Sie alle engagieren sich gemeinsam mit Artenschutz in Franken® für eine intakte Umwelt
ARTENSCHUTZ IN FRANKEN®

Im Sinne uns nachfolgender Generationen
Ausgezeichnet

Home

Über Uns

Aktuelles

Der Steigerwald

Diverses

Pflanzen

Projekte

Publikationen

Tiere

Umweltbildung

Webcams
Sie befinden sich hier:
Tiere
>
Vögel
>
Uhu
Seite:
1
|
2
|
3
|
4
|
5
|
6
|
7
|
8
|
9
|
10
|
11
|
12
|
13
|
14
|
15
|
16
Der Uhu in Bayern
Bild zum Eintrag (61577-160)
Weiblicher Uhu in Brutnische
Bild zum Eintrag (22646-160)
Ulrich Lanz LBV - Referat Artenschutz -
Bild zum Eintrag (22648-160)
Im Bild bei einer Projektreihe im Jahre 2003.
Uhu
Bild zum Eintrag (22651-160)
Die Gattung Bubo umfasst in Europa zwei Arten: Den namensgebenden europäischen Uhu (Bubo bubo) und die nordeuropäische Schneeeule. Letztere wird erst seit kurzem aufgrund genetischer Untersuchungen als Bubo scandicus in eine Gattung mit dem Uhu eingeordnet.



Name
Das deutsche "Uhu" ist lautmalerisch vom zweisilbigen Balzruf des Uhus abgeleitet, ebenso die lateinische Artbezeichnung "Bubo" und die meisten mundartlichen Bezeichnungen im deutschen Sprachraum (Bubu, Schuhu etc.).


Kennzeichen
Schon seine Größe von an die 70 cm und bis zu 180 cm Spannweite, der massige Körper und der dicke Kopf machen den Uhu fast unverwechselbar. Mit seinem in hellen und dunklen Brauntönen gemusterten Gefieder ist er trotz seiner Größe im Wald und selbst am Brutplatz bestens getarnt. Der weiße Kehlfleck ist nur bei rufenden Tieren sichtbar.



Lautäußerungen
Im großen Lautrepertoire des Uhus ist am bekanntesten der weittragende Balzgesang: das zweisilbige "buhoo" des Männchens und das hellere "uhju" des Weibchens. Als Alarmruf wird ein graureiherähnliches "gräck" ausgestoßen. Jungvögel betteln ab einem Alter von vier bis fünf Wochen mit lautem, heiseren Schnarren.



Nahrung
Der Uhu ist Nahrungsopportunist: Sein Beutespektrum reicht von Feldmäusen, Ratten und Igeln über Kaninchen und Feldhasen bis zu Vögeln von Singvogel- bis Bussardgröße. Gelegentlich werden sogar Fische oder Amphibien erbeutet.



Brutbiotop
Der Uhu ist in Mitteleuropa überwiegend Felsbrüter. Steinbrüche sind ein wichtiger Sekundärlebensraum. Baum- und vor allem Bodenbruten kommen ebenfalls regelmäßig vor, wo Brutmöglichkeiten an Felsen fehlen, regional auch gehäuft, zum Beispiel in Schleswig-Holstein.



Fortpflanzung
Die Paarbildung erfolgt während der Herbstbalz im Oktober und November. Bruten werden meist im März, zum Teil auch schon im Februar begonnen. Nach 34 Tagen Brut schlüpfen ein bis drei, in seltenen Fällen auch vier oder gar fünf Jungvögel.



Entwicklung der Jungvögel
Die Jungvögel sind mit etwa zehn Wochen flugfähig, verlassen den Horst aber bereits Wochen zuvor und zerstreuen sich in der Umgebung des Brutplatzes. Auch nach dem Flüggewerden werden die Jungvögel noch lange versorgt, bis sie im August schließlich selbstständig sind.

Wanderungen
Der Uhu ist in Europa Standvogel und gilt als äußerst standorttreu. Auch die Jungvögel wandern meist nur 50 bis 80 km ab.



Lebensraum
Der Uhu besiedelt als Offenlandjäger offene, reich gegliederte Kulturlandschaften mit einem kleinräumigen Mosaik aus verschiedenen landwirtschaftlichen Nutzungsformen, Heckenzügen und Feldgehölzen. Ausgedehnte Waldgebiete und Agrarsteppen werden gemieden.



Bestand und Verbreitung
Das Brutareal des europäischen Uhus reicht von Südwesteuropa und Nordafrika über den europäischen Kontinent ostwärts bis nach Sibirien, in den Nahen Osten, Südindien und Südchina. Deutschland beherbergt derzeit etwa 850 Uhupaare. Verbreitungsschwerpunkte sind die Mittelgebirge Süd- und Westdeutschlands, die Alpen und Schleswig-Holstein.



Bestandsentwicklung
Seit dem Bestandstief Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich der Uhu (ausgehend von Bayern, Thüringen und Sachsen und unterstützt durch Wiederansiedlungsprojekte) wieder auf fast ganz Deutschland ausgebreitet. Sein Bestand gilt als stabil und insgesamt sogar noch leicht zunehmend. Regional, beispielsweise in Teilen Bayerns, gibt es in jüngerer Zeit allerdings auch gegenläufige Tendenzen.



Gefährdung
Der Bestand des Uhus kann noch nicht als gesichert gelten: Noch ist er von der Fortführung der intensiven Schutzmaßnahmen abhängig. Neben der Verfolgung durch den Menschen, die heute keine entscheidende Rolle mehr spielt, gibt es folgende Hauptgefährdungsursachen:
Hauptgefährdungsursachen

·         Verluste durch Stromschlag und Leitungsanflug an ungesicherten Mittelspannungstrassen

·         Störungen an den Brutplätzen, z.B. durch Klettersportler

·         der Verlust wichtiger Sekundärlebensräume in Steinbrüchen durch Verfüllung

·         vermutlich auch Verschlechterungen des Nahrungsangebots durch Nutzungsveränderungen in der Agrarlandschaft


Quellenangabe NABU / Landesbund für Vogelschutz
Seite:
1
|
2
|
3
|
4
|
5
|
6
|
7
|
8
|
9
|
10
|
11
|
12
|
13
|
14
|
15
|
16
Aktueller Ordner:
Vögel
Parallele Themen:
Alpendohle Alpenschneehuhn Alpenstrandläufer Amsel Amsel - Doku Repro 2017 Auerhuhn Austernfischer Bachstelze Baikalente Bartgeier Bartmeise Basstölpel Baumfalke Bekassine Bergfink Beutelmeise Bienenfresser Birkenzeisig Birkhuhn Bläßgans Blässhuhn Blaukehlchen Blaumeise Blauracke Bluthänfling Blutspecht Brachvogel Brandgans Brandseeschwalbe Brauner Pelikan Braunkehlchen Brautente Bruchwasserläufer Buchfink Buntspecht Bussard Dohle Dompfaff Dorngrasmücke Dreifarbreiher Dreizehenmöwe Dreizehenspecht Drosselrohrsänger Dunkler Wasserläufer Eichelhäher Eiderente - Seevogel des Jahres 2019 Eisente - Seevogel des Jahres 2017 Eisvogel Elster Erlenzeisig Falkenraubmöwe Fasan Fasanenkampf Feldlerche - Vogel des Jahres 2019 Feldschwirl Feldsperling Felsentaube Fichtenkreuzschnabel Fischadler Fitis Flamingo Flußseeschwalbe Flussregenpfeifer Flussuferläufer Gänsegeier Gänsesäger Gartenbaumläufer Gartengrasmücke Gartenrotschwanz Gebirgstelze Gerfalke Girlitz Goldammer Goldregenpfeifer Grünfink Grünreiher Grünschenkel Grünspecht Grauammer Graugans Graugans-Hybrid Graureiher Graureiher vs.Eisvogel&Blässhuhn Grauschnäpper Grauspecht Große Brachvogel Große Rohrdommel Großtrappe Höckerschwan Habicht - Vogel des Jahres 2015 Habichtskauz Halsbandschnäpper Haselhuhn Haubenlerche Haubenmeise Haubentaucher Hausrotschwanz Haussperling Heckenbraunelle Heidelerche Heringsmöwe Hohltaube Hybridgans - Grau und Kanadagans Ibis Kampfläufer Kanadagans Kernbeißer Kiebitz Klappergrasmücke Kleiber Kleiber Naturhöhle Kleinspecht Knäkente Kohlmeise Kolbenente Kolkrabe Kormoran Kornweihe Kranich Krickente Kuckuck Kuhreiher Kurzschnabelgans Löffelente Löffler Lachmöwe Lannerfalke Mäusebussard Mönchsgrasmücke Mandarinente Mantelmöwe Mauersegler Mehlschwalbe Merlin – Der kleinste Falke Europas ... Misteldrossel Mittelmeermöwe Mittelspecht Moorente Moorschneehuhn Mornellregenpfeifer Nachtigall Nachtreiher Nebelkrähe Neuntöter Nilgans Nilgans - Baumbrut Nonnengans Nymphensittich Ohrentaucher Ortolan Pelikan Pfeifenente Pfuhlschnepfe Pirol Prachttaucher Purpurreiher Rabenkrähe Rallenreiher Raubseeschwalbe Raubwürger Rauchschwalbe Raufußkauz Rebhuhn Reiherente Ringelgans Ringeltaube Rohrammer Rohrweihe Rosaflamingo Rosalöffler Rosenstar Rossicus-Saatgans Rostgans Rotdrossel Rotfußfalke Rothalstaucher Rotkehlchen Rotkehlpieper Rotkopfwürger Rotmilan Rotschenkel Rotschulterstärling Säbelschnäbler Saatgans Saatkrähe Sakerfalke Sandregenpfeifer Schafstelze Scharlachsichler/Roter Ibis Schellente Schilfrohrsänger Schleiereule Schnatterente Schneeeule Schneesichler Schreiadler Schwanzmeise Schwarzbrauenalbatros Schwarzhalstaucher Schwarzkehlchen Schwarzkopfmöve Schwarzmilan Schwarzspecht Schwarzstorch Seeadler Seeregenpfeifer Seidenreiher Seidenschwanz Sichelstrandläufer Silbermöwe Silberreiher Singdrossel Singschwan Skua Sommergoldhähnchen Sperber Sperbereule Sperlingskauz Spießente Spornammer Star Steinadler Steinhuhn Steinkauz Steinschmätzer Steinwälzer Stelzenläufer Stieglitz Stockente Stockente Hybrid Strandpieper Streifengans Sturmmöwe Sumpfmeise Sumpfohreule Türkentaube Tafelente Tannenhäher Tannenmeise Teichhuhn Teichrohrsänger test daniel Trauerschnäpper Trauerschwan Trauerseeschwalbe Trottellumme Turmfalke Turteltaube Uferschnepfe Uferschwalbe Uhu Uhu - Brutplatz in Gefahr 2016 Uhu als Kulturfolger Uhu und Wildschwein Unglückshäher Wachholderdrossel Wachtel (Europäische) Wachtelkönig Waldbaumläufer Waldkauz Waldlaubsänger Waldohreule Waldrapp Waldschnepfe Waldwasserläufer Wanderfalke Wasseramsel Wasserralle Webervogel Weißbartseeschwalbe Weißkopf Seeadler Weißstorch Wendehals Wespenbussard Wiedehopf Wiesenpieper Wiesenweihe Wintergoldhähnchen Zaunkönig Ziegenmelker Zilpzalp Zwergdommel Zwergohreneule Zwergsäger Zwergschwan Zwergstrandläufer Zwergtaucher