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„Miras erstes Abenteuer – Eine junge Amsel entdeckt die Welt“
Ich heiße Mira und bin eine junge Amsel (Turdus merula). Vor ein paar Tagen habe ich mein Nest verlassen. Das war ein aufregender Moment! Ich konnte noch gar nicht richtig fliegen – nur ein bisschen flattern und hüpfen. Aber das ist bei uns Amseln ganz normal. Wir nennen das „Ästlingszeit“. In dieser Zeit lernen wir Schritt für Schritt, wie man sich draußen zurechtfindet.
Mein Nest war hoch oben in einer dichten Hecke gebaut. Dort war ich sicher, zusammen mit meinen Geschwistern. Doch irgendwann wurde es zu eng, und meine Flügel wollten endlich ausprobiert werden. Also bin ich hinaus in die große Welt gehüpft. Jetzt sitze ich meistens gut versteckt im Gebüsch oder im hohen Gras.
Meine Eltern sind immer in der Nähe, auch wenn ich sie nicht sehe. Sie rufen mich mit leisen Lauten, damit ich weiß, wo sie sind. Wenn ich antworte, finden sie mich schnell wieder und bringen mir Futter. Am liebsten esse ich Würmer, kleine Käfer und andere Insekten. Manchmal gibt es auch Beeren – das ist ein besonderer Leckerbissen!
Doch die Welt außerhalb des Nests ist nicht nur spannend, sondern auch gefährlich. Wenn ich ein plötzliches Geräusch höre oder ein Schatten über mich huscht, bleibe ich ganz still sitzen. Das nennt man „Ducken“. Meine Federn sind noch unscheinbar braun gefärbt, damit ich gut getarnt bin. So falle ich kaum auf.
Besonders aufpassen muss ich vor Katzen. Sie schleichen leise und sind sehr geschickt. Wenn meine Eltern eine Katze entdecken, rufen sie laut und warnen mich. Dann weiß ich: Jetzt bloß nicht bewegen! Auch Krähen oder Elstern können gefährlich sein, deshalb bleibe ich lieber gut versteckt.
Manchmal kommen Menschen vorbei. Einige wundern sich, wenn sie mich allein am Boden sehen. Vielleicht denken sie, ich sei aus dem Nest gefallen oder hätte mich verirrt. Aber das stimmt nicht! Ich gehöre genau hierher. Meine Eltern kümmern sich um mich, auch wenn sie gerade unterwegs sind, um Futter zu suchen. Wenn Menschen mich mitnehmen würden, wäre das für mich viel schlimmer, als hier zu bleiben.
Zum Glück gibt es auch viele Menschen, die Bescheid wissen und mich einfach in Ruhe lassen. Manche halten sogar ihre Katzen im Haus oder achten darauf, wo sie laufen – das hilft mir sehr.
Jeden Tag werde ich mutiger. Ich übe fleißig mit meinen Flügeln, schlage sie auf und ab und mache kleine Sprünge. Manchmal schaffe ich schon ein paar Meter durch die Luft! Es ist ein tolles Gefühl, wenn der Wind meine Federn trägt.
Bald werde ich richtig fliegen können. Dann sitze ich vielleicht auf einem Ast, schaue auf die Welt hinunter und erinnere mich an diese spannende Zeit. Und eines Tages, wenn ich groß bin, werde ich selbst singen – so wie mein Vater, dessen melodischer Gesang früh am Morgen durch den Garten klingt.
Bis dahin habe ich noch viel zu lernen. Aber mit der Hilfe meiner Eltern und ein bisschen Rücksicht von euch Menschen schaffe ich das. Wenn ihr also eine junge Amsel wie mich entdeckt: Schaut ruhig kurz hin, aber lasst uns bitte dort, wo wir sind. Wir sind nicht allein – wir wachsen nur gerade auf.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Mein Nest war hoch oben in einer dichten Hecke gebaut. Dort war ich sicher, zusammen mit meinen Geschwistern. Doch irgendwann wurde es zu eng, und meine Flügel wollten endlich ausprobiert werden. Also bin ich hinaus in die große Welt gehüpft. Jetzt sitze ich meistens gut versteckt im Gebüsch oder im hohen Gras.
Meine Eltern sind immer in der Nähe, auch wenn ich sie nicht sehe. Sie rufen mich mit leisen Lauten, damit ich weiß, wo sie sind. Wenn ich antworte, finden sie mich schnell wieder und bringen mir Futter. Am liebsten esse ich Würmer, kleine Käfer und andere Insekten. Manchmal gibt es auch Beeren – das ist ein besonderer Leckerbissen!
Doch die Welt außerhalb des Nests ist nicht nur spannend, sondern auch gefährlich. Wenn ich ein plötzliches Geräusch höre oder ein Schatten über mich huscht, bleibe ich ganz still sitzen. Das nennt man „Ducken“. Meine Federn sind noch unscheinbar braun gefärbt, damit ich gut getarnt bin. So falle ich kaum auf.
Besonders aufpassen muss ich vor Katzen. Sie schleichen leise und sind sehr geschickt. Wenn meine Eltern eine Katze entdecken, rufen sie laut und warnen mich. Dann weiß ich: Jetzt bloß nicht bewegen! Auch Krähen oder Elstern können gefährlich sein, deshalb bleibe ich lieber gut versteckt.
Manchmal kommen Menschen vorbei. Einige wundern sich, wenn sie mich allein am Boden sehen. Vielleicht denken sie, ich sei aus dem Nest gefallen oder hätte mich verirrt. Aber das stimmt nicht! Ich gehöre genau hierher. Meine Eltern kümmern sich um mich, auch wenn sie gerade unterwegs sind, um Futter zu suchen. Wenn Menschen mich mitnehmen würden, wäre das für mich viel schlimmer, als hier zu bleiben.
Zum Glück gibt es auch viele Menschen, die Bescheid wissen und mich einfach in Ruhe lassen. Manche halten sogar ihre Katzen im Haus oder achten darauf, wo sie laufen – das hilft mir sehr.
Jeden Tag werde ich mutiger. Ich übe fleißig mit meinen Flügeln, schlage sie auf und ab und mache kleine Sprünge. Manchmal schaffe ich schon ein paar Meter durch die Luft! Es ist ein tolles Gefühl, wenn der Wind meine Federn trägt.
Bald werde ich richtig fliegen können. Dann sitze ich vielleicht auf einem Ast, schaue auf die Welt hinunter und erinnere mich an diese spannende Zeit. Und eines Tages, wenn ich groß bin, werde ich selbst singen – so wie mein Vater, dessen melodischer Gesang früh am Morgen durch den Garten klingt.
Bis dahin habe ich noch viel zu lernen. Aber mit der Hilfe meiner Eltern und ein bisschen Rücksicht von euch Menschen schaffe ich das. Wenn ihr also eine junge Amsel wie mich entdeckt: Schaut ruhig kurz hin, aber lasst uns bitte dort, wo wir sind. Wir sind nicht allein – wir wachsen nur gerade auf.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
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