Sie alle engagieren sich gemeinsam mit Artenschutz in Franken® für eine intakte Umwelt
ARTENSCHUTZ IN FRANKEN®

Im Sinne uns nachfolgender Generationen
Ausgezeichnet

Home

Über Uns

Aktuelles

Der Steigerwald

Diverses

Pflanzen

Projekte

Publikationen

Tiere

Umweltbildung

Webcams
Sie befinden sich hier:
Tiere
>
Vögel
>
Brandseeschwalbe
Seite:
1
|
2
Brandseeschwalbe - Seevogel des Jahres 2015
Bild zum Eintrag (71463-160)
Pressemitteilung Verein Jordsand zum Schutze der Seevögel und der Natur e.V.


25.12.2014

Brandseeschwalbe ist Seevogel des Jahres 2015

Ahrensburg -
Die Brandseeschwalbe ist der Seevogel des Jahres 2015. Der elegante Fischfänger brütet in Deutschland nur auf vier Nordseeinseln und an zwei Stellen der Ostsee. Rund 7.300 Paare wurden in diesem Jahr gezählt. Das teilte der Verein Jordsand zum Schutze der Seevögel und der Natur am Samstag bei der Vorstellung der gefährdeten Vogelart in Ahrensburg (Schleswig-Holstein) mit.

„Brandseeschwalben nisten fast ausnahmslos in streng geschützten Gebieten. Anderswo sind die Störungen von Menschen und Prädatoren zu groß“, sagte derJordsand-Vorsitzende Eckart Schrey. Außerdem nehmen zur Brutzeit im Frühsommer Sturmfluten aufgrund des Klimawandels zu. „Da werden manchmal ganze Bruten vernichtet.“ Zudem könne starke Industriefischerei das Nahrungsangebot an kleinen Fischen mindern.

Etwa 40 Zentimeter groß und mit 90 Zentimetern Flügellänge ist dieseSeeschwalbenart, wissenschaftlicher Name Thalasseus sandvicensis, etwas kleiner als Lachmöwen. Charakteristisch sind weißes Gefieder, silbergraue Oberflügel, schwarzer Schnabel mit gelber Spitze und ein schwarzer
Federschopf. Weithin zu hören sind die lauten „kürick-kürick“-Rufe. Eng zusammengerückt brüten sie in großen Kolonien von bis zu Tausenden Paaren.

Die Vegetation der Brutreviere in Dünen und auf Salzwiesen darf nicht zu hoch sein. Hauptnahrung der Vögel sind Sandaale und kleine Heringsartige.Die meisten Brutpaare, insgesamt 3.211, zogen in diesem Jahr auf der niedersächsischen Insel Baltrum Junge groß. Den einzigen ständig besetzten Brutplatz mit 2.725 Familien beherbergt die Hallig Norderoog. Das Eiland im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer vor Husum war 1909 vom Verein Jordsand gekauft worden, um Seevögel zu schützen.

Damals hatten Freizeitjäger, Eiersammler und Abschuss für Modezwecke – Federn wurden zu
Hutschmuck verarbeitet – viele Seevogelkolonien vernichtet. Weitere Brutorte sind die vom Verein Jordsand betreute Insel Neuwerk in der Elbemündung, Minsener Oog östlich von Wangerooge sowie das NSG Langenwerder, die Inseln .....



Quellenangabe/Fotonachweis


- http://www.jordsand.eu/index.php?id=460

-
Titelbild - Klaus Fiedler / Verein Jordsand zum Schutze der Seevögel und der Natur e.V.

Verein Jordsand zum Schutze der Seevögel und der Natur e.V.
Wulfsdorf
Bornkampsweg 35
22926 Ahrensburg
Telefon 04102 - 32656
Telefax 04102 - 31983

E-Mail: info@jordsand.de
Internet: www.jordsand.de

Telefon: 04102/519892 oder
E-Mail: karin.paulig@jordsand.de

Bornkampsweg 35,
22926 Ahrensburg/Wulfsdorf


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®


A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -
Brandseeschwalbe - Seevogel des Jahres 2015
Bild zum Eintrag (71464-160)
... Kirr / Barther Oie in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Population der
Atlantikküsten sowie in Nord- und Ostsee von Irland bis Estland umfasst vermutlich nicht mehr als knapp 70.000 Paare. Die größten Bestände haben Großbritannien, die Niederlande, Deutschland und Dänemark.

Neben kleinen Vorkommen im Mittelmeer sind zudem das Schwarze und das Kaspische Meer besiedelt. Nach der Brutzeit von Mai bis späten Juli ziehen die heimischen Vögel entlang der Atlantikküste bis nach Südafrika. Die meisten überwintern vor Westafrika und werden dort massiv gejagt. Brandseeschwalben reagieren zu Beginn der Brutzeit im April/Mai vehement auf Störungen. Von Jahr zu Jahr können Brutplätze schnell aufgegeben und neue auch weit entfernt gesucht werden. „Deshalb ist es wichtig, dass Schutzgebiete in einem guten und ungestörten Zustand sind“, betonte der Biologe und Jordsand-Vorsitzende Eckart Schrey.

Gemäß der EU-Vogelschutzrichtlinie trage Deutschland eine besondere Verantwortung zum Erhalt dieser seltenen Vogelart.

  • Steckbrief Brandseeschwalbe
  • Ordnung: Charadriiformes – Wat-, Alken- und Möwenvögel
  • Familie: Sternidae - Seeschwalben
  • Art: Brandseeschwalbe (Thalasseus sandvicensis)
  • Verbreitung: Nordost-Atlantik, Nord- und Ostsee mit Irland, Großbritannien,
Frankreich, Belgien, Niederlande, Deutschland, Dänemark, Polen, Estland,
Schweden. Schwerpunkt in Nordseeländern. Mittelmeer: Spanien, Italien.
Eurasien: Schwarzes und Kaspisches Meer.

  • Bestandszahlen: Brutpopulation Atlantik, Nord- und Ostsee knapp 70.000. In
Deutschland im Jahr 2014 rund 7.300. Größte Kolonien auf Baltrum
(Niedersachsen) und Norderoog (Schleswig-Holstein). Schwarzes Meer ca.
20.000-65.000, Kaspisches Meer 6.500-10.000. Bestände meist stark
schwankend, insgesamt abnehmend.

  • Lebensraum: Meeresküsten, Inseln, Halbinseln mit niedriger Vegetation, Dünen,Sand- und Kiesbänke, Salzwiesen. An Meer- und Brackwasser gebunden.
  • Kennzeichen: Mit 37-43 cm größte heimische Seeschwalbe, etwas kleiner alsLachmöwe. Schmale lange Flügel 85 bis 97 cm. Oberseite silbergrau, Unterseiteweiß, Handschwingen mit dunklem Keil. Kopfkappe schwarz mit oft gesträubtem Federschopf. Schnabel schlank mit gelber Spitze. Laute Rufe „kürick-kürick“,“kjirrik-kjirrik“, „kekekek“ etc. Bei Fischjagd auf Sandaal und Heringe Stoßtaucher aus 2 bis 10 Metern Höhe ins Meer.
  • Brut: Koloniebrüter in extremer Dichte von bis zu Tausenden von Tieren...
In der Aufnahme von Harro H. Müller

- Brandseeschwalben über Kolonie, Norderoog
Brandseeschwalbe - Seevogel des Jahres 2015
Bild zum Eintrag (71465-160)
... Nestabstand nur 30 bis 60 cm. Erste Brut mit 3 bis 4 Jahren.

  • Beginn EndeApril/Anfang Mai. 1 bis 2 Eier, selten 3. Brutdauer 22-26 Tage, manchmal Nachgelege. Küken nach 25-35 Tagen flügge. Brut oft in Nachbarschaft von Lachmöwen, zum Teil mit anderen Seeschwalben.
  • Bruterfolg: 0 bis 1,9 Junge pro Paar. Stark abhängig von äußeren Einflüssen. Bei Fluten im Frühsommer oft Totalverluste. Hohe Sterberate bei Nahrungsmangel generell und Stürmen.
  • Wanderungen: Europäische Vögel ziehen im September/Oktober der Atlantikküste folgend nach Westafrika und bis Südafrika. Brutvögel im Osten überwintern vom Schwarzen Meer bis Mittelmeer, Arabische See, Persischer Golf sowie bis Sri Lanka und Kenia.
  • Lebenszyklus: Sterblichkeit von Jungvögeln 45-61 Prozent pro Jahr, Altvögel 25- 30 Prozent. Ältester europäischer Ringvogel 30 Jahre und 9 Monate.
  • Gefahren: Störungen von Touristen und Freizeitsport. Nahrungsmangel.Industriefischerei auf Sandaale und kleine Heringsarten. Eingriffe bei Küstenschutzmaßnahmen und Landnutzung. Starker Vegetationswuchs in Brutgebieten. Geringe Abwehr von Raubtieren wie Füchse. Kükenraub durch Großmöwen. Umweltgifte. Hochfluten zur Brutzeit und steigender Meeresspiegel.
  • Starke Bejagung in Westafrikas Rastgebieten.
  • Rote Liste: Die Brandseeschwalbe steht auf der Vorwarnliste der in Deutschland gefährdeten Vogelarten. Gemäß der EU-Vogelschutzrichtlinie trägt die Bundesrepublik eine besondere Verantwortung zum Erhalt dieser Vogelart.

Für Rückfragen steht gern zur Verfügung:
Verein Jordsand e.V.
Bornkampsweg 35
22926 Ahrensburg/Wulfsdorf
Telefon: 04102 / 51 98 92
Zentrale : 04102 / 32 656
E-Mail : karin.paulig@jordsand.de
Web : www.jordsand.de



Quellenangabe

Für Rückfragen steht gern zur Verfügung:
Verein Jordsand e.V.
Bornkampsweg 35
22926 Ahrensburg/Wulfsdorf
Telefon: 04102 / 51 98 92
Zentrale : 04102 / 32 656
E-Mail : karin.paulig@jordsand.de
Web : www.jordsand.de

In der Aufnahme von Sebastian Conradt

- Brandseeschwalben brütend, Norderoog


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®


A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



Seite:
1
|
2
Aktueller Ordner:
Vögel
Parallele Themen:
Alpendohle Alpenschneehuhn Alpenstrandläufer Amsel Amsel - Doku Repro 2017 Auerhuhn Austernfischer Bachstelze Baikalente Bartgeier Bartmeise Basstölpel Baumfalke Bekassine Bergfink Beutelmeise Bienenfresser Birkenzeisig Birkhuhn Bläßgans Blässhuhn Blaukehlchen Blaumeise Blauracke Bluthänfling Blutspecht Brachvogel Brandgans Brandseeschwalbe Brauner Pelikan Braunkehlchen Brautente Bruchwasserläufer Buchfink Buntspecht Bussard Dohle Dompfaff Dorngrasmücke Dreifarbreiher Dreizehenmöwe Dreizehenspecht Drosselrohrsänger Dunkler Wasserläufer Eichelhäher Eiderente - Seevogel des Jahres 2019 Eisente - Seevogel des Jahres 2017 Eisvogel Elster Erlenzeisig Falkenraubmöwe Fasan Fasanenkampf Feldlerche - Vogel des Jahres 2019 Feldschwirl Feldsperling Felsentaube Fichtenkreuzschnabel Fischadler Fitis Flamingo Flußseeschwalbe Flussregenpfeifer Flussuferläufer Gänsegeier Gänsesäger Gartenbaumläufer Gartengrasmücke Gartenrotschwanz Gebirgstelze Gerfalke Girlitz Goldammer Goldregenpfeifer Grünfink Grünreiher Grünschenkel Grünspecht Grauammer Graugans Graugans-Hybrid Graureiher Graureiher vs.Eisvogel&Blässhuhn Grauschnäpper Grauspecht Große Brachvogel Große Rohrdommel Großtrappe Höckerschwan Habicht - Vogel des Jahres 2015 Habichtskauz Halsbandschnäpper Haselhuhn Haubenlerche Haubenmeise Haubentaucher Hausrotschwanz Haussperling Heckenbraunelle Heidelerche Heringsmöwe Hohltaube Hybridgans - Grau und Kanadagans Ibis Kampfläufer Kanadagans Kernbeißer Kiebitz Klappergrasmücke Kleiber Kleiber Naturhöhle Kleinspecht Knäkente Kohlmeise Kolbenente Kolkrabe Kormoran Kornweihe Kranich Krickente Kuckuck Kuhreiher Kurzschnabelgans Löffelente Löffler Lachmöwe Lannerfalke Mäusebussard Mönchsgrasmücke Mandarinente Mantelmöwe Mauersegler Mehlschwalbe Merlin – Der kleinste Falke Europas ... Misteldrossel Mittelmeermöwe Mittelspecht Moorente Moorschneehuhn Mornellregenpfeifer Nachtigall Nachtreiher Nebelkrähe Neuntöter Nilgans Nilgans - Baumbrut Nonnengans Nymphensittich Ohrentaucher Ortolan Pelikan Pfeifenente Pfuhlschnepfe Pirol Prachttaucher Purpurreiher Rabenkrähe Rallenreiher Raubseeschwalbe Raubwürger Rauchschwalbe Raufußkauz Rebhuhn Reiherente Ringelgans Ringeltaube Rohrammer Rohrweihe Rosaflamingo Rosalöffler Rosenstar Rossicus-Saatgans Rostgans Rotdrossel Rotfußfalke Rothalstaucher Rotkehlchen Rotkehlpieper Rotkopfwürger Rotmilan Rotschenkel Rotschulterstärling Säbelschnäbler Saatgans Saatkrähe Sakerfalke Sandregenpfeifer Schafstelze Scharlachsichler/Roter Ibis Schellente Schilfrohrsänger Schleiereule Schnatterente Schneeeule Schneesichler Schreiadler Schwanzmeise Schwarzbrauenalbatros Schwarzhalstaucher Schwarzkehlchen Schwarzkopfmöve Schwarzmilan Schwarzspecht Schwarzstorch Seeadler Seeregenpfeifer Seidenreiher Seidenschwanz Sichelstrandläufer Silbermöwe Silberreiher Singdrossel Singschwan Skua Sommergoldhähnchen Sperber Sperbereule Sperlingskauz Spießente Spornammer Star Steinadler Steinhuhn Steinkauz Steinschmätzer Steinwälzer Stelzenläufer Stieglitz Stockente Stockente Hybrid Strandpieper Streifengans Sturmmöwe Sumpfmeise Sumpfohreule Türkentaube Tafelente Tannenhäher Tannenmeise Teichhuhn Teichrohrsänger test daniel Trauerschnäpper Trauerschwan Trauerseeschwalbe Trottellumme Turmfalke Turteltaube Uferschnepfe Uferschwalbe Uhu Uhu - Brutplatz in Gefahr 2016 Uhu als Kulturfolger Uhu und Wildschwein Unglückshäher Wachholderdrossel Wachtel (Europäische) Wachtelkönig Waldbaumläufer Waldkauz Waldlaubsänger Waldohreule Waldrapp Waldschnepfe Waldwasserläufer Wanderfalke Wasseramsel Wasserralle Webervogel Weißbartseeschwalbe Weißkopf Seeadler Weißstorch Wendehals Wespenbussard Wiedehopf Wiesenpieper Wiesenweihe Wintergoldhähnchen Zaunkönig Ziegenmelker Zilpzalp Zwergdommel Zwergohreneule Zwergsäger Zwergschwan Zwergstrandläufer Zwergtaucher