Turmfalke
Turmfalke (Falco tinnunculus)
Über einer weiten Wiese steht der Vogel scheinbar reglos in der Luft. Die Flügel schlagen rasch, der Schwanz ist gefächert, der Blick fest auf den Boden gerichtet. Für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen, dann löst sich die Spannung in einem kurzen Sturzflug. Der Turmfalke ist zurück in seinem Element – ein vertrauter Anblick über Feldern, an Straßenrändern oder zwischen Siedlungen, der dennoch zunehmend seltener wird.
Artbeschreibung
Der Turmfalke (Falco tinnunculus) ist ein kleiner bis mittelgroßer Greifvogel aus der Familie der Falkenartigen (Falconidae). Mit einer Körperlänge von etwa 32 bis 36 Zentimetern und einer Flügelspannweite von bis zu 75 Zentimetern zählt er zu den häufigsten Greifvögeln Europas. Typisch ist der Geschlechtsdimorphismus: Männchen besitzen einen grauen Kopf und grauen Schwanz, während Weibchen insgesamt brauner gefärbt und stärker gebändert sind.
Charakteristisch für die Art ist das sogenannte Rütteln, bei dem der Vogel im Flug an einer Stelle verharrt, um Beute am Boden zu lokalisieren. Die Hauptnahrung besteht aus Kleinsäugern, insbesondere Feldmäusen, ergänzt durch Insekten, Reptilien und gelegentlich kleine Vögel.
Turmfalken sind anpassungsfähig und nutzen eine Vielzahl von Lebensräumen. Sie kommen in offenen Landschaften, Agrarflächen, an Waldrändern sowie in Siedlungsbereichen vor. Als Brutplätze dienen Felsnischen, Baumhöhlen, alte Krähen- oder Elsternester sowie Gebäude, Türme und speziell angebrachte Nistkästen.
Perspektiven unter Lebensraumveränderung und Klimawandel
Trotz seiner Anpassungsfähigkeit ist der Turmfalke zunehmend von Lebensraumveränderungen betroffen. Die Intensivierung der Landwirtschaft, der Verlust strukturreicher Feldlandschaften und der Rückgang von Brachen führen zu einer Abnahme geeigneter Jagdhabitate und zu einem Rückgang der Beutedichte. Der verstärkte Einsatz von Pestiziden wirkt sich zusätzlich negativ auf das Nahrungsangebot aus.
Der Klimawandel beeinflusst den Turmfalken auf mehreren Ebenen. Veränderte Witterungsverläufe, mildere Winter und zunehmende Extremereignisse können sowohl Brutzeitpunkt als auch Bruterfolg beeinflussen. Während mildere Winter regional zu einer höheren Überlebensrate führen können, stellen längere Regenperioden während der Brutzeit oder extreme Hitzephasen ein erhöhtes Risiko für Jungvögel dar.
Langfristig hängt die Zukunft des Turmfalken von der Erhaltung strukturreicher Offenlandschaften, der Förderung extensiver Bewirtschaftungsformen sowie von Artenschutzmaßnahmen im Siedlungsraum ab. Nistkastenprogramme und eine vielfältige Agrarlandschaft können entscheidend dazu beitragen, diese charakteristische Greifvogelart auch künftig in der Kulturlandschaft zu erhalten.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Eine kurze Geschichte aus der offenen Landschaft
Über einer weiten Wiese steht der Vogel scheinbar reglos in der Luft. Die Flügel schlagen rasch, der Schwanz ist gefächert, der Blick fest auf den Boden gerichtet. Für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen, dann löst sich die Spannung in einem kurzen Sturzflug. Der Turmfalke ist zurück in seinem Element – ein vertrauter Anblick über Feldern, an Straßenrändern oder zwischen Siedlungen, der dennoch zunehmend seltener wird.
Artbeschreibung
Der Turmfalke (Falco tinnunculus) ist ein kleiner bis mittelgroßer Greifvogel aus der Familie der Falkenartigen (Falconidae). Mit einer Körperlänge von etwa 32 bis 36 Zentimetern und einer Flügelspannweite von bis zu 75 Zentimetern zählt er zu den häufigsten Greifvögeln Europas. Typisch ist der Geschlechtsdimorphismus: Männchen besitzen einen grauen Kopf und grauen Schwanz, während Weibchen insgesamt brauner gefärbt und stärker gebändert sind.
Charakteristisch für die Art ist das sogenannte Rütteln, bei dem der Vogel im Flug an einer Stelle verharrt, um Beute am Boden zu lokalisieren. Die Hauptnahrung besteht aus Kleinsäugern, insbesondere Feldmäusen, ergänzt durch Insekten, Reptilien und gelegentlich kleine Vögel.
Turmfalken sind anpassungsfähig und nutzen eine Vielzahl von Lebensräumen. Sie kommen in offenen Landschaften, Agrarflächen, an Waldrändern sowie in Siedlungsbereichen vor. Als Brutplätze dienen Felsnischen, Baumhöhlen, alte Krähen- oder Elsternester sowie Gebäude, Türme und speziell angebrachte Nistkästen.
Perspektiven unter Lebensraumveränderung und Klimawandel
Trotz seiner Anpassungsfähigkeit ist der Turmfalke zunehmend von Lebensraumveränderungen betroffen. Die Intensivierung der Landwirtschaft, der Verlust strukturreicher Feldlandschaften und der Rückgang von Brachen führen zu einer Abnahme geeigneter Jagdhabitate und zu einem Rückgang der Beutedichte. Der verstärkte Einsatz von Pestiziden wirkt sich zusätzlich negativ auf das Nahrungsangebot aus.
Der Klimawandel beeinflusst den Turmfalken auf mehreren Ebenen. Veränderte Witterungsverläufe, mildere Winter und zunehmende Extremereignisse können sowohl Brutzeitpunkt als auch Bruterfolg beeinflussen. Während mildere Winter regional zu einer höheren Überlebensrate führen können, stellen längere Regenperioden während der Brutzeit oder extreme Hitzephasen ein erhöhtes Risiko für Jungvögel dar.
Langfristig hängt die Zukunft des Turmfalken von der Erhaltung strukturreicher Offenlandschaften, der Förderung extensiver Bewirtschaftungsformen sowie von Artenschutzmaßnahmen im Siedlungsraum ab. Nistkastenprogramme und eine vielfältige Agrarlandschaft können entscheidend dazu beitragen, diese charakteristische Greifvogelart auch künftig in der Kulturlandschaft zu erhalten.
In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Turmfalkenpaar bei der Futterübergabe
Sensibler Mäusefänger - der Turmfalke
In der Aufnahme von Andreas Gehrig
- Turmfalke rüttelnd
Kulturfolger - Turmfalke
In der Aufnahme von N. Sprügel
- Turmfalkenpaar am Nistplatz
Turmfalke (Falco tinnunculus )
Den Namen Turmfalke hat der mit einer Länge von 32 – 35 cm und einem Gewicht von rund 200 Gramm, kleine Falke seiner Vorliebe zu verdanken an ( Kirch ) – Türmen menschlicher Siedlungen zu brüten zu verdanken. Jedoch nistet er auch gerne in Krähenhorsten die sich in Baumkronen befinden können.
Besonders während der Brutzeit ist sein Warnruf ki,ki,ki an den Nistplätzen zu vernehmen. Bereits Mitte April haben in diesem Jahr die Turmfalken mit der Eiablage und dem Brüten begonnen. In der Regel legt das Weibchen zwischen 5 und 7 stark braun gefleckten Eier und bebrütet diese rund 30 Tage. Die ersten Jungvögel schlüpfen somit Mitte Mai und verbleiben dann etwa 28 Tage im Nistplatz wo sie von beiden Altvögeln mit Nahrung, meist in Form von Mäusen versorgt werden. Neben diesen Tieren ernährt sich der Turmfalke jedoch auch von Insekten, und ab und an auch Kleinvögeln.
Besonders spektakulär ist der markante Rüttelfug den wir häufig erkennen können. Die Ausfärbung ausgewachsener Turmfalken ist zwischen Männchen und Weibchen recht ähnlich. So ist beim Männchen der braune Rücken mit schwarzen Punkten durchsetzt und der der Kopf hat eine Graufärbung. Das Weibchen zeichnet sich hingegen auch braunem Grund schwarz gebändert und auch der Bauseite gelblich braun mit schwarzen Punkten gefleckt.
Zusammenfassung
Größe: 33cm – 35 cm
Spannweite: 68cm – 74cm
Gewicht: 160 Gramm bis 220 Gramm
Ruf: ki-ki-ki
Nahrung: Kleinsäuger, Insekten, Kleinvögel
Brutbeginn: April
Jahresbrut: 1
Brutdauer: 27 – 29 Tage
Nestlingszeit: 27 – 29 Tage
Bestandsdichte: um 50.000 Brutpaare in Deutschland
Status: derzeit nicht gefährdet
Aufnahme von Peter Hoffmann
Besonders während der Brutzeit ist sein Warnruf ki,ki,ki an den Nistplätzen zu vernehmen. Bereits Mitte April haben in diesem Jahr die Turmfalken mit der Eiablage und dem Brüten begonnen. In der Regel legt das Weibchen zwischen 5 und 7 stark braun gefleckten Eier und bebrütet diese rund 30 Tage. Die ersten Jungvögel schlüpfen somit Mitte Mai und verbleiben dann etwa 28 Tage im Nistplatz wo sie von beiden Altvögeln mit Nahrung, meist in Form von Mäusen versorgt werden. Neben diesen Tieren ernährt sich der Turmfalke jedoch auch von Insekten, und ab und an auch Kleinvögeln.
Besonders spektakulär ist der markante Rüttelfug den wir häufig erkennen können. Die Ausfärbung ausgewachsener Turmfalken ist zwischen Männchen und Weibchen recht ähnlich. So ist beim Männchen der braune Rücken mit schwarzen Punkten durchsetzt und der der Kopf hat eine Graufärbung. Das Weibchen zeichnet sich hingegen auch braunem Grund schwarz gebändert und auch der Bauseite gelblich braun mit schwarzen Punkten gefleckt.
Zusammenfassung
Größe: 33cm – 35 cm
Spannweite: 68cm – 74cm
Gewicht: 160 Gramm bis 220 Gramm
Ruf: ki-ki-ki
Nahrung: Kleinsäuger, Insekten, Kleinvögel
Brutbeginn: April
Jahresbrut: 1
Brutdauer: 27 – 29 Tage
Nestlingszeit: 27 – 29 Tage
Bestandsdichte: um 50.000 Brutpaare in Deutschland
Status: derzeit nicht gefährdet
Aufnahme von Peter Hoffmann
Turmfalke (Falco tinnunculus )
Aufnahme von Peter Hoffmann
Der Turmfalke
Wärend der Jungenaufzuchzeit greift sich der Turmfalke ( in der Aufnahme ein Männchen ) hie und da unvorsichtige Beutevögel und trägt mit diesem Verhaltensmuster zur Stabilisierung der Artenvielfalt bei ....
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