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Buchfink Männchen
Bild zum Eintrag (1135602-160)
Der Buchfink (Fringilla coelebs) – vertraute Stimme unserer Landschaft

Ein klarer Frühlingsmorgen im Park. Noch liegt Tau auf dem Gras, als von hoch oben ein kraftvoller, melodiöser Gesang erklingt. Auf einem Ast sitzt ein kleiner Vogel, richtet sich auf und trägt sein Lied weit in die Umgebung. Zwischen den Bäumen huscht Bewegung, doch der Sänger bleibt unbeirrt. Der Buchfink markiert sein Revier – ein vertrauter Klang, der vielen Menschen seit Kindheitstagen begleitet.

Artbeschreibung

Der Buchfink (Fringilla coelebs) gehört zu den häufigsten und bekanntesten Singvögeln Mitteleuropas. Er ist etwa 14 bis 16 Zentimeter groß und fällt besonders durch den ausgeprägten Geschlechtsunterschied im Gefieder auf. Männchen zeigen im Frühjahr eine auffällige Färbung mit blaugrauem Kopf, rostbrauner Brust und weißen Flügelbinden, während Weibchen deutlich unauffälliger graubraun gefärbt sind.

Buchfinken sind anpassungsfähige Vögel und besiedeln unterschiedlichste Lebensräume. Sie kommen in Wäldern, Parks, Gärten, Alleen und strukturreichen Kulturlandschaften vor. Ihre Nahrung besteht je nach Jahreszeit aus Samen, Knospen und Beeren sowie aus Insekten und Spinnen, die insbesondere während der Brutzeit eine wichtige Rolle für die Aufzucht der Jungvögel spielen.

Lebensraum, Veränderungen und Zukunftsperspektive

Der Buchfink profitiert grundsätzlich von seiner Anpassungsfähigkeit, dennoch bleibt auch er nicht von den Veränderungen der Landschaft verschont. Der Verlust strukturreicher Lebensräume, das Verschwinden von Hecken, alten Bäumen und vielfältigen Grünflächen sowie eine intensive Bewirtschaftung führen zu einer Verarmung des Nahrungsangebots.

Der Klimawandel wirkt sich zusätzlich auf den Jahresrhythmus des Buchfinks aus. Mildere Winter können das Zugverhalten verändern, da immer mehr Tiere in ihren Brutgebieten verbleiben. Gleichzeitig verschieben sich Blühzeiten und das Auftreten von Insekten, was zu einer zeitlichen Entkopplung zwischen Nahrungsangebot und Brutzeit führen kann. Extreme Wetterereignisse wie lange Trockenperioden oder Starkregen beeinflussen zudem den Bruterfolg.

Auch wenn der Buchfink derzeit noch als vergleichsweise häufig gilt, zeigt er stellvertretend, wie selbst anpassungsfähige Arten auf stabile, vielfältige Lebensräume angewiesen sind. Der Erhalt naturnaher Wälder, strukturreicher Gärten und abwechslungsreicher Kulturlandschaften trägt dazu bei, dem Buchfink und vielen anderen Vogelarten auch in Zukunft geeignete Lebensbedingungen zu sichern.


In der Aufnahme von Helga Zinnecker 
  • Männchen 
Buchfink
Bild zum Eintrag (1135601-160)
In der Aufnahme von Albert Meier ... Weibchen 

  • Der Buchfink (Fringilla coelebs)  ... ist ein Singvogel aus der Familie der Finken. Er ist etwa 14 cm groß und hat ein auffälliges Gefieder. Das Männchen hat eine blaugraue Oberseite, einen orangefarbenen Brustbereich und eine weiße Unterseite. Das Weibchen ist eher unscheinbar mit einem braunen Gefieder. Der Buchfink ist in Europa weit verbreitet und kommt auch in Teilen Asiens vor. Er bewohnt vor allem Laub- und Mischwälder, Gärten und Parks. Sein Gesang ist melodisch und besteht aus einer Mischung von trillernden und pfeifenden Tönen. Besonders im Frühling ist der Gesang des Buchfinks sehr laut und markiert sein Revier.
Buchfink
Bild zum Eintrag (1135600-160)

In der Aufnahme von Albert Meier ... Weibchen 

  • Das Nest des Buchfinks wird meist in Bäumen oder Sträuchern gebaut. Es besteht aus Gräsern, Zweigen, Moos und Haaren. Das Weibchen legt etwa 4-6 Eier, die es alleine ausbrütet. Nach etwa 12-14 Tagen schlüpfen die Jungen. Beide Elternteile kümmern sich um die Fütterung der Nestlinge, die hauptsächlich aus Insekten und Samen besteht. Der Buchfink ist ein Zugvogel und verbringt den Winter in wärmeren Regionen Europas. Er ernährt sich dann hauptsächlich von Samen und Früchten. Insgesamt ist der Buchfink ein häufiger und bekannter Vogel, der durch seinen Gesang und sein auffälliges Aussehen leicht zu erkennen ist. 
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