Blauracke (Coracias garrulus)
Die Blauracke – ein Farbblitz am Himmel Europas
30/31.05.2026
An einem warmen Sommermorgen stand der alte Birnbaum am Rand der Wiese still in der aufgehenden Sonne. Nur das Summen der Insekten war zu hören. Dann erschien plötzlich ein leuchtender Schatten über dem Feld. Ein Vogel mit türkisblauen Flügeln und rostbraunem Rücken glitt lautlos durch die Luft und setzte sich auf einen trockenen Ast.
Der kleine Beobachter am Feldweg hielt den Atem an. Noch nie hatte er einen so farbenprächtigen Vogel gesehen. Für einen Moment wirkte die Landschaft wie ein Bild aus südlichen Ländern. Doch der Vogel gehörte hierher – zur offenen Kulturlandschaft Europas. Es war eine Blauracke.
Wenige Sekunden später stürzte sie sich blitzschnell auf ein großes Insekt im hohen Gras. Danach flog sie weiter über Wiesen, Weiden und alte Obstbäume hinweg. Der Junge blickte ihr lange nach. Erst Jahre später verstand er, dass solche Begegnungen immer seltener werden.
30/31.05.2026
- Kurzgeschichte: Der Vogel am alten Birnbaum
An einem warmen Sommermorgen stand der alte Birnbaum am Rand der Wiese still in der aufgehenden Sonne. Nur das Summen der Insekten war zu hören. Dann erschien plötzlich ein leuchtender Schatten über dem Feld. Ein Vogel mit türkisblauen Flügeln und rostbraunem Rücken glitt lautlos durch die Luft und setzte sich auf einen trockenen Ast.
Der kleine Beobachter am Feldweg hielt den Atem an. Noch nie hatte er einen so farbenprächtigen Vogel gesehen. Für einen Moment wirkte die Landschaft wie ein Bild aus südlichen Ländern. Doch der Vogel gehörte hierher – zur offenen Kulturlandschaft Europas. Es war eine Blauracke.
Wenige Sekunden später stürzte sie sich blitzschnell auf ein großes Insekt im hohen Gras. Danach flog sie weiter über Wiesen, Weiden und alte Obstbäume hinweg. Der Junge blickte ihr lange nach. Erst Jahre später verstand er, dass solche Begegnungen immer seltener werden.
Artbeschreibung der Blauracke (Coracias garrulus)
Die Blauracke zählt zu den auffälligsten Vogelarten Europas. Ihr Gefieder leuchtet in verschiedenen Blau- und Türkistönen, während Rücken und Brust eine warme rostbraune Färbung zeigen. Besonders im Flug fallen die kräftig blauen Flügel auf.
Die Blauracke erreicht eine Körperlänge von etwa 30 bis 32 Zentimetern und besitzt eine Flügelspannweite von bis zu 65 Zentimetern. Männchen und Weibchen sehen sich sehr ähnlich.
Typisch für die Art ist ihr Verhalten als Ansitzjägerin. Von erhöhten Punkten wie Zaunpfählen, Stromleitungen oder abgestorbenen Ästen aus beobachtet sie den Boden nach Beute. Hauptsächlich ernährt sie sich von großen Insekten wie Heuschrecken, Käfern oder Grillen. Gelegentlich erbeutet sie auch kleine Reptilien oder Mäuse.
Die Blauracke bevorzugt warme, offene Landschaften mit lockerem Baumbestand. Besonders wichtig sind alte Bäume mit Höhlen, da sie selbst keine Nisthöhlen baut. Häufig nutzt sie Spechthöhlen oder natürliche Baumhöhlen zur Brut.
Früher war die Blauracke in vielen Teilen Mitteleuropas verbreitet. Heute gilt sie in zahlreichen Regionen als selten oder bereits verschwunden.
Aufnahme von Christian Neumann
Die Blauracke zählt zu den auffälligsten Vogelarten Europas. Ihr Gefieder leuchtet in verschiedenen Blau- und Türkistönen, während Rücken und Brust eine warme rostbraune Färbung zeigen. Besonders im Flug fallen die kräftig blauen Flügel auf.
Die Blauracke erreicht eine Körperlänge von etwa 30 bis 32 Zentimetern und besitzt eine Flügelspannweite von bis zu 65 Zentimetern. Männchen und Weibchen sehen sich sehr ähnlich.
Typisch für die Art ist ihr Verhalten als Ansitzjägerin. Von erhöhten Punkten wie Zaunpfählen, Stromleitungen oder abgestorbenen Ästen aus beobachtet sie den Boden nach Beute. Hauptsächlich ernährt sie sich von großen Insekten wie Heuschrecken, Käfern oder Grillen. Gelegentlich erbeutet sie auch kleine Reptilien oder Mäuse.
Die Blauracke bevorzugt warme, offene Landschaften mit lockerem Baumbestand. Besonders wichtig sind alte Bäume mit Höhlen, da sie selbst keine Nisthöhlen baut. Häufig nutzt sie Spechthöhlen oder natürliche Baumhöhlen zur Brut.
Früher war die Blauracke in vielen Teilen Mitteleuropas verbreitet. Heute gilt sie in zahlreichen Regionen als selten oder bereits verschwunden.
Aufnahme von Christian Neumann
Artenschutz in Franken®
Gräser – unterschätzte Helden unserer Landschaften
Gräser – unterschätzte Helden unserer Landschaften
30/31.05.2026
Die Vielfalt der Gräser
Die Familie der Süßgräser umfasst weltweit mehrere tausend Arten. In Mitteleuropa begegnen uns Gräser nahezu überall: auf Feldern, an Waldrändern, in Parks, auf Bergwiesen und sogar zwischen Pflastersteinen in Städten. Bekannte Arten sind beispielsweise das Wiesenschwingelgras, das Rispengras oder das Schilf.
Gräser unterscheiden sich in Wuchshöhe, Blattstruktur und Lebensraum. Manche Arten bleiben nur wenige Zentimeter hoch, andere – wie Bambus – können mehrere Meter erreichen. Einige bevorzugen trockene Standorte, andere wachsen besonders gut in feuchten Gebieten oder an Gewässern.
30/31.05.2026
- Gräser gehören zu den ältesten und erfolgreichsten Pflanzenfamilien der Erde. Sie prägen Wiesen, Weiden, Steppen, Dünenlandschaften und viele unserer heimischen Gärten. Oft werden sie im Alltag kaum beachtet, weil ihre Blüten weniger auffällig erscheinen als die farbenprächtigen Blüten vieler anderer Pflanzen. Dennoch spielen Gräser eine entscheidende Rolle für das ökologische Gleichgewicht, den Boden- und Klimaschutz sowie für zahlreiche Tierarten.
Die Vielfalt der Gräser
Die Familie der Süßgräser umfasst weltweit mehrere tausend Arten. In Mitteleuropa begegnen uns Gräser nahezu überall: auf Feldern, an Waldrändern, in Parks, auf Bergwiesen und sogar zwischen Pflastersteinen in Städten. Bekannte Arten sind beispielsweise das Wiesenschwingelgras, das Rispengras oder das Schilf.
Gräser unterscheiden sich in Wuchshöhe, Blattstruktur und Lebensraum. Manche Arten bleiben nur wenige Zentimeter hoch, andere – wie Bambus – können mehrere Meter erreichen. Einige bevorzugen trockene Standorte, andere wachsen besonders gut in feuchten Gebieten oder an Gewässern.
Aufbau und Besonderheiten
Typisch für Gräser sind ihre schmalen, länglichen Blätter und die oft hohlen Halme. Ihre Blüten wirken unscheinbar, da sie meist vom Wind bestäubt werden und keine großen Blütenblätter benötigen, um Insekten anzulocken.
Ein bemerkenswertes Merkmal vieler Gräser ist ihre Widerstandsfähigkeit. Sie können nach dem Mähen oder nach Verbiss durch Tiere erneut austreiben. Dadurch eignen sie sich hervorragend als Futterpflanzen und als natürliche Bodenbedeckung.
Bedeutung für die Natur
Gräser sind ein wichtiger Bestandteil vieler Ökosysteme. Sie bieten Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Insekten nutzen sie als Versteck oder Eiablageplatz, während Vögel ihre Halme für den Nestbau verwenden. Viele kleine Säugetiere finden zwischen hohen Gräsern Schutz vor Fressfeinden.
Auch für den Boden sind Gräser von großer Bedeutung. Ihre Wurzeln stabilisieren die Erde und helfen dabei, Erosion zu verhindern. Besonders an Hängen oder in Flussnähe schützen sie den Boden vor dem Abtragen durch Wind und Wasser.
Darüber hinaus tragen Grasflächen zur Verbesserung des Klimas bei. Sie speichern Kohlendioxid, produzieren Sauerstoff und können die Umgebungstemperatur positiv beeinflussen. Große Wiesenflächen wirken zudem wie natürliche Wasserspeicher.
Gräser in der Landwirtschaft
Viele der wichtigsten Nutzpflanzen des Menschen gehören botanisch zu den Gräsern. Dazu zählen Getreidearten wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer oder Mais. Seit Jahrtausenden bilden sie die Grundlage der menschlichen Ernährung.
Auch als Tierfutter sind Gräser unverzichtbar. Wiesen und Weiden liefern Nahrung für Kühe, Schafe und andere Nutztiere. Eine nachhaltige Bewirtschaftung von Grünland trägt dazu bei, artenreiche Lebensräume zu erhalten.
Gräser im Garten und in der Landschaftsgestaltung
In modernen Gärten gewinnen Ziergräser zunehmend an Bedeutung. Sie bringen Struktur, Bewegung und natürliche Eleganz in Beete und Grünanlagen. Besonders im Wind entfalten viele Arten eine ruhige und harmonische Wirkung.
Beliebte Ziergräser sind unter anderem Lampenputzergras, Chinaschilf oder Federgras. Sie benötigen oft nur wenig Pflege und bieten auch im Winter einen dekorativen Anblick.
Schutz von Wiesen und Graslandschaften
Viele natürliche Wiesenflächen sind heute bedroht. Intensive Landwirtschaft, Bebauung und häufiges Mähen führen dazu, dass zahlreiche Pflanzen- und Tierarten ihren Lebensraum verlieren. Besonders artenreiche Blumenwiesen sind in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen.
Naturschutzprojekte setzen sich deshalb für den Erhalt und die Wiederherstellung von Graslandschaften ein. Dazu gehören eine schonende Mahd, der Verzicht auf chemische Dünger sowie die Förderung heimischer Pflanzenarten. Jeder Mensch kann einen Beitrag leisten – etwa durch naturnahe Gartengestaltung oder das Anlegen kleiner Blüh- und Wiesenflächen.
Fazit
Gräser sind weit mehr als nur „grüne Flächen“. Sie sind Lebensraum, Nahrung, Klimaschützer und ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaften. Ohne Gräser wären viele Ökosysteme nicht überlebensfähig. Ihre Vielfalt und ihre ökologische Bedeutung verdienen daher mehr Aufmerksamkeit und Schutz.
Hinweis:
Zu diesem Thema haben wir eine informative Diashow entwickelt, die wir hier auf unserer Naturschutz-Internetseite vorstellen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Typisch für Gräser sind ihre schmalen, länglichen Blätter und die oft hohlen Halme. Ihre Blüten wirken unscheinbar, da sie meist vom Wind bestäubt werden und keine großen Blütenblätter benötigen, um Insekten anzulocken.
Ein bemerkenswertes Merkmal vieler Gräser ist ihre Widerstandsfähigkeit. Sie können nach dem Mähen oder nach Verbiss durch Tiere erneut austreiben. Dadurch eignen sie sich hervorragend als Futterpflanzen und als natürliche Bodenbedeckung.
Bedeutung für die Natur
Gräser sind ein wichtiger Bestandteil vieler Ökosysteme. Sie bieten Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Insekten nutzen sie als Versteck oder Eiablageplatz, während Vögel ihre Halme für den Nestbau verwenden. Viele kleine Säugetiere finden zwischen hohen Gräsern Schutz vor Fressfeinden.
Auch für den Boden sind Gräser von großer Bedeutung. Ihre Wurzeln stabilisieren die Erde und helfen dabei, Erosion zu verhindern. Besonders an Hängen oder in Flussnähe schützen sie den Boden vor dem Abtragen durch Wind und Wasser.
Darüber hinaus tragen Grasflächen zur Verbesserung des Klimas bei. Sie speichern Kohlendioxid, produzieren Sauerstoff und können die Umgebungstemperatur positiv beeinflussen. Große Wiesenflächen wirken zudem wie natürliche Wasserspeicher.
Gräser in der Landwirtschaft
Viele der wichtigsten Nutzpflanzen des Menschen gehören botanisch zu den Gräsern. Dazu zählen Getreidearten wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer oder Mais. Seit Jahrtausenden bilden sie die Grundlage der menschlichen Ernährung.
Auch als Tierfutter sind Gräser unverzichtbar. Wiesen und Weiden liefern Nahrung für Kühe, Schafe und andere Nutztiere. Eine nachhaltige Bewirtschaftung von Grünland trägt dazu bei, artenreiche Lebensräume zu erhalten.
Gräser im Garten und in der Landschaftsgestaltung
In modernen Gärten gewinnen Ziergräser zunehmend an Bedeutung. Sie bringen Struktur, Bewegung und natürliche Eleganz in Beete und Grünanlagen. Besonders im Wind entfalten viele Arten eine ruhige und harmonische Wirkung.
Beliebte Ziergräser sind unter anderem Lampenputzergras, Chinaschilf oder Federgras. Sie benötigen oft nur wenig Pflege und bieten auch im Winter einen dekorativen Anblick.
Schutz von Wiesen und Graslandschaften
Viele natürliche Wiesenflächen sind heute bedroht. Intensive Landwirtschaft, Bebauung und häufiges Mähen führen dazu, dass zahlreiche Pflanzen- und Tierarten ihren Lebensraum verlieren. Besonders artenreiche Blumenwiesen sind in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen.
Naturschutzprojekte setzen sich deshalb für den Erhalt und die Wiederherstellung von Graslandschaften ein. Dazu gehören eine schonende Mahd, der Verzicht auf chemische Dünger sowie die Förderung heimischer Pflanzenarten. Jeder Mensch kann einen Beitrag leisten – etwa durch naturnahe Gartengestaltung oder das Anlegen kleiner Blüh- und Wiesenflächen.
Fazit
Gräser sind weit mehr als nur „grüne Flächen“. Sie sind Lebensraum, Nahrung, Klimaschützer und ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaften. Ohne Gräser wären viele Ökosysteme nicht überlebensfähig. Ihre Vielfalt und ihre ökologische Bedeutung verdienen daher mehr Aufmerksamkeit und Schutz.
Hinweis:
Zu diesem Thema haben wir eine informative Diashow entwickelt, die wir hier auf unserer Naturschutz-Internetseite vorstellen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Polar- oder Eisfuchs (Vulpes lagopus)
Der Polarfuchs – Überlebenskünstler der arktischen Kälte
30/31.05.2026
Der Himmel über der arktischen Tundra war von blassem Licht erfüllt. Eisiger Wind zog über die weiten Schneeflächen, während feine Schneekristalle durch die Luft tanzten. Zwischen kleinen Hügeln und gefrorenen Ebenen bewegte sich lautlos ein Polarfuchs. Mit vorsichtigen Schritten folgte er den Spuren eines Lemmings unter der Schneedecke. Seine Ohren zuckten aufmerksam, dann sprang er plötzlich mit einem eleganten Satz in den Schnee. Für einen Moment verschwand er vollständig in der weißen Landschaft.
Als der Fuchs wieder auftauchte, hielt er seine Beute im Maul. Kurz blickte er zum Horizont, wo sich dunkle Wolken über dem Eis zusammenzogen. Die Winter in der Arktis wurden unberechenbarer. Schneedecken schmolzen früher, Stürme wurden heftiger und die eisigen Ebenen veränderten sich Jahr für Jahr.
Der kleine Fuchs wirkte perfekt an diese Welt angepasst. Doch selbst in den entlegensten Regionen der Erde hinterlässt der Klimawandel deutliche Spuren.
30/31.05.2026
- Kurzgeschichte: Spuren im Schnee
Der Himmel über der arktischen Tundra war von blassem Licht erfüllt. Eisiger Wind zog über die weiten Schneeflächen, während feine Schneekristalle durch die Luft tanzten. Zwischen kleinen Hügeln und gefrorenen Ebenen bewegte sich lautlos ein Polarfuchs. Mit vorsichtigen Schritten folgte er den Spuren eines Lemmings unter der Schneedecke. Seine Ohren zuckten aufmerksam, dann sprang er plötzlich mit einem eleganten Satz in den Schnee. Für einen Moment verschwand er vollständig in der weißen Landschaft.
Als der Fuchs wieder auftauchte, hielt er seine Beute im Maul. Kurz blickte er zum Horizont, wo sich dunkle Wolken über dem Eis zusammenzogen. Die Winter in der Arktis wurden unberechenbarer. Schneedecken schmolzen früher, Stürme wurden heftiger und die eisigen Ebenen veränderten sich Jahr für Jahr.
Der kleine Fuchs wirkte perfekt an diese Welt angepasst. Doch selbst in den entlegensten Regionen der Erde hinterlässt der Klimawandel deutliche Spuren.
Artbeschreibung des Polar- oder Eisfuchses (Vulpes lagopus)
Der Polarfuchs, auch Schneefuchs oder Eisfuchs genannt, trägt den wissenschaftlichen Namen Vulpes lagopus und gehört zur Familie der Hunde. Er zählt zu den am besten an extreme Kälte angepassten Säugetieren der Erde. Sein Verbreitungsgebiet umfasst die arktischen Regionen Europas, Asiens und Nordamerikas. Besonders häufig lebt er in Tundren, Küstengebieten und eisnahen Landschaften der Arktis.
Typisch für den Polarfuchs ist sein dichtes Fell, das im Winter meist reinweiß erscheint und ihm eine hervorragende Tarnung im Schnee bietet. Im Sommer verändert sich die Fellfarbe vieler Tiere zu Grau- oder Brauntönen, wodurch sie sich besser an die schneefreie Landschaft anpassen können.
Der kompakte Körperbau mit kurzen Beinen, kleinen Ohren und einer dichten Unterwolle hilft dabei, Wärmeverluste zu minimieren. Selbst Temperaturen weit unter minus 40 Grad Celsius können Polarfüchse überstehen.
Der buschige Schwanz dient nicht nur als Balancehilfe, sondern auch als Schutz vor der Kälte. Ruhende Tiere legen ihn oft über die Schnauze, um sich zusätzlich zu wärmen.
Aufnahme von Johannes Rother
Der Polarfuchs, auch Schneefuchs oder Eisfuchs genannt, trägt den wissenschaftlichen Namen Vulpes lagopus und gehört zur Familie der Hunde. Er zählt zu den am besten an extreme Kälte angepassten Säugetieren der Erde. Sein Verbreitungsgebiet umfasst die arktischen Regionen Europas, Asiens und Nordamerikas. Besonders häufig lebt er in Tundren, Küstengebieten und eisnahen Landschaften der Arktis.
Typisch für den Polarfuchs ist sein dichtes Fell, das im Winter meist reinweiß erscheint und ihm eine hervorragende Tarnung im Schnee bietet. Im Sommer verändert sich die Fellfarbe vieler Tiere zu Grau- oder Brauntönen, wodurch sie sich besser an die schneefreie Landschaft anpassen können.
Der kompakte Körperbau mit kurzen Beinen, kleinen Ohren und einer dichten Unterwolle hilft dabei, Wärmeverluste zu minimieren. Selbst Temperaturen weit unter minus 40 Grad Celsius können Polarfüchse überstehen.
Der buschige Schwanz dient nicht nur als Balancehilfe, sondern auch als Schutz vor der Kälte. Ruhende Tiere legen ihn oft über die Schnauze, um sich zusätzlich zu wärmen.
Aufnahme von Johannes Rother
Artenschutz in Franken®
Schneeziege (Oreamnos americanus)
Die Schneeziege – Wächterin der eisigen Höhen
29/30.05.2026
Der Morgen begann mit einem leisen Knirschen unter den Schuhen der jungen Wildhüterin Mara. Hoch über der Baumgrenze lag noch Schnee auf den schroffen Felsen der nordamerikanischen Gebirge. Der Wind zog kalt durch die Grate, während die ersten Sonnenstrahlen die Gipfel in goldenes Licht tauchten.
Mara blieb plötzlich stehen. Auf einem schmalen Felsvorsprung, scheinbar mühelos zwischen Himmel und Abgrund balancierend, stand eine Schneeziege. Ihr weißes Fell leuchtete gegen den dunklen Stein, als wäre sie selbst ein Teil des winterlichen Gebirges. Für einen Augenblick wirkte alles vollkommen still.
Die Ziege blickte hinab ins Tal, wo sich die Landschaft langsam veränderte. Gletscher schmolzen, Hänge wurden instabiler, und dort, wo früher lange Schneefelder lagen, breitete sich neues Buschwerk aus. Mara wusste: Dieses Tier gehörte zu den großen Überlebenskünstlern der Berge. Doch selbst die widerstandsfähigste Art kann ihre Heimat verlieren.
Die Begegnung blieb ihr lange im Gedächtnis – als Erinnerung daran, wie eng das Leben der Schneeziege mit einer intakten Bergwelt verbunden ist.
29/30.05.2026
- Kurzgeschichte: Der stille Grat
Der Morgen begann mit einem leisen Knirschen unter den Schuhen der jungen Wildhüterin Mara. Hoch über der Baumgrenze lag noch Schnee auf den schroffen Felsen der nordamerikanischen Gebirge. Der Wind zog kalt durch die Grate, während die ersten Sonnenstrahlen die Gipfel in goldenes Licht tauchten.
Mara blieb plötzlich stehen. Auf einem schmalen Felsvorsprung, scheinbar mühelos zwischen Himmel und Abgrund balancierend, stand eine Schneeziege. Ihr weißes Fell leuchtete gegen den dunklen Stein, als wäre sie selbst ein Teil des winterlichen Gebirges. Für einen Augenblick wirkte alles vollkommen still.
Die Ziege blickte hinab ins Tal, wo sich die Landschaft langsam veränderte. Gletscher schmolzen, Hänge wurden instabiler, und dort, wo früher lange Schneefelder lagen, breitete sich neues Buschwerk aus. Mara wusste: Dieses Tier gehörte zu den großen Überlebenskünstlern der Berge. Doch selbst die widerstandsfähigste Art kann ihre Heimat verlieren.
Die Begegnung blieb ihr lange im Gedächtnis – als Erinnerung daran, wie eng das Leben der Schneeziege mit einer intakten Bergwelt verbunden ist.
Artbeschreibung der Schneeziege (Oreamnos americanus)
Die Schneeziege (Oreamnos americanus) ist ein außergewöhnlich gut an das Hochgebirge angepasstes Säugetier Nordamerikas. Trotz ihres Namens gehört sie zoologisch nicht zu den echten Ziegen, sondern bildet innerhalb der Hornträger eine eigene Entwicklungslinie.
Sie lebt vor allem in den Gebirgsregionen Alaskas, Kanadas sowie im Nordwesten der Vereinigten Staaten. Ihr bevorzugter Lebensraum sind steile, felsige Hochlagen oberhalb der Waldgrenze, in denen nur wenige andere große Pflanzenfresser dauerhaft überleben können. Charakteristisch ist ihr dichtes, weißes Fell, das aus einer warmen Unterwolle und langen Deckhaaren besteht. Diese Kombination schützt die Tiere selbst bei extremen Temperaturen und starkem Wind. Erwachsene Tiere erreichen eine Schulterhöhe von etwa einem Meter und können über 100 Kilogramm wiegen.
Sowohl männliche als auch weibliche Tiere tragen schwarze, leicht gebogene Hörner. Besonders beeindruckend ist ihre Trittsicherheit: Die Hufe besitzen harte Außenkanten und weiche Innenpolster, wodurch die Tiere selbst auf schmalsten Felssimsen sicheren Halt finden. Schneeziegen ernähren sich überwiegend von Gräsern, Kräutern, Flechten und Moosen.
Im Sommer ziehen sie in höhere Regionen, während sie im Winter oft windgepeitschte Hänge aufsuchen, an denen weniger Schnee liegt.
Aufnahme von Klaus Sanwald
Die Schneeziege (Oreamnos americanus) ist ein außergewöhnlich gut an das Hochgebirge angepasstes Säugetier Nordamerikas. Trotz ihres Namens gehört sie zoologisch nicht zu den echten Ziegen, sondern bildet innerhalb der Hornträger eine eigene Entwicklungslinie.
Sie lebt vor allem in den Gebirgsregionen Alaskas, Kanadas sowie im Nordwesten der Vereinigten Staaten. Ihr bevorzugter Lebensraum sind steile, felsige Hochlagen oberhalb der Waldgrenze, in denen nur wenige andere große Pflanzenfresser dauerhaft überleben können. Charakteristisch ist ihr dichtes, weißes Fell, das aus einer warmen Unterwolle und langen Deckhaaren besteht. Diese Kombination schützt die Tiere selbst bei extremen Temperaturen und starkem Wind. Erwachsene Tiere erreichen eine Schulterhöhe von etwa einem Meter und können über 100 Kilogramm wiegen.
Sowohl männliche als auch weibliche Tiere tragen schwarze, leicht gebogene Hörner. Besonders beeindruckend ist ihre Trittsicherheit: Die Hufe besitzen harte Außenkanten und weiche Innenpolster, wodurch die Tiere selbst auf schmalsten Felssimsen sicheren Halt finden. Schneeziegen ernähren sich überwiegend von Gräsern, Kräutern, Flechten und Moosen.
Im Sommer ziehen sie in höhere Regionen, während sie im Winter oft windgepeitschte Hänge aufsuchen, an denen weniger Schnee liegt.
Aufnahme von Klaus Sanwald
Artenschutz in Franken®
Baumwanzenfliege ( Gymnosoma nudifrons )
Die Baumwanzenfliege ( Gymnosoma nudifrons )
29/30.05.2026
Die Sonne wärmt die letzten Blüten eines wilden Wegesaums, während über den trockenen Wiesen ein leises Summen liegt. Schmetterlinge ziehen zwischen Disteln und Doldenblüten hindurch, Wildbienen sammeln Pollen, und auf einem Blatt sitzt regungslos eine grüne Baumwanze. Kaum sichtbar nähert sich aus der Luft eine kleine Fliege mit rundlichem Körper und orangefarbener Zeichnung. Für einen kurzen Augenblick landet sie auf der Pflanze, fast unscheinbar im Licht des Nachmittags. Doch hinter ihrem friedlichen Erscheinungsbild verbirgt sich eine hoch spezialisierte Jägerin: die Baumwanzenfliege.
Die Baumwanzenfliege gehört zu den weniger bekannten Insektenarten unserer Kulturlandschaften. Gerade ihre versteckte Lebensweise macht sie für viele Menschen nahezu unsichtbar – und dennoch spielt sie eine wichtige Rolle im ökologischen Gleichgewicht naturnaher Lebensräume.
29/30.05.2026
- Ein stiller Jäger im Spätsommer
Die Sonne wärmt die letzten Blüten eines wilden Wegesaums, während über den trockenen Wiesen ein leises Summen liegt. Schmetterlinge ziehen zwischen Disteln und Doldenblüten hindurch, Wildbienen sammeln Pollen, und auf einem Blatt sitzt regungslos eine grüne Baumwanze. Kaum sichtbar nähert sich aus der Luft eine kleine Fliege mit rundlichem Körper und orangefarbener Zeichnung. Für einen kurzen Augenblick landet sie auf der Pflanze, fast unscheinbar im Licht des Nachmittags. Doch hinter ihrem friedlichen Erscheinungsbild verbirgt sich eine hoch spezialisierte Jägerin: die Baumwanzenfliege.
Die Baumwanzenfliege gehört zu den weniger bekannten Insektenarten unserer Kulturlandschaften. Gerade ihre versteckte Lebensweise macht sie für viele Menschen nahezu unsichtbar – und dennoch spielt sie eine wichtige Rolle im ökologischen Gleichgewicht naturnaher Lebensräume.
Die Baumwanzenfliege – Spezialistin unter den Raupenfliegen
Die Baumwanzenfliege gehört zur Familie der Raupenfliegen. Charakteristisch für die Art ist ihr rundlicher Hinterleib mit orange- bis rotbrauner Färbung und dunklen Zeichnungen. Die Fliege erreicht meist nur wenige Millimeter Körpergröße, fällt aber durch ihre auffällige Körperform auf.
Wie viele Raupenfliegen ist auch die Baumwanzenfliege ein Parasitoid. Das bedeutet, dass ihre Larven sich in anderen Insekten entwickeln. Besonders häufig nutzt sie verschiedene Baumwanzenarten als Wirte.
Die weiblichen Fliegen legen ihre Eier an oder nahe bei den Wanzen ab. Nach dem Schlüpfen dringen die Larven in den Wirt ein und entwickeln sich dort weiter.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Die Baumwanzenfliege gehört zur Familie der Raupenfliegen. Charakteristisch für die Art ist ihr rundlicher Hinterleib mit orange- bis rotbrauner Färbung und dunklen Zeichnungen. Die Fliege erreicht meist nur wenige Millimeter Körpergröße, fällt aber durch ihre auffällige Körperform auf.
Wie viele Raupenfliegen ist auch die Baumwanzenfliege ein Parasitoid. Das bedeutet, dass ihre Larven sich in anderen Insekten entwickeln. Besonders häufig nutzt sie verschiedene Baumwanzenarten als Wirte.
Die weiblichen Fliegen legen ihre Eier an oder nahe bei den Wanzen ab. Nach dem Schlüpfen dringen die Larven in den Wirt ein und entwickeln sich dort weiter.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Artenschutz in Franken®
Ameisenfliege
Die Ameisenfliege
29/30.05.2026
An einem heißen Sommertag flimmert die Luft über einem trockenen Wegesrand. Zwischen kleinen Steinen, offenen Sandflächen und niedrigen Pflanzen herrscht reges Leben – auch wenn es auf den ersten Blick verborgen bleibt. Ameisen ziehen in langen Reihen über den Boden, verschwinden unter Moospolstern und tauchen wenig später wieder auf. Dazwischen huscht ein kleines Insekt mit erstaunlicher Geschwindigkeit über den warmen Untergrund. Für einen kurzen Moment wirkt es selbst wie eine Ameise, bevor es auffliegt und im Sonnenlicht verschwindet: eine Ameisenfliege.
Die Ameisenfliege gehört zu jenen unscheinbaren Insektenarten, die oft übersehen werden. Doch gerade ihre enge Verbindung zu naturnahen Lebensräumen macht sie zu einem wichtigen Bestandteil artenreicher Offenlandschaften.
29/30.05.2026
- Zwischen Sandkörnern und Sonnenlicht
An einem heißen Sommertag flimmert die Luft über einem trockenen Wegesrand. Zwischen kleinen Steinen, offenen Sandflächen und niedrigen Pflanzen herrscht reges Leben – auch wenn es auf den ersten Blick verborgen bleibt. Ameisen ziehen in langen Reihen über den Boden, verschwinden unter Moospolstern und tauchen wenig später wieder auf. Dazwischen huscht ein kleines Insekt mit erstaunlicher Geschwindigkeit über den warmen Untergrund. Für einen kurzen Moment wirkt es selbst wie eine Ameise, bevor es auffliegt und im Sonnenlicht verschwindet: eine Ameisenfliege.
Die Ameisenfliege gehört zu jenen unscheinbaren Insektenarten, die oft übersehen werden. Doch gerade ihre enge Verbindung zu naturnahen Lebensräumen macht sie zu einem wichtigen Bestandteil artenreicher Offenlandschaften.
Die Ameisenfliege – raffinierte Anpassung im Kleinen
Die Ameisenfliege gehört zur Familie der Schwebfliegen. Viele Arten dieser Gruppe zeichnen sich durch auffällige Flugkünste und eine erstaunliche Anpassungsfähigkeit aus. Die Ameisenfliege besitzt jedoch eine Besonderheit: Ihre Larven leben eng mit Ameisen zusammen und entwickeln sich in deren Nestern.
Die erwachsenen Tiere erreichen meist nur wenige Millimeter Körperlänge. Ihr Körperbau wirkt kompakt, die Färbung reicht von dunklen Braun- bis Schwarztönen. Einige Arten erinnern im Verhalten oder Aussehen tatsächlich an Ameisen, wodurch sie in ihrer Umgebung kaum auffallen.
Die Larven der Ameisenfliege verbringen einen großen Teil ihres Lebens verborgen im Ameisenbau. Dort ernähren sie sich von organischem Material oder von Ameisenbrut – abhängig von der jeweiligen Art.
Diese enge Bindung macht die Ameisenfliege stark abhängig von stabilen Ameisenpopulationen und intakten Lebensräumen.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Die Ameisenfliege gehört zur Familie der Schwebfliegen. Viele Arten dieser Gruppe zeichnen sich durch auffällige Flugkünste und eine erstaunliche Anpassungsfähigkeit aus. Die Ameisenfliege besitzt jedoch eine Besonderheit: Ihre Larven leben eng mit Ameisen zusammen und entwickeln sich in deren Nestern.
Die erwachsenen Tiere erreichen meist nur wenige Millimeter Körperlänge. Ihr Körperbau wirkt kompakt, die Färbung reicht von dunklen Braun- bis Schwarztönen. Einige Arten erinnern im Verhalten oder Aussehen tatsächlich an Ameisen, wodurch sie in ihrer Umgebung kaum auffallen.
Die Larven der Ameisenfliege verbringen einen großen Teil ihres Lebens verborgen im Ameisenbau. Dort ernähren sie sich von organischem Material oder von Ameisenbrut – abhängig von der jeweiligen Art.
Diese enge Bindung macht die Ameisenfliege stark abhängig von stabilen Ameisenpopulationen und intakten Lebensräumen.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Artenschutz in Franken®
Zweipunkt-Dornschrecke (Tetrix bipunctata)
Die Zweipunkt-Dornschrecke (Tetrix bipunctata)
28/29.05.2026
Die Sonne stand schon tief über der trockenen Heidefläche, als ein leiser Wind durch die Gräser strich. Zwischen kleinen Sandflächen, Moospolstern und verstreuten Steinen schien zunächst alles still zu sein. Erst beim genaueren Hinsehen fiel eine winzige Bewegung auf: Mit einem schnellen Sprung verschwand eine kleine Dornschrecke zwischen den Halmen. Sekunden später saß sie regungslos auf dem Boden und war beinahe unsichtbar geworden.
Die Zweipunkt-Dornschrecke lebt verborgen und unauffällig. Viele Menschen gehen an ihr vorbei, ohne sie jemals zu bemerken. Dabei gehört sie zu den faszinierenden Spezialisten unserer offenen Naturlandschaften – und zugleich zu den Arten, deren Zukunft eng mit dem Zustand unserer Umwelt verbunden ist.
28/29.05.2026
- Ein Sprung im Abendlicht
Die Sonne stand schon tief über der trockenen Heidefläche, als ein leiser Wind durch die Gräser strich. Zwischen kleinen Sandflächen, Moospolstern und verstreuten Steinen schien zunächst alles still zu sein. Erst beim genaueren Hinsehen fiel eine winzige Bewegung auf: Mit einem schnellen Sprung verschwand eine kleine Dornschrecke zwischen den Halmen. Sekunden später saß sie regungslos auf dem Boden und war beinahe unsichtbar geworden.
Die Zweipunkt-Dornschrecke lebt verborgen und unauffällig. Viele Menschen gehen an ihr vorbei, ohne sie jemals zu bemerken. Dabei gehört sie zu den faszinierenden Spezialisten unserer offenen Naturlandschaften – und zugleich zu den Arten, deren Zukunft eng mit dem Zustand unserer Umwelt verbunden ist.
Die Zweipunkt-Dornschrecke – klein, aber bemerkenswert
Die Zweipunkt-Dornschrecke gehört zur Familie der Dornschrecken innerhalb der Heuschrecken. Mit einer Körpergröße von meist nur 8 bis 13 Millimetern zählt sie zu den kleineren heimischen Arten. Ihr auffälligstes Merkmal ist das verlängerte Halsschild, das wie ein kleiner Dorn über den Hinterkörper hinausragt.
Die Färbung variiert zwischen Grau-, Braun- und Erdtönen. Dadurch ist die Art hervorragend an ihre Umgebung angepasst. Auf sandigen oder steinigen Böden wirkt sie oft wie ein Teil des Untergrundes.
Die namensgebenden zwei dunklen Punkte auf dem Halsschild sind nicht immer deutlich sichtbar, gelten aber als typisches Kennzeichen.
Aufnahme von Albert Meier
Die Zweipunkt-Dornschrecke gehört zur Familie der Dornschrecken innerhalb der Heuschrecken. Mit einer Körpergröße von meist nur 8 bis 13 Millimetern zählt sie zu den kleineren heimischen Arten. Ihr auffälligstes Merkmal ist das verlängerte Halsschild, das wie ein kleiner Dorn über den Hinterkörper hinausragt.
Die Färbung variiert zwischen Grau-, Braun- und Erdtönen. Dadurch ist die Art hervorragend an ihre Umgebung angepasst. Auf sandigen oder steinigen Böden wirkt sie oft wie ein Teil des Untergrundes.
Die namensgebenden zwei dunklen Punkte auf dem Halsschild sind nicht immer deutlich sichtbar, gelten aber als typisches Kennzeichen.
Aufnahme von Albert Meier
Artenschutz in Franken®
Pflanzenläuse – Unterschätzte Schlüsseltiere im Ökosystem
Pflanzenläuse – Unterschätzte Schlüsseltiere im Ökosystem
28/29.05.2026
Erst wirken sie wie unbewegliche Punkte, doch bei genauerem Hinsehen erkennt sie ein geschäftiges Treiben: Kleine grüne Pflanzenläuse saugen an den Blattadern, Ameisen laufen zwischen ihnen hin und her, und über dem Blatt schwebt eine Schwebfliege auf der Suche nach einem Platz zur Eiablage. Was auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, entpuppt sich als Teil eines hochkomplexen Lebensraums – ein verborgenes Netzwerk aus Pflanzen, Insekten und ihren natürlichen Gegenspielern.
28/29.05.2026
- An einem warmen Frühlingsmorgen sitzt eine junge Naturbeobachterin am Rand einer blühenden Wiese. Zwischen Gräsern, Wildkräutern und summenden Insekten entdeckt sie auf einem Brennnesselblatt eine kleine Gruppe winziger Tiere.
Erst wirken sie wie unbewegliche Punkte, doch bei genauerem Hinsehen erkennt sie ein geschäftiges Treiben: Kleine grüne Pflanzenläuse saugen an den Blattadern, Ameisen laufen zwischen ihnen hin und her, und über dem Blatt schwebt eine Schwebfliege auf der Suche nach einem Platz zur Eiablage. Was auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, entpuppt sich als Teil eines hochkomplexen Lebensraums – ein verborgenes Netzwerk aus Pflanzen, Insekten und ihren natürlichen Gegenspielern.
Die Pflanzenläuse gehören zur Unterordnung der Sternorrhyncha innerhalb der Schnabelkerfe. Zu ihnen zählen unter anderem Blattläuse, Schildläuse, Weiße Fliegen und Psylliden. Viele Arten sind nur wenige Millimeter groß und ernähren sich vom Pflanzensaft verschiedener Wild- und Kulturpflanzen. Mit ihren spezialisierten Mundwerkzeugen stechen sie Pflanzengewebe an und entziehen den Leitbahnen zuckerreiche Nahrung.
Weltweit existieren tausende Arten, die sich häufig auf bestimmte Pflanzen spezialisiert haben. Manche leben auf Bäumen, andere auf Gräsern oder krautigen Pflanzen. Viele Pflanzenläuse vermehren sich in günstigen Jahreszeiten außergewöhnlich schnell. Einige Arten können sich sogar ohne Befruchtung fortpflanzen, wodurch innerhalb kurzer Zeit große Populationen entstehen.
Typisch für viele Pflanzenläuse ist die enge Verbindung zu anderen Organismen. Ameisen „melken“ Blattläuse regelrecht, da diese den süßen Honigtau ausscheiden. Im Gegenzug schützen die Ameisen ihre „Herden“ vor Feinden. Gleichzeitig bilden Pflanzenläuse eine wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Tierarten.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Weltweit existieren tausende Arten, die sich häufig auf bestimmte Pflanzen spezialisiert haben. Manche leben auf Bäumen, andere auf Gräsern oder krautigen Pflanzen. Viele Pflanzenläuse vermehren sich in günstigen Jahreszeiten außergewöhnlich schnell. Einige Arten können sich sogar ohne Befruchtung fortpflanzen, wodurch innerhalb kurzer Zeit große Populationen entstehen.
Typisch für viele Pflanzenläuse ist die enge Verbindung zu anderen Organismen. Ameisen „melken“ Blattläuse regelrecht, da diese den süßen Honigtau ausscheiden. Im Gegenzug schützen die Ameisen ihre „Herden“ vor Feinden. Gleichzeitig bilden Pflanzenläuse eine wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Tierarten.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Zwischen Wildnis und Stahl – Wenn Bahnstrecken zur tödlichen Falle werden
Tod an den Gleisen – Die unsichtbare Gefahr für Wildtiere
28/29.05.2026
Rehe gehören zu den häufigsten Opfern entlang der Gleise. Auf ihren natürlichen Wanderwegen geraten sie immer wieder in den Bereich herannahender Züge. Oft geschieht dies in der Dämmerung oder nachts, wenn Tiere besonders aktiv sind. Die Geschwindigkeit moderner Züge lässt ihnen kaum eine Chance zur Flucht. Was innerhalb weniger Sekunden passiert, hinterlässt drastische Spuren.
Die in dieser Dokumentation gezeigten Aufnahmen machen die Realität sichtbar: zerrissene Rehkörper im Schotterbett, durchtrennte Gliedmaßen und abgerissene Köpfe entlang der Strecke. Die Gewalt eines Aufpralls mit mehreren hundert Tonnen Stahl ist enorm. Viele Tiere sterben sofort, andere werden meterweit mitgerissen oder schwer verstümmelt zurückgelassen.
28/29.05.2026
- Sie verlaufen durch Wälder, über Felder und entlang alter Wildwechsel: Bahnstrecken schneiden die Landschaft in geraden Linien – schnell, laut und unaufhaltsam. Für den Menschen stehen sie für Mobilität und Fortschritt. Für viele Wildtiere bedeuten sie jedoch Gefahr, Verletzung und Tod.
Rehe gehören zu den häufigsten Opfern entlang der Gleise. Auf ihren natürlichen Wanderwegen geraten sie immer wieder in den Bereich herannahender Züge. Oft geschieht dies in der Dämmerung oder nachts, wenn Tiere besonders aktiv sind. Die Geschwindigkeit moderner Züge lässt ihnen kaum eine Chance zur Flucht. Was innerhalb weniger Sekunden passiert, hinterlässt drastische Spuren.
Die in dieser Dokumentation gezeigten Aufnahmen machen die Realität sichtbar: zerrissene Rehkörper im Schotterbett, durchtrennte Gliedmaßen und abgerissene Köpfe entlang der Strecke. Die Gewalt eines Aufpralls mit mehreren hundert Tonnen Stahl ist enorm. Viele Tiere sterben sofort, andere werden meterweit mitgerissen oder schwer verstümmelt zurückgelassen.
Diese Bilder sind schwer anzusehen. Dennoch zeigen sie eine Wirklichkeit, die meist verborgen bleibt. Während Züge ihre Fahrt fortsetzen, bleiben die Spuren der Kollisionen oft unbeachtet am Rand der Gleise zurück. Für die Tierwelt sind Bahntrassen jedoch keine abstrakte Infrastruktur, sondern Hindernisse mitten im Lebensraum.
Besonders problematisch ist, dass viele Bahnlinien genau dort verlaufen, wo Tiere seit Jahrzehnten oder Jahrhunderten ihre Wege nutzen. Wälder werden voneinander getrennt, natürliche Wanderkorridore durchschnitten. Tiere folgen weiterhin ihrem Instinkt – ohne die Gefahr der Schienen einschätzen zu können. Gerät ein Reh zwischen Gleise, Böschungen oder Zäune, endet die Flucht oft tödlich.
Die gezeigten Szenen dienen nicht der Sensation. Sie sollen dokumentieren, welche Folgen der Bahnverkehr für Wildtiere haben kann und wie brutal diese Kollisionen tatsächlich sind. Gleichzeitig werfen sie Fragen nach möglichen Schutzmaßnahmen auf: sichere Wildquerungen, bessere Absperrungen oder technische Warnsysteme könnten helfen, die Zahl solcher Unfälle zu verringern.
Hinter jedem Kadaver am Gleis steht ein Lebewesen, das Teil eines empfindlichen Ökosystems war. Die Bilder erinnern daran, dass sich die Auswirkungen moderner Infrastruktur nicht nur in Zahlen oder Statistiken zeigen, sondern direkt in der Natur sichtbar werden.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Besonders problematisch ist, dass viele Bahnlinien genau dort verlaufen, wo Tiere seit Jahrzehnten oder Jahrhunderten ihre Wege nutzen. Wälder werden voneinander getrennt, natürliche Wanderkorridore durchschnitten. Tiere folgen weiterhin ihrem Instinkt – ohne die Gefahr der Schienen einschätzen zu können. Gerät ein Reh zwischen Gleise, Böschungen oder Zäune, endet die Flucht oft tödlich.
Die gezeigten Szenen dienen nicht der Sensation. Sie sollen dokumentieren, welche Folgen der Bahnverkehr für Wildtiere haben kann und wie brutal diese Kollisionen tatsächlich sind. Gleichzeitig werfen sie Fragen nach möglichen Schutzmaßnahmen auf: sichere Wildquerungen, bessere Absperrungen oder technische Warnsysteme könnten helfen, die Zahl solcher Unfälle zu verringern.
Hinter jedem Kadaver am Gleis steht ein Lebewesen, das Teil eines empfindlichen Ökosystems war. Die Bilder erinnern daran, dass sich die Auswirkungen moderner Infrastruktur nicht nur in Zahlen oder Statistiken zeigen, sondern direkt in der Natur sichtbar werden.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Erzfarbener Erlenblattkäfer (Plagiosterna aenea)
Der Erzfarbene Erlenblattkäfer (Plagiosterna aenea)
27/28.05.2026
An einem stillen Frühlingsmorgen führte ein schmaler Pfad entlang eines kleinen Bachlaufes. Zwischen Erlen, feuchten Wiesen und jungen Brennnesseln lag noch Tau auf den Blättern. Als ein Naturbeobachter anhielt, entdeckte er auf einem Blatt einen winzigen metallisch glänzenden Käfer. Im Sonnenlicht schimmerte sein Panzer grün, kupferrot und golden zugleich – fast wie poliertes Erz.
Der kleine Käfer bewegte sich ruhig über das Blatt und verschwand kurz darauf zwischen den Pflanzen am Ufer. Erst beim genaueren Hinsehen wurde deutlich, wie viele dieser unscheinbaren Insekten zwischen den feuchten Erlenbeständen lebten. Obwohl sie oft übersehen werden, gehören sie zu den faszinierenden Bewohnern naturnaher Gewässerlandschaften.
Der Erzfarbene Erlenblattkäfer zeigt, wie vielfältig und empfindlich selbst kleine Lebensräume sein können. Sein Vorkommen erzählt viel über den Zustand unserer Feuchtgebiete und Uferlandschaften.
27/28.05.2026
- Glänzende Farben am Ufer
An einem stillen Frühlingsmorgen führte ein schmaler Pfad entlang eines kleinen Bachlaufes. Zwischen Erlen, feuchten Wiesen und jungen Brennnesseln lag noch Tau auf den Blättern. Als ein Naturbeobachter anhielt, entdeckte er auf einem Blatt einen winzigen metallisch glänzenden Käfer. Im Sonnenlicht schimmerte sein Panzer grün, kupferrot und golden zugleich – fast wie poliertes Erz.
Der kleine Käfer bewegte sich ruhig über das Blatt und verschwand kurz darauf zwischen den Pflanzen am Ufer. Erst beim genaueren Hinsehen wurde deutlich, wie viele dieser unscheinbaren Insekten zwischen den feuchten Erlenbeständen lebten. Obwohl sie oft übersehen werden, gehören sie zu den faszinierenden Bewohnern naturnaher Gewässerlandschaften.
Der Erzfarbene Erlenblattkäfer zeigt, wie vielfältig und empfindlich selbst kleine Lebensräume sein können. Sein Vorkommen erzählt viel über den Zustand unserer Feuchtgebiete und Uferlandschaften.
Der Erzfarbene Erlenblattkäfer – ein schimmernder Blattkäfer
Der Erzfarbener Erlenblattkäfer gehört zur Familie der Blattkäfer. Besonders auffällig ist sein metallisch glänzender Panzer, der je nach Lichteinfall grün, goldfarben, bronzefarben oder kupferrot erscheint. Diese schillernden Farben verleihen dem kleinen Käfer ein fast exotisches Aussehen.Die Tiere erreichen meist eine Körperlänge von etwa sechs bis neun Millimetern. Ihr Körper ist oval, kompakt und leicht gewölbt. Typisch sind die glatten, glänzenden Flügeldecken und die dunklen Beine.
Der Erzfarbene Erlenblattkäfer lebt bevorzugt an feuchten Standorten. Besonders häufig findet man ihn an Erlen entlang von Bächen, Flussufern, Gräben und in Auwäldern. Dort ernähren sich sowohl die erwachsenen Käfer als auch ihre Larven von den Blättern verschiedener Erlenarten. Im Frühjahr und Frühsommer sind die Käfer besonders aktiv. Dann sitzen sie oft gut sichtbar auf Blättern und sonnen sich im Licht.
Trotz ihrer auffälligen Färbung bleiben sie wegen ihrer geringen Größe häufig unentdeckt.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Der Erzfarbener Erlenblattkäfer gehört zur Familie der Blattkäfer. Besonders auffällig ist sein metallisch glänzender Panzer, der je nach Lichteinfall grün, goldfarben, bronzefarben oder kupferrot erscheint. Diese schillernden Farben verleihen dem kleinen Käfer ein fast exotisches Aussehen.Die Tiere erreichen meist eine Körperlänge von etwa sechs bis neun Millimetern. Ihr Körper ist oval, kompakt und leicht gewölbt. Typisch sind die glatten, glänzenden Flügeldecken und die dunklen Beine.
Der Erzfarbene Erlenblattkäfer lebt bevorzugt an feuchten Standorten. Besonders häufig findet man ihn an Erlen entlang von Bächen, Flussufern, Gräben und in Auwäldern. Dort ernähren sich sowohl die erwachsenen Käfer als auch ihre Larven von den Blättern verschiedener Erlenarten. Im Frühjahr und Frühsommer sind die Käfer besonders aktiv. Dann sitzen sie oft gut sichtbar auf Blättern und sonnen sich im Licht.
Trotz ihrer auffälligen Färbung bleiben sie wegen ihrer geringen Größe häufig unentdeckt.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Alpenmurmeltier (Marmota marmota)
Das Alpenmurmeltier (Marmota marmota)
27/28.05.2026
Die Sonne stand bereits hoch über den Alpen, als eine Wanderin auf einem schmalen Bergpfad eine Pause einlegte. Der Wind strich kühl über die Wiesen, in denen Enzian und Alpenblumen blühten. Plötzlich durchbrach ein heller Pfiff die Stille. Kurz darauf tauchte zwischen den Steinen ein rundliches Tier mit braun-grauem Fell auf. Wachsam richtete es sich auf die Hinterbeine und beobachtete aufmerksam seine Umgebung.
Nur wenige Sekunden später verschwand das Tier blitzschnell wieder zwischen den Felsen. Doch der Ruf hallte noch lange über die Hänge. Die Wanderin lächelte. Sie hatte eines der bekanntesten Tiere der Alpen gesehen – ein Alpenmurmeltier. Seit Jahrhunderten gehören Murmeltiere zu den charakteristischen Bewohnern der Hochgebirge. Ihr Leben ist eng mit den alpinen Wiesen, den kurzen Sommern und den langen schneereichen Wintern verbunden. Doch selbst hoch oben in den Bergen bleibt die Natur nicht unverändert.
27/28.05.2026
- Der Pfiff über den Bergwiesen
Die Sonne stand bereits hoch über den Alpen, als eine Wanderin auf einem schmalen Bergpfad eine Pause einlegte. Der Wind strich kühl über die Wiesen, in denen Enzian und Alpenblumen blühten. Plötzlich durchbrach ein heller Pfiff die Stille. Kurz darauf tauchte zwischen den Steinen ein rundliches Tier mit braun-grauem Fell auf. Wachsam richtete es sich auf die Hinterbeine und beobachtete aufmerksam seine Umgebung.
Nur wenige Sekunden später verschwand das Tier blitzschnell wieder zwischen den Felsen. Doch der Ruf hallte noch lange über die Hänge. Die Wanderin lächelte. Sie hatte eines der bekanntesten Tiere der Alpen gesehen – ein Alpenmurmeltier. Seit Jahrhunderten gehören Murmeltiere zu den charakteristischen Bewohnern der Hochgebirge. Ihr Leben ist eng mit den alpinen Wiesen, den kurzen Sommern und den langen schneereichen Wintern verbunden. Doch selbst hoch oben in den Bergen bleibt die Natur nicht unverändert.
Das Alpenmurmeltier – ein Leben im Hochgebirge
Das Alpenmurmeltier gehört zur Familie der Hörnchen und ist eines der größten Nagetiere Europas. Erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von bis zu 50 Zentimetern und können mehrere Kilogramm wiegen. Ihr dichtes Fell schützt sie vor Kälte und rauem Wetter in den alpinen Höhenlagen. Typisch für das Alpenmurmeltier ist sein kräftiger Körperbau mit kurzen Beinen, kleinen Ohren und buschigem Schwanz. Die Tiere leben in Familiengruppen und graben weit verzweigte Bausysteme in den Boden. Diese unterirdischen Gänge dienen als Schutz vor Feinden, Wetter und Kälte.
Besonders bekannt sind Murmeltiere für ihre Warnpfiffe. Entdecken sie einen Greifvogel oder ein anderes Raubtier, warnen sie ihre Gruppe mit lauten Rufen. Innerhalb weniger Sekunden verschwinden dann alle Tiere in ihren sicheren Bauen. Im Sommer verbringen Alpenmurmeltiere viel Zeit mit der Nahrungssuche. Sie fressen Gräser, Kräuter und alpine Pflanzen, um sich Fettreserven für den langen Winterschlaf anzulegen.
Während dieser Ruhephase sinken Körpertemperatur und Herzschlag deutlich ab – eine beeindruckende Anpassung an das Leben im Hochgebirge.
Aufnahme von Klaus Sanwald
Das Alpenmurmeltier gehört zur Familie der Hörnchen und ist eines der größten Nagetiere Europas. Erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von bis zu 50 Zentimetern und können mehrere Kilogramm wiegen. Ihr dichtes Fell schützt sie vor Kälte und rauem Wetter in den alpinen Höhenlagen. Typisch für das Alpenmurmeltier ist sein kräftiger Körperbau mit kurzen Beinen, kleinen Ohren und buschigem Schwanz. Die Tiere leben in Familiengruppen und graben weit verzweigte Bausysteme in den Boden. Diese unterirdischen Gänge dienen als Schutz vor Feinden, Wetter und Kälte.
Besonders bekannt sind Murmeltiere für ihre Warnpfiffe. Entdecken sie einen Greifvogel oder ein anderes Raubtier, warnen sie ihre Gruppe mit lauten Rufen. Innerhalb weniger Sekunden verschwinden dann alle Tiere in ihren sicheren Bauen. Im Sommer verbringen Alpenmurmeltiere viel Zeit mit der Nahrungssuche. Sie fressen Gräser, Kräuter und alpine Pflanzen, um sich Fettreserven für den langen Winterschlaf anzulegen.
Während dieser Ruhephase sinken Körpertemperatur und Herzschlag deutlich ab – eine beeindruckende Anpassung an das Leben im Hochgebirge.
Aufnahme von Klaus Sanwald
Artenschutz in Franken®
Erdkäfer (Trogidae)
Erdkäfer (Trogidae)
27/28.05.2026
Nach einem Sommerregen zog feuchter Nebel durch den Mischwald. Zwischen morschem Holz, alten Blättern und moosigen Steinen bewegte sich kaum sichtbar ein kleiner Käfer über den Boden. Sein dunkler, rau strukturierter Panzer war perfekt an die Farben der Erde angepasst. Während Vögel sangen und Insekten summten, blieb der unscheinbare Waldbewohner fast unbemerkt.
Ein Naturfotograf, der eigentlich nach Schmetterlingen gesucht hatte, entdeckte den Käfer erst beim genauen Hinsehen. Vorsichtig hob er etwas Laub an und erkannte die ungewöhnliche Oberfläche des Tieres. „Ein Erdkäfer“, murmelte er überrascht. Kaum eine andere Käfergruppe lebt so verborgen und erfüllt zugleich eine so wichtige Aufgabe im Kreislauf der Natur. Denn Erdkäfer gehören zu den stillen Aufräumern unserer Ökosysteme. Sie beseitigen organische Reste und tragen dazu bei, dass Nährstoffe wieder in den Boden gelangen. Obwohl sie selten im Mittelpunkt stehen, sind sie ein wichtiger Teil gesunder Wälder und naturnaher Landschaften.
27/28.05.2026
- Der stille Finder im Waldboden
Nach einem Sommerregen zog feuchter Nebel durch den Mischwald. Zwischen morschem Holz, alten Blättern und moosigen Steinen bewegte sich kaum sichtbar ein kleiner Käfer über den Boden. Sein dunkler, rau strukturierter Panzer war perfekt an die Farben der Erde angepasst. Während Vögel sangen und Insekten summten, blieb der unscheinbare Waldbewohner fast unbemerkt.
Ein Naturfotograf, der eigentlich nach Schmetterlingen gesucht hatte, entdeckte den Käfer erst beim genauen Hinsehen. Vorsichtig hob er etwas Laub an und erkannte die ungewöhnliche Oberfläche des Tieres. „Ein Erdkäfer“, murmelte er überrascht. Kaum eine andere Käfergruppe lebt so verborgen und erfüllt zugleich eine so wichtige Aufgabe im Kreislauf der Natur. Denn Erdkäfer gehören zu den stillen Aufräumern unserer Ökosysteme. Sie beseitigen organische Reste und tragen dazu bei, dass Nährstoffe wieder in den Boden gelangen. Obwohl sie selten im Mittelpunkt stehen, sind sie ein wichtiger Teil gesunder Wälder und naturnaher Landschaften.
Die Erdkäfer – Spezialisten des Verborgenen
Die Familie der Erdkäfer umfasst weltweit zahlreiche Arten, die sich durch ihre robuste Körperform und ihre oft raue, warzige Oberfläche auszeichnen. Viele Arten wirken auf den ersten Blick unscheinbar grau, braun oder schwarz und sind hervorragend getarnt. Erdkäfer leben meist am Boden, unter Laub, Totholz oder in lockeren Böden. Einige Arten ernähren sich von trockenen tierischen Überresten wie Haaren, Federn oder Resten verstorbener Tiere. Dadurch übernehmen sie eine wichtige Rolle als natürliche „Recycler“ im Ökosystem.
Die Tiere sind überwiegend nachtaktiv und meiden direkte Sonneneinstrahlung. Tagsüber verstecken sie sich in Spalten, unter Rinde oder tief im Boden. Ihre Lebensweise macht sie für viele Menschen nahezu unsichtbar, obwohl sie in naturnahen Lebensräumen durchaus vorkommen können. Besonders bemerkenswert ist ihre Anpassung an trockene und nährstoffarme Bedingungen. Der kräftige Panzer schützt sie vor Austrocknung und Fressfeinden.
Gleichzeitig erlaubt ihre Tarnung ein nahezu unauffälliges Leben zwischen Erde, Rinde und abgestorbenem Pflanzenmaterial.
Aufnahme von Albert Meier
Die Familie der Erdkäfer umfasst weltweit zahlreiche Arten, die sich durch ihre robuste Körperform und ihre oft raue, warzige Oberfläche auszeichnen. Viele Arten wirken auf den ersten Blick unscheinbar grau, braun oder schwarz und sind hervorragend getarnt. Erdkäfer leben meist am Boden, unter Laub, Totholz oder in lockeren Böden. Einige Arten ernähren sich von trockenen tierischen Überresten wie Haaren, Federn oder Resten verstorbener Tiere. Dadurch übernehmen sie eine wichtige Rolle als natürliche „Recycler“ im Ökosystem.
Die Tiere sind überwiegend nachtaktiv und meiden direkte Sonneneinstrahlung. Tagsüber verstecken sie sich in Spalten, unter Rinde oder tief im Boden. Ihre Lebensweise macht sie für viele Menschen nahezu unsichtbar, obwohl sie in naturnahen Lebensräumen durchaus vorkommen können. Besonders bemerkenswert ist ihre Anpassung an trockene und nährstoffarme Bedingungen. Der kräftige Panzer schützt sie vor Austrocknung und Fressfeinden.
Gleichzeitig erlaubt ihre Tarnung ein nahezu unauffälliges Leben zwischen Erde, Rinde und abgestorbenem Pflanzenmaterial.
Aufnahme von Albert Meier
Artenschutz in Franken®
Violetter Ölkäfer / Blauer Maiwurm (Meloe violaceus)
Violetter Ölkäfer / Blauer Maiwurm (Meloe violaceus)
26/27.05.2026
An einem warmen Frühlingsmorgen wanderte eine Schulklasse über einen schmalen Feldweg am Rand einer blühenden Wiese. Zwischen Löwenzahn und Klee blieb ein Kind plötzlich stehen. „Schaut mal!“, rief es und zeigte auf einen dunkel glänzenden Käfer, der langsam über den sandigen Boden lief. Sein Körper schimmerte violett-blau wie poliertes Metall im Sonnenlicht. Die Lehrerin kniete sich vorsichtig daneben und erklärte: „Das ist ein Violetter Ölkäfer – ein ganz besonderer Bewohner unserer Landschaft.“
Während die Kinder staunten, bewegte sich der Käfer gemächlich weiter. Kein hektisches Flattern, kein schnelles Davonlaufen. Der kleine Wanderer wirkte fast urzeitlich. Doch hinter seinem ruhigen Auftreten verbirgt sich eine faszinierende und zugleich empfindliche Lebensweise. Der Violette Ölkäfer gehört zu den seltenen Arten, die auf naturnahe Wiesen, wilde Blühflächen und das Zusammenspiel vieler Insekten angewiesen sind. Sein Überleben erzählt viel darüber, wie es um unsere Natur steht.
26/27.05.2026
- Wenn der Weg im Gras plötzlich glänzt
An einem warmen Frühlingsmorgen wanderte eine Schulklasse über einen schmalen Feldweg am Rand einer blühenden Wiese. Zwischen Löwenzahn und Klee blieb ein Kind plötzlich stehen. „Schaut mal!“, rief es und zeigte auf einen dunkel glänzenden Käfer, der langsam über den sandigen Boden lief. Sein Körper schimmerte violett-blau wie poliertes Metall im Sonnenlicht. Die Lehrerin kniete sich vorsichtig daneben und erklärte: „Das ist ein Violetter Ölkäfer – ein ganz besonderer Bewohner unserer Landschaft.“
Während die Kinder staunten, bewegte sich der Käfer gemächlich weiter. Kein hektisches Flattern, kein schnelles Davonlaufen. Der kleine Wanderer wirkte fast urzeitlich. Doch hinter seinem ruhigen Auftreten verbirgt sich eine faszinierende und zugleich empfindliche Lebensweise. Der Violette Ölkäfer gehört zu den seltenen Arten, die auf naturnahe Wiesen, wilde Blühflächen und das Zusammenspiel vieler Insekten angewiesen sind. Sein Überleben erzählt viel darüber, wie es um unsere Natur steht.
Der Violette Ölkäfer – ein außergewöhnlicher Käfer
Der Violette Ölkäfer (Meloe violaceus), auch Violetter oder Blauer Maiwurm genannt, gehört zur Familie der Ölkäfer. Auffällig ist sein metallisch glänzender Körper, der je nach Lichteinfall tiefblau, violett oder schwarz erscheint. Besonders markant ist der große, stark gewölbte Hinterleib, der im Vergleich zu den kurzen Flügeldecken ungewöhnlich groß wirkt.
Violetter Ölkäfer ist flugunfähig und bewegt sich langsam am Boden fort. Erwachsene Tiere werden meist zwischen zwei und vier Zentimeter groß. Häufig entdeckt man sie im Frühjahr auf Wiesenwegen, an Waldrändern oder in naturnahen Gärten.
Trotz seines Namens ist der Ölkäfer kein Schädling. Er ernährt sich überwiegend von Pflanzenteilen und trägt zur biologischen Vielfalt unserer Kulturlandschaften bei.
Seinen Namen verdankt er einer öligen Flüssigkeit, die er bei Gefahr aus den Gelenken absondern kann. Diese enthält den Stoff Cantharidin und dient der Abschreckung von Fressfeinden.
Aufnahme von Albert Meier
Der Violette Ölkäfer (Meloe violaceus), auch Violetter oder Blauer Maiwurm genannt, gehört zur Familie der Ölkäfer. Auffällig ist sein metallisch glänzender Körper, der je nach Lichteinfall tiefblau, violett oder schwarz erscheint. Besonders markant ist der große, stark gewölbte Hinterleib, der im Vergleich zu den kurzen Flügeldecken ungewöhnlich groß wirkt.
Violetter Ölkäfer ist flugunfähig und bewegt sich langsam am Boden fort. Erwachsene Tiere werden meist zwischen zwei und vier Zentimeter groß. Häufig entdeckt man sie im Frühjahr auf Wiesenwegen, an Waldrändern oder in naturnahen Gärten.
Trotz seines Namens ist der Ölkäfer kein Schädling. Er ernährt sich überwiegend von Pflanzenteilen und trägt zur biologischen Vielfalt unserer Kulturlandschaften bei.
Seinen Namen verdankt er einer öligen Flüssigkeit, die er bei Gefahr aus den Gelenken absondern kann. Diese enthält den Stoff Cantharidin und dient der Abschreckung von Fressfeinden.
Aufnahme von Albert Meier
Artenschutz in Franken®
Gewöhnlicher Dreimakelrüssler (Graptus triguttatus)
Der Gewöhnliche Dreimakelrüssler (Graptus triguttatus
26/27.05.2026
An einem warmen Frühlingstag führte ein schmaler Sandweg durch eine lichte Heidelandschaft. Zwischen trockenem Gras, jungen Birken und niedrigen Kräutern summten Wildbienen in der Sonne.
Wer aufmerksam hinsah, konnte auf einem Blatt am Boden einen kleinen Käfer entdecken: unscheinbar braun gefärbt, mit einem kurzen Rüssel und feinen hellen Flecken auf dem Rücken. Langsam bewegte er sich über die Pflanze, beinahe perfekt getarnt zwischen Staub, Moos und vertrockneten Halmen.
26/27.05.2026
- Kleiner Wanderer am Wegesrand
An einem warmen Frühlingstag führte ein schmaler Sandweg durch eine lichte Heidelandschaft. Zwischen trockenem Gras, jungen Birken und niedrigen Kräutern summten Wildbienen in der Sonne.
Wer aufmerksam hinsah, konnte auf einem Blatt am Boden einen kleinen Käfer entdecken: unscheinbar braun gefärbt, mit einem kurzen Rüssel und feinen hellen Flecken auf dem Rücken. Langsam bewegte er sich über die Pflanze, beinahe perfekt getarnt zwischen Staub, Moos und vertrockneten Halmen.
Die meisten Menschen wären achtlos vorbeigegangen. Doch für Naturkundler ist der Gewöhnliche Dreimakelrüssler ein faszinierender Bewohner strukturreicher Offenlandschaften. Seine Anwesenheit erzählt von trockenen, vielfältigen Lebensräumen, die heute vielerorts selten geworden sind. Während sich Landschaften verändern und das Klima immer extremer wird, gerät auch dieser kleine Spezialist zunehmend unter Druck.
Der Gewöhnliche Dreimakelrüssler
Der Gewöhnlicher Dreimakelrüssler gehört zur Familie der Rüsselkäfer. Die Art ist in Teilen Europas verbreitet und bevorzugt sonnige, trockene und strukturreiche Lebensräume
Aufnahme von Dieter Zinßer
Der Gewöhnliche Dreimakelrüssler
Der Gewöhnlicher Dreimakelrüssler gehört zur Familie der Rüsselkäfer. Die Art ist in Teilen Europas verbreitet und bevorzugt sonnige, trockene und strukturreiche Lebensräume
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Dickmaulrüssler (Otiorhynchus)
Der Dickmaulrüssler (Otiorhynchus)
26/27.05.2026
Es war eine warme Nacht am Rand einer alten Hecke. Der Wind strich leise durch die Gräser, während der Mond die trockene Wiese in silbriges Licht tauchte. Zwischen den Halmen bewegte sich langsam ein kleiner Käfer mit kräftigen Beinen und kurzem Rüssel über den Boden. Tagsüber hätte ihn kaum jemand bemerkt – zu perfekt war seine Tarnung zwischen Erde, Laub und Pflanzenresten.
26/27.05.2026
- Der stille Bewohner der Sommernacht
Es war eine warme Nacht am Rand einer alten Hecke. Der Wind strich leise durch die Gräser, während der Mond die trockene Wiese in silbriges Licht tauchte. Zwischen den Halmen bewegte sich langsam ein kleiner Käfer mit kräftigen Beinen und kurzem Rüssel über den Boden. Tagsüber hätte ihn kaum jemand bemerkt – zu perfekt war seine Tarnung zwischen Erde, Laub und Pflanzenresten.
Der Dickmaulrüssler gehörte zu jenen nachtaktiven Bewohnern, die meist verborgen leben und dennoch ein wichtiger Teil des natürlichen Gleichgewichts sind. Während viele Insekten im Licht des Tages sichtbar werden, beginnt seine Welt erst nach Sonnenuntergang. Doch auch diese widerstandsfähigen Käfer spüren zunehmend die Veränderungen ihrer Umwelt. Lebensräume verschwinden, Böden verändern sich und das Klima wird extremer. Selbst die stillen Bewohner der Nacht bleiben davon nicht unberührt.
Die Dickmaulrüssler
Die Dickmaulrüssler gehören zur Familie der Rüsselkäfer und umfassen zahlreiche Arten, die in Europa weit verbreitet sind. Typisch ist ihr kräftiger Körperbau mit einem kurzen, breiten Rüssel und geknickten Fühlern.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Dickmaulrüssler
Die Dickmaulrüssler gehören zur Familie der Rüsselkäfer und umfassen zahlreiche Arten, die in Europa weit verbreitet sind. Typisch ist ihr kräftiger Körperbau mit einem kurzen, breiten Rüssel und geknickten Fühlern.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Echte / Immergrüne Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi)
Die stille Hüterin der Heide
25/26.05.2026
Ein älterer Förster, der sie begleitete, blieb stehen und lächelte. „Die Bärentraube“, sagte er leise. „Sie wirkt unscheinbar, aber sie gehört zu den widerstandsfähigsten Pflanzen unserer kargen Landschaften.“ Die junge Biologin kniete sich nieder und betrachtete die Pflanze genauer. Während ringsum viele Arten unter Trockenheit, Nährstoffeinträgen und der Veränderung der Landschaft litten, hielt sich die Immergrüne Bärentraube seit Jahrhunderten an Orten, die für viele andere Pflanzen zu unwirtlich wären. Doch auch ihre Zukunft ist längst nicht mehr selbstverständlich.
25/26.05.2026
- An einem kühlen Herbstmorgen wanderte eine junge Biologin über eine trockene Heidelandschaft am Rand eines lichten Kiefernwaldes. Der Tau glitzerte auf den niedrigen Pflanzenpolstern, während der Wind den Duft von Harz und Moos durch die Luft trug. Zwischen Flechten, Sand und Heidekraut entdeckte sie kleine, ledrige Blätter und leuchtend rote Beeren, die sich eng an den Boden schmiegten.
Ein älterer Förster, der sie begleitete, blieb stehen und lächelte. „Die Bärentraube“, sagte er leise. „Sie wirkt unscheinbar, aber sie gehört zu den widerstandsfähigsten Pflanzen unserer kargen Landschaften.“ Die junge Biologin kniete sich nieder und betrachtete die Pflanze genauer. Während ringsum viele Arten unter Trockenheit, Nährstoffeinträgen und der Veränderung der Landschaft litten, hielt sich die Immergrüne Bärentraube seit Jahrhunderten an Orten, die für viele andere Pflanzen zu unwirtlich wären. Doch auch ihre Zukunft ist längst nicht mehr selbstverständlich.
Die Echte oder Immergrüne Bärentraube
Die Echte oder Immergrüne Bärentraube gehört zur Familie der Heidekrautgewächse. Sie ist ein immergrüner Zwergstrauch, der bevorzugt in trockenen, nährstoffarmen und sonnigen Lebensräumen wächst. Typisch sind sandige Heiden, lichte Kiefernwälder, Dünenlandschaften sowie felsige Gebiete in höheren Lagen. Die Pflanze bildet flache, kriechende Teppiche aus dünnen Trieben. Ihre kleinen, glänzenden Blätter bleiben das ganze Jahr über grün und schützen sie vor Austrocknung. Im Frühjahr erscheinen zarte weißlich-rosa Blüten in kleinen Trauben. Aus ihnen entwickeln sich später auffällige rote Beeren, die zahlreichen Tieren als Nahrung dienen.
Die Bärentraube ist hervorragend an extreme Standorte angepasst. Sie kommt mit wenig Wasser aus, verträgt starke Sonneneinstrahlung und kann auch auf sehr nährstoffarmen Böden bestehen. Gerade diese Spezialisierung macht sie jedoch empfindlich gegenüber Veränderungen ihres Lebensraums.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Echte oder Immergrüne Bärentraube gehört zur Familie der Heidekrautgewächse. Sie ist ein immergrüner Zwergstrauch, der bevorzugt in trockenen, nährstoffarmen und sonnigen Lebensräumen wächst. Typisch sind sandige Heiden, lichte Kiefernwälder, Dünenlandschaften sowie felsige Gebiete in höheren Lagen. Die Pflanze bildet flache, kriechende Teppiche aus dünnen Trieben. Ihre kleinen, glänzenden Blätter bleiben das ganze Jahr über grün und schützen sie vor Austrocknung. Im Frühjahr erscheinen zarte weißlich-rosa Blüten in kleinen Trauben. Aus ihnen entwickeln sich später auffällige rote Beeren, die zahlreichen Tieren als Nahrung dienen.
Die Bärentraube ist hervorragend an extreme Standorte angepasst. Sie kommt mit wenig Wasser aus, verträgt starke Sonneneinstrahlung und kann auch auf sehr nährstoffarmen Böden bestehen. Gerade diese Spezialisierung macht sie jedoch empfindlich gegenüber Veränderungen ihres Lebensraums.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Wenn der Hirschkäfer wieder fliegt – Jetzt Beobachtungen melden!
Wenn der Hirschkäfer wieder fliegt – Jetzt Beobachtungen melden!
25/26.05.2026
Der Hirschkäfer gehört zu den größten und bekanntesten Käferarten Europas. Die Männchen erkennt man leicht an ihren auffälligen geweihartigen Oberkiefern, die an ein Hirschgeweih erinnern und der Art ihren Namen gegeben haben. Trotz ihres imposanten Aussehens sind Hirschkäfer für Menschen vollkommen harmlos.
25/26.05.2026
- Mit den ersten warmen Sommerabenden beginnt wieder eine besondere Zeit in unseren Wäldern und Gärten: Der Hirschkäfer (Lucanus cervus) startet in seine jährliche Flugzeit. Vor allem in den Abendstunden lassen sich die beeindruckenden Käfer nun beobachten, wenn die Männchen schwerfällig durch die warme Luft brummen und auf der Suche nach Weibchen unterwegs sind.
Der Hirschkäfer gehört zu den größten und bekanntesten Käferarten Europas. Die Männchen erkennt man leicht an ihren auffälligen geweihartigen Oberkiefern, die an ein Hirschgeweih erinnern und der Art ihren Namen gegeben haben. Trotz ihres imposanten Aussehens sind Hirschkäfer für Menschen vollkommen harmlos.
Die Entwicklung dieser besonderen Käfer dauert mehrere Jahre. Die Larven leben verborgen im morschen Holz alter Bäume oder Baumstümpfe und tragen dort zum natürlichen Abbau abgestorbener Holzstrukturen bei. Damit übernimmt der Hirschkäfer eine wichtige Rolle im Ökosystem Wald.
Doch geeignete Lebensräume werden zunehmend seltener. Alte Eichenbestände, Totholz und naturnahe Waldränder verschwinden vielerorts. Deshalb ist der Hirschkäfer heute besonders geschützt und auf unsere Aufmerksamkeit angewiesen.
Helfen Sie mit!
Um mehr über die Verbreitung des Hirschkäfers zu erfahren und wichtige Lebensräume besser schützen zu können, bitten wir alle Naturfreunde um Mithilfe:
Melden Sie uns Ihre Beobachtungen von Hirschkäfern!
Besonders hilfreich sind:
Ihre Meldungen fließen in ein regionales Artenkataster ein und unterstützen den Schutz dieser faszinierenden Käferart.
Jede Beobachtung zählt und hilft dabei, wertvolle Lebensräume langfristig zu erhalten.
In der Aufnahme von Volkmar Greb
Doch geeignete Lebensräume werden zunehmend seltener. Alte Eichenbestände, Totholz und naturnahe Waldränder verschwinden vielerorts. Deshalb ist der Hirschkäfer heute besonders geschützt und auf unsere Aufmerksamkeit angewiesen.
Helfen Sie mit!
Um mehr über die Verbreitung des Hirschkäfers zu erfahren und wichtige Lebensräume besser schützen zu können, bitten wir alle Naturfreunde um Mithilfe:
Melden Sie uns Ihre Beobachtungen von Hirschkäfern!
Besonders hilfreich sind:
- Fundort oder möglichst genaue Ortsangaben
- Datum und Uhrzeit der Beobachtung
- Anzahl der Tiere
- wenn möglich ein Foto des Käfers
Ihre Meldungen fließen in ein regionales Artenkataster ein und unterstützen den Schutz dieser faszinierenden Käferart.
Jede Beobachtung zählt und hilft dabei, wertvolle Lebensräume langfristig zu erhalten.
In der Aufnahme von Volkmar Greb
- Männlicher Hirschkäfer (Lucanus cervus) auf einer menschlichen Hand – die auffälligen geweihartigen Mundwerkzeuge sind typisch für die größte heimische Käferart Mitteleuropas.
Artenschutz in Franken®
Ein Sommertag an der Vogeltränke
Ein Sommertag an der Vogeltränke
25/26.05.2026
Nur auf einer kleinen freien Fläche im Garten herrschte reges Leben.
Dort stand eine flache Vogeltränke aus Stein, gefüllt mit frischem Wasser. Kaum hatte die Sonne ihren höchsten Punkt erreicht, landete der erste Haussperling am Rand der Schale. Vorsichtig blickte er sich um, prüfte die Umgebung und sprang schließlich mitten ins Wasser. Wenige Sekunden später folgten weitere Sperlinge.
25/26.05.2026
- Schon am frühen Morgen lag die Wärme über den Gärten. Die Luft flimmerte zwischen den Blumenbeeten, und selbst die alten Obstbäume warfen kaum noch kühlen Schatten. Als das Thermometer am Mittag die 30-Grad-Marke überschritt, wurde es still zwischen den Hecken. Viele Tiere suchten Schutz vor der Hitze.
Nur auf einer kleinen freien Fläche im Garten herrschte reges Leben.
Dort stand eine flache Vogeltränke aus Stein, gefüllt mit frischem Wasser. Kaum hatte die Sonne ihren höchsten Punkt erreicht, landete der erste Haussperling am Rand der Schale. Vorsichtig blickte er sich um, prüfte die Umgebung und sprang schließlich mitten ins Wasser. Wenige Sekunden später folgten weitere Sperlinge.
Bald flatterte und spritzte es in alle Richtungen. Die kleinen Vögel tauchten ihre Brustfedern ins Wasser, schlugen mit den Flügeln und schüttelten winzige Tropfen über ihre Rücken. Für die Sperlinge war das Bad weit mehr als nur ein Vergnügen – es half ihnen, ihre Körpertemperatur zu regulieren und das Gefieder sauber zu halten.
Die Vogeltränke stand bewusst frei und mit Abstand zu dichten Sträuchern. Genau das machte sie für die Tiere sicher. Während einige Sperlinge badeten, hielten andere auf dem Rand Wache. Von dort aus konnten sie mögliche Gefahren frühzeitig erkennen.
Plötzlich erstarrte einer der Vögel. Ein leises Warnrufen ging durch die Gruppe. Zwischen den hohen Gräsern bewegte sich eine Hauskatze langsam näher. Doch weil die Sperlinge freie Sicht hatten, bemerkten sie die Gefahr rechtzeitig. Mit einem gemeinsamen Flügelschlag erhob sich der Schwarm in die Luft und verschwand in den Ästen eines nahen Baumes.
Nur wenige Augenblicke später war die Vogeltränke wieder leer und still.
Als die Katze weiterzog und die Nachmittagshitze langsam nachließ, kehrten die Sperlinge zurück. Erneut planschten sie im Wasser, tranken kleine Schlucke und putzten sorgfältig ihr Gefieder.
Solche Wasserstellen sind für viele Vogelarten während heißer Sommer überlebenswichtig geworden. Besonders in trockenen Städten und ausgeräumten Landschaften fehlen oft natürliche Pfützen, Bäche oder flache Uferbereiche. Eine sichere, regelmäßig gereinigte Vogeltränke kann deshalb einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz leisten – vor allem dann, wenn sie übersichtlich aufgestellt wird und den Vögeln erlaubt, Gefahren frühzeitig zu erkennen.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Die Vogeltränke stand bewusst frei und mit Abstand zu dichten Sträuchern. Genau das machte sie für die Tiere sicher. Während einige Sperlinge badeten, hielten andere auf dem Rand Wache. Von dort aus konnten sie mögliche Gefahren frühzeitig erkennen.
Plötzlich erstarrte einer der Vögel. Ein leises Warnrufen ging durch die Gruppe. Zwischen den hohen Gräsern bewegte sich eine Hauskatze langsam näher. Doch weil die Sperlinge freie Sicht hatten, bemerkten sie die Gefahr rechtzeitig. Mit einem gemeinsamen Flügelschlag erhob sich der Schwarm in die Luft und verschwand in den Ästen eines nahen Baumes.
Nur wenige Augenblicke später war die Vogeltränke wieder leer und still.
Als die Katze weiterzog und die Nachmittagshitze langsam nachließ, kehrten die Sperlinge zurück. Erneut planschten sie im Wasser, tranken kleine Schlucke und putzten sorgfältig ihr Gefieder.
Solche Wasserstellen sind für viele Vogelarten während heißer Sommer überlebenswichtig geworden. Besonders in trockenen Städten und ausgeräumten Landschaften fehlen oft natürliche Pfützen, Bäche oder flache Uferbereiche. Eine sichere, regelmäßig gereinigte Vogeltränke kann deshalb einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz leisten – vor allem dann, wenn sie übersichtlich aufgestellt wird und den Vögeln erlaubt, Gefahren frühzeitig zu erkennen.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Artenschutz in Franken®
Gewöhnliche Zwergmispel / Felsen-Zwergmispel (Cotoneaster integerrimus)
Die Gewöhnliche Zwergmispel – Überlebenskünstlerin der Felsenlandschaften
24/25.05.2026
Hoch über einem stillen Tal, dort wo der Wind ungehindert über die Kalkfelsen streicht, wuchs ein unscheinbarer Strauch zwischen schmalen Felsspalten. Während ringsum Gräser verdorrten und junge Bäume kaum Halt fanden, klammerte sich die Gewöhnliche Zwergmispel mit ihren Wurzeln tief in den Stein. Jahr für Jahr trotzte sie Sonne, Frost und Trockenheit. Im Frühling öffnete sie zarte weißlich-rosa Blüten, die Wildbienen anzogen. Im Herbst leuchteten ihre roten Früchte weithin sichtbar zwischen grauen Felsen. Für Vögel waren sie eine wertvolle Nahrung, für Insekten bot der Strauch Schutz und Lebensraum.
Wanderer gingen oft achtlos an ihr vorbei. Doch für die Natur war die kleine Zwergmispel ein stiller Baumeister: Sie hielt den Boden fest, schützte Felshänge vor Erosion und brachte Leben in scheinbar karge Landschaften. Heute gehört sie vielerorts zu den selten gewordenen Arten, deren Zukunft eng mit dem Schutz naturnaher Lebensräume verbunden ist.
24/25.05.2026
- Eine kleine Geschichte zwischen Stein und Wind
Hoch über einem stillen Tal, dort wo der Wind ungehindert über die Kalkfelsen streicht, wuchs ein unscheinbarer Strauch zwischen schmalen Felsspalten. Während ringsum Gräser verdorrten und junge Bäume kaum Halt fanden, klammerte sich die Gewöhnliche Zwergmispel mit ihren Wurzeln tief in den Stein. Jahr für Jahr trotzte sie Sonne, Frost und Trockenheit. Im Frühling öffnete sie zarte weißlich-rosa Blüten, die Wildbienen anzogen. Im Herbst leuchteten ihre roten Früchte weithin sichtbar zwischen grauen Felsen. Für Vögel waren sie eine wertvolle Nahrung, für Insekten bot der Strauch Schutz und Lebensraum.
Wanderer gingen oft achtlos an ihr vorbei. Doch für die Natur war die kleine Zwergmispel ein stiller Baumeister: Sie hielt den Boden fest, schützte Felshänge vor Erosion und brachte Leben in scheinbar karge Landschaften. Heute gehört sie vielerorts zu den selten gewordenen Arten, deren Zukunft eng mit dem Schutz naturnaher Lebensräume verbunden ist.
Die Gewöhnliche Zwergmispel – Artbeschreibung
Die Gewöhnliche Zwergmispel (Cotoneaster integerrimus), auch Felsen-Zwergmispel genannt, gehört zur Familie der Rosengewächse. Sie wächst als niedriger bis mittelhoher Strauch und erreicht meist Höhen von etwa einem bis zwei Metern. Typisch sind ihre fein verzweigten Äste und die kleinen ovalen Blätter. Die Blattoberseite erscheint dunkelgrün, während die Unterseite heller und leicht filzig behaart ist. Im Frühjahr bildet die Pflanze kleine weißliche bis rosafarbene Blüten, die häufig paarweise oder in kleinen Gruppen wachsen.
Besonders auffällig sind die leuchtend roten Früchte, die sich im Spätsommer und Herbst entwickeln. Sie bleiben oft lange am Strauch und dienen verschiedenen Vogelarten als Nahrung. Die Gewöhnliche Zwergmispel bevorzugt sonnige, trockene und kalkreiche Standorte. Man findet sie vor allem an felsigen Hängen, Trockenrasen, Waldrändern und in Gebirgsregionen.
Ihre Fähigkeit, auch in nährstoffarmen Böden zu wachsen, macht sie zu einer wichtigen Pionierpflanze in schwierigen Lebensräumen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Gewöhnliche Zwergmispel (Cotoneaster integerrimus), auch Felsen-Zwergmispel genannt, gehört zur Familie der Rosengewächse. Sie wächst als niedriger bis mittelhoher Strauch und erreicht meist Höhen von etwa einem bis zwei Metern. Typisch sind ihre fein verzweigten Äste und die kleinen ovalen Blätter. Die Blattoberseite erscheint dunkelgrün, während die Unterseite heller und leicht filzig behaart ist. Im Frühjahr bildet die Pflanze kleine weißliche bis rosafarbene Blüten, die häufig paarweise oder in kleinen Gruppen wachsen.
Besonders auffällig sind die leuchtend roten Früchte, die sich im Spätsommer und Herbst entwickeln. Sie bleiben oft lange am Strauch und dienen verschiedenen Vogelarten als Nahrung. Die Gewöhnliche Zwergmispel bevorzugt sonnige, trockene und kalkreiche Standorte. Man findet sie vor allem an felsigen Hängen, Trockenrasen, Waldrändern und in Gebirgsregionen.
Ihre Fähigkeit, auch in nährstoffarmen Böden zu wachsen, macht sie zu einer wichtigen Pionierpflanze in schwierigen Lebensräumen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
- Die roten Früchte der Felsen-Zwergmispel im Herbst
Artenschutz in Franken®
Echte Mispel / Gemeine Mispel (Mespilus germanica),
Die Mispel – eine alte Frucht mit Zukunft
24/25.05.2026
Am Rand eines alten Dorfes stand hinter einer halb zerfallenen Steinmauer ein Baum, den kaum noch jemand beachtete. Im Frühling öffnete er große, helle Blüten wie kleine Sterne zwischen den Zweigen. Im Herbst trug er braune Früchte mit einer eigenwilligen Form, die Kinder neugierig betrachteten, während die Erwachsenen nur den Kopf schüttelten: „Das ist doch bloß eine Mispel.“
Doch der alte Baum hatte viele Jahreszeiten erlebt. Er kannte trockene Sommer ebenso wie harte Winter. Vögel fanden Schutz in seinem dichten Geäst, Insekten sammelten Pollen an seinen Blüten, und im Spätherbst dienten seine Früchte Amseln und Drosseln als Nahrung. Als eines Tages Naturschützer den verwilderten Garten untersuchten, erkannten sie den Wert des unscheinbaren Baumes. Die Echte Mispel war kein gewöhnlicher Obstbaum – sie war ein lebendiges Stück Kultur- und Naturgeschichte.
Heute erinnern nur noch wenige alte Gärten, Streuobstwiesen und Hecken an die Zeit, in der die Mispel selbstverständlich zur Landschaft gehörte. Doch gerade in einer sich wandelnden Umwelt könnte dieser robuste Baum wieder an Bedeutung gewinnen.
24/25.05.2026
- Eine kleine Geschichte aus einem vergessenen Garten
Am Rand eines alten Dorfes stand hinter einer halb zerfallenen Steinmauer ein Baum, den kaum noch jemand beachtete. Im Frühling öffnete er große, helle Blüten wie kleine Sterne zwischen den Zweigen. Im Herbst trug er braune Früchte mit einer eigenwilligen Form, die Kinder neugierig betrachteten, während die Erwachsenen nur den Kopf schüttelten: „Das ist doch bloß eine Mispel.“
Doch der alte Baum hatte viele Jahreszeiten erlebt. Er kannte trockene Sommer ebenso wie harte Winter. Vögel fanden Schutz in seinem dichten Geäst, Insekten sammelten Pollen an seinen Blüten, und im Spätherbst dienten seine Früchte Amseln und Drosseln als Nahrung. Als eines Tages Naturschützer den verwilderten Garten untersuchten, erkannten sie den Wert des unscheinbaren Baumes. Die Echte Mispel war kein gewöhnlicher Obstbaum – sie war ein lebendiges Stück Kultur- und Naturgeschichte.
Heute erinnern nur noch wenige alte Gärten, Streuobstwiesen und Hecken an die Zeit, in der die Mispel selbstverständlich zur Landschaft gehörte. Doch gerade in einer sich wandelnden Umwelt könnte dieser robuste Baum wieder an Bedeutung gewinnen.
Die Echte Mispel – Artbeschreibung
Die Echte Mispel (Mespilus germanica), auch Gemeine Mispel genannt, gehört zur Familie der Rosengewächse. Sie ist ein kleiner Baum oder größerer Strauch und erreicht meist eine Höhe von drei bis sechs Metern. Charakteristisch sind ihre krummen Äste, die breite Krone und die auffallend großen weißen Blüten, die zwischen Mai und Juni erscheinen. Die Blätter sind länglich, leicht behaart und färben sich im Herbst gelb bis rotbraun. Besonders markant sind die Früchte: rundlich, braun und mit geöffneten Kelchblättern an der Spitze. Sie werden erst nach Frosteinwirkung oder längerer Lagerung weich und genießbar. Dann entwickeln sie ein süßlich-aromatisches Fruchtfleisch.
Ursprünglich stammt die Mispel vermutlich aus Vorderasien und Südosteuropa. Schon die Römer verbreiteten sie in Mitteleuropa, wo sie über Jahrhunderte in Bauerngärten und Obstwiesen kultiviert wurde. Heute gilt sie vielerorts als seltene Kulturpflanze mit hoher ökologischer Bedeutung. Die Blüten der Mispel bieten Nahrung für Wildbienen, Hummeln und andere Bestäuber.
Ihre Früchte werden von Vögeln und kleinen Säugetieren gefressen. Gleichzeitig schaffen ältere Bäume wertvolle Lebensräume für Flechten, Moose und zahlreiche Insektenarten.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Echte Mispel (Mespilus germanica), auch Gemeine Mispel genannt, gehört zur Familie der Rosengewächse. Sie ist ein kleiner Baum oder größerer Strauch und erreicht meist eine Höhe von drei bis sechs Metern. Charakteristisch sind ihre krummen Äste, die breite Krone und die auffallend großen weißen Blüten, die zwischen Mai und Juni erscheinen. Die Blätter sind länglich, leicht behaart und färben sich im Herbst gelb bis rotbraun. Besonders markant sind die Früchte: rundlich, braun und mit geöffneten Kelchblättern an der Spitze. Sie werden erst nach Frosteinwirkung oder längerer Lagerung weich und genießbar. Dann entwickeln sie ein süßlich-aromatisches Fruchtfleisch.
Ursprünglich stammt die Mispel vermutlich aus Vorderasien und Südosteuropa. Schon die Römer verbreiteten sie in Mitteleuropa, wo sie über Jahrhunderte in Bauerngärten und Obstwiesen kultiviert wurde. Heute gilt sie vielerorts als seltene Kulturpflanze mit hoher ökologischer Bedeutung. Die Blüten der Mispel bieten Nahrung für Wildbienen, Hummeln und andere Bestäuber.
Ihre Früchte werden von Vögeln und kleinen Säugetieren gefressen. Gleichzeitig schaffen ältere Bäume wertvolle Lebensräume für Flechten, Moose und zahlreiche Insektenarten.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Die charakteristischen Früchte der Gemeinen Mispel
Artenschutz in Franken®
Glänzendes Gefieder im Wasser – ein Star nutzt die Vogeltränke
Glänzendes Gefieder im Wasser – ein Star nutzt die Vogeltränke
24/25.05.2026
Für Stare gehört das Baden zur täglichen Gefiederpflege. Besonders an warmen Sommertagen suchen die geselligen Vögel gezielt flache Wasserstellen auf. Das Bad hilft ihnen nicht nur bei der Abkühlung, sondern auch dabei, Staub und Parasiten aus dem Gefieder zu entfernen. Ein gepflegtes Federkleid ist für Vögel lebenswichtig, da es Schutz vor Witterung bietet und die Flugfähigkeit erhält.
24/25.05.2026
- Mit schnellen Schritten landet der Star am Rand der Vogeltränke. Sein dunkles Gefieder schimmert je nach Sonnenlicht metallisch grün und violett. Wachsam blickt er sich um, bevor er entschlossen ins Wasser steigt. Dann beginnt ein lebhaftes Schauspiel: Mit ausgebreiteten Flügeln spritzt der Vogel Wasser über Rücken und Brust, taucht den Kopf unter und schüttelt sein Gefieder mit kräftigen Bewegungen aus.
Für Stare gehört das Baden zur täglichen Gefiederpflege. Besonders an warmen Sommertagen suchen die geselligen Vögel gezielt flache Wasserstellen auf. Das Bad hilft ihnen nicht nur bei der Abkühlung, sondern auch dabei, Staub und Parasiten aus dem Gefieder zu entfernen. Ein gepflegtes Federkleid ist für Vögel lebenswichtig, da es Schutz vor Witterung bietet und die Flugfähigkeit erhält.
Vogeltränken sind deshalb wertvolle kleine Oasen für Wildvögel in Gärten und Siedlungen. Gerade in trockenen Zeiten finden viele Tiere immer seltener natürliche Wasserstellen. Doch damit Vogeltränken wirklich helfen, müssen sie regelmäßig gereinigt werden.
Stehendes und verschmutztes Wasser kann Krankheitserreger, Pilze und Parasiten übertragen. Vor allem bei hohen Temperaturen vermehren sich Keime schnell und können gefährliche Infektionskrankheiten auslösen.
Darum ist wichtig:
Mit einer sauberen Vogeltränke lässt sich Wildvögeln einfach und wirkungsvoll helfen. Gleichzeitig entstehen besondere Naturmomente – wie das lebhafte Badevergnügen eines Stars an einem heißen Sommertag.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Stehendes und verschmutztes Wasser kann Krankheitserreger, Pilze und Parasiten übertragen. Vor allem bei hohen Temperaturen vermehren sich Keime schnell und können gefährliche Infektionskrankheiten auslösen.
Darum ist wichtig:
- Wasser täglich erneuern
- Vogeltränken regelmäßig mit heißem Wasser säubern
- auf chemische Reinigungsmittel verzichten
- flache und sichere Wasserstellen verwenden
- den Standort möglichst schattig wählen
Mit einer sauberen Vogeltränke lässt sich Wildvögeln einfach und wirkungsvoll helfen. Gleichzeitig entstehen besondere Naturmomente – wie das lebhafte Badevergnügen eines Stars an einem heißen Sommertag.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Ein ausgewachsener Star genießt ein erfrischendes Bad in der Vogeltränke – regelmäßige Reinigung schützt Wildvögel vor Krankheiten und Infektionen.
Artenschutz in Franken®
Erstes Bad im kühlen Wasser – junge Amsel entdeckt die Vogeltränke
Erstes Bad im kühlen Wasser – junge Amsel entdeckt die Vogeltränke
23/24.05.2026
Mit flatternden Flügeln spritzt sie kleine Wasserfontänen in die Luft. Das Gefieder wird aufgeplustert, der Schwanz wippt aufgeregt hin und her. Immer mutiger taucht der Jungvogel tiefer ins Wasser ein und genießt sichtbar die Abkühlung an einem warmen Tag. Für viele junge Singvögel gehören solche ersten Badeerfahrungen zu wichtigen Verhaltensweisen, die sie schon früh erlernen.
23/24.05.2026
- Vorsichtig hüpft die junge Amsel an den Rand der Vogeltränke. Noch wirkt alles neu und ungewohnt. Mit schief gelegtem Kopf beobachtet sie die Wasseroberfläche, prüft ihre Umgebung und setzt schließlich einen Fuß ins flache Wasser. Ein kurzer Moment der Unsicherheit – dann beginnt das erste Bad ihres Lebens.
Mit flatternden Flügeln spritzt sie kleine Wasserfontänen in die Luft. Das Gefieder wird aufgeplustert, der Schwanz wippt aufgeregt hin und her. Immer mutiger taucht der Jungvogel tiefer ins Wasser ein und genießt sichtbar die Abkühlung an einem warmen Tag. Für viele junge Singvögel gehören solche ersten Badeerfahrungen zu wichtigen Verhaltensweisen, die sie schon früh erlernen.
Vogeltränken sind besonders in trockenen und heißen Sommermonaten wertvolle Wasserstellen für Wildvögel. Sie dienen nicht nur zum Trinken, sondern auch zur Gefiederpflege. Ein sauberes Gefieder schützt Vögel vor Parasiten und hilft ihnen, ihre Körpertemperatur zu regulieren.
Doch so hilfreich Vogeltränken auch sind – sie müssen regelmäßig gereinigt werden. Verschmutztes Wasser kann Krankheitserreger, Bakterien und Parasiten übertragen. Besonders bei warmem Wetter vermehren sich Keime schnell und können für Vögel gefährlich werden.
Deshalb gilt:
Schon mit wenig Aufwand lässt sich so ein wichtiger Beitrag zum Vogelschutz leisten. Eine saubere Vogeltränke kann an heißen Tagen für viele Tiere lebenswichtig sein – und schenkt gleichzeitig wunderbare Naturbeobachtungen direkt vor der eigenen Haustür.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Doch so hilfreich Vogeltränken auch sind – sie müssen regelmäßig gereinigt werden. Verschmutztes Wasser kann Krankheitserreger, Bakterien und Parasiten übertragen. Besonders bei warmem Wetter vermehren sich Keime schnell und können für Vögel gefährlich werden.
Deshalb gilt:
- Wasser täglich wechseln
- Vogeltränken regelmäßig mit heißem Wasser reinigen
- keine chemischen Reinigungsmittel verwenden
- flache Tränken bevorzugen, damit kleine Vögel sicher baden können
- die Wasserstelle möglichst schattig platzieren
Schon mit wenig Aufwand lässt sich so ein wichtiger Beitrag zum Vogelschutz leisten. Eine saubere Vogeltränke kann an heißen Tagen für viele Tiere lebenswichtig sein – und schenkt gleichzeitig wunderbare Naturbeobachtungen direkt vor der eigenen Haustür.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Eine junge Amsel entdeckt zum ersten Mal die Freude an einem erfrischenden Bad in der Vogeltränke – sauberes Wasser ist dabei lebenswichtig für die Gesundheit der Wildvögel.
Artenschutz in Franken®
Geißblatt (Lonicera) wird auch Heckenkirsche genannt
Die Heckenkirsche – heimischer Strauch mit wichtiger Rolle im Naturhaushalt
23/24.05.2026
Die Heckenkirsche zählt zur Gattung des Geißblattes (Lonicera). Besonders verbreitet ist in Deutschland die Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum). Sie wächst als sommergrüner Strauch und erreicht meist Höhen zwischen einem und drei Metern. Auffällig sind ihre gegenständig angeordneten Blätter sowie die kleinen, meist cremeweißen bis gelblichen Blüten, die im Frühjahr erscheinen.
Nach der Blüte entwickeln sich die charakteristischen roten Beeren, die oft paarweise wachsen. Für Menschen sind die Früchte leicht giftig und daher nicht zum Verzehr geeignet. Viele Vogelarten hingegen nutzen sie als Nahrungsquelle und tragen gleichzeitig zur Verbreitung der Samen bei.
23/24.05.2026
- Zwischen Feldhecken, Waldrändern und lichten Gehölzen wächst oft unbemerkt ein Strauch, der für viele Tiere von großer Bedeutung ist: die Heckenkirsche. Mit ihren zarten Blüten, den leuchtenden Beeren und ihrem dichten Wuchs gehört sie zu den typischen Pflanzen naturnaher Landschaften Mitteleuropas.
Die Heckenkirsche zählt zur Gattung des Geißblattes (Lonicera). Besonders verbreitet ist in Deutschland die Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum). Sie wächst als sommergrüner Strauch und erreicht meist Höhen zwischen einem und drei Metern. Auffällig sind ihre gegenständig angeordneten Blätter sowie die kleinen, meist cremeweißen bis gelblichen Blüten, die im Frühjahr erscheinen.
Nach der Blüte entwickeln sich die charakteristischen roten Beeren, die oft paarweise wachsen. Für Menschen sind die Früchte leicht giftig und daher nicht zum Verzehr geeignet. Viele Vogelarten hingegen nutzen sie als Nahrungsquelle und tragen gleichzeitig zur Verbreitung der Samen bei.
Die Heckenkirsche bevorzugt halbschattige Standorte und wächst häufig:
Durch ihren dichten Wuchs bietet sie zahlreichen Tieren Schutz und Rückzugsräume. Vögel nutzen die Sträucher als Brutplatz, während Insekten die Blüten als Nektarquelle besuchen. Damit trägt die Heckenkirsche wesentlich zur Artenvielfalt strukturreicher Landschaften bei.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- an Waldrändern
- in Heckenlandschaften
- in Gebüschen
- auf kalkhaltigen Böden
- in naturnahen Mischwäldern
Durch ihren dichten Wuchs bietet sie zahlreichen Tieren Schutz und Rückzugsräume. Vögel nutzen die Sträucher als Brutplatz, während Insekten die Blüten als Nektarquelle besuchen. Damit trägt die Heckenkirsche wesentlich zur Artenvielfalt strukturreicher Landschaften bei.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Geißblatt - Heckenkirschen nach dem Regen
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Der Kuckuck – gehört und doch selten erkannt
Der Kuckuck – gehört und doch selten erkannt
23/24.05.2026
So bot sich eines Tages ein ungewöhnlicher Anblick: Hoch oben auf der kahlen Spitze eines abgestorbenen Baumes saß ein einzelner Vogel regungslos gegen den Himmel. Erst auf den zweiten Blick wurde klar, dass es sich um einen Kuckuck handelte. Vielen Menschen wäre dies vermutlich gar nicht aufgefallen, denn der Vogel wirkt unscheinbarer, als sein berühmter Ruf vermuten lässt. Mit seinem grauen Gefieder erinnert er aus der Ferne sogar an einen kleinen Greifvogel.
23/24.05.2026
- Kaum ein Vogel ist so bekannt und zugleich so verborgen wie der Kuckuck. Sein markanter Ruf kündigt vielerorts den Frühling und frühen Sommer an. Fast jeder kennt das typische „Kuckuck“, doch nur wenige Menschen haben den Vogel tatsächlich bewusst gesehen. Umso besonderer ist der Moment, wenn es gelingt, ihn einmal zu entdecken.
So bot sich eines Tages ein ungewöhnlicher Anblick: Hoch oben auf der kahlen Spitze eines abgestorbenen Baumes saß ein einzelner Vogel regungslos gegen den Himmel. Erst auf den zweiten Blick wurde klar, dass es sich um einen Kuckuck handelte. Vielen Menschen wäre dies vermutlich gar nicht aufgefallen, denn der Vogel wirkt unscheinbarer, als sein berühmter Ruf vermuten lässt. Mit seinem grauen Gefieder erinnert er aus der Ferne sogar an einen kleinen Greifvogel.
Der Kuckuck lebt meist verborgen in lichten Wäldern, Mooren, Feldgehölzen und abwechslungsreichen Landschaften. Statt durch auffällige Farben fällt er vor allem akustisch auf. Sein Ruf gehört seit Jahrhunderten zu den bekanntesten Lauten der heimischen Vogelwelt.
Besonders bemerkenswert ist seine Lebensweise: Der Kuckuck baut kein eigenes Nest, sondern legt seine Eier in die Nester anderer Vogelarten. Diese ziehen den jungen Kuckuck anschließend groß. Dieses Verhalten macht ihn zu einer der faszinierendsten Vogelarten Europas.
Doch auch der Kuckuck bleibt von den Veränderungen der Landschaft nicht verschont. Der Rückgang von Insekten, der Verlust strukturreicher Lebensräume und die Folgen des Klimawandels beeinflussen seine Bestände zunehmend. Wo Feuchtgebiete verschwinden, Hecken fehlen und geeignete Brutvögel seltener werden, verliert auch der Kuckuck wichtige Lebensgrundlagen.
Die Beobachtung eines Kuckucks auf einer nackten Baumspitze zeigt deshalb nicht nur einen seltenen Naturmoment, sondern erinnert auch daran, wie wichtig der Erhalt vielfältiger Landschaften für unsere heimische Tierwelt ist.
Aufnahme von Volkmar Greb
Besonders bemerkenswert ist seine Lebensweise: Der Kuckuck baut kein eigenes Nest, sondern legt seine Eier in die Nester anderer Vogelarten. Diese ziehen den jungen Kuckuck anschließend groß. Dieses Verhalten macht ihn zu einer der faszinierendsten Vogelarten Europas.
Doch auch der Kuckuck bleibt von den Veränderungen der Landschaft nicht verschont. Der Rückgang von Insekten, der Verlust strukturreicher Lebensräume und die Folgen des Klimawandels beeinflussen seine Bestände zunehmend. Wo Feuchtgebiete verschwinden, Hecken fehlen und geeignete Brutvögel seltener werden, verliert auch der Kuckuck wichtige Lebensgrundlagen.
Die Beobachtung eines Kuckucks auf einer nackten Baumspitze zeigt deshalb nicht nur einen seltenen Naturmoment, sondern erinnert auch daran, wie wichtig der Erhalt vielfältiger Landschaften für unsere heimische Tierwelt ist.
Aufnahme von Volkmar Greb
Artenschutz in Franken®
Johannisbeeren
Johannisbeeren
22/23.05.2026
An einem warmen Julimorgen streifte die junge Lina durch den Garten ihres Großvaters. Zwischen hohen Gräsern, summenden Wildbienen und alten Obststräuchern entdeckte sie einen Busch voller leuchtend roter Johannisbeeren. Die kleinen Früchte glänzten wie Glasperlen in der Sonne. Vorsichtig pflückte sie eine Rispe und probierte eine Beere. Erst schmeckte sie süß, dann angenehm säuerlich.
„Diese Sträucher wachsen hier schon länger als ich lebe“, sagte ihr Großvater lächelnd. „Früher standen Johannisbeeren in fast jedem Garten. Sie brauchten nicht viel, nur guten Boden, Wasser und ein wenig Pflege.“
Während Lina weiterpflückte, erzählte er von den Veränderungen der letzten Jahrzehnte: von trockeneren Sommern, verschwundenen Hecken und Insekten, die seltener geworden waren. Die Johannisbeeren trugen noch Früchte – doch nicht mehr so zuverlässig wie früher. Lina begann zu verstehen, dass selbst ein scheinbar gewöhnlicher Beerenstrauch Teil eines empfindlichen Naturgefüges ist.
22/23.05.2026
- Wenn der Sommer nach Johannisbeeren duftet
An einem warmen Julimorgen streifte die junge Lina durch den Garten ihres Großvaters. Zwischen hohen Gräsern, summenden Wildbienen und alten Obststräuchern entdeckte sie einen Busch voller leuchtend roter Johannisbeeren. Die kleinen Früchte glänzten wie Glasperlen in der Sonne. Vorsichtig pflückte sie eine Rispe und probierte eine Beere. Erst schmeckte sie süß, dann angenehm säuerlich.
„Diese Sträucher wachsen hier schon länger als ich lebe“, sagte ihr Großvater lächelnd. „Früher standen Johannisbeeren in fast jedem Garten. Sie brauchten nicht viel, nur guten Boden, Wasser und ein wenig Pflege.“
Während Lina weiterpflückte, erzählte er von den Veränderungen der letzten Jahrzehnte: von trockeneren Sommern, verschwundenen Hecken und Insekten, die seltener geworden waren. Die Johannisbeeren trugen noch Früchte – doch nicht mehr so zuverlässig wie früher. Lina begann zu verstehen, dass selbst ein scheinbar gewöhnlicher Beerenstrauch Teil eines empfindlichen Naturgefüges ist.
Die Johannisbeere – eine alte Kulturpflanze mit großer Bedeutung
Die Johannisbeere gehört zur Gattung der Ribes-Gewächse und ist in Europa seit Jahrhunderten verbreitet. Besonders bekannt sind die roten, schwarzen und weißen Johannisbeeren. Sie wachsen als mehrjährige Sträucher und bevorzugen nährstoffreiche, leicht feuchte Böden sowie sonnige bis halbschattige Standorte.
Die Blütezeit beginnt meist im Frühjahr. Dann bieten die kleinen Blüten zahlreichen Insekten Nahrung. Im Sommer reifen die Früchte heran, die nicht nur Menschen schmecken, sondern auch vielen Vogelarten als wichtige Nahrungsquelle dienen. Johannisbeeren enthalten zudem viele Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe und werden daher seit langem in Gärten und Streuobstwiesen kultiviert.
Ökologisch sind Johannisbeersträucher wertvoll, weil sie Lebensräume schaffen. Zwischen ihren Zweigen finden Insekten Schutz, während der Boden darunter Feuchtigkeit speichert und Kleinstlebewesen beherbergt.
Besonders in naturnahen Gärten tragen sie zur Artenvielfalt bei.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Johannisbeere gehört zur Gattung der Ribes-Gewächse und ist in Europa seit Jahrhunderten verbreitet. Besonders bekannt sind die roten, schwarzen und weißen Johannisbeeren. Sie wachsen als mehrjährige Sträucher und bevorzugen nährstoffreiche, leicht feuchte Böden sowie sonnige bis halbschattige Standorte.
Die Blütezeit beginnt meist im Frühjahr. Dann bieten die kleinen Blüten zahlreichen Insekten Nahrung. Im Sommer reifen die Früchte heran, die nicht nur Menschen schmecken, sondern auch vielen Vogelarten als wichtige Nahrungsquelle dienen. Johannisbeeren enthalten zudem viele Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe und werden daher seit langem in Gärten und Streuobstwiesen kultiviert.
Ökologisch sind Johannisbeersträucher wertvoll, weil sie Lebensräume schaffen. Zwischen ihren Zweigen finden Insekten Schutz, während der Boden darunter Feuchtigkeit speichert und Kleinstlebewesen beherbergt.
Besonders in naturnahen Gärten tragen sie zur Artenvielfalt bei.
Aufnahme von Dieter Zinßer
- Johannisbeere - große Blüte, Blutjohannisbeere
Artenschutz in Franken®
Gemeine Wegwarte (Cichorium intybus)
Die blaue Wächterin am Wegesrand
22/23.05.2026
An einem heißen Sommertag wanderte ein altes Ehepaar über einen staubigen Feldweg am Rand eines fränkischen Dorfes. Die Luft flimmerte über den Feldern, Lerchen sangen hoch über den Äckern, und kaum noch etwas blühte entlang des Weges. Doch mitten zwischen Schotter und trockenem Gras leuchtete ein kräftiges Himmelblau: die Gemeine Wegwarte.
Die Frau blieb stehen. „Früher standen sie überall“, sagte sie leise. Ihr Mann nickte und erinnerte sich daran, wie Kinder die Blüten pflückten und Bauern den bitteren Duft der Pflanze kannten. Während ringsum vieles verschwunden war – Hecken, Wildblumen und summende Insekten – hielt die Wegwarte noch immer aus. Sie stand dort wie eine stille Wächterin des Sommers.
Eine Wildbiene landete auf einer geöffneten Blüte, und für einen Moment schien die kleine Pflanze mehr Leben in sich zu tragen als der ganze ausgeräumte Feldrand daneben.
22/23.05.2026
- Eine kleine Geschichte über die Gemeine Wegwarte (Cichorium intybus)
An einem heißen Sommertag wanderte ein altes Ehepaar über einen staubigen Feldweg am Rand eines fränkischen Dorfes. Die Luft flimmerte über den Feldern, Lerchen sangen hoch über den Äckern, und kaum noch etwas blühte entlang des Weges. Doch mitten zwischen Schotter und trockenem Gras leuchtete ein kräftiges Himmelblau: die Gemeine Wegwarte.
Die Frau blieb stehen. „Früher standen sie überall“, sagte sie leise. Ihr Mann nickte und erinnerte sich daran, wie Kinder die Blüten pflückten und Bauern den bitteren Duft der Pflanze kannten. Während ringsum vieles verschwunden war – Hecken, Wildblumen und summende Insekten – hielt die Wegwarte noch immer aus. Sie stand dort wie eine stille Wächterin des Sommers.
Eine Wildbiene landete auf einer geöffneten Blüte, und für einen Moment schien die kleine Pflanze mehr Leben in sich zu tragen als der ganze ausgeräumte Feldrand daneben.
Die Gemeine Wegwarte – Charakterpflanze sonniger Wegränder
Die Gemeine oder Gewöhnliche Wegwarte Cichorium intybus gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist in Europa, Westasien und Nordafrika heimisch und wächst bevorzugt an sonnigen Wegrändern, Böschungen, Feldsäumen und trockenen Wiesen.
Typisch sind ihre auffallend hellblauen bis violettblauen Blüten, die sich meist nur am Vormittag vollständig öffnen. Die Pflanze erreicht Höhen von etwa 30 bis 150 Zentimetern.
Ihr kantiger Stängel und die tiefreichende Pfahlwurzel machen sie widerstandsfähig gegenüber Trockenheit.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Gemeine oder Gewöhnliche Wegwarte Cichorium intybus gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist in Europa, Westasien und Nordafrika heimisch und wächst bevorzugt an sonnigen Wegrändern, Böschungen, Feldsäumen und trockenen Wiesen.
Typisch sind ihre auffallend hellblauen bis violettblauen Blüten, die sich meist nur am Vormittag vollständig öffnen. Die Pflanze erreicht Höhen von etwa 30 bis 150 Zentimetern.
Ihr kantiger Stängel und die tiefreichende Pfahlwurzel machen sie widerstandsfähig gegenüber Trockenheit.
Aufnahme von Dieter Zinßer
- Gemeine Wegwarte mit Schwebfliege
Artenschutz in Franken®
Gemeiner Bienenkäfer (Trichodes apiarius)
Gemeiner Bienenkäfer (Trichodes apiarius) – Farbiger Jäger der Blütenlandschaften
22/23.05.2026
Die Mittagssonne lag warm über einer blühenden Wiese am Waldrand. Zwischen Flockenblumen, Margeriten und Disteln summten unzählige Insekten. Während Wildbienen von Blüte zu Blüte flogen, bewegte sich ein auffällig rot-schwarz gefärbter Käfer langsam über eine trockene Doldenblüte. Sein leuchtendes Muster wirkte beinahe wie ein Warnsignal inmitten des sommerlichen Grüns.
Ein Naturfotograf blieb stehen und beobachtete das Tier. Der Käfer wirkte ruhig, fast elegant, doch hinter seinem farbenprächtigen Erscheinungsbild verbarg sich ein geschickter Jäger. Für viele Menschen bleibt er unbemerkt, obwohl er zu den faszinierendsten Käferarten naturnaher Landschaften gehört.
Der Gemeine Bienenkäfer erinnert daran, wie vielfältig und überraschend die Welt der Insekten ist – und wie empfindlich ihre Lebensräume geworden sind.
22/23.05.2026
- Ein Sommertag auf der Wildblumenwiese
Die Mittagssonne lag warm über einer blühenden Wiese am Waldrand. Zwischen Flockenblumen, Margeriten und Disteln summten unzählige Insekten. Während Wildbienen von Blüte zu Blüte flogen, bewegte sich ein auffällig rot-schwarz gefärbter Käfer langsam über eine trockene Doldenblüte. Sein leuchtendes Muster wirkte beinahe wie ein Warnsignal inmitten des sommerlichen Grüns.
Ein Naturfotograf blieb stehen und beobachtete das Tier. Der Käfer wirkte ruhig, fast elegant, doch hinter seinem farbenprächtigen Erscheinungsbild verbarg sich ein geschickter Jäger. Für viele Menschen bleibt er unbemerkt, obwohl er zu den faszinierendsten Käferarten naturnaher Landschaften gehört.
Der Gemeine Bienenkäfer erinnert daran, wie vielfältig und überraschend die Welt der Insekten ist – und wie empfindlich ihre Lebensräume geworden sind.
Artbeschreibung des Gemeinen Bienenkäfers
Der Gemeine Bienenkäfer gehört zur Art Trichodes apiarius und zur Familie der Buntkäfer (Cleridae). Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet und bevorzugt sonnige, blütenreiche Lebensräume.
Auffällig ist seine kontrastreiche Färbung: Die Flügeldecken zeigen kräftige rote Bereiche mit schwarzen Querbändern. Der Körper ist leicht behaart und erreicht eine Länge von etwa neun bis sechzehn Millimetern. Durch seine Warnfärbung wirkt der Käfer auf mögliche Fressfeinde abschreckend.
Erwachsene Tiere findet man vor allem zwischen Mai und August auf Blüten. Dort ernähren sie sich von Pollen, Nektar und kleinen Insekten. Besonders häufig besuchen sie Doldenblütler, Disteln und andere Wildpflanzen sonniger Standorte.
Die Larven des Gemeinen Bienenkäfers entwickeln sich in Nestern von Wildbienen und anderen Hautflüglern. Dort ernähren sie sich von Insektenlarven und Nahrungsvorräten. Trotz dieser Lebensweise gilt die Art als natürlicher Bestandteil stabiler Ökosysteme.
Der Gemeine Bienenkäfer ist ein wichtiger Hinweis auf strukturreiche und artenreiche Landschaften mit hoher Insektenvielfalt.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Der Gemeine Bienenkäfer gehört zur Art Trichodes apiarius und zur Familie der Buntkäfer (Cleridae). Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet und bevorzugt sonnige, blütenreiche Lebensräume.
Auffällig ist seine kontrastreiche Färbung: Die Flügeldecken zeigen kräftige rote Bereiche mit schwarzen Querbändern. Der Körper ist leicht behaart und erreicht eine Länge von etwa neun bis sechzehn Millimetern. Durch seine Warnfärbung wirkt der Käfer auf mögliche Fressfeinde abschreckend.
Erwachsene Tiere findet man vor allem zwischen Mai und August auf Blüten. Dort ernähren sie sich von Pollen, Nektar und kleinen Insekten. Besonders häufig besuchen sie Doldenblütler, Disteln und andere Wildpflanzen sonniger Standorte.
Die Larven des Gemeinen Bienenkäfers entwickeln sich in Nestern von Wildbienen und anderen Hautflüglern. Dort ernähren sie sich von Insektenlarven und Nahrungsvorräten. Trotz dieser Lebensweise gilt die Art als natürlicher Bestandteil stabiler Ökosysteme.
Der Gemeine Bienenkäfer ist ein wichtiger Hinweis auf strukturreiche und artenreiche Landschaften mit hoher Insektenvielfalt.
Aufnahme von Dieter Zinßer
- Bienenkäfer auf weißer Margerite
Artenschutz in Franken®
Flieder (Syringa)
Flieder (Syringa) – Duftender Frühlingsbote zwischen Gartenkultur und Klimawandel
21/22.05.2026
Als der alte Naturpfad am Dorfrand nach vielen Jahren wieder freigeschnitten wurde, entdeckte man zwischen überwucherten Steinen einen Fliederstrauch, der offenbar schon Jahrzehnte dort stand. Niemand wusste mehr genau, wer ihn einst gepflanzt hatte. Doch jedes Frühjahr, wenn die ersten warmen Tage kamen, öffneten sich seine violetten Blütenrispen und erfüllten die Luft mit ihrem süßen Duft. Spaziergänger blieben stehen, Bienen summten zwischen den Blüten, und Kinder pflückten vorsichtig einzelne Zweige für die heimischen Vasen.
Der Flieder wurde zu einem stillen Zeichen dafür, wie eng Natur und menschliche Erinnerung miteinander verbunden sein können. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass selbst robuste Pflanzen heute unter veränderten Umweltbedingungen leiden – oft unbemerkt.
21/22.05.2026
- Eine kleine Geschichte aus dem Mai
Als der alte Naturpfad am Dorfrand nach vielen Jahren wieder freigeschnitten wurde, entdeckte man zwischen überwucherten Steinen einen Fliederstrauch, der offenbar schon Jahrzehnte dort stand. Niemand wusste mehr genau, wer ihn einst gepflanzt hatte. Doch jedes Frühjahr, wenn die ersten warmen Tage kamen, öffneten sich seine violetten Blütenrispen und erfüllten die Luft mit ihrem süßen Duft. Spaziergänger blieben stehen, Bienen summten zwischen den Blüten, und Kinder pflückten vorsichtig einzelne Zweige für die heimischen Vasen.
Der Flieder wurde zu einem stillen Zeichen dafür, wie eng Natur und menschliche Erinnerung miteinander verbunden sein können. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass selbst robuste Pflanzen heute unter veränderten Umweltbedingungen leiden – oft unbemerkt.
Artbeschreibung des Flieders
Der Flieder gehört zur Gattung Syringa innerhalb der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Die ursprünglich aus Südosteuropa und Asien stammenden Arten werden seit Jahrhunderten in europäischen Gärten kultiviert. Besonders bekannt ist der Gemeine Flieder (Syringa vulgaris), der wegen seiner auffälligen Blüten und seines intensiven Duftes geschätzt wird.
Flieder wächst meist als mehrstämmiger Strauch, seltener als kleiner Baum, und erreicht Höhen von zwei bis sieben Metern. Seine herzförmigen Blätter erscheinen im Frühjahr frischgrün und bilden einen schönen Kontrast zu den dichten Blütenständen. Die Blütenfarben reichen von Weiß über Rosa bis zu kräftigem Violett.
Die Blütezeit liegt überwiegend zwischen April und Juni. In dieser Zeit stellt der Flieder eine wertvolle Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten dar, darunter Wildbienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber. Besonders ältere, ungefüllte Sorten bieten reichlich Nektar und Pollen.
Flieder bevorzugt sonnige Standorte und durchlässige Böden. Er gilt als relativ robust und winterhart, weshalb er sich in Parks, Bauerngärten, Hecken und an Waldrändern weit verbreitet hat.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Der Flieder gehört zur Gattung Syringa innerhalb der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Die ursprünglich aus Südosteuropa und Asien stammenden Arten werden seit Jahrhunderten in europäischen Gärten kultiviert. Besonders bekannt ist der Gemeine Flieder (Syringa vulgaris), der wegen seiner auffälligen Blüten und seines intensiven Duftes geschätzt wird.
Flieder wächst meist als mehrstämmiger Strauch, seltener als kleiner Baum, und erreicht Höhen von zwei bis sieben Metern. Seine herzförmigen Blätter erscheinen im Frühjahr frischgrün und bilden einen schönen Kontrast zu den dichten Blütenständen. Die Blütenfarben reichen von Weiß über Rosa bis zu kräftigem Violett.
Die Blütezeit liegt überwiegend zwischen April und Juni. In dieser Zeit stellt der Flieder eine wertvolle Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten dar, darunter Wildbienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber. Besonders ältere, ungefüllte Sorten bieten reichlich Nektar und Pollen.
Flieder bevorzugt sonnige Standorte und durchlässige Böden. Er gilt als relativ robust und winterhart, weshalb er sich in Parks, Bauerngärten, Hecken und an Waldrändern weit verbreitet hat.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Eiben (Taxus)
Die alte Eibe am Waldrand
21/22.05.2026
Im Herbst leuchteten ihre roten Samenmäntel zwischen den dunkelgrünen Nadeln hervor und lockten Vögel an. Für zahlreiche Tiere bot der Baum Schutz, Nahrung und Rückzugsräume. Doch obwohl Eiben als widerstandsfähig gelten, sind auch sie von den Veränderungen moderner Landschaften betroffen. Ihr langsames Wachstum und ihre besonderen Lebensraumansprüche machen sie empfindlich gegenüber menschlichen Eingriffen und ökologischen Veränderungen.
21/22.05.2026
- Am Rand eines stillen Waldpfades stand eine alte Eibe, deren dunkle Äste sich weit über den moosigen Boden ausbreiteten. Viele Generationen von Menschen waren an ihr vorbeigegangen, ohne ihr besonderes Alter zu erkennen. Während ringsum Bäume gefällt wurden, Stürme über den Wald zogen und trockene Sommer die Landschaft veränderten, blieb die Eibe über Jahrzehnte hinweg ein fester Bestandteil des Waldes.
Im Herbst leuchteten ihre roten Samenmäntel zwischen den dunkelgrünen Nadeln hervor und lockten Vögel an. Für zahlreiche Tiere bot der Baum Schutz, Nahrung und Rückzugsräume. Doch obwohl Eiben als widerstandsfähig gelten, sind auch sie von den Veränderungen moderner Landschaften betroffen. Ihr langsames Wachstum und ihre besonderen Lebensraumansprüche machen sie empfindlich gegenüber menschlichen Eingriffen und ökologischen Veränderungen.
Die Eibe – ein außergewöhnlicher und zugleich giftiger Nadelbaum
Die Eiben, botanisch Taxus, gehören zu den ältesten noch existierenden Baumgattungen Europas. Besonders bekannt ist die Europäische Eibe (Taxus baccata), die in weiten Teilen Europas heimisch ist. Eiben wachsen als immergrüne Sträucher oder Bäume und können ein sehr hohes Alter erreichen. Einzelne Exemplare werden auf mehrere hundert bis über tausend Jahre geschätzt.
Charakteristisch sind die weichen, dunkelgrünen Nadeln und die leuchtend roten Samenmäntel, die im Herbst erscheinen. Anders als viele andere Nadelbäume bildet die Eibe keine klassischen Zapfen aus. Die roten Fruchtmäntel dienen Vögeln als Nahrung, wodurch die Samen verbreitet werden.
Die Eibe wächst vergleichsweise langsam und bevorzugt schattige bis halbschattige Standorte mit nährstoffreichen, lockeren Böden. Häufig findet man sie in naturnahen Mischwäldern, an Waldrändern, in Schluchten oder in alten Parkanlagen.
Besonders bemerkenswert ist ihre hohe Regenerationsfähigkeit. Selbst aus alten Stämmen kann die Eibe erneut austreiben. Gleichzeitig zählt sie zu den giftigsten heimischen Gehölzen Europas.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Eiben, botanisch Taxus, gehören zu den ältesten noch existierenden Baumgattungen Europas. Besonders bekannt ist die Europäische Eibe (Taxus baccata), die in weiten Teilen Europas heimisch ist. Eiben wachsen als immergrüne Sträucher oder Bäume und können ein sehr hohes Alter erreichen. Einzelne Exemplare werden auf mehrere hundert bis über tausend Jahre geschätzt.
Charakteristisch sind die weichen, dunkelgrünen Nadeln und die leuchtend roten Samenmäntel, die im Herbst erscheinen. Anders als viele andere Nadelbäume bildet die Eibe keine klassischen Zapfen aus. Die roten Fruchtmäntel dienen Vögeln als Nahrung, wodurch die Samen verbreitet werden.
Die Eibe wächst vergleichsweise langsam und bevorzugt schattige bis halbschattige Standorte mit nährstoffreichen, lockeren Böden. Häufig findet man sie in naturnahen Mischwäldern, an Waldrändern, in Schluchten oder in alten Parkanlagen.
Besonders bemerkenswert ist ihre hohe Regenerationsfähigkeit. Selbst aus alten Stämmen kann die Eibe erneut austreiben. Gleichzeitig zählt sie zu den giftigsten heimischen Gehölzen Europas.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Eibe - einzelne Frucht
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Schwarze Wegameise (Lasius niger)
Schwarze Wegameise (Lasius niger) – Kleine Baumeisterin mit großer Bedeutung
21/22.05.2026
Nach einem warmen Sommerregen blieb ein Junge am Rand eines Kiesweges stehen. Zwischen den feuchten Steinen herrschte plötzlich reges Treiben. Winzige schwarze Ameisen liefen in langen Reihen über den Boden, trugen kleine Pflanzenreste oder verschwanden in schmalen Öffnungen zwischen den Steinen. Geduldig setzte sich der Junge ins Gras und beobachtete die Tiere. Während ringsum alles ruhig wirkte, arbeitete unter seinen Füßen ein perfekt organisierter Staat.
Eine einzelne Ameise entdeckte einen Wassertropfen auf einem Blatt und tastete vorsichtig mit ihren Fühlern darüber. Für den Jungen war es nur ein kleiner Moment. Für die Ameisen jedoch bedeutete jeder Tropfen Nahrung, Orientierung und Überleben.
Solche Begegnungen zeigen, wie eng selbst die kleinsten Lebewesen mit unserer Umwelt verbunden sind – und wie wichtig sie für das Gleichgewicht der Natur bleiben.
21/22.05.2026
- Eine Begegnung am Gartenweg
Nach einem warmen Sommerregen blieb ein Junge am Rand eines Kiesweges stehen. Zwischen den feuchten Steinen herrschte plötzlich reges Treiben. Winzige schwarze Ameisen liefen in langen Reihen über den Boden, trugen kleine Pflanzenreste oder verschwanden in schmalen Öffnungen zwischen den Steinen. Geduldig setzte sich der Junge ins Gras und beobachtete die Tiere. Während ringsum alles ruhig wirkte, arbeitete unter seinen Füßen ein perfekt organisierter Staat.
Eine einzelne Ameise entdeckte einen Wassertropfen auf einem Blatt und tastete vorsichtig mit ihren Fühlern darüber. Für den Jungen war es nur ein kleiner Moment. Für die Ameisen jedoch bedeutete jeder Tropfen Nahrung, Orientierung und Überleben.
Solche Begegnungen zeigen, wie eng selbst die kleinsten Lebewesen mit unserer Umwelt verbunden sind – und wie wichtig sie für das Gleichgewicht der Natur bleiben.
Artbeschreibung der Schwarzen Wegameise
Die Schwarze Wegameise gehört zur Art Lasius niger und zählt zu den häufigsten Ameisenarten Mitteleuropas. Sie besiedelt Gärten, Wiesen, Parks, Waldränder und sogar Städte. Besonders häufig findet man ihre Nester unter Steinen, Gehwegplatten oder in trockenen Böden.
Arbeiterinnen erreichen eine Körperlänge von etwa drei bis fünf Millimetern und besitzen eine dunkelbraune bis schwarze Färbung. Die Königinnen sind deutlich größer und können mehrere Jahre alt werden. Während der Schwarmzeit im Sommer verlassen geflügelte Jungköniginnen und Männchen ihre Nester, um neue Kolonien zu gründen.
Die Schwarze Wegameise lebt in großen Staaten mit klarer Arbeitsteilung. Arbeiterinnen kümmern sich um Nahrungssuche, Nestbau und Brutpflege. Besonders bekannt ist ihre Beziehung zu Blattläusen: Die Ameisen schützen die Läuse vor Fressfeinden und erhalten dafür den süßen Honigtau als Nahrung.
Ökologisch erfüllt die Art wichtige Aufgaben. Sie lockert Böden, verteilt Pflanzensamen und dient zahlreichen Tieren als Nahrungsquelle. Gleichzeitig beeinflusst sie das ökologische Gleichgewicht vieler kleiner Lebensräume.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Schwarze Wegameise gehört zur Art Lasius niger und zählt zu den häufigsten Ameisenarten Mitteleuropas. Sie besiedelt Gärten, Wiesen, Parks, Waldränder und sogar Städte. Besonders häufig findet man ihre Nester unter Steinen, Gehwegplatten oder in trockenen Böden.
Arbeiterinnen erreichen eine Körperlänge von etwa drei bis fünf Millimetern und besitzen eine dunkelbraune bis schwarze Färbung. Die Königinnen sind deutlich größer und können mehrere Jahre alt werden. Während der Schwarmzeit im Sommer verlassen geflügelte Jungköniginnen und Männchen ihre Nester, um neue Kolonien zu gründen.
Die Schwarze Wegameise lebt in großen Staaten mit klarer Arbeitsteilung. Arbeiterinnen kümmern sich um Nahrungssuche, Nestbau und Brutpflege. Besonders bekannt ist ihre Beziehung zu Blattläusen: Die Ameisen schützen die Läuse vor Fressfeinden und erhalten dafür den süßen Honigtau als Nahrung.
Ökologisch erfüllt die Art wichtige Aufgaben. Sie lockert Böden, verteilt Pflanzensamen und dient zahlreichen Tieren als Nahrungsquelle. Gleichzeitig beeinflusst sie das ökologische Gleichgewicht vieler kleiner Lebensräume.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Schwarze Wegameise (Lasius niger) auf einer Wolfsmilch (Euphorbia), deren nektarähnliche Pflanzensäfte viele Insekten anziehen.
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