Große Zitterspinne (Pholcus phalangioides)
Die Große Zitterspinne (Pholcus phalangioides) – Ein nützlicher Mitbewohner auf leisen Beinen
20/21.09.2026
Die zur Ordnung der Webspinnen (Araneae) gehörende Art hat sich als gebäudegebundener Kulturfolger hervorragend an geschützte Nischen in unserer menschlichen Umgebung angepasst.Trotz ihrer zarten, oft übersehenen Erscheinung gehört sie zu den faszinierendsten und gleichzeitig nützlichsten Spinnentieren unserer heimischen Gebäude-Ökosysteme.
20/21.09.2026
- In unseren Wohnräumen, Kellern, Dachböden und Ställen ist sie ein vertrauter Anblick: Die Große Zitterspinne (Pholcus phalangioides).
Die zur Ordnung der Webspinnen (Araneae) gehörende Art hat sich als gebäudegebundener Kulturfolger hervorragend an geschützte Nischen in unserer menschlichen Umgebung angepasst.Trotz ihrer zarten, oft übersehenen Erscheinung gehört sie zu den faszinierendsten und gleichzeitig nützlichsten Spinnentieren unserer heimischen Gebäude-Ökosysteme.
Für den Menschen ist die Zitterspinne völlig ungefährlich. Ganz im Gegenteil: Mit einer Lebenserwartung von bis zu drei Jahren leistet sie einen unschätzbaren Beitrag zur natürlichen Schädlingsregulierung in unseren vier Wänden und ersetzt so manche chemische Keule.
Für den Menschen ist die Zitterspinne völlig ungefährlich. Ganz im Gegenteil: Mit einer Lebenserwartung von bis zu drei Jahren leistet sie einen unschätzbaren Beitrag zur natürlichen Schädlingsregulierung in unseren vier Wänden und ersetzt so manche chemische Keule.
In der Darstellung: Männchen der Großen Zitterspinne (Pholcus phalangioides) mit den charakteristisch verdickten Tastern. Hinweis: Illustrative KI-Bearbeitung – Darstellung entspricht nicht vollständig der ursprünglichen Aufnahmesituation.
Für den Menschen ist die Zitterspinne völlig ungefährlich. Ganz im Gegenteil: Mit einer Lebenserwartung von bis zu drei Jahren leistet sie einen unschätzbaren Beitrag zur natürlichen Schädlingsregulierung in unseren vier Wänden und ersetzt so manche chemische Keule.
In der Darstellung: Männchen der Großen Zitterspinne (Pholcus phalangioides) mit den charakteristisch verdickten Tastern. Hinweis: Illustrative KI-Bearbeitung – Darstellung entspricht nicht vollständig der ursprünglichen Aufnahmesituation.
Artenschutz in Franken®
Timbrado
Der Timbrado – Ein traditionsreicher Gesangsvogel und seine Bedeutung für den Naturschutz
19/20.09.2026
Über Generationen hinweg wurde dieser Vogel aufgrund seines außergewöhnlich klaren, metallisch klingenden Gesangs geschätzt und gezielt weiterentwickelt. Der Name „Timbrado“ leitet sich vom spanischen Wort timbre ab, das für einen hellen, klingenden Ton steht – ein akustisches Merkmal, das diesen Vogel unverwechselbar macht.
19/20.09.2026
- Der Timbrado ist eine besondere Gesangsform des domestizierten Kanarienvogels (Serinus canaria forma domestica), deren Wurzeln tief in der spanischen Kultur verankert sind.
Über Generationen hinweg wurde dieser Vogel aufgrund seines außergewöhnlich klaren, metallisch klingenden Gesangs geschätzt und gezielt weiterentwickelt. Der Name „Timbrado“ leitet sich vom spanischen Wort timbre ab, das für einen hellen, klingenden Ton steht – ein akustisches Merkmal, das diesen Vogel unverwechselbar macht.
Für Artenschutz in Franken® ist der Timbrado ein Beispiel dafür, wie eng menschliche Kulturgeschichte und Naturbeobachtung miteinander verbunden sind. Auch wenn er keine wildlebende Art ist, eröffnet seine Existenz wichtige Perspektiven auf Themen wie verantwortungsvolle Tierhaltung, Klangvielfalt in der Natur und die Bedeutung von Vogelstimmen als ökologische Ressource.
In der Aufnahme / Darstellung:
In der Aufnahme / Darstellung:
- KI-bearbeitete Darstellung auf Grundlage einer Originalaufnahme -- Hintergrund wurde verändert -KI Hinweise eingeblendet - Timbrado selbst in Originaldarstellung.
Artenschutz in Franken®
Wenn der Vogelnistkasten zum Hornissenbau wird
Wenn der Vogelnistkasten zum Hornissenbau wird
18/19.09.2026
Das Hornissenvolk hat zu dieser Jahreszeit seine höchste oder annähernd höchste Individuenzahl erreicht. Der ursprünglich vorhandene Innenraum reicht für die zahlreichen Waben und die heranwachsenden Tiere längst nicht mehr aus. Deshalb haben die Hornissen damit begonnen, ihr Nest über die Grenzen des Kastens hinaus zu erweitern. Schicht für Schicht umgeben sie den Baukörper mit einer papierartig wirkenden Nesthülle. Dabei entsteht der faszinierende Eindruck, als würde sich der gesamte Vogelnistkasten allmählich in ein einziges großes Hornissennest verwandeln.
18/19.09.2026
- Was ursprünglich als kleiner Nistplatz für Vögel gedacht war, hat im Verlauf des Sommers vollkommen andere Bewohner gefunden. Hornissen haben den Nistkasten als geschützten Standort für die Gründung ihres Volkes ausgewählt. Im Frühherbst 2026 zeigt sich nun eindrucksvoll, welche Entwicklung im Inneren stattgefunden hat.
Das Hornissenvolk hat zu dieser Jahreszeit seine höchste oder annähernd höchste Individuenzahl erreicht. Der ursprünglich vorhandene Innenraum reicht für die zahlreichen Waben und die heranwachsenden Tiere längst nicht mehr aus. Deshalb haben die Hornissen damit begonnen, ihr Nest über die Grenzen des Kastens hinaus zu erweitern. Schicht für Schicht umgeben sie den Baukörper mit einer papierartig wirkenden Nesthülle. Dabei entsteht der faszinierende Eindruck, als würde sich der gesamte Vogelnistkasten allmählich in ein einziges großes Hornissennest verwandeln.
Das Baumaterial stellen die Tiere selbst her. Mit ihren kräftigen Mundwerkzeugen lösen sie feine Fasern von verwittertem Holz, vermischen diese mit Speichel und verarbeiten die Masse zu dünnen, erstaunlich stabilen Nestschichten.
Die unterschiedliche Herkunft der Holzfasern lässt auf der Oberfläche feine Farbabstufungen, Linien und Muster entstehen. Was auf den ersten Blick wie graubraunes Papier aussieht, ist somit ein vollständig von den Hornissen geschaffenes Naturbauwerk.
Aufnahme von Volkmar Greb
Die unterschiedliche Herkunft der Holzfasern lässt auf der Oberfläche feine Farbabstufungen, Linien und Muster entstehen. Was auf den ersten Blick wie graubraunes Papier aussieht, ist somit ein vollständig von den Hornissen geschaffenes Naturbauwerk.
Aufnahme von Volkmar Greb
- Hornissen gestalten Kleinvogelnistkasten nach eigenen Bedürfnissen um
Artenschutz in Franken®
Gelber Frauenschuh / Rotbrauner Frauenschuh (Cypripedium calceolus)
Der Gelbe Frauenschuh / Rotbrauner Frauenschuh– ein kostbarer Schatz im lichten Wald
16/17.09.2026
Es war einer jener stillen Frühlingstage, an denen das Licht noch zaghaft durch die Kronen der Laubbäume fällt. Der Waldboden war vom Regen der vergangenen Nacht dunkel gefärbt, und zwischen den jungen Gräsern lagen einzelne Tropfen wie kleine gläserne Perlen. Während wir von Artenschutz in Franken® einem schmalen Waldsaum folgten, entdeckten wir zwischen Moos, Laub und niedrigen Kräutern einen leuchtend gelben Farbtupfer.
16/17.09.2026
- Wenn der Wald für einen Augenblick den Atem anhält
Es war einer jener stillen Frühlingstage, an denen das Licht noch zaghaft durch die Kronen der Laubbäume fällt. Der Waldboden war vom Regen der vergangenen Nacht dunkel gefärbt, und zwischen den jungen Gräsern lagen einzelne Tropfen wie kleine gläserne Perlen. Während wir von Artenschutz in Franken® einem schmalen Waldsaum folgten, entdeckten wir zwischen Moos, Laub und niedrigen Kräutern einen leuchtend gelben Farbtupfer.
Dort stand er: der Gelbe Frauenschuh.
Seine auffällige Blüte wirkte beinahe, als hätte jemand einen kleinen goldenen Schuh mitten im Wald zurückgelassen. Doch was auf den ersten Blick kraftvoll und vollkommen erschien, war in Wahrheit das Ergebnis einer jahrelangen, äußerst empfindlichen Entwicklung. Unter dieser Pflanze verbarg sich ein fein abgestimmtes Zusammenspiel aus Boden, Feuchtigkeit, Licht, Pilzpartnern und bestäubenden Insekten.
Wir blieben in respektvoller Entfernung stehen. Kein Schritt sollte den Boden verdichten, kein Griff die Pflanze berühren. Denn der Gelbe Frauenschuh ist kein blühendes Andenken, das mitgenommen werden darf. Er ist ein lebendiger Teil eines gefährdeten Lebensraums – und ein stiller Hinweis darauf, wie wertvoll jene lichten Übergangsbereiche sind, die in unserer Landschaft immer seltener werden.
In der Aufnahme von Albert Meier
Seine auffällige Blüte wirkte beinahe, als hätte jemand einen kleinen goldenen Schuh mitten im Wald zurückgelassen. Doch was auf den ersten Blick kraftvoll und vollkommen erschien, war in Wahrheit das Ergebnis einer jahrelangen, äußerst empfindlichen Entwicklung. Unter dieser Pflanze verbarg sich ein fein abgestimmtes Zusammenspiel aus Boden, Feuchtigkeit, Licht, Pilzpartnern und bestäubenden Insekten.
Wir blieben in respektvoller Entfernung stehen. Kein Schritt sollte den Boden verdichten, kein Griff die Pflanze berühren. Denn der Gelbe Frauenschuh ist kein blühendes Andenken, das mitgenommen werden darf. Er ist ein lebendiger Teil eines gefährdeten Lebensraums – und ein stiller Hinweis darauf, wie wertvoll jene lichten Übergangsbereiche sind, die in unserer Landschaft immer seltener werden.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Der Gelbe Frauenschuh (Cypripedium calceolus) zählt zu den auffälligsten und zugleich empfindlichsten Orchideen unserer heimischen Flora. ...wo vor Jahren noch 20 und mehr blühten ....
Artenschutz in Franken®
Eine kleine Erdkröte – gerettet vor einer oft unterschätzten Gefahr
Eine kleine Erdkröte – gerettet vor einer oft unterschätzten Gefahr
17/18.09.2026
Für das Amphibium hätte diese Begegnung tödlich enden können. Doch die Situation wurde rechtzeitig erkannt: Wir konnten die Kröte vorsichtig aufnehmen und an einen geschützten, strukturreichen Ort außerhalb der unmittelbaren Gefahrenzone bringen.
17/18.09.2026
- Manchmal wird der Verlust der biologischen Vielfalt nicht durch große Ereignisse sichtbar, sondern in einem einzigen, unscheinbaren Augenblick. Eine kleine Erdkröte (Bufo bufo) geriet in das Blickfeld einer frei laufenden Hauskatze.
Für das Amphibium hätte diese Begegnung tödlich enden können. Doch die Situation wurde rechtzeitig erkannt: Wir konnten die Kröte vorsichtig aufnehmen und an einen geschützten, strukturreichen Ort außerhalb der unmittelbaren Gefahrenzone bringen.
Für uns von Artenschutz in Franken® steht dieses kleine Tier sinnbildlich für eine Entwicklung, die häufig kaum wahrgenommen wird. Frei laufende Hauskatzen folgen ihrem natürlichen Jagdtrieb. Dabei erbeuten oder verletzen sie nicht nur Mäuse, sondern auch Vögel, Eidechsen, Blindschleichen, Frösche, Kröten und zahlreiche Insekten. Besonders problematisch kann dies in naturnahen Gärten, an Waldrändern, in Feuchtgebieten sowie während der Fortpflanzungs- und Wanderzeiten vieler Wildtiere werden.
Die Verantwortung dafür liegt nicht bei der Katze. Sie handelt instinktiv. Entscheidend ist vielmehr, wie verantwortungsvoll wir Menschen mit der Haltung unserer Haustiere umgehen. Begrenzter oder gesicherter Freigang, katzensicher gestaltete Außenbereiche und das zeitweise Belassen der Tiere im Haus – insbesondere nachts sowie während sensibler Brut-, Setz- und Wanderungszeiten – können dazu beitragen, vermeidbare Verluste zu reduzieren. Auch Versteckmöglichkeiten aus heimischen Pflanzen, Totholz, Steinen und dichtem Bodenbewuchs verbessern die Überlebenschancen kleiner Wildtiere.
Unsere gerettete Erdkröte hatte Glück. Sie konnte ihren Weg unverletzt fortsetzen. Viele andere Tiere bleiben jedoch unbemerkt und werden Teil eines schleichenden Verlustes, der sich Tag für Tag in unseren Gärten und Siedlungsräumen vollzieht.
Artenschutz beginnt deshalb nicht erst in großen Schutzgebieten. Er beginnt unmittelbar vor unserer Haustür – mit Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und der Bereitschaft, auch für die kleinsten Mitbewohner unserer Landschaft Verantwortung zu übernehmen.
Aufnahme Selina Bertelmann
Die Verantwortung dafür liegt nicht bei der Katze. Sie handelt instinktiv. Entscheidend ist vielmehr, wie verantwortungsvoll wir Menschen mit der Haltung unserer Haustiere umgehen. Begrenzter oder gesicherter Freigang, katzensicher gestaltete Außenbereiche und das zeitweise Belassen der Tiere im Haus – insbesondere nachts sowie während sensibler Brut-, Setz- und Wanderungszeiten – können dazu beitragen, vermeidbare Verluste zu reduzieren. Auch Versteckmöglichkeiten aus heimischen Pflanzen, Totholz, Steinen und dichtem Bodenbewuchs verbessern die Überlebenschancen kleiner Wildtiere.
Unsere gerettete Erdkröte hatte Glück. Sie konnte ihren Weg unverletzt fortsetzen. Viele andere Tiere bleiben jedoch unbemerkt und werden Teil eines schleichenden Verlustes, der sich Tag für Tag in unseren Gärten und Siedlungsräumen vollzieht.
Artenschutz beginnt deshalb nicht erst in großen Schutzgebieten. Er beginnt unmittelbar vor unserer Haustür – mit Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und der Bereitschaft, auch für die kleinsten Mitbewohner unserer Landschaft Verantwortung zu übernehmen.
Aufnahme Selina Bertelmann
- Gerettete Erdkröte - nach kurzer Ruhephase wurde das Tier erneut in die Freiheit entlassen.
Artenschutz in Franken®
Ein Körnchen Freundschaft
Ein Körnchen Freundschaft
16/17.09.2026
Die Nacht war still und kalt geworden. Ein dünner Wind strich durch die Zweige der Hecke und ließ das trockene Laub leise über den Boden rascheln. Unter einem alten Holzstapel öffneten sich vorsichtig zwei kleine schwarze Augen.
Mila, eine junge Hausmaus, steckte ihre Nase aus dem Versteck. Ihr Magen knurrte. Seit Stunden war sie auf der Suche nach etwas Fressbarem, doch zwischen den kahlen Pflanzenstängeln hatte sie kaum etwas gefunden. Also fasste sie sich ein Herz und lief los.
Immer dicht an Mauern, Sträuchern und Steinen entlang huschte sie durch die Dunkelheit. Freie Flächen mochte sie nicht. Dort fühlte sie sich schutzlos. Doch plötzlich nahm ihre feine Nase einen verlockenden Geruch wahr.
16/17.09.2026
- Die kleine Hausmaus an der Vogelfütterung
Die Nacht war still und kalt geworden. Ein dünner Wind strich durch die Zweige der Hecke und ließ das trockene Laub leise über den Boden rascheln. Unter einem alten Holzstapel öffneten sich vorsichtig zwei kleine schwarze Augen.
Mila, eine junge Hausmaus, steckte ihre Nase aus dem Versteck. Ihr Magen knurrte. Seit Stunden war sie auf der Suche nach etwas Fressbarem, doch zwischen den kahlen Pflanzenstängeln hatte sie kaum etwas gefunden. Also fasste sie sich ein Herz und lief los.
Immer dicht an Mauern, Sträuchern und Steinen entlang huschte sie durch die Dunkelheit. Freie Flächen mochte sie nicht. Dort fühlte sie sich schutzlos. Doch plötzlich nahm ihre feine Nase einen verlockenden Geruch wahr.
Es roch nach Sonnenblumenkernen, Haferflocken und kleinen Sämereien.
Mila folgte der Spur und gelangte in einen Garten. Unter einem kleinen Futterhaus lagen einige Körner auf dem Boden. Offenbar waren sie den gefiederten Besuchern am Tag aus dem Schnabel gefallen.
„Was für ein Festessen!“, dachte Mila.
Sie setzte sich auf ihre Hinterbeine, nahm ein Korn zwischen die Vorderpfoten und begann zu knabbern. Dabei vergaß sie für einen Moment die Kälte, den Hunger und ihre Angst vor der offenen Umgebung. Als am nächsten Morgen das erste Licht über den Garten wanderte, kehrte Mila noch einmal zur Futterstelle zurück. Gerade wollte sie ein weiteres Korn aufnehmen, da landete mit leisem Flügelschlag eine Kohlmeise auf einem niedrigen Ast.
„Du bist aber keine Meise“, stellte der Vogel fest.
Mila erschrak und ließ das Korn fallen.
„Und du bist keine Maus“, antwortete sie vorsichtig.
Die Kohlmeise legte den Kopf schief. „Das stimmt. Ich heiße Tilda. Und wer bist du?“
„Mila“, flüsterte die Maus. „Ich wollte euch nichts wegnehmen. Ich habe nur die Körner gesammelt, die auf dem Boden lagen.“
Tilda betrachtete die kleine Besucherin eine Weile. Dann hüpfte sie näher.
„Diese Körner sind heruntergefallen. Wenn du sie frisst, verderben sie wenigstens nicht im feuchten Laub.“
Bald darauf kamen auch ein Haussperling und ein Rotkehlchen hinzu. Der Sperling hieß Fips und redete beinahe ohne Pause. Das Rotkehlchen stellte sich als Rubin vor und hielt zunächst lieber etwas Abstand. Mila blieb unter dem Futterhaus sitzen. Die Vögel fraßen oben, während sie die heruntergefallenen Körner am Boden einsammelte. So begegneten sie sich von nun an fast jeden Morgen.
Mit der Zeit verloren die kleinen Tiere ihre Scheu voreinander. Tilda erzählte von den höchsten Ästen der alten Linde. Fips berichtete vom geschäftigen Leben unter den Dachziegeln, und Rubin kannte jede geschützte Ecke des Gartens. Mila wiederum wusste, wo sich unter dem Holzstapel trockene Hohlräume befanden und an welchen Stellen die dichte Hecke Schutz vor Wind und Wetter bot.
Eines Morgens hörte Mila plötzlich ein leises Rascheln im Gebüsch. Der Wind konnte es nicht sein. Dafür bewegte sich das Laub viel zu gleichmäßig.
Sie hob den Kopf und entdeckte zwischen den Zweigen zwei aufmerksame Katzenaugen.
„Fort!“, piepste Mila so laut sie konnte.
Tilda, Fips und Rubin flogen augenblicklich in die dichte Hecke. Mila selbst verschwand unter einer Wurzel. Die Katze schlich noch eine Weile um die Futterstelle, doch schließlich zog sie weiter.
Am folgenden Tag warteten die drei Vögel bereits auf Mila.
„Du hast uns gewarnt“, sagte Rubin.
„Natürlich“, antwortete die Maus. „Freunde passen aufeinander auf.“
Von diesem Tag an gehörte Mila für die Vögel zur kleinen Gemeinschaft an der Futterstelle. Sie teilten keinen gemeinsamen Schlafplatz und lebten auf ganz unterschiedliche Weise. Dennoch verband sie etwas: Sie alle suchten Nahrung, Schutz und einen sicheren Platz in einer Welt, die ihnen immer weniger ungestörte Nischen ließ.
Die Menschen im Haus bemerkten bald die kleinen Spuren unter dem Futterhaus. Deshalb reinigten sie den Platz regelmäßig und streuten nur so viel Futter aus, wie die Vögel tatsächlich benötigten. Die heruntergefallenen Reste entfernten sie, bevor diese feucht wurden oder verdarben. Auch die Hecke, der Holzstapel und einige trockene Pflanzenstängel durften bleiben.
So blieb der Garten sauber – und dennoch lebendig.
Mila fand weiterhin einzelne Körner, die beim lebhaften Treiben aus dem Futterhaus fielen. Viel wichtiger aber war etwas anderes: Zwischen Hecke, Holz und Laub hatte sie einen geschützten Lebensraum gefunden. Und jeden Morgen, wenn Tilda, Fips und Rubin eintrafen, wusste sie, dass sie nicht mehr allein war.
Für uns von Artenschutz in Franken® erzählt diese kleine Geschichte von einer Erkenntnis, die in unserer aufgeräumten Welt leicht verloren geht: Tiere müssen nicht gleich aussehen oder dieselbe Lebensweise besitzen, um einen Lebensraum miteinander zu teilen.
Ein naturnaher Garten bietet nicht nur Vögeln Nahrung und Schutz. Hecken, Laubbereiche, heimische Pflanzen, Holzstrukturen und kleine ungestörte Winkel schaffen Raum für viele unterschiedliche Lebewesen. Dabei kommt es auf ein verantwortungsvolles Miteinander an – mit sauber gehaltenen Futterstellen, maßvollen Futtermengen und ausreichend natürlichen Strukturen.
Denn manchmal beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft mit nichts weiter als einem kleinen Korn, das auf die Erde gefallen ist.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Mila folgte der Spur und gelangte in einen Garten. Unter einem kleinen Futterhaus lagen einige Körner auf dem Boden. Offenbar waren sie den gefiederten Besuchern am Tag aus dem Schnabel gefallen.
„Was für ein Festessen!“, dachte Mila.
Sie setzte sich auf ihre Hinterbeine, nahm ein Korn zwischen die Vorderpfoten und begann zu knabbern. Dabei vergaß sie für einen Moment die Kälte, den Hunger und ihre Angst vor der offenen Umgebung. Als am nächsten Morgen das erste Licht über den Garten wanderte, kehrte Mila noch einmal zur Futterstelle zurück. Gerade wollte sie ein weiteres Korn aufnehmen, da landete mit leisem Flügelschlag eine Kohlmeise auf einem niedrigen Ast.
„Du bist aber keine Meise“, stellte der Vogel fest.
Mila erschrak und ließ das Korn fallen.
„Und du bist keine Maus“, antwortete sie vorsichtig.
Die Kohlmeise legte den Kopf schief. „Das stimmt. Ich heiße Tilda. Und wer bist du?“
„Mila“, flüsterte die Maus. „Ich wollte euch nichts wegnehmen. Ich habe nur die Körner gesammelt, die auf dem Boden lagen.“
Tilda betrachtete die kleine Besucherin eine Weile. Dann hüpfte sie näher.
„Diese Körner sind heruntergefallen. Wenn du sie frisst, verderben sie wenigstens nicht im feuchten Laub.“
Bald darauf kamen auch ein Haussperling und ein Rotkehlchen hinzu. Der Sperling hieß Fips und redete beinahe ohne Pause. Das Rotkehlchen stellte sich als Rubin vor und hielt zunächst lieber etwas Abstand. Mila blieb unter dem Futterhaus sitzen. Die Vögel fraßen oben, während sie die heruntergefallenen Körner am Boden einsammelte. So begegneten sie sich von nun an fast jeden Morgen.
Mit der Zeit verloren die kleinen Tiere ihre Scheu voreinander. Tilda erzählte von den höchsten Ästen der alten Linde. Fips berichtete vom geschäftigen Leben unter den Dachziegeln, und Rubin kannte jede geschützte Ecke des Gartens. Mila wiederum wusste, wo sich unter dem Holzstapel trockene Hohlräume befanden und an welchen Stellen die dichte Hecke Schutz vor Wind und Wetter bot.
Eines Morgens hörte Mila plötzlich ein leises Rascheln im Gebüsch. Der Wind konnte es nicht sein. Dafür bewegte sich das Laub viel zu gleichmäßig.
Sie hob den Kopf und entdeckte zwischen den Zweigen zwei aufmerksame Katzenaugen.
„Fort!“, piepste Mila so laut sie konnte.
Tilda, Fips und Rubin flogen augenblicklich in die dichte Hecke. Mila selbst verschwand unter einer Wurzel. Die Katze schlich noch eine Weile um die Futterstelle, doch schließlich zog sie weiter.
Am folgenden Tag warteten die drei Vögel bereits auf Mila.
„Du hast uns gewarnt“, sagte Rubin.
„Natürlich“, antwortete die Maus. „Freunde passen aufeinander auf.“
Von diesem Tag an gehörte Mila für die Vögel zur kleinen Gemeinschaft an der Futterstelle. Sie teilten keinen gemeinsamen Schlafplatz und lebten auf ganz unterschiedliche Weise. Dennoch verband sie etwas: Sie alle suchten Nahrung, Schutz und einen sicheren Platz in einer Welt, die ihnen immer weniger ungestörte Nischen ließ.
Die Menschen im Haus bemerkten bald die kleinen Spuren unter dem Futterhaus. Deshalb reinigten sie den Platz regelmäßig und streuten nur so viel Futter aus, wie die Vögel tatsächlich benötigten. Die heruntergefallenen Reste entfernten sie, bevor diese feucht wurden oder verdarben. Auch die Hecke, der Holzstapel und einige trockene Pflanzenstängel durften bleiben.
So blieb der Garten sauber – und dennoch lebendig.
Mila fand weiterhin einzelne Körner, die beim lebhaften Treiben aus dem Futterhaus fielen. Viel wichtiger aber war etwas anderes: Zwischen Hecke, Holz und Laub hatte sie einen geschützten Lebensraum gefunden. Und jeden Morgen, wenn Tilda, Fips und Rubin eintrafen, wusste sie, dass sie nicht mehr allein war.
Für uns von Artenschutz in Franken® erzählt diese kleine Geschichte von einer Erkenntnis, die in unserer aufgeräumten Welt leicht verloren geht: Tiere müssen nicht gleich aussehen oder dieselbe Lebensweise besitzen, um einen Lebensraum miteinander zu teilen.
Ein naturnaher Garten bietet nicht nur Vögeln Nahrung und Schutz. Hecken, Laubbereiche, heimische Pflanzen, Holzstrukturen und kleine ungestörte Winkel schaffen Raum für viele unterschiedliche Lebewesen. Dabei kommt es auf ein verantwortungsvolles Miteinander an – mit sauber gehaltenen Futterstellen, maßvollen Futtermengen und ausreichend natürlichen Strukturen.
Denn manchmal beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft mit nichts weiter als einem kleinen Korn, das auf die Erde gefallen ist.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Hausmaus an einer Vogelfütterung
Artenschutz in Franken®
Wenn die ersten Frühherbstnebel über das Land ziehen
Wenn die ersten Frühherbstnebel über das Land ziehen
15/16.09.2026
Viele Zugvögel sammeln sich nun und bereiten sich auf ihre weite Reise in wärmere Regionen vor. Andere Vogelarten bleiben bei uns und beginnen, besonders energiereiche Nahrung aufzunehmen. Igel suchen nach Insekten, Würmern und anderen Kleintieren, um sich wichtige Fettreserven anzulegen. Eichhörnchen tragen Nüsse und Samen in ihre Verstecke, während sich Fledermäuse nach geeigneten Winterquartieren umsehen.
15/16.09.2026
- Wenn am frühen Morgen die ersten Nebelschleier über Wiesen, Hecken und Gewässer ziehen, kündigt sich leise der nahende Herbst an. Tautropfen liegen wie kleine Perlen auf Gräsern und Spinnennetzen, während die Landschaft für einige Stunden beinahe stillzustehen scheint. Doch unter dieser stillen Oberfläche ist die heimische Artenvielfalt längst in Bewegung.
Viele Zugvögel sammeln sich nun und bereiten sich auf ihre weite Reise in wärmere Regionen vor. Andere Vogelarten bleiben bei uns und beginnen, besonders energiereiche Nahrung aufzunehmen. Igel suchen nach Insekten, Würmern und anderen Kleintieren, um sich wichtige Fettreserven anzulegen. Eichhörnchen tragen Nüsse und Samen in ihre Verstecke, während sich Fledermäuse nach geeigneten Winterquartieren umsehen.
Auch in der Pflanzenwelt ist der Wandel deutlich zu erkennen. Beeren, Nüsse und Samen reifen heran und bilden eine wertvolle Nahrungsgrundlage für zahlreiche Tiere. Verblühte Stauden und trockene Pflanzenstängel werden zu geschützten Rückzugsorten für Insekten, Spinnen und ihre Entwicklungsstadien. Was für uns manchmal ungepflegt erscheinen mag, kann für viele kleine Lebewesen überlebenswichtig sein.
Gerade jetzt zeigt sich, wie wertvoll naturnahe Gärten, ungemähte Randstreifen, artenreiche Hecken und strukturreiche Landschaften sind. Wer abgestorbene Pflanzenstängel stehen lässt, Laub nicht vollständig entfernt und auf übermäßige Pflege verzichtet, schafft wichtige Nischen für die bevorstehende kalte Jahreszeit.
Für Artenschutz in Franken® sind die ersten Frühherbstnebel deshalb weit mehr als ein stimmungsvolles Naturbild. Sie erinnern uns daran, dass jede Jahreszeit ihre eigenen Anforderungen an die Artenvielfalt stellt. Der Herbst ist keine Zeit des plötzlichen Stillstands, sondern eine Phase intensiver Vorbereitung und Veränderung. Geben wir der Natur den notwendigen Raum, damit möglichst viele Arten sicher durch die kommenden Monate gelangen können.
In der Aufnahme vom 15.09.2026
Gerade jetzt zeigt sich, wie wertvoll naturnahe Gärten, ungemähte Randstreifen, artenreiche Hecken und strukturreiche Landschaften sind. Wer abgestorbene Pflanzenstängel stehen lässt, Laub nicht vollständig entfernt und auf übermäßige Pflege verzichtet, schafft wichtige Nischen für die bevorstehende kalte Jahreszeit.
Für Artenschutz in Franken® sind die ersten Frühherbstnebel deshalb weit mehr als ein stimmungsvolles Naturbild. Sie erinnern uns daran, dass jede Jahreszeit ihre eigenen Anforderungen an die Artenvielfalt stellt. Der Herbst ist keine Zeit des plötzlichen Stillstands, sondern eine Phase intensiver Vorbereitung und Veränderung. Geben wir der Natur den notwendigen Raum, damit möglichst viele Arten sicher durch die kommenden Monate gelangen können.
In der Aufnahme vom 15.09.2026
- Erste dichtere Herbstnebel ziehen über das Land und die Sonne hat es zunehmend schwerer sich durch diese Wasserschleier zu kämpfen.
Artenschutz in Franken®
Mittlerer Wegerich (Plantago media)
Säume des Lebens: Der Mittlere Wegerich (Plantago media) – Leuchtendes Symbol gefährdeter Magerstandorte im Wandel der Zeit
15/16.09.2026
Die Mittagssonne brannte hoch über einer kargen, südexponierten Hangschulter im fränkischen Jura. Der Boden war steinreich, flachgründig und trocken; der Wind strich leise über das knisternde Gras. Wo intensiv gedüngte Futterwiesen längst in einem monotonen Einheitsgrün erstickten, bot dieser magere Standort ein ganz anderes Bild. Mitten im dichten Teppich aus niedrigen Kräutern fiel der Blick auf eine zarte, aber eindrucksvolle Erscheinung: die Blütenschopf-Kerze des Mittleren Wegerichs.
15/16.09.2026
- Der Blick ins Revier: Eine Begegnung auf dem Trockenrasen
Die Mittagssonne brannte hoch über einer kargen, südexponierten Hangschulter im fränkischen Jura. Der Boden war steinreich, flachgründig und trocken; der Wind strich leise über das knisternde Gras. Wo intensiv gedüngte Futterwiesen längst in einem monotonen Einheitsgrün erstickten, bot dieser magere Standort ein ganz anderes Bild. Mitten im dichten Teppich aus niedrigen Kräutern fiel der Blick auf eine zarte, aber eindrucksvolle Erscheinung: die Blütenschopf-Kerze des Mittleren Wegerichs.
Im Gegensatz zu seinen robusteren und alltäglicheren Verwandten wirkte dieser Wegerich wie ein kleines Kunstwerk der Natur. Seine blassrosa bis lilafarben schimmernden Staubfäden ragten weit aus den zylindrischen Ähren heraus und bildeten eine feine, duftende Wolke über den flach angedrückten Blättern. Ein kleiner Hauhechel-Bläuling landete sanft auf der blühenden Ähre, verweilte einige Augenblicke und nutzte das reichhaltige Pollenangebot.
Hier, auf den verbliebenen Magerrasen und sonnigen Hangbereichen unserer Heimat, wird spürbar, wie unersetzlich artenreiche Lebensräume sind. Der Mittlere Wegerich ist kein gewöhnliches Wegrandkraut, sondern ein feinfühliger Zeiger für ungestörte, nährstoffarme Böden.
In der Aufnahme
Hier, auf den verbliebenen Magerrasen und sonnigen Hangbereichen unserer Heimat, wird spürbar, wie unersetzlich artenreiche Lebensräume sind. Der Mittlere Wegerich ist kein gewöhnliches Wegrandkraut, sondern ein feinfühliger Zeiger für ungestörte, nährstoffarme Böden.
In der Aufnahme
- Die charakteristische Blattrosette: Flach an den Boden geschmiegt, fängt das behaarte Blattwerk jeden Sonnenstrahl auf.
Artenschutz in Franken®
Blauflügelige Ödlandschrecke – wenn sich ein Stück Himmel vom Boden erhebt
Blauflügelige Ödlandschrecke – wenn sich ein Stück Himmel vom Boden erhebt
14/15.09.2026
Die Sonne hatte den schmalen Feldweg längst aufgeheizt. Zwischen hellen Steinen, trockenen Halmen und kleinen offenen Bodenstellen schien sich nichts zu bewegen. Erst als wir einen Schritt näher kamen, löste sich plötzlich etwas aus dem unscheinbaren Untergrund. Für einen kurzen Augenblick blitzte ein kräftiges Blau auf – fast so, als hätte sich ein Stück des sommerlichen Himmels vom Boden erhoben.
Wenige Meter weiter landete das Tier wieder. Die Farbe verschwand ebenso schnell, wie sie erschienen war. Vor uns lagen erneut nur Steine, Sand und trockenes Gras. Erst nach längerem Suchen entdeckten wir die kleine Heuschrecke. Regungslos saß sie auf dem Boden und verschmolz nahezu vollständig mit ihrer Umgebung.
Solche Begegnungen zeigen uns von Artenschutz in Franken® immer wieder, wie viel verborgenes Leben sich auf Flächen befinden kann, die auf den ersten Blick karg, ungepflegt oder sogar wertlos erscheinen. Gerade diese scheinbar unspektakulären Bereiche können für hoch spezialisierte Arten unverzichtbar sein. Die Blauflügelige Ödlandschrecke ist eine eindrucksvolle Botschafterin dieser oft übersehenen Lebensräume.
14/15.09.2026
- Eine Begegnung zwischen Steinen und trockenem Gras
Die Sonne hatte den schmalen Feldweg längst aufgeheizt. Zwischen hellen Steinen, trockenen Halmen und kleinen offenen Bodenstellen schien sich nichts zu bewegen. Erst als wir einen Schritt näher kamen, löste sich plötzlich etwas aus dem unscheinbaren Untergrund. Für einen kurzen Augenblick blitzte ein kräftiges Blau auf – fast so, als hätte sich ein Stück des sommerlichen Himmels vom Boden erhoben.
Wenige Meter weiter landete das Tier wieder. Die Farbe verschwand ebenso schnell, wie sie erschienen war. Vor uns lagen erneut nur Steine, Sand und trockenes Gras. Erst nach längerem Suchen entdeckten wir die kleine Heuschrecke. Regungslos saß sie auf dem Boden und verschmolz nahezu vollständig mit ihrer Umgebung.
Solche Begegnungen zeigen uns von Artenschutz in Franken® immer wieder, wie viel verborgenes Leben sich auf Flächen befinden kann, die auf den ersten Blick karg, ungepflegt oder sogar wertlos erscheinen. Gerade diese scheinbar unspektakulären Bereiche können für hoch spezialisierte Arten unverzichtbar sein. Die Blauflügelige Ödlandschrecke ist eine eindrucksvolle Botschafterin dieser oft übersehenen Lebensräume.
Meisterin der Tarnung
Die Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens) gehört zur Familie der Feldheuschrecken. Männchen erreichen gewöhnlich eine Körperlänge von etwa 13 bis 23 Millimetern, Weibchen können mit rund 20 bis 29 Millimetern deutlich größer werden.
Ihre graue, braune, gelbliche oder rötlich braune Grundfärbung ist hervorragend an den jeweiligen Untergrund angepasst. Dunkle Flecken und Bänder lösen die Körperkonturen optisch auf.
In der Aufnahme vom 06.09.2026
Die Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens) gehört zur Familie der Feldheuschrecken. Männchen erreichen gewöhnlich eine Körperlänge von etwa 13 bis 23 Millimetern, Weibchen können mit rund 20 bis 29 Millimetern deutlich größer werden.
Ihre graue, braune, gelbliche oder rötlich braune Grundfärbung ist hervorragend an den jeweiligen Untergrund angepasst. Dunkle Flecken und Bänder lösen die Körperkonturen optisch auf.
In der Aufnahme vom 06.09.2026
- Zwischen Steinen und trockenen Halmen verschmilzt Oedipoda caerulescens beinahe vollständig mit dem Untergrund.
Artenschutz in Franken®
Gewöhnliche Odermennig (Agrimonia eupatoria)
Säume des Lebens: Die Gewöhnliche Odermennig (Agrimonia eupatoria) – Schutz einer heimischen Schlüsselart im Wandel der Kulturlandschaft
13/14.09.2026
Es war an einem späten, drückend heißen Nachmittag im Hochsommer. Die Juli-Sonne brannte erbarmungslos auf einen schmalen, naturnahen Saumstreifen im fränkischen Hügelland. Wo das intensiv genutzte Agrarland abrupt aufhörte und ein lichter Eichen-Hainbuchen-Waldrand begann, erstreckte sich ein unscheinbarer, trocken-warmer Vegetationsstreifen.
Während die hochwüchsigen Gräser der Umgebung unter der anhaltenden Hitze bereits vertrocknet knisterten und gelblich ausgebleicht im Wind standen, reckte sich eine andere Pflanze aufrecht und kerzengerade der Sonne entgegen: die Gewöhnliche Odermennig.
13/14.09.2026
- Der Blick ins Revier: Eine Begegnung am Wegesrand
Es war an einem späten, drückend heißen Nachmittag im Hochsommer. Die Juli-Sonne brannte erbarmungslos auf einen schmalen, naturnahen Saumstreifen im fränkischen Hügelland. Wo das intensiv genutzte Agrarland abrupt aufhörte und ein lichter Eichen-Hainbuchen-Waldrand begann, erstreckte sich ein unscheinbarer, trocken-warmer Vegetationsstreifen.
Während die hochwüchsigen Gräser der Umgebung unter der anhaltenden Hitze bereits vertrocknet knisterten und gelblich ausgebleicht im Wind standen, reckte sich eine andere Pflanze aufrecht und kerzengerade der Sonne entgegen: die Gewöhnliche Odermennig.
Ihr leuchtend gelber, schlanker Blütenstand wirkte wie ein natürlicher Leuchtturm in der ausgedörrten Krautschicht. Nur Sekunden vergingen, bis ein zarter Schwebfliege und kurz darauf eine Pelzbiene den strahlenden Blütenstand ansteuerten, um mitten in der sommerlichen Trachtlücke gierig Nektar und nährstoffreichen Pollen aufzunehmen.
Solche Momente machen deutlich, was in unserer heutigen Kulturlandschaft oft vergessen wird: Die Rettung unserer Artenvielfalt entscheidet sich nicht nur in großen Naturschutzgebieten, sondern vor allem an den Rändern, Nischen und scheinbar nebensächlichen Übergangszonen.
In der Aufnahme von Albert Meier
Solche Momente machen deutlich, was in unserer heutigen Kulturlandschaft oft vergessen wird: Die Rettung unserer Artenvielfalt entscheidet sich nicht nur in großen Naturschutzgebieten, sondern vor allem an den Rändern, Nischen und scheinbar nebensächlichen Übergangszonen.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Agrimonia eupatoria im Portrait: Die leuchtend gelben Blütenkerzen der Gewöhnlichen Odermennig sind weithin sichtbare Signale im Sommer.
Artenschutz in Franken®
Leben aus dem Tod – eine Wespe am Kadaver einer Erdkröte
Leben aus dem Tod – eine Wespe am Kadaver einer Erdkröte
12/13.09.2026
Die Wespe nimmt kleine Bestandteile des tierischen Gewebes auf. Solche eiweißreiche Nahrung wird von sozialen Wespen vor allem gesammelt, um die Larven im Nest zu versorgen. Mithilfe ihrer kräftigen Mundwerkzeuge lösen die Arbeiterinnen winzige Fleischstücke heraus, zerkauen sie und transportieren das Material portionsweise zum Nachwuchs. Erwachsene Wespen selbst decken ihren Energiebedarf dagegen überwiegend durch zuckerhaltige Pflanzensäfte, Nektar oder reife Früchte.
12/13.09.2026
- Auf den ersten Blick wirkt diese Aufnahme bedrückend: Eine Erdkröte liegt leblos auf dem Asphalt, während sich eine Wespe am geöffneten Körper zu schaffen macht. Doch was hier sichtbar wird, ist kein bedeutungsloses Geschehen. Es ist ein natürlicher Vorgang, bei dem ein totes Tier wieder in den Kreislauf des Lebens eingeht.
Die Wespe nimmt kleine Bestandteile des tierischen Gewebes auf. Solche eiweißreiche Nahrung wird von sozialen Wespen vor allem gesammelt, um die Larven im Nest zu versorgen. Mithilfe ihrer kräftigen Mundwerkzeuge lösen die Arbeiterinnen winzige Fleischstücke heraus, zerkauen sie und transportieren das Material portionsweise zum Nachwuchs. Erwachsene Wespen selbst decken ihren Energiebedarf dagegen überwiegend durch zuckerhaltige Pflanzensäfte, Nektar oder reife Früchte.
Auch wenn die Situation für uns ungewohnt oder unangenehm erscheinen mag, übernehmen Wespen damit eine wichtige ökologische Aufgabe. Gemeinsam mit Fliegen, Käfern, Mikroorganismen und zahlreichen weiteren Zersetzern tragen sie dazu bei, organisches Material abzubauen und darin gebundene Nährstoffe wieder verfügbar zu machen. Der Kadaver der Erdkröte wird so zur Nahrungsquelle für andere Lebewesen.
Die Aufnahme zeigt zugleich eine weniger bekannte Seite der Wespen. Sie sind nicht allein Blütenbesucher und Jäger zahlreicher Insekten, sondern können auch als Verwerter von Aas auftreten. Gerade in einer Zeit, in der Wespen häufig nur als störend oder gefährlich wahrgenommen werden, lohnt sich ein genauerer Blick auf ihre vielfältigen Funktionen innerhalb unserer Ökosysteme.
Für Artenschutz in Franken® dokumentiert dieses Bild eindrücklich, wie eng Leben und Tod in der Natur miteinander verbunden sind. Nichts bleibt ohne Bedeutung: Was für die Erdkröte das Ende ihres Lebens darstellt, wird für andere Tiere zur Nahrungsgrundlage. Auch solche stillen und bisweilen schwer anzusehenden Vorgänge gehören zur biologischen Vielfalt – und verdienen es, sachlich betrachtet und verstanden zu werden.
In der Abbildung - „KI-bearbeitete Darstellung auf Grundlage einer Originalaufnahme“
Die Aufnahme zeigt zugleich eine weniger bekannte Seite der Wespen. Sie sind nicht allein Blütenbesucher und Jäger zahlreicher Insekten, sondern können auch als Verwerter von Aas auftreten. Gerade in einer Zeit, in der Wespen häufig nur als störend oder gefährlich wahrgenommen werden, lohnt sich ein genauerer Blick auf ihre vielfältigen Funktionen innerhalb unserer Ökosysteme.
Für Artenschutz in Franken® dokumentiert dieses Bild eindrücklich, wie eng Leben und Tod in der Natur miteinander verbunden sind. Nichts bleibt ohne Bedeutung: Was für die Erdkröte das Ende ihres Lebens darstellt, wird für andere Tiere zur Nahrungsgrundlage. Auch solche stillen und bisweilen schwer anzusehenden Vorgänge gehören zur biologischen Vielfalt – und verdienen es, sachlich betrachtet und verstanden zu werden.
In der Abbildung - „KI-bearbeitete Darstellung auf Grundlage einer Originalaufnahme“
- Wespe bei der Nahrungsaufnahme am Kadaver einer Erdkröte ... Wespe wurde herausgearbeitet ... KI Logo und Ki Hinweis wure eingebracht
Artenschutz in Franken®
Stele der Biodiversität® - Balve / vom Montagegerüst befreit
Stele der Biodiversität® - Balve
11/12.09.2026
Balve / Nordrhein - Westfalen. Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trafostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
11/12.09.2026
- Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und Turmstationen Deutschland e.V. das von der Deutschen Postcode Lotterie sowie der Dieter Mennekes Umweltstiftung unterstützt wird.
Balve / Nordrhein - Westfalen. Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trafostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen), keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gleichfalls zum Scheitern verurteilt.
Ein Projekt des Artenschutz in Franken® und Turmstationen Deutschland e.V. das von der Deutschen Postcode Lotterie und der Dieter Mennekes Umweltstiftung unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.
In der Aufnahme vom 07.09.2026
Ein Projekt des Artenschutz in Franken® und Turmstationen Deutschland e.V. das von der Deutschen Postcode Lotterie und der Dieter Mennekes Umweltstiftung unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.
In der Aufnahme vom 07.09.2026
- In dieser Form zeigte sich der Baukörper nach Entfernung des Montagegerüstes
Artenschutz in Franken®
Nördlicher Kammmolch – auf trockenem Boden zwischen zwei Welten
Nördlicher Kammmolch – auf trockenem Boden zwischen zwei Welten
10/11.09.2026
Langsam bewegt sich ein männlicher Nördlicher Kammmolch (Triturus cristatus) über den Boden. Doch unter seinen Füßen befindet sich kein feuchtes Moos, kein schützendes Laub und keine kühle Erdspalte. Der Untergrund ist knochentrocken, hart und von der anhaltenden Trockenheit gezeichnet. Jeder Schritt führt das Tier über eine offene Fläche, auf der es kaum Schutz vor Sonne, Austrocknung und natürlichen Feinden findet.
Das Bild wirkt still – und gerade deshalb so eindringlich. Ein Kammmolch, dessen Lebenszyklus eng mit Wasser und feuchten Rückzugsräumen verbunden ist, bewegt sich durch eine Landschaft, der die Feuchtigkeit sichtbar abhandengekommen ist.
10/11.09.2026
- Wenn der schützende Lebensraum fehlt
Langsam bewegt sich ein männlicher Nördlicher Kammmolch (Triturus cristatus) über den Boden. Doch unter seinen Füßen befindet sich kein feuchtes Moos, kein schützendes Laub und keine kühle Erdspalte. Der Untergrund ist knochentrocken, hart und von der anhaltenden Trockenheit gezeichnet. Jeder Schritt führt das Tier über eine offene Fläche, auf der es kaum Schutz vor Sonne, Austrocknung und natürlichen Feinden findet.
Das Bild wirkt still – und gerade deshalb so eindringlich. Ein Kammmolch, dessen Lebenszyklus eng mit Wasser und feuchten Rückzugsräumen verbunden ist, bewegt sich durch eine Landschaft, der die Feuchtigkeit sichtbar abhandengekommen ist.
Für Artenschutz in Franken® steht diese Aufnahme beispielhaft für die Situation zahlreicher Amphibien im Jahr 2026. In vielen Regionen unseres Landes sind Böden ausgetrocknet, Kleingewässer geschrumpft oder vollständig verschwunden.
Der Deutsche Wetterdienst dokumentierte bereits im Sommer eine weitere deutliche Abnahme der Bodenfeuchte, besonders in weiten Teilen des Südens und der südlichen Mitte Deutschlands.
Aufnahme von Volkmar Greb
Der Deutsche Wetterdienst dokumentierte bereits im Sommer eine weitere deutliche Abnahme der Bodenfeuchte, besonders in weiten Teilen des Südens und der südlichen Mitte Deutschlands.
Aufnahme von Volkmar Greb
Artenschutz in Franken®
Hausspitzmaus (Crocidura russula)
Hausspitzmaus – die heimliche Mitbewohnerin mit der langen Nase
09/10.09.2026
Der Tag geht langsam zu Ende. Zwischen einer alten Trockenmauer und dem Rand eines Gartenschuppens beginnt es im trockenen Laub zu rascheln. Für einen kurzen Augenblick erscheint ein kleines, graubraunes Tier. Mit seiner langen, beweglichen Schnauze untersucht es jede Ritze und jeden Spalt. Es hält kaum inne, denn sein kleiner Körper verlangt fast ununterbrochen nach neuer Nahrung.
Plötzlich verschwindet das Tier unter einem Holzstück. Wenig später taucht es an einer anderen Stelle wieder auf. Eine Spinne wird entdeckt, dann eine Käferlarve. Was zunächst wie eine kleine Maus aussieht, ist tatsächlich eine Hausspitzmaus (Crocidura russula).
09/10.09.2026
- Rascheln in der Dämmerung
Der Tag geht langsam zu Ende. Zwischen einer alten Trockenmauer und dem Rand eines Gartenschuppens beginnt es im trockenen Laub zu rascheln. Für einen kurzen Augenblick erscheint ein kleines, graubraunes Tier. Mit seiner langen, beweglichen Schnauze untersucht es jede Ritze und jeden Spalt. Es hält kaum inne, denn sein kleiner Körper verlangt fast ununterbrochen nach neuer Nahrung.
Plötzlich verschwindet das Tier unter einem Holzstück. Wenig später taucht es an einer anderen Stelle wieder auf. Eine Spinne wird entdeckt, dann eine Käferlarve. Was zunächst wie eine kleine Maus aussieht, ist tatsächlich eine Hausspitzmaus (Crocidura russula).
Für Artenschutz in Franken® steht diese unscheinbare Säugetierart beispielhaft für die vielen kleinen Helfer, die in Gärten, an Gebäuden und in strukturreichen Kulturlandschaften nahezu unbemerkt ihren Aufgaben nachgehen.
Die Hausspitzmaus braucht keine große Wildnis. Doch sie benötigt Verstecke, Nahrung und jene kleinen Zwischenräume, die in unserer zunehmend aufgeräumten und versiegelten Umwelt immer seltener werden.
In der Aufnahme von Petra Bucher
- Die Hausspitzmaus (Crocidura russula) ist keine Maus, sondern gehört zu den insektenfressenden Säugetieren. Sie bevorzugt auch die Nähe zum Menschen - Die Hausspitzmaus.Ähnlich der Gartenspitzmaus bewohnt diese Art Offenlebensräume die im besten Falle mosaikförmige Strukturen aufweisen. Zu Beginn der kälteren Jahreszeit zieht es die Tiere an/in Bauwerke wo sie nicht immer als gern gesehener Gast in Erscheinung treten.Hausspitzmäuse werden zwischen 6 und 8,5 Zentimter lang
Artenschutz in Franken®
Falkenraubmöwe (Stercorarius longicaudus)
Falkenraubmöwe – eine Reisende zwischen Tundra und Weltmeer
08/09.09.2026
Der Wind treibt flache Wellen über das graublaue Meer. Weit draußen ziehen einzelne Möwen entlang der Küste, während sich über dem Horizont bereits dunkle Wolken zusammenschieben. Plötzlich erscheint ein schlanker Vogel. Mit schnellen, beinahe falkenartigen Flügelschlägen nähert er sich einer Seeschwalbe, folgt jeder ihrer Wendungen und gewinnt rasch an Höhe. Für wenige Augenblicke scheint die Verfolgung den gesamten Himmel einzunehmen.
08/09.09.2026
- Begegnung mit einer rastlosen Jägerin
Der Wind treibt flache Wellen über das graublaue Meer. Weit draußen ziehen einzelne Möwen entlang der Küste, während sich über dem Horizont bereits dunkle Wolken zusammenschieben. Plötzlich erscheint ein schlanker Vogel. Mit schnellen, beinahe falkenartigen Flügelschlägen nähert er sich einer Seeschwalbe, folgt jeder ihrer Wendungen und gewinnt rasch an Höhe. Für wenige Augenblicke scheint die Verfolgung den gesamten Himmel einzunehmen.
Dann bricht der fremde Vogel ab. Er dreht sich in den Wind und gleitet mit schmalen Flügeln über das Wasser hinweg. Nur kurz sind die verlängerten mittleren Schwanzfedern zu erkennen. Es ist eine Falkenraubmöwe (Stercorarius longicaudus) – die kleinste, leichteste und wohl eleganteste Vertreterin der Raubmöwen.
Für Artenschutz in Franken® ist eine solche Begegnung etwas Besonderes. Die Falkenraubmöwe gehört in Deutschland zu den seltenen Durchzüglern. Meist folgt sie auf ihren Wanderungen den großen Routen über das offene Meer. Nur gelegentlich führen Stürme oder besondere Wetterlagen einzelne Tiere näher an die Küsten oder sogar weit ins Binnenland.
Wer sie beobachtet, blickt nicht nur auf einen seltenen Vogel. Vor uns erscheint eine Reisende, deren Jahreslauf die arktische Tundra mit weit entfernten Meeresgebieten der südlichen Erdhalbkugel verbindet.
In der Aufnahme von Helga Zinnecker
Für Artenschutz in Franken® ist eine solche Begegnung etwas Besonderes. Die Falkenraubmöwe gehört in Deutschland zu den seltenen Durchzüglern. Meist folgt sie auf ihren Wanderungen den großen Routen über das offene Meer. Nur gelegentlich führen Stürme oder besondere Wetterlagen einzelne Tiere näher an die Küsten oder sogar weit ins Binnenland.
Wer sie beobachtet, blickt nicht nur auf einen seltenen Vogel. Vor uns erscheint eine Reisende, deren Jahreslauf die arktische Tundra mit weit entfernten Meeresgebieten der südlichen Erdhalbkugel verbindet.
In der Aufnahme von Helga Zinnecker
- Die Falkenraubmöwe (Stercorarius longicaudus) ist die kleinste und besonders elegant wirkende Vertreterin der Raubmöwen.
Artenschutz in Franken®
Soldatenfische – die roten Wächter tropischer Riffe
Soldatenfische – die roten Wächter tropischer Riffe
07/08.09.2026
In einer dunklen Felsspalte stehen mehrere rötlich schimmernde Fische dicht beieinander. Ihre großen Augen beobachten aufmerksam die Umgebung. Noch verharren sie unter einem schützenden Überhang, doch mit zunehmender Dunkelheit lösen sich einzelne Tiere aus der Gruppe und schwimmen hinaus in das freie Wasser über dem Riff.
07/08.09.2026
- Wenn sich das Tageslicht über einem tropischen Korallenriff verändert und die Farben der Unterwasserlandschaft langsam verblassen, beginnt für viele Meeresbewohner eine neue Phase.
In einer dunklen Felsspalte stehen mehrere rötlich schimmernde Fische dicht beieinander. Ihre großen Augen beobachten aufmerksam die Umgebung. Noch verharren sie unter einem schützenden Überhang, doch mit zunehmender Dunkelheit lösen sich einzelne Tiere aus der Gruppe und schwimmen hinaus in das freie Wasser über dem Riff.
Es sind Soldatenfische aus der Unterfamilie der Myripristinae. Während tagsüber zahlreiche farbenprächtige Rifffische zwischen Korallen und Felsen unterwegs sind, führen sie ein eher verborgenes Leben. Erst in der Nacht werden die stillen Bewohner des Riffes aktiv.
Für Artenschutz in Franken® stehen Soldatenfische beispielhaft für jene Lebewesen, deren Bedeutung sich erst erschließt, wenn wir ein Ökosystem nicht nur bei Tageslicht betrachten. Korallenriffe schlafen niemals – mit der Dunkelheit wechseln lediglich ihre Akteure.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
Für Artenschutz in Franken® stehen Soldatenfische beispielhaft für jene Lebewesen, deren Bedeutung sich erst erschließt, wenn wir ein Ökosystem nicht nur bei Tageslicht betrachten. Korallenriffe schlafen niemals – mit der Dunkelheit wechseln lediglich ihre Akteure.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Soldatenfische
Artenschutz in Franken®
Herbst-Wendelähre (Spiranthes spiralis)
Herbst-Wendelähre – eine seltene Kostbarkeit am Ende des Sommers
07/08.09.2026
Die Sonne steht bereits tiefer über der Landschaft. Auf den Gräsern liegt am frühen Morgen ein feiner Schleier aus Tau, und die ersten Blätter lassen erahnen, dass der Sommer seinem Ende entgegengeht. Zwischen den kurzrasigen Pflanzen einer alten, nur zurückhaltend bewirtschafteten Fläche fällt zunächst kaum etwas Besonderes auf. Erst beim genauen Hinsehen zeigt sich ein schlanker Blütenstand, an dem sich kleine, helle Blüten wie an einer Wendeltreppe nach oben ziehen.
07/08.09.2026
- Wenn der Sommer leiser wird
Die Sonne steht bereits tiefer über der Landschaft. Auf den Gräsern liegt am frühen Morgen ein feiner Schleier aus Tau, und die ersten Blätter lassen erahnen, dass der Sommer seinem Ende entgegengeht. Zwischen den kurzrasigen Pflanzen einer alten, nur zurückhaltend bewirtschafteten Fläche fällt zunächst kaum etwas Besonderes auf. Erst beim genauen Hinsehen zeigt sich ein schlanker Blütenstand, an dem sich kleine, helle Blüten wie an einer Wendeltreppe nach oben ziehen.
Es ist die Herbst-Wendelähre (Spiranthes spiralis). Während viele andere heimische Orchideen ihre Blütezeit längst beendet haben, beginnt für sie erst jetzt der große Auftritt. Still, unaufdringlich und leicht zu übersehen erscheint sie in einer Jahreszeit, in der nur noch wenige Menschen nach blühenden Orchideen suchen.
Für Artenschutz in Franken® ist eine solche Begegnung weit mehr als ein schöner botanischer Augenblick. Wo die Herbst-Wendelähre wächst, erzählt sie von lange erhalten gebliebenen Offenlandlebensräumen, einer zurückhaltenden Nutzung und Böden, die nicht durch intensive Düngung verändert wurden. Zugleich erinnert sie uns daran, wie schnell eine unscheinbare Kostbarkeit verschwinden kann, wenn sich die Bedingungen ihres Lebensraumes verändern.
In der Aufnahme von Helga Zinnecker
Für Artenschutz in Franken® ist eine solche Begegnung weit mehr als ein schöner botanischer Augenblick. Wo die Herbst-Wendelähre wächst, erzählt sie von lange erhalten gebliebenen Offenlandlebensräumen, einer zurückhaltenden Nutzung und Böden, die nicht durch intensive Düngung verändert wurden. Zugleich erinnert sie uns daran, wie schnell eine unscheinbare Kostbarkeit verschwinden kann, wenn sich die Bedingungen ihres Lebensraumes verändern.
In der Aufnahme von Helga Zinnecker
- Wie an einer kleinen Wendeltreppe ziehen sich die weißlichen Blüten spiralförmig um den schlanken Blütenstand.
Artenschutz in Franken®
Unerwarteter Gast an der Vogelfütterung
Unerwarteter Gast an der Vogelfütterung
06/07.09.2026
Anfang September 2026 zeigt sich an einer Vogelfütterung ein Besucher, für den das Angebot ursprünglich nicht gedacht war: Eine Wanderratte (Rattus norvegicus) sitzt mitten in einer aus Holz und Kunststoff gefertigten Futterbox. Zwischen Sonnenblumenkernen und Körnerfutter scheint sie sich ausgesprochen wohlzufühlen. Offenbar hat das leicht zugängliche und energiereiche Nahrungsangebot ihre Aufmerksamkeit geweckt.
06/07.09.2026
- Anfang September 2026 – eine Wanderratte entdeckt das ausgelegte Körnerfutter
Anfang September 2026 zeigt sich an einer Vogelfütterung ein Besucher, für den das Angebot ursprünglich nicht gedacht war: Eine Wanderratte (Rattus norvegicus) sitzt mitten in einer aus Holz und Kunststoff gefertigten Futterbox. Zwischen Sonnenblumenkernen und Körnerfutter scheint sie sich ausgesprochen wohlzufühlen. Offenbar hat das leicht zugängliche und energiereiche Nahrungsangebot ihre Aufmerksamkeit geweckt.
Die Aufnahme macht deutlich, dass Vogelfutterstellen nicht ausschließlich von Vögeln genutzt werden. Herabgefallene Körner, offen zugängliche Futterschalen und Futterreste am Boden können auch Mäuse und Ratten anlocken. Wanderratten sind äußerst anpassungsfähige Tiere. Sie verfügen über einen ausgeprägten Geruchssinn, lernen schnell und erinnern sich an ergiebige Nahrungsquellen. Finden sie an einer Stelle regelmäßig Futter, können sie wiederholt dorthin zurückkehren.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch - 06.09.2026
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch - 06.09.2026
- Anfang September 2026 hat eine Wanderratte (Rattus norvegicus) die Vogelfütterung als ergiebige Nahrungsquelle entdeckt.
Artenschutz in Franken®
Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias)
Die Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias)
06/07.09.2026
Der Frühling hatte die sonnenbeschienene Böschung bereits erwärmt. Zwischen trockenen Gräsern und einzelnen Steinen leuchteten plötzlich kleine gelbgrüne Farbtupfer. Aus der Entfernung wirkten sie wie Blüten, doch beim näheren Hinsehen zeigte sich eine ungewöhnlich aufgebaute Pflanze. Ihre schmalen Blätter erinnerten an winzige Nadeln, während sich die Triebspitzen wie kleine Schirme über dem Boden öffneten.
Einige Wochen später hatte sich das Bild verändert. Aus dem anfänglichen Gelbgrün waren stellenweise warme orangefarbene und rötliche Töne geworden. Auf einem der Triebe saß eine auffällig gemusterte Raupe des Wolfsmilchschwärmers. Sie konnte etwas, was vielen anderen Tieren nicht möglich war: Sie ernährte sich von dieser giftigen Pflanze.
Für Artenschutz in Franken® erzählt eine solche Begegnung eine wichtige Geschichte. Selbst eine Pflanze, die an manchen Stellen unscheinbar oder alltäglich erscheint, kann der Mittelpunkt eines hoch spezialisierten Lebensraumes sein. Verschwindet sie, verliert auch eine Reihe anderer Arten ihre Nahrungs- und Entwicklungsgrundlage.
06/07.09.2026
- Leuchtende Überlebenskünstlerin trockener Standorte
Der Frühling hatte die sonnenbeschienene Böschung bereits erwärmt. Zwischen trockenen Gräsern und einzelnen Steinen leuchteten plötzlich kleine gelbgrüne Farbtupfer. Aus der Entfernung wirkten sie wie Blüten, doch beim näheren Hinsehen zeigte sich eine ungewöhnlich aufgebaute Pflanze. Ihre schmalen Blätter erinnerten an winzige Nadeln, während sich die Triebspitzen wie kleine Schirme über dem Boden öffneten.
Einige Wochen später hatte sich das Bild verändert. Aus dem anfänglichen Gelbgrün waren stellenweise warme orangefarbene und rötliche Töne geworden. Auf einem der Triebe saß eine auffällig gemusterte Raupe des Wolfsmilchschwärmers. Sie konnte etwas, was vielen anderen Tieren nicht möglich war: Sie ernährte sich von dieser giftigen Pflanze.
Für Artenschutz in Franken® erzählt eine solche Begegnung eine wichtige Geschichte. Selbst eine Pflanze, die an manchen Stellen unscheinbar oder alltäglich erscheint, kann der Mittelpunkt eines hoch spezialisierten Lebensraumes sein. Verschwindet sie, verliert auch eine Reihe anderer Arten ihre Nahrungs- und Entwicklungsgrundlage.
Erscheinungsbild und besondere Merkmale
Die Zypressen-Wolfsmilch gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse. Sie ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht gewöhnlich eine Höhe von etwa 15 bis 50 Zentimetern. Ihren deutschen Namen verdankt sie den zahlreichen schmalen, linealischen Blättern, die an das feine Nadelkleid einer Zypresse erinnern.
Die meist unverzweigten oder nur wenig verzweigten Stängel stehen aufrecht und wachsen häufig in kleineren oder größeren Gruppen. Über unterirdische Ausläufer kann sich die Pflanze vegetativ ausbreiten. Dadurch entstehen an geeigneten Standorten mitunter auffällige Bestände.
In der Aufnahme von Albert Meier
Die Zypressen-Wolfsmilch gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse. Sie ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht gewöhnlich eine Höhe von etwa 15 bis 50 Zentimetern. Ihren deutschen Namen verdankt sie den zahlreichen schmalen, linealischen Blättern, die an das feine Nadelkleid einer Zypresse erinnern.
Die meist unverzweigten oder nur wenig verzweigten Stängel stehen aufrecht und wachsen häufig in kleineren oder größeren Gruppen. Über unterirdische Ausläufer kann sich die Pflanze vegetativ ausbreiten. Dadurch entstehen an geeigneten Standorten mitunter auffällige Bestände.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Die Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias) fällt im Frühjahr durch ihre gelbgrünen Hochblätter auf. Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias – Euphorbia = röm. Pflanzenname f. Wolfsmilch; cyparissias = cyparissias = zypressenartig) – sie tritt meist in größeren Trupps auf.. 09.04.09 Trocken oder Magerrasen, das sind Standorte die, die Zypressen -Wolfsmilch liebt. Hier kann sie Wuchshöhen von ca. 40 Zentimetern erreichen.Blütezeit: April bis Juli
Artenschutz in Franken®
Wenn der Gesang verstummt ...
Wenn der Gesang verstummt – das Usutu-Virus und die Amseln im Sommerhalbjahr 2026
06/07.09.2026
Ähnliche Beobachtungen wurden im Sommerhalbjahr 2026 aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands gemeldet. Besonders Amseln fielen durch auffälliges Verhalten auf oder wurden tot in Gärten, Parks und Grünanlagen gefunden. Als eine mögliche Ursache rückte erneut das Usutu-Virus in den Fokus. Allerdings gilt: Nicht jede geschwächte oder verendete Amsel ist automatisch am Usutu-Virus erkrankt. Sicherheit kann letztlich nur eine fachgerechte Laboruntersuchung geben.
Für Artenschutz in Franken® sind solche Ereignisse ein eindringliches Signal. Die Amsel gehört zu unseren bekanntesten Gartenvögeln. Gerade weil sie uns so vertraut erscheint, fällt es besonders auf, wenn ihr Gesang in einem Wohngebiet plötzlich leiser wird oder ganz verstummt.
06/07.09.2026
- Noch vor wenigen Wochen war ihr Gesang bereits in den frühen Morgenstunden zu hören. Eine männliche Amsel saß regelmäßig auf dem Dachfirst, während ihr Weibchen im Schutz einer dichten Hecke nach Nahrung suchte. Dann blieb der vertraute Sänger plötzlich aus. Wenig später wurde in einem benachbarten Garten eine Amsel entdeckt, die teilnahmslos im Schatten saß, kaum noch auf ihre Umgebung reagierte und schließlich verendete.
Ähnliche Beobachtungen wurden im Sommerhalbjahr 2026 aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands gemeldet. Besonders Amseln fielen durch auffälliges Verhalten auf oder wurden tot in Gärten, Parks und Grünanlagen gefunden. Als eine mögliche Ursache rückte erneut das Usutu-Virus in den Fokus. Allerdings gilt: Nicht jede geschwächte oder verendete Amsel ist automatisch am Usutu-Virus erkrankt. Sicherheit kann letztlich nur eine fachgerechte Laboruntersuchung geben.
Für Artenschutz in Franken® sind solche Ereignisse ein eindringliches Signal. Die Amsel gehört zu unseren bekanntesten Gartenvögeln. Gerade weil sie uns so vertraut erscheint, fällt es besonders auf, wenn ihr Gesang in einem Wohngebiet plötzlich leiser wird oder ganz verstummt.
Was ist das Usutu-Virus?
Das Usutu-Virus ist ein durch Stechmücken übertragener Krankheitserreger. Es wurde ursprünglich in Afrika beschrieben und konnte im Jahr 2010 erstmals in Stechmücken in Deutschland nachgewiesen werden. Seit 2011 traten hierzulande wiederholt Erkrankungs- und Todesfälle bei Wildvögeln auf.
In der Aufnahme vom 02.09.2026
Das Usutu-Virus ist ein durch Stechmücken übertragener Krankheitserreger. Es wurde ursprünglich in Afrika beschrieben und konnte im Jahr 2010 erstmals in Stechmücken in Deutschland nachgewiesen werden. Seit 2011 traten hierzulande wiederholt Erkrankungs- und Todesfälle bei Wildvögeln auf.
In der Aufnahme vom 02.09.2026
- Tote Amsel - Das Usutu-Virus wird hauptsächlich durch Stechmücken übertragen und tritt deshalb vor allem während des Sommerhalbjahres auf.
Artenschutz in Franken®
Rosa Kugelorchis (Traunsteinera globosa)
Die Rosa Kugelorchis (Traunsteinera globosa)
05/06.09.2026
Der Morgen war noch jung, und auf den Gräsern lagen unzählige Tautropfen. Zwischen Glockenblumen, Klee und Margeriten stand eine schlanke Pflanze, die auf den ersten Blick beinahe übersehen werden konnte. Erst als das Licht über die Wiese wanderte, begann ihr rosafarbener Blütenstand zu leuchten. Rundlich, dicht und aus vielen kleinen Einzelblüten zusammengesetzt, erinnerte er an eine zarte Kugel.
Ein Wanderer blieb stehen und beugte sich vorsichtig hinunter. Er pflückte die Blume nicht und verließ auch nicht den schmalen Weg. Stattdessen betrachtete er sie eine Weile und setzte anschließend seinen Weg fort. Genau diese Form der stillen Aufmerksamkeit wünschen wir uns von Artenschutz in Franken®: Seltene Pflanzen müssen nicht mitgenommen werden, damit sie in Erinnerung bleiben. Manchmal genügt ein achtsamer Blick – und das Wissen, dass ihr Fortbestand von unserem Verhalten abhängt.
05/06.09.2026
- Eine außergewöhnliche Orchidee der Bergwiesen
Der Morgen war noch jung, und auf den Gräsern lagen unzählige Tautropfen. Zwischen Glockenblumen, Klee und Margeriten stand eine schlanke Pflanze, die auf den ersten Blick beinahe übersehen werden konnte. Erst als das Licht über die Wiese wanderte, begann ihr rosafarbener Blütenstand zu leuchten. Rundlich, dicht und aus vielen kleinen Einzelblüten zusammengesetzt, erinnerte er an eine zarte Kugel.
Ein Wanderer blieb stehen und beugte sich vorsichtig hinunter. Er pflückte die Blume nicht und verließ auch nicht den schmalen Weg. Stattdessen betrachtete er sie eine Weile und setzte anschließend seinen Weg fort. Genau diese Form der stillen Aufmerksamkeit wünschen wir uns von Artenschutz in Franken®: Seltene Pflanzen müssen nicht mitgenommen werden, damit sie in Erinnerung bleiben. Manchmal genügt ein achtsamer Blick – und das Wissen, dass ihr Fortbestand von unserem Verhalten abhängt.
Eine Orchidee mit unverwechselbarem Blütenstand
Die Rosa Kugelorchis (Traunsteinera globosa) wird auch Rote Kugelorchis oder Kugel-Knabenkraut genannt. Sie gehört zur Familie der Orchideen und ist eine ausdauernde krautige Pflanze. Den Winter überdauert sie mithilfe unterirdischer Speicherorgane, während ihre oberirdischen Pflanzenteile nach Abschluss der Vegetationszeit wieder verschwinden.
Meist erreicht die Orchidee eine Höhe von etwa 25 bis 60 Zentimetern. Ihr Stängel ist schlank und trägt mehrere längliche bis lanzettliche, häufig leicht bläulich grün wirkende Blätter.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
Die Rosa Kugelorchis (Traunsteinera globosa) wird auch Rote Kugelorchis oder Kugel-Knabenkraut genannt. Sie gehört zur Familie der Orchideen und ist eine ausdauernde krautige Pflanze. Den Winter überdauert sie mithilfe unterirdischer Speicherorgane, während ihre oberirdischen Pflanzenteile nach Abschluss der Vegetationszeit wieder verschwinden.
Meist erreicht die Orchidee eine Höhe von etwa 25 bis 60 Zentimetern. Ihr Stängel ist schlank und trägt mehrere längliche bis lanzettliche, häufig leicht bläulich grün wirkende Blätter.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Die Rosa Kugelorchis (Traunsteinera globosa) trägt zahlreiche kleine Einzelblüten in einem auffallend rundlichen Blütenstand.
Artenschutz in Franken®
Grünliche Waldhyazinthe (Platanthera chlorantha)
Die Grünliche Waldhyazinthe (Platanthera chlorantha) – Einheimische Orchideenvielfalt bewahren
05/06.09.2026
Als streng geschützte heimische Orchideenart steht sie für uns beim Artenschutz in Franken sinnbildlich für den enormen Reichtum, aber auch für die hohe Schutzbedürftigkeit unserer heimischen Natur.
05/06.09.2026
- In den schattigen Lagen und an den lichten Rändern unserer heimischen Laubhölzer – von den Kalkbuchenwäldern des Fränkischen Juras bis hin zu schützenswerten Biotopen in der Region – verborgen, findet sich eine faszinierende Vertreterin unserer Flora: die Grünliche Waldhyazinthe.
Als streng geschützte heimische Orchideenart steht sie für uns beim Artenschutz in Franken sinnbildlich für den enormen Reichtum, aber auch für die hohe Schutzbedürftigkeit unserer heimischen Natur.
Einzigartige Merkmale im Detail
In der Aufnahme von Albert Meier
- Erscheinungsbild: Die schlanke, mehrjährige Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 20 und 60 Zentimetern. An der Basis des meist kantigen Stängels fallen vor allem zwei große, glänzende und eiförmig-lanzettliche Laubblätter ins Auge.
- Blütenbau: Zwischen Mai und Juli öffnet sich ihr zylindrischer, locker aufgebauter Blütenstand, der zahlreiche grünlich-weiße Einzelblüten umfasst.
- Das Bestimmungsmerkmal: Ein sicheres Unterscheidungsmerkmal zur nah verwandten Weißen Waldhyazinthe (Platanthera bifolia) ist die Stellung der Staubbeutelfächer (Pollinien). Während diese bei der Schwesterart parallel verlaufen, stehen sie bei Platanthera chlorantha deutlich V-förmig nach unten auseinander.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Es dauert noch ein wenig .. 01.05.09 ... Lichte Laubwälder die gerne etwas kalkreiche Bodenbestandteile beinhalten dürfen oder auch Halbtrockenstandorte sind bevorzugt. Wuchshöhe bis etwa 60 Zentimeter. Blütezeit Mai bis Juni
Artenschutz in Franken®
Ein Baum, der selbst im leisesten Wind spricht
Ein Baum, der selbst im leisesten Wind spricht
05/06.09.2026
Es gibt Bäume, die durch mächtige Stämme, ausladende Kronen oder ein besonders hohes Alter beeindrucken. Die Zitterpappel wählt einen anderen Weg. Sie macht durch Bewegung auf sich aufmerksam. Bereits ein kaum spürbarer Windhauch genügt, um ihre Blätter zum Zittern und ihre Krone zum leisen Rauschen zu bringen.
Wer unter einer Espe steht, hört die Landschaft förmlich atmen. Das Licht verändert sich mit jeder Bewegung der Blätter, kleine Schatten wandern über den Boden und aus der Krone erklingt ein unaufdringliches Flüstern. Genau dieses charakteristische Zittern gab der Zitterpappel (Populus tremula) ihren bekanntesten Namen.
05/06.09.2026
- Espe, Aspe oder Zitterpappel (Populus tremula)
Es gibt Bäume, die durch mächtige Stämme, ausladende Kronen oder ein besonders hohes Alter beeindrucken. Die Zitterpappel wählt einen anderen Weg. Sie macht durch Bewegung auf sich aufmerksam. Bereits ein kaum spürbarer Windhauch genügt, um ihre Blätter zum Zittern und ihre Krone zum leisen Rauschen zu bringen.
Wer unter einer Espe steht, hört die Landschaft förmlich atmen. Das Licht verändert sich mit jeder Bewegung der Blätter, kleine Schatten wandern über den Boden und aus der Krone erklingt ein unaufdringliches Flüstern. Genau dieses charakteristische Zittern gab der Zitterpappel (Populus tremula) ihren bekanntesten Namen.
Regional wird sie auch Aspe oder Espe genannt. Aus Letzterem entwickelte sich die Redewendung „zittern wie Espenlaub“. Für Artenschutz in Franken® steht dieser heimische Laubbaum jedoch nicht für Ängstlichkeit, sondern für Anpassungsfähigkeit, Regeneration und ökologische Vielfalt.
Im Jahr 2026 wurde die Zitterpappel zur Baumart des Jahres gewählt – eine verdiente Würdigung für einen Baum, dessen Bedeutung für den Naturhaushalt lange unterschätzt wurde.
In der Aufnahme
Im Jahr 2026 wurde die Zitterpappel zur Baumart des Jahres gewählt – eine verdiente Würdigung für einen Baum, dessen Bedeutung für den Naturhaushalt lange unterschätzt wurde.
In der Aufnahme
- Landläufig wird sie Zitterpappel genannt, die Espe. Etwa 30 Meter Wuchshöhe erreicht diese Pflanze, die bevorzugt auf trockenen Standorten beheimatet ist. Die Blütezeit der nicht besonders lange lebenden Espe (Bäume erreichen kaum hundert Jahre), sind der März und der April.
Artenschutz in Franken®
Tropische Hausgrille (Gryllodes sigillatus)
Tropische Hausgrille – ein wärmeliebender Gast in menschlicher Umgebung
04/05.09.2026
Der Raum liegt längst im Dunkeln, als aus einer verborgenen Ecke ein gleichmäßiges Zirpen zu hören ist. Zunächst bleibt der kleine Musiker unsichtbar. Erst mit etwas Geduld zeigt er sich: eine schlanke, hellbraune Grille, die blitzschnell über den Boden läuft und ebenso rasch wieder in einer schmalen Ritze verschwindet. Es handelt sich um die Tropische Hausgrille (Gryllodes sigillatus) – eine wärmeliebende Art, die ursprünglich nicht zur heimischen Insektenwelt Mitteleuropas gehört.
Für Artenschutz in Franken® ist eine solche Beobachtung besonders interessant. Sie zeigt, wie eng Tiere, menschliche Gebäude, internationaler Warenverkehr und Tierhaltung inzwischen miteinander verbunden sind. Zugleich macht sie deutlich, wie wichtig eine sorgfältige Bestimmung ist: Nicht jedes Insekt, das in einem Haus auftaucht, ist automatisch ein heimischer Bewohner – und erst recht kein Grund zur Beunruhigung.
04/05.09.2026
- Wenn es hinter der Wand plötzlich zirpt
Der Raum liegt längst im Dunkeln, als aus einer verborgenen Ecke ein gleichmäßiges Zirpen zu hören ist. Zunächst bleibt der kleine Musiker unsichtbar. Erst mit etwas Geduld zeigt er sich: eine schlanke, hellbraune Grille, die blitzschnell über den Boden läuft und ebenso rasch wieder in einer schmalen Ritze verschwindet. Es handelt sich um die Tropische Hausgrille (Gryllodes sigillatus) – eine wärmeliebende Art, die ursprünglich nicht zur heimischen Insektenwelt Mitteleuropas gehört.
Für Artenschutz in Franken® ist eine solche Beobachtung besonders interessant. Sie zeigt, wie eng Tiere, menschliche Gebäude, internationaler Warenverkehr und Tierhaltung inzwischen miteinander verbunden sind. Zugleich macht sie deutlich, wie wichtig eine sorgfältige Bestimmung ist: Nicht jedes Insekt, das in einem Haus auftaucht, ist automatisch ein heimischer Bewohner – und erst recht kein Grund zur Beunruhigung.
Eine kleine Grille mit auffälliger Zeichnung
Die Tropische Hausgrille erreicht gewöhnlich eine Körperlänge von etwa 13 bis 18 Millimetern. Ihre Grundfärbung ist hell gelblich bis bräunlich. Besonders auffällig sind dunkle Querzeichnungen am Kopf und Körper, die der Art auch die Bezeichnung „Bändergrille“ eingebracht haben. Der Körper wirkt vergleichsweise schlank und etwas abgeflacht. Die langen Fühler dienen der Orientierung und können die eigentliche Körperlänge deutlich übertreffen.
Zwischen den Geschlechtern bestehen erkennbare Unterschiede. Die Vorderflügel der Männchen bedecken meist nur einen Teil des Hinterleibs. Die Weibchen sind nahezu flügellos und besitzen am Hinterleibsende eine lange, stabförmige Legeröhre. Mit ihr bringen sie ihre Eier in geeignetes, leicht feuchtes Bodensubstrat ein. Die Legeröhre ist kein Stachel und kann Menschen nicht verletzen.
Die Tropische Hausgrille ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber hält sie sich bevorzugt in Spalten, Ritzen und anderen geschützten Bereichen auf. In der Dunkelheit verlässt sie ihr Versteck und sucht nach Nahrung. Dabei nimmt sie unterschiedliche pflanzliche und tierische Bestandteile sowie verwertbare organische Reste auf.
In der Aufnahme von A. Brehm
Die Tropische Hausgrille erreicht gewöhnlich eine Körperlänge von etwa 13 bis 18 Millimetern. Ihre Grundfärbung ist hell gelblich bis bräunlich. Besonders auffällig sind dunkle Querzeichnungen am Kopf und Körper, die der Art auch die Bezeichnung „Bändergrille“ eingebracht haben. Der Körper wirkt vergleichsweise schlank und etwas abgeflacht. Die langen Fühler dienen der Orientierung und können die eigentliche Körperlänge deutlich übertreffen.
Zwischen den Geschlechtern bestehen erkennbare Unterschiede. Die Vorderflügel der Männchen bedecken meist nur einen Teil des Hinterleibs. Die Weibchen sind nahezu flügellos und besitzen am Hinterleibsende eine lange, stabförmige Legeröhre. Mit ihr bringen sie ihre Eier in geeignetes, leicht feuchtes Bodensubstrat ein. Die Legeröhre ist kein Stachel und kann Menschen nicht verletzen.
Die Tropische Hausgrille ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber hält sie sich bevorzugt in Spalten, Ritzen und anderen geschützten Bereichen auf. In der Dunkelheit verlässt sie ihr Versteck und sucht nach Nahrung. Dabei nimmt sie unterschiedliche pflanzliche und tierische Bestandteile sowie verwertbare organische Reste auf.
In der Aufnahme von A. Brehm
- Tropische Hausgrille in einem Bauwerk
Artenschutz in Franken®
Mehlschwalben sammeln sich für die große Reise
Aufbruch liegt in der Luft – Mehlschwalben sammeln sich für die große Reise
04/05.09.2026
Für Artenschutz in Franken® gehört dieses eindrucksvolle Schauspiel zu den besonderen Momenten des Spätsommers. Es zeigt uns, dass sich ein weiterer Sommer seinem Ende nähert – und dass für die Mehlschwalben nun eine der gefährlichsten Phasen ihres Lebens beginnt.
04/05.09.2026
- Anfang September verändert sich der Himmel über Deutschland. Noch ziehen Mehlschwalben in schnellen Bögen über Wiesen, Gewässer und Siedlungen, doch immer häufiger unterbrechen sie ihre Jagd und versammeln sich auf Stromleitungen, Antennen oder Dachfirsten. Dicht nebeneinander sitzend wirken sie wie lebendige Noten auf über den Himmel gezogenen Linien.
Für Artenschutz in Franken® gehört dieses eindrucksvolle Schauspiel zu den besonderen Momenten des Spätsommers. Es zeigt uns, dass sich ein weiterer Sommer seinem Ende nähert – und dass für die Mehlschwalben nun eine der gefährlichsten Phasen ihres Lebens beginnt.
Warum sammeln sich die Mehlschwalben?
Die Ansammlungen sind kein zufälliges Verhalten. Viele Mehlschwalben haben ihre Brutzeit inzwischen weitgehend abgeschlossen. Die Jungvögel sind ausgeflogen und müssen lernen, selbstständig fliegende Insekten zu erbeuten. Familienverbände schließen sich mit anderen Schwalben zu immer größeren Gruppen zusammen.
Die frei verlaufenden Leitungen bieten dafür günstige Voraussetzungen. Sie sind leicht anzufliegen, ermöglichen einen schnellen gemeinsamen Start und gewähren den Vögeln einen weiten Überblick über ihre Umgebung. Zwischen den Jagdflügen können die Schwalben dort ruhen, ihr Gefieder ordnen und Kontakt zu anderen Mitgliedern des wachsenden Zugverbandes halten.
Noch bedeutet eine dicht besetzte Leitung nicht, dass alle Vögel bereits am nächsten Tag verschwunden sein werden. Einige Mehlschwalben bleiben noch eine Weile in der Region. Das Nahrungsangebot, die Witterung, das Alter der Vögel und mögliche späte Bruten beeinflussen den tatsächlichen Zeitpunkt des Aufbruchs.
In Deutschland beginnt der Herbstzug der Mehlschwalbe gewöhnlich ab Ende August oder Anfang September. Besonders im Süden des Landes können sich die Vögel noch bis Ende September sammeln.
Vor dem Abflug müssen die Energiereserven stimmen
Mehlschwalben ernähren sich fast ausschließlich von kleinen fliegenden Insekten. Diese Nahrung fangen sie direkt im Flug. Vor der Abreise versuchen die Vögel, möglichst viel Energie aufzunehmen, denn vor ihnen liegen enorme Entfernungen.
An warmen und insektenreichen Tagen wechseln sich deshalb gemeinsame Ruhephasen auf den Leitungen mit intensiven Jagdflügen ab. Immer wieder hebt ein Teil der Gruppe fast gleichzeitig ab, zieht kreisend über Felder und Gewässer und kehrt später auf die vertraute Sitzwarte zurück.
Naturnahe Wiesen, strukturreiche Feldränder, Feuchtflächen, Gewässer und eine insgesamt insektenreiche Landschaft sind in dieser Phase besonders wichtig. Wo Insekten fehlen, wird es für die Schwalben schwieriger, die notwendigen Reserven für den langen Zug aufzubauen.
Wohin führt die Reise?
Das Ziel der Mehlschwalben liegt südlich der Sahara. Als Langstreckenzieher verlassen sie ihre europäischen Brutgebiete und ziehen über mehrere Etappen nach Afrika. Dabei müssen sie große Landschaftsräume, das Mittelmeer und die gewaltigen Trockengebiete Nordafrikas überwinden.
Wo sich einzelne Mehlschwalben während des Winters genau aufhalten, ist erstaunlicherweise noch immer nicht vollständig bekannt. Ringfunde aus Afrika sind selten, und die kleinen, leichten Vögel lassen sich nur schwer mit geeigneten Sendern oder Datenspeichern ausstatten. Sicher ist jedoch, dass die Reise in die Gebiete südlich der Sahara führt.
Diese Wissenslücken machen den Vogelzug nicht weniger beeindruckend – ganz im Gegenteil. Ein Vogel, der nur wenige Gramm wiegt, verlässt sein Nest an einem deutschen Gebäude und findet seinen Weg über Kontinente hinweg in ein Gebiet, das er als Jungvogel möglicherweise noch nie zuvor gesehen hat.
Eine Reise voller Gefahren
Der Weg nach Afrika ist mit erheblichen Risiken verbunden. Stürme, anhaltender Regen, Kälteeinbrüche und extreme Hitze können den Zug erschweren. Besonders kritisch wird es, wenn an wichtigen Rastplätzen nicht genügend Insekten verfügbar sind.
Auch ausgeräumte Landschaften, der Verlust von Feuchtgebieten, ein hoher Einsatz von Insektenbekämpfungsmitteln und die fortschreitende Versiegelung wirken sich auf das Nahrungsangebot aus. Diese Probleme beschränken sich nicht auf Deutschland. Mehlschwalben benötigen entlang ihrer gesamten Zugstrecke geeignete Rast- und Nahrungsräume.
Der Schutz dieser Art kann deshalb nicht an einer Landesgrenze enden. Was an unseren Gebäuden beginnt, setzt sich über Tausende Kilometer fort. Brutplätze in Franken, Rastgebiete im Mittelmeerraum und Überwinterungsgebiete in Afrika sind Teile eines einzigen großen Lebensraumnetzes.
Die leeren Nester warten auf die Rückkehr
Wenn die Mehlschwalben fortgezogen sind, bleiben ihre kunstvoll aus Lehm gebauten Nester unter Dachvorsprüngen und an Fassaden zurück. Diese verlassenen Nester sind keineswegs wertlos. Viele Mehlschwalben kehren im folgenden Frühjahr in die Nähe ihres früheren Brutplatzes zurück und nutzen vorhandene Nester erneut oder bessern sie aus.
Deshalb sollten die Nester auch während der Abwesenheit der Vögel erhalten bleiben. Wer Schwalbennester schützt, Lehmpfützen zulässt, künstliche Nisthilfen fachgerecht anbringt und insektenreiche Lebensräume fördert, trägt dazu bei, dass die Rückkehr im nächsten Frühjahr gelingen kann.
Ein stilles Signal am Himmel
Für Artenschutz in Franken® sind die Mehlschwalben auf den Leitungen weit mehr als ein schönes Fotomotiv. Sie sind ein sichtbares Zeichen für einen uralten Rhythmus, der unsere Regionen mit weit entfernten Landschaften verbindet.
Noch sitzen sie dicht nebeneinander, rufen leise und starten immer wieder zu gemeinsamen Jagdflügen. Doch schon bald werden viele Plätze auf den Leitungen leer bleiben. Dann hat die große Reise begonnen.
Wir wünschen diesen kleinen Flugkünstlern sichere Rastplätze, ausreichend Nahrung und günstige Winde. Und wir hoffen, dass im kommenden Frühjahr wieder jene vertrauten Rufe zu hören sein werden, die uns zeigen: Die Mehlschwalben haben den Weg zurück nach Franken gefunden.
In der Aufnahme
Die Ansammlungen sind kein zufälliges Verhalten. Viele Mehlschwalben haben ihre Brutzeit inzwischen weitgehend abgeschlossen. Die Jungvögel sind ausgeflogen und müssen lernen, selbstständig fliegende Insekten zu erbeuten. Familienverbände schließen sich mit anderen Schwalben zu immer größeren Gruppen zusammen.
Die frei verlaufenden Leitungen bieten dafür günstige Voraussetzungen. Sie sind leicht anzufliegen, ermöglichen einen schnellen gemeinsamen Start und gewähren den Vögeln einen weiten Überblick über ihre Umgebung. Zwischen den Jagdflügen können die Schwalben dort ruhen, ihr Gefieder ordnen und Kontakt zu anderen Mitgliedern des wachsenden Zugverbandes halten.
Noch bedeutet eine dicht besetzte Leitung nicht, dass alle Vögel bereits am nächsten Tag verschwunden sein werden. Einige Mehlschwalben bleiben noch eine Weile in der Region. Das Nahrungsangebot, die Witterung, das Alter der Vögel und mögliche späte Bruten beeinflussen den tatsächlichen Zeitpunkt des Aufbruchs.
In Deutschland beginnt der Herbstzug der Mehlschwalbe gewöhnlich ab Ende August oder Anfang September. Besonders im Süden des Landes können sich die Vögel noch bis Ende September sammeln.
Vor dem Abflug müssen die Energiereserven stimmen
Mehlschwalben ernähren sich fast ausschließlich von kleinen fliegenden Insekten. Diese Nahrung fangen sie direkt im Flug. Vor der Abreise versuchen die Vögel, möglichst viel Energie aufzunehmen, denn vor ihnen liegen enorme Entfernungen.
An warmen und insektenreichen Tagen wechseln sich deshalb gemeinsame Ruhephasen auf den Leitungen mit intensiven Jagdflügen ab. Immer wieder hebt ein Teil der Gruppe fast gleichzeitig ab, zieht kreisend über Felder und Gewässer und kehrt später auf die vertraute Sitzwarte zurück.
Naturnahe Wiesen, strukturreiche Feldränder, Feuchtflächen, Gewässer und eine insgesamt insektenreiche Landschaft sind in dieser Phase besonders wichtig. Wo Insekten fehlen, wird es für die Schwalben schwieriger, die notwendigen Reserven für den langen Zug aufzubauen.
Wohin führt die Reise?
Das Ziel der Mehlschwalben liegt südlich der Sahara. Als Langstreckenzieher verlassen sie ihre europäischen Brutgebiete und ziehen über mehrere Etappen nach Afrika. Dabei müssen sie große Landschaftsräume, das Mittelmeer und die gewaltigen Trockengebiete Nordafrikas überwinden.
Wo sich einzelne Mehlschwalben während des Winters genau aufhalten, ist erstaunlicherweise noch immer nicht vollständig bekannt. Ringfunde aus Afrika sind selten, und die kleinen, leichten Vögel lassen sich nur schwer mit geeigneten Sendern oder Datenspeichern ausstatten. Sicher ist jedoch, dass die Reise in die Gebiete südlich der Sahara führt.
Diese Wissenslücken machen den Vogelzug nicht weniger beeindruckend – ganz im Gegenteil. Ein Vogel, der nur wenige Gramm wiegt, verlässt sein Nest an einem deutschen Gebäude und findet seinen Weg über Kontinente hinweg in ein Gebiet, das er als Jungvogel möglicherweise noch nie zuvor gesehen hat.
Eine Reise voller Gefahren
Der Weg nach Afrika ist mit erheblichen Risiken verbunden. Stürme, anhaltender Regen, Kälteeinbrüche und extreme Hitze können den Zug erschweren. Besonders kritisch wird es, wenn an wichtigen Rastplätzen nicht genügend Insekten verfügbar sind.
Auch ausgeräumte Landschaften, der Verlust von Feuchtgebieten, ein hoher Einsatz von Insektenbekämpfungsmitteln und die fortschreitende Versiegelung wirken sich auf das Nahrungsangebot aus. Diese Probleme beschränken sich nicht auf Deutschland. Mehlschwalben benötigen entlang ihrer gesamten Zugstrecke geeignete Rast- und Nahrungsräume.
Der Schutz dieser Art kann deshalb nicht an einer Landesgrenze enden. Was an unseren Gebäuden beginnt, setzt sich über Tausende Kilometer fort. Brutplätze in Franken, Rastgebiete im Mittelmeerraum und Überwinterungsgebiete in Afrika sind Teile eines einzigen großen Lebensraumnetzes.
Die leeren Nester warten auf die Rückkehr
Wenn die Mehlschwalben fortgezogen sind, bleiben ihre kunstvoll aus Lehm gebauten Nester unter Dachvorsprüngen und an Fassaden zurück. Diese verlassenen Nester sind keineswegs wertlos. Viele Mehlschwalben kehren im folgenden Frühjahr in die Nähe ihres früheren Brutplatzes zurück und nutzen vorhandene Nester erneut oder bessern sie aus.
Deshalb sollten die Nester auch während der Abwesenheit der Vögel erhalten bleiben. Wer Schwalbennester schützt, Lehmpfützen zulässt, künstliche Nisthilfen fachgerecht anbringt und insektenreiche Lebensräume fördert, trägt dazu bei, dass die Rückkehr im nächsten Frühjahr gelingen kann.
Ein stilles Signal am Himmel
Für Artenschutz in Franken® sind die Mehlschwalben auf den Leitungen weit mehr als ein schönes Fotomotiv. Sie sind ein sichtbares Zeichen für einen uralten Rhythmus, der unsere Regionen mit weit entfernten Landschaften verbindet.
Noch sitzen sie dicht nebeneinander, rufen leise und starten immer wieder zu gemeinsamen Jagdflügen. Doch schon bald werden viele Plätze auf den Leitungen leer bleiben. Dann hat die große Reise begonnen.
Wir wünschen diesen kleinen Flugkünstlern sichere Rastplätze, ausreichend Nahrung und günstige Winde. Und wir hoffen, dass im kommenden Frühjahr wieder jene vertrauten Rufe zu hören sein werden, die uns zeigen: Die Mehlschwalben haben den Weg zurück nach Franken gefunden.
In der Aufnahme
- Wie lebendige Noten auf langen Linien sammeln sich die Mehlschwalben Anfang September auf den Stromleitungen. Die Brutzeit geht zu Ende, größere Zugverbände entstehen und der Aufbruch in Richtung Afrika rückt näher.
Artenschutz in Franken®
Die ersten Stare sammeln sich
Die ersten Stare sammeln sich
04/05.09.2026
Ende August verändert sich die Landschaft fast unmerklich. Die Tage werden kürzer, auf den Feldern ist vielerorts die Ernte eingebracht, und am frühen Morgen liegt bereits ein Hauch von Herbst in der Luft. Wer jetzt den Blick nach oben richtet, kann auf Hochspannungsleitungen ein besonderes Schauspiel entdecken: Die ersten Stare (Sturnus vulgaris) sammeln sich.
04/05.09.2026
- Spätsommerliche Vorzeichen des Vogelzuges
Ende August verändert sich die Landschaft fast unmerklich. Die Tage werden kürzer, auf den Feldern ist vielerorts die Ernte eingebracht, und am frühen Morgen liegt bereits ein Hauch von Herbst in der Luft. Wer jetzt den Blick nach oben richtet, kann auf Hochspannungsleitungen ein besonderes Schauspiel entdecken: Die ersten Stare (Sturnus vulgaris) sammeln sich.
Zunächst sitzen nur wenige Vögel auf den Leitungen. Doch nach und nach kommen weitere hinzu. Aus einzelnen schwarzen Punkten entsteht eine lange, lebendige Reihe. Immer wieder starten kleinere Gruppen, drehen eine Runde über den Feldern und kehren zu den wartenden Artgenossen zurück.
Für Artenschutz in Franken® sind diese Ansammlungen sichtbare Zeichen des jahreszeitlichen Wandels. Die Brutzeit liegt weitgehend hinter den Vögeln, viele Jungstare sind selbstständig und die Zeit der großen Gemeinschaften beginnt.
In der Aufnahme vom 30.08.2026
Für Artenschutz in Franken® sind diese Ansammlungen sichtbare Zeichen des jahreszeitlichen Wandels. Die Brutzeit liegt weitgehend hinter den Vögeln, viele Jungstare sind selbstständig und die Zeit der großen Gemeinschaften beginnt.
In der Aufnahme vom 30.08.2026
- Für Artenschutz in Franken® sind die Stare auf der Leitung eindrucksvolle Botschafter des Spätsommers und eines der großen Naturschauspiele unserer Heimat.
Artenschutz in Franken®
Schwarzmund-Grundel (Neogobius melanostomus)
Die Schwarzmund-Grundel – ein kleiner Fisch verändert unsere Flüsse
03/04.09.2026
Als ich während meines Praktikums zum ersten Mal eine Schwarzmund-Grundel genauer betrachtete, erschien sie mir zunächst eher unscheinbar. Der kleine Fisch saß ruhig am Gewässergrund und passte mit seiner grau-braunen Färbung beinahe perfekt zwischen die Steine. Erst beim genaueren Hinsehen entdeckte ich den dunklen Fleck auf seiner ersten Rückenflosse. Dieses Merkmal ist besonders auffällig und hilft dabei, die Art von anderen Grundeln zu unterscheiden.
Ich hätte damals nicht gedacht, dass ein so kleiner Fisch einen so großen Einfluss auf ein Gewässer haben kann. Doch bei Artenschutz in Franken® habe ich gelernt, dass es in einem Ökosystem nicht auf die Körpergröße einer Art ankommt. Entscheidend ist vielmehr, wie häufig sie vorkommt, wie schnell sie sich vermehrt und welche Rolle sie innerhalb der Lebensgemeinschaft übernimmt.
03/04.09.2026
- Ein Beitrag aus der Perspektive einer jungen Praktikantin bei Artenschutz in Franken®
Als ich während meines Praktikums zum ersten Mal eine Schwarzmund-Grundel genauer betrachtete, erschien sie mir zunächst eher unscheinbar. Der kleine Fisch saß ruhig am Gewässergrund und passte mit seiner grau-braunen Färbung beinahe perfekt zwischen die Steine. Erst beim genaueren Hinsehen entdeckte ich den dunklen Fleck auf seiner ersten Rückenflosse. Dieses Merkmal ist besonders auffällig und hilft dabei, die Art von anderen Grundeln zu unterscheiden.
Ich hätte damals nicht gedacht, dass ein so kleiner Fisch einen so großen Einfluss auf ein Gewässer haben kann. Doch bei Artenschutz in Franken® habe ich gelernt, dass es in einem Ökosystem nicht auf die Körpergröße einer Art ankommt. Entscheidend ist vielmehr, wie häufig sie vorkommt, wie schnell sie sich vermehrt und welche Rolle sie innerhalb der Lebensgemeinschaft übernimmt.
Woran lässt sich die Schwarzmund-Grundel erkennen?
Die Schwarzmund-Grundel besitzt einen gedrungenen Körper, einen verhältnismäßig großen, rundlichen Kopf und hoch am Kopf sitzende Augen. Ihre Färbung kann sich dem jeweiligen Untergrund anpassen. Meist zeigt sie verschiedene Grau-, Braun- und Sandtöne mit dunkleren Flecken oder Marmorierungen.
Das bekannteste Erkennungsmerkmal ist der schwarze Fleck auf der ersten Rückenflosse. Auffällig sind außerdem ihre miteinander verwachsenen Bauchflossen. Diese bilden eine Art Haftscheibe, mit der sich die Grundel auch bei stärkerer Strömung am Untergrund festhalten kann. In unseren Süßgewässern erreicht sie gewöhnlich eine Länge von bis zu etwa 20 Zentimetern, viele Tiere bleiben jedoch deutlich kleiner. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen beschreibt diese Merkmale ausführlich.
In der Aufnahme von Andreas Gehrig
Die Schwarzmund-Grundel besitzt einen gedrungenen Körper, einen verhältnismäßig großen, rundlichen Kopf und hoch am Kopf sitzende Augen. Ihre Färbung kann sich dem jeweiligen Untergrund anpassen. Meist zeigt sie verschiedene Grau-, Braun- und Sandtöne mit dunkleren Flecken oder Marmorierungen.
Das bekannteste Erkennungsmerkmal ist der schwarze Fleck auf der ersten Rückenflosse. Auffällig sind außerdem ihre miteinander verwachsenen Bauchflossen. Diese bilden eine Art Haftscheibe, mit der sich die Grundel auch bei stärkerer Strömung am Untergrund festhalten kann. In unseren Süßgewässern erreicht sie gewöhnlich eine Länge von bis zu etwa 20 Zentimetern, viele Tiere bleiben jedoch deutlich kleiner. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen beschreibt diese Merkmale ausführlich.
In der Aufnahme von Andreas Gehrig
- Schwarzmund-Grundel (Neogobius melanostomus)
Artenschutz in Franken®
Wellensittich (Melopsittacus undulatus)
Kleiner Vogel mit großer Persönlichkeit – der Wellensittich (Melopsittacus undulatus)
03/04.09.2026
Als ich den Wellensittich zum ersten Mal genauer betrachtete, fiel mir auf, wie viele Einzelheiten sich in seinem Gefieder entdecken lassen. Die dunklen Wellenlinien auf Kopf, Nacken und Flügeln sehen fast so aus, als wären sie sorgfältig mit einem feinen Stift gezeichnet worden.
Wahrscheinlich kommt daher auch sein deutscher Name. Besonders überrascht hat mich jedoch, wie aufmerksam dieser kleine Vogel seine Umgebung beobachtet. Er wirkt neugierig, wach und sehr lebendig – und irgendwie hat man schnell das Gefühl, dass hinter seinen dunklen Augen eine ganz eigene Persönlichkeit steckt.
Während meines Praktikums bei Artenschutz in Franken® habe ich gelernt, dass man auch bei scheinbar bekannten Tierarten genauer hinsehen sollte. Viele Menschen kennen Wellensittiche hauptsächlich als Haustiere. Dabei wird leicht vergessen, dass sie ursprünglich Wildvögel sind und ihre natürlichen Lebensräume in Australien liegen.
03/04.09.2026
- Ein Beitrag aus der Perspektive einer jungen Praktikantin bei Artenschutz in Franken®
Als ich den Wellensittich zum ersten Mal genauer betrachtete, fiel mir auf, wie viele Einzelheiten sich in seinem Gefieder entdecken lassen. Die dunklen Wellenlinien auf Kopf, Nacken und Flügeln sehen fast so aus, als wären sie sorgfältig mit einem feinen Stift gezeichnet worden.
Wahrscheinlich kommt daher auch sein deutscher Name. Besonders überrascht hat mich jedoch, wie aufmerksam dieser kleine Vogel seine Umgebung beobachtet. Er wirkt neugierig, wach und sehr lebendig – und irgendwie hat man schnell das Gefühl, dass hinter seinen dunklen Augen eine ganz eigene Persönlichkeit steckt.
Während meines Praktikums bei Artenschutz in Franken® habe ich gelernt, dass man auch bei scheinbar bekannten Tierarten genauer hinsehen sollte. Viele Menschen kennen Wellensittiche hauptsächlich als Haustiere. Dabei wird leicht vergessen, dass sie ursprünglich Wildvögel sind und ihre natürlichen Lebensräume in Australien liegen.
Ein Vogel der offenen Landschaften
In ihrer ursprünglichen Heimat leben Wellensittiche vor allem in offenen Graslandschaften, Savannen und trockenen Regionen. Dort sind sie häufig in größeren Schwärmen unterwegs. Gemeinsam suchen die Vögel nach Nahrung und Wasser und können dabei weite Strecken zurücklegen.
Ihre wichtigste Nahrung besteht aus unterschiedlichen Grassamen und anderen pflanzlichen Bestandteilen. Da Regenfälle in vielen Teilen Australiens unregelmäßig auftreten, müssen die Schwärme sehr beweglich sein. Wo es geregnet hat und frische Gräser wachsen, finden sich oft auch bald Wellensittiche ein.
In freier Natur zeigen die Vögel meist ein grünes Körpergefieder mit einem gelben Kopf und der typischen dunklen Wellenzeichnung. Die vielen blauen, weißen, gelben oder gescheckten Farbformen, die wir aus der Heimtierhaltung kennen, sind überwiegend durch menschliche Zucht entstanden.
In der KI - unterstützten Darstellung
In ihrer ursprünglichen Heimat leben Wellensittiche vor allem in offenen Graslandschaften, Savannen und trockenen Regionen. Dort sind sie häufig in größeren Schwärmen unterwegs. Gemeinsam suchen die Vögel nach Nahrung und Wasser und können dabei weite Strecken zurücklegen.
Ihre wichtigste Nahrung besteht aus unterschiedlichen Grassamen und anderen pflanzlichen Bestandteilen. Da Regenfälle in vielen Teilen Australiens unregelmäßig auftreten, müssen die Schwärme sehr beweglich sein. Wo es geregnet hat und frische Gräser wachsen, finden sich oft auch bald Wellensittiche ein.
In freier Natur zeigen die Vögel meist ein grünes Körpergefieder mit einem gelben Kopf und der typischen dunklen Wellenzeichnung. Die vielen blauen, weißen, gelben oder gescheckten Farbformen, die wir aus der Heimtierhaltung kennen, sind überwiegend durch menschliche Zucht entstanden.
In der KI - unterstützten Darstellung
- Männlicher Wellensittich (Melopsittacus undulatus) - KI-bearbeitete Darstellung auf Grundlage einer Originalaufnahme - Hintergrund wurde verändert - Farbspiel des Tieres hervorgehoben - Sitzstange leicht verändert - Einbindung KI - Informationen - Originalaufnahme E. Großkopf
Artenschutz in Franken®
Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)
Die leisen Glocken des Spätsommers
03/04.09.2026
Ende August hat sich das Gesicht unserer Landschaft bereits verändert. Viele Wiesen wurden gemäht, manche Säume sind vertrocknet und über den ersten abgeernteten Feldern liegt schon eine Ahnung des kommenden Herbstes. Doch an mageren Böschungen, sonnigen Wegrändern und auf lichten Trockenrasen leuchten noch immer kleine blauviolette Blütenglocken.
Die Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) gehört zu jenen Pflanzen, die nicht durch Größe oder üppigen Wuchs auffallen. Ihre Wirkung liegt im Stillen. An dünnen Stängeln bewegen sich die zarten Blüten schon beim geringsten Luftzug. Es scheint fast, als würden sie den Spätsommer mit einem lautlosen Läuten begleiten.
03/04.09.2026
- Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)
Ende August hat sich das Gesicht unserer Landschaft bereits verändert. Viele Wiesen wurden gemäht, manche Säume sind vertrocknet und über den ersten abgeernteten Feldern liegt schon eine Ahnung des kommenden Herbstes. Doch an mageren Böschungen, sonnigen Wegrändern und auf lichten Trockenrasen leuchten noch immer kleine blauviolette Blütenglocken.
Die Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) gehört zu jenen Pflanzen, die nicht durch Größe oder üppigen Wuchs auffallen. Ihre Wirkung liegt im Stillen. An dünnen Stängeln bewegen sich die zarten Blüten schon beim geringsten Luftzug. Es scheint fast, als würden sie den Spätsommer mit einem lautlosen Läuten begleiten.
Für Artenschutz in Franken® ist diese Pflanze weit mehr als ein hübscher Farbtupfer. Sie ist eine charakteristische Bewohnerin magerer, lichtreicher und vergleichsweise nährstoffarmer Lebensräume – jener Standorte, die in unserer zunehmend vereinheitlichten Landschaft immer seltener werden.
In der Aufnahme vom 30.08.2026
In der Aufnahme vom 30.08.2026
- Ende August leuchten die blauvioletten Blüten der Rundblättrigen Glockenblume noch immer aus mageren Wiesen und sonnigen Säumen hervor.
Artenschutz in Franken®
Europäischer Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis)
Der Europäische Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis) – ein verborgener Überlebenskünstler unserer Gewässer
02/03.09.2026
Ein lang gestreckter Fisch verlässt langsam sein Versteck und macht sich auf die Suche nach Nahrung. Es ist der Europäische Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis) – eine faszinierende Art, die nur selten zu sehen ist und dennoch seit langer Zeit zu unserer heimischen Gewässerfauna gehört.
02/03.09.2026
- Die Sonne ist längst untergegangen. Über einem alten, dicht bewachsenen Grabensystem liegt die Ruhe der Nacht. Unter Wasser, verborgen zwischen Pflanzen, Wurzeln und einer weichen Schlammschicht, beginnt sich plötzlich etwas zu bewegen.
Ein lang gestreckter Fisch verlässt langsam sein Versteck und macht sich auf die Suche nach Nahrung. Es ist der Europäische Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis) – eine faszinierende Art, die nur selten zu sehen ist und dennoch seit langer Zeit zu unserer heimischen Gewässerfauna gehört.
Für Artenschutz in Franken® steht der Schlammpeitzger sinnbildlich für jene Arten, deren Lebensräume oft als unbedeutend wahrgenommen werden.
Pflanzenreiche Gräben, Altwässer, kleine Tümpel und schlammige Überschwemmungsbereiche erscheinen manchem Betrachter unspektakulär. Tatsächlich können sie jedoch hoch spezialisierte Lebensgemeinschaften beherbergen und zu den letzten Rückzugsräumen bedrohter Wasserbewohner gehören.
In der Aufnahme von Fischereifachberatung Unterfranken
Pflanzenreiche Gräben, Altwässer, kleine Tümpel und schlammige Überschwemmungsbereiche erscheinen manchem Betrachter unspektakulär. Tatsächlich können sie jedoch hoch spezialisierte Lebensgemeinschaften beherbergen und zu den letzten Rückzugsräumen bedrohter Wasserbewohner gehören.
In der Aufnahme von Fischereifachberatung Unterfranken
- Der Europäische Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis) ist ein verborgen lebender Bewohner pflanzenreicher und schlammiger Kleingewässer.
Artenschutz in Franken®
Großes Zweiblatt (Neottia ovata)
Das Große Zweiblatt (Neottia ovata) – eine stille Kostbarkeit unserer Landschaft
02/03.09.2026
Ihre Blüten leuchten weder kräftig noch fallen sie durch besondere Größe auf. Erst bei näherem Hinsehen zeigt sich, wie außergewöhnlich dieses unscheinbare Gewächs tatsächlich ist: das Große Zweiblatt (Neottia ovata), eine heimische Orchidee.
02/03.09.2026
- Ein heller Frühsommertag liegt über einer fränkischen Waldwiese. Zwischen Gräsern, Kräutern und den ersten Schatten der Laubbäume erhebt sich eine Pflanze, die leicht übersehen werden kann.
Ihre Blüten leuchten weder kräftig noch fallen sie durch besondere Größe auf. Erst bei näherem Hinsehen zeigt sich, wie außergewöhnlich dieses unscheinbare Gewächs tatsächlich ist: das Große Zweiblatt (Neottia ovata), eine heimische Orchidee.
Für Artenschutz in Franken® sind es gerade solche stillen Arten, die den besonderen Wert naturnaher Lebensräume sichtbar machen. Sie erinnern uns daran, dass biologische Vielfalt nicht immer auffällig auftreten muss. Manchmal zeigt sie sich in kleinen grünlichen Blüten, in zwei beinahe gegenüberstehenden Blättern und in einer Pflanze, die auf das Zusammenspiel von Boden, Pilzen, Insekten, Feuchtigkeit und einer angepassten Nutzung angewiesen ist.
In der Aufnahme von Albert Meier
... die Linke will heuer nicht blühen ... die Rechte ist noch eingesperrt .. 03.05.09
In der Aufnahme von Albert Meier
... die Linke will heuer nicht blühen ... die Rechte ist noch eingesperrt .. 03.05.09
Artenschutz in Franken®
Wenn der Sommer seinen Höhepunkt erreicht
Wenn der Sommer seinen Höhepunkt erreicht – Hornissen im Holzbeton-Nistkasten
02/03.09.2026
Für Artenschutz in Franken® ist diese Beobachtung ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie flexibel Tiere auf vorhandene Strukturen reagieren können. Wo geeignete natürliche Baumhöhlen fehlen, werden mitunter auch Vogelnistkästen, Verschalungen oder andere geschützte Hohlräume angenommen. Der stabile Holzbetonkasten bietet dem Volk einen trockenen und vergleichsweise gut abgeschirmten Raum.
02/03.09.2026
- Ende August herrscht am Einflugloch des Holzbeton-Nistkastens reger Betrieb. Immer wieder erscheinen Hornissen, verschwinden im schmalen Zugang oder starten von dort zu ihrem nächsten Flug. Was ursprünglich als Brutplatz für Vögel angebracht wurde, hat sich in diesem Jahr zu einem geschützten Quartier für ein Hornissenvolk entwickelt.
Für Artenschutz in Franken® ist diese Beobachtung ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie flexibel Tiere auf vorhandene Strukturen reagieren können. Wo geeignete natürliche Baumhöhlen fehlen, werden mitunter auch Vogelnistkästen, Verschalungen oder andere geschützte Hohlräume angenommen. Der stabile Holzbetonkasten bietet dem Volk einen trockenen und vergleichsweise gut abgeschirmten Raum.
Ein Volk auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung
Zwischen Mitte August und Mitte September erreichen viele Völker der Europäischen Hornisse (Vespa crabro) ihre größte Stärke. Der Flugverkehr am Nest nimmt deutlich zu. Arbeiterinnen versorgen die Brut, tragen Nahrung ein, erweitern die papierartige Neststruktur und halten den Innenraum sauber.
Die eindrucksvollen Tiere erfüllen dabei wichtige Aufgaben im Naturhaushalt. Für die Aufzucht ihrer Larven erbeuten sie zahlreiche andere Insekten. Die erwachsenen Hornissen ernähren sich dagegen vor allem von zuckerhaltigen Pflanzensäften, reifem Obst und anderen natürlichen Energiequellen.
Wer den Flugbetrieb mit ausreichendem Abstand beobachtet, erkennt schnell die gute Organisation des Volkes. Ankommende und abfliegende Tiere begegnen sich am engen Zugang, während im Inneren des Kastens zahlreiche Tätigkeiten gleichzeitig ablaufen. Dennoch handelt es sich nicht um einen dauerhaft bestehenden Staat. Das gesamte Hornissenvolk lebt nur einen Sommer lang.
In der Darstellung - KI-bearbeitete Darstellung auf Grundlage einer Originalaufnahme
Zwischen Mitte August und Mitte September erreichen viele Völker der Europäischen Hornisse (Vespa crabro) ihre größte Stärke. Der Flugverkehr am Nest nimmt deutlich zu. Arbeiterinnen versorgen die Brut, tragen Nahrung ein, erweitern die papierartige Neststruktur und halten den Innenraum sauber.
Die eindrucksvollen Tiere erfüllen dabei wichtige Aufgaben im Naturhaushalt. Für die Aufzucht ihrer Larven erbeuten sie zahlreiche andere Insekten. Die erwachsenen Hornissen ernähren sich dagegen vor allem von zuckerhaltigen Pflanzensäften, reifem Obst und anderen natürlichen Energiequellen.
Wer den Flugbetrieb mit ausreichendem Abstand beobachtet, erkennt schnell die gute Organisation des Volkes. Ankommende und abfliegende Tiere begegnen sich am engen Zugang, während im Inneren des Kastens zahlreiche Tätigkeiten gleichzeitig ablaufen. Dennoch handelt es sich nicht um einen dauerhaft bestehenden Staat. Das gesamte Hornissenvolk lebt nur einen Sommer lang.
In der Darstellung - KI-bearbeitete Darstellung auf Grundlage einer Originalaufnahme
- Noch zeigt sich das Hornissenvolk voller Aktivität. Gleichzeitig beginnt bereits die Vorbereitung auf den Herbst, an dessen Ende nur die begatteten Jungköniginnen überwintern werden. - Herausgearbeitet wurde hier die Hornisse am Eingang - sonst stellt die Darstellung bei auf die Einbettung der KI Hinweise die Originalsituation dar.
Artenschutz in Franken®
Schönes Widertonmoos – ein kleiner Wald auf dem Waldboden
Schönes Widertonmoos – ein kleiner Wald auf dem Waldboden
01/02.09.2026
Manchmal genügt es, sich hinabzubeugen, um eine faszinierende Welt zu entdecken: Auf humusreichem Boden, an Böschungen oder zwischen alten Wurzeln bildet das Schöne Widertonmoos (Polytrichum formosum, auch Polytrichastrum formosum) seine grünen, vielfach sternförmig wirkenden Bestände. Was aus der Entfernung wie ein weiches Polster erscheint, erinnert aus der Nähe an einen winzigen Wald.
01/02.09.2026
- Wer einen Wald aufmerksam betrachtet, sollte seinen Blick nicht nur in die Kronen der Bäume richten.
Manchmal genügt es, sich hinabzubeugen, um eine faszinierende Welt zu entdecken: Auf humusreichem Boden, an Böschungen oder zwischen alten Wurzeln bildet das Schöne Widertonmoos (Polytrichum formosum, auch Polytrichastrum formosum) seine grünen, vielfach sternförmig wirkenden Bestände. Was aus der Entfernung wie ein weiches Polster erscheint, erinnert aus der Nähe an einen winzigen Wald.
Das Schöne Widertonmoos gehört zu den kräftigeren heimischen Laubmoosen. Seine aufrechten Stämmchen tragen schmale, zugespitzte Blättchen. Bei ausreichender Feuchtigkeit stehen diese deutlich vom Stämmchen ab, während sie sich bei Trockenheit stärker anlegen können. Auf der Oberseite der Blätter befinden sich feine Lamellen, die mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind. Sie vergrößern die für die Fotosynthese nutzbare Oberfläche und helfen dabei, im unmittelbaren Bereich des Blattes ein günstiges Feuchtemilieu zu erhalten.
Besonders auffällig wird das Moos, wenn sich seine Sporenkapseln entwickeln. Sie sitzen auf aufrechten Stielen und dienen der Vermehrung. In den Kapseln entstehen zahlreiche winzige Sporen, die nach ihrer Reife freigesetzt und durch Luftbewegungen verbreitet werden. Treffen sie auf geeignete Bedingungen, kann daraus eine neue Moospflanze entstehen.
In der Aufnahme vom 31.08.2026
Besonders auffällig wird das Moos, wenn sich seine Sporenkapseln entwickeln. Sie sitzen auf aufrechten Stielen und dienen der Vermehrung. In den Kapseln entstehen zahlreiche winzige Sporen, die nach ihrer Reife freigesetzt und durch Luftbewegungen verbreitet werden. Treffen sie auf geeignete Bedingungen, kann daraus eine neue Moospflanze entstehen.
In der Aufnahme vom 31.08.2026
- Schönes Widertonmoos
Artenschutz in Franken®
Eingriffeliger Weißdorn – rote Früchte am Übergang zum Herbst
Eingriffeliger Weißdorn – rote Früchte am Übergang zum Herbst
01/02.09.2026
Zwischen den noch überwiegend grünen Blättern des Eingriffeligen Weißdorns (Crataegus monogyna) leuchten nun immer deutlicher seine kleinen roten Früchte hervor. Sie zeigen an, dass sich der Sommer langsam seinem Ende nähert – und dass für viele Tiere eine besonders wichtige Zeit der Nahrungssuche beginnt.
01/02.09.2026
- Ende August verändert sich das Erscheinungsbild unserer heimischen Hecken und Feldgehölze.
Zwischen den noch überwiegend grünen Blättern des Eingriffeligen Weißdorns (Crataegus monogyna) leuchten nun immer deutlicher seine kleinen roten Früchte hervor. Sie zeigen an, dass sich der Sommer langsam seinem Ende nähert – und dass für viele Tiere eine besonders wichtige Zeit der Nahrungssuche beginnt.
Der Eingriffelige Weißdorn ist ein heimischer, meist dicht verzweigter und dornenbewehrter Strauch. Seinen deutschen Namen verdankt er den Blüten, die in der Regel nur einen Griffel besitzen. Aus ihnen entwickeln sich kleine, apfelförmige Früchte, die gewöhnlich einen einzelnen harten Samen enthalten. Ab Ende August färben sich diese sogenannten Weißdornfrüchte zunehmend rot und bleiben teilweise bis weit in den Herbst oder Winter hinein an den Zweigen.
Für Artenschutz in Franken® ist der Weißdorn weit mehr als ein attraktives Landschaftsgehölz. Im Frühjahr bieten seine zahlreichen weißen Blüten Nektar und Pollen für Wildbienen, Käfer, Schwebfliegen und weitere Insekten. Seine Blätter dienen den Raupen verschiedener Schmetterlingsarten als Nahrung. Das dichte, dornige Geäst wiederum schafft geschützte Brutplätze, in denen Vögel ihre Nester vergleichsweise gut vor manchen Fressfeinden verbergen können.
Mit der Fruchtreife beginnt nun eine weitere ökologisch bedeutsame Phase. Amseln, Drosseln und andere Vogelarten nehmen die Früchte auf und verbreiten die darin enthaltenen Samen mit ihrem Kot über größere Entfernungen. Auf diese Weise unterstützt die Tierwelt die natürliche Vermehrung des Strauches. Gleichzeitig werden die Früchte in einer Jahreszeit verfügbar, in der das Angebot an Insekten langsam zurückgeht und energiereiche pflanzliche Nahrung für viele Tiere zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Doch auch der robuste Weißdorn gerät unter Druck. Das Entfernen alter Hecken, intensive Pflegemaßnahmen, häufiges Mulchen sowie Rückschnitte zur falschen Zeit lassen wertvolle Blüten-, Brut- und Fruchtstrukturen verschwinden. Besonders problematisch ist es, wenn fruchttragende Zweige bereits im Spätsommer beseitigt werden. Damit geht ein Nahrungsangebot verloren, auf das zahlreiche Tiere während des Herbstes und teilweise noch im Winter angewiesen sind.
Aus Sicht von Artenschutz in Franken® sollten heimische Weißdornhecken deshalb erhalten, behutsam gepflegt und möglichst mit anderen standortgerechten Gehölzen verbunden werden. Wo neue Hecken entstehen, kann der Eingriffelige Weißdorn zu einem wichtigen Bestandteil werden. Er bietet Nahrung, Schutz und Fortpflanzungsräume und trägt zugleich zur Vernetzung unterschiedlicher Lebensräume bei.
Wenn Ende August die ersten roten Früchte zwischen seinen Zweigen aufleuchten, zeigt uns der Weißdorn sehr anschaulich, wie viele Funktionen ein einzelnes heimisches Gehölz übernehmen kann.
In der Aufnahme
Für Artenschutz in Franken® ist der Weißdorn weit mehr als ein attraktives Landschaftsgehölz. Im Frühjahr bieten seine zahlreichen weißen Blüten Nektar und Pollen für Wildbienen, Käfer, Schwebfliegen und weitere Insekten. Seine Blätter dienen den Raupen verschiedener Schmetterlingsarten als Nahrung. Das dichte, dornige Geäst wiederum schafft geschützte Brutplätze, in denen Vögel ihre Nester vergleichsweise gut vor manchen Fressfeinden verbergen können.
Mit der Fruchtreife beginnt nun eine weitere ökologisch bedeutsame Phase. Amseln, Drosseln und andere Vogelarten nehmen die Früchte auf und verbreiten die darin enthaltenen Samen mit ihrem Kot über größere Entfernungen. Auf diese Weise unterstützt die Tierwelt die natürliche Vermehrung des Strauches. Gleichzeitig werden die Früchte in einer Jahreszeit verfügbar, in der das Angebot an Insekten langsam zurückgeht und energiereiche pflanzliche Nahrung für viele Tiere zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Doch auch der robuste Weißdorn gerät unter Druck. Das Entfernen alter Hecken, intensive Pflegemaßnahmen, häufiges Mulchen sowie Rückschnitte zur falschen Zeit lassen wertvolle Blüten-, Brut- und Fruchtstrukturen verschwinden. Besonders problematisch ist es, wenn fruchttragende Zweige bereits im Spätsommer beseitigt werden. Damit geht ein Nahrungsangebot verloren, auf das zahlreiche Tiere während des Herbstes und teilweise noch im Winter angewiesen sind.
Aus Sicht von Artenschutz in Franken® sollten heimische Weißdornhecken deshalb erhalten, behutsam gepflegt und möglichst mit anderen standortgerechten Gehölzen verbunden werden. Wo neue Hecken entstehen, kann der Eingriffelige Weißdorn zu einem wichtigen Bestandteil werden. Er bietet Nahrung, Schutz und Fortpflanzungsräume und trägt zugleich zur Vernetzung unterschiedlicher Lebensräume bei.
Wenn Ende August die ersten roten Früchte zwischen seinen Zweigen aufleuchten, zeigt uns der Weißdorn sehr anschaulich, wie viele Funktionen ein einzelnes heimisches Gehölz übernehmen kann.
In der Aufnahme
- Ende August leuchten die roten Früchte des Eingriffeligen Weißdorns (Crataegus monogyna) weithin sichtbar aus der noch grünen Hecke hervor.
Artenschutz in Franken®
Zwischen Himmel und Risiko
Zwischen Himmel und Risiko
01/02.09.2026
Hoch über den Dächern des Ortes, knapp unterhalb der weithin sichtbaren Kirchturmzwiebel, hatte sich ein Weißstorchpaar (Ciconia ciconia) für die Gründung seiner Familie entschieden. Doch der Platz, den die beiden Vögel ausgewählt hatten, war alles andere als gewöhnlich.
Der Horst befand sich unmittelbar am Rand des Traufkörpers. Ein Teil des umfangreichen Nestes ragte bereits über die darunterliegende Dachfläche hinaus. Aus der Entfernung wirkte es beinahe so, als würde das aus Ästen, Zweigen, Halmen und weiterem Pflanzenmaterial zusammengesetzte Bauwerk über dem Dach schweben.
01/02.09.2026
- Ein Weißstorchpaar wählt einen außergewöhnlichen Brutplatz
Hoch über den Dächern des Ortes, knapp unterhalb der weithin sichtbaren Kirchturmzwiebel, hatte sich ein Weißstorchpaar (Ciconia ciconia) für die Gründung seiner Familie entschieden. Doch der Platz, den die beiden Vögel ausgewählt hatten, war alles andere als gewöhnlich.
Der Horst befand sich unmittelbar am Rand des Traufkörpers. Ein Teil des umfangreichen Nestes ragte bereits über die darunterliegende Dachfläche hinaus. Aus der Entfernung wirkte es beinahe so, als würde das aus Ästen, Zweigen, Halmen und weiterem Pflanzenmaterial zusammengesetzte Bauwerk über dem Dach schweben.
Ein eindrucksvoller Anblick – und zugleich eine Situation, die bei Artenschutz in Franken® mit großer Aufmerksamkeit betrachtet wurde.
In der Aufnahme
In der Aufnahme
- Knapp unterhalb der Kirchturmzwiebel hatte das Weißstorchpaar (Ciconia ciconia) seinen Horst unmittelbar am Rand des Traufkörpers errichtet. Ein Teil des umfangreichen Nestes ragte sichtbar über die darunterliegende Dachfläche hinaus.
Artenschutz in Franken®
Das Pfaffenhütchen im August – leuchtende Früchte für die Artenvielfalt
Das Pfaffenhütchen im August – leuchtende Früchte für die Artenvielfalt
31.08/01.09.2026
Zunächst noch grün und unscheinbar, nehmen die vierteiligen Fruchtkapseln zunehmend ihre charakteristische rosa- bis karminrote Färbung an. Später öffnen sie sich und geben den Blick auf die orangefarben umhüllten Samen frei. Damit entwickelt sich der heimische Strauch zu einem der farbenprächtigsten Gehölze des Spätsommers.
31.08/01.09.2026
- Im August beginnt das Gewöhnliche Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus), seine auffälligen Früchte zu präsentieren.
Zunächst noch grün und unscheinbar, nehmen die vierteiligen Fruchtkapseln zunehmend ihre charakteristische rosa- bis karminrote Färbung an. Später öffnen sie sich und geben den Blick auf die orangefarben umhüllten Samen frei. Damit entwickelt sich der heimische Strauch zu einem der farbenprächtigsten Gehölze des Spätsommers.
Für Artenschutz in Franken® steht dabei jedoch nicht allein die besondere Erscheinung der Früchte im Mittelpunkt. Das Pfaffenhütchen ist vielmehr ein wertvoller Bestandteil naturnaher Hecken, Feldgehölze, Waldränder und Ufersäume. Seine Zweige und das dichte Blattwerk bieten zahlreichen Tieren Schutz, Rückzugsmöglichkeiten und geeignete Strukturen zur Nahrungssuche. Bereits während der Blütezeit werden die eher unauffälligen Blüten von verschiedenen Insekten besucht. Im Spätsommer und Herbst gewinnen schließlich die Früchte an Bedeutung: Einige Vogelarten nehmen die Samen auf und tragen auf diese Weise zur natürlichen Verbreitung des Strauches bei.
Gerade in einer zunehmend ausgeräumten Landschaft sind heimische Sträucher wie das Pfaffenhütchen von großer Bedeutung. Wo Hecken beseitigt, Waldränder stark zurückgeschnitten und Wegränder regelmäßig gemulcht werden, verschwinden nicht nur einzelne Pflanzen. Zugleich gehen wichtige Nahrungs-, Schutz- und Vernetzungsstrukturen für zahlreiche Tierarten verloren. Aus Sicht von Artenschutz in Franken® sollte deshalb insbesondere in der fruchttragenden Zeit auf unnötige Rückschnitte verzichtet werden. Jeder erhaltene Strauch kann zu einem kleinen, aber wertvollen Baustein innerhalb eines lebendigen Biotopverbundes werden.
So erinnert uns das Pfaffenhütchen gerade im August daran, dass Artenschutz häufig unmittelbar vor unserer Haustür beginnt: mit dem Erhalt heimischer Gehölze, mit mehr Natur in Gärten und Grünanlagen und mit der Bereitschaft, Hecken und Säume nicht nur als Gestaltungselemente, sondern als wertvolle Lebensräume wahrzunehmen.
Wichtiger Hinweis: Sämtliche Pflanzenteile des Pfaffenhütchens, insbesondere die Früchte und Samen, sind für Menschen giftig und dürfen nicht verzehrt werden. Kinder sollten frühzeitig und verständlich darauf hingewiesen werden.
In der Aufnahme vom 31.08.2026
Gerade in einer zunehmend ausgeräumten Landschaft sind heimische Sträucher wie das Pfaffenhütchen von großer Bedeutung. Wo Hecken beseitigt, Waldränder stark zurückgeschnitten und Wegränder regelmäßig gemulcht werden, verschwinden nicht nur einzelne Pflanzen. Zugleich gehen wichtige Nahrungs-, Schutz- und Vernetzungsstrukturen für zahlreiche Tierarten verloren. Aus Sicht von Artenschutz in Franken® sollte deshalb insbesondere in der fruchttragenden Zeit auf unnötige Rückschnitte verzichtet werden. Jeder erhaltene Strauch kann zu einem kleinen, aber wertvollen Baustein innerhalb eines lebendigen Biotopverbundes werden.
So erinnert uns das Pfaffenhütchen gerade im August daran, dass Artenschutz häufig unmittelbar vor unserer Haustür beginnt: mit dem Erhalt heimischer Gehölze, mit mehr Natur in Gärten und Grünanlagen und mit der Bereitschaft, Hecken und Säume nicht nur als Gestaltungselemente, sondern als wertvolle Lebensräume wahrzunehmen.
Wichtiger Hinweis: Sämtliche Pflanzenteile des Pfaffenhütchens, insbesondere die Früchte und Samen, sind für Menschen giftig und dürfen nicht verzehrt werden. Kinder sollten frühzeitig und verständlich darauf hingewiesen werden.
In der Aufnahme vom 31.08.2026
- Früchte des Pfaffenhütchens - wertvolle Nahrung für Rotkehlchen & Co. ... jedoch zwingend Finger weg für den Menschen
Artenschutz in Franken®
Manns-Knabenkraut (Orchis mascula)
Ein Frühlingsbote mit einem unsichtbaren Netzwerk
31.08/01.09.2026
Noch bevor sich das Kronendach der Laubwälder vollständig geschlossen hat, erscheint an manchen lichten Waldrändern und auf extensiv genutzten Wiesen ein besonderer Frühlingsbote. Zwischen frischem Grün erhebt sich ein kräftiger Blütenstand, dessen Farben von hellem Rosa bis zu einem intensiven Purpurrot reichen können.
Es ist das Manns-Knabenkraut (Orchis mascula), das auch als Männliches oder Stattliches Knabenkraut bezeichnet wird. Wo mehrere Pflanzen gemeinsam blühen, entsteht für wenige Wochen ein eindrucksvolles Bild. Doch hinter dieser sichtbaren Schönheit verbirgt sich ein hochkomplexes Zusammenspiel aus Boden, Pilzen, Insekten, Licht und angepasster Landschaftspflege.
31.08/01.09.2026
- Manns-Knabenkraut (Orchis mascula)
Noch bevor sich das Kronendach der Laubwälder vollständig geschlossen hat, erscheint an manchen lichten Waldrändern und auf extensiv genutzten Wiesen ein besonderer Frühlingsbote. Zwischen frischem Grün erhebt sich ein kräftiger Blütenstand, dessen Farben von hellem Rosa bis zu einem intensiven Purpurrot reichen können.
Es ist das Manns-Knabenkraut (Orchis mascula), das auch als Männliches oder Stattliches Knabenkraut bezeichnet wird. Wo mehrere Pflanzen gemeinsam blühen, entsteht für wenige Wochen ein eindrucksvolles Bild. Doch hinter dieser sichtbaren Schönheit verbirgt sich ein hochkomplexes Zusammenspiel aus Boden, Pilzen, Insekten, Licht und angepasster Landschaftspflege.
Für Artenschutz in Franken® gehört das Manns-Knabenkraut deshalb zu jenen Pflanzen, die uns besonders deutlich zeigen, dass eine Art niemals losgelöst von ihrem Lebensraum betrachtet werden kann.
Aufnahme von Klaus Sanwald
Aufnahme von Klaus Sanwald
Artenschutz in Franken®
Als plötzlich der Schutz verloren ging
Als plötzlich der Schutz verloren ging
31.08/01.09.2026
Es war lediglich ein leises metallisches Knacken. Eine Befestigungsschraube der Gartenschlauchhalterung war über die Jahre hinweg stark korrodiert und schließlich durchgerostet. Die Halterung kippte von der Wand ab – und gab den Blick auf etwas frei, das bis zu diesem Augenblick vollkommen verborgen geblieben war.
Hinter der Halterung befand sich das kleine, offene Wabennest einer Haus-Feldwespe (Polistes dominula). Mehrere Tiere saßen auf den Waben, zwischen denen sich vermutlich Eier, Larven und Puppen befanden. Was für den Menschen zunächst wie ein gewöhnlicher Schaden an einer Garteninstallation aussah, entwickelte sich innerhalb weniger Sekunden zu einer kleinen artenschutzfachlichen Herausforderung.
31.08/01.09.2026
- Ein verborgenes Nest der Haus-Feldwespe wird unerwartet freigelegt
Es war lediglich ein leises metallisches Knacken. Eine Befestigungsschraube der Gartenschlauchhalterung war über die Jahre hinweg stark korrodiert und schließlich durchgerostet. Die Halterung kippte von der Wand ab – und gab den Blick auf etwas frei, das bis zu diesem Augenblick vollkommen verborgen geblieben war.
Hinter der Halterung befand sich das kleine, offene Wabennest einer Haus-Feldwespe (Polistes dominula). Mehrere Tiere saßen auf den Waben, zwischen denen sich vermutlich Eier, Larven und Puppen befanden. Was für den Menschen zunächst wie ein gewöhnlicher Schaden an einer Garteninstallation aussah, entwickelte sich innerhalb weniger Sekunden zu einer kleinen artenschutzfachlichen Herausforderung.
Das Nest, das bislang durch die Halterung vor unmittelbaren Witterungseinflüssen und unbeabsichtigten Berührungen geschützt gewesen war, lag nun plötzlich offen. Doch gerade in einer solchen Situation gilt: Ruhe bewahren und nicht vorschnell handeln.
Aufnahme von Volkmar Greb
Aufnahme von Volkmar Greb
- Eine durchgerostete Befestigungsschraube brachte die Gartenschlauchhalterung zum Abkippen. Dahinter kam völlig unerwartet das bislang geschützte Nest einer Haus-Feldwespe (Polistes dominula) zum Vorschein.
Artenschutz in Franken®
Wenn Turmfalke und Schleiereule an den alten Trafo zurückkehren
Abschluss der grafischen Gestaltung
30/31.08.2026
Pinselstrich für Pinselstrich verändert sich der kleine Turmkörper vor meinen Augen. Was früher einmal ein Trafohaus war und ausschließlich einem technischen Zweck diente, erhält nun ein vollkommen neues Gesicht. Auf den Außenwänden entstehen naturgetreue Darstellungen von Turmfalken und Schleiereulen – zwei faszinierenden Vogelarten, die seit Jahrhunderten eng mit Gebäuden, Kirchtürmen, Scheunen und anderen Bauwerken unserer Kulturlandschaft verbunden sind.
30/31.08.2026
- Eine Künstlerin erzählt von ihrer Arbeit an einer besonderen Stele der Biodiversität
Pinselstrich für Pinselstrich verändert sich der kleine Turmkörper vor meinen Augen. Was früher einmal ein Trafohaus war und ausschließlich einem technischen Zweck diente, erhält nun ein vollkommen neues Gesicht. Auf den Außenwänden entstehen naturgetreue Darstellungen von Turmfalken und Schleiereulen – zwei faszinierenden Vogelarten, die seit Jahrhunderten eng mit Gebäuden, Kirchtürmen, Scheunen und anderen Bauwerken unserer Kulturlandschaft verbunden sind.
Für mich als Künsterin ist diese Aufgabe weit mehr als das Auftragen von Farbe auf eine Fassade. Ich möchte die Tiere so darstellen, dass ihre charakteristischen Merkmale sichtbar werden und zugleich etwas von ihrer Ausstrahlung erhalten bleibt. Der wachsame Blick des Turmfalken, seine elegante Körperhaltung und das fein gezeichnete Gefieder verlangen ebenso viel Aufmerksamkeit wie das helle, herzförmige Gesicht der Schleiereule und ihre beinahe lautlose Erscheinung.
Dabei muss jedes Detail auf die Entfernung wirken. Was aus der Nähe wie eine Ansammlung einzelner Linien und Farbtöne erscheint, soll sich später zu einem stimmigen Gesamtbild verbinden.
Immer wieder trete ich einige Schritte zurück, betrachte die Proportionen und korrigiere behutsam. Naturgetreue Fassadenmalerei braucht Zeit, Konzentration und ein genaues Auge.
In der Aufnahme
Dabei muss jedes Detail auf die Entfernung wirken. Was aus der Nähe wie eine Ansammlung einzelner Linien und Farbtöne erscheint, soll sich später zu einem stimmigen Gesamtbild verbinden.
Immer wieder trete ich einige Schritte zurück, betrachte die Proportionen und korrigiere behutsam. Naturgetreue Fassadenmalerei braucht Zeit, Konzentration und ein genaues Auge.
In der Aufnahme
- Grafischer Abschluss -- vor der Ausrüstung!
Artenschutz in Franken®
Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)
Wald-Schachtelhalm – ein grüner Zeuge feuchter Wälder
29/30.08.2026
Es war einer jener stillen Morgen, an denen der Wald seinen eigenen Rhythmus erkennen lässt. Feuchtigkeit lag auf den Moosen, kleine Tropfen hingen an den Farnwedeln, und zwischen Erlen, Fichten und dunklen Bodensenken stand eine Pflanze, die wir beinahe übersehen hätten.
29/30.08.2026
- Wo der Wald noch seinen Atem bewahrt
Es war einer jener stillen Morgen, an denen der Wald seinen eigenen Rhythmus erkennen lässt. Feuchtigkeit lag auf den Moosen, kleine Tropfen hingen an den Farnwedeln, und zwischen Erlen, Fichten und dunklen Bodensenken stand eine Pflanze, die wir beinahe übersehen hätten.
Ihre dünnen Seitenzweige lagen wie kleine grüne Etagen übereinander. Jeder Luftzug versetzte sie in eine sanfte Bewegung. Sie blühte nicht, trug keine auffälligen Früchte und lockte auch nicht mit kräftigen Farben.
Und dennoch erzählte sie eine Geschichte – die Geschichte eines Waldbodens, der noch ausreichend Feuchtigkeit speichern konnte.
In der Aufnahme vom 27.08.2026
Und dennoch erzählte sie eine Geschichte – die Geschichte eines Waldbodens, der noch ausreichend Feuchtigkeit speichern konnte.
In der Aufnahme vom 27.08.2026
- Wo der Wald-Schachtelhalm wächst, findet sich häufig noch ein feuchter, kühler und vergleichsweise naturnaher Waldboden.
Artenschutz in Franken®
Heide-Feldwespe (Polistes nimpha)
Die Heide-Feldwespe – filigrane Baumeisterin im warmen Gras
29/30.08.2026
Die Sonne stand bereits hoch über der Landschaft, und über den trockenen Halmen flimmerte die warme Luft. Während auf dem nahen Weg Menschen vorübergingen, blieb eine kleine Bewohnerin der Wiese nahezu unbemerkt.
Mit langen, im Flug auffällig herabhängenden Beinen steuerte sie einen einzelnen Pflanzenstängel an. Dort hing, nur wenige Zentimeter über dem Boden, ein zierliches Nest.
29/30.08.2026
- Eine kleine Geschichte vom Rand der Wiese
Die Sonne stand bereits hoch über der Landschaft, und über den trockenen Halmen flimmerte die warme Luft. Während auf dem nahen Weg Menschen vorübergingen, blieb eine kleine Bewohnerin der Wiese nahezu unbemerkt.
Mit langen, im Flug auffällig herabhängenden Beinen steuerte sie einen einzelnen Pflanzenstängel an. Dort hing, nur wenige Zentimeter über dem Boden, ein zierliches Nest.
Die Heide-Feldwespe kehrte von einem Beuteflug zurück. Zwischen ihren Mundwerkzeugen trug sie ein kleines Insekt, das sie für ihre Larven erbeutet hatte. Behutsam landete sie auf der offenen Wabe, prüfte mehrere Zellen und begann mit der Versorgung des Nachwuchses.
Kein Dach schützte die Brut vor Sonne, Regen oder Wind. Das Überleben des kleinen Wespenvolkes hing allein von einem geeigneten Standort, einem ausreichenden Nahrungsangebot und der vorsichtigen Arbeit seiner Bewohnerinnen ab.
In der Aufnahme von Albert Meier
Kein Dach schützte die Brut vor Sonne, Regen oder Wind. Das Überleben des kleinen Wespenvolkes hing allein von einem geeigneten Standort, einem ausreichenden Nahrungsangebot und der vorsichtigen Arbeit seiner Bewohnerinnen ab.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Die Heide-Feldwespe erinnert uns daran, dass verantwortungsvoller Artenschutz manchmal mit einer kleinen, bewusst stehen gelassenen Vegetationsinsel beginnt.
Artenschutz in Franken®
Wenn der Spätsommer die Acker-Kratzdistel auf Reisen schickt
Wenn der Spätsommer die Acker-Kratzdistel auf Reisen schickt
29/30.08.2026
Was zunächst wie ein kleiner Fetzen einer Wolke wirkt, ist in Wahrheit Teil eines bemerkenswerten natürlichen Aufbruchs: Die Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense) hat ihre Blütezeit weitgehend beendet und vertraut ihre nächste Generation dem Wind an.
29/30.08.2026
- Der Spätsommer liegt über der Landschaft. Das Licht ist weicher geworden, erste Blätter verlieren bereits ihr sattes Grün, und über den Wiesen scheint bisweilen ein feiner, silbrig weißer Schleier zu schweben.
Was zunächst wie ein kleiner Fetzen einer Wolke wirkt, ist in Wahrheit Teil eines bemerkenswerten natürlichen Aufbruchs: Die Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense) hat ihre Blütezeit weitgehend beendet und vertraut ihre nächste Generation dem Wind an.
Noch wenige Wochen zuvor leuchteten ihre violetten Blütenköpfe an Wegrändern, auf Brachen und offenen Flächen. Wildbienen, Schwebfliegen, Käfer und Schmetterlinge fanden dort Nektar und Pollen. Nun sind viele dieser Blüten verblüht. Doch das Ende der Blüte bedeutet keineswegs das Ende ihrer ökologischen Bedeutung. In den trockenen Blütenköpfen sind kleine Früchte herangereift, die von einem federleichten Haarkranz getragen werden. Sobald Wind durch die Bestände streicht, lösen sie sich und steigen auf.
Manche schweben nur wenige Meter weit, andere werden von einer kräftigeren Böe über Wege, Gräben und Feldränder hinweggetragen. Für einen kurzen Augenblick scheinen sie schwerelos zu sein. Sie drehen sich im Licht, steigen empor, sinken wieder ab und verschwinden schließlich irgendwo zwischen Gräsern, offenen Bodenstellen oder trockenen Pflanzenstängeln. Wohin die Reise führt und ob daraus tatsächlich eine neue Pflanze hervorgeht, bleibt offen.
In der Aufnahme
Manche schweben nur wenige Meter weit, andere werden von einer kräftigeren Böe über Wege, Gräben und Feldränder hinweggetragen. Für einen kurzen Augenblick scheinen sie schwerelos zu sein. Sie drehen sich im Licht, steigen empor, sinken wieder ab und verschwinden schließlich irgendwo zwischen Gräsern, offenen Bodenstellen oder trockenen Pflanzenstängeln. Wohin die Reise führt und ob daraus tatsächlich eine neue Pflanze hervorgeht, bleibt offen.
In der Aufnahme
- Die letzte Reise beginnt ... Ihre violetten Blüten sind vergangen, doch die Acker-Kratzdistel trägt bereits die Zukunft in sich. Mit dem nächsten Windstoß lösen sich ihre federleichten Samenstände und ziehen über die spätsommerliche Landschaft.
Artenschutz in Franken®
Drei neue virtuelle Rundgänge – unsere Biotopflächen aus neuen Blickwinkeln erleben
Drei neue virtuelle Rundgänge – unsere Biotopflächen aus neuen Blickwinkeln erleben
28/29.08.2026
Die Rundgänge vermitteln einen anschaulichen Überblick über ausgewählte Bereiche unserer vereinseigenen Biotopflächen. Sie zeigen bewusst keine fertiggestellten Lebensräume, sondern ökologische Entwicklungsflächen, die sich Schritt für Schritt verändern dürfen. Für uns von Artenschutz in Franken® ist gerade dieser Prozess von besonderer Bedeutung: Wir möchten nicht nur Maßnahmen umsetzen, sondern auch nachvollziehbar darstellen, wie aus ersten Eingriffen langfristig wertvolle Lebensraummosaike entstehen können.
28/29.08.2026
- Naturschutzflächen verändern sich fortwährend. Neue Strukturen entstehen, Pflanzen erobern offene Bereiche und Tiere entdecken geeignete Rückzugs-, Nahrungs- und Fortpflanzungsräume. Um diese Entwicklungen sichtbar und unmittelbar erlebbar zu machen, haben wir drei neue virtuelle Rundgänge auf unserer Internetseite eingestellt.
Die Rundgänge vermitteln einen anschaulichen Überblick über ausgewählte Bereiche unserer vereinseigenen Biotopflächen. Sie zeigen bewusst keine fertiggestellten Lebensräume, sondern ökologische Entwicklungsflächen, die sich Schritt für Schritt verändern dürfen. Für uns von Artenschutz in Franken® ist gerade dieser Prozess von besonderer Bedeutung: Wir möchten nicht nur Maßnahmen umsetzen, sondern auch nachvollziehbar darstellen, wie aus ersten Eingriffen langfristig wertvolle Lebensraummosaike entstehen können.
Lebensraum Feuchtraum – neue Vertiefungen für mehr biologische Vielfalt
Der erste virtuelle Rundgang führt in unseren neu angelegten Lebensraum Feuchtraum. Hier haben wir vor wenigen Wochen unterschiedliche Bodenvertiefungen geschaffen. Sie sollen Niederschlags- und Oberflächenwasser zeitweise aufnehmen und dadurch verschiedenartige feuchte bis wechselfeuchte Standortbedingungen entstehen lassen.
In einer Landschaft, in der natürliche Kleingewässer, feuchte Senken und wasserführende Mulden zunehmend verschwinden, können solche Strukturen wichtige ökologische Nischen bilden. Amphibien, Libellen, Käfer und andere wirbellose Tiere können ebenso davon profitieren wie feuchtigkeitsliebende Pflanzenarten. Auch zeitweise trockenfallende Bereiche sind dabei wertvoll, denn gerade das Wechselspiel zwischen Wasserführung und Trockenphase schafft besondere Lebensbedingungen.
Der Rundgang dokumentiert eine Fläche am Beginn ihrer Entwicklung. Ob und wie schnell einzelne Arten die neu geschaffenen Strukturen annehmen, werden wir im Rahmen unseres Monitorings aufmerksam begleiten.
Lebensraum Zauneidechse & Co. – Strukturen, Wärme und Rückzugsmöglichkeiten
Der zweite Rundgang eröffnet Einblicke in den sich entwickelnden Lebensraum „Zauneidechse & Co.“. Auf dieser Fläche soll ein vielfältiges Mosaik aus besonnten Bereichen, offenen Bodenstellen, niedriger Vegetation und geschützten Rückzugsräumen entstehen.
Die Zauneidechse benötigt keineswegs eine vollständig aufgeräumte Landschaft. Entscheidend ist vielmehr ein kleinräumiger Wechsel unterschiedlicher Strukturen. Sonnenplätze müssen ebenso vorhanden sein wie Deckung, Verstecke und geeignete Bereiche für die Fortpflanzung und Überwinterung. Von einer solchen strukturreichen Fläche profitieren zugleich zahlreiche Insekten, Spinnen und andere Kleintiere.
Auch dieser virtuelle Rundgang zeigt keinen abgeschlossenen Zustand. Er hält vielmehr einen Entwicklungsschritt fest und ermöglicht es, die Veränderungen der Fläche künftig über längere Zeiträume hinweg nachzuvollziehen.
Biotopverbund Fließgewässer, Heckensaum und Wald
Der dritte Rundgang richtet den Blick auf das Zusammenspiel unterschiedlicher Lebensräume. Fließgewässer, Heckensäume und Waldflächen stehen ökologisch nicht getrennt nebeneinander. Ihre Übergänge bilden Wanderkorridore, Nahrungsräume, Rückzugsbereiche und klimatisch wertvolle Verbindungslinien innerhalb der Landschaft.
Gerade strukturreiche Säume übernehmen dabei eine wichtige Funktion. Sie können Tierarten ermöglichen, sich zwischen verschiedenen Teillebensräumen zu bewegen, ohne dabei vollkommen ungeschützte Flächen überwinden zu müssen. Das Fließgewässer bildet eine natürliche Lebensader, während Hecken und Gehölzränder Deckung, Nahrung und Orientierung bieten. Der angrenzende Wald ergänzt diesen Verbund durch weitere Ruhe-, Quartier- und Fortpflanzungsräume.
Der virtuelle Rundgang macht sichtbar, wie bedeutsam nicht nur einzelne Biotope, sondern vor allem deren räumliche Verbindung ist. Denn nachhaltiger Artenschutz benötigt mehr als isolierte Schutzflächen: Er braucht durchgängige Strukturen, die Arten auch unter den Bedingungen des Klimawandels Bewegung, Ausweichen und Wiederbesiedlung ermöglichen.
Naturschutzentwicklung digital begleiten
Mit unseren drei neuen virtuellen Rundgängen möchten wir dazu einladen, die Entwicklung dieser Biotopflächen aus nächster Nähe mitzuerleben. Sie sind zugleich Bestandsaufnahme, Projektdokumentation und digitales Fenster in unsere praktische Naturschutzarbeit.
Artenschutz in Franken® möchte damit zeigen, dass biologische Vielfalt nicht allein durch große Schutzgebiete bewahrt wird. Auch gezielt entwickelte Kleinstrukturen, miteinander verbundene Lebensräume und dauerhaft betreute Projektflächen können wertvolle Beiträge leisten. Entscheidend ist, dass wir der Natur wieder Raum, Zeit und passende Ausgangsbedingungen zur Verfügung stellen.
In der Darstelllung
Der erste virtuelle Rundgang führt in unseren neu angelegten Lebensraum Feuchtraum. Hier haben wir vor wenigen Wochen unterschiedliche Bodenvertiefungen geschaffen. Sie sollen Niederschlags- und Oberflächenwasser zeitweise aufnehmen und dadurch verschiedenartige feuchte bis wechselfeuchte Standortbedingungen entstehen lassen.
In einer Landschaft, in der natürliche Kleingewässer, feuchte Senken und wasserführende Mulden zunehmend verschwinden, können solche Strukturen wichtige ökologische Nischen bilden. Amphibien, Libellen, Käfer und andere wirbellose Tiere können ebenso davon profitieren wie feuchtigkeitsliebende Pflanzenarten. Auch zeitweise trockenfallende Bereiche sind dabei wertvoll, denn gerade das Wechselspiel zwischen Wasserführung und Trockenphase schafft besondere Lebensbedingungen.
Der Rundgang dokumentiert eine Fläche am Beginn ihrer Entwicklung. Ob und wie schnell einzelne Arten die neu geschaffenen Strukturen annehmen, werden wir im Rahmen unseres Monitorings aufmerksam begleiten.
Lebensraum Zauneidechse & Co. – Strukturen, Wärme und Rückzugsmöglichkeiten
Der zweite Rundgang eröffnet Einblicke in den sich entwickelnden Lebensraum „Zauneidechse & Co.“. Auf dieser Fläche soll ein vielfältiges Mosaik aus besonnten Bereichen, offenen Bodenstellen, niedriger Vegetation und geschützten Rückzugsräumen entstehen.
Die Zauneidechse benötigt keineswegs eine vollständig aufgeräumte Landschaft. Entscheidend ist vielmehr ein kleinräumiger Wechsel unterschiedlicher Strukturen. Sonnenplätze müssen ebenso vorhanden sein wie Deckung, Verstecke und geeignete Bereiche für die Fortpflanzung und Überwinterung. Von einer solchen strukturreichen Fläche profitieren zugleich zahlreiche Insekten, Spinnen und andere Kleintiere.
Auch dieser virtuelle Rundgang zeigt keinen abgeschlossenen Zustand. Er hält vielmehr einen Entwicklungsschritt fest und ermöglicht es, die Veränderungen der Fläche künftig über längere Zeiträume hinweg nachzuvollziehen.
Biotopverbund Fließgewässer, Heckensaum und Wald
Der dritte Rundgang richtet den Blick auf das Zusammenspiel unterschiedlicher Lebensräume. Fließgewässer, Heckensäume und Waldflächen stehen ökologisch nicht getrennt nebeneinander. Ihre Übergänge bilden Wanderkorridore, Nahrungsräume, Rückzugsbereiche und klimatisch wertvolle Verbindungslinien innerhalb der Landschaft.
Gerade strukturreiche Säume übernehmen dabei eine wichtige Funktion. Sie können Tierarten ermöglichen, sich zwischen verschiedenen Teillebensräumen zu bewegen, ohne dabei vollkommen ungeschützte Flächen überwinden zu müssen. Das Fließgewässer bildet eine natürliche Lebensader, während Hecken und Gehölzränder Deckung, Nahrung und Orientierung bieten. Der angrenzende Wald ergänzt diesen Verbund durch weitere Ruhe-, Quartier- und Fortpflanzungsräume.
Der virtuelle Rundgang macht sichtbar, wie bedeutsam nicht nur einzelne Biotope, sondern vor allem deren räumliche Verbindung ist. Denn nachhaltiger Artenschutz benötigt mehr als isolierte Schutzflächen: Er braucht durchgängige Strukturen, die Arten auch unter den Bedingungen des Klimawandels Bewegung, Ausweichen und Wiederbesiedlung ermöglichen.
Naturschutzentwicklung digital begleiten
Mit unseren drei neuen virtuellen Rundgängen möchten wir dazu einladen, die Entwicklung dieser Biotopflächen aus nächster Nähe mitzuerleben. Sie sind zugleich Bestandsaufnahme, Projektdokumentation und digitales Fenster in unsere praktische Naturschutzarbeit.
Artenschutz in Franken® möchte damit zeigen, dass biologische Vielfalt nicht allein durch große Schutzgebiete bewahrt wird. Auch gezielt entwickelte Kleinstrukturen, miteinander verbundene Lebensräume und dauerhaft betreute Projektflächen können wertvolle Beiträge leisten. Entscheidend ist, dass wir der Natur wieder Raum, Zeit und passende Ausgangsbedingungen zur Verfügung stellen.
In der Darstelllung
- Intro Biotopfläche Zauneidechse % Co.
Artenschutz in Franken®
Echter Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
Der Echte Wurmfarn – ein grüner Zeitzeuge im Schatten unserer Wälder
28/29.08.2026
Es war einer jener selten gewordenen Sommermorgen, an denen der Regen während der Nacht nicht nur den Staub von den Blättern gewaschen, sondern den Waldboden tatsächlich durchfeuchtet hatte.
Zwischen den Stämmen hing noch leichter Dunst, und von den Zweigen fielen einzelne Tropfen auf das alte Laub. Dort, am Fuß eines schattigen Hanges, stand ein kräftiger Farn. Seine dunkelgrünen Wedel öffneten sich wie ein schützender Trichter über dem feuchten Boden.
28/29.08.2026
- Als sich der Wald nach dem Regen öffnete
Es war einer jener selten gewordenen Sommermorgen, an denen der Regen während der Nacht nicht nur den Staub von den Blättern gewaschen, sondern den Waldboden tatsächlich durchfeuchtet hatte.
Zwischen den Stämmen hing noch leichter Dunst, und von den Zweigen fielen einzelne Tropfen auf das alte Laub. Dort, am Fuß eines schattigen Hanges, stand ein kräftiger Farn. Seine dunkelgrünen Wedel öffneten sich wie ein schützender Trichter über dem feuchten Boden.
Für einen kurzen Augenblick wirkte es, als habe sich an diesem Ort seit Jahrhunderten nichts verändert. Doch der Eindruck täuschte. Nur wenige Meter entfernt drang grelles Sonnenlicht durch eine Lücke im Kronendach. Der dortige Boden war bereits wieder trocken und hart. Einige Farnwedel zeigten braune Spitzen – sichtbare Spuren der zurückliegenden Hitze.
Diese Begegnung blieb uns im Gedächtnis. Denn der Echte Wurmfarn steht sinnbildlich für viele vermeintlich gewöhnliche Arten: Noch ist er vielerorts anzutreffen, doch auch sein Lebensraum verändert sich. Artenschutz in Franken® richtet den Blick deshalb nicht ausschließlich auf seltene Arten. Wir fragen ebenso, ob heute noch häufige Pflanzen auch morgen geeignete Bedingungen vorfinden werden.
In der Aufnahme
Diese Begegnung blieb uns im Gedächtnis. Denn der Echte Wurmfarn steht sinnbildlich für viele vermeintlich gewöhnliche Arten: Noch ist er vielerorts anzutreffen, doch auch sein Lebensraum verändert sich. Artenschutz in Franken® richtet den Blick deshalb nicht ausschließlich auf seltene Arten. Wir fragen ebenso, ob heute noch häufige Pflanzen auch morgen geeignete Bedingungen vorfinden werden.
In der Aufnahme
- Wie ein grüner Trichter breiten sich die kräftigen Wedel des Echten Wurmfarns (Dryopteris filix-mas) über dem Waldboden aus. Der geschützte, schattige Standort bewahrt die Bodenfeuchtigkeit länger als offen liegende Bereiche.
Artenschutz in Franken®
Museumskäfer / Kabinettkäfer (Anthrenus museorum)
Der Kabinettkäfer – ein winziger Grenzgänger zwischen Blüte und Sammlungsschrank
28/29.08.2026
Es war einer jener stillen Frühlingstage, an denen das Licht selbst in die vergessenen Winkel eines alten Gebäudes zu finden scheint. Durch das geöffnete Fenster drang der Duft blühender Wiesenkerbelpflanzen. Draußen summten die ersten Insekten, während drinnen nur das leise Knarren der Dielen zu hören war.
Auf der Fensterbank bewegte sich ein winziger dunkler Punkt.
Zunächst schien es ein Staubkorn zu sein, das vom Luftzug weitergetragen wurde. Doch dann hielt es inne, änderte seine Richtung und kroch zielstrebig dem Licht entgegen. Erst unter der Lupe zeigte sich ein erstaunliches Muster: helle, gelbliche und bräunliche Schuppen lagen wie ein unregelmäßiges Mosaik auf dem rundlichen Körper.
28/29.08.2026
- Eine Begegnung am alten Fenster
Es war einer jener stillen Frühlingstage, an denen das Licht selbst in die vergessenen Winkel eines alten Gebäudes zu finden scheint. Durch das geöffnete Fenster drang der Duft blühender Wiesenkerbelpflanzen. Draußen summten die ersten Insekten, während drinnen nur das leise Knarren der Dielen zu hören war.
Auf der Fensterbank bewegte sich ein winziger dunkler Punkt.
Zunächst schien es ein Staubkorn zu sein, das vom Luftzug weitergetragen wurde. Doch dann hielt es inne, änderte seine Richtung und kroch zielstrebig dem Licht entgegen. Erst unter der Lupe zeigte sich ein erstaunliches Muster: helle, gelbliche und bräunliche Schuppen lagen wie ein unregelmäßiges Mosaik auf dem rundlichen Körper.
Es war ein Kabinettkäfer.
Wenige Augenblicke später öffneten wir das Fenster weiter. Der kleine Käfer hob die Flügeldecken, entfaltete seine darunter verborgenen Hautflügel und flog hinaus. Sein Weg führte nicht zu einem Schrank und auch nicht zu einer alten Sammlung. Er landete auf einer weißen Blüte am Rand der Wiese.
Dort saß er zwischen Pollen und Staubgefäßen – kaum sichtbar und doch an seinem richtigen Platz.
Diese Begegnung erinnert uns von Artenschutz in Franken® daran, dass wir eine Art nicht allein nach dem Ort beurteilen dürfen, an dem wir sie entdecken. Was in einem Museum zum Problem werden kann, erfüllt draußen in der Natur eine vollkommen andere Aufgabe. Der Kabinettkäfer verbindet zwei Welten: die Welt der Blüten und die verborgene Welt des natürlichen Zerfalls.
In der Aufnahme von Albert Meier
Wenige Augenblicke später öffneten wir das Fenster weiter. Der kleine Käfer hob die Flügeldecken, entfaltete seine darunter verborgenen Hautflügel und flog hinaus. Sein Weg führte nicht zu einem Schrank und auch nicht zu einer alten Sammlung. Er landete auf einer weißen Blüte am Rand der Wiese.
Dort saß er zwischen Pollen und Staubgefäßen – kaum sichtbar und doch an seinem richtigen Platz.
Diese Begegnung erinnert uns von Artenschutz in Franken® daran, dass wir eine Art nicht allein nach dem Ort beurteilen dürfen, an dem wir sie entdecken. Was in einem Museum zum Problem werden kann, erfüllt draußen in der Natur eine vollkommen andere Aufgabe. Der Kabinettkäfer verbindet zwei Welten: die Welt der Blüten und die verborgene Welt des natürlichen Zerfalls.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Klein und erstaunlich detailreich: Der Kabinettkäfer (Anthrenus museorum) erreicht nur wenige Millimeter Körperlänge.
Artenschutz in Franken®
Bibernellen-Blütenkäfer (Anthrenus pimpinellae)
Der Bibernellen-Blütenkäfer – ein Winzling zwischen Blütendolde und Vogelnest
27/28.08.2026
Es war einer jener warmen Maitage, an denen sich der Frühling bereits wie ein erster Sommertag anfühlte. Am Rand eines sonnenbeschienenen Weges standen die weißen Blütenschirme verschiedener Doldenblütler über dem Gras. Wildbienen, Schwebfliegen und kleine Käfer bewegten sich zwischen den Einzelblüten. Wer nur im Vorübergehen hinsah, erkannte kaum mehr als ein lebendiges Flimmern.
Wir von Artenschutz in Franken® blieben stehen.
27/28.08.2026
- Das weiße Band auf der Blüte – eine kurze Geschichte
Es war einer jener warmen Maitage, an denen sich der Frühling bereits wie ein erster Sommertag anfühlte. Am Rand eines sonnenbeschienenen Weges standen die weißen Blütenschirme verschiedener Doldenblütler über dem Gras. Wildbienen, Schwebfliegen und kleine Käfer bewegten sich zwischen den Einzelblüten. Wer nur im Vorübergehen hinsah, erkannte kaum mehr als ein lebendiges Flimmern.
Wir von Artenschutz in Franken® blieben stehen.
Auf einer der Blütendolden saß ein Käfer, kaum größer als ein Getreidekorn. Seine schwarze Grundfärbung wurde von rötlichen und weißen Schuppen unterbrochen. Besonders auffällig war ein helles Querband über den Flügeldecken. Wenige Millimeter Leben – und doch ein Muster, das bei genauer Betrachtung erstaunlich kunstvoll erschien.
Der Käfer bewegte sich langsam von Blüte zu Blüte. Er nahm Pollen auf, verschwand kurz zwischen den Blütenstielen und tauchte an anderer Stelle wieder auf. Für die meisten Menschen wäre er vermutlich unsichtbar geblieben.
Vielleicht liegt gerade darin eine der großen Herausforderungen des Naturschutzes: Wir schützen bevorzugt, was wir kennen, und übersehen, was sich unserer unmittelbaren Aufmerksamkeit entzieht. Doch biologische Vielfalt besteht nicht nur aus großen Säugetieren, seltenen Vögeln oder farbenprächtigen Schmetterlingen. Sie lebt ebenso in einem wenige Millimeter kleinen Käfer, der am Wegesrand eine Blüte besucht.
Der Bibernellen-Blütenkäfer erinnert uns daran, dass ein vermeintlich unscheinbarer Blütenstreifen eine ganze Welt tragen kann. Artenschutz in Franken® möchte diese Welt sichtbar machen – bevor sie unbemerkt verstummt.
In der Aufnahme von Albert Meier
Der Käfer bewegte sich langsam von Blüte zu Blüte. Er nahm Pollen auf, verschwand kurz zwischen den Blütenstielen und tauchte an anderer Stelle wieder auf. Für die meisten Menschen wäre er vermutlich unsichtbar geblieben.
Vielleicht liegt gerade darin eine der großen Herausforderungen des Naturschutzes: Wir schützen bevorzugt, was wir kennen, und übersehen, was sich unserer unmittelbaren Aufmerksamkeit entzieht. Doch biologische Vielfalt besteht nicht nur aus großen Säugetieren, seltenen Vögeln oder farbenprächtigen Schmetterlingen. Sie lebt ebenso in einem wenige Millimeter kleinen Käfer, der am Wegesrand eine Blüte besucht.
Der Bibernellen-Blütenkäfer erinnert uns daran, dass ein vermeintlich unscheinbarer Blütenstreifen eine ganze Welt tragen kann. Artenschutz in Franken® möchte diese Welt sichtbar machen – bevor sie unbemerkt verstummt.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Bibernellen-Blütenkäfer im Porträt: Mit einer Körperlänge von nur zwei bis 4,5 Millimetern wird Anthrenus pimpinellae trotz seiner auffälligen Zeichnung leicht übersehen.
Artenschutz in Franken®
Europäischer Zander (Sander lucioperca
Der Zander – ein Jäger zwischen Dämmerung und Tiefe
27/28.08.2026
Der Tag hatte seine Wärme noch nicht abgegeben. Über dem Wasser lag der Geruch eines frühen Sommerabends, während sich die letzten Sonnenstrahlen zwischen den Ufergehölzen hindurchschoben. Auf der Oberfläche zeichneten Wasserläufer kleine Kreise. Darunter begann eine andere Welt, unsichtbar für den flüchtigen Blick.
Nahe einer flachen Uferzone bewegte sich ein länglicher Schatten über dem Grund. Langsam zog er seine Bahn, wendete, verharrte und kehrte wieder an dieselbe Stelle zurück. Es war kein zielloses Umherstreifen. Der Fisch bewachte ein kleines, von Ablagerungen freigehaltenes Areal zwischen Kies, Sand und freigelegten Wurzeln.
27/28.08.2026
- Das bewachte Nest – eine kurze Geschichte vom Fluss
Der Tag hatte seine Wärme noch nicht abgegeben. Über dem Wasser lag der Geruch eines frühen Sommerabends, während sich die letzten Sonnenstrahlen zwischen den Ufergehölzen hindurchschoben. Auf der Oberfläche zeichneten Wasserläufer kleine Kreise. Darunter begann eine andere Welt, unsichtbar für den flüchtigen Blick.
Nahe einer flachen Uferzone bewegte sich ein länglicher Schatten über dem Grund. Langsam zog er seine Bahn, wendete, verharrte und kehrte wieder an dieselbe Stelle zurück. Es war kein zielloses Umherstreifen. Der Fisch bewachte ein kleines, von Ablagerungen freigehaltenes Areal zwischen Kies, Sand und freigelegten Wurzeln.
Ein männlicher Zander stand über seinem Nest.
Seine Bewegungen wirkten ruhig, doch seine Aufmerksamkeit ließ keinen Augenblick nach. Näherte sich ein anderer Fisch, stellte sich der Zander ihm entgegen. Mit seinen Flossen erzeugte er immer wieder einen leichten Wasserstrom über dem Gelege. Sauerstoffreiches Wasser erreichte dadurch die an der Unterlage haftenden Eier, während feine Sedimente fortgetragen wurden.
Am Ufer war davon nichts zu bemerken. Ein Fahrrad fuhr vorüber, Stimmen verloren sich in der Ferne und ein Boot zog seine Wellen gegen die flache Böschung. Für den Zander hingegen entschied sich an diesem unscheinbaren Platz, ob eine neue Generation ihren Anfang nehmen konnte.
In der Aufnahme von Peter Hoffmann
Seine Bewegungen wirkten ruhig, doch seine Aufmerksamkeit ließ keinen Augenblick nach. Näherte sich ein anderer Fisch, stellte sich der Zander ihm entgegen. Mit seinen Flossen erzeugte er immer wieder einen leichten Wasserstrom über dem Gelege. Sauerstoffreiches Wasser erreichte dadurch die an der Unterlage haftenden Eier, während feine Sedimente fortgetragen wurden.
Am Ufer war davon nichts zu bemerken. Ein Fahrrad fuhr vorüber, Stimmen verloren sich in der Ferne und ein Boot zog seine Wellen gegen die flache Böschung. Für den Zander hingegen entschied sich an diesem unscheinbaren Platz, ob eine neue Generation ihren Anfang nehmen konnte.
In der Aufnahme von Peter Hoffmann
- Zander im Freiwasser: Der lang gestreckte Körper und die dunklen Querbinden machen den Zander zu einer unverwechselbaren Erscheinung unserer größeren Flüsse, Seen und Stauseen.
Artenschutz in Franken®
Europäischer Wels
Der Europäische Wels – ein stiller Gigant unserer Gewässer
27/28.08.2026
Es war einer jener warmen Sommerabende, an denen das Wasser beinahe regungslos zwischen den Ufern lag. Nur vereinzelt zeichneten Insekten kleine Kreise auf die dunkler werdende Oberfläche. Plötzlich entstand nahe eines überhängenden Baumes eine kräftige Bewegung. Kein Fisch sprang aus dem Wasser, kein Vogel stieß hinab – und doch verriet eine langsam auseinanderlaufende Welle, dass sich dort unten etwas Großes bewegte.
Für wenige Augenblicke wurde ein breiter, flacher Kopf sichtbar. Zwei lange Barteln tasteten durch das trübe Wasser, dann glitt der Fisch lautlos zurück in die Tiefe. Es war ein Europäischer Wels – ein Tier, das aufgrund seiner Größe häufig für Aufsehen sorgt, den größten Teil seines Lebens jedoch verborgen bleibt.
Solche Begegnungen erinnern uns von Artenschutz in Franken® daran, wie wenig wir von dem wahrnehmen, was sich unter der Oberfläche unserer Flüsse, Seen und Altwässer abspielt. Der Wels steht dabei nicht nur für Kraft und beeindruckende Körpermaße. Er ist zugleich Teil eines komplexen Lebensraumes, dessen ökologische Zusammenhänge sich unserem Blick meist entziehen.
27/28.08.2026
- Eine Begegnung unter der Wasseroberfläche
Es war einer jener warmen Sommerabende, an denen das Wasser beinahe regungslos zwischen den Ufern lag. Nur vereinzelt zeichneten Insekten kleine Kreise auf die dunkler werdende Oberfläche. Plötzlich entstand nahe eines überhängenden Baumes eine kräftige Bewegung. Kein Fisch sprang aus dem Wasser, kein Vogel stieß hinab – und doch verriet eine langsam auseinanderlaufende Welle, dass sich dort unten etwas Großes bewegte.
Für wenige Augenblicke wurde ein breiter, flacher Kopf sichtbar. Zwei lange Barteln tasteten durch das trübe Wasser, dann glitt der Fisch lautlos zurück in die Tiefe. Es war ein Europäischer Wels – ein Tier, das aufgrund seiner Größe häufig für Aufsehen sorgt, den größten Teil seines Lebens jedoch verborgen bleibt.
Solche Begegnungen erinnern uns von Artenschutz in Franken® daran, wie wenig wir von dem wahrnehmen, was sich unter der Oberfläche unserer Flüsse, Seen und Altwässer abspielt. Der Wels steht dabei nicht nur für Kraft und beeindruckende Körpermaße. Er ist zugleich Teil eines komplexen Lebensraumes, dessen ökologische Zusammenhänge sich unserem Blick meist entziehen.
Der Europäische Wels oder Flusswels
Der Europäische Wels beziehungsweise Flusswels (Silurus glanis) wird regional auch Waller genannt. Er gilt als größte heimische Süßwasserfischart Europas. Einzelne Tiere können außergewöhnliche Längen von weit über zwei Metern erreichen.
In der Aufnahme von Peter Hoffmann
Der Europäische Wels beziehungsweise Flusswels (Silurus glanis) wird regional auch Waller genannt. Er gilt als größte heimische Süßwasserfischart Europas. Einzelne Tiere können außergewöhnliche Längen von weit über zwei Metern erreichen.
- Angaben von bis zu drei Metern und etwa 150 Kilogramm beschreiben jedoch seltene Extremwerte; die meisten Welse bleiben deutlich kleiner.
In der Aufnahme von Peter Hoffmann
- Der Europäische Wels (Silurus glanis) ist die größte heimische Süßwasserfischart. Trotz seiner eindrucksvollen Erscheinung verbringt er einen großen Teil seines Lebens verborgen unter der Wasseroberfläche.
Artenschutz in Franken®
Hohltaube (Columba oenas)
Ein leiser Ruf aus alten Buchen – die Hohltaube (Columba oenas)
26/27.08.2026
Der Morgen im alten Laubwald ist noch kühl. Zwischen den hohen Stämmen liegt weiches Licht, und aus der Ferne ist ein tiefer, etwas gedämpfter Taubenruf zu hören. Zunächst lässt sich der Vogel kaum entdecken. Dann fliegt eine blaugraue Gestalt zwischen den Buchen hindurch und verschwindet plötzlich in einer Baumhöhle.
Eine Taube, die in einem Baumstamm brütet? Genau darin liegt eine Besonderheit der Hohltaube. Ihr Name beschreibt keinen hohlen Ruf, sondern ihre enge Verbindung zu alten Baumhöhlen.
Für Artenschutz in Franken® ist sie eine jener Arten, die uns besonders deutlich zeigen, welchen Wert alte Bäume besitzen. Was für manchen Menschen lediglich wie eine Öffnung im Stamm aussieht, kann für die Hohltaube ein unverzichtbarer Brutplatz sein.
26/27.08.2026
- Eine Stimme, die aus dem Baum zu kommen scheint
Der Morgen im alten Laubwald ist noch kühl. Zwischen den hohen Stämmen liegt weiches Licht, und aus der Ferne ist ein tiefer, etwas gedämpfter Taubenruf zu hören. Zunächst lässt sich der Vogel kaum entdecken. Dann fliegt eine blaugraue Gestalt zwischen den Buchen hindurch und verschwindet plötzlich in einer Baumhöhle.
Eine Taube, die in einem Baumstamm brütet? Genau darin liegt eine Besonderheit der Hohltaube. Ihr Name beschreibt keinen hohlen Ruf, sondern ihre enge Verbindung zu alten Baumhöhlen.
Für Artenschutz in Franken® ist sie eine jener Arten, die uns besonders deutlich zeigen, welchen Wert alte Bäume besitzen. Was für manchen Menschen lediglich wie eine Öffnung im Stamm aussieht, kann für die Hohltaube ein unverzichtbarer Brutplatz sein.
Unauffälliger als die Ringeltaube
Die Hohltaube gehört zur Familie der Tauben und ist deutlich kleiner als die weitverbreitete Ringeltaube. In ihrer Größe erinnert sie eher an eine Stadt- oder Haustaube. Ihr Gefieder erscheint überwiegend blaugrau. An den Halsseiten kann sich je nach Lichteinfall ein grünlicher metallischer Glanz zeigen, während die Brust leicht rötlich oder weinfarben getönt ist.
Im Gegensatz zur Ringeltaube fehlen ihr die großen weißen Halsflecken und die auffälligen weißen Bereiche auf den Flügeln. Auch einen weißen Bürzel, wie ihn viele Fels- und Stadttauben zeigen, besitzt sie nicht. Ihre dunklen Augen verleihen ihr einen ruhigen Ausdruck.
Im Flug wirkt die Hohltaube schnell und geradlinig. Dennoch wird sie leicht übersehen, denn sie hält sich häufig im Bereich hoher Baumkronen auf oder wechselt zwischen Wald und angrenzenden Nahrungsflächen. Oft verrät ihr gedämpfter, wiederholt vorgetragener Ruf ihre Anwesenheit, bevor sie selbst sichtbar wird.
In der Aufnahme von Peter Zeininger
Die Hohltaube gehört zur Familie der Tauben und ist deutlich kleiner als die weitverbreitete Ringeltaube. In ihrer Größe erinnert sie eher an eine Stadt- oder Haustaube. Ihr Gefieder erscheint überwiegend blaugrau. An den Halsseiten kann sich je nach Lichteinfall ein grünlicher metallischer Glanz zeigen, während die Brust leicht rötlich oder weinfarben getönt ist.
Im Gegensatz zur Ringeltaube fehlen ihr die großen weißen Halsflecken und die auffälligen weißen Bereiche auf den Flügeln. Auch einen weißen Bürzel, wie ihn viele Fels- und Stadttauben zeigen, besitzt sie nicht. Ihre dunklen Augen verleihen ihr einen ruhigen Ausdruck.
Im Flug wirkt die Hohltaube schnell und geradlinig. Dennoch wird sie leicht übersehen, denn sie hält sich häufig im Bereich hoher Baumkronen auf oder wechselt zwischen Wald und angrenzenden Nahrungsflächen. Oft verrät ihr gedämpfter, wiederholt vorgetragener Ruf ihre Anwesenheit, bevor sie selbst sichtbar wird.
In der Aufnahme von Peter Zeininger
- Ihren Namen trägt die rund 33cm große, 280 Gramm schwere, die auf Grund fehlender weißer Flügelzeichnung recht leicht von der Ringeltaube zu unterscheidende Taubenart, weil sie ihren Nistplatz bevorzugt in Baumhöhlen anlegt.
Artenschutz in Franken®
Rapfen oder Schied (Leuciscus aspius)
Der Rapfen oder Schied (Leuciscus aspius) – ein silberner Jäger unserer Flüsse
26/27.08.2026
Ein Schlag an der Wasseroberfläche
Zuerst sieht der Fluss vollkommen ruhig aus. Das Wasser zieht gleichmäßig vorbei, ein paar kleine Fische stehen dicht unter der Oberfläche und eigentlich scheint nichts Besonderes zu passieren. Doch plötzlich gibt es einen kräftigen Schlag. Wasser spritzt auf, die kleinen Fische flüchten in alle Richtungen und nur wenige Sekunden später ist wieder alles ruhig.
Hätte ich nicht gewusst, was sich dort abgespielt haben könnte, hätte ich vielleicht an einen ins Wasser gefallenen Ast gedacht. Tatsächlich kann ein solcher Angriff von einem Rapfen stammen. Dieser große und schnelle Fisch jagt seine Beute häufig unmittelbar unter der Wasseroberfläche. Seine Attacken können so kraftvoll sein, dass man sie sogar vom Ufer aus hört.
Bei Artenschutz in Franken® habe ich gelernt, dass man einen Fluss nicht allein danach beurteilen darf, was man auf seiner Oberfläche erkennt. Unter dem Wasser befindet sich eine eigene Welt – und der Rapfen ist einer ihrer eindrucksvollsten Bewohner.
26/27.08.2026
- Ein Jugendbeitrag unter der fachlichen Federführung von Artenschutz in Franken®
Ein Schlag an der Wasseroberfläche
Zuerst sieht der Fluss vollkommen ruhig aus. Das Wasser zieht gleichmäßig vorbei, ein paar kleine Fische stehen dicht unter der Oberfläche und eigentlich scheint nichts Besonderes zu passieren. Doch plötzlich gibt es einen kräftigen Schlag. Wasser spritzt auf, die kleinen Fische flüchten in alle Richtungen und nur wenige Sekunden später ist wieder alles ruhig.
Hätte ich nicht gewusst, was sich dort abgespielt haben könnte, hätte ich vielleicht an einen ins Wasser gefallenen Ast gedacht. Tatsächlich kann ein solcher Angriff von einem Rapfen stammen. Dieser große und schnelle Fisch jagt seine Beute häufig unmittelbar unter der Wasseroberfläche. Seine Attacken können so kraftvoll sein, dass man sie sogar vom Ufer aus hört.
Bei Artenschutz in Franken® habe ich gelernt, dass man einen Fluss nicht allein danach beurteilen darf, was man auf seiner Oberfläche erkennt. Unter dem Wasser befindet sich eine eigene Welt – und der Rapfen ist einer ihrer eindrucksvollsten Bewohner.
Zwei Namen für einen besonderen Fisch
Der Rapfen wird regional auch Schied genannt. Sein heute verwendeter wissenschaftlicher Name lautet Leuciscus aspius. In älteren Fachbüchern, Schutzgebietsunterlagen und Rechtsvorschriften findet man ihn häufig noch unter der Bezeichnung Aspius aspius. Gemeint ist jeweils dieselbe Fischart.
Der Rapfen gehört zu den karpfenartigen Fischen, unterscheidet sich in seiner Lebensweise jedoch deutlich von vielen bekannteren Vertretern dieser Gruppe. Während man bei Karpfenfischen vielleicht zuerst an Tiere denkt, die am Gewässergrund nach Nahrung suchen, lebt der ausgewachsene Rapfen überwiegend räuberisch und erbeutet vor allem andere Fische.
Sein lang gestreckter, seitlich nur wenig abgeflachter Körper ist gut an schnelles Schwimmen angepasst. Die Flanken wirken silbrig, während der Rücken meist dunkler erscheint. Besonders auffällig ist das große Maul. Der leicht vorstehende Unterkiefer lässt bereits erkennen, dass dieser Fisch für die Jagd geschaffen ist.
Ausgewachsene Rapfen erreichen häufig eine Länge von etwa 50 bis 70 Zentimetern. Einzelne Tiere können jedoch deutlich größer werden. Wenn ein solcher Fisch mit hoher Geschwindigkeit einen Schwarm kleinerer Fische angreift, wird verständlich, weshalb er manchmal als „Süßwasser-Torpedo“ bezeichnet wird.
In der Aufnahme von Peter Hoffmann
Der Rapfen wird regional auch Schied genannt. Sein heute verwendeter wissenschaftlicher Name lautet Leuciscus aspius. In älteren Fachbüchern, Schutzgebietsunterlagen und Rechtsvorschriften findet man ihn häufig noch unter der Bezeichnung Aspius aspius. Gemeint ist jeweils dieselbe Fischart.
Der Rapfen gehört zu den karpfenartigen Fischen, unterscheidet sich in seiner Lebensweise jedoch deutlich von vielen bekannteren Vertretern dieser Gruppe. Während man bei Karpfenfischen vielleicht zuerst an Tiere denkt, die am Gewässergrund nach Nahrung suchen, lebt der ausgewachsene Rapfen überwiegend räuberisch und erbeutet vor allem andere Fische.
Sein lang gestreckter, seitlich nur wenig abgeflachter Körper ist gut an schnelles Schwimmen angepasst. Die Flanken wirken silbrig, während der Rücken meist dunkler erscheint. Besonders auffällig ist das große Maul. Der leicht vorstehende Unterkiefer lässt bereits erkennen, dass dieser Fisch für die Jagd geschaffen ist.
Ausgewachsene Rapfen erreichen häufig eine Länge von etwa 50 bis 70 Zentimetern. Einzelne Tiere können jedoch deutlich größer werden. Wenn ein solcher Fisch mit hoher Geschwindigkeit einen Schwarm kleinerer Fische angreift, wird verständlich, weshalb er manchmal als „Süßwasser-Torpedo“ bezeichnet wird.
In der Aufnahme von Peter Hoffmann
- Rapfen - frontal
Artenschutz in Franken®
Feenlämpchenspinnen (Agroeca)
Feenlämpchenspinnen (Agroeca) – kleine Baumeisterinnen mit einem außergewöhnlichen Namen
26/27.08.2026
Es war kein Lichtschein, der unseren Blick auf den Grashalm lenkte. Vielmehr hing dort ein winziges, nahezu weißes Gebilde, das mit etwas Fantasie an eine kleine Laterne erinnerte. Ein Kunstwerk aus feiner Spinnseide – zart, regelmäßig geformt und an einem kaum sichtbaren Stiel befestigt.
Wer dieses ungewöhnliche Gebilde zum ersten Mal entdeckt, könnte es für einen Pflanzenteil, einen Pilz oder vielleicht sogar für das Werk eines Insekts halten. Seine tatsächliche Erbauerin bleibt meistens verborgen: eine Feenlämpchenspinne aus der Gattung Agroeca. Schon der deutsche Name klingt, als stamme er aus einer alten Naturgeschichte. Doch das „Feenlämpchen“ ist keine Erfindung menschlicher Fantasie. Es handelt sich um einen kunstvoll angelegten Eikokon, in dem sich der Nachwuchs der Spinne geschützt entwickeln kann.
26/27.08.2026
- Ein rätselhaftes Lämpchen im Gras
Es war kein Lichtschein, der unseren Blick auf den Grashalm lenkte. Vielmehr hing dort ein winziges, nahezu weißes Gebilde, das mit etwas Fantasie an eine kleine Laterne erinnerte. Ein Kunstwerk aus feiner Spinnseide – zart, regelmäßig geformt und an einem kaum sichtbaren Stiel befestigt.
Wer dieses ungewöhnliche Gebilde zum ersten Mal entdeckt, könnte es für einen Pflanzenteil, einen Pilz oder vielleicht sogar für das Werk eines Insekts halten. Seine tatsächliche Erbauerin bleibt meistens verborgen: eine Feenlämpchenspinne aus der Gattung Agroeca. Schon der deutsche Name klingt, als stamme er aus einer alten Naturgeschichte. Doch das „Feenlämpchen“ ist keine Erfindung menschlicher Fantasie. Es handelt sich um einen kunstvoll angelegten Eikokon, in dem sich der Nachwuchs der Spinne geschützt entwickeln kann.
Unspektakuläre Spinne, außergewöhnliches Bauwerk
Feenlämpchenspinnen gehören zur Familie der Feldspinnen. Die verschiedenen Arten der Gattung Agroeca sind überwiegend klein, bräunlich gefärbt und an ein Leben in Bodennähe angepasst. Ihre zurückhaltende Zeichnung hilft ihnen, zwischen Erde, Moos, trockenen Pflanzenteilen und Laubstreu nahezu unsichtbar zu bleiben.
Während andere Spinnen durch große Fangnetze auf sich aufmerksam machen, führen Feenlämpchenspinnen ein ausgesprochen unauffälliges Leben. Sie halten sich bevorzugt in niedriger Vegetation, in Streuschichten oder unmittelbar auf dem Boden auf. Viele ihrer Aktivitäten finden in der Dämmerung oder während der Nacht statt.
In der Aufnahme von Albert Meier
Feenlämpchenspinnen gehören zur Familie der Feldspinnen. Die verschiedenen Arten der Gattung Agroeca sind überwiegend klein, bräunlich gefärbt und an ein Leben in Bodennähe angepasst. Ihre zurückhaltende Zeichnung hilft ihnen, zwischen Erde, Moos, trockenen Pflanzenteilen und Laubstreu nahezu unsichtbar zu bleiben.
Während andere Spinnen durch große Fangnetze auf sich aufmerksam machen, führen Feenlämpchenspinnen ein ausgesprochen unauffälliges Leben. Sie halten sich bevorzugt in niedriger Vegetation, in Streuschichten oder unmittelbar auf dem Boden auf. Viele ihrer Aktivitäten finden in der Dämmerung oder während der Nacht statt.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Ihren Namen hat die rund 6 - 9 Millimeter große Feenlämpchenspinne vom Aussehen ihres Eikokons. Die Spinnenart die kein Fangnetz baut ernährt sich von Insekten.Ihren Kokon der etwa 50 - 65 Eier enthält befestigt sie meist an niederen Pflanzen und tarnt den weißen "Kokonsack" mit Substrat.Die Aufnahmen zeigen den teils un- teils getarnten Kokon.Sobald die Jungspinnen geschlüpft sind bahnen sich diese den Weg ins Freie indem sie den Kokon aufbeisen ..
Artenschutz in Franken®
Glänzender Käfer in misslicher Lage – kleine Starthilfe für einen Rosenkäfer
Glänzender Käfer in misslicher Lage – kleine Starthilfe für einen Rosenkäfer
25/26.08.2026
Genau so fanden wir einen Goldglänzenden Rosenkäfer (Cetonia aurata): den schimmernden Panzer nach unten, alle sechs Beine in der Luft und offenbar ohne überzeugenden Plan, wie sich diese wenig vorteilhafte Lage beenden ließe. Seine Beinbewegungen erinnerten ein wenig an einen sehr eifrigen Dirigenten – nur fehlten sowohl Orchester als auch Publikum. Dafür waren wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
25/26.08.2026
- Manchmal beginnt praktischer Artenschutz nicht mit einem umfangreichen Projekt, sondern mit einem Käfer, der buchstäblich auf dem Rücken liegt.
Genau so fanden wir einen Goldglänzenden Rosenkäfer (Cetonia aurata): den schimmernden Panzer nach unten, alle sechs Beine in der Luft und offenbar ohne überzeugenden Plan, wie sich diese wenig vorteilhafte Lage beenden ließe. Seine Beinbewegungen erinnerten ein wenig an einen sehr eifrigen Dirigenten – nur fehlten sowohl Orchester als auch Publikum. Dafür waren wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Goldener Panzer, sechs Beine – aber keine Bodenhaftung
So eindrucksvoll der Goldglänzende Rosenkäfer von oben erscheint, so hilflos kann er in Rückenlage wirken. Auf einem glatten oder ungünstig beschaffenen Untergrund finden seine Beine manchmal keinen Halt. Der prächtige Käfer kann dann rudern, strampeln und sich redlich bemühen – ohne dabei seinem Ziel auch nur einen Millimeter näherzukommen.
Wir mussten daher nicht lange überlegen. Mit einer vorsichtigen kleinen Hilfestellung befreiten wir den Käfer aus seiner misslichen Situation und brachten ihn wieder in die für Käfer deutlich angemessenere Position: sechs Beine auf dem Boden und den glänzenden Rücken zur Sonne.
In der Aufnahme von V. Greb
So eindrucksvoll der Goldglänzende Rosenkäfer von oben erscheint, so hilflos kann er in Rückenlage wirken. Auf einem glatten oder ungünstig beschaffenen Untergrund finden seine Beine manchmal keinen Halt. Der prächtige Käfer kann dann rudern, strampeln und sich redlich bemühen – ohne dabei seinem Ziel auch nur einen Millimeter näherzukommen.
Wir mussten daher nicht lange überlegen. Mit einer vorsichtigen kleinen Hilfestellung befreiten wir den Käfer aus seiner misslichen Situation und brachten ihn wieder in die für Käfer deutlich angemessenere Position: sechs Beine auf dem Boden und den glänzenden Rücken zur Sonne.
In der Aufnahme von V. Greb
- In misslicher Rückenlage
Artenschutz in Franken®
Ein stiller Abschied im August – der Kleine Perlmuttfalter
Ein stiller Abschied im August – der Kleine Perlmuttfalter
25/26.08.2026
Für uns von Artenschutz in Franken® war dies ein bewegender Augenblick. Das Verhalten vermittelte beinahe den Eindruck, als könne sich der lebende Falter von seinem Artgenossen nicht lösen. Es wirkte wie ein stilles Innehalten – vielleicht sogar wie eine Form des Abschieds.
25/26.08.2026
- Es war einer jener heißen Augusttage, an denen die Landschaft beinahe stillzustehen schien. Zwischen trocken gewordenen Gräsern und den letzten blühenden Pflanzen lag ein Kleiner Perlmuttfalter, auch Kleiner Perlmutterfalter genannt (Issoria lathonia), regungslos am Boden. Unmittelbar bei ihm hielt sich ein zweiter Falter auf. Er entfernte sich nur kurz, kehrte wieder zurück und verharrte wiederholt neben seinem offenbar verstorbenen Artgenossen.
Für uns von Artenschutz in Franken® war dies ein bewegender Augenblick. Das Verhalten vermittelte beinahe den Eindruck, als könne sich der lebende Falter von seinem Artgenossen nicht lösen. Es wirkte wie ein stilles Innehalten – vielleicht sogar wie eine Form des Abschieds.
Können Schmetterlinge trauern?
Ob Schmetterlinge tatsächlich Trauer in einem mit menschlichen oder anderen hoch entwickelten sozialen Tieren vergleichbaren Sinn empfinden können, ist wissenschaftlich bislang nicht belegt. Deshalb wäre es fachlich nicht vertretbar, das beobachtete Verhalten eindeutig als Trauer zu bezeichnen.
Möglicherweise reagierte der Falter auf die Gestalt, die Färbung oder noch vorhandene chemische Signale seines Artgenossen. Auch ein Zusammenhang mit Paarungs-, Revier- oder Erkundungsverhalten ist denkbar. Ebenso könnte der Ort für beide Tiere aufgrund seiner Temperatur, der Bodenbeschaffenheit oder vorhandener Nahrungsquellen attraktiv gewesen sein.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Ob Schmetterlinge tatsächlich Trauer in einem mit menschlichen oder anderen hoch entwickelten sozialen Tieren vergleichbaren Sinn empfinden können, ist wissenschaftlich bislang nicht belegt. Deshalb wäre es fachlich nicht vertretbar, das beobachtete Verhalten eindeutig als Trauer zu bezeichnen.
Möglicherweise reagierte der Falter auf die Gestalt, die Färbung oder noch vorhandene chemische Signale seines Artgenossen. Auch ein Zusammenhang mit Paarungs-, Revier- oder Erkundungsverhalten ist denkbar. Ebenso könnte der Ort für beide Tiere aufgrund seiner Temperatur, der Bodenbeschaffenheit oder vorhandener Nahrungsquellen attraktiv gewesen sein.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Immer wieder kehrte der Kleine Perlmuttfalter zu seinem regungslosen Artgenossen zurück. Möglicherweise reagierte er auf dessen Gestalt oder noch vorhandene chemische Signale; für uns von Artenschutz in Franken® blieb dennoch das berührende Bild einer besonderen Verbundenheit.
Artenschutz in Franken®
Wenn das Sterben lautlos bleibt – Fledermäuse im Hitzesommer 2026
Wenn das Sterben lautlos bleibt – Fledermäuse im Hitzesommer 2026
25/26.08.2026
Solche Begegnungen gehen uns von Artenschutz in Franken® besonders nahe. Denn sie machen sichtbar, was sich ansonsten meist außerhalb unserer Wahrnehmung vollzieht: Fledermäuse sterben häufig im Verborgenen. Sie verschwinden in Mauerspalten, unter Dächern, in Baumhöhlen oder in dichter Vegetation. Viele geschwächte oder bereits verendete Tiere werden niemals gefunden. Ihre Schicksale erscheinen in keiner Statistik, werden von keinem Menschen wahrgenommen und hinterlassen scheinbar keine Spur.
25/26.08.2026
- Es war ein stilles Bild, das sich uns im Sommer 2026 zeigte. Unter dem schmalen Überstand eines kleinen Baukörpers hatte sich ein Braunes Langohr (Plecotus auritus) niedergelassen. Das Tier war vollkommen abgemagert, stark geschwächt und erkennbar dehydriert. Es wirkte, als habe es mit letzter Kraft einen geschützten Platz aufgesucht – vielleicht, um dort ungestört seine letzten Stunden zu verbringen.
Solche Begegnungen gehen uns von Artenschutz in Franken® besonders nahe. Denn sie machen sichtbar, was sich ansonsten meist außerhalb unserer Wahrnehmung vollzieht: Fledermäuse sterben häufig im Verborgenen. Sie verschwinden in Mauerspalten, unter Dächern, in Baumhöhlen oder in dichter Vegetation. Viele geschwächte oder bereits verendete Tiere werden niemals gefunden. Ihre Schicksale erscheinen in keiner Statistik, werden von keinem Menschen wahrgenommen und hinterlassen scheinbar keine Spur.
Gerade der Sommer 2026 führte uns eindringlich vor Augen, wie rasch mehrere Belastungen zusammenwirken können. Langanhaltend hohe Temperaturen heizen Quartiere unter Dachziegeln, hinter Fassadenverkleidungen und in engen Gebäudespalten extrem auf. Können die Tiere nicht rechtzeitig in kühlere Bereiche ausweichen, drohen Hitzestress, Flüssigkeitsmangel und schließlich der Tod. Besonders gefährdet sind Jungtiere, geschwächte Alttiere sowie Fledermäuse, deren Quartiere keine klimatisch günstigeren Ausweichmöglichkeiten bieten.
In der Aufnahme von I. Hummel
In der Aufnahme von I. Hummel
- Ein Braunes Langohr (Plecotus auritus) hat sich unter dem schmalen Überstand eines kleinen Baukörpers niedergelassen. Das stark abgemagerte und offensichtlich dehydrierte Tier vermittelt einen bedrückenden Eindruck davon, wie sehr Hitze, Trockenheit und Nahrungsmangel Fledermäuse belasten können.
Artenschutz in Franken®
Gartengrasmücke (Sylvia borin)
Gartengrasmücke (Sylvia borin) – die verborgene Stimme aus dem grünen Dickicht
24/25.08.2026
Es war einer jener milden Maitage, an denen sich das frische Grün beinahe unbemerkt über Hecken, Waldränder und Bachufer gelegt hatte. Während wir von Artenschutz in Franken® eine strukturreiche Gehölzzeile betrachteten, drang aus dem dichten Blätterwerk plötzlich ein erstaunlich voller Gesang. Die Töne flossen ohne erkennbare Pause ineinander – weich, perlend und doch kraftvoll.
24/25.08.2026
- Eine kleine Geschichte aus dem fränkischen Frühling
Es war einer jener milden Maitage, an denen sich das frische Grün beinahe unbemerkt über Hecken, Waldränder und Bachufer gelegt hatte. Während wir von Artenschutz in Franken® eine strukturreiche Gehölzzeile betrachteten, drang aus dem dichten Blätterwerk plötzlich ein erstaunlich voller Gesang. Die Töne flossen ohne erkennbare Pause ineinander – weich, perlend und doch kraftvoll.
Der Sänger selbst blieb zunächst verborgen. Erst nach längerem Warten bewegte sich ein Zweig. Für einen kurzen Augenblick zeigte sich ein kleiner, graubrauner Vogel, bevor er wieder in der Vegetation verschwand. Keine auffällige Kopfzeichnung, kein leuchtendes Gefieder und kein markanter Farbfleck verrieten seine Identität. Es war eine Gartengrasmücke.
Diese Begegnung steht für das Wesen dieser Vogelart. Die Gartengrasmücke möchte offenbar nicht gesehen werden. Sie lebt im Schutz dichter Vegetation und überlässt es ihrem Gesang, ihre Anwesenheit zu verraten.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
Diese Begegnung steht für das Wesen dieser Vogelart. Die Gartengrasmücke möchte offenbar nicht gesehen werden. Sie lebt im Schutz dichter Vegetation und überlässt es ihrem Gesang, ihre Anwesenheit zu verraten.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Beeren als Reiseproviant: Fruchttragende heimische Sträucher liefern vor dem Herbstzug wertvolle Energie.
Artenschutz in Franken®
Aus einer Idee wird neues Leben ...
Aus einer Idee wird neues Leben – zweifacher Bruterfolg bei städtischen Rauchschwalben
24/25.08.2026
Bamberg / Bayern. Manchmal braucht erfolgreicher Artenschutz einen langen Atem. Als Artenschutz in Franken® gemeinsam mit der STADTBAU GMBH BAMBERG und mit Unterstützung der zuständigen Fachbehörden des Naturschutzes vor einigen Jahren das Projekt „Eine Perspektive für städtische Rauchschwalben“ entwickelte, ließ sich noch nicht absehen, ob die angebotenen Nisthilfen tatsächlich angenommen würden.
Im Jahr 2026 können wir nun einen bemerkenswerten Erfolg vermelden: An dem betreuten Standort gelangen den Rauchschwalben gleich zwei erfolgreiche Jahresbruten.
24/25.08.2026
- Das 2022 gestartete Gemeinschaftsprojekt von Artenschutz in Franken® und der STADTBAU GMBH BAMBERG zeigt im Jahr 2026 einen besonders erfreulichen Erfolg
Bamberg / Bayern. Manchmal braucht erfolgreicher Artenschutz einen langen Atem. Als Artenschutz in Franken® gemeinsam mit der STADTBAU GMBH BAMBERG und mit Unterstützung der zuständigen Fachbehörden des Naturschutzes vor einigen Jahren das Projekt „Eine Perspektive für städtische Rauchschwalben“ entwickelte, ließ sich noch nicht absehen, ob die angebotenen Nisthilfen tatsächlich angenommen würden.
Im Jahr 2026 können wir nun einen bemerkenswerten Erfolg vermelden: An dem betreuten Standort gelangen den Rauchschwalben gleich zwei erfolgreiche Jahresbruten.
Bei jeder Brut wurden jeweils zwei Jungvögel großgezogen. Damit konnten innerhalb einer Brutsaison insgesamt vier junge Rauchschwalben heranwachsen. Für Artenschutz in Franken® ist diese Entwicklung weit mehr als eine erfreuliche Beobachtung. Sie zeigt, dass gezielt geschaffene Ersatzbrutplätze auch im städtischen Umfeld einen wertvollen Beitrag zur Stabilisierung lokaler Vorkommen leisten können.
Der Ausgangspunkt: ein riskanter Neststandort
Die Geschichte des Projektes begann in den Jahren 2020 und 2021. Ein Rauchschwalbenpaar hatte sich eigenständig an einem Standort im Stadtgebiet von Bamberg angesiedelt. Da geeignete Brutmöglichkeiten fehlten, errichteten die Tiere ihr Nest an einer Stelle, die nur eingeschränkt für eine sichere Jungenaufzucht geeignet erschien.
Hinzu kam, dass kaum geeignetes natürliches Baumaterial zur Verfügung stand. Es bestand daher die Sorge, dass sich das Nest im Verlauf der Brutzeit vom Untergrund lösen könnte. Ein solcher Absturz hätte für Eier oder bereits geschlüpfte Jungvögel tödlich enden können.
Um dieses Risiko zu verringern und den Rauchschwalben dauerhaft geeignete Nistmöglichkeiten anzubieten, stellte Artenschutz in Franken® kurzfristig vier speziell auf die Art abgestimmte Kunstnester zur Verfügung. Die STADTBAU GMBH BAMBERG übernahm deren fachgerechte Montage an geschützten Stellen, die den Anforderungen der Rauchschwalben möglichst gut entsprechen sollten.
Als die Nisthilfen im Jahr 2022 bereitstanden, begann zunächst die Zeit des Wartens. Denn auch ein fachlich geeignet erscheinender Nistplatz wird von wild lebenden Vögeln nicht zwangsläufig sofort angenommen. Lage, Temperatur, Anflugmöglichkeiten, Störungsarmut und die Bindung an bereits bekannte Brutplätze können darüber entscheiden, ob eine Nisthilfe genutzt wird.
Vier Jahre später: Der erhoffte Erfolg stellt sich ein
In der Aufnahme
Der Ausgangspunkt: ein riskanter Neststandort
Die Geschichte des Projektes begann in den Jahren 2020 und 2021. Ein Rauchschwalbenpaar hatte sich eigenständig an einem Standort im Stadtgebiet von Bamberg angesiedelt. Da geeignete Brutmöglichkeiten fehlten, errichteten die Tiere ihr Nest an einer Stelle, die nur eingeschränkt für eine sichere Jungenaufzucht geeignet erschien.
Hinzu kam, dass kaum geeignetes natürliches Baumaterial zur Verfügung stand. Es bestand daher die Sorge, dass sich das Nest im Verlauf der Brutzeit vom Untergrund lösen könnte. Ein solcher Absturz hätte für Eier oder bereits geschlüpfte Jungvögel tödlich enden können.
Um dieses Risiko zu verringern und den Rauchschwalben dauerhaft geeignete Nistmöglichkeiten anzubieten, stellte Artenschutz in Franken® kurzfristig vier speziell auf die Art abgestimmte Kunstnester zur Verfügung. Die STADTBAU GMBH BAMBERG übernahm deren fachgerechte Montage an geschützten Stellen, die den Anforderungen der Rauchschwalben möglichst gut entsprechen sollten.
Als die Nisthilfen im Jahr 2022 bereitstanden, begann zunächst die Zeit des Wartens. Denn auch ein fachlich geeignet erscheinender Nistplatz wird von wild lebenden Vögeln nicht zwangsläufig sofort angenommen. Lage, Temperatur, Anflugmöglichkeiten, Störungsarmut und die Bindung an bereits bekannte Brutplätze können darüber entscheiden, ob eine Nisthilfe genutzt wird.
Vier Jahre später: Der erhoffte Erfolg stellt sich ein
In der Aufnahme
- Rauchschwalbe in künstlicher Nisthilfe beim " Hudern" ihres Nachwuchses
Artenschutz in Franken®
Wenn Turmfalke und Schleiereule an den alten Trafo zurückkehren
Wenn Turmfalke und Schleiereule an den alten Trafo zurückkehren
24/25.08.2026
Pinselstrich für Pinselstrich verändert sich der kleine Turmkörper vor meinen Augen. Was früher einmal ein Trafohaus war und ausschließlich einem technischen Zweck diente, erhält nun ein vollkommen neues Gesicht. Auf den Außenwänden entstehen naturgetreue Darstellungen von Turmfalken und Schleiereulen – zwei faszinierenden Vogelarten, die seit Jahrhunderten eng mit Gebäuden, Kirchtürmen, Scheunen und anderen Bauwerken unserer Kulturlandschaft verbunden sind.
24/25.08.2026
- Eine Künstlerin erzählt von ihrer Arbeit an einer besonderen Stele der Biodiversität
Pinselstrich für Pinselstrich verändert sich der kleine Turmkörper vor meinen Augen. Was früher einmal ein Trafohaus war und ausschließlich einem technischen Zweck diente, erhält nun ein vollkommen neues Gesicht. Auf den Außenwänden entstehen naturgetreue Darstellungen von Turmfalken und Schleiereulen – zwei faszinierenden Vogelarten, die seit Jahrhunderten eng mit Gebäuden, Kirchtürmen, Scheunen und anderen Bauwerken unserer Kulturlandschaft verbunden sind.
Für mich als Künsterin ist diese Aufgabe weit mehr als das Auftragen von Farbe auf eine Fassade. Ich möchte die Tiere so darstellen, dass ihre charakteristischen Merkmale sichtbar werden und zugleich etwas von ihrer Ausstrahlung erhalten bleibt. Der wachsame Blick des Turmfalken, seine elegante Körperhaltung und das fein gezeichnete Gefieder verlangen ebenso viel Aufmerksamkeit wie das helle, herzförmige Gesicht der Schleiereule und ihre beinahe lautlose Erscheinung.
Dabei muss jedes Detail auf die Entfernung wirken. Was aus der Nähe wie eine Ansammlung einzelner Linien und Farbtöne erscheint, soll sich später zu einem stimmigen Gesamtbild verbinden.
Immer wieder trete ich einige Schritte zurück, betrachte die Proportionen und korrigiere behutsam. Naturgetreue Fassadenmalerei braucht Zeit, Konzentration und ein genaues Auge.
In der Aufnahme
Dabei muss jedes Detail auf die Entfernung wirken. Was aus der Nähe wie eine Ansammlung einzelner Linien und Farbtöne erscheint, soll sich später zu einem stimmigen Gesamtbild verbinden.
Immer wieder trete ich einige Schritte zurück, betrachte die Proportionen und korrigiere behutsam. Naturgetreue Fassadenmalerei braucht Zeit, Konzentration und ein genaues Auge.
In der Aufnahme
- Regen und Wind machen die Arbeiten am Baukörper aktuell nicht erinfacher
Artenschutz in Franken®
Wenn der Vogelschutz nicht weit genug reicht
Wenn der Vogelschutz nicht weit genug reicht
23/24.08.2026
Auf ausgewählten Referenzflächen setzt Artenschutz in Franken® seit Jahrzehnten unterschiedliche Wildbienennisthilfen verschiedener Hersteller ein. Dabei geht es uns nicht allein darum, zusätzliche Nistmöglichkeiten bereitzustellen.
Wir möchten zugleich beobachten, wie sich die verschiedenen Bauformen unter realen Bedingungen bewähren, welche Arten sie annehmen und an welchen Stellen möglicherweise Verbesserungsbedarf erkennbar wird.
23/24.08.2026
- Erfahrungen mit Wildbienennisthilfen auf unseren Referenzflächen
Auf ausgewählten Referenzflächen setzt Artenschutz in Franken® seit Jahrzehnten unterschiedliche Wildbienennisthilfen verschiedener Hersteller ein. Dabei geht es uns nicht allein darum, zusätzliche Nistmöglichkeiten bereitzustellen.
Wir möchten zugleich beobachten, wie sich die verschiedenen Bauformen unter realen Bedingungen bewähren, welche Arten sie annehmen und an welchen Stellen möglicherweise Verbesserungsbedarf erkennbar wird.
Eine unserer Langzeitbeobachtungen zeigt, wie wichtig eine solche praktische Begleitung ist. An einem der eingesetzten Module stellen wir seit einiger Zeit zunehmend Eingriffe durch Vögel fest. Vor allem Spechte, aber auch andere insektenfressende Vogelarten, haben offenbar gelernt, dass sich in den verschlossenen Schilfhalmen nahrhafte Wildbienenbrut befindet.
In der Aufnahme
In der Aufnahme
- Zu nah am Nistmaterial: Trotz Sperrgitter können Spechte die Schilfhalme erreichen, herausziehen und die darin befindliche Wildbienenbrut freilegen.
Artenschutz in Franken®
Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus)
Der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) – ein vertrautes Blau, das nicht selbstverständlich bleiben darf
23/24.08.2026
Es ist ein Hauhechel-Bläuling – eine Art, die vielerorts noch angetroffen werden kann und dennoch eine wichtige Botschaft trägt: Auch vermeintlich häufige Arten bleiben nur dort häufig, wo ihre Lebensräume erhalten werden.
23/24.08.2026
- An einem warmen Vormittag genügt manchmal eine kleine Bewegung am Rand einer Wiese, um unsere Aufmerksamkeit zu wecken. Knapp über den Blüten fliegt ein winziger Falter, setzt sich für wenige Augenblicke auf einen Halm und öffnet seine Flügel. Plötzlich liegt ein intensives Blau zwischen Gräsern, Klee und verblühten Samenständen.
Es ist ein Hauhechel-Bläuling – eine Art, die vielerorts noch angetroffen werden kann und dennoch eine wichtige Botschaft trägt: Auch vermeintlich häufige Arten bleiben nur dort häufig, wo ihre Lebensräume erhalten werden.
Für Artenschutz in Franken® gehört der Hauhechel-Bläuling deshalb zu jenen Arten, denen wir besondere Aufmerksamkeit schenken. Nicht, weil er gegenwärtig zu den seltensten Schmetterlingen zählt, sondern weil seine Zukunft unmittelbar davon abhängt, wie wir mit Wiesen, Säumen, Böschungen und anderen offenen Lebensräumen umgehen.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Eine unserer häufigsten Bläulinge ist der Gewöhnliche, oder auch Hauhechel Bläuling. Sein Lebensraum ist vielfältig und zeigt sowohl trockene als auch feuchte Bestandteile auf.Die Flügelspannweite liegt um 3 Zentimeter. Fliegend erkennen wir den Falter von April bis Oktober.
Artenschutz in Franken®
Der Hauhechel-Bläuling im fränkischen Hochsommer
Hoffnungsschimmer auf dürrem Grund: Der Hauhechel-Bläuling im fränkischen Hochsommer
23/24.08.2026
Wo sonst um diese Jahreszeit noch saftiges Grün den Boden bedeckt, knirscht heute dürres Gras unter den Sohlen. Die langanhaltende Trockenheit hinterlässt Spuren, die selbst einem alten Naturbeobachter wie mir das Herz schwer machen.
23/24.08.2026
- Die Augustsonne brennt unerbittlich auf den Jurahangkanten unserer fränkischen Heimat.
Wo sonst um diese Jahreszeit noch saftiges Grün den Boden bedeckt, knirscht heute dürres Gras unter den Sohlen. Die langanhaltende Trockenheit hinterlässt Spuren, die selbst einem alten Naturbeobachter wie mir das Herz schwer machen.
Und doch gab es gestern diesen einen Moment der Hoffnung.
Zwischen den vertrockneten Halmen einer Magerwiese stach mir ein winziger, fast grazil wirkender Farbtupfer ins Auge. Auf den blassen Blütenköpfen einer Skabiosen-Flockenblume saß ein Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus).
Ruhig hielt er inne, klappte die Flügel zusammen und gab den Blick auf seine silbrig-graue Unterseite frei – verziert mit jenen charakteristischen, weiß umrandeten schwarzen Pünktchen und den leuchtend orangen Randflecken, die ich schon seit meinen Kindertagen so schätze. An den Flügelansätzen schimmerte noch ein Hauch jenes kühlen Türkisblau, das ihn so unverwechselbar macht.
Der Hauhechel-Bläuling gilt eigentlich als robuster Allerweltsvogel unter unseren Heimischen Tagfaltern. Er ist Anpassungskünstler und Überlebenskünstler zugleich. Doch wer mit offenen Augen durch die fränkische Kulturlandschaft geht, merkt schnell: Auch die Unverwüstlichen geraten ins Wanken.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Zwischen den vertrockneten Halmen einer Magerwiese stach mir ein winziger, fast grazil wirkender Farbtupfer ins Auge. Auf den blassen Blütenköpfen einer Skabiosen-Flockenblume saß ein Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus).
Ruhig hielt er inne, klappte die Flügel zusammen und gab den Blick auf seine silbrig-graue Unterseite frei – verziert mit jenen charakteristischen, weiß umrandeten schwarzen Pünktchen und den leuchtend orangen Randflecken, die ich schon seit meinen Kindertagen so schätze. An den Flügelansätzen schimmerte noch ein Hauch jenes kühlen Türkisblau, das ihn so unverwechselbar macht.
Der Hauhechel-Bläuling gilt eigentlich als robuster Allerweltsvogel unter unseren Heimischen Tagfaltern. Er ist Anpassungskünstler und Überlebenskünstler zugleich. Doch wer mit offenen Augen durch die fränkische Kulturlandschaft geht, merkt schnell: Auch die Unverwüstlichen geraten ins Wanken.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Hauhechel Bläuling im August 2026
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