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Ortolan
Ortolan
Bild zum Eintrag (74010-160)
Artenhilfsprogramm Ortolan

Ortolan in Bayern – ein Projekt zur Förderung der Artenvielfalt in der Mainfränkischen Kulturlandschaft


Der Ortolan ist in ganz Mitteleuropa schon seit den 1950er Jahren auf dem Rückzug. Als typischer Bodenbrüter in klimatisch begünstigten Agrarlandschaften leidet die seltene Ammernart stark unter der Intensivierung der Landwirtschaft: Sie macht es ihr schwer, geeignete Standorte zur Anlage seines Nestes zu finden und entzieht ihr immer mehr die Nahrungsgrundlage. Dies vor allem ist der Grund dafür, dass der Ortolan hierzulande heute nur noch in wenigen Verbreitungsinseln als Brutvogel vorkommt.

Das einzige verbliebene Vorkommen ganz Süd- und Westdeutschlands liegt in Bayern – in den fruchtbaren Ackerbauregionen Mainfrankens. Bis vor wenigen Jahren erreichte der Ortolan dort noch bundesweit einmalig hohe Bestandsdichten. In jüngster Zeit gehen aber auch dort die Bestände stark zurück und das Brutareal schrumpft Jahr um Jahr – die wenigen verbliebenen Reviere konzentrieren sich immer mehr auf wenige Verbreitungszentren, während viele frühere Vorkommen am Rand des Brutgebietes verwaist sind.

Aufgrund dieser bedrohlichen Entwicklung hat das Bayerische Landesamt für Umwelt den Ortolan 2006 in den Mittelpunkt eines neuen Programms gestellt, das sich das ehrgeizige Ziel gesetzt hat, den fortschreitenden Bestandsrückgangs des Ortolans in der intensiv genutzten Agrarlandschaft Mainfrankens aufzuhalten und zu verhindern, dass auch dieses letzte Vorkommen in ganz Süd- und Westdeutschland in den nächsten Jahren erlischt.

Quelle

- http://www.lfu.bayern.de/natur/artenhilfsprogramme_voegel/ortolan/index.htm




Ortolan
Bild zum Eintrag (74011-160)
Steckbrief Ortolan

Wissenschaftlicher Name: Emberiza hortulana


  • Größe    mit 15 - 16,5 cm etwas kleinere Ammernart als die wesentlich weiter verbreitete Goldammer
  • Kennzeichen
        oberseits dunkel graubraun gestreift, unterseits orangebraun (bei
    Weibchen und Jungvögeln mit feiner Strichelung), dunkler Kinnstreif auf
    hellgelber Kehle. Männchen sind am ungefleckt olivgrauen Kopf, Brustband
    und Kinnstreif von Weibchen zu unterscheiden, wo diese Partien fein
    dunkel gefleckt sind und das Brustband auch nur schwach ausgeprägt ist
  • Gesang
        etwas schwermütig klingelnd, in der zweiten Strophenhälfte
    abfallend, etwa "tsie-tsie-tsie-tsie-drüh-drüh-drüh", aber mit
    zahlreichen regionalen Dialekten
  • Lebensraum     Bodenbrüter in
    kontinental geprägten, verhältnismäßig warmen, niederschlagsarmen
    Agrarlandschaften mit wasserzügigen Böden – in Bayern vor allem in
    Mainfranken. Optimallebensräume sind kleinräumig strukturiert und
    beinhalten neben einer Kombination verschiedener Feldfrüchte,
    Brachflächen, Grünwege etc. Singwarten in Form von Obstbäumen,
    Heckenzügen oder auch Waldrändern. Neststandort meist in Getreide
  • Nahrung    in der Brutzeit überwiegend Insekten, sonst auch verschiedene Sämereien
  • Wanderungen    Langstreckenzieher, Überwinterung in Afrika südlich der Sahara
  • Brut
     
      Rückkehr aus dem Winterquartier meist Ende April, Brutbeginn ab
    Anfang Mai, Zweitgelege möglich.
  • Brutdauer 11 Tage. Nestlingszeit 8 - 10
    Tage, bei schlechter Nahrungsversorgung auch länger
  • Bestand     seit
    den 1950er Jahren starke Bestandsrückgänge in ganz Mitteleuropa. In
    Deutschland heute fast nur noch im Nordosten sowie in einer isolierten
    Verbreitungsinsel in Unter- und Mittelfranken vorkommend. Auch in
    Nordbayern starke Bestandsrückgänge, seit 1989 von etwa 900 Revieren auf
    nur noch derzeit 200 bis 220


Ortolan – Bestand und Gefährdung

Das
Verbreitungsbild des Ortolans in Deutschland ist durch die Bindung an
niederschlagsarme, klimatisch begünstigte Regionen mit wasserzügigen
Böden geprägt: Sie bieten dem Bodenbrüter die besten Chancen für
erfolgreiche Bruten. Solche günstigen klimatischen und geologischen
Bedingungen findet der Ortolan in einem zusammenhängenden
Verbreitungsgebiet im Nordosten Deutschlands – in Niedersachsen,
Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Diese
Bundesländer beherbergen bis heute einen stabilen Bestand von etwa 5.000
– 6.000 Revieren.

Mehr zum Thema

- http://www.lfu.bayern.de/natur/artenhilfsprogramme_voegel/ortolan/bestand_gefaehrdung/index.htm



Artenhilfsprogramm Ortolan - Inhalte und Ergebnisse

Der
Bestandsrückgang des Ortolans im letzten Verbreitungszentrum Süd- und
Westdeutschlands ist weit fortgeschritten – aber noch lässt sich
vielleicht mit konzentrierten Anstrengungen aller Akteure – Naturschutz,
Landwirtschaft Flurbereinigung etc. – der stetige Abwärtstrend stoppen
und das Blatt wenden. Daher hat das Bayerische Landesamt für Umwelt 2006
ein Artenhilfsprogramm für die Agrarvögel Mainfrankens aufgelegt, in
dessen Mittelpunkt bislang vor allem der Ortolan steht.

Der
Ortolanschutz im Rahmen dieses Programms erfolgt mehrgleisig:
Grundlagendatenerfassung, Bestandssicherung und Weiterentwicklung von
Maßnahmen laufen parallel:

Mehr zum Thema

- http://www.lfu.bayern.de/natur/artenhilfsprogramme_voegel/ortolan/inhalt_ergebnisse/index.htm


Quellenangabe

© Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015

Bayerisches Landesamt für Umwelt
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179 Augsburg
Tel.: 08 21/ 9071-0


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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