Alpenschneehuhn
Das Alpenschneehuhn (Lagopus muta) – Überleben zwischen Fels, Schnee und Wandel
Eine kleine Geschichte aus dem Hochgebirge
Ein leiser Wind streicht über die grauen Schiefersteine. Nur wenige Schritte entfernt huscht ein kleiner, rundlicher Vogel über den Boden – kaum zu erkennen, so perfekt passt er sich seiner Umgebung an. Das Alpenschneehuhn, ein Meister der Tarnung, bleibt stehen, lauscht und verschwindet dann lautlos hinter einem Schneefeld. Im Sommer graubraun gesprenkelt, im Winter fast ganz weiß – ein Wesen, das seit Jahrtausenden mit dem Rhythmus der Berge lebt.
Artbeschreibung
Das Alpenschneehuhn (Lagopus muta) gehört zur Familie der Raufußhühner (Tetraonidae) und ist ein typischer Bewohner der alpinen und subarktischen Zonen der Nordhalbkugel. In Mitteleuropa besiedelt es vor allem die Hochlagen der Alpen, meist oberhalb der Waldgrenze, zwischen 1.800 und 3.000 Metern. Der kompakte Körperbau, das dichte Federkleid bis hin zu den befiederten Füßen („Raufuß“) und die jahreszeitlich wechselnde Gefiederfarbe sind perfekte Anpassungen an das Leben im Gebirge.
Im Winter trägt das Schneehuhn ein nahezu reines Weiß, das ihm im Schnee Schutz vor Fressfeinden bietet. Im Sommer verwandelt es sich in ein gesprenkeltes Grau-Braun, das in Felsen und Geröll kaum auffällt.
Perspektive des Alpenschneehuhns – Zwischen Schnee und Wandel
„Seit Generationen kenne ich diesen Hang, die Geröllfelder, die windgepeitschten Matten. Hier finde ich Nahrung, Schutz und meine Küken wachsen zwischen den Steinen auf. Doch der Schnee kommt später, schmilzt früher, und das Grün steigt den Berg hinauf. Wo ich einst unsichtbar war, leuchte ich jetzt weiß in der Sonne. Ich bin sichtbar geworden – und verletzlich.“
Mit dem Klimawandel verändert sich der Lebensraum des Alpenschneehuhns dramatisch. Die Schneeflächen ziehen sich zurück, die Vegetationszonen wandern nach oben, und damit schrumpft der Lebensraum dieser hochspezialisierten Art. Hinzu kommen Tourismus, Erschließung durch Wege und Skigebiete sowie eine zunehmende Störung in der Brutzeit.
Als Bewohner eines schmalen ökologischen Bandes zwischen Fels und Schnee steht das Alpenschneehuhn symbolisch für die empfindliche Balance in den Hochgebirgen. Der Erhalt seiner Lebensräume bedeutet nicht nur den Schutz einer einzelnen Art – sondern auch die Bewahrung der letzten Rückzugsorte echter Wildnis in den Alpen.
In der Aufnahme von Helga Zinnecker
Eine kleine Geschichte aus dem Hochgebirge
Ein leiser Wind streicht über die grauen Schiefersteine. Nur wenige Schritte entfernt huscht ein kleiner, rundlicher Vogel über den Boden – kaum zu erkennen, so perfekt passt er sich seiner Umgebung an. Das Alpenschneehuhn, ein Meister der Tarnung, bleibt stehen, lauscht und verschwindet dann lautlos hinter einem Schneefeld. Im Sommer graubraun gesprenkelt, im Winter fast ganz weiß – ein Wesen, das seit Jahrtausenden mit dem Rhythmus der Berge lebt.
Artbeschreibung
Das Alpenschneehuhn (Lagopus muta) gehört zur Familie der Raufußhühner (Tetraonidae) und ist ein typischer Bewohner der alpinen und subarktischen Zonen der Nordhalbkugel. In Mitteleuropa besiedelt es vor allem die Hochlagen der Alpen, meist oberhalb der Waldgrenze, zwischen 1.800 und 3.000 Metern. Der kompakte Körperbau, das dichte Federkleid bis hin zu den befiederten Füßen („Raufuß“) und die jahreszeitlich wechselnde Gefiederfarbe sind perfekte Anpassungen an das Leben im Gebirge.
- Größe: etwa 35 cm
- Gewicht: 400–500 g
- Ernährung: überwiegend Knospen, Beeren, Kräuter und im Winter auch Triebe von Zwergsträuchern
- Lebensweise: standorttreu, bodenbrütend und hervorragend getarnt
Im Winter trägt das Schneehuhn ein nahezu reines Weiß, das ihm im Schnee Schutz vor Fressfeinden bietet. Im Sommer verwandelt es sich in ein gesprenkeltes Grau-Braun, das in Felsen und Geröll kaum auffällt.
Perspektive des Alpenschneehuhns – Zwischen Schnee und Wandel
„Seit Generationen kenne ich diesen Hang, die Geröllfelder, die windgepeitschten Matten. Hier finde ich Nahrung, Schutz und meine Küken wachsen zwischen den Steinen auf. Doch der Schnee kommt später, schmilzt früher, und das Grün steigt den Berg hinauf. Wo ich einst unsichtbar war, leuchte ich jetzt weiß in der Sonne. Ich bin sichtbar geworden – und verletzlich.“
Mit dem Klimawandel verändert sich der Lebensraum des Alpenschneehuhns dramatisch. Die Schneeflächen ziehen sich zurück, die Vegetationszonen wandern nach oben, und damit schrumpft der Lebensraum dieser hochspezialisierten Art. Hinzu kommen Tourismus, Erschließung durch Wege und Skigebiete sowie eine zunehmende Störung in der Brutzeit.
Als Bewohner eines schmalen ökologischen Bandes zwischen Fels und Schnee steht das Alpenschneehuhn symbolisch für die empfindliche Balance in den Hochgebirgen. Der Erhalt seiner Lebensräume bedeutet nicht nur den Schutz einer einzelnen Art – sondern auch die Bewahrung der letzten Rückzugsorte echter Wildnis in den Alpen.
In der Aufnahme von Helga Zinnecker
- Tarnkünstler im Fels: Das Alpenschneehuhn verschmilzt mit seiner Umgebung – perfekt angepasst an Sommer und Winter.
Alpenschneehuhn
In der Aufnahme von Helga Zinnecker
- Empfindliche Balance: Wo Schnee und Stein sich treffen, kämpft das Schneehuhn ums Überleben.
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