Der Hauhechel-Bläuling im fränkischen Hochsommer
Hoffnungsschimmer auf dürrem Grund: Der Hauhechel-Bläuling im fränkischen Hochsommer
23/24.08.2026
Wo sonst um diese Jahreszeit noch saftiges Grün den Boden bedeckt, knirscht heute dürres Gras unter den Sohlen. Die langanhaltende Trockenheit hinterlässt Spuren, die selbst einem alten Naturbeobachter wie mir das Herz schwer machen.
23/24.08.2026
- Die Augustsonne brennt unerbittlich auf den Jurahangkanten unserer fränkischen Heimat.
Wo sonst um diese Jahreszeit noch saftiges Grün den Boden bedeckt, knirscht heute dürres Gras unter den Sohlen. Die langanhaltende Trockenheit hinterlässt Spuren, die selbst einem alten Naturbeobachter wie mir das Herz schwer machen.
Und doch gab es gestern diesen einen Moment der Hoffnung.
Zwischen den vertrockneten Halmen einer Magerwiese stach mir ein winziger, fast grazil wirkender Farbtupfer ins Auge. Auf den blassen Blütenköpfen einer Skabiosen-Flockenblume saß ein Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus).
Ruhig hielt er inne, klappte die Flügel zusammen und gab den Blick auf seine silbrig-graue Unterseite frei – verziert mit jenen charakteristischen, weiß umrandeten schwarzen Pünktchen und den leuchtend orangen Randflecken, die ich schon seit meinen Kindertagen so schätze. An den Flügelansätzen schimmerte noch ein Hauch jenes kühlen Türkisblau, das ihn so unverwechselbar macht.
Der Hauhechel-Bläuling gilt eigentlich als robuster Allerweltsvogel unter unseren Heimischen Tagfaltern. Er ist Anpassungskünstler und Überlebenskünstler zugleich. Doch wer mit offenen Augen durch die fränkische Kulturlandschaft geht, merkt schnell: Auch die Unverwüstlichen geraten ins Wanken.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Zwischen den vertrockneten Halmen einer Magerwiese stach mir ein winziger, fast grazil wirkender Farbtupfer ins Auge. Auf den blassen Blütenköpfen einer Skabiosen-Flockenblume saß ein Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus).
Ruhig hielt er inne, klappte die Flügel zusammen und gab den Blick auf seine silbrig-graue Unterseite frei – verziert mit jenen charakteristischen, weiß umrandeten schwarzen Pünktchen und den leuchtend orangen Randflecken, die ich schon seit meinen Kindertagen so schätze. An den Flügelansätzen schimmerte noch ein Hauch jenes kühlen Türkisblau, das ihn so unverwechselbar macht.
Der Hauhechel-Bläuling gilt eigentlich als robuster Allerweltsvogel unter unseren Heimischen Tagfaltern. Er ist Anpassungskünstler und Überlebenskünstler zugleich. Doch wer mit offenen Augen durch die fränkische Kulturlandschaft geht, merkt schnell: Auch die Unverwüstlichen geraten ins Wanken.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Hauhechel Bläuling im August 2026
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