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Der mutige Star auf Frühlingsreise
Der mutige Star auf Frühlingsreise
Hoch über Feldern, Flüssen und Städten flog ein kleiner Vogel mit glänzend dunklem Gefieder. Sein Name war Star, genauer gesagt der Star (Sturnus vulgaris). Den ganzen Winter hatte er in warmen Ländern verbracht. Dort gab es genug Nahrung und milde Temperaturen. Doch nun spürte er, dass es Zeit war zurückzukehren.
Der Frühling wartete in seiner alten Heimat.
Der Star flog viele Tage. Unter ihm zogen Wälder, Flüsse und Städte vorbei. Manchmal ruhte er sich auf einem Baum aus, manchmal schloss er sich anderen Staren an. Gemeinsam flogen sie in großen Schwärmen durch den Himmel, drehten elegante Kurven und sahen dabei aus wie eine tanzende Wolke. Endlich erreichte der Star seine vertrauten Wiesen.
Die Suche nach einem Partner
Als die Tage länger wurden, begann für den Star eine besonders wichtige Zeit: die Paarungszeit. Der Star setzte sich auf einen Ast und begann zu singen. Sein Gesang war erstaunlich. Er konnte viele verschiedene Geräusche nachahmen: Vogelrufe, Pfeifen und manchmal sogar das Quietschen eines Gartentores.
Mit seinem Gesang wollte er zeigen:
„Hier bin ich! Ich bin stark und habe ein gutes Revier!“
Schon bald kam ein anderer Star vorbei – ein Weibchen. Sie beobachtete ihn aufmerksam. Gefiel ihr sein Gesang und sein Verhalten, konnte aus ihnen ein Paar werden. Nach einigen Tagen beschlossen die beiden: Sie würden gemeinsam eine Familie gründen.
Ein Zuhause für die Küken
Nun begann die Suche nach einem Nistplatz. Der Star (Sturnus vulgaris) baut sein Nest gerne in Höhlen: in alten Bäumen, Mauerspalten oder auch in speziellen Nistkästen, die Menschen aufhängen. Das Star-Paar fand schließlich eine kleine Höhle in einem alten Baum am Rand einer Wiese.
Fleißig sammelten sie Material:
Schicht für Schicht entstand ein gemütliches Nest.
Bald legte das Weibchen mehrere bläuliche Eier in das Nest. Nun begann das Brüten. Die Eltern wechselten sich ab, damit die Eier immer warm blieben.
Die hungrigen Küken
Nach einigen Tagen hörte man leise Geräusche aus dem Nest.
Piep! Piep!
Die Küken waren geschlüpft. Die kleinen Stare waren noch nackt und blind. Sie konnten nicht fliegen und waren vollkommen auf ihre Eltern angewiesen. Sobald ein Elternvogel im Nest landete, sperrten sie ihre gelben Schnäbel weit auf.
Der Star und seine Partnerin hatten nun viel zu tun. Den ganzen Tag flogen sie über Wiesen und suchten nach Nahrung:
Immer wieder kehrten sie zum Nest zurück, um ihre Jungen zu füttern.Langsam wuchsen Federn, die Küken wurden stärker und begannen neugierig aus der Höhle zu schauen.
Gefahren für den Star
Doch das Leben eines Star (Sturnus vulgaris) ist nicht immer leicht. Auf seiner Reise und auch in seiner Heimat gibt es viele Gefahren.
Greifvögel wie der Falke können Stare jagen. Katzen schleichen manchmal unter Bäumen, in denen Nester sind. Starke Stürme können Nester beschädigen. Auch Veränderungen durch Menschen können Schwierigkeiten machen. Alte Bäume mit Höhlen werden manchmal gefällt, und geeignete Nistplätze werden seltener. Außerdem finden Stare in manchen Landschaften weniger Insekten, weil sich die Umwelt verändert. Deshalb sind sichere Lebensräume und Nistkästen für viele Stare sehr wichtig.
Der erste Flug
Eines Tages war es soweit.Die jungen Stare hatten kräftige Flügel bekommen. Sie standen am Eingang der Höhle und blickten auf die große Welt hinaus.Der Vater flog vor und rief laut.Die Mutter wartete auf einem Ast.Dann nahm das erste Küken all seinen Mut zusammen.
Flatter!
Es sprang aus dem Nest und flog ein kleines Stück durch die Luft. Die anderen folgten bald.Die jungen Stare mussten noch viel lernen: fliegen, Nahrung finden und Gefahren erkennen. Doch mit der Hilfe ihrer Eltern gelang ihnen das immer besser.
Ein neuer Schwarm
Als der Sommer voranschritt, trafen sich immer mehr Stare auf den Wiesen. Junge und alte Vögel flogen gemeinsam durch die Luft und bildeten große Schwärme. Der kleine Star, der einst als Küken im Nest saß, war nun selbst ein guter Flieger geworden.Und eines Tages, wenn der Herbst wieder kommt, wird auch er eine große Reise antreten – genau wie seine Eltern.Doch bis dahin genießt er den Sommerhimmel.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Hoch über Feldern, Flüssen und Städten flog ein kleiner Vogel mit glänzend dunklem Gefieder. Sein Name war Star, genauer gesagt der Star (Sturnus vulgaris). Den ganzen Winter hatte er in warmen Ländern verbracht. Dort gab es genug Nahrung und milde Temperaturen. Doch nun spürte er, dass es Zeit war zurückzukehren.
Der Frühling wartete in seiner alten Heimat.
Der Star flog viele Tage. Unter ihm zogen Wälder, Flüsse und Städte vorbei. Manchmal ruhte er sich auf einem Baum aus, manchmal schloss er sich anderen Staren an. Gemeinsam flogen sie in großen Schwärmen durch den Himmel, drehten elegante Kurven und sahen dabei aus wie eine tanzende Wolke. Endlich erreichte der Star seine vertrauten Wiesen.
Die Suche nach einem Partner
Als die Tage länger wurden, begann für den Star eine besonders wichtige Zeit: die Paarungszeit. Der Star setzte sich auf einen Ast und begann zu singen. Sein Gesang war erstaunlich. Er konnte viele verschiedene Geräusche nachahmen: Vogelrufe, Pfeifen und manchmal sogar das Quietschen eines Gartentores.
Mit seinem Gesang wollte er zeigen:
„Hier bin ich! Ich bin stark und habe ein gutes Revier!“
Schon bald kam ein anderer Star vorbei – ein Weibchen. Sie beobachtete ihn aufmerksam. Gefiel ihr sein Gesang und sein Verhalten, konnte aus ihnen ein Paar werden. Nach einigen Tagen beschlossen die beiden: Sie würden gemeinsam eine Familie gründen.
Ein Zuhause für die Küken
Nun begann die Suche nach einem Nistplatz. Der Star (Sturnus vulgaris) baut sein Nest gerne in Höhlen: in alten Bäumen, Mauerspalten oder auch in speziellen Nistkästen, die Menschen aufhängen. Das Star-Paar fand schließlich eine kleine Höhle in einem alten Baum am Rand einer Wiese.
Fleißig sammelten sie Material:
- trockene Gräser
- kleine Zweige
- weiche Federn
- Moos
Schicht für Schicht entstand ein gemütliches Nest.
Bald legte das Weibchen mehrere bläuliche Eier in das Nest. Nun begann das Brüten. Die Eltern wechselten sich ab, damit die Eier immer warm blieben.
Die hungrigen Küken
Nach einigen Tagen hörte man leise Geräusche aus dem Nest.
Piep! Piep!
Die Küken waren geschlüpft. Die kleinen Stare waren noch nackt und blind. Sie konnten nicht fliegen und waren vollkommen auf ihre Eltern angewiesen. Sobald ein Elternvogel im Nest landete, sperrten sie ihre gelben Schnäbel weit auf.
Der Star und seine Partnerin hatten nun viel zu tun. Den ganzen Tag flogen sie über Wiesen und suchten nach Nahrung:
- Insekten
- Würmer
- Larven
- kleine Beeren
Immer wieder kehrten sie zum Nest zurück, um ihre Jungen zu füttern.Langsam wuchsen Federn, die Küken wurden stärker und begannen neugierig aus der Höhle zu schauen.
Gefahren für den Star
Doch das Leben eines Star (Sturnus vulgaris) ist nicht immer leicht. Auf seiner Reise und auch in seiner Heimat gibt es viele Gefahren.
Greifvögel wie der Falke können Stare jagen. Katzen schleichen manchmal unter Bäumen, in denen Nester sind. Starke Stürme können Nester beschädigen. Auch Veränderungen durch Menschen können Schwierigkeiten machen. Alte Bäume mit Höhlen werden manchmal gefällt, und geeignete Nistplätze werden seltener. Außerdem finden Stare in manchen Landschaften weniger Insekten, weil sich die Umwelt verändert. Deshalb sind sichere Lebensräume und Nistkästen für viele Stare sehr wichtig.
Der erste Flug
Eines Tages war es soweit.Die jungen Stare hatten kräftige Flügel bekommen. Sie standen am Eingang der Höhle und blickten auf die große Welt hinaus.Der Vater flog vor und rief laut.Die Mutter wartete auf einem Ast.Dann nahm das erste Küken all seinen Mut zusammen.
Flatter!
Es sprang aus dem Nest und flog ein kleines Stück durch die Luft. Die anderen folgten bald.Die jungen Stare mussten noch viel lernen: fliegen, Nahrung finden und Gefahren erkennen. Doch mit der Hilfe ihrer Eltern gelang ihnen das immer besser.
Ein neuer Schwarm
Als der Sommer voranschritt, trafen sich immer mehr Stare auf den Wiesen. Junge und alte Vögel flogen gemeinsam durch die Luft und bildeten große Schwärme. Der kleine Star, der einst als Küken im Nest saß, war nun selbst ein guter Flieger geworden.Und eines Tages, wenn der Herbst wieder kommt, wird auch er eine große Reise antreten – genau wie seine Eltern.Doch bis dahin genießt er den Sommerhimmel.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Starenmännchen im Balzverhalten ... dahinter das Männchen
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