Rostgans (Tadorna ferruginea) – Auffälliger Wasservogel offener Gewässer
Rostgans (Tadorna ferruginea) – Auffälliger Wasservogel offener Gewässer
13/14.05.2026
Im Flug fallen die hellen Flügelpartien mit dunklen Schwungfedern besonders deutlich auf. Männchen und Weibchen ähneln sich in ihrem Erscheinungsbild, wobei das Männchen während der Brutzeit häufig einen schmalen dunklen Halsring zeigt.
Ursprünglich ist die Rostgans in weiten Teilen Südosteuropas, Asiens und Nordafrikas verbreitet. In Mitteleuropa wird sie regional zunehmend beobachtet. Dabei treten sowohl wildlebende als auch aus Gefangenschaft stammende oder verwilderte Tiere auf. In einigen Gebieten haben sich örtliche Brutvorkommen etabliert.
13/14.05.2026
- Die Rostgans (Tadorna ferruginea) ist ein auffallender Wasservogel aus der Familie der Entenvögel. Durch ihr warm rostorange gefärbtes Gefieder und ihre aufrechte Körperhaltung ist sie meist schon aus größerer Entfernung gut zu erkennen.
Im Flug fallen die hellen Flügelpartien mit dunklen Schwungfedern besonders deutlich auf. Männchen und Weibchen ähneln sich in ihrem Erscheinungsbild, wobei das Männchen während der Brutzeit häufig einen schmalen dunklen Halsring zeigt.
Ursprünglich ist die Rostgans in weiten Teilen Südosteuropas, Asiens und Nordafrikas verbreitet. In Mitteleuropa wird sie regional zunehmend beobachtet. Dabei treten sowohl wildlebende als auch aus Gefangenschaft stammende oder verwilderte Tiere auf. In einigen Gebieten haben sich örtliche Brutvorkommen etabliert.
Die Rostgans bewohnt bevorzugt offene Landschaften mit Gewässern, Uferzonen, Flussauen, Seen, Kiesgruben oder flachen Teichen. Sie hält sich oft in übersichtlichen Lebensräumen auf, in denen freie Sicht auf mögliche Gefahren besteht. Außerhalb der Brutzeit ist sie gelegentlich auch auf Wiesen, Feldern und Weideflächen bei der Nahrungssuche anzutreffen.
Ihre Nahrung besteht überwiegend aus pflanzlichem Material wie Gräsern, Samen, Trieben und Wasserpflanzen. Ergänzend nimmt sie kleine Wirbellose, Insekten, Schnecken oder andere Kleintiere auf. Die Nahrung wird sowohl im flachen Wasser als auch an Land gesucht.
Während der Brutzeit bilden Rostgänse meist feste Paare. Die Nester liegen häufig gut geschützt in Baumhöhlen, Felsspalten, Gebäudenischen, Erdhöhlen oder anderen geschützten Hohlräumen. Nach dem Schlupf werden die Jungvögel von den Altvögeln zu geeigneten Gewässern geführt. Dort finden sie Nahrung und Deckung, bis sie selbstständig werden.
Rostgänse gelten als aufmerksam und revierbewusst. Besonders in der Brutzeit verteidigen sie ihren Bereich oft energisch gegenüber Artgenossen und anderen Wasservögeln. Ihre Rufe sind weithin hörbar und tragen dazu bei, dass sie im Gelände oft schon akustisch wahrgenommen werden.
Für den Naturschutz ist die Beobachtung der Rostgans vor allem im Zusammenhang mit Veränderungen von Lebensräumen, Ausbreitungsmustern und regionalen Bestandsentwicklungen von Interesse. Gewässer mit naturnahen Uferbereichen, ruhigen Rückzugsorten und strukturreichen Offenlandschaften bieten wichtige Voraussetzungen für ihr Vorkommen.
Aufnahme von Volkmar Greb
Ihre Nahrung besteht überwiegend aus pflanzlichem Material wie Gräsern, Samen, Trieben und Wasserpflanzen. Ergänzend nimmt sie kleine Wirbellose, Insekten, Schnecken oder andere Kleintiere auf. Die Nahrung wird sowohl im flachen Wasser als auch an Land gesucht.
Während der Brutzeit bilden Rostgänse meist feste Paare. Die Nester liegen häufig gut geschützt in Baumhöhlen, Felsspalten, Gebäudenischen, Erdhöhlen oder anderen geschützten Hohlräumen. Nach dem Schlupf werden die Jungvögel von den Altvögeln zu geeigneten Gewässern geführt. Dort finden sie Nahrung und Deckung, bis sie selbstständig werden.
Rostgänse gelten als aufmerksam und revierbewusst. Besonders in der Brutzeit verteidigen sie ihren Bereich oft energisch gegenüber Artgenossen und anderen Wasservögeln. Ihre Rufe sind weithin hörbar und tragen dazu bei, dass sie im Gelände oft schon akustisch wahrgenommen werden.
Für den Naturschutz ist die Beobachtung der Rostgans vor allem im Zusammenhang mit Veränderungen von Lebensräumen, Ausbreitungsmustern und regionalen Bestandsentwicklungen von Interesse. Gewässer mit naturnahen Uferbereichen, ruhigen Rückzugsorten und strukturreichen Offenlandschaften bieten wichtige Voraussetzungen für ihr Vorkommen.
Aufnahme von Volkmar Greb
Artenschutz in Franken®
Eichen (Quercus) – Lebensraum, Früchte und natürliche Verbreitung
Eichen (Quercus) – Lebensraum, Früchte und natürliche Verbreitung
13/14.05.2026
Eichen prägen seit langer Zeit Wälder, Waldränder, Heckenlandschaften, Auen und Parkanlagen.
Durch ihre Strukturvielfalt bieten sie Lebensraum für eine außergewöhnlich große Zahl an Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. In ihrer Rinde, in Stammhöhlen, in Totholzbereichen und im Kronenraum finden zahlreiche Organismen Nahrung, Schutz und Brutplätze. Damit gehören Eichen zu den besonders wertvollen Baumarten für den Erhalt der biologischen Vielfalt.
13/14.05.2026
- Eichen gehören zur Gattung Quercus innerhalb der Familie der Buchengewächse. In Europa zählen sie zu den bekanntesten und ökologisch bedeutendsten Laubbäumen. Je nach Art wachsen Eichen als große, langlebige Bäume mit kräftigem Stamm, tiefreichendem Wurzelsystem und einer breiten, oft weit ausladenden Krone. Viele Exemplare erreichen ein Alter von mehreren Jahrhunderten; einzelne alte Eichen können sogar deutlich älter werden.
Eichen prägen seit langer Zeit Wälder, Waldränder, Heckenlandschaften, Auen und Parkanlagen.
Durch ihre Strukturvielfalt bieten sie Lebensraum für eine außergewöhnlich große Zahl an Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. In ihrer Rinde, in Stammhöhlen, in Totholzbereichen und im Kronenraum finden zahlreiche Organismen Nahrung, Schutz und Brutplätze. Damit gehören Eichen zu den besonders wertvollen Baumarten für den Erhalt der biologischen Vielfalt.
Die Blätter der Eiche sind meist gelappt und in ihrer Form je nach Art unterschiedlich ausgeprägt. Im Frühjahr erscheinen zunächst die Blüten. Eichen sind einhäusig, das bedeutet, dass männliche und weibliche Blüten auf demselben Baum vorkommen. Die männlichen Blüten hängen in langen, gelbgrünen Kätzchen, während die weiblichen Blüten deutlich kleiner und unscheinbarer sind. Die Bestäubung erfolgt überwiegend durch den Wind.
Aus den weiblichen Blüten entwickeln sich die Früchte der Eiche, die Eicheln. Botanisch handelt es sich um Nussfrüchte. Eine Eichel besteht aus einem glatten, meist länglichen Fruchtkörper und einem becherförmigen Fruchtansatz, der als Fruchtbecher bezeichnet wird. Je nach Eichenart sitzen die Eicheln einzeln oder in kleinen Gruppen an den Zweigen. Die Reife erfolgt artabhängig im ersten oder im zweiten Jahr nach der Blüte.
Eicheln sind reich an Stärke, Fetten und weiteren Nährstoffen.
Deshalb stellen sie im Herbst und Winter eine wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Tierarten dar. Dazu gehören unter anderem Eichelhäher, Tauben, Spechte, Eichhörnchen, Mäuse, Wildschweine und verschiedene Insekten. In Jahren mit besonders reichem Fruchtansatz können Eichen einen wichtigen Beitrag zur Ernährung vieler Waldtiere leisten.
Für die natürliche Verbreitung der Eichen spielen Tiere eine zentrale Rolle.
Besonders bekannt ist der Eichelhäher. Er sammelt Eicheln, transportiert sie über teils beträchtliche Entfernungen und versteckt sie im Boden als Nahrungsvorrat. Ein Teil dieser Verstecke wird später nicht wiedergefunden. Die dort verbliebenen Eicheln können im Frühjahr keimen und junge Eichen hervorbringen. Auf diese Weise tragen Tiere wesentlich dazu bei, dass sich Eichen in geeigneten Lebensräumen ausbreiten.
Auch für den Menschen haben Eichen seit Jahrhunderten große Bedeutung.
Ihr Holz ist hart, dauerhaft und widerstandsfähig. Es wird traditionell im Hausbau, im Möbelbau, im Innenausbau und für Fässer verwendet. Darüber hinaus gelten alte Eichen vielerorts als landschaftsprägende Naturdenkmale und als wichtige Elemente historischer Kulturlandschaften.
Im Naturschutz nehmen Eichen deshalb eine besondere Stellung ein.
Alte, strukturreiche Eichenbestände sind wertvolle Lebensräume, deren Erhalt langfristig zum Schutz zahlreicher Arten beiträgt. Die Förderung junger Eichen sowie die Pflege alter Einzelbäume sind wichtige Maßnahmen, um diese ökologisch bedeutende Baumgattung auch für kommende Generationen zu bewahren.
Auf dieser Seite haben wir eine begleitende Diashow zusammengestellt, die Eichen (Quercus), ihre Früchte und ihre Bedeutung für Natur und Artenvielfalt anschaulich vorstellt.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Aus den weiblichen Blüten entwickeln sich die Früchte der Eiche, die Eicheln. Botanisch handelt es sich um Nussfrüchte. Eine Eichel besteht aus einem glatten, meist länglichen Fruchtkörper und einem becherförmigen Fruchtansatz, der als Fruchtbecher bezeichnet wird. Je nach Eichenart sitzen die Eicheln einzeln oder in kleinen Gruppen an den Zweigen. Die Reife erfolgt artabhängig im ersten oder im zweiten Jahr nach der Blüte.
Eicheln sind reich an Stärke, Fetten und weiteren Nährstoffen.
Deshalb stellen sie im Herbst und Winter eine wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Tierarten dar. Dazu gehören unter anderem Eichelhäher, Tauben, Spechte, Eichhörnchen, Mäuse, Wildschweine und verschiedene Insekten. In Jahren mit besonders reichem Fruchtansatz können Eichen einen wichtigen Beitrag zur Ernährung vieler Waldtiere leisten.
Für die natürliche Verbreitung der Eichen spielen Tiere eine zentrale Rolle.
Besonders bekannt ist der Eichelhäher. Er sammelt Eicheln, transportiert sie über teils beträchtliche Entfernungen und versteckt sie im Boden als Nahrungsvorrat. Ein Teil dieser Verstecke wird später nicht wiedergefunden. Die dort verbliebenen Eicheln können im Frühjahr keimen und junge Eichen hervorbringen. Auf diese Weise tragen Tiere wesentlich dazu bei, dass sich Eichen in geeigneten Lebensräumen ausbreiten.
Auch für den Menschen haben Eichen seit Jahrhunderten große Bedeutung.
Ihr Holz ist hart, dauerhaft und widerstandsfähig. Es wird traditionell im Hausbau, im Möbelbau, im Innenausbau und für Fässer verwendet. Darüber hinaus gelten alte Eichen vielerorts als landschaftsprägende Naturdenkmale und als wichtige Elemente historischer Kulturlandschaften.
Im Naturschutz nehmen Eichen deshalb eine besondere Stellung ein.
Alte, strukturreiche Eichenbestände sind wertvolle Lebensräume, deren Erhalt langfristig zum Schutz zahlreicher Arten beiträgt. Die Förderung junger Eichen sowie die Pflege alter Einzelbäume sind wichtige Maßnahmen, um diese ökologisch bedeutende Baumgattung auch für kommende Generationen zu bewahren.
Auf dieser Seite haben wir eine begleitende Diashow zusammengestellt, die Eichen (Quercus), ihre Früchte und ihre Bedeutung für Natur und Artenvielfalt anschaulich vorstellt.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Lindenschwärmer (Mimas tiliae)
Der Lindenschwärmer (Mimas tiliae)
13/14.05.2026
Erst mit etwas Geduld wird deutlich, wer hier unterwegs ist: ein Lindenschwärmer. Im dämmrigen Licht wirken seine grünlich-braunen Flügel wie ein Stück Blattwerk. Gerade diese unauffällige Eleganz macht den Falter zu einem stillen Bewohner sommerlicher Nächte.
Der Lindenschwärmer, wissenschaftlich Mimas tiliae, gehört zur Familie der Schwärmer. Er ist in weiten Teilen Europas verbreitet und besiedelt Laubwälder, Parks, Alleen, Gärten und strukturreiche Siedlungsräume. Besonders dort, wo Linden, Birken, Erlen oder Ulmen wachsen, findet die Art geeignete Lebensbedingungen.
13/14.05.2026
- An einem warmen Sommerabend liegt die Luft noch voller Tageswärme. Zwischen den Kronen alter Linden ist das letzte Licht des Tages nur noch als matter Schimmer zu sehen. Über einem Gartenweg huscht plötzlich ein schneller Schatten vorbei. Für einen Augenblick scheint er in der Luft zu stehen, dann verschwindet er lautlos wieder zwischen Blättern und Ästen.
Erst mit etwas Geduld wird deutlich, wer hier unterwegs ist: ein Lindenschwärmer. Im dämmrigen Licht wirken seine grünlich-braunen Flügel wie ein Stück Blattwerk. Gerade diese unauffällige Eleganz macht den Falter zu einem stillen Bewohner sommerlicher Nächte.
Der Lindenschwärmer, wissenschaftlich Mimas tiliae, gehört zur Familie der Schwärmer. Er ist in weiten Teilen Europas verbreitet und besiedelt Laubwälder, Parks, Alleen, Gärten und strukturreiche Siedlungsräume. Besonders dort, wo Linden, Birken, Erlen oder Ulmen wachsen, findet die Art geeignete Lebensbedingungen.
Der erwachsene Nachtfalter besitzt eine Flügelspannweite von etwa sechs bis acht Zentimetern. Seine Vorderflügel zeigen meist eine grünliche bis olivbraune Färbung mit unregelmäßigen Zeichnungen. Diese Musterung dient der Tarnung. Tagsüber ruht der Lindenschwärmer oft an Baumstämmen, Ästen oder zwischen Blättern, wo er durch seine Färbung kaum auffällt. Im Flug wirkt er kräftig und schnell, dabei aber erstaunlich lautlos.
Die Raupen entwickeln sich an verschiedenen Laubbäumen. Besonders häufig werden Linden genutzt, die der Art ihren deutschen Namen gegeben haben. Auch Birken und andere Gehölze können als Nahrungspflanzen dienen. Die Raupen sind grün gefärbt und besitzen eine seitliche Zeichnung, die ihnen zusätzlichen Schutz in der Vegetation bietet. Nach der Entwicklung verpuppt sich der Lindenschwärmer im Boden oder in der Laubstreu. Dort überwintert er meist bis zum folgenden Frühjahr.
Der Lindenschwärmer ist damit auf ein Zusammenspiel verschiedener Lebensraumelemente angewiesen ...
In der Aufnahme von Sunhild Welzel
Die Raupen entwickeln sich an verschiedenen Laubbäumen. Besonders häufig werden Linden genutzt, die der Art ihren deutschen Namen gegeben haben. Auch Birken und andere Gehölze können als Nahrungspflanzen dienen. Die Raupen sind grün gefärbt und besitzen eine seitliche Zeichnung, die ihnen zusätzlichen Schutz in der Vegetation bietet. Nach der Entwicklung verpuppt sich der Lindenschwärmer im Boden oder in der Laubstreu. Dort überwintert er meist bis zum folgenden Frühjahr.
Der Lindenschwärmer ist damit auf ein Zusammenspiel verschiedener Lebensraumelemente angewiesen ...
In der Aufnahme von Sunhild Welzel
- Einer der größten heimischen Schwärmerarten ist der Lindenschwärmer.
Artenschutz in Franken®
Goldglänzende Rosenkäfer (Cetonia aurata)
Der Goldglänzende Rosenkäfer (Cetonia aurata)
12/13.05.2026
An einem warmen Vormittag öffnet sich zwischen Wildrosen, Holunder und Margeriten der Garten wie eine kleine Bühne. Über den Blüten summen Hummeln, Schwebfliegen und Bienen. Dann blitzt im Sonnenlicht ein metallisches Grün auf. Ein Käfer landet schwerelos auf einer offenen Rosenblüte.
Für einen Moment wirkt es, als wäre ein Tropfen poliertes Metall lebendig geworden. Er schiebt sich zwischen die Staubblätter, sucht Pollen und Nektar und hebt wenig später wieder ab. Solche kurzen Begegnungen gehören zu den stillen Naturmomenten, die oft erst auffallen, wenn man genauer hinsieht. Der Goldglänzende Rosenkäfer, wissenschaftlich Cetonia aurata, ist einer jener Bewohner unserer Gärten, Wiesenränder und lichten Wälder, die mit ihrer Erscheinung überraschen und zugleich viel über den Zustand unserer Landschaft erzählen.
12/13.05.2026
- Ein Sommertag im Garten
An einem warmen Vormittag öffnet sich zwischen Wildrosen, Holunder und Margeriten der Garten wie eine kleine Bühne. Über den Blüten summen Hummeln, Schwebfliegen und Bienen. Dann blitzt im Sonnenlicht ein metallisches Grün auf. Ein Käfer landet schwerelos auf einer offenen Rosenblüte.
Für einen Moment wirkt es, als wäre ein Tropfen poliertes Metall lebendig geworden. Er schiebt sich zwischen die Staubblätter, sucht Pollen und Nektar und hebt wenig später wieder ab. Solche kurzen Begegnungen gehören zu den stillen Naturmomenten, die oft erst auffallen, wenn man genauer hinsieht. Der Goldglänzende Rosenkäfer, wissenschaftlich Cetonia aurata, ist einer jener Bewohner unserer Gärten, Wiesenränder und lichten Wälder, die mit ihrer Erscheinung überraschen und zugleich viel über den Zustand unserer Landschaft erzählen.
Artbeschreibung
Der Goldglänzende Rosenkäfer (Cetonia aurata) gehört zur Familie der Blatthornkäfer. Erwachsene Tiere werden meist etwa 14 bis 20 Millimeter lang. Typisch ist ihr schimmernder Panzer, der je nach Lichteinfall grün, goldgrün, bronzefarben oder kupferartig wirken kann. Oft zeigen die Flügeldecken kleine helle Flecken oder feine Zeichnungen.
Besonders auffällig ist seine Flugweise. Anders als viele andere Käfer hebt der Rosenkäfer beim Fliegen die harten Flügeldecken kaum an. Die häutigen Hinterflügel werden seitlich unter den Flügeldecken hervorgeschoben. Dadurch wirkt sein Flug überraschend schnell, wendig und kräftig.
Von Frühjahr bis Sommer sind die erwachsenen Tiere vor allem an Blüten zu beobachten. Sie ernähren sich überwiegend von Pollen, Nektar und weichen Pflanzenteilen. Häufig besuchen sie Doldenblütler, Rosen, Holunder, Weißdorn oder Brombeeren.
Die Larven leben dagegen verborgen. Sie entwickeln sich über ein bis mehrere Jahre in vermoderndem Holz, in Komposthaufen, in Mulm alter Baumhöhlen oder in humusreichen Pflanzenresten. Dort fressen sie abgestorbenes organisches Material. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Zersetzung und zur Bildung fruchtbarer Böden.
Der Goldglänzende Rosenkäfer ist deshalb nicht nur ein auffälliger Blütenbesucher, sondern auch Teil eines funktionierenden Stoffkreislaufs.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Der Goldglänzende Rosenkäfer (Cetonia aurata) gehört zur Familie der Blatthornkäfer. Erwachsene Tiere werden meist etwa 14 bis 20 Millimeter lang. Typisch ist ihr schimmernder Panzer, der je nach Lichteinfall grün, goldgrün, bronzefarben oder kupferartig wirken kann. Oft zeigen die Flügeldecken kleine helle Flecken oder feine Zeichnungen.
Besonders auffällig ist seine Flugweise. Anders als viele andere Käfer hebt der Rosenkäfer beim Fliegen die harten Flügeldecken kaum an. Die häutigen Hinterflügel werden seitlich unter den Flügeldecken hervorgeschoben. Dadurch wirkt sein Flug überraschend schnell, wendig und kräftig.
Von Frühjahr bis Sommer sind die erwachsenen Tiere vor allem an Blüten zu beobachten. Sie ernähren sich überwiegend von Pollen, Nektar und weichen Pflanzenteilen. Häufig besuchen sie Doldenblütler, Rosen, Holunder, Weißdorn oder Brombeeren.
Die Larven leben dagegen verborgen. Sie entwickeln sich über ein bis mehrere Jahre in vermoderndem Holz, in Komposthaufen, in Mulm alter Baumhöhlen oder in humusreichen Pflanzenresten. Dort fressen sie abgestorbenes organisches Material. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Zersetzung und zur Bildung fruchtbarer Böden.
Der Goldglänzende Rosenkäfer ist deshalb nicht nur ein auffälliger Blütenbesucher, sondern auch Teil eines funktionierenden Stoffkreislaufs.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Taschentuchbaum (Davidia involucrata)
Der Taschentuchbaum (Davidia involucrata)
12/13.05.2026
Doch bei jedem Luftzug schwingen sie lebendig hin und her. Ein Kind bleibt stehen, schaut nach oben und fragt, warum ein Baum Taschentücher trägt. Wer näher tritt, entdeckt keinen Zufall, sondern eine der ungewöhnlichsten Blütenerscheinungen der Pflanzenwelt: den Taschentuchbaum.
12/13.05.2026
- An einem windstillen Maitag fällt das Licht weich durch das junge Laub eines Gartens. Zwischen den grünen Kronen bewegt sich etwas Helles. Zuerst wirkt es, als hätten sich ein paar weiße Tücher in den Ästen verfangen.
Doch bei jedem Luftzug schwingen sie lebendig hin und her. Ein Kind bleibt stehen, schaut nach oben und fragt, warum ein Baum Taschentücher trägt. Wer näher tritt, entdeckt keinen Zufall, sondern eine der ungewöhnlichsten Blütenerscheinungen der Pflanzenwelt: den Taschentuchbaum.
Artbeschreibung
Der Taschentuchbaum, botanisch Davidia involucrata, ist ein sommergrüner Laubbaum. Seine natürliche Heimat liegt in den Bergwäldern West- und Zentralchinas. Dort wächst er in frischen, humusreichen Böden und bevorzugt Standorte mit ausreichender Bodenfeuchte sowie luftfeuchtem Klima.
Unter günstigen Bedingungen kann der Taschentuchbaum Höhen von etwa 10 bis 20 Metern erreichen, gelegentlich auch mehr. In jungen Jahren wächst er eher langsam, entwickelt später jedoch eine breite, locker aufgebaute Krone. Die Blätter sind wechselständig angeordnet, breit eiförmig bis herzförmig und am Rand gesägt. Im Austrieb zeigen sie oft einen frischen, hellgrünen Ton.
Besonders auffällig ist die Blütezeit im späten Frühjahr. Die eigentlichen Blüten sind klein und kugelig angeordnet. Berühmt gemacht haben den Baum jedoch seine großen, weißen Hochblätter. Meist umgeben zwei ungleich große Hochblätter den Blütenstand. Im Wind wirken sie wie schwebende Tücher, Fahnen oder helle Blätter. Diese Hochblätter dienen nicht nur der optischen Wirkung, sondern erhöhen auch die Sichtbarkeit für bestäubende Insekten.
Im Herbst entwickeln sich kleine, kugelige Steinfrüchte. Die Samen reifen langsam und benötigen günstige Bedingungen, um erfolgreich zu keimen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Der Taschentuchbaum, botanisch Davidia involucrata, ist ein sommergrüner Laubbaum. Seine natürliche Heimat liegt in den Bergwäldern West- und Zentralchinas. Dort wächst er in frischen, humusreichen Böden und bevorzugt Standorte mit ausreichender Bodenfeuchte sowie luftfeuchtem Klima.
Unter günstigen Bedingungen kann der Taschentuchbaum Höhen von etwa 10 bis 20 Metern erreichen, gelegentlich auch mehr. In jungen Jahren wächst er eher langsam, entwickelt später jedoch eine breite, locker aufgebaute Krone. Die Blätter sind wechselständig angeordnet, breit eiförmig bis herzförmig und am Rand gesägt. Im Austrieb zeigen sie oft einen frischen, hellgrünen Ton.
Besonders auffällig ist die Blütezeit im späten Frühjahr. Die eigentlichen Blüten sind klein und kugelig angeordnet. Berühmt gemacht haben den Baum jedoch seine großen, weißen Hochblätter. Meist umgeben zwei ungleich große Hochblätter den Blütenstand. Im Wind wirken sie wie schwebende Tücher, Fahnen oder helle Blätter. Diese Hochblätter dienen nicht nur der optischen Wirkung, sondern erhöhen auch die Sichtbarkeit für bestäubende Insekten.
Im Herbst entwickeln sich kleine, kugelige Steinfrüchte. Die Samen reifen langsam und benötigen günstige Bedingungen, um erfolgreich zu keimen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Pappelschwärmer (Laothoe populi)
Der Pappelschwärmer (Laothoe populi)
12/13.05.2026
Es war ein milder Sommerabend. Über dem Waldrand lag noch die Wärme des Tages, während sich die letzten Sonnenstrahlen zwischen den Baumkronen verloren. Die Luft wurde ruhiger, das Licht weicher, und aus dem hellen Tag wurde allmählich Dämmerung. Ein Amselruf verklang in der Ferne, erste Fledermäuse zeichneten flüchtige Bögen in den Himmel. Für einen Augenblick schien die Landschaft still zu stehen.
Dann löste sich am Stamm einer Pappel etwas aus dem Schatten. Ein kräftiger Falter glitt lautlos durch die Abendluft, umrundete den Waldrand und verschwand zwischen den Blättern. Im Flug wirkte er fast unscheinbar. Erst als er sich niederließ, zeigte sich seine besondere Gestalt – breite Flügel, in sanften Grau- und Brauntönen gezeichnet, die Hinterflügel leicht nach vorn geschoben. Es war ein Pappelschwärmer (Laothoe populi).
Solche Begegnungen sind oft kurz und leicht zu übersehen. Doch gerade darin liegt ihre Wirkung. Sie erinnern daran, dass die Dämmerung nicht das Ende des Tages ist, sondern der Beginn einer anderen, oft verborgenen Welt.
12/13.05.2026
- Ein lautloser Flügelschlag in der Abenddämmerung – der Pappelschwärmer
Es war ein milder Sommerabend. Über dem Waldrand lag noch die Wärme des Tages, während sich die letzten Sonnenstrahlen zwischen den Baumkronen verloren. Die Luft wurde ruhiger, das Licht weicher, und aus dem hellen Tag wurde allmählich Dämmerung. Ein Amselruf verklang in der Ferne, erste Fledermäuse zeichneten flüchtige Bögen in den Himmel. Für einen Augenblick schien die Landschaft still zu stehen.
Dann löste sich am Stamm einer Pappel etwas aus dem Schatten. Ein kräftiger Falter glitt lautlos durch die Abendluft, umrundete den Waldrand und verschwand zwischen den Blättern. Im Flug wirkte er fast unscheinbar. Erst als er sich niederließ, zeigte sich seine besondere Gestalt – breite Flügel, in sanften Grau- und Brauntönen gezeichnet, die Hinterflügel leicht nach vorn geschoben. Es war ein Pappelschwärmer (Laothoe populi).
Solche Begegnungen sind oft kurz und leicht zu übersehen. Doch gerade darin liegt ihre Wirkung. Sie erinnern daran, dass die Dämmerung nicht das Ende des Tages ist, sondern der Beginn einer anderen, oft verborgenen Welt.
Artbeschreibung
Der Pappelschwärmer (Laothoe populi) gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae) und zählt zu den häufigeren und auffälligeren heimischen Nachtfaltern. Mit einer Flügelspannweite von etwa 65 bis 90 Millimetern ist er ein kräftiger, groß gebauter Falter.
Sein Erscheinungsbild wirkt auf den ersten Blick zurückhaltend. Die Flügel sind überwiegend grau, graubraun oder olivbraun gefärbt und tragen feine, wellenförmige Zeichnungen. Gerade diese gedämpfte Färbung macht ihn hervorragend an Baumrinde und Blättern angepasst. Typisch ist seine Ruhehaltung: Die Hinterflügel werden im Sitzen leicht nach vorn geschoben, wodurch die Flügelkontur ungewöhnlich und markant wirkt.
Der Pappelschwärmer ist vor allem in den Abendstunden und in der Nacht aktiv. Anders als viele andere Schwärmer nimmt das erwachsene Tier nur wenig oder gar keine Nahrung auf. Seine Lebensphase als Falter dient vor allem der Fortpflanzung und der Ausbreitung.
Die Raupen sind dagegen ausgesprochen auffällig. Sie sind meist hellgrün, tragen schräge gelbliche Seitenstreifen und am Hinterende das charakteristische Horn der Schwärmerraupen. Ihre Entwicklung erfolgt vor allem an Pappeln (Populus), aber auch an Weiden (Salix), Espen und gelegentlich an Birken.
Die Verpuppung findet in der Streuschicht oder im lockeren Boden statt, meist in geschützten Bereichen am Fuß der Futterbäume.
Aufnahme von Albert Meier
Der Pappelschwärmer (Laothoe populi) gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae) und zählt zu den häufigeren und auffälligeren heimischen Nachtfaltern. Mit einer Flügelspannweite von etwa 65 bis 90 Millimetern ist er ein kräftiger, groß gebauter Falter.
Sein Erscheinungsbild wirkt auf den ersten Blick zurückhaltend. Die Flügel sind überwiegend grau, graubraun oder olivbraun gefärbt und tragen feine, wellenförmige Zeichnungen. Gerade diese gedämpfte Färbung macht ihn hervorragend an Baumrinde und Blättern angepasst. Typisch ist seine Ruhehaltung: Die Hinterflügel werden im Sitzen leicht nach vorn geschoben, wodurch die Flügelkontur ungewöhnlich und markant wirkt.
Der Pappelschwärmer ist vor allem in den Abendstunden und in der Nacht aktiv. Anders als viele andere Schwärmer nimmt das erwachsene Tier nur wenig oder gar keine Nahrung auf. Seine Lebensphase als Falter dient vor allem der Fortpflanzung und der Ausbreitung.
Die Raupen sind dagegen ausgesprochen auffällig. Sie sind meist hellgrün, tragen schräge gelbliche Seitenstreifen und am Hinterende das charakteristische Horn der Schwärmerraupen. Ihre Entwicklung erfolgt vor allem an Pappeln (Populus), aber auch an Weiden (Salix), Espen und gelegentlich an Birken.
Die Verpuppung findet in der Streuschicht oder im lockeren Boden statt, meist in geschützten Bereichen am Fuß der Futterbäume.
Aufnahme von Albert Meier
Artenschutz in Franken®
Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
Der Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
11/12.05.2026
Dort, wo der Boden kühl bleibt und sich über Jahre eine weiche Schicht aus Laub gebildet hat, stehen hohe Pflanzen mit purpurfarbenen Blüten. Wer aufmerksam hinsieht, entdeckt eine kleine Welt voller Bewegung: Insekten landen auf den Blüten, Käfer huschen durch das Unterholz, und zwischen den Stängeln bleibt die Luft angenehm feucht. Der Wald-Ziest gehört zu jenen Pflanzen, die nicht laut auf sich aufmerksam machen. Doch gerade dort, wo Wälder noch vielfältige Übergänge, lichte Stellen und lebendige Säume besitzen, ist er ein stiller Begleiter.
11/12.05.2026
- An einem stillen Sommermorgen fällt ein schmaler Sonnenstreifen durch das Blätterdach eines feuchten Laubwaldes. Am Rand eines kleinen Waldpfades summen Hummeln zwischen Farnen und jungen Sträuchern.
Dort, wo der Boden kühl bleibt und sich über Jahre eine weiche Schicht aus Laub gebildet hat, stehen hohe Pflanzen mit purpurfarbenen Blüten. Wer aufmerksam hinsieht, entdeckt eine kleine Welt voller Bewegung: Insekten landen auf den Blüten, Käfer huschen durch das Unterholz, und zwischen den Stängeln bleibt die Luft angenehm feucht. Der Wald-Ziest gehört zu jenen Pflanzen, die nicht laut auf sich aufmerksam machen. Doch gerade dort, wo Wälder noch vielfältige Übergänge, lichte Stellen und lebendige Säume besitzen, ist er ein stiller Begleiter.
Artbeschreibung
Der Wald-Ziest, botanisch Stachys sylvatica, gehört zur Familie der Lippenblütler. Er ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht meist Wuchshöhen zwischen 30 und 100 Zentimetern. Typisch ist der vierkantige, meist behaarte Stängel – ein charakteristisches Merkmal vieler Lippenblütler.
Die Blätter stehen gegenständig am Stängel. Sie sind gestielt, eiförmig bis herzförmig und am Rand deutlich gesägt. Zerreibt man ein Blatt zwischen den Fingern, entsteht ein markanter, kräftiger Geruch, der von manchen als würzig, von anderen als eher herb beschrieben wird.
Von Juni bis September erscheinen die auffälligen Blütenstände. Die Blüten sind purpurrot bis dunkelrosa gefärbt, oft mit heller Zeichnung auf der Unterlippe. Ihre Form ist an bestäubende Insekten angepasst. Besonders Hummeln, Wildbienen und andere nektarsuchende Insekten besuchen die Blüten regelmäßig.
Wald-Ziest wächst bevorzugt in nährstoffreichen, frischen bis feuchten Böden. Man findet ihn in Laub- und Mischwäldern, an Wegrändern, in Gebüschen, an Waldrändern sowie an schattigen Säumen. Er gilt als typische Art strukturreicher, mäßig gestörter Standorte.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Der Wald-Ziest, botanisch Stachys sylvatica, gehört zur Familie der Lippenblütler. Er ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht meist Wuchshöhen zwischen 30 und 100 Zentimetern. Typisch ist der vierkantige, meist behaarte Stängel – ein charakteristisches Merkmal vieler Lippenblütler.
Die Blätter stehen gegenständig am Stängel. Sie sind gestielt, eiförmig bis herzförmig und am Rand deutlich gesägt. Zerreibt man ein Blatt zwischen den Fingern, entsteht ein markanter, kräftiger Geruch, der von manchen als würzig, von anderen als eher herb beschrieben wird.
Von Juni bis September erscheinen die auffälligen Blütenstände. Die Blüten sind purpurrot bis dunkelrosa gefärbt, oft mit heller Zeichnung auf der Unterlippe. Ihre Form ist an bestäubende Insekten angepasst. Besonders Hummeln, Wildbienen und andere nektarsuchende Insekten besuchen die Blüten regelmäßig.
Wald-Ziest wächst bevorzugt in nährstoffreichen, frischen bis feuchten Böden. Man findet ihn in Laub- und Mischwäldern, an Wegrändern, in Gebüschen, an Waldrändern sowie an schattigen Säumen. Er gilt als typische Art strukturreicher, mäßig gestörter Standorte.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Magnolien (Magnolia)
Magnolien (Magnolia)
11/12.05.2026
Noch bevor viele andere Gehölze ihr Laub entfalten, setzen Magnolien ein deutliches Zeichen des Neubeginns. Seit Jahrhunderten faszinieren sie Menschen durch ihre ruhige Eleganz, ihre markanten Blüten und ihre besondere Geschichte – denn Magnolien gehören zu den ältesten heute lebenden Blütenpflanzen der Erde.
11/12.05.2026
- An einem kühlen Frühlingsmorgen liegt noch Tau auf dem Boden. Zwischen kahlen Zweigen scheint der Garten fast stillzustehen. Dann öffnet sich die erste Magnolienblüte. Ihr heller Kelch fängt das frühe Licht ein, und für einen Moment wirkt es, als beginne der Frühling genau an diesem Ort.
Noch bevor viele andere Gehölze ihr Laub entfalten, setzen Magnolien ein deutliches Zeichen des Neubeginns. Seit Jahrhunderten faszinieren sie Menschen durch ihre ruhige Eleganz, ihre markanten Blüten und ihre besondere Geschichte – denn Magnolien gehören zu den ältesten heute lebenden Blütenpflanzen der Erde.
Artbeschreibung
Die Gattung Magnolia umfasst mehr als 200 bekannte Arten. Sie gehört zur Familie der Magnoliengewächse. Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht von Ost- und Südostasien bis nach Nord- und Mittelamerika. Dort wachsen Magnolien in unterschiedlichen Lebensräumen – von feuchten Bergwäldern bis zu warmen, subtropischen Waldgebieten.
Magnolien sind meist Sträucher oder mittelgroße Bäume. Charakteristisch sind ihre großen, oft auffallend duftenden Blüten, die je nach Art weiß, cremefarben, rosa, purpur oder gelb erscheinen können. Viele Arten blühen im zeitigen Frühjahr noch vor dem Laubaustrieb. Dadurch werden ihre Blüten besonders sichtbar.
Botanisch gelten Magnolien als bemerkenswert ursprüngliche Blütenpflanzen. Ihre Blütenorgane sind häufig spiralig angeordnet. Da sich die Gattung bereits entwickelte, bevor Bienen zu den wichtigsten Bestäubern wurden, spielen bei vielen Arten vor allem Käfer eine wichtige Rolle bei der Bestäubung.
Auch das Laub und die Fruchtstände sind charakteristisch. Die Blätter sind meist einfach, ganzrandig und kräftig gebaut. Nach der Blüte entstehen oft zapfenartige Sammelfrüchte, aus denen auffällige rote oder orangefarbene Samen hervortreten.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Gattung Magnolia umfasst mehr als 200 bekannte Arten. Sie gehört zur Familie der Magnoliengewächse. Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht von Ost- und Südostasien bis nach Nord- und Mittelamerika. Dort wachsen Magnolien in unterschiedlichen Lebensräumen – von feuchten Bergwäldern bis zu warmen, subtropischen Waldgebieten.
Magnolien sind meist Sträucher oder mittelgroße Bäume. Charakteristisch sind ihre großen, oft auffallend duftenden Blüten, die je nach Art weiß, cremefarben, rosa, purpur oder gelb erscheinen können. Viele Arten blühen im zeitigen Frühjahr noch vor dem Laubaustrieb. Dadurch werden ihre Blüten besonders sichtbar.
Botanisch gelten Magnolien als bemerkenswert ursprüngliche Blütenpflanzen. Ihre Blütenorgane sind häufig spiralig angeordnet. Da sich die Gattung bereits entwickelte, bevor Bienen zu den wichtigsten Bestäubern wurden, spielen bei vielen Arten vor allem Käfer eine wichtige Rolle bei der Bestäubung.
Auch das Laub und die Fruchtstände sind charakteristisch. Die Blätter sind meist einfach, ganzrandig und kräftig gebaut. Nach der Blüte entstehen oft zapfenartige Sammelfrüchte, aus denen auffällige rote oder orangefarbene Samen hervortreten.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Labkrautschwärmer (Hyles gallii)
Der Labkrautschwärmer (Hyles gallii)
11/12.05.2026
Es war ein warmer Sommerabend. Über dem Wegsaum hing noch die Wärme des Tages, während sich das Licht langsam über die Wiesen legte. Die Farben wurden weicher, die Konturen verschwammen, und aus dem Tag wurde allmählich Dämmerung. Zwischen Gräsern und Wildblumen schien die Landschaft für einen Moment still zu werden. Doch wer in solchen Augenblicken genauer hinsieht, entdeckt ein anderes, verborgenes Leben.
Plötzlich huschte ein schneller Schatten zwischen den Blüten hindurch. Für einen kurzen Augenblick stand er fast reglos vor einer Blüte in der Luft, dann glitt er lautlos weiter. Was im ersten Moment an einen kleinen Vogel erinnerte, war in Wahrheit ein Nachtfalter – der Labkrautschwärmer (Hyles gallii). Seine Erscheinung in der Dämmerung wirkt beinahe unwirklich: kraftvoll, präzise und zugleich flüchtig. Oft ist es nur ein kurzer Moment. Doch gerade diese flüchtigen Begegnungen machen deutlich, wie viel Leben sich in unseren Landschaften verbirgt.
11/12.05.2026
- Ein flüchtiger Gast der Sommerdämmerung – der Labkrautschwärmer
Es war ein warmer Sommerabend. Über dem Wegsaum hing noch die Wärme des Tages, während sich das Licht langsam über die Wiesen legte. Die Farben wurden weicher, die Konturen verschwammen, und aus dem Tag wurde allmählich Dämmerung. Zwischen Gräsern und Wildblumen schien die Landschaft für einen Moment still zu werden. Doch wer in solchen Augenblicken genauer hinsieht, entdeckt ein anderes, verborgenes Leben.
Plötzlich huschte ein schneller Schatten zwischen den Blüten hindurch. Für einen kurzen Augenblick stand er fast reglos vor einer Blüte in der Luft, dann glitt er lautlos weiter. Was im ersten Moment an einen kleinen Vogel erinnerte, war in Wahrheit ein Nachtfalter – der Labkrautschwärmer (Hyles gallii). Seine Erscheinung in der Dämmerung wirkt beinahe unwirklich: kraftvoll, präzise und zugleich flüchtig. Oft ist es nur ein kurzer Moment. Doch gerade diese flüchtigen Begegnungen machen deutlich, wie viel Leben sich in unseren Landschaften verbirgt.
Artbeschreibung
Der Labkrautschwärmer (Hyles gallii) gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae). Mit einer Flügelspannweite von etwa 60 bis 80 Millimetern zählt er zu den größeren heimischen Schwärmern. Sein kräftiger Körperbau, die langen, schmalen Vorderflügel und der schnelle, ausdauernde Flug machen ihn zu einem hervorragenden Flieger.
Charakteristisch ist seine kontrastreiche Färbung. Die Vorderflügel zeigen meist olivbraune bis graubraune Grundtöne mit helleren Linien und Zeichnungen. Die Hinterflügel sind auffallend dunkel mit leuchtend rosafarbenen Partien. Im Flug entsteht dadurch ein markanter Farbkontrast, der den Falter auch in der Dämmerung unverwechselbar erscheinen lässt.
Der Labkrautschwärmer ist vor allem in den Abendstunden und in der Nacht aktiv. Mit seinem langen Saugrüssel besucht er nektarreiche Blüten und kann dabei im Schwirrflug vor den Blüten stehen. Seine Flugweise erinnert an andere Schwärmerarten: schnell, zielgerichtet und erstaunlich präzise.
Besonders eindrucksvoll sind die Raupen. Sie können eine Länge von bis zu acht Zentimetern erreichen und zeigen eine auffällige Zeichnung mit hellen Flecken und kontrastreichen Farbbändern. Wie viele Schwärmerraupen tragen sie am Hinterende ein deutliches Horn.
Die Raupen leben vor allem an Labkrautarten (Galium), aber auch an Weidenröschen (Epilobium) und weiteren krautigen Pflanzen. Die Verpuppung erfolgt am Boden, meist in lockerer Erde oder geschützter Streu.
Aufnahme von Ulrich Rösch
Der Labkrautschwärmer (Hyles gallii) gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae). Mit einer Flügelspannweite von etwa 60 bis 80 Millimetern zählt er zu den größeren heimischen Schwärmern. Sein kräftiger Körperbau, die langen, schmalen Vorderflügel und der schnelle, ausdauernde Flug machen ihn zu einem hervorragenden Flieger.
Charakteristisch ist seine kontrastreiche Färbung. Die Vorderflügel zeigen meist olivbraune bis graubraune Grundtöne mit helleren Linien und Zeichnungen. Die Hinterflügel sind auffallend dunkel mit leuchtend rosafarbenen Partien. Im Flug entsteht dadurch ein markanter Farbkontrast, der den Falter auch in der Dämmerung unverwechselbar erscheinen lässt.
Der Labkrautschwärmer ist vor allem in den Abendstunden und in der Nacht aktiv. Mit seinem langen Saugrüssel besucht er nektarreiche Blüten und kann dabei im Schwirrflug vor den Blüten stehen. Seine Flugweise erinnert an andere Schwärmerarten: schnell, zielgerichtet und erstaunlich präzise.
Besonders eindrucksvoll sind die Raupen. Sie können eine Länge von bis zu acht Zentimetern erreichen und zeigen eine auffällige Zeichnung mit hellen Flecken und kontrastreichen Farbbändern. Wie viele Schwärmerraupen tragen sie am Hinterende ein deutliches Horn.
Die Raupen leben vor allem an Labkrautarten (Galium), aber auch an Weidenröschen (Epilobium) und weiteren krautigen Pflanzen. Die Verpuppung erfolgt am Boden, meist in lockerer Erde oder geschützter Streu.
Aufnahme von Ulrich Rösch
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Schwarzweißer Großweber (Neriene emphana)
Der Schwarzweiße Großweber (Neriene emphana)
10/11.05.2026
Ein schmaler Pfad führte an einem kühlen Frühlingsmorgen durch einen lichten Mischwald. Die Luft war feucht, und zwischen jungen Haselsträuchern hing noch der Tau der Nacht. Dort, wo ein Sonnenstrahl den Boden erreichte, spannte sich zwischen zwei Zweigen ein feines Netz.
Es war erst sichtbar, als winzige Wassertröpfchen darin aufleuchteten. Unter dem silbrigen Geflecht saß eine kleine Spinne – reglos, fast unscheinbar. Ein kleines Insekt berührte die oberen Fäden, geriet aus dem Gleichgewicht und fiel auf das darunter gespannte Netz. Die Spinne reagierte augenblicklich. Für einen Moment war das leise Geschehen im Unterholz sichtbar. Dann kehrte wieder Ruhe ein. Wer weiterging, ahnte kaum, wie viel verborgenes Leben sich in wenigen Zentimetern Waldsaum abspielt.
10/11.05.2026
- Im Schatten des Waldrands
Ein schmaler Pfad führte an einem kühlen Frühlingsmorgen durch einen lichten Mischwald. Die Luft war feucht, und zwischen jungen Haselsträuchern hing noch der Tau der Nacht. Dort, wo ein Sonnenstrahl den Boden erreichte, spannte sich zwischen zwei Zweigen ein feines Netz.
Es war erst sichtbar, als winzige Wassertröpfchen darin aufleuchteten. Unter dem silbrigen Geflecht saß eine kleine Spinne – reglos, fast unscheinbar. Ein kleines Insekt berührte die oberen Fäden, geriet aus dem Gleichgewicht und fiel auf das darunter gespannte Netz. Die Spinne reagierte augenblicklich. Für einen Moment war das leise Geschehen im Unterholz sichtbar. Dann kehrte wieder Ruhe ein. Wer weiterging, ahnte kaum, wie viel verborgenes Leben sich in wenigen Zentimetern Waldsaum abspielt.
Artbeschreibung
Der Schwarzweiße Großweber (Neriene emphana) gehört zur Familie der Baldachinspinnen (Linyphiidae). Diese Spinnenfamilie umfasst zahlreiche meist kleine Arten, die vor allem durch ihre feinen Deckennetze bekannt sind. Neriene emphana ist eine eher zierliche Spinne. Wie viele Vertreter der Familie erreicht sie nur wenige Millimeter Körperlänge und wird deshalb im Gelände leicht übersehen.
Kennzeichnend ist die kontrastreiche Zeichnung, die dem deutschen Namen zugrunde liegt. Helle und dunkle Bereiche auf Körper und Hinterleib können je nach Licht, Alter und individueller Ausprägung unterschiedlich deutlich erscheinen. Die Art lebt vor allem in strukturreichen, eher feuchten Lebensräumen. Man findet sie an Waldrändern, in Gebüschen, an Hecken, in Hochstaudenfluren oder im Unterwuchs lichter Wälder.
Ihr Netz ist als waagerechte Fangfläche ausgebildet. Darüber verlaufen unregelmäßige Signalfäden. Gerät ein kleines Insekt in diese Fäden, verliert es den Halt und fällt auf die gespannte Netzfläche. Die Spinne hält sich meist an der Unterseite des Netzes auf und reagiert auf feinste Schwingungen.
Wie andere Baldachinspinnen ernährt sich Neriene emphana von kleinen Insekten und anderen winzigen Gliederfüßern. Damit ist sie Teil eines oft übersehenen, aber wichtigen Nahrungsnetzes im bodennahen Bereich von Wald- und Saumlebensräumen.
Aufnahme von Albert Meier
Der Schwarzweiße Großweber (Neriene emphana) gehört zur Familie der Baldachinspinnen (Linyphiidae). Diese Spinnenfamilie umfasst zahlreiche meist kleine Arten, die vor allem durch ihre feinen Deckennetze bekannt sind. Neriene emphana ist eine eher zierliche Spinne. Wie viele Vertreter der Familie erreicht sie nur wenige Millimeter Körperlänge und wird deshalb im Gelände leicht übersehen.
Kennzeichnend ist die kontrastreiche Zeichnung, die dem deutschen Namen zugrunde liegt. Helle und dunkle Bereiche auf Körper und Hinterleib können je nach Licht, Alter und individueller Ausprägung unterschiedlich deutlich erscheinen. Die Art lebt vor allem in strukturreichen, eher feuchten Lebensräumen. Man findet sie an Waldrändern, in Gebüschen, an Hecken, in Hochstaudenfluren oder im Unterwuchs lichter Wälder.
Ihr Netz ist als waagerechte Fangfläche ausgebildet. Darüber verlaufen unregelmäßige Signalfäden. Gerät ein kleines Insekt in diese Fäden, verliert es den Halt und fällt auf die gespannte Netzfläche. Die Spinne hält sich meist an der Unterseite des Netzes auf und reagiert auf feinste Schwingungen.
Wie andere Baldachinspinnen ernährt sich Neriene emphana von kleinen Insekten und anderen winzigen Gliederfüßern. Damit ist sie Teil eines oft übersehenen, aber wichtigen Nahrungsnetzes im bodennahen Bereich von Wald- und Saumlebensräumen.
Aufnahme von Albert Meier
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Kurzohrrüsselspringer (Macroscelides proboscideus)
Der Kurzohrrüsselspringer (Macroscelides proboscideus)
10/11.05.2026
Mit schnellen, federnden Bewegungen huschte das Tier über sandigen Boden. Immer wieder hielt es inne, hob den Kopf und prüfte die Umgebung. Zwischen Kieseln und trockenen Halmen suchte es nach kleinen Insekten. Ein Schatten zog über den Boden – im nächsten Augenblick war es verschwunden und nur noch das feine Muster seiner Spuren blieb im Sand zurück.
10/11.05.2026
- Die ersten Sonnenstrahlen erreichten gerade die steinige Ebene, als sich zwischen kleinen Sträuchern ein Kurzohrrüsselspringer vorsichtig aus seinem Versteck wagte. Die Nacht hatte Kühle gebracht, doch schon jetzt begann die Luft sich zu erwärmen.
Mit schnellen, federnden Bewegungen huschte das Tier über sandigen Boden. Immer wieder hielt es inne, hob den Kopf und prüfte die Umgebung. Zwischen Kieseln und trockenen Halmen suchte es nach kleinen Insekten. Ein Schatten zog über den Boden – im nächsten Augenblick war es verschwunden und nur noch das feine Muster seiner Spuren blieb im Sand zurück.
Artbeschreibung
Der Kurzohrrüsselspringer (Macroscelides proboscideus) gehört zur Familie der Rüsselspringer. Trotz seines Namens ist er weder mit Mäusen noch mit Spitzmäusen eng verwandt, sondern bildet innerhalb der Säugetiere eine eigenständige Entwicklungslinie.
Kennzeichnend ist der kleine, kompakte Körper mit relativ langen Hinterbeinen, einer beweglichen, rüsselartig verlängerten Schnauze und auffallend kurzen Ohren. Erwachsene Tiere erreichen meist eine Körperlänge von etwa 18 bis 25 Zentimetern einschließlich Schwanz. Das Fell ist überwiegend sandfarben bis graubraun und bietet in trockenen, steinigen Lebensräumen eine gute Tarnung.
Das Verbreitungsgebiet liegt in den trockenen Regionen des südlichen Afrikas. Dort bewohnt die Art offene Halbwüsten, steinige Ebenen und buschdurchsetzte Landschaften mit lockeren Böden und ausreichenden Rückzugsmöglichkeiten.
Kurzohrrüsselspringer sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Sie ernähren sich hauptsächlich von Insekten und anderen kleinen wirbellosen Tieren, nehmen aber gelegentlich auch pflanzliche Nahrung auf. Mit ihrer beweglichen Schnauze spüren sie Beute am Boden auf.
Tagsüber ruhen sie in flachen Verstecken, unter Sträuchern oder zwischen Steinen, wo sie Schutz vor Hitze und Fressfeinden finden.
Aufnahme von Klaus Sanwald
Der Kurzohrrüsselspringer (Macroscelides proboscideus) gehört zur Familie der Rüsselspringer. Trotz seines Namens ist er weder mit Mäusen noch mit Spitzmäusen eng verwandt, sondern bildet innerhalb der Säugetiere eine eigenständige Entwicklungslinie.
Kennzeichnend ist der kleine, kompakte Körper mit relativ langen Hinterbeinen, einer beweglichen, rüsselartig verlängerten Schnauze und auffallend kurzen Ohren. Erwachsene Tiere erreichen meist eine Körperlänge von etwa 18 bis 25 Zentimetern einschließlich Schwanz. Das Fell ist überwiegend sandfarben bis graubraun und bietet in trockenen, steinigen Lebensräumen eine gute Tarnung.
Das Verbreitungsgebiet liegt in den trockenen Regionen des südlichen Afrikas. Dort bewohnt die Art offene Halbwüsten, steinige Ebenen und buschdurchsetzte Landschaften mit lockeren Böden und ausreichenden Rückzugsmöglichkeiten.
Kurzohrrüsselspringer sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Sie ernähren sich hauptsächlich von Insekten und anderen kleinen wirbellosen Tieren, nehmen aber gelegentlich auch pflanzliche Nahrung auf. Mit ihrer beweglichen Schnauze spüren sie Beute am Boden auf.
Tagsüber ruhen sie in flachen Verstecken, unter Sträuchern oder zwischen Steinen, wo sie Schutz vor Hitze und Fressfeinden finden.
Aufnahme von Klaus Sanwald
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Skabiosenschwärmer (Hemaris tityus)
Der Skabiosenschwärmer (Hemaris tityus)
10/11.05.2026
Es war ein stiller Juninachmittag. Die Sonne stand hoch über der Wiese, und zwischen Gräsern, Margeriten und Witwenblumen lag dieses leise, unaufhörliche Summen, das nur an warmen Sommertagen die Luft erfüllt. Über den Blüten schwebten Hummeln, Wildbienen und Schwebfliegen. Dann schoss ein kleiner, schneller Schatten heran. Für einen Augenblick stand das Tier reglos vor einer Blüte, die Flügel so schnell, dass sie kaum noch zu erkennen waren. Im nächsten Moment war es schon weitergezogen.
Wer ihm zum ersten Mal begegnet, glaubt oft an eine Hummel. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich ein anderer, überraschender Besucher der Sommerwiesen: der Skabiosenschwärmer (Hemaris tityus). Er ist einer jener Falter, die man leicht übersieht, obwohl sie mit ihrem schwirrenden Flug und ihren transparenten Flügeln zu den eindrucksvollsten Insekten unserer heimischen Landschaft gehören.
10/11.05.2026
- Ein flüchtiger Sommergast – der Skabiosenschwärmer
Es war ein stiller Juninachmittag. Die Sonne stand hoch über der Wiese, und zwischen Gräsern, Margeriten und Witwenblumen lag dieses leise, unaufhörliche Summen, das nur an warmen Sommertagen die Luft erfüllt. Über den Blüten schwebten Hummeln, Wildbienen und Schwebfliegen. Dann schoss ein kleiner, schneller Schatten heran. Für einen Augenblick stand das Tier reglos vor einer Blüte, die Flügel so schnell, dass sie kaum noch zu erkennen waren. Im nächsten Moment war es schon weitergezogen.
Wer ihm zum ersten Mal begegnet, glaubt oft an eine Hummel. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich ein anderer, überraschender Besucher der Sommerwiesen: der Skabiosenschwärmer (Hemaris tityus). Er ist einer jener Falter, die man leicht übersieht, obwohl sie mit ihrem schwirrenden Flug und ihren transparenten Flügeln zu den eindrucksvollsten Insekten unserer heimischen Landschaft gehören.
Artbeschreibung
Der Skabiosenschwärmer (Hemaris tityus) gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae). Mit einer Flügelspannweite von etwa 35 bis 45 Millimetern zählt er zu den kleineren Vertretern dieser Familie. Seine Gestalt ist gedrungen, kräftig und hervorragend an schnellen, ausdauernden Flug angepasst.
Typisch für die Art sind die weitgehend transparenten Flügel. Frisch geschlüpfte Tiere besitzen zunächst noch feine Schuppen auf den Flügelflächen. Bereits nach kurzer Flugzeit lösen sich diese weitgehend ab und geben die charakteristischen glasartigen Flügel frei. Der dicht behaarte Körper ist meist olivgrün bis bräunlich gefärbt, häufig mit rötlichen oder gelblichen Partien. Zusammen mit dem schnellen, summenden Flug entsteht so eine auffallende Ähnlichkeit zu Hummeln.
Anders als viele Nachtfalter ist der Skabiosenschwärmer tagaktiv. Er fliegt vor allem an warmen, sonnigen Tagen. Mit seinem langen Saugrüssel besucht er Blüten im Schwirrflug und nimmt dabei Nektar auf. Besonders häufig wird er an Witwenblumen, Skabiosen, Klee und anderen nektarreichen Wiesenpflanzen beobachtet.
Die Raupen entwickeln sich an verschiedenen krautigen Pflanzen, vor allem an Witwenblumen und Skabiosen sowie weiteren nah verwandten Arten. Die Verpuppung erfolgt am Boden, meist in lockerer Streu oder geschützter niedriger Vegetation.
Aufnahme von Helga Zinnecker
Der Skabiosenschwärmer (Hemaris tityus) gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae). Mit einer Flügelspannweite von etwa 35 bis 45 Millimetern zählt er zu den kleineren Vertretern dieser Familie. Seine Gestalt ist gedrungen, kräftig und hervorragend an schnellen, ausdauernden Flug angepasst.
Typisch für die Art sind die weitgehend transparenten Flügel. Frisch geschlüpfte Tiere besitzen zunächst noch feine Schuppen auf den Flügelflächen. Bereits nach kurzer Flugzeit lösen sich diese weitgehend ab und geben die charakteristischen glasartigen Flügel frei. Der dicht behaarte Körper ist meist olivgrün bis bräunlich gefärbt, häufig mit rötlichen oder gelblichen Partien. Zusammen mit dem schnellen, summenden Flug entsteht so eine auffallende Ähnlichkeit zu Hummeln.
Anders als viele Nachtfalter ist der Skabiosenschwärmer tagaktiv. Er fliegt vor allem an warmen, sonnigen Tagen. Mit seinem langen Saugrüssel besucht er Blüten im Schwirrflug und nimmt dabei Nektar auf. Besonders häufig wird er an Witwenblumen, Skabiosen, Klee und anderen nektarreichen Wiesenpflanzen beobachtet.
Die Raupen entwickeln sich an verschiedenen krautigen Pflanzen, vor allem an Witwenblumen und Skabiosen sowie weiteren nah verwandten Arten. Die Verpuppung erfolgt am Boden, meist in lockerer Streu oder geschützter niedriger Vegetation.
Aufnahme von Helga Zinnecker
- Die transparenten Flügel sind typisch für Hemaris tityus.
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Baldachinspinne (Linyphiidae)
Die Baldachinspinne (Linyphiidae)
09/10.05.2026
Als der Nebel noch tief über der Wiese lag, glitzerten zwischen den Halmen unzählige feine Fäden. Wer im ersten Licht genauer hinsah, entdeckte kleine gespannte Dächer aus Seide, so zart, dass sie im nächsten Augenblick wieder unsichtbar schienen. Unter einem dieser Netze saß eine winzige Spinne und wartete.
Für uns war es nur ein stiller Herbstmorgen. Für sie war es ein Ort voller Wege, Signale und Möglichkeiten. Ein taumelndes Insekt berührte die oberen Fäden, verlor kurz die Orientierung und fiel auf das dichte Gewebe darunter. Sofort bewegte sich die Spinne aus ihrem Versteck. Wenige Sekunden später war die Wiese wieder still. Doch zwischen den Gräsern ging das Leben weiter – verborgen, filigran und von erstaunlicher Präzision.
09/10.05.2026
- Ein Morgen im Wiesensaum
Als der Nebel noch tief über der Wiese lag, glitzerten zwischen den Halmen unzählige feine Fäden. Wer im ersten Licht genauer hinsah, entdeckte kleine gespannte Dächer aus Seide, so zart, dass sie im nächsten Augenblick wieder unsichtbar schienen. Unter einem dieser Netze saß eine winzige Spinne und wartete.
Für uns war es nur ein stiller Herbstmorgen. Für sie war es ein Ort voller Wege, Signale und Möglichkeiten. Ein taumelndes Insekt berührte die oberen Fäden, verlor kurz die Orientierung und fiel auf das dichte Gewebe darunter. Sofort bewegte sich die Spinne aus ihrem Versteck. Wenige Sekunden später war die Wiese wieder still. Doch zwischen den Gräsern ging das Leben weiter – verborgen, filigran und von erstaunlicher Präzision.
Artbeschreibung
Die Baldachinspinnen, auch Deckennetzspinnen genannt, gehören zur Familie der Linyphiidae. Mit mehreren tausend bekannten Arten zählen sie weltweit zu den artenreichsten Spinnenfamilien. Viele Vertreter sind nur wenige Millimeter groß. Gerade wegen ihrer geringen Körpergröße werden sie oft übersehen, obwohl sie in Wiesen, Waldrändern, Mooren, Hecken, Gärten und Ackerrainen häufig vorkommen.
Typisch für diese Familie ist das namensgebende Netz. Es besteht meist aus einer waagerechten oder leicht gewölbten Fangfläche. Darüber verlaufen unregelmäßige Signalfäden. Gerät ein kleines Insekt in diese Fäden, stürzt es auf das darunterliegende Netz. Die Spinne hält sich häufig an der Unterseite des Gespinstes auf und reagiert auf Erschütterungen sehr schnell.
Baldachinspinnen ernähren sich vor allem von kleinen Insekten und anderen winzigen Gliederfüßern. Dadurch leisten sie einen wichtigen Beitrag zur natürlichen Regulierung von Insektenbeständen. Viele Arten besiedeln den bodennahen Bereich der Vegetation. Andere leben in Laubstreu, Moospolstern oder niedrigen Sträuchern.
Ein bemerkenswertes Verhalten vieler Jungtiere ist das sogenannte Ballooning. Dabei geben sie feine Seidenfäden in die Luft ab und lassen sich von aufsteigenden Luftströmungen tragen. So können selbst sehr kleine Spinnen neue Lebensräume erreichen – manchmal über erstaunlich große Entfernungen.
In der Aufnahme von Albert Meier
Die Baldachinspinnen, auch Deckennetzspinnen genannt, gehören zur Familie der Linyphiidae. Mit mehreren tausend bekannten Arten zählen sie weltweit zu den artenreichsten Spinnenfamilien. Viele Vertreter sind nur wenige Millimeter groß. Gerade wegen ihrer geringen Körpergröße werden sie oft übersehen, obwohl sie in Wiesen, Waldrändern, Mooren, Hecken, Gärten und Ackerrainen häufig vorkommen.
Typisch für diese Familie ist das namensgebende Netz. Es besteht meist aus einer waagerechten oder leicht gewölbten Fangfläche. Darüber verlaufen unregelmäßige Signalfäden. Gerät ein kleines Insekt in diese Fäden, stürzt es auf das darunterliegende Netz. Die Spinne hält sich häufig an der Unterseite des Gespinstes auf und reagiert auf Erschütterungen sehr schnell.
Baldachinspinnen ernähren sich vor allem von kleinen Insekten und anderen winzigen Gliederfüßern. Dadurch leisten sie einen wichtigen Beitrag zur natürlichen Regulierung von Insektenbeständen. Viele Arten besiedeln den bodennahen Bereich der Vegetation. Andere leben in Laubstreu, Moospolstern oder niedrigen Sträuchern.
Ein bemerkenswertes Verhalten vieler Jungtiere ist das sogenannte Ballooning. Dabei geben sie feine Seidenfäden in die Luft ab und lassen sich von aufsteigenden Luftströmungen tragen. So können selbst sehr kleine Spinnen neue Lebensräume erreichen – manchmal über erstaunlich große Entfernungen.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Strukturreiche Säume bieten ideale Bedingungen für Baldachinspinnen.
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Kammfinger (Ctenodactylidae)
Der Kammfinger (Ctenodactylidae)
09/10.05.2026
Das Tier blieb einen Moment regungslos sitzen, die Ohren wachsam, die dunklen Augen auf die offene Umgebung gerichtet. Erst als die Steine spürbar Wärme abgaben, begann es, zwischen Geröll und niedrigen Pflanzen nach Blättern und jungen Trieben zu suchen. Mit schnellen, sicheren Bewegungen verschwand es wieder im Schutz der Felsen. In dieser kargen Landschaft entscheidet oft ein kurzer Weg zwischen Nahrung, Schatten und Versteck über das tägliche Überleben.
09/10.05.2026
- Als die ersten Sonnenstrahlen die Felsen am Rand der Wüste erwärmten, schob sich ein kleines Gundi vorsichtig aus einer schmalen Felsspalte. Noch lag die Nachtkühle in der Luft.
Das Tier blieb einen Moment regungslos sitzen, die Ohren wachsam, die dunklen Augen auf die offene Umgebung gerichtet. Erst als die Steine spürbar Wärme abgaben, begann es, zwischen Geröll und niedrigen Pflanzen nach Blättern und jungen Trieben zu suchen. Mit schnellen, sicheren Bewegungen verschwand es wieder im Schutz der Felsen. In dieser kargen Landschaft entscheidet oft ein kurzer Weg zwischen Nahrung, Schatten und Versteck über das tägliche Überleben.
Artbeschreibung
Die Kammfinger oder Gundis (Ctenodactylidae) sind eine Familie kleiner Nagetiere, die in den trockenen und halbtrockenen Gebieten Nordafrikas leben. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von felsigen Wüstenlandschaften bis in steinige Hochebenen. Mehrere Arten gehören zu dieser Familie, darunter Vertreter der Gattungen Ctenodactylus, Massoutiera und Felovia.
Kennzeichnend für Gundis ist ihr kompakter Körperbau. Sie besitzen kurze Gliedmaßen, große Augen und abgerundete Ohren. Besonders auffällig sind die kammartigen Borsten an den Hinterfüßen, denen sie ihren deutschen Namen verdanken. Diese Strukturen helfen bei der Fellpflege und unterstützen den Halt auf steinigem Untergrund.
Gundis sind tagaktive Tiere. Sie leben meist in kleinen sozialen Gruppen und nutzen Felsspalten als sichere Rückzugsorte. Dort finden sie Schutz vor Fressfeinden, Hitze und starken Temperaturschwankungen. Ihre Nahrung besteht vor allem aus Blättern, Kräutern, Sprossen und anderen Pflanzenteilen.
Weil Wasser in ihrem Lebensraum oft knapp ist, decken sie einen großen Teil ihres Flüssigkeitsbedarfs über die Nahrung.
Aufnahme von Klaus Sanwald
Die Kammfinger oder Gundis (Ctenodactylidae) sind eine Familie kleiner Nagetiere, die in den trockenen und halbtrockenen Gebieten Nordafrikas leben. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von felsigen Wüstenlandschaften bis in steinige Hochebenen. Mehrere Arten gehören zu dieser Familie, darunter Vertreter der Gattungen Ctenodactylus, Massoutiera und Felovia.
Kennzeichnend für Gundis ist ihr kompakter Körperbau. Sie besitzen kurze Gliedmaßen, große Augen und abgerundete Ohren. Besonders auffällig sind die kammartigen Borsten an den Hinterfüßen, denen sie ihren deutschen Namen verdanken. Diese Strukturen helfen bei der Fellpflege und unterstützen den Halt auf steinigem Untergrund.
Gundis sind tagaktive Tiere. Sie leben meist in kleinen sozialen Gruppen und nutzen Felsspalten als sichere Rückzugsorte. Dort finden sie Schutz vor Fressfeinden, Hitze und starken Temperaturschwankungen. Ihre Nahrung besteht vor allem aus Blättern, Kräutern, Sprossen und anderen Pflanzenteilen.
Weil Wasser in ihrem Lebensraum oft knapp ist, decken sie einen großen Teil ihres Flüssigkeitsbedarfs über die Nahrung.
Aufnahme von Klaus Sanwald
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Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis)
Der Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis)
09/10.05.2026
An einem sonnigen Frühsommertag lag Wärme über dem Wegsaum. Die Wiese stand in Blüte, und über den Gräsern hing das leise Summen unzähliger Insekten. Zwischen Klee, Witwenblumen und Glockenblumen schoss plötzlich etwas heran – schnell, zielgerichtet und mit erstaunlicher Präzision. Für einen kurzen Moment blieb das Tier vor einer Blüte in der Luft stehen. Es summte wie eine Hummel, schwebte wie ein Kolibri und war im nächsten Augenblick schon wieder verschwunden.
Wer ihm zum ersten Mal begegnet, hält ihn fast immer für eine Hummel. Erst der zweite Blick zeigt, dass es ein Schmetterling ist: der Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis). Gerade diese überraschende Begegnung macht seinen besonderen Reiz aus. Er ist ein Falter des hellen Tages, ein rastloser Besucher von Blüten und ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie viel verborgenes Leben selbst in einer scheinbar vertrauten Landschaft zu entdecken ist.
09/10.05.2026
- Ein flirrendes Summen im Sommerlicht – der Hummelschwärmer
An einem sonnigen Frühsommertag lag Wärme über dem Wegsaum. Die Wiese stand in Blüte, und über den Gräsern hing das leise Summen unzähliger Insekten. Zwischen Klee, Witwenblumen und Glockenblumen schoss plötzlich etwas heran – schnell, zielgerichtet und mit erstaunlicher Präzision. Für einen kurzen Moment blieb das Tier vor einer Blüte in der Luft stehen. Es summte wie eine Hummel, schwebte wie ein Kolibri und war im nächsten Augenblick schon wieder verschwunden.
Wer ihm zum ersten Mal begegnet, hält ihn fast immer für eine Hummel. Erst der zweite Blick zeigt, dass es ein Schmetterling ist: der Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis). Gerade diese überraschende Begegnung macht seinen besonderen Reiz aus. Er ist ein Falter des hellen Tages, ein rastloser Besucher von Blüten und ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie viel verborgenes Leben selbst in einer scheinbar vertrauten Landschaft zu entdecken ist.
Artbeschreibung
Der Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis) gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae). Mit einer Flügelspannweite von etwa 38 bis 48 Millimetern zählt er zu den kleineren Vertretern dieser Gruppe. Seine gedrungene Gestalt, die kräftige Brust und der schnelle, ausdauernde Flug verleihen ihm auf den ersten Blick das Erscheinungsbild einer Hummel.
Besonders charakteristisch sind seine weitgehend transparenten Flügel. Frisch geschlüpfte Tiere tragen zunächst feine Schuppen auf den Flügelflächen. Schon nach den ersten Flügen lösen sich diese weitgehend ab, sodass die Flügel glasartig durchsichtig wirken. Zusammen mit dem dicht behaarten, olivgrün bis bräunlich gefärbten Körper entsteht ein bemerkenswertes Erscheinungsbild, das ihn von vielen anderen heimischen Tag- und Nachtfaltern deutlich unterscheidet.
Der Hummelschwärmer ist tagaktiv. Anders als viele andere Schwärmer fliegt er vor allem bei sonnigem, warmem Wetter. Mit seinem langen Saugrüssel besucht er zahlreiche Blütenpflanzen und kann dabei im Schwirrflug vor der Blüte stehen. Dieses Verhalten ermöglicht ihm eine schnelle und gezielte Nektaraufnahme.
Die Raupen leben vor allem an Heckenkirschen (Lonicera), gelegentlich auch an Schneebeeren (Symphoricarpos). Sie entwickeln sich an Blättern und jungen Trieben und verpuppen sich später in Bodennähe, meist in der Streuschicht oder in geschützter Vegetation.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
Der Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis) gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae). Mit einer Flügelspannweite von etwa 38 bis 48 Millimetern zählt er zu den kleineren Vertretern dieser Gruppe. Seine gedrungene Gestalt, die kräftige Brust und der schnelle, ausdauernde Flug verleihen ihm auf den ersten Blick das Erscheinungsbild einer Hummel.
Besonders charakteristisch sind seine weitgehend transparenten Flügel. Frisch geschlüpfte Tiere tragen zunächst feine Schuppen auf den Flügelflächen. Schon nach den ersten Flügen lösen sich diese weitgehend ab, sodass die Flügel glasartig durchsichtig wirken. Zusammen mit dem dicht behaarten, olivgrün bis bräunlich gefärbten Körper entsteht ein bemerkenswertes Erscheinungsbild, das ihn von vielen anderen heimischen Tag- und Nachtfaltern deutlich unterscheidet.
Der Hummelschwärmer ist tagaktiv. Anders als viele andere Schwärmer fliegt er vor allem bei sonnigem, warmem Wetter. Mit seinem langen Saugrüssel besucht er zahlreiche Blütenpflanzen und kann dabei im Schwirrflug vor der Blüte stehen. Dieses Verhalten ermöglicht ihm eine schnelle und gezielte Nektaraufnahme.
Die Raupen leben vor allem an Heckenkirschen (Lonicera), gelegentlich auch an Schneebeeren (Symphoricarpos). Sie entwickeln sich an Blättern und jungen Trieben und verpuppen sich später in Bodennähe, meist in der Streuschicht oder in geschützter Vegetation.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Der Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis) ist ein faszinierender Schmetterling, der oft mit einer Hummel verwechselt wird. Mit seinem pelzigen Körper und den transparenten Flügeln ist er perfekt getarnt und fliegt ähnlich wie ein Kolibri von Blüte zu Blüte. Seine Fähigkeit, in der Luft zu schweben, um Nektar zu trinken, ist äußerst innovativ und beeindruckend.
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Frettchen (Mustela putorius furo)
Das Frettchen (Mustela putorius furo)
08/09.05.2026
Ein Rascheln im Laub, der Geruch einer Maus, das ferne Rufen eines Vogels – für einen kurzen Augenblick war die Landschaft voller Zeichen. Das Tier verschwand im Schatten einer Hecke, nur ein schmaler Abdruck im weichen Boden blieb zurück. Wer aufmerksam hinsieht, entdeckt in solchen Momenten, wie eng das Leben kleiner Raubtiere mit einer vielfältigen und lebendigen Kulturlandschaft verbunden ist.
08/09.05.2026
- Im ersten Licht eines kühlen Frühlingsmorgens glitt ein Frettchen lautlos durch das hohe Gras am Rand eines Feldwegs. Die Erde war noch feucht vom Tau, und zwischen Wurzeln, Steinen und alten Brombeerranken suchte es aufmerksam nach Spuren.
Ein Rascheln im Laub, der Geruch einer Maus, das ferne Rufen eines Vogels – für einen kurzen Augenblick war die Landschaft voller Zeichen. Das Tier verschwand im Schatten einer Hecke, nur ein schmaler Abdruck im weichen Boden blieb zurück. Wer aufmerksam hinsieht, entdeckt in solchen Momenten, wie eng das Leben kleiner Raubtiere mit einer vielfältigen und lebendigen Kulturlandschaft verbunden ist.
Artbeschreibung
Das Frettchen (Mustela putorius furo) gehört zur Familie der Marder. Es ist die domestizierte Form des Europäischen Iltis und begleitet den Menschen seit vielen Jahrhunderten. Ursprünglich wurde es vor allem zur Jagd auf Kaninchen und zur Kontrolle kleiner Nagetiere gehalten. Heute leben Frettchen überwiegend als Haustiere, vereinzelt kommen jedoch auch verwilderte Tiere oder freilebende Bestände vor.
Frettchen besitzen einen langgestreckten, beweglichen Körper mit kurzen Beinen und einer spitzen Schnauze. Diese Körperform erlaubt es ihnen, enge Gänge, Röhren und Verstecke zu nutzen. Das Fell zeigt unterschiedliche Farbvarianten – von hellen sandfarbenen Tönen bis zu dunklem Braun. Erwachsene Tiere erreichen meist eine Körperlänge von etwa 30 bis 50 Zentimetern; hinzu kommt der buschige Schwanz.
Als überwiegend dämmerungs- und nachtaktive Tiere verfügen Frettchen über einen ausgeprägten Geruchs- und Gehörsinn. Sie ernähren sich vor allem von kleinen Säugetieren, Vögeln, Eiern und anderen tierischen Nahrungsquellen.
Ihre Lebensweise ist an strukturreiche Landschaften gebunden: Hecken, Feldraine, Uferzonen, Brachen und Gehölzstreifen bieten Deckung, Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten.
Aufnahme von Edi Rietberger
Das Frettchen (Mustela putorius furo) gehört zur Familie der Marder. Es ist die domestizierte Form des Europäischen Iltis und begleitet den Menschen seit vielen Jahrhunderten. Ursprünglich wurde es vor allem zur Jagd auf Kaninchen und zur Kontrolle kleiner Nagetiere gehalten. Heute leben Frettchen überwiegend als Haustiere, vereinzelt kommen jedoch auch verwilderte Tiere oder freilebende Bestände vor.
Frettchen besitzen einen langgestreckten, beweglichen Körper mit kurzen Beinen und einer spitzen Schnauze. Diese Körperform erlaubt es ihnen, enge Gänge, Röhren und Verstecke zu nutzen. Das Fell zeigt unterschiedliche Farbvarianten – von hellen sandfarbenen Tönen bis zu dunklem Braun. Erwachsene Tiere erreichen meist eine Körperlänge von etwa 30 bis 50 Zentimetern; hinzu kommt der buschige Schwanz.
Als überwiegend dämmerungs- und nachtaktive Tiere verfügen Frettchen über einen ausgeprägten Geruchs- und Gehörsinn. Sie ernähren sich vor allem von kleinen Säugetieren, Vögeln, Eiern und anderen tierischen Nahrungsquellen.
Ihre Lebensweise ist an strukturreiche Landschaften gebunden: Hecken, Feldraine, Uferzonen, Brachen und Gehölzstreifen bieten Deckung, Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten.
Aufnahme von Edi Rietberger
Artenschutz in Franken®
Bekassine (Gallinago gallinago)
Die Bekassine (Gallinago gallinago)
08/09.05.2026
Mit schnellen, zackigen Richtungswechseln schießt sie über die Fläche und verschwindet wenige Augenblicke später wieder im Schutz der Vegetation. Über dem Brutgebiet ist wenig später ein eigentümliches, vibrierendes Lauten zu hören. Es entsteht, wenn Luft durch die äußeren Steuerfedern streicht. Für viele Feuchtgebiete Europas gehört dieses „Meckern“ zu den besonderen Klängen des Frühlings.
Die Bekassine, wissenschaftlich Gallinago gallinago, ist ein mittelgroßer Watvogel aus der Familie der Schnepfenvögel. Sie ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet und besiedelt vor allem nasse Wiesen, Moore, Sümpfe und flache Verlandungszonen. Kennzeichnend sind der lange, gerade Schnabel, der kompakte Körperbau und die auffällige Längsstreifung auf Kopf und Rücken. Das braun, schwarz und beige gemusterte Gefieder bietet eine ausgezeichnete Tarnung zwischen Gräsern, Seggen und feuchtem Boden.
08/09.05.2026
- Im ersten Licht des Morgens liegt über dem Moor noch feiner Dunst. Das Wasser steht in flachen Mulden zwischen Seggen und Binsen. Kaum sichtbar bewegt sich eine Bekassine durch das nasse Gras. Erst als sie auffliegt, wird ihre Anwesenheit deutlich.
Mit schnellen, zackigen Richtungswechseln schießt sie über die Fläche und verschwindet wenige Augenblicke später wieder im Schutz der Vegetation. Über dem Brutgebiet ist wenig später ein eigentümliches, vibrierendes Lauten zu hören. Es entsteht, wenn Luft durch die äußeren Steuerfedern streicht. Für viele Feuchtgebiete Europas gehört dieses „Meckern“ zu den besonderen Klängen des Frühlings.
Die Bekassine, wissenschaftlich Gallinago gallinago, ist ein mittelgroßer Watvogel aus der Familie der Schnepfenvögel. Sie ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet und besiedelt vor allem nasse Wiesen, Moore, Sümpfe und flache Verlandungszonen. Kennzeichnend sind der lange, gerade Schnabel, der kompakte Körperbau und die auffällige Längsstreifung auf Kopf und Rücken. Das braun, schwarz und beige gemusterte Gefieder bietet eine ausgezeichnete Tarnung zwischen Gräsern, Seggen und feuchtem Boden.
Mit ihrem empfindlichen Schnabel sucht die Bekassine im weichen Untergrund nach Nahrung. Auf dem Speiseplan stehen vor allem Insektenlarven, Würmer, kleine Schnecken und andere wirbellose Tiere. Entscheidend ist dabei ein feuchter, nicht verdichteter Boden, in dem Beute erreichbar bleibt. Für die Brut bevorzugt die Art offene bis halboffene Feuchtgebiete mit ausreichender Deckung und gleichzeitig freien Bereichen zur Nahrungssuche.
Die Balz der Bekassine gehört zu den auffälligsten Verhaltensweisen dieser Art. Während der Brutzeit steigen die Männchen in den Himmel und fliegen weite Bögen über dem Revier. Beim anschließenden Sturzflug erzeugen die gespreizten äußeren Schwanzfedern das typische meckernde Geräusch.
Dieses Balzverhalten ist eng an offene, weitgehend ungestörte Landschaften gebunden.
Aufnahme von Werner Oppermann
Die Balz der Bekassine gehört zu den auffälligsten Verhaltensweisen dieser Art. Während der Brutzeit steigen die Männchen in den Himmel und fliegen weite Bögen über dem Revier. Beim anschließenden Sturzflug erzeugen die gespreizten äußeren Schwanzfedern das typische meckernde Geräusch.
Dieses Balzverhalten ist eng an offene, weitgehend ungestörte Landschaften gebunden.
Aufnahme von Werner Oppermann
Artenschutz in Franken®
Der Kleine Weinschwärmer (Deilephila porcellus)
Ein flüchtiger Gast der Sommerdämmerung – der Kleine Weinschwärmer
08/09.05.2026
Doch dann begann das Leben einer anderen Tageszeit. Aus dem Halbschatten löste sich ein kleiner, schneller Schatten. Er schwebte vor einer Blüte, hielt für wenige Sekunden nahezu reglos in der Luft und war im nächsten Augenblick schon wieder verschwunden.
Wer ihn nur flüchtig wahrnimmt, hält ihn leicht für einen kleinen Vogel. Erst beim genaueren Hinsehen wird deutlich: Es ist ein Nachtfalter – der Kleine Weinschwärmer (Deilephila porcellus). Seine Erscheinung wirkt beinahe unwirklich. In der Dämmerung leuchten seine rosa und olivgrünen Farbtöne wie ein kurzer, lebendiger Lichtschein. Solche Begegnungen sind selten nicht, aber sie verlangen Aufmerksamkeit. Der Kleine Weinschwärmer gehört zu jenen Arten, die vielen Menschen verborgen bleiben, obwohl sie seit Jahrhunderten Teil unserer heimischen Landschaft sind.
08/09.05.2026
- Es war einer jener warmen Abende, an denen die Luft noch lange nach Sonnenuntergang den Duft von Gras, Erde und Blüten trägt. Über den Wiesen lag bereits Dämmerung. Die Farben wurden weicher, die Konturen verschwammen, und für einen Moment schien die Landschaft still zu werden.
Doch dann begann das Leben einer anderen Tageszeit. Aus dem Halbschatten löste sich ein kleiner, schneller Schatten. Er schwebte vor einer Blüte, hielt für wenige Sekunden nahezu reglos in der Luft und war im nächsten Augenblick schon wieder verschwunden.
Wer ihn nur flüchtig wahrnimmt, hält ihn leicht für einen kleinen Vogel. Erst beim genaueren Hinsehen wird deutlich: Es ist ein Nachtfalter – der Kleine Weinschwärmer (Deilephila porcellus). Seine Erscheinung wirkt beinahe unwirklich. In der Dämmerung leuchten seine rosa und olivgrünen Farbtöne wie ein kurzer, lebendiger Lichtschein. Solche Begegnungen sind selten nicht, aber sie verlangen Aufmerksamkeit. Der Kleine Weinschwärmer gehört zu jenen Arten, die vielen Menschen verborgen bleiben, obwohl sie seit Jahrhunderten Teil unserer heimischen Landschaft sind.
Artbeschreibung
Der Kleine Weinschwärmer (Deilephila porcellus) gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae). Mit einer Flügelspannweite von etwa 40 bis 50 Millimetern ist er kleiner als sein naher Verwandter, der Mittlere Weinschwärmer. Seine kompakte Gestalt, die spitz zulaufenden Vorderflügel und der kräftige Körperbau machen ihn zu einem ausgezeichneten Flieger.
Besonders auffällig ist seine Färbung. Die Flügel zeigen ein lebhaftes Zusammenspiel aus Rosa, Purpur und olivgrünen Tönen. Diese Farben verleihen dem Falter eine außergewöhnliche Erscheinung und machen ihn zu einem der schönsten heimischen Nachtfalter.
Der Kleine Weinschwärmer ist vor allem in der Dämmerung und in den frühen Nachtstunden aktiv. Mit seinem langen Saugrüssel nimmt er Nektar aus Blüten auf. Dabei kann er im Schwirrflug vor einer Blüte stehen – ein Verhalten, das an Kolibris erinnert.
Die Raupen entwickeln sich an verschiedenen krautigen Pflanzen, vor allem an Labkrautarten (Galium), gelegentlich auch an weiteren niedrigen Kräutern. Sie sind meist unauffällig gefärbt und gut an ihre Umgebung angepasst. Die Verpuppung erfolgt am Boden, häufig in lockerer Streu oder im Schutz niedriger Vegetation.
Aufnahme von Helga Zinncker
Der Kleine Weinschwärmer (Deilephila porcellus) gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae). Mit einer Flügelspannweite von etwa 40 bis 50 Millimetern ist er kleiner als sein naher Verwandter, der Mittlere Weinschwärmer. Seine kompakte Gestalt, die spitz zulaufenden Vorderflügel und der kräftige Körperbau machen ihn zu einem ausgezeichneten Flieger.
Besonders auffällig ist seine Färbung. Die Flügel zeigen ein lebhaftes Zusammenspiel aus Rosa, Purpur und olivgrünen Tönen. Diese Farben verleihen dem Falter eine außergewöhnliche Erscheinung und machen ihn zu einem der schönsten heimischen Nachtfalter.
Der Kleine Weinschwärmer ist vor allem in der Dämmerung und in den frühen Nachtstunden aktiv. Mit seinem langen Saugrüssel nimmt er Nektar aus Blüten auf. Dabei kann er im Schwirrflug vor einer Blüte stehen – ein Verhalten, das an Kolibris erinnert.
Die Raupen entwickeln sich an verschiedenen krautigen Pflanzen, vor allem an Labkrautarten (Galium), gelegentlich auch an weiteren niedrigen Kräutern. Sie sind meist unauffällig gefärbt und gut an ihre Umgebung angepasst. Die Verpuppung erfolgt am Boden, häufig in lockerer Streu oder im Schutz niedriger Vegetation.
Aufnahme von Helga Zinncker
- Kleiner Weinschwärmer in der warmen Abenddämmerung.
Artenschutz in Franken®
Großer Blaupfeil (Orthetrum cancellatum)
Der Große Blaupfeil (Orthetrum cancellatum)
07/08.05.2026
Für einen Augenblick setzt sich eine Libelle auf einen sonnengewärmten Stein. Ihr Hinterleib leuchtet hellblau, die durchsichtigen Flügel glitzern im Licht. Kaum zur Ruhe gekommen, startet sie wieder. In schnellem, geradlinigem Flug patrouilliert sie über das Wasser, dreht ab, kehrt zurück und verteidigt entschlossen ihr kleines Revier. Der Große Blaupfeil gehört zu jenen Arten, die warme Gewässerlandschaften im Sommer unverwechselbar machen.
Der Große Blaupfeil, wissenschaftlich Orthetrum cancellatum, ist eine auffällige Libellenart aus der Familie der Segellibellen. Er ist in weiten Teilen Europas verbreitet und besiedelt bevorzugt sonnige, offene Gewässer mit flachen Uferbereichen. Typische Lebensräume sind Teiche, Kiesgruben, Weiher, langsam fließende Gewässer und naturnahe Abgrabungsgewässer.
07/08.05.2026
- Am Rand eines flachen Teiches liegt die Luft schwer von Sommerwärme. Über dem Wasser schimmern feine Lichtreflexe, zwischen Schilfhalmen steigen kleine Insekten auf. Plötzlich huscht ein kräftiger Schatten über die Uferzone.
Für einen Augenblick setzt sich eine Libelle auf einen sonnengewärmten Stein. Ihr Hinterleib leuchtet hellblau, die durchsichtigen Flügel glitzern im Licht. Kaum zur Ruhe gekommen, startet sie wieder. In schnellem, geradlinigem Flug patrouilliert sie über das Wasser, dreht ab, kehrt zurück und verteidigt entschlossen ihr kleines Revier. Der Große Blaupfeil gehört zu jenen Arten, die warme Gewässerlandschaften im Sommer unverwechselbar machen.
Der Große Blaupfeil, wissenschaftlich Orthetrum cancellatum, ist eine auffällige Libellenart aus der Familie der Segellibellen. Er ist in weiten Teilen Europas verbreitet und besiedelt bevorzugt sonnige, offene Gewässer mit flachen Uferbereichen. Typische Lebensräume sind Teiche, Kiesgruben, Weiher, langsam fließende Gewässer und naturnahe Abgrabungsgewässer.
Ausgewachsene Männchen sind leicht an ihrem blau bereiften Hinterleib zu erkennen. Die Weibchen und jüngeren Tiere zeigen eher gelblich-braune bis bräunliche Färbungen mit dunkleren Zeichnungen. Charakteristisch für die Art ist ihr kräftiger Körperbau. Häufig sitzen die Tiere auf freien Bodenstellen, Steinen oder niedrigen Pflanzen und starten von dort aus zu kurzen Kontrollflügen.
Die Entwicklung des Großen Blaupfeils beginnt im Wasser. Die Larven leben am Gewässergrund oder zwischen Pflanzen und ernähren sich räuberisch von kleinen Wasserorganismen. Nach mehreren Entwicklungsstadien verlassen sie das Wasser, um sich an Uferpflanzen oder festen Strukturen in die flugfähige Libelle zu verwandeln. Für eine erfolgreiche Entwicklung sind daher sowohl geeignete Wasserbereiche als auch strukturreiche Uferzonen wichtig.
Als erwachsene Libellen jagen Große Blaupfeile kleine fliegende Insekten. Dabei spielen offene, sonnige Ufer eine bedeutende Rolle. Die Art ist eng an Gewässer gebunden, benötigt aber gleichzeitig ein Mosaik aus offenen Bodenflächen, Vegetation und besonnten Sitzwarten.
Als erwachsene Libellen jagen Große Blaupfeile kleine fliegende Insekten. Dabei spielen offene, sonnige Ufer eine bedeutende Rolle. Die Art ist eng an Gewässer gebunden, benötigt aber gleichzeitig ein Mosaik aus offenen Bodenflächen, Vegetation und besonnten Sitzwarten.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Entwicklung des Großen Blaupfeils beginnt im Wasser. Die Larven leben am Gewässergrund oder zwischen Pflanzen und ernähren sich räuberisch von kleinen Wasserorganismen. Nach mehreren Entwicklungsstadien verlassen sie das Wasser, um sich an Uferpflanzen oder festen Strukturen in die flugfähige Libelle zu verwandeln. Für eine erfolgreiche Entwicklung sind daher sowohl geeignete Wasserbereiche als auch strukturreiche Uferzonen wichtig.
Als erwachsene Libellen jagen Große Blaupfeile kleine fliegende Insekten. Dabei spielen offene, sonnige Ufer eine bedeutende Rolle. Die Art ist eng an Gewässer gebunden, benötigt aber gleichzeitig ein Mosaik aus offenen Bodenflächen, Vegetation und besonnten Sitzwarten.
Als erwachsene Libellen jagen Große Blaupfeile kleine fliegende Insekten. Dabei spielen offene, sonnige Ufer eine bedeutende Rolle. Die Art ist eng an Gewässer gebunden, benötigt aber gleichzeitig ein Mosaik aus offenen Bodenflächen, Vegetation und besonnten Sitzwarten.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Basstölpel (Morus bassanus)
Der Basstölpel (Morus bassanus)
07/08.05.2026
Dann kippt der Vogel plötzlich nach vorn. Die schmalen Flügel legen sich an den Körper, und mit großer Geschwindigkeit schießt er senkrecht ins Wasser. Einen Augenblick später durchbricht er die Oberfläche wieder. Ein kleiner Fisch glitzert im Schnabel. Über den Wellen hebt er erneut ab und verschwindet Richtung Felsen, dorthin, wo Tausende seiner Artgenossen in dicht gedrängten Kolonien brüten.
07/08.05.2026
- Im ersten Licht des Morgens liegt über der Küste noch ein silbriger Dunst. Weit draußen über dem offenen Meer zieht ein Basstölpel seine weiten Kreise. Für einen Moment scheint er reglos in der Luft zu stehen.
Dann kippt der Vogel plötzlich nach vorn. Die schmalen Flügel legen sich an den Körper, und mit großer Geschwindigkeit schießt er senkrecht ins Wasser. Einen Augenblick später durchbricht er die Oberfläche wieder. Ein kleiner Fisch glitzert im Schnabel. Über den Wellen hebt er erneut ab und verschwindet Richtung Felsen, dorthin, wo Tausende seiner Artgenossen in dicht gedrängten Kolonien brüten.
Der Basstölpel, wissenschaftlich Morus bassanus, gehört zu den größten Seevögeln des Nordatlantiks. Erwachsene Tiere erreichen eine Flügelspannweite von bis zu fast zwei Metern. Ihr Gefieder ist überwiegend weiß, die Flügelspitzen sind schwarz. Kopf und Nacken zeigen oft einen warmen gelblichen Schimmer. Besonders auffällig sind der kräftige, spitze Schnabel und die stromlinienförmige Körpergestalt, die perfekt an das Leben über dem Meer angepasst sind.
Basstölpel verbringen einen großen Teil ihres Lebens über offenem Wasser. Sie jagen vor allem kleine Schwarmfische wie Heringe, Sandaale, Makrelen und Sardinen. Ihre bekannteste Jagdtechnik ist der Stoßtauchflug. Aus beträchtlicher Höhe orten sie Beute unter der Wasseroberfläche und tauchen mit hoher Geschwindigkeit ein. Luftsäcke unter Haut und Brustbereich helfen, den Aufprall auf das Wasser abzufedern.
Gebrütet wird meist auf steilen Felsküsten, abgelegenen Inseln und schwer zugänglichen Klippen. Dort bilden Basstölpel große Kolonien, in denen Tausende Paare dicht beieinander leben. Das Nest wird aus Pflanzenmaterial, Seegras und angespülten Bestandteilen gebaut. In der Regel wird ein Ei gelegt. Beide Eltern beteiligen sich an Brut und Jungenaufzucht.
Die enge Bindung an feste Brutplätze macht Kolonien über viele Jahre zu wichtigen Zentren des Bestands.
Aufnahme von Ulrich Rösch
Basstölpel verbringen einen großen Teil ihres Lebens über offenem Wasser. Sie jagen vor allem kleine Schwarmfische wie Heringe, Sandaale, Makrelen und Sardinen. Ihre bekannteste Jagdtechnik ist der Stoßtauchflug. Aus beträchtlicher Höhe orten sie Beute unter der Wasseroberfläche und tauchen mit hoher Geschwindigkeit ein. Luftsäcke unter Haut und Brustbereich helfen, den Aufprall auf das Wasser abzufedern.
Gebrütet wird meist auf steilen Felsküsten, abgelegenen Inseln und schwer zugänglichen Klippen. Dort bilden Basstölpel große Kolonien, in denen Tausende Paare dicht beieinander leben. Das Nest wird aus Pflanzenmaterial, Seegras und angespülten Bestandteilen gebaut. In der Regel wird ein Ei gelegt. Beide Eltern beteiligen sich an Brut und Jungenaufzucht.
Die enge Bindung an feste Brutplätze macht Kolonien über viele Jahre zu wichtigen Zentren des Bestands.
Aufnahme von Ulrich Rösch
Artenschutz in Franken®
Wenn die Landschaft ihr Gesicht verliert
Wenn die Landschaft ihr Gesicht verliert
07/08.05.2026
Wer aufmerksam durch diese Räume ging, konnte erkennen, wo er war. Nicht nur geografisch, sondern auch im inneren Sinn. Landschaft war mehr als Kulisse. Sie war Ausdruck gewachsener Natur, jahrhundertelanger Geschichte und des behutsamen Zusammenspiels von Mensch, Boden, Wasser, Klima und Artenvielfalt. In ihr war Heimat nicht nur ein Wort, sondern etwas Sichtbares, Hörbares und Spürbares.
07/08.05.2026
- Es gibt Landschaften, die man früher mit wenigen Schritten erkannte. Nicht, weil ein Ortsschild am Weg stand oder weil eine Karte den Namen verriet. Man erkannte sie an ihrem eigenen Wesen. An den alten Obstbäumen am Hang. An Hecken, die Felder gliederten und dem Wind Widerstand boten. An feuchten Wiesen, in denen das Leben summte, zirpte und flatterte. An Feldrainen voller Wildblumen. An Bächen, die sich noch durch Erlen und Weiden schlängelten. An den Stimmen von Lerchen, Schwalben und Kiebitzen. Jede Landschaft trug ihre eigene Handschrift. Jede Gegend besaß ihren unverwechselbaren Klang, ihre Farben, ihre Formen und ihre Lebendigkeit.
Wer aufmerksam durch diese Räume ging, konnte erkennen, wo er war. Nicht nur geografisch, sondern auch im inneren Sinn. Landschaft war mehr als Kulisse. Sie war Ausdruck gewachsener Natur, jahrhundertelanger Geschichte und des behutsamen Zusammenspiels von Mensch, Boden, Wasser, Klima und Artenvielfalt. In ihr war Heimat nicht nur ein Wort, sondern etwas Sichtbares, Hörbares und Spürbares.
Heute erleben wir vielerorts das Gegenteil. Unsere Landschaft verarmt. Was einst reich gegliedert, vielfältig und voller Eigenart war, wird zunehmend eintönig, gleichförmig und austauschbar. Die kleinen Elemente, die über Jahrhunderte das Leben getragen haben, verschwinden nach und nach. Hecken werden beseitigt. Feldraine gehen verloren. Feuchtstellen trocknen aus. Blühflächen werden seltener. Gräben werden begradigt, Böschungen vereinheitlicht, Wiesen artenärmer. Was bleibt, wirkt oft geordnet und aufgeräumt — doch gerade diese Ordnung ist vielerorts Ausdruck eines tiefen Verlustes.
Denn mit den Strukturen verschwinden auch die Bewohner dieser Landschaft. Dort, wo früher Insekten schwirrten, wird es stiller. Wo Schmetterlinge zwischen Blüten standen, bleiben heute oft nur wenige Arten zurück. Amphibien verlieren Laichgewässer. Reptilien finden keine Rückzugsorte mehr. Vögel, deren Stimmen einst selbstverständlich zum Jahreslauf gehörten, werden seltener oder verschwinden ganz aus dem vertrauten Bild. Dieser Verlust geschieht nicht immer spektakulär. Er geschieht leise. Jahr für Jahr. Fast unmerklich. Und gerade darin liegt seine Gefahr. Denn was langsam verschwindet, wird oft erst vermisst, wenn es längst verloren ist.
Viele Menschen spüren diese Veränderung, auch wenn sie sie nicht immer sofort benennen können. Es ist das Gefühl, dass etwas fehlt. Dass Wege, die einst voller Leben waren, stiller geworden sind. Dass Sommerabende anders klingen als früher. Dass Wiesen zwar grün erscheinen, aber kaum noch blühen. Dass Felder zwar weit und offen daliegen, aber ihre Geschichten nicht mehr erzählen.
Besonders eindringlich zeigt sich dieser Wandel in den Namen unserer Orte. Flurnamen wie Lerchenfeld, Blumenwiese, Auenweg, Am Bruch, Birkengrund oder Finkenrain bewahren die Erinnerung an eine Landschaft, die vielerorts nur noch in Worten fortlebt. Diese Namen erzählen von Lerchen, von Auen, von blütenreichen Wiesen, von Birkenhainen und artenreichen Säumen. Sie sind sprachliche Zeugnisse einer lebendigen Vielfalt. Doch oft steht der Name heute neben einer Wirklichkeit, die das Versprochene kaum noch erkennen lässt. Was einst anschaulich und selbstverständlich war, wird nur noch erinnert — und manchmal nur noch vorgetäuscht.
Mit jeder verschwundenen Hecke, jedem trockengelegten Tümpel, jedem eingeebneten Rain verliert die Landschaft mehr als nur einzelne Pflanzen oder Tierarten. Sie verliert Tiefe. Sie verliert Charakter. Sie verliert ihr Gedächtnis. Denn biologische Vielfalt ist nicht nur die Summe möglichst vieler Arten. Sie ist das lebendige Geflecht von Beziehungen, Abhängigkeiten und Wechselwirkungen. Sie ist die Grundlage dafür, dass Böden fruchtbar bleiben, Wasser gespeichert wird, Bestäuber ihre Arbeit leisten und Nahrungsketten bestehen. Sie ist das Fundament ökologischer Stabilität — und zugleich Träger von Schönheit, Eigenart und Heimat.
Eine verarmte Landschaft ist deshalb nicht nur ein Problem des Naturschutzes. Sie berührt auch Kultur, Geschichte und das menschliche Empfinden. Wo alles gleich aussieht, geht Orientierung verloren. Wo alles austauschbar wird, schwindet Bindung. Und wo Bindung schwindet, verliert ein Ort einen Teil seiner Seele.
Naturschutz bedeutet deshalb weit mehr, als seltene Arten in kleinen Rückzugsräumen zu bewahren. Naturschutz heißt, Landschaften als lebendige Ganzheiten zu verstehen. Es heißt, Vielfalt zurückzubringen, bevor sie ganz verstummt. Es heißt, Hecken wieder wachsen zu lassen, Gewässer wieder Raum zu geben, Wiesen wieder blühen zu lassen und Übergänge, Brachen, Säume und kleine ungenutzte Winkel wieder als das zu begreifen, was sie sind: unverzichtbare Lebensräume.
Es geht darum, der Landschaft ihre Sprache zurückzugeben. Ihre Stimmen. Ihre Farben. Ihre Bewegungen. Ihre Unverwechselbarkeit.
Denn eine lebendige Landschaft ist kein Luxus und kein nostalgischer Wunsch. Sie ist Grundlage unseres Lebens. Sie reinigt Wasser, schützt Böden, kühlt die Umgebung, speichert Kohlenstoff und erhält die Voraussetzungen für das Fortbestehen unzähliger Arten — auch unserer eigenen. Vor allem aber ist sie ein Erbe, das wir empfangen haben und das wir weitergeben.
Noch ist nicht alles verloren. Vieles kann zurückkehren, wenn wir wieder Raum schaffen. Wenn wir Vielfalt nicht als Störung, sondern als Reichtum begreifen. Wenn wir beginnen, genauer hinzusehen und das Unscheinbare wieder wertzuschätzen. Oft braucht es nicht das Große, sondern das Viele im Kleinen: die Hecke am Ackerrand, den blühenden Saum am Weg, den Tümpel in der Senke, den alten Obstbaum, das Stück ungemähte Wiese.
Die Zukunft unserer Landschaft entscheidet sich nicht erst morgen. Sie entscheidet sich jetzt — in dem, was wir schützen, erhalten und wieder wachsen lassen.
Denn dort, wo die Vielfalt verschwindet, verstummt nicht nur die Natur. Dort verstummt ein Teil unserer Heimat.
Denn mit den Strukturen verschwinden auch die Bewohner dieser Landschaft. Dort, wo früher Insekten schwirrten, wird es stiller. Wo Schmetterlinge zwischen Blüten standen, bleiben heute oft nur wenige Arten zurück. Amphibien verlieren Laichgewässer. Reptilien finden keine Rückzugsorte mehr. Vögel, deren Stimmen einst selbstverständlich zum Jahreslauf gehörten, werden seltener oder verschwinden ganz aus dem vertrauten Bild. Dieser Verlust geschieht nicht immer spektakulär. Er geschieht leise. Jahr für Jahr. Fast unmerklich. Und gerade darin liegt seine Gefahr. Denn was langsam verschwindet, wird oft erst vermisst, wenn es längst verloren ist.
Viele Menschen spüren diese Veränderung, auch wenn sie sie nicht immer sofort benennen können. Es ist das Gefühl, dass etwas fehlt. Dass Wege, die einst voller Leben waren, stiller geworden sind. Dass Sommerabende anders klingen als früher. Dass Wiesen zwar grün erscheinen, aber kaum noch blühen. Dass Felder zwar weit und offen daliegen, aber ihre Geschichten nicht mehr erzählen.
Besonders eindringlich zeigt sich dieser Wandel in den Namen unserer Orte. Flurnamen wie Lerchenfeld, Blumenwiese, Auenweg, Am Bruch, Birkengrund oder Finkenrain bewahren die Erinnerung an eine Landschaft, die vielerorts nur noch in Worten fortlebt. Diese Namen erzählen von Lerchen, von Auen, von blütenreichen Wiesen, von Birkenhainen und artenreichen Säumen. Sie sind sprachliche Zeugnisse einer lebendigen Vielfalt. Doch oft steht der Name heute neben einer Wirklichkeit, die das Versprochene kaum noch erkennen lässt. Was einst anschaulich und selbstverständlich war, wird nur noch erinnert — und manchmal nur noch vorgetäuscht.
Mit jeder verschwundenen Hecke, jedem trockengelegten Tümpel, jedem eingeebneten Rain verliert die Landschaft mehr als nur einzelne Pflanzen oder Tierarten. Sie verliert Tiefe. Sie verliert Charakter. Sie verliert ihr Gedächtnis. Denn biologische Vielfalt ist nicht nur die Summe möglichst vieler Arten. Sie ist das lebendige Geflecht von Beziehungen, Abhängigkeiten und Wechselwirkungen. Sie ist die Grundlage dafür, dass Böden fruchtbar bleiben, Wasser gespeichert wird, Bestäuber ihre Arbeit leisten und Nahrungsketten bestehen. Sie ist das Fundament ökologischer Stabilität — und zugleich Träger von Schönheit, Eigenart und Heimat.
Eine verarmte Landschaft ist deshalb nicht nur ein Problem des Naturschutzes. Sie berührt auch Kultur, Geschichte und das menschliche Empfinden. Wo alles gleich aussieht, geht Orientierung verloren. Wo alles austauschbar wird, schwindet Bindung. Und wo Bindung schwindet, verliert ein Ort einen Teil seiner Seele.
Naturschutz bedeutet deshalb weit mehr, als seltene Arten in kleinen Rückzugsräumen zu bewahren. Naturschutz heißt, Landschaften als lebendige Ganzheiten zu verstehen. Es heißt, Vielfalt zurückzubringen, bevor sie ganz verstummt. Es heißt, Hecken wieder wachsen zu lassen, Gewässer wieder Raum zu geben, Wiesen wieder blühen zu lassen und Übergänge, Brachen, Säume und kleine ungenutzte Winkel wieder als das zu begreifen, was sie sind: unverzichtbare Lebensräume.
Es geht darum, der Landschaft ihre Sprache zurückzugeben. Ihre Stimmen. Ihre Farben. Ihre Bewegungen. Ihre Unverwechselbarkeit.
Denn eine lebendige Landschaft ist kein Luxus und kein nostalgischer Wunsch. Sie ist Grundlage unseres Lebens. Sie reinigt Wasser, schützt Böden, kühlt die Umgebung, speichert Kohlenstoff und erhält die Voraussetzungen für das Fortbestehen unzähliger Arten — auch unserer eigenen. Vor allem aber ist sie ein Erbe, das wir empfangen haben und das wir weitergeben.
Noch ist nicht alles verloren. Vieles kann zurückkehren, wenn wir wieder Raum schaffen. Wenn wir Vielfalt nicht als Störung, sondern als Reichtum begreifen. Wenn wir beginnen, genauer hinzusehen und das Unscheinbare wieder wertzuschätzen. Oft braucht es nicht das Große, sondern das Viele im Kleinen: die Hecke am Ackerrand, den blühenden Saum am Weg, den Tümpel in der Senke, den alten Obstbaum, das Stück ungemähte Wiese.
Die Zukunft unserer Landschaft entscheidet sich nicht erst morgen. Sie entscheidet sich jetzt — in dem, was wir schützen, erhalten und wieder wachsen lassen.
Denn dort, wo die Vielfalt verschwindet, verstummt nicht nur die Natur. Dort verstummt ein Teil unserer Heimat.
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Gluckente (Sibirionetta formosa
Die Gluckente (Sibirionetta formosa
06/07.05.2026
Aus dem Dämmerlicht löst sich eine kleine Entengruppe. Für einen kurzen Augenblick fällt das erste Sonnenlicht auf das Gefieder eines Männchens: grüne, bronzene und cremefarbene Muster leuchten auf, als hätte das Wasser selbst Farbe angenommen. Dann verschwindet die Gruppe wieder zwischen den Pflanzen. Wer die Gluckente beobachtet, erlebt keinen lauten Auftritt. Ihre besondere Schönheit zeigt sich oft erst im zweiten Blick — in ruhigen Bewegungen, im gedeckten Klang der Landschaft und in der engen Verbindung zu ihren Feuchtgebieten.
06/07.05.2026
- An einem stillen Morgen im Frühling liegt über einem flachen Teich im nordöstlichen Asien feiner Nebel. Das Wasser ist fast unbewegt, nur kleine Kreise verraten Leben zwischen Schilf und Seggen.
Aus dem Dämmerlicht löst sich eine kleine Entengruppe. Für einen kurzen Augenblick fällt das erste Sonnenlicht auf das Gefieder eines Männchens: grüne, bronzene und cremefarbene Muster leuchten auf, als hätte das Wasser selbst Farbe angenommen. Dann verschwindet die Gruppe wieder zwischen den Pflanzen. Wer die Gluckente beobachtet, erlebt keinen lauten Auftritt. Ihre besondere Schönheit zeigt sich oft erst im zweiten Blick — in ruhigen Bewegungen, im gedeckten Klang der Landschaft und in der engen Verbindung zu ihren Feuchtgebieten.
Die Gluckente, wissenschaftlich Sibirionetta formosa, ist eine kleine Schwimmente aus der Familie der Entenvögel. Ihr Verbreitungsgebiet liegt vor allem in Nordostasien. Die Brutgebiete erstrecken sich überwiegend über Teile des östlichen Sibiriens und angrenzende Regionen. Im Winter ziehen viele Tiere in südlichere Gebiete Ostasiens.
Besonders auffällig ist das Männchen im Prachtkleid. Der Kopf zeigt eine markante Zeichnung aus dunklen, grün schimmernden und hellen Partien, die der Art ein unverwechselbares Erscheinungsbild verleihen. Das Weibchen ist unauffälliger gefärbt. Mit braunen und fein gemusterten Tönen ist es gut an die Deckung in Ufervegetation angepasst.
Diese Tarnung ist während Brut und Jungenaufzucht ein wichtiger Schutz.
Aufnahme von Klaus Sanwald
Besonders auffällig ist das Männchen im Prachtkleid. Der Kopf zeigt eine markante Zeichnung aus dunklen, grün schimmernden und hellen Partien, die der Art ein unverwechselbares Erscheinungsbild verleihen. Das Weibchen ist unauffälliger gefärbt. Mit braunen und fein gemusterten Tönen ist es gut an die Deckung in Ufervegetation angepasst.
Diese Tarnung ist während Brut und Jungenaufzucht ein wichtiger Schutz.
Aufnahme von Klaus Sanwald
Artenschutz in Franken®
Wald im Morgenlicht
Wald im Morgenlicht
06/07.05.2026
Im Morgenlicht wirkt der Wald zugleich ruhig und lebendig. Vogelstimmen tragen durch die klare Luft, Insekten werden aktiv, und die ersten Sonnenstrahlen lassen Moose, Farne und junge Triebe aufleuchten. Was eben noch im Schatten lag, wird nach und nach sichtbar. Jeder Schritt eröffnet neue Eindrücke – ein schmaler Pfad zwischen alten Bäumen, ein vom Tau überzogener Spinnenfaden, Lichtbänder zwischen den Ästen, das feine Spiel von Helligkeit und Dunkel.
06/07.05.2026
- Wenn der Tag erwacht, zeigt sich der Wald von seiner stillsten Seite. Zwischen Stämmen und Kronen fällt das erste Licht des Morgens. Nebel zieht langsam über den Boden, Tautropfen glitzern auf Blättern und Gräsern, und aus dem Halbdunkel treten Formen, Farben und Strukturen hervor, die im hellen Tageslicht oft verborgen bleiben.
Im Morgenlicht wirkt der Wald zugleich ruhig und lebendig. Vogelstimmen tragen durch die klare Luft, Insekten werden aktiv, und die ersten Sonnenstrahlen lassen Moose, Farne und junge Triebe aufleuchten. Was eben noch im Schatten lag, wird nach und nach sichtbar. Jeder Schritt eröffnet neue Eindrücke – ein schmaler Pfad zwischen alten Bäumen, ein vom Tau überzogener Spinnenfaden, Lichtbänder zwischen den Ästen, das feine Spiel von Helligkeit und Dunkel.
Gerade in diesen frühen Stunden wird spürbar, wie vielfältig ein Wald ist. Er ist Lebensraum, Wasserspeicher, Klimaschützer und Rückzugsort. Zugleich ist er ein Ort, an dem sich natürliche Prozesse besonders eindrucksvoll beobachten lassen: Wachstum, Wandel, Vergehen und Neubeginn.
Die folgenden Impressionen zeigen den Wald in diesem besonderen Moment des Tages – im ersten Licht des Morgens, wenn Stille, Bewegung und Lebendigkeit auf einzigartige Weise zusammenkommen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die folgenden Impressionen zeigen den Wald in diesem besonderen Moment des Tages – im ersten Licht des Morgens, wenn Stille, Bewegung und Lebendigkeit auf einzigartige Weise zusammenkommen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Mittlerer Weinschwärmer (Deilephila elpenor)
Der Mittlere Weinschwärmer
06/07.05.2026
An einem warmen Sommerabend lag der Garten schon im Halbdunkel. Das letzte Licht hing noch über den Wiesen, während die ersten Fledermäuse lautlos ihre Kreise zogen. Zwischen den Blüten von Geißblatt und Nachtkerze schien plötzlich etwas aufzuflammen – ein rascher, schwebender Flügelschlag, fast wie ein kleiner Vogel in der Abendluft. Für einen Augenblick stand das Tier scheinbar reglos vor einer Blüte, dann glitt es weiter in die Dämmerung. Erst beim genaueren Hinsehen wurde klar: Es war kein Vogel, sondern ein Nachtfalter. Ein Mittlerer Weinschwärmer.
Solche Begegnungen bleiben im Gedächtnis. Sie zeigen, dass die Dämmerung voller Leben ist – auch dann, wenn wir es im Alltag kaum wahrnehmen. Der Mittlere Weinschwärmer gehört zu jenen Arten, die vielen Menschen verborgen bleiben und gerade deshalb eine besondere Faszination ausüben. Er erscheint unerwartet, beinahe lautlos, und verschwindet oft so schnell, wie er gekommen ist.
06/07.05.2026
- Wenn die Dämmerung Flügel bekommt – der Mittlere Weinschwärmer
An einem warmen Sommerabend lag der Garten schon im Halbdunkel. Das letzte Licht hing noch über den Wiesen, während die ersten Fledermäuse lautlos ihre Kreise zogen. Zwischen den Blüten von Geißblatt und Nachtkerze schien plötzlich etwas aufzuflammen – ein rascher, schwebender Flügelschlag, fast wie ein kleiner Vogel in der Abendluft. Für einen Augenblick stand das Tier scheinbar reglos vor einer Blüte, dann glitt es weiter in die Dämmerung. Erst beim genaueren Hinsehen wurde klar: Es war kein Vogel, sondern ein Nachtfalter. Ein Mittlerer Weinschwärmer.
Solche Begegnungen bleiben im Gedächtnis. Sie zeigen, dass die Dämmerung voller Leben ist – auch dann, wenn wir es im Alltag kaum wahrnehmen. Der Mittlere Weinschwärmer gehört zu jenen Arten, die vielen Menschen verborgen bleiben und gerade deshalb eine besondere Faszination ausüben. Er erscheint unerwartet, beinahe lautlos, und verschwindet oft so schnell, wie er gekommen ist.
Artbeschreibung
Der Mittlere Weinschwärmer (Deilephila elpenor) gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae), einer Gruppe kräftiger und flugstarker Nachtfalter. Mit einer Flügelspannweite von etwa 45 bis 65 Millimetern zählt er zu den auffälligeren heimischen Nachtfaltern. Besonders charakteristisch ist seine Färbung: Vorderflügel und Körper zeigen markante Töne aus Olivgrün, Rosa bis Purpur. Diese Farbgebung macht ihn unverwechselbar und verleiht ihm eine beinahe exotische Erscheinung.
Im Flug erinnert der Mittlere Weinschwärmer an einen Kolibri. Er kann vor Blüten im Schwirrflug stehen und mit seinem langen Saugrüssel Nektar aufnehmen. Besonders in den Abendstunden und in der beginnenden Nacht besucht er duftende Blütenpflanzen.
Die Raupen sind ebenso bemerkenswert. Sie können eine Länge von bis zu acht Zentimetern erreichen und tragen am Hinterende das für Schwärmer typische Horn. Auffällig sind ihre großen Augenflecken am Vorderkörper. Bei Gefahr zieht die Raupe den Kopf ein und lässt die Augenflecken besonders deutlich hervortreten. Dieses Erscheinungsbild kann Fressfeinde abschrecken.
Die Raupen leben unter anderem an Weidenröschen, Labkraut, Nachtkerzen und weiteren krautigen Pflanzen. Ihre Entwicklung ist eng an strukturreiche Lebensräume gebunden: Wegränder, Brachen, feuchte Wiesen, Gebüschsäume, Waldlichtungen, naturnahe Gärten und offene Übergangsbereiche bieten Nahrung, Deckung und geeignete Entwicklungsräume.
Aufnahme von Helga Zinnecker
Der Mittlere Weinschwärmer (Deilephila elpenor) gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae), einer Gruppe kräftiger und flugstarker Nachtfalter. Mit einer Flügelspannweite von etwa 45 bis 65 Millimetern zählt er zu den auffälligeren heimischen Nachtfaltern. Besonders charakteristisch ist seine Färbung: Vorderflügel und Körper zeigen markante Töne aus Olivgrün, Rosa bis Purpur. Diese Farbgebung macht ihn unverwechselbar und verleiht ihm eine beinahe exotische Erscheinung.
Im Flug erinnert der Mittlere Weinschwärmer an einen Kolibri. Er kann vor Blüten im Schwirrflug stehen und mit seinem langen Saugrüssel Nektar aufnehmen. Besonders in den Abendstunden und in der beginnenden Nacht besucht er duftende Blütenpflanzen.
Die Raupen sind ebenso bemerkenswert. Sie können eine Länge von bis zu acht Zentimetern erreichen und tragen am Hinterende das für Schwärmer typische Horn. Auffällig sind ihre großen Augenflecken am Vorderkörper. Bei Gefahr zieht die Raupe den Kopf ein und lässt die Augenflecken besonders deutlich hervortreten. Dieses Erscheinungsbild kann Fressfeinde abschrecken.
Die Raupen leben unter anderem an Weidenröschen, Labkraut, Nachtkerzen und weiteren krautigen Pflanzen. Ihre Entwicklung ist eng an strukturreiche Lebensräume gebunden: Wegränder, Brachen, feuchte Wiesen, Gebüschsäume, Waldlichtungen, naturnahe Gärten und offene Übergangsbereiche bieten Nahrung, Deckung und geeignete Entwicklungsräume.
Aufnahme von Helga Zinnecker
Artenschutz in Franken®
Vergissmeinnicht (Myosotis)
Das Vergissmeinnicht (Myosotis)
05/05.05.2026
Während ringsum Vögel sangen und ein Bach leise durch die Wiese floss, beugte es sich näher heran. Die Blüten wirkten wie kleine Augen im Frühlingslicht. Ein kurzer Augenblick – und doch einer, der im Gedächtnis bleibt. Vielleicht liegt gerade darin die besondere Kraft des Vergissmeinnichts: Es fällt nicht durch Größe auf, sondern durch stille Gegenwart.
05/05.05.2026
- Am Rand eines schmalen Waldwegs, dort wo das Gras vom Morgentau noch schwer war, blieb ein Kind stehen. Zwischen frischem Grün leuchteten winzige blaue Punkte. Die Blüten waren klein, fast unscheinbar, und doch schienen sie den Wegrand zum Strahlen zu bringen.
Während ringsum Vögel sangen und ein Bach leise durch die Wiese floss, beugte es sich näher heran. Die Blüten wirkten wie kleine Augen im Frühlingslicht. Ein kurzer Augenblick – und doch einer, der im Gedächtnis bleibt. Vielleicht liegt gerade darin die besondere Kraft des Vergissmeinnichts: Es fällt nicht durch Größe auf, sondern durch stille Gegenwart.
Artbeschreibung
Das Vergissmeinnicht gehört zur Gattung Myosotis innerhalb der Raublattgewächse. Die Gattung umfasst zahlreiche Arten, die in Europa, Asien, Afrika, Nordamerika und Australien vorkommen. In Mitteleuropa begegnet man Vergissmeinnicht vor allem an feuchten Wiesen, Bachufern, in lichten Wäldern, Gärten und an Wegrändern.
Typisch sind die kleinen, meist himmelblauen Blüten mit gelber oder weißlicher Mitte. Die Blüten stehen oft in lockeren, eingerollten Blütenständen, die sich während des Aufblühens entfalten. Die Pflanzen erreichen je nach Art meist eine Höhe von etwa 10 bis 40 Zentimetern. Stängel und Blätter sind häufig fein behaart – ein Merkmal, das der Gattung ihren botanischen Namen gab, denn Myosotis bedeutet sinngemäß „Mäuseohr“.
Vergissmeinnicht blühen überwiegend im Frühjahr und Frühsommer. Ihre Blüten werden von Wildbienen, Schwebfliegen und anderen Insekten besucht. Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag zur biologischen Vielfalt und sind Teil vieler artenreicher Lebensgemeinschaften.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Das Vergissmeinnicht gehört zur Gattung Myosotis innerhalb der Raublattgewächse. Die Gattung umfasst zahlreiche Arten, die in Europa, Asien, Afrika, Nordamerika und Australien vorkommen. In Mitteleuropa begegnet man Vergissmeinnicht vor allem an feuchten Wiesen, Bachufern, in lichten Wäldern, Gärten und an Wegrändern.
Typisch sind die kleinen, meist himmelblauen Blüten mit gelber oder weißlicher Mitte. Die Blüten stehen oft in lockeren, eingerollten Blütenständen, die sich während des Aufblühens entfalten. Die Pflanzen erreichen je nach Art meist eine Höhe von etwa 10 bis 40 Zentimetern. Stängel und Blätter sind häufig fein behaart – ein Merkmal, das der Gattung ihren botanischen Namen gab, denn Myosotis bedeutet sinngemäß „Mäuseohr“.
Vergissmeinnicht blühen überwiegend im Frühjahr und Frühsommer. Ihre Blüten werden von Wildbienen, Schwebfliegen und anderen Insekten besucht. Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag zur biologischen Vielfalt und sind Teil vieler artenreicher Lebensgemeinschaften.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Wüstenbussard (Parabuteo unicinctus)
Der Wüstenbussard (Parabuteo unicinctus)
05/05.05.2026
Wenige Augenblicke später saßen beide Vögel auf einer knorrigen Astgabel und blickten aufmerksam über das offene Land. In der Morgenluft war Bewegung: ein Kaninchen huschte durch das Gestrüpp. Was dann folgte, war kein einsamer Jagdflug, sondern ein bemerkenswertes Zusammenspiel. Während einer der Bussarde die Beute aus der Deckung drängte, wartete der andere in günstiger Position. Diese stille Zusammenarbeit ist eine der besonderen Eigenschaften des Wüstenbussards.
05/05.05.2026
- Als die Sonne über der trockenen Ebene aufstieg, lag die Landschaft noch still. Zwischen Mesquite-Sträuchern und Kakteen glitt ein Schatten über den sandigen Boden. Hoch oben zog ein Wüstenbussard seine Kreise. Plötzlich antwortete aus der Ferne ein zweiter Ruf.
Wenige Augenblicke später saßen beide Vögel auf einer knorrigen Astgabel und blickten aufmerksam über das offene Land. In der Morgenluft war Bewegung: ein Kaninchen huschte durch das Gestrüpp. Was dann folgte, war kein einsamer Jagdflug, sondern ein bemerkenswertes Zusammenspiel. Während einer der Bussarde die Beute aus der Deckung drängte, wartete der andere in günstiger Position. Diese stille Zusammenarbeit ist eine der besonderen Eigenschaften des Wüstenbussards.
Artbeschreibung
Der Wüstenbussard, wissenschaftlich Parabuteo unicinctus, gehört zur Familie der Habichtartigen. Sein Verbreitungsgebiet reicht vom Süden der Vereinigten Staaten über Mexiko bis in weite Teile Südamerikas. Er bewohnt trockene Halbwüsten, offene Buschlandschaften, Savannen und lichte Waldränder.
Auffällig ist sein dunkelbraunes Gefieder. An Schultern und Flügeln schimmern rostrote Partien, die im Sonnenlicht besonders deutlich hervortreten. Der Schwanz ist dunkel, besitzt jedoch eine markante weiße Endbinde. Erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa 45 bis 60 Zentimetern. Wie bei vielen Greifvögeln sind die Weibchen meist größer und kräftiger als die Männchen.
Der Wüstenbussard ernährt sich vor allem von kleinen Säugetieren, Reptilien, Vögeln und größeren Insekten. Anders als viele andere Greifvögel jagt er häufig nicht allein. Familiengruppen oder Paare können bei der Jagd zusammenarbeiten.
Dieses soziale Verhalten ist innerhalb der Greifvögel vergleichsweise selten und macht die Art besonders interessant.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Der Wüstenbussard, wissenschaftlich Parabuteo unicinctus, gehört zur Familie der Habichtartigen. Sein Verbreitungsgebiet reicht vom Süden der Vereinigten Staaten über Mexiko bis in weite Teile Südamerikas. Er bewohnt trockene Halbwüsten, offene Buschlandschaften, Savannen und lichte Waldränder.
Auffällig ist sein dunkelbraunes Gefieder. An Schultern und Flügeln schimmern rostrote Partien, die im Sonnenlicht besonders deutlich hervortreten. Der Schwanz ist dunkel, besitzt jedoch eine markante weiße Endbinde. Erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa 45 bis 60 Zentimetern. Wie bei vielen Greifvögeln sind die Weibchen meist größer und kräftiger als die Männchen.
Der Wüstenbussard ernährt sich vor allem von kleinen Säugetieren, Reptilien, Vögeln und größeren Insekten. Anders als viele andere Greifvögel jagt er häufig nicht allein. Familiengruppen oder Paare können bei der Jagd zusammenarbeiten.
Dieses soziale Verhalten ist innerhalb der Greifvögel vergleichsweise selten und macht die Art besonders interessant.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Brennnesseln (Urtica)
Brennnesseln (Urtica)
05/05.05.2026
Zwischen Gras und alten Steinen hatte sich ein dichter Bestand Brennnesseln ausgebreitet. Erst kam der Reflex: zurückweichen. Dann der zweite Blick: Schmetterlinge, die sich niederließen, kleine Insekten, die zwischen den Blättern verschwanden. Was eben noch als lästig galt, entpuppte sich plötzlich als lebendiger Mikrokosmos.
05/05.05.2026
- Die Stelle am Gartenzaun war immer dieselbe. Ein schmaler Streifen Erde, oft übersehen, manchmal achtlos betreten. Doch an einem Frühsommertag blieb jemand stehen – nicht wegen der Aussicht, sondern wegen eines kurzen, brennenden Gefühls auf der Haut.
Zwischen Gras und alten Steinen hatte sich ein dichter Bestand Brennnesseln ausgebreitet. Erst kam der Reflex: zurückweichen. Dann der zweite Blick: Schmetterlinge, die sich niederließen, kleine Insekten, die zwischen den Blättern verschwanden. Was eben noch als lästig galt, entpuppte sich plötzlich als lebendiger Mikrokosmos.
Artbeschreibung
Die Brennnesseln (Urtica) bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Nesselgewächse (Urticaceae). In Mitteleuropa sind vor allem die Große Brennnessel (Urtica dioica) und die Kleine Brennnessel (Urtica urens) verbreitet.
Typisch sind die gezähnten, gegenständig angeordneten Blätter und die mit feinen Brennhaaren besetzten Stängel und Blattoberflächen. Diese Haare enthalten eine Mischung aus reizenden Substanzen, die bei Berührung das bekannte Brennen auf der Haut verursachen – ein effektiver Schutz vor Fraßfeinden.
Brennnesseln bevorzugen stickstoffreiche Böden und wachsen häufig an Wegrändern, in Gärten, auf Brachflächen oder in Auen. Sie sind mehrjährig (insbesondere Urtica dioica) und breiten sich sowohl über Samen als auch über unterirdische Rhizome aus.
Ökologisch spielen sie eine wichtige Rolle: Zahlreiche Insektenarten, darunter die Raupen bekannter Schmetterlinge wie Tagpfauenauge oder Kleiner Fuchs, sind auf sie als Nahrungsquelle angewiesen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Brennnesseln (Urtica) bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Nesselgewächse (Urticaceae). In Mitteleuropa sind vor allem die Große Brennnessel (Urtica dioica) und die Kleine Brennnessel (Urtica urens) verbreitet.
Typisch sind die gezähnten, gegenständig angeordneten Blätter und die mit feinen Brennhaaren besetzten Stängel und Blattoberflächen. Diese Haare enthalten eine Mischung aus reizenden Substanzen, die bei Berührung das bekannte Brennen auf der Haut verursachen – ein effektiver Schutz vor Fraßfeinden.
Brennnesseln bevorzugen stickstoffreiche Böden und wachsen häufig an Wegrändern, in Gärten, auf Brachflächen oder in Auen. Sie sind mehrjährig (insbesondere Urtica dioica) und breiten sich sowohl über Samen als auch über unterirdische Rhizome aus.
Ökologisch spielen sie eine wichtige Rolle: Zahlreiche Insektenarten, darunter die Raupen bekannter Schmetterlinge wie Tagpfauenauge oder Kleiner Fuchs, sind auf sie als Nahrungsquelle angewiesen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
- Brennessel mit Marienkäfer
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Vierfleck (Libellula quadrimaculata)
Der Vierfleck (Libellula quadrimaculata)
04/05.05.2026
Für einen Augenblick wirkte sie wie ein Teil des Lichts selbst. Dann schoss sie plötzlich davon, fing ein Insekt und kehrte wieder an ihren Platz zurück. Der Junge blinzelte – und wusste doch, dass er gerade etwas Besonderes gesehen hatte: den Vierfleck.
04/05.05.2026
- Am Rand eines stillen Weihers, dort wo sich Schilfhalme im Wind wiegen und das Wasser die Wolken spiegelt, blieb ein Junge stehen. Über der Oberfläche schwebte eine Libelle, fast reglos, nur von einem leichten Flirren ihrer Flügel gehalten.
Für einen Augenblick wirkte sie wie ein Teil des Lichts selbst. Dann schoss sie plötzlich davon, fing ein Insekt und kehrte wieder an ihren Platz zurück. Der Junge blinzelte – und wusste doch, dass er gerade etwas Besonderes gesehen hatte: den Vierfleck.
Artbeschreibung
Der Vierfleck (Libellula quadrimaculata) ist eine mittelgroße Libellenart aus der Familie der Segellibellen (Libellulidae) und in weiten Teilen Europas verbreitet. Seinen Namen verdankt er den jeweils zwei dunklen Flecken auf jeder Flügelvorderkante – ein gut erkennbares Merkmal, das ihn von anderen Arten unterscheidet.
Der Körper ist bräunlich bis gelblich gefärbt, oft mit feinen dunklen Zeichnungen. Die Flügel sind transparent und zeigen neben den namensgebenden Flecken auch eine dunkle Flügelbasis. Vierflecke sind geschickte Jäger, die häufig über offenen Wasserflächen patrouillieren oder von erhöhten Sitzwarten aus ihre Beute erspähen.
Ihre Lebensräume sind stehende oder langsam fließende Gewässer wie Teiche, Seen, Moore und Altarme. Wichtig sind dabei flache Uferzonen mit reicher Vegetation, die sowohl als Jagdgebiet als auch als Entwicklungsraum für die Larven dienen. Die Flugzeit erstreckt sich meist von Mai bis August.
Aufnahme von Albert Meier
Der Vierfleck (Libellula quadrimaculata) ist eine mittelgroße Libellenart aus der Familie der Segellibellen (Libellulidae) und in weiten Teilen Europas verbreitet. Seinen Namen verdankt er den jeweils zwei dunklen Flecken auf jeder Flügelvorderkante – ein gut erkennbares Merkmal, das ihn von anderen Arten unterscheidet.
Der Körper ist bräunlich bis gelblich gefärbt, oft mit feinen dunklen Zeichnungen. Die Flügel sind transparent und zeigen neben den namensgebenden Flecken auch eine dunkle Flügelbasis. Vierflecke sind geschickte Jäger, die häufig über offenen Wasserflächen patrouillieren oder von erhöhten Sitzwarten aus ihre Beute erspähen.
Ihre Lebensräume sind stehende oder langsam fließende Gewässer wie Teiche, Seen, Moore und Altarme. Wichtig sind dabei flache Uferzonen mit reicher Vegetation, die sowohl als Jagdgebiet als auch als Entwicklungsraum für die Larven dienen. Die Flugzeit erstreckt sich meist von Mai bis August.
Aufnahme von Albert Meier
- Vierfleck auf Ansitz über ruhigem Gewässer
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Gewöhnliche Goldnessel (Lamium galeobdolon)
Die Gewöhnliche Goldnessel (Lamium galeobdolon)
04/05.05.2026
Eine Spaziergängerin blieb stehen, kniete sich hin und strich vorsichtig über die samtigen Blätter. Für einen Moment schien die Welt langsamer zu werden – als hätte der Wald selbst beschlossen, seine stille Schönheit zu zeigen. Was sie dort entdeckte, war unscheinbar und doch bemerkenswert: die Gewöhnliche Goldnessel.
04/05.05.2026
- Es war ein kühler Frühlingsmorgen, als ein schmaler Sonnenstrahl durch das noch junge Blätterdach eines Laubwaldes fiel. Zwischen feuchtem Boden, alten Wurzeln und dem leisen Rascheln des Windes leuchteten kleine gelbe Blüten wie verstreute Lichtpunkte.
Eine Spaziergängerin blieb stehen, kniete sich hin und strich vorsichtig über die samtigen Blätter. Für einen Moment schien die Welt langsamer zu werden – als hätte der Wald selbst beschlossen, seine stille Schönheit zu zeigen. Was sie dort entdeckte, war unscheinbar und doch bemerkenswert: die Gewöhnliche Goldnessel.
Artbeschreibung
Die Gewöhnliche Goldnessel (Lamium galeobdolon) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist eine mehrjährige, krautige Pflanze. Sie wächst bevorzugt in schattigen bis halbschattigen Laub- und Mischwäldern, oft auf nährstoffreichen, frischen Böden. Charakteristisch sind ihre gegenständig angeordneten, eiförmigen Blätter, die häufig silbrig gefleckt sind und sich weich behaart anfühlen.
Die leuchtend gelben Blüten erscheinen meist zwischen April und Juni und sind in Quirlen angeordnet. Wie für Lippenblütler typisch, besitzen sie eine zweilippige Form, die besonders für bestäubende Insekten wie Hummeln und Bienen attraktiv ist.
Neben der generativen Vermehrung über Samen breitet sich die Pflanze auch vegetativ durch Ausläufer aus und kann so dichte Teppiche bilden.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Gewöhnliche Goldnessel (Lamium galeobdolon) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist eine mehrjährige, krautige Pflanze. Sie wächst bevorzugt in schattigen bis halbschattigen Laub- und Mischwäldern, oft auf nährstoffreichen, frischen Böden. Charakteristisch sind ihre gegenständig angeordneten, eiförmigen Blätter, die häufig silbrig gefleckt sind und sich weich behaart anfühlen.
Die leuchtend gelben Blüten erscheinen meist zwischen April und Juni und sind in Quirlen angeordnet. Wie für Lippenblütler typisch, besitzen sie eine zweilippige Form, die besonders für bestäubende Insekten wie Hummeln und Bienen attraktiv ist.
Neben der generativen Vermehrung über Samen breitet sich die Pflanze auch vegetativ durch Ausläufer aus und kann so dichte Teppiche bilden.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Zauneidechse (Lacerta agilis)
Die Zauneidechse (Lacerta agilis)
04/05.05.2026
Vorsichtig hebt sie den Kopf, prüft die Umgebung, und huscht dann über den sandigen Boden, vorbei an Gräsern und niedrigen Sträuchern. Für einen Moment scheint die Welt ruhig und sicher. Doch das vertraute Gelände hat sich verändert: Wo einst offene Flächen waren, wachsen nun dichte Pflanzen, und in der Ferne dröhnt das Geräusch von Maschinen. Die kleine Eidechse hält inne – ihr Lebensraum ist im Wandel.
04/05.05.2026
- An einem warmen Frühlingstag kriecht eine kleine Zauneidechse (Lacerta agilis) aus ihrem Versteck unter einem sonnengewärmten Stein. Die Luft ist noch kühl, doch die ersten Sonnenstrahlen laden zum Aufwärmen ein.
Vorsichtig hebt sie den Kopf, prüft die Umgebung, und huscht dann über den sandigen Boden, vorbei an Gräsern und niedrigen Sträuchern. Für einen Moment scheint die Welt ruhig und sicher. Doch das vertraute Gelände hat sich verändert: Wo einst offene Flächen waren, wachsen nun dichte Pflanzen, und in der Ferne dröhnt das Geräusch von Maschinen. Die kleine Eidechse hält inne – ihr Lebensraum ist im Wandel.
Die Zauneidechse (Lacerta agilis) gehört zu den bekanntesten Reptilien Mitteleuropas. Sie ist etwa 18 bis 25 Zentimeter lang, wobei der Schwanz einen großen Teil der Körperlänge ausmacht. Besonders auffällig sind die Männchen während der Paarungszeit: Ihre Flanken leuchten in einem kräftigen Grün, während Weibchen und Jungtiere eher braun und unauffällig gefärbt sind. Diese Tarnung schützt sie vor Fressfeinden wie Vögeln oder kleinen Säugetieren. Zauneidechsen bevorzugen strukturreiche, sonnige Lebensräume – etwa Heiden, Trockenrasen, Waldränder oder Bahndämme – wo sie sowohl offene Flächen zum Sonnen als auch Verstecke finden.
Doch genau diese Lebensräume verschwinden zunehmend. Durch Bebauung, intensive Landwirtschaft und die Aufgabe traditioneller Nutzungsformen gehen offene, sandige Flächen verloren.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Doch genau diese Lebensräume verschwinden zunehmend. Durch Bebauung, intensive Landwirtschaft und die Aufgabe traditioneller Nutzungsformen gehen offene, sandige Flächen verloren.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Wespenbussard (Pernis apivorus)
Der Wespenbussard (Pernis apivorus)
03/04.05.2026
Geduldig kreist er, fast schwerelos wirkend, bis er sein Ziel erkennt. Ein kurzer, präziser Stoßflug – dann verschwindet er wieder zwischen den Baumkronen. Für einen Moment ist er sichtbar, dann wieder Teil des großen, lebendigen Gefüges der Natur.
03/04.05.2026
- Im ersten Licht eines warmen Frühsommertages steigt ein Wespenbussard lautlos über einen lichten Mischwald auf. Unter ihm summt es – verborgen in hohlen Baumstämmen und im sandigen Boden leben die Insektenvölker, von denen er sich ernährt.
Geduldig kreist er, fast schwerelos wirkend, bis er sein Ziel erkennt. Ein kurzer, präziser Stoßflug – dann verschwindet er wieder zwischen den Baumkronen. Für einen Moment ist er sichtbar, dann wieder Teil des großen, lebendigen Gefüges der Natur.
Artbeschreibung
Der Wespenbussard ist ein mittelgroßer Greifvogel, der in Europa und Teilen Westasiens verbreitet ist. Anders als viele andere Bussardarten ist er hoch spezialisiert: Seine Hauptnahrung besteht aus Wespen, deren Larven und Nestern.
Aufnahme von Gudruhn Ahl
Der Wespenbussard ist ein mittelgroßer Greifvogel, der in Europa und Teilen Westasiens verbreitet ist. Anders als viele andere Bussardarten ist er hoch spezialisiert: Seine Hauptnahrung besteht aus Wespen, deren Larven und Nestern.
Aufnahme von Gudruhn Ahl
- Wespenbussard im Portrait
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Weiße Taubnessel (Lamium album)
Die Weiße Taubnessel (Lamium album)
03/04.05.2026
Typisch für die Weiße Taubnessel sind ihre weißen, lippenförmigen Blüten, die von Frühling bis in den Herbst hinein erscheinen. Sie wachsen in den Blattachseln und sind besonders reich an Nektar. Dadurch stellt die Pflanze eine wertvolle Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten dar, insbesondere für Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge. Gerade im zeitigen Frühjahr, wenn das Nahrungsangebot noch begrenzt ist, spielt sie eine wichtige Rolle im Ökosystem.
03/04.05.2026
- Die Weiße Taubnessel ist eine weit verbreitete, heimische Wildpflanze und ein wichtiger Bestandteil vieler naturnaher Lebensräume in Europa. Sie gehört zur Familie der Lippenblütler und ist eng mit anderen bekannten Arten wie Minze oder Salbei verwandt – auch wenn ihr Erscheinungsbild auf den ersten Blick eher unscheinbar wirkt.
Typisch für die Weiße Taubnessel sind ihre weißen, lippenförmigen Blüten, die von Frühling bis in den Herbst hinein erscheinen. Sie wachsen in den Blattachseln und sind besonders reich an Nektar. Dadurch stellt die Pflanze eine wertvolle Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten dar, insbesondere für Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge. Gerade im zeitigen Frühjahr, wenn das Nahrungsangebot noch begrenzt ist, spielt sie eine wichtige Rolle im Ökosystem.
Die Blätter der Weißen Taubnessel ähneln äußerlich denen der Brennnessel, besitzen jedoch keine Brennhaare – daher auch der Name „Taub“-nessel. Sie fühlt sich weich an und verursacht keine Hautreizungen. Die Pflanze wächst bevorzugt an nährstoffreichen Standorten wie Waldrändern, Hecken, Wegrändern und in Gärten.
Aus naturschutzfachlicher Sicht ist die Weiße Taubnessel von großer Bedeutung. Sie fördert die Biodiversität, indem sie als Nahrungsquelle und Lebensraum für viele Tierarten dient. Zudem trägt sie zur Stabilisierung von Böden bei und unterstützt natürliche Kreisläufe in ihrem Lebensraum.
Für eine nachhaltige Garten- und Landschaftsgestaltung empfiehlt es sich, die Weiße Taubnessel gezielt zu fördern oder zumindest stehen zu lassen. Bereits kleine Flächen mit heimischen Wildpflanzen können einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten.
So zeigt die Weiße Taubnessel eindrucksvoll, dass auch unscheinbare Pflanzen eine zentrale Rolle im Naturhaushalt spielen – und dass Naturschutz oft direkt vor der eigenen Haustür beginnt.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Aus naturschutzfachlicher Sicht ist die Weiße Taubnessel von großer Bedeutung. Sie fördert die Biodiversität, indem sie als Nahrungsquelle und Lebensraum für viele Tierarten dient. Zudem trägt sie zur Stabilisierung von Böden bei und unterstützt natürliche Kreisläufe in ihrem Lebensraum.
Für eine nachhaltige Garten- und Landschaftsgestaltung empfiehlt es sich, die Weiße Taubnessel gezielt zu fördern oder zumindest stehen zu lassen. Bereits kleine Flächen mit heimischen Wildpflanzen können einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten.
So zeigt die Weiße Taubnessel eindrucksvoll, dass auch unscheinbare Pflanzen eine zentrale Rolle im Naturhaushalt spielen – und dass Naturschutz oft direkt vor der eigenen Haustür beginnt.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Die Geschichte einer Wildschweinfamilie
„Unter Eichen und Sternen – Die Geschichte einer Wildschweinfamilie“
03/04.05.2026
Die Leitfigur dieser Familie ist die Bache, eine erfahrene Mutter mit scharfem Geruchssinn und erstaunlichem Gedächtnis. Sie kennt die sicheren Wege durch das Dickicht, die besten Plätze zum Suhlen und die versteckten Lichtungen, auf denen Nahrung im Überfluss wächst. Ihre Bewegungen sind ruhig, aber bestimmt – und ihre Frischlinge folgen ihr auf Schritt und Tritt.
03/04.05.2026
- Tief im Herzen eines alten Mischwaldes, wo knorrige Eichen ihre Äste in den Himmel strecken und der Waldboden nach Moos und feuchter Erde duftet, lebt eine Familie von Wildschwein. Ihr Leben folgt keinem geschriebenen Plan, sondern dem Rhythmus der Natur – geprägt von Instinkt, Erfahrung und Zusammenhalt.
Die Leitfigur dieser Familie ist die Bache, eine erfahrene Mutter mit scharfem Geruchssinn und erstaunlichem Gedächtnis. Sie kennt die sicheren Wege durch das Dickicht, die besten Plätze zum Suhlen und die versteckten Lichtungen, auf denen Nahrung im Überfluss wächst. Ihre Bewegungen sind ruhig, aber bestimmt – und ihre Frischlinge folgen ihr auf Schritt und Tritt.
Die Frischlinge, noch jung und von hellen Streifen gezeichnet, sind voller Energie und Neugier. Für sie ist jeder Tag ein Abenteuer: Ein fallendes Blatt wird zum Spielzeug, ein Käfer zur spannenden Entdeckung und ein raschelnder Busch zur kleinen Mutprobe. Doch so verspielt sie auch sind, sie lernen schnell. Jeder Laut, jede Geste ihrer Mutter trägt Bedeutung. Ein leises Grunzen kann Sicherheit bedeuten – oder sofortige Gefahr.
Der Keiler, der Vater, ist ein Einzelgänger am Rand der Gemeinschaft. Mächtig und respektgebietend bewegt er sich oft in gewissem Abstand zur Rotte. Seine Aufgabe ist weniger die direkte Fürsorge, sondern vielmehr Schutz und Präsenz. Wenn seine schweren Schritte durch das Unterholz hallen, weicht selbst das scheueste Tier zur Seite.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
Der Keiler, der Vater, ist ein Einzelgänger am Rand der Gemeinschaft. Mächtig und respektgebietend bewegt er sich oft in gewissem Abstand zur Rotte. Seine Aufgabe ist weniger die direkte Fürsorge, sondern vielmehr Schutz und Präsenz. Wenn seine schweren Schritte durch das Unterholz hallen, weicht selbst das scheueste Tier zur Seite.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Der Keiler steht wachsam am Waldrand und beobachtet seine Umgebung
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Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum)
Die Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum)
02/03.05.2026
Zwischen graubrauner Erde leuchtet ein zartes Purpur – klein, unscheinbar und doch entschlossen. Während viele Pflanzen noch zögern, hat sie den Mut, die ersten Blüten zu öffnen. Bienen und Hummeln finden hier eine der ersten Nahrungsquellen des Jahres. In dieser stillen Szene beginnt ein neues Kapitel des Wachstums.
02/03.05.2026
- Ein früher Frühlingstag, noch kühl, doch voller leiser Versprechen. Am Rand eines schmalen Feldwegs, dort wo der Boden vom Winter aufgebrochen ist, zeigt sich ein Hauch von Farbe.
Zwischen graubrauner Erde leuchtet ein zartes Purpur – klein, unscheinbar und doch entschlossen. Während viele Pflanzen noch zögern, hat sie den Mut, die ersten Blüten zu öffnen. Bienen und Hummeln finden hier eine der ersten Nahrungsquellen des Jahres. In dieser stillen Szene beginnt ein neues Kapitel des Wachstums.
Die Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum) gehört zur Familie der Lippenblütler und ist eine weit verbreitete, einjährige Pflanzenart in Europa und darüber hinaus. Sie wächst bevorzugt auf nährstoffreichen Böden, an Wegrändern, auf Äckern, in Gärten und auf Brachflächen.
Charakteristisch sind ihre weichen, herzförmigen Blätter, die im oberen Bereich oft rötlich bis purpur gefärbt sind. Die kleinen, lippenförmigen Blüten erscheinen meist früh im Jahr und bieten wichtigen Nektar für Insekten. Anders als die „echten“ Brennnesseln besitzt sie keine Brennhaare und ist daher vollkommen harmlos.
Als typische Pionierpflanze besiedelt sie schnell offene Flächen und trägt zur Bodenverbesserung bei. Sie schützt den Boden vor Erosion und schafft erste Lebensräume für andere Organismen.
Trotz ihrer Häufigkeit wird sie oft als „Unkraut“ abgetan – ein Begriff, der ihrer ökologischen Bedeutung nicht gerecht wird.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Charakteristisch sind ihre weichen, herzförmigen Blätter, die im oberen Bereich oft rötlich bis purpur gefärbt sind. Die kleinen, lippenförmigen Blüten erscheinen meist früh im Jahr und bieten wichtigen Nektar für Insekten. Anders als die „echten“ Brennnesseln besitzt sie keine Brennhaare und ist daher vollkommen harmlos.
Als typische Pionierpflanze besiedelt sie schnell offene Flächen und trägt zur Bodenverbesserung bei. Sie schützt den Boden vor Erosion und schafft erste Lebensräume für andere Organismen.
Trotz ihrer Häufigkeit wird sie oft als „Unkraut“ abgetan – ein Begriff, der ihrer ökologischen Bedeutung nicht gerecht wird.
Aufnahme von Dieter Zinßer
- Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum)
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Gold-Blattzikade (Eupteryx aurata)
Die Gold-Blattzikade (Eupteryx aurata)
02/03.05.2026
Erst bei genauerem Hinsehen wird die Bewegung sichtbar: Eine winzige Zikade sitzt reglos da, perfekt getarnt, bis sie plötzlich mit einem schnellen Sprung die Position wechselt. Für einen Augenblick scheint sie im Licht golden aufzuleuchten, bevor sie wieder im grünen Blätterdach verschwindet.
02/03.05.2026
- Ein warmer Sommertag liegt über einem Kräutergarten. Der Duft von Minze und Salbei steigt in die Luft, während Bienen zwischen den Blüten umherschwirren. Auf einem einzelnen Blatt glitzert etwas im Sonnenlicht – kaum größer als ein Reiskorn.
Erst bei genauerem Hinsehen wird die Bewegung sichtbar: Eine winzige Zikade sitzt reglos da, perfekt getarnt, bis sie plötzlich mit einem schnellen Sprung die Position wechselt. Für einen Augenblick scheint sie im Licht golden aufzuleuchten, bevor sie wieder im grünen Blätterdach verschwindet.
Die Gold-Blattzikade (Eupteryx aurata) ist ein kleines, aber auffälliges Insekt aus der Familie der Blattzikaden. Sie erreicht nur wenige Millimeter Körperlänge und ist durch ihre gelblich-goldene Färbung mit feinen dunklen Zeichnungen gut zu erkennen. Ihre Flügel sind durchsichtig und zart strukturiert, während ihre kräftigen Hinterbeine speziell an das Springen angepasst sind – eine typische Eigenschaft vieler Zikadenarten.
Die Gold-Blattzikade ist vor allem auf aromatischen Pflanzen wie Minze, Salbei oder Zitronenmelisse zu finden, wo sie sich vom Pflanzensaft ernährt.
Aufnahme von Albert Meier
Die Gold-Blattzikade ist vor allem auf aromatischen Pflanzen wie Minze, Salbei oder Zitronenmelisse zu finden, wo sie sich vom Pflanzensaft ernährt.
Aufnahme von Albert Meier
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Adriatische Mauereidechse (Podarcis melisellensis)
Die Adriatische Mauereidechse (Podarcis melisellensis)
02/03.05.2026
Eine Eidechse hat ihr Versteck verlassen, klettert geschickt über die unebene Oberfläche und bleibt kurz stehen, um die Wärme aufzunehmen. Für einen Augenblick scheint sie mit der Mauer zu verschmelzen – perfekt angepasst an eine Welt aus Stein, Licht und Bewegung.
02/03.05.2026
- Die ersten Sonnenstrahlen fallen auf eine alte Steinmauer, die sich entlang eines schmalen Küstenwegs zieht. Noch ist es ruhig, nur das leise Zirpen der Insekten erfüllt die warme Morgenluft. Plötzlich huscht ein kleiner Schatten über die Steine.
Eine Eidechse hat ihr Versteck verlassen, klettert geschickt über die unebene Oberfläche und bleibt kurz stehen, um die Wärme aufzunehmen. Für einen Augenblick scheint sie mit der Mauer zu verschmelzen – perfekt angepasst an eine Welt aus Stein, Licht und Bewegung.
Die Adriatische Mauereidechse (Podarcis melisellensis) ist eine kleine, agile Reptilienart, die entlang der Adriaküste und auf zahlreichen Inseln Südosteuropas verbreitet ist. Sie besiedelt bevorzugt sonnige, strukturreiche Lebensräume wie Trockenmauern, Felsen, Küstenhänge und lichte Vegetation.
Auch in menschlich geprägten Umgebungen – etwa in Gärten, Ruinen oder alten Gebäuden – ist sie häufig anzutreffen. Ihr Körper ist schlank, mit einem langen Schwanz und gut entwickelten Gliedmaßen, die ihr ausgezeichnete Kletterfähigkeiten verleihen.
Die Färbung variiert stark: Von bräunlichen und grauen Tönen bis hin zu grünlichen Nuancen, oft kombiniert mit feinen Flecken oder Linien, die eine hervorragende Tarnung ermöglichen.
Aufnahme von Helga Zinncker
Auch in menschlich geprägten Umgebungen – etwa in Gärten, Ruinen oder alten Gebäuden – ist sie häufig anzutreffen. Ihr Körper ist schlank, mit einem langen Schwanz und gut entwickelten Gliedmaßen, die ihr ausgezeichnete Kletterfähigkeiten verleihen.
Die Färbung variiert stark: Von bräunlichen und grauen Tönen bis hin zu grünlichen Nuancen, oft kombiniert mit feinen Flecken oder Linien, die eine hervorragende Tarnung ermöglichen.
Aufnahme von Helga Zinncker
Artenschutz in Franken®
Balkan-Zornnatter (Hierophis gemonensis)
Die Balkan-Zornnatter (Hierophis gemonensis)
01/02.05.2026
Zwischen den Steinen gleitet blitzschnell ein schlanker Körper hervor, hält kurz inne, hebt den Kopf und prüft die Umgebung. Für einen Moment wirkt die Szene wie eingefroren, dann verschwindet die Schlange ebenso lautlos, wie sie gekommen ist. Für sie ist Wachsamkeit kein Instinkt unter vielen, sondern die Grundlage ihres Überlebens.
01/02.05.2026
- Die Mittagssonne brennt auf die steinige Landschaft, und die Luft flimmert über einem schmalen Pfad, der sich durch niedrige Büsche und trockenes Gras schlängelt. Ein leises Rascheln ist zu hören – kaum wahrnehmbar für ein ungeübtes Ohr.
Zwischen den Steinen gleitet blitzschnell ein schlanker Körper hervor, hält kurz inne, hebt den Kopf und prüft die Umgebung. Für einen Moment wirkt die Szene wie eingefroren, dann verschwindet die Schlange ebenso lautlos, wie sie gekommen ist. Für sie ist Wachsamkeit kein Instinkt unter vielen, sondern die Grundlage ihres Überlebens.
Die Balkan-Zornnatter (Hierophis gemonensis) ist eine ungiftige, schnelle und sehr bewegliche Schlangenart, die in weiten Teilen Südosteuropas verbreitet ist. Ihr Lebensraum umfasst vor allem trockene, warme Regionen wie steinige Hänge, Macchia, lichte Wälder und kultivierte Landschaften wie Weinberge oder Olivenhaine.
Sie kann eine Länge von bis zu etwa einem Meter erreichen, wobei ihr Körper schlank und auf Geschwindigkeit ausgelegt ist. Die Färbung variiert meist zwischen grau, oliv und braun, oft mit dunklen Flecken oder Streifen, die ihr eine gute Tarnung in ihrem natürlichen Umfeld bieten.
Trotz ihres Namens ist sie für den Menschen ungefährlich – ihr „zorniges“ Verhalten zeigt sich höchstens in Abwehrreaktionen, wenn sie sich bedroht fühlt.
Aufnahme von Helga Zinnecker
Sie kann eine Länge von bis zu etwa einem Meter erreichen, wobei ihr Körper schlank und auf Geschwindigkeit ausgelegt ist. Die Färbung variiert meist zwischen grau, oliv und braun, oft mit dunklen Flecken oder Streifen, die ihr eine gute Tarnung in ihrem natürlichen Umfeld bieten.
Trotz ihres Namens ist sie für den Menschen ungefährlich – ihr „zorniges“ Verhalten zeigt sich höchstens in Abwehrreaktionen, wenn sie sich bedroht fühlt.
Aufnahme von Helga Zinnecker
Artenschutz in Franken®
Kroatische Gebirgseidechse (Iberolacerta horvathi)
Die Kroatische Gebirgseidechse (Iberolacerta horvathi)
01/02.05.2026
Zwischen den Spalten der Felsen regt sich etwas: Eine kleine, unscheinbare Echse schiebt sich langsam ins Licht. Für einen kurzen Moment verharrt sie reglos, nimmt die Wärme auf – ein kostbarer Start in den Tag. Jeder Sonnenstrahl entscheidet über Aktivität oder Starre, über Nahrungssuche oder Rückzug. In dieser rauen, scheinbar stillen Welt beginnt ihr täglicher Kampf ums Überleben.
01/02.05.2026
- Es ist ein kühler Morgen in den felsigen Höhen Südosteuropas. Der Nebel hängt noch schwer zwischen den schroffen Kalksteinwänden, während die ersten Sonnenstrahlen vorsichtig über die Bergrücken kriechen.
Zwischen den Spalten der Felsen regt sich etwas: Eine kleine, unscheinbare Echse schiebt sich langsam ins Licht. Für einen kurzen Moment verharrt sie reglos, nimmt die Wärme auf – ein kostbarer Start in den Tag. Jeder Sonnenstrahl entscheidet über Aktivität oder Starre, über Nahrungssuche oder Rückzug. In dieser rauen, scheinbar stillen Welt beginnt ihr täglicher Kampf ums Überleben.
Die Kroatische Gebirgseidechse (Iberolacerta horvathi) ist eine spezialisierte Reptilienart, die vor allem in den gebirgigen Regionen Kroatiens, Sloweniens und angrenzender Gebiete vorkommt. Sie bevorzugt felsige Lebensräume, Geröllfelder und steile Hänge in mittleren bis höheren Lagen.
Ihr Körper ist schlank und an das Leben zwischen Steinen angepasst, mit einer Färbung, die meist aus grauen, braunen oder leicht grünlichen Tönen besteht und eine hervorragende Tarnung bietet. Charakteristisch sind feine Musterungen entlang des Rückens, die je nach Individuum variieren können.
Mit ihrer geringen Größe und ihrer Fähigkeit, sich blitzschnell in Felsspalten zurückzuziehen, entzieht sie sich geschickt Fressfeinden.
Aufnahme von Helga Zinnecker
Artenschutz in Franken®
Furchenbiene an Thymian Blüte
Furchenbiene an Thymian Blüte
01/02.05.2026
Es ist ein geschäftiges Kommen und Gehen, fast wie in einer verborgenen Stadt. Hier leben sie – die Furchenbienen der Gattungen Halictus und Lasioglossum.
01/02.05.2026
- An einem sonnigen Frühsommertag wirkt ein sandiger Weg zunächst still. Doch wer genauer hinsieht, entdeckt ein reges Treiben: Winzige Bienen schwirren dicht über dem Boden, verschwinden in kleinen Löchern und tauchen kurz darauf wieder auf.
Es ist ein geschäftiges Kommen und Gehen, fast wie in einer verborgenen Stadt. Hier leben sie – die Furchenbienen der Gattungen Halictus und Lasioglossum.
Artbeschreibung
Furchenbienen gehören zu den häufigsten Wildbienen Mitteleuropas und umfassen eine große Vielfalt an Arten. Die Gattungen Halictus und Lasioglossum unterscheiden sich in Details, teilen jedoch viele gemeinsame Merkmale: Sie sind meist klein bis mittelgroß, oft unscheinbar gefärbt und reichen von schwarz bis metallisch glänzend grün oder blau. Charakteristisch ist ihre Lebensweise im Boden. Sie graben verzweigte Nestsysteme in offene, lockere Erde. Einige Arten leben solitär, während andere einfache soziale Strukturen ausbilden – mit arbeitsteiliger Brutpflege, die als eine frühe Form sozialer Organisation gilt.
Furchenbienen sind wichtige Bestäuber und besuchen eine Vielzahl von Blütenpflanzen. Anders als spezialisierte Arten sind viele von ihnen relativ flexibel in ihrer Nahrungsauswahl, was ihnen grundsätzlich eine gewisse Anpassungsfähigkeit verleiht.
In der Aufnahme von Willibald Lang
Furchenbienen gehören zu den häufigsten Wildbienen Mitteleuropas und umfassen eine große Vielfalt an Arten. Die Gattungen Halictus und Lasioglossum unterscheiden sich in Details, teilen jedoch viele gemeinsame Merkmale: Sie sind meist klein bis mittelgroß, oft unscheinbar gefärbt und reichen von schwarz bis metallisch glänzend grün oder blau. Charakteristisch ist ihre Lebensweise im Boden. Sie graben verzweigte Nestsysteme in offene, lockere Erde. Einige Arten leben solitär, während andere einfache soziale Strukturen ausbilden – mit arbeitsteiliger Brutpflege, die als eine frühe Form sozialer Organisation gilt.
Furchenbienen sind wichtige Bestäuber und besuchen eine Vielzahl von Blütenpflanzen. Anders als spezialisierte Arten sind viele von ihnen relativ flexibel in ihrer Nahrungsauswahl, was ihnen grundsätzlich eine gewisse Anpassungsfähigkeit verleiht.
In der Aufnahme von Willibald Lang
- Rund 90 Furchenbienen der Gattungen Halictus und Lasioglossum mit einer Körperlänge von 4 - 16 mm. sind in Deutschland bekannt. Körperlänge circa 8 - 9 mm.
Artenschutz in Franken®
Fuchsrote Sandbiene (Andrena fulva)
Die Fuchsrote Sandbiene (Andrena fulva)
30.04. / 01.05. 2026
Erst kaum sichtbar, dann deutlich: Ein winziger Eingang entsteht, und kurz darauf erscheint eine auffallend fuchsrot behaarte Biene. Sie schüttelt sich, richtet ihre Flügel und startet zu ihrem ersten Flug des Jahres. Während ringsum noch viele Insekten fehlen, ist sie bereits unterwegs – zielstrebig, früh und unermüdlich: die Fuchsrote Sandbiene.
30.04. / 01.05. 2026
- Ein warmer Apriltag, die Erde ist noch kühl, doch die Sonne hat Kraft. Auf einer kleinen, offenen Stelle im Garten beginnt sich der Boden zu bewegen.
Erst kaum sichtbar, dann deutlich: Ein winziger Eingang entsteht, und kurz darauf erscheint eine auffallend fuchsrot behaarte Biene. Sie schüttelt sich, richtet ihre Flügel und startet zu ihrem ersten Flug des Jahres. Während ringsum noch viele Insekten fehlen, ist sie bereits unterwegs – zielstrebig, früh und unermüdlich: die Fuchsrote Sandbiene.
Artbeschreibung
Die Fuchsrote Sandbiene gehört zu den häufigeren Wildbienenarten in Mitteleuropa und ist besonders leicht zu erkennen. Die Weibchen tragen eine dichte, leuchtend rot-orange Behaarung auf dem Hinterleib, während Kopf und Brust dunkler gefärbt sind. Männchen hingegen wirken insgesamt schlanker und weniger auffällig behaart. Typisch für diese Art ist ihre frühe Flugzeit im Frühjahr, meist von März bis Mai. In dieser Phase ist sie vor allem auf Blüten von Obstbäumen wie Apfel oder Kirsche angewiesen, aber auch auf andere frühblühende Pflanzen.
Die Fuchsrote Sandbiene nistet im Boden. Sie gräbt ihre Brutröhren bevorzugt in offene, sandige oder lockere Erde – oft in Gärten, an Wegrändern oder auf unbefestigten Flächen.
Anders als parasitische Arten versorgt sie ihre Brut selbst mit Pollen und Nektar, die sie als Nahrungsvorrat in den Brutzellen ablegt.
Aufnahme von Klaus Sanwald
Die Fuchsrote Sandbiene gehört zu den häufigeren Wildbienenarten in Mitteleuropa und ist besonders leicht zu erkennen. Die Weibchen tragen eine dichte, leuchtend rot-orange Behaarung auf dem Hinterleib, während Kopf und Brust dunkler gefärbt sind. Männchen hingegen wirken insgesamt schlanker und weniger auffällig behaart. Typisch für diese Art ist ihre frühe Flugzeit im Frühjahr, meist von März bis Mai. In dieser Phase ist sie vor allem auf Blüten von Obstbäumen wie Apfel oder Kirsche angewiesen, aber auch auf andere frühblühende Pflanzen.
Die Fuchsrote Sandbiene nistet im Boden. Sie gräbt ihre Brutröhren bevorzugt in offene, sandige oder lockere Erde – oft in Gärten, an Wegrändern oder auf unbefestigten Flächen.
Anders als parasitische Arten versorgt sie ihre Brut selbst mit Pollen und Nektar, die sie als Nahrungsvorrat in den Brutzellen ablegt.
Aufnahme von Klaus Sanwald
Artenschutz in Franken®
Riesen-Blutbiene / Dunkelflügelige Buckelbiene (Sphecodes albilabris)
Die Dunkelflügelige Buckelbiene
30.04. / 01.05. 2026
Ihr Weg ist kein gewöhnlicher: Sie sucht nicht nach Nektar, sondern nach den Nestern fremder Bienen. Für einen kurzen Moment wirkt sie wie eine Schattenfigur im geschäftigen Treiben der Wildbienen. Dann verschwindet sie lautlos im Boden – eine Meisterin des Verborgenen, die Riesen-Blutbiene.
30.04. / 01.05. 2026
- Als die ersten warmen Sonnenstrahlen des Frühlings den sandigen Hang berühren, kriecht eine kleine, dunkel glänzende Biene aus ihrem Versteck. Sie hält inne, als würde sie die Luft prüfen – nicht auf Blüten, sondern auf Spuren anderer.
Ihr Weg ist kein gewöhnlicher: Sie sucht nicht nach Nektar, sondern nach den Nestern fremder Bienen. Für einen kurzen Moment wirkt sie wie eine Schattenfigur im geschäftigen Treiben der Wildbienen. Dann verschwindet sie lautlos im Boden – eine Meisterin des Verborgenen, die Riesen-Blutbiene.
Artbeschreibung
Die Dunkelflügelige Buckelbiene gehört zur Familie der Halictidae und ist eine der größten Vertreterinnen ihrer Gattung. Auffällig ist ihr kräftiger Körperbau mit einem glänzend roten Hinterleib und dunklen, fast schwarz schimmernden Flügeln. Anders als viele andere Wildbienen sammelt sie keinen Pollen – denn sie ist eine sogenannte Kuckucksbiene.
Das bedeutet: Die Weibchen legen ihre Eier in die Nester anderer Bienenarten, meist von Furchenbienen. Die Larven der Riesen-Blutbiene ernähren sich anschließend von den Vorräten und oft auch von den Nachkommen ihrer Wirtsarten.
Dieses Verhalten macht sie zu einem wichtigen Bestandteil des ökologischen Gleichgewichts, da sie indirekt die Populationen anderer Arten reguliert.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Die Dunkelflügelige Buckelbiene gehört zur Familie der Halictidae und ist eine der größten Vertreterinnen ihrer Gattung. Auffällig ist ihr kräftiger Körperbau mit einem glänzend roten Hinterleib und dunklen, fast schwarz schimmernden Flügeln. Anders als viele andere Wildbienen sammelt sie keinen Pollen – denn sie ist eine sogenannte Kuckucksbiene.
Das bedeutet: Die Weibchen legen ihre Eier in die Nester anderer Bienenarten, meist von Furchenbienen. Die Larven der Riesen-Blutbiene ernähren sich anschließend von den Vorräten und oft auch von den Nachkommen ihrer Wirtsarten.
Dieses Verhalten macht sie zu einem wichtigen Bestandteil des ökologischen Gleichgewichts, da sie indirekt die Populationen anderer Arten reguliert.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Artenschutz in Franken®
Essigbaum (Rhus typhina)
Der Essigbaum (Rhus typhina)
30.04. / 01.05. 2026
Im Jahresverlauf bietet der Essigbaum einen besonderen Anblick: Im Sommer trägt er dichte, kolbenförmige Fruchtstände, die an Hirschgeweihe erinnern und ihm seinen deutschen Namen verleihen. Im Herbst färben sich die Blätter intensiv in Gelb-, Orange- und Rottönen, was ihn zu einer beliebten Zierpflanze macht.
30.04. / 01.05. 2026
- Der Essigbaum (Rhus typhina), auch Hirschkolbensumach genannt, ist ein auffälliger Zierstrauch, der ursprünglich aus Nordamerika stammt. Aufgrund seiner attraktiven Erscheinung – mit großen, gefiederten Blättern, samtigen Trieben und leuchtend roten Fruchtständen – wurde er in Europa vielfach in Gärten und Parks gepflanzt.
Im Jahresverlauf bietet der Essigbaum einen besonderen Anblick: Im Sommer trägt er dichte, kolbenförmige Fruchtstände, die an Hirschgeweihe erinnern und ihm seinen deutschen Namen verleihen. Im Herbst färben sich die Blätter intensiv in Gelb-, Orange- und Rottönen, was ihn zu einer beliebten Zierpflanze macht.
Aus naturschutzfachlicher Sicht ist der Essigbaum jedoch differenziert zu betrachten. Er neigt dazu, sich stark über Wurzelausläufer auszubreiten und kann so dichte Bestände bilden. In sensiblen Lebensräumen kann er heimische Pflanzen verdrängen und die natürliche Vegetation verändern. Besonders auf trockenen, nährstoffarmen Standorten kann er sich rasch etablieren und schwer kontrollierbar werden.
Für die Tierwelt hat der Essigbaum nur eine begrenzte ökologische Bedeutung. Während einige Insekten und Vögel seine Früchte oder Strukturen nutzen, ersetzt er nicht die Funktion heimischer Gehölze, die oft besser an die Bedürfnisse der lokalen Arten angepasst sind.
Im Umgang mit dem Essigbaum wird daher empfohlen, seine Ausbreitung aufmerksam zu beobachten und ihn in naturnahen Flächen möglichst nicht neu anzupflanzen. Bereits vorhandene Bestände sollten – je nach Standort und Zielsetzung des Naturschutzes – kontrolliert oder schrittweise zurückgedrängt werden.
Insgesamt zeigt der Essigbaum exemplarisch, wie wichtig ein bewusster Umgang mit nicht heimischen Pflanzenarten ist, um die Vielfalt und Stabilität unserer heimischen Ökosysteme zu erhalten.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Für die Tierwelt hat der Essigbaum nur eine begrenzte ökologische Bedeutung. Während einige Insekten und Vögel seine Früchte oder Strukturen nutzen, ersetzt er nicht die Funktion heimischer Gehölze, die oft besser an die Bedürfnisse der lokalen Arten angepasst sind.
Im Umgang mit dem Essigbaum wird daher empfohlen, seine Ausbreitung aufmerksam zu beobachten und ihn in naturnahen Flächen möglichst nicht neu anzupflanzen. Bereits vorhandene Bestände sollten – je nach Standort und Zielsetzung des Naturschutzes – kontrolliert oder schrittweise zurückgedrängt werden.
Insgesamt zeigt der Essigbaum exemplarisch, wie wichtig ein bewusster Umgang mit nicht heimischen Pflanzenarten ist, um die Vielfalt und Stabilität unserer heimischen Ökosysteme zu erhalten.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris)
Wenn der Frühling erwacht…
29/30.04.2026
Noch wirkt die Landschaft karg, doch sie macht sich bereits auf die Suche nach Nahrung und einem geeigneten Platz für ihr Nest. Mit brummendem Flug erkundet sie Wiesen, Gärten und Waldränder – immer auf der Suche nach den ersten Blüten. Jeder gefundene Nektartropfen gibt ihr Kraft für den Aufbau eines neuen Volkes, das den Sommer über bestehen soll.
29/30.04.2026
- An einem milden Frühlingstag, wenn die ersten Sonnenstrahlen den Boden erwärmen, kriecht eine kleine Hummelkönigin aus ihrem Winterquartier. Es ist eine Dunkle Erdhummel.
Noch wirkt die Landschaft karg, doch sie macht sich bereits auf die Suche nach Nahrung und einem geeigneten Platz für ihr Nest. Mit brummendem Flug erkundet sie Wiesen, Gärten und Waldränder – immer auf der Suche nach den ersten Blüten. Jeder gefundene Nektartropfen gibt ihr Kraft für den Aufbau eines neuen Volkes, das den Sommer über bestehen soll.
Artbeschreibung
Die Dunkle Erdhummel gehört zu den häufigsten Hummelarten in Europa. Sie ist leicht an ihrem schwarzen Körper mit zwei gelben Querbinden und dem weißen Hinterleib zu erkennen. Als staatenbildendes Insekt lebt sie in Völkern, die von einer Königin gegründet werden. Häufig nutzt sie unterirdische Hohlräume, etwa verlassene Mäusenester, als Nistplatz.
Diese Hummelart spielt eine zentrale Rolle in der Bestäubung zahlreicher Wild- und Kulturpflanzen. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit ist sie nicht nur in natürlichen Lebensräumen, sondern auch in landwirtschaftlich geprägten Gebieten und sogar in Städten anzutreffen. Ihre Flugzeit erstreckt sich von den ersten warmen Tagen im Frühjahr bis in den späten Herbst.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
Die Dunkle Erdhummel gehört zu den häufigsten Hummelarten in Europa. Sie ist leicht an ihrem schwarzen Körper mit zwei gelben Querbinden und dem weißen Hinterleib zu erkennen. Als staatenbildendes Insekt lebt sie in Völkern, die von einer Königin gegründet werden. Häufig nutzt sie unterirdische Hohlräume, etwa verlassene Mäusenester, als Nistplatz.
Diese Hummelart spielt eine zentrale Rolle in der Bestäubung zahlreicher Wild- und Kulturpflanzen. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit ist sie nicht nur in natürlichen Lebensräumen, sondern auch in landwirtschaftlich geprägten Gebieten und sogar in Städten anzutreffen. Ihre Flugzeit erstreckt sich von den ersten warmen Tagen im Frühjahr bis in den späten Herbst.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Königin der Dunklen Erdhummel bei der Nahrungsaufnahme
Artenschutz in Franken®
Angenommen:Turmfalke – vom Gebäudebrüter zum Baumbrüter
Turmfalke – vom Gebäudebrüter zum Baumbrüter
29/30.04.2026
Im Rahmen unseres Monitorings beschäftigen wir uns daher mit der Frage, inwieweit der Turmfalke auf alternative Niststandorte ausweichen kann. Ausgangspunkt des Projekts war die Entnahme von Nisthilfen an bestehenden Gebäuden. Um den Verlust dieser Brutplätze auszugleichen, wurden in unmittelbarer Nähe geeignete, hohe Bäume ausgewählt und mit neuen Nisthilfen ausgestattet.
29/30.04.2026
- Der Turmfalke zählt zu den bekanntesten Greifvögeln unserer Kulturlandschaft. Traditionell nutzt er vor allem Nischen und Nistmöglichkeiten an Gebäuden als Brutplätze. Veränderungen an Bauwerken, insbesondere Sanierungen und Rückbauten, führen jedoch zunehmend dazu, dass solche Brutplätze verloren gehen.
Im Rahmen unseres Monitorings beschäftigen wir uns daher mit der Frage, inwieweit der Turmfalke auf alternative Niststandorte ausweichen kann. Ausgangspunkt des Projekts war die Entnahme von Nisthilfen an bestehenden Gebäuden. Um den Verlust dieser Brutplätze auszugleichen, wurden in unmittelbarer Nähe geeignete, hohe Bäume ausgewählt und mit neuen Nisthilfen ausgestattet.
Dabei kamen zwei unterschiedliche Ansätze zum Einsatz: Einerseits wurden Nistkästen verwendet, die in Bauweise und Form den zuvor an den Gebäuden genutzten Modellen entsprechen. Andererseits wurden alternative Nisthilfen mit abweichender Konstruktion in den Bäumen angebracht.
Die bisherigen Beobachtungen zeigen ein klares Bild: Die Nisthilfen, die dem ursprünglich an Gebäuden verwendeten Typ entsprechen, werden von den Turmfalken gut angenommen – auch in der neuen Umgebung im Baum. Die alternativen Bauformen hingegen bleiben bislang unbesetzt.
Diese Ergebnisse liefern wichtige Hinweise für zukünftige Ausgleichsmaßnahmen im Artenschutz. Sie verdeutlichen, dass nicht nur der Standort, sondern auch die konkrete Gestaltung der Nisthilfe eine entscheidende Rolle für die Akzeptanz durch die Tiere spielt. Unser Monitoring wird fortgesetzt, um die langfristige Entwicklung und mögliche Veränderungen im Nutzungsverhalten der Turmfalken weiter zu dokumentieren.
In der Aufnahme
Die bisherigen Beobachtungen zeigen ein klares Bild: Die Nisthilfen, die dem ursprünglich an Gebäuden verwendeten Typ entsprechen, werden von den Turmfalken gut angenommen – auch in der neuen Umgebung im Baum. Die alternativen Bauformen hingegen bleiben bislang unbesetzt.
Diese Ergebnisse liefern wichtige Hinweise für zukünftige Ausgleichsmaßnahmen im Artenschutz. Sie verdeutlichen, dass nicht nur der Standort, sondern auch die konkrete Gestaltung der Nisthilfe eine entscheidende Rolle für die Akzeptanz durch die Tiere spielt. Unser Monitoring wird fortgesetzt, um die langfristige Entwicklung und mögliche Veränderungen im Nutzungsverhalten der Turmfalken weiter zu dokumentieren.
In der Aufnahme
- Turmfalkenweibchen an der im Januar 2026 neu installierten Nisthilfe
Artenschutz in Franken®
Spitzwegerich (Plantago lanceolata)
Der Spitzwegerich (Plantago lanceolata)
29/30.04.2026
Unbeeindruckt von Tritten, Wind und Wetter hat sie sich ihren Platz bewahrt. Ein Kind bleibt stehen, streicht mit den Fingern über die schmalen Blätter und staunt über ihre Festigkeit. Was hier so selbstverständlich erscheint, ist ein stiller Überlebenskünstler: der Spitzwegerich.
29/30.04.2026
- An einem schmalen Wiesenweg, dort wo sich die Spuren von Mensch und Tier kreuzen, wächst seit Jahren eine unscheinbare Pflanze.
Unbeeindruckt von Tritten, Wind und Wetter hat sie sich ihren Platz bewahrt. Ein Kind bleibt stehen, streicht mit den Fingern über die schmalen Blätter und staunt über ihre Festigkeit. Was hier so selbstverständlich erscheint, ist ein stiller Überlebenskünstler: der Spitzwegerich.
Der Spitzwegerich ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die in einer grundständigen Blattrosette wächst. Seine schmalen, lanzettlichen Blätter sind durch auffällige, parallel verlaufende Blattnerven gekennzeichnet, die ihm Stabilität verleihen. Die Blüten stehen in dichten, walzenförmigen Ähren auf langen, blattlosen Stängeln.
Die unscheinbaren Blüten werden vor allem durch den Wind bestäubt, was ihn unabhängig von bestimmten Insekten macht. Als typischer Vertreter von Wiesen, Weiden und Wegrändern ist der Spitzwegerich hervorragend an regelmäßige Störungen wie Mahd oder Beweidung angepasst.
Er gilt als trittfest und regenerationsfähig und spielt eine wichtige Rolle als Futterpflanze sowie als Bestandteil artenreicher Grünlandgesellschaften.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die unscheinbaren Blüten werden vor allem durch den Wind bestäubt, was ihn unabhängig von bestimmten Insekten macht. Als typischer Vertreter von Wiesen, Weiden und Wegrändern ist der Spitzwegerich hervorragend an regelmäßige Störungen wie Mahd oder Beweidung angepasst.
Er gilt als trittfest und regenerationsfähig und spielt eine wichtige Rolle als Futterpflanze sowie als Bestandteil artenreicher Grünlandgesellschaften.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Neue (Über) - Lebensräume für Wasseramsel und Gebirgsstelze
Neue (Über) - Lebensräume für Wasseramsel und Gebirgsstelze
28/29.04.2026
Warum Wasseramsel und Gebirgsstelze Schutz brauchen
Die Wasseramsel ist als tauchender Singvogel einzigartig: Sie sucht ihre Nahrung unter Wasser und ist damit auf saubere, sauerstoffreiche Bäche angewiesen. Die Gebirgsstelze wiederum nutzt strukturreiche Uferbereiche, Steilufer und kleine Flussinseln als Brutplatz. Veränderungen durch Uferverbau, Gewässerverunreinigung oder den Rückgang naturnaher Bachabschnitte wirken sich auf beide Arten zunehmend negativ aus.
28/29.04.2026
- Mit großer Freude möchten wir ein ein kooperativ geführtes, neues Artenschutzprojekt vorstellen, das sich dem Erhalt zweier charakteristischer Bachbewohner widmet: der Wasseramsel (Cinclus cinclus) und der Gebirgsstelze (Motacilla cinerea). Beide Arten sind eng mit naturnahen, klaren Fließgewässern verbunden – Lebensräume, die in vielen Regionen Deutschlands zunehmend unter Druck geraten.
Warum Wasseramsel und Gebirgsstelze Schutz brauchen
Die Wasseramsel ist als tauchender Singvogel einzigartig: Sie sucht ihre Nahrung unter Wasser und ist damit auf saubere, sauerstoffreiche Bäche angewiesen. Die Gebirgsstelze wiederum nutzt strukturreiche Uferbereiche, Steilufer und kleine Flussinseln als Brutplatz. Veränderungen durch Uferverbau, Gewässerverunreinigung oder den Rückgang naturnaher Bachabschnitte wirken sich auf beide Arten zunehmend negativ aus.
Im Rahmen unserer kontinuierlichen Naturschutzarbeit konnten wir in der Woche vom 20 bis 24.04.2026 einen weiteren wichtigen Beitrag zur Förderung der heimischen Artenvielfalt leisten. Entlang ausgewählter Bachläufe wurden neuartige Nisthilfen für Wasseramsel und Gebirgsstelze erfolgreich montiert. Diese speziell entwickelten Konstruktionen bieten den beiden charakteristischen Vogelarten geeignete Brutplätze in strukturarmen oder durch menschliche Eingriffe veränderten Gewässerabschnitten.
Die Platzierung der Nisthilfen erfolgte gezielt in naturnahen Bereichen mit ausreichendem Nahrungsangebot. Da die Installation erst kürzlich abgeschlossen wurde, können derzeit noch keine belastbaren Aussagen zur Annahme durch die Zielarten getroffen werden. Die Nisthilfen befinden sich aktuell im Monitoring, um ihre Nutzung sowie mögliche Optimierungspotenziale systematisch zu erfassen.
Ergänzend dazu haben wir auf unseren Flächen zahlreiche speziell konzipierte Fledermaus-Spaltenquartiere angebracht. Diese Quartiere schaffen zusätzliche Rückzugs- und Ruheorte für verschiedene Fledermausarten, insbesondere in Bereichen mit begrenztem Angebot an natürlichen Verstecken. Durch diese Maßnahmen erweitern wir gezielt die Lebensraummöglichkeiten und fördern aktiv die Biodiversität in unseren Projektgebieten.
Ein weiterer zentraler Bestandteil unseres Ansatzes ist die bewusste Unterstützung kleinbäuerlicher Strukturen. Auf unseren Flächen wird extensive Beweidung mit Rindern eingesetzt. Diese Form der Nutzung trägt wesentlich zur Offenhaltung der Landschaft bei, schafft vielfältige Habitatstrukturen und begünstigt eine artenreiche Flora und Fauna. Die Kombination aus traditionellen Bewirtschaftungsformen und gezielten Artenschutzmaßnahmen ermöglicht es, nachhaltige Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zu entwickeln und langfristig zu sichern.
In der Aufnahme
Die Platzierung der Nisthilfen erfolgte gezielt in naturnahen Bereichen mit ausreichendem Nahrungsangebot. Da die Installation erst kürzlich abgeschlossen wurde, können derzeit noch keine belastbaren Aussagen zur Annahme durch die Zielarten getroffen werden. Die Nisthilfen befinden sich aktuell im Monitoring, um ihre Nutzung sowie mögliche Optimierungspotenziale systematisch zu erfassen.
Ergänzend dazu haben wir auf unseren Flächen zahlreiche speziell konzipierte Fledermaus-Spaltenquartiere angebracht. Diese Quartiere schaffen zusätzliche Rückzugs- und Ruheorte für verschiedene Fledermausarten, insbesondere in Bereichen mit begrenztem Angebot an natürlichen Verstecken. Durch diese Maßnahmen erweitern wir gezielt die Lebensraummöglichkeiten und fördern aktiv die Biodiversität in unseren Projektgebieten.
Ein weiterer zentraler Bestandteil unseres Ansatzes ist die bewusste Unterstützung kleinbäuerlicher Strukturen. Auf unseren Flächen wird extensive Beweidung mit Rindern eingesetzt. Diese Form der Nutzung trägt wesentlich zur Offenhaltung der Landschaft bei, schafft vielfältige Habitatstrukturen und begünstigt eine artenreiche Flora und Fauna. Die Kombination aus traditionellen Bewirtschaftungsformen und gezielten Artenschutzmaßnahmen ermöglicht es, nachhaltige Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zu entwickeln und langfristig zu sichern.
In der Aufnahme
- Montage einer Nisthilfe für die Wasseramsel direkt über dem Bachlauf
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Sternhyazinthen (Gattung Chionodoxa)
Die Sternhyazinthen (Gattung Chionodoxa)
28/29.04.2026
Typisch für Sternhyazinthen sind ihre sternförmigen Blüten, die meist in Blau-, Violett- oder Weißtönen erscheinen und oft eine helle, kontrastreiche Mitte aufweisen. Die Pflanzen bleiben vergleichsweise niedrig und eignen sich gut zur Verwilderung in Rasenflächen oder unter lichten Gehölzbeständen. Dort können sie mit der Zeit dichte Blütenteppiche bilden.
28/29.04.2026
- Sternhyazinthen (Gattung Chionodoxa) sind zierliche, frühblühende Zwiebelpflanzen, die ursprünglich aus den Gebirgsregionen Kleinasiens stammen. Sie gehören zu den ersten Blütenpflanzen des Jahres und erscheinen oft schon kurz nach der Schneeschmelze. Aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit und ihrer frühen Blütezeit werden sie häufig in Gärten, Parks und naturnahen Grünflächen verwendet.
Typisch für Sternhyazinthen sind ihre sternförmigen Blüten, die meist in Blau-, Violett- oder Weißtönen erscheinen und oft eine helle, kontrastreiche Mitte aufweisen. Die Pflanzen bleiben vergleichsweise niedrig und eignen sich gut zur Verwilderung in Rasenflächen oder unter lichten Gehölzbeständen. Dort können sie mit der Zeit dichte Blütenteppiche bilden.
Ökologisch sind Sternhyazinthen vor allem als frühe Nahrungsquelle für Insekten von Bedeutung. Insbesondere Wildbienen und andere bestäubende Insekten profitieren von ihrem Nektar- und Pollenangebot zu einer Jahreszeit, in der das Blütenangebot noch begrenzt ist. Dennoch ist ihr Nutzen im Vergleich zu heimischen Frühblühern differenziert zu betrachten, da sie nicht ursprünglich in mitteleuropäischen Ökosystemen vorkommen.
Im naturschutzfachlichen Kontext empfiehlt es sich, Sternhyazinthen gezielt und maßvoll einzusetzen. Sie können eine sinnvolle Ergänzung in gestalteten, naturnahen Flächen sein, sollten jedoch nicht an die Stelle heimischer Arten treten. Eine Kombination mit regionaltypischen Frühblühern fördert die Biodiversität und unterstützt spezialisierte Insektenarten besser.
Darüber hinaus eignen sich Sternhyazinthen gut für Umweltbildungszwecke. Durch ihre auffällige frühe Blüte können sie helfen, Aufmerksamkeit für die Bedeutung von Frühblühern und die saisonalen Abläufe in der Natur zu schaffen.
Insgesamt sind Sternhyazinthen pflegeleichte und attraktive Frühblüher, deren Einsatz im Naturschutz vor allem als ergänzendes Gestaltungselement sinnvoll ist, wenn ökologische Aspekte angemessen berücksichtigt werden.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Im naturschutzfachlichen Kontext empfiehlt es sich, Sternhyazinthen gezielt und maßvoll einzusetzen. Sie können eine sinnvolle Ergänzung in gestalteten, naturnahen Flächen sein, sollten jedoch nicht an die Stelle heimischer Arten treten. Eine Kombination mit regionaltypischen Frühblühern fördert die Biodiversität und unterstützt spezialisierte Insektenarten besser.
Darüber hinaus eignen sich Sternhyazinthen gut für Umweltbildungszwecke. Durch ihre auffällige frühe Blüte können sie helfen, Aufmerksamkeit für die Bedeutung von Frühblühern und die saisonalen Abläufe in der Natur zu schaffen.
Insgesamt sind Sternhyazinthen pflegeleichte und attraktive Frühblüher, deren Einsatz im Naturschutz vor allem als ergänzendes Gestaltungselement sinnvoll ist, wenn ökologische Aspekte angemessen berücksichtigt werden.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Gartenhyazinthe (Hyacinthus orientalis)
Die Gartenhyazinthe (Hyacinthus orientalis)
28/29.04.2026
Charakteristisch für die Gartenhyazinthe sind ihre dichten, traubenförmigen Blüten, die in zahlreichen Farbvarianten von Blau über Rosa bis hin zu Weiß und Gelb vorkommen. Ihre Blütezeit liegt im Frühjahr, meist zwischen März und April. In dieser Zeit bietet sie frühen Bestäubern wie Wildbienen und anderen Insekten eine zusätzliche Nahrungsquelle, wenngleich ihr ökologischer Wert im Vergleich zu heimischen Wildpflanzen eher begrenzt ist.
28/29.04.2026
- Die Gartenhyazinthe (Hyacinthus orientalis) ist eine bekannte Zierpflanze, die vor allem durch ihre auffälligen, stark duftenden Blütenstände geschätzt wird. Ursprünglich stammt sie aus dem östlichen Mittelmeerraum und Teilen Vorderasiens. In Mitteleuropa ist sie überwiegend als Kulturpflanze in Gärten, Parks und gelegentlich auch in verwilderter Form anzutreffen.
Charakteristisch für die Gartenhyazinthe sind ihre dichten, traubenförmigen Blüten, die in zahlreichen Farbvarianten von Blau über Rosa bis hin zu Weiß und Gelb vorkommen. Ihre Blütezeit liegt im Frühjahr, meist zwischen März und April. In dieser Zeit bietet sie frühen Bestäubern wie Wildbienen und anderen Insekten eine zusätzliche Nahrungsquelle, wenngleich ihr ökologischer Wert im Vergleich zu heimischen Wildpflanzen eher begrenzt ist.
Aus naturschutzfachlicher Sicht ist bei der Verwendung von Hyacinthus orientalis Zurückhaltung geboten. Viele der im Handel erhältlichen Sorten sind stark züchterisch verändert und auf optische Eigenschaften wie Blütengröße und Farbintensität optimiert. Diese Zuchtformen produzieren teilweise weniger Nektar oder sind für spezialisierte Insekten weniger gut zugänglich. Daher sollten sie in naturnahen Pflanzkonzepten nicht im Vordergrund stehen.
Für eine ökologisch wertvolle Gestaltung von Flächen empfiehlt es sich, die Gartenhyazinthe lediglich ergänzend einzusetzen und den Schwerpunkt auf heimische Frühblüher zu legen. Arten wie Wildtulpen, Krokusse oder heimische Zwiebelpflanzen bieten häufig eine bessere Nahrungsgrundlage für die lokale Insektenwelt und fügen sich harmonischer in bestehende Ökosysteme ein.
Dennoch kann Hyacinthus orientalis im Rahmen von Umweltbildungsprojekten eine Rolle spielen. Aufgrund ihrer auffälligen Erscheinung eignet sie sich gut, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und Besucherinnen und Besucher für die Bedeutung von Frühblühern und den Schutz von Bestäubern zu sensibilisieren.
Insgesamt ist die Gartenhyazinthe eine dekorative Ergänzung, deren Einsatz im Naturschutzkontext bewusst und maßvoll erfolgen sollte, um ökologische Ziele nicht zu beeinträchtigen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Für eine ökologisch wertvolle Gestaltung von Flächen empfiehlt es sich, die Gartenhyazinthe lediglich ergänzend einzusetzen und den Schwerpunkt auf heimische Frühblüher zu legen. Arten wie Wildtulpen, Krokusse oder heimische Zwiebelpflanzen bieten häufig eine bessere Nahrungsgrundlage für die lokale Insektenwelt und fügen sich harmonischer in bestehende Ökosysteme ein.
Dennoch kann Hyacinthus orientalis im Rahmen von Umweltbildungsprojekten eine Rolle spielen. Aufgrund ihrer auffälligen Erscheinung eignet sie sich gut, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und Besucherinnen und Besucher für die Bedeutung von Frühblühern und den Schutz von Bestäubern zu sensibilisieren.
Insgesamt ist die Gartenhyazinthe eine dekorative Ergänzung, deren Einsatz im Naturschutzkontext bewusst und maßvoll erfolgen sollte, um ökologische Ziele nicht zu beeinträchtigen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Schlafmohn (Papaver somniferum)
Der stille Wächter am Feldrand
26/27.04.2026
In den frühen Morgenstunden summten hier Insekten, während sich Tautropfen auf ihren Blättern sammelten. Doch Jahr für Jahr wurde der Raum um sie herum homogener: Strukturen verschwanden, der Boden wurde intensiver genutzt, und die Begleitflora wich zunehmend einer einheitlichen Nutzung. Die Pflanze – ein Exemplar des Schlafmohns – blieb, scheinbar unbeachtet, als stiller Zeuge dieser Veränderung zurück.
26/27.04.2026
- An einem warmen Frühsommertag steht am Rand eines abgelegenen Ackers eine einzelne Pflanze, deren zarte Blütenblätter im Wind vibrieren. Einst war sie Teil eines vielfältigen Mosaiks aus Wildkräutern, Gräsern und blühenden Säumen.
In den frühen Morgenstunden summten hier Insekten, während sich Tautropfen auf ihren Blättern sammelten. Doch Jahr für Jahr wurde der Raum um sie herum homogener: Strukturen verschwanden, der Boden wurde intensiver genutzt, und die Begleitflora wich zunehmend einer einheitlichen Nutzung. Die Pflanze – ein Exemplar des Schlafmohns – blieb, scheinbar unbeachtet, als stiller Zeuge dieser Veränderung zurück.
Artbeschreibung
Der Schlafmohn ist eine einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Charakteristisch sind seine aufrechten, meist unverzweigten Stängel, die eine Wuchshöhe von etwa 30 bis 150 cm erreichen können. Die Blätter sind wechselständig angeordnet, blaugrün gefärbt und oft leicht gewellt oder gezähnt.
Besonders auffällig sind die großen, meist vierzähligen Blüten, deren Farbpalette von weiß über rosa bis hin zu violett reicht, häufig mit dunkleren Flecken an der Basis. Nach der Blüte bildet sich eine kugelige bis eiförmige Kapsel, die zahlreiche kleine Samen enthält.
Ursprünglich vermutlich im östlichen Mittelmeerraum beheimatet, wird der Schlafmohn seit Jahrtausenden kultiviert. Neben seiner Nutzung als Zier- und Kulturpflanze besitzt er auch eine lange Geschichte als Nutzpflanze, wobei Inhaltsstoffe der Pflanze pharmakologisch wirksam sind. In naturnahen Kontexten tritt er gelegentlich verwildert auf, insbesondere in offenen, gestörten Böden wie Ackerflächen oder Ruderalstandorten.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
Zwischen Nutzfläche und Wildnis – die Acker-Kratzdistel
27/28.04.2026
Die Acker-Kratzdistel wird häufig als „Unkraut“ betrachtet und bekämpft – und doch ist sie ein bedeutender Bestandteil unserer Kulturlandschaft. Ihr Vorkommen erzählt viel über Standortbedingungen, Nutzung und den Umgang mit biologischer Vielfalt.
27/28.04.2026
- Auf vielen landwirtschaftlichen Flächen fällt sie sofort ins Auge: hoch aufragend, mit kräftigem Wuchs und auffälligen, violettfarbenen Blütenköpfen.
Die Acker-Kratzdistel wird häufig als „Unkraut“ betrachtet und bekämpft – und doch ist sie ein bedeutender Bestandteil unserer Kulturlandschaft. Ihr Vorkommen erzählt viel über Standortbedingungen, Nutzung und den Umgang mit biologischer Vielfalt.
Artbeschreibung
Die Acker-Kratzdistel ist eine ausdauernde, krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie erreicht Wuchshöhen von etwa 50 bis 150 cm und besitzt einen aufrechten, verzweigten Stängel. Charakteristisch sind die tief eingeschnittenen, dornig gezähnten Blätter, die der Pflanze ihren Namen verleihen.
Die Blüten erscheinen meist zwischen Juni und September und sind in körbchenförmigen Blütenständen angeordnet. Ihre Farbe variiert von rosa bis purpur. Die Acker-Kratzdistel ist zweihäusig, das heißt, es gibt getrennte männliche und weibliche Pflanzen.
Nach der Bestäubung entwickeln sich Samen mit einem feinen Haarkranz (Pappus), der eine weite Verbreitung durch den Wind ermöglicht.
Besonders bemerkenswert ist ihr weitreichendes Wurzelsystem: Unterirdische Ausläufer können sich über mehrere Meter ausdehnen und ermöglichen der Pflanze eine effektive vegetative Vermehrung. Dadurch kann sie schnell größere Flächen besiedeln.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Acker-Kratzdistel ist eine ausdauernde, krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie erreicht Wuchshöhen von etwa 50 bis 150 cm und besitzt einen aufrechten, verzweigten Stängel. Charakteristisch sind die tief eingeschnittenen, dornig gezähnten Blätter, die der Pflanze ihren Namen verleihen.
Die Blüten erscheinen meist zwischen Juni und September und sind in körbchenförmigen Blütenständen angeordnet. Ihre Farbe variiert von rosa bis purpur. Die Acker-Kratzdistel ist zweihäusig, das heißt, es gibt getrennte männliche und weibliche Pflanzen.
Nach der Bestäubung entwickeln sich Samen mit einem feinen Haarkranz (Pappus), der eine weite Verbreitung durch den Wind ermöglicht.
Besonders bemerkenswert ist ihr weitreichendes Wurzelsystem: Unterirdische Ausläufer können sich über mehrere Meter ausdehnen und ermöglichen der Pflanze eine effektive vegetative Vermehrung. Dadurch kann sie schnell größere Flächen besiedeln.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Systematische Zerstörung einer waldrandbegleitenden Hecken Struktur
Dokumentierte Eingriffe in eine waldrandbegleitende Heckenstruktur auf kommunalem Grund – Naturschutzfachliche und artenschutzrechtliche Bewertung
26/27.04.2026
Bei der betroffenen Struktur handelt es sich um ein linienförmiges Landschaftselement mit hoher ökologischer Funktionalität als Vernetzungsbiotop, Pufferzone sowie Lebens-, Rückzugs- und Reproduktionsraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten.
26/27.04.2026
- Im Rahmen einer langjährigen, kontinuierlichen Beobachtung wurde eine fortschreitende und systematische Beeinträchtigung einer waldrandbegleitenden Heckenstruktur festgestellt und umfassend dokumentiert.
Bei der betroffenen Struktur handelt es sich um ein linienförmiges Landschaftselement mit hoher ökologischer Funktionalität als Vernetzungsbiotop, Pufferzone sowie Lebens-, Rückzugs- und Reproduktionsraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten.
Die Eingriffe umfassen wiederkehrende mechanische Maßnahmen, insbesondere Rückschnitt, Mulchung sowie abschnittsweise vollständige Entfernung von Gehölzen. Nach derzeitigem Kenntnisstand erfolgen diese Handlungen durch einen landwirtschaftlichen Flächenbewirtschafter sowie unter Beteiligung, Duldung oder unzureichender Kontrolle der für angrenzende Forstbereiche zuständigen Verantwortungsträger. Hervorzuheben ist, dass die betroffenen Flächen zumindest anteilig im Eigentum der Kommune stehen, wodurch öffentlich-rechtliche Schutz- und Sorgfaltspflichten in besonderem Maße berührt sind.
Die dokumentierten Veränderungen wurden über mehrere Jahre hinweg fotografisch und zeitlich nachvollziehbar erfasst. Die vorliegenden Bildnachweise belegen eine sukzessive strukturelle Degradation der Heckenstruktur bis hin zu deren abschnittsweiser vollständiger Beseitigung. Darüber hinaus zeigen die Dokumentationen wiederholt direkte Eingriffe in Habitatstrukturen während sensibler Zeiträume sowie konkrete Hinweise auf die Tötung, Verletzung oder Störung von Individuen besonders oder streng geschützter Tierarten.
Vor diesem Hintergrund ist eine rechtliche Einordnung insbesondere im Lichte der einschlägigen naturschutzrechtlichen Bestimmungen geboten. Hecken und vergleichbare lineare Gehölzstrukturen gelten gemäß § 30 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) in Verbindung mit den entsprechenden landesrechtlichen Regelungen als gesetzlich geschützte Biotope oder unterliegen zumindest einem besonderen Schutzregime. Darüber hinaus greifen die Vorschriften des besonderen Artenschutzes nach §§ 44 ff. BNatSchG. Demnach ist es unter anderem verboten, wild lebende Tiere der besonders geschützten Arten zu töten, zu verletzen oder ihre Fortpflanzungs- und Ruhestätten zu beschädigen oder zu zerstören.
Ferner ist gemäß § 39 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 BNatSchG das Abschneiden, Auf-den-Stock-setzen oder Beseitigen von Hecken, Gebüschen und anderen Gehölzen im Zeitraum vom 1. März bis zum 30. September grundsätzlich unzulässig, sofern keine gesetzlich geregelten Ausnahmen greifen. Die vorliegenden Dokumentationen deuten darauf hin, dass Eingriffe wiederholt innerhalb dieser Schutzzeiträume erfolgt sein könnten.
Sollten sich die dokumentierten Sachverhalte bestätigen, könnten die beschriebenen Handlungen sowohl ordnungswidrigkeitenrechtliche als auch strafrechtliche Relevanz entfalten. Insbesondere Verstöße gegen artenschutzrechtliche Zugriffsverbote (§ 44 BNatSchG) können gemäß § 69 BNatSchG als Ordnungswidrigkeit oder unter bestimmten Voraussetzungen gemäß § 71 BNatSchG als Straftat geahndet werden.
Zusammenfassend legen die vorliegenden Erkenntnisse nahe, dass eine erhebliche Beeinträchtigung eines ökologisch bedeutsamen Landschaftselements vorliegt, die potenziell im Widerspruch zu geltendem Naturschutz- und Artenschutzrecht steht. Vor diesem Hintergrund erscheint eine umfassende fachliche Prüfung sowie eine rechtliche Bewertung durch die zuständigen Behörden dringend geboten, um den fortschreitenden Verlust wertvoller Habitatstrukturen zu unterbinden und die Einhaltung der gesetzlichen Schutzvorschriften sicherzustellen.
In der Aufnahme
Die dokumentierten Veränderungen wurden über mehrere Jahre hinweg fotografisch und zeitlich nachvollziehbar erfasst. Die vorliegenden Bildnachweise belegen eine sukzessive strukturelle Degradation der Heckenstruktur bis hin zu deren abschnittsweiser vollständiger Beseitigung. Darüber hinaus zeigen die Dokumentationen wiederholt direkte Eingriffe in Habitatstrukturen während sensibler Zeiträume sowie konkrete Hinweise auf die Tötung, Verletzung oder Störung von Individuen besonders oder streng geschützter Tierarten.
Vor diesem Hintergrund ist eine rechtliche Einordnung insbesondere im Lichte der einschlägigen naturschutzrechtlichen Bestimmungen geboten. Hecken und vergleichbare lineare Gehölzstrukturen gelten gemäß § 30 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) in Verbindung mit den entsprechenden landesrechtlichen Regelungen als gesetzlich geschützte Biotope oder unterliegen zumindest einem besonderen Schutzregime. Darüber hinaus greifen die Vorschriften des besonderen Artenschutzes nach §§ 44 ff. BNatSchG. Demnach ist es unter anderem verboten, wild lebende Tiere der besonders geschützten Arten zu töten, zu verletzen oder ihre Fortpflanzungs- und Ruhestätten zu beschädigen oder zu zerstören.
Ferner ist gemäß § 39 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 BNatSchG das Abschneiden, Auf-den-Stock-setzen oder Beseitigen von Hecken, Gebüschen und anderen Gehölzen im Zeitraum vom 1. März bis zum 30. September grundsätzlich unzulässig, sofern keine gesetzlich geregelten Ausnahmen greifen. Die vorliegenden Dokumentationen deuten darauf hin, dass Eingriffe wiederholt innerhalb dieser Schutzzeiträume erfolgt sein könnten.
Sollten sich die dokumentierten Sachverhalte bestätigen, könnten die beschriebenen Handlungen sowohl ordnungswidrigkeitenrechtliche als auch strafrechtliche Relevanz entfalten. Insbesondere Verstöße gegen artenschutzrechtliche Zugriffsverbote (§ 44 BNatSchG) können gemäß § 69 BNatSchG als Ordnungswidrigkeit oder unter bestimmten Voraussetzungen gemäß § 71 BNatSchG als Straftat geahndet werden.
Zusammenfassend legen die vorliegenden Erkenntnisse nahe, dass eine erhebliche Beeinträchtigung eines ökologisch bedeutsamen Landschaftselements vorliegt, die potenziell im Widerspruch zu geltendem Naturschutz- und Artenschutzrecht steht. Vor diesem Hintergrund erscheint eine umfassende fachliche Prüfung sowie eine rechtliche Bewertung durch die zuständigen Behörden dringend geboten, um den fortschreitenden Verlust wertvoller Habitatstrukturen zu unterbinden und die Einhaltung der gesetzlichen Schutzvorschriften sicherzustellen.
- Mehr Eindrücke hier auf unseren Seiten
- Zerstörung geschützter Lebensräume der Zauneidechse (Lacerta agilis) ...
In der Aufnahme
- Dokumentation der fortschreitenden Entfernung waldrandbegleitender Gehölzstrukturen auf kommunaler Fläche.
Artenschutz in Franken®
Kornrade (Agrostemma githago)
Verlorene Schönheit der Äcker – die Kornrade
27/28.04.2026
Heute ist sie vielerorts verschwunden und begegnet uns meist nur noch auf speziell angelegten Blühflächen oder in Schutzprojekten – ein leiser Hinweis darauf, wie stark sich unsere Agrarlandschaft verändert hat.
27/28.04.2026
- Zwischen wogenden Getreidehalmen leuchteten früher im Sommer purpurfarbene Blüten, die das Bild traditioneller Ackerlandschaften prägten. Die Kornrade war einst ein selbstverständlicher Begleiter des Getreideanbaus.
Heute ist sie vielerorts verschwunden und begegnet uns meist nur noch auf speziell angelegten Blühflächen oder in Schutzprojekten – ein leiser Hinweis darauf, wie stark sich unsere Agrarlandschaft verändert hat.
Artbeschreibung
Die Kornrade ist eine einjährige, krautige Pflanze aus der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Sie erreicht Wuchshöhen von etwa 50 bis 100 cm und besitzt einen aufrechten, meist wenig verzweigten Stängel. Die schmalen, gegenständig angeordneten Blätter sind graugrün und leicht behaart.
Charakteristisch sind die auffälligen, fünfzähligen Blüten mit intensiv purpur- bis rosafarbenen Kronblättern und dunkler Aderung. Die Blütezeit liegt in Mitteleuropa vor allem zwischen Juni und August. Aus den Blüten entwickeln sich Kapselfrüchte mit zahlreichen dunklen Samen.
Ursprünglich stammt die Kornrade vermutlich aus dem Mittelmeerraum und wurde bereits in der Antike als Begleitpflanze des Getreides nach Mitteleuropa eingeschleppt. Sie ist ein typischer Vertreter der sogenannten „Ackerwildkräuter“, die sich an den Rhythmus der landwirtschaftlichen Nutzung angepasst haben.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Kornrade ist eine einjährige, krautige Pflanze aus der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Sie erreicht Wuchshöhen von etwa 50 bis 100 cm und besitzt einen aufrechten, meist wenig verzweigten Stängel. Die schmalen, gegenständig angeordneten Blätter sind graugrün und leicht behaart.
Charakteristisch sind die auffälligen, fünfzähligen Blüten mit intensiv purpur- bis rosafarbenen Kronblättern und dunkler Aderung. Die Blütezeit liegt in Mitteleuropa vor allem zwischen Juni und August. Aus den Blüten entwickeln sich Kapselfrüchte mit zahlreichen dunklen Samen.
Ursprünglich stammt die Kornrade vermutlich aus dem Mittelmeerraum und wurde bereits in der Antike als Begleitpflanze des Getreides nach Mitteleuropa eingeschleppt. Sie ist ein typischer Vertreter der sogenannten „Ackerwildkräuter“, die sich an den Rhythmus der landwirtschaftlichen Nutzung angepasst haben.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Girlitz (Serinus serinus)
Der Girlitz (Serinus serinus)
26/27.04.2026
Unten im Garten bleibt jemand stehen und lauscht. Der Gesang wirkt fast wie ein kleines Konzert, verborgen in den Zweigen. Der Sänger selbst ist unscheinbar, doch seine Stimme füllt den ganzen Raum: ein Girlitz.
26/27.04.2026
- An einem hellen Frühlingsmorgen sitzt ein kleiner Vogel auf der Spitze eines Obstbaums. Die Luft ist noch kühl, doch die ersten warmen Sonnenstrahlen kitzeln sein Gefieder. Plötzlich beginnt er zu singen – schnell, hell und ein wenig wie ein klingendes Trillern.
Unten im Garten bleibt jemand stehen und lauscht. Der Gesang wirkt fast wie ein kleines Konzert, verborgen in den Zweigen. Der Sänger selbst ist unscheinbar, doch seine Stimme füllt den ganzen Raum: ein Girlitz.
Der Girlitz gehört zu den kleinsten Finken Europas. Mit einer Körperlänge von etwa 11 bis 12 Zentimetern ist er deutlich kleiner als ein Spatz. Sein Gefieder ist überwiegend gelblich-grün mit feinen dunklen Streifen, was ihm eine gute Tarnung in Bäumen und Sträuchern bietet.
Besonders auffällig ist der Gesang des Männchens, der aus schnellen, klirrenden Lauten besteht und oft von erhöhten Sitzplätzen vorgetragen wird. Girlitze leben bevorzugt in offenen, abwechslungsreichen Landschaften mit Bäumen, Hecken und Gärten.
Sie ernähren sich hauptsächlich von Samen, besonders von Kräutern und Gräsern, füttern ihre Jungen jedoch auch mit kleinen Insekten.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Besonders auffällig ist der Gesang des Männchens, der aus schnellen, klirrenden Lauten besteht und oft von erhöhten Sitzplätzen vorgetragen wird. Girlitze leben bevorzugt in offenen, abwechslungsreichen Landschaften mit Bäumen, Hecken und Gärten.
Sie ernähren sich hauptsächlich von Samen, besonders von Kräutern und Gräsern, füttern ihre Jungen jedoch auch mit kleinen Insekten.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Artenschutz in Franken®
Veilchen (Viola)
Zwischen Schatten und Licht – die Welt der Veilchen
27/28.04.2026
Trotz ihrer unscheinbaren Größe erfüllen sie bedeutende ökologische Funktionen und reagieren sensibel auf Veränderungen ihrer Umgebung.
27/28.04.2026
- Wenn im zeitigen Frühjahr die ersten Sonnenstrahlen den noch lichten Waldboden erreichen, erscheinen sie oft fast unbemerkt: kleine, zarte Blüten in Violett, Weiß oder Gelb. Veilchen gehören zu den frühesten Farbtupfern des Jahres und sind ein wichtiger Bestandteil naturnaher Lebensräume.
Trotz ihrer unscheinbaren Größe erfüllen sie bedeutende ökologische Funktionen und reagieren sensibel auf Veränderungen ihrer Umgebung.
Artbeschreibung
Die Veilchen (Gattung Viola) umfassen mehrere hundert Arten weltweit und gehören zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae). In Mitteleuropa sind zahlreiche Arten heimisch, darunter das wohlbekannte Duftveilchen (Viola odorata) oder das Waldveilchen (Viola reichenbachiana).
Typisch für Veilchen sind ihre meist herzförmigen Blätter und die charakteristischen, fünfzähligen Blüten. Diese bestehen aus zwei nach oben gerichteten, zwei seitlichen und einem nach unten gerichteten Blütenblatt, das häufig einen Sporn ausbildet. Die Farbvielfalt reicht von tiefem Violett über Blau und Weiß bis hin zu Gelbtönen.
Eine besondere Anpassung vieler Veilchenarten ist die Ausbildung zweier Blütentypen: auffällige, offen bestäubte Blüten sowie unscheinbare, sich selbst bestäubende Kleistogamie-Blüten. Diese Strategie sichert die Fortpflanzung auch unter ungünstigen Bedingungen. Die Samen werden häufig durch Ameisen verbreitet (Myrmekochorie), da sie fettreiche Anhängsel besitzen, die für die Tiere attraktiv sind.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Veilchen (Gattung Viola) umfassen mehrere hundert Arten weltweit und gehören zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae). In Mitteleuropa sind zahlreiche Arten heimisch, darunter das wohlbekannte Duftveilchen (Viola odorata) oder das Waldveilchen (Viola reichenbachiana).
Typisch für Veilchen sind ihre meist herzförmigen Blätter und die charakteristischen, fünfzähligen Blüten. Diese bestehen aus zwei nach oben gerichteten, zwei seitlichen und einem nach unten gerichteten Blütenblatt, das häufig einen Sporn ausbildet. Die Farbvielfalt reicht von tiefem Violett über Blau und Weiß bis hin zu Gelbtönen.
Eine besondere Anpassung vieler Veilchenarten ist die Ausbildung zweier Blütentypen: auffällige, offen bestäubte Blüten sowie unscheinbare, sich selbst bestäubende Kleistogamie-Blüten. Diese Strategie sichert die Fortpflanzung auch unter ungünstigen Bedingungen. Die Samen werden häufig durch Ameisen verbreitet (Myrmekochorie), da sie fettreiche Anhängsel besitzen, die für die Tiere attraktiv sind.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Der kleine Heuhüpfer und die blaue Glockenblume
Der kleine Heuhüpfer und die blaue Glockenblume
25/26.04.2026
Plötzlich entdeckte er etwas ganz Besonderes. Vor ihm stand eine Pflanze mit vielen kleinen, blauen Glöckchen – eine Traubenhyazinthe. Vorsichtig hüpfte er näher und kletterte geschickt an ihrem Stängel hinauf. Die Blüten sahen aus wie eine kleine Leiter aus blauen Perlen. „Hier oben ist es ja wunderschön!“, dachte der kleine Heuhüpfer.
25/26.04.2026
- An einem sonnigen Frühlingstag krabbelte ein kleiner Heuhüpfer neugierig durch eine bunte Wiese. Alles war noch ein bisschen neu für ihn, denn er war erst vor kurzem aus seinem Ei geschlüpft. Die Welt erschien riesig: hohe Gräser wie Bäume, summende Bienen wie fliegende Riesen und überall spannende Geräusche.
Plötzlich entdeckte er etwas ganz Besonderes. Vor ihm stand eine Pflanze mit vielen kleinen, blauen Glöckchen – eine Traubenhyazinthe. Vorsichtig hüpfte er näher und kletterte geschickt an ihrem Stängel hinauf. Die Blüten sahen aus wie eine kleine Leiter aus blauen Perlen. „Hier oben ist es ja wunderschön!“, dachte der kleine Heuhüpfer.
Von seinem neuen Aussichtspunkt konnte er weit über die Wiese schauen. Er sah Schmetterlinge tanzen, Käfer krabbeln und hörte das leise Summen der Insekten. Der kleine Heuhüpfer fühlte sich mutig und stark. Mit seinen kräftigen Hinterbeinen konnte er große Sprünge machen, und seine Tarnfarbe half ihm, sich gut zu verstecken. So war er vor vielen Gefahren geschützt.
Heuhüpfer gehören zu den Insekten und sind echte Meister im Springen. Ihre langen Hinterbeine wirken wie kleine Katapulte. Viele Heuhüpfer sind grün oder braun, damit sie sich gut im Gras verstecken können. Sie fressen vor allem Pflanzen, knabbern gern an Blättern und Gräsern und sind selbst wichtige Nahrung für andere Tiere wie Vögel.
Doch das Leben auf der Wiese ist nicht immer einfach. Immer öfter werden Wiesen sehr früh gemäht oder es wachsen dort nur noch wenige verschiedene Pflanzen. Für den kleinen Heuhüpfer bedeutet das: weniger Verstecke und weniger Futter. Auch wenn es im Sommer zu trocken wird, haben es viele Pflanzen schwer – und damit auch die Tiere, die von ihnen leben.
Der kleine Heuhüpfer auf seiner Traubenhyazinthe merkt das vielleicht nicht sofort. Aber wenn die Wiesen bunter und wilder bleiben, mit vielen verschiedenen Blumen und Gräsern, dann hat er ein gutes Zuhause. Menschen können dabei helfen, indem sie Wiesen nicht zu oft mähen, auf bunte Pflanzen achten und der Natur ein bisschen mehr Platz lassen.
So kann der kleine Heuhüpfer auch morgen wieder auf seiner blauen Blume sitzen, die Sonne genießen und mutig in die weite Wiesenwelt hinausschauen.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
Heuhüpfer gehören zu den Insekten und sind echte Meister im Springen. Ihre langen Hinterbeine wirken wie kleine Katapulte. Viele Heuhüpfer sind grün oder braun, damit sie sich gut im Gras verstecken können. Sie fressen vor allem Pflanzen, knabbern gern an Blättern und Gräsern und sind selbst wichtige Nahrung für andere Tiere wie Vögel.
Doch das Leben auf der Wiese ist nicht immer einfach. Immer öfter werden Wiesen sehr früh gemäht oder es wachsen dort nur noch wenige verschiedene Pflanzen. Für den kleinen Heuhüpfer bedeutet das: weniger Verstecke und weniger Futter. Auch wenn es im Sommer zu trocken wird, haben es viele Pflanzen schwer – und damit auch die Tiere, die von ihnen leben.
Der kleine Heuhüpfer auf seiner Traubenhyazinthe merkt das vielleicht nicht sofort. Aber wenn die Wiesen bunter und wilder bleiben, mit vielen verschiedenen Blumen und Gräsern, dann hat er ein gutes Zuhause. Menschen können dabei helfen, indem sie Wiesen nicht zu oft mähen, auf bunte Pflanzen achten und der Natur ein bisschen mehr Platz lassen.
So kann der kleine Heuhüpfer auch morgen wieder auf seiner blauen Blume sitzen, die Sonne genießen und mutig in die weite Wiesenwelt hinausschauen.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Ein kleiner Heuhüpfer klettert vorsichtig an einer Traubenhyazinthe hinauf.
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Gemeiner Grashüpfer (Pseudochorthippus parallelus)
Der Gemeine Grashüpfer (Pseudochorthippus parallelus)
25/26.04.2026
Erst als er genauer hinsieht, erkennt er die Bewegung: ein unscheinbarer Grashüpfer, der sich geschickt zwischen den Gräsern versteckt. Wenige Augenblicke später erfüllt ein leises, gleichmäßiges Zirpen die Luft. Es ist der Gemeine Grashüpfer, ein stiller Begleiter vieler Sommertage.
25/26.04.2026
- Am frühen Morgen liegt noch Tau auf den Wiesen, und die ersten Sonnenstrahlen brechen sich in den feinen Halmen. Ein Spaziergänger bleibt stehen, als plötzlich etwas Kleines vor seinen Füßen aufspringt – kaum sichtbar, kaum hörbar.
Erst als er genauer hinsieht, erkennt er die Bewegung: ein unscheinbarer Grashüpfer, der sich geschickt zwischen den Gräsern versteckt. Wenige Augenblicke später erfüllt ein leises, gleichmäßiges Zirpen die Luft. Es ist der Gemeine Grashüpfer, ein stiller Begleiter vieler Sommertage.
Der Gemeine Grashüpfer (Pseudochorthippus parallelus) zählt zu den häufigsten Heuschreckenarten Europas und gehört zur Familie der Feldheuschrecken. Mit einer Körperlänge von etwa 1,5 bis 2,5 Zentimetern ist er deutlich kleiner als viele seiner Verwandten. Seine Färbung variiert von grün über braun bis hin zu rötlichen Tönen, wodurch er hervorragend an unterschiedliche Lebensräume angepasst ist.
Typisch sind die relativ kurzen Fühler und die kräftigen Hinterbeine, die ihm seine Sprungkraft verleihen. Besonders auffällig ist der Gesang der Männchen, der durch das Aneinanderreiben von Hinterbeinen und Flügeln entsteht und vor allem an warmen Tagen zu hören ist.
Der Gemeine Grashüpfer besiedelt bevorzugt Wiesen, Weiden, Gärten und andere offene, grasreiche Flächen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Typisch sind die relativ kurzen Fühler und die kräftigen Hinterbeine, die ihm seine Sprungkraft verleihen. Besonders auffällig ist der Gesang der Männchen, der durch das Aneinanderreiben von Hinterbeinen und Flügeln entsteht und vor allem an warmen Tagen zu hören ist.
Der Gemeine Grashüpfer besiedelt bevorzugt Wiesen, Weiden, Gärten und andere offene, grasreiche Flächen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Grünes Heupferd (Tettigonia viridissima)
Das Grüne Heupferd (Tettigonia viridissima)
25/26.04.2026
Zwischen dem Rascheln der Gräser und dem Summen der Insekten hob sich ein gleichmäßiges Zirpen hervor – klar, rhythmisch und fast beruhigend. Neugierig folgte das Kind dem Klang, bis es schließlich ein leuchtend grünes Insekt entdeckte, das geschickt zwischen den Halmen saß: ein Grünes Heupferd. Für einen Moment schien die Zeit stillzustehen, während Mensch und Tier sich wortlos begegneten.
25/26.04.2026
- An einem warmen Sommerabend, als die Sonne langsam hinter den Feldern verschwand, saß ein Kind am Rand einer Wiese und lauschte den Geräuschen der Natur.
Zwischen dem Rascheln der Gräser und dem Summen der Insekten hob sich ein gleichmäßiges Zirpen hervor – klar, rhythmisch und fast beruhigend. Neugierig folgte das Kind dem Klang, bis es schließlich ein leuchtend grünes Insekt entdeckte, das geschickt zwischen den Halmen saß: ein Grünes Heupferd. Für einen Moment schien die Zeit stillzustehen, während Mensch und Tier sich wortlos begegneten.
Das Grüne Heupferd (Tettigonia viridissima) gehört zur Familie der Laubheuschrecken und ist eine der größten in Mitteleuropa vorkommenden Heuschreckenarten. Es erreicht Körperlängen von bis zu 4 Zentimetern, wobei die langen Flügel oft noch darüber hinausragen. Seine auffällige, einheitlich grüne Färbung dient als perfekte Tarnung in Wiesen, Hecken und am Waldrand.
Charakteristisch sind die sehr langen Fühler, die oft ein Mehrfaches der Körperlänge betragen. Die Tiere sind vor allem in den warmen Monaten aktiv und bekannt für ihr markantes Zirpen, das vor allem in den Abendstunden zu hören ist.
Anders als viele andere Heuschrecken ist das Grüne Heupferd kein reiner Pflanzenfresser, sondern ernährt sich auch räuberisch von kleineren Insekten.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Wiesengrashüpfer (Chorthippus dorsatus)
Der Wiesengrashüpfer (Chorthippus dorsatus)
24/25.04.2026
Zwischen Klee und Gras bewegt sich etwas – ein schneller Sprung, dann ein leises Rascheln. Kurz darauf erklingt ein feines, rhythmisches Zirpen. Wer aufmerksam hinsieht, entdeckt ihn: den Wiesengrashüpfer, einen typischen Bewohner artenreicher Wiesen.
24/25.04.2026
- Ein früher Sommermorgen liegt still über einer feuchten Wiese. Tautropfen glitzern auf den Halmen, und mit den ersten Sonnenstrahlen erwacht das Leben.
Zwischen Klee und Gras bewegt sich etwas – ein schneller Sprung, dann ein leises Rascheln. Kurz darauf erklingt ein feines, rhythmisches Zirpen. Wer aufmerksam hinsieht, entdeckt ihn: den Wiesengrashüpfer, einen typischen Bewohner artenreicher Wiesen.
Artbeschreibung
Der Wiesengrashüpfer gehört zu den Kurzfühlerschrecken und ist in vielen Teilen Europas verbreitet. Er zeigt meist eine grüne bis bräunliche Färbung, oft mit einem leicht helleren Streifen entlang des Rückens. Diese Farbgebung hilft ihm, sich perfekt in seiner Umgebung zu tarnen.
Typisch sind seine kräftigen Hinterbeine, mit denen er weite Sprünge ausführen kann. Die Männchen machen durch ihr leises, schnarrendes Zirpen auf sich aufmerksam, das vor allem an warmen Tagen zu hören ist.
Der Wiesengrashüpfer ernährt sich hauptsächlich von Gräsern und Kräutern und ist ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems – sowohl als Pflanzenfresser als auch als Nahrungsquelle für Vögel, Reptilien und andere Insekten.
Aufnahme von Albert Meier
Der Wiesengrashüpfer gehört zu den Kurzfühlerschrecken und ist in vielen Teilen Europas verbreitet. Er zeigt meist eine grüne bis bräunliche Färbung, oft mit einem leicht helleren Streifen entlang des Rückens. Diese Farbgebung hilft ihm, sich perfekt in seiner Umgebung zu tarnen.
Typisch sind seine kräftigen Hinterbeine, mit denen er weite Sprünge ausführen kann. Die Männchen machen durch ihr leises, schnarrendes Zirpen auf sich aufmerksam, das vor allem an warmen Tagen zu hören ist.
Der Wiesengrashüpfer ernährt sich hauptsächlich von Gräsern und Kräutern und ist ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems – sowohl als Pflanzenfresser als auch als Nahrungsquelle für Vögel, Reptilien und andere Insekten.
Aufnahme von Albert Meier
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Nachtigall-Grashüpfer (Chorthippus biguttulus)
Der Nachtigall-Grashüpfer (Chorthippus biguttulus)
24/25.04.2026
Ein feines, vibrierendes Zirpen, fast wie ein leises Lied, erfüllte die Luft. Wer innehält und genau lauscht, entdeckt ihn: den Nachtigall-Grashüpfer, einen der typischen Klanggeber unserer Sommerlandschaften.
24/25.04.2026
- Ein warmer Julitag neigte sich dem Abend zu, und über einer sonnendurchfluteten Wiese lag ein flimmerndes Summen. Zwischen Gräsern und Wildblumen sprang ein kleines Tier von Halm zu Halm, kaum sichtbar – und doch unverkennbar hörbar.
Ein feines, vibrierendes Zirpen, fast wie ein leises Lied, erfüllte die Luft. Wer innehält und genau lauscht, entdeckt ihn: den Nachtigall-Grashüpfer, einen der typischen Klanggeber unserer Sommerlandschaften.
Artbeschreibung
Der Nachtigall-Grashüpfer gehört zu den Kurzfühlerschrecken und ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Mit seiner meist bräunlich-grünen Färbung passt er sich hervorragend an trockene Wiesen und grasreiche Flächen an. Charakteristisch sind seine relativ kurzen Fühler und die kräftigen Hinterbeine, mit denen er weite Sprünge vollführen kann.
Besonders auffällig ist der Gesang der Männchen: ein rhythmisches, schnarrendes Zirpen, das durch das Aneinanderreiben von Hinterbeinen und Flügeln entsteht. Dieses „Lied“ dient der Partnerfindung und ist ein wichtiges Merkmal zur Unterscheidung von ähnlichen Arten. Die Tiere ernähren sich überwiegend von Gräsern und Kräutern und spielen eine wichtige Rolle im Nahrungsnetz – sowohl als Pflanzenfresser als auch als Beute für viele andere Tiere.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Der Nachtigall-Grashüpfer gehört zu den Kurzfühlerschrecken und ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Mit seiner meist bräunlich-grünen Färbung passt er sich hervorragend an trockene Wiesen und grasreiche Flächen an. Charakteristisch sind seine relativ kurzen Fühler und die kräftigen Hinterbeine, mit denen er weite Sprünge vollführen kann.
Besonders auffällig ist der Gesang der Männchen: ein rhythmisches, schnarrendes Zirpen, das durch das Aneinanderreiben von Hinterbeinen und Flügeln entsteht. Dieses „Lied“ dient der Partnerfindung und ist ein wichtiges Merkmal zur Unterscheidung von ähnlichen Arten. Die Tiere ernähren sich überwiegend von Gräsern und Kräutern und spielen eine wichtige Rolle im Nahrungsnetz – sowohl als Pflanzenfresser als auch als Beute für viele andere Tiere.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens)
Die Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens)
24/25.04.2026
Ich bin eine Heuschreckenart, die vor allem durch meine auffälligen blauen Flügel bekannt ist. Meine Art bevorzugt trockene, offene Landschaften wie sandige oder steinige Böden und sonnige Hänge. Ich ernähre mich von verschiedenen Gräsern und Kräutern, die in solchen Lebensräumen wachsen.
24/25.04.2026
- Als Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens) kann ich dir etwas über mich und meine Situation erzählen.
Ich bin eine Heuschreckenart, die vor allem durch meine auffälligen blauen Flügel bekannt ist. Meine Art bevorzugt trockene, offene Landschaften wie sandige oder steinige Böden und sonnige Hänge. Ich ernähre mich von verschiedenen Gräsern und Kräutern, die in solchen Lebensräumen wachsen.
In Bayern und anderen Teilen Deutschlands bin ich leider stark bedroht. Dies hat mehrere Gründe:
Aufnahme von Dieter Zinßer
- Lebensraumverlust: Viele meiner natürlichen Lebensräume wurden durch menschliche Aktivitäten wie intensive Landwirtschaft, Bau von Straßen und Siedlungen sowie Aufforstungen zerstört oder stark verändert. Dadurch finde ich immer weniger geeignete Orte zum Leben und zur Fortpflanzung.
- Fragmentierung der Lebensräume: Die verbleibenden Lebensräume sind oft fragmentiert, was es schwierig macht, sich innerhalb der Population zu bewegen, neue Gebiete zu besiedeln und genetische Vielfalt aufrechtzuerhalten.
- Verlust von Nahrungsquellen: Durch den Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln in der Landwirtschaft sowie durch Veränderungen im Pflanzenbestand verringert sich meine Nahrungsgrundlage.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Gemeine Strauchschrecke (Pholidoptera griseoaptera)
Die Gemeine Strauchschrecke (Pholidoptera griseoaptera)
23/24.04.2026
Ein Spaziergänger blieb stehen, lauschte – und entdeckte zwischen Brombeerzweigen eine unscheinbare, graubraune Gestalt. Kaum größer als ein Daumen, perfekt getarnt, doch mit einer Stimme, die den ganzen Abend erfüllte: die Gemeine Strauchschrecke. Während viele Tiere im Verborgenen leben, erzählt sie ihre Geschichte hörbar – Nacht für Nacht.
23/24.04.2026
- An einem warmen Sommerabend, als die letzten Sonnenstrahlen durch die Hecken am Waldrand fielen, setzte sich ein leises, gleichmäßiges Zirpen durch das Rascheln der Blätter.
Ein Spaziergänger blieb stehen, lauschte – und entdeckte zwischen Brombeerzweigen eine unscheinbare, graubraune Gestalt. Kaum größer als ein Daumen, perfekt getarnt, doch mit einer Stimme, die den ganzen Abend erfüllte: die Gemeine Strauchschrecke. Während viele Tiere im Verborgenen leben, erzählt sie ihre Geschichte hörbar – Nacht für Nacht.
Artbeschreibung
Die Gemeine Strauchschrecke gehört zur Familie der Laubheuschrecken. Sie ist relativ klein und wirkt durch ihre grau-braune Färbung unscheinbar, was ihr jedoch einen großen Vorteil verschafft: perfekte Tarnung in Hecken, Sträuchern und am Waldrand. Typisch sind ihre verkürzten Flügel – im Gegensatz zu vielen anderen Heuschrecken kann sie nicht fliegen. Stattdessen bewegt sie sich geschickt kletternd durch die Vegetation.
Männchen sind besonders durch ihr rhythmisches Zirpen auffällig, das sie erzeugen, indem sie ihre Flügel aneinander reiben. Dieses Geräusch dient vor allem dazu, Weibchen anzulocken. Die Tiere ernähren sich überwiegend von kleinen Insekten und pflanzlicher Kost und sind damit Teil eines komplexen ökologischen Gleichgewichts.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Gemeine Strauchschrecke gehört zur Familie der Laubheuschrecken. Sie ist relativ klein und wirkt durch ihre grau-braune Färbung unscheinbar, was ihr jedoch einen großen Vorteil verschafft: perfekte Tarnung in Hecken, Sträuchern und am Waldrand. Typisch sind ihre verkürzten Flügel – im Gegensatz zu vielen anderen Heuschrecken kann sie nicht fliegen. Stattdessen bewegt sie sich geschickt kletternd durch die Vegetation.
Männchen sind besonders durch ihr rhythmisches Zirpen auffällig, das sie erzeugen, indem sie ihre Flügel aneinander reiben. Dieses Geräusch dient vor allem dazu, Weibchen anzulocken. Die Tiere ernähren sich überwiegend von kleinen Insekten und pflanzlicher Kost und sind damit Teil eines komplexen ökologischen Gleichgewichts.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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„Tulpenvielfalt entdecken – Zwischen Frühlingspracht und Naturschutz“
„Tulpenvielfalt entdecken – Zwischen Frühlingspracht und Naturschutz“
23/24.04.2026
Neben den bekannten Gartentulpen existieren auch zahlreiche Wildarten, die oft unscheinbarer, dafür aber ökologisch besonders interessant sind. Diese Wildtulpen sind an spezielle Standorte angepasst und kommen in ihrer natürlichen Umgebung häufig in trockenen, nährstoffarmen Lebensräumen vor.
23/24.04.2026
- Tulpen (Tulipa) gehören zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae) und sind vor allem als farbenprächtige Frühlingsboten bekannt. Ursprünglich stammen sie aus den Steppen- und Bergregionen Zentralasiens, von wo aus sie über viele Jahrhunderte ihren Weg in Gärten und Parks weltweit gefunden haben. Heute gibt es eine große Vielfalt an Zuchtformen, die sich in Farbe, Form und Blütezeit unterscheiden.
Neben den bekannten Gartentulpen existieren auch zahlreiche Wildarten, die oft unscheinbarer, dafür aber ökologisch besonders interessant sind. Diese Wildtulpen sind an spezielle Standorte angepasst und kommen in ihrer natürlichen Umgebung häufig in trockenen, nährstoffarmen Lebensräumen vor.
Für den Naturschutz spielt vor allem der bewusste Umgang mit Tulpen eine Rolle. Während viele Zuchtsorten nur eine geringe Bedeutung für die heimische Tierwelt haben, können einige Wildarten früh im Jahr eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten bieten. Gleichzeitig sind natürliche Bestände in ihren Ursprungsgebieten teilweise gefährdet, etwa durch Lebensraumverlust oder intensive Nutzung.
Diese Diashow lädt dazu ein, die Vielfalt der Tulpen näher kennenzulernen – von bekannten Gartenformen bis hin zu weniger bekannten Wildarten. Sie zeigt ihre besonderen Merkmale, ihre Herkunft und ihre Bedeutung im Spannungsfeld zwischen Gartenkultur und Naturschutz.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Diese Diashow lädt dazu ein, die Vielfalt der Tulpen näher kennenzulernen – von bekannten Gartenformen bis hin zu weniger bekannten Wildarten. Sie zeigt ihre besonderen Merkmale, ihre Herkunft und ihre Bedeutung im Spannungsfeld zwischen Gartenkultur und Naturschutz.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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„Miras erstes Abenteuer – Eine junge Amsel entdeckt die Welt“
„Miras erstes Abenteuer – Eine junge Amsel entdeckt die Welt“
23/24.04.2026
Mein Nest war hoch oben in einer dichten Hecke gebaut. Dort war ich sicher, zusammen mit meinen Geschwistern. Doch irgendwann wurde es zu eng, und meine Flügel wollten endlich ausprobiert werden. Also bin ich hinaus in die große Welt gehüpft. Jetzt sitze ich meistens gut versteckt im Gebüsch oder im hohen Gras.
23/24.04.2026
- Ich heiße Mira und bin eine junge Amsel (Turdus merula). Vor ein paar Tagen habe ich mein Nest verlassen. Das war ein aufregender Moment! Ich konnte noch gar nicht richtig fliegen – nur ein bisschen flattern und hüpfen. Aber das ist bei uns Amseln ganz normal. Wir nennen das „Ästlingszeit“. In dieser Zeit lernen wir Schritt für Schritt, wie man sich draußen zurechtfindet.
Mein Nest war hoch oben in einer dichten Hecke gebaut. Dort war ich sicher, zusammen mit meinen Geschwistern. Doch irgendwann wurde es zu eng, und meine Flügel wollten endlich ausprobiert werden. Also bin ich hinaus in die große Welt gehüpft. Jetzt sitze ich meistens gut versteckt im Gebüsch oder im hohen Gras.
Meine Eltern sind immer in der Nähe, auch wenn ich sie nicht sehe. Sie rufen mich mit leisen Lauten, damit ich weiß, wo sie sind. Wenn ich antworte, finden sie mich schnell wieder und bringen mir Futter. Am liebsten esse ich Würmer, kleine Käfer und andere Insekten. Manchmal gibt es auch Beeren – das ist ein besonderer Leckerbissen!
Doch die Welt außerhalb des Nests ist nicht nur spannend, sondern auch gefährlich. Wenn ich ein plötzliches Geräusch höre oder ein Schatten über mich huscht, bleibe ich ganz still sitzen. Das nennt man „Ducken“. Meine Federn sind noch unscheinbar braun gefärbt, damit ich gut getarnt bin. So falle ich kaum auf.
Besonders aufpassen muss ich vor Katzen. Sie schleichen leise und sind sehr geschickt. Wenn meine Eltern eine Katze entdecken, rufen sie laut und warnen mich. Dann weiß ich: Jetzt bloß nicht bewegen! Auch Krähen oder Elstern können gefährlich sein, deshalb bleibe ich lieber gut versteckt.
Manchmal kommen Menschen vorbei. Einige wundern sich, wenn sie mich allein am Boden sehen. Vielleicht denken sie, ich sei aus dem Nest gefallen oder hätte mich verirrt. Aber das stimmt nicht! Ich gehöre genau hierher. Meine Eltern kümmern sich um mich, auch wenn sie gerade unterwegs sind, um Futter zu suchen. Wenn Menschen mich mitnehmen würden, wäre das für mich viel schlimmer, als hier zu bleiben.
Zum Glück gibt es auch viele Menschen, die Bescheid wissen und mich einfach in Ruhe lassen. Manche halten sogar ihre Katzen im Haus oder achten darauf, wo sie laufen – das hilft mir sehr.
Jeden Tag werde ich mutiger. Ich übe fleißig mit meinen Flügeln, schlage sie auf und ab und mache kleine Sprünge. Manchmal schaffe ich schon ein paar Meter durch die Luft! Es ist ein tolles Gefühl, wenn der Wind meine Federn trägt.
Bald werde ich richtig fliegen können. Dann sitze ich vielleicht auf einem Ast, schaue auf die Welt hinunter und erinnere mich an diese spannende Zeit. Und eines Tages, wenn ich groß bin, werde ich selbst singen – so wie mein Vater, dessen melodischer Gesang früh am Morgen durch den Garten klingt.
Bis dahin habe ich noch viel zu lernen. Aber mit der Hilfe meiner Eltern und ein bisschen Rücksicht von euch Menschen schaffe ich das. Wenn ihr also eine junge Amsel wie mich entdeckt: Schaut ruhig kurz hin, aber lasst uns bitte dort, wo wir sind. Wir sind nicht allein – wir wachsen nur gerade auf.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Doch die Welt außerhalb des Nests ist nicht nur spannend, sondern auch gefährlich. Wenn ich ein plötzliches Geräusch höre oder ein Schatten über mich huscht, bleibe ich ganz still sitzen. Das nennt man „Ducken“. Meine Federn sind noch unscheinbar braun gefärbt, damit ich gut getarnt bin. So falle ich kaum auf.
Besonders aufpassen muss ich vor Katzen. Sie schleichen leise und sind sehr geschickt. Wenn meine Eltern eine Katze entdecken, rufen sie laut und warnen mich. Dann weiß ich: Jetzt bloß nicht bewegen! Auch Krähen oder Elstern können gefährlich sein, deshalb bleibe ich lieber gut versteckt.
Manchmal kommen Menschen vorbei. Einige wundern sich, wenn sie mich allein am Boden sehen. Vielleicht denken sie, ich sei aus dem Nest gefallen oder hätte mich verirrt. Aber das stimmt nicht! Ich gehöre genau hierher. Meine Eltern kümmern sich um mich, auch wenn sie gerade unterwegs sind, um Futter zu suchen. Wenn Menschen mich mitnehmen würden, wäre das für mich viel schlimmer, als hier zu bleiben.
Zum Glück gibt es auch viele Menschen, die Bescheid wissen und mich einfach in Ruhe lassen. Manche halten sogar ihre Katzen im Haus oder achten darauf, wo sie laufen – das hilft mir sehr.
Jeden Tag werde ich mutiger. Ich übe fleißig mit meinen Flügeln, schlage sie auf und ab und mache kleine Sprünge. Manchmal schaffe ich schon ein paar Meter durch die Luft! Es ist ein tolles Gefühl, wenn der Wind meine Federn trägt.
Bald werde ich richtig fliegen können. Dann sitze ich vielleicht auf einem Ast, schaue auf die Welt hinunter und erinnere mich an diese spannende Zeit. Und eines Tages, wenn ich groß bin, werde ich selbst singen – so wie mein Vater, dessen melodischer Gesang früh am Morgen durch den Garten klingt.
Bis dahin habe ich noch viel zu lernen. Aber mit der Hilfe meiner Eltern und ein bisschen Rücksicht von euch Menschen schaffe ich das. Wenn ihr also eine junge Amsel wie mich entdeckt: Schaut ruhig kurz hin, aber lasst uns bitte dort, wo wir sind. Wir sind nicht allein – wir wachsen nur gerade auf.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
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Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis)
Der Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis)
22/23.04.2026
Auffällig sind seine leuchtend gelben Blüten, die sich vor allem in den Morgenstunden öffnen und oft schon am frühen Nachmittag wieder schließen. Die Blütezeit reicht in der Regel vom späten Frühjahr bis in den Frühsommer. Nach der Blüte bildet der Wiesen-Bocksbart große, kugelige Samenstände aus, die an überdimensionierte Löwenzahn-Pusteblumen erinnern und durch den Wind verbreitet werden.
22/23.04.2026
- Der Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis) ist eine heimische, krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Er kommt in weiten Teilen Europas vor und wächst bevorzugt auf nährstoffreichen Wiesen, an Wegrändern und auf extensiv genutzten Grünflächen. Als typische Art des Grünlands ist er ein wichtiger Bestandteil artenreicher Wiesenlebensräume.
Auffällig sind seine leuchtend gelben Blüten, die sich vor allem in den Morgenstunden öffnen und oft schon am frühen Nachmittag wieder schließen. Die Blütezeit reicht in der Regel vom späten Frühjahr bis in den Frühsommer. Nach der Blüte bildet der Wiesen-Bocksbart große, kugelige Samenstände aus, die an überdimensionierte Löwenzahn-Pusteblumen erinnern und durch den Wind verbreitet werden.
Ökologisch spielt der Wiesen-Bocksbart eine wertvolle Rolle. Seine Blüten bieten Nektar und Pollen für verschiedene Insekten, darunter Wildbienen, Käfer und Schwebfliegen. Die Pflanze trägt damit zur Stabilität von Bestäuberpopulationen bei und unterstützt die biologische Vielfalt in Wiesenökosystemen.
Im Naturschutz ist der Erhalt geeigneter Lebensräume entscheidend für das Vorkommen des Wiesen-Bocksbarts. Intensivierung der Landwirtschaft, häufige Mahd oder der Einsatz von Düngemitteln können dazu führen, dass artenreiche Wiesen und damit auch diese Art zurückgedrängt werden. Extensiv bewirtschaftete Flächen mit angepassten Mahdzeitpunkten fördern hingegen seine Entwicklung.
In naturnahen Gärten oder auf Blühflächen kann der Wiesen-Bocksbart gezielt angesiedelt werden, um einen Beitrag zur Förderung heimischer Pflanzenarten zu leisten. Dabei sollte auf eine standortgerechte Pflege geachtet werden, um seine natürliche Entwicklung zu unterstützen und gleichzeitig die Vielfalt anderer Wiesenpflanzen zu erhalten.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Im Naturschutz ist der Erhalt geeigneter Lebensräume entscheidend für das Vorkommen des Wiesen-Bocksbarts. Intensivierung der Landwirtschaft, häufige Mahd oder der Einsatz von Düngemitteln können dazu führen, dass artenreiche Wiesen und damit auch diese Art zurückgedrängt werden. Extensiv bewirtschaftete Flächen mit angepassten Mahdzeitpunkten fördern hingegen seine Entwicklung.
In naturnahen Gärten oder auf Blühflächen kann der Wiesen-Bocksbart gezielt angesiedelt werden, um einen Beitrag zur Förderung heimischer Pflanzenarten zu leisten. Dabei sollte auf eine standortgerechte Pflege geachtet werden, um seine natürliche Entwicklung zu unterstützen und gleichzeitig die Vielfalt anderer Wiesenpflanzen zu erhalten.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Traubenhyazinthen (Muscari)
Die Traubenhyazinthen (Muscari)
22/23.04.2026
Kennzeichnend für Traubenhyazinthen sind ihre dicht stehenden, traubenförmigen Blütenstände, die meist in kräftigem Blau erscheinen, seltener auch in Weiß oder Violett. Die Blütezeit liegt im zeitigen Frühjahr und macht sie zu einer wichtigen Nahrungsquelle für früh aktive Insekten wie Wildbienen und andere Bestäuber.
22/23.04.2026
- Traubenhyazinthen (Muscari) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) und zählen zu den typischen Frühblühern in Gärten und Parkanlagen. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt vor allem im Mittelmeerraum sowie in Teilen Westasiens, einzelne Arten sind jedoch auch in Mitteleuropa eingebürgert.
Kennzeichnend für Traubenhyazinthen sind ihre dicht stehenden, traubenförmigen Blütenstände, die meist in kräftigem Blau erscheinen, seltener auch in Weiß oder Violett. Die Blütezeit liegt im zeitigen Frühjahr und macht sie zu einer wichtigen Nahrungsquelle für früh aktive Insekten wie Wildbienen und andere Bestäuber.
Aus naturschutzfachlicher Sicht ist zwischen den verschiedenen Arten zu unterscheiden. Einige Traubenhyazinthen gelten in Mitteleuropa als unproblematisch, während andere sich unter günstigen Bedingungen ausbreiten und lokale Pflanzenbestände beeinflussen können. In naturnahen Bereichen sollte daher darauf geachtet werden, keine potenziell invasiven Arten einzubringen.
Für die Förderung der biologischen Vielfalt empfiehlt es sich, Traubenhyazinthen gezielt und in Kombination mit heimischen Frühblühern zu pflanzen. So können sie einen Beitrag zur saisonalen Nahrungsvielfalt leisten, ohne die natürlichen Lebensgemeinschaften zu beeinträchtigen.
Insgesamt zeigen Traubenhyazinthen, wie auch beliebte Zierpflanzen sinnvoll in ein ökologisch orientiertes Gartenkonzept integriert werden können. Ein bewusster Umgang mit Artenauswahl und Ausbreitung ist dabei entscheidend, um Naturschutz und Gartengestaltung miteinander zu verbinden.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Für die Förderung der biologischen Vielfalt empfiehlt es sich, Traubenhyazinthen gezielt und in Kombination mit heimischen Frühblühern zu pflanzen. So können sie einen Beitrag zur saisonalen Nahrungsvielfalt leisten, ohne die natürlichen Lebensgemeinschaften zu beeinträchtigen.
Insgesamt zeigen Traubenhyazinthen, wie auch beliebte Zierpflanzen sinnvoll in ein ökologisch orientiertes Gartenkonzept integriert werden können. Ein bewusster Umgang mit Artenauswahl und Ausbreitung ist dabei entscheidend, um Naturschutz und Gartengestaltung miteinander zu verbinden.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Waldreben (Clematis)
Waldreben (Clematis)
22/23.04.2026
Typisch für viele Waldreben ist ihr kletternder oder rankender Wuchs, mit dem sie Sträucher, Bäume oder künstliche Rankhilfen nutzen, um in lichtreichere Bereiche zu gelangen.
22/23.04.2026
- Die Gattung der Waldreben (Clematis) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und umfasst zahlreiche Arten, die weltweit verbreitet sind. In Europa kommen sowohl heimische als auch eingeführte Arten vor, die sich in Wuchsform, Blütenfarbe und ökologischen Ansprüchen unterscheiden.
Typisch für viele Waldreben ist ihr kletternder oder rankender Wuchs, mit dem sie Sträucher, Bäume oder künstliche Rankhilfen nutzen, um in lichtreichere Bereiche zu gelangen.
Waldreben spielen je nach Art eine unterschiedliche Rolle im Naturhaushalt. Heimische Arten wie die Gewöhnliche Waldrebe tragen zur biologischen Vielfalt bei, indem sie Insekten Nahrung bieten und strukturreiche Lebensräume für verschiedene Tierarten schaffen. Nicht-heimische Arten werden hingegen häufig als Zierpflanzen verwendet und sollten mit Blick auf mögliche Auswirkungen auf natürliche Lebensräume bewusst eingesetzt werden.
In dieser Rubrik stellen wir Waldreben als Teil der Hahnenfußgewächse vor und geben einen Überblick über ihre Merkmale, ihre ökologische Bedeutung sowie ihren Umgang im naturnahen Kontext. Dabei wird sowohl auf die Chancen für die Förderung der Biodiversität als auch auf mögliche Herausforderungen eingegangen, die sich aus der Verwendung einzelner Arten ergeben können.
Ziel ist es, ein besseres Verständnis für diese vielseitige Pflanzengruppe zu vermitteln und Anregungen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Waldreben im Garten und in der Landschaft zu geben.
Aufnahme von Dieter Zinßer
In dieser Rubrik stellen wir Waldreben als Teil der Hahnenfußgewächse vor und geben einen Überblick über ihre Merkmale, ihre ökologische Bedeutung sowie ihren Umgang im naturnahen Kontext. Dabei wird sowohl auf die Chancen für die Förderung der Biodiversität als auch auf mögliche Herausforderungen eingegangen, die sich aus der Verwendung einzelner Arten ergeben können.
Ziel ist es, ein besseres Verständnis für diese vielseitige Pflanzengruppe zu vermitteln und Anregungen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Waldreben im Garten und in der Landschaft zu geben.
Aufnahme von Dieter Zinßer
- Die Gold-Waldrebe (Clematis tangutica) ist eine attraktive Kletterpflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse. Ursprünglich stammt sie aus Zentralasien, wo sie in offenen Berglandschaften und an Waldrändern wächst. Aufgrund ihrer auffälligen, leuchtend gelben Blüten wird sie häufig als Zierpflanze in Gärten und Parks verwendet.
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Weißfleck-Graseule (Mythimna conigera)
Wenn das Gras flüstert
21/22.04.2026
Was so unscheinbar wirkt, ist ein leiser Bewohner unserer Wiesen: die Wenn das Gras flüstert
An einem warmen Sommerabend liegt eine Wiese still in goldenem Licht. Die Gräser wiegen sich sanft im Wind, und irgendwo zirpt eine Grille. Ein Kind streicht mit der Hand durch die Halme und bleibt plötzlich stehen. Etwas hat sich bewegt – kaum sichtbar, fast wie ein Schatten. Für einen kurzen Moment hebt sich ein kleiner Falter aus dem Gras, fliegt ein paar Meter weiter und verschwindet wieder zwischen den Halmen.
Was so unscheinbar wirkt, ist ein leiser Bewohner unserer Wiesen: die Weißfleck-Graseule (Mythimna conigera).
21/22.04.2026
- An einem warmen Sommerabend liegt eine Wiese still in goldenem Licht. Die Gräser wiegen sich sanft im Wind, und irgendwo zirpt eine Grille. Ein Kind streicht mit der Hand durch die Halme und bleibt plötzlich stehen. Etwas hat sich bewegt – kaum sichtbar, fast wie ein Schatten. Für einen kurzen Moment hebt sich ein kleiner Falter aus dem Gras, fliegt ein paar Meter weiter und verschwindet wieder zwischen den Halmen.
Was so unscheinbar wirkt, ist ein leiser Bewohner unserer Wiesen: die Wenn das Gras flüstert
An einem warmen Sommerabend liegt eine Wiese still in goldenem Licht. Die Gräser wiegen sich sanft im Wind, und irgendwo zirpt eine Grille. Ein Kind streicht mit der Hand durch die Halme und bleibt plötzlich stehen. Etwas hat sich bewegt – kaum sichtbar, fast wie ein Schatten. Für einen kurzen Moment hebt sich ein kleiner Falter aus dem Gras, fliegt ein paar Meter weiter und verschwindet wieder zwischen den Halmen.
Was so unscheinbar wirkt, ist ein leiser Bewohner unserer Wiesen: die Weißfleck-Graseule (Mythimna conigera).
Artbeschreibung
Die Weißfleck-Graseule gehört zu den Nachtfaltern und ist ein typischer Bewohner von Wiesen, Weiden und grasreichen Landschaften. Ihr Name stammt von einem kleinen, hellen Fleck auf den Vorderflügeln, der bei genauem Hinsehen erkennbar ist.
Ansonsten ist sie eher schlicht gefärbt: warme Braun- und Beigetöne helfen ihr, sich perfekt zwischen trockenen Gräsern zu tarnen. Tagsüber ruht sie meist gut versteckt am Boden oder zwischen Halmen, wo sie kaum auffällt.
Die Raupen der Weißfleck-Graseule sind ebenso gut angepasst. Sie leben am Boden und ernähren sich vor allem von verschiedenen Gräsern. Ihre unauffällige Färbung schützt sie vor Feinden, während sie nachts aktiv werden und auf Nahrungssuche gehen.
Der gesamte Lebenszyklus dieser Art ist eng mit Graslandschaften verbunden – ohne ausreichend vielfältige Wiesen fehlt ihr die Grundlage zum Überleben.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Weißfleck-Graseule gehört zu den Nachtfaltern und ist ein typischer Bewohner von Wiesen, Weiden und grasreichen Landschaften. Ihr Name stammt von einem kleinen, hellen Fleck auf den Vorderflügeln, der bei genauem Hinsehen erkennbar ist.
Ansonsten ist sie eher schlicht gefärbt: warme Braun- und Beigetöne helfen ihr, sich perfekt zwischen trockenen Gräsern zu tarnen. Tagsüber ruht sie meist gut versteckt am Boden oder zwischen Halmen, wo sie kaum auffällt.
Die Raupen der Weißfleck-Graseule sind ebenso gut angepasst. Sie leben am Boden und ernähren sich vor allem von verschiedenen Gräsern. Ihre unauffällige Färbung schützt sie vor Feinden, während sie nachts aktiv werden und auf Nahrungssuche gehen.
Der gesamte Lebenszyklus dieser Art ist eng mit Graslandschaften verbunden – ohne ausreichend vielfältige Wiesen fehlt ihr die Grundlage zum Überleben.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Blaukopf (Diloba caeruleocephala)
Wenn die Nacht leise Flügel bekommt
21/22.04.2026
Plötzlich huscht etwas durch die Luft – lautlos, schnell, kaum zu erkennen. Für einen kurzen Moment setzt es sich an den Baumstamm: ein kleiner Falter mit einem überraschend schimmernden, bläulichen Kopf. Dann verschwindet er wieder in der Nacht.
Was das Kind gesehen hat, ist etwas ganz Besonderes – der Blaukopf (Diloba caeruleocephala), ein Nachtfalter, der oft unbemerkt bleibt und doch eine faszinierende Geschichte zu erzählen hat.
21/22.04.2026
- Es ist ein kühler Herbstabend. Die letzten Blätter lösen sich von den Bäumen und tanzen im Wind. Unter einem alten Apfelbaum sitzt ein Kind und beobachtet, wie die Dämmerung langsam die Welt verändert.
Plötzlich huscht etwas durch die Luft – lautlos, schnell, kaum zu erkennen. Für einen kurzen Moment setzt es sich an den Baumstamm: ein kleiner Falter mit einem überraschend schimmernden, bläulichen Kopf. Dann verschwindet er wieder in der Nacht.
Was das Kind gesehen hat, ist etwas ganz Besonderes – der Blaukopf (Diloba caeruleocephala), ein Nachtfalter, der oft unbemerkt bleibt und doch eine faszinierende Geschichte zu erzählen hat.
Artbeschreibung
Der Blaukopf gehört zu den Nachtfaltern und ist vor allem im Herbst aktiv – zu einer Zeit, in der viele andere Insekten bereits verschwunden sind. Sein Name verrät ein auffälliges Merkmal: den leicht bläulich schimmernden Kopf, der im richtigen Licht sichtbar wird.
Die Flügel des Falters sind eher unauffällig gefärbt, meist in Grau- und Brauntönen mit feinen Mustern. Diese Tarnung hilft ihm, sich tagsüber gut an Baumrinden oder zwischen Laub zu verstecken.
Besonders interessant ist seine Raupe: Sie ist bunt gemustert und fällt durch kräftige Farben auf. Anders als viele andere Raupen lebt sie oft frei sichtbar auf ihren Futterpflanzen, zu denen unter anderem Apfelbäume, Schlehen oder Weißdorn gehören. Trotz ihrer auffälligen Färbung wird sie durch ihre Musterung gut getarnt – ein Spiel aus Licht und Schatten schützt sie vor Fressfeinden.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Der Blaukopf gehört zu den Nachtfaltern und ist vor allem im Herbst aktiv – zu einer Zeit, in der viele andere Insekten bereits verschwunden sind. Sein Name verrät ein auffälliges Merkmal: den leicht bläulich schimmernden Kopf, der im richtigen Licht sichtbar wird.
Die Flügel des Falters sind eher unauffällig gefärbt, meist in Grau- und Brauntönen mit feinen Mustern. Diese Tarnung hilft ihm, sich tagsüber gut an Baumrinden oder zwischen Laub zu verstecken.
Besonders interessant ist seine Raupe: Sie ist bunt gemustert und fällt durch kräftige Farben auf. Anders als viele andere Raupen lebt sie oft frei sichtbar auf ihren Futterpflanzen, zu denen unter anderem Apfelbäume, Schlehen oder Weißdorn gehören. Trotz ihrer auffälligen Färbung wird sie durch ihre Musterung gut getarnt – ein Spiel aus Licht und Schatten schützt sie vor Fressfeinden.
Aufnahme von Dieter Zinßer
- Zwischen Tarnung und Farbe
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Königskerzen-Mönch (Cucullia verbasci)
Der heimliche Wächter der Königskerzen
21/22.04.2026
Sie kletterte an einer Königskerze hinauf, Blatt für Blatt, als würde sie einen Turm erklimmen. Für sie war diese Pflanze nicht nur Nahrung, sondern ein Zuhause, ein Schutzort und die ganze Welt zugleich. Während um sie herum Grillen zirpten und der Wind sanft durch die Wiese strich, fraß sie sich satt und wuchs – bereit für eine Verwandlung, die bald ihr Leben verändern würde.
21/22.04.2026
- Als die Sonne langsam hinter den Hügeln verschwand und die warme Luft eines Sommertages abkühlte, begann auf einer Wiese ein leises Rascheln. Zwischen hohen, gelb blühenden Pflanzen bewegte sich etwas – vorsichtig, fast unsichtbar. Es war eine kleine Raupe des Königskerzen-Mönch (Cucullia verbasci).
Sie kletterte an einer Königskerze hinauf, Blatt für Blatt, als würde sie einen Turm erklimmen. Für sie war diese Pflanze nicht nur Nahrung, sondern ein Zuhause, ein Schutzort und die ganze Welt zugleich. Während um sie herum Grillen zirpten und der Wind sanft durch die Wiese strich, fraß sie sich satt und wuchs – bereit für eine Verwandlung, die bald ihr Leben verändern würde.
Artbeschreibung
Der Königskerzen-Mönch ist ein Nachtfalter, der in vielen Teilen Europas vorkommt. Besonders auffällig sind seine Raupen: Sie tragen ein kontrastreiches Muster aus Gelb, Schwarz und Weiß und sind dadurch überraschend gut zwischen Licht und Schatten ihrer Futterpflanzen getarnt.
Die erwachsenen Falter wirken dagegen eher unauffällig. Mit ihren graubraunen Flügeln sind sie perfekt an ihre Umgebung angepasst und ruhen tagsüber gut versteckt. Erst in der Dämmerung werden sie aktiv und fliegen auf der Suche nach Nahrung und Partnern durch die Nacht.
Seinen Namen verdankt der Falter seiner bevorzugten Pflanze: der Königskerze. Die Raupen ernähren sich hauptsächlich von ihren Blättern und Blüten. Ohne diese Pflanze könnte sich der Königskerzen-Mönch nicht entwickeln – er ist eng an diesen Lebensraum gebunden.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Der Königskerzen-Mönch ist ein Nachtfalter, der in vielen Teilen Europas vorkommt. Besonders auffällig sind seine Raupen: Sie tragen ein kontrastreiches Muster aus Gelb, Schwarz und Weiß und sind dadurch überraschend gut zwischen Licht und Schatten ihrer Futterpflanzen getarnt.
Die erwachsenen Falter wirken dagegen eher unauffällig. Mit ihren graubraunen Flügeln sind sie perfekt an ihre Umgebung angepasst und ruhen tagsüber gut versteckt. Erst in der Dämmerung werden sie aktiv und fliegen auf der Suche nach Nahrung und Partnern durch die Nacht.
Seinen Namen verdankt der Falter seiner bevorzugten Pflanze: der Königskerze. Die Raupen ernähren sich hauptsächlich von ihren Blättern und Blüten. Ohne diese Pflanze könnte sich der Königskerzen-Mönch nicht entwickeln – er ist eng an diesen Lebensraum gebunden.
Aufnahme von Dieter Zinßer
- Kleine Raupe, große Abhängigkeit
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Der kleine Brennnessel-Drache und sein großes Wunder
Der kleine Brennnessel-Drache und sein großes Wunder
20/21.04.2026
Für die Raupe ist dieser Ort kein Problem, sondern ein echtes Paradies. Stell dir vor, du wärst so klein wie ein Krümel und die Brennnesseln wären riesige Bäume, die sich im Wind wiegen. Zwischen diesen „Bäumen“ lebt die Raupe gemeinsam mit vielen Geschwistern. Sie bleiben dicht beieinander, fast wie eine kleine Familie, die sich gegenseitig schützt.
20/21.04.2026
- Die kleine Raupe des Tagpfauenauge (Aglais io) ist ein echtes Abenteuer auf sechs winzigen Beinen – und ihre Geschichte beginnt an einem Ort, den viele Menschen lieber meiden: mitten in einem dichten Feld aus Brennnesseln.
Für die Raupe ist dieser Ort kein Problem, sondern ein echtes Paradies. Stell dir vor, du wärst so klein wie ein Krümel und die Brennnesseln wären riesige Bäume, die sich im Wind wiegen. Zwischen diesen „Bäumen“ lebt die Raupe gemeinsam mit vielen Geschwistern. Sie bleiben dicht beieinander, fast wie eine kleine Familie, die sich gegenseitig schützt.
Schon kurz nach dem Schlüpfen beginnen die Raupen, feine Fäden zu spinnen. Damit bauen sie sich ein gemeinsames Blätterzelt – ein bisschen wie ein geheimes Lager im Grünen. Hier sind sie vor Regen und hungrigen Feinden besser geschützt. Wenn man ganz genau hinschaut, kann man manchmal sehen, wie sich die Blätter leicht bewegen – ein Zeichen dafür, dass im Inneren viele kleine Raupen fleißig knabbern.
Und knabbern können sie wirklich gut! Ihre Lieblingsspeise sind Brennnesselblätter. Während andere Tiere sich vor den brennenden Härchen hüten, haben die Raupen einen Trick: Sie kommen damit problemlos zurecht und machen die Pflanze zu ihrem ganz persönlichen Buffet. Tag für Tag fressen sie und wachsen dabei immer weiter. Dabei häuten sie sich mehrmals, denn ihre alte „Haut“ wird ihnen irgendwann zu eng – wie Kleidung, aus der man herausgewachsen ist.
Wenn du eine dieser Raupen entdeckst, fällt dir vielleicht ihr besonderes Aussehen auf: Sie ist dunkel gefärbt und mit kleinen, verzweigten Stacheln bedeckt. Das lässt sie ein wenig wie ein winziges Fantasiewesen wirken – vielleicht wie ein kleiner Waldgeist oder ein Mini-Drache, der sich zwischen den Blättern versteckt. Diese Stacheln helfen ihr, sich vor Feinden zu schützen, denn viele Tiere finden sie dadurch weniger appetitlich.
Doch das Spannendste kommt erst noch.
Eines Tages hört die Raupe plötzlich auf zu fressen. Sie wirkt ruhiger und macht sich auf die Suche nach einem sicheren Platz – vielleicht an einem Stängel, unter einem Blatt oder an einer geschützten Stelle in der Nähe. Dort hängt sie sich kopfüber fest und beginnt sich zu verwandeln. Ihre Haut platzt auf, und darunter kommt eine Puppe zum Vorschein. Diese sieht aus wie ein kleines, unscheinbares Gebilde – und doch steckt darin eines der größten Wunder der Natur.
In der Puppe passiert etwas Unglaubliches: Die Raupe baut ihren Körper komplett um. Aus dem krabbelnden Tier wird nach und nach ein fliegender Schmetterling. Das dauert einige Zeit, und von außen wirkt alles still. Aber im Inneren geschieht eine echte Verwandlung, fast wie in einer Zaubergeschichte.
Und dann ist es so weit: Die Hülle öffnet sich, und heraus schlüpft das fertige Tagpfauenauge. Anfangs sind seine Flügel noch weich und zusammengefaltet. Doch schon bald entfalten sie sich und zeigen ihre ganze Schönheit: leuchtend rote Farben mit großen, auffälligen „Augenflecken“. Diese Augen sehen ein bisschen aus wie die Augen eines großen Tieres und helfen dem Schmetterling, Feinde zu erschrecken.
Nun beginnt ein ganz neues Leben. Der Schmetterling fliegt von Blüte zu Blüte, trinkt Nektar und hilft dabei, Pflanzen zu bestäuben. Vielleicht hast du ihn schon einmal in einem Garten oder auf einer Wiese gesehen, wie er ruhig in der Sonne seine Flügel öffnet.
Die Geschichte der kleinen Raupe zeigt uns, wie wichtig selbst unscheinbare Tiere für die Natur sind. Ohne Brennnesseln gäbe es keine Raupen des Tagpfauenauges – und ohne diese Raupen keine wunderschönen Schmetterlinge.
Wenn du also das nächste Mal draußen unterwegs bist, schau ruhig genauer hin. Vielleicht entdeckst du ein verstecktes Blätterzelt oder eine kleine, stachelige Raupe auf ihrer großen Reise. Wer weiß – vielleicht beobachtest du gerade den Anfang einer Verwandlung, die schon bald den Himmel ein kleines bisschen bunter macht.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
Und knabbern können sie wirklich gut! Ihre Lieblingsspeise sind Brennnesselblätter. Während andere Tiere sich vor den brennenden Härchen hüten, haben die Raupen einen Trick: Sie kommen damit problemlos zurecht und machen die Pflanze zu ihrem ganz persönlichen Buffet. Tag für Tag fressen sie und wachsen dabei immer weiter. Dabei häuten sie sich mehrmals, denn ihre alte „Haut“ wird ihnen irgendwann zu eng – wie Kleidung, aus der man herausgewachsen ist.
Wenn du eine dieser Raupen entdeckst, fällt dir vielleicht ihr besonderes Aussehen auf: Sie ist dunkel gefärbt und mit kleinen, verzweigten Stacheln bedeckt. Das lässt sie ein wenig wie ein winziges Fantasiewesen wirken – vielleicht wie ein kleiner Waldgeist oder ein Mini-Drache, der sich zwischen den Blättern versteckt. Diese Stacheln helfen ihr, sich vor Feinden zu schützen, denn viele Tiere finden sie dadurch weniger appetitlich.
Doch das Spannendste kommt erst noch.
Eines Tages hört die Raupe plötzlich auf zu fressen. Sie wirkt ruhiger und macht sich auf die Suche nach einem sicheren Platz – vielleicht an einem Stängel, unter einem Blatt oder an einer geschützten Stelle in der Nähe. Dort hängt sie sich kopfüber fest und beginnt sich zu verwandeln. Ihre Haut platzt auf, und darunter kommt eine Puppe zum Vorschein. Diese sieht aus wie ein kleines, unscheinbares Gebilde – und doch steckt darin eines der größten Wunder der Natur.
In der Puppe passiert etwas Unglaubliches: Die Raupe baut ihren Körper komplett um. Aus dem krabbelnden Tier wird nach und nach ein fliegender Schmetterling. Das dauert einige Zeit, und von außen wirkt alles still. Aber im Inneren geschieht eine echte Verwandlung, fast wie in einer Zaubergeschichte.
Und dann ist es so weit: Die Hülle öffnet sich, und heraus schlüpft das fertige Tagpfauenauge. Anfangs sind seine Flügel noch weich und zusammengefaltet. Doch schon bald entfalten sie sich und zeigen ihre ganze Schönheit: leuchtend rote Farben mit großen, auffälligen „Augenflecken“. Diese Augen sehen ein bisschen aus wie die Augen eines großen Tieres und helfen dem Schmetterling, Feinde zu erschrecken.
Nun beginnt ein ganz neues Leben. Der Schmetterling fliegt von Blüte zu Blüte, trinkt Nektar und hilft dabei, Pflanzen zu bestäuben. Vielleicht hast du ihn schon einmal in einem Garten oder auf einer Wiese gesehen, wie er ruhig in der Sonne seine Flügel öffnet.
Die Geschichte der kleinen Raupe zeigt uns, wie wichtig selbst unscheinbare Tiere für die Natur sind. Ohne Brennnesseln gäbe es keine Raupen des Tagpfauenauges – und ohne diese Raupen keine wunderschönen Schmetterlinge.
Wenn du also das nächste Mal draußen unterwegs bist, schau ruhig genauer hin. Vielleicht entdeckst du ein verstecktes Blätterzelt oder eine kleine, stachelige Raupe auf ihrer großen Reise. Wer weiß – vielleicht beobachtest du gerade den Anfang einer Verwandlung, die schon bald den Himmel ein kleines bisschen bunter macht.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Die Raupe des Tagpfauenauges
Artenschutz in Franken®
Sommer-Adonisröschen (Adonis aestivalis)
Das Sommer-Adonisröschen (Adonis aestivalis)
20/21.04.2026
Es war ein besonders heißer Junitag, als ich am Rand eines Naturreservats entlangging. Zwischen trockenen Gräsern und sandigem Boden glühte ein kräftiges Rot entgegen – nicht groß, nicht dominant, aber so lebendig, dass es den Blick magisch anzog. Ich kniete mich zu der kleinen Pflanze hinunter und staunte über die feinen, fadenartigen Blätter und die klare, strahlende Blüte.
Eine Spaziergängerin blieb stehen und sagte: „Das ist das Sommer-Adonisröschen. Es wächst dort, wo andere längst aufgegeben haben.“ Diese Worte blieben mir als kleine Liebeserklärung an eine unscheinbare, aber robuste Schönheit in Erinnerung.
20/21.04.2026
- Eine kleine sommerliche Entdeckung
Es war ein besonders heißer Junitag, als ich am Rand eines Naturreservats entlangging. Zwischen trockenen Gräsern und sandigem Boden glühte ein kräftiges Rot entgegen – nicht groß, nicht dominant, aber so lebendig, dass es den Blick magisch anzog. Ich kniete mich zu der kleinen Pflanze hinunter und staunte über die feinen, fadenartigen Blätter und die klare, strahlende Blüte.
Eine Spaziergängerin blieb stehen und sagte: „Das ist das Sommer-Adonisröschen. Es wächst dort, wo andere längst aufgegeben haben.“ Diese Worte blieben mir als kleine Liebeserklärung an eine unscheinbare, aber robuste Schönheit in Erinnerung.
Artbeschreibung – das Sommer-Adonisröschen (Adonis aestivalis)
Das Sommer-Adonisröschen ist eine einjährige Wildpflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Es bevorzugt sonnige, trockene und eher nährstoffarme Standorte – besonders lichte Feldränder, brachliegende Flächen und historische Ackerlandschaften.
Die Pflanze erreicht eine Höhe von 20 bis 50 Zentimetern. Ihre Blüten leuchten in einem intensiven Rot, oft mit einem dunklen Fleck an der Basis jedes Blütenblatts. Die Blätter sind stark geteilt und wirken federartig, fast wie feines Grün aus dünnen Fäden.
Während das eng verwandte Flammen-Adonisröschen bereits im späten Frühjahr blüht, entfaltet das Sommer-Adonisröschen seine leuchtenden Blüten später im Jahr – ein farbenfroher Akzent in der zunehmend trockenen Sommerlandschaft.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Das Sommer-Adonisröschen ist eine einjährige Wildpflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Es bevorzugt sonnige, trockene und eher nährstoffarme Standorte – besonders lichte Feldränder, brachliegende Flächen und historische Ackerlandschaften.
Die Pflanze erreicht eine Höhe von 20 bis 50 Zentimetern. Ihre Blüten leuchten in einem intensiven Rot, oft mit einem dunklen Fleck an der Basis jedes Blütenblatts. Die Blätter sind stark geteilt und wirken federartig, fast wie feines Grün aus dünnen Fäden.
Während das eng verwandte Flammen-Adonisröschen bereits im späten Frühjahr blüht, entfaltet das Sommer-Adonisröschen seine leuchtenden Blüten später im Jahr – ein farbenfroher Akzent in der zunehmend trockenen Sommerlandschaft.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Mais (Zea mays)
Mais (Zea mays) – Zwischen Lebensgrundlage und ökologischer Herausforderung
20/21.04.2026
Für den Menschen spielt Mais eine zentrale Rolle in der Ernährungssicherung – gleichzeitig bringt sein intensiver Anbau erhebliche ökologische Herausforderungen mit sich.
20/21.04.2026
- Mais (Zea mays) gehört zu den wichtigsten Kulturpflanzen der Welt. Ursprünglich aus Mittelamerika stammend, hat er sich heute auf allen Kontinenten verbreitet und ist aus der globalen Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken.
Für den Menschen spielt Mais eine zentrale Rolle in der Ernährungssicherung – gleichzeitig bringt sein intensiver Anbau erhebliche ökologische Herausforderungen mit sich.
Bedeutung für die Ernährungssicherheit
Mais ist eine äußerst ertragreiche Pflanze und liefert große Mengen an Kohlenhydraten, Ballaststoffen und wichtigen Nährstoffen. In vielen Regionen der Welt – insbesondere in Teilen Afrikas und Lateinamerikas – stellt er ein Grundnahrungsmittel dar. Produkte wie Maismehl, Tortillas oder Polenta sind fester Bestandteil der täglichen Ernährung.
Darüber hinaus dient Mais als wichtiges Futtermittel in der Tierhaltung. Ein großer Teil der globalen Maisproduktion wird zur Fütterung von Rindern, Schweinen und Geflügel verwendet. Auch in der Industrie findet Mais Verwendung, etwa zur Herstellung von Stärke, Zuckerersatzstoffen oder Biokraftstoffen.
Durch seine Anpassungsfähigkeit an verschiedene Klimabedingungen und seine hohe Produktivität trägt Mais wesentlich dazu bei, die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren.
Auswirkungen auf Biodiversität
Trotz seiner Bedeutung bringt der großflächige Maisanbau ökologische Probleme mit sich. Besonders problematisch ist der Anbau in Form von Monokulturen. Dabei wird über große Flächen hinweg ausschließlich Mais angebaut, oft über viele Jahre hinweg.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
Mais ist eine äußerst ertragreiche Pflanze und liefert große Mengen an Kohlenhydraten, Ballaststoffen und wichtigen Nährstoffen. In vielen Regionen der Welt – insbesondere in Teilen Afrikas und Lateinamerikas – stellt er ein Grundnahrungsmittel dar. Produkte wie Maismehl, Tortillas oder Polenta sind fester Bestandteil der täglichen Ernährung.
Darüber hinaus dient Mais als wichtiges Futtermittel in der Tierhaltung. Ein großer Teil der globalen Maisproduktion wird zur Fütterung von Rindern, Schweinen und Geflügel verwendet. Auch in der Industrie findet Mais Verwendung, etwa zur Herstellung von Stärke, Zuckerersatzstoffen oder Biokraftstoffen.
Durch seine Anpassungsfähigkeit an verschiedene Klimabedingungen und seine hohe Produktivität trägt Mais wesentlich dazu bei, die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren.
Auswirkungen auf Biodiversität
Trotz seiner Bedeutung bringt der großflächige Maisanbau ökologische Probleme mit sich. Besonders problematisch ist der Anbau in Form von Monokulturen. Dabei wird über große Flächen hinweg ausschließlich Mais angebaut, oft über viele Jahre hinweg.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Mais - Sonnenuntergang im Maisfeld
Artenschutz in Franken®
Die kluge Elster und das Geheimnis der funkelnden Dinge
Die kluge Elster und das Geheimnis der funkelnden Dinge
19/20.04.2026
Die Elster war bekannt für ihre Neugier. Jeden Tag flog sie hinaus, um ihre Umgebung zu erkunden. Dabei entging ihr nichts: kein Rascheln im Gras, kein Glitzern im Sonnenlicht und kein neuer Gegenstand auf den Wegen der Menschen.
Eines Morgens entdeckte sie etwas Besonderes. Zwischen den Grashalmen funkelte ein kleiner, silberner Gegenstand. Vorsichtig hüpfte sie näher, neigte den Kopf und betrachtete ihn von allen Seiten.
„Wie schön das glänzt!“, krächzte sie begeistert.
19/20.04.2026
- Am Rand eines kleinen Dorfes, wo Felder in Wiesen übergingen und alte Bäume den Himmel berührten, lebte eine neugierige Elster (Pica pica). Ihr schwarz-weißes Gefieder glänzte in der Sonne und schimmerte manchmal sogar grünlich und blau – fast wie ein kleiner Schatz aus Federn.
Die Elster war bekannt für ihre Neugier. Jeden Tag flog sie hinaus, um ihre Umgebung zu erkunden. Dabei entging ihr nichts: kein Rascheln im Gras, kein Glitzern im Sonnenlicht und kein neuer Gegenstand auf den Wegen der Menschen.
Eines Morgens entdeckte sie etwas Besonderes. Zwischen den Grashalmen funkelte ein kleiner, silberner Gegenstand. Vorsichtig hüpfte sie näher, neigte den Kopf und betrachtete ihn von allen Seiten.
„Wie schön das glänzt!“, krächzte sie begeistert.
Doch gerade als sie ihn aufheben wollte, raschelte es im Gebüsch. Ein Igel steckte seine Nase hervor. „Was hast du da gefunden?“, fragte er.
„Einen Schatz!“, rief die Elster stolz.
Der Igel schüttelte den Kopf. „Das sieht nicht nach etwas aus, das hierher gehört“, meinte er. „Vielleicht hat ein Mensch es verloren.“
Die Elster dachte nach. Sie liebte glänzende Dinge – aber sie liebte auch ihren Lebensraum. Die Wiesen, die Hecken und die Bäume waren ihr Zuhause.
Gemeinsam beschlossen sie, sich umzusehen. Auf ihrem Weg entdeckten sie noch mehr Dinge, die nicht in die Natur gehörten: ein Stück Papier, eine alte Dose, bunte Schnüre. Zwischen all dem wuchsen zwar noch Pflanzen, aber es wirkte nicht mehr so unberührt wie früher.
„Das ist nicht gut für uns“, sagte die Elster ernst. „Ich brauche hohe Bäume für mein Nest und ruhige Plätze, um meine Jungen großzuziehen. Wenn hier alles durcheinandergerät, wird es schwierig.“
Der Igel nickte. „Und ich brauche Verstecke und sauberen Boden.“
Die Elster traf eine Entscheidung. Statt den funkelnden Gegenstand mitzunehmen, ließ sie ihn liegen. „Nicht alles, was glänzt, ist ein Schatz“, sagte sie leise.
Am nächsten Tag geschah etwas Schönes: Menschen kamen vorbei, sammelten den Müll ein und räumten die Wiese auf. Nach und nach kehrte die Ruhe zurück. Die Pflanzen konnten wieder wachsen, Insekten summten durch die Luft, und die Tiere fühlten sich wohler.
Die Elster baute ihr Nest hoch oben in einem Baum. Von dort aus beobachtete sie ihre Welt – wachsam und klug wie eh und je.
Und manchmal, wenn die Sonne richtig stand, glitzerten Tautropfen auf den Blättern. Die Elster lächelte. „Das sind die echten Schätze“, dachte sie.
So erzählt die Geschichte der Elster davon, wie wichtig ein sauberer und geschützter Lebensraum ist. Denn nur dort, wo Natur intakt ist, können Tiere leben, ihre Jungen aufziehen und ihre eigenen kleinen Geschichten weiterschreiben.
Aufnahme von Klaus Sanwald
„Einen Schatz!“, rief die Elster stolz.
Der Igel schüttelte den Kopf. „Das sieht nicht nach etwas aus, das hierher gehört“, meinte er. „Vielleicht hat ein Mensch es verloren.“
Die Elster dachte nach. Sie liebte glänzende Dinge – aber sie liebte auch ihren Lebensraum. Die Wiesen, die Hecken und die Bäume waren ihr Zuhause.
Gemeinsam beschlossen sie, sich umzusehen. Auf ihrem Weg entdeckten sie noch mehr Dinge, die nicht in die Natur gehörten: ein Stück Papier, eine alte Dose, bunte Schnüre. Zwischen all dem wuchsen zwar noch Pflanzen, aber es wirkte nicht mehr so unberührt wie früher.
„Das ist nicht gut für uns“, sagte die Elster ernst. „Ich brauche hohe Bäume für mein Nest und ruhige Plätze, um meine Jungen großzuziehen. Wenn hier alles durcheinandergerät, wird es schwierig.“
Der Igel nickte. „Und ich brauche Verstecke und sauberen Boden.“
Die Elster traf eine Entscheidung. Statt den funkelnden Gegenstand mitzunehmen, ließ sie ihn liegen. „Nicht alles, was glänzt, ist ein Schatz“, sagte sie leise.
Am nächsten Tag geschah etwas Schönes: Menschen kamen vorbei, sammelten den Müll ein und räumten die Wiese auf. Nach und nach kehrte die Ruhe zurück. Die Pflanzen konnten wieder wachsen, Insekten summten durch die Luft, und die Tiere fühlten sich wohler.
Die Elster baute ihr Nest hoch oben in einem Baum. Von dort aus beobachtete sie ihre Welt – wachsam und klug wie eh und je.
Und manchmal, wenn die Sonne richtig stand, glitzerten Tautropfen auf den Blättern. Die Elster lächelte. „Das sind die echten Schätze“, dachte sie.
So erzählt die Geschichte der Elster davon, wie wichtig ein sauberer und geschützter Lebensraum ist. Denn nur dort, wo Natur intakt ist, können Tiere leben, ihre Jungen aufziehen und ihre eigenen kleinen Geschichten weiterschreiben.
Aufnahme von Klaus Sanwald
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Das Lied der Goldammer – Wie eine kleine Stimme die Wiese rettete
Das Lied der Goldammer – Wie eine kleine Stimme die Wiese rettete
19/20.04.2026
Sie schüttelte ihr leuchtend gelbes Gefieder, holte tief Luft und begann zu singen. Ihr Lied war klar und hell – wie ein kleiner Sonnenstrahl aus Tönen. Die Tiere der Umgebung kannten dieses Lied gut. Es bedeutete: Der Tag beginnt, alles ist in Ordnung.
Unten im Gras raschelte es. Eine Feldmaus lugte vorsichtig hervor, ein Schmetterling setzte sich auf eine Blüte, und in der Ferne hoppelte ein junger Hase durch das Gras. Alle lauschten der Goldammer.
Doch an diesem Tag war etwas anders.
19/20.04.2026
- An einem warmen Frühlingstag, als die Sonne die Felder in ein sanftes, goldenes Licht tauchte, saß die Goldammer (Emberiza citrinella) auf ihrem Lieblingsplatz: ganz oben auf einem alten Schlehenstrauch. Von dort aus konnte sie weit über die Wiesen und Felder blicken.
Sie schüttelte ihr leuchtend gelbes Gefieder, holte tief Luft und begann zu singen. Ihr Lied war klar und hell – wie ein kleiner Sonnenstrahl aus Tönen. Die Tiere der Umgebung kannten dieses Lied gut. Es bedeutete: Der Tag beginnt, alles ist in Ordnung.
Unten im Gras raschelte es. Eine Feldmaus lugte vorsichtig hervor, ein Schmetterling setzte sich auf eine Blüte, und in der Ferne hoppelte ein junger Hase durch das Gras. Alle lauschten der Goldammer.
Doch an diesem Tag war etwas anders.
Als die Goldammer über die Felder blickte, bemerkte sie, dass es stiller geworden war. Einige der bunten Blumen, die früher überall gewachsen waren, fehlten. Die Hecken, in denen viele Tiere Schutz gefunden hatten, waren an manchen Stellen verschwunden.
Nachdenklich flog sie ein Stück weiter und landete neben dem jungen Hasen, den sie schon oft gesehen hatte.
„Ist dir auch aufgefallen, dass sich hier etwas verändert hat?“, fragte sie leise.
Der Hase nickte. „Ja“, sagte er. „Meine Großmutter hat mir erzählt, dass diese Wiese früher voller Kräuter war. Es gab mehr Samen, mehr Insekten – und mehr Verstecke.“
Die Goldammer senkte kurz den Kopf. „Ich brauche die Samen der Wildpflanzen“, erklärte sie. „Und für mein Nest brauche ich dichte Büsche und hohe Gräser. Ohne sie wird es schwierig für mich und viele andere.“
Gemeinsam machten sie sich auf den Weg, um ihre Umgebung zu erkunden. Sie kamen an Feldern vorbei, die sehr ordentlich aussahen – fast zu ordentlich. Kaum ein wildes Kraut wuchs dort, und nur wenige Insekten summten in der Luft.
„Hier finde ich kaum Nahrung“, sagte die Goldammer leise.
Doch dann, nach einer Weile, entdeckten sie etwas Wunderschönes.
Am Rand eines kleinen Weges lag eine Wiese, die ganz anders aussah. Sie war voller bunter Blumen: gelbe, rote, violette und weiße. Hohe Gräser wiegten sich im Wind, und dichte Hecken boten Schutz. Überall summte und flatterte es.Die Goldammer setzte sich auf einen Zweig und begann zu singen – zuerst vorsichtig, dann immer kräftiger. Ihr Lied klang hier noch heller, noch lebendiger.
Bald kamen andere Tiere dazu. Wildbienen schwirrten von Blüte zu Blüte, Schmetterlinge tanzten in der Luft, und sogar andere Vögel stimmten in das Konzert ein.
Der junge Hase staunte. „Warum ist es hier so anders?“, fragte er.
Die Goldammer lächelte. „Weil dieser Ort geschützt wird“, sagte sie. „Hier dürfen Pflanzen wachsen, wie sie wollen. Die Menschen, die sich um diese Wiese kümmern, wissen, wie wichtig Vielfalt ist.“
Der Hase dachte lange nach. „Dann brauchen wir mehr solcher Orte“, sagte er schließlich.
„Genau“, antwortete die Goldammer. „Wenn Wiesen blühen dürfen, Hecken stehen bleiben und Felder nicht zu stark verändert werden, finden wir alle genug Nahrung und Platz.“
Von diesem Tag an kam die Goldammer jeden Morgen zu dieser Wiese zurück. Sie sang ihr Lied – ein Lied von Sonne, von Leben und von Hoffnung.
Und wer genau hinhört, kann es noch heute hören: das klare, helle Lied der Goldammer. Es erzählt davon, wie wichtig es ist, die Natur zu schützen – damit Wiesen bunt bleiben, Felder lebendig sind und die Stimmen der Tiere niemals verstummen.
Aufnahme von Klaus Sanwald
Nachdenklich flog sie ein Stück weiter und landete neben dem jungen Hasen, den sie schon oft gesehen hatte.
„Ist dir auch aufgefallen, dass sich hier etwas verändert hat?“, fragte sie leise.
Der Hase nickte. „Ja“, sagte er. „Meine Großmutter hat mir erzählt, dass diese Wiese früher voller Kräuter war. Es gab mehr Samen, mehr Insekten – und mehr Verstecke.“
Die Goldammer senkte kurz den Kopf. „Ich brauche die Samen der Wildpflanzen“, erklärte sie. „Und für mein Nest brauche ich dichte Büsche und hohe Gräser. Ohne sie wird es schwierig für mich und viele andere.“
Gemeinsam machten sie sich auf den Weg, um ihre Umgebung zu erkunden. Sie kamen an Feldern vorbei, die sehr ordentlich aussahen – fast zu ordentlich. Kaum ein wildes Kraut wuchs dort, und nur wenige Insekten summten in der Luft.
„Hier finde ich kaum Nahrung“, sagte die Goldammer leise.
Doch dann, nach einer Weile, entdeckten sie etwas Wunderschönes.
Am Rand eines kleinen Weges lag eine Wiese, die ganz anders aussah. Sie war voller bunter Blumen: gelbe, rote, violette und weiße. Hohe Gräser wiegten sich im Wind, und dichte Hecken boten Schutz. Überall summte und flatterte es.Die Goldammer setzte sich auf einen Zweig und begann zu singen – zuerst vorsichtig, dann immer kräftiger. Ihr Lied klang hier noch heller, noch lebendiger.
Bald kamen andere Tiere dazu. Wildbienen schwirrten von Blüte zu Blüte, Schmetterlinge tanzten in der Luft, und sogar andere Vögel stimmten in das Konzert ein.
Der junge Hase staunte. „Warum ist es hier so anders?“, fragte er.
Die Goldammer lächelte. „Weil dieser Ort geschützt wird“, sagte sie. „Hier dürfen Pflanzen wachsen, wie sie wollen. Die Menschen, die sich um diese Wiese kümmern, wissen, wie wichtig Vielfalt ist.“
Der Hase dachte lange nach. „Dann brauchen wir mehr solcher Orte“, sagte er schließlich.
„Genau“, antwortete die Goldammer. „Wenn Wiesen blühen dürfen, Hecken stehen bleiben und Felder nicht zu stark verändert werden, finden wir alle genug Nahrung und Platz.“
Von diesem Tag an kam die Goldammer jeden Morgen zu dieser Wiese zurück. Sie sang ihr Lied – ein Lied von Sonne, von Leben und von Hoffnung.
Und wer genau hinhört, kann es noch heute hören: das klare, helle Lied der Goldammer. Es erzählt davon, wie wichtig es ist, die Natur zu schützen – damit Wiesen bunt bleiben, Felder lebendig sind und die Stimmen der Tiere niemals verstummen.
Aufnahme von Klaus Sanwald
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Der kleine Kernbeißer und das Geheimnis der knackenden Kerne
Der kleine Kernbeißer und das Geheimnis der knackenden Kerne
19/20.04.2026
Eines Morgens, als die Sonne goldene Flecken auf den Waldboden malte, flatterte der junge Kernbeißer durch die Zweige einer alten Hainbuche. Er war noch nicht lange flügge und staunte über alles, was er entdeckte. Überall summte, raschelte und zwitscherte es. Doch am meisten interessierten ihn die kleinen Samen und Kerne, die zwischen den Blättern verborgen lagen.
„Warum sind die alle so hart?“, fragte er eine neugierige Meise, die neben ihm landete.
„Damit nicht jeder sie einfach fressen kann“, piepste sie. „Aber du hast doch den perfekten Schnabel dafür!“
19/20.04.2026
- Im lichten Wald am Rand einer großen Wiese lebte ein besonderer Vogel: ein Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes). Die anderen Tiere nannten ihn manchmal ehrfürchtig „den Knacker“, denn sein kräftiger Schnabel war so stark, dass er selbst harte Kirschkerne mühelos öffnen konnte.
Eines Morgens, als die Sonne goldene Flecken auf den Waldboden malte, flatterte der junge Kernbeißer durch die Zweige einer alten Hainbuche. Er war noch nicht lange flügge und staunte über alles, was er entdeckte. Überall summte, raschelte und zwitscherte es. Doch am meisten interessierten ihn die kleinen Samen und Kerne, die zwischen den Blättern verborgen lagen.
„Warum sind die alle so hart?“, fragte er eine neugierige Meise, die neben ihm landete.
„Damit nicht jeder sie einfach fressen kann“, piepste sie. „Aber du hast doch den perfekten Schnabel dafür!“
Der Kernbeißer schaute stolz auf seinen kräftigen Schnabel. Vorsichtig nahm er einen Kirschkern auf, setzte ihn an – knack! – und schon war er geöffnet. Der junge Vogel war begeistert. Von diesem Tag an übte er fleißig und wurde immer geschickter. Im Laufe des Sommers lernte er auch die anderen Bewohner des Waldes kennen: summende Wildbienen, flinke Eichhörnchen und bunte Schmetterlinge. Viele von ihnen waren auf die Bäume und Sträucher angewiesen, die auch dem Kernbeißer Nahrung boten. Gemeinsam lebten sie in einem fein abgestimmten Gleichgewicht.
Als der Herbst kam, färbten sich die Blätter in warmen Rot- und Goldtönen. Für den Kernbeißer begann eine besonders wichtige Zeit. Jetzt gab es viele Samen und Kerne zu finden, und er wusste, dass diese Nahrung ihm helfen würde, gut durch den Winter zu kommen.
Doch eines Tages bemerkte er, dass ein Teil seines Waldes fehlte. Einige Büsche waren verschwunden, und mit ihnen viele der Samen, die er so liebte. Auch die Insekten waren weniger geworden. Der junge Kernbeißer wurde nachdenklich. „Wenn unser Lebensraum kleiner wird“, dachte er, „haben wir alle weniger Platz und Nahrung.“
Zum Glück gab es Menschen, die sich um den Wald kümmerten. Sie ließen wieder Sträucher wachsen, pflanzten heimische Bäume und achteten darauf, die Natur zu schützen. Nach und nach kehrten die Insekten zurück – und mit ihnen die Vielfalt des Waldes.
Im nächsten Frühling sang der Kernbeißer sein ruhiges, festes Lied hoch oben in den Zweigen. Er hatte gelernt, wie wichtig ein gesunder Lebensraum ist – nicht nur für ihn, sondern für alle Tiere und Pflanzen.
Und so erinnert die Geschichte des Kernbeißers daran, wie wertvoll unsere Natur ist. Wenn wir Wälder, Hecken und Wiesen schützen, sorgen wir dafür, dass auch in Zukunft das leise Knacken eines Kirschkerns durch die Zweige klingt.
Aufnahme von Klaus Sanwald
Als der Herbst kam, färbten sich die Blätter in warmen Rot- und Goldtönen. Für den Kernbeißer begann eine besonders wichtige Zeit. Jetzt gab es viele Samen und Kerne zu finden, und er wusste, dass diese Nahrung ihm helfen würde, gut durch den Winter zu kommen.
Doch eines Tages bemerkte er, dass ein Teil seines Waldes fehlte. Einige Büsche waren verschwunden, und mit ihnen viele der Samen, die er so liebte. Auch die Insekten waren weniger geworden. Der junge Kernbeißer wurde nachdenklich. „Wenn unser Lebensraum kleiner wird“, dachte er, „haben wir alle weniger Platz und Nahrung.“
Zum Glück gab es Menschen, die sich um den Wald kümmerten. Sie ließen wieder Sträucher wachsen, pflanzten heimische Bäume und achteten darauf, die Natur zu schützen. Nach und nach kehrten die Insekten zurück – und mit ihnen die Vielfalt des Waldes.
Im nächsten Frühling sang der Kernbeißer sein ruhiges, festes Lied hoch oben in den Zweigen. Er hatte gelernt, wie wichtig ein gesunder Lebensraum ist – nicht nur für ihn, sondern für alle Tiere und Pflanzen.
Und so erinnert die Geschichte des Kernbeißers daran, wie wertvoll unsere Natur ist. Wenn wir Wälder, Hecken und Wiesen schützen, sorgen wir dafür, dass auch in Zukunft das leise Knacken eines Kirschkerns durch die Zweige klingt.
Aufnahme von Klaus Sanwald
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