Sie alle engagieren sich gemeinsam mit Artenschutz in Franken® für eine intakte Umwelt
ARTENSCHUTZ IN FRANKEN®

Im Sinne uns nachfolgender Generationen
Ausgezeichnet

Home

Über Uns

Aktuelles

Der Steigerwald

Diverses

Pflanzen

Projekte

Publikationen

Tiere

Umweltbildung

Webcams
Sie befinden sich hier:
Tiere
>
Vögel
>
Rotkopfwürger
Sehr selten in Deutschland anzutreffen ...
Bild zum Eintrag (1135312-160)
Der Rotkopfwürger (Lanius senator)

Die Sonne steht noch tief, als ein scharfer Ruf durch die warme Morgenluft eines mediterranen Hügellandes hallt. Auf der Spitze eines alten Obstbaums sitzt ein Vogel, reglos, wachsam. Sein rostroter Kopf hebt sich deutlich vom hellen Gefieder ab. Plötzlich stößt er herab, blitzschnell, und kehrt mit einer großen Heuschrecke im Schnabel zurück. Der Rotkopfwürger ist kein stiller Beobachter – er ist ein Jäger, der offene Landschaften braucht und sie aus erhöhter Position überblickt.

Artbeschreibung: Der Rotkopfwürger (Lanius senator)


Der Rotkopfwürger gehört zur Familie der Würger (Laniidae) und ist ein mittelgroßer Singvogel mit kräftigem Schnabel. Charakteristisch ist der rostrote bis kastanienbraune Kopf, der einen starken Kontrast zum weißen Hals und den schwarz-weißen Flügeln bildet. Eine schwarze Augenmaske verleiht ihm ein markantes Erscheinungsbild. Weibchen und Jungvögel sind insgesamt etwas blasser gefärbt, aber dennoch gut von anderen Würgerarten zu unterscheiden.

Mit einer Körperlänge von etwa 17 bis 19 Zentimetern zählt der Rotkopfwürger zu den größeren Vertretern seiner Familie. Er ernährt sich vor allem von großen Insekten wie Käfern, Heuschrecken und Schmetterlingen, gelegentlich auch von kleinen Wirbeltieren. Typisch für Würger ist das sogenannte „Aufspießen“ der Beute an Dornen oder Zweigen, das als Vorratshaltung und zur Nahrungsverarbeitung dient.

Der Rotkopfwürger brütet vor allem in Süd- und Südosteuropa sowie in Teilen Nordafrikas und Vorderasiens. Er bevorzugt strukturreiche, offene Landschaften mit Büschen, Einzelbäumen, Hecken und extensiv genutzten Flächen. Als Zugvogel überwintert er überwiegend in Afrika südlich der Sahara.

Perspektive der Art im Wandel von Lebensraum und Klima


Der Rotkopfwürger ist eng an traditionelle, vielfältige Kulturlandschaften gebunden. Lebensraumveränderungen stellen daher eine der größten Herausforderungen für die Art dar. Die Intensivierung der Landwirtschaft, der Verlust von Hecken, Feldgehölzen und alten Obstbäumen sowie der Rückgang extensiver Weideflächen führen zu einem deutlichen Mangel an geeigneten Jagd- und Brutplätzen.

Der Klimawandel wirkt zusätzlich auf mehreren Ebenen. Längere Trockenperioden können das Angebot an Insekten verringern, während veränderte Niederschlagsmuster die Struktur der Brutgebiete beeinflussen. Gleichzeitig verschieben sich Zugzeiten und Ankunftsdaten in den Brutgebieten, was zu zeitlichen Ungleichgewichten zwischen Nahrungsangebot und Brutphase führen kann.

Trotz dieser Herausforderungen zeigt der Rotkopfwürger in geeigneten Regionen eine gewisse Anpassungsfähigkeit, sofern strukturreiche Lebensräume erhalten bleiben. Der langfristige Erhalt der Art hängt maßgeblich vom Schutz traditioneller Kulturlandschaften, einer biodiversitätsfreundlichen Landnutzung und dem Erhalt von Gehölzstrukturen ab – sowohl in den Brutgebieten als auch entlang der Zugrouten.

In der Aufnahme von Andreas Lettow
  • Letzmalig im heißen Sommer 2003 konnten wir den Rotkopfwürger in der Bundesrepublik Deutschland erfassen.

    Rotkopfwürger , die eine Körpergröße von bis zu 19 Zentimeter und ein Gewicht von etwa 40 Gramm erreichen, sind bevorzugt Bewohner trockenheißer Mittelmeerregionen. Sobald der Zugvogel gegen Anfang Mai seine Brutgebiete erreicht , wird zeitnah mit der Anlage des Napfnestes begonnen. Gleiches wird ähnlich dem des Neuntöters in bevorzugt Offenlandstrukturen mit eingestreuten Heckenzeilen angelegt.Jedoch legt der Rotkopfwürger auch in ( hohen ) Bäumen ab und an Nistplätze an.

    Sobald der Nistplatz fertig gestellt ist, beginnt das Weibchen mit der Eiablage, bis das Gelege etwa 5 – 7 Eier umfasst. Nach 14 – 15 Tagen schlüpfen die jungen Rotkopfwürger um nach weiteren 20 Tagen den Nistplatz zu verlassen. Gefüttert wurden die Jungen zwischenzeitlich mit Insekten, Reptilien und Kleinvögel. Nach dem Ausfliegen füttern die Altvögel bist zu 22 Tage weiter. 
Aktueller Ordner:
Vögel
Parallele Themen:
Alpendohle Alpenschneehuhn Alpenstrandläufer Amsel Amsel - Doku Repro 2017 Auerhuhn Austernfischer Bachstelze Baikalente Bartgeier Bartmeise Basstölpel Baumfalke Bekassine Bergfink Beutelmeise Bienenfresser Birkenzeisig Birkhuhn Bläßgans Blässhuhn Blaukehlchen Blaumeise Blaumerle Blauracke Bluthänfling Blutspecht Brachvogel Brandgans Brandseeschwalbe Brauner Pelikan Brauner Sichler Braunkehlchen Brautente Bruchwasserläufer Buchfink Buntspecht Bussard Dohle Dompfaff Dorngrasmücke Dreifarbreiher Dreizehenmöwe Dreizehenspecht Drosselrohrsänger Dunkler Wasserläufer Eichelhäher Eiderente Eisente Eissturmvogel Eisvogel Elster Erlenzeisig Falkenraubmöwe Fasan Fasanenkampf Feldlerche Feldschwirl Feldsperling Felsentaube Fichtenkreuzschnabel Fischadler Fitis Flamingo Flußseeschwalbe Flussregenpfeifer Flussuferläufer Gänsegeier Gänsesäger Gartenbaumläufer Gartengrasmücke Gartenrotschwanz Gebirgstelze Gerfalke Girlitz Goldammer Goldregenpfeifer Grünfink Grünreiher Grünschenkel Grünspecht Grauammer Graugans Graugans-Hybrid Graureiher Graureiher vs.Eisvogel&Blässhuhn Grauschnäpper Grauspecht Große Brachvogel Große Rohrdommel Großtrappe Höckerschwan Habicht Habichtskauz Halsbandschnäpper Haselhuhn Haubenlerche Haubenmeise Haubentaucher Hausrotschwanz Haussperling Heckenbraunelle Heidelerche Heringsmöwe Hirtenregenpfeifer Hohltaube Hybridgans - Grau und Kanadagans Ibis Kampfläufer Kanadagans Kappenammer Kernbeißer Kiebitz Klappergrasmücke Kleiber Kleiber Naturhöhle Kleinspecht Knäkente Kohlmeise Kolbenente Kolkrabe Kormoran Kornweihe Kranich Krickente Kuckuck Kuhreiher Kurzschnabelgans Löffelente Löffler Lachmöwe Lannerfalke Mäusebussard Mönchsgrasmücke Mandarinente Mantelmöwe Mauerläufer Mauersegler Mehlschwalbe Merlin Misteldrossel Mittelmeermöwe Mittelspecht Moorente Moorschneehuhn Mornellregenpfeifer Nachtigall Nachtreiher Nebelkrähe Neuntöter Nilgans Nilgans - Baumbrut Nonnengans Nymphensittich Ohrentaucher Ortolan Pelikan Pfau Pfeifenente Pfuhlschnepfe Pirol Prachttaucher Purpurreiher Rötelschwalbe Rabenkrähe Rallenreiher Raubseeschwalbe Raubwürger Rauchschwalbe Raufußkauz Rebhuhn Reiherente Ringelgans Ringeltaube Rohrammer Rohrweihe Rosaflamingo Rosalöffler Rosenstar Rossicus-Saatgans Rostgans Rotdrossel Rotfußfalke Rothalsgans Rothalstaucher Rothuhn (Alectoris rufa) Rotkehlchen Rotkehlpieper Rotkopfwürger Rotmilan Rotschenkel Rotschulterstärling Säbelschnäbler Saatgans Saatkrähe Sakerfalke Sandregenpfeifer Schafstelze Scharlachsichler/Roter Ibis Schellente Schilfrohrsänger Schleiereule Schmutzgeier Schnatterente Schneeeule Schneesichler Schreiadler Schwanzmeise Schwarzbrauenalbatros Schwarzhalstaucher Schwarzkehlchen Schwarzkopfmöve Schwarzmilan Schwarzspecht Schwarzstorch Seeadler Seeregenpfeifer Seidenreiher Seidenschwanz Sichelstrandläufer Silbermöwe Silberreiher Singdrossel Singschwan Skua Sommergoldhähnchen Sperber Sperbereule Sperlingskauz Spießente Spornammer Star Steinadler Steinhuhn Steinkauz Steinschmätzer Steinwälzer Stelzenläufer Sterntaucher Stieglitz Stockente Stockente Hybrid Strandpieper Streifengans Sturmmöwe Sumpfmeise Sumpfohreule Türkentaube Tafelente Tahaweber Tannenhäher Tannenmeise Teichhuhn Teichrohrsänger Trauerschnäpper Trauerschwan Trauerseeschwalbe Triel Trottellumme Turmfalke Turteltaube Uferschnepfe Uferschwalbe Uhu Uhu - Brutplatz in Gefahr 2016 Uhu als Kulturfolger Uhu und Wildschwein Unglückshäher Wüstenbussard Wachholderdrossel Wachtel (Europäische) Wachtelkönig Waldbaumläufer Waldkauz Waldlaubsänger Waldohreule Waldrapp Waldschnepfe Waldwasserläufer Wanderfalke Wasseramsel Wasserralle Webervogel Weißbartseeschwalbe Weißkopf Seeadler Weißstorch Weißwangengans Weidensperling Wendehals Wespenbussard Wiedehopf Wiesenpieper Wiesenweihe Wintergoldhähnchen Zaunammer Zaunkönig Ziegenmelker Zilpzalp Zwergdommel Zwergohreneule Zwergsäger Zwergschwan Zwergseeschwalbe Zwergstrandläufer Zwergtaucher