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Der Merlin – Der kleinste Falke Europas
Bild zum Eintrag (99064-160)
Der Merlin – Der kleinste Falke Europas zu Gast an der deutschen Nordseeküste

01/02.04.2018

9-8-7
... im Zugvogeltage-Countdown setzt der Merlin die Zeitmarke für den
März. Der kleinste Falke Europas liebt die offenen Flächen unserer
Polder und Salzwiesen, wo er mit wendigem Flug meist dicht über dem
Boden auf Vogeljagd geht.


von Kai Pagenkopf

Morgens
schon sehen, wer abends zu Besuch kommt: Diese Besonderheit der
norddeutschen Landschaft lockt nicht nur viele Touristen an
. Auch
der Merlin, der kleinste Falke Europas, liebt die offenen Flächen
unserer Polder und Salzwiesen, wo er mit schnellem und wendigem Flug
meist dicht über dem Boden auf Vogeljagd geht. Stare, Pieper, Finken und
Lerchen stehen auf seinem Speiseplan, hin und wieder auch mal eine
Drossel, wenngleich diese für den kleinen Greif schon eine echte
Herausforderung darstellt. Schließlich ist er selbst nur unwesentlich
größer als eine Amsel.

Merline brüten im Norden Europas,
Asiens und Amerikas. Die Vögel, die wir bei uns zur Zugzeit und im
Winter im Nationalpark sehen können,
stammen meist aus Skandinavien
und dem Nordwesten Russlands. Dort brüten sie gerne in alten Nestern von
Krähen in unmittelbarer Nähe von Mooren, Heiden und anderen
Offenländern. Eigene Nester bauen sie nicht.

Bereits im
September treffen die ersten Vögel bei uns ein, und während der
Zugvogeltage im Oktober sind jedes Jahr schon einige Vögel
auf den Inseln und am Festland unterwegs. Viele ziehen dann jedoch noch weiter in den Süden und Westen.

Im Winter kann man Merline in weiten Teilen Europas beobachten, besonders gute Chancen hat man jedoch an den Küsten
der südlichen Nordsee. Aber auch bei uns sind sie nirgends häufig und
nicht immer leicht zu beobachten. Dabei ist das Männchen des Merlins mit
seinem schieferblauen Rücken und seiner hellorangen, gestrichelten
Unterseite durchaus eine attraktive Erscheinung. Das Weibchen ist
unscheinbarer braun gefärbt, ohne die Rottöne des vertrauten Turmfalken.
Wie bei vielen Greifvögeln und Falken ist das Weibchen deutlich größer
und kräftiger als das Männchen. Anders als der verwandte Turmfalke
lassen sich Merline nicht in unseren Siedlungen blicken, und auch das
auffällige Rütteln des Turmfalken wird man beim Merlin nicht beobachten
können.

Aber wie ist der kleine Falke zu seinem „zauberhaften“
Namen gekommen? War er gar der Begleiter des gleichnamigen mächtigen
Magier
s aus der Artus-Sage? Nein. Der Name „Merlin“ leitet sich aus
dem mittelhochdeutschen „smirlin“ ab, was einfach nur „Zwergfalke“
bedeutet. Bei unseren niederländischen Nachbarn heißt er „Smelleken“;
hier lässt sich die Namensherkunft noch gut erkennen. Im Deutschen wurde
im Laufe der Zeit das anlautende „s“ mehr und mehr verschluckt, und so
war es vom „mirlin“ zum viel bekannteren Wort „Merlin“ nur noch ein
kleiner Schritt.

Auch wenn der deutsche Name ein wenig in die
Irre führt, verzaubern vermag uns der Merlin mit seinem kraftvollen und
zugleich eleganten Flug
aber doch. Jetzt, im März, lohnt es sich,
die Felder und Wiesen nach dem kleinen Falken abzusuchen. Meist wird man
jedoch eher unverhofft auf den rasanten Flieger treffen, der seine
Beute genau so überrascht wie den Beobachter.

Während der Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ist der Merlin regelmäßig zu beobachten. Die 10. Zugvogeltage finden vom 13. bis zum 21. Oktober 2018 statt.

Dr.
Kai Pagenkopf ist Berater für nachhaltigen Tourismus, unter anderem für
die Zugvogeltage, und seit seiner Jugend begeisterter Vogelbeobachter.



In der Aufnahme
- Merlin

Foto: Gerd-Michael Heinze

Quelle/Aufnahme

Nationalpark Wattenmeer |

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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