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Großer Brachvogel
Bild zum Eintrag (35942-160)
Der Große Brachvogel


Die Geschichte des Großen Brachvogels in Mitteleuropa ist - wie bei vielen Vogelarten - eng verknüpft mit der Geschichte der Landwirtschaft. Ohne den Schutz geeigneter Mähwiesen als Biotop kann der stark bedrohte Vogel nicht überleben.

Name und Verwandtschaft
Der Große Brachvogel (Numenius arquata) gehört zur Familie der meist langbeinigen und langschnäbeligen Schnepfen (Scolopacidae) und zur Ordnung der Schnepfen-, Möwen- und Alkenvögel (Charadriiformes).

Kennzeichen
Wie sein Name vermuten lässt, handelt es sich um die größte Brachvogelart. Auffällig für den graubraun gefleckten Vogel ist sein langer, kräftiger und gebogener Schnabel. Diesen nutzt er, um Nahrung vom Boden aufzupicken, aus Erdlöchern und Flachwasser zu entnehmen, oder durch Sondieren im weichen Substrat aufzuspüren.


Stimme
Im Flug klingt sein Ruf flötend bis heiser tlüih oder chrürüi, bei Erregung tüi tüi tüi tüi sowie am Boden gúig gúig. Sein melancholisch klingender Gesang besteht aus guug-guug-guug Lauten und kann vor der Landung in einen Triller übergehen, der am Ende allmählich absinkt und leiser wird (trüt-trüt-türürrü).

Nahrung
Der Große Brachvogel ernährt sich überwiegend von Kleintieren, im Binnenland zum Teil auch von Pflanzen. Er frisst bevorzugt Wirbellose aus den oberen Bodenschichten und von der Oberfläche, wie Regenwürmer, Asseln, viele Insekten, kleine Mollusken, im Watt auch kleine Krebstierchen.

Lebensraum
Offene und feuchte - selten auch trockene - Flächen zählen zu den Brutplätzen des Großen Brachvogels, der ursprünglich wohl vor allem in Moorgebieten heimisch war. In Mitteleuropa ist er früher oft auf Streuwiesen anzutreffen gewesen, in den letzten Jahrzehnten dagegen je nach Bewirtschaftungsintensität auf Mähwiesen. Ackerbruten können sich bei der üblicherweise hohen Bearbeitungsfrequenz kaum auf Dauer halten.

Fortpflanzung
Der Große Brachvogel baut sein Nest meist in niedriger Vegetation muldenförmig am Boden. Frühestens Ende März legt er 2 bis 5 bräunliche bis grünliche Eier, die meist dunkler gefleckt sind. Die Bebrütung dauert 27 bis 29 Tage. Mit 5 Wochen sind die Küken flügge. Ersatzgelege kommen besonders im intensiv bewirtschafteten Kulturland häufiger vor.

Verbreitung
Der Große Brachvogel ist von Europa bis Sibirien in zwei Unterarten verbreitet. Im nördlichen und östlichen Europa gibt es noch zusammenhängendere Verbreitungsgebiete, die nach Süden und Westen hin lückiger werden.

Bestand
Der europäische Bestand wird auf etwa 220.000 Brutpaare (ohne Russland) geschätzt. In Deutschland brüten noch etwa 3.200 bis 4.000 Paare. Dazu kommen jedoch übersommernde Nichtbrüter, speziell an der Nordseeküste. Somit gilt der Große Brachvogel als stark bedroht und ist in den meisten Roten Listen Mitteleuropas verzeichnet.

Gefährdung
Entscheidend für den gravierenden Bestandsrückgang des Brachvogels in den letzten Jahrzehnten ist die Verschlechterung oder Zerstörung geeigneter Bruthabitate. Dafür sind maßgeblich der Umbruch von Grünland und die Intensivierung der verbliebenen Grünlandbewirtschaftung verantwortlich.

Forderungen zum Schutz
Dem Brachvogel gelang zwar stellenweise eine Anpassung an die intensiv genutzte Agrarlandschaft, doch leben hier meist überalterte Populationen mit nur sehr geringer Nachwuchsrate. Ein ausreichender Bruterfolg im Kulturland setzt voraus, dass dem Brachvogel auf den Nutzungsflächen genügend Zeit zum Brüten bleibt. Mähtermine sollten darauf abgestimmt werden. Verbliebenes Feuchtgrünland und Niedermoore sind extensiv zu nutzen beziehungsweise zu pflegen.


Quellenangabe: NABU Deutschland / http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/vogeldesjahres/1982-dergrossebrachvogel/

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.
Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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