Dompfaff / Gimpel ( Pyrrhula pyrrhula )
Der Gimpel (Pyrrhula pyrrhula)
An einem frostigen Wintermorgen sitzt ein kleiner, rundlicher Vogel im Apfelbaum eines verschneiten Gartens. Sein Gefieder leuchtet zart rosarot im ersten Licht der Sonne. Während ringsum alles still wirkt, knackt er geschickt eine Samenknospe und schaut aufmerksam in die klare Luft. Ein leiser, melancholischer Pfiff durchbricht die Stille – es ist der Gimpel, der hier seit Tagen Nahrung findet. Für die Beobachterin am Fenster ist er ein seltener Farbtupfer im Grau des Winters, für sich selbst jedoch ist er vor allem eines: ein Überlebenskünstler.
Artbeschreibung: Der Gimpel (Pyrrhula pyrrhula)
Der Gimpel (Pyrrhula pyrrhula), auch Dompfaff genannt, gehört zur Familie der Finken (Fringillidae). Er ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet und bevorzugt strukturreiche Landschaften mit Hecken, Feldgehölzen, Mischwäldern und Gärten.
Charakteristisch ist das auffällige Gefieder des Männchens: Brust und Bauch zeigen ein kräftiges Karminrot bis Rosarot, während Kopf, Flügel und Schwanz schwarz gefärbt sind. Der Rücken ist grau, der Bürzel weiß. Weibchen wirken insgesamt matter und eher bräunlich-rosa gefärbt. Beide Geschlechter besitzen einen kräftigen, kegelförmigen Schnabel – ideal zum Knacken von Samen und Knospen.
Gimpel erreichen eine Körperlänge von etwa 14–16 Zentimetern und wirken durch ihre rundliche Gestalt besonders kompakt. Ihr Flug ist wellenförmig, begleitet von leisen, weichen Ruflauten. Die Nahrung besteht überwiegend aus Samen, Knospen, Beeren und im Sommer ergänzend aus kleinen Insekten.
Die Brutzeit beginnt meist im späten Frühjahr. Das Weibchen baut ein napfförmiges Nest in dichten Sträuchern oder niedrigen Bäumen. In der Regel werden vier bis sechs Eier gelegt, die etwa zwei Wochen bebrütet werden.
Perspektive des Gimpels im Wandel von Lebensraum und Klima
Wie viele Vogelarten steht auch der Gimpel vor Herausforderungen durch Lebensraumveränderungen und den Klimawandel.
Lebensraumveränderung:
Die Intensivierung der Landwirtschaft, das Entfernen von Hecken und Feldgehölzen sowie die zunehmende Versiegelung von Flächen führen zu einem Rückgang geeigneter Brut- und Nahrungsräume. Besonders strukturreiche Landschaften mit abwechslungsreicher Vegetation sind für den Gimpel wichtig. Der Verlust solcher Strukturen kann lokale Bestände schwächen.
Klimawandel:
Steigende Temperaturen und veränderte Niederschlagsmuster beeinflussen die Vegetation und damit das Nahrungsangebot. Wenn sich Knospenbildung und Brutzeit zeitlich verschieben, kann es zu sogenannten „phänologischen Entkopplungen“ kommen – also zu einer zeitlichen Verschiebung zwischen Nahrungsverfügbarkeit und dem Nahrungsbedarf der Jungvögel. Gleichzeitig ermöglicht ein milderes Klima dem Gimpel in manchen Regionen, weiter nördlich zu brüten oder den Winter besser zu überstehen. Dennoch können extreme Wetterereignisse wie Spätfröste oder lange Hitzeperioden negative Auswirkungen haben.
Langfristig hängt die Perspektive des Gimpels stark davon ab, ob ausreichend strukturreiche Lebensräume erhalten oder neu geschaffen werden. Naturnahe Gärten, Heckenpflanzungen und vielfältige Waldränder können dazu beitragen, stabile Populationen zu sichern.
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Besonders der männliche Gimpel fällt im Winter häufig an den Vogelfütterungsstellen auf. Lebt der Dompfaff während der Sommermonate gerne in höhere Regionen zieht es diesen Vogel im Spätherbst in die Niederungen wo man ihn dann häufiger antrifft. Ende April baut der weibliche Part bevorzugt auf Nadelbäumen unweit des Erdbodens sein Nest. In dieses setzt es seine 5 Eier ab. Bebrütet wird das Gelege 14 Tage ausnahmslos vom Weibchen. Gefüttert werden die kleinen Gimpel 16 Tage von beiden Elternteilen, im Frühstadium mit Insekten, später mit Beeren und Knospen. Dompfaffe erreichen Körperlängen von etwa 12,5 - 13 cm, sowie ein Gewicht von bis zu 41 Gramm. Also von der Statur etwa vergleichbar wie der Haussperling.
Dompfaff ( Pyrrhula pyrrhula )
In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- das Weibchen
Männlicher Dompfaff
In der Aufnahme von Thomas Wilhelm
- das Männchen
Dompfaff
In der Aufnahme
- das Männchen
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