Projekt Wasseramsel – erster Fortpflanzungserfolg auf unseren Projektflächen
Projekt Wasseramsel – erster Fortpflanzungserfolg auf unseren Projektflächen
19/20.08.2026
Das Projekt wurde 2026 mit dem Ziel gestartet, geeignete Lebensraumstrukturen an naturnahen Fließgewässern dauerhaft zu erhalten und behutsam weiterzuentwickeln. Da sich die betreffenden Flächen in unserer eigenen Obhut befinden, können wir notwendige Maßnahmen langfristig planen, aufeinander abstimmen und durch ein möglichst störungsarmes Monitoring begleiten.
19/20.08.2026
- Manche Erfolge im Artenschutz brauchen viele Jahre. Andere zeigen sich überraschend früh und schenken uns die Gewissheit, mit unserem Engagement auf einem guten Weg zu sein. Eine solche erfreuliche Nachricht dürfen wir bereits im ersten Jahr unseres Projekts Wasseramsel vermelden: Auf einer unserer eigenen Projektflächen konnte eine erfolgreiche Fortpflanzung der Wasseramsel (Cinclus cinclus) nachgewiesen werden.
Das Projekt wurde 2026 mit dem Ziel gestartet, geeignete Lebensraumstrukturen an naturnahen Fließgewässern dauerhaft zu erhalten und behutsam weiterzuentwickeln. Da sich die betreffenden Flächen in unserer eigenen Obhut befinden, können wir notwendige Maßnahmen langfristig planen, aufeinander abstimmen und durch ein möglichst störungsarmes Monitoring begleiten.
Die Wasseramsel ist eng an saubere, sauerstoffreiche und strukturreiche Bäche gebunden. Dort sucht sie unter Wasser nach Larven verschiedener Wasserinsekten und anderen kleinen Wirbellosen. Geeignete Brutplätze findet sie bevorzugt in geschützten Nischen in unmittelbarer Nähe zum fließenden Wasser. Naturnahe Ufer, steinige Gewässerabschnitte, eine gute Wasserqualität und ausreichend ruhige Rückzugsräume bilden daher wichtige Grundlagen für ihre erfolgreiche Fortpflanzung.
Umso mehr freut es uns, dass die Wasseramsel unsere Projektfläche bereits im ersten Jahr als Brutlebensraum angenommen hat. Im Zuge unserer begleitenden Beobachtungen konnte der erfolgreiche Abschluss einer Brut festgestellt werden. Aus Gründen des Artenschutzes veröffentlichen wir weder den genauen Standort noch nähere Angaben zum Brutplatz. Der Schutz vor unbeabsichtigten Störungen hat für uns grundsätzlich Vorrang.
Der frühe Fortpflanzungserfolg ist für Artenschutz in Franken® ein besonders wertvolles Signal. Er zeigt, dass auf der Fläche bereits geeignete Voraussetzungen vorhanden sind und die von uns angestoßene Entwicklung in eine vielversprechende Richtung führt. Gleichzeitig betrachten wir diesen ersten Erfolg nicht als Endpunkt. Erst die kommenden Jahre werden zeigen, ob sich die Wasseramsel dauerhaft etablieren und den Gewässerabschnitt regelmäßig zur Fortpflanzung nutzen kann.
Dazu gehören die Sicherung naturnaher Gewässer- und Uferstrukturen, die Vermeidung unnötiger Störungen sowie ein fachlich begleitetes Monitoring. Veränderungen des Wasserstandes, längere Trockenphasen, Gewässerverbauungen und eine nachlassende Wasserqualität können die Lebensbedingungen der Wasseramsel erheblich beeinträchtigen. Umso wichtiger sind dauerhaft geschützte Flächen, auf denen Naturschutz nicht nur kurzfristig gedacht, sondern verlässlich umgesetzt wird.
Der erste nachgewiesene Nachwuchs auf unserer Projektfläche macht Mut. Er steht für einen praktischen Artenschutz, der genau hinsieht, verantwortungsvoll handelt und der Natur zugleich ausreichend Raum für ihre eigene Entwicklung lässt.
Für Artenschutz in Franken® ist dieser Erfolg ein schöner Ansporn: Wir werden uns auch künftig dafür einsetzen, dass die Wasseramsel an unseren Bächen geeignete Nahrungsräume, sichere Brutplätze und möglichst ungestörte Rückzugsbereiche vorfindet.
Artenschutz in Franken® – Lebensräume bewahren, Entwicklungen begleiten und Arten eine Zukunft ermöglichen.
In der Aufnahme
Umso mehr freut es uns, dass die Wasseramsel unsere Projektfläche bereits im ersten Jahr als Brutlebensraum angenommen hat. Im Zuge unserer begleitenden Beobachtungen konnte der erfolgreiche Abschluss einer Brut festgestellt werden. Aus Gründen des Artenschutzes veröffentlichen wir weder den genauen Standort noch nähere Angaben zum Brutplatz. Der Schutz vor unbeabsichtigten Störungen hat für uns grundsätzlich Vorrang.
Der frühe Fortpflanzungserfolg ist für Artenschutz in Franken® ein besonders wertvolles Signal. Er zeigt, dass auf der Fläche bereits geeignete Voraussetzungen vorhanden sind und die von uns angestoßene Entwicklung in eine vielversprechende Richtung führt. Gleichzeitig betrachten wir diesen ersten Erfolg nicht als Endpunkt. Erst die kommenden Jahre werden zeigen, ob sich die Wasseramsel dauerhaft etablieren und den Gewässerabschnitt regelmäßig zur Fortpflanzung nutzen kann.
Dazu gehören die Sicherung naturnaher Gewässer- und Uferstrukturen, die Vermeidung unnötiger Störungen sowie ein fachlich begleitetes Monitoring. Veränderungen des Wasserstandes, längere Trockenphasen, Gewässerverbauungen und eine nachlassende Wasserqualität können die Lebensbedingungen der Wasseramsel erheblich beeinträchtigen. Umso wichtiger sind dauerhaft geschützte Flächen, auf denen Naturschutz nicht nur kurzfristig gedacht, sondern verlässlich umgesetzt wird.
Der erste nachgewiesene Nachwuchs auf unserer Projektfläche macht Mut. Er steht für einen praktischen Artenschutz, der genau hinsieht, verantwortungsvoll handelt und der Natur zugleich ausreichend Raum für ihre eigene Entwicklung lässt.
Für Artenschutz in Franken® ist dieser Erfolg ein schöner Ansporn: Wir werden uns auch künftig dafür einsetzen, dass die Wasseramsel an unseren Bächen geeignete Nahrungsräume, sichere Brutplätze und möglichst ungestörte Rückzugsbereiche vorfindet.
Artenschutz in Franken® – Lebensräume bewahren, Entwicklungen begleiten und Arten eine Zukunft ermöglichen.
In der Aufnahme
- Nicht von der Stange ... ein Nistplatz an der Stange ... einer der bereits im ersten Jahr von der Wasseramsel als geeignet empfunden wurde.
Artenschutz in Franken®
Roesels Beißschrecke (Roeseliana roeselii)
Roesels Beißschrecke – wenn die Wiese leise zu summen beginnt
18/19.08.2026
Bei dem entdeckten Tier handelt es sich um ein Weibchen der Roesels Beißschrecke. Die leicht nach oben gebogene Legeröhre am Ende des Hinterleibes macht die Bestimmung besonders deutlich.
18/19.08.2026
- Zwischen trockenen Halmen und frischem Grün bewegt sich plötzlich etwas. Zunächst ist kaum mehr als ein brauner Schatten zu erkennen. Erst beim genaueren Hinsehen treten die langen Fühler, die kräftigen Sprungbeine und der auffällig hell gerandete Halsschild hervor.
Bei dem entdeckten Tier handelt es sich um ein Weibchen der Roesels Beißschrecke. Die leicht nach oben gebogene Legeröhre am Ende des Hinterleibes macht die Bestimmung besonders deutlich.
Solche Begegnungen zeigen uns bei Artenschutz in Franken® immer wieder, wie viel Leben in einer scheinbar unspektakulären Wiese verborgen sein kann. Wer nur flüchtig über die Fläche blickt, sieht vielleicht Gras. Wer sich Zeit nimmt, entdeckt darin einen vielschichtigen Lebensraum.
In der Abbildung - Illustrative KI-Bearbeitung – Darstellung entspricht nicht vollständig der ursprünglichen Aufnahmesituation.
In der Abbildung - Illustrative KI-Bearbeitung – Darstellung entspricht nicht vollständig der ursprünglichen Aufnahmesituation.
- Hier haben wir eine eigene Originalaufnahme optisch verbessert um das Weibchen der Roesels Beißschrecke besser sichtbar werden zu lassen. In die Darstellung wurden ferner Informationen zur Art, sowie deren Lebensraum etc. integriert.
Artenschutz in Franken®
Steinwälzer (Arenaria interpres)
Der Steinwälzer – weil unter jedem Stein eine kleine Welt verborgen sein kann
18/19.08.2026
Tatsächlich ist er viel kleiner, als sein Name vermuten lässt. Er ist ungefähr so groß wie eine Amsel, wirkt dabei aber kompakter und entschlossener. Mit seinem kurzen, kräftigen Schnabel dreht er Steinchen, Muschelschalen und angeschwemmte Pflanzenteile um, damit ihm nichts entgeht, was sich darunter versteckt.
18/19.08.2026
- Als ich den Namen Steinwälzer zum ersten Mal hörte, musste ich an einen kräftigen Vogel denken, der große Felsbrocken durch die Landschaft rollt.
Tatsächlich ist er viel kleiner, als sein Name vermuten lässt. Er ist ungefähr so groß wie eine Amsel, wirkt dabei aber kompakter und entschlossener. Mit seinem kurzen, kräftigen Schnabel dreht er Steinchen, Muschelschalen und angeschwemmte Pflanzenteile um, damit ihm nichts entgeht, was sich darunter versteckt.
Ich bin 18 Jahre alt, und vielleicht fasziniert mich an diesem Vogel gerade seine Neugier besonders. Der Steinwälzer scheint sich nicht mit dem zufriedenzugeben, was offen vor ihm liegt. Er schaut darunter, dazwischen und dahinter. Für mich passt das sehr gut zu unserer Arbeit bei Artenschutz in Franken®: Auch wir müssen genauer hinsehen, wenn wir verstehen möchten, was eine Art wirklich zum Leben braucht.
In der Aufnahme von Johannes Rother
In der Aufnahme von Johannes Rother
- Steinwälzer (Arenaria interpres)
Artenschutz in Franken®
Die stumme Not der Birken
Die stumme Not der Birken: Warum mich der Anblick unseres Waldes nicht mehr loslässt
18/19.08.2026
Wir kennen sie als die anmutigen Tänzerinnen des Waldes. Mit ihrer leuchtend weißen Rinde und den zarten Blättern galten Birken immer als zäh – als echte Pionierinnen, die selbst den kargsten Boden erobern. Doch dieser extreme Hitzestress zwingt sie nun flächendeckend in die Knie.
18/19.08.2026
- Wenn ich in diesen flirrend heißen Tagen durch unsere fränkische Natur spaziere, schnürt es mir regelrecht die Kehle zu. Man muss wirklich keine studierte Försterin sein, um zu begreifen, dass unsere Landschaft gerade leidet. Monatelange Dürre und Temperaturen, die uns den Atem rauben, setzen der Natur unerbittlich zu. Doch ein Anblick trifft mich aktuell besonders hart: das stille Leiden und häufig auch das Sterben unserer Birken.
Wir kennen sie als die anmutigen Tänzerinnen des Waldes. Mit ihrer leuchtend weißen Rinde und den zarten Blättern galten Birken immer als zäh – als echte Pionierinnen, die selbst den kargsten Boden erobern. Doch dieser extreme Hitzestress zwingt sie nun flächendeckend in die Knie.
Weil sie Flachwurzler sind, tasten ihre Wurzeln im ausgedörrten Boden mittlerweile komplett ins Leere; das tieferliegende Grundwasser ist für sie unerreichbar geworden. Was viele beim Vorbeigehen vielleicht für einen frühen Herbst halten, ist in Wahrheit ein verzweifelter Überlebenskampf.
Die Bäume werfen im Hochsommer ihr braun gewordenes Laub ab, um nicht völlig auszutrocknen. Es ist ein Akt der puren Not. Doch dieser dramatische Schritt ist brandgefährlich: Ohne ihr Blätterdach verliert die Birke ihre natürliche Kühlung. Oft ist dieses vermeintliche Retten der letzte Akt vor dem endgültigen Absterben.
Genau diese besorgniserregenden Entwicklungen sind es, auf die Initiativen wie der Artenschutz in Franken® völlig zu Recht immer wieder aufmerksam machen.
Wenn man sich mit dieser wertvollen Arbeit beschäftigt, wird schnell klar: Hier geht es nicht „nur“ um einen Baumstrunk. Wenn die Birken aus unserer Landschaft verschwinden, bricht ein ganzer Kosmos zusammen. Hunderte von Insektenarten, unzählige Vögel und spezialisierte Pilze verlieren ihr Zuhause und ihre Nahrungsgrundlage.
Die Klimakrise ist längst keine ferne Warnung mehr, sie spielt sich direkt vor unserer Haustür ab. Das leise Rascheln der viel zu früh gefallenen Birkenblätter sollte für uns alle ein ohrenbetäubender Weckruf sein.
In der Aufnahme vom 15.08.2026
Die Bäume werfen im Hochsommer ihr braun gewordenes Laub ab, um nicht völlig auszutrocknen. Es ist ein Akt der puren Not. Doch dieser dramatische Schritt ist brandgefährlich: Ohne ihr Blätterdach verliert die Birke ihre natürliche Kühlung. Oft ist dieses vermeintliche Retten der letzte Akt vor dem endgültigen Absterben.
Genau diese besorgniserregenden Entwicklungen sind es, auf die Initiativen wie der Artenschutz in Franken® völlig zu Recht immer wieder aufmerksam machen.
Wenn man sich mit dieser wertvollen Arbeit beschäftigt, wird schnell klar: Hier geht es nicht „nur“ um einen Baumstrunk. Wenn die Birken aus unserer Landschaft verschwinden, bricht ein ganzer Kosmos zusammen. Hunderte von Insektenarten, unzählige Vögel und spezialisierte Pilze verlieren ihr Zuhause und ihre Nahrungsgrundlage.
Die Klimakrise ist längst keine ferne Warnung mehr, sie spielt sich direkt vor unserer Haustür ab. Das leise Rascheln der viel zu früh gefallenen Birkenblätter sollte für uns alle ein ohrenbetäubender Weckruf sein.
In der Aufnahme vom 15.08.2026
- Gemeine Birke stößt als Schutzmechanismus gegenüber der seit geraumer Zeit akkut anhaltenden Trockenheit und der hohen Temperaturen ihr Laub ab.
Artenschutz in Franken®
Wenn aus Nähe neues Leben entsteht
Wenn aus Nähe neues Leben entsteht – der Minzeblattkäfer sorgt für die nächste Generation
17/18.08.2026
Der Minzeblattkäfer (Chrysolina herbacea) gehört zur Familie der Blattkäfer. Sein kompakter, gewölbter Körper glänzt meist in einem kräftigen Grün, kann je nach Lichteinfall aber auch bläuliche, kupferfarbene oder goldene Reflexe zeigen. Diese auffällige Färbung macht ihn zu einem kleinen Juwel unter unseren heimischen Insekten
17/18.08.2026
- Zwischen den intensiv duftenden Blättern einer Minze ist an diesem Tag eine besondere Begegnung zu beobachten. Zwei metallisch grün schimmernde Minzeblattkäfer haben zueinandergefunden. Was mit einem kleinen Augenzwinkern als „Einsatz für die Arterhaltung“ bezeichnet werden kann, ist ein wichtiger Teil ihres natürlichen Lebenszyklus: die Paarung und damit die Grundlage für eine neue Käfergeneration.
Der Minzeblattkäfer (Chrysolina herbacea) gehört zur Familie der Blattkäfer. Sein kompakter, gewölbter Körper glänzt meist in einem kräftigen Grün, kann je nach Lichteinfall aber auch bläuliche, kupferfarbene oder goldene Reflexe zeigen. Diese auffällige Färbung macht ihn zu einem kleinen Juwel unter unseren heimischen Insekten
.Eng verbunden ist die Art mit verschiedenen Minzen. Besonders an sonnigen bis halbschattigen, ausreichend feuchten Standorten können die Käfer auf ihren Nahrungspflanzen entdeckt werden. Erwachsene Tiere und Larven ernähren sich von den Blättern.
Dabei entstehende Fraßspuren sind Bestandteil einer seit langer Zeit bestehenden Beziehung zwischen Pflanze und Insekt. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen sogar, dass der Minzeblattkäfer Duftstoffe der Wasserminze wahrnimmt und gezielt zur Orientierung nutzen kann.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Dabei entstehende Fraßspuren sind Bestandteil einer seit langer Zeit bestehenden Beziehung zwischen Pflanze und Insekt. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen sogar, dass der Minzeblattkäfer Duftstoffe der Wasserminze wahrnimmt und gezielt zur Orientierung nutzen kann.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Der Minzeblattkäfer (Chrysolina herbacea) sorgt zwischen den duftenden Blättern seiner Nahrungspflanze für die nächste Generation.
Artenschutz in Franken®
Stele der Biodiversität® - Balve -- und grafisch geht`s weiter ...
Stele der Biodiversität® - Balve
17/18.08.2026
Balve / Nordrhein - Westfalen. Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trafostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
17/18.08.2026
- Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und Turmstationen Deutschland e.V. das von der Deutschen Postcode Lotterie sowie der Dieter Mennekes Umweltstiftung unterstützt wird.
Balve / Nordrhein - Westfalen. Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trafostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen), keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gleichfalls zum Scheitern verurteilt.
Ein Projekt des Artenschutz in Franken® und Turmstationen Deutschland e.V. das von der Deutschen Postcode Lotterie und der Dieter Mennekes Umweltstiftung unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.
In der Aufnahme
Ein Projekt des Artenschutz in Franken® und Turmstationen Deutschland e.V. das von der Deutschen Postcode Lotterie und der Dieter Mennekes Umweltstiftung unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.
In der Aufnahme
- ... in dieser Form zeigte sich der Baukörper am 14.08.2026 ...
Artenschutz in Franken®
Als dem Rotmilan bei 36 Grad die Kraft ausging
Als dem Rotmilan bei 36 Grad die Kraft ausging
17/18.08.2026
Es war einer jener Augusttage, an denen die Hitze über der Landschaft zu stehen schien. Am 13. August 2026 wurden im Schatten 36 Grad Celsius gemessen. Über den offenen Flächen flimmerte die Luft, abgeerntete Felder lagen nahezu schutzlos in der Sonne.
In dieser aufgeheizten Umgebung beobachteten wir einen Rotmilan, dessen Flug plötzlich nicht mehr von der sonst so typischen Leichtigkeit geprägt war.
17/18.08.2026
- Eine außergewöhnliche Beobachtung vom 13. August 2026
Es war einer jener Augusttage, an denen die Hitze über der Landschaft zu stehen schien. Am 13. August 2026 wurden im Schatten 36 Grad Celsius gemessen. Über den offenen Flächen flimmerte die Luft, abgeerntete Felder lagen nahezu schutzlos in der Sonne.
In dieser aufgeheizten Umgebung beobachteten wir einen Rotmilan, dessen Flug plötzlich nicht mehr von der sonst so typischen Leichtigkeit geprägt war.
Der große Greifvogel verlor sichtbar an Kraft und stürzte förmlich zu Boden. Dort blieb er sitzen – den Körper tief gehalten, den Kopf abgesenkt und den Schnabel weit geöffnet. Rund 25 Minuten dauerte es, bis sich der Rotmilan wieder in die Luft erheben konnte. Eine ungewöhnlich lange Zeit für einen Vogel, den wir normalerweise als ausdauernden und geschickten Segelflieger erleben.
Dieser Anblick hat uns bei Artenschutz in Franken® tief berührt. Vor uns saß kein kraftvoll kreisender Greifvogel, sondern ein Tier, das augenscheinlich an der Grenze seiner momentanen Belastbarkeit angekommen war.
In der Abbildung - Keine unveränderte Dokumentaraufnahme.
Dieser Anblick hat uns bei Artenschutz in Franken® tief berührt. Vor uns saß kein kraftvoll kreisender Greifvogel, sondern ein Tier, das augenscheinlich an der Grenze seiner momentanen Belastbarkeit angekommen war.
In der Abbildung - Keine unveränderte Dokumentaraufnahme.
- Stark erschöpfter Rotmilan am 13. August 2026 bei 36 °C im Schatten. Eigene Originalaufnahme; Bildausschnitt, Schärfe und Einzelheiten des Vogels – insbesondere der geöffnete Schnabel – wurden KI-gestützt bearbeitet und teilweise rekonstruiert.
Artenschutz in Franken®
Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens)
Ein blauer Augenblick auf warmem Boden
16/17.08.2026
An einem sonnigen Augusttag des Jahres 2026 führte mich mein Weg über eine trockene, nur schütter bewachsene Fläche. Zwischen kleinen Steinen, offenen Bodenstellen und einzelnen Grashalmen schien auf den ersten Blick kaum etwas in Bewegung zu sein.
Doch plötzlich löste sich wenige Schritte vor mir ein Insekt vom Boden. Für einen kurzen Augenblick leuchtete ein überraschend kräftiges Blau auf – dann landete das Tier wieder und war nahezu verschwunden.
16/17.08.2026
- Die Blauflügelige Ödlandschrecke im August 2026
An einem sonnigen Augusttag des Jahres 2026 führte mich mein Weg über eine trockene, nur schütter bewachsene Fläche. Zwischen kleinen Steinen, offenen Bodenstellen und einzelnen Grashalmen schien auf den ersten Blick kaum etwas in Bewegung zu sein.
Doch plötzlich löste sich wenige Schritte vor mir ein Insekt vom Boden. Für einen kurzen Augenblick leuchtete ein überraschend kräftiges Blau auf – dann landete das Tier wieder und war nahezu verschwunden.
Ich blieb stehen und suchte die Stelle aufmerksam ab. Erst nach einer Weile entdeckte ich sie erneut: eine Blauflügelige Ödlandschrecke. Regungslos saß sie zwischen den Steinen, deren Farben und unregelmäßige Muster sich beinahe vollkommen auf ihrem Körper wiederfanden.
Für mich als Naturbeobachterin sind es gerade solche Begegnungen, die lange im Gedächtnis bleiben. Nicht, weil sich das Tier in den Vordergrund drängt, sondern weil es uns für einen Moment zeigt, wie viel verborgenes Leben sich selbst auf scheinbar kargen Flächen entfalten kann.
In der Aufnahme von Volkmar Greb
Für mich als Naturbeobachterin sind es gerade solche Begegnungen, die lange im Gedächtnis bleiben. Nicht, weil sich das Tier in den Vordergrund drängt, sondern weil es uns für einen Moment zeigt, wie viel verborgenes Leben sich selbst auf scheinbar kargen Flächen entfalten kann.
In der Aufnahme von Volkmar Greb
- Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens)
Artenschutz in Franken®
Linienschwärmer (Hyles livornica)
Der Linienschwärmer (Hyles livornica) – ein Wanderer auf gestreiften Flügeln
16/17.08.2026
Der Tag hatte seine Schärfe bereits verloren. Über den Blüten lag noch die Wärme des Sommers, während die ersten Schatten zwischen den Pflanzen zusammenflossen. Wir wollten den Beobachtungsplatz schon verlassen, als etwas Helles durch das Blickfeld schoss. Kein taumelnder Flug, kein zufälliges Umherirren – der Falter bewegte sich schnell, kraftvoll und erstaunlich präzise.
Für wenige Augenblicke stand er beinahe regungslos vor einer Blüte. Nur seine Flügel blieben als flimmernde Bewegung sichtbar. Dann glitt er zur nächsten Nektarquelle. Als er sich kurz setzte, trat die helle Linie auf seinen langen Vorderflügeln hervor. Sie wirkte wie eine Wegmarke auf einem Tier, dessen Leben tatsächlich von weiten Wegen geprägt ist.
16/17.08.2026
- Eine Begegnung am Rand der Nacht
Der Tag hatte seine Schärfe bereits verloren. Über den Blüten lag noch die Wärme des Sommers, während die ersten Schatten zwischen den Pflanzen zusammenflossen. Wir wollten den Beobachtungsplatz schon verlassen, als etwas Helles durch das Blickfeld schoss. Kein taumelnder Flug, kein zufälliges Umherirren – der Falter bewegte sich schnell, kraftvoll und erstaunlich präzise.
Für wenige Augenblicke stand er beinahe regungslos vor einer Blüte. Nur seine Flügel blieben als flimmernde Bewegung sichtbar. Dann glitt er zur nächsten Nektarquelle. Als er sich kurz setzte, trat die helle Linie auf seinen langen Vorderflügeln hervor. Sie wirkte wie eine Wegmarke auf einem Tier, dessen Leben tatsächlich von weiten Wegen geprägt ist.
Solche Begegnungen bleiben im Gedächtnis. Der Linienschwärmer ist in Mitteleuropa kein alltäglicher Gartenbesucher. Viele der Tiere, die hier beobachtet werden, haben warme Regionen weit südlich von uns verlassen und auf ihrem Zug beträchtliche Entfernungen überwunden.
In diesem Moment wurde aus einem kurzen Naturerlebnis eine größere Geschichte: die Geschichte eines Wanderfalters, dessen Zukunft nicht an einem einzigen Ort entschieden wird.
In der Aufnahme von Ralf Günther
In diesem Moment wurde aus einem kurzen Naturerlebnis eine größere Geschichte: die Geschichte eines Wanderfalters, dessen Zukunft nicht an einem einzigen Ort entschieden wird.
In der Aufnahme von Ralf Günther
- Wie seine Verwandten besucht der Linienschwärmer in der Dämmerung oder tagsüber Blumenampeln (hier Zauberglöckchen / Petunien) und saugt im Schwirrflug Nektar aus den Blütenkelchen.
Artenschutz in Franken®
Ein tieferes Flussbett schafft kein zusätzliches Wasser
Ein tieferes Flussbett schafft kein zusätzliches Wasser
15/16.08.2026
Wenn ein großer Fluss im Sommer immer schmaler erscheint, Kies- und Sandbänke hervortreten und Seitenarme kaum noch durchströmt werden, richtet sich der öffentliche Blick häufig zuerst auf die Schifffahrt. Die Frage lautet dann: Wie lässt sich die Fahrrinne auch bei niedrigen Wasserständen nutzbar halten?
Technische Vertiefungen erscheinen auf den ersten Blick als naheliegende Antwort. Doch ein tiefer ausgebaggerter Abschnitt führt dem Fluss keinen einzigen zusätzlichen Liter Wasser zu. Er kann vorhandenes Wasser örtlich in einer schmaleren und tieferen Rinne bündeln oder einzelne Engstellen beseitigen. Die Ursache des Niedrigwassers – zu wenig Abfluss im gesamten Flusssystem – bleibt davon unberührt.
15/16.08.2026
- Warum die Zukunft der Schifffahrt von lebendigen und klimaresilienten Flüssen abhängt
Wenn ein großer Fluss im Sommer immer schmaler erscheint, Kies- und Sandbänke hervortreten und Seitenarme kaum noch durchströmt werden, richtet sich der öffentliche Blick häufig zuerst auf die Schifffahrt. Die Frage lautet dann: Wie lässt sich die Fahrrinne auch bei niedrigen Wasserständen nutzbar halten?
Technische Vertiefungen erscheinen auf den ersten Blick als naheliegende Antwort. Doch ein tiefer ausgebaggerter Abschnitt führt dem Fluss keinen einzigen zusätzlichen Liter Wasser zu. Er kann vorhandenes Wasser örtlich in einer schmaleren und tieferen Rinne bündeln oder einzelne Engstellen beseitigen. Die Ursache des Niedrigwassers – zu wenig Abfluss im gesamten Flusssystem – bleibt davon unberührt.
Aus Sicht von Artenschutz in Franken® brauchen wir deshalb eine ehrliche Debatte darüber, was Flussvertiefungen leisten können und wo ihre Grenzen liegen. Es geht nicht darum, die Binnenschifffahrt infrage zu stellen.
Sie ist ein wichtiger Bestandteil des Güterverkehrs. Gerade deshalb sollte ihre Zukunft nicht allein an immer weitergehende Eingriffe in ohnehin stark veränderte Flüsse gebunden werden.
Wassertiefe und Wassermenge sind nicht dasselbe
Für die Beurteilung von Niedrigwasser müssen drei Größen auseinandergehalten werden: der Abfluss, der Wasserstand und die örtlich verfügbare Fahrrinnentiefe. Der Abfluss beschreibt, welche Wassermenge innerhalb einer bestimmten Zeit durch einen Flussquerschnitt strömt. Der Wasserstand gibt die Höhe der Wasseroberfläche an einem Messpunkt an. Die Fahrrinnentiefe bezeichnet dagegen den nutzbaren Abstand zwischen Wasseroberfläche und Flusssohle innerhalb der für die Schifffahrt vorgesehenen Rinne.
Wird die Sohle an einer Engstelle abgesenkt, kann dort bei gleichem Abfluss vorübergehend mehr Tiefe zur Verfügung stehen. Das ist jedoch etwas grundlegend anderes als eine Verbesserung des Wasserhaushalts. Bleiben Niederschläge aus, sinkt die Bodenfeuchte, fällt die Grundwasserneubildung geringer aus oder wird viel Wasser entnommen, gelangt dadurch nicht mehr Wasser in den Fluss.
Auch der offizielle Aktionsplan zum Niedrigwasser am Rhein zeigt, dass technische Maßnahmen nur ein Bestandteil einer breiteren Strategie sein können. Genannt werden ebenfalls bessere Vorhersagen, aktuelle Tiefeninformationen, angepasste Transportkonzepte, zusätzliche Lagerkapazitäten und niedrigwassergeeignete Schiffe. Selbst infrastrukturelle Optimierungen entfalten ihren Nutzen nach Darstellung des Bundesverkehrsministeriums vor allem bei normalen Niedrig- bis Mittelwasserständen. Bei extremem Niedrigwasser können sie Ausfälle allenfalls verkürzen, aber nicht grundsätzlich verhindern.
Flüsse reagieren als zusammenhängende Systeme
Ein Fluss ist keine starre Rinne. Wasserführung, Strömung, Sedimenttransport, Flusssohle, Ufer, Aue und Grundwasser stehen in enger Wechselwirkung. Wird ein Teil dieses Systems verändert, können sich die Folgen oberhalb, unterhalb oder seitlich des Eingriffs bemerkbar machen.
Welche Auswirkungen eine punktuelle oder längere Vertiefung tatsächlich hat, hängt unter anderem von Gefälle, Sohlmaterial, Strömung, Sedimentnachschub, Uferbefestigung, vorhandenen Bauwerken und der Verbindung zur Aue ab. Deshalb wäre es unseriös, jeder Vertiefung automatisch dieselbe Wirkung zuzuschreiben. Ebenso unseriös wäre es jedoch, mögliche Folgewirkungen auszublenden.
Wo ein Fluss bereits unter einem Sedimentdefizit leidet und seine Sohle erodiert, kann eine weitere Konzentration der Strömung bestehende Probleme verstärken. Die Bundesanstalt für Gewässerkunde beschreibt Tiefenerosion als einen Prozess, der mit sinkenden mittleren Wasserspiegellagen, selteneren und kürzeren Auenüberflutungen sowie einer Absenkung flussnaher Grundwasserstände verbunden sein kann. Häufig gehen damit auentypische Lebensräume und die an sie gebundenen Tier- und Pflanzenarten zurück.
Hinzu kommen die unmittelbaren Wirkungen von Baggerarbeiten: Sohlenlebensräume werden entnommen oder überformt, Sedimente aufgewirbelt und an anderer Stelle wieder abgelagert. Abhängig von Material, Zeitpunkt und Verfahren können Trübung, Feinsedimente und möglicherweise im Sediment gebundene Stoffe weitere Gewässerbereiche belasten. Deshalb müssen nicht nur die einmalige Baumaßnahme, sondern auch spätere Unterhaltungsbaggerungen und die Verbringung des Baggerguts betrachtet werden.
Gerade die flachen Bereiche tragen Leben
Was für ein tiefgehendes Schiff ein Hindernis sein kann, ist für zahlreiche Arten ein unverzichtbarer Lebensraum. Flachwasserzonen, strömungsberuhigte Randbereiche, Kies- und Sandbänke, Nebenarme und zeitweise überströmte Uferflächen bilden gemeinsam ein vielfältiges Mosaik.
Zwischen Kieseln und gröberen Sedimenten befindet sich das Kieslückensystem. Es dient vielen wirbellosen Tieren als Rückzugsraum und ist für die Entwicklung von Fischeiern und Jungfischen bedeutend. Zugleich laufen dort wichtige Stoffumsetzungs- und Selbstreinigungsprozesse ab. Sand- und Schlammbänke beherbergen andere, an feinere Substrate angepasste Lebensgemeinschaften. Seichte Buchten können Jungfischen Schutz vor starker Strömung bieten, während überflutete Auen Nahrungs-, Laich- und Aufwuchsgebiete bereitstellen.
Bei Niedrigwasser gewinnen solche Neben- und Rückzugsräume zusätzlich an Bedeutung. Werden sie vom Hauptstrom abgeschnitten, trocknen sie aus oder erwärmen sich stark, gehen nicht nur einzelne Flächen verloren. Das ökologische Netzwerk des Flusses wird lückenhafter. Fische, Muscheln, Schnecken, Insektenlarven und Wasserpflanzen verlieren Verbindungen zwischen Nahrungs-, Fortpflanzungs- und Rückzugsgebieten. Davon sind mittelbar auch Eisvogel, Flussregenpfeifer und zahlreiche weitere Arten betroffen, die auf ein lebendiges Flusssystem angewiesen sind.
Die Ausgangslage ist bereits kritisch: Nach der Bewertung der Europäischen Kommission von 2025 zählen physische Veränderungen von Gewässerbett, Ufern und angrenzenden Lebensräumen bei mindestens 83 Prozent der deutschen Oberflächenwasserkörper zu den erheblichen Belastungen. Weitere technische Eingriffe dürfen deshalb nicht isoliert betrachtet werden.
Die Aue gehört zum Fluss
Ein widerstandsfähiger Fluss endet nicht an der Böschungskante. Seine Aue ist ein natürlicher Überflutungs-, Speicher- und Entwicklungsraum. Bei höheren Wasserständen kann Wasser in Seitenarme, Mulden, Böden und auennahe Grundwasserkörper gelangen. Ein Teil davon fließt verzögert zurück oder bleibt länger in der Landschaft verfügbar.
Viele große Flüsse wurden jedoch eingedeicht, begradigt und von ihren früheren Überschwemmungsflächen getrennt. An zahlreichen Abschnitten bestehen nach den Fachinformationen des Umweltbundesamtes zur Nationalen Wasserstrategie nur noch zehn bis zwanzig Prozent der ehemaligen Auen. Damit fehlen nicht nur wertvolle Lebensräume, sondern auch Flächen, auf denen Wasser zurückgehalten und Hochwasserspitzen gedämpft werden können.
Renaturierung kann Niedrigwasser nicht herbeizaubern und anhaltende Trockenheit nicht vollständig ausgleichen. Sie kann den Wasserhaushalt jedoch stabilisieren: durch die Wiederanbindung von Auen und Altarmen, mehr Raum für eigendynamische Flussentwicklung, die Sicherung von Feuchtgebieten, den Schutz grundwassergespeister Zuflüsse und eine Landnutzung, die Niederschläge besser in der Fläche zurückhält.
Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass intakte Flussauen Wasser speichern und während trockener Phasen langsam wieder abgeben können. Gleichzeitig fördern sie Artenvielfalt, Hochwasservorsorge und Kohlenstoffbindung.
Für Artenschutz in Franken® ist deshalb klar: Fluss, Ufer, Grundwasser und Aue müssen gemeinsam betrachtet werden. Eine Politik, die nur auf die Tiefe einer Fahrrinne schaut, greift zu kurz.
Gewässerschutz ist auch eine rechtliche Verpflichtung
Die europäische Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten grundsätzlich dazu, eine Verschlechterung des Zustands ihrer Wasserkörper zu verhindern und einen guten Zustand beziehungsweise bei erheblich veränderten Gewässern ein gutes ökologisches Potenzial anzustreben.
Das bedeutet nicht, dass jede bauliche Veränderung eines Flusses ausnahmslos verboten wäre. Für neue Veränderungen der physischen Gewässereigenschaften bestehen eng gefasste Ausnahmemöglichkeiten. Dafür müssen jedoch die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, vernünftige umweltverträglichere Alternativen geprüft und alle praktisch möglichen Maßnahmen zur Begrenzung negativer Folgen ergriffen werden.
Ob eine geplante Vertiefung mit den Bewirtschaftungszielen vereinbar ist, muss daher vor der Zulassung anhand des konkret betroffenen Wasserkörpers untersucht werden. Eine Arbeitshilfe des Umweltbundesamtes erläutert die hierfür erforderliche zweistufige Prüfung.
Diese Prüfung ist keine Formalität. Sie soll verhindern, dass kurzfristige Nutzungsziele langfristig genau jene ökologischen Funktionen schwächen, von denen auch Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Kommunen und Verkehr abhängen.
Die Schifffahrt muss widerstandsfähiger werden – nicht nur die Fahrrinne tiefer
Niedrigwasser ist auch ein wirtschaftliches Risiko. Schiffe können weniger laden, Fahrten verteuern sich und Lieferketten geraten unter Druck. Eine belastbare Strategie sollte deshalb nicht von einer einzigen technischen Lösung abhängen.
Zu einem klimaangepassten Verkehrssystem gehören aus unserer Sicht:
Dabei sollten Fahrzeuge und Logistik stärker an die natürlichen Grenzen der Gewässer angepasst werden. Der umgekehrte Weg – Flüsse wiederholt an immer größere Tiefgänge anzupassen – kann ökologische Schäden und dauerhafte Unterhaltungskosten nach sich ziehen, ohne die Unsicherheit extremer Trockenjahre zu beseitigen.
Unsere Flüsse brauchen Raum statt nur Tiefe
Artenschutz in Franken® setzt sich für eine Sichtweise ein, die Nutzung und Natur nicht gegeneinander ausspielt. Eine verlässliche Binnenschifffahrt, lebendige Auen und artenreiche Flüsse können nur dann gemeinsam Zukunft haben, wenn Entscheidungen das gesamte Flusssystem und lange Zeiträume berücksichtigen.
Ein tieferer Abschnitt kann die Schifffahrt örtlich unterstützen. Er schafft jedoch weder Regen noch Grundwasserneubildung und ersetzt keine verlorene Aue. Klimaresilienz entsteht dort, wo Wasser in der Landschaft gehalten wird, Flüsse wieder mit ihren Auen verbunden sind und die Logistik mehrere tragfähige Möglichkeiten besitzt.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht allein, wie viel tiefer ein Fluss noch werden kann. Sie lautet, wie wir seine natürlichen Funktionen erhalten und zugleich unsere Nutzung so gestalten, dass sie auch unter veränderten klimatischen Bedingungen Bestand hat.
In der Abbildung
Sie ist ein wichtiger Bestandteil des Güterverkehrs. Gerade deshalb sollte ihre Zukunft nicht allein an immer weitergehende Eingriffe in ohnehin stark veränderte Flüsse gebunden werden.
Wassertiefe und Wassermenge sind nicht dasselbe
Für die Beurteilung von Niedrigwasser müssen drei Größen auseinandergehalten werden: der Abfluss, der Wasserstand und die örtlich verfügbare Fahrrinnentiefe. Der Abfluss beschreibt, welche Wassermenge innerhalb einer bestimmten Zeit durch einen Flussquerschnitt strömt. Der Wasserstand gibt die Höhe der Wasseroberfläche an einem Messpunkt an. Die Fahrrinnentiefe bezeichnet dagegen den nutzbaren Abstand zwischen Wasseroberfläche und Flusssohle innerhalb der für die Schifffahrt vorgesehenen Rinne.
Wird die Sohle an einer Engstelle abgesenkt, kann dort bei gleichem Abfluss vorübergehend mehr Tiefe zur Verfügung stehen. Das ist jedoch etwas grundlegend anderes als eine Verbesserung des Wasserhaushalts. Bleiben Niederschläge aus, sinkt die Bodenfeuchte, fällt die Grundwasserneubildung geringer aus oder wird viel Wasser entnommen, gelangt dadurch nicht mehr Wasser in den Fluss.
Auch der offizielle Aktionsplan zum Niedrigwasser am Rhein zeigt, dass technische Maßnahmen nur ein Bestandteil einer breiteren Strategie sein können. Genannt werden ebenfalls bessere Vorhersagen, aktuelle Tiefeninformationen, angepasste Transportkonzepte, zusätzliche Lagerkapazitäten und niedrigwassergeeignete Schiffe. Selbst infrastrukturelle Optimierungen entfalten ihren Nutzen nach Darstellung des Bundesverkehrsministeriums vor allem bei normalen Niedrig- bis Mittelwasserständen. Bei extremem Niedrigwasser können sie Ausfälle allenfalls verkürzen, aber nicht grundsätzlich verhindern.
Flüsse reagieren als zusammenhängende Systeme
Ein Fluss ist keine starre Rinne. Wasserführung, Strömung, Sedimenttransport, Flusssohle, Ufer, Aue und Grundwasser stehen in enger Wechselwirkung. Wird ein Teil dieses Systems verändert, können sich die Folgen oberhalb, unterhalb oder seitlich des Eingriffs bemerkbar machen.
Welche Auswirkungen eine punktuelle oder längere Vertiefung tatsächlich hat, hängt unter anderem von Gefälle, Sohlmaterial, Strömung, Sedimentnachschub, Uferbefestigung, vorhandenen Bauwerken und der Verbindung zur Aue ab. Deshalb wäre es unseriös, jeder Vertiefung automatisch dieselbe Wirkung zuzuschreiben. Ebenso unseriös wäre es jedoch, mögliche Folgewirkungen auszublenden.
Wo ein Fluss bereits unter einem Sedimentdefizit leidet und seine Sohle erodiert, kann eine weitere Konzentration der Strömung bestehende Probleme verstärken. Die Bundesanstalt für Gewässerkunde beschreibt Tiefenerosion als einen Prozess, der mit sinkenden mittleren Wasserspiegellagen, selteneren und kürzeren Auenüberflutungen sowie einer Absenkung flussnaher Grundwasserstände verbunden sein kann. Häufig gehen damit auentypische Lebensräume und die an sie gebundenen Tier- und Pflanzenarten zurück.
Hinzu kommen die unmittelbaren Wirkungen von Baggerarbeiten: Sohlenlebensräume werden entnommen oder überformt, Sedimente aufgewirbelt und an anderer Stelle wieder abgelagert. Abhängig von Material, Zeitpunkt und Verfahren können Trübung, Feinsedimente und möglicherweise im Sediment gebundene Stoffe weitere Gewässerbereiche belasten. Deshalb müssen nicht nur die einmalige Baumaßnahme, sondern auch spätere Unterhaltungsbaggerungen und die Verbringung des Baggerguts betrachtet werden.
Gerade die flachen Bereiche tragen Leben
Was für ein tiefgehendes Schiff ein Hindernis sein kann, ist für zahlreiche Arten ein unverzichtbarer Lebensraum. Flachwasserzonen, strömungsberuhigte Randbereiche, Kies- und Sandbänke, Nebenarme und zeitweise überströmte Uferflächen bilden gemeinsam ein vielfältiges Mosaik.
Zwischen Kieseln und gröberen Sedimenten befindet sich das Kieslückensystem. Es dient vielen wirbellosen Tieren als Rückzugsraum und ist für die Entwicklung von Fischeiern und Jungfischen bedeutend. Zugleich laufen dort wichtige Stoffumsetzungs- und Selbstreinigungsprozesse ab. Sand- und Schlammbänke beherbergen andere, an feinere Substrate angepasste Lebensgemeinschaften. Seichte Buchten können Jungfischen Schutz vor starker Strömung bieten, während überflutete Auen Nahrungs-, Laich- und Aufwuchsgebiete bereitstellen.
Bei Niedrigwasser gewinnen solche Neben- und Rückzugsräume zusätzlich an Bedeutung. Werden sie vom Hauptstrom abgeschnitten, trocknen sie aus oder erwärmen sich stark, gehen nicht nur einzelne Flächen verloren. Das ökologische Netzwerk des Flusses wird lückenhafter. Fische, Muscheln, Schnecken, Insektenlarven und Wasserpflanzen verlieren Verbindungen zwischen Nahrungs-, Fortpflanzungs- und Rückzugsgebieten. Davon sind mittelbar auch Eisvogel, Flussregenpfeifer und zahlreiche weitere Arten betroffen, die auf ein lebendiges Flusssystem angewiesen sind.
Die Ausgangslage ist bereits kritisch: Nach der Bewertung der Europäischen Kommission von 2025 zählen physische Veränderungen von Gewässerbett, Ufern und angrenzenden Lebensräumen bei mindestens 83 Prozent der deutschen Oberflächenwasserkörper zu den erheblichen Belastungen. Weitere technische Eingriffe dürfen deshalb nicht isoliert betrachtet werden.
Die Aue gehört zum Fluss
Ein widerstandsfähiger Fluss endet nicht an der Böschungskante. Seine Aue ist ein natürlicher Überflutungs-, Speicher- und Entwicklungsraum. Bei höheren Wasserständen kann Wasser in Seitenarme, Mulden, Böden und auennahe Grundwasserkörper gelangen. Ein Teil davon fließt verzögert zurück oder bleibt länger in der Landschaft verfügbar.
Viele große Flüsse wurden jedoch eingedeicht, begradigt und von ihren früheren Überschwemmungsflächen getrennt. An zahlreichen Abschnitten bestehen nach den Fachinformationen des Umweltbundesamtes zur Nationalen Wasserstrategie nur noch zehn bis zwanzig Prozent der ehemaligen Auen. Damit fehlen nicht nur wertvolle Lebensräume, sondern auch Flächen, auf denen Wasser zurückgehalten und Hochwasserspitzen gedämpft werden können.
Renaturierung kann Niedrigwasser nicht herbeizaubern und anhaltende Trockenheit nicht vollständig ausgleichen. Sie kann den Wasserhaushalt jedoch stabilisieren: durch die Wiederanbindung von Auen und Altarmen, mehr Raum für eigendynamische Flussentwicklung, die Sicherung von Feuchtgebieten, den Schutz grundwassergespeister Zuflüsse und eine Landnutzung, die Niederschläge besser in der Fläche zurückhält.
Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass intakte Flussauen Wasser speichern und während trockener Phasen langsam wieder abgeben können. Gleichzeitig fördern sie Artenvielfalt, Hochwasservorsorge und Kohlenstoffbindung.
Für Artenschutz in Franken® ist deshalb klar: Fluss, Ufer, Grundwasser und Aue müssen gemeinsam betrachtet werden. Eine Politik, die nur auf die Tiefe einer Fahrrinne schaut, greift zu kurz.
Gewässerschutz ist auch eine rechtliche Verpflichtung
Die europäische Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten grundsätzlich dazu, eine Verschlechterung des Zustands ihrer Wasserkörper zu verhindern und einen guten Zustand beziehungsweise bei erheblich veränderten Gewässern ein gutes ökologisches Potenzial anzustreben.
Das bedeutet nicht, dass jede bauliche Veränderung eines Flusses ausnahmslos verboten wäre. Für neue Veränderungen der physischen Gewässereigenschaften bestehen eng gefasste Ausnahmemöglichkeiten. Dafür müssen jedoch die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, vernünftige umweltverträglichere Alternativen geprüft und alle praktisch möglichen Maßnahmen zur Begrenzung negativer Folgen ergriffen werden.
Ob eine geplante Vertiefung mit den Bewirtschaftungszielen vereinbar ist, muss daher vor der Zulassung anhand des konkret betroffenen Wasserkörpers untersucht werden. Eine Arbeitshilfe des Umweltbundesamtes erläutert die hierfür erforderliche zweistufige Prüfung.
Diese Prüfung ist keine Formalität. Sie soll verhindern, dass kurzfristige Nutzungsziele langfristig genau jene ökologischen Funktionen schwächen, von denen auch Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Kommunen und Verkehr abhängen.
Die Schifffahrt muss widerstandsfähiger werden – nicht nur die Fahrrinne tiefer
Niedrigwasser ist auch ein wirtschaftliches Risiko. Schiffe können weniger laden, Fahrten verteuern sich und Lieferketten geraten unter Druck. Eine belastbare Strategie sollte deshalb nicht von einer einzigen technischen Lösung abhängen.
Zu einem klimaangepassten Verkehrssystem gehören aus unserer Sicht:
- Schiffe mit geringerem Tiefgang und eine Modernisierung der bestehenden Flotte,
- verlässliche Wasserstands- und Fahrrinnentiefenprognosen,
- flexible Leichter-, Umschlag- und Transportkonzepte,
- ausreichende Lagerkapazitäten an wichtigen Industrie- und Hafenstandorten,
- leistungsfähige und möglichst klimaverträgliche Ausweichkapazitäten auf der Schiene,
- abgestimmte Notfall- und Priorisierungspläne für lang anhaltende Niedrigwasserphasen,
- sowie ein konsequenter Schutz des Wasserhaushalts im gesamten Einzugsgebiet.
Dabei sollten Fahrzeuge und Logistik stärker an die natürlichen Grenzen der Gewässer angepasst werden. Der umgekehrte Weg – Flüsse wiederholt an immer größere Tiefgänge anzupassen – kann ökologische Schäden und dauerhafte Unterhaltungskosten nach sich ziehen, ohne die Unsicherheit extremer Trockenjahre zu beseitigen.
Unsere Flüsse brauchen Raum statt nur Tiefe
Artenschutz in Franken® setzt sich für eine Sichtweise ein, die Nutzung und Natur nicht gegeneinander ausspielt. Eine verlässliche Binnenschifffahrt, lebendige Auen und artenreiche Flüsse können nur dann gemeinsam Zukunft haben, wenn Entscheidungen das gesamte Flusssystem und lange Zeiträume berücksichtigen.
Ein tieferer Abschnitt kann die Schifffahrt örtlich unterstützen. Er schafft jedoch weder Regen noch Grundwasserneubildung und ersetzt keine verlorene Aue. Klimaresilienz entsteht dort, wo Wasser in der Landschaft gehalten wird, Flüsse wieder mit ihren Auen verbunden sind und die Logistik mehrere tragfähige Möglichkeiten besitzt.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht allein, wie viel tiefer ein Fluss noch werden kann. Sie lautet, wie wir seine natürlichen Funktionen erhalten und zugleich unsere Nutzung so gestalten, dass sie auch unter veränderten klimatischen Bedingungen Bestand hat.
In der Abbildung
- KI-bearbeitete Darstellung auf Grundlage einer Originalaufnahme - Originalaufnahme eines Baches wurde um eine Infobox ergänzt!
Artenschutz in Franken®
Wenn Europas Gletscher verschwinden
Wenn Europas Gletscher verschwinden – was Bächen, Flüssen und ihrer biologischen Vielfalt droht
15/16.08.2026
Noch liegt helles Eis zwischen den dunklen Gesteinsmassen. Doch die zusammenhängende Gletscherfläche ist vielerorts bereits aufgebrochen. Schmelzwasser sucht sich seinen Weg durch Schutt und Geröll, während immer größere Bereiche des früher eisbedeckten Untergrundes sichtbar werden. Was auf den ersten Blick wie eine weit entfernte Veränderung im Hochgebirge erscheint, reicht in seiner Wirkung deutlich über die Gletscherregionen hinaus.
Für Artenschutz in Franken® ist der Blick auf die europäischen Gletscher deshalb auch ein Blick auf die Zukunft unserer Bäche und Flüsse. Denn ein Gletscher ist nicht lediglich eine erstarrte Landschaftsform. Er ist ein über lange Zeit gewachsener Wasserspeicher, ein Temperaturregler und der Ursprung hoch spezialisierter Lebensräume.
15/16.08.2026
- Das Eis geht – und mit ihm verändert sich das Wasser
Noch liegt helles Eis zwischen den dunklen Gesteinsmassen. Doch die zusammenhängende Gletscherfläche ist vielerorts bereits aufgebrochen. Schmelzwasser sucht sich seinen Weg durch Schutt und Geröll, während immer größere Bereiche des früher eisbedeckten Untergrundes sichtbar werden. Was auf den ersten Blick wie eine weit entfernte Veränderung im Hochgebirge erscheint, reicht in seiner Wirkung deutlich über die Gletscherregionen hinaus.
Für Artenschutz in Franken® ist der Blick auf die europäischen Gletscher deshalb auch ein Blick auf die Zukunft unserer Bäche und Flüsse. Denn ein Gletscher ist nicht lediglich eine erstarrte Landschaftsform. Er ist ein über lange Zeit gewachsener Wasserspeicher, ein Temperaturregler und der Ursprung hoch spezialisierter Lebensräume.
Der europäische Gletscherschwund setzt sich mit großer Geschwindigkeit fort. Nach Angaben des gemeinsamen europäischen Klimaberichts von Copernicus und der Weltorganisation für Meteorologie verloren die Gletscher 2025 in sämtlichen europäischen Regionen erneut an Masse.
Mitteleuropa gehörte im selben Jahr zu den Regionen mit besonders hohen flächenbezogenen Eisverlusten. Europa erwärmt sich schneller als jeder andere Kontinent – und in seinen kalten Gebirgsregionen wird diese Entwicklung besonders sichtbar.
In der Darstellung
Mitteleuropa gehörte im selben Jahr zu den Regionen mit besonders hohen flächenbezogenen Eisverlusten. Europa erwärmt sich schneller als jeder andere Kontinent – und in seinen kalten Gebirgsregionen wird diese Entwicklung besonders sichtbar.
In der Darstellung
- Illustrative KI-Bearbeitung – Darstellung entspricht nicht vollständig der ursprünglichen Aufnahmesituation. - Detail: Bauwerke und Personenelemente wurden entfernt.
Artenschutz in Franken®
Lebensader Bachlauf: Wo Wasser auf Leben trifft
Lebensader Bachlauf: Wo Wasser auf Leben trifft
15/16.08.2026
Ein leises Plätschern im Sonnenlicht, das saftige Grün unter der Wasseroberfläche und der Duft von wilder Minze in der Sommerluft – unsere Schutzfläche am Bachufer ist weit mehr als nur ein idyllischer Anblick. Sie ist eine lebendige Oase, ein ökologischer Trittstein mitten in der fränkischen Kulturlandschaft.
15/16.08.2026
- Artenschutz vor der Haustür: Entdecken Sie unsere Schutzfläche am Bachlauf! Als Artenschutz in Franken® schützen wir wertvolle Trittsteinbiotope, die Heimischen Arten als Lebensraum und Wanderkorridor dienen. Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit an den Fließgewässern Frankens!
Ein leises Plätschern im Sonnenlicht, das saftige Grün unter der Wasseroberfläche und der Duft von wilder Minze in der Sommerluft – unsere Schutzfläche am Bachufer ist weit mehr als nur ein idyllischer Anblick. Sie ist eine lebendige Oase, ein ökologischer Trittstein mitten in der fränkischen Kulturlandschaft.
An solchen Ufersäumen entscheidet sich, wie widerstandsfähig unsere Natur gegenüber Umweltveränderungen und Extremwetterereignissen bleibt. Hier, wo Wasser, Land und Luft aufeinandertreffen, schafft die Natur dynamische Lebensräume auf kleinstem Raum – vorausgesetzt, man lässt ihr den nötigen Platz.
In der Aufnahme vom 11.08.2026
In der Aufnahme vom 11.08.2026
- Blick auf eine unserer Naturschutzflächen
Artenschutz in Franken®
Stele der Biodiversität® - Balve -- Start der grafischen Gestaltung
Stele der Biodiversität® - Balve
15/16.08.2026
Balve / Nordrhein - Westfalen. Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trafostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
15/16.08.2026
- Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und Turmstationen Deutschland e.V. das von der Deutschen Postcode Lotterie sowie der Dieter Mennekes Umweltstiftung unterstützt wird.
Balve / Nordrhein - Westfalen. Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trafostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen), keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gleichfalls zum Scheitern verurteilt.
Ein Projekt des Artenschutz in Franken® und Turmstationen Deutschland e.V. das von der Deutschen Postcode Lotterie und der Dieter Mennekes Umweltstiftung unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.
In der Aufnahme
Ein Projekt des Artenschutz in Franken® und Turmstationen Deutschland e.V. das von der Deutschen Postcode Lotterie und der Dieter Mennekes Umweltstiftung unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.
In der Aufnahme
- Am 10.August wurden die ersten Pinselstriche auf das Bauwerk aufgebracht
Artenschutz in Franken®
Das Wasser muss im Wald bleiben
Das Wasser muss im Wald bleiben
13/14.08.2026
Nach einer langen Trockenperiode fällt endlich Regen. Doch anstatt langsam in den Waldboden einzusickern, sammelt sich das Wasser auf verdichteten Rückegassen, fließt über Forstwege in Seitengräben und wird von dort rasch in den nächsten Bach geleitet. Innerhalb kurzer Zeit ist ein großer Teil des Niederschlags verschwunden. Wenige Tage später ist der Oberboden erneut trocken.
Solche Beobachtungen zeigen, worum es künftig gehen muss: Niederschlagswasser darf nicht möglichst schnell aus dem Wald abgeleitet werden. Es muss gebremst, verteilt, versickert und – wo es der Standort zulässt – zeitweise gespeichert werden.
13/14.08.2026
- Warum wir die natürliche Schwammfunktion unserer Wälder dringend wiederherstellen müssen
Nach einer langen Trockenperiode fällt endlich Regen. Doch anstatt langsam in den Waldboden einzusickern, sammelt sich das Wasser auf verdichteten Rückegassen, fließt über Forstwege in Seitengräben und wird von dort rasch in den nächsten Bach geleitet. Innerhalb kurzer Zeit ist ein großer Teil des Niederschlags verschwunden. Wenige Tage später ist der Oberboden erneut trocken.
Solche Beobachtungen zeigen, worum es künftig gehen muss: Niederschlagswasser darf nicht möglichst schnell aus dem Wald abgeleitet werden. Es muss gebremst, verteilt, versickert und – wo es der Standort zulässt – zeitweise gespeichert werden.
Für Artenschutz in Franken® ist der Wasserrückhalt im Wald eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben des Natur- und Klimaschutzes. Dabei geht es nicht darum, jeden Wald künstlich zu vernässen. Ziel ist vielmehr, die natürliche Aufnahme- und Speicherfähigkeit der Waldböden wieder zu stärken.
In der Aufnahme
In der Aufnahme
- "Naturnahme Garbenpflege"
Artenschutz in Franken®
Weberknechte – auf langen Beinen durch die Nacht
Weberknechte – auf langen Beinen durch die Nacht
13/14.08.2026
Die Sonne ist längst hinter den Bäumen verschwunden. Auf den Steinen einer alten Mauer liegt nur noch ein schmaler Streifen Abendlicht.
Plötzlich löst sich daraus eine beinahe körperlose Gestalt: ein kleiner, rundlicher Körper, getragen von acht erstaunlich langen Beinen. Vorsichtig tastet sich das Tier über Moos, Flechten und verwitterte Fugen. Es wirkt zerbrechlich – und doch gehört es zu einer Tiergruppe, die bereits seit sehr langer Zeit auf der Erde existiert.
13/14.08.2026
- Eine Begegnung am alten Gemäuer
Die Sonne ist längst hinter den Bäumen verschwunden. Auf den Steinen einer alten Mauer liegt nur noch ein schmaler Streifen Abendlicht.
Plötzlich löst sich daraus eine beinahe körperlose Gestalt: ein kleiner, rundlicher Körper, getragen von acht erstaunlich langen Beinen. Vorsichtig tastet sich das Tier über Moos, Flechten und verwitterte Fugen. Es wirkt zerbrechlich – und doch gehört es zu einer Tiergruppe, die bereits seit sehr langer Zeit auf der Erde existiert.
Solche stillen Begegnungen sind es, die uns bei Artenschutz in Franken® immer wieder daran erinnern, wie viele wenig beachtete Mitbewohner unmittelbar vor unserer Haustür leben. Weberknechte drängen sich nicht in den Vordergrund. Sie bauen keine auffälligen Netze, summen nicht über Blüten und hinterlassen kaum sichtbare Spuren. Dennoch sind sie ein fester Bestandteil unserer Lebensräume.
In der Aufnahme von Volkmar Greb
In der Aufnahme von Volkmar Greb
- Trotz ihres Aussehens sind Weberknechte keine Webspinnen, sondern bilden eine eigene Ordnung der Spinnentiere.
Artenschutz in Franken®
Echter Beinwell (Symphytum officinale)
Echter Beinwell – ein kräftiger Bewohner feuchter Lebensräume
13/14.08.2026
Manchmal sind es nicht die seltenen Pflanzen, die unsere Aufmerksamkeit verdienen. Manchmal steht das Bemerkenswerte direkt am Wegrand – kräftig, etwas rau und scheinbar vollkommen selbstverständlich.
13/14.08.2026
- Eine Begegnung am Grabenrand
Manchmal sind es nicht die seltenen Pflanzen, die unsere Aufmerksamkeit verdienen. Manchmal steht das Bemerkenswerte direkt am Wegrand – kräftig, etwas rau und scheinbar vollkommen selbstverständlich.
An einem feuchten Grabenrand hebt sich eine Gruppe großer, dunkelgrüner Blätter aus der übrigen Vegetation. Darüber hängen violette Blütenglocken, die sich bei jeder Bewegung einer Hummel leicht zur Seite neigen. Wer die Pflanze berührt, spürt sofort ihre feste, borstige Oberfläche. Es ist der Echte Beinwell (Symphytum officinale), auch Gewöhnlicher Beinwell oder Arznei-Beinwell genannt.
Für Kräftig, rau und unverwechselbar gehört er zu jenen heimischen Pflanzen, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken, bei genauerem Hinsehen jedoch viel über den Zustand eines Lebensraumes erzählen.
In der Aufnahme
Für Kräftig, rau und unverwechselbar gehört er zu jenen heimischen Pflanzen, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken, bei genauerem Hinsehen jedoch viel über den Zustand eines Lebensraumes erzählen.
- Kräftig, rau und unverwechselbar
In der Aufnahme
- Echter Beinwell (Symphytum officinale) am 09.08.2026
Artenschutz in Franken®
Wald ist nicht gleich Wald – warum naturnahe Laubwälder Feuer bremsen können
Wald ist nicht gleich Wald – warum naturnahe Laubwälder Feuer bremsen können
13/14.08.2026
Wälder unterscheiden sich erheblich darin, wie leicht sie sich entzünden, wie schnell sich ein Feuer in ihnen ausbreitet und ob aus einem Bodenbrand ein schwer kontrollierbarer Kronenbrand entstehen kann.
13/14.08.2026
- Wenn von Waldbränden gesprochen wird, entsteht häufig der Eindruck, jeder Wald müsse bei großer Hitze früher oder später zwangsläufig in Flammen aufgehen. Doch diese Vorstellung greift zu kurz.
Wälder unterscheiden sich erheblich darin, wie leicht sie sich entzünden, wie schnell sich ein Feuer in ihnen ausbreitet und ob aus einem Bodenbrand ein schwer kontrollierbarer Kronenbrand entstehen kann.
Aus der Sicht von Artenschutz in Franken® ist deshalb eine klare Unterscheidung notwendig: Ein naturnaher, ausreichend mit Wasser versorgter Laubwald ist unter den in Mitteleuropa lange Zeit typischen Bedingungen vergleichsweise schwer entflammbar. Er ist allerdings nicht unbrennbar.
Nach langen Dürreperioden können auch Laubwälder Feuer fangen – besonders dann, wenn Laubstreu, Gräser, Reisig und abgestorbene Pflanzen vollständig ausgetrocknet sind.
In der Aufnahme
Nach langen Dürreperioden können auch Laubwälder Feuer fangen – besonders dann, wenn Laubstreu, Gräser, Reisig und abgestorbene Pflanzen vollständig ausgetrocknet sind.
In der Aufnahme
- ... wenn Wirtschaftsforste - und industrielle Landwirtschaft an ihre Grenzen geraten ...
Artenschutz in Franken®
Der Gemeine Beifuß (Artemisia vulgaris) ... im August
Gemeiner Beifuß – der stille Begleiter unserer Wege
13/14.08.2026
An einem warmen Augustmorgen fällt unser Blick auf eine Pflanze, an der viele Menschen achtlos vorübergehen. Am Rand eines Flurweges steht der Gemeine Beifuß zwischen trockenen Gräsern und anderen Hochstauden. Seine Blüten sind klein und unscheinbar. Dennoch überragt er viele Pflanzen seiner Umgebung und behauptet seinen Platz zwischen Staub, Sonne und wiederkehrenden Eingriffen.
13/14.08.2026
- Eine Begegnung im Spätsommer
An einem warmen Augustmorgen fällt unser Blick auf eine Pflanze, an der viele Menschen achtlos vorübergehen. Am Rand eines Flurweges steht der Gemeine Beifuß zwischen trockenen Gräsern und anderen Hochstauden. Seine Blüten sind klein und unscheinbar. Dennoch überragt er viele Pflanzen seiner Umgebung und behauptet seinen Platz zwischen Staub, Sonne und wiederkehrenden Eingriffen.
Wer eines seiner Blätter zwischen den Fingern reibt, nimmt sofort den kräftigen, würzigen Duft wahr. In diesem Moment zeigt sich, dass auch eine scheinbar alltägliche Pflanze ihre ganz eigene Geschichte besitzt.
Für uns von Artenschutz in Franken® gehört der Gemeine Beifuß zu jenen Arten, die nicht durch auffällige Blüten werben müssen. Seine Bedeutung liegt im Verborgenen – in seiner Widerstandskraft, seiner Funktion innerhalb der Pflanzengemeinschaft und in der Struktur, die er an Wegen, Böschungen und Brachflächen entstehen lässt.
In der Aufnahme
Für uns von Artenschutz in Franken® gehört der Gemeine Beifuß zu jenen Arten, die nicht durch auffällige Blüten werben müssen. Seine Bedeutung liegt im Verborgenen – in seiner Widerstandskraft, seiner Funktion innerhalb der Pflanzengemeinschaft und in der Struktur, die er an Wegen, Böschungen und Brachflächen entstehen lässt.
In der Aufnahme
- Beifußpollen zählen zu den bedeutsamen Auslösern spätsommerlicher allergischer Beschwerden
Artenschutz in Franken®
Südlicher Kurzgeschwänzter Bläuling
Ein kleiner Falter sorgt für große Aufmerksamkeit
13/14.08.2026
Manchmal kündigen sich Veränderungen in unserer Landschaft nicht laut und unübersehbar an. Manchmal sitzen sie, kaum größer als ein Fingernagel, zwischen Gräsern und Blüten.
Nur für wenige Augenblicke öffnen sich die Flügel, ein matter Blauton wird sichtbar – und schon verschwindet der kleine Falter wieder im Pflanzengewirr.
13/14.08.2026
- Südlicher Kurzgeschwänzter Bläuling (Cupido alcetas) – ein bemerkenswerter Verdachtsfund in Franken
Manchmal kündigen sich Veränderungen in unserer Landschaft nicht laut und unübersehbar an. Manchmal sitzen sie, kaum größer als ein Fingernagel, zwischen Gräsern und Blüten.
Nur für wenige Augenblicke öffnen sich die Flügel, ein matter Blauton wird sichtbar – und schon verschwindet der kleine Falter wieder im Pflanzengewirr.
Am 10. August 2026 gelang Artenschutz in Franken® in Franken die fotografische Dokumentation eines kleinen Bläulings, dessen sichtbare Merkmale auffallend gut zum Südlichen Kurzgeschwänzten Bläuling (Cupido alcetas) passen. Sollte sich diese Bestimmung durch eine fachliche Prüfung bestätigen, wäre die Beobachtung für die Schmetterlingsfauna Frankens von erheblicher Bedeutung.
Artenschutz in Franken® führt die Beobachtung gegenwärtig bewusst als Verdachtsfund von Cupido cf. alcetas. Das Kürzel „cf.“ bedeutet, dass das fotografierte Tier nach den erkennbaren Merkmalen sehr wahrscheinlich zu dieser Art gehört, die Bestimmung jedoch noch nicht abschließend abgesichert ist.
In der Aufnahme
Artenschutz in Franken® führt die Beobachtung gegenwärtig bewusst als Verdachtsfund von Cupido cf. alcetas. Das Kürzel „cf.“ bedeutet, dass das fotografierte Tier nach den erkennbaren Merkmalen sehr wahrscheinlich zu dieser Art gehört, die Bestimmung jedoch noch nicht abschließend abgesichert ist.
In der Aufnahme
- Südlicher Kurzgeschwänzter Bläuling (Cupido alcetas)
Artenschutz in Franken®
Die Echte Zaunwinde (Calystegia sepium) ... im August
Die Echte Zaunwinde – weiße Blütentrichter zwischen Hecke und Hochstaudenflur
12/13.08.2026
Am frühen Morgen liegt noch Feuchtigkeit auf den Blättern der Hochstauden. Zwischen Brennnesseln, Gräsern und jungen Gehölzen leuchten plötzlich große weiße Blüten hervor. Ihre dünnen Stängel sind kaum zu erkennen, denn sie haben sich längst um andere Pflanzen gewunden. Fast scheint es, als würden die hellen Blütentrichter frei über dem Grün schweben.
12/13.08.2026
- Eine Begegnung am grünen Rand
Am frühen Morgen liegt noch Feuchtigkeit auf den Blättern der Hochstauden. Zwischen Brennnesseln, Gräsern und jungen Gehölzen leuchten plötzlich große weiße Blüten hervor. Ihre dünnen Stängel sind kaum zu erkennen, denn sie haben sich längst um andere Pflanzen gewunden. Fast scheint es, als würden die hellen Blütentrichter frei über dem Grün schweben.
Die Echte Zaunwinde (Calystegia sepium), auch Gewöhnliche Zaunwinde genannt, gehört zu jenen Pflanzen, die sich nicht still an einen zugewiesenen Platz halten. Sie sucht sich ihren Weg, nutzt vorhandene Strukturen und wächst dem Licht entgegen. Gerade deshalb wird sie häufig als störend empfunden.
Für uns von Artenschutz in Franken® lohnt sich jedoch ein genauerer Blick: Nicht jede stark wachsende Pflanze ist automatisch wertlos – und nicht jedes ungeordnete Pflanzenbild ist ein Zeichen fehlender Pflege.
In der Aufnahme von Albert Meier
Für uns von Artenschutz in Franken® lohnt sich jedoch ein genauerer Blick: Nicht jede stark wachsende Pflanze ist automatisch wertlos – und nicht jedes ungeordnete Pflanzenbild ist ein Zeichen fehlender Pflege.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Die Echte Zaunwinde (Calystegia sepium) in voller Blüte.
Artenschutz in Franken®
Steinhummel (Bombus lapidarius)
Die Steinhummel – schwarzer Pelz und leuchtend rotes Hinterteil
12/13.08.2026
Die Sonne hat den Wegsaum bereits erwärmt. Zwischen Klee, Disteln und anderen Wildblumen bewegt sich eine kräftige Hummel von Blüte zu Blüte. Ihr Körper erscheint beinahe vollständig schwarz – bis sie auffliegt und ihre leuchtend rot gefärbte Hinterleibsspitze sichtbar wird. Für einen Augenblick steht sie brummend in der Luft, richtet sich neu aus und landet auf der nächsten Blüte.
12/13.08.2026
- Ein warmer Vormittag am Blütensaum
Die Sonne hat den Wegsaum bereits erwärmt. Zwischen Klee, Disteln und anderen Wildblumen bewegt sich eine kräftige Hummel von Blüte zu Blüte. Ihr Körper erscheint beinahe vollständig schwarz – bis sie auffliegt und ihre leuchtend rot gefärbte Hinterleibsspitze sichtbar wird. Für einen Augenblick steht sie brummend in der Luft, richtet sich neu aus und landet auf der nächsten Blüte.
Solche Begegnungen gehören für uns von Artenschutz in Franken® zu den kleinen, aber besonders eindrucksvollen Beobachtungen in einer vielfältigen Landschaft. Die Steinhummel (Bombus lapidarius) fällt durch ihre kontrastreiche Färbung auf.
Gleichzeitig erinnert sie uns daran, wie wichtig blütenreiche Säume, ungestörte Bodenbereiche und unscheinbare Hohlräume für das Überleben heimischer Wildbienen sind.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Gleichzeitig erinnert sie uns daran, wie wichtig blütenreiche Säume, ungestörte Bodenbereiche und unscheinbare Hohlräume für das Überleben heimischer Wildbienen sind.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Steinhummel bei der Nahrungsaufnahme
Artenschutz in Franken®
Einjähriges Berufkraut (Erigeron annuus)
Einjähriges Berufkraut – zarte Blüte mit großer Ausbreitungskraft
12/13.08.2026
Auf den ersten Blick wirkt es beinahe vertraut. Zahlreiche kleine Blütenköpfe stehen über einer Wiese, an einem Wegrand oder auf einer Böschung. Ihre schmalen weißen Strahlenblüten umgeben eine gelbe Mitte und erinnern aus der Entfernung an kleine Gänseblümchen oder feine Margeriten.
Schwebfliegen, Wildbienen und andere Insekten können sich auf den Blüten niederlassen. Alles scheint zu einem sommerlichen Landschaftsbild zu gehören.
12/13.08.2026
- Erigeron annuus zwischen sommerlicher Blütenfülle und naturschutzfachlicher Verantwortung
Auf den ersten Blick wirkt es beinahe vertraut. Zahlreiche kleine Blütenköpfe stehen über einer Wiese, an einem Wegrand oder auf einer Böschung. Ihre schmalen weißen Strahlenblüten umgeben eine gelbe Mitte und erinnern aus der Entfernung an kleine Gänseblümchen oder feine Margeriten.
Schwebfliegen, Wildbienen und andere Insekten können sich auf den Blüten niederlassen. Alles scheint zu einem sommerlichen Landschaftsbild zu gehören.
Doch bei genauerem Hinsehen begegnen wir hier einer Pflanze, die ursprünglich nicht Bestandteil unserer mitteleuropäischen Flora war: dem Einjährigen Berufkraut, das auch als Feinstrahl-Berufkraut oder Einjähriger Feinstrahl bezeichnet wird.
Für Artenschutz in Franken® ist diese Art ein gutes Beispiel dafür, wie differenziert Naturschutz sein muss. Eine einzelne blühende Pflanze kann durchaus attraktiv erscheinen und von Insekten besucht werden. Bildet sie jedoch große, dichte Bestände und dringt in artenreiche Wiesen oder andere wertvolle Lebensräume ein, verändert sich ihre ökologische Bedeutung grundlegend.
In der Aufnahme
Für Artenschutz in Franken® ist diese Art ein gutes Beispiel dafür, wie differenziert Naturschutz sein muss. Eine einzelne blühende Pflanze kann durchaus attraktiv erscheinen und von Insekten besucht werden. Bildet sie jedoch große, dichte Bestände und dringt in artenreiche Wiesen oder andere wertvolle Lebensräume ein, verändert sich ihre ökologische Bedeutung grundlegend.
In der Aufnahme
- Einjähriges Berufkraut (Erigeron annuus)
Artenschutz in Franken®
Zwischen Jugendkleid und Herbstreise
Zwischen Jugendkleid und Herbstreise
11/12.08.2026
An diesem Augustmorgen konnten wir eine Entwicklung beobachten, die leicht übersehen wird. Zwischen den bereits fast erwachsen wirkenden Staren waren noch einzelne braune Federn zu erkennen. Sie verrieten, dass es sich um Jungvögel dieses Jahres handelt.
Nur wenige Wochen zuvor hatten sie ihre Bruthöhlen in einem weitgehend einheitlichen graubraunen Jugendkleid verlassen. Nun befinden sie sich mitten in einem eindrucksvollen Wandel.
11/12.08.2026
- Junge Stare verändern ihr Erscheinungsbild
An diesem Augustmorgen konnten wir eine Entwicklung beobachten, die leicht übersehen wird. Zwischen den bereits fast erwachsen wirkenden Staren waren noch einzelne braune Federn zu erkennen. Sie verrieten, dass es sich um Jungvögel dieses Jahres handelt.
Nur wenige Wochen zuvor hatten sie ihre Bruthöhlen in einem weitgehend einheitlichen graubraunen Jugendkleid verlassen. Nun befinden sie sich mitten in einem eindrucksvollen Wandel.
Für Artenschutz in Franken® sind solche Augenblicke besonders wertvoll. Sie machen sichtbar, dass der Sommer für unsere Vogelwelt keineswegs eine ruhige Zeit ist. Während die Brutsaison langsam ausklingt, bereiten sich viele Vögel bereits auf den Herbst, den Winter und mögliche Wanderungen vor.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Jungstar ... fast schon im Erwachsenengefieder.
Artenschutz in Franken®
Das geheime Leben der Bilche - Bayerns Schlafmäusen auf der Spur
Das geheime Leben der Bilche - Bayerns Schlafmäusen auf der Spur
11/12.08.2026
Die Ausstellung ist bis Mitte November 2026 zu besichtigen. Wir freuen uns, wenn Sie diesen Veranstaltungshinweis an Interessenten weiterleiten oder auf Ihrer Webseite bewerben.
11/12.08.2026
- Herzliche Einladung zur Sonderausstellung "Das geheime Leben der Bilche – Bayerns Schlafmäusen auf der Spur" des BUND Naturschutz in den „Wilde Buchenwälder/ Tourist-Info Ebrach“ .
Die Ausstellung ist bis Mitte November 2026 zu besichtigen. Wir freuen uns, wenn Sie diesen Veranstaltungshinweis an Interessenten weiterleiten oder auf Ihrer Webseite bewerben.
Als kleine freche Kobolde huschen sie oft unbemerkt durch die Nacht: Siebenschläfer, Gartenschläfer, Baumschläfer und Haselmaus. Sie werden 5-9 Jahre alt, halten bis zu sieben Monate Winterschlaf und sind exzellente Kletterer. In der Ausstellung kann man erfahren, wie sie leben, was für Spuren sie hinterlassen und wie man sie im eigenen Garten unterstützen kann.
2026 neu in der Dauer-Ausstellung „Wilde Buchenwälder“ ist der Einblick in die Welt des Maulwurfs. Des Weiteren kann man Waldtiere, wie Dachs, Wildkatze und Rehkitz im Walddiorama besuchen, die heimischen Amphibien kennenlernen, Spechthöhlen aufklappen und das Geheimnis gefundener Tierspuren durch Präparate und einen „Kackekasten“ lüften.
Der Waldbodentunnel für Kinder, ein digitaler Infotisch und vieles mehr rund um das Thema naturbelassene Buchenwälder laden zum Erkunden ein. In der kleinen Bibliothek kann es sich jeder mit einem Buch gemütlich machen. Die engagierten MitarbeiterInnen geben gerne Auskunft zu Ausflugszielen im Naturpark Steigerwald, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten sowie attraktiven Wanderwegen.
Die Ausstellung am Marktplatz 5 in 96157 Ebrach ist bis Mitte November geöffnet, Mittwoch – Sonntag von 13 – 17 Uhr und nach Vereinbarungen. Der Eintritt ist frei.
BUND Naturschutz in Bayern e.V.
Informationsbüro Steigerwald
Brucksteigstr. 21, 96157 Ebrach
Tel: 09553/ 98 90 42
mobil: 0176/ 200 38 523
ulla.reck@bund-naturschutz.de
Öffnungszeiten:
Di – Do von 9 – 17 Uhr
Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung. Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.
Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.
In der Aufnahme von Johannes Rother
A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F
2026 neu in der Dauer-Ausstellung „Wilde Buchenwälder“ ist der Einblick in die Welt des Maulwurfs. Des Weiteren kann man Waldtiere, wie Dachs, Wildkatze und Rehkitz im Walddiorama besuchen, die heimischen Amphibien kennenlernen, Spechthöhlen aufklappen und das Geheimnis gefundener Tierspuren durch Präparate und einen „Kackekasten“ lüften.
Der Waldbodentunnel für Kinder, ein digitaler Infotisch und vieles mehr rund um das Thema naturbelassene Buchenwälder laden zum Erkunden ein. In der kleinen Bibliothek kann es sich jeder mit einem Buch gemütlich machen. Die engagierten MitarbeiterInnen geben gerne Auskunft zu Ausflugszielen im Naturpark Steigerwald, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten sowie attraktiven Wanderwegen.
Die Ausstellung am Marktplatz 5 in 96157 Ebrach ist bis Mitte November geöffnet, Mittwoch – Sonntag von 13 – 17 Uhr und nach Vereinbarungen. Der Eintritt ist frei.
BUND Naturschutz in Bayern e.V.
Informationsbüro Steigerwald
Brucksteigstr. 21, 96157 Ebrach
Tel: 09553/ 98 90 42
mobil: 0176/ 200 38 523
ulla.reck@bund-naturschutz.de
Öffnungszeiten:
Di – Do von 9 – 17 Uhr
Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung. Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.
Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.
In der Aufnahme von Johannes Rother
- Eingeschlafen ... die Haselmaus (Muscardinus avellanarius)
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Artenschutz in Franken®
Wenn im August die Spanische Flagge erscheint
Wenn im August die Spanische Flagge erscheint
11/12.08.2026
Der Augustmorgen ist noch jung. Zwischen den hoch aufragenden Pflanzen unserer Hochstaudenflur liegt die Feuchtigkeit der Nacht, während die ersten Sonnenstrahlen über Blätter und Blüten wandern.
Hummeln beginnen bereits mit ihrer Nahrungssuche, Schwebfliegen stehen für einen Augenblick nahezu bewegungslos in der Luft – und dann fällt unser Blick auf einen Falter, den man kaum übersehen kann.
11/12.08.2026
- Der Russische Bär (Euplagia quadripunctaria) auf unseren Hochstaudenfluren
Der Augustmorgen ist noch jung. Zwischen den hoch aufragenden Pflanzen unserer Hochstaudenflur liegt die Feuchtigkeit der Nacht, während die ersten Sonnenstrahlen über Blätter und Blüten wandern.
Hummeln beginnen bereits mit ihrer Nahrungssuche, Schwebfliegen stehen für einen Augenblick nahezu bewegungslos in der Luft – und dann fällt unser Blick auf einen Falter, den man kaum übersehen kann.
Auf einer Blüte sitzt der Russische Bär, vielen Menschen auch als Spanische Flagge bekannt. Seine dunklen Vorderflügel tragen helle, fast cremefarbene Streifen. Zunächst wirkt der Falter elegant und zurückhaltend. Doch sobald er die Flügel öffnet oder auffliegt, werden seine leuchtend roten bis orangefarbenen Hinterflügel mit den dunklen Flecken sichtbar.
Für uns von Artenschutz in Franken® ist eine solche Beobachtung weit mehr als nur eine schöne Begegnung. Sie zeigt, dass unsere Hochstaudenflur-Elemente angenommen werden. Wo Pflanzen über den Sommer hinweg blühen dürfen, wo nicht ständig gemäht oder gemulcht wird und wo schattige Rückzugsräume neben sonnigen Blütenplätzen erhalten bleiben, kann sich ein wertvolles Mosaik unterschiedlicher Lebensräume entwickeln.
Ein Nachtfalter, der sich auch am Tage zeigt
In der Aufnahme
Für uns von Artenschutz in Franken® ist eine solche Beobachtung weit mehr als nur eine schöne Begegnung. Sie zeigt, dass unsere Hochstaudenflur-Elemente angenommen werden. Wo Pflanzen über den Sommer hinweg blühen dürfen, wo nicht ständig gemäht oder gemulcht wird und wo schattige Rückzugsräume neben sonnigen Blütenplätzen erhalten bleiben, kann sich ein wertvolles Mosaik unterschiedlicher Lebensräume entwickeln.
Ein Nachtfalter, der sich auch am Tage zeigt
In der Aufnahme
- Vor wenigen Tagen wurde die Installation der Aufputz Nisthilfen abgeschlossen, auch fand die Anbringung der Infoeinheiten statt.
Artenschutz in Franken®
Stele der Biodiversität® - Balve -- Montage der AP Nisthilfen abgeschlossen
Stele der Biodiversität® - Balve
10/11.08.2026
Balve / Nordrhein - Westfalen. Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trafostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
10/11.08.2026
- Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und Turmstationen Deutschland e.V. das von der Deutschen Postcode Lotterie sowie der Dieter Mennekes Umweltstiftung unterstützt wird.
Balve / Nordrhein - Westfalen. Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trafostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen), keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gleichfalls zum Scheitern verurteilt.
Ein Projekt des Artenschutz in Franken® und Turmstationen Deutschland e.V. das von der Deutschen Postcode Lotterie und der Dieter Mennekes Umweltstiftung unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.
In der Aufnahme
Ein Projekt des Artenschutz in Franken® und Turmstationen Deutschland e.V. das von der Deutschen Postcode Lotterie und der Dieter Mennekes Umweltstiftung unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.
In der Aufnahme
- Vor wenigen Tagen wurde die Installation der Aufputz Nisthilfen abgeschlossen, auch fand die Anbringung der Infoeinheiten statt.
Artenschutz in Franken®
Es geht auch anders – Artenschutz beginnt vor dem Start der Maschine
Es geht auch anders – Artenschutz beginnt vor dem Start der Maschine
10/11.08.2026
Ein schmaler Rain neben einem Feldweg. Eine Böschung am Straßenrand. Ein Streifen aus Gräsern, Kräutern und einzelnen Blütenpflanzen, an dem viele Menschen vorbeigehen, ohne ihm besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
Für uns von Artenschutz in Franken® sind solche Bereiche jedoch häufig weit mehr als nur „Randflächen“.
10/11.08.2026
- Manchmal sind es nur wenige Meter.
Ein schmaler Rain neben einem Feldweg. Eine Böschung am Straßenrand. Ein Streifen aus Gräsern, Kräutern und einzelnen Blütenpflanzen, an dem viele Menschen vorbeigehen, ohne ihm besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
Für uns von Artenschutz in Franken® sind solche Bereiche jedoch häufig weit mehr als nur „Randflächen“.
Wenn wir genauer hinsehen, entdecken wir dort Heuschrecken zwischen den Halmen, Käfer auf Blüten, Spinnen in ihren Netzen, Schmetterlinge bei der Nahrungssuche oder kleine Säugetiere, die die Deckung der Vegetation nutzen. An geeigneten Standorten können auch Amphibien oder Reptilien solche Säume als Rückzugsraum oder Wanderkorridor nutzen.
Und dann erleben wir immer wieder, wie schnell sich dieses Bild verändern kann.
Eine Maschine fährt über die Fläche, und innerhalb kurzer Zeit ist eine zuvor strukturreiche Vegetation nahezu vollständig verschwunden.
Denn wir sind überzeugt:
Nicht gegen Pflege – sondern für eine bessere Pflege
Uns ist bewusst, dass Wege, Böschungen, Gräben und andere Flächen gepflegt werden müssen. Verkehrssicherheit muss gewährleistet sein. Wege müssen nutzbar bleiben. Entwässerungseinrichtungen müssen funktionieren und manche Vegetationsbestände benötigen regelmäßige Pflege, damit sie langfristig erhalten bleiben.
Darum geht es uns nicht um die Forderung, überhaupt nichts mehr zu tun.
Muss wirklich die gesamte Fläche gleichzeitig und vollständig bearbeitet werden?
In der Aufnahme
Und dann erleben wir immer wieder, wie schnell sich dieses Bild verändern kann.
Eine Maschine fährt über die Fläche, und innerhalb kurzer Zeit ist eine zuvor strukturreiche Vegetation nahezu vollständig verschwunden.
- Genau an diesem Punkt möchten wir aber nicht stehen bleiben.
Denn wir sind überzeugt:
- Es geht auch anders.
Nicht gegen Pflege – sondern für eine bessere Pflege
Uns ist bewusst, dass Wege, Böschungen, Gräben und andere Flächen gepflegt werden müssen. Verkehrssicherheit muss gewährleistet sein. Wege müssen nutzbar bleiben. Entwässerungseinrichtungen müssen funktionieren und manche Vegetationsbestände benötigen regelmäßige Pflege, damit sie langfristig erhalten bleiben.
Darum geht es uns nicht um die Forderung, überhaupt nichts mehr zu tun.
- Es geht vielmehr um eine Frage, die wir aus unserer Sicht viel häufiger stellen sollten:
Muss wirklich die gesamte Fläche gleichzeitig und vollständig bearbeitet werden?
In der Aufnahme
- in der Mitte kann ein etwa 1,5 Meter breiter Überlebensstreifen das Überleben von auch im Bestand gefährdeten Arten nachdrücklich unterstützen. Sowohl am Feldrand und an der Wegtrasse wird etwas von diesen Streifen aus Gründen der Verkehrssicherung, bzw. Ackerrandstreifenpflege entnommen. Mit diesem Konsens lässt sch viel in der Praxis erreichen!
Artenschutz in Franken®
Wenn aus gelagertem Holz plötzlich Lebensraum wird – eine oft unterschätzte Gefahr im Wald
Wenn aus gelagertem Holz plötzlich Lebensraum wird – eine oft unterschätzte Gefahr im Wald
10/11.08.2026
Für Tiere existiert diese Information nicht.
Für sie entsteht mit jedem Tag etwas anderes: Schatten, Deckung, Hohlräume, feuchte Stellen, geschützte Zwischenräume und möglicherweise sogar ein Ort, an dem Nachwuchs zur Welt gebracht oder abgelegt werden kann.
Genau hier beginnt aus Sicht von Artenschutz in Franken® ein Problem, dem im praktischen Waldnaturschutz deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Holz, das lange im Wald lagert, bleibt ökologisch nicht einfach nur „gelagertes Material“.
10/11.08.2026
- Ein Stapel aus Stämmen, Kronenholz oder stärkeren Ästen liegt am Rand eines Waldweges. Vielleicht einige Wochen, manchmal mehrere Monate. Für uns Menschen ist zunächst klar: Dieses Holz wurde hier abgelegt und soll irgendwann abgefahren werden.
Für Tiere existiert diese Information nicht.
Für sie entsteht mit jedem Tag etwas anderes: Schatten, Deckung, Hohlräume, feuchte Stellen, geschützte Zwischenräume und möglicherweise sogar ein Ort, an dem Nachwuchs zur Welt gebracht oder abgelegt werden kann.
Genau hier beginnt aus Sicht von Artenschutz in Franken® ein Problem, dem im praktischen Waldnaturschutz deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Holz, das lange im Wald lagert, bleibt ökologisch nicht einfach nur „gelagertes Material“.
Es kann innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit zu einem Rückzugsraum und schließlich zu einem Bestandteil des Lebensraumes werden. Wenn dieser vermeintlich sichere Ort nach Wochen oder Monaten plötzlich mit Maschinen aufgenommen und abtransportiert wird, kann aus einem geschützten Bereich innerhalb weniger Minuten eine erhebliche Gefahr für die darin lebenden Tiere entstehen.
Ein Reisighaufen, aufgeschichtete Stämme oder eine größere Ablagerung aus Ästen und Kronenholz verändert seine unmittelbare Umgebung. Zwischen den einzelnen Holzstücken entstehen unterschiedlich große Hohlräume. Manche sind trocken und warm, andere kühl und feucht. Einige werden von der Sonne erreicht, andere bleiben über den gesamten Tag beschattet. Genau diese Vielfalt macht solche Strukturen für Tiere interessant. Artenschutz in Franken® betrachtet deshalb länger lagerndes Holz nicht ausschließlich aus der Perspektive seiner späteren Nutzung.
Wir fragen uns auch:
In der Aufnahme
Ein Reisighaufen, aufgeschichtete Stämme oder eine größere Ablagerung aus Ästen und Kronenholz verändert seine unmittelbare Umgebung. Zwischen den einzelnen Holzstücken entstehen unterschiedlich große Hohlräume. Manche sind trocken und warm, andere kühl und feucht. Einige werden von der Sonne erreicht, andere bleiben über den gesamten Tag beschattet. Genau diese Vielfalt macht solche Strukturen für Tiere interessant. Artenschutz in Franken® betrachtet deshalb länger lagerndes Holz nicht ausschließlich aus der Perspektive seiner späteren Nutzung.
Wir fragen uns auch:
- Wer könnte diese Struktur inzwischen entdeckt haben?
- Wer versteckt sich darunter?
- Wer überwintert möglicherweise darin?
- Und ist aus einer ursprünglich nur kurzfristig gedachten Ablage inzwischen vielleicht sogar eine Fortpflanzungs- oder Ruhestätte geworden?
In der Aufnahme
- Ein über längere Zeit im Wald lagernder Holz- oder Reisighaufen kann für zahlreiche Tiere unbemerkt zum Rückzugs-, Ruhe- oder Fortpflanzungsraum werden. Artenschutz in Franken® möchte dafür sensibilisieren, solche Strukturen vor einem späteren Abtransport besonders aufmerksam zu kontrollieren – denn was für den Menschen noch Lagerholz ist, kann für Tiere längst Lebensraum geworden sein.
Artenschutz in Franken®
Der Steigerwald braucht für uns mehr als Trittsteine
Der Steigerwald braucht für uns mehr als Trittsteine
09/10.08.2026
Der Steigerwald zählt zweifellos zu den biologisch besonders wertvollen Waldlandschaften Deutschlands. Alte Laubwaldbestände, strukturreiche Bereiche, Naturwaldreservate, Biotopbäume, Totholzstrukturen und kleinere dauerhaft oder zeitweise aus der Nutzung genommene Flächen tragen dazu bei, dass hier eine bemerkenswerte Vielfalt an Pflanzen, Pilzen und Tieren erhalten geblieben ist.
Aus Sicht von Artenschutz in Franken® darf eine hohe Zahl nachgewiesener Arten jedoch nicht automatisch mit einem dauerhaft gesicherten Lebensraum gleichgesetzt werden.
09/10.08.2026
- Warum Artenvielfalt allein noch kein Beleg für ausreichenden Waldschutz ist
Der Steigerwald zählt zweifellos zu den biologisch besonders wertvollen Waldlandschaften Deutschlands. Alte Laubwaldbestände, strukturreiche Bereiche, Naturwaldreservate, Biotopbäume, Totholzstrukturen und kleinere dauerhaft oder zeitweise aus der Nutzung genommene Flächen tragen dazu bei, dass hier eine bemerkenswerte Vielfalt an Pflanzen, Pilzen und Tieren erhalten geblieben ist.
Aus Sicht von Artenschutz in Franken® darf eine hohe Zahl nachgewiesener Arten jedoch nicht automatisch mit einem dauerhaft gesicherten Lebensraum gleichgesetzt werden.
Ein wesentlicher Teil des Steigerwaldes ist weiterhin forstwirtschaftlich geprägt und bewirtschaftet.
Damit handelt es sich in großen Bereichen nicht um einen sich weitgehend eigendynamisch entwickelnden Wald, sondern um einen Wirtschaftswald, in dem Baumartenzusammensetzung, Altersstruktur, Holzvorrat, Totholzanteil und Entwicklungszyklen durch menschliche Nutzung wesentlich mitbestimmt werden.
Gerade dieser Unterschied ist für die Bewertung des langfristigen Artenschutzes entscheidend.
In der Abbildung: KI-generierte Illustration – keine dokumentarische Aufnahme
Damit handelt es sich in großen Bereichen nicht um einen sich weitgehend eigendynamisch entwickelnden Wald, sondern um einen Wirtschaftswald, in dem Baumartenzusammensetzung, Altersstruktur, Holzvorrat, Totholzanteil und Entwicklungszyklen durch menschliche Nutzung wesentlich mitbestimmt werden.
Gerade dieser Unterschied ist für die Bewertung des langfristigen Artenschutzes entscheidend.
In der Abbildung: KI-generierte Illustration – keine dokumentarische Aufnahme
Artenschutz in Franken®
Kanadische Goldrute (Solidago canadensis)
Die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) – wenn aus einem Farbtupfer ein Flächenproblem wird
09/10.08.2026
Es ist Spätsommer. Viele Wiesen haben ihre auffälligste Blütenphase längst hinter sich. Entlang eines Weges leuchtet dagegen eine Fläche in kräftigem Gelb. Über den Blüten bewegen sich Bienen, Fliegen und Schmetterlinge, und für einen Augenblick entsteht der Eindruck eines besonders wertvollen Stücks Natur.
09/10.08.2026
- Eine Pflanze, die (nur) auf den ersten Blick begeistert
Es ist Spätsommer. Viele Wiesen haben ihre auffälligste Blütenphase längst hinter sich. Entlang eines Weges leuchtet dagegen eine Fläche in kräftigem Gelb. Über den Blüten bewegen sich Bienen, Fliegen und Schmetterlinge, und für einen Augenblick entsteht der Eindruck eines besonders wertvollen Stücks Natur.
Wer näher hinsieht, erkennt jedoch etwas anderes.
Zwischen den dicht stehenden Goldruten finden sich kaum noch andere Pflanzen. Wo früher Gräser, Kräuter und unterschiedliche Blütenpflanzen miteinander um Licht und Raum konkurrierten, steht nun beinahe Stängel an Stängel dieselbe Art.
Genau an solchen Stellen beginnt für Artenschutz in Franken® die eigentliche Betrachtung.
Denn Naturschutz bedeutet für uns nicht, eine Fläche danach zu beurteilen, wie bunt sie für wenige Wochen erscheint. Entscheidend ist vielmehr, welche Vielfalt dauerhaft auf ihr leben kann. Die Kanadische Goldrute ist dafür ein eindrucksvolles Beispiel.
Von Nordamerika nach Mitteleuropa
In der Aufnahme
Zwischen den dicht stehenden Goldruten finden sich kaum noch andere Pflanzen. Wo früher Gräser, Kräuter und unterschiedliche Blütenpflanzen miteinander um Licht und Raum konkurrierten, steht nun beinahe Stängel an Stängel dieselbe Art.
Genau an solchen Stellen beginnt für Artenschutz in Franken® die eigentliche Betrachtung.
Denn Naturschutz bedeutet für uns nicht, eine Fläche danach zu beurteilen, wie bunt sie für wenige Wochen erscheint. Entscheidend ist vielmehr, welche Vielfalt dauerhaft auf ihr leben kann. Die Kanadische Goldrute ist dafür ein eindrucksvolles Beispiel.
Von Nordamerika nach Mitteleuropa
In der Aufnahme
- Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) – leuchtend gelb und dennoch aus naturschutzfachlicher Sicht nicht überall unproblematisch.
Artenschutz in Franken®
Als aus einem Versteck plötzlich eine Falle wurde
Als aus einem Versteck plötzlich eine Falle wurde
09/10.08.2026
Manchmal beginnen kleine Geschichten im Naturschutz an Orten, an denen man sie zunächst überhaupt nicht vermutet.
In einem unserer Karpfenteiche waren es einige kleine Fische, die sich offenbar auf ihre ganz persönliche Entdeckungsreise machten. Zwischen Wasserpflanzen, schlammigem Grund und den Strukturen am Rand des Teiches fanden sie immer wieder kleine Bereiche, die Schutz boten. Gerade Jungfische nutzen solche Stellen gerne: Schatten, Deckung und enge Zwischenräume können ihnen gegenüber größeren Fischen und anderen Gefahren einen gewissen Schutz verschaffen.
Eines Tages führte ihr Weg zu einem alten Futterbrett am Rand des Teiches.
09/10.08.2026
- Kleine Fische, große Hitze und ein glücklicher Zufall
Manchmal beginnen kleine Geschichten im Naturschutz an Orten, an denen man sie zunächst überhaupt nicht vermutet.
In einem unserer Karpfenteiche waren es einige kleine Fische, die sich offenbar auf ihre ganz persönliche Entdeckungsreise machten. Zwischen Wasserpflanzen, schlammigem Grund und den Strukturen am Rand des Teiches fanden sie immer wieder kleine Bereiche, die Schutz boten. Gerade Jungfische nutzen solche Stellen gerne: Schatten, Deckung und enge Zwischenräume können ihnen gegenüber größeren Fischen und anderen Gefahren einen gewissen Schutz verschaffen.
Eines Tages führte ihr Weg zu einem alten Futterbrett am Rand des Teiches.
Das Brett war mit einem schweren Stein beschwert und ragte mit einer Seite in das Wasser hinein. Zwischen Holz, Stein und Wasserkante hatte sich ein kleiner, geschützter Bereich gebildet. Für die kleinen Fische musste dieser Ort beinahe wie ein ideales Versteck gewirkt haben.
Sie schwammen hinein.
Vielleicht suchten sie Schutz, vielleicht Nahrung – vielleicht war es schlicht die Neugier, die sie in diesen ungewöhnlichen Winkel des Teiches führte. Für uns Menschen bleibt das letztlich Spekulation. Sicher ist jedoch: Mehrere kleine Fische hielten sich schließlich in dem flachen Wasserbereich zwischen den Holzteilen auf.
Zunächst war daran nichts Außergewöhnliches.
Wenn Zentimeter plötzlich entscheidend werden
In der KI-veränderte Fotografie:
Sie schwammen hinein.
Vielleicht suchten sie Schutz, vielleicht Nahrung – vielleicht war es schlicht die Neugier, die sie in diesen ungewöhnlichen Winkel des Teiches führte. Für uns Menschen bleibt das letztlich Spekulation. Sicher ist jedoch: Mehrere kleine Fische hielten sich schließlich in dem flachen Wasserbereich zwischen den Holzteilen auf.
Zunächst war daran nichts Außergewöhnliches.
- Doch dann kam die Hitze.
Wenn Zentimeter plötzlich entscheidend werden
In der KI-veränderte Fotografie:
- Illustrative KI-Bearbeitung auf Grundlage einer Originalaufnahme von Artenschutz in Franken® - Umfeld wurde nachbearbeitet um die Fische auf dem Brett besser zu erkennen! Zusatzhinweise - Pfeile und Text zum besseren Verständnis.
Artenschutz in Franken®
Mehlige Königskerze – ein heller Sommergast trockener Standorte
Mehlige Königskerze – ein heller Sommergast trockener Standorte
08/09.08.2026
Noch einige Wochen zuvor wäre man vielleicht einfach an ihr vorbeigegangen.
Zwischen Gräsern, trockener Vegetation und den eher zurückhaltenden Farben eines sommerlichen Standortes stand zunächst nur eine kräftige Pflanze mit graugrün wirkenden Blättern. Kein leuchtendes Blütenmeer kündigte an, was dort entstehen würde. Wer nicht regelmäßig solche Flächen beobachtet, hätte ihr wahrscheinlich kaum besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
08/09.08.2026
- Wenn aus dem unscheinbaren Grün plötzlich Gelb wird
Noch einige Wochen zuvor wäre man vielleicht einfach an ihr vorbeigegangen.
Zwischen Gräsern, trockener Vegetation und den eher zurückhaltenden Farben eines sommerlichen Standortes stand zunächst nur eine kräftige Pflanze mit graugrün wirkenden Blättern. Kein leuchtendes Blütenmeer kündigte an, was dort entstehen würde. Wer nicht regelmäßig solche Flächen beobachtet, hätte ihr wahrscheinlich kaum besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
- Doch dann kamen die warmen Tage ... Eindrücke vom 03.08.2026
Der Blütenstand begann sich zu strecken, erste Knospen öffneten sich – und plötzlich leuchteten kleine gelbe Blüten zwischen dem sommerlichen Grün.
Es war eine Mehlige Königskerze (Verbascum lychnitis).
Gerade solche Begegnungen gehören für uns vom Artenschutz in Franken® zu den besonderen Momenten draußen in der Landschaft. Nicht unbedingt deshalb, weil eine Art spektakulär oder extrem selten sein muss. Vielmehr zeigen uns diese Pflanzen, welche Vielfalt selbst auf scheinbar unscheinbaren trockenen Säumen, Wegrändern und Offenflächen entstehen kann, wenn ihnen etwas Raum gelassen wird.
Bei dieser Pflanze fällt außerdem eine Besonderheit auf: Die Mehlige Königskerze kann unterschiedlich gefärbte Blüten ausbilden. Neben weißlichen Blüten treten auch deutlich hellgelb blühende Pflanzen auf. Genau dieser gelb blühenden Ausprägung – häufig als f. luteum bezeichnet – möchten wir hier besondere Aufmerksamkeit schenken.
Auch wir vom Artenschutz in Franken® weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Blüten der Art hellgelb sein können, regional aber auch überwiegend weiß auftreten.
Darstellung KI-veränderte Fotografie:
Es war eine Mehlige Königskerze (Verbascum lychnitis).
Gerade solche Begegnungen gehören für uns vom Artenschutz in Franken® zu den besonderen Momenten draußen in der Landschaft. Nicht unbedingt deshalb, weil eine Art spektakulär oder extrem selten sein muss. Vielmehr zeigen uns diese Pflanzen, welche Vielfalt selbst auf scheinbar unscheinbaren trockenen Säumen, Wegrändern und Offenflächen entstehen kann, wenn ihnen etwas Raum gelassen wird.
Bei dieser Pflanze fällt außerdem eine Besonderheit auf: Die Mehlige Königskerze kann unterschiedlich gefärbte Blüten ausbilden. Neben weißlichen Blüten treten auch deutlich hellgelb blühende Pflanzen auf. Genau dieser gelb blühenden Ausprägung – häufig als f. luteum bezeichnet – möchten wir hier besondere Aufmerksamkeit schenken.
Auch wir vom Artenschutz in Franken® weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Blüten der Art hellgelb sein können, regional aber auch überwiegend weiß auftreten.
Darstellung KI-veränderte Fotografie:
- Illustrative KI-Bearbeitung auf Grundlage einer Originalaufnahme.
Artenschutz in Franken®
Das Echte Jakobskraut im August
Echtes Leinkraut – ein gelber Farbtupfer am Wegesrand
08/09.08.2026
Es ist der 3. August 2026. Die Sommersonne liegt über der Landschaft, viele Böden sind nach den zurückliegenden trockenen Wochen deutlich ausgetrocknet und an manchen Stellen zeigen selbst Gehölze bereits erste Zeichen von Trockenstress.
Unser Blick fällt an diesem Tag jedoch auf etwas anderes.
Am Rand eines Weges, zwischen Gräsern und anderen Wildpflanzen, leuchten zahlreiche gelbe Blüten. Es ist das Echte Leinkraut (Linaria vulgaris). Eigentlich wäre es leicht, daran vorbeizugehen. Ein schmaler Saum, ein paar gelbe Blüten – nichts, was aus der Entfernung besonders spektakulär erscheint.
Doch genau solche Momente sind es, die uns bei Artenschutz in Franken® immer wieder innehalten lassen.
08/09.08.2026
- Eine Beobachtung vom 3. August 2026
Es ist der 3. August 2026. Die Sommersonne liegt über der Landschaft, viele Böden sind nach den zurückliegenden trockenen Wochen deutlich ausgetrocknet und an manchen Stellen zeigen selbst Gehölze bereits erste Zeichen von Trockenstress.
Unser Blick fällt an diesem Tag jedoch auf etwas anderes.
Am Rand eines Weges, zwischen Gräsern und anderen Wildpflanzen, leuchten zahlreiche gelbe Blüten. Es ist das Echte Leinkraut (Linaria vulgaris). Eigentlich wäre es leicht, daran vorbeizugehen. Ein schmaler Saum, ein paar gelbe Blüten – nichts, was aus der Entfernung besonders spektakulär erscheint.
Doch genau solche Momente sind es, die uns bei Artenschutz in Franken® immer wieder innehalten lassen.
Wir schauen genauer hin.
Zwischen den schmalen Blättern öffnen sich die charakteristischen gelben Blüten. Insekten wechseln von Pflanze zu Pflanze. Was zunächst wie ein unscheinbarer Wegsaum aussieht, wird plötzlich zu einem kleinen lebendigen Ausschnitt unserer Kulturlandschaft.
Und genau deshalb halten wir diese Beobachtung an diesem 3. August 2026 auch fotografisch fest. Diese Aufnahme zeigt für uns weit mehr als eine einzelne Wildpflanze. Sie dokumentiert einen konkreten Augenblick in unserer Landschaft – und einen jener kleinen Lebensräume, deren Bedeutung häufig erst sichtbar wird, wenn man sich die Zeit nimmt, genauer hinzusehen.
Das Echte Leinkraut – unverwechselbar, wenn man genauer hinsieht
Aufnahme des Echten Leinkrauts vom 3. August 2026, erstellt von Jasmin Wegener
Zwischen den schmalen Blättern öffnen sich die charakteristischen gelben Blüten. Insekten wechseln von Pflanze zu Pflanze. Was zunächst wie ein unscheinbarer Wegsaum aussieht, wird plötzlich zu einem kleinen lebendigen Ausschnitt unserer Kulturlandschaft.
Und genau deshalb halten wir diese Beobachtung an diesem 3. August 2026 auch fotografisch fest. Diese Aufnahme zeigt für uns weit mehr als eine einzelne Wildpflanze. Sie dokumentiert einen konkreten Augenblick in unserer Landschaft – und einen jener kleinen Lebensräume, deren Bedeutung häufig erst sichtbar wird, wenn man sich die Zeit nimmt, genauer hinzusehen.
Das Echte Leinkraut – unverwechselbar, wenn man genauer hinsieht
Aufnahme des Echten Leinkrauts vom 3. August 2026, erstellt von Jasmin Wegener
Artenschutz in Franken®
Die Landschaft dürstet – und die Trockenheit bleibt
Deutschland trocknet weiter aus – auch die kommenden Tage bringen vielerorts kaum Entlastung
08/09.08.2026
Ausgetrocknete Böden, sinkende Wasserstände und zunehmend gestresste Pflanzen prägen inzwischen viele Landschaften. Einzelne Schauer können kurzfristig Linderung bringen – eine nachhaltige Entspannung entsteht dadurch jedoch vielerorts nicht.
08/09.08.2026
- Die Trockenheit bleibt – und mit jedem weiteren niederschlagsarmen Tag wächst der Druck auf unsere Lebensräume.
Ausgetrocknete Böden, sinkende Wasserstände und zunehmend gestresste Pflanzen prägen inzwischen viele Landschaften. Einzelne Schauer können kurzfristig Linderung bringen – eine nachhaltige Entspannung entsteht dadurch jedoch vielerorts nicht.
Für Artenschutz in Franken® zeigt sich gerade jetzt besonders deutlich, wie eng Wasser, Landschaft und Artenvielfalt miteinander verbunden sind. Wo Feuchtigkeit aus Böden, Wiesen, Waldrändern, Feuchtgebieten und kleinen Gewässern verschwindet, verlieren Tiere und Pflanzen Stück für Stück jene Rückzugsräume, die sie gerade im Hochsommer dringend benötigen.
Trockenheit ist deshalb weit mehr als eine Wettererscheinung. Sie wird dort zum ökologischen Problem, wo unsere Landschaft kaum noch in der Lage ist, Wasser aufzunehmen, zurückzuhalten und über längere Zeit verfügbar zu machen.
Artenschutz in Franken®
Trockenheit ist deshalb weit mehr als eine Wettererscheinung. Sie wird dort zum ökologischen Problem, wo unsere Landschaft kaum noch in der Lage ist, Wasser aufzunehmen, zurückzuhalten und über längere Zeit verfügbar zu machen.
Artenschutz in Franken®
Artenschutz in Franken®
Wenn der Herbst schon Anfang August beginnt
Wenn der Herbst schon Anfang August beginnt
08/09.08.2026
Es ist erst der 3. August 2026. Eigentlich sollten die Kronen unserer Laubbäume jetzt noch in kräftigem Grün stehen. Doch bei unseren Beobachtungen fällt bereits etwas auf, das nachdenklich macht: An zahlreichen Bäumen verfärben sich Blätter braun, einzelne Kronenbereiche lichten sich und mancherorts beginnt bereits vorzeitig der Blattfall.
Was auf den ersten Blick fast wie ein ungewöhnlich früher Herbst aussieht, kann Ausdruck einer erheblichen Belastung sein.
Viele Regionen Bayerns haben über Monate hinweg deutlich zu wenig Niederschlag erhalten. Gleichzeitig sorgen hohe Temperaturen dafür, dass Böden und Vegetation zusätzlich Wasser verlieren. Gerade dort, wo Böden flachgründig, verdichtet oder bereits stark ausgetrocknet sind, geraten Bäume zunehmend unter Trockenstress.
08/09.08.2026
- Braune Blätter am 3. August – ein stilles Warnsignal unserer Bäume
Es ist erst der 3. August 2026. Eigentlich sollten die Kronen unserer Laubbäume jetzt noch in kräftigem Grün stehen. Doch bei unseren Beobachtungen fällt bereits etwas auf, das nachdenklich macht: An zahlreichen Bäumen verfärben sich Blätter braun, einzelne Kronenbereiche lichten sich und mancherorts beginnt bereits vorzeitig der Blattfall.
Was auf den ersten Blick fast wie ein ungewöhnlich früher Herbst aussieht, kann Ausdruck einer erheblichen Belastung sein.
Viele Regionen Bayerns haben über Monate hinweg deutlich zu wenig Niederschlag erhalten. Gleichzeitig sorgen hohe Temperaturen dafür, dass Böden und Vegetation zusätzlich Wasser verlieren. Gerade dort, wo Böden flachgründig, verdichtet oder bereits stark ausgetrocknet sind, geraten Bäume zunehmend unter Trockenstress.
Der Baum versucht, sich selbst zu schützen
Ein Baum verliert über seine Blätter ständig Wasser. Wird Wasser im Boden knapp und können die Wurzeln nicht mehr ausreichend nachliefern, muss er reagieren. Die Spaltöffnungen der Blätter werden geschlossen, der Stoffwechsel wird eingeschränkt und im weiteren Verlauf können Blätter vertrocknen oder vorzeitig abgestoßen werden.
Doch sie hat ihren Preis.
Wiederholen sich solche Trockenperioden über mehrere Jahre, können die Reserven eines Baumes schwinden. Wachstum und Regeneration werden eingeschränkt, Feinwurzeln können geschädigt werden und die Widerstandskraft gegenüber weiteren Belastungen nimmt ab. Hinzu kommen je nach Baumart und Standort Krankheiten, Pilze oder Insekten, die bereits geschwächte Bäume zusätzlich unter Druck setzen können.
Nicht jedes braune Blatt ist deshalb automatisch eine Folge der Trockenheit. Krankheiten, Standortbedingungen, Wurzelschäden oder andere Ursachen können ebenfalls eine Rolle spielen. Wenn jedoch Anfang August großflächig typische Trockenstress-Symptome auftreten, sollten wir genau hinsehen.
Ein Blick in die Zukunft
Für Artenschutz in Franken® sind solche Beobachtungen mehr als ein auffälliges Naturphänomen. Sie zeigen, wie unmittelbar Veränderungen im Wasserhaushalt unserer Landschaft inzwischen sichtbar werden können.
Wenn längere Trockenphasen künftig häufiger auftreten und sich mit Starkregen abwechseln, wird entscheidend sein, wie viel Wasser unsere Landschaft überhaupt noch aufnehmen, speichern und langsam wieder abgeben kann.
Ein kurzer Starkregen nach Wochen der Trockenheit löst dieses Problem nicht automatisch. Auf ausgetrockneten, verdichteten oder versiegelten Böden kann ein erheblicher Teil des Wassers oberflächlich abfließen, bevor es den Wurzelraum oder das Grundwasser erreicht.
Deshalb müssen wir Wasser wieder stärker dort halten, wo es fällt.
Lebendige Böden, Wälder mit angepassten Strukturen, Hecken, Feldraine, Feuchtflächen, naturnahe Bäche und Auen sowie möglichst wenig versiegelte Flächen werden in Zukunft eine noch größere Bedeutung bekommen. Sie sind nicht nur Lebensräume für Tiere und Pflanzen – sie sind Teil eines natürlichen Wasserspeichers, von dem letztlich auch unsere Bäume abhängen.
Der braune Blattrand ist eine Botschaft
Vielleicht werden wir uns daran gewöhnen müssen, dass manche Veränderungen früher im Jahr sichtbar werden. Doch wir sollten uns nicht daran gewöhnen, sie als normal hinzunehmen.
Wenn ein Baum bereits Anfang August beginnt, Teile seiner Blattfläche aufzugeben, erzählt er uns etwas über seinen Standort. Über den Boden. Über fehlendes Wasser. Und möglicherweise darüber, wie sich unsere Landschaft verändert.
Für uns ist deshalb jedes dieser frühen Zeichen ein Anlass, genauer hinzusehen.
Denn die Frage lautet längst nicht mehr nur: Wie übersteht ein Baum diesen Sommer?
Die entscheidendere Frage ist eohl vielmehr: Wie gestalten wir unsere Landschaft heute, damit Bäume, Wälder und ihre unzähligen Bewohner auch die Sommer von morgen überstehen können?
In der Aufnahme von © Beatrice Will
Artenschutz in Franken®
Stand 03.08.2026
Ein Baum verliert über seine Blätter ständig Wasser. Wird Wasser im Boden knapp und können die Wurzeln nicht mehr ausreichend nachliefern, muss er reagieren. Die Spaltöffnungen der Blätter werden geschlossen, der Stoffwechsel wird eingeschränkt und im weiteren Verlauf können Blätter vertrocknen oder vorzeitig abgestoßen werden.
- Das ist zunächst eine Überlebensstrategie.
Doch sie hat ihren Preis.
Wiederholen sich solche Trockenperioden über mehrere Jahre, können die Reserven eines Baumes schwinden. Wachstum und Regeneration werden eingeschränkt, Feinwurzeln können geschädigt werden und die Widerstandskraft gegenüber weiteren Belastungen nimmt ab. Hinzu kommen je nach Baumart und Standort Krankheiten, Pilze oder Insekten, die bereits geschwächte Bäume zusätzlich unter Druck setzen können.
Nicht jedes braune Blatt ist deshalb automatisch eine Folge der Trockenheit. Krankheiten, Standortbedingungen, Wurzelschäden oder andere Ursachen können ebenfalls eine Rolle spielen. Wenn jedoch Anfang August großflächig typische Trockenstress-Symptome auftreten, sollten wir genau hinsehen.
Ein Blick in die Zukunft
Für Artenschutz in Franken® sind solche Beobachtungen mehr als ein auffälliges Naturphänomen. Sie zeigen, wie unmittelbar Veränderungen im Wasserhaushalt unserer Landschaft inzwischen sichtbar werden können.
Wenn längere Trockenphasen künftig häufiger auftreten und sich mit Starkregen abwechseln, wird entscheidend sein, wie viel Wasser unsere Landschaft überhaupt noch aufnehmen, speichern und langsam wieder abgeben kann.
Ein kurzer Starkregen nach Wochen der Trockenheit löst dieses Problem nicht automatisch. Auf ausgetrockneten, verdichteten oder versiegelten Böden kann ein erheblicher Teil des Wassers oberflächlich abfließen, bevor es den Wurzelraum oder das Grundwasser erreicht.
Deshalb müssen wir Wasser wieder stärker dort halten, wo es fällt.
Lebendige Böden, Wälder mit angepassten Strukturen, Hecken, Feldraine, Feuchtflächen, naturnahe Bäche und Auen sowie möglichst wenig versiegelte Flächen werden in Zukunft eine noch größere Bedeutung bekommen. Sie sind nicht nur Lebensräume für Tiere und Pflanzen – sie sind Teil eines natürlichen Wasserspeichers, von dem letztlich auch unsere Bäume abhängen.
Der braune Blattrand ist eine Botschaft
Vielleicht werden wir uns daran gewöhnen müssen, dass manche Veränderungen früher im Jahr sichtbar werden. Doch wir sollten uns nicht daran gewöhnen, sie als normal hinzunehmen.
Wenn ein Baum bereits Anfang August beginnt, Teile seiner Blattfläche aufzugeben, erzählt er uns etwas über seinen Standort. Über den Boden. Über fehlendes Wasser. Und möglicherweise darüber, wie sich unsere Landschaft verändert.
Für uns ist deshalb jedes dieser frühen Zeichen ein Anlass, genauer hinzusehen.
Denn die Frage lautet längst nicht mehr nur: Wie übersteht ein Baum diesen Sommer?
Die entscheidendere Frage ist eohl vielmehr: Wie gestalten wir unsere Landschaft heute, damit Bäume, Wälder und ihre unzähligen Bewohner auch die Sommer von morgen überstehen können?
In der Aufnahme von © Beatrice Will
- Für Artenschutz in Franken® sind solche Bilder nicht nur Momentaufnahmen, sondern Hinweise darauf, wie sich unsere Lebensräume verändern.
Artenschutz in Franken®
Stand 03.08.2026
Artenschutz in Franken®
Gemeine oder Gewöhnliche Fettspinne (Steatoda bipunctata)
Die Gemeine oder Gewöhnliche Fettspinne (Steatoda bipunctata)
07/08.08.2026
Bei unseren Beobachtungen richten wir den Blick bewusst auch auf jene Arten, die selten im Mittelpunkt stehen. Denn gerade sie zeigen uns, wie vielfältig die Lebensgemeinschaften unmittelbar vor unserer Haustür noch sein können.
Nicht jede interessante Naturbeobachtung führt uns auf eine artenreiche Wiese, an einen Bach oder tief in einen alten Wald. Manchmal genügt ein Schuppen, ein alter Fensterrahmen, eine Mauerspalte oder ein geschützter Winkel zwischen zwei Holzbalken.
07/08.08.2026
- Eine stille Mitbewohnerin – und warum auch das Gewöhnliche unsere Aufmerksamkeit verdient
Bei unseren Beobachtungen richten wir den Blick bewusst auch auf jene Arten, die selten im Mittelpunkt stehen. Denn gerade sie zeigen uns, wie vielfältig die Lebensgemeinschaften unmittelbar vor unserer Haustür noch sein können.
Nicht jede interessante Naturbeobachtung führt uns auf eine artenreiche Wiese, an einen Bach oder tief in einen alten Wald. Manchmal genügt ein Schuppen, ein alter Fensterrahmen, eine Mauerspalte oder ein geschützter Winkel zwischen zwei Holzbalken.
Dort hängt ein scheinbar ungeordnetes Geflecht aus feinen Fäden.
Und irgendwo darin sitzt sie.
Eine kleine, dunkelbraune Spinne mit glänzendem Hinterleib, die wahrscheinlich von den meisten Menschen kaum wahrgenommen wird: die Gemeine oder Gewöhnliche Fettspinne (Steatoda bipunctata). Gerade solche Begegnungen finden wir besonders interessant. Denn sie erinnern uns daran, dass Natur nicht dort endet, wo Gebäude, Wege oder Gärten beginnen. Viele Arten haben gelernt, Strukturen unserer Kulturlandschaft in ihren Lebensraum einzubeziehen.
Die Gewöhnliche Fettspinne ist dafür ein bemerkenswertes Beispiel.
In der Aufnahme von Albert Meier
Und irgendwo darin sitzt sie.
Eine kleine, dunkelbraune Spinne mit glänzendem Hinterleib, die wahrscheinlich von den meisten Menschen kaum wahrgenommen wird: die Gemeine oder Gewöhnliche Fettspinne (Steatoda bipunctata). Gerade solche Begegnungen finden wir besonders interessant. Denn sie erinnern uns daran, dass Natur nicht dort endet, wo Gebäude, Wege oder Gärten beginnen. Viele Arten haben gelernt, Strukturen unserer Kulturlandschaft in ihren Lebensraum einzubeziehen.
Die Gewöhnliche Fettspinne ist dafür ein bemerkenswertes Beispiel.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Auch kleine und häufige Arten sind wichtige Bestandteile biologischer Vielfalt.
Artenschutz in Franken®
Großes Hexenkraut (Circaea lutetiana)
Das Große Hexenkraut (Circaea lutetiana)
07/08.08.2026
Es sind oft nicht die großen, spektakulären Arten, die uns etwas über den Zustand eines Lebensraumes erzählen.
Manchmal genügt ein schmaler Waldsaum, ein feuchter Grabenrand oder ein schattiger Weg, um zu erkennen, wie viel Leben sich auf wenigen Quadratmetern versammeln kann. Zwischen Gräsern, Farnen und anderen krautigen Pflanzen stehen dort die feinen Blüten des Großen Hexenkrautes.
Wer achtlos vorbeigeht, übersieht es leicht. Wer jedoch genauer hinsieht, entdeckt eine Pflanze, die gerade durch ihre Zurückhaltung auffällt.
Das Große Hexenkraut (Circaea lutetiana) ist für uns vom Artenschutz in Franken® deshalb eine jener Arten, die stellvertretend für etwas Größeres stehen: für die stille Vielfalt unserer Wälder und ihrer Randbereiche.
07/08.08.2026
- Eine stille Art im Schatten unserer Wälder
Es sind oft nicht die großen, spektakulären Arten, die uns etwas über den Zustand eines Lebensraumes erzählen.
Manchmal genügt ein schmaler Waldsaum, ein feuchter Grabenrand oder ein schattiger Weg, um zu erkennen, wie viel Leben sich auf wenigen Quadratmetern versammeln kann. Zwischen Gräsern, Farnen und anderen krautigen Pflanzen stehen dort die feinen Blüten des Großen Hexenkrautes.
Wer achtlos vorbeigeht, übersieht es leicht. Wer jedoch genauer hinsieht, entdeckt eine Pflanze, die gerade durch ihre Zurückhaltung auffällt.
Das Große Hexenkraut (Circaea lutetiana) ist für uns vom Artenschutz in Franken® deshalb eine jener Arten, die stellvertretend für etwas Größeres stehen: für die stille Vielfalt unserer Wälder und ihrer Randbereiche.
Eine Pflanze, die den Schatten sucht
Das Große Hexenkraut gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse. Es ist eine mehrjährige krautige Pflanze und erreicht meist Wuchshöhen von etwa 20 bis 60 Zentimetern, gelegentlich auch mehr. Seine Blätter stehen gegenständig am Stängel. Sie sind meist eiförmig bis länglich, zugespitzt und deutlich gezähnt.
Besonders auffällig sind die kleinen, weißlichen bis leicht rosafarbenen Blüten. Sie bestehen aus zwei tief eingeschnittenen Kronblättern und wirken dadurch beinahe vierteilig. Die Blüten sitzen an lockeren, schlanken Blütenständen und erscheinen überwiegend in den Sommermonaten.
Nach der Blüte entstehen kleine Früchte, deren feine Haken an Tierfell oder Kleidung haften können. Auf diese Weise gelingt es der Pflanze, sich über kurze und mittlere Entfernungen zu verbreiten.
In der Aufnahme von Verena Zenk
Das Große Hexenkraut gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse. Es ist eine mehrjährige krautige Pflanze und erreicht meist Wuchshöhen von etwa 20 bis 60 Zentimetern, gelegentlich auch mehr. Seine Blätter stehen gegenständig am Stängel. Sie sind meist eiförmig bis länglich, zugespitzt und deutlich gezähnt.
Besonders auffällig sind die kleinen, weißlichen bis leicht rosafarbenen Blüten. Sie bestehen aus zwei tief eingeschnittenen Kronblättern und wirken dadurch beinahe vierteilig. Die Blüten sitzen an lockeren, schlanken Blütenständen und erscheinen überwiegend in den Sommermonaten.
Nach der Blüte entstehen kleine Früchte, deren feine Haken an Tierfell oder Kleidung haften können. Auf diese Weise gelingt es der Pflanze, sich über kurze und mittlere Entfernungen zu verbreiten.
In der Aufnahme von Verena Zenk
- Großes Hexenkraut (Circaea lutetiana) in einem feuchten, schattigen Waldsaum. Die kleinen weißlichen Blüten treten besonders während der Sommermonate hervor und machen die ansonsten eher unscheinbare Waldpflanze gut erkennbar.
Artenschutz in Franken®
Wenn das ökologische Netz zusehens dünner wird
Wenn das ökologische Netz zusehens dünner wird
07/08.08.2026
Ein Tier auf dem Asphalt – ein Verlust unter vielen. Was unscheinbar erscheint, kann Teil einer größeren Entwicklung sein: Wenn Lebensräume verschwinden und Verbindungen abbrechen, wird das ökologische Netz Stück für Stück dünner.
07/08.08.2026
- Ein überfahrenes Heupferd als stilles Zeichen
Ein Tier auf dem Asphalt – ein Verlust unter vielen. Was unscheinbar erscheint, kann Teil einer größeren Entwicklung sein: Wenn Lebensräume verschwinden und Verbindungen abbrechen, wird das ökologische Netz Stück für Stück dünner.
Mitten auf dem Asphalt liegt ein Großes beziehungsweise Grünes Heupferd (Tettigonia viridissima). Noch kurz zuvor war es Teil eines lebendigen Gefüges aus Wiesen, Säumen, Hecken und Wegrändern.
Nun endet sein Lebensweg auf einer Straße.
Ein einzelnes überfahrenes Insekt erscheint zunächst unbedeutend. Doch genau darin liegt eine der großen Herausforderungen unserer Zeit: Viele Verluste geschehen leise, einzeln und beinahe unbemerkt.
Heuschrecken, Käfer, Schmetterlinge, Wildbienen und unzählige weitere Kleintiere sind wertvolle Bestandteile komplexer Nahrungsnetze. Sie fressen Pflanzen oder andere Kleintiere, werden selbst zur Nahrung für Vögel, Reptilien, Amphibien und Säugetiere und verbinden auf diese Weise zahlreiche Ebenen eines Lebensraumes miteinander.
Das Große Heupferd steht deshalb auf diesem Bild nicht nur für ein einzelnes Tier.
Es kann stellvertretend für ein ökologisches Netz stehen, das an vielen Stellen dünner wird. Straßen und Verkehrswege zerschneiden Lebensräume. Hinzu kommen der Verlust artenreicher Säume, häufiges und sehr tiefes Mulchen, intensive Flächennutzung, fehlende Rückzugsräume sowie zunehmend ausgeprägte Hitze- und Trockenperioden.
Keine dieser Veränderungen wirkt überall gleich. In ihrer Summe können sie jedoch dazu führen, dass Populationen kleiner und Lebensräume stärker voneinander isoliert werden.
Ein Netz trägt nur, solange genügend stabile Verbindungen bestehen
In einem stabilen Ökosystem können einzelne Verluste häufig ausgeglichen werden. Problematisch wird es dort, wo gleichzeitig Lebensräume verschwinden, Wanderwege unterbrochen werden und immer weniger Tiere geeignete Rückzugs- und Fortpflanzungsräume finden.
Irgendwann geht es deshalb nicht mehr nur um das eine Heupferd auf der Straße.Es geht um die Frage, wie viele kleine Verluste ein Lebensraum verkraften kann, bevor entscheidende Verbindungen fehlen.
Was wir häufig übersehen
Lebensräume enden nicht am Straßenrand. Tiere müssen zwischen Nahrung, Verstecken, Paarungs- und Fortpflanzungsplätzen wechseln.
Auch kleine Strukturen zählen.
Einzelverluste summieren sich.
Artenschutz bedeutet deshalb auch Vernetzung.
Unser Blick entscheidet konkret und ohne Frage mit
Dieses Heupferd werden wir sicherlich nicht mehr ins Leben zurückholen können. Aber wir können entscheiden, ob wir solche Bilder lediglich als beiläufigen Verlust betrachten – oder als Anlass, genauer hinzusehen.
Denn der Niedergang biologischer Vielfalt zeigt sich nicht immer in spektakulären Bildern. Oft beginnt er dort, wo ein Tier fehlt, dann ein weiteres – und irgendwann niemand mehr bemerkt, dass es stiller geworden ist.
Naturschutz bedeutet deshalb auch, die unscheinbaren Verbindungen zu bewahren, bevor sie verschwunden sind.
In der Abbildung - KI-bearbeitete Darstellung auf Grundlage einer Originalaufnahme
Nun endet sein Lebensweg auf einer Straße.
Ein einzelnes überfahrenes Insekt erscheint zunächst unbedeutend. Doch genau darin liegt eine der großen Herausforderungen unserer Zeit: Viele Verluste geschehen leise, einzeln und beinahe unbemerkt.
Heuschrecken, Käfer, Schmetterlinge, Wildbienen und unzählige weitere Kleintiere sind wertvolle Bestandteile komplexer Nahrungsnetze. Sie fressen Pflanzen oder andere Kleintiere, werden selbst zur Nahrung für Vögel, Reptilien, Amphibien und Säugetiere und verbinden auf diese Weise zahlreiche Ebenen eines Lebensraumes miteinander.
Das Große Heupferd steht deshalb auf diesem Bild nicht nur für ein einzelnes Tier.
Es kann stellvertretend für ein ökologisches Netz stehen, das an vielen Stellen dünner wird. Straßen und Verkehrswege zerschneiden Lebensräume. Hinzu kommen der Verlust artenreicher Säume, häufiges und sehr tiefes Mulchen, intensive Flächennutzung, fehlende Rückzugsräume sowie zunehmend ausgeprägte Hitze- und Trockenperioden.
Keine dieser Veränderungen wirkt überall gleich. In ihrer Summe können sie jedoch dazu führen, dass Populationen kleiner und Lebensräume stärker voneinander isoliert werden.
Ein Netz trägt nur, solange genügend stabile Verbindungen bestehen
In einem stabilen Ökosystem können einzelne Verluste häufig ausgeglichen werden. Problematisch wird es dort, wo gleichzeitig Lebensräume verschwinden, Wanderwege unterbrochen werden und immer weniger Tiere geeignete Rückzugs- und Fortpflanzungsräume finden.
Irgendwann geht es deshalb nicht mehr nur um das eine Heupferd auf der Straße.Es geht um die Frage, wie viele kleine Verluste ein Lebensraum verkraften kann, bevor entscheidende Verbindungen fehlen.
Was wir häufig übersehen
Lebensräume enden nicht am Straßenrand. Tiere müssen zwischen Nahrung, Verstecken, Paarungs- und Fortpflanzungsplätzen wechseln.
Auch kleine Strukturen zählen.
- Feldraine, Grasstreifen, Böschungen, Hecken und ungemähte Säume können wichtige Rückzugs- und Verbindungselemente sein.
Einzelverluste summieren sich.
- Was für sich betrachtet gering erscheint, kann über Jahre und über große Landschaftsräume erhebliche Auswirkungen entwickeln.
Artenschutz bedeutet deshalb auch Vernetzung.
- Nicht nur einzelne Schutzflächen, sondern ihre Verbindung untereinander entscheidet darüber, ob Tiere Landschaften dauerhaft besiedeln können.
Unser Blick entscheidet konkret und ohne Frage mit
Dieses Heupferd werden wir sicherlich nicht mehr ins Leben zurückholen können. Aber wir können entscheiden, ob wir solche Bilder lediglich als beiläufigen Verlust betrachten – oder als Anlass, genauer hinzusehen.
Denn der Niedergang biologischer Vielfalt zeigt sich nicht immer in spektakulären Bildern. Oft beginnt er dort, wo ein Tier fehlt, dann ein weiteres – und irgendwann niemand mehr bemerkt, dass es stiller geworden ist.
Naturschutz bedeutet deshalb auch, die unscheinbaren Verbindungen zu bewahren, bevor sie verschwunden sind.
In der Abbildung - KI-bearbeitete Darstellung auf Grundlage einer Originalaufnahme
- Ein überfahrenes Großes beziehungsweise Grünes Heupferd (Tettigonia viridissima) auf einer Straße. Der einzelne Totfund steht symbolisch für zahlreiche kaum wahrgenommene Verluste, die sich in einer zunehmend zerschnittenen Landschaft summieren können.
Artenschutz in Franken®
Zottiges Weidenröschen (Epilobium hirsutum)
Zottiges Weidenröschen (Epilobium hirsutum)
06/07.08.2026
Das Zottige Weidenröschen ist eine mehr oder minder auffällige Staude feuchter und nährstoffreicher Standorte. Man findet es vor allem an Bach- und Grabenrändern, an Teichen, in feuchten Hochstaudenfluren sowie auf zeitweise vernässten Flächen.Diese Aufnahme entstand nach eingener Aussage in einer Waldabteilung, die jedoch im August 2026 sehr trocken stand.
Seinen Namen verdankt die Pflanze der deutlichen Behaarung an Stängeln und Blättern. Im Sommer erscheinen die kräftig rosafarbenen bis purpurrosa Blüten, die von verschiedenen Insekten besucht werden. Nach der Blüte entstehen längliche Fruchtkapseln, aus denen zahlreiche mit feinen Haaren versehene Samen freigesetzt und durch den Wind verbreitet werden.
06/07.08.2026
- Neue Aufnahmen eingestellt
Das Zottige Weidenröschen ist eine mehr oder minder auffällige Staude feuchter und nährstoffreicher Standorte. Man findet es vor allem an Bach- und Grabenrändern, an Teichen, in feuchten Hochstaudenfluren sowie auf zeitweise vernässten Flächen.Diese Aufnahme entstand nach eingener Aussage in einer Waldabteilung, die jedoch im August 2026 sehr trocken stand.
Seinen Namen verdankt die Pflanze der deutlichen Behaarung an Stängeln und Blättern. Im Sommer erscheinen die kräftig rosafarbenen bis purpurrosa Blüten, die von verschiedenen Insekten besucht werden. Nach der Blüte entstehen längliche Fruchtkapseln, aus denen zahlreiche mit feinen Haaren versehene Samen freigesetzt und durch den Wind verbreitet werden.
Für den Naturschutz ist das Zottige Weidenröschen besonders als Bestandteil strukturreicher Feuchtlebensräume interessant. Gemeinsam mit anderen Hochstauden schafft es Deckung, Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten für zahlreiche Tierarten.
Werden feuchte Säume zu häufig gemäht, entwässert oder stark verändert, gehen solche Lebensräume schnell verloren. Der Erhalt naturnaher Gewässerränder und feuchter Randstrukturen trägt deshalb auch zum Schutz dieser charakteristischen Pflanze und ihrer Begleitarten bei.
Aufnahme von © Verena Zenk
- Das Zottige Weidenröschen verbindet auffällige Blütenpracht mit einer wichtigen Funktion für die Insektenwelt.
Artenschutz in Franken®
Wenn der Flurwegrand zur Todeszone wird
Wenn der Flurwegrand zur Todeszone wird
06/07.08.2026
- Unsichtbare Verluste durch intensives Mulchen
Auf den ersten Blick scheint es nur ein schmaler Streifen am Rand eines Flurweges zu sein. Ein wenig Gras. Einige Kräuter. Vielleicht ein paar Blütenpflanzen.
Doch genau diese Bereiche sind für viele Tiere weit mehr als bloß „Begleitgrün“. Wegraine, Böschungen, Säume und Randstreifen sind Rückzugsräume, Wanderkorridore, Nahrungsflächen und Kinderstuben. In einer intensiv genutzten Agrarlandschaft gehören sie oftmals zu den letzten kleinräumigen Strukturen, in denen sich Tiere noch verstecken, fortpflanzen oder Nahrung finden können.
Umso folgenreicher kann es sein, wenn solche Bereiche während der Vegetationszeit vollständig und tief gemulcht werden.Dann verschwindet nicht nur die Vegetation.
Mit ihr kann auch Leben verschwinden.
- Ein Bild, das sichtbar macht, was sonst verborgen bleibt
Die Feldmaus auf unserer Aufnahme steht stellvertretend für viele Tiere, die bei solchen Pflegearbeiten betroffen sein können. Das Weibchen wurde getötet. Durch die schwere Verletzung wurde ein noch nicht entwickeltes Jungtier aus dem Körper gedrückt.
- Es ist ein schwer anzusehendes Bild - doch es ist die Realität!
Doch gerade deshalb erzählt es etwas, das nach dem Mulchen normalerweise nicht mehr zu erkennen ist.
Wenige Minuten später sieht der Flurwegrand vielleicht nur „ordentlich gepflegt“ aus. Die Vegetation liegt zerkleinert am Boden, die Fläche wirkt kurz und übersichtlich.Was vorher dort lebte, bleibt unsichtbar.
Der Flurwegrand ist kein wertloser Reststreifen
In vielen Landschaften sind breite, strukturreiche Wegraine selten geworden.
Gerade dort, wo Äcker bis dicht an Wege heranreichen, können selbst schmale Randbereiche eine wichtige ökologische Funktion übernehmen.
Hier finden sich Gräser, Wildkräuter und blühende Pflanzen. Insekten suchen Nahrung. Kleinsäuger nutzen die Deckung. Amphibien und Reptilien können solche Strukturen als Wander- und Aufenthaltsräume verwenden. Spinnen, Käfer und zahlreiche weitere Kleintiere leben unmittelbar am Boden oder in der Vegetation.
Für uns Menschen ist es vielleicht nur ein Streifen von einem oder zwei Metern Breite.
Für ein kleines Tier kann dieser Streifen seine ganze Welt sein.
Mulchen bedeutet mehr als Mähen
Sie wird durch schnell rotierende Werkzeuge erfasst, zerkleinert und unmittelbar auf der Fläche verteilt. Tiere, die sich zwischen den Pflanzen, am Boden oder in bodennahen Verstecken befinden, haben dabei häufig kaum eine Chance zu entkommen.
Besonders gefährdet sind kleine und langsam flüchtende Tiere.
Auch Eier, Gelege, Puppenstadien oder andere unbewegliche Entwicklungsstadien von Tieren lassen sich nicht einfach „in Sicherheit bringen“. Wird ein Randstreifen vollständig bearbeitet, bleibt zudem kaum ein unmittelbarer Rückzugsraum übrig.
Nicht nur die Feldmaus
Ebenso betroffen sein können unter anderem Kleinsäuger, Junghasen, Amphibien, Reptilien, bodennahe Insekten, Spinnen und andere Wirbellose sowie gegebenenfalls bodennah brütende oder ruhende Tiere.
Jede Art reagiert anders.
Doch eines haben viele gemeinsam:
Sie rechnen nicht mit einer Maschine, die innerhalb weniger Sekunden ihren gesamten Lebensraum erfasst. Was über Generationen als Schutz funktioniert hat – regungslos bleiben, sich ducken, in dichtes Gras fliehen – kann ihnen bei einer maschinellen Bearbeitung zum Verhängnis werden.
Wenn aus Pflege eine ökologische Belastung wird
Flurwege müssen verkehrssicher bleiben und bestimmte Bereiche können gepflegt werden müssen.Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Randstreifen während der Vegetationsperiode regelmäßig vollständig und möglichst tief bearbeitet werden muss.
Problematisch wird eine Pflege besonders dann, wenn große Bereiche gleichzeitig erfasst werden, wenn sehr tief gearbeitet wird oder wenn während ökologisch besonders sensibler Zeiten keinerlei Rückzugsstrukturen stehen bleiben.
Aus einem artenreichen Saum kann dann innerhalb kurzer Zeit eine nahezu strukturlose Fläche werden.
Und manchmal verschwinden auch die Tiere selbst.
Zentimeter über dem Boden entscheidet sich Leben
Besonders eindringlich ist, dass vieles davon unmittelbar über der Bodenoberfläche stattfindet.Genau dort, wo Mulchgeräte arbeiten, befinden sich zahlreiche kleine Tiere.
Wir sehen diese Welt kaum.
Und gerade weil sie so klein und verborgen ist, braucht sie besondere Rücksicht.
Nicht jeder Wegrand muss aussehen wie ein Rasen
Vielleicht liegt ein Teil des Problems auch in unserer Vorstellung von Ordnung.
Ein kurz gemähter oder vollständig gemulchter Wegrand erscheint häufig gepflegt.
Ein höherer Saum dagegen schnell „ungepflegt“.
Aus ökologischer Sicht kann genau dieser höhere, strukturreiche Bereich jedoch erheblich wertvoller sein.
Eine einzelne ungemähte Insel kann nach einer Pflege zum entscheidenden Zufluchtsort werden.
Naturnähe sieht nicht immer ordentlich aus.
Und Ordnung ist nicht automatisch Naturschutz.
Rücksicht statt vollständigem Abräumen
Eine naturverträglichere Pflege muss nicht bedeuten, Flurwege vollkommen sich selbst zu überlassen.
Oft geht es vielmehr darum, genauer zu unterscheiden:
Je mehr Rückzugsmöglichkeiten erhalten bleiben, desto größer ist die Chance, dass Tiere eine Pflegemaßnahme überleben und anschließend wieder geeignete Strukturen vorfinden.
Die unsichtbaren Bewohner unserer Wege
Ihre Randbereiche können jedoch noch etwas anderes verbinden:
Für Tiere sind Wegraine oftmals schmale Korridore, entlang derer sie sich durch eine ansonsten intensiv genutzte Landschaft bewegen können.Werden solche Strukturen immer wieder vollständig entfernt, entstehen Lücken in diesem Netz.
Ein einzelner gemulter Abschnitt mag unbedeutend erscheinen.
Viele solcher Abschnitte zusammen verändern jedoch eine ganze Landschaft.
Dieses Tier steht für viele
Die Feldmaus auf unserem Foto ist kein außergewöhnliches Tier. Vielleicht liegt gerade darin ihre Bedeutung. Sie steht stellvertretend für all jene Lebewesen, deren Tod niemand bemerkt.
Das ungeborene Jungtier neben dem getöteten Weibchen macht außerdem deutlich, dass ein einzelner Verlust manchmal weiter reicht, als zunächst sichtbar ist. Mit dem Tod eines Muttertieres können auch seine Jungen verloren gehen.
Eine einzige Überfahrt kann damit Leben beenden, das gerade erst begonnen hat.
Hinschauen, bevor es zu spät ist
Dieses Bild soll niemanden pauschal anklagen.
Es soll aufmerksam machen!
Denn viele Verluste entstehen möglicherweise nicht aus Absicht, sondern weil wir kaum wahrnehmen, was sich im dichten Bewuchs eines Flurwegrandes befindet. Genau deshalb lohnt sich ein anderer Blick.
Ein Wegrain ist nicht einfach nur Gras.
Und ein stehen gelassener Abschnitt ist kein Versäumnis.
Er kann einem Tier das Leben retten.
Und dort, wo Leben verborgen ist, genauer hinschauen.
Denn selbst der schmalste Flurwegrand kann für uns nur ein Randbereich sein – für seine Bewohner aber ist er Lebensraum, Kinderstube und letzte Zuflucht zugleich.
In der Abbildung
Gerade dort, wo Äcker bis dicht an Wege heranreichen, können selbst schmale Randbereiche eine wichtige ökologische Funktion übernehmen.
Hier finden sich Gräser, Wildkräuter und blühende Pflanzen. Insekten suchen Nahrung. Kleinsäuger nutzen die Deckung. Amphibien und Reptilien können solche Strukturen als Wander- und Aufenthaltsräume verwenden. Spinnen, Käfer und zahlreiche weitere Kleintiere leben unmittelbar am Boden oder in der Vegetation.
Für uns Menschen ist es vielleicht nur ein Streifen von einem oder zwei Metern Breite.
Für ein kleines Tier kann dieser Streifen seine ganze Welt sein.
Mulchen bedeutet mehr als Mähen
- Beim Mulchen wird die Vegetation nicht nur abgeschnitten.
Sie wird durch schnell rotierende Werkzeuge erfasst, zerkleinert und unmittelbar auf der Fläche verteilt. Tiere, die sich zwischen den Pflanzen, am Boden oder in bodennahen Verstecken befinden, haben dabei häufig kaum eine Chance zu entkommen.
Besonders gefährdet sind kleine und langsam flüchtende Tiere.
- Einige verlassen sich instinktiv auf Tarnung.
- Andere ziehen sich bei Gefahr tiefer in die Vegetation zurück.
- Jungtiere können vielfach überhaupt nicht rechtzeitig fliehen.
Auch Eier, Gelege, Puppenstadien oder andere unbewegliche Entwicklungsstadien von Tieren lassen sich nicht einfach „in Sicherheit bringen“. Wird ein Randstreifen vollständig bearbeitet, bleibt zudem kaum ein unmittelbarer Rückzugsraum übrig.
Nicht nur die Feldmaus
- Die Feldmaus ist deshalb lediglich das sichtbare Beispiel.
Ebenso betroffen sein können unter anderem Kleinsäuger, Junghasen, Amphibien, Reptilien, bodennahe Insekten, Spinnen und andere Wirbellose sowie gegebenenfalls bodennah brütende oder ruhende Tiere.
Jede Art reagiert anders.
Doch eines haben viele gemeinsam:
Sie rechnen nicht mit einer Maschine, die innerhalb weniger Sekunden ihren gesamten Lebensraum erfasst. Was über Generationen als Schutz funktioniert hat – regungslos bleiben, sich ducken, in dichtes Gras fliehen – kann ihnen bei einer maschinellen Bearbeitung zum Verhängnis werden.
Wenn aus Pflege eine ökologische Belastung wird
Flurwege müssen verkehrssicher bleiben und bestimmte Bereiche können gepflegt werden müssen.Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Randstreifen während der Vegetationsperiode regelmäßig vollständig und möglichst tief bearbeitet werden muss.
Problematisch wird eine Pflege besonders dann, wenn große Bereiche gleichzeitig erfasst werden, wenn sehr tief gearbeitet wird oder wenn während ökologisch besonders sensibler Zeiten keinerlei Rückzugsstrukturen stehen bleiben.
Aus einem artenreichen Saum kann dann innerhalb kurzer Zeit eine nahezu strukturlose Fläche werden.
- Blüten verschwinden.
- Deckung verschwindet.
- Nahrung verschwindet.
Und manchmal verschwinden auch die Tiere selbst.
Zentimeter über dem Boden entscheidet sich Leben
Besonders eindringlich ist, dass vieles davon unmittelbar über der Bodenoberfläche stattfindet.Genau dort, wo Mulchgeräte arbeiten, befinden sich zahlreiche kleine Tiere.
- Dort verlaufen Laufgänge von Mäusen.
- Dort sitzen Käfer und Spinnen.
- Dort verbergen sich Amphibien.
- Dort ruhen Insekten.
- Dort entwickeln sich Nachwuchs und nächste Generationen.
Wir sehen diese Welt kaum.
- Aber sie ist vorhanden!
Und gerade weil sie so klein und verborgen ist, braucht sie besondere Rücksicht.
Nicht jeder Wegrand muss aussehen wie ein Rasen
Vielleicht liegt ein Teil des Problems auch in unserer Vorstellung von Ordnung.
Ein kurz gemähter oder vollständig gemulchter Wegrand erscheint häufig gepflegt.
Ein höherer Saum dagegen schnell „ungepflegt“.
Aus ökologischer Sicht kann genau dieser höhere, strukturreiche Bereich jedoch erheblich wertvoller sein.
- Ein stehen gelassener Altgrasstreifen kann Rückzugsraum sein.
- Ein blühender Saum kann Nahrung für Insekten bereitstellen.
- Ein dichter Grasbereich kann einem Kleinsäuger Deckung bieten.
Eine einzelne ungemähte Insel kann nach einer Pflege zum entscheidenden Zufluchtsort werden.
Naturnähe sieht nicht immer ordentlich aus.
Und Ordnung ist nicht automatisch Naturschutz.
Rücksicht statt vollständigem Abräumen
Eine naturverträglichere Pflege muss nicht bedeuten, Flurwege vollkommen sich selbst zu überlassen.
Oft geht es vielmehr darum, genauer zu unterscheiden:
- Welche Bereiche müssen tatsächlich gepflegt werden?
- Welche können stehen bleiben?
- Muss ein ganzer Randstreifen gleichzeitig bearbeitet werden?
- Können Teilflächen, Altgrasstreifen oder wechselnde Abschnitte erhalten bleiben?
- Kann die Pflege zu einem ökologisch günstigeren Zeitpunkt erfolgen?
Je mehr Rückzugsmöglichkeiten erhalten bleiben, desto größer ist die Chance, dass Tiere eine Pflegemaßnahme überleben und anschließend wieder geeignete Strukturen vorfinden.
Die unsichtbaren Bewohner unserer Wege
- Flurwege verbinden Felder, Dörfer und Landschaftsräume.
Ihre Randbereiche können jedoch noch etwas anderes verbinden:
- Lebensräume.
Für Tiere sind Wegraine oftmals schmale Korridore, entlang derer sie sich durch eine ansonsten intensiv genutzte Landschaft bewegen können.Werden solche Strukturen immer wieder vollständig entfernt, entstehen Lücken in diesem Netz.
Ein einzelner gemulter Abschnitt mag unbedeutend erscheinen.
Viele solcher Abschnitte zusammen verändern jedoch eine ganze Landschaft.
Dieses Tier steht für viele
Die Feldmaus auf unserem Foto ist kein außergewöhnliches Tier. Vielleicht liegt gerade darin ihre Bedeutung. Sie steht stellvertretend für all jene Lebewesen, deren Tod niemand bemerkt.
- Für Tiere ohne große Lobby.
- Für Tiere, die keinen Warnruf ausstoßen können.
- Für Tiere, die nach einer Pflegemaßnahme einfach nicht mehr da sind.
Das ungeborene Jungtier neben dem getöteten Weibchen macht außerdem deutlich, dass ein einzelner Verlust manchmal weiter reicht, als zunächst sichtbar ist. Mit dem Tod eines Muttertieres können auch seine Jungen verloren gehen.
Eine einzige Überfahrt kann damit Leben beenden, das gerade erst begonnen hat.
Hinschauen, bevor es zu spät ist
Dieses Bild soll niemanden pauschal anklagen.
Es soll aufmerksam machen!
Denn viele Verluste entstehen möglicherweise nicht aus Absicht, sondern weil wir kaum wahrnehmen, was sich im dichten Bewuchs eines Flurwegrandes befindet. Genau deshalb lohnt sich ein anderer Blick.
Ein Wegrain ist nicht einfach nur Gras.
- Er ist Lebensraum.
- Ein höherer Randstreifen ist nicht automatisch ungepflegt.
- Er kann Schutz bedeuten.
Und ein stehen gelassener Abschnitt ist kein Versäumnis.
Er kann einem Tier das Leben retten.
- Weniger vollständig mulchen.
- Rückzugsräume erhalten.
- Pflege bewusst planen.
Und dort, wo Leben verborgen ist, genauer hinschauen.
Denn selbst der schmalste Flurwegrand kann für uns nur ein Randbereich sein – für seine Bewohner aber ist er Lebensraum, Kinderstube und letzte Zuflucht zugleich.
In der Abbildung
- „KI-generierte Illustration – beispielhafte Darstellung, dokumentarische Bestandteile in die Aufnahme integriert - Originalaufnahmen der Feldmaus mit dem herausgepressten Fötus liegen A.i.F vor" - erstellt 01.08.2026
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Rotkelchige Nachtkerze (Oenothera glazioviana)
Die Rotkelchige Nachtkerze – wenn sich am Abend die gelben Blüten öffnen
06/07.08.2026
Zwischen hohen Gräsern und trockenen Stauden standen einige Pflanzen, die tagsüber kaum besondere Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatten.
06/07.08.2026
- Der Sommertag war heiß gewesen. Über der offenen Landschaft lag noch die Wärme des Nachmittags, während die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwand.
Zwischen hohen Gräsern und trockenen Stauden standen einige Pflanzen, die tagsüber kaum besondere Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatten.
Doch mit dem beginnenden Abend veränderte sich das Bild.
Zwischen den schmalen Blättern leuchteten plötzlich große gelbe Blüten. Noch geschlossene Knospen zeigten einen auffallend rötlichen Farbton, und an manchen Stängeln waren kleine rote Punkte und feine Haare zu erkennen. Während viele andere Blütenpflanzen ihre Aktivität für diesen Tag bereits beendet hatten, begann hier noch einmal eine ganz eigene Phase.
Die Rotkelchige Nachtkerze öffnete ihre Blüten.
In der Aufnahme von © Mario Wellein
Zwischen den schmalen Blättern leuchteten plötzlich große gelbe Blüten. Noch geschlossene Knospen zeigten einen auffallend rötlichen Farbton, und an manchen Stängeln waren kleine rote Punkte und feine Haare zu erkennen. Während viele andere Blütenpflanzen ihre Aktivität für diesen Tag bereits beendet hatten, begann hier noch einmal eine ganz eigene Phase.
Die Rotkelchige Nachtkerze öffnete ihre Blüten.
In der Aufnahme von © Mario Wellein
- Rotkelchige Nachtkerze (Oenothera glazioviana) – große gelbe Blüten und rötlich gefärbte Kelchbereiche prägen ihr Erscheinungsbild.
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Stachel-Lattich (Lactuca serriola)
Der Stachel-Lattich (Lactuca serriola)
05/06.08.2026
DER KOMPASS AM WEGESRAND
An einem drückend heißen Hochsommertag glüht der Asphalt der Landstraße. Wo der Boden trocken, steinig und scheinbar völlig lebensfeindlich ist, streckt sich eine unscheinbare, hohe Pflanze dem blauen Himmel entgegen. Ihre Blätter stehen merkwürdig hochkant verdreht – exakt nach Nord-Süd ausgerichtet, als würde eine
unsichtbare Hand sie als Kompass nutzen.
05/06.08.2026
- Pionier der Erwärmung und biologischer Kompass der Kulturlandschaft
DER KOMPASS AM WEGESRAND
An einem drückend heißen Hochsommertag glüht der Asphalt der Landstraße. Wo der Boden trocken, steinig und scheinbar völlig lebensfeindlich ist, streckt sich eine unscheinbare, hohe Pflanze dem blauen Himmel entgegen. Ihre Blätter stehen merkwürdig hochkant verdreht – exakt nach Nord-Süd ausgerichtet, als würde eine
unsichtbare Hand sie als Kompass nutzen.
Während andere Kräuter im Staub welken und ihre Blätter schlaff hängen lassen, trotzt dieser wilde Verwandte unseres Gartensalats der Mittagssonne. Schon seit Jahrhunderten zieht der Stachel-Lattich auf leisen Sohlen durch die Dörfer und Städte, stets bereit, neu entstandene Lücken im Boden als Erster zu besiedeln.
Der Stachel-Lattich (Lactuca serriola), häufig auch als Kompass-Lattich bekannt, ist eine zwei- bis mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Er gilt als die wilde Stammform des heute weit verbreiteten Kopfsalats (Lactuca sativa).
In der Aufnahme
Der Stachel-Lattich (Lactuca serriola), häufig auch als Kompass-Lattich bekannt, ist eine zwei- bis mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Er gilt als die wilde Stammform des heute weit verbreiteten Kopfsalats (Lactuca sativa).
In der Aufnahme
- Der Stachel-Lattich (Lactuca serriola) in voller Blüte an einem sonnigen Wegrand.
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Zottiges Weidenröschen (Epilobium hirsutum)
Zottiges Weidenröschen (Epilobium hirsutum)
05/06.08.2026
Eine Begegnung zwischen Brennnesseln und Uferrand
Der Sommernachmittag ist warm, doch am Rand des Grabens hält sich noch etwas Feuchtigkeit. Zwischen Brennnesseln, Gräsern und anderen Hochstauden erhebt sich eine kräftige Pflanze mit schmalen Blättern und rosafarbenen Blüten. Eine Hummel landet für einen kurzen Moment auf den geöffneten Blütenblättern. Wenige Meter weiter ist der Boden bereits trocken und hart – doch hier, im geschützten Saum, behauptet sich noch ein kleines Stück feuchter Wildnis.
05/06.08.2026
- Rosafarbener Hochsommerbote an Gräben, Bächen und feuchten Säumen
Eine Begegnung zwischen Brennnesseln und Uferrand
Der Sommernachmittag ist warm, doch am Rand des Grabens hält sich noch etwas Feuchtigkeit. Zwischen Brennnesseln, Gräsern und anderen Hochstauden erhebt sich eine kräftige Pflanze mit schmalen Blättern und rosafarbenen Blüten. Eine Hummel landet für einen kurzen Moment auf den geöffneten Blütenblättern. Wenige Meter weiter ist der Boden bereits trocken und hart – doch hier, im geschützten Saum, behauptet sich noch ein kleines Stück feuchter Wildnis.
Das Zottige Weidenröschen gehört zu jenen Pflanzen, die leicht übersehen werden, obwohl sie im Hochsommer auffällige Farbakzente setzen. Es wächst dort, wo Wasser, nährstoffreicher Boden und eine nicht zu intensive Nutzung zusammentreffen. Seine Anwesenheit erzählt zugleich etwas über den Zustand des Standortes: Solange Gräben, Ufer und feuchte Hochstaudenfluren bestehen bleiben, findet auch diese Pflanze ihren Platz.
Das Zottige Weidenröschen (Epilobium hirsutum), auch Behaartes Weidenröschen genannt, gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse. Es ist eine einheimische, mehrjährige Pflanze und erreicht gewöhnlich eine Höhe von etwa 50 bis 150 Zentimetern.
Unter besonders günstigen Bedingungen kann es noch größer werden. Das Zottige Weidenröschen bildet ein kräftiges, weit kriechendes Rhizom und kann sich dadurch zu größeren Beständen entwickeln.
In der Aufnahme von Jasmin Wegener
Das Zottige Weidenröschen (Epilobium hirsutum), auch Behaartes Weidenröschen genannt, gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse. Es ist eine einheimische, mehrjährige Pflanze und erreicht gewöhnlich eine Höhe von etwa 50 bis 150 Zentimetern.
Unter besonders günstigen Bedingungen kann es noch größer werden. Das Zottige Weidenröschen bildet ein kräftiges, weit kriechendes Rhizom und kann sich dadurch zu größeren Beständen entwickeln.
In der Aufnahme von Jasmin Wegener
- Das Zottige Weidenröschen setzt mit seinen rosafarbenen Blüten auffällige Akzente in feuchten Hochstaudenfluren.
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Kohldistel (Cirsium oleraceum)
Kohldistel (Cirsium oleraceum) – stille Bewohnerin feuchter Wiesen
05/06.08.2026
Früh am Morgen liegt noch ein feiner Schleier aus Nebel über der Wiese. Zwischen Mädesüß, Wasserdost und hohen Gräsern ragen kräftige, hellgrüne Pflanzen empor. Ihre großen, etwas stacheligen Blätter wirken rau und wehrhaft, doch in ihrer Mitte sitzen auffällige, blass gelbgrüne Blütenköpfe, die fast wie sorgfältig eingewickelt erscheinen.
Eine Wildbiene landet suchend auf einer Blüte, während sich ringsum Tautropfen auf den Blättern sammeln. Dort, wo der Boden feucht bleibt und die Landschaft noch Raum für Hochstaudenfluren und nasse Wiesen lässt, findet die Kohldistel ihren Platz. Sie gehört nicht zu den laut auffälligen Schönheiten der Pflanzenwelt – und gerade deshalb wird sie oft übersehen. Doch für viele Insekten und für die Vielfalt feuchter Lebensräume ist sie ein wertvoller Bestandteil.
05/06.08.2026
- Wenn der Morgennebel über der Feuchtwiese liegt
Früh am Morgen liegt noch ein feiner Schleier aus Nebel über der Wiese. Zwischen Mädesüß, Wasserdost und hohen Gräsern ragen kräftige, hellgrüne Pflanzen empor. Ihre großen, etwas stacheligen Blätter wirken rau und wehrhaft, doch in ihrer Mitte sitzen auffällige, blass gelbgrüne Blütenköpfe, die fast wie sorgfältig eingewickelt erscheinen.
Eine Wildbiene landet suchend auf einer Blüte, während sich ringsum Tautropfen auf den Blättern sammeln. Dort, wo der Boden feucht bleibt und die Landschaft noch Raum für Hochstaudenfluren und nasse Wiesen lässt, findet die Kohldistel ihren Platz. Sie gehört nicht zu den laut auffälligen Schönheiten der Pflanzenwelt – und gerade deshalb wird sie oft übersehen. Doch für viele Insekten und für die Vielfalt feuchter Lebensräume ist sie ein wertvoller Bestandteil.
Die Kohldistel (Cirsium oleraceum) ist eine ausdauernde, heimische Distelart aus der Familie der Korbblütler. Sie wächst vor allem an feuchten, nährstoffreichen Standorten, etwa in Feuchtwiesen, Hochstaudenfluren, an Gräben, Bachufern, in Auen oder an quelligen Waldrändern. Anders als manche andere Distelarten besiedelt sie also nicht in erster Linie trockene, sonnige Ruderalflächen, sondern eher frische bis nasse Lebensräume.
Typisch für die Kohldistel sind ihre kräftigen, aufrechten Stängel, die Wuchshöhen von etwa 60 bis 150 Zentimetern erreichen können.
In der Aufnahme von Sabine Schell
Typisch für die Kohldistel sind ihre kräftigen, aufrechten Stängel, die Wuchshöhen von etwa 60 bis 150 Zentimetern erreichen können.
In der Aufnahme von Sabine Schell
- Die Kohldistel ist eine typische Pflanze feuchter, nährstoffreicher Wiesen und Hochstaudenfluren.
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Graugans (Anser anser)
Die Graugans (Anser anser)
04/05.08.2026
Die Morgensonne spiegelt sich auf der ruhigen Wasseroberfläche eines Altarms. Über den Schilfgürtel zieht leichter Nebel, als plötzlich laute, trompetende Rufe die Stille durchbrechen. Eine Familie Graugänse gleitet langsam aus dem Röhricht. Die Altvögel führen aufmerksam ihre flauschigen Jungtiere durch das flache Wasser. Immer wieder wird nach Wasserpflanzen gezupft, während ein Elternvogel wachsam den Himmel beobachtet.
04/05.08.2026
- Die Stimme der Feuchtgebiete
Die Morgensonne spiegelt sich auf der ruhigen Wasseroberfläche eines Altarms. Über den Schilfgürtel zieht leichter Nebel, als plötzlich laute, trompetende Rufe die Stille durchbrechen. Eine Familie Graugänse gleitet langsam aus dem Röhricht. Die Altvögel führen aufmerksam ihre flauschigen Jungtiere durch das flache Wasser. Immer wieder wird nach Wasserpflanzen gezupft, während ein Elternvogel wachsam den Himmel beobachtet.
Seit Jahrtausenden begleiten Graugänse die Flussauen Europas. Sie gehören zu den ursprünglichen Wildgänsen unseres Kontinents und gelten als Stammform vieler heutiger Hausgänse. Wo ihre Rufe erklingen, sind naturnahe Gewässer oft nicht weit entfernt.
Die Graugans (Anser anser) ist die größte natürlich vorkommende Wildgans Mitteleuropas. Erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa 75 bis 90 Zentimetern, eine Flügelspannweite von bis zu 180 Zentimetern und ein Gewicht zwischen 2,5 und 4,5 Kilogramm.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
Die Graugans (Anser anser) ist die größte natürlich vorkommende Wildgans Mitteleuropas. Erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa 75 bis 90 Zentimetern, eine Flügelspannweite von bis zu 180 Zentimetern und ein Gewicht zwischen 2,5 und 4,5 Kilogramm.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Die Graugans ist die Stammform unserer heutigen Hausgänse und eine charakteristische Wildgans Europas.
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Bayerns geplante Lockerung des Walzverbots auf Grünland
Bayerns geplante Lockerung des Walzverbots auf Grünland – Welche Folgen drohen für den Artenschutz?
04/05.08.2026
Mit dem Beschluss des Bayerischen Kabinetts, das bislang geltende flächige Walzverbot auf Grünland für mehr als 95 Prozent der Wiesen aufzuheben, steht dem bayerischen Naturschutz eine weitreichende Veränderung bevor. Die geplante Gesetzesänderung soll Anfang 2027 in Kraft treten und stellt eine deutliche Abkehr von den Regelungen dar, die im Zuge des Volksbegehrens „Rettet die Bienen!“ im Jahr 2019 eingeführt wurden.
Aus Sicht des Naturschutzes wirft diese Entwicklung zahlreiche Fragen auf. Denn das bisherige Walzverbot hatte nicht allein den Zweck, landwirtschaftliche Nutzungen einzuschränken, sondern sollte vor allem empfindliche Tier- und Pflanzenarten während einer besonders sensiblen Jahreszeit schützen.
04/05.08.2026
- Weniger Schutz für Wiesen – mehr Risiken für die Artenvielfalt?
Mit dem Beschluss des Bayerischen Kabinetts, das bislang geltende flächige Walzverbot auf Grünland für mehr als 95 Prozent der Wiesen aufzuheben, steht dem bayerischen Naturschutz eine weitreichende Veränderung bevor. Die geplante Gesetzesänderung soll Anfang 2027 in Kraft treten und stellt eine deutliche Abkehr von den Regelungen dar, die im Zuge des Volksbegehrens „Rettet die Bienen!“ im Jahr 2019 eingeführt wurden.
Aus Sicht des Naturschutzes wirft diese Entwicklung zahlreiche Fragen auf. Denn das bisherige Walzverbot hatte nicht allein den Zweck, landwirtschaftliche Nutzungen einzuschränken, sondern sollte vor allem empfindliche Tier- und Pflanzenarten während einer besonders sensiblen Jahreszeit schützen.
Warum das Walzverbot eingeführt wurde
Nach dem Winter werden viele Wiesen gewalzt, um Frostaufbrüche zu beseitigen und die Grasnarbe zu glätten. Erfolgt diese Maßnahme jedoch zu früh im Jahr, können zahlreiche Tiere unmittelbar geschädigt oder getötet werden. Genau aus diesem Grund wurde im Rahmen des Volksbegehrens „Rettet die Bienen!“ ein zeitlich begrenztes Walzverbot eingeführt. Es sollte den Zeitraum schützen, in dem zahlreiche Tierarten aus ihren Winterquartieren zurückkehren oder sich bereits auf den Wiesen aufhalten.
In der Abbildung des Artenschutz in Franken®
Nach dem Winter werden viele Wiesen gewalzt, um Frostaufbrüche zu beseitigen und die Grasnarbe zu glätten. Erfolgt diese Maßnahme jedoch zu früh im Jahr, können zahlreiche Tiere unmittelbar geschädigt oder getötet werden. Genau aus diesem Grund wurde im Rahmen des Volksbegehrens „Rettet die Bienen!“ ein zeitlich begrenztes Walzverbot eingeführt. Es sollte den Zeitraum schützen, in dem zahlreiche Tierarten aus ihren Winterquartieren zurückkehren oder sich bereits auf den Wiesen aufhalten.
In der Abbildung des Artenschutz in Franken®
- „Illustration mit generativer KI erstellt“ - - erstellt 01.08.2026
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Bittersüßer Nachtschatten (Solanum dulcamara)
Der Bittersüße Nachtschatten (Solanum dulcamara)
04/05.08.2026
An einem kleinen Bach, verborgen zwischen Brennnesseln, Hochstauden und überhängenden Weidenzweigen, leuchten plötzlich zarte violette Sterne aus dem dichten Grün. Wer genauer hinsieht, entdeckt eine elegante Kletterpflanze, die sich geschickt durch ihre Nachbarn windet. Im Sommer öffnen sich ihre filigranen Blüten mit den auffallend gelben Staubbeuteln, im Herbst schmücken leuchtend rote Beeren ihre langen Triebe.
04/05.08.2026
- Zwischen Wasser, Weiden und Wildnis – eine oft unterschätzte Schönheit unserer Bachufer
An einem kleinen Bach, verborgen zwischen Brennnesseln, Hochstauden und überhängenden Weidenzweigen, leuchten plötzlich zarte violette Sterne aus dem dichten Grün. Wer genauer hinsieht, entdeckt eine elegante Kletterpflanze, die sich geschickt durch ihre Nachbarn windet. Im Sommer öffnen sich ihre filigranen Blüten mit den auffallend gelben Staubbeuteln, im Herbst schmücken leuchtend rote Beeren ihre langen Triebe.
Der Bittersüße Nachtschatten gehört zu den Pflanzen, die viele Menschen kaum wahrnehmen. Dabei ist er seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil naturnaher Bachufer und Auenlandschaften. Wo er wächst, zeigt er oft an, dass Wasser, Feuchtigkeit und eine gewisse Natürlichkeit den Lebensraum noch prägen.
Der Bittersüße Nachtschatten (Solanum dulcamara) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und ist in nahezu ganz Europa heimisch.
Die mehrjährige Pflanze bildet mehrere Meter lange, halb verholzende Triebe aus, die sich an Sträuchern, Röhrichten oder Hochstauden emporranken. Dadurch kann sie dichte Ufervegetation durchwachsen und sonnige Bereiche erreichen.
In der Abbildung des Artenschutz in Franken®
Der Bittersüße Nachtschatten (Solanum dulcamara) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und ist in nahezu ganz Europa heimisch.
Die mehrjährige Pflanze bildet mehrere Meter lange, halb verholzende Triebe aus, die sich an Sträuchern, Röhrichten oder Hochstauden emporranken. Dadurch kann sie dichte Ufervegetation durchwachsen und sonnige Bereiche erreichen.
In der Abbildung des Artenschutz in Franken®
- „Illustration mit generativer KI erstellt“ - - erstellt 01.08.2026
Artenschutz in Franken®
Artenfeindliches Mulchen fremder Randstreifen
Artenfeindliches Mulchen fremder Randstreifen – Warum eigenmächtige Pflegemaßnahmen Natur und Recht gleichermaßen verletzen können
03/04.08.2026
Es ist ein warmer Frühsommertag. Wildbienen sammeln Pollen an Glockenblumen, Schmetterlinge besuchen Disteln und Margeriten, eine Goldammer sucht im hohen Gras nach Nahrung für ihre Jungen. Zwischen den Halmen verstecken sich Heuschrecken, Laufkäfer und junge Ringelnattern nutzen den dichten Bewuchs als Schutz. Doch nur wenig später ist von dieser Vielfalt nichts mehr übrig. Ein Mulchgerät hat den gesamten Randstreifen erfasst – obwohl die Fläche weder dem Bewirtschafter gehört noch zur landwirtschaftlichen Nutzfläche zählt.
03/04.08.2026
- Wenn wertvolle Lebensräume innerhalb weniger Minuten verschwinden
Es ist ein warmer Frühsommertag. Wildbienen sammeln Pollen an Glockenblumen, Schmetterlinge besuchen Disteln und Margeriten, eine Goldammer sucht im hohen Gras nach Nahrung für ihre Jungen. Zwischen den Halmen verstecken sich Heuschrecken, Laufkäfer und junge Ringelnattern nutzen den dichten Bewuchs als Schutz. Doch nur wenig später ist von dieser Vielfalt nichts mehr übrig. Ein Mulchgerät hat den gesamten Randstreifen erfasst – obwohl die Fläche weder dem Bewirtschafter gehört noch zur landwirtschaftlichen Nutzfläche zählt.
Solche Situationen sind leider keine Seltenheit. Immer wieder werden kommunale Randstreifen, Straßenbegleitflächen oder andere Grundstücke Dritter eigenmächtig gemulcht. Was oftmals als vermeintliche „Ordnung“ oder „Pflege“ verstanden wird, kann sowohl naturschutzfachlich als auch rechtlich erhebliche Folgen haben.
Feldraine und Straßenbegleitflächen – kleine Flächen mit großer Bedeutung
Feldraine, Böschungen, Gräben und Straßenbegleitgrün gehören zu den artenreichsten Kleinlebensräumen unserer Kulturlandschaft. Während viele Äcker heute intensiv bewirtschaftet werden, bilden diese schmalen Säume häufig die letzten Rückzugsorte zahlreicher Tier- und Pflanzenarten.
Abbildung - „KI-generierte Illustration – beispielhafte Darstellung, keine dokumentarische Aufnahme“ - - erstellt 01.08.2026
Feldraine und Straßenbegleitflächen – kleine Flächen mit großer Bedeutung
Feldraine, Böschungen, Gräben und Straßenbegleitgrün gehören zu den artenreichsten Kleinlebensräumen unserer Kulturlandschaft. Während viele Äcker heute intensiv bewirtschaftet werden, bilden diese schmalen Säume häufig die letzten Rückzugsorte zahlreicher Tier- und Pflanzenarten.
Abbildung - „KI-generierte Illustration – beispielhafte Darstellung, keine dokumentarische Aufnahme“ - - erstellt 01.08.2026
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Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus)
Der Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus) – Der kraftvolle Sänger der Schilfwälder
03/04.08.2026
Noch liegt der See im ersten Licht eines Frühsommertages. Über der glatten Wasseroberfläche ziehen feine Nebelschleier dahin, während Libellen zwischen den Halmen schimmern. Aus dem dichten Schilfgürtel scheint zunächst nur das Rascheln des Windes zu kommen. Doch plötzlich erklingt eine laute, raue und erstaunlich kraftvolle Stimme. Ihr Gesang durchdringt das Schilf, hallt über das Wasser und lässt keinen Zweifel daran, dass hier ein Revier besetzt ist.
03/04.08.2026
- Wenn das Schilf zu sprechen beginnt
Noch liegt der See im ersten Licht eines Frühsommertages. Über der glatten Wasseroberfläche ziehen feine Nebelschleier dahin, während Libellen zwischen den Halmen schimmern. Aus dem dichten Schilfgürtel scheint zunächst nur das Rascheln des Windes zu kommen. Doch plötzlich erklingt eine laute, raue und erstaunlich kraftvolle Stimme. Ihr Gesang durchdringt das Schilf, hallt über das Wasser und lässt keinen Zweifel daran, dass hier ein Revier besetzt ist.
Hoch oben auf einem schwankenden Schilfhalm sitzt der Drosselrohrsänger. Unermüdlich trägt er seine Strophen vor und verteidigt den schmalen Lebensraum, der für ihn über Leben und Fortpflanzung entscheidet. Für viele Besucher bleibt der Vogel trotz seines kräftigen Gesangs unsichtbar. Wer jedoch geduldig lauscht und das Schilf aufmerksam beobachtet, entdeckt einen der eindrucksvollsten Sänger unserer Röhrichte.
Der Drosselrohrsänger steht sinnbildlich für naturnahe Seen, Flussauen und ausgedehnte Schilfbestände. Wo er singt, finden zahlreiche weitere Tierarten Schutz. Verstummt sein Gesang, ist dies häufig ein Zeichen dafür, dass ein wertvoller Lebensraum seine ökologische Qualität verloren hat.
In der Aufnahme von Ulrich Rösch
- Der Drosselrohrsänger zählt zu den größten heimischen Rohrsängerarten.
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Wenn den Bächen das Wasser fehlt - Die nächste Hitze kommt!
Wenn den Bächen das Wasser fehlt
03/04.08.2026
Wo sonst Wasser über Steine plätschert, Insekten über der Oberfläche tanzen und kleine Fische zwischen Wurzeln Schutz suchen, zeigt sich vielerorts inzwischen ein anderes Bild: schmale Rinnsale, freiliegende Bachbereiche und immer kleiner werdende Wasserflächen.
In vielen Teilen Frankens fehlt seit Monaten ausreichend Niederschlag. Einzelne Schauer oder Gewitter können regional zwar kurzfristig für Entlastung sorgen, sie reichen jedoch häufig nicht aus, um die über längere Zeit entstandenen Wasserdefizite nachhaltig auszugleichen.
Die offiziellen Daten verdeutlichen die Dimension: Für Nordbayern wurden im bisherigen Abflussjahr zuletzt nur rund 69 Prozent der langjährigen durchschnittlichen Niederschlagsmenge registriert. Bayernweit lagen Ende Juli rund 65 Prozent der beobachteten Fließgewässer unter dem langjährigen mittleren Niedrigwasserabfluss und wurden als sehr niedrig eingestuft. Auch zahlreiche Grundwassermessstellen und Quellen zeigen niedrige beziehungsweise sehr niedrige Werte.
03/04.08.2026
- Anhaltende Trockenheit und neue Hitze verschärfen die Situation in Franken
Wo sonst Wasser über Steine plätschert, Insekten über der Oberfläche tanzen und kleine Fische zwischen Wurzeln Schutz suchen, zeigt sich vielerorts inzwischen ein anderes Bild: schmale Rinnsale, freiliegende Bachbereiche und immer kleiner werdende Wasserflächen.
In vielen Teilen Frankens fehlt seit Monaten ausreichend Niederschlag. Einzelne Schauer oder Gewitter können regional zwar kurzfristig für Entlastung sorgen, sie reichen jedoch häufig nicht aus, um die über längere Zeit entstandenen Wasserdefizite nachhaltig auszugleichen.
Die offiziellen Daten verdeutlichen die Dimension: Für Nordbayern wurden im bisherigen Abflussjahr zuletzt nur rund 69 Prozent der langjährigen durchschnittlichen Niederschlagsmenge registriert. Bayernweit lagen Ende Juli rund 65 Prozent der beobachteten Fließgewässer unter dem langjährigen mittleren Niedrigwasserabfluss und wurden als sehr niedrig eingestuft. Auch zahlreiche Grundwassermessstellen und Quellen zeigen niedrige beziehungsweise sehr niedrige Werte.
Die nächste Hitze kommt
Besonders kritisch wird die Situation, wenn zur Trockenheit hohe Temperaturen hinzukommen. Für fränkische Regionen werden erneut Temperaturen von deutlich über 30 °C erwartet. Aktuelle Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes zeigen beispielsweise Werte um 32 bis 33 °C für Würzburg, Bamberg und Nürnberg; zeitweise können die Temperaturen regional noch höher liegen.
Je höher die Temperaturen steigen, desto stärker nimmt die Verdunstung zu. Böden verlieren zusätzlich Feuchtigkeit, Pflanzen benötigen mehr Wasser und auch aus kleinen Gewässern verschwindet zunehmend Wasser in die Atmosphäre.
Gerade kleine Bäche, Quellbereiche, Gräben und flache Stillgewässer können darauf besonders empfindlich reagieren.
Kleine Bäche geraten zuerst unter Druck
Große Flüsse verfügen meist über deutlich größere Wassermengen und Einzugsgebiete. Kleine Bäche dagegen können innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit auf Niederschlagsmangel reagieren.
Sinkt ihr Wasserstand weiter ab, verändert sich der gesamte Lebensraum.
Aus einem zusammenhängenden Fließgewässer können zunächst einzelne flache Abschnitte entstehen. Später bleiben möglicherweise nur noch voneinander getrennte Restwasserbereiche zurück. Im ungünstigsten Fall trocknen ganze Bachstrecken zeitweise vollständig aus.
Für viele dort lebende Arten kann dies existenzielle Folgen haben.
Wasserinsekten verlieren ihre Entwicklungsräume, Fische können Rückzugsbereiche nicht mehr erreichen, Amphibien finden weniger geeignete Feuchtlebensräume und zahlreiche Kleinstlebewesen verschwinden mit dem austrocknenden Gewässergrund.
Dabei sind gerade diese oft kaum sichtbaren Organismen ein wichtiger Bestandteil des gesamten Nahrungsnetzes.
Weniger Wasser – höhere Temperaturen
Ein weiteres Problem kommt hinzu: Je geringer die Wassermenge eines Baches wird, desto schneller kann sich das verbleibende Wasser erwärmen.
Besonders kritisch sind dabei unbeschattete und flache Gewässerabschnitte. Direkte Sonneneinstrahlung kann dort zu erheblichen Temperaturanstiegen führen.
Warmwasser enthält zudem grundsätzlich weniger gelösten Sauerstoff als kaltes Wasser. Gleichzeitig benötigen viele Organismen bei höheren Temperaturen mehr Sauerstoff. Diese Kombination kann insbesondere für empfindliche Fischarten, Wasserinsekten und andere aquatische Lebewesen problematisch werden.
Was von außen wie ein unscheinbarer niedriger Wasserstand aussieht, kann deshalb im Gewässer selbst zu einer erheblichen Belastung werden.
Ein Gewitter beendet keine Trockenheit
Starke Sommergewitter vermitteln manchmal den Eindruck, die Natur habe endlich wieder genügend Wasser erhalten.
Doch nach längerer Trockenheit können große Niederschlagsmengen innerhalb kurzer Zeit nur begrenzt helfen. Ein Teil des Wassers fließt oberflächlich ab, bevor es tiefere Bodenschichten erreicht. Auch die offiziellen Lagebeobachtungen zeigen, dass lokale Niederschläge die Wasserstände vieler Fließgewässer teilweise lediglich kurzfristig anheben.
Für eine nachhaltige Erholung benötigen Böden, Quellen, Grundwasser und Gewässer wiederkehrende, möglichst länger anhaltende Niederschläge, die tatsächlich in die Landschaft einsickern können.
Wasser muss wieder länger in der Landschaft bleiben
Die zunehmenden Trockenperioden zeigen, wie wichtig ein funktionierender natürlicher Wasserhaushalt ist.
Naturnahe Auen, Feuchtwiesen, Moore, strukturreiche Böden, Hecken, Gehölzstreifen und renaturierte Gewässer können dazu beitragen, Niederschläge zurückzuhalten und den schnellen Wasserabfluss aus der Landschaft zu reduzieren. Auch das Bayerische Landesamt für Umwelt betont die wachsende Bedeutung des natürlichen Wasserrückhalts angesichts von Dürreperioden und klimatischen Veränderungen.
Ufergehölze, Bäume und naturnahe Vegetationsstrukturen können die direkte Sonneneinstrahlung reduzieren. Unterschiedliche Gewässertiefen, Wurzeln, Steine und Totholz schaffen gleichzeitig kleinere Rückzugsräume.
Ein strukturreicher Bach kann mit extremen Wetterbedingungen daher oftmals besser umgehen als ein begradigtes, flaches und vollständig sonnenexponiertes Gewässer.
Wasserentnahmen werden in Niedrigwasserzeiten besonders kritisch
Wenn ein kleiner Bach ohnehin nur noch einen Bruchteil seiner normalen Wassermenge führt, kann jede zusätzliche Entnahme seine ökologische Situation weiter verschärfen.
Gerade während ausgeprägter Niedrigwasserperioden sollte deshalb besonders verantwortungsvoll mit Wasser umgegangen werden. Ob und in welchem Umfang Wasser aus einem Gewässer entnommen werden darf, richtet sich nach den jeweiligen wasserrechtlichen Vorgaben und möglichen behördlichen Einschränkungen.
Der Schutz der verbleibenden Wasserführung ist jedoch unabhängig davon aus ökologischer Sicht von zentraler Bedeutung.
Klimawandel erhöht den Handlungsdruck
Nicht jedes einzelne Hitzeereignis und nicht jede Trockenperiode kann isoliert dem Klimawandel zugeschrieben werden. Die langfristige Entwicklung zeigt jedoch, dass höhere Temperaturen und zunehmende Hitzeperioden den Wasserhaushalt unserer Landschaft zusätzlich unter Druck setzen.
Mehr Wärme bedeutet mehr Verdunstung. Treffen hohe Temperaturen auf länger ausbleibende Niederschläge, können sich die Auswirkungen gegenseitig verstärken.
Sie sind gewissermaßen die feinen Adern unserer Landschaft – und reagieren häufig früher als große Flüsse auf Veränderungen im Wasserhaushalt.
Wasser ist Leben
Der Schutz unserer kleinen Bäche beginnt deshalb nicht erst am Gewässerrand.
Er beginnt auf Äckern und Wiesen, in Wäldern und Siedlungen, an Quellen und in Auen – überall dort, wo darüber entschieden wird, ob Niederschlagswasser möglichst schnell abfließt oder möglichst lange in der Landschaft verbleiben kann.
Jeder Bach, jede Quelle und jede Feuchtfläche, die wir erhalten, ist ein Baustein für eine widerstandsfähigere Landschaft. Denn wenn unsere kleinen Bäche verstummen, verlieren wir weit mehr als Wasser.
Wir verlieren Lebensräume, Wanderkorridore, Kinderstuben und Rückzugsorte für unzählige Tier- und Pflanzenarten.
In der Darstellung von Artenschutz in Franken® - „Illustration mit generativer KI erstellt“ - erstellt 01.08.2026
Besonders kritisch wird die Situation, wenn zur Trockenheit hohe Temperaturen hinzukommen. Für fränkische Regionen werden erneut Temperaturen von deutlich über 30 °C erwartet. Aktuelle Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes zeigen beispielsweise Werte um 32 bis 33 °C für Würzburg, Bamberg und Nürnberg; zeitweise können die Temperaturen regional noch höher liegen.
- Für unsere Gewässer bedeutet Hitze weit mehr als nur einen weiteren warmen Sommertag.
Je höher die Temperaturen steigen, desto stärker nimmt die Verdunstung zu. Böden verlieren zusätzlich Feuchtigkeit, Pflanzen benötigen mehr Wasser und auch aus kleinen Gewässern verschwindet zunehmend Wasser in die Atmosphäre.
Gerade kleine Bäche, Quellbereiche, Gräben und flache Stillgewässer können darauf besonders empfindlich reagieren.
Kleine Bäche geraten zuerst unter Druck
Große Flüsse verfügen meist über deutlich größere Wassermengen und Einzugsgebiete. Kleine Bäche dagegen können innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit auf Niederschlagsmangel reagieren.
Sinkt ihr Wasserstand weiter ab, verändert sich der gesamte Lebensraum.
Aus einem zusammenhängenden Fließgewässer können zunächst einzelne flache Abschnitte entstehen. Später bleiben möglicherweise nur noch voneinander getrennte Restwasserbereiche zurück. Im ungünstigsten Fall trocknen ganze Bachstrecken zeitweise vollständig aus.
Für viele dort lebende Arten kann dies existenzielle Folgen haben.
Wasserinsekten verlieren ihre Entwicklungsräume, Fische können Rückzugsbereiche nicht mehr erreichen, Amphibien finden weniger geeignete Feuchtlebensräume und zahlreiche Kleinstlebewesen verschwinden mit dem austrocknenden Gewässergrund.
Dabei sind gerade diese oft kaum sichtbaren Organismen ein wichtiger Bestandteil des gesamten Nahrungsnetzes.
Weniger Wasser – höhere Temperaturen
Ein weiteres Problem kommt hinzu: Je geringer die Wassermenge eines Baches wird, desto schneller kann sich das verbleibende Wasser erwärmen.
Besonders kritisch sind dabei unbeschattete und flache Gewässerabschnitte. Direkte Sonneneinstrahlung kann dort zu erheblichen Temperaturanstiegen führen.
Warmwasser enthält zudem grundsätzlich weniger gelösten Sauerstoff als kaltes Wasser. Gleichzeitig benötigen viele Organismen bei höheren Temperaturen mehr Sauerstoff. Diese Kombination kann insbesondere für empfindliche Fischarten, Wasserinsekten und andere aquatische Lebewesen problematisch werden.
Was von außen wie ein unscheinbarer niedriger Wasserstand aussieht, kann deshalb im Gewässer selbst zu einer erheblichen Belastung werden.
Ein Gewitter beendet keine Trockenheit
Starke Sommergewitter vermitteln manchmal den Eindruck, die Natur habe endlich wieder genügend Wasser erhalten.
Doch nach längerer Trockenheit können große Niederschlagsmengen innerhalb kurzer Zeit nur begrenzt helfen. Ein Teil des Wassers fließt oberflächlich ab, bevor es tiefere Bodenschichten erreicht. Auch die offiziellen Lagebeobachtungen zeigen, dass lokale Niederschläge die Wasserstände vieler Fließgewässer teilweise lediglich kurzfristig anheben.
- Entscheidend ist deshalb nicht allein die Niederschlagsmenge eines einzelnen Tages.
Für eine nachhaltige Erholung benötigen Böden, Quellen, Grundwasser und Gewässer wiederkehrende, möglichst länger anhaltende Niederschläge, die tatsächlich in die Landschaft einsickern können.
Wasser muss wieder länger in der Landschaft bleiben
Die zunehmenden Trockenperioden zeigen, wie wichtig ein funktionierender natürlicher Wasserhaushalt ist.
Naturnahe Auen, Feuchtwiesen, Moore, strukturreiche Böden, Hecken, Gehölzstreifen und renaturierte Gewässer können dazu beitragen, Niederschläge zurückzuhalten und den schnellen Wasserabfluss aus der Landschaft zu reduzieren. Auch das Bayerische Landesamt für Umwelt betont die wachsende Bedeutung des natürlichen Wasserrückhalts angesichts von Dürreperioden und klimatischen Veränderungen.
- An kleinen Bächen kommt noch ein weiterer Faktor hinzu: Beschattung.
Ufergehölze, Bäume und naturnahe Vegetationsstrukturen können die direkte Sonneneinstrahlung reduzieren. Unterschiedliche Gewässertiefen, Wurzeln, Steine und Totholz schaffen gleichzeitig kleinere Rückzugsräume.
Ein strukturreicher Bach kann mit extremen Wetterbedingungen daher oftmals besser umgehen als ein begradigtes, flaches und vollständig sonnenexponiertes Gewässer.
Wasserentnahmen werden in Niedrigwasserzeiten besonders kritisch
Wenn ein kleiner Bach ohnehin nur noch einen Bruchteil seiner normalen Wassermenge führt, kann jede zusätzliche Entnahme seine ökologische Situation weiter verschärfen.
Gerade während ausgeprägter Niedrigwasserperioden sollte deshalb besonders verantwortungsvoll mit Wasser umgegangen werden. Ob und in welchem Umfang Wasser aus einem Gewässer entnommen werden darf, richtet sich nach den jeweiligen wasserrechtlichen Vorgaben und möglichen behördlichen Einschränkungen.
Der Schutz der verbleibenden Wasserführung ist jedoch unabhängig davon aus ökologischer Sicht von zentraler Bedeutung.
Klimawandel erhöht den Handlungsdruck
Nicht jedes einzelne Hitzeereignis und nicht jede Trockenperiode kann isoliert dem Klimawandel zugeschrieben werden. Die langfristige Entwicklung zeigt jedoch, dass höhere Temperaturen und zunehmende Hitzeperioden den Wasserhaushalt unserer Landschaft zusätzlich unter Druck setzen.
Mehr Wärme bedeutet mehr Verdunstung. Treffen hohe Temperaturen auf länger ausbleibende Niederschläge, können sich die Auswirkungen gegenseitig verstärken.
- Gerade kleine Gewässer machen diese Entwicklung besonders sichtbar.
Sie sind gewissermaßen die feinen Adern unserer Landschaft – und reagieren häufig früher als große Flüsse auf Veränderungen im Wasserhaushalt.
Wasser ist Leben
Der Schutz unserer kleinen Bäche beginnt deshalb nicht erst am Gewässerrand.
Er beginnt auf Äckern und Wiesen, in Wäldern und Siedlungen, an Quellen und in Auen – überall dort, wo darüber entschieden wird, ob Niederschlagswasser möglichst schnell abfließt oder möglichst lange in der Landschaft verbleiben kann.
Jeder Bach, jede Quelle und jede Feuchtfläche, die wir erhalten, ist ein Baustein für eine widerstandsfähigere Landschaft. Denn wenn unsere kleinen Bäche verstummen, verlieren wir weit mehr als Wasser.
Wir verlieren Lebensräume, Wanderkorridore, Kinderstuben und Rückzugsorte für unzählige Tier- und Pflanzenarten.
In der Darstellung von Artenschutz in Franken® - „Illustration mit generativer KI erstellt“ - erstellt 01.08.2026
- Die Hitze nimmt einen nächsten Anlauf!
Artenschutz in Franken®
Wenn der Bach verstummt ...
Wenn der Bach verstummt – warum jeder Tropfen Wasser jetzt über Leben entscheiden kann
03/04.08.2026
Solche kleinen Gewässer erscheinen auf den ersten Blick oft unscheinbar. Doch sie sind wertvolle Lebensadern unserer Landschaft. Sie verbinden Lebensräume miteinander, bieten Rückzugsorte und sind ein wichtiger Bestandteil funktionierender Ökosysteme.
Doch die aktuelle Entwicklung zeigt ein zunehmend kritisches Bild: Anhaltende Trockenperioden, hohe Temperaturen und ausbleibende Niederschläge führen in vielen Regionen Deutschlands zu deutlich sinkenden Wasserständen. Besonders betroffen sind kleine Bäche, Gräben und Quellbereiche, die nur über geringe Wasserreserven verfügen und sehr empfindlich auf extreme Wetterlagen reagieren.
03/04.08.2026
- Noch vor wenigen Wochen plätscherten viele kleine Bäche und Gräben nahezu unbemerkt durch unsere Landschaft. Libellen jagten über der Wasseroberfläche, Wasserinsekten bewegten sich zwischen den Pflanzen und im kühlen Nass fanden Fische, Amphibien und zahlreiche Kleinstlebewesen einen wichtigen Lebensraum.
Solche kleinen Gewässer erscheinen auf den ersten Blick oft unscheinbar. Doch sie sind wertvolle Lebensadern unserer Landschaft. Sie verbinden Lebensräume miteinander, bieten Rückzugsorte und sind ein wichtiger Bestandteil funktionierender Ökosysteme.
Doch die aktuelle Entwicklung zeigt ein zunehmend kritisches Bild: Anhaltende Trockenperioden, hohe Temperaturen und ausbleibende Niederschläge führen in vielen Regionen Deutschlands zu deutlich sinkenden Wasserständen. Besonders betroffen sind kleine Bäche, Gräben und Quellbereiche, die nur über geringe Wasserreserven verfügen und sehr empfindlich auf extreme Wetterlagen reagieren.
Unsere Gewässer geraten zunehmend unter Druck
Wenn der Wasserstand sinkt, verändern sich die Lebensbedingungen unter der Wasseroberfläche erheblich. Das verbleibende Wasser erwärmt sich bei sommerlichen Temperaturen deutlich schneller. Gleichzeitig nimmt der Sauerstoffgehalt ab, wodurch sich die Lebensbedingungen für viele Wasserorganismen verschlechtern.
Für Fische, Amphibien, Wasserinsekten und zahlreiche andere Arten kann diese Entwicklung existenzbedrohend werden. Besonders problematisch ist die Situation für kleine Fließgewässer, da sie kaum Möglichkeiten besitzen, längere Hitze- und Trockenphasen auszugleichen.
Was für uns Menschen zunächst nur wie ein niedriger Wasserstand erscheint, kann für die Bewohner dieser Lebensräume eine dramatische Veränderung bedeuten. Ein austrocknender Bach ist nicht nur weniger Wasser – er bedeutet den Verlust eines komplexen Lebensraumes.
Wasserentnahme kann die Situation zusätzlich verschärfen
Aufgrund der angespannten Niedrigwassersituation haben zahlreiche Behörden in Bayern und anderen Regionen Einschränkungen für die Entnahme von Wasser aus oberirdischen Gewässern erlassen oder angekündigt. Betroffen sein können Flüsse, Bäche, Gräben und Seen, wenn bestimmte Mindestwasserstände unterschritten werden.
Diese Maßnahmen dienen nicht der Einschränkung einzelner Bürgerinnen und Bürger, sondern dem Schutz empfindlicher Gewässerökosysteme. Gerade in Zeiten großer Trockenheit zählt jeder Tropfen, der im natürlichen Kreislauf verbleibt.
Besonders kritisch ist die Entnahme mit technischen Hilfsmitteln wie Pumpen, Schläuchen oder automatisierten Bewässerungssystemen. Diese können bei niedrigen Wasserständen erhebliche Auswirkungen auf die verbleibenden Lebensräume haben und sind in vielen Regionen derzeit nicht zulässig.
Auch bestehende Eigentums- oder Anliegerrechte an Gewässern bedeuten nicht automatisch, dass Wasser jederzeit entnommen werden darf. Sobald behördliche Einschränkungen greifen oder kritische Wasserstände erreicht werden, können Entnahmen untersagt oder eingeschränkt sein.
Eine geringe Entnahme mit Handgefäßen kann je nach örtlicher Regelung weiterhin möglich sein. Sie sollte jedoch grundsätzlich nur erfolgen, wenn das Gewässer dadurch nicht zusätzlich belastet wird. Bei bereits stark geschwächten oder fast trockengefallenen Gewässern sollte auf jede zusätzliche Wasserentnahme verzichtet werden.
Auch private Teiche benötigen besondere Rücksicht
Viele Garten- und Fischteiche stellen wertvolle kleine Lebensräume dar. Doch auch hier gilt: Bei anhaltender Trockenheit darf Wasser aus angrenzenden Bächen oder Flüssen nicht eigenmächtig entnommen werden, um Wasserstände auszugleichen.
Wasserrechtliche Genehmigungen für Teichanlagen sind häufig an bestimmte Bedingungen gebunden, beispielsweise an eine ausreichende Wasserführung des speisenden Gewässers. Werden diese Mindestmengen unterschritten, kann ein Zulauf zeitweise nicht genutzt werden.
Sollte es aufgrund hoher Temperaturen zu Sauerstoffmangel und Problemen mit dem Fischbestand kommen, sollten frühzeitig geeignete Maßnahmen geprüft werden. Dazu gehören beispielsweise technische Belüftungsmöglichkeiten oder die Kontaktaufnahme mit den zuständigen Fachstellen.
Gemeinsam unsere Gewässer schützen
Die aktuellen Entwicklungen zeigen eindrucksvoll, wie verletzlich unsere heimischen Gewässer geworden sind. Der Klimawandel verändert Niederschlagsmuster und verstärkt die Häufigkeit längerer Trockenperioden. Dadurch wächst die Bedeutung naturnaher Gewässer und wasserhaltender Landschaftsstrukturen.
Jeder Bachlauf, jede Quelle und jede feuchte Senke erfüllt eine wichtige Funktion. Solche Lebensräume sind nicht nur Wasserspeicher, sondern auch Kinderstuben und Rückzugsorte für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
Wasser in der Landschaft halten – ein Schlüssel für die Zukunft unserer Artenvielfalt
Eine zukunftsfähige Landschaft braucht Strukturen, die Wasser aufnehmen, speichern und langsam wieder abgeben können. Feuchtflächen, natürliche Überschwemmungsbereiche, naturnahe Bachläufe, beschattende Ufergehölze und strukturreiche Landschaftselemente sind wichtige Bausteine, um die Folgen extremer Wetterlagen abzumildern.
Gerade kleine Wasserrückhalteräume können in heißen Sommern zu wertvollen Überlebensinseln werden. Eine feuchte Senke, ein zeitweise wasserführender Graben oder ein naturnaher Bachabschnitt kann für Amphibien, Insekten, Vögel und viele andere Arten den entscheidenden Unterschied machen.
Auch unsere eigenen Naturschutzprojekte zeigen, wie wichtig es ist, Wasser wieder stärker in der Landschaft zu halten. Durch die Entwicklung von Feuchtlebensräumen, den Schutz bestehender Strukturen und die Schaffung neuer Wasseroasen entstehen wertvolle Rückzugsräume für Arten, die besonders unter den Folgen des Klimawandels leiden.
Dabei geht es nicht darum, natürliche Veränderungen vollständig aufzuhalten. Schwankungen gehören zu lebendigen Ökosystemen. Entscheidend ist vielmehr, ob unsere Landschaft noch genügend intakte Strukturen besitzt, um extreme Wetterphasen abzufedern und ihren Bewohnern Ausweichmöglichkeiten zu bieten.
Jeder erhaltene Bachlauf, jede geschützte Feuchtfläche und jeder Wasserrückhalteraum ist deshalb ein wichtiger Beitrag für die Zukunft unserer heimischen Natur.
Denn dort, wo Wasser bleibt, bleibt auch Leben.
Aktuelle Informationen zu regionalen Einschränkungen und Wasserständen erhalten Bürgerinnen und Bürger über die zuständigen Landratsämter sowie den Niedrigwasser-Informationsdienst Bayern (NID).
In der Abbildung: KI-generierte Illustration – keine dokumentarische Aufnahme - erstellt 01.08.2026
Wenn der Wasserstand sinkt, verändern sich die Lebensbedingungen unter der Wasseroberfläche erheblich. Das verbleibende Wasser erwärmt sich bei sommerlichen Temperaturen deutlich schneller. Gleichzeitig nimmt der Sauerstoffgehalt ab, wodurch sich die Lebensbedingungen für viele Wasserorganismen verschlechtern.
Für Fische, Amphibien, Wasserinsekten und zahlreiche andere Arten kann diese Entwicklung existenzbedrohend werden. Besonders problematisch ist die Situation für kleine Fließgewässer, da sie kaum Möglichkeiten besitzen, längere Hitze- und Trockenphasen auszugleichen.
Was für uns Menschen zunächst nur wie ein niedriger Wasserstand erscheint, kann für die Bewohner dieser Lebensräume eine dramatische Veränderung bedeuten. Ein austrocknender Bach ist nicht nur weniger Wasser – er bedeutet den Verlust eines komplexen Lebensraumes.
Wasserentnahme kann die Situation zusätzlich verschärfen
Aufgrund der angespannten Niedrigwassersituation haben zahlreiche Behörden in Bayern und anderen Regionen Einschränkungen für die Entnahme von Wasser aus oberirdischen Gewässern erlassen oder angekündigt. Betroffen sein können Flüsse, Bäche, Gräben und Seen, wenn bestimmte Mindestwasserstände unterschritten werden.
Diese Maßnahmen dienen nicht der Einschränkung einzelner Bürgerinnen und Bürger, sondern dem Schutz empfindlicher Gewässerökosysteme. Gerade in Zeiten großer Trockenheit zählt jeder Tropfen, der im natürlichen Kreislauf verbleibt.
Besonders kritisch ist die Entnahme mit technischen Hilfsmitteln wie Pumpen, Schläuchen oder automatisierten Bewässerungssystemen. Diese können bei niedrigen Wasserständen erhebliche Auswirkungen auf die verbleibenden Lebensräume haben und sind in vielen Regionen derzeit nicht zulässig.
Auch bestehende Eigentums- oder Anliegerrechte an Gewässern bedeuten nicht automatisch, dass Wasser jederzeit entnommen werden darf. Sobald behördliche Einschränkungen greifen oder kritische Wasserstände erreicht werden, können Entnahmen untersagt oder eingeschränkt sein.
Eine geringe Entnahme mit Handgefäßen kann je nach örtlicher Regelung weiterhin möglich sein. Sie sollte jedoch grundsätzlich nur erfolgen, wenn das Gewässer dadurch nicht zusätzlich belastet wird. Bei bereits stark geschwächten oder fast trockengefallenen Gewässern sollte auf jede zusätzliche Wasserentnahme verzichtet werden.
Auch private Teiche benötigen besondere Rücksicht
Viele Garten- und Fischteiche stellen wertvolle kleine Lebensräume dar. Doch auch hier gilt: Bei anhaltender Trockenheit darf Wasser aus angrenzenden Bächen oder Flüssen nicht eigenmächtig entnommen werden, um Wasserstände auszugleichen.
Wasserrechtliche Genehmigungen für Teichanlagen sind häufig an bestimmte Bedingungen gebunden, beispielsweise an eine ausreichende Wasserführung des speisenden Gewässers. Werden diese Mindestmengen unterschritten, kann ein Zulauf zeitweise nicht genutzt werden.
Sollte es aufgrund hoher Temperaturen zu Sauerstoffmangel und Problemen mit dem Fischbestand kommen, sollten frühzeitig geeignete Maßnahmen geprüft werden. Dazu gehören beispielsweise technische Belüftungsmöglichkeiten oder die Kontaktaufnahme mit den zuständigen Fachstellen.
Gemeinsam unsere Gewässer schützen
Die aktuellen Entwicklungen zeigen eindrucksvoll, wie verletzlich unsere heimischen Gewässer geworden sind. Der Klimawandel verändert Niederschlagsmuster und verstärkt die Häufigkeit längerer Trockenperioden. Dadurch wächst die Bedeutung naturnaher Gewässer und wasserhaltender Landschaftsstrukturen.
Jeder Bachlauf, jede Quelle und jede feuchte Senke erfüllt eine wichtige Funktion. Solche Lebensräume sind nicht nur Wasserspeicher, sondern auch Kinderstuben und Rückzugsorte für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
Wasser in der Landschaft halten – ein Schlüssel für die Zukunft unserer Artenvielfalt
Eine zukunftsfähige Landschaft braucht Strukturen, die Wasser aufnehmen, speichern und langsam wieder abgeben können. Feuchtflächen, natürliche Überschwemmungsbereiche, naturnahe Bachläufe, beschattende Ufergehölze und strukturreiche Landschaftselemente sind wichtige Bausteine, um die Folgen extremer Wetterlagen abzumildern.
Gerade kleine Wasserrückhalteräume können in heißen Sommern zu wertvollen Überlebensinseln werden. Eine feuchte Senke, ein zeitweise wasserführender Graben oder ein naturnaher Bachabschnitt kann für Amphibien, Insekten, Vögel und viele andere Arten den entscheidenden Unterschied machen.
Auch unsere eigenen Naturschutzprojekte zeigen, wie wichtig es ist, Wasser wieder stärker in der Landschaft zu halten. Durch die Entwicklung von Feuchtlebensräumen, den Schutz bestehender Strukturen und die Schaffung neuer Wasseroasen entstehen wertvolle Rückzugsräume für Arten, die besonders unter den Folgen des Klimawandels leiden.
Dabei geht es nicht darum, natürliche Veränderungen vollständig aufzuhalten. Schwankungen gehören zu lebendigen Ökosystemen. Entscheidend ist vielmehr, ob unsere Landschaft noch genügend intakte Strukturen besitzt, um extreme Wetterphasen abzufedern und ihren Bewohnern Ausweichmöglichkeiten zu bieten.
Jeder erhaltene Bachlauf, jede geschützte Feuchtfläche und jeder Wasserrückhalteraum ist deshalb ein wichtiger Beitrag für die Zukunft unserer heimischen Natur.
Denn dort, wo Wasser bleibt, bleibt auch Leben.
Aktuelle Informationen zu regionalen Einschränkungen und Wasserständen erhalten Bürgerinnen und Bürger über die zuständigen Landratsämter sowie den Niedrigwasser-Informationsdienst Bayern (NID).
In der Abbildung: KI-generierte Illustration – keine dokumentarische Aufnahme - erstellt 01.08.2026
- Unsere Gewässer geraten zunehmend unter Druck
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Das Echte Johaniskraut im August
Echtes Johanniskraut – ein sonnengelber Begleiter des Hochsommers
02/03.08.2026
Die ausdauernde heimische Wildpflanze bevorzugt sonnige, eher trockene bis frische und meist nährstoffärmere Standorte. Charakteristisch sind ihre leuchtend gelben, fünfzähligen Blüten mit zahlreichen langen Staubblättern. Betrachtet man die Blätter gegen das Licht, erscheinen viele kleine durchscheinende Punkte. Dabei handelt es sich um Öldrüsen, die den Blättern das namensgebende „durchlöcherte“ Aussehen verleihen.
02/03.08.2026
- Anfang August leuchten vielerorts noch immer die goldgelben Blüten des Echten Johanniskrauts (Hypericum perforatum) aus Wegrändern, Feldrainen, Böschungen und mageren Wiesen hervor. Während zahlreiche Frühsommerpflanzen ihre Blüte bereits beendet haben, setzt das Johanniskraut weiterhin auffällige Farbakzente in der Landschaft. Seine Hauptblüte reicht gewöhnlich von Juni bis August.
Die ausdauernde heimische Wildpflanze bevorzugt sonnige, eher trockene bis frische und meist nährstoffärmere Standorte. Charakteristisch sind ihre leuchtend gelben, fünfzähligen Blüten mit zahlreichen langen Staubblättern. Betrachtet man die Blätter gegen das Licht, erscheinen viele kleine durchscheinende Punkte. Dabei handelt es sich um Öldrüsen, die den Blättern das namensgebende „durchlöcherte“ Aussehen verleihen.
Wertvoller Bestandteil unserer Säume
Das Echte Johanniskraut ist ein wichtiger Bestandteil artenreicher Offenlandlebensräume. Seine Blüten stellen vor allem Pollen für Wildbienen, Schwebfliegen und weitere Insekten bereit. Auffällig ist, dass die Blüten keinen Nektar produzieren. Dennoch werden sie von verschiedenen Insekten regelmäßig besucht, die den reichlich vorhandenen Pollen nutzen.
Auch nach der Blüte bleibt die Pflanze ökologisch bedeutsam. Aus den Blüten entwickeln sich Kapselfrüchte mit zahlreichen kleinen Samen. Die aufrechten Stängel und vertrockneten Pflanzenteile erweitern zudem die Strukturvielfalt von Säumen und können kleinen Tieren Schutz bieten.
Aufnahme von Sabine Schell
Das Echte Johanniskraut ist ein wichtiger Bestandteil artenreicher Offenlandlebensräume. Seine Blüten stellen vor allem Pollen für Wildbienen, Schwebfliegen und weitere Insekten bereit. Auffällig ist, dass die Blüten keinen Nektar produzieren. Dennoch werden sie von verschiedenen Insekten regelmäßig besucht, die den reichlich vorhandenen Pollen nutzen.
Auch nach der Blüte bleibt die Pflanze ökologisch bedeutsam. Aus den Blüten entwickeln sich Kapselfrüchte mit zahlreichen kleinen Samen. Die aufrechten Stängel und vertrockneten Pflanzenteile erweitern zudem die Strukturvielfalt von Säumen und können kleinen Tieren Schutz bieten.
Aufnahme von Sabine Schell
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Klappergrasmücke (Curruca curruca)
Die Klappergrasmücke (Curruca curruca) – die kleine Sängerin der Heckenlandschaften
02/03.08.2026
Früh am Morgen, wenn der Tau noch auf den Blättern der Hecken liegt und die ersten Sonnenstrahlen über die Landschaft wandern, beginnt in einem dichten Gebüsch ein unscheinbarer Vogel seinen Tag.
Zwischen Schlehen, Weißdorn und jungen Gehölzen bewegt sich eine kleine graue Gestalt fast lautlos durch das Blattwerk. Nur ihr charakteristischer, etwas rau wirkender Gesang verrät ihre Anwesenheit: ein leises, klapperndes „Tscherr-tscherr“, das der Art ihren Namen gegeben hat.
02/03.08.2026
- Ein leises Klappern zwischen Zweigen
Früh am Morgen, wenn der Tau noch auf den Blättern der Hecken liegt und die ersten Sonnenstrahlen über die Landschaft wandern, beginnt in einem dichten Gebüsch ein unscheinbarer Vogel seinen Tag.
Zwischen Schlehen, Weißdorn und jungen Gehölzen bewegt sich eine kleine graue Gestalt fast lautlos durch das Blattwerk. Nur ihr charakteristischer, etwas rau wirkender Gesang verrät ihre Anwesenheit: ein leises, klapperndes „Tscherr-tscherr“, das der Art ihren Namen gegeben hat.
Für viele Menschen bleibt die Begegnung mit einer Klappergrasmücke flüchtig. Sie ist kein auffälliger Vogel mit buntem Gefieder, sondern ein stiller Bewohner strukturreicher Landschaften. Doch genau diese Zurückhaltung macht sie zu einem besonderen Botschafter für eine vielfältige Kulturlandschaft. Wo Hecken, Gebüsche, Säume und kleine Gehölzinseln erhalten bleiben, findet die Klappergrasmücke noch geeignete Lebensräume.
Artbeschreibung – eine kleine Spezialistin der offenen Gehölzlandschaften
Die Klappergrasmücke (Curruca curruca, Syn.: Sylvia curruca) gehört zur Familie der Grasmückenverwandten (Sylviidae) und zählt zu den kleineren heimischen Singvögeln. Mit einer Körpergröße von etwa 12 bis 14 Zentimetern und einem Gewicht von nur rund 12 bis 18 Gramm wirkt sie zierlich und unscheinbar.
Ihr Gefieder ist überwiegend graubraun gefärbt. Die Oberseite erscheint graubraun, während die Unterseite heller und oft leicht weißlich wirkt.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
Artbeschreibung – eine kleine Spezialistin der offenen Gehölzlandschaften
Die Klappergrasmücke (Curruca curruca, Syn.: Sylvia curruca) gehört zur Familie der Grasmückenverwandten (Sylviidae) und zählt zu den kleineren heimischen Singvögeln. Mit einer Körpergröße von etwa 12 bis 14 Zentimetern und einem Gewicht von nur rund 12 bis 18 Gramm wirkt sie zierlich und unscheinbar.
Ihr Gefieder ist überwiegend graubraun gefärbt. Die Oberseite erscheint graubraun, während die Unterseite heller und oft leicht weißlich wirkt.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Die Klappergrasmücke – ein kleiner Singvogel, der mit seinem charakteristischen Gesang strukturreiche Landschaften bereichert.
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Die Ufervegetation unserer Gewässer in Zeiten des Klimawandels
Bunte Lebensadern unter Druck: Die Ufervegetation unserer Gewässer in Zeiten des Klimawandels
02/03.08.2026
Die sogenannten Mädesüß-Uferhochstaudenfluren bilden im Juli und August dicht bewachsene, bunte Säume. Sie sind nicht nur eine Augenweide, sondern erfüllen fundamentale Aufgaben im Ökosystem unserer Gewässer.
02/03.08.2026
- Wer im Hochsommer entlang naturnaher Bachläufe, Gräben oder Feuchtwiesen spazieren geht, trifft auf eine der farbenprächtigsten Pflanzengesellschaften unserer Heimat.
Die sogenannten Mädesüß-Uferhochstaudenfluren bilden im Juli und August dicht bewachsene, bunte Säume. Sie sind nicht nur eine Augenweide, sondern erfüllen fundamentale Aufgaben im Ökosystem unserer Gewässer.
Drei floristische Hauptakteure prägen dieses Biotop auf besondere Weise:
Die drei Hauptakteure des Ufersaums
Bedrohte Oasen: Kleine Gewässer im Klimawandel
Gerade in den letzten Jahren stehen diese wertvollen Lebensräume in Deutschland vor immensen Herausforderungen. Langanhaltende Dürreperioden und sinkende Grundwasserstände treffen kleine Gewässer, Bäche und Gräben besonders hart.
In der Abblidung
Die drei Hauptakteure des Ufersaums
- Der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria) – Der Insektenmagnet im Hochsommer
- Der Gewöhnliche Felberich (Lysimachia vulgaris) – Das goldgelbe Pendant
- Das Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria) – Der duftende Schaum der Wiese
Bedrohte Oasen: Kleine Gewässer im Klimawandel
Gerade in den letzten Jahren stehen diese wertvollen Lebensräume in Deutschland vor immensen Herausforderungen. Langanhaltende Dürreperioden und sinkende Grundwasserstände treffen kleine Gewässer, Bäche und Gräben besonders hart.
In der Abblidung
- Hauptakteure des Ufersaums
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Unzulässige Wasserentnahmen gefährden Natur und Ökosysteme
Unzulässige Wasserentnahmen gefährden Natur und Ökosysteme
31.07/01.08.2026
Ein kleiner Bach führt nur noch wenig Wasser. Zwischen Kies, Wurzeln und freiliegenden Steinen zieht sich ein schmales Rinnsal durch das Gewässerbett. Die wenigen tieferen Stellen werden zu letzten Rückzugsräumen für Fische, Kleinkrebse, Insektenlarven und andere Wasserorganismen. Was für den Menschen wie eine geringe Entnahmemenge erscheinen mag, kann in dieser Situation darüber entscheiden, ob ein Gewässerabschnitt weiter durchströmt wird oder vollständig trockenfällt.
Natürliche Fließgewässer sind keine beliebig verfügbaren Wasserspeicher. Sie sind komplexe Ökosysteme, deren Funktionsfähigkeit unmittelbar von einer ausreichenden Wasserführung abhängt.
31.07/01.08.2026
- Bei Niedrigwasser wird jeder verbleibende Liter zum Bestandteil eines empfindlichen Lebensraums
- Aufgrund vielfältiger Informationen wollen wir uns diesem aktuellen Thema widmen
Ein kleiner Bach führt nur noch wenig Wasser. Zwischen Kies, Wurzeln und freiliegenden Steinen zieht sich ein schmales Rinnsal durch das Gewässerbett. Die wenigen tieferen Stellen werden zu letzten Rückzugsräumen für Fische, Kleinkrebse, Insektenlarven und andere Wasserorganismen. Was für den Menschen wie eine geringe Entnahmemenge erscheinen mag, kann in dieser Situation darüber entscheiden, ob ein Gewässerabschnitt weiter durchströmt wird oder vollständig trockenfällt.
Natürliche Fließgewässer sind keine beliebig verfügbaren Wasserspeicher. Sie sind komplexe Ökosysteme, deren Funktionsfähigkeit unmittelbar von einer ausreichenden Wasserführung abhängt.
Niedrigwasser bedeutet Stress für den gesamten Bach
Niedrigwasser ist mehr als ein sichtbar gesunkener Wasserstand. Mit der abnehmenden Wassermenge verkleinert sich der Lebensraum. Flache Uferzonen fallen trocken, die Strömung wird schwächer und voneinander getrennte Restwasserbereiche können entstehen. Gleichzeitig erwärmt sich das verbliebene Wasser schneller.
Hohe Wassertemperaturen, Sauerstoffmangel, das Trockenfallen einzelner Bereiche und eine zunehmende Konzentration von Nähr- und Schadstoffen können die Lebensbedingungen im Gewässer erheblich verschlechtern. Besonders kleine und langsam fließende Bäche reagieren auf solche Veränderungen empfindlich.
In normalen Zeiten können viele Gewässer begrenzte Schwankungen ausgleichen. Während einer länger anhaltenden Trockenperiode fehlt jedoch diese ökologische Reserve. Jede zusätzliche Entnahme kann die bereits angespannte Situation weiter verschärfen.
Wenn die letzten Rückzugsräume verschwinden
Viele Bewohner kleiner Bäche können einem rasch sinkenden Wasserstand nicht einfach ausweichen. Larven von Eintags-, Köcher- und Steinfliegen leben zwischen Steinen, Pflanzenresten oder im Gewässergrund. Kleinfische benötigen durchströmte Bereiche, schützende Vertiefungen und ausreichend sauerstoffreiches Wasser. Amphibien nutzen feuchte Uferzonen und angrenzende Gewässerabschnitte als Wander-, Nahrungs- und Entwicklungsräume.
Sinkt der Wasserstand weiter, können:
Der ökologische Schaden beschränkt sich dabei nicht auf das Wasser. Auch Röhrichte, Hochstaudenfluren, Ufersäume und feuchte Bodenbereiche sind vom Wasserhaushalt des Baches abhängig. Verschwinden diese Übergangszonen, verlieren zahlreiche Insekten, Amphibien, Vögel und Kleinsäuger wichtige Nahrungs- und Rückzugsräume.
Eine kleine Entnahme kann eine große Wirkung haben
Entscheidend ist nicht allein, wie viele Liter Wasser entnommen werden. Maßgeblich ist das Verhältnis zwischen der Entnahmemenge und dem noch vorhandenen Abfluss.
Eine Menge, die bei guter Wasserführung möglicherweise kaum auffällt, kann während extremen Niedrigwassers einen erheblichen Anteil des verbliebenen Wassers ausmachen. Besonders problematisch sind dauerhafte oder wiederholte Entnahmen über Schläuche, Pumpen, Rohre, Gräben oder feste Ableitungen.
Auch das Ableiten von Wasser in private Fischteiche, Gartenteiche, Speicherbecken oder Bewässerungssysteme kann einen Bach erheblich belasten. Selbst wenn ein Teil des Wassers später zurückgeführt wird, fehlt es dem natürlichen Gewässer während des Durchlaufs durch die Anlage. Durch Verdunstung, Versickerung und Rückhalt kann zudem deutlich weniger Wasser zurückfließen, als ursprünglich entnommen wurde.
Ein voller Teich darf deshalb nicht darüber hinwegtäuschen, dass der benachbarte Bach seinen natürlichen Abfluss und damit einen Teil seiner ökologischen Funktionsfähigkeit verloren haben kann.
Wasserentnahme ist rechtlich kein beliebiger Gebrauch
Das Entnehmen und Ableiten von Wasser aus einem oberirdischen Gewässer gilt nach dem Wasserhaushaltsgesetz als Gewässerbenutzung. Eine solche Benutzung bedarf grundsätzlich einer wasserrechtlichen Erlaubnis oder Bewilligung, soweit keine gesetzlich geregelte Ausnahme greift.
Unter bestimmten Voraussetzungen können Landesrecht, Gemeingebrauch sowie Eigentümer- oder Anliegergebrauch begrenzte Nutzungen zulassen. Daraus entsteht jedoch kein uneingeschränktes Recht, jederzeit und in beliebiger Menge Wasser zu entnehmen. Die konkreten Voraussetzungen können sich nach Bundesland, Gewässerart, örtlicher Regelung und aktueller Niedrigwassersituation unterscheiden.
Besonders wichtig ist die gesetzlich vorgeschriebene Mindestwasserführung: Das Entnehmen oder Ableiten von Wasser ist nur zulässig, wenn die für das Gewässer und die damit verbundenen Lebensräume notwendige Abflussmenge erhalten bleibt.
Damit gilt auch für bereits genehmigte Anlagen: Eine wasserrechtliche Erlaubnis ist kein Freibrief für eine Entnahme unabhängig vom tatsächlichen Wasserstand. Enthält die Genehmigung Vorgaben zur Mindestwasserführung, zu Entnahmemengen oder zu bestimmten Betriebszeiten, müssen diese eingehalten werden. Kann die erforderliche Wasserführung nicht mehr gewährleistet werden, kann die Entnahme unzulässig sein oder behördlich eingeschränkt beziehungsweise untersagt werden.
Wann wird eine Wasserentnahme unzulässig?
Von einer unzulässigen Wasserentnahme kann insbesondere dann auszugehen sein, wenn:
Ob ein konkreter Vorgang tatsächlich rechtswidrig ist, muss anhand der örtlichen Situation, der Genehmigungslage und der geltenden behördlichen Regelungen geprüft werden. Zuständig ist in der Regel die örtliche Wasserbehörde.
Auch Teichanlagen tragen Verantwortung
Fischteiche können eine lange Nutzungsgeschichte besitzen und bei naturverträglicher Gestaltung selbst Lebensräume bieten. Sie dürfen jedoch nicht auf Kosten eines natürlichen Fließgewässers betrieben werden.
Besonders kritisch ist eine Situation, in der ein Bach nahezu trockenfällt, während angrenzende Teiche durch eine fortgesetzte Ableitung auf einem hohen Wasserstand gehalten werden. In solchen Fällen steht der Nutzen einer privaten oder hobbymäßigen Teichhaltung dem Erhalt eines natürlichen Gewässerökosystems gegenüber.
Dabei muss der Schutz des natürlichen Baches nach unserer Auffassung Vorrang haben. Ein Fließgewässer versorgt nicht nur die unmittelbar sichtbaren Tiere und Pflanzen. Es verbindet unterschiedliche Lebensräume, transportiert Sauerstoff und Nährstoffe, beeinflusst den Grundwasserhaushalt und erhält feuchte Uferbereiche. Das Wasserhaushaltsgesetz verfolgt entsprechend das Ziel, Gewässer als Bestandteil des Naturhaushalts und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu sichern.
Klimawandel verschärft den Nutzungsdruck
Längere Trockenperioden, hohe Sommertemperaturen und eine zeitweise geringe Wasserverfügbarkeit erhöhen den Druck auf Bäche, Flüsse und Grundwasservorkommen. Gleichzeitig steigt gerade in solchen Phasen der Bedarf an Bewässerungs- und Brauchwasser.
Diese gegenläufige Entwicklung macht einen verantwortungsvollen Umgang besonders wichtig. Wasser sollte möglichst dann gespeichert werden, wenn es ausreichend zur Verfügung steht – beispielsweise durch Regenwassernutzung, Zisternen und andere Speichersysteme. Natürliche Gewässer während einer Niedrigwasserphase zusätzlich zu belasten, verschärft dagegen genau jene Situation, in der ihre Bewohner am stärksten gefährdet sind.
Auch der Landschaftswasserhaushalt muss langfristig stabilisiert werden. Naturnahe Gewässer, überflutbare Auen, unversiegelte Böden und intakte Feuchtgebiete können Wasser länger in der Landschaft halten und extreme Trockenphasen zumindest abmildern.
Was bei Niedrigwasser zu beachten ist
Vor jeder Wasserentnahme aus einem Bach, Fluss oder Graben sollte geprüft werden, ob sie rechtlich zulässig und ökologisch vertretbar ist.
Maßgeblich sind insbesondere:
Bei erkennbar sehr niedrigem Wasserstand sollte keine eigenmächtige Entnahme erfolgen. Auch vorhandene Anlagen sollten nicht automatisch weiterbetrieben werden. Bei Unsicherheiten ist eine vorherige Abstimmung mit der zuständigen Behörde erforderlich.
Unser Appell
Wasser, das einem fast ausgetrockneten Bach entzogen wird, fehlt nicht nur im Gewässerbett. Es fehlt einem vollständigen Ökosystem.Es fehlt den Fischen in ihren letzten Rückzugsräumen, den Insektenlarven zwischen den Steinen, den Amphibien an den feuchten Ufern und den Pflanzen, die auf einen intakten Wasserhaushalt angewiesen sind.
Unzulässige Wasserentnahmen sind nach unserer Ansicht deshalb keine harmlose Nebensache. Sie können das Austrocknen von Gewässerabschnitten beschleunigen, Lebensräume unterbrechen und den Verlust zahlreicher Tiere und Pflanzen verursachen.
Bei Niedrigwasser muss das wenige verbliebene Wasser im natürlichen Gewässer bleiben. Der Schutz eines lebendigen Baches wiegt schwerer als das Auffüllen privater Speicher, Becken oder Fischteiche. Das ist unsere Überzeugung.
In der Darstellung
Niedrigwasser ist mehr als ein sichtbar gesunkener Wasserstand. Mit der abnehmenden Wassermenge verkleinert sich der Lebensraum. Flache Uferzonen fallen trocken, die Strömung wird schwächer und voneinander getrennte Restwasserbereiche können entstehen. Gleichzeitig erwärmt sich das verbliebene Wasser schneller.
Hohe Wassertemperaturen, Sauerstoffmangel, das Trockenfallen einzelner Bereiche und eine zunehmende Konzentration von Nähr- und Schadstoffen können die Lebensbedingungen im Gewässer erheblich verschlechtern. Besonders kleine und langsam fließende Bäche reagieren auf solche Veränderungen empfindlich.
In normalen Zeiten können viele Gewässer begrenzte Schwankungen ausgleichen. Während einer länger anhaltenden Trockenperiode fehlt jedoch diese ökologische Reserve. Jede zusätzliche Entnahme kann die bereits angespannte Situation weiter verschärfen.
Wenn die letzten Rückzugsräume verschwinden
Viele Bewohner kleiner Bäche können einem rasch sinkenden Wasserstand nicht einfach ausweichen. Larven von Eintags-, Köcher- und Steinfliegen leben zwischen Steinen, Pflanzenresten oder im Gewässergrund. Kleinfische benötigen durchströmte Bereiche, schützende Vertiefungen und ausreichend sauerstoffreiches Wasser. Amphibien nutzen feuchte Uferzonen und angrenzende Gewässerabschnitte als Wander-, Nahrungs- und Entwicklungsräume.
Sinkt der Wasserstand weiter, können:
- Laich- und Entwicklungsplätze trockenfallen,
- Restwasserbereiche voneinander getrennt werden,
- Tiere in kleinen, sich stark erwärmenden Wasserstellen eingeschlossen bleiben,
- die Sauerstoffversorgung zusammenbrechen,
- Gewässerorganismen verletzt oder getötet werden,
- feuchte Ufervegetation dauerhaft geschädigt werden.
Der ökologische Schaden beschränkt sich dabei nicht auf das Wasser. Auch Röhrichte, Hochstaudenfluren, Ufersäume und feuchte Bodenbereiche sind vom Wasserhaushalt des Baches abhängig. Verschwinden diese Übergangszonen, verlieren zahlreiche Insekten, Amphibien, Vögel und Kleinsäuger wichtige Nahrungs- und Rückzugsräume.
Eine kleine Entnahme kann eine große Wirkung haben
Entscheidend ist nicht allein, wie viele Liter Wasser entnommen werden. Maßgeblich ist das Verhältnis zwischen der Entnahmemenge und dem noch vorhandenen Abfluss.
Eine Menge, die bei guter Wasserführung möglicherweise kaum auffällt, kann während extremen Niedrigwassers einen erheblichen Anteil des verbliebenen Wassers ausmachen. Besonders problematisch sind dauerhafte oder wiederholte Entnahmen über Schläuche, Pumpen, Rohre, Gräben oder feste Ableitungen.
Auch das Ableiten von Wasser in private Fischteiche, Gartenteiche, Speicherbecken oder Bewässerungssysteme kann einen Bach erheblich belasten. Selbst wenn ein Teil des Wassers später zurückgeführt wird, fehlt es dem natürlichen Gewässer während des Durchlaufs durch die Anlage. Durch Verdunstung, Versickerung und Rückhalt kann zudem deutlich weniger Wasser zurückfließen, als ursprünglich entnommen wurde.
Ein voller Teich darf deshalb nicht darüber hinwegtäuschen, dass der benachbarte Bach seinen natürlichen Abfluss und damit einen Teil seiner ökologischen Funktionsfähigkeit verloren haben kann.
Wasserentnahme ist rechtlich kein beliebiger Gebrauch
Das Entnehmen und Ableiten von Wasser aus einem oberirdischen Gewässer gilt nach dem Wasserhaushaltsgesetz als Gewässerbenutzung. Eine solche Benutzung bedarf grundsätzlich einer wasserrechtlichen Erlaubnis oder Bewilligung, soweit keine gesetzlich geregelte Ausnahme greift.
Unter bestimmten Voraussetzungen können Landesrecht, Gemeingebrauch sowie Eigentümer- oder Anliegergebrauch begrenzte Nutzungen zulassen. Daraus entsteht jedoch kein uneingeschränktes Recht, jederzeit und in beliebiger Menge Wasser zu entnehmen. Die konkreten Voraussetzungen können sich nach Bundesland, Gewässerart, örtlicher Regelung und aktueller Niedrigwassersituation unterscheiden.
Besonders wichtig ist die gesetzlich vorgeschriebene Mindestwasserführung: Das Entnehmen oder Ableiten von Wasser ist nur zulässig, wenn die für das Gewässer und die damit verbundenen Lebensräume notwendige Abflussmenge erhalten bleibt.
Damit gilt auch für bereits genehmigte Anlagen: Eine wasserrechtliche Erlaubnis ist kein Freibrief für eine Entnahme unabhängig vom tatsächlichen Wasserstand. Enthält die Genehmigung Vorgaben zur Mindestwasserführung, zu Entnahmemengen oder zu bestimmten Betriebszeiten, müssen diese eingehalten werden. Kann die erforderliche Wasserführung nicht mehr gewährleistet werden, kann die Entnahme unzulässig sein oder behördlich eingeschränkt beziehungsweise untersagt werden.
Wann wird eine Wasserentnahme unzulässig?
Von einer unzulässigen Wasserentnahme kann insbesondere dann auszugehen sein, wenn:
- die erforderliche wasserrechtliche Erlaubnis fehlt,
- behördliche Niedrigwasserbeschränkungen missachtet werden,
- mehr Wasser entnommen wird als genehmigt,
- vorgeschriebene Entnahmezeiten nicht eingehalten werden,
- die notwendige Mindestwasserführung unterschritten wird,
- geschützte Tiere, Pflanzen oder Lebensstätten erheblich beeinträchtigt werden,
- Wasser über nicht genehmigte Rohre, Gräben oder andere Anlagen abgeleitet wird.
Ob ein konkreter Vorgang tatsächlich rechtswidrig ist, muss anhand der örtlichen Situation, der Genehmigungslage und der geltenden behördlichen Regelungen geprüft werden. Zuständig ist in der Regel die örtliche Wasserbehörde.
Auch Teichanlagen tragen Verantwortung
Fischteiche können eine lange Nutzungsgeschichte besitzen und bei naturverträglicher Gestaltung selbst Lebensräume bieten. Sie dürfen jedoch nicht auf Kosten eines natürlichen Fließgewässers betrieben werden.
Besonders kritisch ist eine Situation, in der ein Bach nahezu trockenfällt, während angrenzende Teiche durch eine fortgesetzte Ableitung auf einem hohen Wasserstand gehalten werden. In solchen Fällen steht der Nutzen einer privaten oder hobbymäßigen Teichhaltung dem Erhalt eines natürlichen Gewässerökosystems gegenüber.
Dabei muss der Schutz des natürlichen Baches nach unserer Auffassung Vorrang haben. Ein Fließgewässer versorgt nicht nur die unmittelbar sichtbaren Tiere und Pflanzen. Es verbindet unterschiedliche Lebensräume, transportiert Sauerstoff und Nährstoffe, beeinflusst den Grundwasserhaushalt und erhält feuchte Uferbereiche. Das Wasserhaushaltsgesetz verfolgt entsprechend das Ziel, Gewässer als Bestandteil des Naturhaushalts und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu sichern.
Klimawandel verschärft den Nutzungsdruck
Längere Trockenperioden, hohe Sommertemperaturen und eine zeitweise geringe Wasserverfügbarkeit erhöhen den Druck auf Bäche, Flüsse und Grundwasservorkommen. Gleichzeitig steigt gerade in solchen Phasen der Bedarf an Bewässerungs- und Brauchwasser.
Diese gegenläufige Entwicklung macht einen verantwortungsvollen Umgang besonders wichtig. Wasser sollte möglichst dann gespeichert werden, wenn es ausreichend zur Verfügung steht – beispielsweise durch Regenwassernutzung, Zisternen und andere Speichersysteme. Natürliche Gewässer während einer Niedrigwasserphase zusätzlich zu belasten, verschärft dagegen genau jene Situation, in der ihre Bewohner am stärksten gefährdet sind.
Auch der Landschaftswasserhaushalt muss langfristig stabilisiert werden. Naturnahe Gewässer, überflutbare Auen, unversiegelte Böden und intakte Feuchtgebiete können Wasser länger in der Landschaft halten und extreme Trockenphasen zumindest abmildern.
Was bei Niedrigwasser zu beachten ist
Vor jeder Wasserentnahme aus einem Bach, Fluss oder Graben sollte geprüft werden, ob sie rechtlich zulässig und ökologisch vertretbar ist.
Maßgeblich sind insbesondere:
- aktuelle Hinweise und Anordnungen der zuständigen Wasserbehörde,
- die örtliche Wasserführung,
- eine möglicherweise erforderliche Erlaubnis,
- die darin festgelegten Entnahmemengen und Auflagen,
- die vorgeschriebene Mindestwasserführung,
- mögliche Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen und Uferlebensräume.
Bei erkennbar sehr niedrigem Wasserstand sollte keine eigenmächtige Entnahme erfolgen. Auch vorhandene Anlagen sollten nicht automatisch weiterbetrieben werden. Bei Unsicherheiten ist eine vorherige Abstimmung mit der zuständigen Behörde erforderlich.
Unser Appell
Wasser, das einem fast ausgetrockneten Bach entzogen wird, fehlt nicht nur im Gewässerbett. Es fehlt einem vollständigen Ökosystem.Es fehlt den Fischen in ihren letzten Rückzugsräumen, den Insektenlarven zwischen den Steinen, den Amphibien an den feuchten Ufern und den Pflanzen, die auf einen intakten Wasserhaushalt angewiesen sind.
Unzulässige Wasserentnahmen sind nach unserer Ansicht deshalb keine harmlose Nebensache. Sie können das Austrocknen von Gewässerabschnitten beschleunigen, Lebensräume unterbrechen und den Verlust zahlreicher Tiere und Pflanzen verursachen.
Bei Niedrigwasser muss das wenige verbliebene Wasser im natürlichen Gewässer bleiben. Der Schutz eines lebendigen Baches wiegt schwerer als das Auffüllen privater Speicher, Becken oder Fischteiche. Das ist unsere Überzeugung.
In der Darstellung
- AiF- Symbolaufnahme - Hobby trifft auf Überlebenskampf
Artenschutz in Franken®
Magenta am Ufer – Der Gewöhnliche Blutweiderich
Magenta am Ufer – Der Gewöhnliche Blutweiderich
01/02.08.2026
Hummeln summten schwerfällig über die Blütenkerzen, Libellen jagten über dem Wasser, und im Hintergrund rief ein Teichfrosch. Wer an solchen Orten innehält, entdeckt schnell, dass der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria) nicht nur eine auffällige Blütenpflanze ist, sondern ein wichtiger Baustein lebendiger Feuchtlandschaften.
01/02.08.2026
- An einem warmen Julimorgen lag noch leichter Nebel über der feuchten Senke am Rand einer alten Wiese. Zwischen Schilfhalmen und taufeuchten Gräsern begann plötzlich ein kräftiges Magenta zu leuchten.
Hummeln summten schwerfällig über die Blütenkerzen, Libellen jagten über dem Wasser, und im Hintergrund rief ein Teichfrosch. Wer an solchen Orten innehält, entdeckt schnell, dass der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria) nicht nur eine auffällige Blütenpflanze ist, sondern ein wichtiger Baustein lebendiger Feuchtlandschaften.
Der Gewöhnliche Blutweiderich gehört zur Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae) und ist in weiten Teilen Europas heimisch.
Er besiedelt bevorzugt Ufer von Bächen, Gräben, Teichen, Altwässern, Feuchtwiesen, Röhrichte und Hochstaudenfluren.
In der Aufnahme von helga Zinnecker
Er besiedelt bevorzugt Ufer von Bächen, Gräben, Teichen, Altwässern, Feuchtwiesen, Röhrichte und Hochstaudenfluren.
In der Aufnahme von helga Zinnecker
- Leuchtende Blütenkerzen des Gewöhnlichen Blutweiderichs am sommerlichen Gewässerrand.
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Problematisches Mulchen von Randstreifen und Feldrainen
Wenn die letzte Lebensader verschwindet
31.07/01.08.2026
Zwischen Ackerfläche und Flurweg liegt häufig nur ein schmaler Streifen aus Gräsern, Kräutern und einzelnen Blütenpflanzen. Was auf den ersten Blick unscheinbar erscheint, kann für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten von großer Bedeutung sein. Feldraine und Wegränder bieten Nahrung, Deckung, Fortpflanzungsplätze und Überwinterungsmöglichkeiten. Gleichzeitig verbinden sie voneinander getrennte Lebensräume und dienen vielen Arten als Wander- und Ausbreitungskorridore.
Gerade in intensiv bewirtschafteten Agrarlandschaften gehören solche Randstrukturen vielfach zu den letzten dauerhaft bewachsenen Rückzugsräumen. Wildbienen, Schmetterlinge, Heuschrecken, Käfer und Spinnen finden hier Blüten, Pflanzenstängel und geschützte Bodenbereiche. Auch Amphibien, Reptilien, Feldhasen, Kleinsäuger und zahlreiche Vogelarten nutzen die Säume als Versteck, Nahrungsraum oder geschützte Verbindung zwischen ihren Teillebensräumen.
31.07/01.08.2026
- Problematisches Mulchen von Randstreifen und Feldrainen
Zwischen Ackerfläche und Flurweg liegt häufig nur ein schmaler Streifen aus Gräsern, Kräutern und einzelnen Blütenpflanzen. Was auf den ersten Blick unscheinbar erscheint, kann für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten von großer Bedeutung sein. Feldraine und Wegränder bieten Nahrung, Deckung, Fortpflanzungsplätze und Überwinterungsmöglichkeiten. Gleichzeitig verbinden sie voneinander getrennte Lebensräume und dienen vielen Arten als Wander- und Ausbreitungskorridore.
Gerade in intensiv bewirtschafteten Agrarlandschaften gehören solche Randstrukturen vielfach zu den letzten dauerhaft bewachsenen Rückzugsräumen. Wildbienen, Schmetterlinge, Heuschrecken, Käfer und Spinnen finden hier Blüten, Pflanzenstängel und geschützte Bodenbereiche. Auch Amphibien, Reptilien, Feldhasen, Kleinsäuger und zahlreiche Vogelarten nutzen die Säume als Versteck, Nahrungsraum oder geschützte Verbindung zwischen ihren Teillebensräumen.
Wenn aus Pflege Zerstörung wird
Problematisch wird das Mulchen vor allem dann, wenn Randstreifen vollständig, sehr tief, großflächig oder mehrfach innerhalb kurzer Zeit bearbeitet werden. Rotierende Geräte erfassen nicht nur die Vegetation. Auch Tiere, die sich auf den Pflanzen, im Gras oder unmittelbar über dem Boden befinden, können verletzt oder getötet werden. Das Umweltbundesamt empfiehlt deshalb bei ökologisch wertvollen Flächen schneidende Werkzeuge, eine größere Schnitthöhe und eine zeitlich oder räumlich versetzte Bearbeitung.
Mit einem einzigen Arbeitsgang verschwinden häufig:
Besonders schwer wiegt der Eingriff, wenn der gesamte Randstreifen ohne verbleibende Rückzugsbereiche bearbeitet wird. Tiere können dann oftmals nicht ausweichen. Gleichzeitig wird die ökologische Verbindung zwischen Hecken, Wiesen, Gräben, Waldrändern und anderen Lebensräumen unterbrochen. Aus einer grünen Lebensader entsteht innerhalb kurzer Zeit eine kahle Barriere.
Letzter Rückzugsraum bedrohter Arten
Viele Arten der offenen Kulturlandschaft stehen bereits durch den Verlust kleiner Strukturen, fehlende Blühpflanzen, häufige Bearbeitung und die Zerschneidung ihrer Lebensräume unter Druck. Das Bundesamt für Naturschutz hebt deshalb die Bedeutung blütenreicher Feldraine, Wegraine und anderer linearer Strukturen für Wildbienen, Tagfalter, Heuschrecken und Feldvögel ausdrücklich hervor.
Ein Randstreifen ist daher keine ungenutzte Restfläche. Er kann ein Kinderzimmer für Jungtiere, ein Winterquartier für Insekten, ein Jagdgebiet für Vögel und Fledermäuse sowie eine Wandertrasse für Amphibien und Kleinsäuger sein. Wird er regelmäßig vollständig gemulcht, verliert die Landschaft einen weiteren Teil ihres ökologischen Netzes.
Pflege ja – aber naturverträglich
Randstreifen benötigen je nach Standort durchaus eine Pflege, damit sie langfristig offen und strukturreich bleiben. Entscheidend ist jedoch, wie, wann und in welchem Umfang diese erfolgt. Fachlich sinnvoll sind unter anderem:
Eine gestaffelte Mahd sorgt dafür, dass zu jeder Zeit Deckung, Nahrung und Ausweichflächen erhalten bleiben. Auch das Bundesamt für Naturschutz empfiehlt räumlich und zeitlich versetzte Pflegemaßnahmen, um Rückzugsräume für Vögel, Insekten und Kleinsäuger zu bewahren.
Rechtlicher Hinweis für Bayern
Feldraine, Säume, Hecken, Feldgehölze und weitere naturbetonte Strukturelemente der Feldflur stehen in Bayern unter besonderem Schutz. Nach Art. 3 Abs. 4 Nr. 3 des Bayerischen Naturschutzgesetzes dürfen sie im Rahmen der landwirtschaftlichen Nutzung nicht in ihrer Substanz geschädigt oder gemindert werden. Ob eine konkrete Mulchmaßnahme rechtlich als unzulässige Beeinträchtigung einzustufen ist, hängt jedoch vom jeweiligen Einzelfall, dem Zustand der Fläche, dem Umfang des Eingriffs und möglichen Artvorkommen ab.
Unser Appell
Randstreifen sind keine bedeutungslosen Restflächen. Sie sind letzte Rückzugsräume, Wandertrassen und Lebensadern unserer Kulturlandschaft.
Wer solche Flächen pflegt, trägt Verantwortung. Lassen wir ausreichend breite, blütenreiche und miteinander verbundene Säume bestehen. Denn dort, wo die letzten grünen Korridore verschwinden, verlieren viele Tiere nicht nur ihren Aufenthaltsort – sondern ihre letzte Möglichkeit, in unserer Landschaft zu überleben.
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Problematisch wird das Mulchen vor allem dann, wenn Randstreifen vollständig, sehr tief, großflächig oder mehrfach innerhalb kurzer Zeit bearbeitet werden. Rotierende Geräte erfassen nicht nur die Vegetation. Auch Tiere, die sich auf den Pflanzen, im Gras oder unmittelbar über dem Boden befinden, können verletzt oder getötet werden. Das Umweltbundesamt empfiehlt deshalb bei ökologisch wertvollen Flächen schneidende Werkzeuge, eine größere Schnitthöhe und eine zeitlich oder räumlich versetzte Bearbeitung.
Mit einem einzigen Arbeitsgang verschwinden häufig:
- Blüten und damit Nektar- und Pollenquellen,
- Eier, Larven, Puppen und Überwinterungsstadien von Insekten,
- Deckungsräume für Jungtiere und Kleinsäuger,
- Samenstände und Fortpflanzungsmöglichkeiten von Wildpflanzen,
- feuchte, schattige Bodenbereiche für Amphibien,
- Leitlinien und Wanderwege zwischen benachbarten Lebensräumen.
Besonders schwer wiegt der Eingriff, wenn der gesamte Randstreifen ohne verbleibende Rückzugsbereiche bearbeitet wird. Tiere können dann oftmals nicht ausweichen. Gleichzeitig wird die ökologische Verbindung zwischen Hecken, Wiesen, Gräben, Waldrändern und anderen Lebensräumen unterbrochen. Aus einer grünen Lebensader entsteht innerhalb kurzer Zeit eine kahle Barriere.
Letzter Rückzugsraum bedrohter Arten
Viele Arten der offenen Kulturlandschaft stehen bereits durch den Verlust kleiner Strukturen, fehlende Blühpflanzen, häufige Bearbeitung und die Zerschneidung ihrer Lebensräume unter Druck. Das Bundesamt für Naturschutz hebt deshalb die Bedeutung blütenreicher Feldraine, Wegraine und anderer linearer Strukturen für Wildbienen, Tagfalter, Heuschrecken und Feldvögel ausdrücklich hervor.
Ein Randstreifen ist daher keine ungenutzte Restfläche. Er kann ein Kinderzimmer für Jungtiere, ein Winterquartier für Insekten, ein Jagdgebiet für Vögel und Fledermäuse sowie eine Wandertrasse für Amphibien und Kleinsäuger sein. Wird er regelmäßig vollständig gemulcht, verliert die Landschaft einen weiteren Teil ihres ökologischen Netzes.
Pflege ja – aber naturverträglich
Randstreifen benötigen je nach Standort durchaus eine Pflege, damit sie langfristig offen und strukturreich bleiben. Entscheidend ist jedoch, wie, wann und in welchem Umfang diese erfolgt. Fachlich sinnvoll sind unter anderem:
- abschnittsweises und zeitlich versetztes Mähen,
- das dauerhafte Belassen ungemähter Rückzugsbereiche,
- eine ausreichende Schnitthöhe,
- der Einsatz möglichst schonender Schneidtechnik,
- das Abräumen des Schnittgutes, wo eine Ausmagerung angestrebt wird,
- eine Pflege außerhalb besonders empfindlicher Fortpflanzungszeiten,
- die vorherige Abstimmung mit Eigentümern, Bewirtschaftern oder zuständigen Kommunen.
Eine gestaffelte Mahd sorgt dafür, dass zu jeder Zeit Deckung, Nahrung und Ausweichflächen erhalten bleiben. Auch das Bundesamt für Naturschutz empfiehlt räumlich und zeitlich versetzte Pflegemaßnahmen, um Rückzugsräume für Vögel, Insekten und Kleinsäuger zu bewahren.
Rechtlicher Hinweis für Bayern
Feldraine, Säume, Hecken, Feldgehölze und weitere naturbetonte Strukturelemente der Feldflur stehen in Bayern unter besonderem Schutz. Nach Art. 3 Abs. 4 Nr. 3 des Bayerischen Naturschutzgesetzes dürfen sie im Rahmen der landwirtschaftlichen Nutzung nicht in ihrer Substanz geschädigt oder gemindert werden. Ob eine konkrete Mulchmaßnahme rechtlich als unzulässige Beeinträchtigung einzustufen ist, hängt jedoch vom jeweiligen Einzelfall, dem Zustand der Fläche, dem Umfang des Eingriffs und möglichen Artvorkommen ab.
Unser Appell
Randstreifen sind keine bedeutungslosen Restflächen. Sie sind letzte Rückzugsräume, Wandertrassen und Lebensadern unserer Kulturlandschaft.
Wer solche Flächen pflegt, trägt Verantwortung. Lassen wir ausreichend breite, blütenreiche und miteinander verbundene Säume bestehen. Denn dort, wo die letzten grünen Korridore verschwinden, verlieren viele Tiere nicht nur ihren Aufenthaltsort – sondern ihre letzte Möglichkeit, in unserer Landschaft zu überleben.
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Soldatenfische (Myripristinae)
Soldatenfische – leuchtende Schatten der tropischen Riffe
01/02.08.2026
Zwischen den Spalten der Korallen erscheinen dann häufig rot schimmernde Fische mit auffallend großen Augen – die Soldatenfische aus der Unterfamilie Myripristinae. Ihr Name erinnert an die kräftige rote Färbung vieler Arten, die an historische Uniformen denken lässt.
01/02.08.2026
- Wenn die Sonne hinter dem Horizont verschwindet und die farbenprächtigen Korallenriffe in gedämpftes Licht getaucht werden, beginnt für viele Meeresbewohner die eigentliche Aktivität.
Zwischen den Spalten der Korallen erscheinen dann häufig rot schimmernde Fische mit auffallend großen Augen – die Soldatenfische aus der Unterfamilie Myripristinae. Ihr Name erinnert an die kräftige rote Färbung vieler Arten, die an historische Uniformen denken lässt.
Leben zwischen Korallen und Felsvorsprüngen
Soldatenfische gehören zur Familie der Husarenfische (Holocentridae) und sind vor allem in tropischen und subtropischen Meeren verbreitet. Man findet sie im Indopazifik ebenso wie in Teilen des Atlantiks. Tagsüber ziehen sie sich meist in Höhlen, Felsspalten oder unter Korallenüberhänge zurück. Erst in der Dämmerung verlassen sie ihre Verstecke und werden zu aktiven Jägern.
Typisch für die Gruppe sind die großen Augen, die eine Anpassung an das Leben bei schwachem Licht darstellen. Die meisten Arten erreichen Längen von etwa 15 bis 30 Zentimetern. Ihr Körper ist seitlich abgeflacht und von kräftigen Schuppen bedeckt, während die Rückenflosse mit deutlichen Stachelstrahlen ausgestattet ist.
Die intensive rote oder orange Färbung wirkt in größeren Meerestiefen überraschend unauffällig, da rotes Licht dort kaum noch vorhanden ist.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
Soldatenfische gehören zur Familie der Husarenfische (Holocentridae) und sind vor allem in tropischen und subtropischen Meeren verbreitet. Man findet sie im Indopazifik ebenso wie in Teilen des Atlantiks. Tagsüber ziehen sie sich meist in Höhlen, Felsspalten oder unter Korallenüberhänge zurück. Erst in der Dämmerung verlassen sie ihre Verstecke und werden zu aktiven Jägern.
Typisch für die Gruppe sind die großen Augen, die eine Anpassung an das Leben bei schwachem Licht darstellen. Die meisten Arten erreichen Längen von etwa 15 bis 30 Zentimetern. Ihr Körper ist seitlich abgeflacht und von kräftigen Schuppen bedeckt, während die Rückenflosse mit deutlichen Stachelstrahlen ausgestattet ist.
Die intensive rote oder orange Färbung wirkt in größeren Meerestiefen überraschend unauffällig, da rotes Licht dort kaum noch vorhanden ist.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Soldatenfische
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Die Hasel im Juli ...
Wenn die Hasel ihre grünen Schätze bildet
01/02.08.2026
Die Hasel gehört zu den wertvollsten heimischen Sträuchern unserer Kulturlandschaft. Während viele Pflanzen ihre Blütezeit längst beendet haben, investiert sie ihre Kraft nun in die Entwicklung ihrer nährstoffreichen Früchte. Bis zum Herbst reifen daraus die bekannten Haselnüsse, die für zahlreiche Wildtiere von großer Bedeutung sind.
01/02.08.2026
- An warmen Julitagen lohnt sich ein genauer Blick an Waldränder, Hecken und Feldgehölze. Dort beginnt die Gemeine Hasel (Corylus avellana) jetzt ihre Früchte auszubilden. Zwischen den weichen, sattgrünen Blättern wachsen nach und nach die jungen Haselnüsse heran. Noch sind sie klein und von fransigen Hüllblättern umgeben, doch bereits jetzt kündigen sie den kommenden Herbst an.
Die Hasel gehört zu den wertvollsten heimischen Sträuchern unserer Kulturlandschaft. Während viele Pflanzen ihre Blütezeit längst beendet haben, investiert sie ihre Kraft nun in die Entwicklung ihrer nährstoffreichen Früchte. Bis zum Herbst reifen daraus die bekannten Haselnüsse, die für zahlreiche Wildtiere von großer Bedeutung sind.
Gerade in den kühleren Monaten werden Haselnüsse zu einer wichtigen natürlichen Nahrungsquelle. Eichhörnchen tragen sie als Wintervorrat zusammen, Eichelhäher verstecken einzelne Nüsse im Boden, Mäuse und andere Kleinsäuger nutzen sie als energiereiche Nahrung, und auch verschiedene Vogelarten profitieren von den öl- und eiweißreichen Samen. In einer Zeit, in der natürliche Nahrung im Winter oft knapp wird, können Haselbestände einen wichtigen Beitrag zum Überleben vieler Tiere leisten.
Doch die Hasel schenkt der Natur weit mehr als nur ihre Früchte. Ihre dichten Zweige bieten geschützte Brutplätze für Singvögel, Insekten finden Nahrung und Rückzugsräume, und kleine Säugetiere nutzen das Gebüsch als schützende Deckung. Jede naturnahe Hecke mit Haselsträuchern ist deshalb ein kleines Zentrum der Artenvielfalt.
Deshalb ist ein achtsamer Umgang mit solchen Gehölzen besonders wichtig. In Deutschland dürfen Hecken und Gebüsche während der Hauptbrutzeit vom 1. März bis zum 30. September grundsätzlich nicht radikal zurückgeschnitten oder beseitigt werden. In Bayern stehen Hecken, Feldgehölze und ähnliche Landschaftsstrukturen zusätzlich unter besonderem Schutz; ihre dauerhafte Zerstörung oder erhebliche Schädigung ist in der freien Natur nicht zulässig.
Wer im Juli die sich entwickelnden Haselnüsse betrachtet, sieht daher nicht nur die Früchte eines Strauches. Er erkennt bereits die Vorratskammern des kommenden Herbstes und Winters – und damit ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie heimische Gehölze über viele Monate hinweg das Leben zahlreicher Wildtiere sichern können.
In der Aufnahme
Doch die Hasel schenkt der Natur weit mehr als nur ihre Früchte. Ihre dichten Zweige bieten geschützte Brutplätze für Singvögel, Insekten finden Nahrung und Rückzugsräume, und kleine Säugetiere nutzen das Gebüsch als schützende Deckung. Jede naturnahe Hecke mit Haselsträuchern ist deshalb ein kleines Zentrum der Artenvielfalt.
Deshalb ist ein achtsamer Umgang mit solchen Gehölzen besonders wichtig. In Deutschland dürfen Hecken und Gebüsche während der Hauptbrutzeit vom 1. März bis zum 30. September grundsätzlich nicht radikal zurückgeschnitten oder beseitigt werden. In Bayern stehen Hecken, Feldgehölze und ähnliche Landschaftsstrukturen zusätzlich unter besonderem Schutz; ihre dauerhafte Zerstörung oder erhebliche Schädigung ist in der freien Natur nicht zulässig.
Wer im Juli die sich entwickelnden Haselnüsse betrachtet, sieht daher nicht nur die Früchte eines Strauches. Er erkennt bereits die Vorratskammern des kommenden Herbstes und Winters – und damit ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie heimische Gehölze über viele Monate hinweg das Leben zahlreicher Wildtiere sichern können.
In der Aufnahme
- Die grünen Fruchthüllen schützen die heranwachsenden Haselnüsse bis zur Reife im Herbst.
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Nutria
Die Nutria – ein Neubürger zwischen Wasserlandschaften und ökologischen Herausforderungen
30/31.07.2026
Wenn in der Dämmerung Nebelschwaden über einem ruhigen Bachlauf liegen und sich die ersten Sonnenstrahlen im Wasser spiegeln, beginnt an vielen Gewässern ein verborgenes Schauspiel. Zwischen Schilfhalmen bewegt sich ein großer, dunkler Schatten am Ufer entlang. Vorsichtig taucht das Tier ins Wasser ein, verschwindet für einige Augenblicke und kehrt wenig später mit Pflanzenmaterial zurück.
Es handelt sich um eine Nutria – ein Tier, das ursprünglich nicht Teil unserer heimischen Tierwelt war, heute aber vielerorts fester Bestandteil unserer Gewässerlandschaften geworden ist.
30/31.07.2026
- Eine Reise entlang unserer Gewässer
Wenn in der Dämmerung Nebelschwaden über einem ruhigen Bachlauf liegen und sich die ersten Sonnenstrahlen im Wasser spiegeln, beginnt an vielen Gewässern ein verborgenes Schauspiel. Zwischen Schilfhalmen bewegt sich ein großer, dunkler Schatten am Ufer entlang. Vorsichtig taucht das Tier ins Wasser ein, verschwindet für einige Augenblicke und kehrt wenig später mit Pflanzenmaterial zurück.
Es handelt sich um eine Nutria – ein Tier, das ursprünglich nicht Teil unserer heimischen Tierwelt war, heute aber vielerorts fester Bestandteil unserer Gewässerlandschaften geworden ist.
Ihre Geschichte ist eng mit dem Menschen verbunden. Aus Südamerika stammend, gelangte die Nutria durch Pelztierhaltung nach Europa. Entkommene oder ausgesetzte Tiere gründeten neue Populationen und passten sich erfolgreich an die hiesigen Lebensbedingungen an. Heute begegnet man ihr an Flüssen, Seen, Gräben und Feuchtgebieten.
Dabei erzählt die Nutria eine ambivalente Geschichte: Sie ist einerseits ein faszinierendes Beispiel für Anpassungsfähigkeit und Überlebensfähigkeit, andererseits kann ihr Auftreten in empfindlichen Lebensräumen erhebliche ökologische Auswirkungen haben.
Die Nutria – ein großer Bewohner unserer Gewässer
In der Aufnahme von Johannes Rother
Dabei erzählt die Nutria eine ambivalente Geschichte: Sie ist einerseits ein faszinierendes Beispiel für Anpassungsfähigkeit und Überlebensfähigkeit, andererseits kann ihr Auftreten in empfindlichen Lebensräumen erhebliche ökologische Auswirkungen haben.
Die Nutria – ein großer Bewohner unserer Gewässer
In der Aufnahme von Johannes Rother
- Die Nutria (Myocastor coypus) – ein aus Südamerika stammender Bewohner unserer heutigen Gewässerlandschaften.
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Schwarzes Kohlröschen
Das Schwarze Kohlröschen – ein dunkler Schatz der alpinen Blütenwelt
30/31.07.2026
Eine kleine Orchidee mit einer großen Geschichte
Hoch oben in den Bergen, dort wo der Wind über karge Wiesen streicht und die ersten Sonnenstrahlen am Morgen die Hänge erwärmen, beginnt im Frühsommer eine unscheinbare Pflanze ihre besondere Geschichte zu erzählen.
Zwischen Gräsern, Kräutern und niedrigem Bewuchs wächst eine kleine Orchidee, die auf den ersten Blick fast übersehen werden könnte. Doch wer sich die Zeit nimmt, genauer hinzusehen, entdeckt eine außergewöhnliche Schönheit: dunkle, fast schwarzrote Blütenköpfe, die sich wie kleine Farbtupfer aus den alpinen Wiesen erheben.
- Nigritella nigra (Syn.: Gymnadenia nigra)
30/31.07.2026
Eine kleine Orchidee mit einer großen Geschichte
Hoch oben in den Bergen, dort wo der Wind über karge Wiesen streicht und die ersten Sonnenstrahlen am Morgen die Hänge erwärmen, beginnt im Frühsommer eine unscheinbare Pflanze ihre besondere Geschichte zu erzählen.
Zwischen Gräsern, Kräutern und niedrigem Bewuchs wächst eine kleine Orchidee, die auf den ersten Blick fast übersehen werden könnte. Doch wer sich die Zeit nimmt, genauer hinzusehen, entdeckt eine außergewöhnliche Schönheit: dunkle, fast schwarzrote Blütenköpfe, die sich wie kleine Farbtupfer aus den alpinen Wiesen erheben.
Das Schwarze Kohlröschen begleitet diese Landschaften seit Jahrhunderten. Es wächst dort, wo die Natur noch ihren eigenen Rhythmus besitzt – auf mageren Bergwiesen, in alpinen Rasen und an sonnigen Hängen. Doch die Lebensräume, die diese besondere Orchidee benötigt, verändern sich. Was einst weit verbreitete Berglandschaften prägte, ist heute vielerorts selten geworden.
Das Schwarze Kohlröschen – eine besondere Orchidee der Berge
Das Schwarze Kohlröschen (Nigritella nigra, Syn.: Gymnadenia nigra) gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae) und zählt zu den charakteristischen Pflanzenarten naturnaher Bergwiesen.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
Das Schwarze Kohlröschen – eine besondere Orchidee der Berge
Das Schwarze Kohlröschen (Nigritella nigra, Syn.: Gymnadenia nigra) gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae) und zählt zu den charakteristischen Pflanzenarten naturnaher Bergwiesen.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Das Schwarze Kohlröschen – eine seltene Schönheit der alpinen Bergwiesen.
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Intakte Landschaften sind ein Schlüssel im Umgang mit Hitze ...
Neue Hitzewelle: Intakte Landschaften sind ein Schlüssel im Umgang mit Hitze und Trockenheit
30/31.07.2026
In der fachlichen Diskussion besteht seit Jahren weitgehend Einigkeit darüber, dass ein verbesserter Wasserrückhalt in der Landschaft zu den wirksamsten Maßnahmen gehört, um den Folgen lang anhaltender Trockenperioden entgegenzuwirken.
Niederschläge sollten möglichst dort gespeichert werden, wo sie fallen. Intakte Böden, naturnahe Gewässer, Feuchtgebiete, Moore, Auen sowie strukturreiche Wälder und Offenlandschaften übernehmen dabei eine zentrale Funktion. Sie speichern Wasser, geben es nur langsam wieder ab, stabilisieren den Landschaftswasserhaushalt und tragen gleichzeitig zu einer natürlichen Kühlung ihrer Umgebung bei.
30/31.07.2026
- Erneut stehen weite Teile Deutschlands vor einer ausgeprägten Hitzewelle mit außergewöhnlich hohen Temperaturen. Solche Wetterlagen treten infolge des Klimawandels zunehmend häufiger auf und stellen sowohl natürliche Ökosysteme als auch die Land- und Forstwirtschaft vor erhebliche Herausforderungen. Gleichzeitig verdeutlichen sie, wie wichtig widerstandsfähige Landschaften für den Schutz von Mensch, Tier und Natur geworden sind.
In der fachlichen Diskussion besteht seit Jahren weitgehend Einigkeit darüber, dass ein verbesserter Wasserrückhalt in der Landschaft zu den wirksamsten Maßnahmen gehört, um den Folgen lang anhaltender Trockenperioden entgegenzuwirken.
Niederschläge sollten möglichst dort gespeichert werden, wo sie fallen. Intakte Böden, naturnahe Gewässer, Feuchtgebiete, Moore, Auen sowie strukturreiche Wälder und Offenlandschaften übernehmen dabei eine zentrale Funktion. Sie speichern Wasser, geben es nur langsam wieder ab, stabilisieren den Landschaftswasserhaushalt und tragen gleichzeitig zu einer natürlichen Kühlung ihrer Umgebung bei.
Gerade in der industriell geführten Land- und Forstwirtschaft wird die Bedeutung eines nachhaltigen Wassermanagements heute vielfach hervorgehoben. Gleichzeitig zeigt sich in vielen Regionen, dass die praktische Umsetzung entsprechender Maßnahmen noch erhebliches Entwicklungspotenzial besitzt. Entwässerte Flächen, begradigte Gewässer, fehlende Rückhalteräume oder eine geringe Strukturvielfalt erschweren vielerorts den natürlichen Wasserrückhalt und können dazu beitragen, dass Niederschläge schneller abfließen, anstatt langfristig in der Landschaft verfügbar zu bleiben.
Ein zukunftsfähiger Umgang mit den Folgen des Klimawandels erfordert daher eine konsequente Weiterentwicklung wasserbewusster Bewirtschaftungsformen. Dazu gehören unter anderem die Renaturierung von Fließgewässern und Auen, der Schutz und die Wiedervernässung von Mooren, der Erhalt strukturreicher Wälder, der Aufbau humusreicher Böden sowie die Schaffung dezentraler Wasserrückhalteflächen. Diese Maßnahmen stärken nicht nur die Widerstandsfähigkeit gegenüber Hitze und Dürre, sondern fördern gleichzeitig die biologische Vielfalt, verbessern die Grundwasserneubildung und erhöhen die ökologische Stabilität unserer Kulturlandschaften.
Die zunehmenden Hitzewellen verdeutlichen, dass der vorsorgende Umgang mit Wasser künftig eine noch wichtigere Rolle spielen wird. Jeder zusätzliche Liter Wasser, der in Böden, Feuchtgebieten, Wäldern und Gewässerlandschaften zurückgehalten werden kann, trägt dazu bei, die Folgen extremer Wetterereignisse abzumildern und wertvolle Lebensräume langfristig zu erhalten. Ein wirksamer Wasserrückhalt ist damit nicht nur ein Beitrag zum Natur- und Klimaschutz, sondern auch eine wichtige Investition in die Zukunft unserer Landschaften und der dort lebenden Menschen.
In der Darstellung des Artenschutz in Franken®
Ein zukunftsfähiger Umgang mit den Folgen des Klimawandels erfordert daher eine konsequente Weiterentwicklung wasserbewusster Bewirtschaftungsformen. Dazu gehören unter anderem die Renaturierung von Fließgewässern und Auen, der Schutz und die Wiedervernässung von Mooren, der Erhalt strukturreicher Wälder, der Aufbau humusreicher Böden sowie die Schaffung dezentraler Wasserrückhalteflächen. Diese Maßnahmen stärken nicht nur die Widerstandsfähigkeit gegenüber Hitze und Dürre, sondern fördern gleichzeitig die biologische Vielfalt, verbessern die Grundwasserneubildung und erhöhen die ökologische Stabilität unserer Kulturlandschaften.
Die zunehmenden Hitzewellen verdeutlichen, dass der vorsorgende Umgang mit Wasser künftig eine noch wichtigere Rolle spielen wird. Jeder zusätzliche Liter Wasser, der in Böden, Feuchtgebieten, Wäldern und Gewässerlandschaften zurückgehalten werden kann, trägt dazu bei, die Folgen extremer Wetterereignisse abzumildern und wertvolle Lebensräume langfristig zu erhalten. Ein wirksamer Wasserrückhalt ist damit nicht nur ein Beitrag zum Natur- und Klimaschutz, sondern auch eine wichtige Investition in die Zukunft unserer Landschaften und der dort lebenden Menschen.
In der Darstellung des Artenschutz in Franken®
- Natürlicher Wasserrückhalt ist ein entscheidender Baustein für klimaresiliente Landschaften. Wo Wasser in Böden, Feuchtgebieten und naturnahen Gewässern gespeichert wird, entstehen widerstandsfähige Lebensräume, die Hitze und Trockenheit abmildern, die biologische Vielfalt fördern und zugleich die Zukunft unserer Land- und Forstwirtschaft sichern.
Artenschutz in Franken®
Ein neuer Blick auf unseren Zauneidechsen-Lebensraum
Projekt „Überlebensraum Zauneidechse & Co.“
30/31.07.2026
Ihr Bestand ist in vielen Regionen in den vergangenen Jahrzehnten zurückgegangen. Ursachen hierfür sind vor allem der Verlust strukturreicher Lebensräume, die Intensivierung der Landnutzung sowie die Zerschneidung und Überbauung geeigneter Flächen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, werden gezielt Maßnahmen umgesetzt, die neue, dauerhaft geeignete Lebensräume schaffen und bestehende Populationen langfristig sichern.
Mit dem Projekt „Überlebensraum Zauneidechse & Co.“ verwandeln wir eine ehemals artenarme Wiesenfläche mit einer Größe von rund 1.000 Quadratmetern in einen abwechslungsreichen und ökologisch hochwertigen Lebensraum. Ziel der Maßnahme ist es, eine Fläche zu entwickeln, die den unterschiedlichen Ansprüchen der Zauneidechse während ihres gesamten Lebenszyklus gerecht wird und gleichzeitig zahlreichen weiteren Tier- und Pflanzenarten einen neuen Lebensraum bietet.
30/31.07.2026
- Die Zauneidechse (Lacerta agilis) zählt zu den besonders geschützten Reptilienarten Deutschlands.
Ihr Bestand ist in vielen Regionen in den vergangenen Jahrzehnten zurückgegangen. Ursachen hierfür sind vor allem der Verlust strukturreicher Lebensräume, die Intensivierung der Landnutzung sowie die Zerschneidung und Überbauung geeigneter Flächen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, werden gezielt Maßnahmen umgesetzt, die neue, dauerhaft geeignete Lebensräume schaffen und bestehende Populationen langfristig sichern.
Mit dem Projekt „Überlebensraum Zauneidechse & Co.“ verwandeln wir eine ehemals artenarme Wiesenfläche mit einer Größe von rund 1.000 Quadratmetern in einen abwechslungsreichen und ökologisch hochwertigen Lebensraum. Ziel der Maßnahme ist es, eine Fläche zu entwickeln, die den unterschiedlichen Ansprüchen der Zauneidechse während ihres gesamten Lebenszyklus gerecht wird und gleichzeitig zahlreichen weiteren Tier- und Pflanzenarten einen neuen Lebensraum bietet.
Ein neuer Blick auf unseren Zauneidechsen-Lebensraum
Um die Entwicklung unserer Zauneidechsenfläche möglichst anschaulich zu dokumentieren, haben wir den gesamten Bereich zusätzlich aus ungewöhnlichen Perspektiven betrachtet und in mehreren Panoramaaufnahmen festgehalten.
Während einzelne Bilder meist nur Ausschnitte zeigen können, ermöglichen Panoramaansichten einen umfassenderen Blick auf die gesamte Fläche.
Sie machen sichtbar, wie die verschiedenen Lebensraumelemente miteinander verbunden sind: die beiden neu geschaffenen Erdwälle, die dazwischenliegenden Kleinstrukturen sowie die Übergänge zu den angrenzenden Bereichen.
In der Darstellung
Um die Entwicklung unserer Zauneidechsenfläche möglichst anschaulich zu dokumentieren, haben wir den gesamten Bereich zusätzlich aus ungewöhnlichen Perspektiven betrachtet und in mehreren Panoramaaufnahmen festgehalten.
Während einzelne Bilder meist nur Ausschnitte zeigen können, ermöglichen Panoramaansichten einen umfassenderen Blick auf die gesamte Fläche.
Sie machen sichtbar, wie die verschiedenen Lebensraumelemente miteinander verbunden sind: die beiden neu geschaffenen Erdwälle, die dazwischenliegenden Kleinstrukturen sowie die Übergänge zu den angrenzenden Bereichen.
In der Darstellung
- Ein weiter Blick auf unseren neuen Zauneidechsen-Lebensraum: Die Panoramaaufnahmen machen die Verbindung der einzelnen Strukturen sichtbar und zeigen, wie aus einer gestalteten Fläche Schritt für Schritt ein vielfältiger Lebensraum entsteht.
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Große Ochsenauge (Maniola jurtina)
Das Große Ochsenauge – Ein Sommerfalter zwischen Wiesenblumen und Wandel
29/30.07.2026
Die Morgensonne erwärmt langsam die Grashalme einer blütenreichen Wiese. Zwischen Margeriten, Flockenblumen und Disteln sitzt ein frisch geschlüpfter Schmetterling und entfaltet seine Flügel. Noch liegt Tau auf den Pflanzen, doch schon bald wird die Luft von summenden Wildbienen und anderen Insekten erfüllt sein.
Für das Große Ochsenauge beginnt ein neuer Sommertag. Es gleitet über die Wiese, sucht nach Nektar und begegnet anderen Faltern seiner Art. Seit unzähligen Generationen gehört dieser Schmetterling zu den vertrauten Bewohnern der europäischen Kulturlandschaft. Doch die Welt, in der er lebt, verändert sich zunehmend.
29/30.07.2026
- Ein Sommertag aus der Sicht eines Falters
Die Morgensonne erwärmt langsam die Grashalme einer blütenreichen Wiese. Zwischen Margeriten, Flockenblumen und Disteln sitzt ein frisch geschlüpfter Schmetterling und entfaltet seine Flügel. Noch liegt Tau auf den Pflanzen, doch schon bald wird die Luft von summenden Wildbienen und anderen Insekten erfüllt sein.
Für das Große Ochsenauge beginnt ein neuer Sommertag. Es gleitet über die Wiese, sucht nach Nektar und begegnet anderen Faltern seiner Art. Seit unzähligen Generationen gehört dieser Schmetterling zu den vertrauten Bewohnern der europäischen Kulturlandschaft. Doch die Welt, in der er lebt, verändert sich zunehmend.
Artbeschreibung
Das Große Ochsenauge (Maniola jurtina) zählt zu den häufigsten Tagfaltern Mitteleuropas und gehört zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae). Seine Flugzeit erstreckt sich meist von Juni bis August, in warmen Regionen teilweise bis in den September.
Die Art zeigt einen ausgeprägten Geschlechtsunterschied:
Charakteristisch ist der schwarze Augenfleck nahe der Spitze der Vorderflügel, der oft einen kleinen weißen Kern aufweist. Dieser Augenfleck gab der Art ihren deutschen Namen.
Mit einer Flügelspannweite von etwa 40 bis 55 Millimetern gehört das Große Ochsenauge zu den mittelgroßen heimischen Tagfaltern. Seine Raupen ernähren sich von verschiedenen Süßgräsern, darunter Wiesenrispe, Rotschwingel und Glatthafer.
In der Aufnahme von Sabine Schell
Das Große Ochsenauge (Maniola jurtina) zählt zu den häufigsten Tagfaltern Mitteleuropas und gehört zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae). Seine Flugzeit erstreckt sich meist von Juni bis August, in warmen Regionen teilweise bis in den September.
Die Art zeigt einen ausgeprägten Geschlechtsunterschied:
- Männchen besitzen überwiegend dunkelbraune Flügel.
- Weibchen sind meist heller gefärbt und zeigen auf den Vorderflügeln größere orangebraune Bereiche.
Charakteristisch ist der schwarze Augenfleck nahe der Spitze der Vorderflügel, der oft einen kleinen weißen Kern aufweist. Dieser Augenfleck gab der Art ihren deutschen Namen.
Mit einer Flügelspannweite von etwa 40 bis 55 Millimetern gehört das Große Ochsenauge zu den mittelgroßen heimischen Tagfaltern. Seine Raupen ernähren sich von verschiedenen Süßgräsern, darunter Wiesenrispe, Rotschwingel und Glatthafer.
In der Aufnahme von Sabine Schell
- Das Große Ochsenauge (Maniola jurtina) - Das Große Ochsenauge gehört zu den bekanntesten und häufigsten Tagfaltern unserer Heimattierwelt. Der Falter aus der Familie der Edelfalter ist von Juni bis September vor allem auf naturnahen Wiesen, an sonnigen Waldrändern und in artenreichen Gärten anzutreffen.
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Zope (Ballerus ballerus)
Die Zope – ein stiller Bewohner der großen Flüsse und Seen im Wandel der Zeit
29/30.07.2026
Tief unter der ruhigen Oberfläche eines alten Flusses bewegt sich ein silbriger Schatten durch das Wasser. Zwischen sanft wogenden Wasserpflanzen sucht eine Zope ihren Weg durch ihr vertrautes Revier. Seit Generationen leben ihre Vorfahren in diesen Flusslandschaften – dort, wo Hochwasser noch natürliche Ufer formte, wo Nebenarme Schutz boten und wo sich im Wechsel der Jahreszeiten immer wieder neue Lebensräume entwickelten.
An einem warmen Frühlingstag steigt die Wassertemperatur langsam an. Die ersten Sonnenstrahlen erreichen die flachen Uferbereiche, und zwischen feinen Wasserpflanzen beginnt die Zope mit der Suche nach geeigneten Laichplätzen. Doch die Landschaft, die einst von natürlichen Veränderungen geprägt war, hat sich verändert. Viele Flüsse wurden begradigt, Ufer befestigt und natürliche Überschwemmungsflächen vom Wasser getrennt. Die Zope schwimmt weiter – auf der Suche nach den Lebensräumen, die einst selbstverständlich waren.
- (Ballerus ballerus – auch Spitzpleinzen genannt)
29/30.07.2026
- Wenn die Strömung ihre Geschichte erzählt
Tief unter der ruhigen Oberfläche eines alten Flusses bewegt sich ein silbriger Schatten durch das Wasser. Zwischen sanft wogenden Wasserpflanzen sucht eine Zope ihren Weg durch ihr vertrautes Revier. Seit Generationen leben ihre Vorfahren in diesen Flusslandschaften – dort, wo Hochwasser noch natürliche Ufer formte, wo Nebenarme Schutz boten und wo sich im Wechsel der Jahreszeiten immer wieder neue Lebensräume entwickelten.
An einem warmen Frühlingstag steigt die Wassertemperatur langsam an. Die ersten Sonnenstrahlen erreichen die flachen Uferbereiche, und zwischen feinen Wasserpflanzen beginnt die Zope mit der Suche nach geeigneten Laichplätzen. Doch die Landschaft, die einst von natürlichen Veränderungen geprägt war, hat sich verändert. Viele Flüsse wurden begradigt, Ufer befestigt und natürliche Überschwemmungsflächen vom Wasser getrennt. Die Zope schwimmt weiter – auf der Suche nach den Lebensräumen, die einst selbstverständlich waren.
Die Zope – eine elegante Fischart der großen Gewässer
Die Zope (Ballerus ballerus) gehört zur Familie der Karpfenfische (Cyprinidae) und ist eine typische Bewohnerin größerer Flüsse, Altarme und nährstoffreicher Seen. Sie wird auch als Spitzpleinzen bezeichnet, wobei dieser Name regional unterschiedlich verwendet wird.
Mit ihrem schlanken, seitlich abgeflachten Körper ist die Zope hervorragend an das Leben im offenen Wasser angepasst. Charakteristisch sind die spitz zulaufende Kopfform, die silbrig glänzenden Schuppen und die lange Afterflosse, die ihr ein elegantes Erscheinungsbild verleihen.
Erwachsene Tiere erreichen meist eine Länge von etwa 30 bis 40 Zentimetern, in günstigen Lebensräumen können einzelne Exemplare auch größer werden.
In der Aufnahme von Peter Hoffmann
Die Zope (Ballerus ballerus) gehört zur Familie der Karpfenfische (Cyprinidae) und ist eine typische Bewohnerin größerer Flüsse, Altarme und nährstoffreicher Seen. Sie wird auch als Spitzpleinzen bezeichnet, wobei dieser Name regional unterschiedlich verwendet wird.
Mit ihrem schlanken, seitlich abgeflachten Körper ist die Zope hervorragend an das Leben im offenen Wasser angepasst. Charakteristisch sind die spitz zulaufende Kopfform, die silbrig glänzenden Schuppen und die lange Afterflosse, die ihr ein elegantes Erscheinungsbild verleihen.
Erwachsene Tiere erreichen meist eine Länge von etwa 30 bis 40 Zentimetern, in günstigen Lebensräumen können einzelne Exemplare auch größer werden.
In der Aufnahme von Peter Hoffmann
- Mit ihrem schlanken Körper ist die Zope perfekt an das Leben im freien Wasser angepasst.
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Glühender Morgenhimmel als Mahnung einer kommenden Hitzewelle
Glühender Morgenhimmel als Mahnung einer kommenden Hitzewelle
29/30.07.2026
Besonders kritisch ist die Lage an zahlreichen kleinen Gewässern. Viele Bäche, Gräben und Quellbereiche führen nur noch wenig Wasser oder befinden sich bereits in einem akuten Belastungszustand. Durch die geringe Wasserführung erwärmen sich diese Lebensräume besonders schnell, der Sauerstoffgehalt sinkt, und für Fische, Amphibien, Wasserinsekten sowie viele weitere an feuchte Standorte gebundene Arten wird das Überleben zunehmend schwieriger.
29/30.07.2026
- Erneut zeichnet sich für weite Teile Deutschlands eine ausgeprägte Hitzewelle ab. Meteorologische Prognosen deuten auf anhaltend hohe Temperaturen hin, begleitet von einer zunehmenden Trockenheit, die vielerorts bereits deutlich sichtbare Spuren hinterlässt.
Besonders kritisch ist die Lage an zahlreichen kleinen Gewässern. Viele Bäche, Gräben und Quellbereiche führen nur noch wenig Wasser oder befinden sich bereits in einem akuten Belastungszustand. Durch die geringe Wasserführung erwärmen sich diese Lebensräume besonders schnell, der Sauerstoffgehalt sinkt, und für Fische, Amphibien, Wasserinsekten sowie viele weitere an feuchte Standorte gebundene Arten wird das Überleben zunehmend schwieriger.
Eine aktuelle Aufnahme aus unserem Monitoring zeigt einen spektakulären Sonnenaufgang. Die intensiven Rot- und Gelbtöne tauchen die Landschaft in ein beinahe unwirkliches Licht. Was auf den ersten Blick faszinierend wirkt, erscheint zugleich wie ein stiller Vorgeschmack auf die bevorstehenden Hitzetage – glühend schön und doch mit einer deutlichen Warnung verbunden.
Die kommenden Wochen könnten für viele ohnehin geschwächte Gewässerabschnitte entscheidend werden. Gerade kleine Bachläufe reagieren besonders empfindlich auf langanhaltende Trockenperioden. Ihr Schutz, die Erhaltung von Ufergehölzen, beschatteten Bereichen und natürlichen Wasserrückhalteräumen sind wichtige Bausteine, um die Folgen solcher Extremwetterlagen für unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt abzumildern.
Die kommenden Wochen könnten für viele ohnehin geschwächte Gewässerabschnitte entscheidend werden. Gerade kleine Bachläufe reagieren besonders empfindlich auf langanhaltende Trockenperioden. Ihr Schutz, die Erhaltung von Ufergehölzen, beschatteten Bereichen und natürlichen Wasserrückhalteräumen sind wichtige Bausteine, um die Folgen solcher Extremwetterlagen für unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt abzumildern.
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Nessel-Maskenzikade (Macropsis scutellata)
Die Nessel-Maskenzikade (Macropsis scutellata) – eine kleine Bewohnerin verborgener Pflanzenwelten
29/30.07.2026
Es ist ein warmer Sommertag. Am Rand einer feuchten Wiese bewegt sich ein leichter Wind durch ein dichtes Brennnesselmeer. Während die meisten Menschen achtlos an den großen grünen Blättern vorbeigehen, verbirgt sich zwischen den Stängeln eine faszinierende kleine Welt.
Auf einem Blatt sitzt ein winziges, grünlich gefärbtes Insekt. Es bewegt sich kaum sichtbar, gut getarnt zwischen Blattadern und Pflanzenstrukturen. Nur wer genau hinsieht, entdeckt die zarte Gestalt der Nessel-Maskenzikade. Für sie sind Brennnesseln nicht nur Pflanzen am Wegrand – sie sind Lebensraum, Nahrungsquelle und Schutz zugleich.
Die kleine Zikade erzählt eine Geschichte über die Bedeutung unscheinbarer Lebensräume. Denn dort, wo Menschen oft nur „Unkraut“ sehen, entstehen komplexe ökologische Beziehungen, die für zahlreiche Spezialisten überlebenswichtig sind.
29/30.07.2026
- Eine Begegnung im Schatten der Brennnesseln
Es ist ein warmer Sommertag. Am Rand einer feuchten Wiese bewegt sich ein leichter Wind durch ein dichtes Brennnesselmeer. Während die meisten Menschen achtlos an den großen grünen Blättern vorbeigehen, verbirgt sich zwischen den Stängeln eine faszinierende kleine Welt.
Auf einem Blatt sitzt ein winziges, grünlich gefärbtes Insekt. Es bewegt sich kaum sichtbar, gut getarnt zwischen Blattadern und Pflanzenstrukturen. Nur wer genau hinsieht, entdeckt die zarte Gestalt der Nessel-Maskenzikade. Für sie sind Brennnesseln nicht nur Pflanzen am Wegrand – sie sind Lebensraum, Nahrungsquelle und Schutz zugleich.
Die kleine Zikade erzählt eine Geschichte über die Bedeutung unscheinbarer Lebensräume. Denn dort, wo Menschen oft nur „Unkraut“ sehen, entstehen komplexe ökologische Beziehungen, die für zahlreiche Spezialisten überlebenswichtig sind.
Die Nessel-Maskenzikade – eine unscheinbare Spezialistin
Die Nessel-Maskenzikade (Macropsis scutellata) gehört zur Familie der Maskenzikaden (Macropsidae). Wie alle Zikaden besitzt sie stechend-saugende Mundwerkzeuge, mit denen sie Pflanzensäfte aufnimmt.
Die Art bleibt mit ihrer geringen Körpergröße und der unauffälligen Färbung leicht verborgen. Ihr Körper ist überwiegend grünlich bis gelbgrün gefärbt und hervorragend an die Vegetation angepasst.
Diese Tarnung schützt sie vor Fressfeinden und ermöglicht ein Leben mitten im Pflanzendickicht.
In der Aufnahme von Albert Meier
Die Nessel-Maskenzikade (Macropsis scutellata) gehört zur Familie der Maskenzikaden (Macropsidae). Wie alle Zikaden besitzt sie stechend-saugende Mundwerkzeuge, mit denen sie Pflanzensäfte aufnimmt.
Die Art bleibt mit ihrer geringen Körpergröße und der unauffälligen Färbung leicht verborgen. Ihr Körper ist überwiegend grünlich bis gelbgrün gefärbt und hervorragend an die Vegetation angepasst.
Diese Tarnung schützt sie vor Fressfeinden und ermöglicht ein Leben mitten im Pflanzendickicht.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Die Nessel-Maskenzikade – ein kleiner Bewohner großer Pflanzenwelten.Die unscheinbare Zikade lebt verborgen zwischen Blättern und Stängeln und zeigt die besondere Bedeutung scheinbar gewöhnlicher Pflanzenbestände.
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Vierfleck-Ameisenläufer (Kishidaia conspicua)
Der Vierfleck-Ameisenläufer (Kishidaia conspicua) – ein verborgener Jäger unserer Bodenlebensräume
28/29.07.2026
Wenn die meisten Menschen durch eine Wiese, einen lichten Wald oder entlang eines warmen Waldrandes gehen, nehmen sie vor allem das wahr, was ihnen ins Auge fällt: blühende Pflanzen, singende Vögel oder das Summen zahlreicher Insekten.Doch direkt unter unseren Füßen existiert eine faszinierende Welt, die oft verborgen bleibt. Zwischen Grashalmen, trockenen Blättern, kleinen Bodenrissen und der feinen Struktur der Vegetation bewegt sich ein kleiner Jäger auf acht Beinen.
Er wartet nicht in einem auffälligen Netz auf seine Beute, sondern nutzt seine Schnelligkeit und seine besondere Lebensweise. Sein Blick ist auf die kleinen Bewohner des Bodens gerichtet – darunter auch Ameisen, die zu seiner bevorzugten Beute gehören können.
28/29.07.2026
- Eine kleine Geschichte aus der Welt unter unseren Füßen
Wenn die meisten Menschen durch eine Wiese, einen lichten Wald oder entlang eines warmen Waldrandes gehen, nehmen sie vor allem das wahr, was ihnen ins Auge fällt: blühende Pflanzen, singende Vögel oder das Summen zahlreicher Insekten.Doch direkt unter unseren Füßen existiert eine faszinierende Welt, die oft verborgen bleibt. Zwischen Grashalmen, trockenen Blättern, kleinen Bodenrissen und der feinen Struktur der Vegetation bewegt sich ein kleiner Jäger auf acht Beinen.
Er wartet nicht in einem auffälligen Netz auf seine Beute, sondern nutzt seine Schnelligkeit und seine besondere Lebensweise. Sein Blick ist auf die kleinen Bewohner des Bodens gerichtet – darunter auch Ameisen, die zu seiner bevorzugten Beute gehören können.
Es ist der Vierfleck-Ameisenläufer (Kishidaia conspicua) – eine unscheinbare, aber faszinierende Spinne, die uns zeigt, wie viel Leben selbst in den kleinsten Strukturen unserer Landschaft verborgen ist.
Artbeschreibung – eine spezialisierte Spinne mit besonderer Lebensweise
Der Vierfleck-Ameisenläufer (Kishidaia conspicua) gehört zur Familie der Ameisenspinnen (Zodariidae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae).
Die Vertreter dieser Familie sind überwiegend bodenbewohnende Spinnen, die sich durch eine besondere Jagdweise auszeichnen. Anders als viele bekannte Netzspinnen errichten sie häufig keine großen Fangnetze, sondern bewegen sich aktiv auf dem Boden und verfolgen ihre Beute.
Der Name „Ameisenläufer“ weist auf eine bemerkenswerte ökologische Beziehung hin: Viele Ameisenspinnen sind auf Ameisen als Nahrungsquelle spezialisiert. Sie bewegen sich geschickt in deren Umfeld und besitzen Anpassungen, die ihnen das Leben in Bereichen ermöglichen, in denen Ameisen häufig vorkommen.
Der Vierfleck-Ameisenläufer ist eine kleine Spinne, deren Lebensweise eng mit geeigneten Bodenstrukturen verbunden ist.
In der Aufnahme von Albert Meier
Artbeschreibung – eine spezialisierte Spinne mit besonderer Lebensweise
Der Vierfleck-Ameisenläufer (Kishidaia conspicua) gehört zur Familie der Ameisenspinnen (Zodariidae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae).
Die Vertreter dieser Familie sind überwiegend bodenbewohnende Spinnen, die sich durch eine besondere Jagdweise auszeichnen. Anders als viele bekannte Netzspinnen errichten sie häufig keine großen Fangnetze, sondern bewegen sich aktiv auf dem Boden und verfolgen ihre Beute.
Der Name „Ameisenläufer“ weist auf eine bemerkenswerte ökologische Beziehung hin: Viele Ameisenspinnen sind auf Ameisen als Nahrungsquelle spezialisiert. Sie bewegen sich geschickt in deren Umfeld und besitzen Anpassungen, die ihnen das Leben in Bereichen ermöglichen, in denen Ameisen häufig vorkommen.
Der Vierfleck-Ameisenläufer ist eine kleine Spinne, deren Lebensweise eng mit geeigneten Bodenstrukturen verbunden ist.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Der Vierfleck-Ameisenläufer (Kishidaia conspicua) – eine kleine Spinne mit einer faszinierenden Lebensweise am Boden unserer Landschaften.
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Eberesche (Sorbus aucuparia)
Die Vogelbeere – ein Baum zwischen Wald, Wandel und Zukunft
28/29.07.2026
Die Geschichte eines Baumes, der den Vögeln den Tisch deckt
Tief im Randbereich eines alten Waldes stand einst ein kleiner Baum, den viele Menschen kaum beachteten. Er war nicht so mächtig wie eine Eiche, nicht so imposant wie eine Buche und nicht so wirtschaftlich begehrt wie andere Baumarten. Doch jedes Jahr, wenn der Sommer langsam dem Herbst wich, veränderte sich sein Erscheinungsbild.
Aus den zarten weißen Blüten entwickelten sich leuchtend orange-rote Früchte, die wie kleine Farbtupfer in der Landschaft wirkten. Schon bald kamen die ersten Besucher: Amseln, Drosseln, Wacholderdrosseln und viele andere Vögel, die in den Früchten eine wichtige Nahrungsquelle fanden.
28/29.07.2026
- Eberesche (Sorbus aucuparia) – ein unscheinbarer Lebensspender unserer Landschaft
Die Geschichte eines Baumes, der den Vögeln den Tisch deckt
Tief im Randbereich eines alten Waldes stand einst ein kleiner Baum, den viele Menschen kaum beachteten. Er war nicht so mächtig wie eine Eiche, nicht so imposant wie eine Buche und nicht so wirtschaftlich begehrt wie andere Baumarten. Doch jedes Jahr, wenn der Sommer langsam dem Herbst wich, veränderte sich sein Erscheinungsbild.
Aus den zarten weißen Blüten entwickelten sich leuchtend orange-rote Früchte, die wie kleine Farbtupfer in der Landschaft wirkten. Schon bald kamen die ersten Besucher: Amseln, Drosseln, Wacholderdrosseln und viele andere Vögel, die in den Früchten eine wichtige Nahrungsquelle fanden.
Der kleine Baum war eine Vogelbeere – ein Baum, der seit Jahrhunderten still und unauffällig seinen Platz in unserer Natur einnimmt. Menschen nutzten seine Früchte, Tiere profitierten von seinem Angebot und ganze Lebensgemeinschaften waren mit ihm verbunden.
Doch die Landschaft um ihn herum veränderte sich. Wälder wurden einförmiger, trockene Sommer wurden häufiger und extreme Wetterereignisse nahmen zu. Der kleine Baum am Waldrand musste sich einer neuen Zeit stellen.
In der Aufnahme
Doch die Landschaft um ihn herum veränderte sich. Wälder wurden einförmiger, trockene Sommer wurden häufiger und extreme Wetterereignisse nahmen zu. Der kleine Baum am Waldrand musste sich einer neuen Zeit stellen.
In der Aufnahme
- Ein Baum voller Leben: Die Vogelbeere (Sorbus aucuparia) bietet mit ihren leuchtenden Früchten zahlreichen Vogelarten eine wichtige Nahrungsquelle.
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Neue Feuchtwiesenfläche schafft wertvollen Lebensraum - Panoramaaufnahmen -
Anlage von Feuchtstrukturen zur Förderung der Biodiversität und der natürlichen Wasserrückhaltung auf einer extensiv genutzten Wiesenfläche
28/29.07.2026
- Panoramaaufnahmen eingestellt
Im Rahmen der Arbeiten wurden durch ein Fachunternehmen mehrere großzügige Bodenvertiefungen mit einem Durchmesser von rund acht Metern und einer Tiefe von etwa einem Meter angelegt. Diese Geländemulden ermöglichen es, Niederschlagswasser länger auf der Fläche zurückzuhalten und schaffen ein Mosaik unterschiedlich feuchter Standorte. Dadurch entstehen wertvolle Voraussetzungen für Pflanzen- und Tierarten, die auf zeitweise nasse oder dauerhaft feuchte Lebensräume angewiesen sind.
28/29.07.2026
- Panoramaaufnahmen eingestellt
- Mit der Umgestaltung einer vereinseigenen Fläche setzen wir einen weiteren Baustein für den Erhalt der biologischen Vielfalt um. Ziel der Maßnahme ist es, dauerhaft feuchte Standortbedingungen zu schaffen und damit die natürliche Entwicklung einer artenreichen Feuchtwiesenlandschaft mit hochstaudenreichen Bereichen zu fördern.
Im Rahmen der Arbeiten wurden durch ein Fachunternehmen mehrere großzügige Bodenvertiefungen mit einem Durchmesser von rund acht Metern und einer Tiefe von etwa einem Meter angelegt. Diese Geländemulden ermöglichen es, Niederschlagswasser länger auf der Fläche zurückzuhalten und schaffen ein Mosaik unterschiedlich feuchter Standorte. Dadurch entstehen wertvolle Voraussetzungen für Pflanzen- und Tierarten, die auf zeitweise nasse oder dauerhaft feuchte Lebensräume angewiesen sind.
Die Fläche wird von einer heimischen Naturhecke eingerahmt, die bereits heute einen wichtigen Lebensraum für zahlreiche Vogel-, Insekten- und Kleinsäugerarten darstellt. Gemeinsam mit den neu geschaffenen Feuchtbereichen entwickelt sich hier ein strukturreicher Biotopkomplex, dessen ökologische Bedeutung in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird.
Bei der Entwicklung der Fläche setzen wir bewusst auf natürliche Prozesse. Viele standorttypische Pflanzen werden sich nach und nach selbst ansiedeln und damit die Grundlage für eine vielfältige Lebensgemeinschaft schaffen. Mit zunehmender Strukturvielfalt verbessern sich gleichzeitig die Lebensbedingungen für zahlreiche Insekten, Amphibien, Spinnen, Vögel und viele weitere Organismen.
Die neue Feuchtwiesenfläche versteht sich als langfristiges Naturschutzprojekt. Sie leistet einen Beitrag zum Erhalt wertvoller Feuchtlebensräume, stärkt den Wasserrückhalt in der Landschaft und schafft zugleich einen Ort, an dem Besucherinnen und Besucher die Entwicklung natürlicher Lebensräume über viele Jahre hinweg beobachten können.
Unterstützt werden wir hierbei von der Karl Kaus Stiftung, sowie der Stiftung "Unsere Erde", mit dem Verein Turmstationen Deutschland e.V. praktizieren wir die ehrenamtlichen Projektierungsmaßnahmen die viele hundert Einsatzstunden umfassen. Nach Projektabschluss findet ein 7jähriges Monitoring statt, das uns konkrete Aufschlüsse über die Wirkungsweise der Maßnahme geben wird. In nicht weniger umfangreichen Einsatzformationen finden jährliche Pflegeeinsätze statt die gleichfalls mehrere hundert ehrenamtliche Stunden umfassen werden.
In der Aufnahme
Bei der Entwicklung der Fläche setzen wir bewusst auf natürliche Prozesse. Viele standorttypische Pflanzen werden sich nach und nach selbst ansiedeln und damit die Grundlage für eine vielfältige Lebensgemeinschaft schaffen. Mit zunehmender Strukturvielfalt verbessern sich gleichzeitig die Lebensbedingungen für zahlreiche Insekten, Amphibien, Spinnen, Vögel und viele weitere Organismen.
Die neue Feuchtwiesenfläche versteht sich als langfristiges Naturschutzprojekt. Sie leistet einen Beitrag zum Erhalt wertvoller Feuchtlebensräume, stärkt den Wasserrückhalt in der Landschaft und schafft zugleich einen Ort, an dem Besucherinnen und Besucher die Entwicklung natürlicher Lebensräume über viele Jahre hinweg beobachten können.
Unterstützt werden wir hierbei von der Karl Kaus Stiftung, sowie der Stiftung "Unsere Erde", mit dem Verein Turmstationen Deutschland e.V. praktizieren wir die ehrenamtlichen Projektierungsmaßnahmen die viele hundert Einsatzstunden umfassen. Nach Projektabschluss findet ein 7jähriges Monitoring statt, das uns konkrete Aufschlüsse über die Wirkungsweise der Maßnahme geben wird. In nicht weniger umfangreichen Einsatzformationen finden jährliche Pflegeeinsätze statt die gleichfalls mehrere hundert ehrenamtliche Stunden umfassen werden.
In der Aufnahme
- Frisch angelegte Bodenmulden
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Asiatische Hornisse (Vespa velutina)
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) – ein Neubürger zwischen Anpassungskraft und ökologischer Herausforderung
27/28.07.2026
Es beginnt häufig mit einer unscheinbaren Geschichte: Ein Tier, das über tausende Kilometer hinweg unbemerkt eine neue Heimat erreicht. Nicht aus eigener Kraft, nicht durch natürliche Ausbreitung, sondern durch die weltweiten Wege des Menschen. Waren, Pflanzen, Holzverpackungen und Handelsströme verbinden heute Kontinente miteinander und ermöglichen es Arten, Barrieren zu überwinden, die über Jahrtausende hinweg ihre Ausbreitung begrenzt haben.
Auch die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) gehört zu diesen Arten. Ursprünglich in Teilen Südostasiens beheimatet, gelangte sie durch menschliche Aktivitäten nach Europa und konnte sich in einigen Regionen erfolgreich etablieren. Ihr Auftreten ist damit nicht die Geschichte eines „bösen Eindringlings“, sondern ein Beispiel dafür, wie stark der Mensch inzwischen in natürliche Verbreitungsprozesse eingreift.
27/28.07.2026
- Wenn eine neue Art auf eine veränderte Landschaft trifft
Es beginnt häufig mit einer unscheinbaren Geschichte: Ein Tier, das über tausende Kilometer hinweg unbemerkt eine neue Heimat erreicht. Nicht aus eigener Kraft, nicht durch natürliche Ausbreitung, sondern durch die weltweiten Wege des Menschen. Waren, Pflanzen, Holzverpackungen und Handelsströme verbinden heute Kontinente miteinander und ermöglichen es Arten, Barrieren zu überwinden, die über Jahrtausende hinweg ihre Ausbreitung begrenzt haben.
Auch die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) gehört zu diesen Arten. Ursprünglich in Teilen Südostasiens beheimatet, gelangte sie durch menschliche Aktivitäten nach Europa und konnte sich in einigen Regionen erfolgreich etablieren. Ihr Auftreten ist damit nicht die Geschichte eines „bösen Eindringlings“, sondern ein Beispiel dafür, wie stark der Mensch inzwischen in natürliche Verbreitungsprozesse eingreift.
Eine Art mit hoher Anpassungsfähigkeit
Die Asiatische Hornisse zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit aus. Sie kann unterschiedliche Lebensräume nutzen, findet geeignete Nahrungsquellen und vermag neue Gebiete vergleichsweise schnell zu besiedeln. Besonders bekannt wurde sie durch ihre Jagd auf verschiedene Insektenarten, darunter auch Honigbienen, die an bestimmten Standorten eine wichtige Nahrungsquelle für die Kolonien darstellen.
Gerade für Imkereien kann die Art eine zusätzliche Belastung darstellen, da die Tiere vor Bienenstöcken gezielt auf Beute lauern können. Gleichzeitig darf nicht vergessen werden, dass die Asiatische Hornisse – wie auch unsere heimische Hornisse – ein Bestandteil natürlicher Nahrungsketten ist und nicht ausschließlich als „Schädling“ betrachtet werden kann.
Die eigentliche Herausforderung entsteht dort, wo eine neu eingewanderte Art auf Ökosysteme trifft, die durch den Menschen bereits tiefgreifend verändert wurden.
In der Darstellung
Die Asiatische Hornisse zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit aus. Sie kann unterschiedliche Lebensräume nutzen, findet geeignete Nahrungsquellen und vermag neue Gebiete vergleichsweise schnell zu besiedeln. Besonders bekannt wurde sie durch ihre Jagd auf verschiedene Insektenarten, darunter auch Honigbienen, die an bestimmten Standorten eine wichtige Nahrungsquelle für die Kolonien darstellen.
Gerade für Imkereien kann die Art eine zusätzliche Belastung darstellen, da die Tiere vor Bienenstöcken gezielt auf Beute lauern können. Gleichzeitig darf nicht vergessen werden, dass die Asiatische Hornisse – wie auch unsere heimische Hornisse – ein Bestandteil natürlicher Nahrungsketten ist und nicht ausschließlich als „Schädling“ betrachtet werden kann.
Die eigentliche Herausforderung entsteht dort, wo eine neu eingewanderte Art auf Ökosysteme trifft, die durch den Menschen bereits tiefgreifend verändert wurden.
In der Darstellung
- Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) – Symbol für eine Zeit globaler Artenbewegungen. Während die Art selbst durch eine hohe Anpassungsfähigkeit geprägt ist, begegnet sie in Europa einem Ökosystem, dessen natürliche Gleichgewichte durch den Verlust vielfältiger Lebensräume bereits erheblich verändert wurden.
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Stele der Biodiversität Balve - nächster Projektbaustein abgeschlossen
Ökologische Transformation eines ehemaligen Funktionsbauwerks – Die Stele der Biodiversität nimmt Gestalt an
27/28.07.2026
Nordrhein-Wesfalen - Balve. Was einst ausschließlich einem technischen Zweck diente, entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem wertvollen Bestandteil unserer Kulturlandschaft. Die ehemalige Transformatorenstation wird durch gezielte Maßnahmen in einen multifunktionalen Lebensraum für heimische Arten umgewandelt. Diese ökologische Transformation eines ehemaligen Funktionsbauwerks zeigt eindrucksvoll, wie bestehende Infrastruktur durch innovative Naturschutzansätze eine neue Bedeutung erhalten kann.
27/28.07.2026
- Mit der Fertigstellung der vorbereitenden Maler- und Installationsarbeiten wurde ein weiterer bedeutender Meilenstein innerhalb des Projektes „Stele der Biodiversität“ erreicht.
Nordrhein-Wesfalen - Balve. Was einst ausschließlich einem technischen Zweck diente, entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem wertvollen Bestandteil unserer Kulturlandschaft. Die ehemalige Transformatorenstation wird durch gezielte Maßnahmen in einen multifunktionalen Lebensraum für heimische Arten umgewandelt. Diese ökologische Transformation eines ehemaligen Funktionsbauwerks zeigt eindrucksvoll, wie bestehende Infrastruktur durch innovative Naturschutzansätze eine neue Bedeutung erhalten kann.
Im Rahmen der aktuellen Arbeiten wurden zunächst alte Strukturen und nicht mehr benötigte Elemente an der Außen- und Innenhaut des Bauwerks entfernt sowie die Oberflächen fachgerecht für die weitere Entwicklung vorbereitet. Die anschließenden Malerarbeiten konnten zwischenzeitlich vollständig abgeschlossen werden. Die farbliche Neugestaltung der Außenfassade sowie der Zugangstür bildet dabei nicht nur eine optische Aufwertung des Baukörpers, sondern zugleich die Grundlage für die nachfolgend geplante grafische Gestaltung der Fassade durch externe Gestaltungspartner.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Umsetzung der artenschutzrechtlichen Maßnahmen. Durch die fachgerechte Installation von Fledermaus-Spaltenquartieren innerhalb vorhandener Gebäudestrukturen wurden neue Rückzugsmöglichkeiten für heimische Fledermausarten geschaffen. Diese speziell angepassten Quartiere ermöglichen es den Tieren, das Bauwerk künftig als sicheren Tages- und Ruheplatz zu nutzen.
Darüber hinaus erfolgte die Montage von speziellen Nisthilfen für gebäudebewohnende Vogelarten. Mit dem Einbau eines Turmfalkennistkastens sowie eines Schleiereulennistkastens entstehen neue Brut- und Aufzuchtmöglichkeiten für zwei charakteristische Arten unserer Kulturlandschaft, deren natürliche Lebensräume zunehmend unter Druck geraten.
Die nun abgeschlossenen Arbeiten stellen einen wichtigen Baustein innerhalb des Gesamtkonzeptes dar. Die Stele der Biodiversität verbindet künftig Artenschutz, Umweltbildung und gestalterische Elemente zu einem sichtbaren Zeichen für den Erhalt unserer biologischen Vielfalt.
Mit der bevorstehenden grafischen Gestaltung der Fassade wird dieser ökologische Ansatz zusätzlich nach außen getragen. Die zukünftige Gestaltung soll nicht nur informieren, sondern Besucherinnen und Besucher für die Bedeutung von Lebensräumen, Artenvielfalt und den Schutz unserer heimischen Natur sensibilisieren.
Die Entwicklung der Stele der Biodiversität verdeutlicht damit eine zentrale Botschaft des modernen Naturschutzes:
In der Aufnahme
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Umsetzung der artenschutzrechtlichen Maßnahmen. Durch die fachgerechte Installation von Fledermaus-Spaltenquartieren innerhalb vorhandener Gebäudestrukturen wurden neue Rückzugsmöglichkeiten für heimische Fledermausarten geschaffen. Diese speziell angepassten Quartiere ermöglichen es den Tieren, das Bauwerk künftig als sicheren Tages- und Ruheplatz zu nutzen.
Darüber hinaus erfolgte die Montage von speziellen Nisthilfen für gebäudebewohnende Vogelarten. Mit dem Einbau eines Turmfalkennistkastens sowie eines Schleiereulennistkastens entstehen neue Brut- und Aufzuchtmöglichkeiten für zwei charakteristische Arten unserer Kulturlandschaft, deren natürliche Lebensräume zunehmend unter Druck geraten.
Die nun abgeschlossenen Arbeiten stellen einen wichtigen Baustein innerhalb des Gesamtkonzeptes dar. Die Stele der Biodiversität verbindet künftig Artenschutz, Umweltbildung und gestalterische Elemente zu einem sichtbaren Zeichen für den Erhalt unserer biologischen Vielfalt.
Mit der bevorstehenden grafischen Gestaltung der Fassade wird dieser ökologische Ansatz zusätzlich nach außen getragen. Die zukünftige Gestaltung soll nicht nur informieren, sondern Besucherinnen und Besucher für die Bedeutung von Lebensräumen, Artenvielfalt und den Schutz unserer heimischen Natur sensibilisieren.
Die Entwicklung der Stele der Biodiversität verdeutlicht damit eine zentrale Botschaft des modernen Naturschutzes:
In der Aufnahme
- Stele der Biodiversität Balve - nächste Entwicklungsstufe erreicht
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Die Hitze kehrt zurück ...
Die Hitze kehrt zurück – wenn der Klimawandel unsere Lebensräume verändert
27/28.07.2026
Schon in den frühen Morgenstunden liegt eine ungewöhnliche Wärme über der Landschaft. Die Wiesen wirken stiller als sonst, viele Pflanzen lassen ihre Blätter hängen, und selbst die Stimmen der Vögel scheinen in der zunehmenden Hitze leiser zu werden. Insekten suchen Schutz im Schatten, kleine Gewässer verlieren durch die Verdunstung an Wasser, und der Boden zeigt vielerorts erste Zeichen der Trockenheit.
Noch vor wenigen Jahrzehnten waren solche Wetterlagen außergewöhnliche Ereignisse. Heute erleben wir zunehmend, wie sich Hitzeperioden zu einem wiederkehrenden Bestandteil unserer Sommer entwickeln. Mit der erneut angekündigten Hitzewelle in weiten Teilen Deutschlands wird vielen Menschen erneut bewusst, dass der Klimawandel längst keine entfernte Zukunftsfrage mehr ist – er verändert bereits heute unsere Landschaften, unsere Lebensräume und damit die Lebensgrundlagen vieler Arten.
27/28.07.2026
- Ein Sommer, der uns erinnert
Schon in den frühen Morgenstunden liegt eine ungewöhnliche Wärme über der Landschaft. Die Wiesen wirken stiller als sonst, viele Pflanzen lassen ihre Blätter hängen, und selbst die Stimmen der Vögel scheinen in der zunehmenden Hitze leiser zu werden. Insekten suchen Schutz im Schatten, kleine Gewässer verlieren durch die Verdunstung an Wasser, und der Boden zeigt vielerorts erste Zeichen der Trockenheit.
Noch vor wenigen Jahrzehnten waren solche Wetterlagen außergewöhnliche Ereignisse. Heute erleben wir zunehmend, wie sich Hitzeperioden zu einem wiederkehrenden Bestandteil unserer Sommer entwickeln. Mit der erneut angekündigten Hitzewelle in weiten Teilen Deutschlands wird vielen Menschen erneut bewusst, dass der Klimawandel längst keine entfernte Zukunftsfrage mehr ist – er verändert bereits heute unsere Landschaften, unsere Lebensräume und damit die Lebensgrundlagen vieler Arten.
Die zweite große Hitzewelle des Jahres – ein Zeichen des Wandels
Die bevorstehende Hitzeperiode ist nicht nur eine Belastung für uns Menschen. Sie wirkt auf ein komplexes Netzwerk aus Pflanzen, Tieren und natürlichen Kreisläufen.
Während wir Menschen Möglichkeiten haben, Schatten aufzusuchen, Räume zu kühlen oder unseren Alltag anzupassen, sind viele Tiere und Pflanzen unmittelbar den veränderten Bedingungen ausgesetzt.
Für zahlreiche Arten bedeutet extreme Hitze:
Besonders betroffen sind Arten, die über Jahrhunderte an bestimmte klimatische Bedingungen angepasst waren. Wenn sich Temperatur, Niederschlag und Jahreszeitenrhythmus schneller verändern, als sich Populationen anpassen können, geraten ganze Lebensgemeinschaften aus dem Gleichgewicht.
Wenn Lebensräume ihre Grenzen erreichen
Unsere Landschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Wälder leiden unter wiederkehrender Trockenheit, Flüsse und Bäche führen vielerorts weniger Wasser, Feuchtgebiete verlieren ihre wichtige Funktion als Wasserspeicher, und ehemals artenreiche Wiesen verändern ihre Zusammensetzung.
Was für uns manchmal nur wie ein trockener Sommer aussieht, bedeutet für viele Arten eine existenzielle Herausforderung.
Die seltene Orchidee, deren Standort austrocknet.
Die Wildbiene, deren Nahrungspflanzen früher verblühen.
Die Amphibie, deren Laichgewässer verschwindet.
Der Vogel, dessen Nahrungskette durch den Rückgang von Insekten beeinträchtigt wird.
Jede einzelne Veränderung wirkt weiter – wie ein Stein, der ins Wasser fällt und immer größere Kreise zieht.
Der Mensch zwischen Wissen und Verantwortung
Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen seit vielen Jahren, dass sich unser Klima verändert und dass menschliche Aktivitäten dabei eine entscheidende Rolle spielen. Gleichzeitig erleben wir noch immer Verhaltensweisen und Denkweisen, die an einer Vergangenheit festhalten, in der natürliche Ressourcen scheinbar unbegrenzt verfügbar waren.
Ein solches Denken unterschätzt, wie eng unsere eigene Zukunft mit der Gesundheit unserer Ökosysteme verbunden ist.
Denn der Schutz von Lebensräumen ist kein Luxus und keine Aufgabe, die nur dem Naturschutz vorbehalten bleibt. Intakte Wälder speichern Wasser und kühlen die Landschaft. Gesunde Böden sichern unsere Ernährung. Artenreiche Lebensräume stabilisieren ökologische Kreisläufe, von denen auch wir Menschen abhängig sind.
Wer Lebensräume zerstört oder notwendige Veränderungen ignoriert, gefährdet nicht nur Pflanzen und Tiere – sondern auch die Lebensqualität kommender Generationen.
Die Zukunft unserer Kinder beginnt heute
Die Frage ist längst nicht mehr, ob sich unsere Umwelt verändert. Die Veränderungen sind sichtbar: in trockenen Landschaften, geschwächten Wäldern, verschobenen Jahreszeiten und immer häufigeren Wetterextremen.
Jede erhaltene Streuobstwiese, jedes renaturierte Gewässer, jede blühende Fläche und jeder geschützte Lebensraum sind Schritte in die richtige Richtung.
Naturschutz bedeutet heute mehr denn je auch Schutz unserer eigenen Zukunft. Denn die Kinder und Enkelkinder von heute werden mit den Entscheidungen leben, die wir jetzt treffen.
Die Natur braucht keine großen Worte – sie braucht verantwortungsvolles Handeln.
Und jede Generation trägt die Verantwortung, die Welt nicht nur zu nutzen, sondern sie auch zu bewahren.
In der Aufnahme von Alexandra Mohr u. Sascha Schmidt
Die bevorstehende Hitzeperiode ist nicht nur eine Belastung für uns Menschen. Sie wirkt auf ein komplexes Netzwerk aus Pflanzen, Tieren und natürlichen Kreisläufen.
Während wir Menschen Möglichkeiten haben, Schatten aufzusuchen, Räume zu kühlen oder unseren Alltag anzupassen, sind viele Tiere und Pflanzen unmittelbar den veränderten Bedingungen ausgesetzt.
Für zahlreiche Arten bedeutet extreme Hitze:
- weniger verfügbare Wasserstellen,
- vertrocknende Nahrungspflanzen,
- verschobene Entwicklungszeiten,
- zunehmenden Hitzestress,
- höhere Verluste bei Jungtieren,
- veränderte Lebensräume.
Besonders betroffen sind Arten, die über Jahrhunderte an bestimmte klimatische Bedingungen angepasst waren. Wenn sich Temperatur, Niederschlag und Jahreszeitenrhythmus schneller verändern, als sich Populationen anpassen können, geraten ganze Lebensgemeinschaften aus dem Gleichgewicht.
Wenn Lebensräume ihre Grenzen erreichen
Unsere Landschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Wälder leiden unter wiederkehrender Trockenheit, Flüsse und Bäche führen vielerorts weniger Wasser, Feuchtgebiete verlieren ihre wichtige Funktion als Wasserspeicher, und ehemals artenreiche Wiesen verändern ihre Zusammensetzung.
Was für uns manchmal nur wie ein trockener Sommer aussieht, bedeutet für viele Arten eine existenzielle Herausforderung.
Die seltene Orchidee, deren Standort austrocknet.
Die Wildbiene, deren Nahrungspflanzen früher verblühen.
Die Amphibie, deren Laichgewässer verschwindet.
Der Vogel, dessen Nahrungskette durch den Rückgang von Insekten beeinträchtigt wird.
Jede einzelne Veränderung wirkt weiter – wie ein Stein, der ins Wasser fällt und immer größere Kreise zieht.
Der Mensch zwischen Wissen und Verantwortung
Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen seit vielen Jahren, dass sich unser Klima verändert und dass menschliche Aktivitäten dabei eine entscheidende Rolle spielen. Gleichzeitig erleben wir noch immer Verhaltensweisen und Denkweisen, die an einer Vergangenheit festhalten, in der natürliche Ressourcen scheinbar unbegrenzt verfügbar waren.
Ein solches Denken unterschätzt, wie eng unsere eigene Zukunft mit der Gesundheit unserer Ökosysteme verbunden ist.
Denn der Schutz von Lebensräumen ist kein Luxus und keine Aufgabe, die nur dem Naturschutz vorbehalten bleibt. Intakte Wälder speichern Wasser und kühlen die Landschaft. Gesunde Böden sichern unsere Ernährung. Artenreiche Lebensräume stabilisieren ökologische Kreisläufe, von denen auch wir Menschen abhängig sind.
Wer Lebensräume zerstört oder notwendige Veränderungen ignoriert, gefährdet nicht nur Pflanzen und Tiere – sondern auch die Lebensqualität kommender Generationen.
Die Zukunft unserer Kinder beginnt heute
Die Frage ist längst nicht mehr, ob sich unsere Umwelt verändert. Die Veränderungen sind sichtbar: in trockenen Landschaften, geschwächten Wäldern, verschobenen Jahreszeiten und immer häufigeren Wetterextremen.
- Die entscheidende Frage lautet vielmehr: Wie gehen wir damit um?
Jede erhaltene Streuobstwiese, jedes renaturierte Gewässer, jede blühende Fläche und jeder geschützte Lebensraum sind Schritte in die richtige Richtung.
Naturschutz bedeutet heute mehr denn je auch Schutz unserer eigenen Zukunft. Denn die Kinder und Enkelkinder von heute werden mit den Entscheidungen leben, die wir jetzt treffen.
Die Natur braucht keine großen Worte – sie braucht verantwortungsvolles Handeln.
Und jede Generation trägt die Verantwortung, die Welt nicht nur zu nutzen, sondern sie auch zu bewahren.
In der Aufnahme von Alexandra Mohr u. Sascha Schmidt
- Wechselkröte - Trockenheit setzt Pflanzen und Tieren in unseren Lebensräumen zunehmend zu.
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Alpensteinbock (Capra ibex)
Der Alpensteinbock (Capra ibex) – Der König der Hochgebirge und sein Leben zwischen Fels und Himmel
26/27.07.2026
Noch bevor die ersten Sonnenstrahlen den Gipfelgrat erreichen, liegt eine besondere Stille über den Alpen. Nur der Wind zieht durch die steilen Felswände, während sich einzelne Schneefelder im ersten Licht rosa färben. Hoch über den Tälern bewegt sich eine kräftige Silhouette über einen schmalen Felsvorsprung. Sicher setzt das Tier einen Huf vor den anderen, dort, wo für viele andere Lebewesen längst kein Weiterkommen mehr möglich wäre.
Es ist ein Alpensteinbock. Seit Jahrhunderten begleitet dieser beeindruckende Bewohner die Hochgebirge Europas die Menschen in ihren Geschichten, Legenden und Überlieferungen. Mit seinen mächtigen Hörnern und seiner außergewöhnlichen Kletterkunst verkörpert er wie kaum eine andere Tierart die Wildheit und Ursprünglichkeit der alpinen Landschaft.
Doch auch der König der Berge lebt in einer Welt des Wandels. Die Felsen sind geblieben – aber die Bedingungen in seinem Lebensraum verändern sich.
26/27.07.2026
- Wo der Berg noch Geschichten erzählt
Noch bevor die ersten Sonnenstrahlen den Gipfelgrat erreichen, liegt eine besondere Stille über den Alpen. Nur der Wind zieht durch die steilen Felswände, während sich einzelne Schneefelder im ersten Licht rosa färben. Hoch über den Tälern bewegt sich eine kräftige Silhouette über einen schmalen Felsvorsprung. Sicher setzt das Tier einen Huf vor den anderen, dort, wo für viele andere Lebewesen längst kein Weiterkommen mehr möglich wäre.
Es ist ein Alpensteinbock. Seit Jahrhunderten begleitet dieser beeindruckende Bewohner die Hochgebirge Europas die Menschen in ihren Geschichten, Legenden und Überlieferungen. Mit seinen mächtigen Hörnern und seiner außergewöhnlichen Kletterkunst verkörpert er wie kaum eine andere Tierart die Wildheit und Ursprünglichkeit der alpinen Landschaft.
Doch auch der König der Berge lebt in einer Welt des Wandels. Die Felsen sind geblieben – aber die Bedingungen in seinem Lebensraum verändern sich.
Artbeschreibung
Der Alpensteinbock (Capra ibex) gehört zur Familie der Hornträger (Bovidae) und ist eine der bekanntesten Säugetierarten des Alpenraums. Er ist eng mit anderen Wildziegenarten verwandt und perfekt an das Leben in extremen Gebirgslagen angepasst.
Männliche Tiere, die sogenannten Böcke, erreichen eine Schulterhöhe von etwa 90 bis 100 Zentimetern und können ein Gewicht von über 100 Kilogramm erreichen. Besonders eindrucksvoll sind ihre großen, nach hinten gebogenen Hörner, die bei alten Böcken eine Länge von über einem Meter erreichen können. Die Hornringe geben Hinweise auf das Alter des Tieres.
Die Weibchen, Geißen genannt, sind deutlich kleiner und besitzen ebenfalls Hörner, jedoch wesentlich kürzere. Ihr Körperbau ist leichter und besonders auf Beweglichkeit im unwegsamen Gelände ausgelegt.
Das Fell des Alpensteinbocks verändert sich im Jahresverlauf. Während es im Sommer eher hellbraun und dünn ist, entwickelt sich im Winter ein dichteres und dunkleres Haarkleid, das Schutz vor Kälte bietet.
Eine besondere Fähigkeit des Alpensteinbocks sind seine außergewöhnlichen Klettereigenschaften. Die gespaltenen Hufe können weit auseinander gespreizt werden und besitzen bewegliche Ballen, die selbst auf kleinsten Felsvorsprüngen Halt geben. Dadurch kann er steile Felswände erklimmen, die für viele andere Tiere unzugänglich sind.
In der Aufnahme von Stefan Zimmermann
Der Alpensteinbock (Capra ibex) gehört zur Familie der Hornträger (Bovidae) und ist eine der bekanntesten Säugetierarten des Alpenraums. Er ist eng mit anderen Wildziegenarten verwandt und perfekt an das Leben in extremen Gebirgslagen angepasst.
Männliche Tiere, die sogenannten Böcke, erreichen eine Schulterhöhe von etwa 90 bis 100 Zentimetern und können ein Gewicht von über 100 Kilogramm erreichen. Besonders eindrucksvoll sind ihre großen, nach hinten gebogenen Hörner, die bei alten Böcken eine Länge von über einem Meter erreichen können. Die Hornringe geben Hinweise auf das Alter des Tieres.
Die Weibchen, Geißen genannt, sind deutlich kleiner und besitzen ebenfalls Hörner, jedoch wesentlich kürzere. Ihr Körperbau ist leichter und besonders auf Beweglichkeit im unwegsamen Gelände ausgelegt.
Das Fell des Alpensteinbocks verändert sich im Jahresverlauf. Während es im Sommer eher hellbraun und dünn ist, entwickelt sich im Winter ein dichteres und dunkleres Haarkleid, das Schutz vor Kälte bietet.
Eine besondere Fähigkeit des Alpensteinbocks sind seine außergewöhnlichen Klettereigenschaften. Die gespaltenen Hufe können weit auseinander gespreizt werden und besitzen bewegliche Ballen, die selbst auf kleinsten Felsvorsprüngen Halt geben. Dadurch kann er steile Felswände erklimmen, die für viele andere Tiere unzugänglich sind.
In der Aufnahme von Stefan Zimmermann
- Der Alpensteinbock gehört zu den eindrucksvollsten Bewohnern der europäischen Hochgebirge.
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Rotes Waldvöglein (Cephalanthera rubra)
Das Rote Waldvöglein (Cephalanthera rubra) – Die leuchtende Orchidee lichter Wälder
26/27.07.2026
Es ist ein warmer Junimorgen. Die Sonnenstrahlen dringen durch das lockere Blätterdach eines alten Buchenwaldes und zeichnen helle Flecken auf den Waldboden. Zwischen Gräsern, Moosen und kleinen Farnen scheint plötzlich ein kräftiger rosaroter Farbton aufzuleuchten.
Fast unwirklich erhebt sich ein schlanker Blütenstand aus dem Laub, als hätte der Wald selbst einen kostbaren Edelstein hervorgebracht. Nur wenige Wochen im Jahr zeigt sich dieses beeindruckende Schauspiel. Das Rote Waldvöglein (Cephalanthera rubra) gehört zu den schönsten heimischen Orchideen Europas und erinnert daran, wie vielfältig und überraschend unsere Wälder sein können.
26/27.07.2026
- Wenn der Waldboden plötzlich zu blühen beginnt
Es ist ein warmer Junimorgen. Die Sonnenstrahlen dringen durch das lockere Blätterdach eines alten Buchenwaldes und zeichnen helle Flecken auf den Waldboden. Zwischen Gräsern, Moosen und kleinen Farnen scheint plötzlich ein kräftiger rosaroter Farbton aufzuleuchten.
Fast unwirklich erhebt sich ein schlanker Blütenstand aus dem Laub, als hätte der Wald selbst einen kostbaren Edelstein hervorgebracht. Nur wenige Wochen im Jahr zeigt sich dieses beeindruckende Schauspiel. Das Rote Waldvöglein (Cephalanthera rubra) gehört zu den schönsten heimischen Orchideen Europas und erinnert daran, wie vielfältig und überraschend unsere Wälder sein können.
Artbeschreibung
Das Rote Waldvöglein (Cephalanthera rubra) gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae) und zählt zu den auffälligsten einheimischen Waldorchideen. Mit seiner leuchtend rosafarbenen bis purpurroten Blüte hebt es sich deutlich von den meist grünen Waldbewohnern ab.
Die Pflanze erreicht gewöhnlich eine Höhe von 20 bis 60 Zentimetern. Aus einem unterirdischen Rhizom wächst ein aufrechter Stängel, an dem mehrere lanzettliche, frischgrüne Blätter wechselständig angeordnet sind. Am oberen Teil entwickelt sich ein lockerer Blütenstand mit meist drei bis zehn großen Einzelblüten.
In der Aufnahme von Helga Zinnecker
Das Rote Waldvöglein (Cephalanthera rubra) gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae) und zählt zu den auffälligsten einheimischen Waldorchideen. Mit seiner leuchtend rosafarbenen bis purpurroten Blüte hebt es sich deutlich von den meist grünen Waldbewohnern ab.
Die Pflanze erreicht gewöhnlich eine Höhe von 20 bis 60 Zentimetern. Aus einem unterirdischen Rhizom wächst ein aufrechter Stängel, an dem mehrere lanzettliche, frischgrüne Blätter wechselständig angeordnet sind. Am oberen Teil entwickelt sich ein lockerer Blütenstand mit meist drei bis zehn großen Einzelblüten.
In der Aufnahme von Helga Zinnecker
- Das Rote Waldvöglein zählt zu den schönsten heimischen Orchideenarten.
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Heller Rostfarben-Blattspanner (Xanthorhoe spadicearia)
Heller Rostfarben-Blattspanner (Xanthorhoe spadicearia) – Ein Meister der stillen Tarnung
26/27.07.2026
Unscheinbar löste sich ein kleiner Falter von einem Grashalm und flatterte mit ruhigen Flügelschlägen zwischen den Pflanzen hindurch. Kaum setzte er sich wieder nieder, verschwand er förmlich vor den Augen des Betrachters. Seine rostbraune Zeichnung verschmolz mit welken Blättern und trockenen Halmen. Nur wer ganz genau hinsieht, entdeckt den Hellen Rostfarben-Blattspanner – einen Nachtfalter, dessen größte Stärke darin besteht, unauffällig zu bleiben.
26/27.07.2026
- An einem warmen Sommerabend senkte sich langsam die Dämmerung über eine blütenreiche Wiese. Während die letzten Hummeln zu ihren Nestern zurückkehrten und eine Fledermaus lautlos über den Himmel strich, erwachte eine andere Welt.
Unscheinbar löste sich ein kleiner Falter von einem Grashalm und flatterte mit ruhigen Flügelschlägen zwischen den Pflanzen hindurch. Kaum setzte er sich wieder nieder, verschwand er förmlich vor den Augen des Betrachters. Seine rostbraune Zeichnung verschmolz mit welken Blättern und trockenen Halmen. Nur wer ganz genau hinsieht, entdeckt den Hellen Rostfarben-Blattspanner – einen Nachtfalter, dessen größte Stärke darin besteht, unauffällig zu bleiben.
Artbeschreibung
Der Helle Rostfarben-Blattspanner (Xanthorhoe spadicearia) gehört zur Familie der Spanner (Geometridae), einer der artenreichsten Schmetterlingsfamilien Europas. Mit einer Flügelspannweite von etwa 20 bis 28 Millimetern zählt er zu den kleineren Nachtfaltern.
Seine Vorderflügel zeigen eine harmonische Kombination aus cremefarbenen, grauen und rostbraunen Bereichen. Besonders auffällig ist das breite, dunkelbraune bis rotbraune Mittelband, das von helleren Querlinien eingerahmt wird. Diese Zeichnung dient nicht der Schönheit allein, sondern vor allem der Tarnung. Auf Baumrinde, abgestorbenem Laub oder zwischen vertrockneten Pflanzen wird der Falter nahezu unsichtbar.
Wie viele Spanner besitzt auch diese Art einen schlanken Körperbau und breite Flügel, die im Ruhezustand flach ausgebreitet werden. Die Raupen sind ebenfalls hervorragend getarnt. Mit ihrer gestreckten Haltung erinnern sie an kleine Zweige – ein wirksamer Schutz vor hungrigen Vögeln.
In der Aufnahme von Albert Meier
Der Helle Rostfarben-Blattspanner (Xanthorhoe spadicearia) gehört zur Familie der Spanner (Geometridae), einer der artenreichsten Schmetterlingsfamilien Europas. Mit einer Flügelspannweite von etwa 20 bis 28 Millimetern zählt er zu den kleineren Nachtfaltern.
Seine Vorderflügel zeigen eine harmonische Kombination aus cremefarbenen, grauen und rostbraunen Bereichen. Besonders auffällig ist das breite, dunkelbraune bis rotbraune Mittelband, das von helleren Querlinien eingerahmt wird. Diese Zeichnung dient nicht der Schönheit allein, sondern vor allem der Tarnung. Auf Baumrinde, abgestorbenem Laub oder zwischen vertrockneten Pflanzen wird der Falter nahezu unsichtbar.
Wie viele Spanner besitzt auch diese Art einen schlanken Körperbau und breite Flügel, die im Ruhezustand flach ausgebreitet werden. Die Raupen sind ebenfalls hervorragend getarnt. Mit ihrer gestreckten Haltung erinnern sie an kleine Zweige – ein wirksamer Schutz vor hungrigen Vögeln.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Seine rostbraune Flügelzeichnung sorgt für eine perfekte Tarnung zwischen welken Blättern und auf Sandböden.
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