Ringelblume (Calendula officinalis)
Die Ringelblume (Calendula officinalis) – ein leuchtender Farbtupfer im Garten
19/20.06.2026
An einem sonnigen Morgen ging eine Gartenbesitzerin durch ihre Beete und betrachtete die Pflanzen, die sich im Laufe des Sommers entwickelt hatten. Zwischen Kräutern, Gemüse und Wildblumen leuchteten ihr kräftige gelbe und orangefarbene Blüten entgegen. Selbst nach einer regnerischen Nacht wirkten die Blüten frisch und strahlend.
Während Bienen und Schwebfliegen die Blüten besuchten, öffneten sich die Blütenkörbe langsam der Sonne. Schon seit Generationen erfreut die Ringelblume Menschen nicht nur durch ihre Farbenpracht, sondern auch durch ihre vielseitige Verwendung in Gärten und Naturgärten. Mit ihrer langen Blütezeit bereichert sie Beete über viele Monate hinweg und bietet zahlreichen Insekten eine wertvolle Nahrungsquelle.
19/20.06.2026
- Eine kleine Geschichte aus dem Sommergarten
An einem sonnigen Morgen ging eine Gartenbesitzerin durch ihre Beete und betrachtete die Pflanzen, die sich im Laufe des Sommers entwickelt hatten. Zwischen Kräutern, Gemüse und Wildblumen leuchteten ihr kräftige gelbe und orangefarbene Blüten entgegen. Selbst nach einer regnerischen Nacht wirkten die Blüten frisch und strahlend.
Während Bienen und Schwebfliegen die Blüten besuchten, öffneten sich die Blütenkörbe langsam der Sonne. Schon seit Generationen erfreut die Ringelblume Menschen nicht nur durch ihre Farbenpracht, sondern auch durch ihre vielseitige Verwendung in Gärten und Naturgärten. Mit ihrer langen Blütezeit bereichert sie Beete über viele Monate hinweg und bietet zahlreichen Insekten eine wertvolle Nahrungsquelle.
Artbeschreibung
Die Ringelblume (Calendula officinalis) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Ursprünglich stammt sie vermutlich aus dem Mittelmeerraum, wird jedoch seit Jahrhunderten in vielen Regionen Europas als Zier- und Nutzpflanze kultiviert.
Die einjährige Pflanze erreicht meist Wuchshöhen zwischen 30 und 60 Zentimetern. Ihre leicht behaarten Stängel tragen längliche, frischgrüne Blätter. Besonders auffällig sind die großen Blütenköpfe, die je nach Sorte in verschiedenen Gelb- und Orangetönen erscheinen.
Die Blütezeit reicht häufig von Juni bis in den Herbst hinein. Werden verblühte Blüten regelmäßig entfernt, bildet die Pflanze oft über viele Wochen neue Blüten nach. Dadurch entsteht ein langanhaltendes Blütenangebot für zahlreiche Insektenarten.
Ringelblumen bevorzugen sonnige Standorte und gedeihen auf vielen Gartenböden. Sie gelten als unkompliziert und sind deshalb sowohl in Bauerngärten als auch in naturnahen Pflanzungen sehr beliebt.
Neben ihrem Zierwert wird die Ringelblume seit langer Zeit auch als Heil- und Gewürzpflanze geschätzt. Ihre Blüten werden traditionell in verschiedenen Anwendungsbereichen genutzt und sind vielen Menschen als Bestandteil von Salben, Teemischungen oder Naturkosmetik bekannt.
Die Ringelblume in unserer Bildergalerie
Die Ringelblume begeistert mit ihrer Farbenvielfalt, ihrer langen Blütezeit und ihrer Bedeutung für zahlreiche Insektenarten. In unserer Diashow stellen wir Ihnen diese beliebte Gartenpflanze näher vor.
Entdecken Sie die leuchtenden Blüten aus verschiedenen Perspektiven und erleben Sie, wie die Ringelblume Gärten, Beete und naturnahe Pflanzungen mit ihren warmen Farben bereichert.
Die Bilder zeigen eindrucksvoll, warum diese traditionsreiche Pflanze seit Jahrhunderten zu den beliebtesten Blühpflanzen Europas gehört.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Ringelblume (Calendula officinalis) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Ursprünglich stammt sie vermutlich aus dem Mittelmeerraum, wird jedoch seit Jahrhunderten in vielen Regionen Europas als Zier- und Nutzpflanze kultiviert.
Die einjährige Pflanze erreicht meist Wuchshöhen zwischen 30 und 60 Zentimetern. Ihre leicht behaarten Stängel tragen längliche, frischgrüne Blätter. Besonders auffällig sind die großen Blütenköpfe, die je nach Sorte in verschiedenen Gelb- und Orangetönen erscheinen.
Die Blütezeit reicht häufig von Juni bis in den Herbst hinein. Werden verblühte Blüten regelmäßig entfernt, bildet die Pflanze oft über viele Wochen neue Blüten nach. Dadurch entsteht ein langanhaltendes Blütenangebot für zahlreiche Insektenarten.
Ringelblumen bevorzugen sonnige Standorte und gedeihen auf vielen Gartenböden. Sie gelten als unkompliziert und sind deshalb sowohl in Bauerngärten als auch in naturnahen Pflanzungen sehr beliebt.
Neben ihrem Zierwert wird die Ringelblume seit langer Zeit auch als Heil- und Gewürzpflanze geschätzt. Ihre Blüten werden traditionell in verschiedenen Anwendungsbereichen genutzt und sind vielen Menschen als Bestandteil von Salben, Teemischungen oder Naturkosmetik bekannt.
Die Ringelblume in unserer Bildergalerie
Die Ringelblume begeistert mit ihrer Farbenvielfalt, ihrer langen Blütezeit und ihrer Bedeutung für zahlreiche Insektenarten. In unserer Diashow stellen wir Ihnen diese beliebte Gartenpflanze näher vor.
Entdecken Sie die leuchtenden Blüten aus verschiedenen Perspektiven und erleben Sie, wie die Ringelblume Gärten, Beete und naturnahe Pflanzungen mit ihren warmen Farben bereichert.
Die Bilder zeigen eindrucksvoll, warum diese traditionsreiche Pflanze seit Jahrhunderten zu den beliebtesten Blühpflanzen Europas gehört.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Klimawandel und Biodiversität – eine wachsende Herausforderung
Klimawandel und Biodiversität – eine wachsende Herausforderung
24/25.06.2026
Besonders betroffen sind Arten, die auf kühle, feuchte oder strukturreiche Lebensräume angewiesen sind. Trocknen Gewässer aus, verdorren Wiesen oder fehlen schattige Rückzugsräume, verschärft sich der Überlebenskampf für zahlreiche Tiere und Pflanzen erheblich. Gleichzeitig werden Lebensräume vielerorts immer stärker vereinfacht und verlieren ihre ökologische Vielfalt.
24/25.06.2026
- Längere Hitzeperioden, ausbleibende Niederschläge und immer häufiger auftretende Wetterextreme stellen Natur und Umwelt vor große Herausforderungen. Wenn Temperaturen über längere Zeit deutlich über 30 Grad Celsius liegen, geraten viele Tier- und Pflanzenarten an die Grenzen ihrer Anpassungsfähigkeit.
Besonders betroffen sind Arten, die auf kühle, feuchte oder strukturreiche Lebensräume angewiesen sind. Trocknen Gewässer aus, verdorren Wiesen oder fehlen schattige Rückzugsräume, verschärft sich der Überlebenskampf für zahlreiche Tiere und Pflanzen erheblich. Gleichzeitig werden Lebensräume vielerorts immer stärker vereinfacht und verlieren ihre ökologische Vielfalt.
Eine intensiv genutzte Landwirtschaft, strukturarme Forstflächen, die Versiegelung von Böden sowie naturferne Gärten tragen zusätzlich dazu bei, dass Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen seltener werden. Wo einst Hecken, Blühflächen, Feuchtstellen oder alte Bäume Lebensraum boten, finden viele Arten heute nur noch wenige geeignete Bedingungen vor.
Der Klimawandel und der Verlust der biologischen Vielfalt stehen dabei in engem Zusammenhang. Intakte Ökosysteme helfen, die Folgen von Hitze, Trockenheit und Starkregen abzumildern. Gleichzeitig benötigen viele Arten vielfältige und miteinander vernetzte Lebensräume, um sich an veränderte Umweltbedingungen anpassen zu können.
Viele wissenschaftliche Untersuchungen gehen davon aus, dass sich die Durchschnittstemperaturen in Mitteleuropa in den kommenden Jahrzehnten weiter erhöhen werden. Hitzewellen könnten häufiger, länger und intensiver auftreten, während Trockenperioden in manchen Regionen zunehmen. Für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten bedeutet dies zusätzlichen Anpassungsdruck. Arten mit engen Lebensraumansprüchen oder geringer Ausbreitungsfähigkeit könnten weiter zurückgehen, während wärmeliebende Arten zunehmend neue Gebiete besiedeln. Ohne wirksame Gegenmaßnahmen ist daher zu erwarten, dass die biologische Vielfalt vielerorts weiter abnimmt und sich die Zusammensetzung unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt spürbar verändert.
Besorgniserregend ist dabei, dass die Themen Klimawandel und Biodiversitätsverlust noch immer nicht von allen Menschen als zentrale Zukunftsaufgaben wahrgenommen werden. Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von fehlenden Informationen über andere persönliche Prioritäten bis hin zu der Annahme, die Folgen würden erst weit in der Zukunft sichtbar werden. Tatsächlich sind viele Veränderungen bereits heute erkennbar – in ausgetrockneten Gewässern, zunehmenden Hitzetagen, dem Rückgang zahlreicher Insektenarten oder dem Verschwinden ehemals häufiger Pflanzen und Tiere.
Dabei betrifft diese Entwicklung nicht nur die Natur. Die Entscheidungen der heutigen Generation werden die Lebensbedingungen der kommenden Jahrzehnte maßgeblich prägen. Viele Menschen, die den Folgen des Klimawandels und des Biodiversitätsverlustes vielleicht noch vergleichsweise begrenzt begegnen werden, haben Kinder, Enkelkinder oder nachfolgende Generationen in ihrer Familie. Diese werden voraussichtlich deutlich stärker mit den Auswirkungen konfrontiert sein und mit den Folgen heutiger Entscheidungen leben müssen.
Gerade deshalb kommt dem Schutz der biologischen Vielfalt eine besondere Bedeutung zu. Naturnahe Lebensräume, artenreiche Wälder, Hecken, Streuobstwiesen, Feuchtgebiete und blütenreiche Gärten sind nicht nur Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen. Sie leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels und erhöhen die Widerstandsfähigkeit unserer Landschaften.
Die Herausforderungen sind groß, doch zahlreiche Beispiele zeigen, dass gezielte Naturschutzmaßnahmen Lebensräume verbessern und die Widerstandskraft unserer Natur stärken können. Der Schutz der Biodiversität ist damit nicht nur eine Investition in die Natur von heute, sondern auch in die Lebensqualität und Zukunftschancen kommender Generationen.
In der Aufnahme von Dieter Eichstädt
Der Klimawandel und der Verlust der biologischen Vielfalt stehen dabei in engem Zusammenhang. Intakte Ökosysteme helfen, die Folgen von Hitze, Trockenheit und Starkregen abzumildern. Gleichzeitig benötigen viele Arten vielfältige und miteinander vernetzte Lebensräume, um sich an veränderte Umweltbedingungen anpassen zu können.
Viele wissenschaftliche Untersuchungen gehen davon aus, dass sich die Durchschnittstemperaturen in Mitteleuropa in den kommenden Jahrzehnten weiter erhöhen werden. Hitzewellen könnten häufiger, länger und intensiver auftreten, während Trockenperioden in manchen Regionen zunehmen. Für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten bedeutet dies zusätzlichen Anpassungsdruck. Arten mit engen Lebensraumansprüchen oder geringer Ausbreitungsfähigkeit könnten weiter zurückgehen, während wärmeliebende Arten zunehmend neue Gebiete besiedeln. Ohne wirksame Gegenmaßnahmen ist daher zu erwarten, dass die biologische Vielfalt vielerorts weiter abnimmt und sich die Zusammensetzung unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt spürbar verändert.
Besorgniserregend ist dabei, dass die Themen Klimawandel und Biodiversitätsverlust noch immer nicht von allen Menschen als zentrale Zukunftsaufgaben wahrgenommen werden. Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von fehlenden Informationen über andere persönliche Prioritäten bis hin zu der Annahme, die Folgen würden erst weit in der Zukunft sichtbar werden. Tatsächlich sind viele Veränderungen bereits heute erkennbar – in ausgetrockneten Gewässern, zunehmenden Hitzetagen, dem Rückgang zahlreicher Insektenarten oder dem Verschwinden ehemals häufiger Pflanzen und Tiere.
Dabei betrifft diese Entwicklung nicht nur die Natur. Die Entscheidungen der heutigen Generation werden die Lebensbedingungen der kommenden Jahrzehnte maßgeblich prägen. Viele Menschen, die den Folgen des Klimawandels und des Biodiversitätsverlustes vielleicht noch vergleichsweise begrenzt begegnen werden, haben Kinder, Enkelkinder oder nachfolgende Generationen in ihrer Familie. Diese werden voraussichtlich deutlich stärker mit den Auswirkungen konfrontiert sein und mit den Folgen heutiger Entscheidungen leben müssen.
Gerade deshalb kommt dem Schutz der biologischen Vielfalt eine besondere Bedeutung zu. Naturnahe Lebensräume, artenreiche Wälder, Hecken, Streuobstwiesen, Feuchtgebiete und blütenreiche Gärten sind nicht nur Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen. Sie leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels und erhöhen die Widerstandsfähigkeit unserer Landschaften.
Die Herausforderungen sind groß, doch zahlreiche Beispiele zeigen, dass gezielte Naturschutzmaßnahmen Lebensräume verbessern und die Widerstandskraft unserer Natur stärken können. Der Schutz der Biodiversität ist damit nicht nur eine Investition in die Natur von heute, sondern auch in die Lebensqualität und Zukunftschancen kommender Generationen.
In der Aufnahme von Dieter Eichstädt
- Rotbauchunke ... in Deutschland vom Aussterben bedroht.
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Rote Keulenschrecke (Gomphocerippus rufus)
Die Rote Keulenschrecke – ein farbenfroher Bewohner sonniger Offenlandschaften
19/20.06.2026
An einem warmen Augustnachmittag wanderte eine Naturfreundin entlang eines sonnenbeschienenen Weges durch eine blütenreiche Wiese. Zwischen den Gräsern summten Wildbienen, Schmetterlinge schwebten über den Blüten, und immer wieder sprangen kleine Heuschrecken aus dem Weg.
Plötzlich fiel ihr ein ungewöhnlicher Farbtupfer auf. Auf einem trockenen Halm saß eine schlanke Heuschrecke mit auffällig rot gefärbtem Hinterleib. Als sie näherkam, sprang das Tier mit einem kräftigen Satz davon und verschwand im hohen Gras.
Es war eine Rote Keulenschrecke – eine Art, die aufgrund ihrer besonderen Färbung und ihrer Lebensweise zu den bemerkenswerten Bewohnern artenreicher Wiesen und Säume gehört. Doch wie viele andere Insekten ist auch sie auf Lebensräume angewiesen, die in unserer Landschaft immer seltener werden.
19/20.06.2026
- Eine kleine Geschichte aus dem Sommergras
An einem warmen Augustnachmittag wanderte eine Naturfreundin entlang eines sonnenbeschienenen Weges durch eine blütenreiche Wiese. Zwischen den Gräsern summten Wildbienen, Schmetterlinge schwebten über den Blüten, und immer wieder sprangen kleine Heuschrecken aus dem Weg.
Plötzlich fiel ihr ein ungewöhnlicher Farbtupfer auf. Auf einem trockenen Halm saß eine schlanke Heuschrecke mit auffällig rot gefärbtem Hinterleib. Als sie näherkam, sprang das Tier mit einem kräftigen Satz davon und verschwand im hohen Gras.
Es war eine Rote Keulenschrecke – eine Art, die aufgrund ihrer besonderen Färbung und ihrer Lebensweise zu den bemerkenswerten Bewohnern artenreicher Wiesen und Säume gehört. Doch wie viele andere Insekten ist auch sie auf Lebensräume angewiesen, die in unserer Landschaft immer seltener werden.
Artbeschreibung
Die Rote Keulenschrecke (Gomphocerippus rufus, früher Gomphocerus rufus) gehört zur Familie der Feldheuschrecken (Acrididae). Sie ist in weiten Teilen Europas verbreitet und besiedelt vor allem sonnige, strukturreiche Offenlandlebensräume.
Männchen erreichen Körperlängen von etwa 14 bis 18 Millimetern, Weibchen werden mit bis zu 25 Millimetern deutlich größer. Charakteristisch ist die oftmals rötliche bis rotbraune Färbung des Hinterleibs, die der Art ihren deutschen Namen verliehen hat.
Besonders auffällig sind die verdickten Fühlerenden der Männchen. Diese keulenförmige Ausprägung ist ein wichtiges Erkennungsmerkmal und gab der Art ihren Namen. Die Tiere sind überwiegend von Juli bis Oktober aktiv.
Während dieser Zeit lassen sich die Männchen häufig durch ihre artspezifischen Gesänge entdecken, mit denen sie Weibchen anlocken und ihr Revier markieren.
In der Aufnahme von Albert Meier
Die Rote Keulenschrecke (Gomphocerippus rufus, früher Gomphocerus rufus) gehört zur Familie der Feldheuschrecken (Acrididae). Sie ist in weiten Teilen Europas verbreitet und besiedelt vor allem sonnige, strukturreiche Offenlandlebensräume.
Männchen erreichen Körperlängen von etwa 14 bis 18 Millimetern, Weibchen werden mit bis zu 25 Millimetern deutlich größer. Charakteristisch ist die oftmals rötliche bis rotbraune Färbung des Hinterleibs, die der Art ihren deutschen Namen verliehen hat.
Besonders auffällig sind die verdickten Fühlerenden der Männchen. Diese keulenförmige Ausprägung ist ein wichtiges Erkennungsmerkmal und gab der Art ihren Namen. Die Tiere sind überwiegend von Juli bis Oktober aktiv.
Während dieser Zeit lassen sich die Männchen häufig durch ihre artspezifischen Gesänge entdecken, mit denen sie Weibchen anlocken und ihr Revier markieren.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Die Rote Keulenschrecke ist ein typischer Bewohner sonniger Offenlandschaften.
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Die Zwetschgen-Allee
Die Zwetschgen-Allee – Blütenpracht und Artenvielfalt in der Kulturlandschaft
24/25.06.2026
Vor allem im Frühjahr bietet die Allee einen eindrucksvollen Anblick. Zahlreiche Obstbäume stehen dann in voller Blüte und verwandeln den Weg in ein farbenfrohes Band aus Weiß- und Rosatönen. Die Blüten sind nicht nur ein Genuss für das Auge, sondern auch eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen, Honigbienen und viele weitere Insekten.
24/25.06.2026
- Zwischen zwei Gemeinden erstreckt sich eine rund einen Kilometer lange Obstbaumallee, die von vielen Menschen liebevoll als „Zwetschgen-Allee“ bezeichnet wird. Sie prägt das Landschaftsbild auf besondere Weise und verbindet Naturerlebnis, Kulturlandschaft und Artenvielfalt.
Vor allem im Frühjahr bietet die Allee einen eindrucksvollen Anblick. Zahlreiche Obstbäume stehen dann in voller Blüte und verwandeln den Weg in ein farbenfrohes Band aus Weiß- und Rosatönen. Die Blüten sind nicht nur ein Genuss für das Auge, sondern auch eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen, Honigbienen und viele weitere Insekten.
Im Laufe des Jahres entwickeln sich aus den Blüten schmackhafte Früchte. Neben Zwetschgen finden sich je nach Abschnitt auch andere traditionelle Obstsorten, die das Bild einer vielfältigen und lebendigen Kulturlandschaft prägen. Für zahlreiche Vogelarten, Insekten und Kleinsäuger stellen die Bäume zudem wertvolle Lebens- und Nahrungsräume dar.
Um die besondere Atmosphäre dieser Allee und ihre Bedeutung für Mensch und Natur erlebbar zu machen, haben wir eine Diashow zusammengestellt. Die Bilderserie begleitet die Zwetschgen-Allee durch die verschiedenen Jahreszeiten und vermittelt Eindrücke von ihrer Blütenpracht, den reifenden Früchten sowie den vielfältigen Lebensräumen entlang des Weges.
Die Zwetschgen-Allee zeigt eindrucksvoll, wie ökologischer Wert und landschaftliche Schönheit miteinander verbunden werden können. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Betrachten der Diashow und beim Entdecken eines kleinen, aber wertvollen Stücks heimischer Kulturlandschaft.
Aufnahmen von Dieter Zinßer
Um die besondere Atmosphäre dieser Allee und ihre Bedeutung für Mensch und Natur erlebbar zu machen, haben wir eine Diashow zusammengestellt. Die Bilderserie begleitet die Zwetschgen-Allee durch die verschiedenen Jahreszeiten und vermittelt Eindrücke von ihrer Blütenpracht, den reifenden Früchten sowie den vielfältigen Lebensräumen entlang des Weges.
Die Zwetschgen-Allee zeigt eindrucksvoll, wie ökologischer Wert und landschaftliche Schönheit miteinander verbunden werden können. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Betrachten der Diashow und beim Entdecken eines kleinen, aber wertvollen Stücks heimischer Kulturlandschaft.
Aufnahmen von Dieter Zinßer
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Braunes Langohr (Plecotus auritus)
Das Braune Langohr (Plecotus auritus) – der lautlose Jäger der Nacht
19/20.06.2026
Die Sonne war längst hinter den Baumwipfeln verschwunden, als sich über einem alten Obstgarten die ersten Schatten der Nacht ausbreiteten. Während Amseln ihre letzten Rufe erklingen ließen, öffnete sich in einer Scheune ein schmaler Spalt unter dem Dachgebälk. Vorsichtig schob sich ein kleines, braunes Wesen ins Freie.
Mit erstaunlich langsamen Flügelschlägen glitt die Fledermaus zwischen den Obstbäumen hindurch. Immer wieder hielt sie kurz inne, schwebte beinahe an Ort und Stelle und lauschte aufmerksam in die Dunkelheit. Plötzlich löste sie sich aus ihrem Flug, griff nach einem Nachtfalter, der auf einem Blatt saß, und verschwand lautlos zwischen den Ästen.
Es war ein Braunes Langohr – eine Fledermaus, die nicht durch Geschwindigkeit, sondern durch ihre außergewöhnlichen Sinne und ihre Geschicklichkeit beeindruckt. Doch während die Nacht für das Braune Langohr voller Möglichkeiten ist, werden seine Lebensräume und Rückzugsorte zunehmend seltener.
19/20.06.2026
- Eine kleine Geschichte aus der Abenddämmerung
Die Sonne war längst hinter den Baumwipfeln verschwunden, als sich über einem alten Obstgarten die ersten Schatten der Nacht ausbreiteten. Während Amseln ihre letzten Rufe erklingen ließen, öffnete sich in einer Scheune ein schmaler Spalt unter dem Dachgebälk. Vorsichtig schob sich ein kleines, braunes Wesen ins Freie.
Mit erstaunlich langsamen Flügelschlägen glitt die Fledermaus zwischen den Obstbäumen hindurch. Immer wieder hielt sie kurz inne, schwebte beinahe an Ort und Stelle und lauschte aufmerksam in die Dunkelheit. Plötzlich löste sie sich aus ihrem Flug, griff nach einem Nachtfalter, der auf einem Blatt saß, und verschwand lautlos zwischen den Ästen.
Es war ein Braunes Langohr – eine Fledermaus, die nicht durch Geschwindigkeit, sondern durch ihre außergewöhnlichen Sinne und ihre Geschicklichkeit beeindruckt. Doch während die Nacht für das Braune Langohr voller Möglichkeiten ist, werden seine Lebensräume und Rückzugsorte zunehmend seltener.
Artbeschreibung
Das Braune Langohr (Plecotus auritus) gehört zur Familie der Glattnasen (Vespertilionidae) und zählt zu den bekanntesten Fledermausarten Europas. Besonders auffällig sind seine enorm großen Ohren, die fast so lang wie der gesamte Körper werden können. Mit einer Körperlänge von etwa 4 bis 5 Zentimetern und einer Flügelspannweite von rund 24 bis 29 Zentimetern wirkt das Braune Langohr vergleichsweise zierlich. Sein Fell ist auf der Oberseite meist hell- bis mittelbraun gefärbt, während die Bauchseite deutlich heller erscheint.
Die außergewöhnlich großen Ohren ermöglichen eine hervorragende Orientierung und Beuteortung. Anders als viele andere Fledermäuse kann das Braune Langohr selbst die leisen Bewegungen von Insekten wahrnehmen, die auf Blättern oder Baumrinde sitzen. Dadurch ist es in der Lage, Beute direkt von Pflanzenoberflächen abzulesen. Zu seiner Nahrung gehören vor allem Nachtfalter, Mücken, Käfer, Spinnen und andere kleine Wirbellose.
Die Art jagt bevorzugt in strukturreichen Landschaften wie Wäldern, Streuobstwiesen, Parks und naturnahen Gärten.
In der Aufnahme von S. Kundmüller
Das Braune Langohr (Plecotus auritus) gehört zur Familie der Glattnasen (Vespertilionidae) und zählt zu den bekanntesten Fledermausarten Europas. Besonders auffällig sind seine enorm großen Ohren, die fast so lang wie der gesamte Körper werden können. Mit einer Körperlänge von etwa 4 bis 5 Zentimetern und einer Flügelspannweite von rund 24 bis 29 Zentimetern wirkt das Braune Langohr vergleichsweise zierlich. Sein Fell ist auf der Oberseite meist hell- bis mittelbraun gefärbt, während die Bauchseite deutlich heller erscheint.
Die außergewöhnlich großen Ohren ermöglichen eine hervorragende Orientierung und Beuteortung. Anders als viele andere Fledermäuse kann das Braune Langohr selbst die leisen Bewegungen von Insekten wahrnehmen, die auf Blättern oder Baumrinde sitzen. Dadurch ist es in der Lage, Beute direkt von Pflanzenoberflächen abzulesen. Zu seiner Nahrung gehören vor allem Nachtfalter, Mücken, Käfer, Spinnen und andere kleine Wirbellose.
Die Art jagt bevorzugt in strukturreichen Landschaften wie Wäldern, Streuobstwiesen, Parks und naturnahen Gärten.
In der Aufnahme von S. Kundmüller
- Eine besondere Bedrohung für das Braune Langohr stellen freilaufende Hauskatzen dar. Fledermäuse gehören zwar nicht zur Hauptbeute von Katzen, werden jedoch regelmäßig Opfer von Jagdversuchen.
Artenschutz in Franken®
Sikahirsch (Cervus nippon)
Der Sikahirsch (Cervus nippon)
24/25.06.2026
Der Morgen beginnt still. Über einer feuchten Lichtung liegt ein dünner Schleier aus Nebel. Die ersten Sonnenstrahlen dringen durch die Baumkronen und tauchen den Waldrand in goldenes Licht. Zwischen Farnen und jungen Birken bewegt sich lautlos ein Hirsch. Seine Ohren sind aufmerksam nach vorn gerichtet, jeder Schritt erfolgt vorsichtig und bedacht.
Es ist ein Sikahirsch. Für einen Moment bleibt er stehen und hebt den Kopf. Aus der Ferne erklingt der Ruf eines Artgenossen. Der Laut hallt durch den Wald und erinnert an eine Zeit, in der ausgedehnte Wälder, Feuchtgebiete und offene Lichtungen vielen Wildtieren ausreichend Lebensraum boten.
24/25.06.2026
- Der Ruf im Morgennebel – Die Zukunft des Sikahirsches
Der Morgen beginnt still. Über einer feuchten Lichtung liegt ein dünner Schleier aus Nebel. Die ersten Sonnenstrahlen dringen durch die Baumkronen und tauchen den Waldrand in goldenes Licht. Zwischen Farnen und jungen Birken bewegt sich lautlos ein Hirsch. Seine Ohren sind aufmerksam nach vorn gerichtet, jeder Schritt erfolgt vorsichtig und bedacht.
Es ist ein Sikahirsch. Für einen Moment bleibt er stehen und hebt den Kopf. Aus der Ferne erklingt der Ruf eines Artgenossen. Der Laut hallt durch den Wald und erinnert an eine Zeit, in der ausgedehnte Wälder, Feuchtgebiete und offene Lichtungen vielen Wildtieren ausreichend Lebensraum boten.
Der Hirsch zieht weiter. Er folgt vertrauten Wechseln, die seine Vorfahren seit Generationen genutzt haben. Doch vieles hat sich verändert. Wo einst naturnahe Lebensräume lagen, finden sich heute Straßen, Siedlungen und intensiv genutzte Flächen. Die Wege werden enger, die Rückzugsräume kleiner. Der Wald, auf den der Sikahirsch angewiesen ist, steht vor großen Veränderungen.
Noch ahnt der Hirsch nichts von den Herausforderungen, die in den kommenden Jahrzehnten auf seine Art zukommen könnten.
In der Aufnahme von Albert Meier
Noch ahnt der Hirsch nichts von den Herausforderungen, die in den kommenden Jahrzehnten auf seine Art zukommen könnten.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Sikahirsche sind anpassungsfähige Bewohner vielfältiger Waldlandschaften.
Artenschutz in Franken®
Große Goldschrecke (Chrysochraon dispar)
Die Große Goldschrecke – ein seltener Klang warmer Landschaften
18/19.06.2026
Die Nachmittagssonne stand hoch über einer blühenden Heidefläche. Zwischen Sandwegen, niedrigen Sträuchern und trockenem Gras lag die Luft voller Leben. Schmetterlinge tanzten über den Blüten, und von irgendwoher erklang das Zirpen verschiedener Heuschreckenarten.
Ein Naturfreund, der langsam über einen schmalen Pfad wanderte, blieb plötzlich stehen. Ein ungewöhnlich lauter und rhythmischer Gesang war aus einem sonnigen Grasbestand zu hören. Vorsichtig näherte er sich der Stelle und entdeckte schließlich den Verursacher: eine Große Goldschrecke. Das Tier saß gut getarnt zwischen den Halmen, doch seine warme, goldbraune Färbung schimmerte im Sonnenlicht.
Für einen Moment wirkte es, als gehöre die Heuschrecke selbst zu den Farben des Sommers. Doch solche Begegnungen sind nicht überall selbstverständlich. Die Große Goldschrecke ist auf besondere Lebensräume angewiesen, die vielerorts selten geworden sind.
18/19.06.2026
- Eine kleine Geschichte aus der Sommerheide
Die Nachmittagssonne stand hoch über einer blühenden Heidefläche. Zwischen Sandwegen, niedrigen Sträuchern und trockenem Gras lag die Luft voller Leben. Schmetterlinge tanzten über den Blüten, und von irgendwoher erklang das Zirpen verschiedener Heuschreckenarten.
Ein Naturfreund, der langsam über einen schmalen Pfad wanderte, blieb plötzlich stehen. Ein ungewöhnlich lauter und rhythmischer Gesang war aus einem sonnigen Grasbestand zu hören. Vorsichtig näherte er sich der Stelle und entdeckte schließlich den Verursacher: eine Große Goldschrecke. Das Tier saß gut getarnt zwischen den Halmen, doch seine warme, goldbraune Färbung schimmerte im Sonnenlicht.
Für einen Moment wirkte es, als gehöre die Heuschrecke selbst zu den Farben des Sommers. Doch solche Begegnungen sind nicht überall selbstverständlich. Die Große Goldschrecke ist auf besondere Lebensräume angewiesen, die vielerorts selten geworden sind.
Artbeschreibung
Die Große Goldschrecke (Chrysochraon dispar) gehört zur Familie der Feldheuschrecken (Acrididae). Sie zählt zu den auffälligeren Heuschreckenarten Mitteleuropas und ist vor allem durch ihre Größe und ihre charakteristische Färbung bekannt.
Weibchen erreichen Körperlängen von etwa 22 bis 32 Millimetern und gehören damit zu den größten heimischen Feldheuschrecken. Die Männchen bleiben mit etwa 16 bis 24 Millimetern deutlich kleiner. Besonders auffällig sind die oft goldgrünen bis goldbraunen Farbtöne, die der Art ihren Namen verliehen haben. Ein weiteres Merkmal ist der ausgeprägte Größenunterschied zwischen den Geschlechtern. Während die Männchen voll entwickelte Flügel besitzen und gut fliegen können, sind die Flügel der Weibchen stark verkürzt. Dadurch wirken die Weibchen deutlich kompakter.
Die erwachsenen Tiere sind überwiegend von Juli bis Oktober anzutreffen. In dieser Zeit erzeugen die Männchen ihre charakteristischen Gesänge, um Weibchen anzulocken und Reviere zu markieren
Aufnahme von Albert Meier
Die Große Goldschrecke (Chrysochraon dispar) gehört zur Familie der Feldheuschrecken (Acrididae). Sie zählt zu den auffälligeren Heuschreckenarten Mitteleuropas und ist vor allem durch ihre Größe und ihre charakteristische Färbung bekannt.
Weibchen erreichen Körperlängen von etwa 22 bis 32 Millimetern und gehören damit zu den größten heimischen Feldheuschrecken. Die Männchen bleiben mit etwa 16 bis 24 Millimetern deutlich kleiner. Besonders auffällig sind die oft goldgrünen bis goldbraunen Farbtöne, die der Art ihren Namen verliehen haben. Ein weiteres Merkmal ist der ausgeprägte Größenunterschied zwischen den Geschlechtern. Während die Männchen voll entwickelte Flügel besitzen und gut fliegen können, sind die Flügel der Weibchen stark verkürzt. Dadurch wirken die Weibchen deutlich kompakter.
Die erwachsenen Tiere sind überwiegend von Juli bis Oktober anzutreffen. In dieser Zeit erzeugen die Männchen ihre charakteristischen Gesänge, um Weibchen anzulocken und Reviere zu markieren
Aufnahme von Albert Meier
- Die Große Goldschrecke zählt zu den größten heimischen Feldheuschrecken.
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Ein Rad, ein Augenblick – eine ganze Generation ausgelöscht
Ein Rad, ein Augenblick – eine ganze Generation ausgelöscht
23/24.06.2026
In ihrem Körper trägt sie die Zukunft ihrer Art: ein Gelege aus zahlreichen Eiern, in denen sich bereits neues Leben entwickelt. Jeder einzelne Embryo ist das Ergebnis eines langen Fortpflanzungszyklus und die Hoffnung auf eine nächste Generation von Ringelnattern.
Wie alle Reptilien ist die Ringelnatter auf äußere Wärme angewiesen. Ihre Körpertemperatur wird nicht durch den Stoffwechsel erzeugt, sondern durch die Sonne. Gerade für ein trächtiges Weibchen ist Wärme von besonderer Bedeutung. Sie beschleunigt die Entwicklung der Eier und verbessert die Chancen der Jungtiere, gesund heranzuwachsen. Deshalb verbringt das Weibchen viel Zeit damit, geeignete Plätze zum Sonnen zu suchen.
23/24.06.2026
- Die Morgensonne steht bereits hoch am Himmel, als ein Ringelnatter-Weibchen sein Versteck verlässt. Es ist eine erfahrene Überlebenskünstlerin, die viele Gefahren ihres Lebens gemeistert hat.
In ihrem Körper trägt sie die Zukunft ihrer Art: ein Gelege aus zahlreichen Eiern, in denen sich bereits neues Leben entwickelt. Jeder einzelne Embryo ist das Ergebnis eines langen Fortpflanzungszyklus und die Hoffnung auf eine nächste Generation von Ringelnattern.
Wie alle Reptilien ist die Ringelnatter auf äußere Wärme angewiesen. Ihre Körpertemperatur wird nicht durch den Stoffwechsel erzeugt, sondern durch die Sonne. Gerade für ein trächtiges Weibchen ist Wärme von besonderer Bedeutung. Sie beschleunigt die Entwicklung der Eier und verbessert die Chancen der Jungtiere, gesund heranzuwachsen. Deshalb verbringt das Weibchen viel Zeit damit, geeignete Plätze zum Sonnen zu suchen.
Doch die Landschaft, in der sie lebt, hat sich verändert. Viele natürliche Sonnenplätze sind verschwunden. Strukturreiche Uferzonen, sonnige Totholzhaufen, offene Böschungen, Reisig- und Asthaufen oder besonnte Steinhaufen sind selten geworden. Stattdessen prägen Wege, Straßen und versiegelte Flächen die Umgebung.
An diesem Tag findet die Ringelnatter einen Ort, der ihr ideal erscheint: einen asphaltierten Radweg. Die dunkle Oberfläche hat die Wärme der Sonne gespeichert und strahlt sie an den Körper des Tieres ab. Für die Schlange ist dies ein wertvoller Wärmeplatz. Sie legt sich auf den Asphalt und nutzt die gespeicherte Energie, um die Entwicklung ihres Nachwuchses zu fördern.
Was für die Ringelnatter ein lebenswichtiger Sonnenplatz ist, wird jedoch zur tödlichen Falle.
In der Aufnahme von Volkmar Greb
An diesem Tag findet die Ringelnatter einen Ort, der ihr ideal erscheint: einen asphaltierten Radweg. Die dunkle Oberfläche hat die Wärme der Sonne gespeichert und strahlt sie an den Körper des Tieres ab. Für die Schlange ist dies ein wertvoller Wärmeplatz. Sie legt sich auf den Asphalt und nutzt die gespeicherte Energie, um die Entwicklung ihres Nachwuchses zu fördern.
Was für die Ringelnatter ein lebenswichtiger Sonnenplatz ist, wird jedoch zur tödlichen Falle.
In der Aufnahme von Volkmar Greb
- Ein tragischer Verlust: Mit dem Tod des Ringelnatter-Weibchens geht auch sein gesamter Nachwuchs verloren.
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Sumpf-Grashüpfer (Pseudochorthippus montanus)
Der Sumpf-Grashüpfer – Spezialist feuchter Wiesen und Moore
18/19.06.2026
Ein früher Sommermorgen lag über einer weitläufigen Feuchtwiese. Der Tau glitzerte auf den Halmen, während aus den nahen Schilfbeständen Vogelstimmen erklangen. Langsam erwachte das Leben in der Wiese. Libellen schwirrten über kleine Wasserflächen, und zwischen Seggen und Gräsern regte sich ein unscheinbarer Bewohner.
Ein Naturbeobachter, der auf einem schmalen Pfad unterwegs war, hörte ein leises Zirpen aus dem feuchten Grün. Nach einigem Suchen entdeckte er einen kleinen Grashüpfer, der auf einem Halm saß und sich in der Morgensonne wärmte. Es war ein Sumpf-Grashüpfer – eine Art, die auf feuchte Lebensräume spezialisiert ist und dort seit Jahrtausenden ihren Platz gefunden hat.
Doch die Wiesen und Moore, die dieser Grashüpfer zum Leben benötigt, sind vielerorts selten geworden. Sein Schicksal zeigt, wie eng das Überleben vieler Arten mit dem Zustand ihrer Lebensräume verbunden ist.
18/19.06.2026
- Eine kleine Geschichte aus dem Feuchtgebiet
Ein früher Sommermorgen lag über einer weitläufigen Feuchtwiese. Der Tau glitzerte auf den Halmen, während aus den nahen Schilfbeständen Vogelstimmen erklangen. Langsam erwachte das Leben in der Wiese. Libellen schwirrten über kleine Wasserflächen, und zwischen Seggen und Gräsern regte sich ein unscheinbarer Bewohner.
Ein Naturbeobachter, der auf einem schmalen Pfad unterwegs war, hörte ein leises Zirpen aus dem feuchten Grün. Nach einigem Suchen entdeckte er einen kleinen Grashüpfer, der auf einem Halm saß und sich in der Morgensonne wärmte. Es war ein Sumpf-Grashüpfer – eine Art, die auf feuchte Lebensräume spezialisiert ist und dort seit Jahrtausenden ihren Platz gefunden hat.
Doch die Wiesen und Moore, die dieser Grashüpfer zum Leben benötigt, sind vielerorts selten geworden. Sein Schicksal zeigt, wie eng das Überleben vieler Arten mit dem Zustand ihrer Lebensräume verbunden ist.
Artbeschreibung
Der Sumpf-Grashüpfer (Pseudochorthippus montanus, früher Chorthippus montanus) gehört zur Familie der Feldheuschrecken (Acrididae). Er ist in vielen Teilen Europas verbreitet, kommt jedoch meist nur dort vor, wo ausreichend feuchte und naturnahe Lebensräume erhalten geblieben sind. Die erwachsenen Tiere erreichen Körperlängen von etwa 13 bis 23 Millimetern. Weibchen werden gewöhnlich größer als die Männchen. Die Grundfärbung reicht von grünlichen über gelbbraune bis hin zu bräunlichen Farbtönen. Dadurch fügt sich die Art hervorragend in ihre Umgebung aus Gräsern, Seggen und Feuchtwiesenpflanzen ein.
Der Sumpf-Grashüpfer besitzt vergleichsweise kurze Flügel und ist daher weniger mobil als manche andere Heuschreckenarten. Die Männchen erzeugen artspezifische Gesänge, die während der Fortpflanzungszeit zur Partnerfindung dienen.
Aufnahme von Albert Meier
Der Sumpf-Grashüpfer (Pseudochorthippus montanus, früher Chorthippus montanus) gehört zur Familie der Feldheuschrecken (Acrididae). Er ist in vielen Teilen Europas verbreitet, kommt jedoch meist nur dort vor, wo ausreichend feuchte und naturnahe Lebensräume erhalten geblieben sind. Die erwachsenen Tiere erreichen Körperlängen von etwa 13 bis 23 Millimetern. Weibchen werden gewöhnlich größer als die Männchen. Die Grundfärbung reicht von grünlichen über gelbbraune bis hin zu bräunlichen Farbtönen. Dadurch fügt sich die Art hervorragend in ihre Umgebung aus Gräsern, Seggen und Feuchtwiesenpflanzen ein.
Der Sumpf-Grashüpfer besitzt vergleichsweise kurze Flügel und ist daher weniger mobil als manche andere Heuschreckenarten. Die Männchen erzeugen artspezifische Gesänge, die während der Fortpflanzungszeit zur Partnerfindung dienen.
Aufnahme von Albert Meier
- Der Sumpf-Grashüpfer ist ein typischer Bewohner naturnaher Feuchtwiesen.
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Rapsweißling (Pieris napi)
Der Rapsweißling (Pieris napi) – Ein stiller Begleiter unserer Wiesen und Wege
23/24.06.2026
Ein schmaler Wiesenweg führt entlang eines kleinen Baches. Die Morgensonne lässt die Tautropfen auf den Gräsern glitzern, während die ersten Insekten des Tages aktiv werden. Über einer feuchten Wiese flattert ein weißer Schmetterling langsam von Blüte zu Blüte. Auf den ersten Blick wirkt er unscheinbar, fast wie einer der vielen anderen Weißlinge. Doch beim näheren Hinsehen zeigen sich die feinen dunkelgrünen Adern auf der Unterseite seiner Flügel – ein unverwechselbares Merkmal des Rapsweißlings.
Seit Generationen begleitet dieser Falter Menschen durch Feldfluren, Wiesen und Waldränder. Doch die Landschaften, die ihm Nahrung und Schutz bieten, verändern sich zunehmend. Seine Geschichte ist zugleich die Geschichte vieler heimischer Insektenarten, die auf vielfältige Lebensräume angewiesen sind.
23/24.06.2026
- Ein Schmetterling am Bachufer
Ein schmaler Wiesenweg führt entlang eines kleinen Baches. Die Morgensonne lässt die Tautropfen auf den Gräsern glitzern, während die ersten Insekten des Tages aktiv werden. Über einer feuchten Wiese flattert ein weißer Schmetterling langsam von Blüte zu Blüte. Auf den ersten Blick wirkt er unscheinbar, fast wie einer der vielen anderen Weißlinge. Doch beim näheren Hinsehen zeigen sich die feinen dunkelgrünen Adern auf der Unterseite seiner Flügel – ein unverwechselbares Merkmal des Rapsweißlings.
Seit Generationen begleitet dieser Falter Menschen durch Feldfluren, Wiesen und Waldränder. Doch die Landschaften, die ihm Nahrung und Schutz bieten, verändern sich zunehmend. Seine Geschichte ist zugleich die Geschichte vieler heimischer Insektenarten, die auf vielfältige Lebensräume angewiesen sind.
Artbeschreibung
Der Rapsweißling (Pieris napi) gehört zur Familie der Weißlinge (Pieridae) und ist in weiten Teilen Europas sowie in großen Teilen Asiens verbreitet. Mit einer Flügelspannweite von etwa 40 bis 50 Millimetern zählt er zu den mittelgroßen Tagfaltern.
Die Oberseite der Flügel erscheint überwiegend weiß mit dunklen Flügelspitzen. Besonders charakteristisch ist jedoch die Unterseite der Hinterflügel. Dort verlaufen deutlich sichtbare grünlich-graue bis dunkelgrüne Adern, die dem Schmetterling ein zartes, netzartiges Muster verleihen.
Männchen besitzen meist eine etwas reinere Weißfärbung, während Weibchen häufig stärker ausgeprägte dunkle Zeichnungen zeigen. Im Gegensatz zu manchen anderen Weißlingen wirkt der Flug des Rapsweißlings eher ruhig und gleichmäßig.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Der Rapsweißling (Pieris napi) gehört zur Familie der Weißlinge (Pieridae) und ist in weiten Teilen Europas sowie in großen Teilen Asiens verbreitet. Mit einer Flügelspannweite von etwa 40 bis 50 Millimetern zählt er zu den mittelgroßen Tagfaltern.
Die Oberseite der Flügel erscheint überwiegend weiß mit dunklen Flügelspitzen. Besonders charakteristisch ist jedoch die Unterseite der Hinterflügel. Dort verlaufen deutlich sichtbare grünlich-graue bis dunkelgrüne Adern, die dem Schmetterling ein zartes, netzartiges Muster verleihen.
Männchen besitzen meist eine etwas reinere Weißfärbung, während Weibchen häufig stärker ausgeprägte dunkle Zeichnungen zeigen. Im Gegensatz zu manchen anderen Weißlingen wirkt der Flug des Rapsweißlings eher ruhig und gleichmäßig.
Aufnahme von Dieter Zinßer
- Der Rapsweißling ist an den grünlich geäderten Hinterflügeln gut zu erkennen.
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Verkannter Grashüpfer (Chorthippus mollis)
Der Verkannten Grashüpfer (Chorthippus mollis) – ein unauffälliger Bewohner unserer Trockenrasen
18/19.06.2026
An einem heißen Julitag wanderte eine Naturfreundin über einen blütenreichen Trockenrasen. Überall summten Wildbienen, Schmetterlinge tanzten über den Kräutern, und aus dem Gras erklangen die vielstimmigen Gesänge verschiedener Heuschreckenarten. Als sie stehen blieb und genauer lauschte, bemerkte sie einen feinen, rhythmischen Laut, der zwischen den Halmen hervorkam.
Neugierig beugte sie sich näher zum Boden. Erst nach längerem Suchen entdeckte sie den Verkannten Grashüpfer. Perfekt an seine Umgebung angepasst, verschmolz er beinahe mit den trockenen Gräsern. Seine Tarnung war so wirkungsvoll, dass er selbst für geübte Beobachter leicht zu übersehen ist. Gerade diese Unauffälligkeit gab ihm seinen deutschen Namen: Oft wird er mit ähnlichen Arten verwechselt oder schlicht übersehen.
Doch obwohl er selten im Mittelpunkt steht, ist der Verkannte Grashüpfer ein wichtiger Bestandteil artenreicher Offenlandlebensräume.
18/19.06.2026
- Eine kleine Geschichte aus der Sommerwiese
An einem heißen Julitag wanderte eine Naturfreundin über einen blütenreichen Trockenrasen. Überall summten Wildbienen, Schmetterlinge tanzten über den Kräutern, und aus dem Gras erklangen die vielstimmigen Gesänge verschiedener Heuschreckenarten. Als sie stehen blieb und genauer lauschte, bemerkte sie einen feinen, rhythmischen Laut, der zwischen den Halmen hervorkam.
Neugierig beugte sie sich näher zum Boden. Erst nach längerem Suchen entdeckte sie den Verkannten Grashüpfer. Perfekt an seine Umgebung angepasst, verschmolz er beinahe mit den trockenen Gräsern. Seine Tarnung war so wirkungsvoll, dass er selbst für geübte Beobachter leicht zu übersehen ist. Gerade diese Unauffälligkeit gab ihm seinen deutschen Namen: Oft wird er mit ähnlichen Arten verwechselt oder schlicht übersehen.
Doch obwohl er selten im Mittelpunkt steht, ist der Verkannte Grashüpfer ein wichtiger Bestandteil artenreicher Offenlandlebensräume.
Artbeschreibung
Der Verkannte Grashüpfer (Chorthippus mollis) gehört zur Familie der Feldheuschrecken (Acrididae). Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet und besiedelt vor allem trockene, sonnige und nährstoffarme Lebensräume. Die Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa 12 bis 22 Millimetern. Weibchen sind in der Regel etwas größer als die Männchen. Die Grundfärbung variiert von grau über braun bis olivgrün und ermöglicht eine hervorragende Tarnung zwischen trockenen Gräsern und Kräutern.
Kennzeichnend sind die vergleichsweise schlanke Gestalt und die oft wenig auffällige Zeichnung. Die sichere Bestimmung erfordert häufig eine genaue Betrachtung bestimmter Körpermerkmale oder des artspezifischen Gesangs der Männchen.
Die erwachsenen Tiere treten überwiegend von Juni bis September auf. Während dieser Zeit sind besonders die Männchen durch ihre Gesänge wahrnehmbar, mit denen sie Reviere markieren und Weibchen anlocken.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Der Verkannte Grashüpfer (Chorthippus mollis) gehört zur Familie der Feldheuschrecken (Acrididae). Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet und besiedelt vor allem trockene, sonnige und nährstoffarme Lebensräume. Die Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa 12 bis 22 Millimetern. Weibchen sind in der Regel etwas größer als die Männchen. Die Grundfärbung variiert von grau über braun bis olivgrün und ermöglicht eine hervorragende Tarnung zwischen trockenen Gräsern und Kräutern.
Kennzeichnend sind die vergleichsweise schlanke Gestalt und die oft wenig auffällige Zeichnung. Die sichere Bestimmung erfordert häufig eine genaue Betrachtung bestimmter Körpermerkmale oder des artspezifischen Gesangs der Männchen.
Die erwachsenen Tiere treten überwiegend von Juni bis September auf. Während dieser Zeit sind besonders die Männchen durch ihre Gesänge wahrnehmbar, mit denen sie Reviere markieren und Weibchen anlocken.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Der Verkannte Grashüpfer ist hervorragend an trockene Graslandschaften angepasst.
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Goldene Acht (Colias hyale)
Die Goldene Acht (Colias hyale) – Ein Schmetterling zwischen Hoffnung und Wandel
23/24.06.2026
Es ist ein warmer Julimorgen. Über einer blütenreichen Wiese liegt noch der Tau der Nacht. Zwischen Klee, Wicken und Margeriten tanzen zahlreiche Insekten im ersten Sonnenlicht. Plötzlich löst sich ein leuchtend gelber Punkt aus dem Grün. Mit schnellen, scheinbar ziellosen Flügelschlägen zieht ein Schmetterling über die Wiese, setzt kurz zur Landung an und verschwindet wieder im Sonnenlicht. Für einen Augenblick scheint er selbst ein Teil des Sommers zu sein. Es ist die Goldene Acht – ein Wanderfalter, der seit Jahrhunderten die offenen Landschaften Europas belebt und dessen Auftreten noch immer als besonderer Anblick gilt.
Doch die Welt, durch die dieser Schmetterling fliegt, verändert sich. Viele seiner traditionellen Lebensräume verschwinden oder wandeln sich. Die Zukunft der Goldenen Acht hängt daher zunehmend davon ab, wie wir unsere Landschaften gestalten und schützen.
23/24.06.2026
- Ein Sommertag auf der Wiese
Es ist ein warmer Julimorgen. Über einer blütenreichen Wiese liegt noch der Tau der Nacht. Zwischen Klee, Wicken und Margeriten tanzen zahlreiche Insekten im ersten Sonnenlicht. Plötzlich löst sich ein leuchtend gelber Punkt aus dem Grün. Mit schnellen, scheinbar ziellosen Flügelschlägen zieht ein Schmetterling über die Wiese, setzt kurz zur Landung an und verschwindet wieder im Sonnenlicht. Für einen Augenblick scheint er selbst ein Teil des Sommers zu sein. Es ist die Goldene Acht – ein Wanderfalter, der seit Jahrhunderten die offenen Landschaften Europas belebt und dessen Auftreten noch immer als besonderer Anblick gilt.
Doch die Welt, durch die dieser Schmetterling fliegt, verändert sich. Viele seiner traditionellen Lebensräume verschwinden oder wandeln sich. Die Zukunft der Goldenen Acht hängt daher zunehmend davon ab, wie wir unsere Landschaften gestalten und schützen.
Artbeschreibung
Die Goldene Acht (Colias hyale) gehört zur Familie der Weißlinge (Pieridae) und zählt zu den auffälligsten gelben Tagfaltern Mitteleuropas. Ihre Flügelspannweite beträgt etwa 40 bis 55 Millimeter.
Die Oberseite der Flügel zeigt eine kräftig gelbe bis schwefelgelbe Grundfarbe mit einem dunklen Randband. Besonders charakteristisch ist die silbrig-weiße, rot umrandete Zeichnung auf der Flügelunterseite, die an die Form einer Acht erinnert und der Art ihren deutschen Namen gegeben hat.
Männchen besitzen meist eine intensiv gelbe Färbung, während Weibchen oft etwas heller erscheinen und teilweise größere helle Flecken im dunklen Flügelrand aufweisen. Im Flug wirkt die Goldene Acht lebhaft und rastlos.
Sie legt größere Strecken zurück und kann als wanderfreudige Art auch weit entfernt von ihren eigentlichen Fortpflanzungsgebieten beobachtet werden.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Goldene Acht (Colias hyale) gehört zur Familie der Weißlinge (Pieridae) und zählt zu den auffälligsten gelben Tagfaltern Mitteleuropas. Ihre Flügelspannweite beträgt etwa 40 bis 55 Millimeter.
Die Oberseite der Flügel zeigt eine kräftig gelbe bis schwefelgelbe Grundfarbe mit einem dunklen Randband. Besonders charakteristisch ist die silbrig-weiße, rot umrandete Zeichnung auf der Flügelunterseite, die an die Form einer Acht erinnert und der Art ihren deutschen Namen gegeben hat.
Männchen besitzen meist eine intensiv gelbe Färbung, während Weibchen oft etwas heller erscheinen und teilweise größere helle Flecken im dunklen Flügelrand aufweisen. Im Flug wirkt die Goldene Acht lebhaft und rastlos.
Sie legt größere Strecken zurück und kann als wanderfreudige Art auch weit entfernt von ihren eigentlichen Fortpflanzungsgebieten beobachtet werden.
Aufnahme von Dieter Zinßer
- Die Goldene Acht zählt zu den auffälligsten gelben Tagfaltern Europas.
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Gelbes Sonnenröschen / Gewöhnliches Sonnenröschen (Helianthemum nummularium)
Das Gelbe Sonnenröschen (Helianthemum nummularium) – Sonnenkind der Magerrasen
17/18.06.2026
An einem warmen Frühsommertag streifte ein Wanderer über einen sonnigen Kalkhang. Zwischen Gräsern, Kräutern und summenden Insekten fiel ihm ein leuchtend gelber Blütenteppich auf. Die zarten Blüten öffneten sich im Morgenlicht wie kleine Sonnen und schienen den Hang zum Strahlen zu bringen.
Während Schmetterlinge von Blüte zu Blüte flatterten und Wildbienen nach Nahrung suchten, bemerkte der Wanderer, wie eng das Leben dieser Pflanzen mit ihrer Umgebung verbunden war. Die gelben Blüten gehörten dem Gelben Sonnenröschen – einer Pflanze, die seit Jahrhunderten trockene, sonnige Landschaften prägt und vielen Insekten als wichtige Nahrungsquelle dient.
Doch der Wanderer fragte sich: Werden diese sonnigen Hänge auch in Zukunft noch von den goldgelben Blüten geschmückt sein?
17/18.06.2026
- Eine kleine Geschichte aus dem Kalkhang
An einem warmen Frühsommertag streifte ein Wanderer über einen sonnigen Kalkhang. Zwischen Gräsern, Kräutern und summenden Insekten fiel ihm ein leuchtend gelber Blütenteppich auf. Die zarten Blüten öffneten sich im Morgenlicht wie kleine Sonnen und schienen den Hang zum Strahlen zu bringen.
Während Schmetterlinge von Blüte zu Blüte flatterten und Wildbienen nach Nahrung suchten, bemerkte der Wanderer, wie eng das Leben dieser Pflanzen mit ihrer Umgebung verbunden war. Die gelben Blüten gehörten dem Gelben Sonnenröschen – einer Pflanze, die seit Jahrhunderten trockene, sonnige Landschaften prägt und vielen Insekten als wichtige Nahrungsquelle dient.
Doch der Wanderer fragte sich: Werden diese sonnigen Hänge auch in Zukunft noch von den goldgelben Blüten geschmückt sein?
Artbeschreibung
Das Gelbe Sonnenröschen (Helianthemum nummularium) gehört zur Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae). Die ausdauernde, halb verholzende Pflanze erreicht meist Wuchshöhen zwischen 10 und 30 Zentimetern.
Ihre niederliegenden bis aufsteigenden Triebe bilden lockere Polster, die sich an trockene und nährstoffarme Standorte hervorragend anpassen.Charakteristisch sind die gegenständig angeordneten, länglich-ovalen Blätter.
Die Blattunterseiten erscheinen oft graugrün und leicht filzig behaart, was die Verdunstung reduziert und die Pflanze vor Austrocknung schützt.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Das Gelbe Sonnenröschen (Helianthemum nummularium) gehört zur Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae). Die ausdauernde, halb verholzende Pflanze erreicht meist Wuchshöhen zwischen 10 und 30 Zentimetern.
Ihre niederliegenden bis aufsteigenden Triebe bilden lockere Polster, die sich an trockene und nährstoffarme Standorte hervorragend anpassen.Charakteristisch sind die gegenständig angeordneten, länglich-ovalen Blätter.
Die Blattunterseiten erscheinen oft graugrün und leicht filzig behaart, was die Verdunstung reduziert und die Pflanze vor Austrocknung schützt.
Aufnahme von Dieter Zinßer
- Gelbes Sonnenröschen - und Arznei-Thymian
Artenschutz in Franken®
Felsentaube (Columba livia)
Die Felsentaube (Columba livia) – Ursprung einer weltweiten Erfolgsgeschichte
22/23.06.2026
Die ersten Sonnenstrahlen färben die steilen Küstenfelsen golden. Tief unten schlagen die Wellen gegen das Gestein, während der Wind durch die Felsspalten pfeift. Aus einer geschützten Nische tritt eine Taube auf einen schmalen Vorsprung. Wachsam blickt sie über das Meer und die karge Landschaft. Wenige Augenblicke später erhebt sie sich in die Luft. Mit schnellen Flügelschlägen zieht sie ihre Kreise entlang der Felswand, bevor sie zu einem kleinen Schwarm stößt.
Seit Jahrtausenden leben Felsentauben in solchen Landschaften. Sie haben sich an steile Klippen, felsige Hänge und offene Küstenregionen angepasst. Von dieser wilden Stammform stammen auch die zahlreichen Haus- und Stadttauben ab, die heute fast überall auf der Welt anzutreffen sind. Doch während ihre Nachkommen die Städte erobert haben, ist die ursprüngliche Felsentaube vielerorts selten geworden.
22/23.06.2026
- Ein Morgen an den Klippen
Die ersten Sonnenstrahlen färben die steilen Küstenfelsen golden. Tief unten schlagen die Wellen gegen das Gestein, während der Wind durch die Felsspalten pfeift. Aus einer geschützten Nische tritt eine Taube auf einen schmalen Vorsprung. Wachsam blickt sie über das Meer und die karge Landschaft. Wenige Augenblicke später erhebt sie sich in die Luft. Mit schnellen Flügelschlägen zieht sie ihre Kreise entlang der Felswand, bevor sie zu einem kleinen Schwarm stößt.
Seit Jahrtausenden leben Felsentauben in solchen Landschaften. Sie haben sich an steile Klippen, felsige Hänge und offene Küstenregionen angepasst. Von dieser wilden Stammform stammen auch die zahlreichen Haus- und Stadttauben ab, die heute fast überall auf der Welt anzutreffen sind. Doch während ihre Nachkommen die Städte erobert haben, ist die ursprüngliche Felsentaube vielerorts selten geworden.
Artbeschreibung
Die Felsentaube (Columba livia) gehört zur Familie der Tauben (Columbidae) und gilt als Stammform der domestizierten Haustaube.
Sie erreicht eine Körperlänge von etwa 30 bis 35 Zentimetern und eine Flügelspannweite von rund 60 bis 70 Zentimetern. Ihr Körperbau ist kräftig und zugleich stromlinienförmig, was ihr schnelle und ausdauernde Flüge ermöglicht.
Aufnahme von Johannes Rother
Die Felsentaube (Columba livia) gehört zur Familie der Tauben (Columbidae) und gilt als Stammform der domestizierten Haustaube.
Sie erreicht eine Körperlänge von etwa 30 bis 35 Zentimetern und eine Flügelspannweite von rund 60 bis 70 Zentimetern. Ihr Körperbau ist kräftig und zugleich stromlinienförmig, was ihr schnelle und ausdauernde Flüge ermöglicht.
Aufnahme von Johannes Rother
- Wildtaube die in der Zeichnung der Felsentaube sehr nahe kommt
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Niedergemulchte Biodiversität ...
Niedergemulchte Biodiversität – Feldraine zwischen Pflegeauftrag und Naturschutzrecht
17/18.06.2026
Wer durch unsere Agrarlandschaft geht, sieht sie überall: schmale Grünstreifen entlang von Feldwegen, blütenreiche Säume zwischen Äckern und Wiesen sowie grasbewachsene Raine an Böschungen und Wegrändern. Was oft unscheinbar wirkt, gehört tatsächlich zu den artenreichsten Lebensräumen der offenen Kulturlandschaft.
17/18.06.2026
- Feldraine sind keine Abfallflächen – Warum das flächige Mulchen unserer Wegränder ein Naturschutzproblem ist
Wer durch unsere Agrarlandschaft geht, sieht sie überall: schmale Grünstreifen entlang von Feldwegen, blütenreiche Säume zwischen Äckern und Wiesen sowie grasbewachsene Raine an Böschungen und Wegrändern. Was oft unscheinbar wirkt, gehört tatsächlich zu den artenreichsten Lebensräumen der offenen Kulturlandschaft.
Dennoch werden diese wertvollen Strukturen vielerorts noch immer behandelt, als seien sie überflüssige Randflächen.
Besonders das flächige und wiederholte Mulchen von Feldrainen führt regelmäßig zur Zerstörung wichtiger Lebensräume und steht im direkten Widerspruch zu den Zielen des modernen Arten- und Naturschutzes.
Bildunterschrift:
Besonders das flächige und wiederholte Mulchen von Feldrainen führt regelmäßig zur Zerstörung wichtiger Lebensräume und steht im direkten Widerspruch zu den Zielen des modernen Arten- und Naturschutzes.
Bildunterschrift:
- Aufnahme vom Juni 2026: Ein großflächig gemulchter Feldrain. Mit der Beseitigung blütenreicher Vegetation gehen Lebensräume, Nahrungsquellen und Rückzugsorte zahlreicher Arten verloren. Solche Eingriffe können naturschutzfachlich problematisch sein und unter Umständen rechtliche Fragen aufwerfen.
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Gerfalke (Falco rusticolus)
Der Gerfalke (Falco rusticolus) – Herrscher der arktischen Lüfte
22/23.06.2026
Weit im Norden, dort, wo die Sommernächte kaum dunkel werden, zieht ein kalter Wind über eine felsige Tundralandschaft. Zwischen schneebedeckten Gipfeln und weiten Ebenen herrscht eine scheinbare Stille. Plötzlich durchbricht ein Schatten den Himmel. Mit kraftvollen Flügelschlägen gleitet ein großer Falke entlang einer Felswand. Sein scharfer Blick erfasst jede Bewegung am Boden.
Hoch über einer Geröllfläche entdeckt er eine Schneehuhnfamilie. Für einen Moment scheint er regungslos in der Luft zu stehen. Dann beginnt der Sturzflug. Mit beeindruckender Geschwindigkeit nähert sich der Jäger seinem Ziel. Die Jagd dauert nur wenige Sekunden. Danach verschwindet der Falke wieder in der Weite der arktischen Landschaft.
Der Gerfalke, der größte Falke der Welt, gehört zu den eindrucksvollsten Greifvögeln der Nordhalbkugel. Seit Jahrhunderten fasziniert er Menschen durch seine Kraft, seine Anpassungsfähigkeit und seine enge Verbindung zu den extremen Lebensräumen des hohen Nordens.
22/23.06.2026
- Ein Jäger im Licht der Mitternachtssonne
Weit im Norden, dort, wo die Sommernächte kaum dunkel werden, zieht ein kalter Wind über eine felsige Tundralandschaft. Zwischen schneebedeckten Gipfeln und weiten Ebenen herrscht eine scheinbare Stille. Plötzlich durchbricht ein Schatten den Himmel. Mit kraftvollen Flügelschlägen gleitet ein großer Falke entlang einer Felswand. Sein scharfer Blick erfasst jede Bewegung am Boden.
Hoch über einer Geröllfläche entdeckt er eine Schneehuhnfamilie. Für einen Moment scheint er regungslos in der Luft zu stehen. Dann beginnt der Sturzflug. Mit beeindruckender Geschwindigkeit nähert sich der Jäger seinem Ziel. Die Jagd dauert nur wenige Sekunden. Danach verschwindet der Falke wieder in der Weite der arktischen Landschaft.
Der Gerfalke, der größte Falke der Welt, gehört zu den eindrucksvollsten Greifvögeln der Nordhalbkugel. Seit Jahrhunderten fasziniert er Menschen durch seine Kraft, seine Anpassungsfähigkeit und seine enge Verbindung zu den extremen Lebensräumen des hohen Nordens.
Artbeschreibung
Der Gerfalke (Falco rusticolus) ist die größte Falkenart der Erde. Erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa 48 bis 65 Zentimetern und eine Flügelspannweite von bis zu 160 Zentimetern. Weibchen sind deutlich größer und schwerer als die Männchen.
Das Erscheinungsbild variiert stark je nach Herkunftsgebiet. In einigen Regionen überwiegen dunkelgraue Individuen, während in den arktischen Gebieten Grönlands und Kanadas besonders helle, nahezu weiße Tiere vorkommen.
Diese Farbvariationen bieten eine ausgezeichnete Tarnung in den unterschiedlichen Landschaften des Nordens.
Aufnahme von Klaus Sanwald
Der Gerfalke (Falco rusticolus) ist die größte Falkenart der Erde. Erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa 48 bis 65 Zentimetern und eine Flügelspannweite von bis zu 160 Zentimetern. Weibchen sind deutlich größer und schwerer als die Männchen.
Das Erscheinungsbild variiert stark je nach Herkunftsgebiet. In einigen Regionen überwiegen dunkelgraue Individuen, während in den arktischen Gebieten Grönlands und Kanadas besonders helle, nahezu weiße Tiere vorkommen.
Diese Farbvariationen bieten eine ausgezeichnete Tarnung in den unterschiedlichen Landschaften des Nordens.
Aufnahme von Klaus Sanwald
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Gewöhnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)
Gewöhnlicher Hornklee (Lotus corniculatus) – Ein stiller Gewinner bunter Wiesen
17/18.06.2026
An einem warmen Frühsommertag wanderte ein Kind über einen alten Feldweg. Zwischen Gräsern, Margeriten und Glockenblumen leuchteten kleine gelbe Blüten in der Sonne. Neugierig kniete es sich hin und betrachtete die Pflanze genauer. Eine Hummel landete auf einer Blüte, sammelte Nektar und flog weiter. Wenige Augenblicke später setzte sich ein Schmetterling auf die Nachbarpflanze. Obwohl die gelben Blüten unscheinbar wirkten, schienen sie ein wichtiger Treffpunkt für viele Insekten zu sein.
Was das Kind damals noch nicht wusste: Die Pflanze am Wegesrand war der Gewöhnliche Hornklee. Seit Jahrhunderten begleitet er Menschen und Tiere auf Wiesen, Weiden und Böschungen. Oft wird er übersehen, doch für zahlreiche Insektenarten ist er eine wertvolle Nahrungsquelle und ein wichtiger Bestandteil artenreicher Lebensräume.
17/18.06.2026
- Eine kleine Geschichte vom Wegesrand
An einem warmen Frühsommertag wanderte ein Kind über einen alten Feldweg. Zwischen Gräsern, Margeriten und Glockenblumen leuchteten kleine gelbe Blüten in der Sonne. Neugierig kniete es sich hin und betrachtete die Pflanze genauer. Eine Hummel landete auf einer Blüte, sammelte Nektar und flog weiter. Wenige Augenblicke später setzte sich ein Schmetterling auf die Nachbarpflanze. Obwohl die gelben Blüten unscheinbar wirkten, schienen sie ein wichtiger Treffpunkt für viele Insekten zu sein.
Was das Kind damals noch nicht wusste: Die Pflanze am Wegesrand war der Gewöhnliche Hornklee. Seit Jahrhunderten begleitet er Menschen und Tiere auf Wiesen, Weiden und Böschungen. Oft wird er übersehen, doch für zahlreiche Insektenarten ist er eine wertvolle Nahrungsquelle und ein wichtiger Bestandteil artenreicher Lebensräume.
Artbeschreibung
Der Gewöhnliche Hornklee (Lotus corniculatus) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Er ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die in weiten Teilen Europas heimisch ist und auch in anderen Regionen der Welt vorkommt.
Typisch sind seine leuchtend gelben Blüten, die häufig einen zarten orangefarbenen oder rötlichen Schimmer aufweisen. Die Blüten stehen meist in kleinen Gruppen und erscheinen von Mai bis September. Nach der Blüte entwickeln sich längliche Hülsenfrüchte. Da mehrere dieser Früchte strahlenförmig von einem Punkt ausgehen und an kleine Hörner erinnern, erhielt die Pflanze ihren deutschen Namen.
Die Blätter bestehen aus fünf Teilblättchen, wobei drei deutlich sichtbar am Ende des Blattstiels sitzen und zwei kleinere Teilblättchen darunter angeordnet sind. Der Gewöhnliche Hornklee erreicht gewöhnlich Wuchshöhen zwischen 10 und 40 Zentimetern.
Als Hülsenfrüchtler lebt er in enger Gemeinschaft mit stickstoffbindenden Bakterien in seinen Wurzeln. Diese Fähigkeit ermöglicht es ihm, auch auf nährstoffarmen Standorten erfolgreich zu wachsen und gleichzeitig zur Bodenverbesserung beizutragen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Der Gewöhnliche Hornklee (Lotus corniculatus) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Er ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die in weiten Teilen Europas heimisch ist und auch in anderen Regionen der Welt vorkommt.
Typisch sind seine leuchtend gelben Blüten, die häufig einen zarten orangefarbenen oder rötlichen Schimmer aufweisen. Die Blüten stehen meist in kleinen Gruppen und erscheinen von Mai bis September. Nach der Blüte entwickeln sich längliche Hülsenfrüchte. Da mehrere dieser Früchte strahlenförmig von einem Punkt ausgehen und an kleine Hörner erinnern, erhielt die Pflanze ihren deutschen Namen.
Die Blätter bestehen aus fünf Teilblättchen, wobei drei deutlich sichtbar am Ende des Blattstiels sitzen und zwei kleinere Teilblättchen darunter angeordnet sind. Der Gewöhnliche Hornklee erreicht gewöhnlich Wuchshöhen zwischen 10 und 40 Zentimetern.
Als Hülsenfrüchtler lebt er in enger Gemeinschaft mit stickstoffbindenden Bakterien in seinen Wurzeln. Diese Fähigkeit ermöglicht es ihm, auch auf nährstoffarmen Standorten erfolgreich zu wachsen und gleichzeitig zur Bodenverbesserung beizutragen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Hufeisenklee-Widderchen (Zygaena transalpina)
Das Hufeisenklee-Widderchen (Zygaena transalpina) – Ein Juwel sonniger Wiesen
22/23.06.2026
An einem warmen Julimorgen liegt der Tau noch auf den Grashalmen einer blütenreichen Wiese. Zwischen Glockenblumen, Flockenblumen und Klee summen Wildbienen und Hummeln. Ein Naturfreund bleibt stehen und betrachtet einen kleinen Falter, der sich auf einer violetten Blüte niederlässt.
Seine dunklen Flügel glänzen metallisch blau-schwarz in der Sonne, darauf leuchten kräftig rote Flecken wie kleine Edelsteine. Für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen. Der Falter öffnet und schließt langsam seine Flügel, bevor er weiter über die Wiese gleitet. Es ist ein Hufeisenklee-Widderchen – ein Bewohner artenreicher Offenlandschaften und ein Botschafter für den Wert naturnaher Lebensräume.
22/23.06.2026
- Eine Begegnung auf der Sommerwiese
An einem warmen Julimorgen liegt der Tau noch auf den Grashalmen einer blütenreichen Wiese. Zwischen Glockenblumen, Flockenblumen und Klee summen Wildbienen und Hummeln. Ein Naturfreund bleibt stehen und betrachtet einen kleinen Falter, der sich auf einer violetten Blüte niederlässt.
Seine dunklen Flügel glänzen metallisch blau-schwarz in der Sonne, darauf leuchten kräftig rote Flecken wie kleine Edelsteine. Für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen. Der Falter öffnet und schließt langsam seine Flügel, bevor er weiter über die Wiese gleitet. Es ist ein Hufeisenklee-Widderchen – ein Bewohner artenreicher Offenlandschaften und ein Botschafter für den Wert naturnaher Lebensräume.
Artbeschreibung
Das Hufeisenklee-Widderchen (Zygaena transalpina) gehört zur Familie der Widderchen (Zygaenidae). Es zählt zu den tagaktiven Nachtfaltern und fällt durch seine auffällige Warnfärbung auf. Die Vorderflügel sind dunkel gefärbt und besitzen mehrere leuchtend rote Flecken, deren Form und Anordnung variieren können. Die Hinterflügel zeigen eine intensive rote Grundfarbe mit dunklem Rand. Die Flügelspannweite beträgt meist zwischen 30 und 40 Millimetern.
Wie viele Widderchen verfügt auch das Hufeisenklee-Widderchen über natürliche Abwehrstoffe. Diese machen es für viele Fressfeinde ungenießbar. Die auffällige Rot-Schwarz-Färbung dient als Warnsignal und schützt den Falter vor Angriffen. Die Raupen ernähren sich hauptsächlich von Hufeisenklee (Hippocrepis comosa), einer Pflanze trockener und nährstoffarmer Standorte. Von dieser engen Bindung an ihre Futterpflanze leitet sich auch der deutsche Name der Art ab. Die erwachsenen Falter besuchen zahlreiche Blütenpflanzen und tragen zur Bestäubung bei.
Die Flugzeit liegt überwiegend zwischen Juni und August. In dieser Zeit können die Falter auf sonnigen Kalkmagerrasen, blütenreichen Wiesen und extensiv genutzten Weideflächen beobachtet werden.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
Das Hufeisenklee-Widderchen (Zygaena transalpina) gehört zur Familie der Widderchen (Zygaenidae). Es zählt zu den tagaktiven Nachtfaltern und fällt durch seine auffällige Warnfärbung auf. Die Vorderflügel sind dunkel gefärbt und besitzen mehrere leuchtend rote Flecken, deren Form und Anordnung variieren können. Die Hinterflügel zeigen eine intensive rote Grundfarbe mit dunklem Rand. Die Flügelspannweite beträgt meist zwischen 30 und 40 Millimetern.
Wie viele Widderchen verfügt auch das Hufeisenklee-Widderchen über natürliche Abwehrstoffe. Diese machen es für viele Fressfeinde ungenießbar. Die auffällige Rot-Schwarz-Färbung dient als Warnsignal und schützt den Falter vor Angriffen. Die Raupen ernähren sich hauptsächlich von Hufeisenklee (Hippocrepis comosa), einer Pflanze trockener und nährstoffarmer Standorte. Von dieser engen Bindung an ihre Futterpflanze leitet sich auch der deutsche Name der Art ab. Die erwachsenen Falter besuchen zahlreiche Blütenpflanzen und tragen zur Bestäubung bei.
Die Flugzeit liegt überwiegend zwischen Juni und August. In dieser Zeit können die Falter auf sonnigen Kalkmagerrasen, blütenreichen Wiesen und extensiv genutzten Weideflächen beobachtet werden.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Hufeisenklee-Widderchen auf einer blütenreichen Sommerwiese.
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Nelkenwurzen – Zarte Blüten mit würzigem Geheimnis
Nelkenwurzen – Zarte Blüten mit würzigem Geheimnis
16/17.06.2026
An einem ruhigen Waldrand, dort wo Sonnenstrahlen durch das Blätterdach tanzen, wuchs eine Pflanze, die viele Menschen kaum beachteten. Ihre Blüten waren nicht groß, nicht laut, und doch hatten sie etwas Besonderes.
Die Nelkenwurzen (Geum) standen zwischen Gräsern und Moos, ihre Stängel leicht im Wind schwingend. Eine neugierige Hummel landete auf einer der Blüten und begann, den süßen Nektar zu sammeln.
16/17.06.2026
- Eine kleine Geschichte vom Duft der Erde
An einem ruhigen Waldrand, dort wo Sonnenstrahlen durch das Blätterdach tanzen, wuchs eine Pflanze, die viele Menschen kaum beachteten. Ihre Blüten waren nicht groß, nicht laut, und doch hatten sie etwas Besonderes.
Die Nelkenwurzen (Geum) standen zwischen Gräsern und Moos, ihre Stängel leicht im Wind schwingend. Eine neugierige Hummel landete auf einer der Blüten und begann, den süßen Nektar zu sammeln.
Ein Kind, das zufällig vorbeikam, kniete sich hin und betrachtete die Pflanze genauer. „Du siehst gar nicht besonders aus“, sagte es leise.
Doch als es vorsichtig an einem Blatt rieb, stieg ein feiner, würziger Duft auf – warm und leicht nach Gewürzen erinnernd. Es war, als hätte die Pflanze ein Geheimnis bewahrt, das man nur entdecken konnte, wenn man sich Zeit nahm.
Die Nelkenwurz schien zu antworten, ganz ohne Worte: Nicht alles, was wertvoll ist, zeigt sich auf den ersten Blick.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Spanische Schwertlilie (Iris xiphium)
Die Spanische Schwertlilie (Iris xiphium) – Zwischen Blütenpracht und Wandel
21/22.06.2026
Die Morgensonne tauchte die Hügel der Iberischen Halbinsel in warmes Licht. Ein alter Hirte führte seine Schafe über eine blütenreiche Wiese, wie er es seit Jahrzehnten tat. Zwischen den Gräsern entdeckte er die ersten blauen Blüten der Spanischen Schwertlilie. Ihre Farben leuchteten wie kleine Spiegel des Himmels. Schon als Kind hatte er diese Pflanzen bewundert. Damals schienen die Wiesen endlos, die Quellen führten selbst im Hochsommer Wasser, und die Natur folgte einem vertrauten Rhythmus.
Doch in den letzten Jahren hatte sich vieles verändert. Die Sommer wurden heißer, manche Wiesen trockneten früher aus, und einige der einst blütenreichen Flächen verschwanden unter neuen Nutzungen. Die Schwertlilien blühten noch immer, doch ihre Zukunft schien nicht mehr so selbstverständlich wie früher. Die zarten Blüten wurden für den Hirten zu einem Symbol dafür, wie eng das Schicksal vieler Arten mit dem Zustand ihrer Umwelt verbunden ist.
21/22.06.2026
- Eine kleine Geschichte aus dem Frühsommer
Die Morgensonne tauchte die Hügel der Iberischen Halbinsel in warmes Licht. Ein alter Hirte führte seine Schafe über eine blütenreiche Wiese, wie er es seit Jahrzehnten tat. Zwischen den Gräsern entdeckte er die ersten blauen Blüten der Spanischen Schwertlilie. Ihre Farben leuchteten wie kleine Spiegel des Himmels. Schon als Kind hatte er diese Pflanzen bewundert. Damals schienen die Wiesen endlos, die Quellen führten selbst im Hochsommer Wasser, und die Natur folgte einem vertrauten Rhythmus.
Doch in den letzten Jahren hatte sich vieles verändert. Die Sommer wurden heißer, manche Wiesen trockneten früher aus, und einige der einst blütenreichen Flächen verschwanden unter neuen Nutzungen. Die Schwertlilien blühten noch immer, doch ihre Zukunft schien nicht mehr so selbstverständlich wie früher. Die zarten Blüten wurden für den Hirten zu einem Symbol dafür, wie eng das Schicksal vieler Arten mit dem Zustand ihrer Umwelt verbunden ist.
Artbeschreibung
Die Spanische Schwertlilie oder Spanische Iris (Iris xiphium) gehört zur Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae). Sie ist eine mehrjährige, zwiebelbildende Pflanze, deren ursprüngliches Verbreitungsgebiet vor allem auf der Iberischen Halbinsel liegt. Dort besiedelt sie offene Landschaften mit ausreichend Sonnenlicht und gut durchlässigen Böden.
Typisch für die Art sind ihre schmalen, länglichen Blätter, die an kleine Schwerter erinnern und ihr den deutschen Namen verliehen haben. Die Pflanzen erreichen meist Wuchshöhen zwischen 30 und 70 Zentimetern. Besonders auffällig sind die großen Blüten, die je nach Standort und Form in verschiedenen Blau-, Violett-, Weiß- oder Gelbtönen erscheinen können.
Die Blütezeit liegt überwiegend zwischen Mai und Juli. Während dieser Zeit besuchen zahlreiche Insekten die Blüten, um Nektar und Pollen zu sammeln. Dadurch trägt die Spanische Schwertlilie zur Förderung der biologischen Vielfalt in ihren Lebensräumen bei.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Spanische Schwertlilie oder Spanische Iris (Iris xiphium) gehört zur Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae). Sie ist eine mehrjährige, zwiebelbildende Pflanze, deren ursprüngliches Verbreitungsgebiet vor allem auf der Iberischen Halbinsel liegt. Dort besiedelt sie offene Landschaften mit ausreichend Sonnenlicht und gut durchlässigen Böden.
Typisch für die Art sind ihre schmalen, länglichen Blätter, die an kleine Schwerter erinnern und ihr den deutschen Namen verliehen haben. Die Pflanzen erreichen meist Wuchshöhen zwischen 30 und 70 Zentimetern. Besonders auffällig sind die großen Blüten, die je nach Standort und Form in verschiedenen Blau-, Violett-, Weiß- oder Gelbtönen erscheinen können.
Die Blütezeit liegt überwiegend zwischen Mai und Juli. Während dieser Zeit besuchen zahlreiche Insekten die Blüten, um Nektar und Pollen zu sammeln. Dadurch trägt die Spanische Schwertlilie zur Förderung der biologischen Vielfalt in ihren Lebensräumen bei.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Die Spanische Schwertlilie begeistert mit ihren auffälligen Blütenfarben.
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Bach-Nelkenwurz (Geum rivale)
Bach-Nelkenwurz (Geum rivale) – Bewohnerin der feuchten Landschaften
16/17.06.2026
An einem kühlen Frühlingsmorgen folgte ein Spaziergänger dem Lauf eines kleinen Baches. Das Wasser gluckste zwischen Steinen hindurch, während erste Sonnenstrahlen durch die noch jungen Blätter der Erlen fielen. Am Rand des Ufers leuchteten unscheinbare Blüten zwischen dem frischen Grün hervor.
Beim näheren Hinsehen wirkten sie wie kleine Glocken, die ihren Kopf leicht zur Erde neigten. Zart rosafarben, von feinen Adern durchzogen und umgeben von rötlich-braunen Kelchblättern, bewegten sie sich sanft im Wind. Es war die Bach-Nelkenwurz – eine Pflanze, die seit Jahrhunderten an Quellen, Bächen und feuchten Wiesen zuhause ist.
16/17.06.2026
- Die Glocken am Bachufer
An einem kühlen Frühlingsmorgen folgte ein Spaziergänger dem Lauf eines kleinen Baches. Das Wasser gluckste zwischen Steinen hindurch, während erste Sonnenstrahlen durch die noch jungen Blätter der Erlen fielen. Am Rand des Ufers leuchteten unscheinbare Blüten zwischen dem frischen Grün hervor.
Beim näheren Hinsehen wirkten sie wie kleine Glocken, die ihren Kopf leicht zur Erde neigten. Zart rosafarben, von feinen Adern durchzogen und umgeben von rötlich-braunen Kelchblättern, bewegten sie sich sanft im Wind. Es war die Bach-Nelkenwurz – eine Pflanze, die seit Jahrhunderten an Quellen, Bächen und feuchten Wiesen zuhause ist.
Während viele Menschen achtlos an ihr vorbeigehen, erzählt sie eine Geschichte von intakten Gewässern, feuchten Böden und einer Landschaft, die Wasser noch halten kann.
Doch genau diese Lebensräume werden heute immer seltener.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Doch genau diese Lebensräume werden heute immer seltener.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Dach-Hauswurz / Echter Hauswurz (Sempervivum tectorum)
Dach-Hauswurz (Sempervivum tectorum) – Überlebenskünstlerin zwischen Tradition und Klimawandel
16/17.06.2026
Seit Generationen stand das alte Bauernhaus am Ortsrand. Wind, Regen, Schnee und Sommerhitze hatten an seinen Mauern genagt, doch auf dem Dach lebte etwas, das allen Widrigkeiten trotzte. Zwischen den verwitterten Ziegeln saßen kleine, sternförmige Rosetten.
Während ringsum Gräser verdorrten und andere Pflanzen unter der Sonne litten, blieben sie erstaunlich widerstandsfähig. Die Großmutter des Hauses erzählte einst, die Hauswurz schütze vor Blitzschlag und Feuer. Deshalb habe man sie schon vor Jahrhunderten auf Dächer gepflanzt.
16/17.06.2026
- Die Wächterin auf dem alten Dach
Seit Generationen stand das alte Bauernhaus am Ortsrand. Wind, Regen, Schnee und Sommerhitze hatten an seinen Mauern genagt, doch auf dem Dach lebte etwas, das allen Widrigkeiten trotzte. Zwischen den verwitterten Ziegeln saßen kleine, sternförmige Rosetten.
Während ringsum Gräser verdorrten und andere Pflanzen unter der Sonne litten, blieben sie erstaunlich widerstandsfähig. Die Großmutter des Hauses erzählte einst, die Hauswurz schütze vor Blitzschlag und Feuer. Deshalb habe man sie schon vor Jahrhunderten auf Dächer gepflanzt.
Ob die Pflanze tatsächlich Unheil fernhalten konnte, wusste niemand. Sicher war jedoch: Die Dach-Hauswurz hatte gelernt, mit Trockenheit, Hitze und kargen Standorten umzugehen wie kaum eine andere heimische Pflanze.
Gerade deshalb könnte sie in einer sich wandelnden Welt zu einer der Gewinnerinnen des Klimawandels gehören – zumindest dort, wo ihr geeignete Lebensräume erhalten bleiben.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Gerade deshalb könnte sie in einer sich wandelnden Welt zu einer der Gewinnerinnen des Klimawandels gehören – zumindest dort, wo ihr geeignete Lebensräume erhalten bleiben.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Bunte Kronwicke (Securigera varia)
Die Bunte Kronwicke (Securigera varia) – Farbenpracht am Wegesrand
15/16.06.2026
An einem warmen Frühsommertag wanderte eine Naturfreundin über einen sonnigen Kalkhang. Das Gras bewegte sich sanft im Wind, Heuschrecken sprangen zwischen den Halmen, und über den Wiesen summten Wildbienen.
Zunächst schien alles vertraut. Doch dann fiel ihr ein rosafarbenes Leuchten auf. Zwischen den Gräsern standen zahlreiche Pflanzen mit auffälligen Blütenköpfchen, die wie kleine Kronen wirkten. Jede einzelne Blüte zeigte feine Farbverläufe von Weiß über Rosa bis hin zu Purpur.
15/16.06.2026
- Eine kleine Geschichte vom Hang voller Blüten
An einem warmen Frühsommertag wanderte eine Naturfreundin über einen sonnigen Kalkhang. Das Gras bewegte sich sanft im Wind, Heuschrecken sprangen zwischen den Halmen, und über den Wiesen summten Wildbienen.
Zunächst schien alles vertraut. Doch dann fiel ihr ein rosafarbenes Leuchten auf. Zwischen den Gräsern standen zahlreiche Pflanzen mit auffälligen Blütenköpfchen, die wie kleine Kronen wirkten. Jede einzelne Blüte zeigte feine Farbverläufe von Weiß über Rosa bis hin zu Purpur.
Während sie innehielt, landete eine Hummel auf einer der Blüten und begann, Nektar zu sammeln. Wenige Meter weiter flatterte ein Schmetterling von Blüte zu Blüte. Die Wanderin erkannte, dass diese Pflanze weit mehr war als ein schöner Blickfang. Sie war Teil eines lebendigen Netzwerks, das zahlreiche Insekten ernährte und den Boden am Hang festigte.
Die Pflanze, die an diesem Sommertag so viele Tiere anzog, war die Bunte Kronwicke.
Die Bunte Kronwicke ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Höhen von etwa 30 bis 100 Zentimetern erreichen kann.
Ihre langen, verzweigten Triebe können am Boden kriechen oder sich an benachbarter Vegetation anlehnen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Pflanze, die an diesem Sommertag so viele Tiere anzog, war die Bunte Kronwicke.
Die Bunte Kronwicke ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Höhen von etwa 30 bis 100 Zentimetern erreichen kann.
Ihre langen, verzweigten Triebe können am Boden kriechen oder sich an benachbarter Vegetation anlehnen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Großes Ochsenauge (Maniola jurtina)
Das Große Ochsenauge – Ein Sommerfalter zwischen Wiesenblumen und Wandel
15/16.06.2026
Die Morgensonne erwärmt langsam die Grashalme einer blütenreichen Wiese. Zwischen Margeriten, Flockenblumen und Disteln sitzt ein frisch geschlüpfter Schmetterling und entfaltet seine Flügel. Noch liegt Tau auf den Pflanzen, doch schon bald wird die Luft von summenden Wildbienen und anderen Insekten erfüllt sein.
Für das Große Ochsenauge beginnt ein neuer Sommertag. Es gleitet über die Wiese, sucht nach Nektar und begegnet anderen Faltern seiner Art. Seit unzähligen Generationen gehört dieser Schmetterling zu den vertrauten Bewohnern der europäischen Kulturlandschaft. Doch die Welt, in der er lebt, verändert sich zunehmend.
15/16.06.2026
- Ein Sommertag aus der Sicht eines Falters
Die Morgensonne erwärmt langsam die Grashalme einer blütenreichen Wiese. Zwischen Margeriten, Flockenblumen und Disteln sitzt ein frisch geschlüpfter Schmetterling und entfaltet seine Flügel. Noch liegt Tau auf den Pflanzen, doch schon bald wird die Luft von summenden Wildbienen und anderen Insekten erfüllt sein.
Für das Große Ochsenauge beginnt ein neuer Sommertag. Es gleitet über die Wiese, sucht nach Nektar und begegnet anderen Faltern seiner Art. Seit unzähligen Generationen gehört dieser Schmetterling zu den vertrauten Bewohnern der europäischen Kulturlandschaft. Doch die Welt, in der er lebt, verändert sich zunehmend.
Artbeschreibung
Das Große Ochsenauge (Maniola jurtina) zählt zu den häufigsten Tagfaltern Mitteleuropas und gehört zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae). Seine Flugzeit erstreckt sich meist von Juni bis August, in warmen Regionen teilweise bis in den September.
Die Art zeigt einen ausgeprägten Geschlechtsunterschied:
Charakteristisch ist der schwarze Augenfleck nahe der Spitze der Vorderflügel, der oft einen kleinen weißen Kern aufweist. Dieser Augenfleck gab der Art ihren deutschen Namen.
Mit einer Flügelspannweite von etwa 40 bis 55 Millimetern gehört das Große Ochsenauge zu den mittelgroßen heimischen Tagfaltern. Seine Raupen ernähren sich von verschiedenen Süßgräsern, darunter Wiesenrispe, Rotschwingel und Glatthafer.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Das Große Ochsenauge (Maniola jurtina) zählt zu den häufigsten Tagfaltern Mitteleuropas und gehört zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae). Seine Flugzeit erstreckt sich meist von Juni bis August, in warmen Regionen teilweise bis in den September.
Die Art zeigt einen ausgeprägten Geschlechtsunterschied:
- Männchen besitzen überwiegend dunkelbraune Flügel.
- Weibchen sind meist heller gefärbt und zeigen auf den Vorderflügeln größere orangebraune Bereiche.
Charakteristisch ist der schwarze Augenfleck nahe der Spitze der Vorderflügel, der oft einen kleinen weißen Kern aufweist. Dieser Augenfleck gab der Art ihren deutschen Namen.
Mit einer Flügelspannweite von etwa 40 bis 55 Millimetern gehört das Große Ochsenauge zu den mittelgroßen heimischen Tagfaltern. Seine Raupen ernähren sich von verschiedenen Süßgräsern, darunter Wiesenrispe, Rotschwingel und Glatthafer.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Kleines Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus)
Das Kleine Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus) – ein Schmetterling zwischen Anpassung und Veränderung
15/16.06.2026
Die Morgensonne liegt noch flach über der Wiese. Zwischen Gräsern und Wildblumen glitzern Tautropfen wie kleine Kristalle. Auf einem Halm sitzt ein unscheinbarer Falter und wärmt seine Flügel in den ersten Sonnenstrahlen. Für die meisten Spaziergänger bleibt er unbemerkt. Kein leuchtendes Blau, kein auffälliges Muster lenkt die Aufmerksamkeit auf ihn. Doch als er auffliegt, zeigt sich ein warmer Orangeton, der für einen Augenblick in der Sonne aufleuchtet.
Es ist das Kleine Wiesenvögelchen. Seit Generationen begleitet dieser Schmetterling die offenen Landschaften Europas. Seine Vorfahren flatterten bereits über Wiesen und Weiden, lange bevor Straßen, Siedlungen und intensiv genutzte Agrarflächen das Gesicht der Landschaft veränderten. Heute lebt das Kleine Wiesenvögelchen noch immer zwischen Gräsern und Blüten – doch seine Welt wandelt sich schneller als je zuvor.
15/16.06.2026
- Ein Sommertag auf der Wiese
Die Morgensonne liegt noch flach über der Wiese. Zwischen Gräsern und Wildblumen glitzern Tautropfen wie kleine Kristalle. Auf einem Halm sitzt ein unscheinbarer Falter und wärmt seine Flügel in den ersten Sonnenstrahlen. Für die meisten Spaziergänger bleibt er unbemerkt. Kein leuchtendes Blau, kein auffälliges Muster lenkt die Aufmerksamkeit auf ihn. Doch als er auffliegt, zeigt sich ein warmer Orangeton, der für einen Augenblick in der Sonne aufleuchtet.
Es ist das Kleine Wiesenvögelchen. Seit Generationen begleitet dieser Schmetterling die offenen Landschaften Europas. Seine Vorfahren flatterten bereits über Wiesen und Weiden, lange bevor Straßen, Siedlungen und intensiv genutzte Agrarflächen das Gesicht der Landschaft veränderten. Heute lebt das Kleine Wiesenvögelchen noch immer zwischen Gräsern und Blüten – doch seine Welt wandelt sich schneller als je zuvor.
Artbeschreibung
Das Kleine Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus) gehört zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae) und dort zur Unterfamilie der Augenfalter (Satyrinae). Mit einer Flügelspannweite von etwa 28 bis 35 Millimetern zählt es zu den kleineren Tagfaltern Mitteleuropas.
Die Oberseite der Flügel zeigt warme Orange- und Brauntöne. Charakteristisch ist ein einzelner schwarzer Augenfleck mit weißem Mittelpunkt auf den Vorderflügeln. Die Unterseite erscheint deutlich unauffälliger.
Graubraune und beige Farbtöne sorgen für eine hervorragende Tarnung, wenn der Falter mit geschlossenen Flügeln in der Vegetation ruht.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Das Kleine Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus) gehört zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae) und dort zur Unterfamilie der Augenfalter (Satyrinae). Mit einer Flügelspannweite von etwa 28 bis 35 Millimetern zählt es zu den kleineren Tagfaltern Mitteleuropas.
Die Oberseite der Flügel zeigt warme Orange- und Brauntöne. Charakteristisch ist ein einzelner schwarzer Augenfleck mit weißem Mittelpunkt auf den Vorderflügeln. Die Unterseite erscheint deutlich unauffälliger.
Graubraune und beige Farbtöne sorgen für eine hervorragende Tarnung, wenn der Falter mit geschlossenen Flügeln in der Vegetation ruht.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Knotenwespen (Cerceris)
Knotenwespen (Cerceris) – Verborgene Jägerinnen der Sandböden
14/15.06.2026
Mit erstaunlicher Zielstrebigkeit landen sie am Eingang ihrer Brutröhren, verschwinden für einen Moment im Sand und starten wenig später erneut zur Jagd. Es sind Knotenwespen der Gattung Cerceris, faszinierende Bewohner sonniger Offenlandlebensräume.
14/15.06.2026
- An einem warmen Sommertag scheint eine offene Sandfläche auf den ersten Blick wenig Leben zu bieten. Doch wer genauer hinsieht, entdeckt kleine Löcher im Boden, vor denen geschäftige Wespen ein- und ausfliegen.
Mit erstaunlicher Zielstrebigkeit landen sie am Eingang ihrer Brutröhren, verschwinden für einen Moment im Sand und starten wenig später erneut zur Jagd. Es sind Knotenwespen der Gattung Cerceris, faszinierende Bewohner sonniger Offenlandlebensräume.
Merkmale und Lebensweise
Die Knotenwespen gehören zur Familie der Grabwespen (Crabronidae). In Mitteleuropa kommen zahlreiche Arten vor, die sich teilweise stark in ihrer Lebensweise unterscheiden. Die meisten Arten erreichen Körperlängen zwischen 5 und 15 Millimetern und besitzen eine auffällige gelb-schwarze oder schwarz-weiße Zeichnung.
Typisch für viele Knotenwespen ist ihre Vorliebe für offene, trockene und sandige Standorte. Die Weibchen graben dort Brutröhren in lockeren Boden. Am Ende der Gänge legen sie mehrere Brutkammern an, die als Kinderstube für den Nachwuchs dienen.
Jede Brutkammer wird mit erbeuteten Insekten versorgt. Je nach Art spezialisiert sich die Jagd auf bestimmte Beutetiere. Besonders häufig werden Rüsselkäfer, Blattkäfer oder andere kleine Käfer erbeutet. Die Beute wird durch einen gezielten Stich gelähmt und anschließend in die Brutkammer transportiert.
Dort legt das Weibchen ein Ei ab. Nach dem Schlüpfen ernährt sich die Larve von dem eingelagerten Nahrungsvorrat.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Die Knotenwespen gehören zur Familie der Grabwespen (Crabronidae). In Mitteleuropa kommen zahlreiche Arten vor, die sich teilweise stark in ihrer Lebensweise unterscheiden. Die meisten Arten erreichen Körperlängen zwischen 5 und 15 Millimetern und besitzen eine auffällige gelb-schwarze oder schwarz-weiße Zeichnung.
Typisch für viele Knotenwespen ist ihre Vorliebe für offene, trockene und sandige Standorte. Die Weibchen graben dort Brutröhren in lockeren Boden. Am Ende der Gänge legen sie mehrere Brutkammern an, die als Kinderstube für den Nachwuchs dienen.
Jede Brutkammer wird mit erbeuteten Insekten versorgt. Je nach Art spezialisiert sich die Jagd auf bestimmte Beutetiere. Besonders häufig werden Rüsselkäfer, Blattkäfer oder andere kleine Käfer erbeutet. Die Beute wird durch einen gezielten Stich gelähmt und anschließend in die Brutkammer transportiert.
Dort legt das Weibchen ein Ei ab. Nach dem Schlüpfen ernährt sich die Larve von dem eingelagerten Nahrungsvorrat.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
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Erdkröten-Kaulquappen ...
Erdkröten-Kaulquappen – Kleine Pflanzenverwerter im Teich
14/15.06.2026
Die Kaulquappen der Erdkröte ernähren sich überwiegend von pflanzlichem Material. Mit ihren spezialisierten Mundwerkzeugen raspeln sie Algenbeläge, abgestorbene Pflanzenteile und feine organische Reste von Steinen, Wasserpflanzen und anderen Oberflächen ab. Besonders gern nutzen sie Pflanzenreste, die sich am Gewässergrund sammeln und dort langsam zersetzt werden.
14/15.06.2026
- Im Frühjahr erwacht das Leben in vielen Teichen und Kleingewässern. Aus den langen Laichschnüren der Erdkröte (Bufo bufo) schlüpfen nach kurzer Zeit zahlreiche Kaulquappen. Oft bilden sie dichte Schwärme, die gemeinsam durch die flachen Uferbereiche ziehen. Obwohl sie nur wenige Zentimeter groß sind, erfüllen sie eine wichtige Aufgabe im Ökosystem des Teiches.
Die Kaulquappen der Erdkröte ernähren sich überwiegend von pflanzlichem Material. Mit ihren spezialisierten Mundwerkzeugen raspeln sie Algenbeläge, abgestorbene Pflanzenteile und feine organische Reste von Steinen, Wasserpflanzen und anderen Oberflächen ab. Besonders gern nutzen sie Pflanzenreste, die sich am Gewässergrund sammeln und dort langsam zersetzt werden.
Durch diese Ernährungsweise tragen die jungen Amphibien zur Verwertung organischer Stoffe bei. Sie helfen dabei, abgestorbenes Pflanzenmaterial zu zerkleinern und in den natürlichen Stoffkreislauf des Gewässers einzubinden. Gleichzeitig dienen sie selbst zahlreichen Tieren als Nahrung und nehmen damit eine wichtige Rolle im Nahrungsnetz ein.
Gelegentlich werden Kaulquappen fälschlicherweise als Nahrungskonkurrenten von Fischen angesehen. Diese Annahme beruht meist auf der Beobachtung großer Kaulquappenansammlungen in Teichen. Tatsächlich nutzen Erdkröten-Kaulquappen jedoch überwiegend andere Nahrungsquellen als viele heimische Fischarten. Während zahlreiche Fische Insektenlarven, Kleinkrebse, Zooplankton oder andere tierische Organismen bevorzugen, ernähren sich Erdkröten-Kaulquappen vor allem von Algenaufwuchs, abgestorbenen Pflanzenteilen und organischem Detritus. Eine direkte Nahrungskonkurrenz besteht daher häufig nur in geringem Umfang oder gar nicht.
Vielmehr sind Kaulquappen ein natürlicher Bestandteil gesunder Gewässerökosysteme. Sie tragen dazu bei, organisches Material zu verwerten und können durch ihre Fraßtätigkeit sogar das Gleichgewicht innerhalb des Teiches unterstützen. Gleichzeitig stellen sie für verschiedene Fischarten, Wasservögel und andere Tiere eine wertvolle Nahrungsquelle dar.
Während ihres Wachstums durchlaufen die Kaulquappen eine bemerkenswerte Entwicklung. Nach und nach bilden sich zunächst die Hinterbeine, später die Vorderbeine. Gleichzeitig verändert sich ihr Körperbau grundlegend. Aus den wasserlebenden Larven entstehen schließlich junge Erdkröten, die das Gewässer verlassen und an Land weiterleben.
Für die erfolgreiche Entwicklung der Kaulquappen sind naturnahe Teiche mit einer vielfältigen Unterwasservegetation besonders wichtig. Abgestorbene Pflanzenreste, Algenaufwuchs und strukturreiche Flachwasserzonen bieten reichlich Nahrung und Schutz. Solche Gewässer leisten einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Erdkröte, einer der bekanntesten Amphibienarten Europas.
Die unscheinbaren Kaulquappen zeigen eindrucksvoll, wie eng alle Bestandteile eines Teiches miteinander verbunden sind. Selbst abgestorbene Pflanzenteile werden von ihnen genutzt und wieder in den natürlichen Kreislauf des Lebens eingebracht. Statt als Konkurrenten betrachtet zu werden, sind sie ein wichtiger Baustein funktionierender und artenreicher Gewässerlebensräume.
In der Aufnahme
Gelegentlich werden Kaulquappen fälschlicherweise als Nahrungskonkurrenten von Fischen angesehen. Diese Annahme beruht meist auf der Beobachtung großer Kaulquappenansammlungen in Teichen. Tatsächlich nutzen Erdkröten-Kaulquappen jedoch überwiegend andere Nahrungsquellen als viele heimische Fischarten. Während zahlreiche Fische Insektenlarven, Kleinkrebse, Zooplankton oder andere tierische Organismen bevorzugen, ernähren sich Erdkröten-Kaulquappen vor allem von Algenaufwuchs, abgestorbenen Pflanzenteilen und organischem Detritus. Eine direkte Nahrungskonkurrenz besteht daher häufig nur in geringem Umfang oder gar nicht.
Vielmehr sind Kaulquappen ein natürlicher Bestandteil gesunder Gewässerökosysteme. Sie tragen dazu bei, organisches Material zu verwerten und können durch ihre Fraßtätigkeit sogar das Gleichgewicht innerhalb des Teiches unterstützen. Gleichzeitig stellen sie für verschiedene Fischarten, Wasservögel und andere Tiere eine wertvolle Nahrungsquelle dar.
Während ihres Wachstums durchlaufen die Kaulquappen eine bemerkenswerte Entwicklung. Nach und nach bilden sich zunächst die Hinterbeine, später die Vorderbeine. Gleichzeitig verändert sich ihr Körperbau grundlegend. Aus den wasserlebenden Larven entstehen schließlich junge Erdkröten, die das Gewässer verlassen und an Land weiterleben.
Für die erfolgreiche Entwicklung der Kaulquappen sind naturnahe Teiche mit einer vielfältigen Unterwasservegetation besonders wichtig. Abgestorbene Pflanzenreste, Algenaufwuchs und strukturreiche Flachwasserzonen bieten reichlich Nahrung und Schutz. Solche Gewässer leisten einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Erdkröte, einer der bekanntesten Amphibienarten Europas.
Die unscheinbaren Kaulquappen zeigen eindrucksvoll, wie eng alle Bestandteile eines Teiches miteinander verbunden sind. Selbst abgestorbene Pflanzenteile werden von ihnen genutzt und wieder in den natürlichen Kreislauf des Lebens eingebracht. Statt als Konkurrenten betrachtet zu werden, sind sie ein wichtiger Baustein funktionierender und artenreicher Gewässerlebensräume.
In der Aufnahme
- Kaulquappen bei der Nahrungsaufnahme in einem Fischteich
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Bienenwolf (Philanthus triangulum)
Der Bienenwolf (Philanthus triangulum) – Spezialist der warmen Sandlandschaften
14/15.06.2026
Die Luft flimmert über einer sonnengewärmten Sandfläche. Zwischen blühenden Kräutern summen Wildbienen, Schwebfliegen und Käfer. Für einen flüchtigen Beobachter scheint alles ruhig zu sein. Doch auf einem kleinen Sandhügel sitzt regungslos eine Wespe und wartet. Ihre Aufmerksamkeit gilt dem Himmel über den Blüten.
Plötzlich löst sie sich von ihrem Platz und schießt mit erstaunlicher Geschwindigkeit durch die warme Luft. Nach wenigen Augenblicken kehrt sie zurück – nicht allein, sondern mit einer erbeuteten Honigbiene. Zielstrebig landet sie vor einem unscheinbaren Loch im Sand und verschwindet darin. Unter der Oberfläche befindet sich ein kunstvoll angelegtes Gangsystem, das sie für ihren Nachwuchs angelegt hat.
Diese geschickte Jägerin ist der Bienenwolf (Philanthus triangulum), eine bemerkenswerte Grabwespe, die seit Jahrtausenden offene und warme Landschaften Europas besiedelt.
14/15.06.2026
- Ein Sommertag im Reich des Bienenwolfs
Die Luft flimmert über einer sonnengewärmten Sandfläche. Zwischen blühenden Kräutern summen Wildbienen, Schwebfliegen und Käfer. Für einen flüchtigen Beobachter scheint alles ruhig zu sein. Doch auf einem kleinen Sandhügel sitzt regungslos eine Wespe und wartet. Ihre Aufmerksamkeit gilt dem Himmel über den Blüten.
Plötzlich löst sie sich von ihrem Platz und schießt mit erstaunlicher Geschwindigkeit durch die warme Luft. Nach wenigen Augenblicken kehrt sie zurück – nicht allein, sondern mit einer erbeuteten Honigbiene. Zielstrebig landet sie vor einem unscheinbaren Loch im Sand und verschwindet darin. Unter der Oberfläche befindet sich ein kunstvoll angelegtes Gangsystem, das sie für ihren Nachwuchs angelegt hat.
Diese geschickte Jägerin ist der Bienenwolf (Philanthus triangulum), eine bemerkenswerte Grabwespe, die seit Jahrtausenden offene und warme Landschaften Europas besiedelt.
Artbeschreibung
Der Bienenwolf gehört zur Familie der Grabwespen (Crabronidae) und ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Sein wissenschaftlicher Name Philanthus triangulum bedeutet sinngemäß „liebender Jäger“, wobei sein tatsächliches Verhalten eher auf einen hoch spezialisierten Räuber schließen lässt. Mit einer Körperlänge von etwa 8 bis 17 Millimetern besitzt der Bienenwolf einen kräftigen Körperbau. Seine auffällige gelb-schwarze Zeichnung erinnert an andere Wespenarten, dient jedoch vor allem der Abschreckung möglicher Feinde. Weibchen werden in der Regel größer als Männchen und sind für den Nestbau sowie die Jagd verantwortlich.
Besonders bemerkenswert sind die großen Facettenaugen, die eine präzise Wahrnehmung fliegender Beutetiere ermöglichen. Der Bienenwolf zählt zu den geschicktesten Jägern unter den heimischen Insekten.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch ... er schreibt dazu ... der weibliche Bienenenwolf ist mit etwas Erde benetzt ... Sie hatte eine Biene in eine Erdröhre geschafft für ihren Nachwuchs und muss sich nun erholen....
Der Bienenwolf gehört zur Familie der Grabwespen (Crabronidae) und ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Sein wissenschaftlicher Name Philanthus triangulum bedeutet sinngemäß „liebender Jäger“, wobei sein tatsächliches Verhalten eher auf einen hoch spezialisierten Räuber schließen lässt. Mit einer Körperlänge von etwa 8 bis 17 Millimetern besitzt der Bienenwolf einen kräftigen Körperbau. Seine auffällige gelb-schwarze Zeichnung erinnert an andere Wespenarten, dient jedoch vor allem der Abschreckung möglicher Feinde. Weibchen werden in der Regel größer als Männchen und sind für den Nestbau sowie die Jagd verantwortlich.
Besonders bemerkenswert sind die großen Facettenaugen, die eine präzise Wahrnehmung fliegender Beutetiere ermöglichen. Der Bienenwolf zählt zu den geschicktesten Jägern unter den heimischen Insekten.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch ... er schreibt dazu ... der weibliche Bienenenwolf ist mit etwas Erde benetzt ... Sie hatte eine Biene in eine Erdröhre geschafft für ihren Nachwuchs und muss sich nun erholen....
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Bienenjagende Knotenwespe (Cerceris rybyensis)
Die Bienenjagende Knotenwespe (Cerceris rybyensis) – Spezialistin der sonnigen Sandflächen
13/14.06.2026
An einem heißen Julitag summt und brummt es über einer sandigen Böschung am Rand einer blütenreichen Wiese. Wildbienen besuchen die Blüten von Flockenblumen und Disteln, während Eidechsen die Wärme der Sonne genießen. Auf den ersten Blick scheint hier alles friedlich.
Doch plötzlich schießt eine schwarz-gelbe Wespe knapp über dem Boden dahin. Zielstrebig verfolgt sie eine kleine Wildbiene, die gerade von ihrem Blütenbesuch zurückkehrt. Nach einem kurzen Luftkampf trägt die Wespe ihre Beute davon und verschwindet in einem unscheinbaren Loch im sandigen Boden.
Unter der Oberfläche befindet sich das Nest der Bienenjagenden Knotenwespe. Was für die Beutebiene das Ende bedeutet, ist für die Wespe die Grundlage ihrer Fortpflanzung. Seit Jahrtausenden erfüllt diese hoch spezialisierte Jägerin ihre Rolle in unseren Ökosystemen und trägt damit zur natürlichen Vielfalt der Insektenwelt bei.
13/14.06.2026
- Eine Begegnung auf dem Trockenhang
An einem heißen Julitag summt und brummt es über einer sandigen Böschung am Rand einer blütenreichen Wiese. Wildbienen besuchen die Blüten von Flockenblumen und Disteln, während Eidechsen die Wärme der Sonne genießen. Auf den ersten Blick scheint hier alles friedlich.
Doch plötzlich schießt eine schwarz-gelbe Wespe knapp über dem Boden dahin. Zielstrebig verfolgt sie eine kleine Wildbiene, die gerade von ihrem Blütenbesuch zurückkehrt. Nach einem kurzen Luftkampf trägt die Wespe ihre Beute davon und verschwindet in einem unscheinbaren Loch im sandigen Boden.
Unter der Oberfläche befindet sich das Nest der Bienenjagenden Knotenwespe. Was für die Beutebiene das Ende bedeutet, ist für die Wespe die Grundlage ihrer Fortpflanzung. Seit Jahrtausenden erfüllt diese hoch spezialisierte Jägerin ihre Rolle in unseren Ökosystemen und trägt damit zur natürlichen Vielfalt der Insektenwelt bei.
Artbeschreibung
Die Bienenjagende Knotenwespe (Cerceris rybyensis) gehört zur Familie der Grabwespen (Crabronidae). Sie ist in weiten Teilen Europas verbreitet und besiedelt bevorzugt warme, offene und trockene Lebensräume.
Die Weibchen erreichen eine Körperlänge von etwa 10 bis 15 Millimetern und fallen durch ihre kontrastreiche schwarz-gelbe Zeichnung auf. Der Hinterleib zeigt meist mehrere gelbe Binden, während Kopf und Brustabschnitte überwiegend schwarz gefärbt sind. Die Art wirkt kompakt und kräftig gebaut.
Typisch für die Gattung Cerceris ist die Lebensweise als bodennistende Grabwespe. Die Weibchen legen ihre Nester in selbst gegrabenen Erdröhren an, die sich häufig in sandigen oder lockeren Bodenbereichen befinden. Geeignete Nistplätze finden sich an Böschungen, Trockenrasen, Wegrändern, Sandflächen oder offenen Bodenstellen.
Die Art ist ein Nahrungsspezialist. Die Weibchen jagen vor allem kleinere Wildbienen, darunter verschiedene Furchenbienen und Seidenbienen. Die erbeuteten Tiere werden durch einen gezielten Stich gelähmt und in die Brutzellen transportiert. Dort dienen sie den Wespenlarven als Nahrung.
Die erwachsenen Tiere ernähren sich dagegen von Blütennektar und besuchen eine Vielzahl verschiedener Pflanzenarten.
In der Aufnahme von Willibald Lang
Diese Aufnahme ist aktuell etwas ganz Besonderes denn im Internet gibt es bezüglich der Detailtreue sowie Bildgestaltung "absolut" wohl derzeit keine annähernd vergleichbare Aufnahme! Das Knotenwespen - Weibchen hat eine Körperlänge von 8,0 - 10,0 mm. und macht "keine" Jagd auf Honigbienen. Sie fliegt vom Juni bis Mitte September und bejagt ausschließlich Wildbienen. Die Beute wird dann zur Bodenhöhle transportiert und hineingezogen.
Die Bienenjagende Knotenwespe (Cerceris rybyensis) gehört zur Familie der Grabwespen (Crabronidae). Sie ist in weiten Teilen Europas verbreitet und besiedelt bevorzugt warme, offene und trockene Lebensräume.
Die Weibchen erreichen eine Körperlänge von etwa 10 bis 15 Millimetern und fallen durch ihre kontrastreiche schwarz-gelbe Zeichnung auf. Der Hinterleib zeigt meist mehrere gelbe Binden, während Kopf und Brustabschnitte überwiegend schwarz gefärbt sind. Die Art wirkt kompakt und kräftig gebaut.
Typisch für die Gattung Cerceris ist die Lebensweise als bodennistende Grabwespe. Die Weibchen legen ihre Nester in selbst gegrabenen Erdröhren an, die sich häufig in sandigen oder lockeren Bodenbereichen befinden. Geeignete Nistplätze finden sich an Böschungen, Trockenrasen, Wegrändern, Sandflächen oder offenen Bodenstellen.
Die Art ist ein Nahrungsspezialist. Die Weibchen jagen vor allem kleinere Wildbienen, darunter verschiedene Furchenbienen und Seidenbienen. Die erbeuteten Tiere werden durch einen gezielten Stich gelähmt und in die Brutzellen transportiert. Dort dienen sie den Wespenlarven als Nahrung.
Die erwachsenen Tiere ernähren sich dagegen von Blütennektar und besuchen eine Vielzahl verschiedener Pflanzenarten.
In der Aufnahme von Willibald Lang
- Bienenjagende Knotenwespe / Cerceris rybyensis
Diese Aufnahme ist aktuell etwas ganz Besonderes denn im Internet gibt es bezüglich der Detailtreue sowie Bildgestaltung "absolut" wohl derzeit keine annähernd vergleichbare Aufnahme! Das Knotenwespen - Weibchen hat eine Körperlänge von 8,0 - 10,0 mm. und macht "keine" Jagd auf Honigbienen. Sie fliegt vom Juni bis Mitte September und bejagt ausschließlich Wildbienen. Die Beute wird dann zur Bodenhöhle transportiert und hineingezogen.
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Wald-Erdbeere (Fragaria vesca)
Die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca) – ein kleiner Schatz des Waldes
13/14.06.2026
Es ist ein warmer Junimorgen. Die Sonne dringt durch das lichte Blätterdach eines Mischwaldes und lässt kleine Lichtflecken über den Boden wandern. Zwischen Farnen, Moosen und jungen Buchen wächst ein Teppich aus grünen Blättern. Wer aufmerksam hinsieht, entdeckt dort etwas Besonderes: kleine rote Früchte, die wie winzige Edelsteine aus dem Grün hervorleuchten.
Ein Kind bleibt stehen, kniet sich nieder und pflückt vorsichtig eine der Früchte. Der Duft ist intensiv, der Geschmack überraschend süß und aromatisch. Für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen. Die Wald-Erdbeere begleitet Menschen seit Jahrhunderten – als Wildpflanze, als Nahrungsquelle und als Sinnbild für die Vielfalt unserer heimischen Natur.
13/14.06.2026
- Eine Begegnung am Waldrand
Es ist ein warmer Junimorgen. Die Sonne dringt durch das lichte Blätterdach eines Mischwaldes und lässt kleine Lichtflecken über den Boden wandern. Zwischen Farnen, Moosen und jungen Buchen wächst ein Teppich aus grünen Blättern. Wer aufmerksam hinsieht, entdeckt dort etwas Besonderes: kleine rote Früchte, die wie winzige Edelsteine aus dem Grün hervorleuchten.
Ein Kind bleibt stehen, kniet sich nieder und pflückt vorsichtig eine der Früchte. Der Duft ist intensiv, der Geschmack überraschend süß und aromatisch. Für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen. Die Wald-Erdbeere begleitet Menschen seit Jahrhunderten – als Wildpflanze, als Nahrungsquelle und als Sinnbild für die Vielfalt unserer heimischen Natur.
Artbeschreibung
Die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie ist die ursprünglich in Europa heimische Erdbeerart und gilt als Vorfahrin vieler heute angebauter Erdbeersorten. Die mehrjährige Pflanze erreicht meist eine Höhe von 5 bis 20 Zentimetern. Charakteristisch sind ihre dreiteiligen, gezähnten Blätter, die in einer bodennahen Rosette angeordnet sind. Über Ausläufer kann sich die Pflanze vegetativ vermehren und so größere Bestände bilden.
Zwischen April und Juni erscheinen die weißen, fünfzähligen Blüten. Sie werden von verschiedenen Insekten bestäubt, darunter Wildbienen, Schwebfliegen und Käfer. Aus den Blüten entwickeln sich die bekannten roten Sammelnussfrüchte, die von zahlreichen Tierarten gefressen werden. Die eigentlichen Früchte sind die kleinen gelblichen Nüsschen auf der Oberfläche.
Die Wald-Erdbeere wächst bevorzugt an lichten Waldsäumen, auf Waldlichtungen, in Hecken, an Böschungen und auf mäßig nährstoffreichen Standorten. Sie liebt sonnige bis halbschattige Bereiche und profitiert von einer abwechslungsreichen Landschaft mit offenen und strukturreichen Lebensräumen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie ist die ursprünglich in Europa heimische Erdbeerart und gilt als Vorfahrin vieler heute angebauter Erdbeersorten. Die mehrjährige Pflanze erreicht meist eine Höhe von 5 bis 20 Zentimetern. Charakteristisch sind ihre dreiteiligen, gezähnten Blätter, die in einer bodennahen Rosette angeordnet sind. Über Ausläufer kann sich die Pflanze vegetativ vermehren und so größere Bestände bilden.
Zwischen April und Juni erscheinen die weißen, fünfzähligen Blüten. Sie werden von verschiedenen Insekten bestäubt, darunter Wildbienen, Schwebfliegen und Käfer. Aus den Blüten entwickeln sich die bekannten roten Sammelnussfrüchte, die von zahlreichen Tierarten gefressen werden. Die eigentlichen Früchte sind die kleinen gelblichen Nüsschen auf der Oberfläche.
Die Wald-Erdbeere wächst bevorzugt an lichten Waldsäumen, auf Waldlichtungen, in Hecken, an Böschungen und auf mäßig nährstoffreichen Standorten. Sie liebt sonnige bis halbschattige Bereiche und profitiert von einer abwechslungsreichen Landschaft mit offenen und strukturreichen Lebensräumen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
- Frucht
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Großblütige Königskerze (Verbascum densiflorum)Großblütige Königskerze (Verbascum densiflo
Die Großblütige Königskerze (Verbascum densiflorum)
13/14.06.2026
An einem warmen Julimorgen fiel einer Naturschützerin am Rand eines alten Feldweges eine einzelne, hoch aufragende Pflanze auf. Zwischen Gräsern und Steinen erhob sich ein kerzengerader Stängel, gekrönt von zahlreichen leuchtend gelben Blüten.
Während viele Pflanzen in der sommerlichen Hitze bereits welk wirkten, stand sie aufrecht und strahlend da. Bienen und Schwebfliegen besuchten ihre Blüten, und selbst in der trockenen Umgebung schien sie ihren Platz gefunden zu haben. Es war die Großblütige Königskerze (Verbascum densiflorum), eine Art, die seit Jahrhunderten zu den charakteristischen Pflanzen offener Landschaften gehört.
13/14.06.2026
- Die Goldkerze am Wegrand
An einem warmen Julimorgen fiel einer Naturschützerin am Rand eines alten Feldweges eine einzelne, hoch aufragende Pflanze auf. Zwischen Gräsern und Steinen erhob sich ein kerzengerader Stängel, gekrönt von zahlreichen leuchtend gelben Blüten.
Während viele Pflanzen in der sommerlichen Hitze bereits welk wirkten, stand sie aufrecht und strahlend da. Bienen und Schwebfliegen besuchten ihre Blüten, und selbst in der trockenen Umgebung schien sie ihren Platz gefunden zu haben. Es war die Großblütige Königskerze (Verbascum densiflorum), eine Art, die seit Jahrhunderten zu den charakteristischen Pflanzen offener Landschaften gehört.
Eine eindrucksvolle Erscheinung
Die Großblütige Königskerze gehört zur Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae) und zählt zu den auffälligsten Wildpflanzen Mitteleuropas. Sie kann Wuchshöhen von bis zu zwei Metern erreichen und entwickelt einen kräftigen, unverzweigten Blütenstand, der von zahlreichen großen, goldgelben Blüten besetzt ist.
Im ersten Lebensjahr bildet die Pflanze eine bodennahe Blattrosette aus. Die großen, weich behaarten Blätter speichern Wasser und schützen die Pflanze vor Austrocknung. Erst im zweiten Jahr wächst der charakteristische Blütenstängel heran. Die Blütezeit reicht meist von Juni bis August. Dabei öffnen sich täglich neue Blüten, die zahlreiche Insekten anlocken und eine wichtige Nahrungsquelle darstellen.
Die Großblütige Königskerze bevorzugt sonnige, trockene und nährstoffarme Standorte. Man findet sie an Wegrändern, Böschungen, Bahndämmen, auf Brachflächen, in Steinbrüchen oder auf anderen offenen Rohbodenstandorten. Als Pionierpflanze besiedelt sie Flächen, auf denen Konkurrenz durch andere Pflanzen zunächst gering ist.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Großblütige Königskerze gehört zur Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae) und zählt zu den auffälligsten Wildpflanzen Mitteleuropas. Sie kann Wuchshöhen von bis zu zwei Metern erreichen und entwickelt einen kräftigen, unverzweigten Blütenstand, der von zahlreichen großen, goldgelben Blüten besetzt ist.
Im ersten Lebensjahr bildet die Pflanze eine bodennahe Blattrosette aus. Die großen, weich behaarten Blätter speichern Wasser und schützen die Pflanze vor Austrocknung. Erst im zweiten Jahr wächst der charakteristische Blütenstängel heran. Die Blütezeit reicht meist von Juni bis August. Dabei öffnen sich täglich neue Blüten, die zahlreiche Insekten anlocken und eine wichtige Nahrungsquelle darstellen.
Die Großblütige Königskerze bevorzugt sonnige, trockene und nährstoffarme Standorte. Man findet sie an Wegrändern, Böschungen, Bahndämmen, auf Brachflächen, in Steinbrüchen oder auf anderen offenen Rohbodenstandorten. Als Pionierpflanze besiedelt sie Flächen, auf denen Konkurrenz durch andere Pflanzen zunächst gering ist.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Königskerze - mit Feldwespe
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Ringeltaube (Columba palumbus)
Die Ringeltaube (Columba palumbus)
12/13.06.2026
Ringeltauben ernähren sich überwiegend von Samen, Knospen, Früchten und jungen Pflanzenteilen. Sie suchen ihre Nahrung meist am Boden, verbringen aber auch viel Zeit in Bäumen, wo sie ruhen und brüten. Das Nest besteht aus locker angeordneten Zweigen und wird häufig in Hecken, Sträuchern oder Nadelbäumen angelegt.
12/13.06.2026
- Die Ringeltaube (Columba palumbus) ist die größte in Mitteleuropa heimische Taubenart. Sie ist in weiten Teilen Europas verbreitet und besiedelt sowohl Wälder als auch Parks, Gärten und landwirtschaftlich geprägte Landschaften. Charakteristisch sind ihr graublaues Gefieder, die rosafarbene Brust sowie die auffälligen weißen Halsflecken und Flügelbinden, die besonders im Flug gut sichtbar sind.
Ringeltauben ernähren sich überwiegend von Samen, Knospen, Früchten und jungen Pflanzenteilen. Sie suchen ihre Nahrung meist am Boden, verbringen aber auch viel Zeit in Bäumen, wo sie ruhen und brüten. Das Nest besteht aus locker angeordneten Zweigen und wird häufig in Hecken, Sträuchern oder Nadelbäumen angelegt.
Während der Balz trägt das Männchen seinen markanten Ruf vor, ein tiefes und rhythmisches „huu-hu hu-hu-hu“. Oft sitzt es dabei gut sichtbar auf einem Ast oder einer Baumspitze. Begleitet wird der Gesang von Balzflügen, bei denen das Männchen steil aufsteigt und anschließend mit ausgebreiteten Flügeln wieder herabgleitet.
Auf dem hier gezeigten Motiv sitzt ein rufendes Ringeltauben-Männchen in einer Fiche. Zwischen den dunklen Nadeln des Baumes hebt sich sein helles Gefieder deutlich ab. Mit aufgerichteter Haltung und geöffnetem Schnabel trägt es seinen Balzruf vor, der in den frühen Morgenstunden besonders häufig zu hören ist.
Solche erhöhten Sitzwarten nutzt das Männchen, um sein Revier zu markieren und mögliche Partnerinnen auf sich aufmerksam zu machen.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Auf dem hier gezeigten Motiv sitzt ein rufendes Ringeltauben-Männchen in einer Fiche. Zwischen den dunklen Nadeln des Baumes hebt sich sein helles Gefieder deutlich ab. Mit aufgerichteter Haltung und geöffnetem Schnabel trägt es seinen Balzruf vor, der in den frühen Morgenstunden besonders häufig zu hören ist.
Solche erhöhten Sitzwarten nutzt das Männchen, um sein Revier zu markieren und mögliche Partnerinnen auf sich aufmerksam zu machen.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
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Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)
Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) – Farbenfrohe Blütenpflanze mit ökologischem Nutzen
12/13.06.2026
An einem sonnigen Julimorgen ranken sich lange Triebe über einen alten Gartenzaun. Zwischen den runden, sattgrünen Blättern öffnen sich leuchtende Blüten in Gelb, Orange und Rot.
Eine Hummel landet auf einer Blüte und verschwindet tief im Blütenschlund, während Schmetterlinge zwischen den Pflanzen umherflattern. Die Große Kapuzinerkresse verwandelt selbst kleine Gartenbereiche in ein lebendiges Blütenmeer und bietet zugleich zahlreichen Insekten wertvolle Nahrung.
12/13.06.2026
- Ein sommerlicher Farbtupfer
An einem sonnigen Julimorgen ranken sich lange Triebe über einen alten Gartenzaun. Zwischen den runden, sattgrünen Blättern öffnen sich leuchtende Blüten in Gelb, Orange und Rot.
Eine Hummel landet auf einer Blüte und verschwindet tief im Blütenschlund, während Schmetterlinge zwischen den Pflanzen umherflattern. Die Große Kapuzinerkresse verwandelt selbst kleine Gartenbereiche in ein lebendiges Blütenmeer und bietet zugleich zahlreichen Insekten wertvolle Nahrung.
Artbeschreibung
Die Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) gehört zur Familie der Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae). Ursprünglich stammt sie aus Südamerika, wo ihre Vorfahren in den Andenregionen beheimatet waren. Heute ist sie weltweit als Zier-, Nutz- und Gartenpflanze verbreitet.
Die meist einjährige Pflanze entwickelt lange, kriechende oder kletternde Triebe, die eine Länge von mehreren Metern erreichen können. Charakteristisch sind die nahezu kreisrunden, schildförmigen Blätter mit langen Blattstielen. Besonders auffällig sind die großen, trichterförmigen Blüten, die je nach Sorte in verschiedenen Gelb-, Orange- und Rottönen erscheinen.
Die Blütezeit reicht häufig vom Frühsommer bis in den Herbst hinein. Während dieser Zeit produziert die Pflanze reichlich Nektar und lockt zahlreiche Bestäuber an. Nach der Blüte entwickeln sich Samen, die zur Vermehrung beitragen und oftmals auch im folgenden Jahr wieder keimen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) gehört zur Familie der Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae). Ursprünglich stammt sie aus Südamerika, wo ihre Vorfahren in den Andenregionen beheimatet waren. Heute ist sie weltweit als Zier-, Nutz- und Gartenpflanze verbreitet.
Die meist einjährige Pflanze entwickelt lange, kriechende oder kletternde Triebe, die eine Länge von mehreren Metern erreichen können. Charakteristisch sind die nahezu kreisrunden, schildförmigen Blätter mit langen Blattstielen. Besonders auffällig sind die großen, trichterförmigen Blüten, die je nach Sorte in verschiedenen Gelb-, Orange- und Rottönen erscheinen.
Die Blütezeit reicht häufig vom Frühsommer bis in den Herbst hinein. Während dieser Zeit produziert die Pflanze reichlich Nektar und lockt zahlreiche Bestäuber an. Nach der Blüte entwickeln sich Samen, die zur Vermehrung beitragen und oftmals auch im folgenden Jahr wieder keimen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Braunkehlchen (Saxicola rubetra)
Das Braunkehlchen – ein Sänger der Wiesenlandschaften
12/13.06.2026
Die ersten Sonnenstrahlen eines Frühsommertages tauchen die Wiese in ein warmes Licht. Zwischen Gräsern, Wildblumen und einzelnen Disteln herrscht geschäftiges Treiben. Insekten summen durch die Luft, während Tautropfen auf den Halmen glitzern.
Auf einem alten Zaunpfahl landet ein kleiner Vogel. Kurz richtet er sich auf, beobachtet aufmerksam seine Umgebung und trägt dann seinen feinen, melodischen Gesang vor. Immer wieder fliegt er auf, schnappt nach einem Insekt und kehrt zu seinem Aussichtspunkt zurück. Für viele Naturfreunde gehört dieser Anblick zu den schönsten Szenen einer artenreichen Kulturlandschaft. Der kleine Vogel ist ein Braunkehlchen.
12/13.06.2026
- Ein Morgen auf der Sommerwiese
Die ersten Sonnenstrahlen eines Frühsommertages tauchen die Wiese in ein warmes Licht. Zwischen Gräsern, Wildblumen und einzelnen Disteln herrscht geschäftiges Treiben. Insekten summen durch die Luft, während Tautropfen auf den Halmen glitzern.
Auf einem alten Zaunpfahl landet ein kleiner Vogel. Kurz richtet er sich auf, beobachtet aufmerksam seine Umgebung und trägt dann seinen feinen, melodischen Gesang vor. Immer wieder fliegt er auf, schnappt nach einem Insekt und kehrt zu seinem Aussichtspunkt zurück. Für viele Naturfreunde gehört dieser Anblick zu den schönsten Szenen einer artenreichen Kulturlandschaft. Der kleine Vogel ist ein Braunkehlchen.
Artbeschreibung
Das Braunkehlchen (Saxicola rubetra) gehört zur Familie der Fliegenschnäpper und ist ein typischer Bewohner offener Wiesen- und Weidelandschaften. Mit einer Körperlänge von etwa 12 bis 14 Zentimetern zählt es zu den kleineren Singvögeln Europas.
Besonders auffällig sind seine helle Überaugenlinie und die warme orangebraune Färbung von Kehle und Brust, die ihm seinen Namen verleihen. Die Oberseite zeigt eine braun gefleckte Zeichnung, die dem Vogel eine gute Tarnung in seinem Lebensraum ermöglicht. Weibchen und Jungvögel sind meist etwas weniger kontrastreich gefärbt als die Männchen.Braunkehlchen bevorzugen extensiv genutzte Wiesen, Feuchtgrünland, Weiden, Moorgebiete und strukturreiche Offenlandschaften. Typisch sind einzelne erhöhte Sitzwarten wie Zaunpfähle, Stauden oder hohe Grashalme, von denen aus die Vögel nach Insekten Ausschau halten.
Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, Spinnen, Raupen und anderen kleinen Wirbellosen. Im Herbst ergänzen Beeren und andere pflanzliche Bestandteile den Speiseplan.
Als Langstreckenzieher verbringen Braunkehlchen den Winter in Afrika südlich der Sahara und kehren im Frühjahr in ihre europäischen Brutgebiete zurück.
Aufnahme von Helga Zinnecker
Das Braunkehlchen (Saxicola rubetra) gehört zur Familie der Fliegenschnäpper und ist ein typischer Bewohner offener Wiesen- und Weidelandschaften. Mit einer Körperlänge von etwa 12 bis 14 Zentimetern zählt es zu den kleineren Singvögeln Europas.
Besonders auffällig sind seine helle Überaugenlinie und die warme orangebraune Färbung von Kehle und Brust, die ihm seinen Namen verleihen. Die Oberseite zeigt eine braun gefleckte Zeichnung, die dem Vogel eine gute Tarnung in seinem Lebensraum ermöglicht. Weibchen und Jungvögel sind meist etwas weniger kontrastreich gefärbt als die Männchen.Braunkehlchen bevorzugen extensiv genutzte Wiesen, Feuchtgrünland, Weiden, Moorgebiete und strukturreiche Offenlandschaften. Typisch sind einzelne erhöhte Sitzwarten wie Zaunpfähle, Stauden oder hohe Grashalme, von denen aus die Vögel nach Insekten Ausschau halten.
Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, Spinnen, Raupen und anderen kleinen Wirbellosen. Im Herbst ergänzen Beeren und andere pflanzliche Bestandteile den Speiseplan.
Als Langstreckenzieher verbringen Braunkehlchen den Winter in Afrika südlich der Sahara und kehren im Frühjahr in ihre europäischen Brutgebiete zurück.
Aufnahme von Helga Zinnecker
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Kleiner Fuchs (Aglais urticae)
Der Kleine Fuchs (Aglais urticae) – Ein farbenfroher Botschafter unserer Natur
11/12.06.2026
An einem warmen Junimorgen flatterte ein kleiner Schmetterling über eine blühende Wiese. Seine leuchtend orangefarbenen Flügel blitzten in der Sonne auf, während er von Blüte zu Blüte zog. Für einen Moment setzte er sich auf eine Distel und schien die Umgebung zu beobachten. Um ihn herum summten Wildbienen, Grashüpfer sprangen durch das hohe Gras, und der Wind bewegte sanft die Halme.
Doch die Landschaft war nicht mehr dieselbe wie vor vielen Jahren. Wo einst artenreiche Wiesen und dichte Brennnesselbestände standen, erstreckten sich nun Straßen, intensiv genutzte Felder und versiegelte Flächen. Der kleine Schmetterling setzte seinen Flug fort – auf der Suche nach Nahrung, einem geeigneten Lebensraum und einem Platz für die nächste Generation.
Dieser Schmetterling war der Kleine Fuchs (Aglais urticae), eine der bekanntesten und beliebtesten Tagfalterarten Europas.
11/12.06.2026
- Eine kurze Geschichte aus dem Sommer
An einem warmen Junimorgen flatterte ein kleiner Schmetterling über eine blühende Wiese. Seine leuchtend orangefarbenen Flügel blitzten in der Sonne auf, während er von Blüte zu Blüte zog. Für einen Moment setzte er sich auf eine Distel und schien die Umgebung zu beobachten. Um ihn herum summten Wildbienen, Grashüpfer sprangen durch das hohe Gras, und der Wind bewegte sanft die Halme.
Doch die Landschaft war nicht mehr dieselbe wie vor vielen Jahren. Wo einst artenreiche Wiesen und dichte Brennnesselbestände standen, erstreckten sich nun Straßen, intensiv genutzte Felder und versiegelte Flächen. Der kleine Schmetterling setzte seinen Flug fort – auf der Suche nach Nahrung, einem geeigneten Lebensraum und einem Platz für die nächste Generation.
Dieser Schmetterling war der Kleine Fuchs (Aglais urticae), eine der bekanntesten und beliebtesten Tagfalterarten Europas.
Artbeschreibung
Der Kleine Fuchs (Aglais urticae) gehört zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae) und ist in weiten Teilen Europas sowie in Asien verbreitet. Mit einer Flügelspannweite von etwa 40 bis 55 Millimetern zählt er zu den mittelgroßen Schmetterlingen
Aufnahme von Dieter Zinßer
Der Kleine Fuchs (Aglais urticae) gehört zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae) und ist in weiten Teilen Europas sowie in Asien verbreitet. Mit einer Flügelspannweite von etwa 40 bis 55 Millimetern zählt er zu den mittelgroßen Schmetterlingen
Aufnahme von Dieter Zinßer
- Der Kleine Fuchs zählt zu den bekanntesten Tagfaltern Mitteleuropas.
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Kapuzinerkressen (Tropaeolum)
Kapuzinerkressen (Tropaeolum) – Farbenfrohe Kletterkünstler mit ökologischem Wert
11/12.06.2026
An einem warmen Sommertag summen Bienen zwischen den Beeten eines naturnahen Gartens. Über einem alten Holzzaun ranken sich lange Triebe mit runden, sattgrünen Blättern. Dazwischen leuchten Blüten in kräftigem Gelb, Orange und Rot. Eine Hummel landet auf einer der Blüten und verschwindet für einen Moment tief im Blütenschlund, bevor sie weiterzieht.
Die Pflanze scheint den Garten mit ihren Farben zu beleben und bietet gleichzeitig zahlreichen Insekten Nahrung. Es ist die Kapuzinerkresse – eine Pflanzengruppe, die Schönheit, Nutzen und ökologische Bedeutung auf besondere Weise verbindet.
11/12.06.2026
- Ein leuchtender Sommergast im Garten
An einem warmen Sommertag summen Bienen zwischen den Beeten eines naturnahen Gartens. Über einem alten Holzzaun ranken sich lange Triebe mit runden, sattgrünen Blättern. Dazwischen leuchten Blüten in kräftigem Gelb, Orange und Rot. Eine Hummel landet auf einer der Blüten und verschwindet für einen Moment tief im Blütenschlund, bevor sie weiterzieht.
Die Pflanze scheint den Garten mit ihren Farben zu beleben und bietet gleichzeitig zahlreichen Insekten Nahrung. Es ist die Kapuzinerkresse – eine Pflanzengruppe, die Schönheit, Nutzen und ökologische Bedeutung auf besondere Weise verbindet.
Artbeschreibung
Die Kapuzinerkressen (Tropaeolum) bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae). Die meisten Arten stammen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika, insbesondere aus den Gebirgsregionen der Anden. Heute werden verschiedene Arten weltweit als Zier- und Nutzpflanzen kultiviert.
Besonders bekannt ist die Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus), die in vielen Gärten, Parks und auf Balkonen zu finden ist. Charakteristisch sind ihre runden, schildförmigen Blätter sowie die auffälligen Blüten in Gelb-, Orange- und Rottönen. Viele Arten wachsen kriechend oder kletternd und können innerhalb kurzer Zeit größere Flächen begrünen.
Kapuzinerkressen blühen oft über viele Monate hinweg und produzieren reichlich Nektar. Dadurch sind sie eine wertvolle Nahrungsquelle für zahlreiche Bestäuber wie Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten.
Die Blätter, Blüten und Samen vieler Arten sind zudem essbar und werden in der Küche geschätzt.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Kapuzinerkressen (Tropaeolum) bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae). Die meisten Arten stammen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika, insbesondere aus den Gebirgsregionen der Anden. Heute werden verschiedene Arten weltweit als Zier- und Nutzpflanzen kultiviert.
Besonders bekannt ist die Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus), die in vielen Gärten, Parks und auf Balkonen zu finden ist. Charakteristisch sind ihre runden, schildförmigen Blätter sowie die auffälligen Blüten in Gelb-, Orange- und Rottönen. Viele Arten wachsen kriechend oder kletternd und können innerhalb kurzer Zeit größere Flächen begrünen.
Kapuzinerkressen blühen oft über viele Monate hinweg und produzieren reichlich Nektar. Dadurch sind sie eine wertvolle Nahrungsquelle für zahlreiche Bestäuber wie Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten.
Die Blätter, Blüten und Samen vieler Arten sind zudem essbar und werden in der Küche geschätzt.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Braunpelikan (Pelecanus occidentalis)
Der Braune Pelikan
11/12.06.2026
Die Morgensonne färbt die Küste golden, während die ersten Wellen sanft an den Strand rollen. Hoch über dem Wasser gleitet ein großer Vogel nahezu regungslos auf dem Wind. Plötzlich richtet er seinen Blick nach unten. Ein silbrig glänzender Fischschwarm bewegt sich dicht unter der Wasseroberfläche.
Mit angelegten Flügeln stürzt sich der Vogel in die Tiefe. Sekunden später taucht er wieder auf, schüttelt das Wasser aus seinem Gefieder und schluckt seine Beute. Für den Braunpelikan ist dieser spektakuläre Jagdflug Alltag – für Beobachter ein beeindruckendes Naturschauspiel.
11/12.06.2026
- Der Sturz ins Meer
Die Morgensonne färbt die Küste golden, während die ersten Wellen sanft an den Strand rollen. Hoch über dem Wasser gleitet ein großer Vogel nahezu regungslos auf dem Wind. Plötzlich richtet er seinen Blick nach unten. Ein silbrig glänzender Fischschwarm bewegt sich dicht unter der Wasseroberfläche.
Mit angelegten Flügeln stürzt sich der Vogel in die Tiefe. Sekunden später taucht er wieder auf, schüttelt das Wasser aus seinem Gefieder und schluckt seine Beute. Für den Braunpelikan ist dieser spektakuläre Jagdflug Alltag – für Beobachter ein beeindruckendes Naturschauspiel.
Der Braunpelikan – ein Meister der Küstengewässer
Der Braunpelikan (Pelecanus occidentalis) ist die kleinste der acht heute lebenden Pelikanarten und zugleich eine der bekanntesten Vogelarten der amerikanischen Küsten. Sein Verbreitungsgebiet reicht von den Küsten der Vereinigten Staaten über Mittelamerika bis nach Südamerika sowie auf zahlreiche Inseln der Karibik.
Mit einer Körperlänge von etwa 100 bis 140 Zentimetern und einer Flügelspannweite von bis zu 2,3 Metern gehört er dennoch zu den großen Wasservögeln. Sein Gefieder erscheint überwiegend graubraun bis dunkelbraun, wobei Kopf und Nacken je nach Jahreszeit unterschiedliche Färbungen aufweisen können. Besonders auffällig ist der große Kehlsack, der beim Fischfang als eine Art Netz dient.
Anders als viele andere Pelikanarten jagt der Braunpelikan häufig durch spektakuläre Sturzflüge. Aus mehreren Metern Höhe taucht er kopfüber ins Wasser ein, um Fische zu erbeuten. Anschließend lässt er das überschüssige Wasser aus seinem Kehlsack ablaufen und verschluckt seine Beute.
Braunpelikane leben vor allem an Küsten, in Mangrovengebieten, Lagunen, Flussmündungen und auf kleinen Inseln. Dort brüten sie oft in Kolonien und nutzen geschützte Bereiche, die ausreichend Nahrung und sichere Nistplätze bieten.
Aufnahme von Werner Oppermann
Der Braunpelikan (Pelecanus occidentalis) ist die kleinste der acht heute lebenden Pelikanarten und zugleich eine der bekanntesten Vogelarten der amerikanischen Küsten. Sein Verbreitungsgebiet reicht von den Küsten der Vereinigten Staaten über Mittelamerika bis nach Südamerika sowie auf zahlreiche Inseln der Karibik.
Mit einer Körperlänge von etwa 100 bis 140 Zentimetern und einer Flügelspannweite von bis zu 2,3 Metern gehört er dennoch zu den großen Wasservögeln. Sein Gefieder erscheint überwiegend graubraun bis dunkelbraun, wobei Kopf und Nacken je nach Jahreszeit unterschiedliche Färbungen aufweisen können. Besonders auffällig ist der große Kehlsack, der beim Fischfang als eine Art Netz dient.
Anders als viele andere Pelikanarten jagt der Braunpelikan häufig durch spektakuläre Sturzflüge. Aus mehreren Metern Höhe taucht er kopfüber ins Wasser ein, um Fische zu erbeuten. Anschließend lässt er das überschüssige Wasser aus seinem Kehlsack ablaufen und verschluckt seine Beute.
Braunpelikane leben vor allem an Küsten, in Mangrovengebieten, Lagunen, Flussmündungen und auf kleinen Inseln. Dort brüten sie oft in Kolonien und nutzen geschützte Bereiche, die ausreichend Nahrung und sichere Nistplätze bieten.
Aufnahme von Werner Oppermann
Artenschutz in Franken®
Äpfel und Birnen – Zwei Klassiker aus unseren Obstgärten
Äpfel und Birnen – Zwei Klassiker aus unseren Obstgärten
10/11.06.2026
Der Apfel stammt von verschiedenen Wildapfelarten ab und zählt heute zu den weltweit am häufigsten angebauten Obstsorten. Seine Früchte unterscheiden sich je nach Sorte in Farbe, Form, Geschmack und Erntezeit. Von süß bis säuerlich reicht die geschmackliche Vielfalt, die Äpfel zu einem vielseitigen Lebensmittel macht.
10/11.06.2026
- Äpfel und Birnen gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Obstarten Europas. Seit Jahrhunderten werden sie in Gärten, Streuobstwiesen und Obstplantagen kultiviert und sind fester Bestandteil unserer Kultur, Ernährung und Landschaft. Mit ihrer großen Sortenvielfalt bereichern sie nicht nur den Speiseplan, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur biologischen Vielfalt.
Der Apfel stammt von verschiedenen Wildapfelarten ab und zählt heute zu den weltweit am häufigsten angebauten Obstsorten. Seine Früchte unterscheiden sich je nach Sorte in Farbe, Form, Geschmack und Erntezeit. Von süß bis säuerlich reicht die geschmackliche Vielfalt, die Äpfel zu einem vielseitigen Lebensmittel macht.
Auch die Birne blickt auf eine lange Kulturgeschichte zurück. Ihre meist saftigen Früchte sind für ihr feines Aroma bekannt und werden sowohl frisch verzehrt als auch zu Säften, Kompott oder anderen Spezialitäten verarbeitet. Birnbäume können ein hohes Alter erreichen und prägen vielerorts traditionelle Kulturlandschaften.
Im Frühjahr verwandeln sich Apfel- und Birnbäume in ein Blütenmeer. Die weißen bis zart rosafarbenen Blüten bieten Bienen, Hummeln und zahlreichen anderen Insekten eine wertvolle Nahrungsquelle. Erst durch die Bestäubung können sich die Früchte entwickeln, die im Spätsommer und Herbst geerntet werden.
Besonders Streuobstwiesen mit alten Apfel- und Birnensorten gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Sie bieten Nahrung und Lebensraum für Vögel, Insekten, Fledermäuse und viele weitere Tierarten. Der Erhalt dieser traditionellen Obstlandschaften trägt daher nicht nur zum Schutz alter Obstsorten bei, sondern fördert auch den Naturschutz.
Heute stehen Apfel- und Birnbäume vor neuen Herausforderungen. Klimawandel, längere Trockenperioden und extreme Wetterereignisse beeinflussen Wachstum und Ertrag. Gleichzeitig gewinnen robuste und regionale Sorten zunehmend an Bedeutung, da sie oft besser an lokale Umweltbedingungen angepasst sind.
Äpfel und Birnen sind weit mehr als nur Obst. Sie verbinden Genuss, Tradition und Natur und erinnern daran, wie eng Landwirtschaft, Kulturlandschaft und biologische Vielfalt miteinander verknüpft sind. Ihre Blüten im Frühling und ihre Früchte im Herbst machen sie zu einem wertvollen Bestandteil unserer Landschaften und unseres täglichen Lebens.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Im Frühjahr verwandeln sich Apfel- und Birnbäume in ein Blütenmeer. Die weißen bis zart rosafarbenen Blüten bieten Bienen, Hummeln und zahlreichen anderen Insekten eine wertvolle Nahrungsquelle. Erst durch die Bestäubung können sich die Früchte entwickeln, die im Spätsommer und Herbst geerntet werden.
Besonders Streuobstwiesen mit alten Apfel- und Birnensorten gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Sie bieten Nahrung und Lebensraum für Vögel, Insekten, Fledermäuse und viele weitere Tierarten. Der Erhalt dieser traditionellen Obstlandschaften trägt daher nicht nur zum Schutz alter Obstsorten bei, sondern fördert auch den Naturschutz.
Heute stehen Apfel- und Birnbäume vor neuen Herausforderungen. Klimawandel, längere Trockenperioden und extreme Wetterereignisse beeinflussen Wachstum und Ertrag. Gleichzeitig gewinnen robuste und regionale Sorten zunehmend an Bedeutung, da sie oft besser an lokale Umweltbedingungen angepasst sind.
Äpfel und Birnen sind weit mehr als nur Obst. Sie verbinden Genuss, Tradition und Natur und erinnern daran, wie eng Landwirtschaft, Kulturlandschaft und biologische Vielfalt miteinander verknüpft sind. Ihre Blüten im Frühling und ihre Früchte im Herbst machen sie zu einem wertvollen Bestandteil unserer Landschaften und unseres täglichen Lebens.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Kürbisse (Cucurbita)
Kürbisse (Cucurbita) – Vielfalt auf dem Feld
10/11.06.2026
Der Nebel liegt noch über den Feldern, als die ersten Sonnenstrahlen die Landschaft in warmes Licht tauchen. Zwischen großen Blättern leuchten orangefarbene, gelbe und grüne Früchte hervor. Manche sind rund wie kleine Kugeln, andere länglich oder gerippt.
Eine Hummel besucht die letzten geöffneten Blüten des Jahres, während sich auf den Ranken Tautropfen sammeln. Seit Jahrhunderten begleiten Kürbisse die Menschen als Nahrungs-, Zier- und Kulturpflanzen. Ihre Formenvielfalt und ihre Bedeutung für Landwirtschaft und Ernährung machen sie zu einer der bemerkenswertesten Pflanzengruppen der Welt.
10/11.06.2026
- Ein Herbstmorgen zwischen goldenen Früchten
Der Nebel liegt noch über den Feldern, als die ersten Sonnenstrahlen die Landschaft in warmes Licht tauchen. Zwischen großen Blättern leuchten orangefarbene, gelbe und grüne Früchte hervor. Manche sind rund wie kleine Kugeln, andere länglich oder gerippt.
Eine Hummel besucht die letzten geöffneten Blüten des Jahres, während sich auf den Ranken Tautropfen sammeln. Seit Jahrhunderten begleiten Kürbisse die Menschen als Nahrungs-, Zier- und Kulturpflanzen. Ihre Formenvielfalt und ihre Bedeutung für Landwirtschaft und Ernährung machen sie zu einer der bemerkenswertesten Pflanzengruppen der Welt.
Artbeschreibung
Die Kürbisse (Cucurbita) bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Ursprünglich stammen sie aus Nord-, Mittel- und Südamerika, wo sie bereits vor mehreren tausend Jahren kultiviert wurden. Heute werden sie weltweit angebaut und zählen zu den wichtigsten Kulturpflanzen vieler Regionen.
Zur Gattung gehören verschiedene Arten, darunter der Gartenkürbis (Cucurbita pepo), der Riesenkürbis (Cucurbita maxima) und der Moschuskürbis (Cucurbita moschata). Aus ihnen sind im Laufe der Zeit zahlreiche Sorten entstanden, die sich in Form, Farbe, Größe und Geschmack stark unterscheiden.
Kürbispflanzen sind meist einjährige, krautige Gewächse mit langen, rankenden oder kriechenden Trieben. Ihre großen Blätter beschatten den Boden und helfen, Feuchtigkeit zu speichern.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Kürbisse (Cucurbita) bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Ursprünglich stammen sie aus Nord-, Mittel- und Südamerika, wo sie bereits vor mehreren tausend Jahren kultiviert wurden. Heute werden sie weltweit angebaut und zählen zu den wichtigsten Kulturpflanzen vieler Regionen.
Zur Gattung gehören verschiedene Arten, darunter der Gartenkürbis (Cucurbita pepo), der Riesenkürbis (Cucurbita maxima) und der Moschuskürbis (Cucurbita moschata). Aus ihnen sind im Laufe der Zeit zahlreiche Sorten entstanden, die sich in Form, Farbe, Größe und Geschmack stark unterscheiden.
Kürbispflanzen sind meist einjährige, krautige Gewächse mit langen, rankenden oder kriechenden Trieben. Ihre großen Blätter beschatten den Boden und helfen, Feuchtigkeit zu speichern.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Kürbisblüte
Artenschutz in Franken®
Fitis (Phylloscopus trochilus)
Der Fitis (Phylloscopus trochilus)
10/11.06.2026
An einem kühlen Aprilmorgen sitzt ein kleiner Vogel auf einem jungen Birkenzweig am Rand einer Lichtung. Nach einer langen Reise aus den Winterquartieren südlich der Sahara hat er Tausende Kilometer hinter sich gebracht. Die ersten Sonnenstrahlen wärmen sein Gefieder, während aus der Ferne das frische Grün des Waldes leuchtet.
Vorsichtig beginnt er zu singen – eine weiche, abfallende Melodie, die wie ein sanfter Wasserfall klingt. Für viele Menschen ist dieser Gesang eines der ersten sicheren Zeichen dafür, dass der Frühling endgültig angekommen ist. Der kleine Sänger ist ein Fitis.
10/11.06.2026
- Wenn der Frühling zurückkehrt
An einem kühlen Aprilmorgen sitzt ein kleiner Vogel auf einem jungen Birkenzweig am Rand einer Lichtung. Nach einer langen Reise aus den Winterquartieren südlich der Sahara hat er Tausende Kilometer hinter sich gebracht. Die ersten Sonnenstrahlen wärmen sein Gefieder, während aus der Ferne das frische Grün des Waldes leuchtet.
Vorsichtig beginnt er zu singen – eine weiche, abfallende Melodie, die wie ein sanfter Wasserfall klingt. Für viele Menschen ist dieser Gesang eines der ersten sicheren Zeichen dafür, dass der Frühling endgültig angekommen ist. Der kleine Sänger ist ein Fitis.
Der Fitis – ein unauffälliger Frühlingsbote
Der Fitis (Phylloscopus trochilus) gehört zur Familie der Laubsänger und zählt zu den häufigsten Zugvögeln Europas. Mit einer Körperlänge von etwa 10 bis 12 Zentimetern und einem Gewicht von meist weniger als 15 Gramm wirkt er unscheinbar. Sein Gefieder ist überwiegend olivgrün bis bräunlich gefärbt, die Unterseite hell gelblich bis weiß. Besonders charakteristisch sind der helle Überaugenstreif und seine vergleichsweise langen Flügel, die ihn bei seinen weiten Wanderungen unterstützen.
Auf den ersten Blick ähnelt der Fitis stark dem Zilpzalp. Eine sichere Unterscheidung gelingt häufig erst durch den Gesang. Während der Zilpzalp seinen Namen nahezu lautmalerisch wiederholt, trägt der Fitis eine melodische, sanft abfallende Strophe vor, die zu den schönsten Vogelgesängen unserer Wälder und Gebüsche zählt.
Der Fitis bevorzugt lichte Wälder, Waldränder, Moorgebiete, junge Aufforstungen sowie strukturreiche Heckenlandschaften. Seine Nahrung besteht überwiegend aus Insekten, Spinnen und anderen kleinen Wirbellosen, die er geschickt von Blättern und Zweigen absammelt.
Aufnahme von Günter Ridder
Der Fitis (Phylloscopus trochilus) gehört zur Familie der Laubsänger und zählt zu den häufigsten Zugvögeln Europas. Mit einer Körperlänge von etwa 10 bis 12 Zentimetern und einem Gewicht von meist weniger als 15 Gramm wirkt er unscheinbar. Sein Gefieder ist überwiegend olivgrün bis bräunlich gefärbt, die Unterseite hell gelblich bis weiß. Besonders charakteristisch sind der helle Überaugenstreif und seine vergleichsweise langen Flügel, die ihn bei seinen weiten Wanderungen unterstützen.
Auf den ersten Blick ähnelt der Fitis stark dem Zilpzalp. Eine sichere Unterscheidung gelingt häufig erst durch den Gesang. Während der Zilpzalp seinen Namen nahezu lautmalerisch wiederholt, trägt der Fitis eine melodische, sanft abfallende Strophe vor, die zu den schönsten Vogelgesängen unserer Wälder und Gebüsche zählt.
Der Fitis bevorzugt lichte Wälder, Waldränder, Moorgebiete, junge Aufforstungen sowie strukturreiche Heckenlandschaften. Seine Nahrung besteht überwiegend aus Insekten, Spinnen und anderen kleinen Wirbellosen, die er geschickt von Blättern und Zweigen absammelt.
Aufnahme von Günter Ridder
- Der Fitis ist einer unserer häufigsten (neben dem Buchfinken dessen Häufigkeit ihn noch bei weitem übertrifft ), Sommergäste (der Buchfink ist ganzjährig anzutreffen), und dem Zilpzalp im Verhalten recht ähnlich.
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Eingriffeliger Weißdorn (Crataegus monogyna)
Der Eingriffelige Weißdorn (Crataegus monogyna)
09/10.06.2026
An einem warmen Frühlingsmorgen wandert eine Naturfreundin entlang eines Feldwegs. Der Tau glitzert noch auf den Gräsern, während aus den umliegenden Hecken der Gesang von Amseln und Grasmücken erklingt. Plötzlich bleibt sie stehen: Vor ihr leuchtet eine dichte Hecke voller kleiner weißer Blüten. Bienen und Schwebfliegen umschwirren die Blütenstände, und zwischen den Zweigen findet ein Rotkehlchen Schutz.
Es ist ein Eingriffeliger Weißdorn – eine Pflanze, die auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, aber seit Jahrhunderten ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaften ist. Im Herbst werden seine Zweige von leuchtend roten Früchten geschmückt, die zahlreichen Vögeln als Nahrung dienen. So begleitet der Weißdorn den Wandel der Jahreszeiten und verbindet Pflanzen, Tiere und Menschen auf besondere Weise.
09/10.06.2026
- Eine Begegnung am Heckenrand
An einem warmen Frühlingsmorgen wandert eine Naturfreundin entlang eines Feldwegs. Der Tau glitzert noch auf den Gräsern, während aus den umliegenden Hecken der Gesang von Amseln und Grasmücken erklingt. Plötzlich bleibt sie stehen: Vor ihr leuchtet eine dichte Hecke voller kleiner weißer Blüten. Bienen und Schwebfliegen umschwirren die Blütenstände, und zwischen den Zweigen findet ein Rotkehlchen Schutz.
Es ist ein Eingriffeliger Weißdorn – eine Pflanze, die auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, aber seit Jahrhunderten ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaften ist. Im Herbst werden seine Zweige von leuchtend roten Früchten geschmückt, die zahlreichen Vögeln als Nahrung dienen. So begleitet der Weißdorn den Wandel der Jahreszeiten und verbindet Pflanzen, Tiere und Menschen auf besondere Weise.
Artbeschreibung
Der Eingriffelige Weißdorn (Crataegus monogyna) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Er wächst als dicht verzweigter Strauch oder kleiner Baum und erreicht gewöhnlich Höhen von 3 bis 10 Metern. Charakteristisch sind seine kräftigen Dornen, die ihm einen wirksamen Schutz vor Verbiss bieten.
Die Blätter sind tief gelappt und erscheinen im Frühjahr frischgrün. Zwischen Mai und Juni entwickelt die Art zahlreiche weiße, leicht duftende Blüten, die reich an Nektar und Pollen sind. Sie werden von vielen Insekten besucht und tragen so zur Bestäubung zahlreicher Arten bei. Aus den Blüten entstehen im Spätsommer und Herbst die typischen roten Früchte, die botanisch als Scheinfrüchte bezeichnet werden.
Der Name „eingriffelig“ verweist auf ein wichtiges Merkmal der Art: Die Blüten besitzen in der Regel nur einen Griffel. Dies unterscheidet sie von einigen verwandten Weißdornarten.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Der Eingriffelige Weißdorn (Crataegus monogyna) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Er wächst als dicht verzweigter Strauch oder kleiner Baum und erreicht gewöhnlich Höhen von 3 bis 10 Metern. Charakteristisch sind seine kräftigen Dornen, die ihm einen wirksamen Schutz vor Verbiss bieten.
Die Blätter sind tief gelappt und erscheinen im Frühjahr frischgrün. Zwischen Mai und Juni entwickelt die Art zahlreiche weiße, leicht duftende Blüten, die reich an Nektar und Pollen sind. Sie werden von vielen Insekten besucht und tragen so zur Bestäubung zahlreicher Arten bei. Aus den Blüten entstehen im Spätsommer und Herbst die typischen roten Früchte, die botanisch als Scheinfrüchte bezeichnet werden.
Der Name „eingriffelig“ verweist auf ein wichtiges Merkmal der Art: Die Blüten besitzen in der Regel nur einen Griffel. Dies unterscheidet sie von einigen verwandten Weißdornarten.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Heckenrosen sind keine „Dörner“ – sondern Lebensadern der Kulturlandschaft
Heckenrosen sind keine „Dörner“ – sondern Lebensadern der Kulturlandschaft
09/10.06.2026
Die Heckenrose gehört zu den wertvollsten heimischen Sträuchern unserer Landschaft. Ihre Blüten liefern Nahrung für zahlreiche Wildbienen, Käfer und andere Insekten. Ihre dichten Zweige bieten Vögeln sichere Brutplätze und Schutz vor Fressfeinden. Im Herbst und Winter dienen die Hagebutten vielen Vogelarten sowie Kleinsäugern als wichtige Nahrungsquelle. Wo Heckenrosen wachsen, entsteht Leben – oft dort, wo intensiv genutzte Agrarflächen kaum noch Rückzugsräume bieten.
Wer in den Dornen nur ein Ärgernis erkennt, verkennt die Realität unserer zunehmend ausgeräumten Landschaft. Gerade die stachelbewehrten Zweige machen die Heckenrose zu einem wirksamen Schutzgehölz. Sie schafft sichere Lebensräume für Arten, die andernorts kaum noch geeignete Rückzugsorte finden. Was manchen als Hindernis erscheint, ist für viele Tiere eine überlebenswichtige Zuflucht.
09/10.06.2026
- Immer wieder hört man entlang von Flurwegen die gleichen abfälligen Bemerkungen: Heckenrosen seien nichts weiter als „Dörner“, die angeblich nur dazu da seien, Fahrzeuge zu zerkratzen oder den Weg zu versperren. Wer so urteilt, betrachtet die Natur allein durch die Windschutzscheibe und übersieht ihre tatsächliche Bedeutung.
Die Heckenrose gehört zu den wertvollsten heimischen Sträuchern unserer Landschaft. Ihre Blüten liefern Nahrung für zahlreiche Wildbienen, Käfer und andere Insekten. Ihre dichten Zweige bieten Vögeln sichere Brutplätze und Schutz vor Fressfeinden. Im Herbst und Winter dienen die Hagebutten vielen Vogelarten sowie Kleinsäugern als wichtige Nahrungsquelle. Wo Heckenrosen wachsen, entsteht Leben – oft dort, wo intensiv genutzte Agrarflächen kaum noch Rückzugsräume bieten.
Wer in den Dornen nur ein Ärgernis erkennt, verkennt die Realität unserer zunehmend ausgeräumten Landschaft. Gerade die stachelbewehrten Zweige machen die Heckenrose zu einem wirksamen Schutzgehölz. Sie schafft sichere Lebensräume für Arten, die andernorts kaum noch geeignete Rückzugsorte finden. Was manchen als Hindernis erscheint, ist für viele Tiere eine überlebenswichtige Zuflucht.
Natürlich müssen Wege nutzbar bleiben und eine sachgerechte Pflege ist sinnvoll.
Doch daraus abzuleiten, Heckenrosen seien wertlos oder gar schädlich, zeugt von erstaunlicher Unkenntnis ökologischer Zusammenhänge. Die Natur wurde nicht geschaffen, um Fahrzeugen auszuweichen. Flurwege führen durch Lebensräume, nicht durch sterile Verkehrsanlagen.
Wer heute noch jede stachelige Pflanze als störendes „Unkraut“ oder als bloße Gefahr für Lack und Blech betrachtet, hält an Vorstellungen fest, die längst überholt sein sollten. In Zeiten des Artensterbens und des dramatischen Rückgangs vieler Insekten- und Vogelarten brauchen wir mehr Verständnis für die Funktionen unserer heimischen Gehölze – nicht weniger.
Die Heckenrose ist kein Problem. Das Problem ist eine Sichtweise, die den Wert der Natur erst dann erkennt, wenn sie keinen Platz mehr beansprucht. Dabei sind es gerade Pflanzen wie die Heckenrose, die unsere Landschaft lebendig, vielfältig und ökologisch funktionsfähig halten. Wer sie nur als „Dörner“ abtut, zeigt vor allem eines: wie wenig er über die Natur vor seiner eigenen Haustür weiß.
Wehe, wenn sie losgelassen …
Besonders problematisch wird es, wenn Menschen, die den ökologischen Wert einer Heckenrose nicht einmal kennen, sich berufen fühlen, Hecken zu „pflegen“. Nicht selten wird dann unter dem Deckmantel der Pflege das beseitigt, was die Hecke überhaupt erst wertvoll macht. Aus artenreichen Strukturen werden gleichförmige, ausgedünnte Gehölzreste. Blüten- und fruchttragende Triebe verschwinden, Brutplätze werden zerstört und wichtige Rückzugsräume gehen verloren.
Wer eine Hecke ausschließlich danach beurteilt, ob sie ordentlich aussieht oder möglichst wenig stört, wird kaum eine naturschutzgerechte Pflege durchführen können. Fachgerechte Heckenpflege setzt Wissen voraus: Wissen über Brutzeiten, über die Bedeutung einzelner Pflanzenarten, über Nahrungsnetze und über die Funktionen einer Hecke als Lebensraum.
Leider gilt auch hier: Je geringer die Sachkenntnis, desto größer mitunter die Entschlossenheit zum Eingreifen. Was über Jahrzehnte gewachsen ist, kann in wenigen Stunden mit Motorsäge und Mulcher erheblich geschädigt werden. Die Folgen tragen dann nicht die selbsternannten Landschaftsordner, sondern die Tiere und Pflanzen, die auf diese Strukturen angewiesen sind.
Eine Hecke ist kein Dekorationsobjekt und kein Hindernis am Wegesrand. Sie ist ein komplexes Ökosystem. Wer daran arbeitet, sollte wissen, was er tut. Andernfalls bestätigt sich ein altes Sprichwort auf unangenehme Weise: Wehe, wenn sie losgelassen. Denn Unwissenheit richtet in der Natur oft größeren Schaden an als jede Dornenranke.
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Löwenzahn (Taraxacum)
Der Löwenzahn – leuchtender Frühlingsbote zwischen Anpassung und Wandel
09/10.06.2026
Nach einem langen Winter lag noch kühle Morgenluft über der Wiese, als Marie den schmalen Feldweg entlangging. Zwischen feuchten Gräsern und den ersten jungen Kräutern leuchteten plötzlich kleine gelbe Blüten in der Sonne. Über Nacht schien der Frühling angekommen zu sein.
Sie blieb stehen und betrachtete die Pflanzen genauer. Zwischen den gezackten Blättern öffneten sich unzählige goldgelbe Blütenköpfe, über denen bereits die ersten Wildbienen summten. Einige Wochen später würde aus jeder dieser Blüten eine filigrane Kugel aus silberweißen Samen entstehen, die der Wind weit über die Landschaft tragen würde.
Für viele Menschen gehört der Löwenzahn zu den vertrautesten Pflanzen überhaupt. Doch hinter der scheinbar gewöhnlichen Wiesenpflanze verbirgt sich eine bemerkenswerte Art, die seit Jahrhunderten Teil unserer Kulturlandschaften ist und gleichzeitig zeigt, wie stark sich Natur und Lebensräume verändern.
09/10.06.2026
- Eine kleine Geschichte vom ersten Frühlingstag
Nach einem langen Winter lag noch kühle Morgenluft über der Wiese, als Marie den schmalen Feldweg entlangging. Zwischen feuchten Gräsern und den ersten jungen Kräutern leuchteten plötzlich kleine gelbe Blüten in der Sonne. Über Nacht schien der Frühling angekommen zu sein.
Sie blieb stehen und betrachtete die Pflanzen genauer. Zwischen den gezackten Blättern öffneten sich unzählige goldgelbe Blütenköpfe, über denen bereits die ersten Wildbienen summten. Einige Wochen später würde aus jeder dieser Blüten eine filigrane Kugel aus silberweißen Samen entstehen, die der Wind weit über die Landschaft tragen würde.
Für viele Menschen gehört der Löwenzahn zu den vertrautesten Pflanzen überhaupt. Doch hinter der scheinbar gewöhnlichen Wiesenpflanze verbirgt sich eine bemerkenswerte Art, die seit Jahrhunderten Teil unserer Kulturlandschaften ist und gleichzeitig zeigt, wie stark sich Natur und Lebensräume verändern.
Der Löwenzahn (Taraxacum)
Der Löwenzahn (Taraxacum) gehört zur Familie der Korbblütler und ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Die Pflanze wächst auf Wiesen, an Wegrändern, in Gärten, auf Brachflächen und sogar zwischen Pflastersteinen. Ihre außergewöhnliche Anpassungsfähigkeit macht sie zu einer der bekanntesten Wildpflanzen unserer Landschaften.
Typisch für den Löwenzahn sind die tief gezackten Blätter, die in einer bodennahen Rosette wachsen. Aus der Mitte erhebt sich ein hohler Stängel, an dessen Spitze sich die leuchtend gelbe Blüte befindet. Die Blüten erscheinen meist ab dem Frühjahr und gehören zu den wichtigen frühen Nahrungsquellen für zahlreiche Insekten. Besonders Wildbienen, Honigbienen und Schmetterlinge besuchen die nektar- und pollenreichen Blüten.
Nach der Blüte verändert sich die Pflanze deutlich. Der gelbe Blütenkopf schließt sich zunächst, bevor sich später die bekannte kugelförmige Samenstruktur entwickelt. Die feinen, schirmartigen Samen werden schließlich vom Wind verbreitet und ermöglichen der Pflanze eine weiträumige Ausbreitung.
Der Löwenzahn besitzt zudem eine kräftige Pfahlwurzel, mit der er selbst trockene oder verdichtete Böden erschließen kann.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Der Löwenzahn (Taraxacum) gehört zur Familie der Korbblütler und ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Die Pflanze wächst auf Wiesen, an Wegrändern, in Gärten, auf Brachflächen und sogar zwischen Pflastersteinen. Ihre außergewöhnliche Anpassungsfähigkeit macht sie zu einer der bekanntesten Wildpflanzen unserer Landschaften.
Typisch für den Löwenzahn sind die tief gezackten Blätter, die in einer bodennahen Rosette wachsen. Aus der Mitte erhebt sich ein hohler Stängel, an dessen Spitze sich die leuchtend gelbe Blüte befindet. Die Blüten erscheinen meist ab dem Frühjahr und gehören zu den wichtigen frühen Nahrungsquellen für zahlreiche Insekten. Besonders Wildbienen, Honigbienen und Schmetterlinge besuchen die nektar- und pollenreichen Blüten.
Nach der Blüte verändert sich die Pflanze deutlich. Der gelbe Blütenkopf schließt sich zunächst, bevor sich später die bekannte kugelförmige Samenstruktur entwickelt. Die feinen, schirmartigen Samen werden schließlich vom Wind verbreitet und ermöglichen der Pflanze eine weiträumige Ausbreitung.
Der Löwenzahn besitzt zudem eine kräftige Pfahlwurzel, mit der er selbst trockene oder verdichtete Böden erschließen kann.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Der Löwenzahn – Frühling, Wandel und Aufbruch der Samen
Der Löwenzahn – Frühling, Wandel und Aufbruch der Samen
08/09.06.2026
Der Löwenzahn gehört zu den bekanntesten Wildpflanzen Europas und begleitet den Jahreslauf vieler Landschaften vom zeitigen Frühjahr bis in den Frühsommer hinein. Seine kräftigen Blüten ziehen zahlreiche Insekten an und bieten Bienen, Schmetterlingen und anderen Bestäubern eine wichtige frühe Nahrungsquelle.
Besonders eindrucksvoll zeigt sich der Wandel der Pflanze nach der Blütezeit.
Die goldgelben Blüten schließen sich allmählich und entwickeln sich zu den bekannten kugelförmigen Samenständen. Aus der leuchtenden Blüte entsteht die filigrane „Pusteblume“, deren feine Samen an kleinen Schirmen befestigt sind.
08/09.06.2026
- Kaum eine Wildpflanze kündigt den Frühling so deutlich an wie der Löwenzahn. Wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen den Boden erwärmen, erscheinen seine gezackten Blätter auf Wiesen, an Wegrändern und zwischen Pflastersteinen. Schon kurze Zeit später öffnen sich die leuchtend gelben Blüten und verwandeln ganze Flächen in ein farbenreiches Frühlingsbild.
Der Löwenzahn gehört zu den bekanntesten Wildpflanzen Europas und begleitet den Jahreslauf vieler Landschaften vom zeitigen Frühjahr bis in den Frühsommer hinein. Seine kräftigen Blüten ziehen zahlreiche Insekten an und bieten Bienen, Schmetterlingen und anderen Bestäubern eine wichtige frühe Nahrungsquelle.
Besonders eindrucksvoll zeigt sich der Wandel der Pflanze nach der Blütezeit.
Die goldgelben Blüten schließen sich allmählich und entwickeln sich zu den bekannten kugelförmigen Samenständen. Aus der leuchtenden Blüte entsteht die filigrane „Pusteblume“, deren feine Samen an kleinen Schirmen befestigt sind.
Mit dem Wind beginnt schließlich die Reise der Samen.
Schon ein leichter Luftzug genügt, um die kleinen Schirmchen durch die Landschaft zu tragen. Auf diese Weise verbreitet sich der Löwenzahn über weite Entfernungen und findet immer wieder neue Standorte zum Wachsen.
Der Lebenszyklus des Löwenzahns zeigt eindrucksvoll die ständige Veränderung in der Natur – vom ersten Austrieb im Frühjahr über die Blütezeit bis hin zur Verbreitung der Samen.
Um diesen Wandel sichtbar zu machen, haben wir eine Diashow mit fotografischen Eindrücken erstellt.
Die Aufnahmen begleiten den Löwenzahn durch verschiedene Entwicklungsphasen und zeigen die besondere Schönheit dieser oft alltäglich wirkenden Wildpflanze im Verlauf der Jahreszeit.
Unsere Diashow lädt dazu ein, den Löwenzahn aus neuen Perspektiven zu betrachten – nicht nur als bekannte Wiesenpflanze, sondern als wichtigen Bestandteil heimischer Natur- und Kulturlandschaften.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Schon ein leichter Luftzug genügt, um die kleinen Schirmchen durch die Landschaft zu tragen. Auf diese Weise verbreitet sich der Löwenzahn über weite Entfernungen und findet immer wieder neue Standorte zum Wachsen.
Der Lebenszyklus des Löwenzahns zeigt eindrucksvoll die ständige Veränderung in der Natur – vom ersten Austrieb im Frühjahr über die Blütezeit bis hin zur Verbreitung der Samen.
Um diesen Wandel sichtbar zu machen, haben wir eine Diashow mit fotografischen Eindrücken erstellt.
Die Aufnahmen begleiten den Löwenzahn durch verschiedene Entwicklungsphasen und zeigen die besondere Schönheit dieser oft alltäglich wirkenden Wildpflanze im Verlauf der Jahreszeit.
Unsere Diashow lädt dazu ein, den Löwenzahn aus neuen Perspektiven zu betrachten – nicht nur als bekannte Wiesenpflanze, sondern als wichtigen Bestandteil heimischer Natur- und Kulturlandschaften.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Schutz und Pflege der Nistplätze der Großen Wiesenameise
Schutz und Pflege der Nistplätze der Großen Wiesenameise
08/09.06.2026
Die Nester der Großen Wiesenameise befinden sich bevorzugt an sonnigen, trockenen bis mäßig feuchten Standorten mit niedriger Vegetation. Besonders extensiv genutzte Wiesen, Magerrasen, Böschungen oder lichte Wegränder bieten geeignete Bedingungen. Für das Überleben der Kolonien ist ein ausreichend warmes Mikroklima von großer Bedeutung. Die Ameisen sind darauf angewiesen, dass ihre Nester regelmäßig von Sonnenlicht erreicht werden und nicht dauerhaft beschattet sind.
08/09.06.2026
- Die Große Wiesenameise ist ein bedeutender Bestandteil naturnaher Wiesen- und Offenlandlebensräume. Als bodenbewohnende Ameisenart erfüllt sie wichtige ökologische Funktionen und trägt wesentlich zur Stabilität und Vielfalt vieler Lebensräume bei. Ihre Kolonien lockern den Boden auf, verbessern die Durchmischung organischer Materialien und schaffen durch ihre Bautätigkeit wertvolle Kleinstrukturen für zahlreiche andere Tierarten.
Die Nester der Großen Wiesenameise befinden sich bevorzugt an sonnigen, trockenen bis mäßig feuchten Standorten mit niedriger Vegetation. Besonders extensiv genutzte Wiesen, Magerrasen, Böschungen oder lichte Wegränder bieten geeignete Bedingungen. Für das Überleben der Kolonien ist ein ausreichend warmes Mikroklima von großer Bedeutung. Die Ameisen sind darauf angewiesen, dass ihre Nester regelmäßig von Sonnenlicht erreicht werden und nicht dauerhaft beschattet sind.
Gefährdung durch überwachsende Vegetation
Viele traditionelle Offenlandflächen verändern sich heute zunehmend durch ausbleibende Nutzung oder mangelnde Pflege. Werden Wiesen nicht mehr regelmäßig gemäht oder beweidet, breiten sich hochwüchsige Gräser, Stauden, Brombeeren und junge Gehölze aus. Dadurch gehen offene Bodenstellen verloren und bestehende Ameisennester werden nach und nach überwachsen.
Die Folgen dieser Entwicklung können für die Große Wiesenameise erheblich sein ...
In der Aufnahme von Volkmar Greb
Viele traditionelle Offenlandflächen verändern sich heute zunehmend durch ausbleibende Nutzung oder mangelnde Pflege. Werden Wiesen nicht mehr regelmäßig gemäht oder beweidet, breiten sich hochwüchsige Gräser, Stauden, Brombeeren und junge Gehölze aus. Dadurch gehen offene Bodenstellen verloren und bestehende Ameisennester werden nach und nach überwachsen.
Die Folgen dieser Entwicklung können für die Große Wiesenameise erheblich sein ...
In der Aufnahme von Volkmar Greb
- Freigestellter Ameisennistplatz
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Feldgrille (Gryllus campestris)
Die Feldgrille – Stimmen des Frühlings auf trockenen Wiesen
08/09.06.2026
Die Sonne stand bereits hoch über der Wiese, als Jonas den schmalen Pfad entlanglief. Zwischen wilden Kräutern, trockenem Gras und kleinen offenen Bodenstellen lag der Duft eines warmen Frühlingstages in der Luft. Zunächst war nur das Summen einzelner Insekten zu hören. Dann erklang plötzlich ein kräftiges, rhythmisches Zirpen aus dem Gras.
Jonas blieb stehen und lauschte. Das Zirpen schien direkt aus dem Boden zu kommen. Vorsichtig kniete er sich hin und entdeckte schließlich vor einer kleinen Erdröhre ein schwarzes Insekt mit langen Fühlern – eine Feldgrille.
Während das Männchen unermüdlich sang, begann im Mai die wichtigste Zeit im Leben der Tiere: die Paarungszeit. Schon bald würden die Weibchen geeignete Stellen im lockeren Boden suchen, um dort ihre Eier abzulegen und damit den nächsten Generationen den Start ins Leben zu ermöglichen.
Die Feldgrille gehört zu den auffälligsten Stimmen naturnaher Wiesenlandschaften und erinnert daran, wie lebendig offene, sonnige Lebensräume sein können.
08/09.06.2026
- Eine kleine Geschichte aus dem Mai
Die Sonne stand bereits hoch über der Wiese, als Jonas den schmalen Pfad entlanglief. Zwischen wilden Kräutern, trockenem Gras und kleinen offenen Bodenstellen lag der Duft eines warmen Frühlingstages in der Luft. Zunächst war nur das Summen einzelner Insekten zu hören. Dann erklang plötzlich ein kräftiges, rhythmisches Zirpen aus dem Gras.
Jonas blieb stehen und lauschte. Das Zirpen schien direkt aus dem Boden zu kommen. Vorsichtig kniete er sich hin und entdeckte schließlich vor einer kleinen Erdröhre ein schwarzes Insekt mit langen Fühlern – eine Feldgrille.
Während das Männchen unermüdlich sang, begann im Mai die wichtigste Zeit im Leben der Tiere: die Paarungszeit. Schon bald würden die Weibchen geeignete Stellen im lockeren Boden suchen, um dort ihre Eier abzulegen und damit den nächsten Generationen den Start ins Leben zu ermöglichen.
Die Feldgrille gehört zu den auffälligsten Stimmen naturnaher Wiesenlandschaften und erinnert daran, wie lebendig offene, sonnige Lebensräume sein können.
Die Feldgrille (Gryllus campestris)
Die Feldgrille (Gryllus campestris) gehört zur Familie der Echten Grillen und ist eine typische Bewohnerin trockener, sonniger Wiesen und Magerrasen. Besonders charakteristisch sind ihr tiefschwarzer Körper, die kräftigen Sprungbeine und die langen Fühler. Die Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa zwei bis drei Zentimetern. Männchen und Weibchen ähneln sich äußerlich, wobei Weibchen zusätzlich eine lange Legeröhre am Hinterleib besitzen. Mit dieser können sie ihre Eier später gezielt im Boden ablegen.
Feldgrillen leben meist in selbst gegrabenen Erdröhren, die ihnen Schutz vor Feinden und Witterung bieten. Oft sitzen die Tiere am Eingang ihrer Röhren und reagieren empfindlich auf Erschütterungen oder Bewegungen. Besonders bekannt ist die Art für ihr markantes Zirpen. Dieses entsteht durch das Aneinanderreiben der Flügel und dient vor allem der Partnersuche während der Fortpflanzungszeit.
Paarungszeit und Eiablage im Mai
Mit den ersten warmen Frühlingstagen beginnt die aktivste Zeit der Feldgrillen. Besonders im Mai erklingen auf sonnigen Wiesen vielerorts die auffälligen Gesänge der Männchen.
Aufnahme von Volkmar Greb
Die Feldgrille (Gryllus campestris) gehört zur Familie der Echten Grillen und ist eine typische Bewohnerin trockener, sonniger Wiesen und Magerrasen. Besonders charakteristisch sind ihr tiefschwarzer Körper, die kräftigen Sprungbeine und die langen Fühler. Die Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa zwei bis drei Zentimetern. Männchen und Weibchen ähneln sich äußerlich, wobei Weibchen zusätzlich eine lange Legeröhre am Hinterleib besitzen. Mit dieser können sie ihre Eier später gezielt im Boden ablegen.
Feldgrillen leben meist in selbst gegrabenen Erdröhren, die ihnen Schutz vor Feinden und Witterung bieten. Oft sitzen die Tiere am Eingang ihrer Röhren und reagieren empfindlich auf Erschütterungen oder Bewegungen. Besonders bekannt ist die Art für ihr markantes Zirpen. Dieses entsteht durch das Aneinanderreiben der Flügel und dient vor allem der Partnersuche während der Fortpflanzungszeit.
Paarungszeit und Eiablage im Mai
Mit den ersten warmen Frühlingstagen beginnt die aktivste Zeit der Feldgrillen. Besonders im Mai erklingen auf sonnigen Wiesen vielerorts die auffälligen Gesänge der Männchen.
Aufnahme von Volkmar Greb
- Feldgrille Weibchen
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Der Waschbär – geschickter Anpassungskünstler zwischen Faszination und Herausforderung
Der Waschbär – geschickter Anpassungskünstler zwischen Faszination und Herausforderung
07/08.06.2026
Es war bereits dunkel, als Anna die letzten Gartengeräte in den Schuppen räumte. Über den alten Obstbäumen lag die warme Luft eines Sommerabends, und aus der Ferne klang das leise Rufen eines Käuzchens. Plötzlich raschelte es am Rand der Hecke. Vorsichtig blickte sie hinüber und entdeckte zwei glänzende Augen im Licht der Terrassenlampe.
Langsam kletterte ein kleines Tier über den Gartenzaun. Mit erstaunlicher Geschicklichkeit öffnete es einen umgestürzten Komposteimer und tastete mit seinen Vorderpfoten neugierig zwischen den Blättern und Falläpfeln umher. Die schwarze Gesichtsmaske und der geringelte Schwanz ließen keinen Zweifel zu: Ein Waschbär war auf nächtlicher Futtersuche unterwegs.
Für einen Moment wirkte das Tier beinahe verspielt. Doch Anna wusste auch, dass der Waschbär nicht nur Bewunderung auslöst. In vielen Regionen Europas gilt er als problematische Art, weil er heimische Tierarten bedrängen und empfindliche Ökosysteme verändern kann.
Der Waschbär steht heute wie kaum ein anderes Tier für die Frage, wie moderne Landschaften, menschliche Einflüsse und Naturschutz miteinander verbunden sind.
07/08.06.2026
- Eine kleine Geschichte aus der Abenddämmerung
Es war bereits dunkel, als Anna die letzten Gartengeräte in den Schuppen räumte. Über den alten Obstbäumen lag die warme Luft eines Sommerabends, und aus der Ferne klang das leise Rufen eines Käuzchens. Plötzlich raschelte es am Rand der Hecke. Vorsichtig blickte sie hinüber und entdeckte zwei glänzende Augen im Licht der Terrassenlampe.
Langsam kletterte ein kleines Tier über den Gartenzaun. Mit erstaunlicher Geschicklichkeit öffnete es einen umgestürzten Komposteimer und tastete mit seinen Vorderpfoten neugierig zwischen den Blättern und Falläpfeln umher. Die schwarze Gesichtsmaske und der geringelte Schwanz ließen keinen Zweifel zu: Ein Waschbär war auf nächtlicher Futtersuche unterwegs.
Für einen Moment wirkte das Tier beinahe verspielt. Doch Anna wusste auch, dass der Waschbär nicht nur Bewunderung auslöst. In vielen Regionen Europas gilt er als problematische Art, weil er heimische Tierarten bedrängen und empfindliche Ökosysteme verändern kann.
Der Waschbär steht heute wie kaum ein anderes Tier für die Frage, wie moderne Landschaften, menschliche Einflüsse und Naturschutz miteinander verbunden sind.
Der Waschbär (Procyon lotor)
Der Waschbär (Procyon lotor) stammt ursprünglich aus Nordamerika und gehört zur Familie der Kleinbären. Nach Europa gelangte die Art im 20. Jahrhundert durch Pelztierhaltungen und gezielte Aussetzungen. Heute hat sich der Waschbär in vielen Regionen Deutschlands und Europas dauerhaft etabliert. Besonders auffällig sind seine schwarze Gesichtszeichnung, der buschige geringelte Schwanz und seine äußerst beweglichen Vorderpfoten. Diese ermöglichen ihm ein erstaunlich geschicktes Greifen und Untersuchen von Gegenständen und Nahrung.
Waschbären erreichen meist eine Körperlänge von 40 bis 70 Zentimetern und können je nach Nahrungsangebot ein beachtliches Gewicht entwickeln. Ihr dichtes Fell schützt sie vor Kälte und ermöglicht eine hohe Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Lebensräume. Die Tiere sind überwiegend nachtaktiv und ausgesprochen lernfähig. Sie leben sowohl in Wäldern als auch in Städten, Parks, Gärten und Siedlungsgebieten. Besonders gerne nutzen Waschbären Baumhöhlen, Dachböden oder verlassene Gebäude als Rückzugsorte.
Ihre Nahrung ist vielseitig und reicht von Früchten, Nüssen und Insekten bis hin zu Amphibien, Vogeleiern und kleinen Wirbeltieren. Gerade diese große Anpassungsfähigkeit macht den Waschbären zu einem erfolgreichen Kulturfolger.
Aufnahme von Johannes Rother
Der Waschbär (Procyon lotor) stammt ursprünglich aus Nordamerika und gehört zur Familie der Kleinbären. Nach Europa gelangte die Art im 20. Jahrhundert durch Pelztierhaltungen und gezielte Aussetzungen. Heute hat sich der Waschbär in vielen Regionen Deutschlands und Europas dauerhaft etabliert. Besonders auffällig sind seine schwarze Gesichtszeichnung, der buschige geringelte Schwanz und seine äußerst beweglichen Vorderpfoten. Diese ermöglichen ihm ein erstaunlich geschicktes Greifen und Untersuchen von Gegenständen und Nahrung.
Waschbären erreichen meist eine Körperlänge von 40 bis 70 Zentimetern und können je nach Nahrungsangebot ein beachtliches Gewicht entwickeln. Ihr dichtes Fell schützt sie vor Kälte und ermöglicht eine hohe Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Lebensräume. Die Tiere sind überwiegend nachtaktiv und ausgesprochen lernfähig. Sie leben sowohl in Wäldern als auch in Städten, Parks, Gärten und Siedlungsgebieten. Besonders gerne nutzen Waschbären Baumhöhlen, Dachböden oder verlassene Gebäude als Rückzugsorte.
Ihre Nahrung ist vielseitig und reicht von Früchten, Nüssen und Insekten bis hin zu Amphibien, Vogeleiern und kleinen Wirbeltieren. Gerade diese große Anpassungsfähigkeit macht den Waschbären zu einem erfolgreichen Kulturfolger.
Aufnahme von Johannes Rother
Artenschutz in Franken®
Fotografische Eindrücke aus den fränkischen Weinbergen im Wandel der Jahreszeiten
Die fränkischen Weinberge gehören zu den eindrucksvollsten Kulturlandschaften Deutschlands.
07/08.06.2026
Im Frühjahr erwachen die Weinberge langsam aus der Winterruhe.
Erste Knospen öffnen sich, Wildkräuter beginnen zu blühen und zahlreiche Insekten kehren in die warmen Hanglagen zurück. Zarte Grüntöne prägen nun das Bild der Reben, während Morgentau und weiches Sonnenlicht die Landschaft in ruhige Stimmungen tauchen.
07/08.06.2026
- Zwischen sonnengewärmten Muschelkalkhängen, Trockenmauern, alten Rebstöcken und blühenden Wegsäumen entsteht im Verlauf eines Jahres ein ständiger Wandel aus Farben, Licht und Leben. Unsere Diashow lädt dazu ein, diese besondere Landschaft aus unterschiedlichen Perspektiven zu entdecken.
Im Frühjahr erwachen die Weinberge langsam aus der Winterruhe.
Erste Knospen öffnen sich, Wildkräuter beginnen zu blühen und zahlreiche Insekten kehren in die warmen Hanglagen zurück. Zarte Grüntöne prägen nun das Bild der Reben, während Morgentau und weiches Sonnenlicht die Landschaft in ruhige Stimmungen tauchen.
Der Sommer bringt Lebendigkeit und Vielfalt.
Die Rebzeilen stehen dicht im Blatt, Schmetterlinge und Wildbienen finden Nahrung an den Blühpflanzen der Wegränder, und über den Hängen liegt die Wärme sonniger Tage. Zwischen Trockenmauern, Böschungen und kleinen Hecken entstehen wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Gerade in Franken verbinden sich hier jahrhundertealte Weinbautradition und naturnahe Lebensräume auf besondere Weise.
Im Herbst zeigen die Weinberge ihre vielleicht eindrucksvollste Seite.
Goldene, rote und kupferfarbene Blätter verwandeln die Hänge in ein farbenreiches Mosaik. Frühnebel, tief stehende Sonne und die Zeit der Weinlese prägen nun die Landschaft. Viele Tiere bereiten sich auf den Winter vor, während die letzten warmen Tage eine besondere Atmosphäre schaffen.
Auch im Winter besitzen die fränkischen Weinberge ihren eigenen Reiz.
Kahle Rebstöcke zeichnen feine Linien in die Landschaft, Raureif überzieht die Wege und Trockenmauern, und die Ruhe der Natur wird besonders spürbar. Gerade in dieser stillen Jahreszeit zeigen sich die klaren Formen und Strukturen der Weinbergslandschaft besonders deutlich.
Unsere fotografischen Eindrücke möchten nicht nur die Schönheit der fränkischen Weinberge zeigen, sondern auch auf ihren ökologischen Wert aufmerksam machen. Weinberge sind weit mehr als reine Anbauflächen. Sie bieten Lebensräume für Insekten, Vögel, Reptilien und zahlreiche seltene Pflanzenarten. Der Erhalt strukturreicher Weinbergslandschaften trägt deshalb wesentlich zum Schutz der biologischen Vielfalt in Franken bei.
Die Diashow versteht sich als Einladung, die Natur der fränkischen Weinberge bewusster wahrzunehmen – im Wandel der Jahreszeiten, im Wechsel von Licht und Wetter und in der engen Verbindung zwischen Kulturlandschaft und natürlicher Vielfalt.
Aufnahmen von Dieter Zinßer
Die Rebzeilen stehen dicht im Blatt, Schmetterlinge und Wildbienen finden Nahrung an den Blühpflanzen der Wegränder, und über den Hängen liegt die Wärme sonniger Tage. Zwischen Trockenmauern, Böschungen und kleinen Hecken entstehen wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Gerade in Franken verbinden sich hier jahrhundertealte Weinbautradition und naturnahe Lebensräume auf besondere Weise.
Im Herbst zeigen die Weinberge ihre vielleicht eindrucksvollste Seite.
Goldene, rote und kupferfarbene Blätter verwandeln die Hänge in ein farbenreiches Mosaik. Frühnebel, tief stehende Sonne und die Zeit der Weinlese prägen nun die Landschaft. Viele Tiere bereiten sich auf den Winter vor, während die letzten warmen Tage eine besondere Atmosphäre schaffen.
Auch im Winter besitzen die fränkischen Weinberge ihren eigenen Reiz.
Kahle Rebstöcke zeichnen feine Linien in die Landschaft, Raureif überzieht die Wege und Trockenmauern, und die Ruhe der Natur wird besonders spürbar. Gerade in dieser stillen Jahreszeit zeigen sich die klaren Formen und Strukturen der Weinbergslandschaft besonders deutlich.
Unsere fotografischen Eindrücke möchten nicht nur die Schönheit der fränkischen Weinberge zeigen, sondern auch auf ihren ökologischen Wert aufmerksam machen. Weinberge sind weit mehr als reine Anbauflächen. Sie bieten Lebensräume für Insekten, Vögel, Reptilien und zahlreiche seltene Pflanzenarten. Der Erhalt strukturreicher Weinbergslandschaften trägt deshalb wesentlich zum Schutz der biologischen Vielfalt in Franken bei.
Die Diashow versteht sich als Einladung, die Natur der fränkischen Weinberge bewusster wahrzunehmen – im Wandel der Jahreszeiten, im Wechsel von Licht und Wetter und in der engen Verbindung zwischen Kulturlandschaft und natürlicher Vielfalt.
Aufnahmen von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Jakobs-Greiskraut (Jacobaea vulgaris)
Das Jakobs-Greiskraut – leuchtende Wildpflanze zwischen Nutzen und Gefahr
07/08.06.2026
Es war ein heißer Julitag, als Paul mit seinem Fahrrad einen schmalen Feldweg entlangfuhr. Die Wiesen standen hoch, Grillen zirpten im trockenen Gras, und am Rand des Weges leuchteten dichte gelbe Blütenbüschel in der Sonne. Schon von Weitem wirkten sie wie kleine Sonneninseln zwischen Disteln und wilden Gräsern.
Paul hielt an und betrachtete die Pflanze genauer. Unzählige Insekten summten zwischen den Blüten. Schmetterlinge landeten kurz auf den gelben Körbchenblüten, während Wildbienen geschäftig von Blüte zu Blüte wechselten.
Ein älterer Landwirt, der mit seinem Traktor vorbeifuhr, nickte in Richtung der Pflanzen und sagte: „Das ist Jakobs-Greiskraut. Schön anzusehen – aber auf Weiden passt man besser darauf auf.“ Paul wurde neugierig. Wie konnte eine Pflanze gleichzeitig wertvoll für Insekten und problematisch für Weidetiere sein?
Diese Frage begleitet das Jakobs-Greiskraut bis heute. Die auffällige Wildpflanze steht beispielhaft für die komplexen Zusammenhänge zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und den Veränderungen unserer Landschaften.
07/08.06.2026
- Eine kleine Geschichte vom Sommer am Wegesrand
Es war ein heißer Julitag, als Paul mit seinem Fahrrad einen schmalen Feldweg entlangfuhr. Die Wiesen standen hoch, Grillen zirpten im trockenen Gras, und am Rand des Weges leuchteten dichte gelbe Blütenbüschel in der Sonne. Schon von Weitem wirkten sie wie kleine Sonneninseln zwischen Disteln und wilden Gräsern.
Paul hielt an und betrachtete die Pflanze genauer. Unzählige Insekten summten zwischen den Blüten. Schmetterlinge landeten kurz auf den gelben Körbchenblüten, während Wildbienen geschäftig von Blüte zu Blüte wechselten.
Ein älterer Landwirt, der mit seinem Traktor vorbeifuhr, nickte in Richtung der Pflanzen und sagte: „Das ist Jakobs-Greiskraut. Schön anzusehen – aber auf Weiden passt man besser darauf auf.“ Paul wurde neugierig. Wie konnte eine Pflanze gleichzeitig wertvoll für Insekten und problematisch für Weidetiere sein?
Diese Frage begleitet das Jakobs-Greiskraut bis heute. Die auffällige Wildpflanze steht beispielhaft für die komplexen Zusammenhänge zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und den Veränderungen unserer Landschaften.
Das Jakobs-Greiskraut (Jacobaea vulgaris)
Das Jakobs-Greiskraut (Jacobaea vulgaris) gehört zur Familie der Korbblütler und ist in vielen Teilen Europas heimisch. Die Pflanze wächst bevorzugt auf sonnigen Wiesen, an Straßenrändern, Böschungen, Brachflächen und in offenen Landschaften. Besonders auffällig sind ihre leuchtend gelben Blüten, die zwischen Juni und September erscheinen. Die Blütenstände bestehen aus zahlreichen kleinen Einzelblüten und erinnern aus der Ferne an kleine gelbe Dolden.
Die Pflanze erreicht meist eine Höhe von 30 bis 100 Zentimetern. Ihre Blätter sind tief eingeschnitten und besitzen eine kräftig grüne Färbung. Im ersten Jahr bildet das Jakobs-Greiskraut häufig nur eine bodennahe Blattrosette. Erst im zweiten Jahr entwickelt sich der aufrechte Blütenstängel.
Der Name der Pflanze verweist auf den Jakobstag am 25. Juli, da das Greiskraut um diese Zeit besonders auffällig blüht.
Nach der Blüte bildet die Pflanze zahlreiche Samen mit feinen weißen Flughaaren. Diese Samen werden durch den Wind oft über weite Entfernungen verbreitet.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
Das Jakobs-Greiskraut (Jacobaea vulgaris) gehört zur Familie der Korbblütler und ist in vielen Teilen Europas heimisch. Die Pflanze wächst bevorzugt auf sonnigen Wiesen, an Straßenrändern, Böschungen, Brachflächen und in offenen Landschaften. Besonders auffällig sind ihre leuchtend gelben Blüten, die zwischen Juni und September erscheinen. Die Blütenstände bestehen aus zahlreichen kleinen Einzelblüten und erinnern aus der Ferne an kleine gelbe Dolden.
Die Pflanze erreicht meist eine Höhe von 30 bis 100 Zentimetern. Ihre Blätter sind tief eingeschnitten und besitzen eine kräftig grüne Färbung. Im ersten Jahr bildet das Jakobs-Greiskraut häufig nur eine bodennahe Blattrosette. Erst im zweiten Jahr entwickelt sich der aufrechte Blütenstängel.
Der Name der Pflanze verweist auf den Jakobstag am 25. Juli, da das Greiskraut um diese Zeit besonders auffällig blüht.
Nach der Blüte bildet die Pflanze zahlreiche Samen mit feinen weißen Flughaaren. Diese Samen werden durch den Wind oft über weite Entfernungen verbreitet.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Jakobs-Geiskraut mit zwei Pflaumen-Gespinstmotten - Spinne unten rechts im Dunkeln
Artenschutz in Franken®
Gewöhnliche Schneebeere (Symphoricarpos albus)
Die Gewöhnliche Schneebeere – die stille Knallerbse am Wegesrand
06/07.06.2026
Der erste Frost hatte die Wiesen silbrig überzogen, als Lena den schmalen Waldweg entlangging. Zwischen kahlen Haselsträuchern und feuchtem Laub leuchteten kleine weiße Kugeln im fahlen Morgenlicht. Sie blieb stehen und erinnerte sich sofort an ihre Kindheit. Damals sammelte sie die weichen Beeren in den Taschen ihrer Jacke und warf sie auf den Boden, nur um das leise „Plopp“ zu hören, wenn die Früchte zerplatzten. Ihre Großmutter hatte immer gelächelt und gesagt: „Das sind Knallerbsen – die gehören zum Herbst wie Nebel und Kastanien.“
Heute wusste Lena, dass hinter diesen unscheinbaren Früchten weit mehr steckt als ein Kindheitsspiel. Die Gewöhnliche Schneebeere ist nicht nur ein robuster Strauch an Waldrändern und Wegen, sondern auch ein Beispiel dafür, wie Pflanzen sich an veränderte Lebensräume anpassen – und zugleich unter den Folgen des Klimawandels leiden können. Während sie die weißen Früchte betrachtete, summte selbst an diesem kühlen Tag noch eine einzelne Wildbiene zwischen den Zweigen. Ein kleines Zeichen dafür, dass die Natur selbst in unscheinbaren Pflanzen wichtige Verbündete findet.
06/07.06.2026
- Eine kleine Geschichte aus dem Herbstwald
Der erste Frost hatte die Wiesen silbrig überzogen, als Lena den schmalen Waldweg entlangging. Zwischen kahlen Haselsträuchern und feuchtem Laub leuchteten kleine weiße Kugeln im fahlen Morgenlicht. Sie blieb stehen und erinnerte sich sofort an ihre Kindheit. Damals sammelte sie die weichen Beeren in den Taschen ihrer Jacke und warf sie auf den Boden, nur um das leise „Plopp“ zu hören, wenn die Früchte zerplatzten. Ihre Großmutter hatte immer gelächelt und gesagt: „Das sind Knallerbsen – die gehören zum Herbst wie Nebel und Kastanien.“
Heute wusste Lena, dass hinter diesen unscheinbaren Früchten weit mehr steckt als ein Kindheitsspiel. Die Gewöhnliche Schneebeere ist nicht nur ein robuster Strauch an Waldrändern und Wegen, sondern auch ein Beispiel dafür, wie Pflanzen sich an veränderte Lebensräume anpassen – und zugleich unter den Folgen des Klimawandels leiden können. Während sie die weißen Früchte betrachtete, summte selbst an diesem kühlen Tag noch eine einzelne Wildbiene zwischen den Zweigen. Ein kleines Zeichen dafür, dass die Natur selbst in unscheinbaren Pflanzen wichtige Verbündete findet.
Die Gewöhnliche Schneebeere (Symphoricarpos albus)
Die Gewöhnliche Schneebeere (Symphoricarpos albus), häufig auch Weiße Schneebeere genannt, gehört zur Familie der Geißblattgewächse. Ursprünglich stammt die Art aus Nordamerika, wurde jedoch bereits vor langer Zeit nach Europa eingeführt und ist heute vielerorts eingebürgert. Besonders bekannt ist die Pflanze unter ihrem volkstümlichen Namen „Knallerbse“. Dieser Name entstand durch die auffälligen weißen Früchte, die beim Zerdrücken mit einem kleinen Knall zerplatzen. Viele Menschen verbinden die Pflanze deshalb mit Kindheitserinnerungen, Spielen im Herbst und Spaziergängen entlang alter Hecken.
Die Gewöhnliche Schneebeere wächst als dichter, sommergrüner Strauch und erreicht meist Höhen zwischen einem und zwei Metern. Ihre dünnen, leicht gebogenen Zweige bilden oft weit ausladende Bestände. Die ovalen Blätter erscheinen frischgrün und wirken eher schlicht, wodurch die Pflanze lange Zeit wenig Aufmerksamkeit erhält.
Erst im Spätsommer beginnt die Schneebeere ihre besondere Wirkung zu entfalten. Dann erscheinen kleine rosafarbene bis weißliche Blüten, die zahlreiche Insekten anlocken. Im Herbst entwickeln sich daraus die charakteristischen weißen Beeren, die oft bis weit in den Winter hinein an den Zweigen haften bleiben.Die Früchte dienen verschiedenen Vogelarten als Nahrung, insbesondere dann, wenn andere Futterquellen knapp werden.
Für Menschen gelten die Beeren jedoch als schwach giftig und sollten nicht verzehrt werden.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Gewöhnliche Schneebeere (Symphoricarpos albus), häufig auch Weiße Schneebeere genannt, gehört zur Familie der Geißblattgewächse. Ursprünglich stammt die Art aus Nordamerika, wurde jedoch bereits vor langer Zeit nach Europa eingeführt und ist heute vielerorts eingebürgert. Besonders bekannt ist die Pflanze unter ihrem volkstümlichen Namen „Knallerbse“. Dieser Name entstand durch die auffälligen weißen Früchte, die beim Zerdrücken mit einem kleinen Knall zerplatzen. Viele Menschen verbinden die Pflanze deshalb mit Kindheitserinnerungen, Spielen im Herbst und Spaziergängen entlang alter Hecken.
Die Gewöhnliche Schneebeere wächst als dichter, sommergrüner Strauch und erreicht meist Höhen zwischen einem und zwei Metern. Ihre dünnen, leicht gebogenen Zweige bilden oft weit ausladende Bestände. Die ovalen Blätter erscheinen frischgrün und wirken eher schlicht, wodurch die Pflanze lange Zeit wenig Aufmerksamkeit erhält.
Erst im Spätsommer beginnt die Schneebeere ihre besondere Wirkung zu entfalten. Dann erscheinen kleine rosafarbene bis weißliche Blüten, die zahlreiche Insekten anlocken. Im Herbst entwickeln sich daraus die charakteristischen weißen Beeren, die oft bis weit in den Winter hinein an den Zweigen haften bleiben.Die Früchte dienen verschiedenen Vogelarten als Nahrung, insbesondere dann, wenn andere Futterquellen knapp werden.
Für Menschen gelten die Beeren jedoch als schwach giftig und sollten nicht verzehrt werden.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Gewöhnlicher Schneeball (Viburnum opulus)
Der Gewöhnliche Schneeball (Viburnum opulus)
06/07.06.2026
Nach mehreren Tagen Regen schimmerte der kleine Bach im Morgenlicht. Zwischen Erlen, Weiden und feuchten Wiesen blieb Jonas plötzlich stehen. Ein Strauch mit leuchtend roten Beeren ragte über das Ufer hinaus. Die Früchte wirkten wie kleine Glasperlen im grauen Herbstlicht, während Amseln zwischen den Zweigen nach Nahrung suchten.
Seine Großmutter, die ihn auf dem Spaziergang begleitete, erkannte den Strauch sofort. „Das ist der Gewöhnliche Schneeball“, sagte sie. „Früher war er an vielen Gräben und feuchten Waldrändern zu finden.“
06/07.06.2026
- Die roten Beeren am Bachufer
Nach mehreren Tagen Regen schimmerte der kleine Bach im Morgenlicht. Zwischen Erlen, Weiden und feuchten Wiesen blieb Jonas plötzlich stehen. Ein Strauch mit leuchtend roten Beeren ragte über das Ufer hinaus. Die Früchte wirkten wie kleine Glasperlen im grauen Herbstlicht, während Amseln zwischen den Zweigen nach Nahrung suchten.
Seine Großmutter, die ihn auf dem Spaziergang begleitete, erkannte den Strauch sofort. „Das ist der Gewöhnliche Schneeball“, sagte sie. „Früher war er an vielen Gräben und feuchten Waldrändern zu finden.“
Jonas betrachtete die markanten Blätter und die auffälligen Fruchtstände. Obwohl der Herbst bereits viele Pflanzen verblassen ließ, brachte dieser Strauch noch Farbe in die Landschaft. Seine Großmutter erzählte weiter, dass der Gewöhnliche Schneeball nicht nur schön aussieht, sondern auch zahlreichen Tieren Nahrung und Schutz bietet. Doch viele seiner Lebensräume verändern sich – Feuchtgebiete werden trockener, Bachufer verbaut und das Klima wandelt sich spürbar.
Während der Wind durch die kahlen Äste strich, wurde Jonas bewusst, wie eng Pflanzen, Tiere und Landschaft miteinander verbunden sind.
Aufnahme von Albert Meier
Während der Wind durch die kahlen Äste strich, wurde Jonas bewusst, wie eng Pflanzen, Tiere und Landschaft miteinander verbunden sind.
Aufnahme von Albert Meier
Artenschutz in Franken®
Wolliger Schneeball (Viburnum lantana)
Der Wollige Schneeball (Viburnum lantana)
06/07.06.2026
Als Mara an einem warmen Frühsommertag den schmalen Waldweg entlangging, fiel ihr ein unscheinbarer Strauch auf. Zwischen Schlehen und jungen Ahornbäumen leuchteten kleine cremeweiße Blütenstände in der Sonne. Ein leichter Duft lag in der Luft, und über den Blüten summten Wildbienen und Schwebfliegen.
Ein älterer Förster, der gerade vorbeikam, blieb stehen und lächelte. „Das ist der Wollige Schneeball“, sagte er. „Viele laufen an ihm vorbei, dabei gehört er seit Jahrhunderten zu unseren Heckenlandschaften.“
06/07.06.2026
- Der Strauch am alten Wegrand
Als Mara an einem warmen Frühsommertag den schmalen Waldweg entlangging, fiel ihr ein unscheinbarer Strauch auf. Zwischen Schlehen und jungen Ahornbäumen leuchteten kleine cremeweiße Blütenstände in der Sonne. Ein leichter Duft lag in der Luft, und über den Blüten summten Wildbienen und Schwebfliegen.
Ein älterer Förster, der gerade vorbeikam, blieb stehen und lächelte. „Das ist der Wollige Schneeball“, sagte er. „Viele laufen an ihm vorbei, dabei gehört er seit Jahrhunderten zu unseren Heckenlandschaften.“
Mara betrachtete die weichen, filzig behaarten Blätter und bemerkte, wie lebendig der Strauch wirkte. Vögel huschten durch das Geäst, Insekten sammelten Pollen, und zwischen den Zweigen bot sich Schutz für kleine Tiere. Der Förster erzählte, dass der Wollige Schneeball früher an vielen sonnigen Waldrändern und Feldhecken zu finden war. Doch heute verschwinden solche Lebensräume vielerorts – durch intensive Landnutzung, Straßenbau und die Veränderungen des Klimas.
Mara blieb noch einen Moment stehen. Der Strauch wirkte still und robust zugleich – als würde er von einer Landschaft erzählen, die sich langsam verändert.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Mulchen und Biodiversität
Mulchen und Biodiversität – Wenn Pflege zur ökologischen Belastung wird
05/06.06.2026
Besonders problematisch ist dabei der Zeitpunkt vieler Maßnahmen. Zahlreiche Mulcharbeiten finden während der Vegetations- und Fortpflanzungszeit statt – also genau dann, wenn Pflanzen blühen und aussamen oder Tiere ihre Jungen aufziehen. In den betroffenen Bereichen leben oft Insekten, Amphibien, Reptilien, Kleinsäuger sowie bodenbrütende Vogelarten. Viele dieser Tiere nutzen hohe Vegetation als Schutz-, Brut- oder Nahrungsraum.
05/06.06.2026
- In vielen Landschaften gehört das sogenannte Mulchen inzwischen zum gewohnten Bild. Böschungen, Wegränder, Wiesenflächen, Gewässerränder und Brachflächen werden regelmäßig mit schweren Maschinen bearbeitet und die Vegetation dabei großflächig zerkleinert. Was häufig als ordentliche Landschaftspflege oder notwendige „Sauberhaltung“ verstanden wird, kann jedoch erhebliche Auswirkungen auf die biologische Vielfalt haben.
Besonders problematisch ist dabei der Zeitpunkt vieler Maßnahmen. Zahlreiche Mulcharbeiten finden während der Vegetations- und Fortpflanzungszeit statt – also genau dann, wenn Pflanzen blühen und aussamen oder Tiere ihre Jungen aufziehen. In den betroffenen Bereichen leben oft Insekten, Amphibien, Reptilien, Kleinsäuger sowie bodenbrütende Vogelarten. Viele dieser Tiere nutzen hohe Vegetation als Schutz-, Brut- oder Nahrungsraum.
Durch intensives Mulchen werden Lebensräume innerhalb kürzester Zeit massiv verändert oder vollständig zerstört. Für zahlreiche Arten bedeutet dies den Verlust von Rückzugsorten, Nahrung und Fortpflanzungsstätten. Insektenpopulationen können lokal stark zurückgehen, wodurch wiederum Vögel und andere Tierarten betroffen sind, die auf sie als Nahrungsquelle angewiesen sind. Auch seltene Wildpflanzen verlieren durch häufige und flächige Eingriffe ihre Möglichkeit zur natürlichen Entwicklung und Ausbreitung.
Häufig stehen hinter solchen Maßnahmen keine vorsätzlichen Schädigungsabsichten, sondern vielmehr ein übersteigertes Verständnis von Ordnung und Pflege, wirtschaftlicher Zeitdruck oder fehlendes Wissen über ökologische Zusammenhänge. Gleichzeitig zeigt sich darin auch eine zunehmende Distanz zur natürlichen Dynamik von Landschaften. Naturnahe Bereiche mit dichter Vegetation werden oftmals vorschnell als „ungepflegt“ wahrgenommen, obwohl sie in Wirklichkeit wertvolle Rückzugsräume für zahlreiche Arten darstellen.
Besonders kritisch wird die Situation dort, wo geschützte Lebensräume betroffen sind. Nach § 39 des Bundesnaturschutzgesetzes ist es grundsätzlich verboten, ohne vernünftigen Grund Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen zu beeinträchtigen oder zu zerstören. Zusätzlich gelten für bestimmte Biotope und geschützte Arten weitergehende Schutzvorschriften nach §§ 30 und 44 Bundesnaturschutzgesetz. Dazu zählen unter anderem Feuchtgebiete, Uferbereiche, Hecken, Röhrichte sowie Fortpflanzungs- und Ruhestätten streng geschützter Tierarten.
Werden durch unsachgemäßes oder unzulässiges Mulchen geschützte Biotope zerstört oder geschützte Arten erheblich beeinträchtigt, kann dies als Ordnungswidrigkeit oder in schwerwiegenden Fällen sogar als Straftat gewertet werden. Je nach Bundesland und Art des Verstoßes können Bußgelder in erheblicher Höhe verhängt werden. Diese reichen teilweise bis in den fünf- oder sechsstelligen Bereich, insbesondere wenn geschützte Lebensräume vorsätzlich oder wiederholt beeinträchtigt werden.
Eine nachhaltige Landschaftspflege sollte deshalb ökologische Zusammenhänge berücksichtigen und sensible Zeiträume meiden. Staffelmahd, Rückzugsflächen, abschnittsweise Pflege sowie der Erhalt naturnaher Vegetation können helfen, Biodiversität wirksam zu schützen und gleichzeitig notwendige Pflegearbeiten durchzuführen.
Die Art und Weise, wie heute mit Landschaften und Lebensräumen umgegangen wird, beeinflusst maßgeblich die Umweltbedingungen zukünftiger Generationen. Der Verlust biologischer Vielfalt ist oft schleichend und bleibt im Alltag zunächst unbemerkt. Langfristig kann er jedoch die Stabilität ganzer Ökosysteme beeinträchtigen – mit Folgen für Wasserhaushalt, Bodenqualität, Bestäubung und das natürliche Gleichgewicht vieler Lebensräume.
Der Schutz naturnaher Strukturen ist deshalb nicht allein eine Frage des Arten- oder Landschaftsschutzes, sondern auch eine Verantwortung gegenüber kommenden Generationen.
In der Aufnahme
Häufig stehen hinter solchen Maßnahmen keine vorsätzlichen Schädigungsabsichten, sondern vielmehr ein übersteigertes Verständnis von Ordnung und Pflege, wirtschaftlicher Zeitdruck oder fehlendes Wissen über ökologische Zusammenhänge. Gleichzeitig zeigt sich darin auch eine zunehmende Distanz zur natürlichen Dynamik von Landschaften. Naturnahe Bereiche mit dichter Vegetation werden oftmals vorschnell als „ungepflegt“ wahrgenommen, obwohl sie in Wirklichkeit wertvolle Rückzugsräume für zahlreiche Arten darstellen.
Besonders kritisch wird die Situation dort, wo geschützte Lebensräume betroffen sind. Nach § 39 des Bundesnaturschutzgesetzes ist es grundsätzlich verboten, ohne vernünftigen Grund Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen zu beeinträchtigen oder zu zerstören. Zusätzlich gelten für bestimmte Biotope und geschützte Arten weitergehende Schutzvorschriften nach §§ 30 und 44 Bundesnaturschutzgesetz. Dazu zählen unter anderem Feuchtgebiete, Uferbereiche, Hecken, Röhrichte sowie Fortpflanzungs- und Ruhestätten streng geschützter Tierarten.
Werden durch unsachgemäßes oder unzulässiges Mulchen geschützte Biotope zerstört oder geschützte Arten erheblich beeinträchtigt, kann dies als Ordnungswidrigkeit oder in schwerwiegenden Fällen sogar als Straftat gewertet werden. Je nach Bundesland und Art des Verstoßes können Bußgelder in erheblicher Höhe verhängt werden. Diese reichen teilweise bis in den fünf- oder sechsstelligen Bereich, insbesondere wenn geschützte Lebensräume vorsätzlich oder wiederholt beeinträchtigt werden.
Eine nachhaltige Landschaftspflege sollte deshalb ökologische Zusammenhänge berücksichtigen und sensible Zeiträume meiden. Staffelmahd, Rückzugsflächen, abschnittsweise Pflege sowie der Erhalt naturnaher Vegetation können helfen, Biodiversität wirksam zu schützen und gleichzeitig notwendige Pflegearbeiten durchzuführen.
Die Art und Weise, wie heute mit Landschaften und Lebensräumen umgegangen wird, beeinflusst maßgeblich die Umweltbedingungen zukünftiger Generationen. Der Verlust biologischer Vielfalt ist oft schleichend und bleibt im Alltag zunächst unbemerkt. Langfristig kann er jedoch die Stabilität ganzer Ökosysteme beeinträchtigen – mit Folgen für Wasserhaushalt, Bodenqualität, Bestäubung und das natürliche Gleichgewicht vieler Lebensräume.
Der Schutz naturnaher Strukturen ist deshalb nicht allein eine Frage des Arten- oder Landschaftsschutzes, sondern auch eine Verantwortung gegenüber kommenden Generationen.
In der Aufnahme
- „Was als Pflege erscheint, kann bei unsachgemäßer Durchführung empfindliche Ökosysteme dauerhaft schädigen.“
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Wald oder Forst?
Wald oder Forst? – Gedanken zur aktuellen Diskussion über geschädigte Wälder
05/06.06.2026
Denn bei vielen der betroffenen Flächen handelt es sich nicht um natürliche Wälder im ursprünglichen Sinne, sondern überwiegend um wirtschaftlich geprägte Forste. Über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte wurden Landschaften gezielt nach den Bedürfnissen des Menschen gestaltet. Schnell wachsende Baumarten, oft in gleichaltrigen Beständen und mit geringer struktureller Vielfalt, prägten vielerorts das Bild. Besonders Fichten- und Kiefernforste entstanden häufig außerhalb ihrer natürlichen Standorte, um den Bedarf an Bau- und Nutzholz effizient zu decken.
05/06.06.2026
- In vielen Regionen Deutschlands bestimmen derzeit Bilder abgestorbener Baumreihen, vertrockneter Kronen und großflächiger Kahlschläge die öffentliche Wahrnehmung unserer Wälder. Häufig ist von „sterbenden Wäldern“ die Rede, verursacht durch Hitze, Trockenheit, Borkenkäferbefall oder andere sogenannte Waldschädlinge. Diese Entwicklungen sind ohne Zweifel ernst zu nehmen. Gleichzeitig lohnt es sich jedoch, die verwendeten Begriffe und die ökologischen Zusammenhänge genauer zu betrachten.
Denn bei vielen der betroffenen Flächen handelt es sich nicht um natürliche Wälder im ursprünglichen Sinne, sondern überwiegend um wirtschaftlich geprägte Forste. Über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte wurden Landschaften gezielt nach den Bedürfnissen des Menschen gestaltet. Schnell wachsende Baumarten, oft in gleichaltrigen Beständen und mit geringer struktureller Vielfalt, prägten vielerorts das Bild. Besonders Fichten- und Kiefernforste entstanden häufig außerhalb ihrer natürlichen Standorte, um den Bedarf an Bau- und Nutzholz effizient zu decken.
Solche Systeme unterscheiden sich grundlegend von naturnahen oder unbeeinflussten Waldökosystemen. Ein natürlicher Wald zeichnet sich durch Vielfalt aus: unterschiedliche Baumarten, verschiedene Altersstufen, Totholz, natürliche Lichtungen und komplexe ökologische Wechselwirkungen. Diese Vielfalt erhöht langfristig die Stabilität gegenüber äußeren Einflüssen wie Trockenperioden, Stürmen oder Schädlingsbefall. Viele natürliche Waldgemeinschaften besitzen die Fähigkeit, sich über lange Zeiträume hinweg an Veränderungen anzupassen und ökologische Störungen aus eigener Kraft zu regulieren.
Die heutigen Probleme vieler Forste zeigen daher auch die Grenzen stark vereinfachter Ökosysteme auf. Monostrukturen reagieren empfindlicher auf klimatische Extreme und biologische Belastungen. Der massive Befall durch Borkenkäfer etwa ist nicht allein Ursache des Waldumbaus, sondern häufig auch Folge geschwächter und ökologisch instabiler Bestände. Hinzu kommen die Auswirkungen des Klimawandels, die bestehende Schwächen zusätzlich verstärken.
Dabei gerät in der öffentlichen Diskussion oftmals in den Hintergrund, dass echte, weitgehend unbeeinflusste Wälder in Deutschland – und insbesondere in Bayern – nur noch in sehr geringem Umfang existieren. Viele Landschaften, die heute als „Wald“ bezeichnet werden, sind tatsächlich intensiv bewirtschaftete Forstflächen mit klar definierten wirtschaftlichen Funktionen. Die pauschale Gleichsetzung von Forst und Wald kann deshalb irreführend sein, da sie ökologische Unterschiede verwischt.
Dies bedeutet jedoch nicht, die Bedeutung der Forstwirtschaft grundsätzlich infrage zu stellen. Holz ist ein wichtiger Rohstoff, und bewirtschaftete Wälder erfüllen zahlreiche gesellschaftliche Aufgaben. Dennoch zeigt die aktuelle Situation deutlich, wie stark menschliche Eingriffe die Stabilität natürlicher Systeme beeinflussen können. Sie macht sichtbar, dass kurzfristige Nutzungsinteressen langfristige ökologische Risiken erzeugen können, wenn natürliche Prozesse und Vielfalt zu stark eingeschränkt werden.
Die gegenwärtigen Veränderungen sollten daher nicht nur als Krise betrachtet werden, sondern auch als Anlass zur Reflexion. Vielleicht liegt die Zukunft widerstandsfähiger Landschaften weniger in der Kontrolle der Natur als vielmehr in einem besseren Verständnis ihrer eigenen Dynamik. Naturnahe Mischwälder, größere Prozessschutzflächen und die Wiederzulassung natürlicher Entwicklungen könnten langfristig dazu beitragen, Ökosysteme robuster gegenüber Klimawandel und Extremereignissen zu machen.
Die Diskussion über unsere Wälder ist deshalb auch eine Diskussion über das Verhältnis des Menschen zur Natur. Sie erinnert daran, dass ökologische Stabilität meist dort entsteht, wo Vielfalt, Zeit und natürliche Prozesse Raum erhalten.
In der Aufnahme
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Die heutigen Probleme vieler Forste zeigen daher auch die Grenzen stark vereinfachter Ökosysteme auf. Monostrukturen reagieren empfindlicher auf klimatische Extreme und biologische Belastungen. Der massive Befall durch Borkenkäfer etwa ist nicht allein Ursache des Waldumbaus, sondern häufig auch Folge geschwächter und ökologisch instabiler Bestände. Hinzu kommen die Auswirkungen des Klimawandels, die bestehende Schwächen zusätzlich verstärken.
Dabei gerät in der öffentlichen Diskussion oftmals in den Hintergrund, dass echte, weitgehend unbeeinflusste Wälder in Deutschland – und insbesondere in Bayern – nur noch in sehr geringem Umfang existieren. Viele Landschaften, die heute als „Wald“ bezeichnet werden, sind tatsächlich intensiv bewirtschaftete Forstflächen mit klar definierten wirtschaftlichen Funktionen. Die pauschale Gleichsetzung von Forst und Wald kann deshalb irreführend sein, da sie ökologische Unterschiede verwischt.
Dies bedeutet jedoch nicht, die Bedeutung der Forstwirtschaft grundsätzlich infrage zu stellen. Holz ist ein wichtiger Rohstoff, und bewirtschaftete Wälder erfüllen zahlreiche gesellschaftliche Aufgaben. Dennoch zeigt die aktuelle Situation deutlich, wie stark menschliche Eingriffe die Stabilität natürlicher Systeme beeinflussen können. Sie macht sichtbar, dass kurzfristige Nutzungsinteressen langfristige ökologische Risiken erzeugen können, wenn natürliche Prozesse und Vielfalt zu stark eingeschränkt werden.
Die gegenwärtigen Veränderungen sollten daher nicht nur als Krise betrachtet werden, sondern auch als Anlass zur Reflexion. Vielleicht liegt die Zukunft widerstandsfähiger Landschaften weniger in der Kontrolle der Natur als vielmehr in einem besseren Verständnis ihrer eigenen Dynamik. Naturnahe Mischwälder, größere Prozessschutzflächen und die Wiederzulassung natürlicher Entwicklungen könnten langfristig dazu beitragen, Ökosysteme robuster gegenüber Klimawandel und Extremereignissen zu machen.
Die Diskussion über unsere Wälder ist deshalb auch eine Diskussion über das Verhältnis des Menschen zur Natur. Sie erinnert daran, dass ökologische Stabilität meist dort entsteht, wo Vielfalt, Zeit und natürliche Prozesse Raum erhalten.
In der Aufnahme
- „Der Feuersalamander steht sinnbildlich für die Folgen zunehmender Lebensraumzerschneidung: Straßen durchziehen viele Waldgebiete und werden für zahlreiche Amphibien zur tödlichen Gefahr. Der Erhalt naturnaher Lebensräume und sicherer Wanderkorridore ist entscheidend für ihren Schutz.“
Artenschutz in Franken®
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Eisvogel (Alcedo atthis)
Eisvogel (Alcedo atthis) – Der fliegende Edelstein unserer Gewässer
05/06.06.2026
Der Nebel lag noch über dem kleinen Bach, als die ersten Sonnenstrahlen das Wasser golden färbten. Zwischen den überhängenden Weiden herrschte beinahe völlige Stille. Nur das leise Plätschern des Wassers und das entfernte Rufen eines Rotkehlchens begleiteten den frühen Morgen.
Dann geschah es plötzlich: Ein blitzender Schatten schoss knapp über die Wasseroberfläche. Türkisblau, kupferorange und schimmernd wie ein Edelstein flog der Eisvogel pfeilschnell am Ufer entlang. Für einen kurzen Augenblick setzte er sich auf einen Ast über dem Wasser, aufmerksam und regungslos. Seine dunklen Augen beobachteten jede Bewegung unter der Oberfläche. Sekunden später stürzte er kopfüber ins Wasser – und tauchte mit einem kleinen Fisch im Schnabel wieder auf.
Wer einmal einen Eisvogel in freier Natur erlebt hat, vergisst diesen Moment nicht. Der kleine Vogel wirkt wie ein farbenfroher Bote unberührter Natur und zeigt uns, wie wertvoll saubere Flüsse, naturnahe Bäche und lebendige Uferlandschaften sind.
05/06.06.2026
- Eine Begegnung am Morgen
Der Nebel lag noch über dem kleinen Bach, als die ersten Sonnenstrahlen das Wasser golden färbten. Zwischen den überhängenden Weiden herrschte beinahe völlige Stille. Nur das leise Plätschern des Wassers und das entfernte Rufen eines Rotkehlchens begleiteten den frühen Morgen.
Dann geschah es plötzlich: Ein blitzender Schatten schoss knapp über die Wasseroberfläche. Türkisblau, kupferorange und schimmernd wie ein Edelstein flog der Eisvogel pfeilschnell am Ufer entlang. Für einen kurzen Augenblick setzte er sich auf einen Ast über dem Wasser, aufmerksam und regungslos. Seine dunklen Augen beobachteten jede Bewegung unter der Oberfläche. Sekunden später stürzte er kopfüber ins Wasser – und tauchte mit einem kleinen Fisch im Schnabel wieder auf.
Wer einmal einen Eisvogel in freier Natur erlebt hat, vergisst diesen Moment nicht. Der kleine Vogel wirkt wie ein farbenfroher Bote unberührter Natur und zeigt uns, wie wertvoll saubere Flüsse, naturnahe Bäche und lebendige Uferlandschaften sind.
Artbeschreibung des Eisvogels
Der Eisvogel gehört zu den auffälligsten heimischen Vogelarten Europas. Wegen seines leuchtend blauen Rückens und der orangefarbenen Unterseite wird er oft als „fliegender Edelstein“ bezeichnet.
Trotz seines exotischen Aussehens ist er auch in Mitteleuropa heimisch.
Aufnahme von Peter Heiks
Der Eisvogel gehört zu den auffälligsten heimischen Vogelarten Europas. Wegen seines leuchtend blauen Rückens und der orangefarbenen Unterseite wird er oft als „fliegender Edelstein“ bezeichnet.
Trotz seines exotischen Aussehens ist er auch in Mitteleuropa heimisch.
Aufnahme von Peter Heiks
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Einladung Nationalparktag Steigerwald in Ebrach 28. Juni
Einladung Nationalparktag Steigerwald in Ebrach 28. Juni 2026
04/05.06.2026
Liebe Interessierte an Natur, Umwelt und der Region Steigerwald,
wir laden Sie herzlich ein zum Nationalparktag am Sonntag, 28. Juni 2026 von 13.00 – 19.00 Uhr in 96157 Ebrach im Garten des Hotel Klosterbräu, Marktplatz 4
Geboten wird ein buntes Programm mit Live-Musik, Darbietungen, Redebeiträgen und Ständen.
Die Festrede hält der BUND Naturschutz-Ehrenvorsitzende Prof. Hubert Weiger. Zur Klimafunktion unserer Wälder informiert Prof. Christoph Thomas von der Universität Bayreuth. Greifvogelschutz und lokale Marktstände sind vor Ort und auch für Kinder ist einiges geboten.
An zahlreichen Ständen kann man sich zum Steigerwald, zu Nationalparks und vielen weiteren Umweltthemen informieren. Für die musikalische Stimmung sorgt der Liedermacher Erik Stenzel und der Volkstanzkreis Steigerwald zeigt Tänze in fränkischer Tracht. Highlight ist das Musik-Kabarett der Kultband „Häisd´n´Däisd vomm Mee“. Veranstalter sind der Verein Nationalpark Steigerwald, der Freundeskreis Nationalpark Steigerwald sowie der BUND Naturschutz Bamberg.
04/05.06.2026
Liebe Interessierte an Natur, Umwelt und der Region Steigerwald,
wir laden Sie herzlich ein zum Nationalparktag am Sonntag, 28. Juni 2026 von 13.00 – 19.00 Uhr in 96157 Ebrach im Garten des Hotel Klosterbräu, Marktplatz 4
Geboten wird ein buntes Programm mit Live-Musik, Darbietungen, Redebeiträgen und Ständen.
Die Festrede hält der BUND Naturschutz-Ehrenvorsitzende Prof. Hubert Weiger. Zur Klimafunktion unserer Wälder informiert Prof. Christoph Thomas von der Universität Bayreuth. Greifvogelschutz und lokale Marktstände sind vor Ort und auch für Kinder ist einiges geboten.
An zahlreichen Ständen kann man sich zum Steigerwald, zu Nationalparks und vielen weiteren Umweltthemen informieren. Für die musikalische Stimmung sorgt der Liedermacher Erik Stenzel und der Volkstanzkreis Steigerwald zeigt Tänze in fränkischer Tracht. Highlight ist das Musik-Kabarett der Kultband „Häisd´n´Däisd vomm Mee“. Veranstalter sind der Verein Nationalpark Steigerwald, der Freundeskreis Nationalpark Steigerwald sowie der BUND Naturschutz Bamberg.
Bühnen-Programm:
• Um 13:00 Uhr Musikalischer Auftakt mit Liedermacher „Erik Stenzel“
• Begrüßung und Grußworte
• Musik von „Erik Stenzel“
• Festrede von Prof. Hubert Weiger, Umweltpreisträger
• Volkstanzkreis Steigerwald
• Impulsvortrag von Prof. Thomas Christoph
• 17:00 Konzert vom bekannten Musikkabarett „häisd `n` däisd vomm mee !„
Rahmenprogramm:
• 10:30 Uhr: Radtour von Bamberg nach Ebrach, BUND Naturschutz Bamberg + ADFC. Treffpunkt: Parkplatz Babenberger Viertel/ Fuchsenwiese Bamberg.
• 10:00 Uhr: Geführte Waldexkursion vom BUND Naturschutz. Treffpunkt: Felsenkellerstr. 1, 96157 Ebrach.
• Info- und Marktstände, Kinderprogramm
• Die Tierspuren-Ausstellung in den „Wilden Buchenwäldern“ gegenüber ist geöffnet.
Nähere Infos unter: www.nordsteigerwald.de, www.pro-nationalpark-steigerwald.de, Tel: 0171/ 95 99 359 oder 0176/ 200 38 523
Wir würden uns sehr freuen, Sie dort begrüßen zu können!
Mit freundlichen Grüßen
Florian Tully, 1. Vorsitzender des Vereins Nationalpark Steigerwald
Ulla Reck, Freundeskreis Nationalpark Steigerwald
Erich Spranger, Vorsitzender des BUND Naturschutz Bamberg
Quelle
Ulla Reck
Informationsbüro Freundeskreis Nationalpark Steigerwald
Brucksteigstr. 21, 96157 Ebrach
Tel: 09553/ 98 90 42
mobil: 0176/ 200 38 523
info@freundeskreis-nationalpark-steigerwald.de
Öffnungszeiten:
Di – Do von 9 – 17 Uhr
Wir sind zeitweise im Außendienst unterwegs. Falls Sie unsere Nachrichten nicht mehr erhalten möchten, schreiben Sie uns einfach eine Mail.
In der Aufnahme von Informationsbüro Freundeskreis Nationalpark Steigerwald
Stand
27.05.2026 - 17:44 Uhr
Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung. Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.
Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.
A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F
• Um 13:00 Uhr Musikalischer Auftakt mit Liedermacher „Erik Stenzel“
• Begrüßung und Grußworte
• Musik von „Erik Stenzel“
• Festrede von Prof. Hubert Weiger, Umweltpreisträger
• Volkstanzkreis Steigerwald
• Impulsvortrag von Prof. Thomas Christoph
• 17:00 Konzert vom bekannten Musikkabarett „häisd `n` däisd vomm mee !„
Rahmenprogramm:
• 10:30 Uhr: Radtour von Bamberg nach Ebrach, BUND Naturschutz Bamberg + ADFC. Treffpunkt: Parkplatz Babenberger Viertel/ Fuchsenwiese Bamberg.
• 10:00 Uhr: Geführte Waldexkursion vom BUND Naturschutz. Treffpunkt: Felsenkellerstr. 1, 96157 Ebrach.
• Info- und Marktstände, Kinderprogramm
• Die Tierspuren-Ausstellung in den „Wilden Buchenwäldern“ gegenüber ist geöffnet.
Nähere Infos unter: www.nordsteigerwald.de, www.pro-nationalpark-steigerwald.de, Tel: 0171/ 95 99 359 oder 0176/ 200 38 523
Wir würden uns sehr freuen, Sie dort begrüßen zu können!
Mit freundlichen Grüßen
Florian Tully, 1. Vorsitzender des Vereins Nationalpark Steigerwald
Ulla Reck, Freundeskreis Nationalpark Steigerwald
Erich Spranger, Vorsitzender des BUND Naturschutz Bamberg
Quelle
Ulla Reck
Informationsbüro Freundeskreis Nationalpark Steigerwald
Brucksteigstr. 21, 96157 Ebrach
Tel: 09553/ 98 90 42
mobil: 0176/ 200 38 523
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Öffnungszeiten:
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Wir sind zeitweise im Außendienst unterwegs. Falls Sie unsere Nachrichten nicht mehr erhalten möchten, schreiben Sie uns einfach eine Mail.
In der Aufnahme von Informationsbüro Freundeskreis Nationalpark Steigerwald
- Einladungsflyer
Stand
27.05.2026 - 17:44 Uhr
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Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni)
Der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni)
04/05.06.2026
An einem stillen Märzmorgen wanderte eine alte Naturfreundin über einen schmalen Waldweg am Rand einer blühenden Wiese. Die Luft war noch kühl, doch die Sonne hatte bereits Kraft. Zwischen den kahlen Zweigen eines Schlehenstrauchs flatterte plötzlich ein leuchtend gelber Schmetterling auf. Für einen Augenblick wirkte es, als hätte sich ein Sonnenstrahl gelöst und sei lebendig geworden.
Der Zitronenfalter gehörte zu den ersten Schmetterlingen des Jahres. Während andere Arten noch verborgen überwinterten, tanzte er bereits über Buschwindröschen und Veilchen. Die Wanderin blieb stehen, beobachtete das ruhige Flattern und dachte daran, wie zerbrechlich diese kleinen Frühlingsboten geworden sind. Denn obwohl der Zitronenfalter seit Jahrhunderten unsere Landschaft begleitet, verändert sich seine Welt heute schneller als je zuvor.
04/05.06.2026
- Wenn der Frühling gelb aufblitzt
An einem stillen Märzmorgen wanderte eine alte Naturfreundin über einen schmalen Waldweg am Rand einer blühenden Wiese. Die Luft war noch kühl, doch die Sonne hatte bereits Kraft. Zwischen den kahlen Zweigen eines Schlehenstrauchs flatterte plötzlich ein leuchtend gelber Schmetterling auf. Für einen Augenblick wirkte es, als hätte sich ein Sonnenstrahl gelöst und sei lebendig geworden.
Der Zitronenfalter gehörte zu den ersten Schmetterlingen des Jahres. Während andere Arten noch verborgen überwinterten, tanzte er bereits über Buschwindröschen und Veilchen. Die Wanderin blieb stehen, beobachtete das ruhige Flattern und dachte daran, wie zerbrechlich diese kleinen Frühlingsboten geworden sind. Denn obwohl der Zitronenfalter seit Jahrhunderten unsere Landschaft begleitet, verändert sich seine Welt heute schneller als je zuvor.
Der Zitronenfalter – ein früher Bote des Frühlings
Der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) gehört zur Familie der Weißlinge und zählt zu den bekanntesten Tagfaltern Europas. Besonders auffällig ist das zitronengelbe Männchen, dessen Flügel eine charakteristische blattähnliche Form besitzen. Die Weibchen erscheinen deutlich heller und eher grünlich-weiß. Beide Geschlechter tragen auf jedem Flügel einen kleinen orangefarbenen Punkt.
Mit einer Flügelspannweite von etwa 50 bis 60 Millimetern wirkt der Zitronenfalter elegant und leicht. Sein flatternder Flug ist ruhig und ausdauernd. Oft sieht man ihn entlang von Waldrändern, auf Streuobstwiesen, in naturnahen Gärten oder auf sonnigen Lichtungen.
Eine Besonderheit dieser Art ist ihre außergewöhnliche Lebensdauer. Der Zitronenfalter kann fast ein Jahr alt werden und gehört damit zu den langlebigsten heimischen Schmetterlingen. Die Falter überwintern geschützt in immergrünen Sträuchern oder im dichten Laub. Durch spezielle körpereigene „Frostschutzstoffe“ überstehen sie sogar Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.
Die Raupen ernähren sich hauptsächlich von Faulbaum und Kreuzdorn. Ohne diese Pflanzen kann sich die Art nicht erfolgreich fortpflanzen. Erwachsene Falter besuchen zahlreiche Blütenpflanzen und tragen dabei auch zur Bestäubung bei.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) gehört zur Familie der Weißlinge und zählt zu den bekanntesten Tagfaltern Europas. Besonders auffällig ist das zitronengelbe Männchen, dessen Flügel eine charakteristische blattähnliche Form besitzen. Die Weibchen erscheinen deutlich heller und eher grünlich-weiß. Beide Geschlechter tragen auf jedem Flügel einen kleinen orangefarbenen Punkt.
Mit einer Flügelspannweite von etwa 50 bis 60 Millimetern wirkt der Zitronenfalter elegant und leicht. Sein flatternder Flug ist ruhig und ausdauernd. Oft sieht man ihn entlang von Waldrändern, auf Streuobstwiesen, in naturnahen Gärten oder auf sonnigen Lichtungen.
Eine Besonderheit dieser Art ist ihre außergewöhnliche Lebensdauer. Der Zitronenfalter kann fast ein Jahr alt werden und gehört damit zu den langlebigsten heimischen Schmetterlingen. Die Falter überwintern geschützt in immergrünen Sträuchern oder im dichten Laub. Durch spezielle körpereigene „Frostschutzstoffe“ überstehen sie sogar Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.
Die Raupen ernähren sich hauptsächlich von Faulbaum und Kreuzdorn. Ohne diese Pflanzen kann sich die Art nicht erfolgreich fortpflanzen. Erwachsene Falter besuchen zahlreiche Blütenpflanzen und tragen dabei auch zur Bestäubung bei.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Brauner Sichler (Plegadis falcinellus)
Der Braune Sichler (Plegadis falcinellus)
04/05.06.2026
Die Sonne stand bereits tief über dem stillen Feuchtgebiet, als ein leiser Ruf durch das Schilf hallte. Ein Naturbeobachter saß regungslos am Rand einer flachen Lagune und beobachtete die letzten Lichtreflexe auf dem Wasser. Plötzlich zog ein Trupp dunkler Vögel in elegant geschwungener Formation über die Wasserfläche.
Ihre langen, gebogenen Schnäbel zeichneten sich deutlich gegen den orangefarbenen Himmel ab. Als die Tiere näher kamen, schimmerte ihr Gefieder grün, bronzefarben und purpurrot zugleich. Es waren Sichler – geheimnisvolle Watvögel, die einst in vielen Regionen Europas selten geworden waren.
Für einen Moment wirkte die Landschaft unberührt und zeitlos. Doch hinter dieser stillen Schönheit verbirgt sich eine empfindliche Wirklichkeit. Denn Feuchtgebiete, von denen der Sichler abhängig ist, zählen heute zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen der Erde.
04/05.06.2026
- Dunkle Vogel im Abendlicht
Die Sonne stand bereits tief über dem stillen Feuchtgebiet, als ein leiser Ruf durch das Schilf hallte. Ein Naturbeobachter saß regungslos am Rand einer flachen Lagune und beobachtete die letzten Lichtreflexe auf dem Wasser. Plötzlich zog ein Trupp dunkler Vögel in elegant geschwungener Formation über die Wasserfläche.
Ihre langen, gebogenen Schnäbel zeichneten sich deutlich gegen den orangefarbenen Himmel ab. Als die Tiere näher kamen, schimmerte ihr Gefieder grün, bronzefarben und purpurrot zugleich. Es waren Sichler – geheimnisvolle Watvögel, die einst in vielen Regionen Europas selten geworden waren.
Für einen Moment wirkte die Landschaft unberührt und zeitlos. Doch hinter dieser stillen Schönheit verbirgt sich eine empfindliche Wirklichkeit. Denn Feuchtgebiete, von denen der Sichler abhängig ist, zählen heute zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen der Erde.
Der Sichler – eleganter Bewohner der Feuchtgebiete
Der Sichler (Plegadis falcinellus) gehört zur Familie der Ibisse und ist ein mittelgroßer Watvogel mit unverwechselbarer Erscheinung. Besonders auffällig ist sein langer, sichelförmig nach unten gebogener Schnabel, dem die Art ihren deutschen Namen verdankt.
Das Gefieder wirkt aus der Ferne oft dunkelbraun oder schwarz. Bei Sonnenlicht zeigen sich jedoch metallisch glänzende Farben in Grün-, Bronze- und Purpurtönen. Während der Brutzeit erscheint das Gefieder besonders intensiv gefärbt. Die langen Beine und der schlanke Körperbau verleihen dem Sichler eine elegante Gestalt.
Sichler erreichen eine Körperlänge von etwa 55 bis 65 Zentimetern und ernähren sich vor allem von Insekten, kleinen Krebstieren, Würmern, Amphibien und anderen Kleintieren, die sie mit ihrem empfindlichen Schnabel im Schlamm ertasten.
Die Art lebt bevorzugt in flachen Feuchtgebieten wie Sümpfen, Überschwemmungsflächen, Lagunen, Reisfeldern und Schilfgebieten. Dort brüten Sichler häufig in Kolonien gemeinsam mit Reihern oder anderen Wasservögeln.
Aufnahme von Klaus Sanwald
Der Sichler (Plegadis falcinellus) gehört zur Familie der Ibisse und ist ein mittelgroßer Watvogel mit unverwechselbarer Erscheinung. Besonders auffällig ist sein langer, sichelförmig nach unten gebogener Schnabel, dem die Art ihren deutschen Namen verdankt.
Das Gefieder wirkt aus der Ferne oft dunkelbraun oder schwarz. Bei Sonnenlicht zeigen sich jedoch metallisch glänzende Farben in Grün-, Bronze- und Purpurtönen. Während der Brutzeit erscheint das Gefieder besonders intensiv gefärbt. Die langen Beine und der schlanke Körperbau verleihen dem Sichler eine elegante Gestalt.
Sichler erreichen eine Körperlänge von etwa 55 bis 65 Zentimetern und ernähren sich vor allem von Insekten, kleinen Krebstieren, Würmern, Amphibien und anderen Kleintieren, die sie mit ihrem empfindlichen Schnabel im Schlamm ertasten.
Die Art lebt bevorzugt in flachen Feuchtgebieten wie Sümpfen, Überschwemmungsflächen, Lagunen, Reisfeldern und Schilfgebieten. Dort brüten Sichler häufig in Kolonien gemeinsam mit Reihern oder anderen Wasservögeln.
Aufnahme von Klaus Sanwald
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Heidelibellen – Leuchtende Jäger am Wasser
Heidelibellen – Leuchtende Jäger am Wasser
03/04.06.2026
Besonders die Blutrote Heidelibelle beeindruckt durch ihre intensive rote Färbung. Die Männchen wirken im Sonnenlicht fast glühend und sitzen oft gut sichtbar auf Gräsern, Zweigen oder Schilfhalmen in der Nähe von Gewässern. Die Gemeine Heidelibelle erscheint meist etwas heller und zeigt feine Unterschiede in Körperbau und Zeichnung, die erst beim genauen Hinsehen auffallen. Gerade diese kleinen Details machen die Beobachtung der beiden Arten so spannend.
03/04.06.2026
- Diese Diashow stellt zwei faszinierende Libellenarten unserer heimischen Landschaft vor: die Blutrote Heidelibelle und die Gemeine Heidelibelle. Beide gehören zu den bekanntesten Vertretern der Heidelibellen und begleiten den Spätsommer mit ihren auffallenden Farben und ihrem lebhaften Flug.
Besonders die Blutrote Heidelibelle beeindruckt durch ihre intensive rote Färbung. Die Männchen wirken im Sonnenlicht fast glühend und sitzen oft gut sichtbar auf Gräsern, Zweigen oder Schilfhalmen in der Nähe von Gewässern. Die Gemeine Heidelibelle erscheint meist etwas heller und zeigt feine Unterschiede in Körperbau und Zeichnung, die erst beim genauen Hinsehen auffallen. Gerade diese kleinen Details machen die Beobachtung der beiden Arten so spannend.
Die Bilder dieser Diashow zeigen Heidelibellen in unterschiedlichen Situationen und Jahreszeiten – ruhend in der Vegetation, auf Nahrungssuche oder beim Sonnenbaden. Dabei wird deutlich, wie eng diese Tiere mit naturnahen Gewässern, feuchten Wiesen und strukturreichen Uferbereichen verbunden sind.
Libellen gehören zu den ältesten Insekten der Erde und sind zugleich wichtige Indikatoren für den Zustand unserer Umwelt. Dort, wo Gewässer sauber bleiben und ausreichend Rückzugsräume vorhanden sind, können sich auch empfindliche Arten entwickeln. Verschwinden solche Lebensräume, verschwinden oft auch die Libellen.
Die Blutrote Heidelibelle und die Gemeine Heidelibelle erinnern uns daran, wie viel Leben selbst in kleinen Feuchtgebieten verborgen liegt. Ihre leuchtenden Farben, ihre Präzision im Flug und ihre Anpassung an sensible Lebensräume machen sie zu beeindruckenden Botschaftern einer vielfältigen Natur.
Vielleicht lädt diese Diashow dazu ein, beim nächsten Spaziergang etwas genauer hinzusehen – denn oft genügt ein sonniger Uferbereich oder eine blühende Wiese, um diesen außergewöhnlichen Insekten zu begegnen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Libellen gehören zu den ältesten Insekten der Erde und sind zugleich wichtige Indikatoren für den Zustand unserer Umwelt. Dort, wo Gewässer sauber bleiben und ausreichend Rückzugsräume vorhanden sind, können sich auch empfindliche Arten entwickeln. Verschwinden solche Lebensräume, verschwinden oft auch die Libellen.
Die Blutrote Heidelibelle und die Gemeine Heidelibelle erinnern uns daran, wie viel Leben selbst in kleinen Feuchtgebieten verborgen liegt. Ihre leuchtenden Farben, ihre Präzision im Flug und ihre Anpassung an sensible Lebensräume machen sie zu beeindruckenden Botschaftern einer vielfältigen Natur.
Vielleicht lädt diese Diashow dazu ein, beim nächsten Spaziergang etwas genauer hinzusehen – denn oft genügt ein sonniger Uferbereich oder eine blühende Wiese, um diesen außergewöhnlichen Insekten zu begegnen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Gemeine Heidelibelle (Sympetrum vulgatum)
Die Gemeine Heidelibelle (Sympetrum vulgatum)
03/04.06.2026
Ihr roter Hinterleib leuchtet im warmen Licht, während feine Flügel im Wind zittern. Die Gemeine Heidelibelle hält inne – ein flüchtiger Augenblick in einer Landschaft, die sich stetig verändert.
03/04.06.2026
- An einem stillen Spätsommertag schwebt eine Libelle über einem kleinen Teich. Für einen Moment verharrt sie in der Luft, setzt sich dann auf einen trockenen Halm am Ufer und richtet ihren schlanken Körper zur Sonne aus.
Ihr roter Hinterleib leuchtet im warmen Licht, während feine Flügel im Wind zittern. Die Gemeine Heidelibelle hält inne – ein flüchtiger Augenblick in einer Landschaft, die sich stetig verändert.
Artbeschreibung
Die Gemeine Heidelibelle (Sympetrum vulgatum) gehört zur Familie der Segellibellen und ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Sie zählt zu den mittelgroßen Libellenarten und ist besonders durch den rötlich gefärbten Hinterleib der Männchen gut zu erkennen. Weibchen und Jungtiere zeigen eher gelblich-braune Farbtöne. Typisch sind die klaren Flügel mit einem dunklen Flügelmal sowie die meist waagerechte Ruhehaltung auf Gräsern oder Zweigen.
Ihr Lebensraum umfasst stehende oder langsam fließende Gewässer wie Teiche, Weiher, Altarme und Moorgewässer. Wichtig sind offene, sonnenexponierte Uferbereiche mit ausreichend Vegetation. Die Larven entwickeln sich im Wasser und verbringen dort mehrere Monate bis Jahre, bevor sie sich zur flugfähigen Libelle häuten.
Die Flugzeit der Gemeinen Heidelibelle reicht meist vom Hochsommer bis in den Herbst hinein.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Gemeine Heidelibelle (Sympetrum vulgatum) gehört zur Familie der Segellibellen und ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Sie zählt zu den mittelgroßen Libellenarten und ist besonders durch den rötlich gefärbten Hinterleib der Männchen gut zu erkennen. Weibchen und Jungtiere zeigen eher gelblich-braune Farbtöne. Typisch sind die klaren Flügel mit einem dunklen Flügelmal sowie die meist waagerechte Ruhehaltung auf Gräsern oder Zweigen.
Ihr Lebensraum umfasst stehende oder langsam fließende Gewässer wie Teiche, Weiher, Altarme und Moorgewässer. Wichtig sind offene, sonnenexponierte Uferbereiche mit ausreichend Vegetation. Die Larven entwickeln sich im Wasser und verbringen dort mehrere Monate bis Jahre, bevor sie sich zur flugfähigen Libelle häuten.
Die Flugzeit der Gemeinen Heidelibelle reicht meist vom Hochsommer bis in den Herbst hinein.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Blutrote Heidelibelle (Sympetrum sanguineum)
Die Blutrote Heidelibelle – Ein stiller Glanz über dem Wasser
03/04.06.2026
Fast unbeweglich verharrt die Libelle, nur ihre Augen scheinen die Umgebung aufmerksam zu mustern. Für einen kurzen Augenblick wirkt es, als halte die Zeit den Atem an. Dann hebt sie wieder ab – die Blutrote Heidelibelle, ein unauffälliger, aber faszinierender Bewohner unserer Landschaft.
03/04.06.2026
- An einem warmen Spätsommertag liegt ein kleiner Weiher still zwischen Schilf und Gras. Die Sonne steht tief, das Wasser glitzert. Plötzlich löst sich ein roter Punkt vom Ufer, schwebt einen Moment in der Luft und setzt sich auf einen trockenen Halm.
Fast unbeweglich verharrt die Libelle, nur ihre Augen scheinen die Umgebung aufmerksam zu mustern. Für einen kurzen Augenblick wirkt es, als halte die Zeit den Atem an. Dann hebt sie wieder ab – die Blutrote Heidelibelle, ein unauffälliger, aber faszinierender Bewohner unserer Landschaft.
Artbeschreibung
Die Blutrote Heidelibelle (Sympetrum sanguineum) gehört zur Familie der Segellibellen (Libellulidae) und zählt zu den kleineren heimischen Libellenarten. Besonders auffällig sind die tiefroten Männchen, deren Körperfarbe fast schwarzrot erscheint.
Die Weibchen sind meist gelblich-braun gefärbt und wirken deutlich unauffälliger.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Blutrote Heidelibelle (Sympetrum sanguineum) gehört zur Familie der Segellibellen (Libellulidae) und zählt zu den kleineren heimischen Libellenarten. Besonders auffällig sind die tiefroten Männchen, deren Körperfarbe fast schwarzrot erscheint.
Die Weibchen sind meist gelblich-braun gefärbt und wirken deutlich unauffälliger.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Schnittmengen
Schnittmengen
02/03.06.2026
Im Winter stehen kahle Stümpfe verloren in frostiger Umgebung. Im Frühjahr treffen frisches Grün und frische Schnittflächen aufeinander. Im Sommer wirken die Eingriffe wie offene Narben im dichten Blattwerk, während der Herbst sichtbar macht, wie vergänglich selbst alte und prägende Bäume geworden sind. Jede Jahreszeit verändert die Perspektive – nicht aber die Frage, die hinter den Bildern steht.
02/03.06.2026
- Diese Diashow zeigt Momentaufnahmen eines oft übersehenen Wandels: abgesägte Äste, gekappte Kronen und zurückgelassene Baumstümpfe – festgehalten zu unterschiedlichen Jahreszeiten. Die Bilder wirken auf den ersten Blick schlicht, vielleicht alltäglich. Doch gerade in ihrer Wiederholung erzählen sie eine stille Geschichte über unseren Umgang mit Natur und Landschaft.
Im Winter stehen kahle Stümpfe verloren in frostiger Umgebung. Im Frühjahr treffen frisches Grün und frische Schnittflächen aufeinander. Im Sommer wirken die Eingriffe wie offene Narben im dichten Blattwerk, während der Herbst sichtbar macht, wie vergänglich selbst alte und prägende Bäume geworden sind. Jede Jahreszeit verändert die Perspektive – nicht aber die Frage, die hinter den Bildern steht.
Denn jeder Schnitt ist mehr als reine Holzarbeit. Mit jedem entfernten Ast verschwinden Lebensräume, Brutplätze, Nahrung und gewachsene Strukturen, die oft über Jahrzehnte entstanden sind. Was für uns nach Ordnung, Pflege oder Sicherheit aussieht, bedeutet für viele Tiere und Pflanzen einen schleichenden Verlust ihres Lebensraums.
Natürlich sind nicht alle Rückschnitte vermeidbar. Pflege und Verkehrssicherung gehören zu einer genutzten Kulturlandschaft. Doch die Bilder dieser Diashow laden dazu ein, genauer hinzusehen: Wie viel Eingriff verträgt Natur? Wann wird aus notwendiger Pflege reine Vereinheitlichung? Und was geht verloren, wenn alte Strukturen zunehmend verschwinden?
Die „Schnittmengen“ dieser Ausstellung liegen deshalb nicht nur im Holz selbst. Sie entstehen zwischen Mensch und Natur, zwischen Nutzen und Bewahren, zwischen wirtschaftlichem Denken und ökologischer Verantwortung.
Vielleicht liegt die eigentliche Aussage dieser Bilder gerade in ihrer Stille. Denn wo Äste, Kronen und alte Bäume verschwinden, verschwindet oft mehr, als auf den ersten Blick sichtbar ist.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Natürlich sind nicht alle Rückschnitte vermeidbar. Pflege und Verkehrssicherung gehören zu einer genutzten Kulturlandschaft. Doch die Bilder dieser Diashow laden dazu ein, genauer hinzusehen: Wie viel Eingriff verträgt Natur? Wann wird aus notwendiger Pflege reine Vereinheitlichung? Und was geht verloren, wenn alte Strukturen zunehmend verschwinden?
Die „Schnittmengen“ dieser Ausstellung liegen deshalb nicht nur im Holz selbst. Sie entstehen zwischen Mensch und Natur, zwischen Nutzen und Bewahren, zwischen wirtschaftlichem Denken und ökologischer Verantwortung.
Vielleicht liegt die eigentliche Aussage dieser Bilder gerade in ihrer Stille. Denn wo Äste, Kronen und alte Bäume verschwinden, verschwindet oft mehr, als auf den ersten Blick sichtbar ist.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Von der Wiese zur „grünen Wüste“
Von der Wiese zur „grünen Wüste“
02/03.06.2026
Was auf den ersten Blick sattgrün und gepflegt wirkt, ist bei genauerem Hinsehen oft erschreckend arm an biologischer Vielfalt. Wo einst Margeriten, Wiesensalbei, Klee und zahlreiche andere Wildpflanzen blühten, dominieren heute wenige ertragreiche Grasarten. Blüten verschwinden, Insekten verschwinden – und mit ihnen viele Vogelarten sowie unzählige kleine Lebewesen, die auf strukturreiche Wiesen angewiesen sind.
02/03.06.2026
- Viele Flächen, die früher den Namen Wiese verdient haben, sind heute kaum mehr als intensiv genutztes Grünland. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr rollen Mähwerke über die Flächen – und zurück bleiben gleichförmige, ausgeräumte Bereiche, denen es zunehmend an Leben fehlt.
Was auf den ersten Blick sattgrün und gepflegt wirkt, ist bei genauerem Hinsehen oft erschreckend arm an biologischer Vielfalt. Wo einst Margeriten, Wiesensalbei, Klee und zahlreiche andere Wildpflanzen blühten, dominieren heute wenige ertragreiche Grasarten. Blüten verschwinden, Insekten verschwinden – und mit ihnen viele Vogelarten sowie unzählige kleine Lebewesen, die auf strukturreiche Wiesen angewiesen sind.
Die wiederholte frühe Mahd nimmt Pflanzen die Möglichkeit zur Blüte und Samenbildung. Gleichzeitig verlieren Insekten ihre Nahrungsquellen und Rückzugsräume. Für Bodenbrüter, Kleinsäuger und zahlreiche andere Arten bedeutet jede zusätzliche Mahd weiteren Lebensraumverlust. Zurück bleibt eine Fläche, die zwar landwirtschaftlich effizient genutzt wird, ökologisch jedoch kaum noch Widerstandskraft oder Vielfalt besitzt.
Der Begriff „grüne Wüste“ mag zugespitzt klingen, beschreibt den Zustand vieler intensiv bewirtschafteter Flächen jedoch erstaunlich treffend: große, monotone Bereiche ohne Struktur, ohne Blütenreichtum und ohne nennenswertes ökologisches Leben. In trockenen Sommern verwandeln sich diese Flächen nicht selten sogar in „braune Wüsten“, denen außer kurzem Gras kaum noch etwas geblieben ist.
Dabei sind artenreiche Wiesen weit mehr als bloße Nutzflächen. Sie gehören zu den wertvollsten Lebensräumen unserer Kulturlandschaft. Sie speichern Wasser, schützen Böden, bieten Nahrung für Bestäuber und tragen entscheidend dazu bei, dass unsere Landschaft lebendig bleibt. Doch diese Funktionen gehen verloren, wenn wirtschaftlicher Ertrag zum alleinigen Maßstab wird.
Naturschutz richtet sich dabei nicht pauschal gegen Landwirtschaft. Viele Landwirte leisten wichtige Arbeit und stehen selbst unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Dennoch muss die Frage erlaubt sein, wie viel Natur unsere Landschaft künftig noch tragen soll – und ob eine Fläche, die mehrmals jährlich nahezu vollständig abgeräumt wird, überhaupt noch als „Wiese“ bezeichnet werden kann.
Eine lebendige Landschaft erkennt man nicht an perfekt gleichmäßigen Grasflächen, sondern an ihrer Vielfalt: an blühenden Pflanzen, summenden Insekten, singenden Feldvögeln und kleinen Rückzugsorten für das Leben zwischen den Halmen.
Wo all das verschwindet, bleibt am Ende vor allem eines zurück: eine stille, austauschbare Fläche – ordentlich vielleicht, aber ökologisch verarmt.
In der Aufnahme
Der Begriff „grüne Wüste“ mag zugespitzt klingen, beschreibt den Zustand vieler intensiv bewirtschafteter Flächen jedoch erstaunlich treffend: große, monotone Bereiche ohne Struktur, ohne Blütenreichtum und ohne nennenswertes ökologisches Leben. In trockenen Sommern verwandeln sich diese Flächen nicht selten sogar in „braune Wüsten“, denen außer kurzem Gras kaum noch etwas geblieben ist.
Dabei sind artenreiche Wiesen weit mehr als bloße Nutzflächen. Sie gehören zu den wertvollsten Lebensräumen unserer Kulturlandschaft. Sie speichern Wasser, schützen Böden, bieten Nahrung für Bestäuber und tragen entscheidend dazu bei, dass unsere Landschaft lebendig bleibt. Doch diese Funktionen gehen verloren, wenn wirtschaftlicher Ertrag zum alleinigen Maßstab wird.
Naturschutz richtet sich dabei nicht pauschal gegen Landwirtschaft. Viele Landwirte leisten wichtige Arbeit und stehen selbst unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Dennoch muss die Frage erlaubt sein, wie viel Natur unsere Landschaft künftig noch tragen soll – und ob eine Fläche, die mehrmals jährlich nahezu vollständig abgeräumt wird, überhaupt noch als „Wiese“ bezeichnet werden kann.
Eine lebendige Landschaft erkennt man nicht an perfekt gleichmäßigen Grasflächen, sondern an ihrer Vielfalt: an blühenden Pflanzen, summenden Insekten, singenden Feldvögeln und kleinen Rückzugsorten für das Leben zwischen den Halmen.
Wo all das verschwindet, bleibt am Ende vor allem eines zurück: eine stille, austauschbare Fläche – ordentlich vielleicht, aber ökologisch verarmt.
In der Aufnahme
- ... „braune Wüsten“, denen außer kurzem Gras kaum noch etwas geblieben ist.
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Brandgans (Tadorna tadorna)
Die Brandgans (Tadorna tadorna)
02/03.06.2026
Der Wind strich kühl über das Watt, während sich das Wasser langsam aus der Bucht zurückzog. Kleine Priele glänzten im Licht der aufgehenden Sonne, Möwen kreisten rufend über den Salzwiesen, und irgendwo in der Ferne klapperte ein Austernfischer. Zwischen den flachen Wasserflächen standen mehrere auffällig gefärbte Vögel mit aufrechter Haltung.
Eine Brandgans hob den Kopf und ließ einen hellen Ruf erklingen. Ihr weißes Gefieder leuchtete im Morgenlicht, durchzogen von einem breiten rostfarbenen Band über der Brust. Während andere Enten hastig auf Nahrungssuche gingen, wirkte die Brandgans beinahe gelassen. Langsam watete sie durch den Schlick und suchte mit dem Schnabel nach kleinen Krebsen und Würmern.
Seit Jahrhunderten gehört die Brandgans zu den charakteristischen Vogelarten der Küstenlandschaften Europas. Besonders an Nord- und Ostsee prägt sie das Bild der Wattgebiete und Salzwiesen. Doch auch dieser anpassungsfähige Vogel bleibt von den Veränderungen seiner Umwelt nicht unberührt.
02/03.06.2026
- Zwischen Watt und Wind
Der Wind strich kühl über das Watt, während sich das Wasser langsam aus der Bucht zurückzog. Kleine Priele glänzten im Licht der aufgehenden Sonne, Möwen kreisten rufend über den Salzwiesen, und irgendwo in der Ferne klapperte ein Austernfischer. Zwischen den flachen Wasserflächen standen mehrere auffällig gefärbte Vögel mit aufrechter Haltung.
Eine Brandgans hob den Kopf und ließ einen hellen Ruf erklingen. Ihr weißes Gefieder leuchtete im Morgenlicht, durchzogen von einem breiten rostfarbenen Band über der Brust. Während andere Enten hastig auf Nahrungssuche gingen, wirkte die Brandgans beinahe gelassen. Langsam watete sie durch den Schlick und suchte mit dem Schnabel nach kleinen Krebsen und Würmern.
Seit Jahrhunderten gehört die Brandgans zu den charakteristischen Vogelarten der Küstenlandschaften Europas. Besonders an Nord- und Ostsee prägt sie das Bild der Wattgebiete und Salzwiesen. Doch auch dieser anpassungsfähige Vogel bleibt von den Veränderungen seiner Umwelt nicht unberührt.
Artbeschreibung
Die Brandgans (Tadorna tadorna) zählt zu den Halbgänsen und verbindet Merkmale von Enten und Gänsen. Mit einer Körperlänge von etwa 58 bis 67 Zentimetern und einer Flügelspannweite von bis zu 133 Zentimetern gehört sie zu den größeren Wasservögeln Europas. Ihr auffälliges Gefieder macht die Art unverwechselbar. Der Körper ist überwiegend weiß gefärbt. Über Brust und Rücken verläuft ein breites rostbraunes Band. Kopf und Hals erscheinen dunkelgrün bis schwarz mit metallischem Glanz. Die Beine sind rosa, der Schnabel leuchtend rot.
Besonders während der Brutzeit tragen die Männchen einen auffälligen Schnabelhöcker, der ihnen ein markantes Aussehen verleiht. Die Brandgans bewegt sich sowohl schwimmend als auch laufend sehr geschickt.
Häufig ist sie auf offenen Wattflächen, Salzwiesen oder flachen Küstengewässern zu beobachten.
Aufnahme von Ulrich Rösch
Die Brandgans (Tadorna tadorna) zählt zu den Halbgänsen und verbindet Merkmale von Enten und Gänsen. Mit einer Körperlänge von etwa 58 bis 67 Zentimetern und einer Flügelspannweite von bis zu 133 Zentimetern gehört sie zu den größeren Wasservögeln Europas. Ihr auffälliges Gefieder macht die Art unverwechselbar. Der Körper ist überwiegend weiß gefärbt. Über Brust und Rücken verläuft ein breites rostbraunes Band. Kopf und Hals erscheinen dunkelgrün bis schwarz mit metallischem Glanz. Die Beine sind rosa, der Schnabel leuchtend rot.
Besonders während der Brutzeit tragen die Männchen einen auffälligen Schnabelhöcker, der ihnen ein markantes Aussehen verleiht. Die Brandgans bewegt sich sowohl schwimmend als auch laufend sehr geschickt.
Häufig ist sie auf offenen Wattflächen, Salzwiesen oder flachen Küstengewässern zu beobachten.
Aufnahme von Ulrich Rösch
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Wasserralle (Rallus aquaticus)
Die Wasserralle (Rallus aquaticus)
01/02.06.2026
Der Morgennebel lag noch schwer über dem Moor, als die ersten Sonnenstrahlen die Wasseroberfläche berührten. Zwischen den dichten Halmen des Schilfs war kaum Bewegung zu erkennen. Nur das leise Tropfen von Tau und das entfernte Rufen eines Teichrohrsängers durchbrachen die Stille. Plötzlich erklang ein eigentümlicher Laut – scharf, quiekend und überraschend laut für einen Vogel, den kaum jemand jemals zu Gesicht bekommt.
Am Rand eines kleinen Wasserarms schob sich vorsichtig eine Wasserralle aus der Deckung. Mit schnellen Schritten lief sie über den weichen Schlamm, den langen Schnabel dicht über dem Boden. Für einen kurzen Moment spiegelte sich ihr blaugraues Gefieder im Wasser, bevor sie wieder im Schilf verschwand. Kaum jemand bemerkt diese heimliche Bewohnerin unserer Feuchtgebiete. Und doch erzählt ihr Leben viel über den Zustand unserer Moore, Sümpfe und Röhrichte.
Die Wasserralle gehört zu den verborgensten Vogelarten Europas. Sie lebt dort, wo Wasser und Land ineinander übergehen – in einem empfindlichen Lebensraum, der seit Jahrzehnten unter Druck steht. Ihr Schicksal ist eng mit dem Erhalt naturnaher Feuchtgebiete verbunden.
01/02.06.2026
- Wenn das Schilf zu flüstern beginnt
Der Morgennebel lag noch schwer über dem Moor, als die ersten Sonnenstrahlen die Wasseroberfläche berührten. Zwischen den dichten Halmen des Schilfs war kaum Bewegung zu erkennen. Nur das leise Tropfen von Tau und das entfernte Rufen eines Teichrohrsängers durchbrachen die Stille. Plötzlich erklang ein eigentümlicher Laut – scharf, quiekend und überraschend laut für einen Vogel, den kaum jemand jemals zu Gesicht bekommt.
Am Rand eines kleinen Wasserarms schob sich vorsichtig eine Wasserralle aus der Deckung. Mit schnellen Schritten lief sie über den weichen Schlamm, den langen Schnabel dicht über dem Boden. Für einen kurzen Moment spiegelte sich ihr blaugraues Gefieder im Wasser, bevor sie wieder im Schilf verschwand. Kaum jemand bemerkt diese heimliche Bewohnerin unserer Feuchtgebiete. Und doch erzählt ihr Leben viel über den Zustand unserer Moore, Sümpfe und Röhrichte.
Die Wasserralle gehört zu den verborgensten Vogelarten Europas. Sie lebt dort, wo Wasser und Land ineinander übergehen – in einem empfindlichen Lebensraum, der seit Jahrzehnten unter Druck steht. Ihr Schicksal ist eng mit dem Erhalt naturnaher Feuchtgebiete verbunden.
Artbeschreibung
Die Wasserralle (Rallus aquaticus) ist ein mittelgroßer Vertreter der Familie der Rallen. Mit ihrer schlanken Gestalt, den langen Zehen und dem seitlich abgeflachten Körper ist sie hervorragend an das Leben im dichten Röhricht angepasst. Erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa 23 bis 28 Zentimetern.
Besonders auffällig ist der lange, leicht nach unten gebogene rote Schnabel. Das Gesicht und die Brust wirken schiefergrau, während der Rücken braun mit dunkler Musterung gefärbt ist. Die Flanken zeigen eine schwarz-weiße Bänderung, die bei genauer Beobachtung gut erkennbar ist.
Die Wasserralle bewegt sich meist heimlich zwischen Schilfhalmen und Seggen. Statt längerer Flüge bevorzugt sie das schnelle Laufen durch die Vegetation. Ihre langen Zehen verhindern dabei das Einsinken auf schlammigem Untergrund.
Oft verrät sich die Art eher durch ihre Stimme als durch ihr Aussehen. Besonders in der Dämmerung oder nachts sind ihre markanten, quiekenden Rufe zu hören.
Diese Lautäußerungen dienen der Revierabgrenzung und der Kommunikation zwischen den Partnern.
Aufnahme von Johannes Rother
Die Wasserralle (Rallus aquaticus) ist ein mittelgroßer Vertreter der Familie der Rallen. Mit ihrer schlanken Gestalt, den langen Zehen und dem seitlich abgeflachten Körper ist sie hervorragend an das Leben im dichten Röhricht angepasst. Erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa 23 bis 28 Zentimetern.
Besonders auffällig ist der lange, leicht nach unten gebogene rote Schnabel. Das Gesicht und die Brust wirken schiefergrau, während der Rücken braun mit dunkler Musterung gefärbt ist. Die Flanken zeigen eine schwarz-weiße Bänderung, die bei genauer Beobachtung gut erkennbar ist.
Die Wasserralle bewegt sich meist heimlich zwischen Schilfhalmen und Seggen. Statt längerer Flüge bevorzugt sie das schnelle Laufen durch die Vegetation. Ihre langen Zehen verhindern dabei das Einsinken auf schlammigem Untergrund.
Oft verrät sich die Art eher durch ihre Stimme als durch ihr Aussehen. Besonders in der Dämmerung oder nachts sind ihre markanten, quiekenden Rufe zu hören.
Diese Lautäußerungen dienen der Revierabgrenzung und der Kommunikation zwischen den Partnern.
Aufnahme von Johannes Rother
Artenschutz in Franken®
Setting an example - preserving biodiversity ...
Setting an example - preserving biodiversity - Informationspfad / Umweltpädagogik Parcours Steigerwald
01/02.06.2026
Flurwege spielen eine wichtige ökologische Rolle in ausgeräumten Landschaften, insbesondere in intensiv genutzten land-wirtschaftlichen Gebieten oder urbanisierten Regionen.
Hier stellen wir Ihnen einige ökologische Bedeutungen von Flurwegen vor:
01/02.06.2026
- Flurwege weit mehr als nur landwirtschaftliche Verbindungstrassen zweiten Grades
Flurwege spielen eine wichtige ökologische Rolle in ausgeräumten Landschaften, insbesondere in intensiv genutzten land-wirtschaftlichen Gebieten oder urbanisierten Regionen.
Hier stellen wir Ihnen einige ökologische Bedeutungen von Flurwegen vor:
Biotopvernetzung:
Flurwege können als Verbindungselemente dienen und verschiedene Lebensräume miteinander verbinden. Sie schaffen somit eine Biotopvernetzung, die es Pflanzen und Tieren ermöglicht, sich zwischen isolierten Gebieten zu bewegen. Dies fördert den genetischen Austausch und trägt zur Erhaltung der Artenvielfalt bei.
Lebensraum für Pflanzen und Tiere:
Flurwege können eine einzigartige Umgebung bieten, die von bestimmten Pflanzenarten bevorzugt wird. Randbereiche entlang der Wege können als Lebensraum für spezialisierte Flora und Fauna dienen, die in den intensiv genutzten Flächen möglicherweise keine geeigneten Bedingungen finden.
Förderung von Pflanzenvielfalt:
Durch die natürliche Sukzession entlang der Flurwege kann eine vielfältige Pflanzengemeinschaft entstehen. Unterschiedliche Bodenbedingungen und Mikroklimata entlang der Wege können zu einer größeren Vielfalt von Pflanzenarten führen.
Habitat für Insekten:
Flurwege bieten Lebensraum für verschiedene Insekten, darunter Bienen, Schmetterlinge und Käfer. Diese Insekten spielen eine entscheidende Rolle bei der Bestäubung von Pflanzen und der Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts.
Korridor für Wanderungen von Wildtieren:
Wildtiere nutzen Flurwege als Korridore für ihre Wanderungen. Dies erleichtert die Bewegung von Populationen, was wichtig ist, um genetische Vielfalt zu erhalten und das Überleben von Arten in fragmentierten Landschaften zu unterstützen.
Minderung von Erosion:
Gut gestaltete Flurwege können dazu beitragen, die Bodenerosion zu minimieren. Sie können als Barrieren gegen Wasserabfluss wirken und somit dazu beitragen, den Boden und darin enthaltene Nährstoffe zu erhalten.
Es ist wichtig, dass die Pflege und Planung von Flurwegen unter Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte erfolgt, um ihre positiven Auswirkungen auf die Umwelt zu maximieren und negative Effekte zu minimieren.
Und wie sieht die Realität dieser Bereiche an zahlreichen Standorten in unserem Land aus?
Niedrige Priorität: Flurwege werden oft als Durchgangsbereiche betrachtet, die primär der Fortbewegung dienen. Die Pflege und Gestaltung solcher Bereiche stehen möglicherweise nicht ganz oben auf der Prioritätenliste, besonders wenn Ressourcen und Aufmerksamkeit auf andere Bereiche wie Hauptwege oder Grünanlagen gerichtet sind.
Funktionale Aspekte: Flurwege sind in erster Linie für den Verkehr gedacht, sei es zu Fuß oder mit Fahrzeugen. Pflanzungen könnten als störend empfunden werden, wenn sie die Sicht behindern, den Verkehrsfluss beeinträchtigen oder zusätzliche Wartung erfordern.
Budgetbeschränkungen: Die Pflege von Grünflächen erfordert Ressourcen wie Arbeitskraft, Wasser und Dünger. In Zeiten begrenzter finanzieller Mittel könnten Flurwegbepflanzungen zugunsten anderer Projekte vernachlässigt werden.
Mangelnde Wertschätzung: Flurwege werden möglicherweise als weniger wichtig oder ästhetisch ansprechend angesehen, was zu einer geringeren Wertschätzung für ihre Gestaltung und Pflege führt.
Unzureichende Planung: In manchen Fällen werden Flurwegbereiche möglicherweise nicht angemessen in die Gesamtplanung von Grünflächen einbezogen. Dies kann dazu führen, dass sie bei der Gestaltung und Pflege übersehen werden.
... ausgestattet mit diesen Inhalten führen diese Bereiche häufig ein jämmerliches Dasein ...
Doch häufig ist es auch einfach Desinteresse oder Mangel an Wissen der zu diesem stark negativen Aspekt beiträgt.
Und so haben wir uns in 2024 aufgemacht ein Projekt zu starten das hier konkret ansetzt und auch den Ansatz einer lebendigen Umweltpädagogik nicht übersieht.
Wo Hecken verschwinden, verschwindet auch der Neuntöter
Im Rahmen eines bayerischen Pilotprojekts zur naturschutzorientierten Entwicklung von Flurwegen konnte neben zahlreichen Insektenarten auch wieder der Neuntöter beobachtet werden. Die Rückkehr dieses markanten Singvogels gilt als bedeutendes Zeichen dafür, wie wichtig strukturreiche Landschaften für den Erhalt bedrohter Arten geworden sind.
Der Neuntöter ist auf eine vielfältige Kulturlandschaft angewiesen. Hecken, Dornensträucher, extensiv genutzte Wegesäume und artenreiche Wiesen bilden die Grundlage seines Lebensraumes. Genau diese Strukturen verschwinden jedoch seit Jahrzehnten zunehmend aus vielen landwirtschaftlich geprägten Regionen.
Durch die fortschreitende Ausräumung der Landschaft gehen wichtige Brutplätze, Ansitzwarten und Rückzugsräume verloren. Feldgehölze werden entfernt, Wegraine eingeebnet und kleinräumige Übergangsbereiche beseitigt. Was bleibt, sind oftmals großflächige, intensiv genutzte Agrarräume mit nur wenigen ökologischen Nischen.
Für den Neuntöter bedeutet dies nicht nur einen Verlust an Brutplätzen, sondern auch einen deutlichen Rückgang seiner Nahrungsgrundlage. Als Jäger größerer Insekten, Kleintiere und anderer Wirbelloser ist er unmittelbar auf eine artenreiche Umgebung angewiesen. Wo Insekten verschwinden, verliert auch der Neuntöter seine Lebensbasis.
Das bayerische Pilotprojekt zeigt jedoch, dass bereits vergleichsweise kleine Maßnahmen eine spürbare Wirkung entfalten können. Durch die Anlage extensiver Wegesäume, die Förderung heimischer Sträucher sowie den Verzicht auf intensive Pflege entstanden neue Rückzugsräume innerhalb der Agrarlandschaft. Der Nachweis des Neuntöters in diesen Bereichen macht deutlich, wie schnell strukturreiche Lebensräume wieder angenommen werden.
Gleichzeitig wird sichtbar, dass der Schutz solcher Arten nicht allein durch Diskussionen erreicht werden kann. Seit vielen Jahren wird über Biodiversität, Artensterben und Landschaftsschutz gesprochen. Entscheidend bleibt jedoch das konkrete Handeln vor Ort. Nur dort, wo verantwortungsbewusste Menschen bereit sind, Lebensräume dauerhaft zu erhalten und naturnahe Strukturen wieder zuzulassen, bestehen langfristige Chancen für Arten wie den Neuntöter.
Der Vogel wird damit zunehmend zu einem Symbol für den Zustand unserer Kulturlandschaft. Sein Auftreten zeigt, wo Vielfalt noch möglich ist – und sein Verschwinden macht sichtbar, wie stark viele Lebensräume bereits verändert wurden.
In der Aufnahme
Flurwege können als Verbindungselemente dienen und verschiedene Lebensräume miteinander verbinden. Sie schaffen somit eine Biotopvernetzung, die es Pflanzen und Tieren ermöglicht, sich zwischen isolierten Gebieten zu bewegen. Dies fördert den genetischen Austausch und trägt zur Erhaltung der Artenvielfalt bei.
Lebensraum für Pflanzen und Tiere:
Flurwege können eine einzigartige Umgebung bieten, die von bestimmten Pflanzenarten bevorzugt wird. Randbereiche entlang der Wege können als Lebensraum für spezialisierte Flora und Fauna dienen, die in den intensiv genutzten Flächen möglicherweise keine geeigneten Bedingungen finden.
Förderung von Pflanzenvielfalt:
Durch die natürliche Sukzession entlang der Flurwege kann eine vielfältige Pflanzengemeinschaft entstehen. Unterschiedliche Bodenbedingungen und Mikroklimata entlang der Wege können zu einer größeren Vielfalt von Pflanzenarten führen.
Habitat für Insekten:
Flurwege bieten Lebensraum für verschiedene Insekten, darunter Bienen, Schmetterlinge und Käfer. Diese Insekten spielen eine entscheidende Rolle bei der Bestäubung von Pflanzen und der Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts.
Korridor für Wanderungen von Wildtieren:
Wildtiere nutzen Flurwege als Korridore für ihre Wanderungen. Dies erleichtert die Bewegung von Populationen, was wichtig ist, um genetische Vielfalt zu erhalten und das Überleben von Arten in fragmentierten Landschaften zu unterstützen.
Minderung von Erosion:
Gut gestaltete Flurwege können dazu beitragen, die Bodenerosion zu minimieren. Sie können als Barrieren gegen Wasserabfluss wirken und somit dazu beitragen, den Boden und darin enthaltene Nährstoffe zu erhalten.
Es ist wichtig, dass die Pflege und Planung von Flurwegen unter Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte erfolgt, um ihre positiven Auswirkungen auf die Umwelt zu maximieren und negative Effekte zu minimieren.
Und wie sieht die Realität dieser Bereiche an zahlreichen Standorten in unserem Land aus?
- Der Begriff "stiefmütterlich behandeln" zeigt sich bezogen auf diese Strukturen häufig noch als recht harmlos denn ...
Niedrige Priorität: Flurwege werden oft als Durchgangsbereiche betrachtet, die primär der Fortbewegung dienen. Die Pflege und Gestaltung solcher Bereiche stehen möglicherweise nicht ganz oben auf der Prioritätenliste, besonders wenn Ressourcen und Aufmerksamkeit auf andere Bereiche wie Hauptwege oder Grünanlagen gerichtet sind.
Funktionale Aspekte: Flurwege sind in erster Linie für den Verkehr gedacht, sei es zu Fuß oder mit Fahrzeugen. Pflanzungen könnten als störend empfunden werden, wenn sie die Sicht behindern, den Verkehrsfluss beeinträchtigen oder zusätzliche Wartung erfordern.
Budgetbeschränkungen: Die Pflege von Grünflächen erfordert Ressourcen wie Arbeitskraft, Wasser und Dünger. In Zeiten begrenzter finanzieller Mittel könnten Flurwegbepflanzungen zugunsten anderer Projekte vernachlässigt werden.
Mangelnde Wertschätzung: Flurwege werden möglicherweise als weniger wichtig oder ästhetisch ansprechend angesehen, was zu einer geringeren Wertschätzung für ihre Gestaltung und Pflege führt.
Unzureichende Planung: In manchen Fällen werden Flurwegbereiche möglicherweise nicht angemessen in die Gesamtplanung von Grünflächen einbezogen. Dies kann dazu führen, dass sie bei der Gestaltung und Pflege übersehen werden.
... ausgestattet mit diesen Inhalten führen diese Bereiche häufig ein jämmerliches Dasein ...
Doch häufig ist es auch einfach Desinteresse oder Mangel an Wissen der zu diesem stark negativen Aspekt beiträgt.
Und so haben wir uns in 2024 aufgemacht ein Projekt zu starten das hier konkret ansetzt und auch den Ansatz einer lebendigen Umweltpädagogik nicht übersieht.
Wo Hecken verschwinden, verschwindet auch der Neuntöter
Im Rahmen eines bayerischen Pilotprojekts zur naturschutzorientierten Entwicklung von Flurwegen konnte neben zahlreichen Insektenarten auch wieder der Neuntöter beobachtet werden. Die Rückkehr dieses markanten Singvogels gilt als bedeutendes Zeichen dafür, wie wichtig strukturreiche Landschaften für den Erhalt bedrohter Arten geworden sind.
Der Neuntöter ist auf eine vielfältige Kulturlandschaft angewiesen. Hecken, Dornensträucher, extensiv genutzte Wegesäume und artenreiche Wiesen bilden die Grundlage seines Lebensraumes. Genau diese Strukturen verschwinden jedoch seit Jahrzehnten zunehmend aus vielen landwirtschaftlich geprägten Regionen.
Durch die fortschreitende Ausräumung der Landschaft gehen wichtige Brutplätze, Ansitzwarten und Rückzugsräume verloren. Feldgehölze werden entfernt, Wegraine eingeebnet und kleinräumige Übergangsbereiche beseitigt. Was bleibt, sind oftmals großflächige, intensiv genutzte Agrarräume mit nur wenigen ökologischen Nischen.
Für den Neuntöter bedeutet dies nicht nur einen Verlust an Brutplätzen, sondern auch einen deutlichen Rückgang seiner Nahrungsgrundlage. Als Jäger größerer Insekten, Kleintiere und anderer Wirbelloser ist er unmittelbar auf eine artenreiche Umgebung angewiesen. Wo Insekten verschwinden, verliert auch der Neuntöter seine Lebensbasis.
Das bayerische Pilotprojekt zeigt jedoch, dass bereits vergleichsweise kleine Maßnahmen eine spürbare Wirkung entfalten können. Durch die Anlage extensiver Wegesäume, die Förderung heimischer Sträucher sowie den Verzicht auf intensive Pflege entstanden neue Rückzugsräume innerhalb der Agrarlandschaft. Der Nachweis des Neuntöters in diesen Bereichen macht deutlich, wie schnell strukturreiche Lebensräume wieder angenommen werden.
Gleichzeitig wird sichtbar, dass der Schutz solcher Arten nicht allein durch Diskussionen erreicht werden kann. Seit vielen Jahren wird über Biodiversität, Artensterben und Landschaftsschutz gesprochen. Entscheidend bleibt jedoch das konkrete Handeln vor Ort. Nur dort, wo verantwortungsbewusste Menschen bereit sind, Lebensräume dauerhaft zu erhalten und naturnahe Strukturen wieder zuzulassen, bestehen langfristige Chancen für Arten wie den Neuntöter.
Der Vogel wird damit zunehmend zu einem Symbol für den Zustand unserer Kulturlandschaft. Sein Auftreten zeigt, wo Vielfalt noch möglich ist – und sein Verschwinden macht sichtbar, wie stark viele Lebensräume bereits verändert wurden.
In der Aufnahme
- Ein männlicher Neuntöter sitzt auf einer Elsbeere unweit einer Schlehenhecke entlang eines extensiv bewirtschafteten Flurweges und nutzt die strukturreiche Landschaft als Jagd- und Brutrevier.
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Hagebutten – Farben des Herbstes und wertvolle Früchte der Natur
Hagebutten – Farben des Herbstes und wertvolle Früchte der Natur
01/02.06.2026
Die Früchte verschiedener Wildrosenarten sind nicht nur ein prägender Bestandteil naturnaher Landschaften, sondern besitzen auch eine große ökologische Bedeutung. Vögel nutzen die dornigen Sträucher als geschützte Brutplätze, während viele Tiere im Herbst und Winter von den vitaminreichen Früchten profitieren.
01/02.06.2026
- Wenn sich der Sommer langsam verabschiedet und die Landschaft in warme Rot- und Goldtöne taucht, gehören Hagebutten zu den auffälligsten Zeichen des Herbstes. Leuchtend rot, orange oder dunkelrot schmücken sie Hecken, Waldränder und Feldwege und bieten zugleich zahlreichen Tierarten eine wichtige Nahrungsquelle.
Die Früchte verschiedener Wildrosenarten sind nicht nur ein prägender Bestandteil naturnaher Landschaften, sondern besitzen auch eine große ökologische Bedeutung. Vögel nutzen die dornigen Sträucher als geschützte Brutplätze, während viele Tiere im Herbst und Winter von den vitaminreichen Früchten profitieren.
Auch für Menschen üben Hagebutten seit Jahrhunderten eine besondere Faszination aus. Ihre vielfältigen Formen, Farben und Oberflächen machen sie zu einem beliebten Motiv in der Naturfotografie. Je nach Jahreszeit verändern sie ihr Erscheinungsbild – von frischen, glänzenden Früchten im Spätsommer bis hin zu frostüberzogenen Winteraufnahmen.
Um diese Vielfalt sichtbar zu machen, haben wir zahlreiche Aufnahmen von Hagebutten in ganz unterschiedlichen Facetten erstellt und auf unserer Internetseite zusammengestellt. Die Bilder zeigen Hagebutten in natürlicher Umgebung, bei wechselnden Lichtstimmungen und in verschiedenen Entwicklungsstadien. Dabei stehen sowohl die ästhetische Wirkung als auch die Bedeutung dieser Pflanzen innerhalb unserer heimischen Kulturlandschaft im Mittelpunkt.
Unsere Bildsammlung soll dazu beitragen, den Blick für die oft unscheinbaren Schönheiten am Wegesrand zu schärfen und die Bedeutung naturnaher Hecken- und Strauchlandschaften stärker ins Bewusstsein zu rücken.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Um diese Vielfalt sichtbar zu machen, haben wir zahlreiche Aufnahmen von Hagebutten in ganz unterschiedlichen Facetten erstellt und auf unserer Internetseite zusammengestellt. Die Bilder zeigen Hagebutten in natürlicher Umgebung, bei wechselnden Lichtstimmungen und in verschiedenen Entwicklungsstadien. Dabei stehen sowohl die ästhetische Wirkung als auch die Bedeutung dieser Pflanzen innerhalb unserer heimischen Kulturlandschaft im Mittelpunkt.
Unsere Bildsammlung soll dazu beitragen, den Blick für die oft unscheinbaren Schönheiten am Wegesrand zu schärfen und die Bedeutung naturnaher Hecken- und Strauchlandschaften stärker ins Bewusstsein zu rücken.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Blässhuhn (Fulica atra)
Das Blässhuhn – ein vertrauter Vogel unserer Gewässer
31.05./01.06.2026
Der Abendwind zog sanft über den kleinen Weiher am Rand des Dorfes. Zwischen den Schilfhalmen spiegelte sich das letzte Licht des Tages auf der Wasseroberfläche. Plötzlich durchbrach ein schwarzer Vogel die Ruhe. Mit schnellen Bewegungen lief er über das Wasser, schlug kräftig mit den Flügeln und hinterließ eine Spur kleiner Spritzer hinter sich.
Am gegenüberliegenden Ufer beobachtete ein Kind neugierig das Geschehen. Der Vogel wirkte mit seinem dunklen Gefieder fast unscheinbar, doch das helle weiße Schild auf seiner Stirn leuchtete deutlich im Abendlicht. Zwischen den Wasserpflanzen tauchte ein zweiter Vogel auf. Kurz darauf erklangen raue Rufe, bevor beide Tiere wieder ruhig zwischen den Schilfinseln verschwanden.
Für viele Menschen gehört das Blässhuhn ganz selbstverständlich zu Seen, Teichen und Flüssen. Doch auch diese vertraute Vogelart ist auf gesunde Gewässer und störungsarme Lebensräume angewiesen.
31.05./01.06.2026
- Kurzgeschichte: Bewegung auf dem stillen Weiher
Der Abendwind zog sanft über den kleinen Weiher am Rand des Dorfes. Zwischen den Schilfhalmen spiegelte sich das letzte Licht des Tages auf der Wasseroberfläche. Plötzlich durchbrach ein schwarzer Vogel die Ruhe. Mit schnellen Bewegungen lief er über das Wasser, schlug kräftig mit den Flügeln und hinterließ eine Spur kleiner Spritzer hinter sich.
Am gegenüberliegenden Ufer beobachtete ein Kind neugierig das Geschehen. Der Vogel wirkte mit seinem dunklen Gefieder fast unscheinbar, doch das helle weiße Schild auf seiner Stirn leuchtete deutlich im Abendlicht. Zwischen den Wasserpflanzen tauchte ein zweiter Vogel auf. Kurz darauf erklangen raue Rufe, bevor beide Tiere wieder ruhig zwischen den Schilfinseln verschwanden.
Für viele Menschen gehört das Blässhuhn ganz selbstverständlich zu Seen, Teichen und Flüssen. Doch auch diese vertraute Vogelart ist auf gesunde Gewässer und störungsarme Lebensräume angewiesen.
Artbeschreibung des Blässhuhns (Fulica atra)
Das Blässhuhn ist ein weit verbreiteter Wasservogel aus der Familie der Rallen. Typisch für die Art sind das schwarze bis dunkelgraue Gefieder sowie das auffällige weiße Stirnschild, das direkt in den ebenfalls weißen Schnabel übergeht.
Blässhühner erreichen eine Körperlänge von etwa 36 bis 42 Zentimetern und besitzen kräftige Beine mit langen Zehen. Anders als Enten verfügen sie nicht über durchgehende Schwimmhäute, sondern über lappenartige Hautsäume an den Zehen, die ihnen das Schwimmen und Tauchen erleichtern. Die Art lebt an stehenden oder langsam fließenden Gewässern mit dichter Ufervegetation. Besonders häufig sind Blässhühner an Seen, Teichen, Kanälen und Flussarmen zu beobachten.
Ihre Nahrung besteht überwiegend aus Wasserpflanzen, Algen und kleinen Wassertieren. Oft tauchen sie unter Wasser nach Nahrung oder sammeln Pflanzenteile an der Oberfläche.
Während der Brutzeit zeigen Blässhühner ein ausgeprägtes Territorialverhalten. Sie verteidigen ihre Reviere energisch gegen Artgenossen und andere Wasservögel.
Aufnahme von Caspar von Zimmermann
Das Blässhuhn ist ein weit verbreiteter Wasservogel aus der Familie der Rallen. Typisch für die Art sind das schwarze bis dunkelgraue Gefieder sowie das auffällige weiße Stirnschild, das direkt in den ebenfalls weißen Schnabel übergeht.
Blässhühner erreichen eine Körperlänge von etwa 36 bis 42 Zentimetern und besitzen kräftige Beine mit langen Zehen. Anders als Enten verfügen sie nicht über durchgehende Schwimmhäute, sondern über lappenartige Hautsäume an den Zehen, die ihnen das Schwimmen und Tauchen erleichtern. Die Art lebt an stehenden oder langsam fließenden Gewässern mit dichter Ufervegetation. Besonders häufig sind Blässhühner an Seen, Teichen, Kanälen und Flussarmen zu beobachten.
Ihre Nahrung besteht überwiegend aus Wasserpflanzen, Algen und kleinen Wassertieren. Oft tauchen sie unter Wasser nach Nahrung oder sammeln Pflanzenteile an der Oberfläche.
Während der Brutzeit zeigen Blässhühner ein ausgeprägtes Territorialverhalten. Sie verteidigen ihre Reviere energisch gegen Artgenossen und andere Wasservögel.
Aufnahme von Caspar von Zimmermann
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Blässgans (Anser albifrons)
Die Blässgans – Zugvogel zwischen Tundra und Winterfeldern
31.05./01.06.2026
Blässgans (Anser albifrons)
Der Nebel lag noch tief über den Wiesen, als aus der Ferne ein raues Rufen erklang. Kurz darauf erschienen dunkle Punkte am Himmel. In geordneter Formation zogen Gänse über die Felder hinweg, ihre Flügel gleichmäßig im Takt der kalten Morgenluft.
Ein älterer Naturbeobachter blieb am Deich stehen und blickte nach oben. Jahr für Jahr wartete er auf diesen Moment. Für ihn bedeutete das Eintreffen der Gänse den Beginn des Winters. Als die Vögel näher kamen, erkannte er die weißen Stirnflecken und die dunklen Querbänder auf dem Bauch. Es waren Blässgänse. Nach tausenden Kilometern Flug hatten sie ihre Winterrastplätze erreicht. Nun fraßen sie auf den feuchten Wiesen und sammelten Kraft für die kalte Jahreszeit.
Doch die Landschaft hatte sich verändert. Viele Feuchtflächen waren verschwunden, Felder wurden intensiver genutzt und ruhige Rastplätze seltener. Der Beobachter fragte sich, ob die Rufe der Blässgänse auch in Zukunft noch über die Winterfelder hallen würden.
31.05./01.06.2026
Blässgans (Anser albifrons)
- Kurzgeschichte: Stimmen über dem Morgennebel
Der Nebel lag noch tief über den Wiesen, als aus der Ferne ein raues Rufen erklang. Kurz darauf erschienen dunkle Punkte am Himmel. In geordneter Formation zogen Gänse über die Felder hinweg, ihre Flügel gleichmäßig im Takt der kalten Morgenluft.
Ein älterer Naturbeobachter blieb am Deich stehen und blickte nach oben. Jahr für Jahr wartete er auf diesen Moment. Für ihn bedeutete das Eintreffen der Gänse den Beginn des Winters. Als die Vögel näher kamen, erkannte er die weißen Stirnflecken und die dunklen Querbänder auf dem Bauch. Es waren Blässgänse. Nach tausenden Kilometern Flug hatten sie ihre Winterrastplätze erreicht. Nun fraßen sie auf den feuchten Wiesen und sammelten Kraft für die kalte Jahreszeit.
Doch die Landschaft hatte sich verändert. Viele Feuchtflächen waren verschwunden, Felder wurden intensiver genutzt und ruhige Rastplätze seltener. Der Beobachter fragte sich, ob die Rufe der Blässgänse auch in Zukunft noch über die Winterfelder hallen würden.
Artbeschreibung der Blässgans (Anser albifrons)
Die Blässgans gehört zu den mittelgroßen Wildgänsen Europas und Asiens. Ihren Namen verdankt sie dem auffälligen weißen Stirnfleck, der sich oberhalb des Schnabels befindet. Zusätzlich tragen erwachsene Tiere meist dunkle Querbänder auf der Bauchseite.
Die Blässgans erreicht eine Körperlänge von etwa 65 bis 78 Zentimetern und eine Flügelspannweite von bis zu 165 Zentimetern. Ihr Gefieder wirkt überwiegend grau-braun, während Schnabel und Beine orange bis rosafarben erscheinen. Die Art brütet vor allem in den arktischen Tundren Nordrusslands und Sibiriens. Während des Winters zieht sie in große Teile Europas, darunter auch nach Deutschland, in die Niederlande oder an die Küstenregionen der Nordsee.
Blässgänse ernähren sich hauptsächlich von Gräsern, Kräutern und landwirtschaftlichen Kulturpflanzen. Oft sind sie auf feuchten Wiesen, Weiden oder abgeernteten Feldern zu beobachten. Typisch für die Art ist ihr ausgeprägtes Sozialverhalten.
Besonders während des Zuges und im Winter treten Blässgänse in großen Schwärmen auf, die durch ihre lauten Rufe schon von weitem auffallen.
Aufnahme von Ulrich Rösch
Die Blässgans gehört zu den mittelgroßen Wildgänsen Europas und Asiens. Ihren Namen verdankt sie dem auffälligen weißen Stirnfleck, der sich oberhalb des Schnabels befindet. Zusätzlich tragen erwachsene Tiere meist dunkle Querbänder auf der Bauchseite.
Die Blässgans erreicht eine Körperlänge von etwa 65 bis 78 Zentimetern und eine Flügelspannweite von bis zu 165 Zentimetern. Ihr Gefieder wirkt überwiegend grau-braun, während Schnabel und Beine orange bis rosafarben erscheinen. Die Art brütet vor allem in den arktischen Tundren Nordrusslands und Sibiriens. Während des Winters zieht sie in große Teile Europas, darunter auch nach Deutschland, in die Niederlande oder an die Küstenregionen der Nordsee.
Blässgänse ernähren sich hauptsächlich von Gräsern, Kräutern und landwirtschaftlichen Kulturpflanzen. Oft sind sie auf feuchten Wiesen, Weiden oder abgeernteten Feldern zu beobachten. Typisch für die Art ist ihr ausgeprägtes Sozialverhalten.
Besonders während des Zuges und im Winter treten Blässgänse in großen Schwärmen auf, die durch ihre lauten Rufe schon von weitem auffallen.
Aufnahme von Ulrich Rösch
Artenschutz in Franken®
Birkenzeisig (Carduelis flammea)
Der Birkenzeisig – ein stiller Wanderer des Nordens
31.05./01.06.2026
Der erste Schnee hatte die Landschaft bereits mit einer dünnen weißen Schicht bedeckt. Zwischen den kahlen Birken am Waldrand hing noch der feine Duft feuchter Erde in der kalten Luft. Ein leises Zwitschern durchbrach die morgendliche Stille. Eine kleine Gruppe Vögel flatterte unruhig durch die Zweige. Immer wieder hingen sie kopfüber an den dünnen Ästen und zupften geschickt die Samen aus den Birkenkätzchen. Ihr Gefieder wirkte unscheinbar braun, doch auf der Stirn leuchtete ein kleiner roter Fleck.
Der Spaziergänger blieb stehen und beobachtete die rastlosen Wintergäste. Die kleinen Vögel schienen ständig in Bewegung zu sein – leicht, schnell und voller Energie. Es waren Birkenzeisige.Viele Menschen bemerken sie kaum. Doch gerade in stillen Winterlandschaften gehören ihre feinen Rufe und ihr lebhaftes Verhalten zu den besonderen Zeichen einer noch intakten Natur.
31.05./01.06.2026
- Kurzgeschichte: Wintergäste am Waldrand
Der erste Schnee hatte die Landschaft bereits mit einer dünnen weißen Schicht bedeckt. Zwischen den kahlen Birken am Waldrand hing noch der feine Duft feuchter Erde in der kalten Luft. Ein leises Zwitschern durchbrach die morgendliche Stille. Eine kleine Gruppe Vögel flatterte unruhig durch die Zweige. Immer wieder hingen sie kopfüber an den dünnen Ästen und zupften geschickt die Samen aus den Birkenkätzchen. Ihr Gefieder wirkte unscheinbar braun, doch auf der Stirn leuchtete ein kleiner roter Fleck.
Der Spaziergänger blieb stehen und beobachtete die rastlosen Wintergäste. Die kleinen Vögel schienen ständig in Bewegung zu sein – leicht, schnell und voller Energie. Es waren Birkenzeisige.Viele Menschen bemerken sie kaum. Doch gerade in stillen Winterlandschaften gehören ihre feinen Rufe und ihr lebhaftes Verhalten zu den besonderen Zeichen einer noch intakten Natur.
Artbeschreibung des Birkenzeisigs (Carduelis flammea)
Der Birkenzeisig ist ein kleiner Finkenvogel aus den nördlichen Regionen Europas und Asiens. Er erreicht eine Körperlänge von etwa 12 bis 14 Zentimetern und besitzt einen zierlichen Körperbau. Typisch für die Art ist die rote Stirnzeichnung, die besonders bei adulten Vögeln auffällt. Das Gefieder ist überwiegend braun und weiß gestrichelt. Männchen zeigen während der Brutzeit häufig eine rosafarbene Brustfärbung. Der kurze gelbliche Schnabel eignet sich hervorragend zum Herauslösen kleiner Samen.
Birkenzeisige leben bevorzugt in lichten Birken- und Nadelwäldern, Moorlandschaften sowie buschreichen Offenflächen. Besonders wichtig sind Samen tragende Bäume wie Birken und Erlen, die einen großen Teil ihrer Nahrung liefern. Außerhalb der Brutzeit ziehen Birkenzeisige oft in kleinen Schwärmen umher. In manchen Wintern wandern größere Gruppen weit nach Süden, wenn das Nahrungsangebot in den nordischen Brutgebieten knapp wird.
Der Gesang des Birkenzeisigs besteht aus schnellen, zwitschernden Lautfolgen, die häufig während des Fluges zu hören sind.
Aufnahme von Werner Opperman
Der Birkenzeisig ist ein kleiner Finkenvogel aus den nördlichen Regionen Europas und Asiens. Er erreicht eine Körperlänge von etwa 12 bis 14 Zentimetern und besitzt einen zierlichen Körperbau. Typisch für die Art ist die rote Stirnzeichnung, die besonders bei adulten Vögeln auffällt. Das Gefieder ist überwiegend braun und weiß gestrichelt. Männchen zeigen während der Brutzeit häufig eine rosafarbene Brustfärbung. Der kurze gelbliche Schnabel eignet sich hervorragend zum Herauslösen kleiner Samen.
Birkenzeisige leben bevorzugt in lichten Birken- und Nadelwäldern, Moorlandschaften sowie buschreichen Offenflächen. Besonders wichtig sind Samen tragende Bäume wie Birken und Erlen, die einen großen Teil ihrer Nahrung liefern. Außerhalb der Brutzeit ziehen Birkenzeisige oft in kleinen Schwärmen umher. In manchen Wintern wandern größere Gruppen weit nach Süden, wenn das Nahrungsangebot in den nordischen Brutgebieten knapp wird.
Der Gesang des Birkenzeisigs besteht aus schnellen, zwitschernden Lautfolgen, die häufig während des Fluges zu hören sind.
Aufnahme von Werner Opperman
Artenschutz in Franken®
Blauracke (Coracias garrulus)
Die Blauracke – ein Farbblitz am Himmel Europas
30/31.05.2026
An einem warmen Sommermorgen stand der alte Birnbaum am Rand der Wiese still in der aufgehenden Sonne. Nur das Summen der Insekten war zu hören. Dann erschien plötzlich ein leuchtender Schatten über dem Feld. Ein Vogel mit türkisblauen Flügeln und rostbraunem Rücken glitt lautlos durch die Luft und setzte sich auf einen trockenen Ast.
Der kleine Beobachter am Feldweg hielt den Atem an. Noch nie hatte er einen so farbenprächtigen Vogel gesehen. Für einen Moment wirkte die Landschaft wie ein Bild aus südlichen Ländern. Doch der Vogel gehörte hierher – zur offenen Kulturlandschaft Europas. Es war eine Blauracke.
Wenige Sekunden später stürzte sie sich blitzschnell auf ein großes Insekt im hohen Gras. Danach flog sie weiter über Wiesen, Weiden und alte Obstbäume hinweg. Der Junge blickte ihr lange nach. Erst Jahre später verstand er, dass solche Begegnungen immer seltener werden.
30/31.05.2026
- Kurzgeschichte: Der Vogel am alten Birnbaum
An einem warmen Sommermorgen stand der alte Birnbaum am Rand der Wiese still in der aufgehenden Sonne. Nur das Summen der Insekten war zu hören. Dann erschien plötzlich ein leuchtender Schatten über dem Feld. Ein Vogel mit türkisblauen Flügeln und rostbraunem Rücken glitt lautlos durch die Luft und setzte sich auf einen trockenen Ast.
Der kleine Beobachter am Feldweg hielt den Atem an. Noch nie hatte er einen so farbenprächtigen Vogel gesehen. Für einen Moment wirkte die Landschaft wie ein Bild aus südlichen Ländern. Doch der Vogel gehörte hierher – zur offenen Kulturlandschaft Europas. Es war eine Blauracke.
Wenige Sekunden später stürzte sie sich blitzschnell auf ein großes Insekt im hohen Gras. Danach flog sie weiter über Wiesen, Weiden und alte Obstbäume hinweg. Der Junge blickte ihr lange nach. Erst Jahre später verstand er, dass solche Begegnungen immer seltener werden.
Artbeschreibung der Blauracke (Coracias garrulus)
Die Blauracke zählt zu den auffälligsten Vogelarten Europas. Ihr Gefieder leuchtet in verschiedenen Blau- und Türkistönen, während Rücken und Brust eine warme rostbraune Färbung zeigen. Besonders im Flug fallen die kräftig blauen Flügel auf.
Die Blauracke erreicht eine Körperlänge von etwa 30 bis 32 Zentimetern und besitzt eine Flügelspannweite von bis zu 65 Zentimetern. Männchen und Weibchen sehen sich sehr ähnlich.
Typisch für die Art ist ihr Verhalten als Ansitzjägerin. Von erhöhten Punkten wie Zaunpfählen, Stromleitungen oder abgestorbenen Ästen aus beobachtet sie den Boden nach Beute. Hauptsächlich ernährt sie sich von großen Insekten wie Heuschrecken, Käfern oder Grillen. Gelegentlich erbeutet sie auch kleine Reptilien oder Mäuse.
Die Blauracke bevorzugt warme, offene Landschaften mit lockerem Baumbestand. Besonders wichtig sind alte Bäume mit Höhlen, da sie selbst keine Nisthöhlen baut. Häufig nutzt sie Spechthöhlen oder natürliche Baumhöhlen zur Brut.
Früher war die Blauracke in vielen Teilen Mitteleuropas verbreitet. Heute gilt sie in zahlreichen Regionen als selten oder bereits verschwunden.
Aufnahme von Christian Neumann
Die Blauracke zählt zu den auffälligsten Vogelarten Europas. Ihr Gefieder leuchtet in verschiedenen Blau- und Türkistönen, während Rücken und Brust eine warme rostbraune Färbung zeigen. Besonders im Flug fallen die kräftig blauen Flügel auf.
Die Blauracke erreicht eine Körperlänge von etwa 30 bis 32 Zentimetern und besitzt eine Flügelspannweite von bis zu 65 Zentimetern. Männchen und Weibchen sehen sich sehr ähnlich.
Typisch für die Art ist ihr Verhalten als Ansitzjägerin. Von erhöhten Punkten wie Zaunpfählen, Stromleitungen oder abgestorbenen Ästen aus beobachtet sie den Boden nach Beute. Hauptsächlich ernährt sie sich von großen Insekten wie Heuschrecken, Käfern oder Grillen. Gelegentlich erbeutet sie auch kleine Reptilien oder Mäuse.
Die Blauracke bevorzugt warme, offene Landschaften mit lockerem Baumbestand. Besonders wichtig sind alte Bäume mit Höhlen, da sie selbst keine Nisthöhlen baut. Häufig nutzt sie Spechthöhlen oder natürliche Baumhöhlen zur Brut.
Früher war die Blauracke in vielen Teilen Mitteleuropas verbreitet. Heute gilt sie in zahlreichen Regionen als selten oder bereits verschwunden.
Aufnahme von Christian Neumann
Artenschutz in Franken®
Gräser – unterschätzte Helden unserer Landschaften
Gräser – unterschätzte Helden unserer Landschaften
30/31.05.2026
Die Vielfalt der Gräser
Die Familie der Süßgräser umfasst weltweit mehrere tausend Arten. In Mitteleuropa begegnen uns Gräser nahezu überall: auf Feldern, an Waldrändern, in Parks, auf Bergwiesen und sogar zwischen Pflastersteinen in Städten. Bekannte Arten sind beispielsweise das Wiesenschwingelgras, das Rispengras oder das Schilf.
Gräser unterscheiden sich in Wuchshöhe, Blattstruktur und Lebensraum. Manche Arten bleiben nur wenige Zentimeter hoch, andere – wie Bambus – können mehrere Meter erreichen. Einige bevorzugen trockene Standorte, andere wachsen besonders gut in feuchten Gebieten oder an Gewässern.
30/31.05.2026
- Gräser gehören zu den ältesten und erfolgreichsten Pflanzenfamilien der Erde. Sie prägen Wiesen, Weiden, Steppen, Dünenlandschaften und viele unserer heimischen Gärten. Oft werden sie im Alltag kaum beachtet, weil ihre Blüten weniger auffällig erscheinen als die farbenprächtigen Blüten vieler anderer Pflanzen. Dennoch spielen Gräser eine entscheidende Rolle für das ökologische Gleichgewicht, den Boden- und Klimaschutz sowie für zahlreiche Tierarten.
Die Vielfalt der Gräser
Die Familie der Süßgräser umfasst weltweit mehrere tausend Arten. In Mitteleuropa begegnen uns Gräser nahezu überall: auf Feldern, an Waldrändern, in Parks, auf Bergwiesen und sogar zwischen Pflastersteinen in Städten. Bekannte Arten sind beispielsweise das Wiesenschwingelgras, das Rispengras oder das Schilf.
Gräser unterscheiden sich in Wuchshöhe, Blattstruktur und Lebensraum. Manche Arten bleiben nur wenige Zentimeter hoch, andere – wie Bambus – können mehrere Meter erreichen. Einige bevorzugen trockene Standorte, andere wachsen besonders gut in feuchten Gebieten oder an Gewässern.
Aufbau und Besonderheiten
Typisch für Gräser sind ihre schmalen, länglichen Blätter und die oft hohlen Halme. Ihre Blüten wirken unscheinbar, da sie meist vom Wind bestäubt werden und keine großen Blütenblätter benötigen, um Insekten anzulocken.
Ein bemerkenswertes Merkmal vieler Gräser ist ihre Widerstandsfähigkeit. Sie können nach dem Mähen oder nach Verbiss durch Tiere erneut austreiben. Dadurch eignen sie sich hervorragend als Futterpflanzen und als natürliche Bodenbedeckung.
Bedeutung für die Natur
Gräser sind ein wichtiger Bestandteil vieler Ökosysteme. Sie bieten Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Insekten nutzen sie als Versteck oder Eiablageplatz, während Vögel ihre Halme für den Nestbau verwenden. Viele kleine Säugetiere finden zwischen hohen Gräsern Schutz vor Fressfeinden.
Auch für den Boden sind Gräser von großer Bedeutung. Ihre Wurzeln stabilisieren die Erde und helfen dabei, Erosion zu verhindern. Besonders an Hängen oder in Flussnähe schützen sie den Boden vor dem Abtragen durch Wind und Wasser.
Darüber hinaus tragen Grasflächen zur Verbesserung des Klimas bei. Sie speichern Kohlendioxid, produzieren Sauerstoff und können die Umgebungstemperatur positiv beeinflussen. Große Wiesenflächen wirken zudem wie natürliche Wasserspeicher.
Gräser in der Landwirtschaft
Viele der wichtigsten Nutzpflanzen des Menschen gehören botanisch zu den Gräsern. Dazu zählen Getreidearten wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer oder Mais. Seit Jahrtausenden bilden sie die Grundlage der menschlichen Ernährung.
Auch als Tierfutter sind Gräser unverzichtbar. Wiesen und Weiden liefern Nahrung für Kühe, Schafe und andere Nutztiere. Eine nachhaltige Bewirtschaftung von Grünland trägt dazu bei, artenreiche Lebensräume zu erhalten.
Gräser im Garten und in der Landschaftsgestaltung
In modernen Gärten gewinnen Ziergräser zunehmend an Bedeutung. Sie bringen Struktur, Bewegung und natürliche Eleganz in Beete und Grünanlagen. Besonders im Wind entfalten viele Arten eine ruhige und harmonische Wirkung.
Beliebte Ziergräser sind unter anderem Lampenputzergras, Chinaschilf oder Federgras. Sie benötigen oft nur wenig Pflege und bieten auch im Winter einen dekorativen Anblick.
Schutz von Wiesen und Graslandschaften
Viele natürliche Wiesenflächen sind heute bedroht. Intensive Landwirtschaft, Bebauung und häufiges Mähen führen dazu, dass zahlreiche Pflanzen- und Tierarten ihren Lebensraum verlieren. Besonders artenreiche Blumenwiesen sind in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen.
Naturschutzprojekte setzen sich deshalb für den Erhalt und die Wiederherstellung von Graslandschaften ein. Dazu gehören eine schonende Mahd, der Verzicht auf chemische Dünger sowie die Förderung heimischer Pflanzenarten. Jeder Mensch kann einen Beitrag leisten – etwa durch naturnahe Gartengestaltung oder das Anlegen kleiner Blüh- und Wiesenflächen.
Fazit
Gräser sind weit mehr als nur „grüne Flächen“. Sie sind Lebensraum, Nahrung, Klimaschützer und ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaften. Ohne Gräser wären viele Ökosysteme nicht überlebensfähig. Ihre Vielfalt und ihre ökologische Bedeutung verdienen daher mehr Aufmerksamkeit und Schutz.
Hinweis:
Zu diesem Thema haben wir eine informative Diashow entwickelt, die wir hier auf unserer Naturschutz-Internetseite vorstellen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Typisch für Gräser sind ihre schmalen, länglichen Blätter und die oft hohlen Halme. Ihre Blüten wirken unscheinbar, da sie meist vom Wind bestäubt werden und keine großen Blütenblätter benötigen, um Insekten anzulocken.
Ein bemerkenswertes Merkmal vieler Gräser ist ihre Widerstandsfähigkeit. Sie können nach dem Mähen oder nach Verbiss durch Tiere erneut austreiben. Dadurch eignen sie sich hervorragend als Futterpflanzen und als natürliche Bodenbedeckung.
Bedeutung für die Natur
Gräser sind ein wichtiger Bestandteil vieler Ökosysteme. Sie bieten Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Insekten nutzen sie als Versteck oder Eiablageplatz, während Vögel ihre Halme für den Nestbau verwenden. Viele kleine Säugetiere finden zwischen hohen Gräsern Schutz vor Fressfeinden.
Auch für den Boden sind Gräser von großer Bedeutung. Ihre Wurzeln stabilisieren die Erde und helfen dabei, Erosion zu verhindern. Besonders an Hängen oder in Flussnähe schützen sie den Boden vor dem Abtragen durch Wind und Wasser.
Darüber hinaus tragen Grasflächen zur Verbesserung des Klimas bei. Sie speichern Kohlendioxid, produzieren Sauerstoff und können die Umgebungstemperatur positiv beeinflussen. Große Wiesenflächen wirken zudem wie natürliche Wasserspeicher.
Gräser in der Landwirtschaft
Viele der wichtigsten Nutzpflanzen des Menschen gehören botanisch zu den Gräsern. Dazu zählen Getreidearten wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer oder Mais. Seit Jahrtausenden bilden sie die Grundlage der menschlichen Ernährung.
Auch als Tierfutter sind Gräser unverzichtbar. Wiesen und Weiden liefern Nahrung für Kühe, Schafe und andere Nutztiere. Eine nachhaltige Bewirtschaftung von Grünland trägt dazu bei, artenreiche Lebensräume zu erhalten.
Gräser im Garten und in der Landschaftsgestaltung
In modernen Gärten gewinnen Ziergräser zunehmend an Bedeutung. Sie bringen Struktur, Bewegung und natürliche Eleganz in Beete und Grünanlagen. Besonders im Wind entfalten viele Arten eine ruhige und harmonische Wirkung.
Beliebte Ziergräser sind unter anderem Lampenputzergras, Chinaschilf oder Federgras. Sie benötigen oft nur wenig Pflege und bieten auch im Winter einen dekorativen Anblick.
Schutz von Wiesen und Graslandschaften
Viele natürliche Wiesenflächen sind heute bedroht. Intensive Landwirtschaft, Bebauung und häufiges Mähen führen dazu, dass zahlreiche Pflanzen- und Tierarten ihren Lebensraum verlieren. Besonders artenreiche Blumenwiesen sind in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen.
Naturschutzprojekte setzen sich deshalb für den Erhalt und die Wiederherstellung von Graslandschaften ein. Dazu gehören eine schonende Mahd, der Verzicht auf chemische Dünger sowie die Förderung heimischer Pflanzenarten. Jeder Mensch kann einen Beitrag leisten – etwa durch naturnahe Gartengestaltung oder das Anlegen kleiner Blüh- und Wiesenflächen.
Fazit
Gräser sind weit mehr als nur „grüne Flächen“. Sie sind Lebensraum, Nahrung, Klimaschützer und ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaften. Ohne Gräser wären viele Ökosysteme nicht überlebensfähig. Ihre Vielfalt und ihre ökologische Bedeutung verdienen daher mehr Aufmerksamkeit und Schutz.
Hinweis:
Zu diesem Thema haben wir eine informative Diashow entwickelt, die wir hier auf unserer Naturschutz-Internetseite vorstellen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Polar- oder Eisfuchs (Vulpes lagopus)
Der Polarfuchs – Überlebenskünstler der arktischen Kälte
30/31.05.2026
Der Himmel über der arktischen Tundra war von blassem Licht erfüllt. Eisiger Wind zog über die weiten Schneeflächen, während feine Schneekristalle durch die Luft tanzten. Zwischen kleinen Hügeln und gefrorenen Ebenen bewegte sich lautlos ein Polarfuchs. Mit vorsichtigen Schritten folgte er den Spuren eines Lemmings unter der Schneedecke. Seine Ohren zuckten aufmerksam, dann sprang er plötzlich mit einem eleganten Satz in den Schnee. Für einen Moment verschwand er vollständig in der weißen Landschaft.
Als der Fuchs wieder auftauchte, hielt er seine Beute im Maul. Kurz blickte er zum Horizont, wo sich dunkle Wolken über dem Eis zusammenzogen. Die Winter in der Arktis wurden unberechenbarer. Schneedecken schmolzen früher, Stürme wurden heftiger und die eisigen Ebenen veränderten sich Jahr für Jahr.
Der kleine Fuchs wirkte perfekt an diese Welt angepasst. Doch selbst in den entlegensten Regionen der Erde hinterlässt der Klimawandel deutliche Spuren.
30/31.05.2026
- Kurzgeschichte: Spuren im Schnee
Der Himmel über der arktischen Tundra war von blassem Licht erfüllt. Eisiger Wind zog über die weiten Schneeflächen, während feine Schneekristalle durch die Luft tanzten. Zwischen kleinen Hügeln und gefrorenen Ebenen bewegte sich lautlos ein Polarfuchs. Mit vorsichtigen Schritten folgte er den Spuren eines Lemmings unter der Schneedecke. Seine Ohren zuckten aufmerksam, dann sprang er plötzlich mit einem eleganten Satz in den Schnee. Für einen Moment verschwand er vollständig in der weißen Landschaft.
Als der Fuchs wieder auftauchte, hielt er seine Beute im Maul. Kurz blickte er zum Horizont, wo sich dunkle Wolken über dem Eis zusammenzogen. Die Winter in der Arktis wurden unberechenbarer. Schneedecken schmolzen früher, Stürme wurden heftiger und die eisigen Ebenen veränderten sich Jahr für Jahr.
Der kleine Fuchs wirkte perfekt an diese Welt angepasst. Doch selbst in den entlegensten Regionen der Erde hinterlässt der Klimawandel deutliche Spuren.
Artbeschreibung des Polar- oder Eisfuchses (Vulpes lagopus)
Der Polarfuchs, auch Schneefuchs oder Eisfuchs genannt, trägt den wissenschaftlichen Namen Vulpes lagopus und gehört zur Familie der Hunde. Er zählt zu den am besten an extreme Kälte angepassten Säugetieren der Erde. Sein Verbreitungsgebiet umfasst die arktischen Regionen Europas, Asiens und Nordamerikas. Besonders häufig lebt er in Tundren, Küstengebieten und eisnahen Landschaften der Arktis.
Typisch für den Polarfuchs ist sein dichtes Fell, das im Winter meist reinweiß erscheint und ihm eine hervorragende Tarnung im Schnee bietet. Im Sommer verändert sich die Fellfarbe vieler Tiere zu Grau- oder Brauntönen, wodurch sie sich besser an die schneefreie Landschaft anpassen können.
Der kompakte Körperbau mit kurzen Beinen, kleinen Ohren und einer dichten Unterwolle hilft dabei, Wärmeverluste zu minimieren. Selbst Temperaturen weit unter minus 40 Grad Celsius können Polarfüchse überstehen.
Der buschige Schwanz dient nicht nur als Balancehilfe, sondern auch als Schutz vor der Kälte. Ruhende Tiere legen ihn oft über die Schnauze, um sich zusätzlich zu wärmen.
Aufnahme von Johannes Rother
Der Polarfuchs, auch Schneefuchs oder Eisfuchs genannt, trägt den wissenschaftlichen Namen Vulpes lagopus und gehört zur Familie der Hunde. Er zählt zu den am besten an extreme Kälte angepassten Säugetieren der Erde. Sein Verbreitungsgebiet umfasst die arktischen Regionen Europas, Asiens und Nordamerikas. Besonders häufig lebt er in Tundren, Küstengebieten und eisnahen Landschaften der Arktis.
Typisch für den Polarfuchs ist sein dichtes Fell, das im Winter meist reinweiß erscheint und ihm eine hervorragende Tarnung im Schnee bietet. Im Sommer verändert sich die Fellfarbe vieler Tiere zu Grau- oder Brauntönen, wodurch sie sich besser an die schneefreie Landschaft anpassen können.
Der kompakte Körperbau mit kurzen Beinen, kleinen Ohren und einer dichten Unterwolle hilft dabei, Wärmeverluste zu minimieren. Selbst Temperaturen weit unter minus 40 Grad Celsius können Polarfüchse überstehen.
Der buschige Schwanz dient nicht nur als Balancehilfe, sondern auch als Schutz vor der Kälte. Ruhende Tiere legen ihn oft über die Schnauze, um sich zusätzlich zu wärmen.
Aufnahme von Johannes Rother
Artenschutz in Franken®
Schneeziege (Oreamnos americanus)
Die Schneeziege – Wächterin der eisigen Höhen
29/30.05.2026
Der Morgen begann mit einem leisen Knirschen unter den Schuhen der jungen Wildhüterin Mara. Hoch über der Baumgrenze lag noch Schnee auf den schroffen Felsen der nordamerikanischen Gebirge. Der Wind zog kalt durch die Grate, während die ersten Sonnenstrahlen die Gipfel in goldenes Licht tauchten.
Mara blieb plötzlich stehen. Auf einem schmalen Felsvorsprung, scheinbar mühelos zwischen Himmel und Abgrund balancierend, stand eine Schneeziege. Ihr weißes Fell leuchtete gegen den dunklen Stein, als wäre sie selbst ein Teil des winterlichen Gebirges. Für einen Augenblick wirkte alles vollkommen still.
Die Ziege blickte hinab ins Tal, wo sich die Landschaft langsam veränderte. Gletscher schmolzen, Hänge wurden instabiler, und dort, wo früher lange Schneefelder lagen, breitete sich neues Buschwerk aus. Mara wusste: Dieses Tier gehörte zu den großen Überlebenskünstlern der Berge. Doch selbst die widerstandsfähigste Art kann ihre Heimat verlieren.
Die Begegnung blieb ihr lange im Gedächtnis – als Erinnerung daran, wie eng das Leben der Schneeziege mit einer intakten Bergwelt verbunden ist.
29/30.05.2026
- Kurzgeschichte: Der stille Grat
Der Morgen begann mit einem leisen Knirschen unter den Schuhen der jungen Wildhüterin Mara. Hoch über der Baumgrenze lag noch Schnee auf den schroffen Felsen der nordamerikanischen Gebirge. Der Wind zog kalt durch die Grate, während die ersten Sonnenstrahlen die Gipfel in goldenes Licht tauchten.
Mara blieb plötzlich stehen. Auf einem schmalen Felsvorsprung, scheinbar mühelos zwischen Himmel und Abgrund balancierend, stand eine Schneeziege. Ihr weißes Fell leuchtete gegen den dunklen Stein, als wäre sie selbst ein Teil des winterlichen Gebirges. Für einen Augenblick wirkte alles vollkommen still.
Die Ziege blickte hinab ins Tal, wo sich die Landschaft langsam veränderte. Gletscher schmolzen, Hänge wurden instabiler, und dort, wo früher lange Schneefelder lagen, breitete sich neues Buschwerk aus. Mara wusste: Dieses Tier gehörte zu den großen Überlebenskünstlern der Berge. Doch selbst die widerstandsfähigste Art kann ihre Heimat verlieren.
Die Begegnung blieb ihr lange im Gedächtnis – als Erinnerung daran, wie eng das Leben der Schneeziege mit einer intakten Bergwelt verbunden ist.
Artbeschreibung der Schneeziege (Oreamnos americanus)
Die Schneeziege (Oreamnos americanus) ist ein außergewöhnlich gut an das Hochgebirge angepasstes Säugetier Nordamerikas. Trotz ihres Namens gehört sie zoologisch nicht zu den echten Ziegen, sondern bildet innerhalb der Hornträger eine eigene Entwicklungslinie.
Sie lebt vor allem in den Gebirgsregionen Alaskas, Kanadas sowie im Nordwesten der Vereinigten Staaten. Ihr bevorzugter Lebensraum sind steile, felsige Hochlagen oberhalb der Waldgrenze, in denen nur wenige andere große Pflanzenfresser dauerhaft überleben können. Charakteristisch ist ihr dichtes, weißes Fell, das aus einer warmen Unterwolle und langen Deckhaaren besteht. Diese Kombination schützt die Tiere selbst bei extremen Temperaturen und starkem Wind. Erwachsene Tiere erreichen eine Schulterhöhe von etwa einem Meter und können über 100 Kilogramm wiegen.
Sowohl männliche als auch weibliche Tiere tragen schwarze, leicht gebogene Hörner. Besonders beeindruckend ist ihre Trittsicherheit: Die Hufe besitzen harte Außenkanten und weiche Innenpolster, wodurch die Tiere selbst auf schmalsten Felssimsen sicheren Halt finden. Schneeziegen ernähren sich überwiegend von Gräsern, Kräutern, Flechten und Moosen.
Im Sommer ziehen sie in höhere Regionen, während sie im Winter oft windgepeitschte Hänge aufsuchen, an denen weniger Schnee liegt.
Aufnahme von Klaus Sanwald
Die Schneeziege (Oreamnos americanus) ist ein außergewöhnlich gut an das Hochgebirge angepasstes Säugetier Nordamerikas. Trotz ihres Namens gehört sie zoologisch nicht zu den echten Ziegen, sondern bildet innerhalb der Hornträger eine eigene Entwicklungslinie.
Sie lebt vor allem in den Gebirgsregionen Alaskas, Kanadas sowie im Nordwesten der Vereinigten Staaten. Ihr bevorzugter Lebensraum sind steile, felsige Hochlagen oberhalb der Waldgrenze, in denen nur wenige andere große Pflanzenfresser dauerhaft überleben können. Charakteristisch ist ihr dichtes, weißes Fell, das aus einer warmen Unterwolle und langen Deckhaaren besteht. Diese Kombination schützt die Tiere selbst bei extremen Temperaturen und starkem Wind. Erwachsene Tiere erreichen eine Schulterhöhe von etwa einem Meter und können über 100 Kilogramm wiegen.
Sowohl männliche als auch weibliche Tiere tragen schwarze, leicht gebogene Hörner. Besonders beeindruckend ist ihre Trittsicherheit: Die Hufe besitzen harte Außenkanten und weiche Innenpolster, wodurch die Tiere selbst auf schmalsten Felssimsen sicheren Halt finden. Schneeziegen ernähren sich überwiegend von Gräsern, Kräutern, Flechten und Moosen.
Im Sommer ziehen sie in höhere Regionen, während sie im Winter oft windgepeitschte Hänge aufsuchen, an denen weniger Schnee liegt.
Aufnahme von Klaus Sanwald
Artenschutz in Franken®
Baumwanzenfliege ( Gymnosoma nudifrons )
Die Baumwanzenfliege ( Gymnosoma nudifrons )
29/30.05.2026
Die Sonne wärmt die letzten Blüten eines wilden Wegesaums, während über den trockenen Wiesen ein leises Summen liegt. Schmetterlinge ziehen zwischen Disteln und Doldenblüten hindurch, Wildbienen sammeln Pollen, und auf einem Blatt sitzt regungslos eine grüne Baumwanze. Kaum sichtbar nähert sich aus der Luft eine kleine Fliege mit rundlichem Körper und orangefarbener Zeichnung. Für einen kurzen Augenblick landet sie auf der Pflanze, fast unscheinbar im Licht des Nachmittags. Doch hinter ihrem friedlichen Erscheinungsbild verbirgt sich eine hoch spezialisierte Jägerin: die Baumwanzenfliege.
Die Baumwanzenfliege gehört zu den weniger bekannten Insektenarten unserer Kulturlandschaften. Gerade ihre versteckte Lebensweise macht sie für viele Menschen nahezu unsichtbar – und dennoch spielt sie eine wichtige Rolle im ökologischen Gleichgewicht naturnaher Lebensräume.
29/30.05.2026
- Ein stiller Jäger im Spätsommer
Die Sonne wärmt die letzten Blüten eines wilden Wegesaums, während über den trockenen Wiesen ein leises Summen liegt. Schmetterlinge ziehen zwischen Disteln und Doldenblüten hindurch, Wildbienen sammeln Pollen, und auf einem Blatt sitzt regungslos eine grüne Baumwanze. Kaum sichtbar nähert sich aus der Luft eine kleine Fliege mit rundlichem Körper und orangefarbener Zeichnung. Für einen kurzen Augenblick landet sie auf der Pflanze, fast unscheinbar im Licht des Nachmittags. Doch hinter ihrem friedlichen Erscheinungsbild verbirgt sich eine hoch spezialisierte Jägerin: die Baumwanzenfliege.
Die Baumwanzenfliege gehört zu den weniger bekannten Insektenarten unserer Kulturlandschaften. Gerade ihre versteckte Lebensweise macht sie für viele Menschen nahezu unsichtbar – und dennoch spielt sie eine wichtige Rolle im ökologischen Gleichgewicht naturnaher Lebensräume.
Die Baumwanzenfliege – Spezialistin unter den Raupenfliegen
Die Baumwanzenfliege gehört zur Familie der Raupenfliegen. Charakteristisch für die Art ist ihr rundlicher Hinterleib mit orange- bis rotbrauner Färbung und dunklen Zeichnungen. Die Fliege erreicht meist nur wenige Millimeter Körpergröße, fällt aber durch ihre auffällige Körperform auf.
Wie viele Raupenfliegen ist auch die Baumwanzenfliege ein Parasitoid. Das bedeutet, dass ihre Larven sich in anderen Insekten entwickeln. Besonders häufig nutzt sie verschiedene Baumwanzenarten als Wirte.
Die weiblichen Fliegen legen ihre Eier an oder nahe bei den Wanzen ab. Nach dem Schlüpfen dringen die Larven in den Wirt ein und entwickeln sich dort weiter.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Die Baumwanzenfliege gehört zur Familie der Raupenfliegen. Charakteristisch für die Art ist ihr rundlicher Hinterleib mit orange- bis rotbrauner Färbung und dunklen Zeichnungen. Die Fliege erreicht meist nur wenige Millimeter Körpergröße, fällt aber durch ihre auffällige Körperform auf.
Wie viele Raupenfliegen ist auch die Baumwanzenfliege ein Parasitoid. Das bedeutet, dass ihre Larven sich in anderen Insekten entwickeln. Besonders häufig nutzt sie verschiedene Baumwanzenarten als Wirte.
Die weiblichen Fliegen legen ihre Eier an oder nahe bei den Wanzen ab. Nach dem Schlüpfen dringen die Larven in den Wirt ein und entwickeln sich dort weiter.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Artenschutz in Franken®
Ameisenfliege
Die Ameisenfliege
29/30.05.2026
An einem heißen Sommertag flimmert die Luft über einem trockenen Wegesrand. Zwischen kleinen Steinen, offenen Sandflächen und niedrigen Pflanzen herrscht reges Leben – auch wenn es auf den ersten Blick verborgen bleibt. Ameisen ziehen in langen Reihen über den Boden, verschwinden unter Moospolstern und tauchen wenig später wieder auf. Dazwischen huscht ein kleines Insekt mit erstaunlicher Geschwindigkeit über den warmen Untergrund. Für einen kurzen Moment wirkt es selbst wie eine Ameise, bevor es auffliegt und im Sonnenlicht verschwindet: eine Ameisenfliege.
Die Ameisenfliege gehört zu jenen unscheinbaren Insektenarten, die oft übersehen werden. Doch gerade ihre enge Verbindung zu naturnahen Lebensräumen macht sie zu einem wichtigen Bestandteil artenreicher Offenlandschaften.
29/30.05.2026
- Zwischen Sandkörnern und Sonnenlicht
An einem heißen Sommertag flimmert die Luft über einem trockenen Wegesrand. Zwischen kleinen Steinen, offenen Sandflächen und niedrigen Pflanzen herrscht reges Leben – auch wenn es auf den ersten Blick verborgen bleibt. Ameisen ziehen in langen Reihen über den Boden, verschwinden unter Moospolstern und tauchen wenig später wieder auf. Dazwischen huscht ein kleines Insekt mit erstaunlicher Geschwindigkeit über den warmen Untergrund. Für einen kurzen Moment wirkt es selbst wie eine Ameise, bevor es auffliegt und im Sonnenlicht verschwindet: eine Ameisenfliege.
Die Ameisenfliege gehört zu jenen unscheinbaren Insektenarten, die oft übersehen werden. Doch gerade ihre enge Verbindung zu naturnahen Lebensräumen macht sie zu einem wichtigen Bestandteil artenreicher Offenlandschaften.
Die Ameisenfliege – raffinierte Anpassung im Kleinen
Die Ameisenfliege gehört zur Familie der Schwebfliegen. Viele Arten dieser Gruppe zeichnen sich durch auffällige Flugkünste und eine erstaunliche Anpassungsfähigkeit aus. Die Ameisenfliege besitzt jedoch eine Besonderheit: Ihre Larven leben eng mit Ameisen zusammen und entwickeln sich in deren Nestern.
Die erwachsenen Tiere erreichen meist nur wenige Millimeter Körperlänge. Ihr Körperbau wirkt kompakt, die Färbung reicht von dunklen Braun- bis Schwarztönen. Einige Arten erinnern im Verhalten oder Aussehen tatsächlich an Ameisen, wodurch sie in ihrer Umgebung kaum auffallen.
Die Larven der Ameisenfliege verbringen einen großen Teil ihres Lebens verborgen im Ameisenbau. Dort ernähren sie sich von organischem Material oder von Ameisenbrut – abhängig von der jeweiligen Art.
Diese enge Bindung macht die Ameisenfliege stark abhängig von stabilen Ameisenpopulationen und intakten Lebensräumen.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Die Ameisenfliege gehört zur Familie der Schwebfliegen. Viele Arten dieser Gruppe zeichnen sich durch auffällige Flugkünste und eine erstaunliche Anpassungsfähigkeit aus. Die Ameisenfliege besitzt jedoch eine Besonderheit: Ihre Larven leben eng mit Ameisen zusammen und entwickeln sich in deren Nestern.
Die erwachsenen Tiere erreichen meist nur wenige Millimeter Körperlänge. Ihr Körperbau wirkt kompakt, die Färbung reicht von dunklen Braun- bis Schwarztönen. Einige Arten erinnern im Verhalten oder Aussehen tatsächlich an Ameisen, wodurch sie in ihrer Umgebung kaum auffallen.
Die Larven der Ameisenfliege verbringen einen großen Teil ihres Lebens verborgen im Ameisenbau. Dort ernähren sie sich von organischem Material oder von Ameisenbrut – abhängig von der jeweiligen Art.
Diese enge Bindung macht die Ameisenfliege stark abhängig von stabilen Ameisenpopulationen und intakten Lebensräumen.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Artenschutz in Franken®
Zweipunkt-Dornschrecke (Tetrix bipunctata)
Die Zweipunkt-Dornschrecke (Tetrix bipunctata)
28/29.05.2026
Die Sonne stand schon tief über der trockenen Heidefläche, als ein leiser Wind durch die Gräser strich. Zwischen kleinen Sandflächen, Moospolstern und verstreuten Steinen schien zunächst alles still zu sein. Erst beim genaueren Hinsehen fiel eine winzige Bewegung auf: Mit einem schnellen Sprung verschwand eine kleine Dornschrecke zwischen den Halmen. Sekunden später saß sie regungslos auf dem Boden und war beinahe unsichtbar geworden.
Die Zweipunkt-Dornschrecke lebt verborgen und unauffällig. Viele Menschen gehen an ihr vorbei, ohne sie jemals zu bemerken. Dabei gehört sie zu den faszinierenden Spezialisten unserer offenen Naturlandschaften – und zugleich zu den Arten, deren Zukunft eng mit dem Zustand unserer Umwelt verbunden ist.
28/29.05.2026
- Ein Sprung im Abendlicht
Die Sonne stand schon tief über der trockenen Heidefläche, als ein leiser Wind durch die Gräser strich. Zwischen kleinen Sandflächen, Moospolstern und verstreuten Steinen schien zunächst alles still zu sein. Erst beim genaueren Hinsehen fiel eine winzige Bewegung auf: Mit einem schnellen Sprung verschwand eine kleine Dornschrecke zwischen den Halmen. Sekunden später saß sie regungslos auf dem Boden und war beinahe unsichtbar geworden.
Die Zweipunkt-Dornschrecke lebt verborgen und unauffällig. Viele Menschen gehen an ihr vorbei, ohne sie jemals zu bemerken. Dabei gehört sie zu den faszinierenden Spezialisten unserer offenen Naturlandschaften – und zugleich zu den Arten, deren Zukunft eng mit dem Zustand unserer Umwelt verbunden ist.
Die Zweipunkt-Dornschrecke – klein, aber bemerkenswert
Die Zweipunkt-Dornschrecke gehört zur Familie der Dornschrecken innerhalb der Heuschrecken. Mit einer Körpergröße von meist nur 8 bis 13 Millimetern zählt sie zu den kleineren heimischen Arten. Ihr auffälligstes Merkmal ist das verlängerte Halsschild, das wie ein kleiner Dorn über den Hinterkörper hinausragt.
Die Färbung variiert zwischen Grau-, Braun- und Erdtönen. Dadurch ist die Art hervorragend an ihre Umgebung angepasst. Auf sandigen oder steinigen Böden wirkt sie oft wie ein Teil des Untergrundes.
Die namensgebenden zwei dunklen Punkte auf dem Halsschild sind nicht immer deutlich sichtbar, gelten aber als typisches Kennzeichen.
Aufnahme von Albert Meier
Die Zweipunkt-Dornschrecke gehört zur Familie der Dornschrecken innerhalb der Heuschrecken. Mit einer Körpergröße von meist nur 8 bis 13 Millimetern zählt sie zu den kleineren heimischen Arten. Ihr auffälligstes Merkmal ist das verlängerte Halsschild, das wie ein kleiner Dorn über den Hinterkörper hinausragt.
Die Färbung variiert zwischen Grau-, Braun- und Erdtönen. Dadurch ist die Art hervorragend an ihre Umgebung angepasst. Auf sandigen oder steinigen Böden wirkt sie oft wie ein Teil des Untergrundes.
Die namensgebenden zwei dunklen Punkte auf dem Halsschild sind nicht immer deutlich sichtbar, gelten aber als typisches Kennzeichen.
Aufnahme von Albert Meier
Artenschutz in Franken®
Pflanzenläuse – Unterschätzte Schlüsseltiere im Ökosystem
Pflanzenläuse – Unterschätzte Schlüsseltiere im Ökosystem
28/29.05.2026
Erst wirken sie wie unbewegliche Punkte, doch bei genauerem Hinsehen erkennt sie ein geschäftiges Treiben: Kleine grüne Pflanzenläuse saugen an den Blattadern, Ameisen laufen zwischen ihnen hin und her, und über dem Blatt schwebt eine Schwebfliege auf der Suche nach einem Platz zur Eiablage. Was auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, entpuppt sich als Teil eines hochkomplexen Lebensraums – ein verborgenes Netzwerk aus Pflanzen, Insekten und ihren natürlichen Gegenspielern.
28/29.05.2026
- An einem warmen Frühlingsmorgen sitzt eine junge Naturbeobachterin am Rand einer blühenden Wiese. Zwischen Gräsern, Wildkräutern und summenden Insekten entdeckt sie auf einem Brennnesselblatt eine kleine Gruppe winziger Tiere.
Erst wirken sie wie unbewegliche Punkte, doch bei genauerem Hinsehen erkennt sie ein geschäftiges Treiben: Kleine grüne Pflanzenläuse saugen an den Blattadern, Ameisen laufen zwischen ihnen hin und her, und über dem Blatt schwebt eine Schwebfliege auf der Suche nach einem Platz zur Eiablage. Was auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, entpuppt sich als Teil eines hochkomplexen Lebensraums – ein verborgenes Netzwerk aus Pflanzen, Insekten und ihren natürlichen Gegenspielern.
Die Pflanzenläuse gehören zur Unterordnung der Sternorrhyncha innerhalb der Schnabelkerfe. Zu ihnen zählen unter anderem Blattläuse, Schildläuse, Weiße Fliegen und Psylliden. Viele Arten sind nur wenige Millimeter groß und ernähren sich vom Pflanzensaft verschiedener Wild- und Kulturpflanzen. Mit ihren spezialisierten Mundwerkzeugen stechen sie Pflanzengewebe an und entziehen den Leitbahnen zuckerreiche Nahrung.
Weltweit existieren tausende Arten, die sich häufig auf bestimmte Pflanzen spezialisiert haben. Manche leben auf Bäumen, andere auf Gräsern oder krautigen Pflanzen. Viele Pflanzenläuse vermehren sich in günstigen Jahreszeiten außergewöhnlich schnell. Einige Arten können sich sogar ohne Befruchtung fortpflanzen, wodurch innerhalb kurzer Zeit große Populationen entstehen.
Typisch für viele Pflanzenläuse ist die enge Verbindung zu anderen Organismen. Ameisen „melken“ Blattläuse regelrecht, da diese den süßen Honigtau ausscheiden. Im Gegenzug schützen die Ameisen ihre „Herden“ vor Feinden. Gleichzeitig bilden Pflanzenläuse eine wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Tierarten.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Weltweit existieren tausende Arten, die sich häufig auf bestimmte Pflanzen spezialisiert haben. Manche leben auf Bäumen, andere auf Gräsern oder krautigen Pflanzen. Viele Pflanzenläuse vermehren sich in günstigen Jahreszeiten außergewöhnlich schnell. Einige Arten können sich sogar ohne Befruchtung fortpflanzen, wodurch innerhalb kurzer Zeit große Populationen entstehen.
Typisch für viele Pflanzenläuse ist die enge Verbindung zu anderen Organismen. Ameisen „melken“ Blattläuse regelrecht, da diese den süßen Honigtau ausscheiden. Im Gegenzug schützen die Ameisen ihre „Herden“ vor Feinden. Gleichzeitig bilden Pflanzenläuse eine wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Tierarten.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Zwischen Wildnis und Stahl – Wenn Bahnstrecken zur tödlichen Falle werden
Tod an den Gleisen – Die unsichtbare Gefahr für Wildtiere
28/29.05.2026
Rehe gehören zu den häufigsten Opfern entlang der Gleise. Auf ihren natürlichen Wanderwegen geraten sie immer wieder in den Bereich herannahender Züge. Oft geschieht dies in der Dämmerung oder nachts, wenn Tiere besonders aktiv sind. Die Geschwindigkeit moderner Züge lässt ihnen kaum eine Chance zur Flucht. Was innerhalb weniger Sekunden passiert, hinterlässt drastische Spuren.
Die in dieser Dokumentation gezeigten Aufnahmen machen die Realität sichtbar: zerrissene Rehkörper im Schotterbett, durchtrennte Gliedmaßen und abgerissene Köpfe entlang der Strecke. Die Gewalt eines Aufpralls mit mehreren hundert Tonnen Stahl ist enorm. Viele Tiere sterben sofort, andere werden meterweit mitgerissen oder schwer verstümmelt zurückgelassen.
28/29.05.2026
- Sie verlaufen durch Wälder, über Felder und entlang alter Wildwechsel: Bahnstrecken schneiden die Landschaft in geraden Linien – schnell, laut und unaufhaltsam. Für den Menschen stehen sie für Mobilität und Fortschritt. Für viele Wildtiere bedeuten sie jedoch Gefahr, Verletzung und Tod.
Rehe gehören zu den häufigsten Opfern entlang der Gleise. Auf ihren natürlichen Wanderwegen geraten sie immer wieder in den Bereich herannahender Züge. Oft geschieht dies in der Dämmerung oder nachts, wenn Tiere besonders aktiv sind. Die Geschwindigkeit moderner Züge lässt ihnen kaum eine Chance zur Flucht. Was innerhalb weniger Sekunden passiert, hinterlässt drastische Spuren.
Die in dieser Dokumentation gezeigten Aufnahmen machen die Realität sichtbar: zerrissene Rehkörper im Schotterbett, durchtrennte Gliedmaßen und abgerissene Köpfe entlang der Strecke. Die Gewalt eines Aufpralls mit mehreren hundert Tonnen Stahl ist enorm. Viele Tiere sterben sofort, andere werden meterweit mitgerissen oder schwer verstümmelt zurückgelassen.
Diese Bilder sind schwer anzusehen. Dennoch zeigen sie eine Wirklichkeit, die meist verborgen bleibt. Während Züge ihre Fahrt fortsetzen, bleiben die Spuren der Kollisionen oft unbeachtet am Rand der Gleise zurück. Für die Tierwelt sind Bahntrassen jedoch keine abstrakte Infrastruktur, sondern Hindernisse mitten im Lebensraum.
Besonders problematisch ist, dass viele Bahnlinien genau dort verlaufen, wo Tiere seit Jahrzehnten oder Jahrhunderten ihre Wege nutzen. Wälder werden voneinander getrennt, natürliche Wanderkorridore durchschnitten. Tiere folgen weiterhin ihrem Instinkt – ohne die Gefahr der Schienen einschätzen zu können. Gerät ein Reh zwischen Gleise, Böschungen oder Zäune, endet die Flucht oft tödlich.
Die gezeigten Szenen dienen nicht der Sensation. Sie sollen dokumentieren, welche Folgen der Bahnverkehr für Wildtiere haben kann und wie brutal diese Kollisionen tatsächlich sind. Gleichzeitig werfen sie Fragen nach möglichen Schutzmaßnahmen auf: sichere Wildquerungen, bessere Absperrungen oder technische Warnsysteme könnten helfen, die Zahl solcher Unfälle zu verringern.
Hinter jedem Kadaver am Gleis steht ein Lebewesen, das Teil eines empfindlichen Ökosystems war. Die Bilder erinnern daran, dass sich die Auswirkungen moderner Infrastruktur nicht nur in Zahlen oder Statistiken zeigen, sondern direkt in der Natur sichtbar werden.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Besonders problematisch ist, dass viele Bahnlinien genau dort verlaufen, wo Tiere seit Jahrzehnten oder Jahrhunderten ihre Wege nutzen. Wälder werden voneinander getrennt, natürliche Wanderkorridore durchschnitten. Tiere folgen weiterhin ihrem Instinkt – ohne die Gefahr der Schienen einschätzen zu können. Gerät ein Reh zwischen Gleise, Böschungen oder Zäune, endet die Flucht oft tödlich.
Die gezeigten Szenen dienen nicht der Sensation. Sie sollen dokumentieren, welche Folgen der Bahnverkehr für Wildtiere haben kann und wie brutal diese Kollisionen tatsächlich sind. Gleichzeitig werfen sie Fragen nach möglichen Schutzmaßnahmen auf: sichere Wildquerungen, bessere Absperrungen oder technische Warnsysteme könnten helfen, die Zahl solcher Unfälle zu verringern.
Hinter jedem Kadaver am Gleis steht ein Lebewesen, das Teil eines empfindlichen Ökosystems war. Die Bilder erinnern daran, dass sich die Auswirkungen moderner Infrastruktur nicht nur in Zahlen oder Statistiken zeigen, sondern direkt in der Natur sichtbar werden.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Erzfarbener Erlenblattkäfer (Plagiosterna aenea)
Der Erzfarbene Erlenblattkäfer (Plagiosterna aenea)
27/28.05.2026
An einem stillen Frühlingsmorgen führte ein schmaler Pfad entlang eines kleinen Bachlaufes. Zwischen Erlen, feuchten Wiesen und jungen Brennnesseln lag noch Tau auf den Blättern. Als ein Naturbeobachter anhielt, entdeckte er auf einem Blatt einen winzigen metallisch glänzenden Käfer. Im Sonnenlicht schimmerte sein Panzer grün, kupferrot und golden zugleich – fast wie poliertes Erz.
Der kleine Käfer bewegte sich ruhig über das Blatt und verschwand kurz darauf zwischen den Pflanzen am Ufer. Erst beim genaueren Hinsehen wurde deutlich, wie viele dieser unscheinbaren Insekten zwischen den feuchten Erlenbeständen lebten. Obwohl sie oft übersehen werden, gehören sie zu den faszinierenden Bewohnern naturnaher Gewässerlandschaften.
Der Erzfarbene Erlenblattkäfer zeigt, wie vielfältig und empfindlich selbst kleine Lebensräume sein können. Sein Vorkommen erzählt viel über den Zustand unserer Feuchtgebiete und Uferlandschaften.
27/28.05.2026
- Glänzende Farben am Ufer
An einem stillen Frühlingsmorgen führte ein schmaler Pfad entlang eines kleinen Bachlaufes. Zwischen Erlen, feuchten Wiesen und jungen Brennnesseln lag noch Tau auf den Blättern. Als ein Naturbeobachter anhielt, entdeckte er auf einem Blatt einen winzigen metallisch glänzenden Käfer. Im Sonnenlicht schimmerte sein Panzer grün, kupferrot und golden zugleich – fast wie poliertes Erz.
Der kleine Käfer bewegte sich ruhig über das Blatt und verschwand kurz darauf zwischen den Pflanzen am Ufer. Erst beim genaueren Hinsehen wurde deutlich, wie viele dieser unscheinbaren Insekten zwischen den feuchten Erlenbeständen lebten. Obwohl sie oft übersehen werden, gehören sie zu den faszinierenden Bewohnern naturnaher Gewässerlandschaften.
Der Erzfarbene Erlenblattkäfer zeigt, wie vielfältig und empfindlich selbst kleine Lebensräume sein können. Sein Vorkommen erzählt viel über den Zustand unserer Feuchtgebiete und Uferlandschaften.
Der Erzfarbene Erlenblattkäfer – ein schimmernder Blattkäfer
Der Erzfarbener Erlenblattkäfer gehört zur Familie der Blattkäfer. Besonders auffällig ist sein metallisch glänzender Panzer, der je nach Lichteinfall grün, goldfarben, bronzefarben oder kupferrot erscheint. Diese schillernden Farben verleihen dem kleinen Käfer ein fast exotisches Aussehen.Die Tiere erreichen meist eine Körperlänge von etwa sechs bis neun Millimetern. Ihr Körper ist oval, kompakt und leicht gewölbt. Typisch sind die glatten, glänzenden Flügeldecken und die dunklen Beine.
Der Erzfarbene Erlenblattkäfer lebt bevorzugt an feuchten Standorten. Besonders häufig findet man ihn an Erlen entlang von Bächen, Flussufern, Gräben und in Auwäldern. Dort ernähren sich sowohl die erwachsenen Käfer als auch ihre Larven von den Blättern verschiedener Erlenarten. Im Frühjahr und Frühsommer sind die Käfer besonders aktiv. Dann sitzen sie oft gut sichtbar auf Blättern und sonnen sich im Licht.
Trotz ihrer auffälligen Färbung bleiben sie wegen ihrer geringen Größe häufig unentdeckt.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Der Erzfarbener Erlenblattkäfer gehört zur Familie der Blattkäfer. Besonders auffällig ist sein metallisch glänzender Panzer, der je nach Lichteinfall grün, goldfarben, bronzefarben oder kupferrot erscheint. Diese schillernden Farben verleihen dem kleinen Käfer ein fast exotisches Aussehen.Die Tiere erreichen meist eine Körperlänge von etwa sechs bis neun Millimetern. Ihr Körper ist oval, kompakt und leicht gewölbt. Typisch sind die glatten, glänzenden Flügeldecken und die dunklen Beine.
Der Erzfarbene Erlenblattkäfer lebt bevorzugt an feuchten Standorten. Besonders häufig findet man ihn an Erlen entlang von Bächen, Flussufern, Gräben und in Auwäldern. Dort ernähren sich sowohl die erwachsenen Käfer als auch ihre Larven von den Blättern verschiedener Erlenarten. Im Frühjahr und Frühsommer sind die Käfer besonders aktiv. Dann sitzen sie oft gut sichtbar auf Blättern und sonnen sich im Licht.
Trotz ihrer auffälligen Färbung bleiben sie wegen ihrer geringen Größe häufig unentdeckt.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Alpenmurmeltier (Marmota marmota)
Das Alpenmurmeltier (Marmota marmota)
27/28.05.2026
Die Sonne stand bereits hoch über den Alpen, als eine Wanderin auf einem schmalen Bergpfad eine Pause einlegte. Der Wind strich kühl über die Wiesen, in denen Enzian und Alpenblumen blühten. Plötzlich durchbrach ein heller Pfiff die Stille. Kurz darauf tauchte zwischen den Steinen ein rundliches Tier mit braun-grauem Fell auf. Wachsam richtete es sich auf die Hinterbeine und beobachtete aufmerksam seine Umgebung.
Nur wenige Sekunden später verschwand das Tier blitzschnell wieder zwischen den Felsen. Doch der Ruf hallte noch lange über die Hänge. Die Wanderin lächelte. Sie hatte eines der bekanntesten Tiere der Alpen gesehen – ein Alpenmurmeltier. Seit Jahrhunderten gehören Murmeltiere zu den charakteristischen Bewohnern der Hochgebirge. Ihr Leben ist eng mit den alpinen Wiesen, den kurzen Sommern und den langen schneereichen Wintern verbunden. Doch selbst hoch oben in den Bergen bleibt die Natur nicht unverändert.
27/28.05.2026
- Der Pfiff über den Bergwiesen
Die Sonne stand bereits hoch über den Alpen, als eine Wanderin auf einem schmalen Bergpfad eine Pause einlegte. Der Wind strich kühl über die Wiesen, in denen Enzian und Alpenblumen blühten. Plötzlich durchbrach ein heller Pfiff die Stille. Kurz darauf tauchte zwischen den Steinen ein rundliches Tier mit braun-grauem Fell auf. Wachsam richtete es sich auf die Hinterbeine und beobachtete aufmerksam seine Umgebung.
Nur wenige Sekunden später verschwand das Tier blitzschnell wieder zwischen den Felsen. Doch der Ruf hallte noch lange über die Hänge. Die Wanderin lächelte. Sie hatte eines der bekanntesten Tiere der Alpen gesehen – ein Alpenmurmeltier. Seit Jahrhunderten gehören Murmeltiere zu den charakteristischen Bewohnern der Hochgebirge. Ihr Leben ist eng mit den alpinen Wiesen, den kurzen Sommern und den langen schneereichen Wintern verbunden. Doch selbst hoch oben in den Bergen bleibt die Natur nicht unverändert.
Das Alpenmurmeltier – ein Leben im Hochgebirge
Das Alpenmurmeltier gehört zur Familie der Hörnchen und ist eines der größten Nagetiere Europas. Erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von bis zu 50 Zentimetern und können mehrere Kilogramm wiegen. Ihr dichtes Fell schützt sie vor Kälte und rauem Wetter in den alpinen Höhenlagen. Typisch für das Alpenmurmeltier ist sein kräftiger Körperbau mit kurzen Beinen, kleinen Ohren und buschigem Schwanz. Die Tiere leben in Familiengruppen und graben weit verzweigte Bausysteme in den Boden. Diese unterirdischen Gänge dienen als Schutz vor Feinden, Wetter und Kälte.
Besonders bekannt sind Murmeltiere für ihre Warnpfiffe. Entdecken sie einen Greifvogel oder ein anderes Raubtier, warnen sie ihre Gruppe mit lauten Rufen. Innerhalb weniger Sekunden verschwinden dann alle Tiere in ihren sicheren Bauen. Im Sommer verbringen Alpenmurmeltiere viel Zeit mit der Nahrungssuche. Sie fressen Gräser, Kräuter und alpine Pflanzen, um sich Fettreserven für den langen Winterschlaf anzulegen.
Während dieser Ruhephase sinken Körpertemperatur und Herzschlag deutlich ab – eine beeindruckende Anpassung an das Leben im Hochgebirge.
Aufnahme von Klaus Sanwald
Das Alpenmurmeltier gehört zur Familie der Hörnchen und ist eines der größten Nagetiere Europas. Erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von bis zu 50 Zentimetern und können mehrere Kilogramm wiegen. Ihr dichtes Fell schützt sie vor Kälte und rauem Wetter in den alpinen Höhenlagen. Typisch für das Alpenmurmeltier ist sein kräftiger Körperbau mit kurzen Beinen, kleinen Ohren und buschigem Schwanz. Die Tiere leben in Familiengruppen und graben weit verzweigte Bausysteme in den Boden. Diese unterirdischen Gänge dienen als Schutz vor Feinden, Wetter und Kälte.
Besonders bekannt sind Murmeltiere für ihre Warnpfiffe. Entdecken sie einen Greifvogel oder ein anderes Raubtier, warnen sie ihre Gruppe mit lauten Rufen. Innerhalb weniger Sekunden verschwinden dann alle Tiere in ihren sicheren Bauen. Im Sommer verbringen Alpenmurmeltiere viel Zeit mit der Nahrungssuche. Sie fressen Gräser, Kräuter und alpine Pflanzen, um sich Fettreserven für den langen Winterschlaf anzulegen.
Während dieser Ruhephase sinken Körpertemperatur und Herzschlag deutlich ab – eine beeindruckende Anpassung an das Leben im Hochgebirge.
Aufnahme von Klaus Sanwald
Artenschutz in Franken®
Erdkäfer (Trogidae)
Erdkäfer (Trogidae)
27/28.05.2026
Nach einem Sommerregen zog feuchter Nebel durch den Mischwald. Zwischen morschem Holz, alten Blättern und moosigen Steinen bewegte sich kaum sichtbar ein kleiner Käfer über den Boden. Sein dunkler, rau strukturierter Panzer war perfekt an die Farben der Erde angepasst. Während Vögel sangen und Insekten summten, blieb der unscheinbare Waldbewohner fast unbemerkt.
Ein Naturfotograf, der eigentlich nach Schmetterlingen gesucht hatte, entdeckte den Käfer erst beim genauen Hinsehen. Vorsichtig hob er etwas Laub an und erkannte die ungewöhnliche Oberfläche des Tieres. „Ein Erdkäfer“, murmelte er überrascht. Kaum eine andere Käfergruppe lebt so verborgen und erfüllt zugleich eine so wichtige Aufgabe im Kreislauf der Natur. Denn Erdkäfer gehören zu den stillen Aufräumern unserer Ökosysteme. Sie beseitigen organische Reste und tragen dazu bei, dass Nährstoffe wieder in den Boden gelangen. Obwohl sie selten im Mittelpunkt stehen, sind sie ein wichtiger Teil gesunder Wälder und naturnaher Landschaften.
27/28.05.2026
- Der stille Finder im Waldboden
Nach einem Sommerregen zog feuchter Nebel durch den Mischwald. Zwischen morschem Holz, alten Blättern und moosigen Steinen bewegte sich kaum sichtbar ein kleiner Käfer über den Boden. Sein dunkler, rau strukturierter Panzer war perfekt an die Farben der Erde angepasst. Während Vögel sangen und Insekten summten, blieb der unscheinbare Waldbewohner fast unbemerkt.
Ein Naturfotograf, der eigentlich nach Schmetterlingen gesucht hatte, entdeckte den Käfer erst beim genauen Hinsehen. Vorsichtig hob er etwas Laub an und erkannte die ungewöhnliche Oberfläche des Tieres. „Ein Erdkäfer“, murmelte er überrascht. Kaum eine andere Käfergruppe lebt so verborgen und erfüllt zugleich eine so wichtige Aufgabe im Kreislauf der Natur. Denn Erdkäfer gehören zu den stillen Aufräumern unserer Ökosysteme. Sie beseitigen organische Reste und tragen dazu bei, dass Nährstoffe wieder in den Boden gelangen. Obwohl sie selten im Mittelpunkt stehen, sind sie ein wichtiger Teil gesunder Wälder und naturnaher Landschaften.
Die Erdkäfer – Spezialisten des Verborgenen
Die Familie der Erdkäfer umfasst weltweit zahlreiche Arten, die sich durch ihre robuste Körperform und ihre oft raue, warzige Oberfläche auszeichnen. Viele Arten wirken auf den ersten Blick unscheinbar grau, braun oder schwarz und sind hervorragend getarnt. Erdkäfer leben meist am Boden, unter Laub, Totholz oder in lockeren Böden. Einige Arten ernähren sich von trockenen tierischen Überresten wie Haaren, Federn oder Resten verstorbener Tiere. Dadurch übernehmen sie eine wichtige Rolle als natürliche „Recycler“ im Ökosystem.
Die Tiere sind überwiegend nachtaktiv und meiden direkte Sonneneinstrahlung. Tagsüber verstecken sie sich in Spalten, unter Rinde oder tief im Boden. Ihre Lebensweise macht sie für viele Menschen nahezu unsichtbar, obwohl sie in naturnahen Lebensräumen durchaus vorkommen können. Besonders bemerkenswert ist ihre Anpassung an trockene und nährstoffarme Bedingungen. Der kräftige Panzer schützt sie vor Austrocknung und Fressfeinden.
Gleichzeitig erlaubt ihre Tarnung ein nahezu unauffälliges Leben zwischen Erde, Rinde und abgestorbenem Pflanzenmaterial.
Aufnahme von Albert Meier
Die Familie der Erdkäfer umfasst weltweit zahlreiche Arten, die sich durch ihre robuste Körperform und ihre oft raue, warzige Oberfläche auszeichnen. Viele Arten wirken auf den ersten Blick unscheinbar grau, braun oder schwarz und sind hervorragend getarnt. Erdkäfer leben meist am Boden, unter Laub, Totholz oder in lockeren Böden. Einige Arten ernähren sich von trockenen tierischen Überresten wie Haaren, Federn oder Resten verstorbener Tiere. Dadurch übernehmen sie eine wichtige Rolle als natürliche „Recycler“ im Ökosystem.
Die Tiere sind überwiegend nachtaktiv und meiden direkte Sonneneinstrahlung. Tagsüber verstecken sie sich in Spalten, unter Rinde oder tief im Boden. Ihre Lebensweise macht sie für viele Menschen nahezu unsichtbar, obwohl sie in naturnahen Lebensräumen durchaus vorkommen können. Besonders bemerkenswert ist ihre Anpassung an trockene und nährstoffarme Bedingungen. Der kräftige Panzer schützt sie vor Austrocknung und Fressfeinden.
Gleichzeitig erlaubt ihre Tarnung ein nahezu unauffälliges Leben zwischen Erde, Rinde und abgestorbenem Pflanzenmaterial.
Aufnahme von Albert Meier
Artenschutz in Franken®
Violetter Ölkäfer / Blauer Maiwurm (Meloe violaceus)
Violetter Ölkäfer / Blauer Maiwurm (Meloe violaceus)
26/27.05.2026
An einem warmen Frühlingsmorgen wanderte eine Schulklasse über einen schmalen Feldweg am Rand einer blühenden Wiese. Zwischen Löwenzahn und Klee blieb ein Kind plötzlich stehen. „Schaut mal!“, rief es und zeigte auf einen dunkel glänzenden Käfer, der langsam über den sandigen Boden lief. Sein Körper schimmerte violett-blau wie poliertes Metall im Sonnenlicht. Die Lehrerin kniete sich vorsichtig daneben und erklärte: „Das ist ein Violetter Ölkäfer – ein ganz besonderer Bewohner unserer Landschaft.“
Während die Kinder staunten, bewegte sich der Käfer gemächlich weiter. Kein hektisches Flattern, kein schnelles Davonlaufen. Der kleine Wanderer wirkte fast urzeitlich. Doch hinter seinem ruhigen Auftreten verbirgt sich eine faszinierende und zugleich empfindliche Lebensweise. Der Violette Ölkäfer gehört zu den seltenen Arten, die auf naturnahe Wiesen, wilde Blühflächen und das Zusammenspiel vieler Insekten angewiesen sind. Sein Überleben erzählt viel darüber, wie es um unsere Natur steht.
26/27.05.2026
- Wenn der Weg im Gras plötzlich glänzt
An einem warmen Frühlingsmorgen wanderte eine Schulklasse über einen schmalen Feldweg am Rand einer blühenden Wiese. Zwischen Löwenzahn und Klee blieb ein Kind plötzlich stehen. „Schaut mal!“, rief es und zeigte auf einen dunkel glänzenden Käfer, der langsam über den sandigen Boden lief. Sein Körper schimmerte violett-blau wie poliertes Metall im Sonnenlicht. Die Lehrerin kniete sich vorsichtig daneben und erklärte: „Das ist ein Violetter Ölkäfer – ein ganz besonderer Bewohner unserer Landschaft.“
Während die Kinder staunten, bewegte sich der Käfer gemächlich weiter. Kein hektisches Flattern, kein schnelles Davonlaufen. Der kleine Wanderer wirkte fast urzeitlich. Doch hinter seinem ruhigen Auftreten verbirgt sich eine faszinierende und zugleich empfindliche Lebensweise. Der Violette Ölkäfer gehört zu den seltenen Arten, die auf naturnahe Wiesen, wilde Blühflächen und das Zusammenspiel vieler Insekten angewiesen sind. Sein Überleben erzählt viel darüber, wie es um unsere Natur steht.
Der Violette Ölkäfer – ein außergewöhnlicher Käfer
Der Violette Ölkäfer (Meloe violaceus), auch Violetter oder Blauer Maiwurm genannt, gehört zur Familie der Ölkäfer. Auffällig ist sein metallisch glänzender Körper, der je nach Lichteinfall tiefblau, violett oder schwarz erscheint. Besonders markant ist der große, stark gewölbte Hinterleib, der im Vergleich zu den kurzen Flügeldecken ungewöhnlich groß wirkt.
Violetter Ölkäfer ist flugunfähig und bewegt sich langsam am Boden fort. Erwachsene Tiere werden meist zwischen zwei und vier Zentimeter groß. Häufig entdeckt man sie im Frühjahr auf Wiesenwegen, an Waldrändern oder in naturnahen Gärten.
Trotz seines Namens ist der Ölkäfer kein Schädling. Er ernährt sich überwiegend von Pflanzenteilen und trägt zur biologischen Vielfalt unserer Kulturlandschaften bei.
Seinen Namen verdankt er einer öligen Flüssigkeit, die er bei Gefahr aus den Gelenken absondern kann. Diese enthält den Stoff Cantharidin und dient der Abschreckung von Fressfeinden.
Aufnahme von Albert Meier
Der Violette Ölkäfer (Meloe violaceus), auch Violetter oder Blauer Maiwurm genannt, gehört zur Familie der Ölkäfer. Auffällig ist sein metallisch glänzender Körper, der je nach Lichteinfall tiefblau, violett oder schwarz erscheint. Besonders markant ist der große, stark gewölbte Hinterleib, der im Vergleich zu den kurzen Flügeldecken ungewöhnlich groß wirkt.
Violetter Ölkäfer ist flugunfähig und bewegt sich langsam am Boden fort. Erwachsene Tiere werden meist zwischen zwei und vier Zentimeter groß. Häufig entdeckt man sie im Frühjahr auf Wiesenwegen, an Waldrändern oder in naturnahen Gärten.
Trotz seines Namens ist der Ölkäfer kein Schädling. Er ernährt sich überwiegend von Pflanzenteilen und trägt zur biologischen Vielfalt unserer Kulturlandschaften bei.
Seinen Namen verdankt er einer öligen Flüssigkeit, die er bei Gefahr aus den Gelenken absondern kann. Diese enthält den Stoff Cantharidin und dient der Abschreckung von Fressfeinden.
Aufnahme von Albert Meier
Artenschutz in Franken®
Gewöhnlicher Dreimakelrüssler (Graptus triguttatus)
Der Gewöhnliche Dreimakelrüssler (Graptus triguttatus
26/27.05.2026
An einem warmen Frühlingstag führte ein schmaler Sandweg durch eine lichte Heidelandschaft. Zwischen trockenem Gras, jungen Birken und niedrigen Kräutern summten Wildbienen in der Sonne.
Wer aufmerksam hinsah, konnte auf einem Blatt am Boden einen kleinen Käfer entdecken: unscheinbar braun gefärbt, mit einem kurzen Rüssel und feinen hellen Flecken auf dem Rücken. Langsam bewegte er sich über die Pflanze, beinahe perfekt getarnt zwischen Staub, Moos und vertrockneten Halmen.
26/27.05.2026
- Kleiner Wanderer am Wegesrand
An einem warmen Frühlingstag führte ein schmaler Sandweg durch eine lichte Heidelandschaft. Zwischen trockenem Gras, jungen Birken und niedrigen Kräutern summten Wildbienen in der Sonne.
Wer aufmerksam hinsah, konnte auf einem Blatt am Boden einen kleinen Käfer entdecken: unscheinbar braun gefärbt, mit einem kurzen Rüssel und feinen hellen Flecken auf dem Rücken. Langsam bewegte er sich über die Pflanze, beinahe perfekt getarnt zwischen Staub, Moos und vertrockneten Halmen.
Die meisten Menschen wären achtlos vorbeigegangen. Doch für Naturkundler ist der Gewöhnliche Dreimakelrüssler ein faszinierender Bewohner strukturreicher Offenlandschaften. Seine Anwesenheit erzählt von trockenen, vielfältigen Lebensräumen, die heute vielerorts selten geworden sind. Während sich Landschaften verändern und das Klima immer extremer wird, gerät auch dieser kleine Spezialist zunehmend unter Druck.
Der Gewöhnliche Dreimakelrüssler
Der Gewöhnlicher Dreimakelrüssler gehört zur Familie der Rüsselkäfer. Die Art ist in Teilen Europas verbreitet und bevorzugt sonnige, trockene und strukturreiche Lebensräume
Aufnahme von Dieter Zinßer
Der Gewöhnliche Dreimakelrüssler
Der Gewöhnlicher Dreimakelrüssler gehört zur Familie der Rüsselkäfer. Die Art ist in Teilen Europas verbreitet und bevorzugt sonnige, trockene und strukturreiche Lebensräume
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Dickmaulrüssler (Otiorhynchus)
Der Dickmaulrüssler (Otiorhynchus)
26/27.05.2026
Es war eine warme Nacht am Rand einer alten Hecke. Der Wind strich leise durch die Gräser, während der Mond die trockene Wiese in silbriges Licht tauchte. Zwischen den Halmen bewegte sich langsam ein kleiner Käfer mit kräftigen Beinen und kurzem Rüssel über den Boden. Tagsüber hätte ihn kaum jemand bemerkt – zu perfekt war seine Tarnung zwischen Erde, Laub und Pflanzenresten.
26/27.05.2026
- Der stille Bewohner der Sommernacht
Es war eine warme Nacht am Rand einer alten Hecke. Der Wind strich leise durch die Gräser, während der Mond die trockene Wiese in silbriges Licht tauchte. Zwischen den Halmen bewegte sich langsam ein kleiner Käfer mit kräftigen Beinen und kurzem Rüssel über den Boden. Tagsüber hätte ihn kaum jemand bemerkt – zu perfekt war seine Tarnung zwischen Erde, Laub und Pflanzenresten.
Der Dickmaulrüssler gehörte zu jenen nachtaktiven Bewohnern, die meist verborgen leben und dennoch ein wichtiger Teil des natürlichen Gleichgewichts sind. Während viele Insekten im Licht des Tages sichtbar werden, beginnt seine Welt erst nach Sonnenuntergang. Doch auch diese widerstandsfähigen Käfer spüren zunehmend die Veränderungen ihrer Umwelt. Lebensräume verschwinden, Böden verändern sich und das Klima wird extremer. Selbst die stillen Bewohner der Nacht bleiben davon nicht unberührt.
Die Dickmaulrüssler
Die Dickmaulrüssler gehören zur Familie der Rüsselkäfer und umfassen zahlreiche Arten, die in Europa weit verbreitet sind. Typisch ist ihr kräftiger Körperbau mit einem kurzen, breiten Rüssel und geknickten Fühlern.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Dickmaulrüssler
Die Dickmaulrüssler gehören zur Familie der Rüsselkäfer und umfassen zahlreiche Arten, die in Europa weit verbreitet sind. Typisch ist ihr kräftiger Körperbau mit einem kurzen, breiten Rüssel und geknickten Fühlern.
Aufnahme von Dieter Zinßer
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Echte / Immergrüne Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi)
Die stille Hüterin der Heide
25/26.05.2026
Ein älterer Förster, der sie begleitete, blieb stehen und lächelte. „Die Bärentraube“, sagte er leise. „Sie wirkt unscheinbar, aber sie gehört zu den widerstandsfähigsten Pflanzen unserer kargen Landschaften.“ Die junge Biologin kniete sich nieder und betrachtete die Pflanze genauer. Während ringsum viele Arten unter Trockenheit, Nährstoffeinträgen und der Veränderung der Landschaft litten, hielt sich die Immergrüne Bärentraube seit Jahrhunderten an Orten, die für viele andere Pflanzen zu unwirtlich wären. Doch auch ihre Zukunft ist längst nicht mehr selbstverständlich.
25/26.05.2026
- An einem kühlen Herbstmorgen wanderte eine junge Biologin über eine trockene Heidelandschaft am Rand eines lichten Kiefernwaldes. Der Tau glitzerte auf den niedrigen Pflanzenpolstern, während der Wind den Duft von Harz und Moos durch die Luft trug. Zwischen Flechten, Sand und Heidekraut entdeckte sie kleine, ledrige Blätter und leuchtend rote Beeren, die sich eng an den Boden schmiegten.
Ein älterer Förster, der sie begleitete, blieb stehen und lächelte. „Die Bärentraube“, sagte er leise. „Sie wirkt unscheinbar, aber sie gehört zu den widerstandsfähigsten Pflanzen unserer kargen Landschaften.“ Die junge Biologin kniete sich nieder und betrachtete die Pflanze genauer. Während ringsum viele Arten unter Trockenheit, Nährstoffeinträgen und der Veränderung der Landschaft litten, hielt sich die Immergrüne Bärentraube seit Jahrhunderten an Orten, die für viele andere Pflanzen zu unwirtlich wären. Doch auch ihre Zukunft ist längst nicht mehr selbstverständlich.
Die Echte oder Immergrüne Bärentraube
Die Echte oder Immergrüne Bärentraube gehört zur Familie der Heidekrautgewächse. Sie ist ein immergrüner Zwergstrauch, der bevorzugt in trockenen, nährstoffarmen und sonnigen Lebensräumen wächst. Typisch sind sandige Heiden, lichte Kiefernwälder, Dünenlandschaften sowie felsige Gebiete in höheren Lagen. Die Pflanze bildet flache, kriechende Teppiche aus dünnen Trieben. Ihre kleinen, glänzenden Blätter bleiben das ganze Jahr über grün und schützen sie vor Austrocknung. Im Frühjahr erscheinen zarte weißlich-rosa Blüten in kleinen Trauben. Aus ihnen entwickeln sich später auffällige rote Beeren, die zahlreichen Tieren als Nahrung dienen.
Die Bärentraube ist hervorragend an extreme Standorte angepasst. Sie kommt mit wenig Wasser aus, verträgt starke Sonneneinstrahlung und kann auch auf sehr nährstoffarmen Böden bestehen. Gerade diese Spezialisierung macht sie jedoch empfindlich gegenüber Veränderungen ihres Lebensraums.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Echte oder Immergrüne Bärentraube gehört zur Familie der Heidekrautgewächse. Sie ist ein immergrüner Zwergstrauch, der bevorzugt in trockenen, nährstoffarmen und sonnigen Lebensräumen wächst. Typisch sind sandige Heiden, lichte Kiefernwälder, Dünenlandschaften sowie felsige Gebiete in höheren Lagen. Die Pflanze bildet flache, kriechende Teppiche aus dünnen Trieben. Ihre kleinen, glänzenden Blätter bleiben das ganze Jahr über grün und schützen sie vor Austrocknung. Im Frühjahr erscheinen zarte weißlich-rosa Blüten in kleinen Trauben. Aus ihnen entwickeln sich später auffällige rote Beeren, die zahlreichen Tieren als Nahrung dienen.
Die Bärentraube ist hervorragend an extreme Standorte angepasst. Sie kommt mit wenig Wasser aus, verträgt starke Sonneneinstrahlung und kann auch auf sehr nährstoffarmen Böden bestehen. Gerade diese Spezialisierung macht sie jedoch empfindlich gegenüber Veränderungen ihres Lebensraums.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Wenn der Hirschkäfer wieder fliegt – Jetzt Beobachtungen melden!
Wenn der Hirschkäfer wieder fliegt – Jetzt Beobachtungen melden!
25/26.05.2026
Der Hirschkäfer gehört zu den größten und bekanntesten Käferarten Europas. Die Männchen erkennt man leicht an ihren auffälligen geweihartigen Oberkiefern, die an ein Hirschgeweih erinnern und der Art ihren Namen gegeben haben. Trotz ihres imposanten Aussehens sind Hirschkäfer für Menschen vollkommen harmlos.
25/26.05.2026
- Mit den ersten warmen Sommerabenden beginnt wieder eine besondere Zeit in unseren Wäldern und Gärten: Der Hirschkäfer (Lucanus cervus) startet in seine jährliche Flugzeit. Vor allem in den Abendstunden lassen sich die beeindruckenden Käfer nun beobachten, wenn die Männchen schwerfällig durch die warme Luft brummen und auf der Suche nach Weibchen unterwegs sind.
Der Hirschkäfer gehört zu den größten und bekanntesten Käferarten Europas. Die Männchen erkennt man leicht an ihren auffälligen geweihartigen Oberkiefern, die an ein Hirschgeweih erinnern und der Art ihren Namen gegeben haben. Trotz ihres imposanten Aussehens sind Hirschkäfer für Menschen vollkommen harmlos.
Die Entwicklung dieser besonderen Käfer dauert mehrere Jahre. Die Larven leben verborgen im morschen Holz alter Bäume oder Baumstümpfe und tragen dort zum natürlichen Abbau abgestorbener Holzstrukturen bei. Damit übernimmt der Hirschkäfer eine wichtige Rolle im Ökosystem Wald.
Doch geeignete Lebensräume werden zunehmend seltener. Alte Eichenbestände, Totholz und naturnahe Waldränder verschwinden vielerorts. Deshalb ist der Hirschkäfer heute besonders geschützt und auf unsere Aufmerksamkeit angewiesen.
Helfen Sie mit!
Um mehr über die Verbreitung des Hirschkäfers zu erfahren und wichtige Lebensräume besser schützen zu können, bitten wir alle Naturfreunde um Mithilfe:
Melden Sie uns Ihre Beobachtungen von Hirschkäfern!
Besonders hilfreich sind:
Ihre Meldungen fließen in ein regionales Artenkataster ein und unterstützen den Schutz dieser faszinierenden Käferart.
Jede Beobachtung zählt und hilft dabei, wertvolle Lebensräume langfristig zu erhalten.
In der Aufnahme von Volkmar Greb
Doch geeignete Lebensräume werden zunehmend seltener. Alte Eichenbestände, Totholz und naturnahe Waldränder verschwinden vielerorts. Deshalb ist der Hirschkäfer heute besonders geschützt und auf unsere Aufmerksamkeit angewiesen.
Helfen Sie mit!
Um mehr über die Verbreitung des Hirschkäfers zu erfahren und wichtige Lebensräume besser schützen zu können, bitten wir alle Naturfreunde um Mithilfe:
Melden Sie uns Ihre Beobachtungen von Hirschkäfern!
Besonders hilfreich sind:
- Fundort oder möglichst genaue Ortsangaben
- Datum und Uhrzeit der Beobachtung
- Anzahl der Tiere
- wenn möglich ein Foto des Käfers
Ihre Meldungen fließen in ein regionales Artenkataster ein und unterstützen den Schutz dieser faszinierenden Käferart.
Jede Beobachtung zählt und hilft dabei, wertvolle Lebensräume langfristig zu erhalten.
In der Aufnahme von Volkmar Greb
- Männlicher Hirschkäfer (Lucanus cervus) auf einer menschlichen Hand – die auffälligen geweihartigen Mundwerkzeuge sind typisch für die größte heimische Käferart Mitteleuropas.
Artenschutz in Franken®
Ein Sommertag an der Vogeltränke
Ein Sommertag an der Vogeltränke
25/26.05.2026
Nur auf einer kleinen freien Fläche im Garten herrschte reges Leben.
Dort stand eine flache Vogeltränke aus Stein, gefüllt mit frischem Wasser. Kaum hatte die Sonne ihren höchsten Punkt erreicht, landete der erste Haussperling am Rand der Schale. Vorsichtig blickte er sich um, prüfte die Umgebung und sprang schließlich mitten ins Wasser. Wenige Sekunden später folgten weitere Sperlinge.
25/26.05.2026
- Schon am frühen Morgen lag die Wärme über den Gärten. Die Luft flimmerte zwischen den Blumenbeeten, und selbst die alten Obstbäume warfen kaum noch kühlen Schatten. Als das Thermometer am Mittag die 30-Grad-Marke überschritt, wurde es still zwischen den Hecken. Viele Tiere suchten Schutz vor der Hitze.
Nur auf einer kleinen freien Fläche im Garten herrschte reges Leben.
Dort stand eine flache Vogeltränke aus Stein, gefüllt mit frischem Wasser. Kaum hatte die Sonne ihren höchsten Punkt erreicht, landete der erste Haussperling am Rand der Schale. Vorsichtig blickte er sich um, prüfte die Umgebung und sprang schließlich mitten ins Wasser. Wenige Sekunden später folgten weitere Sperlinge.
Bald flatterte und spritzte es in alle Richtungen. Die kleinen Vögel tauchten ihre Brustfedern ins Wasser, schlugen mit den Flügeln und schüttelten winzige Tropfen über ihre Rücken. Für die Sperlinge war das Bad weit mehr als nur ein Vergnügen – es half ihnen, ihre Körpertemperatur zu regulieren und das Gefieder sauber zu halten.
Die Vogeltränke stand bewusst frei und mit Abstand zu dichten Sträuchern. Genau das machte sie für die Tiere sicher. Während einige Sperlinge badeten, hielten andere auf dem Rand Wache. Von dort aus konnten sie mögliche Gefahren frühzeitig erkennen.
Plötzlich erstarrte einer der Vögel. Ein leises Warnrufen ging durch die Gruppe. Zwischen den hohen Gräsern bewegte sich eine Hauskatze langsam näher. Doch weil die Sperlinge freie Sicht hatten, bemerkten sie die Gefahr rechtzeitig. Mit einem gemeinsamen Flügelschlag erhob sich der Schwarm in die Luft und verschwand in den Ästen eines nahen Baumes.
Nur wenige Augenblicke später war die Vogeltränke wieder leer und still.
Als die Katze weiterzog und die Nachmittagshitze langsam nachließ, kehrten die Sperlinge zurück. Erneut planschten sie im Wasser, tranken kleine Schlucke und putzten sorgfältig ihr Gefieder.
Solche Wasserstellen sind für viele Vogelarten während heißer Sommer überlebenswichtig geworden. Besonders in trockenen Städten und ausgeräumten Landschaften fehlen oft natürliche Pfützen, Bäche oder flache Uferbereiche. Eine sichere, regelmäßig gereinigte Vogeltränke kann deshalb einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz leisten – vor allem dann, wenn sie übersichtlich aufgestellt wird und den Vögeln erlaubt, Gefahren frühzeitig zu erkennen.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Die Vogeltränke stand bewusst frei und mit Abstand zu dichten Sträuchern. Genau das machte sie für die Tiere sicher. Während einige Sperlinge badeten, hielten andere auf dem Rand Wache. Von dort aus konnten sie mögliche Gefahren frühzeitig erkennen.
Plötzlich erstarrte einer der Vögel. Ein leises Warnrufen ging durch die Gruppe. Zwischen den hohen Gräsern bewegte sich eine Hauskatze langsam näher. Doch weil die Sperlinge freie Sicht hatten, bemerkten sie die Gefahr rechtzeitig. Mit einem gemeinsamen Flügelschlag erhob sich der Schwarm in die Luft und verschwand in den Ästen eines nahen Baumes.
Nur wenige Augenblicke später war die Vogeltränke wieder leer und still.
Als die Katze weiterzog und die Nachmittagshitze langsam nachließ, kehrten die Sperlinge zurück. Erneut planschten sie im Wasser, tranken kleine Schlucke und putzten sorgfältig ihr Gefieder.
Solche Wasserstellen sind für viele Vogelarten während heißer Sommer überlebenswichtig geworden. Besonders in trockenen Städten und ausgeräumten Landschaften fehlen oft natürliche Pfützen, Bäche oder flache Uferbereiche. Eine sichere, regelmäßig gereinigte Vogeltränke kann deshalb einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz leisten – vor allem dann, wenn sie übersichtlich aufgestellt wird und den Vögeln erlaubt, Gefahren frühzeitig zu erkennen.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Artenschutz in Franken®
Gewöhnliche Zwergmispel / Felsen-Zwergmispel (Cotoneaster integerrimus)
Die Gewöhnliche Zwergmispel – Überlebenskünstlerin der Felsenlandschaften
24/25.05.2026
Hoch über einem stillen Tal, dort wo der Wind ungehindert über die Kalkfelsen streicht, wuchs ein unscheinbarer Strauch zwischen schmalen Felsspalten. Während ringsum Gräser verdorrten und junge Bäume kaum Halt fanden, klammerte sich die Gewöhnliche Zwergmispel mit ihren Wurzeln tief in den Stein. Jahr für Jahr trotzte sie Sonne, Frost und Trockenheit. Im Frühling öffnete sie zarte weißlich-rosa Blüten, die Wildbienen anzogen. Im Herbst leuchteten ihre roten Früchte weithin sichtbar zwischen grauen Felsen. Für Vögel waren sie eine wertvolle Nahrung, für Insekten bot der Strauch Schutz und Lebensraum.
Wanderer gingen oft achtlos an ihr vorbei. Doch für die Natur war die kleine Zwergmispel ein stiller Baumeister: Sie hielt den Boden fest, schützte Felshänge vor Erosion und brachte Leben in scheinbar karge Landschaften. Heute gehört sie vielerorts zu den selten gewordenen Arten, deren Zukunft eng mit dem Schutz naturnaher Lebensräume verbunden ist.
24/25.05.2026
- Eine kleine Geschichte zwischen Stein und Wind
Hoch über einem stillen Tal, dort wo der Wind ungehindert über die Kalkfelsen streicht, wuchs ein unscheinbarer Strauch zwischen schmalen Felsspalten. Während ringsum Gräser verdorrten und junge Bäume kaum Halt fanden, klammerte sich die Gewöhnliche Zwergmispel mit ihren Wurzeln tief in den Stein. Jahr für Jahr trotzte sie Sonne, Frost und Trockenheit. Im Frühling öffnete sie zarte weißlich-rosa Blüten, die Wildbienen anzogen. Im Herbst leuchteten ihre roten Früchte weithin sichtbar zwischen grauen Felsen. Für Vögel waren sie eine wertvolle Nahrung, für Insekten bot der Strauch Schutz und Lebensraum.
Wanderer gingen oft achtlos an ihr vorbei. Doch für die Natur war die kleine Zwergmispel ein stiller Baumeister: Sie hielt den Boden fest, schützte Felshänge vor Erosion und brachte Leben in scheinbar karge Landschaften. Heute gehört sie vielerorts zu den selten gewordenen Arten, deren Zukunft eng mit dem Schutz naturnaher Lebensräume verbunden ist.
Die Gewöhnliche Zwergmispel – Artbeschreibung
Die Gewöhnliche Zwergmispel (Cotoneaster integerrimus), auch Felsen-Zwergmispel genannt, gehört zur Familie der Rosengewächse. Sie wächst als niedriger bis mittelhoher Strauch und erreicht meist Höhen von etwa einem bis zwei Metern. Typisch sind ihre fein verzweigten Äste und die kleinen ovalen Blätter. Die Blattoberseite erscheint dunkelgrün, während die Unterseite heller und leicht filzig behaart ist. Im Frühjahr bildet die Pflanze kleine weißliche bis rosafarbene Blüten, die häufig paarweise oder in kleinen Gruppen wachsen.
Besonders auffällig sind die leuchtend roten Früchte, die sich im Spätsommer und Herbst entwickeln. Sie bleiben oft lange am Strauch und dienen verschiedenen Vogelarten als Nahrung. Die Gewöhnliche Zwergmispel bevorzugt sonnige, trockene und kalkreiche Standorte. Man findet sie vor allem an felsigen Hängen, Trockenrasen, Waldrändern und in Gebirgsregionen.
Ihre Fähigkeit, auch in nährstoffarmen Böden zu wachsen, macht sie zu einer wichtigen Pionierpflanze in schwierigen Lebensräumen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Gewöhnliche Zwergmispel (Cotoneaster integerrimus), auch Felsen-Zwergmispel genannt, gehört zur Familie der Rosengewächse. Sie wächst als niedriger bis mittelhoher Strauch und erreicht meist Höhen von etwa einem bis zwei Metern. Typisch sind ihre fein verzweigten Äste und die kleinen ovalen Blätter. Die Blattoberseite erscheint dunkelgrün, während die Unterseite heller und leicht filzig behaart ist. Im Frühjahr bildet die Pflanze kleine weißliche bis rosafarbene Blüten, die häufig paarweise oder in kleinen Gruppen wachsen.
Besonders auffällig sind die leuchtend roten Früchte, die sich im Spätsommer und Herbst entwickeln. Sie bleiben oft lange am Strauch und dienen verschiedenen Vogelarten als Nahrung. Die Gewöhnliche Zwergmispel bevorzugt sonnige, trockene und kalkreiche Standorte. Man findet sie vor allem an felsigen Hängen, Trockenrasen, Waldrändern und in Gebirgsregionen.
Ihre Fähigkeit, auch in nährstoffarmen Böden zu wachsen, macht sie zu einer wichtigen Pionierpflanze in schwierigen Lebensräumen.
Aufnahme von Dieter Zinßer
- Die roten Früchte der Felsen-Zwergmispel im Herbst
Artenschutz in Franken®
Echte Mispel / Gemeine Mispel (Mespilus germanica),
Die Mispel – eine alte Frucht mit Zukunft
24/25.05.2026
Am Rand eines alten Dorfes stand hinter einer halb zerfallenen Steinmauer ein Baum, den kaum noch jemand beachtete. Im Frühling öffnete er große, helle Blüten wie kleine Sterne zwischen den Zweigen. Im Herbst trug er braune Früchte mit einer eigenwilligen Form, die Kinder neugierig betrachteten, während die Erwachsenen nur den Kopf schüttelten: „Das ist doch bloß eine Mispel.“
Doch der alte Baum hatte viele Jahreszeiten erlebt. Er kannte trockene Sommer ebenso wie harte Winter. Vögel fanden Schutz in seinem dichten Geäst, Insekten sammelten Pollen an seinen Blüten, und im Spätherbst dienten seine Früchte Amseln und Drosseln als Nahrung. Als eines Tages Naturschützer den verwilderten Garten untersuchten, erkannten sie den Wert des unscheinbaren Baumes. Die Echte Mispel war kein gewöhnlicher Obstbaum – sie war ein lebendiges Stück Kultur- und Naturgeschichte.
Heute erinnern nur noch wenige alte Gärten, Streuobstwiesen und Hecken an die Zeit, in der die Mispel selbstverständlich zur Landschaft gehörte. Doch gerade in einer sich wandelnden Umwelt könnte dieser robuste Baum wieder an Bedeutung gewinnen.
24/25.05.2026
- Eine kleine Geschichte aus einem vergessenen Garten
Am Rand eines alten Dorfes stand hinter einer halb zerfallenen Steinmauer ein Baum, den kaum noch jemand beachtete. Im Frühling öffnete er große, helle Blüten wie kleine Sterne zwischen den Zweigen. Im Herbst trug er braune Früchte mit einer eigenwilligen Form, die Kinder neugierig betrachteten, während die Erwachsenen nur den Kopf schüttelten: „Das ist doch bloß eine Mispel.“
Doch der alte Baum hatte viele Jahreszeiten erlebt. Er kannte trockene Sommer ebenso wie harte Winter. Vögel fanden Schutz in seinem dichten Geäst, Insekten sammelten Pollen an seinen Blüten, und im Spätherbst dienten seine Früchte Amseln und Drosseln als Nahrung. Als eines Tages Naturschützer den verwilderten Garten untersuchten, erkannten sie den Wert des unscheinbaren Baumes. Die Echte Mispel war kein gewöhnlicher Obstbaum – sie war ein lebendiges Stück Kultur- und Naturgeschichte.
Heute erinnern nur noch wenige alte Gärten, Streuobstwiesen und Hecken an die Zeit, in der die Mispel selbstverständlich zur Landschaft gehörte. Doch gerade in einer sich wandelnden Umwelt könnte dieser robuste Baum wieder an Bedeutung gewinnen.
Die Echte Mispel – Artbeschreibung
Die Echte Mispel (Mespilus germanica), auch Gemeine Mispel genannt, gehört zur Familie der Rosengewächse. Sie ist ein kleiner Baum oder größerer Strauch und erreicht meist eine Höhe von drei bis sechs Metern. Charakteristisch sind ihre krummen Äste, die breite Krone und die auffallend großen weißen Blüten, die zwischen Mai und Juni erscheinen. Die Blätter sind länglich, leicht behaart und färben sich im Herbst gelb bis rotbraun. Besonders markant sind die Früchte: rundlich, braun und mit geöffneten Kelchblättern an der Spitze. Sie werden erst nach Frosteinwirkung oder längerer Lagerung weich und genießbar. Dann entwickeln sie ein süßlich-aromatisches Fruchtfleisch.
Ursprünglich stammt die Mispel vermutlich aus Vorderasien und Südosteuropa. Schon die Römer verbreiteten sie in Mitteleuropa, wo sie über Jahrhunderte in Bauerngärten und Obstwiesen kultiviert wurde. Heute gilt sie vielerorts als seltene Kulturpflanze mit hoher ökologischer Bedeutung. Die Blüten der Mispel bieten Nahrung für Wildbienen, Hummeln und andere Bestäuber.
Ihre Früchte werden von Vögeln und kleinen Säugetieren gefressen. Gleichzeitig schaffen ältere Bäume wertvolle Lebensräume für Flechten, Moose und zahlreiche Insektenarten.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Echte Mispel (Mespilus germanica), auch Gemeine Mispel genannt, gehört zur Familie der Rosengewächse. Sie ist ein kleiner Baum oder größerer Strauch und erreicht meist eine Höhe von drei bis sechs Metern. Charakteristisch sind ihre krummen Äste, die breite Krone und die auffallend großen weißen Blüten, die zwischen Mai und Juni erscheinen. Die Blätter sind länglich, leicht behaart und färben sich im Herbst gelb bis rotbraun. Besonders markant sind die Früchte: rundlich, braun und mit geöffneten Kelchblättern an der Spitze. Sie werden erst nach Frosteinwirkung oder längerer Lagerung weich und genießbar. Dann entwickeln sie ein süßlich-aromatisches Fruchtfleisch.
Ursprünglich stammt die Mispel vermutlich aus Vorderasien und Südosteuropa. Schon die Römer verbreiteten sie in Mitteleuropa, wo sie über Jahrhunderte in Bauerngärten und Obstwiesen kultiviert wurde. Heute gilt sie vielerorts als seltene Kulturpflanze mit hoher ökologischer Bedeutung. Die Blüten der Mispel bieten Nahrung für Wildbienen, Hummeln und andere Bestäuber.
Ihre Früchte werden von Vögeln und kleinen Säugetieren gefressen. Gleichzeitig schaffen ältere Bäume wertvolle Lebensräume für Flechten, Moose und zahlreiche Insektenarten.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Die charakteristischen Früchte der Gemeinen Mispel
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Glänzendes Gefieder im Wasser – ein Star nutzt die Vogeltränke
Glänzendes Gefieder im Wasser – ein Star nutzt die Vogeltränke
24/25.05.2026
Für Stare gehört das Baden zur täglichen Gefiederpflege. Besonders an warmen Sommertagen suchen die geselligen Vögel gezielt flache Wasserstellen auf. Das Bad hilft ihnen nicht nur bei der Abkühlung, sondern auch dabei, Staub und Parasiten aus dem Gefieder zu entfernen. Ein gepflegtes Federkleid ist für Vögel lebenswichtig, da es Schutz vor Witterung bietet und die Flugfähigkeit erhält.
24/25.05.2026
- Mit schnellen Schritten landet der Star am Rand der Vogeltränke. Sein dunkles Gefieder schimmert je nach Sonnenlicht metallisch grün und violett. Wachsam blickt er sich um, bevor er entschlossen ins Wasser steigt. Dann beginnt ein lebhaftes Schauspiel: Mit ausgebreiteten Flügeln spritzt der Vogel Wasser über Rücken und Brust, taucht den Kopf unter und schüttelt sein Gefieder mit kräftigen Bewegungen aus.
Für Stare gehört das Baden zur täglichen Gefiederpflege. Besonders an warmen Sommertagen suchen die geselligen Vögel gezielt flache Wasserstellen auf. Das Bad hilft ihnen nicht nur bei der Abkühlung, sondern auch dabei, Staub und Parasiten aus dem Gefieder zu entfernen. Ein gepflegtes Federkleid ist für Vögel lebenswichtig, da es Schutz vor Witterung bietet und die Flugfähigkeit erhält.
Vogeltränken sind deshalb wertvolle kleine Oasen für Wildvögel in Gärten und Siedlungen. Gerade in trockenen Zeiten finden viele Tiere immer seltener natürliche Wasserstellen. Doch damit Vogeltränken wirklich helfen, müssen sie regelmäßig gereinigt werden.
Stehendes und verschmutztes Wasser kann Krankheitserreger, Pilze und Parasiten übertragen. Vor allem bei hohen Temperaturen vermehren sich Keime schnell und können gefährliche Infektionskrankheiten auslösen.
Darum ist wichtig:
Mit einer sauberen Vogeltränke lässt sich Wildvögeln einfach und wirkungsvoll helfen. Gleichzeitig entstehen besondere Naturmomente – wie das lebhafte Badevergnügen eines Stars an einem heißen Sommertag.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Stehendes und verschmutztes Wasser kann Krankheitserreger, Pilze und Parasiten übertragen. Vor allem bei hohen Temperaturen vermehren sich Keime schnell und können gefährliche Infektionskrankheiten auslösen.
Darum ist wichtig:
- Wasser täglich erneuern
- Vogeltränken regelmäßig mit heißem Wasser säubern
- auf chemische Reinigungsmittel verzichten
- flache und sichere Wasserstellen verwenden
- den Standort möglichst schattig wählen
Mit einer sauberen Vogeltränke lässt sich Wildvögeln einfach und wirkungsvoll helfen. Gleichzeitig entstehen besondere Naturmomente – wie das lebhafte Badevergnügen eines Stars an einem heißen Sommertag.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Ein ausgewachsener Star genießt ein erfrischendes Bad in der Vogeltränke – regelmäßige Reinigung schützt Wildvögel vor Krankheiten und Infektionen.
Artenschutz in Franken®
Erstes Bad im kühlen Wasser – junge Amsel entdeckt die Vogeltränke
Erstes Bad im kühlen Wasser – junge Amsel entdeckt die Vogeltränke
23/24.05.2026
Mit flatternden Flügeln spritzt sie kleine Wasserfontänen in die Luft. Das Gefieder wird aufgeplustert, der Schwanz wippt aufgeregt hin und her. Immer mutiger taucht der Jungvogel tiefer ins Wasser ein und genießt sichtbar die Abkühlung an einem warmen Tag. Für viele junge Singvögel gehören solche ersten Badeerfahrungen zu wichtigen Verhaltensweisen, die sie schon früh erlernen.
23/24.05.2026
- Vorsichtig hüpft die junge Amsel an den Rand der Vogeltränke. Noch wirkt alles neu und ungewohnt. Mit schief gelegtem Kopf beobachtet sie die Wasseroberfläche, prüft ihre Umgebung und setzt schließlich einen Fuß ins flache Wasser. Ein kurzer Moment der Unsicherheit – dann beginnt das erste Bad ihres Lebens.
Mit flatternden Flügeln spritzt sie kleine Wasserfontänen in die Luft. Das Gefieder wird aufgeplustert, der Schwanz wippt aufgeregt hin und her. Immer mutiger taucht der Jungvogel tiefer ins Wasser ein und genießt sichtbar die Abkühlung an einem warmen Tag. Für viele junge Singvögel gehören solche ersten Badeerfahrungen zu wichtigen Verhaltensweisen, die sie schon früh erlernen.
Vogeltränken sind besonders in trockenen und heißen Sommermonaten wertvolle Wasserstellen für Wildvögel. Sie dienen nicht nur zum Trinken, sondern auch zur Gefiederpflege. Ein sauberes Gefieder schützt Vögel vor Parasiten und hilft ihnen, ihre Körpertemperatur zu regulieren.
Doch so hilfreich Vogeltränken auch sind – sie müssen regelmäßig gereinigt werden. Verschmutztes Wasser kann Krankheitserreger, Bakterien und Parasiten übertragen. Besonders bei warmem Wetter vermehren sich Keime schnell und können für Vögel gefährlich werden.
Deshalb gilt:
Schon mit wenig Aufwand lässt sich so ein wichtiger Beitrag zum Vogelschutz leisten. Eine saubere Vogeltränke kann an heißen Tagen für viele Tiere lebenswichtig sein – und schenkt gleichzeitig wunderbare Naturbeobachtungen direkt vor der eigenen Haustür.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Doch so hilfreich Vogeltränken auch sind – sie müssen regelmäßig gereinigt werden. Verschmutztes Wasser kann Krankheitserreger, Bakterien und Parasiten übertragen. Besonders bei warmem Wetter vermehren sich Keime schnell und können für Vögel gefährlich werden.
Deshalb gilt:
- Wasser täglich wechseln
- Vogeltränken regelmäßig mit heißem Wasser reinigen
- keine chemischen Reinigungsmittel verwenden
- flache Tränken bevorzugen, damit kleine Vögel sicher baden können
- die Wasserstelle möglichst schattig platzieren
Schon mit wenig Aufwand lässt sich so ein wichtiger Beitrag zum Vogelschutz leisten. Eine saubere Vogeltränke kann an heißen Tagen für viele Tiere lebenswichtig sein – und schenkt gleichzeitig wunderbare Naturbeobachtungen direkt vor der eigenen Haustür.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Eine junge Amsel entdeckt zum ersten Mal die Freude an einem erfrischenden Bad in der Vogeltränke – sauberes Wasser ist dabei lebenswichtig für die Gesundheit der Wildvögel.
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Geißblatt (Lonicera) wird auch Heckenkirsche genannt
Die Heckenkirsche – heimischer Strauch mit wichtiger Rolle im Naturhaushalt
23/24.05.2026
Die Heckenkirsche zählt zur Gattung des Geißblattes (Lonicera). Besonders verbreitet ist in Deutschland die Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum). Sie wächst als sommergrüner Strauch und erreicht meist Höhen zwischen einem und drei Metern. Auffällig sind ihre gegenständig angeordneten Blätter sowie die kleinen, meist cremeweißen bis gelblichen Blüten, die im Frühjahr erscheinen.
Nach der Blüte entwickeln sich die charakteristischen roten Beeren, die oft paarweise wachsen. Für Menschen sind die Früchte leicht giftig und daher nicht zum Verzehr geeignet. Viele Vogelarten hingegen nutzen sie als Nahrungsquelle und tragen gleichzeitig zur Verbreitung der Samen bei.
23/24.05.2026
- Zwischen Feldhecken, Waldrändern und lichten Gehölzen wächst oft unbemerkt ein Strauch, der für viele Tiere von großer Bedeutung ist: die Heckenkirsche. Mit ihren zarten Blüten, den leuchtenden Beeren und ihrem dichten Wuchs gehört sie zu den typischen Pflanzen naturnaher Landschaften Mitteleuropas.
Die Heckenkirsche zählt zur Gattung des Geißblattes (Lonicera). Besonders verbreitet ist in Deutschland die Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum). Sie wächst als sommergrüner Strauch und erreicht meist Höhen zwischen einem und drei Metern. Auffällig sind ihre gegenständig angeordneten Blätter sowie die kleinen, meist cremeweißen bis gelblichen Blüten, die im Frühjahr erscheinen.
Nach der Blüte entwickeln sich die charakteristischen roten Beeren, die oft paarweise wachsen. Für Menschen sind die Früchte leicht giftig und daher nicht zum Verzehr geeignet. Viele Vogelarten hingegen nutzen sie als Nahrungsquelle und tragen gleichzeitig zur Verbreitung der Samen bei.
Die Heckenkirsche bevorzugt halbschattige Standorte und wächst häufig:
Durch ihren dichten Wuchs bietet sie zahlreichen Tieren Schutz und Rückzugsräume. Vögel nutzen die Sträucher als Brutplatz, während Insekten die Blüten als Nektarquelle besuchen. Damit trägt die Heckenkirsche wesentlich zur Artenvielfalt strukturreicher Landschaften bei.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- an Waldrändern
- in Heckenlandschaften
- in Gebüschen
- auf kalkhaltigen Böden
- in naturnahen Mischwäldern
Durch ihren dichten Wuchs bietet sie zahlreichen Tieren Schutz und Rückzugsräume. Vögel nutzen die Sträucher als Brutplatz, während Insekten die Blüten als Nektarquelle besuchen. Damit trägt die Heckenkirsche wesentlich zur Artenvielfalt strukturreicher Landschaften bei.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Geißblatt - Heckenkirschen nach dem Regen
Artenschutz in Franken®
Der Kuckuck – gehört und doch selten erkannt
Der Kuckuck – gehört und doch selten erkannt
23/24.05.2026
So bot sich eines Tages ein ungewöhnlicher Anblick: Hoch oben auf der kahlen Spitze eines abgestorbenen Baumes saß ein einzelner Vogel regungslos gegen den Himmel. Erst auf den zweiten Blick wurde klar, dass es sich um einen Kuckuck handelte. Vielen Menschen wäre dies vermutlich gar nicht aufgefallen, denn der Vogel wirkt unscheinbarer, als sein berühmter Ruf vermuten lässt. Mit seinem grauen Gefieder erinnert er aus der Ferne sogar an einen kleinen Greifvogel.
23/24.05.2026
- Kaum ein Vogel ist so bekannt und zugleich so verborgen wie der Kuckuck. Sein markanter Ruf kündigt vielerorts den Frühling und frühen Sommer an. Fast jeder kennt das typische „Kuckuck“, doch nur wenige Menschen haben den Vogel tatsächlich bewusst gesehen. Umso besonderer ist der Moment, wenn es gelingt, ihn einmal zu entdecken.
So bot sich eines Tages ein ungewöhnlicher Anblick: Hoch oben auf der kahlen Spitze eines abgestorbenen Baumes saß ein einzelner Vogel regungslos gegen den Himmel. Erst auf den zweiten Blick wurde klar, dass es sich um einen Kuckuck handelte. Vielen Menschen wäre dies vermutlich gar nicht aufgefallen, denn der Vogel wirkt unscheinbarer, als sein berühmter Ruf vermuten lässt. Mit seinem grauen Gefieder erinnert er aus der Ferne sogar an einen kleinen Greifvogel.
Der Kuckuck lebt meist verborgen in lichten Wäldern, Mooren, Feldgehölzen und abwechslungsreichen Landschaften. Statt durch auffällige Farben fällt er vor allem akustisch auf. Sein Ruf gehört seit Jahrhunderten zu den bekanntesten Lauten der heimischen Vogelwelt.
Besonders bemerkenswert ist seine Lebensweise: Der Kuckuck baut kein eigenes Nest, sondern legt seine Eier in die Nester anderer Vogelarten. Diese ziehen den jungen Kuckuck anschließend groß. Dieses Verhalten macht ihn zu einer der faszinierendsten Vogelarten Europas.
Doch auch der Kuckuck bleibt von den Veränderungen der Landschaft nicht verschont. Der Rückgang von Insekten, der Verlust strukturreicher Lebensräume und die Folgen des Klimawandels beeinflussen seine Bestände zunehmend. Wo Feuchtgebiete verschwinden, Hecken fehlen und geeignete Brutvögel seltener werden, verliert auch der Kuckuck wichtige Lebensgrundlagen.
Die Beobachtung eines Kuckucks auf einer nackten Baumspitze zeigt deshalb nicht nur einen seltenen Naturmoment, sondern erinnert auch daran, wie wichtig der Erhalt vielfältiger Landschaften für unsere heimische Tierwelt ist.
Aufnahme von Volkmar Greb
Besonders bemerkenswert ist seine Lebensweise: Der Kuckuck baut kein eigenes Nest, sondern legt seine Eier in die Nester anderer Vogelarten. Diese ziehen den jungen Kuckuck anschließend groß. Dieses Verhalten macht ihn zu einer der faszinierendsten Vogelarten Europas.
Doch auch der Kuckuck bleibt von den Veränderungen der Landschaft nicht verschont. Der Rückgang von Insekten, der Verlust strukturreicher Lebensräume und die Folgen des Klimawandels beeinflussen seine Bestände zunehmend. Wo Feuchtgebiete verschwinden, Hecken fehlen und geeignete Brutvögel seltener werden, verliert auch der Kuckuck wichtige Lebensgrundlagen.
Die Beobachtung eines Kuckucks auf einer nackten Baumspitze zeigt deshalb nicht nur einen seltenen Naturmoment, sondern erinnert auch daran, wie wichtig der Erhalt vielfältiger Landschaften für unsere heimische Tierwelt ist.
Aufnahme von Volkmar Greb
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Johannisbeeren
Johannisbeeren
22/23.05.2026
An einem warmen Julimorgen streifte die junge Lina durch den Garten ihres Großvaters. Zwischen hohen Gräsern, summenden Wildbienen und alten Obststräuchern entdeckte sie einen Busch voller leuchtend roter Johannisbeeren. Die kleinen Früchte glänzten wie Glasperlen in der Sonne. Vorsichtig pflückte sie eine Rispe und probierte eine Beere. Erst schmeckte sie süß, dann angenehm säuerlich.
„Diese Sträucher wachsen hier schon länger als ich lebe“, sagte ihr Großvater lächelnd. „Früher standen Johannisbeeren in fast jedem Garten. Sie brauchten nicht viel, nur guten Boden, Wasser und ein wenig Pflege.“
Während Lina weiterpflückte, erzählte er von den Veränderungen der letzten Jahrzehnte: von trockeneren Sommern, verschwundenen Hecken und Insekten, die seltener geworden waren. Die Johannisbeeren trugen noch Früchte – doch nicht mehr so zuverlässig wie früher. Lina begann zu verstehen, dass selbst ein scheinbar gewöhnlicher Beerenstrauch Teil eines empfindlichen Naturgefüges ist.
22/23.05.2026
- Wenn der Sommer nach Johannisbeeren duftet
An einem warmen Julimorgen streifte die junge Lina durch den Garten ihres Großvaters. Zwischen hohen Gräsern, summenden Wildbienen und alten Obststräuchern entdeckte sie einen Busch voller leuchtend roter Johannisbeeren. Die kleinen Früchte glänzten wie Glasperlen in der Sonne. Vorsichtig pflückte sie eine Rispe und probierte eine Beere. Erst schmeckte sie süß, dann angenehm säuerlich.
„Diese Sträucher wachsen hier schon länger als ich lebe“, sagte ihr Großvater lächelnd. „Früher standen Johannisbeeren in fast jedem Garten. Sie brauchten nicht viel, nur guten Boden, Wasser und ein wenig Pflege.“
Während Lina weiterpflückte, erzählte er von den Veränderungen der letzten Jahrzehnte: von trockeneren Sommern, verschwundenen Hecken und Insekten, die seltener geworden waren. Die Johannisbeeren trugen noch Früchte – doch nicht mehr so zuverlässig wie früher. Lina begann zu verstehen, dass selbst ein scheinbar gewöhnlicher Beerenstrauch Teil eines empfindlichen Naturgefüges ist.
Die Johannisbeere – eine alte Kulturpflanze mit großer Bedeutung
Die Johannisbeere gehört zur Gattung der Ribes-Gewächse und ist in Europa seit Jahrhunderten verbreitet. Besonders bekannt sind die roten, schwarzen und weißen Johannisbeeren. Sie wachsen als mehrjährige Sträucher und bevorzugen nährstoffreiche, leicht feuchte Böden sowie sonnige bis halbschattige Standorte.
Die Blütezeit beginnt meist im Frühjahr. Dann bieten die kleinen Blüten zahlreichen Insekten Nahrung. Im Sommer reifen die Früchte heran, die nicht nur Menschen schmecken, sondern auch vielen Vogelarten als wichtige Nahrungsquelle dienen. Johannisbeeren enthalten zudem viele Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe und werden daher seit langem in Gärten und Streuobstwiesen kultiviert.
Ökologisch sind Johannisbeersträucher wertvoll, weil sie Lebensräume schaffen. Zwischen ihren Zweigen finden Insekten Schutz, während der Boden darunter Feuchtigkeit speichert und Kleinstlebewesen beherbergt.
Besonders in naturnahen Gärten tragen sie zur Artenvielfalt bei.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Johannisbeere gehört zur Gattung der Ribes-Gewächse und ist in Europa seit Jahrhunderten verbreitet. Besonders bekannt sind die roten, schwarzen und weißen Johannisbeeren. Sie wachsen als mehrjährige Sträucher und bevorzugen nährstoffreiche, leicht feuchte Böden sowie sonnige bis halbschattige Standorte.
Die Blütezeit beginnt meist im Frühjahr. Dann bieten die kleinen Blüten zahlreichen Insekten Nahrung. Im Sommer reifen die Früchte heran, die nicht nur Menschen schmecken, sondern auch vielen Vogelarten als wichtige Nahrungsquelle dienen. Johannisbeeren enthalten zudem viele Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe und werden daher seit langem in Gärten und Streuobstwiesen kultiviert.
Ökologisch sind Johannisbeersträucher wertvoll, weil sie Lebensräume schaffen. Zwischen ihren Zweigen finden Insekten Schutz, während der Boden darunter Feuchtigkeit speichert und Kleinstlebewesen beherbergt.
Besonders in naturnahen Gärten tragen sie zur Artenvielfalt bei.
Aufnahme von Dieter Zinßer
- Johannisbeere - große Blüte, Blutjohannisbeere
Artenschutz in Franken®
Gemeine Wegwarte (Cichorium intybus)
Die blaue Wächterin am Wegesrand
22/23.05.2026
An einem heißen Sommertag wanderte ein altes Ehepaar über einen staubigen Feldweg am Rand eines fränkischen Dorfes. Die Luft flimmerte über den Feldern, Lerchen sangen hoch über den Äckern, und kaum noch etwas blühte entlang des Weges. Doch mitten zwischen Schotter und trockenem Gras leuchtete ein kräftiges Himmelblau: die Gemeine Wegwarte.
Die Frau blieb stehen. „Früher standen sie überall“, sagte sie leise. Ihr Mann nickte und erinnerte sich daran, wie Kinder die Blüten pflückten und Bauern den bitteren Duft der Pflanze kannten. Während ringsum vieles verschwunden war – Hecken, Wildblumen und summende Insekten – hielt die Wegwarte noch immer aus. Sie stand dort wie eine stille Wächterin des Sommers.
Eine Wildbiene landete auf einer geöffneten Blüte, und für einen Moment schien die kleine Pflanze mehr Leben in sich zu tragen als der ganze ausgeräumte Feldrand daneben.
22/23.05.2026
- Eine kleine Geschichte über die Gemeine Wegwarte (Cichorium intybus)
An einem heißen Sommertag wanderte ein altes Ehepaar über einen staubigen Feldweg am Rand eines fränkischen Dorfes. Die Luft flimmerte über den Feldern, Lerchen sangen hoch über den Äckern, und kaum noch etwas blühte entlang des Weges. Doch mitten zwischen Schotter und trockenem Gras leuchtete ein kräftiges Himmelblau: die Gemeine Wegwarte.
Die Frau blieb stehen. „Früher standen sie überall“, sagte sie leise. Ihr Mann nickte und erinnerte sich daran, wie Kinder die Blüten pflückten und Bauern den bitteren Duft der Pflanze kannten. Während ringsum vieles verschwunden war – Hecken, Wildblumen und summende Insekten – hielt die Wegwarte noch immer aus. Sie stand dort wie eine stille Wächterin des Sommers.
Eine Wildbiene landete auf einer geöffneten Blüte, und für einen Moment schien die kleine Pflanze mehr Leben in sich zu tragen als der ganze ausgeräumte Feldrand daneben.
Die Gemeine Wegwarte – Charakterpflanze sonniger Wegränder
Die Gemeine oder Gewöhnliche Wegwarte Cichorium intybus gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist in Europa, Westasien und Nordafrika heimisch und wächst bevorzugt an sonnigen Wegrändern, Böschungen, Feldsäumen und trockenen Wiesen.
Typisch sind ihre auffallend hellblauen bis violettblauen Blüten, die sich meist nur am Vormittag vollständig öffnen. Die Pflanze erreicht Höhen von etwa 30 bis 150 Zentimetern.
Ihr kantiger Stängel und die tiefreichende Pfahlwurzel machen sie widerstandsfähig gegenüber Trockenheit.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Gemeine oder Gewöhnliche Wegwarte Cichorium intybus gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist in Europa, Westasien und Nordafrika heimisch und wächst bevorzugt an sonnigen Wegrändern, Böschungen, Feldsäumen und trockenen Wiesen.
Typisch sind ihre auffallend hellblauen bis violettblauen Blüten, die sich meist nur am Vormittag vollständig öffnen. Die Pflanze erreicht Höhen von etwa 30 bis 150 Zentimetern.
Ihr kantiger Stängel und die tiefreichende Pfahlwurzel machen sie widerstandsfähig gegenüber Trockenheit.
Aufnahme von Dieter Zinßer
- Gemeine Wegwarte mit Schwebfliege
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Gemeiner Bienenkäfer (Trichodes apiarius)
Gemeiner Bienenkäfer (Trichodes apiarius) – Farbiger Jäger der Blütenlandschaften
22/23.05.2026
Die Mittagssonne lag warm über einer blühenden Wiese am Waldrand. Zwischen Flockenblumen, Margeriten und Disteln summten unzählige Insekten. Während Wildbienen von Blüte zu Blüte flogen, bewegte sich ein auffällig rot-schwarz gefärbter Käfer langsam über eine trockene Doldenblüte. Sein leuchtendes Muster wirkte beinahe wie ein Warnsignal inmitten des sommerlichen Grüns.
Ein Naturfotograf blieb stehen und beobachtete das Tier. Der Käfer wirkte ruhig, fast elegant, doch hinter seinem farbenprächtigen Erscheinungsbild verbarg sich ein geschickter Jäger. Für viele Menschen bleibt er unbemerkt, obwohl er zu den faszinierendsten Käferarten naturnaher Landschaften gehört.
Der Gemeine Bienenkäfer erinnert daran, wie vielfältig und überraschend die Welt der Insekten ist – und wie empfindlich ihre Lebensräume geworden sind.
22/23.05.2026
- Ein Sommertag auf der Wildblumenwiese
Die Mittagssonne lag warm über einer blühenden Wiese am Waldrand. Zwischen Flockenblumen, Margeriten und Disteln summten unzählige Insekten. Während Wildbienen von Blüte zu Blüte flogen, bewegte sich ein auffällig rot-schwarz gefärbter Käfer langsam über eine trockene Doldenblüte. Sein leuchtendes Muster wirkte beinahe wie ein Warnsignal inmitten des sommerlichen Grüns.
Ein Naturfotograf blieb stehen und beobachtete das Tier. Der Käfer wirkte ruhig, fast elegant, doch hinter seinem farbenprächtigen Erscheinungsbild verbarg sich ein geschickter Jäger. Für viele Menschen bleibt er unbemerkt, obwohl er zu den faszinierendsten Käferarten naturnaher Landschaften gehört.
Der Gemeine Bienenkäfer erinnert daran, wie vielfältig und überraschend die Welt der Insekten ist – und wie empfindlich ihre Lebensräume geworden sind.
Artbeschreibung des Gemeinen Bienenkäfers
Der Gemeine Bienenkäfer gehört zur Art Trichodes apiarius und zur Familie der Buntkäfer (Cleridae). Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet und bevorzugt sonnige, blütenreiche Lebensräume.
Auffällig ist seine kontrastreiche Färbung: Die Flügeldecken zeigen kräftige rote Bereiche mit schwarzen Querbändern. Der Körper ist leicht behaart und erreicht eine Länge von etwa neun bis sechzehn Millimetern. Durch seine Warnfärbung wirkt der Käfer auf mögliche Fressfeinde abschreckend.
Erwachsene Tiere findet man vor allem zwischen Mai und August auf Blüten. Dort ernähren sie sich von Pollen, Nektar und kleinen Insekten. Besonders häufig besuchen sie Doldenblütler, Disteln und andere Wildpflanzen sonniger Standorte.
Die Larven des Gemeinen Bienenkäfers entwickeln sich in Nestern von Wildbienen und anderen Hautflüglern. Dort ernähren sie sich von Insektenlarven und Nahrungsvorräten. Trotz dieser Lebensweise gilt die Art als natürlicher Bestandteil stabiler Ökosysteme.
Der Gemeine Bienenkäfer ist ein wichtiger Hinweis auf strukturreiche und artenreiche Landschaften mit hoher Insektenvielfalt.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Der Gemeine Bienenkäfer gehört zur Art Trichodes apiarius und zur Familie der Buntkäfer (Cleridae). Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet und bevorzugt sonnige, blütenreiche Lebensräume.
Auffällig ist seine kontrastreiche Färbung: Die Flügeldecken zeigen kräftige rote Bereiche mit schwarzen Querbändern. Der Körper ist leicht behaart und erreicht eine Länge von etwa neun bis sechzehn Millimetern. Durch seine Warnfärbung wirkt der Käfer auf mögliche Fressfeinde abschreckend.
Erwachsene Tiere findet man vor allem zwischen Mai und August auf Blüten. Dort ernähren sie sich von Pollen, Nektar und kleinen Insekten. Besonders häufig besuchen sie Doldenblütler, Disteln und andere Wildpflanzen sonniger Standorte.
Die Larven des Gemeinen Bienenkäfers entwickeln sich in Nestern von Wildbienen und anderen Hautflüglern. Dort ernähren sie sich von Insektenlarven und Nahrungsvorräten. Trotz dieser Lebensweise gilt die Art als natürlicher Bestandteil stabiler Ökosysteme.
Der Gemeine Bienenkäfer ist ein wichtiger Hinweis auf strukturreiche und artenreiche Landschaften mit hoher Insektenvielfalt.
Aufnahme von Dieter Zinßer
- Bienenkäfer auf weißer Margerite
Artenschutz in Franken®
Flieder (Syringa)
Flieder (Syringa) – Duftender Frühlingsbote zwischen Gartenkultur und Klimawandel
21/22.05.2026
Als der alte Naturpfad am Dorfrand nach vielen Jahren wieder freigeschnitten wurde, entdeckte man zwischen überwucherten Steinen einen Fliederstrauch, der offenbar schon Jahrzehnte dort stand. Niemand wusste mehr genau, wer ihn einst gepflanzt hatte. Doch jedes Frühjahr, wenn die ersten warmen Tage kamen, öffneten sich seine violetten Blütenrispen und erfüllten die Luft mit ihrem süßen Duft. Spaziergänger blieben stehen, Bienen summten zwischen den Blüten, und Kinder pflückten vorsichtig einzelne Zweige für die heimischen Vasen.
Der Flieder wurde zu einem stillen Zeichen dafür, wie eng Natur und menschliche Erinnerung miteinander verbunden sein können. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass selbst robuste Pflanzen heute unter veränderten Umweltbedingungen leiden – oft unbemerkt.
21/22.05.2026
- Eine kleine Geschichte aus dem Mai
Als der alte Naturpfad am Dorfrand nach vielen Jahren wieder freigeschnitten wurde, entdeckte man zwischen überwucherten Steinen einen Fliederstrauch, der offenbar schon Jahrzehnte dort stand. Niemand wusste mehr genau, wer ihn einst gepflanzt hatte. Doch jedes Frühjahr, wenn die ersten warmen Tage kamen, öffneten sich seine violetten Blütenrispen und erfüllten die Luft mit ihrem süßen Duft. Spaziergänger blieben stehen, Bienen summten zwischen den Blüten, und Kinder pflückten vorsichtig einzelne Zweige für die heimischen Vasen.
Der Flieder wurde zu einem stillen Zeichen dafür, wie eng Natur und menschliche Erinnerung miteinander verbunden sein können. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass selbst robuste Pflanzen heute unter veränderten Umweltbedingungen leiden – oft unbemerkt.
Artbeschreibung des Flieders
Der Flieder gehört zur Gattung Syringa innerhalb der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Die ursprünglich aus Südosteuropa und Asien stammenden Arten werden seit Jahrhunderten in europäischen Gärten kultiviert. Besonders bekannt ist der Gemeine Flieder (Syringa vulgaris), der wegen seiner auffälligen Blüten und seines intensiven Duftes geschätzt wird.
Flieder wächst meist als mehrstämmiger Strauch, seltener als kleiner Baum, und erreicht Höhen von zwei bis sieben Metern. Seine herzförmigen Blätter erscheinen im Frühjahr frischgrün und bilden einen schönen Kontrast zu den dichten Blütenständen. Die Blütenfarben reichen von Weiß über Rosa bis zu kräftigem Violett.
Die Blütezeit liegt überwiegend zwischen April und Juni. In dieser Zeit stellt der Flieder eine wertvolle Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten dar, darunter Wildbienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber. Besonders ältere, ungefüllte Sorten bieten reichlich Nektar und Pollen.
Flieder bevorzugt sonnige Standorte und durchlässige Böden. Er gilt als relativ robust und winterhart, weshalb er sich in Parks, Bauerngärten, Hecken und an Waldrändern weit verbreitet hat.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Der Flieder gehört zur Gattung Syringa innerhalb der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Die ursprünglich aus Südosteuropa und Asien stammenden Arten werden seit Jahrhunderten in europäischen Gärten kultiviert. Besonders bekannt ist der Gemeine Flieder (Syringa vulgaris), der wegen seiner auffälligen Blüten und seines intensiven Duftes geschätzt wird.
Flieder wächst meist als mehrstämmiger Strauch, seltener als kleiner Baum, und erreicht Höhen von zwei bis sieben Metern. Seine herzförmigen Blätter erscheinen im Frühjahr frischgrün und bilden einen schönen Kontrast zu den dichten Blütenständen. Die Blütenfarben reichen von Weiß über Rosa bis zu kräftigem Violett.
Die Blütezeit liegt überwiegend zwischen April und Juni. In dieser Zeit stellt der Flieder eine wertvolle Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten dar, darunter Wildbienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber. Besonders ältere, ungefüllte Sorten bieten reichlich Nektar und Pollen.
Flieder bevorzugt sonnige Standorte und durchlässige Böden. Er gilt als relativ robust und winterhart, weshalb er sich in Parks, Bauerngärten, Hecken und an Waldrändern weit verbreitet hat.
Aufnahme von Dieter Zinßer
Artenschutz in Franken®
Eiben (Taxus)
Die alte Eibe am Waldrand
21/22.05.2026
Im Herbst leuchteten ihre roten Samenmäntel zwischen den dunkelgrünen Nadeln hervor und lockten Vögel an. Für zahlreiche Tiere bot der Baum Schutz, Nahrung und Rückzugsräume. Doch obwohl Eiben als widerstandsfähig gelten, sind auch sie von den Veränderungen moderner Landschaften betroffen. Ihr langsames Wachstum und ihre besonderen Lebensraumansprüche machen sie empfindlich gegenüber menschlichen Eingriffen und ökologischen Veränderungen.
21/22.05.2026
- Am Rand eines stillen Waldpfades stand eine alte Eibe, deren dunkle Äste sich weit über den moosigen Boden ausbreiteten. Viele Generationen von Menschen waren an ihr vorbeigegangen, ohne ihr besonderes Alter zu erkennen. Während ringsum Bäume gefällt wurden, Stürme über den Wald zogen und trockene Sommer die Landschaft veränderten, blieb die Eibe über Jahrzehnte hinweg ein fester Bestandteil des Waldes.
Im Herbst leuchteten ihre roten Samenmäntel zwischen den dunkelgrünen Nadeln hervor und lockten Vögel an. Für zahlreiche Tiere bot der Baum Schutz, Nahrung und Rückzugsräume. Doch obwohl Eiben als widerstandsfähig gelten, sind auch sie von den Veränderungen moderner Landschaften betroffen. Ihr langsames Wachstum und ihre besonderen Lebensraumansprüche machen sie empfindlich gegenüber menschlichen Eingriffen und ökologischen Veränderungen.
Die Eibe – ein außergewöhnlicher und zugleich giftiger Nadelbaum
Die Eiben, botanisch Taxus, gehören zu den ältesten noch existierenden Baumgattungen Europas. Besonders bekannt ist die Europäische Eibe (Taxus baccata), die in weiten Teilen Europas heimisch ist. Eiben wachsen als immergrüne Sträucher oder Bäume und können ein sehr hohes Alter erreichen. Einzelne Exemplare werden auf mehrere hundert bis über tausend Jahre geschätzt.
Charakteristisch sind die weichen, dunkelgrünen Nadeln und die leuchtend roten Samenmäntel, die im Herbst erscheinen. Anders als viele andere Nadelbäume bildet die Eibe keine klassischen Zapfen aus. Die roten Fruchtmäntel dienen Vögeln als Nahrung, wodurch die Samen verbreitet werden.
Die Eibe wächst vergleichsweise langsam und bevorzugt schattige bis halbschattige Standorte mit nährstoffreichen, lockeren Böden. Häufig findet man sie in naturnahen Mischwäldern, an Waldrändern, in Schluchten oder in alten Parkanlagen.
Besonders bemerkenswert ist ihre hohe Regenerationsfähigkeit. Selbst aus alten Stämmen kann die Eibe erneut austreiben. Gleichzeitig zählt sie zu den giftigsten heimischen Gehölzen Europas.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Eiben, botanisch Taxus, gehören zu den ältesten noch existierenden Baumgattungen Europas. Besonders bekannt ist die Europäische Eibe (Taxus baccata), die in weiten Teilen Europas heimisch ist. Eiben wachsen als immergrüne Sträucher oder Bäume und können ein sehr hohes Alter erreichen. Einzelne Exemplare werden auf mehrere hundert bis über tausend Jahre geschätzt.
Charakteristisch sind die weichen, dunkelgrünen Nadeln und die leuchtend roten Samenmäntel, die im Herbst erscheinen. Anders als viele andere Nadelbäume bildet die Eibe keine klassischen Zapfen aus. Die roten Fruchtmäntel dienen Vögeln als Nahrung, wodurch die Samen verbreitet werden.
Die Eibe wächst vergleichsweise langsam und bevorzugt schattige bis halbschattige Standorte mit nährstoffreichen, lockeren Böden. Häufig findet man sie in naturnahen Mischwäldern, an Waldrändern, in Schluchten oder in alten Parkanlagen.
Besonders bemerkenswert ist ihre hohe Regenerationsfähigkeit. Selbst aus alten Stämmen kann die Eibe erneut austreiben. Gleichzeitig zählt sie zu den giftigsten heimischen Gehölzen Europas.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Eibe - einzelne Frucht
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Schwarze Wegameise (Lasius niger)
Schwarze Wegameise (Lasius niger) – Kleine Baumeisterin mit großer Bedeutung
21/22.05.2026
Nach einem warmen Sommerregen blieb ein Junge am Rand eines Kiesweges stehen. Zwischen den feuchten Steinen herrschte plötzlich reges Treiben. Winzige schwarze Ameisen liefen in langen Reihen über den Boden, trugen kleine Pflanzenreste oder verschwanden in schmalen Öffnungen zwischen den Steinen. Geduldig setzte sich der Junge ins Gras und beobachtete die Tiere. Während ringsum alles ruhig wirkte, arbeitete unter seinen Füßen ein perfekt organisierter Staat.
Eine einzelne Ameise entdeckte einen Wassertropfen auf einem Blatt und tastete vorsichtig mit ihren Fühlern darüber. Für den Jungen war es nur ein kleiner Moment. Für die Ameisen jedoch bedeutete jeder Tropfen Nahrung, Orientierung und Überleben.
Solche Begegnungen zeigen, wie eng selbst die kleinsten Lebewesen mit unserer Umwelt verbunden sind – und wie wichtig sie für das Gleichgewicht der Natur bleiben.
21/22.05.2026
- Eine Begegnung am Gartenweg
Nach einem warmen Sommerregen blieb ein Junge am Rand eines Kiesweges stehen. Zwischen den feuchten Steinen herrschte plötzlich reges Treiben. Winzige schwarze Ameisen liefen in langen Reihen über den Boden, trugen kleine Pflanzenreste oder verschwanden in schmalen Öffnungen zwischen den Steinen. Geduldig setzte sich der Junge ins Gras und beobachtete die Tiere. Während ringsum alles ruhig wirkte, arbeitete unter seinen Füßen ein perfekt organisierter Staat.
Eine einzelne Ameise entdeckte einen Wassertropfen auf einem Blatt und tastete vorsichtig mit ihren Fühlern darüber. Für den Jungen war es nur ein kleiner Moment. Für die Ameisen jedoch bedeutete jeder Tropfen Nahrung, Orientierung und Überleben.
Solche Begegnungen zeigen, wie eng selbst die kleinsten Lebewesen mit unserer Umwelt verbunden sind – und wie wichtig sie für das Gleichgewicht der Natur bleiben.
Artbeschreibung der Schwarzen Wegameise
Die Schwarze Wegameise gehört zur Art Lasius niger und zählt zu den häufigsten Ameisenarten Mitteleuropas. Sie besiedelt Gärten, Wiesen, Parks, Waldränder und sogar Städte. Besonders häufig findet man ihre Nester unter Steinen, Gehwegplatten oder in trockenen Böden.
Arbeiterinnen erreichen eine Körperlänge von etwa drei bis fünf Millimetern und besitzen eine dunkelbraune bis schwarze Färbung. Die Königinnen sind deutlich größer und können mehrere Jahre alt werden. Während der Schwarmzeit im Sommer verlassen geflügelte Jungköniginnen und Männchen ihre Nester, um neue Kolonien zu gründen.
Die Schwarze Wegameise lebt in großen Staaten mit klarer Arbeitsteilung. Arbeiterinnen kümmern sich um Nahrungssuche, Nestbau und Brutpflege. Besonders bekannt ist ihre Beziehung zu Blattläusen: Die Ameisen schützen die Läuse vor Fressfeinden und erhalten dafür den süßen Honigtau als Nahrung.
Ökologisch erfüllt die Art wichtige Aufgaben. Sie lockert Böden, verteilt Pflanzensamen und dient zahlreichen Tieren als Nahrungsquelle. Gleichzeitig beeinflusst sie das ökologische Gleichgewicht vieler kleiner Lebensräume.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
Die Schwarze Wegameise gehört zur Art Lasius niger und zählt zu den häufigsten Ameisenarten Mitteleuropas. Sie besiedelt Gärten, Wiesen, Parks, Waldränder und sogar Städte. Besonders häufig findet man ihre Nester unter Steinen, Gehwegplatten oder in trockenen Böden.
Arbeiterinnen erreichen eine Körperlänge von etwa drei bis fünf Millimetern und besitzen eine dunkelbraune bis schwarze Färbung. Die Königinnen sind deutlich größer und können mehrere Jahre alt werden. Während der Schwarmzeit im Sommer verlassen geflügelte Jungköniginnen und Männchen ihre Nester, um neue Kolonien zu gründen.
Die Schwarze Wegameise lebt in großen Staaten mit klarer Arbeitsteilung. Arbeiterinnen kümmern sich um Nahrungssuche, Nestbau und Brutpflege. Besonders bekannt ist ihre Beziehung zu Blattläusen: Die Ameisen schützen die Läuse vor Fressfeinden und erhalten dafür den süßen Honigtau als Nahrung.
Ökologisch erfüllt die Art wichtige Aufgaben. Sie lockert Böden, verteilt Pflanzensamen und dient zahlreichen Tieren als Nahrungsquelle. Gleichzeitig beeinflusst sie das ökologische Gleichgewicht vieler kleiner Lebensräume.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Schwarze Wegameise (Lasius niger) auf einer Wolfsmilch (Euphorbia), deren nektarähnliche Pflanzensäfte viele Insekten anziehen.
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