutschland, Österreich und der Schweiz
  •     Gemeinsame Pressemitteilung mit der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

Potsdam/Müncheberg/Bonn, 27. November 2019: Heute wird im Haus der Natur in Potsdam der Schwarzblaue Ölkäfer zum Insekt des Jahres 2020 gekürt. Das Kuratorium unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Thomas Schmitt, Senckenberg Deutsches Entomologisches Institut in Müncheberg, und der Schirmherrin Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, prämierte die Käferart aus einer Reihe von Vorschlägen.

Der Schwarzblaue Ölkäfer wurde in der Menschheitsgeschichte aufgrund seines im Körper enthaltenen Reizgiftes Cantharidin als Heiltier, aber auch für Giftmorde verwendet.

Der Schwarzblaue Ölkäfer (Meloe proscarabaeus) wird 10 bis 35 Millimeter lang und hat es in sich: Er besitzt ein hochgradig wirksames Gift! "Mit dem Schwarzblauen Ölkäfer haben wir die vierte und eine ganz besondere Käferart zum 'Insekt des Jahres' gekürt. Dieser schwarz-blau glänzende Sechsbeiner ist seit 4000 Jahren Bestandteil unserer Kultur. Das Reizgift Cantharidin im Körper der Käfer wurde gegen eine Fülle von Krankheiten verwendet - bereits 1550 vor Christus wird im altägyptischen Papyrus EBERS das wahrscheinlich älteste Ölkäferpflaster beschrieben, welches wehenerzeugend wirken sollte", begründet Prof. Dr. Thomas Schmitt, Direktor des Senckenberg Deutschen Entomologischen Institut in Müncheberg und Vorsitzender des Kuratoriums die Wahl.

In Honig zubereitet gehörten Ölkäfer zu den bekanntesten "Liebestränken" zur Steigerung der sexuellen Potenz. Oftmals mit fatalen gesundheitlichen Folgen: Bereits ein einziger Käfer enthält eine tödliche Dosis Cantharidin für einen Erwachsenen! Diese hohe Toxizität wurde im antiken Griechenland für Hinrichtungen missbraucht, zudem sind Morde mit dem Käfergift bis in die Neuzeit bekannt.

"Heute leben mehr als 30 Arten aus der Familie der Ölkäfer in Mitteleuropa - am häufigsten ist dabei der Schwarzblaue Ölkäfer. Dieser übernimmt - gerade aufgrund seiner Giftigkeit - im Ökosystem eine wichtige Schutzfunktion für andere Käfer. Sein Gift wird in geringen Dosen an Larven, Eier und Puppen dieser Arten übertragen und rettet sie so vor Freßfeinden", erklärt die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz und diesjährige Schirmherrin Prof. Dr. Beate Jessel und fährt fort: "Ich freue mich, dass dieser einzigartige Käfer als 'Insekt des Jahres 2020' ausgezeichnet wird!"

Denn der Schwarzblaue Ölkäfer ist auch aus ökologischer Sicht eine interessante und ganze besondere Art: Die Larven klettern auf Blüten und warten dort auf bestimmte Wildbienen, um von ihnen in deren Nester transportiert zu werden. Dort ernähren sich die Larven von den Bieneneiern und vom Pollenvorrat. Nach der Überwinterung im Boden schlüpfen die Käfer im März bis Mai. Die Art lebt an sandigen und offenen Stellen mit zahlreichen Bienennestern. Sie kommt an extensiv landwirtschaftlich genutzten Standorten wie beispielsweise in Heidegebieten, Trockenrasen und Streuobstwiesen vor.

Trotz seiner enormen Vermehrungskraft - ein einzelnes Weibchen kann fünf- bis sechsmal im Abstand von ein bis zwei Wochen je 3000 bis 9500 Eier legen - wird der Schwarzblaue Ölkäfer in Deutschland in der Roten Liste als gefährdet eingestuft. "Ursache der Bestandabnahme ist an erster Stelle der Lebensraumverlust, aber auch der Straßenverkehr. Da ihre Entwicklung vom Ei zum ausgewachsenen Tier sehr störungsanfällig ist, können schon kleine Veränderungen zu großen Ausfällen führen", ergänzt Prof. Dr. Dr. h. c. Bernhard Klausnitzer, Entomologe und Mitglied des Kuratoriums.

Das Insekt des Jahres wird seit 1999 proklamiert. Die Idee hierzu stammte vom Prof. Dr. Holger Dathe, damaliger Leiter des Senckenberg Deutschen Entomologischen Instituts in Müncheberg. Ein Kuratorium, dem namhafte Insektenkundler und Insektenkundlerinnen sowie Vertreterinnen und Vertreter wissenschaftlicher Gesellschaften und Einrichtungen angehören, wählt jedes Jahr aus verschiedenen Vorschlägen ein Insekt aus


In der Aufnahme

Das Insekt des Jahres 2020: der Schwarzblaue Ölkäfer (Foto: Heiko Bellmann/Frank Hecker)


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Bayerns Flüsse unter Druck
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Bayerns Flüsse unter Druck

30.11/01.12.2019

  • Bayerns Wirtschaftsminister will Wasserkraft ausbauen. / WWF: Steuergelder und Gewinne zulasten der Umwelt

Deutschlandweit
sind lediglich sieben Prozent der Flüsse in einem guten ökologischen Zustand. Für Bayern trifft dies auf 14 Prozent der Flüsse zu. Dennoch will der Bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die Stromerzeugung aus Wasserkraftnutzung weiter ausbauen und damit die dringend notwendige Renaturierung bayerischer Flüsse behindern – so die Warnung der Naturschutzorganisation WWF Deutschland.
„Dies ist ein schlechtes Signal der Politik für den Gewässerschutz“, so Wolfgang Hug, Leiter des WWF-Büros in Weilheim. „Fast alle der rund 4.200 Wasserkraftwerke in Bayern sind kleine Anlagen mit einer Leistung von weniger als ein Megawatt. Sie produzieren lediglich 1,5 Prozent des bayerischen Stroms, blockieren unsere Flüsse aber jetzt schon an über 4000 Standorten. Statt eines Neubaus von Kraftwerken müssen wir endlich den Rückbau von Barrieren in unseren Flüssen forcieren und mehr freie Fließstrecken schaffen.“

Der Schutz lebendiger Flüsse als Schatzkammer der Artenvielfalt sei bisher sträflich vernachlässigt worden, so Hug. Sollen bis 2027 alle Flüsse in einen guten ökologischen Zustand gebracht werden, wie es die europäische Wasserrahmenrichtlinie vorschreibt, müsse die Gewässerrenaturierung massiv vorangebracht werden. Dennoch soll die Stromerzeugung aus Wasserkraft nun laut „Bayerischem Aktionsprogramm Energie“ bis 2022 um rund eine Terawattstunde gesteigert werden.

Laut einer Studie der Kraftwerksbetreiber E.ON und BEW aus dem Jahr 2009 ist ein Ausbau der Großwasserkraft in Bayern aber nicht mehr möglich. Und durch die Modernisierung und Nachrüstung bestehender Anlagen könnten lediglich etwa zwei Drittel des Ausbauziels erreicht werden.  „Die Bayerische Staatsregierung will also offenbar durch eine gezielte Förderung viele neue Kleinwasserkraftwerke etablieren. Das Ergebnis: Private Betreiber erzielen subventioniert mit öffentlichen Geldern Gewinne, zu Lasten unserer Flüsse“, warnt Hug.

Der WWF erteilt dem Ausbau der Kleinwasserkraft in Bayern daher eine klare Absage. Die letzten freien Fließstrecken dürfen in keiner Form berührt werden. Wo möglich muss der Rückbau bestehender Querbauwerke immer Vorrang haben vor der Etablierung einer energetischen Nutzung. Statt weiter private Kleinwasserkraftbetreiber zu subventionieren, soll vielmehr der Rückbau obsoleter Anlagen staatlich gefördert werden.

KONTAKT

Roland Gramling
Pressestelle WWF
Tel: 030-311777-425
roland.gramling@wwf.de


Quelle
WWF
29. November 2019

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Nonnengans

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Kick off.. ein Projekt stellt sich "frei" ..
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Wenn eine Geleisanlage zu neuem Leben erwacht

29/30.11.2019

Schaephuysen / Nordrhein - Westfalen. Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, und des Vereins für Gartenkultur und Heimatpflege e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie und von Turmtransformation unterstützt wird.

…… wir machen das Geleis frei……… unter diesem Motto trafen sich jetzt zum Beginn der Arbeiten die handelnden Beteiligten vor Ort.


In der Aufnahmevon links nach rechts:


  • Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen, David Walleneit bauausführende Firma, Turmtransformation und Projektleiter Michael Sonfeld, Claudia Koschare 2. Vorsitzende und Mario Gürtner 1. Vorsitzender Verein für Gartenkultur und Heimatpflege e.V.
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Eisbär ohne Eis
Eisbär ohne Eis

29/30.11.2019

Zahl der Eisbären in vier Gebieten auf Talfahrt. / Ein Drittel der globalen Population bedroht.

Dem Eisbären geht es in einigen Regionen deutliche schlechter, als noch vor einigen Jahren. Davor warnt der WWF Deutschland angesichts neuer Daten der Weltnaturschutzunion IUCN. So leben beispielsweise in der nördlichen Hudson Bay mit 842 Tieren etwa 18% weniger als 2011.

In der südlichen Hudson Bay gibt es noch etwa 780 Tiere.  Diese Population ist damit seit 2011 auch um 17 % geschrumpft.  In beiden Populationen gibt es auch wesentlich weniger Nachwuchs. Schuld daran ist vor allem die Klimakrise. Insgesamt könnte ein Drittel der globalen Population bis 2050 verschwinden. Noch 2016 war nur eine Eisbär-Population abnehmend.

„Die aktuellen Ergebnisse verdeutlichen einmal mehr, dass wir das Tempo beim Klimaschutz drastisch erhöhen müssen. Nur dann haben die Arktis und die Eisbären eine Chance“, warnt Dr. Sybille Klenzendorf vom WWF Arktis-Programm. „Wenn der Klimawandel nicht gestoppt wird, droht das Packeis weiter abzunehmen. Die Eisbären verlieren ihre Heimat.“ Die durchschnittliche Lufttemperatur in der Arktis stieg in den vergangenen 100 Jahren um fünf Grad Celsius.

Als Folge schmilzt das Packeis und damit auch der Lebensraum des Eisbären. Die Tiere sind auf das arktische Eis zur Robbenjagd angewiesen. Die Veränderungen ihres Ökosystem gehen derart schnell vonstatten, dass den Tieren kaum genügend Zeit bleibt, um sich anzupassen. Immer öfter müssen Eisbären auf dem umliegenden Festland oft mehrere Monate auf das wieder zufrierende Eis warten. Durch den verengten Lebensraum an den Küstenstreifen kommt es zu Konflikten zwischen Mensch und Tier.


Gegen den Trend ist der Eisbärbestand in der Region Kane Basin  angewachsen. Auch hier aufgrund der Klimakrise: Das Eis der Meerenge war vorher teilweise zu dick. Es gab weniger Eislöcher, an denen die Bären Robben jagen konnten. Durch die Erderhitzung hat sich das verändert. Das Eis wird dünner. Die Möglichkeiten zur Robbenjagd werden besser.  Die Folge: der Eisbären-Bestand im Kane Basin ist in den letzten Jahren gestiegen. „Eine Ausnahme - und letztlich ein kurzfristiger Trend. Denn steigt die Temperatur in der Arktis weiter, wird auch dort bald das Eis zu dünn für die Bären sein“, warnt Klenzendorf.



KONTAKT
Roland Gramling
WWF Deutschland
Pressestelle
Tel. 030-311 777 425
roland.gramling(at)wwf.de


Quelle
WWF
28.11.2019


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Eine "Stele der Biodiversität" entwickelt sich
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Eine "Stele der Biodiversität" entwickelt sich  -  Artenschutzturm Schaephuysen

29/30.11.2019

Schaephuysen / Nordrhein - Westfalen.
Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, und des Vereins Schaephuysen Heimspiel e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie und von Turmtransformation unterstützt wird.

Erleben Sie wir sich ein vormals artenfernes Bauwerk innerhalb eines Jahres zu einer "Stele der Biodiversität" entwickelt. Das vormalige Tarafohaus unterscheidet sich grafisch von unseren anderen "Stelen der Biodiverität" . Es wurde der Ansatz des Graffitis ausgewählt.

Von Seiten des Artenschutzgedankens wurden Quartiere für Fledermäuse, Kleinvögel, Insekten und Turmfalken installiert. In wenigen Tagen wird sich das Bauwerk ausgerüstet zeigen.


In der Aufnahme von MIchael Sonfeld
- Turmkörper am 28.11.2019
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NABU: Beschleunigte Bauverfahren gefährden Naturschutzziele
Bild zum Eintrag (1014973-160)
NABU: Beschleunigte Bauverfahren gefährden Naturschutzziele

29/30.11.2019

Miller: Unzerstörte Flächen im Außenbereich schützen - Keine Verlängerung von Paragraph 13 b Baugesetzbuch
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Berlin
– Der NABU spricht sich gegen die Pläne Nordrhein-Westfalens aus,  beschleunigte Bauverfahren in den Außenbereichen auch in Zukunft zu ermöglichen.  Über einen entsprechenden Antrag will der Bundesrat am Freitag per „sofortiger Sachentscheidung“ kurz vor dem Ablaufdatum entscheiden. Konkret geht es dabei um den zum Jahresende auslaufenden Paragraph 13b des Baugesetzbuches, den der NABU entschieden ablehnt.
 
„Flächenfraß und Landschaftszerschneidung setzen die Artenvielfalt weiter unter Druck, Tieren und Pflanzen gehen immer mehr Lebensräume verloren. Wir gefährden unsere Naturschutzziele, wenn die Außenbereiche ohne ausgiebige Prüfung immer schneller bebaut und versiegelt werden“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Die Bundesregierung wollte den Flächenschwund bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag begrenzen. „Wir liegen heute bei 60 Hektar täglich. Der Zersiedlungs-Paragraph 13 gehört abgeschafft.“
Der NABU appelliert deshalb an Bund und Länder, den §13b BauGB zum Jahresende ersatzlos auslaufen zu lassen und der Ressource Boden endlich eine stärkere Wertschätzung entgegen zu bringen. „Statt Siedlungen in die Fläche aufzublähen, sollten die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um Nachverdichtungspotenziale im Innenbereich stärker zu nutzen und so dem Credo Innen- vor Außenentwicklung zu entsprechen“, so Miller weiter.
 
Der §13BauGB wurde 2017, damals entgegen des Bundesratsbeschlusses, mit dem Ziel kostengünstigen Wohnraum zu schaffen und die Flüchtlingskrise zu bewältigen, eingeführt. Er ermöglicht Gemeinden eine unkompliziertere Aufstellung von Bebauungsplänen im Außenbereich im beschleunigten Verfahren, also „auf der grünen Wiese“. Das beschleunigte Verfahren kann ohne frühzeitige Bürgerbeteiligung, ohne Verpflichtung gleichwertige Ausgleichsflächen für die Natur zu schaffen und ohne Umweltprüfung durchgeführt werden. Aus NABU-Sicht bietet das geltende Baurecht bereits ausreichend Möglichkeiten zum Bauen im Außenbereich.

Wie mehrere Studien und eine Auswertung des Bundesinnenministeriums inzwischen belegen, verfehlt Paragraph 13b sein ursprüngliches Ziel,  schnell bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, klar.  „Statt den angespannten Wohnungsmarkt in den Ballungsräumen zu entspannen, werden in über 85 Prozent der Fälle Ein- und Zweifamilienhäuser im ländlichen Raum gebaut. Das ist kein Beitrag, um den Wohnungsmangel für alle Bevölkerungsschichten zu beseitigen und schafft auch keine Unterkünfte für Geflüchtete“, so NABU-Siedlungsexperte Stefan Petzold.  Die Folgen für die Natur sind jetzt schon verheerend: Momentan wird in Deutschland für Bau- und Infrastrukturmaßnahmen jede Minute die Fläche eines durchschnittlichen Einfamilienhausgrundstücks benötigt. Dabei dauert es 2.000 Jahre bis zehn Zentimeter fruchtbarer Boden entstehen kann.  Zudem werden Landschaften zerschnitten und Lebensräume zerstört. Dörfer wachsen in die Fläche, während die Dorfkerne veröden.
 
Das Land Nordrhein-Westfalen wirbt in der Begründung des Gesetzesvorschlages um die Zustimmung des Bundesrates mit der „Handlungsempfehlung der Baulandkommission“, einem einberufenen Expertengremium, welches die Fortsetzung des §13b empfiehlt. Diese bereits durch das Bundesinnenministerium verbreitete Fehldarstellung entspricht jedoch nicht den tatsächlichen Empfehlungen der Kommissionsmitglieder. Der Dokumentation der Sitzungen ist zu entnehmen, dass diese zu keinem einheitlichen Meinungsbild kamen und lediglich eine Evaluierung der Anwendungsfälle des 13b empfehlen. Die Empfehlung einer Verlängerung entstammt einzig den in der Kommission vertretenen Bundestagsabgeordneten und Landesbauminister.
 
Mehr Infos: Thesenpapier des NABU und weiterer Umweltverbände https://www.dnr.de/fileadmin/Positionen/2019-10-25_Thesenpapier_BauGB_update.pdf

Für Rückfragen:
Stefan Petzold, NABU-Siedlungsexperte, Tel. +49 (0)30.284984-1646, E-Mail: Stefan.Petzold@NABU.de


Quelle

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NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958 | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 127/19 | 27. NOVEMBER 2019
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- Kraniche in Formation

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Die Wilden Bienchen von Viechtach
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Die Wilden Bienchen von Viechtach - Wildbienenwand in eidrucksvoller Kulisse

28/29.11.2019


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, des Kindergartens Sonnen-Blume und des Fördervereins Kita Sonnen-Blume, dass von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Viechtach/ Bayern. Wenn von Bienen die Rede ist, denken die meisten von uns sofort an die domestizierte Honigbiene. Dass es daneben in der Bundesrepublik Deutschland weitere ca. 560 Wildbienenarten gibt, ist den wenigsten bekannt.

Wildbienen - die unbekannten Bestäuber

Eigentlich haben die meisten von uns in ihrem Leben schon einmal Wildbienen gesehen. Doch bewusst als solche wahrgenommen werden diese Tiere kaum. Vielfach werden sie gar mit Wespen oder Fliegen verwechselt. Und hier zeigt sich auch bereits ein elementares Problem. Aufgrund einer weitverbreiteten Unkenntnis werden „die Wildbiene“ und deren Ansprüche an ihre Lebensräume nicht erkannt.

Das Projekt konnte Mitte Juli 2019 innerhalb einer offiziellen Umweltbildungseinheit der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.Nun stellt es sich in eindrucksvoller Farbkulisse des Sonnenaufgangs vor.

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Besucher an der Futterstelle - Teil II
Bild zum Eintrag (1014959-160)
Besucher an der Futterstelle - Teil II

28/29.11.2019

Franken.
Helga Zinnecker ist es gelungen einige Besucher ihrer Futterstelle abzulichten.Rabenkrähe und Eichelhäher interessieren sich wie auch das Eichhörnchen für die bereit gehaltenen Erdnüsse.

Wir haben hier eine Diashow erstellt welche 33 Aufnahmen für Sie bereithält


In der Aufnahme von Helga Zinnecker
  • Eichhörnchen an der Futterstelle
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Der Rotfuchs im Fadenkreuz
Bild zum Eintrag (1014929-160)
Der Rotfuchs im Fadenkreuz

28/29.11.2019

Deutschland
. Das Füchse weit mehr sind als "nur Krankheitsüberträger und Räuber" sollte sich zwischenzeitlich in unserem Land herumgesprochen haben.

Und dennoch viele hunderttausende dieser Tiere werden alljährlich in unserem Land getötet. Fallen die Alltiere häufig der Kugel oder auch der Fallenjagd zum Opfer so sind sterben die Jungtiere durch den Verlust der Alttiere die in viel zu kurzen bzw. fehlenden Schutzzeiträumen um ihr Überleben kämpfen müssen.
Nicht ohne Grund möchten wir auf einige Seiten verlinken die sich mit dem Schutz der Rotfüchse befassen. Eine stabile Fuchspopulation deren Strukturen gefestigt sind kann auch nach unsrer Auffassung eine Bereicherung der Ökosysteme darstellen.

- https://initiative-pro-fuchs.de/
- http://fuchsjagd-stoppen.de/
- https://www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/Fuchs


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Deich-Durchstich auf Rügen
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Deich-Durchstich auf Rügen

27/28.11.2019

Klima- & Küstenschutz „Made in Germany“ spart 2.600 Tonnen CO2 pro Jahr. / WWF: Mehr Moore für Deutschland

Durch eine Deich-Rückverlegung auf Rügen werden zukünftig 2.600 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart. Das teilten die Projektträger, der WWF Deutschland und die OSTSEESTIFTUNG, anlässlich der Deich-Schlitzung am Kubitzer Bod am Dienstag mit. „Durch den Abriss des alten Deiches werden Rügens Küstenlinien gegen den drohenden Meeresspiegelanstieg gewappnet.

Und zugleich entstehen wieder Moore und Salzwiesen von insgesamt 94 Hektar Gesamtfläche. Der Moorboden wird dadurch pro Jahr 2.600 Tonnen CO2-Äquvivalent nicht mehr emittieren“, erklärt Katharina Burmeister, Projektkoordinatorin beim WWF Deutschland.

Unter Klimaschutzaspekten sei das Projekt zwar nur ein kleiner Baustein, zeige allerdings wie groß die Potentiale in Deutschland durch die Wiedervernässung von Mooren sei, so Burmeister. Laut WWF sind 97% der deutschen Moore entwässert und emittieren damit rund 47 Mio. Tonnen CO2-Aquivalent jährlich. Zum Vergleich: Die Gesamtemissionen Deutschlands lagen 2018 bei 866 Mio. Tonnen. „Wer 1.000 Euro in Moorrenaturierung investiert kann eine CO2 Reduktion von 1 Tonne erreichen. Es gibt kaum effizientere Instrumente zum Klimaschutz“, sagt Burmeister.

Zugleich ist das Projekt nicht nur eine Maßnahme zum Klimaschutz, sondern auch zur Anpassung an die Folgen der Klimakrise. „Der Meeresspiegel wird auch an der Ostsee steigen. Eine Entwicklung, die den 2000 km Küstenlinie Mecklenburg-Vorpommerns zu schaffen macht“, warnt Burmeister. Umso wichtiger seien natürliche Überflutungsfläche wie Salzwiesen oder Küstenmoore. „Ein kürzerer Deich weiter hinten schützt die umliegenden Gemeinden, während die wieder entstehenden Salzgraswiesen hohe Wellen bremsen und abschwächen, bevor sie den neuen Damm erreichen.

Außerdem schwappen die gelegentlich auftretenden Fluten frische Nährstoffe und Sand über das Grünland. Auf diese Weise wachsen die Wiesen parallel zum Meeresspiegel langsam in die Höhe“, so Burmeister. Um den maximalen Effekt für den Küsten- und Klimaschutz zu erzielen, setzt der WWF zudem auf eine Beweidung der Flächen: „Trampelndes Vieh treibt den Sauerstoff aus dem Boden und verdichtet diesen zu Torf, der viel Wasser einlagert und somit die Wiese schneller in die Höhe wachsen lässt.“

KONTAKT
Roland Gramling
Pressestelle WWF
Tel: 030-311777-425
roland.gramling@wwf.de

Quelle
WWF
26. November 2019

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

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Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Land deutlich angestiegen
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Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Land deutlich angestiegen

27/28.11.2019

Umweltministerium veröffentlicht Bericht „Erneuerbare Energien in Baden-Württemberg 2018“


Welchen Beitrag leisten die Erneuerbaren zur Energiebereitstellung im Land? Wie haben sich deren Anteile an der Bereitstellung von Strom und Wärme entwickelt? Wo stehen wir hierzulande beim Ausbau der Windenergie und der Photovoltaik? Antworten auf diese Fragen gibt das Umweltministerium in seinem heute (22.11.) veröffentlichten Bericht „Erneuerbare Energien in Baden-Württemberg 2018“.

Kurze erläuternde Texte sowie zahlreiche Grafiken und Tabellen geben interessierten Leserinnen und Lesern einen guten Überblick über die Entwicklung der Erneuerbaren.
Der im Auftrag des Ministeriums vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg erstellte Bericht informiert außerdem darüber, wie sich die Nutzung der erneuerbaren Energien auf Wirtschaft und Umwelt auswirkt und wie sich die einzelnen Anlagen in den Landkreisen Baden-Württembergs und in den Bundesländern verteilen.
Stromerzeugung

Im vergangenen Jahr lag die Bruttostromerzeugung in Baden-Württemberg mit 62,3 Terawattstunden (TWh) 3,1 Prozent über dem Wert von 2017. Das ist einerseits auf das höhere Erzeugungsniveau der Kernkraftwerke zurückzuführen. Insbesondere der Block Philippsburg 2 erzeugte 2018 nach den langen Stillstandszeiten im Vorjahr wieder deutlich mehr Strom. Auch die erneuerbaren Energien lieferten 2018 mit 17,2 TWh 5,7 Prozent mehr Strom als im Jahr zuvor und erhöhten ihren Anteil an der Bruttostromerzeugung abermals auf einen neuen Höchstwert von nun 27,7 Prozent.

Zu dem guten Ergebnis im Jahr 2018 trugen vor allem der Ausbau der Photovoltaik (+0,5 TWh) und der Windenergie (+0,3 TWh) bei. Trotz des trockenen und warmen Sommers stieg auch die Stromerzeugung aus Wasserkraft gegenüber dem Vorjahr um 0,15 TWh. Die Photovoltaik stellte 2018 mit 5730 Gigawattstunden den meisten Strom aus erneuerbaren Energien zur Verfügung (9,2 Prozent der Bruttostromerzeugung).
Endenergieverbrauch

Insbesondere aufgrund der milden Witterung sank der Endenergieverbrauch im Land gegenüber 2017 im vergangenen Jahr um 3,2 Prozent auf 282 TWh. Dadurch stieg der Beitrag der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch um 0,6 Prozentpunkte auf 15,0 Prozent. Im Bereich der Wärmebereitstellung wuchs deren Anteil von 15,8 Prozent in 2017 auf 16,2 Prozent in 2018. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch des Verkehrs ist im Vergleichszeitraum geringfügig von 4,5 Prozent auf 4,8 Prozent gestiegen.

Durch die Nutzung erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg wurden 2018 rund 16,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente vermieden.

Zum Herunterladen
  • https://um.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-um/intern/Dateien/Dokumente/2_Presse_und_Service/Publikationen/Energie/Erneuerbare-Energien-2018.pdf


Quelle

Ministerium für Umwelt, Klima und
Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Kernerplatz 9
70182 Stuttgart


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Intensive Landnutzung bleibt die Hauptursache für Gefährdung ...
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Intensive Landnutzung bleibt die Hauptursache für Gefährdung von Biotoptypen in Deutschland

27/28.11.2019

  •     BfN veröffentlicht Analyse der Gefährdungsursachen von Biotoptypen
    Negativer Einfluss des Klimawandels verstärkt sich zunehmend


Bonn, 26. November 2019: Knapp zwei Drittel der in Deutschland vorkommenden Lebensraumtypen sind laut der 2017 erschienenen Roten Liste der Biotoptypen gefährdet. Worauf die Ursachen für diese Gefährdung hauptsächlich zurückzuführen sind, hat das Bundesamt für Naturschutz jetzt systematisch ausgewertet und in der November-Ausgabe der Fachzeitschrift "Natur und Landschaft" veröffentlicht.

Demnach bleiben viele Negativ-Entwicklungen, die bereits in der Roten Liste von 2006 festgestellt wurden, weiterbestehen oder haben sich sogar verstärkt.
Hauptverursacher für die Gefährdung von Lebensräumen bleibt die intensive Landnutzung insbesondere bei den Offenlandbiotoptypen, zu denen etwa Wiesen und Weiden gehören. Viele der noch naturnahen Lebensraumtypen unterliegen außerdem einem zunehmenden Druck durch Freizeitnutzung (z.B. Geocaching oder illegales Motocrossing in sensiblen Biotopen). Dies betrifft im besonderen Maße die Lebensräume der Alpen und der Küsten Deutschlands. Der Klimawandel wird bei allen Hauptgruppen der Lebensraumtypen als zunehmend bedeutsame Gefährdungsursache benannt, dies trifft insbesondere für die Biotoptypen der Alpen zu.

BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel: "Die jetzt veröffentlichte Analyse legt detailliert offen, welches die hauptsächlichen Ursachen für die massive Gefährdung unserer Lebensräume sind. Damit verbindet sich zugleich eine dringende Handlungsaufforderung in Richtung Politik und Verwaltung, stärker auf eine naturverträglichere Landnutzung hinzusteuern und zugleich die Folgen des Klimawandels zu begrenzen." Die Auswertung macht unter anderem deutlich, dass auch auf gesetzlich geschützte Biotoptypen und Schutzgebiete negative Einflüsse von außen wirken. Dies trifft insbesondere auf die nach wie vor viel zu hohen Stickstoffeinträge zu: Hier werden besonders hohe Gefährdungsgrade bei stickstoffempfindlichen Landlebensräumen wie etwa Mooren und natürlicherweise nährstoffarmen Seen und Kleingewässern deutlich. "Der Schutz und die Pflege einzelner Lebensräume ist somit bei weitem nicht hinreichend. Es gilt vielmehr, an den Ursachen anzusetzen, wie der konsequenten Verminderung von Nährstoffeinträgen insbesondere durch Stickstoff und einer Umsteuerung in allen Bereichen der Landbewirtschaftung hin zu nachhaltigen Nutzungen. Ebenso ist die Verschmutzung von Oberflächengewässern zu reduzieren sowie der Wasserhaushalt von Feuchtgebieten und Mooren zu verbessern. Auch die Besucherlenkung in aus Naturschutzsicht sensiblen Bereichen gilt es vielerorts zu optimieren", so BfN-Präsidentin Jessel.

Trotz aller negativen Entwicklungen sind aber auch Verbesserungen zu erkennen, beispielsweise bei einer Reihe von Biotoptypen der Fließgewässer, unter anderem aufgrund der EU-Wasserrahmenrichtlinie, die seit 2000 umgesetzt wird. Für ausgewählte Lebensraumgruppen ergeben sich aus der Analyse unter anderem folgende Gefährdungsfaktoren: Artenreiche Grünlandbiotope und Ackerbegleitbiotope, wie Säume, Steinriegel und Hecken, sind durch die immer noch zunehmende Intensivierung der Landbewirtschaftung der letzten Jahre und Jahrzehnte hochgradig gefährdet. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die Insekten- und Vogelvielfalt und deren Populationsgrößen in der Agrarlandschaft.

An den Küsten von Nord- und Ostsee führen auch neuere Outdoor-Aktivitäten und -Sportarten (z.B. ungeregeltes Kite-Surfing) zur Beeinträchtigung von gegenüber Störungen empfindlichen Lebensräumen. Zudem beeinträchtigen Nähr- und Schadstoffe aus den Küstengewässern auch weiterhin fast die Hälfte aller Küstenlebensräume.
Biotoptypen der Küste

Insbesondere nährstoffarme stehende Gewässer mit den an diese Bedingungen gebundenen Tier- und Pflanzenarten, wie oligotrophe Seen und Kleingewässer, aber vielerorts auch das Grundwasser weisen weiterhin zu hohe Nährstoffeinträge insbesondere aus der umgebenden Agrarlandschaft auf. Sie werden hierdurch in ihrer Funktion als Lebensraum beeinträchtigt. Trotz nachweislicher Verbesserung der Gewässerqualität und einer Reihe von erfolgreichen Renaturierungsmaßnahmen sind viele Fließgewässer durch umfangreiche gewässerbauliche Maßnahmen der Vergangenheit immer noch als Lebensräume für Tiere und Pflanzen beeinträchtigt. Hier gilt es die Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie zur Wiederherstellung eines guten Gewässerzustands auch in Zukunft konsequent umzusetzen.
Biotoptypen Binnengewässer


Hintergrund
Die aktuelle Rote Liste (RL) der Biotoptypen (BT) in Deutschland (Finck et al. 2017) zeigt, dass knapp zwei Drittel aller BT weiterhin eine - wenn auch unterschiedlich hohe - Gefährdung aufweisen. Neben der Gefährdungseinstufung benennt diese RL für alle BT jeweils die wichtigsten Gefährdungsfaktoren. Um konkrete Handlungsanforderungen für die Naturschutzpolitik und -praxis abzuleiten, wurden auf dieser Grundlage die wesentlichen Ursachen und Verursacher für den anhaltend hohen Gefährdungsgrad herausgearbeitet. Die Darstellung erfolgt in aggregierter Form durch eine systematische Auswertung der Gefährdungsfaktoren auf der Ebene von BT-Gruppen.

Quellen
- Finck, P., Heinze, S., Raths, U., Riecken, U. & Ssymank, A. (2017): Rote Liste der gefährdeten Biotoptypen Deutschland. Dritte fortgeschriebene Fassung 2017. - Naturschutz und Biologische Vielfalt, Heft 156: 637
- S.Heinze, S., Finck, P., Raths, U., Riecken, U. & Ssymank, A. (2019): Analyse der Gefährdungsursachen von Biotoptypen in Deutschland. - Natur und Landschaft 94 (11/2019): 453-464.



Quelle

Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn

Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999

E-Mail: info@bfn.de


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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Haubenmeise

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Waldmistkäfer / Gemeiner Mistkäfer ( Geotrupes / stercorariu)
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Der Waldmistkäfer

26/27.11.2019

Steigerwald.
Bernhard Schmalisch sendet uns diese Aufnahme eines noch Ende November aktiven Waldmistkäfers.

Der mit einer Länge von 12-19 mm große Gemeine Mistkäfer ist eine Käferart welche zur Familie der Blatthornkäfer zählt.Die Immagines, also die ausgewachsenen Käfer sind in der Regel schwarz ausgefärbt jedoch auch mit mehr oder weniger metallischem Aussehen.

Sie sind bevorzugt tagaktiv und ernähren sich vorwiegend von Kot. Der gemeine Mistkäfer, wie auch der Waldmistkäfer kommen in der von uns erfassten Steigerwaldregion häufig vor.
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Malaysia verliert sein letztes Sumatra-Nashorn
Malaysia verliert sein letztes Sumatra-Nashorn

26/27.11.2019

  • WWF: Letzte Hoffnung Indonesien / Internationales Rettungsprogramm gestartet.

Das letzte Sumatra-Nashorn in Malaysia ist tot
. Das Weibchen mit dem Namen „Iman“ ist am 23. November auf  Borneo eines natürlichen Todes gestorben. Damit ist die Art in Malaysia ausgestorben. Letzte Hoffnung ist jetzt Indonesien. Derzeit  streifen nach WWF-Schätzungen nicht einmal mehr 80 Tiere, verteilt auf neun isolierte Populationen, durch die Regenwälder.
"Wenn wir diese Tierart verlieren, verlieren wir eine ganze Säugetiergattung. Die nächsten Verwandten des Sumatra-Nashorns waren nämlich die eiszeitlichen Wollnashörner. Die Uhr tickt für die kleinste Nashornart der Welt. Ohne menschliche Hilfe ist der Artentod in einigen Jahren vorprogrammiert", warnt Dr. Arnulf Köhncke, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland.

Letzte Hoffnung ist die Sumatra-Nashorn Allianz. Das Rettungsprogramm ist ein Zusammenschluss der indonesischen Regierung mit dem WWF, der Weltnaturschutzuntion IUCN, National Geographic, der International Rhino Foundation und Global Wildlife Conservation.

Die Allianz verfolgt das Ziel, die letzten wild lebenden Tiere zu schützen und zugleich die Fortpflanzung in Gefangenschaft in mehreren Zuchtstationen zu intensivieren. Denn mit Patrouillen und dem verbesserten Management einiger Nationalparks lässt sich das Problem nicht mehr alleine lösen. Die Allianz will deshalb zwei neue Zuchtstationen in Indonesien aufbauen sowie die bestehende Einrichtung im Way-Kambas-Nationalpark im Süden Sumatras vergrößern. Ziel ist es, möglichst viele, isoliert lebende und fortpflanzungsfähige Tiere aufzuspüren und sie in diese Schutzzentren umzusiedeln.

"Die Fortpflanzung der Nashörner ist kompliziert. Ihre Fortpflanzungsrate ist sehr niedrig und viele der noch lebenden Tiere sind aufgrund ihrer langjährigen Isolation wahrscheinlich unfruchtbar" erklärt Köhncke. Deshalb ist es notwendig, bei den Zuchtprogrammen die modernsten veterinärmedizinischen Erkenntnisse zu berücksichtigen und Reproduktionsexperten aus aller Welt einzubeziehen. Angesichts der prekären Lage gilt es, das Schrumpfen der Bestandszahlen zu stoppen und den Trend möglichst schnell umzukehren, damit man in Zukunft gesunde Bestände in die Wildnis entlassen kann.


KONTAKT
Roland Gramling
WWF Deutschland
Pressestelle
Tel. 030-311 777 425
roland.gramling@wwf.de


Quelle

WWF
24. November 2019


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Windrad trifft auf die Biodiversität ...
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Windrad trifft auf die Biodiversität ... von der Zukunft unserer Engergieversorgung

26/27.11.2019

Deutschland. Seit vielen Jahren informieren wir hier objektiv über die Herausforderungen welche sich für die Artenvielfalt ergibt, die vollkommen unvorbereitet an vielfältigen Standorten in unserem Land unvermittelt auf eine mutmaßlich "saubere" und regenerative Energie, in Form von Windkraftanlagen trifft.

Die Evolution hat sie auf dieses Ereignis nicht vorbereiten können und so sind Todesfälle nahezu an der Tagesordnung!
Zu diesem Thema wollen wir Sie, (Dank der Information von Rolf Thiemann der uns diesen zukommen ließ) auf einen Link aufmerksam machen der tatsächlich einen sehr nachdenklichen Eindruck hinterlässt.

Wenn das die Zukunft der Engergieversorgung sein soll dann .....


 Mehr zur Problemstellung Windkraft und Artenschutz hier auf unseren Seiten
 



In der Aufnahme von Rolf Thiemann

  • Toter Mäusebussard im Windkraftanlagenfeld
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Im Brennpunkt - Opfer der Drückjagden
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Im Brennpunkt - Opfer der Drückjagden

26/27.11.2019

Steigerwald.
Wir hatten bereits vor geraumer Zeit davon berichtet - Drückjagden und deren Akzeptanz in der Bevölkerung. Vielfältige Kontaktaufnahmen sind in den vergangenen Wochen und Monaten an uns herangetragen worden.

Vor wenigen Tagen fanden nun erste Jagden dieser Art auch wieder im Steigerwald statt. Und so kam es wie es kommen musste ... abermals zeigen sich die "Überbleibsel" dieser Jagdform.

  • Abgetrennte Rehläufe - vielfältige Blutspuren, Haut- und Haarabschüsse ... wir haben zahlreiche Aufnahmen von Ihnen erhalten die wir aufgrund der doch nicht einfach zu verkraftenden Eindrücke und zum Wohle unseren jungen Besucher, die unsere Page regelmäßig besuchen, der Internetpräsenz nicht abbilden möchten.

Doch mit unserer Vorstellung von Tierschutz und Jagd hat diese Jagdform nichts gemein. Wir lehnen sie ohne wenn und aber ab. Ein solches Tierleid passt nicht in unsere Weltanschauung. Wir wenden uns angewiedert ab.

Mehr Eindrücke gefällig?

In der Aufnahme
- Abgeschossener Rehlauf ... Überbleibsel einer Drückjagd
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NABU: Minensprengung im Meeresschutzgebiet katastrophal für Natur
NABU: Minensprengung im Meeresschutzgebiet katastrophal für Natur

26/27.11.2019

Kleine Anfrage der Grünen bestätigt dramatischen Umweltschaden im Fehmarnbelt/Miller: Bundesregierung drückt sich vor Verantwortung
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Berlin – Im August sprengte die Bundesmarine bei einem NATO-Manöver 42 Grundminen in der deutschen Ostsee, 39 davon im Naturschutzgebiet Fehmarnbelt. Der NABU verurteilte das Vorgehen scharf und kritisierte die fehlende Einbindung der Naturschutzbehörden als Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stellte daraufhin eine Kleine Anfrage mit dem Titel „Sprengungen von Munitionsaltlasten und Kampfmitteln in Meeresschutzgebieten“ an die Bundesregierung. Nach mehr als sechs Wochen kam eine erste sehr vage Antwort. Dazu NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:
 
„Die Antwort der Bundesregierung offenbart die ganze Katastrophe der Sprengungen: Mitten in einem Meeresschutzgebiet hat jede Mine einen fünf Meter breiten und 1,5 Meter tiefen Krater in streng geschützte Riffe gerissen. In einem Umkreis von jeweils zehn bis 30 Metern wurde alles Leben vernichtet. Noch weiß niemand, wie viele Schweinswale tatsächlich während der Fortpflanzungszeit verletzt oder getötet wurden. 18 Totfunde dieser streng geschützten Meeressäuger sind im fraglichen Zeitraum bekannt geworden. Der Vorfall ist unerträglich und offenbart das Ignorieren geltenden Naturschutzrechts und unzureichende Umweltstandards der Marine ebenso wie das Komplettversagen der Politik im Umgang mit dem Problem der Kriegsaltlasten.“
Die Lage der Grundminen war den verantwortlichen Behörden seit 2016 bekannt. Das vorgeschobene Argument der Bundesregierung, die Sprengung im Sommer 2019 böte die „sofortige Möglichkeit zur Abwehr von Gefahr für Leib und Leben“ greift nach Ansicht des NABU daher nicht. Das Nato-Manöver sei vermutlich eher eine gute Gelegenheit gewesen, kostengünstig zu sprengen und aufwändige Abstimmungsprozesse mit Naturschutzbehörden zu umgehen.
 
Mehr als 1,6 Millionen Tonnen Weltkriegsmunition liegen als tödliches Erbe in der deutschen Nord- und Ostsee. Die Munitionshülsen korrodieren, gefährliche Giftstoffe reichern sich in der Meeresflora und -fauna an und erreichen über die Nahrungskette auch den Menschen. Zuletzt hatte die Umweltministerkonferenz den Beschluss gefasst, ein gemeinsames Konzept zur Munitionsräumung zu erarbeiten.
 
„Wider besseren Wissen drückt sich die Bundesregierung vor ihrer Verantwortung. Doch die vage Antwort, dass ressortübergreifende Abstimmungsprozesse und Verwaltungsverfahren überprüft und weiterentwickelt werden sollen, macht ein wenig Hoffnung auf einen Sinneswandel. Es ist Zeit für ein effektives Bündnis von Bund und Ländern. Die Wissenschaft hat geliefert, die umweltschonende Räumungstechnik ist da. Jetzt brauchen wir die Strukturen und das Geld für eine verantwortungsvolle nationale Strategie im Umgang mit den Munitionsaltlasten“, so Miller.
 
Mehr Infos: www.NABU.de/munition
 
 
Für Rückfragen:
Dr. Kim Detloff, NABU-Leiter Meeresschutz, Mobil +49 (0)152.09202205, E-Mail: Kim.Detloff@NABU.de
 
 
Quelle
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NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

NABU-PRESSESTATEMENT |  23. NOVEMBER 2019
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Quo vadis? - Starkbuchen
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Quo vadis? - Starkbuchen

25/26.11.2019

Steigerwald. Sieht so der "Klimawald" der Zukunft aus?

Keine Ahnung - doch was wir erkennen ist das der Wald im Steigerwald zunehmend so wie auf dieser Abbildung belegt aussieht. Altbäume - Fehlanzeige!

Einförmigkeit wird sichtbar - Biodiversität dagegen kaum mehr. Es ist schon erschreckend welch negaive Entwicklung die Wälder in den vergangenen Jahren hier genommen haben. Es wird mehr und mehr Holz entnommen.

  • Die Wälder verlieren zunehemend ihr Gesicht.

So ist es tatsächlich an der Zeit das intensiv darüber nachgedacht wird auch Großschutzgebiete einzurichten, denn anscheinend kann nur mit diesem Ansatz der vormals so wertvolle, verbliebene Steigerwald mit seinen Altbuchenbeständen nachhaltig geschützt werden.

Der von verschiedenen Akteuren aktuell eingeschlagene Weg ist dazu wohl nicht (ausreichend) in der Lage.

  • Hier stößt man mit dem angedachten Prinzip an eigene Grenzen.

  • Es ist in unseren Augen nicht mehr der Wille erkennbar deutlich mehr Artenschutz und Artenvielfalt zuzulassen.

  • Die Prios liegen wohl an einer anderen Stelle.

In der Aufnahme

- Blick in eine "naturnah bewirtschafte Waldabteilung" in der in den vergangenen Jahren all ihre Altbäume der Säge zum Opfer gefallen sind! Dieser Weg zeigt sich als Sackgasse und kann und soll von unserer Seite so nicht mitgeragen werden.
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Neue Grundlage für besseren Schutz von Amphibien und Reptilien
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Neue Grundlage für besseren Schutz von Amphibien und Reptilien

25/26.11.2019

Gestern wurde am Landesamt für Umweltschutz (LfU) der neue Amphibien- und Reptilienatlas für Bayern vorgestellt. Neben dem LfU ist der BUND Naturschutz in Bayern (BN) zusammen mit dem Landesverband für Amphibien- und Reptilienschutz (LARS) und dem Landesbund für Vogelschutz Herausgeber des 800seitigen Bandes.

„Amphibien und Reptilien sind noch immer Sorgenkinder des Artenschutzes in Bayern.

Die fachlichen Grundlagen, die im Atlas zusammengetragen sind, weisen den Weg hin zu einer positiven Kehrtwende für einen besseren Schutz dieser Artengruppen.“, kommentiert Richard Mergner, Vorsitzender des BN und weiter: „Herzlichen Dank an alle Beteiligten, die fast 90 Autorinnen und Autoren und insbesondere an die Hauptautoren vom LARS für dieses erfolgreiche gemeinsame Mammutprojekt.“

Der BN schützt und pflegt überall in Bayern die Lebensräume der bedrohten Tiere. Bei den Amphibien gehören dazu nicht nur die Laichgewässer, sondern auch die Landlebensräume wie feuchte und nasse Wiesen und Weiden. Prof. Dr. Kai Frobel, Artenschutzreferent des BN, hebt das Engagement von bis zu 6.000 Helferinnen und Helfern hervor: "Seit fast 50 Jahren sind Frühjahr für Frühjahr, Tag für Tag und überall in Bayern während der Wanderzeit der Tiere zu ihren Laichgewässern ehrenamtliche Aktive des BN unterwegs, um die Tiere sicher über die Straßen zu bringen.

Bei den Aktionen werden jährlich bis zu 700.000 Tiere gerettet." Durch den vom BN angestoßenen nachträglichen Einbau von Amphibienleiteinrichtungen und -tunneln konnten an fast 40 der bedeutendsten Amphibienwanderwege Bayerns dauerhafte Lösungen etabliert werden. Der BN fordert den Einbau an weiteren Straßen, u.a. besonders an Gemeinde- und Kreisstraßen, an denen bisher noch kein nachträglicher Einbau erfolgte.

Der Anteil gefährdeter Arten ist bei den Amphibien und Reptilien im Vergleich zu anderen Artengruppen deutlich höher: 12 der 20 heimischen Amphibienarten und 9 von 10 heimischen Reptilienarten stehen auf der zusammen mit dem Atlas neu erstellten Roten Liste (RL) gefährdeter Tiere Bayerns für die beiden Artengruppen. Drei Amphibien- und zwei Reptilienarten gelten in Bayern weiterhin als vom Aussterben bedroht. Bei den Amphibien gilt nun auch der Fadenmolch als gefährdet, der in der RL 2003 noch als ungefährdet eingestuft wurde.

Dass Klimaschutz und Artenschutz Hand in Hand gehen, zeigt das Beispiel des Moorfrosches. Durch aufwändige Artenhilfsprogramme konnten die Bestände dieses in Bayern vom Aussterben bedrohten Frosches stabilisiert werden. Die letzten trockenen Sommer allerdings haben wieder zu einer besorgniserregenden Abnahme geführt. Mit raschen und ambitionierten Maßnahmen im Klimaschutz kann das Verschwinden weiterer Amphibienarten verhindert werden.

Aber auch die Bestände der "Allerweltsarten" sind stark geschrumpft. Ein eindrückliches Beispiel dafür ist der sogenannte Froschregen: Das Glück, dieses faszinierende Phänomen der Amphibienwanderungen beobachten zu können, hat heute kaum noch jemand. Die Wanderung von zeitgleich zehn- und hunderttausenden von Grasfröschen und Kröten an einer Stelle war dagegen für viele der anwesenden älteren Personen in ihren Kinder- und Jugendjahren Normalität.

Initiator des Atlas war der 2015 verstorbene Reptilienspezialist Dr. Wolfgang Völkl. Die fünf Hauptautoren - Eberhard Andrä (Koordinator der Atlaserstellung), Otto Aßmann, Thomas Dürst, Günter Hansbauer und Dr. Andreas Zahn - haben zusammen mit den weiteren fast 90 Autorinnen und Autoren und rund 4000 Ehrenamtlichen in zehnjähriger Arbeit Daten und Beobachtungen zusammengetragen und ein Nachschlagwerk geschrieben, das dem Amphibien- und Reptilienschutz in Bayern einen gewaltigen Schub geben kann. Der Bayerische Naturschutzfonds hat das Projekt mit einer Förderung von mehr als 160.000 Euro möglich gemacht. Der Atlas ist im Ulmer-Verlag erschienen und im Buchhandel erhältlich.

Für Rückfragen: Uwe Friedel, BN-Artenschutzreferat, Tel. 0911/57529412,
E-Mail: uwe.friedel@bund-naturschutz.de

Quelle
BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
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"Steigerwald Autobahnen" - .... machen Sie sich Ihr eigenes Bild!
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"Steigerwald Autobahnen" - .... machen Sie sich Ihr eigenes Bild!

24/25.11.2019

Nördlicher Steigerwald. Mit großer Sorge blicken wir auf die Entwicklung der "nachhaltig bewirtschafteten Wälder" auch im Nördlichen und Oberen Steigerwald". In den vergangenen Jahren hat sich das Gesicht der Wälder stark verändert. Zunehmend werden Fahrtrassen in den Wald gefräst, auch in Bereichen die in den vergangenen Jahren weitestgehend davon verschont blieben und auch deshalb eine interessante Artenvielfalt aufwiesen.


  • Oh, was wird nicht alles über die Bedeutung von liegendem und stehendem Biotopbäumen geredet ... ja wohl aber nur solange sie dem Holzeinschlag, oder muss man wohl besser sagen den Rücketrassen nicht im Weg sind .. dann so kann man gut erkennen werden diese doch so wertvollen Strukturen einfach inkl. des an und in ihnen existenten Lebensformen zerstört und beiseitegeschafft.

Ein in unseren Aufgen zunehmend unsäglicher Zustand doch sehen Sie selbst  .. wir haben hier zahlreiche Belegaufnahmen des Geschehens und weiterführende Aufnahmen zur zunehmenden Anlage der "Steigerwald- Autobahnen" eingestellt.

  • Ein in unseren Augen erschreckender Qualitätsverlust der vormals wertvolle Lebensräume negativ beeinträchtigt ...

  • Welch unsägliches Verhalten ....Das ist keinesfalls der Ansatz der von unserer Organisation unterstützt werden kann und auch nicht wird.
Sehr objektiv setzten wir uns vom Artenschutz in Franken seit Jahrzehnten mit der Waldentwicklung im Steigerwald auseinander. Und so können wir sehr gut beurteilen, was hier gut - weniger gut und schlecht läuft. Wir sind keinesfalls voreingenommen und aufgrund unserer vollkommen unabhängigen Struktur in der Lage Situations-beschreibungen so zu kommunizieren wie sie wirklich sind.

  • Doch die zunehmend erkennbaren Eindrücke widersprechen allem für was wir uns vom Artenschutz im Steigerwald / Artenschutz in Franken in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten intensiv eingesetzt haben. Doch machen Sie sich doch auch ein objektives Bild und sehen Sie sich den Steigerwald und dessen Entwicklung selbst einmal an um zu erkennen wohin sich dieser an zahlreichen Stellen bewegt.


In der Aufnahme

Mit einer Geräuschkulisse eines startenden Düsenjets ausgestattet wurden breite Schneisen in den Wald eingefräst ... Trassen welche die Bewirtschaftung und den Abtransport des Rohstoffes Holz industriell ermöglichen. Naturschutz? ... da war doch mals  was .. ach ja ein paar "geringelte Bäume" sind auch noch vorzufinden ...

Bodenerosion durch Fräsungen in steile Hanglagen?
Wasist das?
Artenschutz in Franken®  
BN fordert offene Diskussion zu Naturwaldgebieten
Bild zum Eintrag (1014685-160)
 BN fordert offene Diskussion zu Naturwaldgebieten

23/24.11.2019

  • Fachtagung in Ebrach: neue Erkenntnisse zu Naturwald und Klima

Bei der gut besuchten Tagung "Naturerbe Buchenwälder" des BUND-Naturschutz (BN)
in Ebrach ging es letztes Wochenende um ein Naturwald-Verbundsystem in Bayern und Wälder in der Klimakrise. Lob gab es für die Bayerische Staatsregierung für das gesetzlich festgelegte Ziel 10 % der Staatswälder "mit besonderer Bedeutung für die Biodiversität" aus der Nutzung zunehmen. BN und Greenpeace hatten 2016 ihr Konzept für ein Naturwald-Verbundsystems veröffentlicht, einige Kerngebiete wurden in Ebrach vorgestellt.

Die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) haben dem Forstministerium einen Entwurf vorgelegt, aber eine Diskussion über Gebiete und deren fachliche Eignung wird verweigert. Richard Mergner, Vorsitzender des BN, fordert dazu eine Diskussion: "In Bayern fehlen mittelgroße und große Naturwälder, die natürliche Anpassungs-Prozesse gewährleisten und Spenderflächen für Biodiversität sowie Lernflächen für den Waldbau sind. Da muss dringend nachgebessert werden und fachlich geeignete Gebiete geschützt werden, denn öffentliche Wälder haben Verantwortung für das Gemeinwohl!"

Aktuelle Studien zeigen, dass alte Wälder mit viel Biomasse und einer hohen typischen Artenvielfalt wesentlich stabiler und anpassungsfähiger in der Klimakrise sind als junge Wirtschaftswälder. Dr. Anke Höltermann vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) appellierte an die Länder: "Der Anteil von Wäldern mit natürlicher Waldentwicklung sollte schnell und signifikant erhöht werden." Mehrere Referenten forderten einen Einschlags-Stopp für staatliche Laubwälder über 140 Jahren. Die Besichtigung des Naturwaldreservats Waldhaus und der Ausstellung "Wilde Buchenwälder" sowie der Kurzfilmabend "Steigerwald-Flimmern" rundeten die Tagung ab. Bei der Podiumsdiskussion mit Vertretern der Landtagsfraktionen wurden die Unterschiede deutlich. Während Patrick Friedl von den Grünen sich klar für mehr und auch größere Naturwälder aussprach, verwiesen Barbara Becker von der CSU und Leopold Mayer von der FDP auf die Notwendigkeit der Holznutzung.

Ziel verfehlt - Bundesamt für Naturschutz fordert mehr Naturwälder

Das 5 %-Ziel Naturwälder in Deutschland wird bis 2020 nicht erreicht, aktuell sind es 2,8 %. Höltermann plädierte für mehr Naturwald-Flächen, weil diese eine große Bedeutung für den Klimaschutz haben, natürliche Anpassungsprozesse an den Klimawandel unterstützen und notwendig sind, um das gesamte Spektrum der Biodiversität im Wald zu erhalten. Reinhardt Neft, Vorstand der BaySF, kündigte größere Naturwälder und einen Dialog an. Er betonte, dass man Waldnaturschutz und Klimaschutz nicht gegeneinander ausspielen sollte. Waldwirtschaft und Holznutzung sind für ihn aktiver Klimaschutz.
Alte Naturwälder sind auch die besseren "Klimawälder"

Dr. Ralf Straußberger, Waldreferent des BN, stellte auf Basis internationaler Forschungs-Ergebnisse klar: "Je älter und natürlicher ein Wald ist, desto größer ist auch seine Wirkung als Kohlenstoffspeicher und -senke, vor allem jenseits von 130 Jahren. In Biomasse und Böden wird Kohlenstoff über Jahrhunderte gespeichert."
Bayern hat Potential für größere Naturwälder und muss diese auch schützen

Dr. Christine Markgraf, Artenschutzreferentin des BN, freut sich über den neuen knapp 1 000 Hektar (ha) großen Naturwald in den Donau-Auen, rund 2 000 ha sollen es werden. Für Steigerwald und Spessart hat die Staatsregierung mittelgroße Naturwälder angekündigt. Michal Kunkel von den Freunden des Spessarts zeigte schockierende Bilder von flächiger Zerstörung alter staatlicher Buchenwälder. Im Spessart schlagen Naturschutzverbände einen Verbund aus einem großflächigen Kerngebiet, mittelgroßen und kleinen Flächen von 9 000 ha vor, der Staat besitzt hier ca. 42 000 ha. Regionale Schutzinitiativen stellten das Ammergebirge, den Gramschatzer Wald und den Hienheimer Forst vor, die für größere Naturwaldgebiete im Staatswald geeignet sind.
"Hohen Buchenen Wald" mit Stollberger Forst schützen - JETZT!

Ulla Reck vom Freundeskreis Nationalpark Steigerwald betonte die große Unterstützerzahl des "Hohen Buchenen Waldes", der als wertvollste Kernfläche mit an Bord sein muss, will die Staatsregierung glaubwürdig bleiben. Die BaySF signalisieren, dass das Gebiet für sie wirtschaftlich zu wichtig ist. Dr. Liebhard Löffler, 1. Vorsitzender des Bürgervereins Nationalpark Steigerwald, appellierte an Ministerpräsident Söder deutlich zu machen, dass er es ernst meint, dass der Holz-Gewinn nicht an erster Stelle steht. Ebrachs Bürgermeister Max-Dieter Schneider hob im Grußwort hervor, dass in der Steigerwald-Region längst die Befürworter eines Nationalparks überwiegen.
Parteien werten den Schutz von Naturwäldern unterschiedlich

Bei der Podiumsdiskussion mit Vertretern der Landtagsfraktionen waren nur CSU, Grüne und FDP vertreten. Barbara Becker (CSU) sieht die Notwendigkeit von Naturwäldern, setzt aber stärker auf Wald als Holzlieferant. Sie signalisierte Sympathie, falls die Arbeitsplätze im Bereich Holz erhalten bleiben und bietet einen Dialog an. Patrick Friedel (Grüne) fordert eine offene Diskussion zum Naturwaldkonzept. Er setzt auf Einsparung und Recycling, um klimaschädliche Treibhausgase zu minimieren. Leopold Mayer (FDP) bekräftigte, dass sein Landesfachausschuss ein Weltnaturerbe im Steigerwald unterstützt. Er distanziert sich vom Nationalpark, dem 10 %-Naturwald-Ziel und favorisiert das Trittsteinkonzept.

Richard Mergner forderte eine detaillierte Untersuchung der regionalen Holzströme und plädiert für sparsameren Umgang mit Holz. Er betonte, dass ein Nationalpark für die Region große Vorteile bringt und keine einzige deutsche Nationalparkregion ihren Titel wieder hergeben würde.

Für Rückfragen:


Ulla Reck, Geschäftsstellenleiterin Freundeskreis Nationalpark Steigerwald, mobil 0176/ 200 38 523

Quelle
BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
Tel. 09 41 / 2 97 20 0
Fax 09 41 / 2 97 20 30
info@bund-naturschutz.de
20.11.2019


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Artenschutz in Franken®

  • Mit großer Sorge blicken wir auf die Entwicklung der "nachhaltig bewirtschafteten Wälder" auch im Nördlichen und Oberen Steigerwald". In den vergangenen Jahren hat sich das Gesicht der Wälder stark verändert. Zunehmend werden Fahrtrassen in den Wald gefräst, auch in Bereichen die in den vergangenen Jahren weitestgehend davon verschont bleiben und auch deshalb eine interessante Artenvielfalt aufwiesen.

Wenn jedoch nun auch liegende Biotopbäume inkl. der Lebensformen die mit und ihnen leben bei der Anlage der "Steigerwald-Autobahnen" rigoros bei Seite geschoben und zerfetzt werden dann scheint eine vorhandene Strategie die in bestehenden Strukturen nach eigenen Angaben sehr hoch geschätzt wird, nicht mehr zu greifen.

Aufgrund auch dieser Erkenntnis darf zunehmend die Meinung und Sichtweise geäußert werden das tatsächlich über einen anderen Ansatz als "Nützen und Schützen" nachgedacht werden muss. Denn Der Aspekt des Schutzes scheint von der des Nutzens zunehmend in den Hintergrund gedrängt zu werden.

Das ist keinesfalls der Ansatz der von unserer Organisation unterstützt werden kann und auch nicht wird.

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"Go West" - Die Wilden Bienchen von Merzig
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"Go West" - Die Wilden Bienchen von Merzig

22/23.11.2019


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, des  Waldkindergartens "Die Waldzwerge" und der SWSM Sozialwerk Saar-Mosel gemeinnützige GmbH, das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Merzig/Saarland. Wenn von Bienen die Rede ist, denken die meisten von uns sofort an die domestizierte Honigbiene. Dass es daneben in der Bundesrepublik Deutschland weitere ca. 560 Wildbienenarten gibt, ist den wenigsten bekannt.

Viele dieser Wildbienenarten stehen mit dem Rücken zur Wand, sind also sehr stark im Bestand gefährdet oder stehen gar vor dem Aussterben.Ein hoch innovatives Projekt welches unter dem Namen "Deutschlands Wilde Bienchen®" firmiert möchte die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf diese zunehmend prekäre Situation lenken und gleichzeitig aufzeigen wir es möglich sein kann diese Arten mit uns in die Zukunft zu nehmen.

Einen dieser Projektbausteine konnten wir nun im Saarland unweit der Landesgrenze zu unseren französischen Nachbarn installieren.


In der Aufnahme
Am 20. November war es soweit, die Installation der Wildbienenwand auf dem Gelände des Waldkinderartens konnte erfolgreich umgesetzt werden. Farbenfroh und inhaltlich speziell auf die Bedürfnisse heimischer Wildbienenarten ausgerichtet - so zeigt sich die Wildbienenwand hier kurz nach der Installation.

Noch mit den Stabilisierungstools besetzt die wenig später nach der Trocknungphase entfernt wurden.Die Wand wurde am Randbereich der Einrichtung montiert, auch um Spaziergängern und Wanderern die Möglichkeit zu erfönnen die wunderschöne Wand erleben zu können. ... im kommenden Frühjahr wird es also spannend ... hier sind die ersten Wildbienen an der Wand zu erwarten ....

Hat auch ihre Einrichtung Interesse an der Umsetzung dieses in der benannten Form in ganz Deutschlands einmaligen Projekts?

Dann kontaktieren Sie uns!
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