Kleinspecht
Der Kleinspecht – ein leiser Zimmermann in den Baumkronen
Es ist ein stiller Morgen am Rand einer alten fränkischen Streuobstwiese. Zwischen knorrigen Obstbäumen, einigen Weiden und einem schmalen Bachlauf erklingt plötzlich eine helle, rasch gereihte Rufserie. Kurz darauf huscht ein kleiner schwarz-weißer Vogel über einen dünnen Ast. Für einen Augenblick ist die rote Kopfplatte des Männchens zu erkennen – dann verschwindet der Vogel wieder im dichten Geäst.
Solche Begegnungen mit dem Kleinspecht sind oft nur von kurzer Dauer. Obwohl er zu den heimischen Spechten gehört, bleibt er vielen Menschen verborgen. Er hält sich bevorzugt im Kronenbereich alter Laubbäume auf und bewegt sich dort geschickt selbst über dünne Zweige. Für Artenschutz in Franken® ist gerade diese unauffällige Art ein eindrucksvoller Hinweis darauf, wie wertvoll alte, strukturreiche Baumbestände für unsere heimische Vogelwelt sind.
Der kleinste Specht Europas
Mit einer Körperlänge von lediglich etwa 14 bis 15 Zentimetern ist der Kleinspecht (Dryobates minor) ungefähr so groß wie eine Kohlmeise. Damit ist er der kleinste europäische Specht. Sein verhältnismäßig kurzer und feiner Schnabel wirkt deutlich zierlicher als der kräftige Meißelschnabel des Buntspechts.
Das Gefieder ist kontrastreich schwarz und weiß gezeichnet. Besonders auffällig sind die hellen Querbänder auf dem dunklen Rücken. Anders als bei mehreren verwandten Spechtarten fehlen dem Kleinspecht die roten Unterschwanzdecken. Das erwachsene Männchen trägt eine rote Scheitelplatte, während dem Weibchen diese rote Zeichnung fehlt.
Auch sein Trommeln klingt feiner und weniger kraftvoll als das größerer Spechte. Vor allem im zeitigen Frühjahr verraten schnelle Trommelwirbel und helle Rufreihen seine Anwesenheit. Häufig ist der Kleinspecht jedoch bereits wieder weitergezogen, bevor es gelingt, ihn zwischen den Zweigen zu entdecken.
Ein Spezialist für alte und lebendige Baumbestände
Der Kleinspecht benötigt keine vollkommen unberührten Wälder. Entscheidend ist vielmehr, dass sein Lebensraum eine große Vielfalt an alten, geschädigten und abgestorbenen Bäumen aufweist. Besonders wohl fühlt er sich in lichten Laubwäldern, Auwaldresten, Erlen- und Weidenbeständen, alten Parkanlagen, Feldgehölzen sowie traditionellen Streuobstwiesen.
Weichhölzer wie Weiden, Pappeln und Erlen spielen eine wichtige Rolle. Ihr morsches Holz lässt sich mit dem kleinen Schnabel leichter bearbeiten als hartes, gesundes Stammholz. Auch abgestorbene Äste in den Kronen alter Obst- und Laubbäume sind für den Kleinspecht von großer Bedeutung.
Aus unserer Sicht bei Artenschutz in Franken® zeigt sich hier besonders deutlich: Ein alter Baum ist weit mehr als eine Ansammlung von Holz. Seine Rindenspalten, morschen Äste, kleinen Höhlungen und abgestorbenen Kronenbereiche bilden gemeinsam einen vielschichtigen Lebensraum. Was auf den ersten Blick unordentlich oder pflegebedürftig erscheinen mag, kann für den Kleinspecht überlebenswichtig sein.
Nahrungssuche in den feinsten Zweigen
Auf der Suche nach Nahrung klettert der Kleinspecht geschickt an Stämmen und Ästen entlang. Häufig untersucht er die äußeren Kronenbereiche, in denen größere Spechte aufgrund ihres Gewichts nur schwer nach Nahrung suchen können. Dabei hängt er mitunter sogar kopfüber an dünnen Zweigen.
Zu seiner Nahrung gehören kleine Insekten, deren Larven, Blattläuse, Spinnen und andere wirbellose Tiere. Diese findet er unter lockerer Rinde, in Spalten, an Knospen oder in bereits angegriffenem Holz. Weil sein Schnabel vergleichsweise fein gebaut ist, hämmert er weniger kräftig als der Buntspecht. Stattdessen liest er viele Beutetiere direkt von Ästen und Rindenoberflächen ab oder stochert vorsichtig in kleinen Hohlräumen.
Ein vielfältiger Baumbestand mit unterschiedlichen Alters- und Zerfallsphasen bietet ihm deshalb über das gesamte Jahr hinweg die besten Voraussetzungen.
Die Kinderstube im morschen Holz
Seine Bruthöhle legt der Kleinspecht bevorzugt in abgestorbenem oder bereits stark zersetztem Holz an. Häufig befinden sich die Höhlen in dünneren Stämmen oder Seitenästen; der Eingang kann sogar auf der Unterseite eines Astes liegen. Beide Altvögel beteiligen sich an der Anlage der Bruthöhle und später an der Versorgung der Jungvögel.
In der Regel wird eine Jahresbrut großgezogen. Das Gelege besteht meist aus vier bis sechs weißen Eiern. Nach dem Schlupf werden die Jungvögel von beiden Elternteilen mit kleinen Insekten und Larven versorgt. Während dieser Zeit ist das Brutpaar auf ergiebige Nahrungsflächen in der näheren Umgebung der Bruthöhle angewiesen.
Gehen ausgerechnet dort alte Bäume, Totholz oder insektenreiche Gehölzstrukturen verloren, kann eine scheinbar kleinflächige Veränderung das gesamte Brutrevier entwerten. Der einzelne Höhlenbaum allein genügt daher nicht. Benötigt wird ein zusammenhängendes Netz aus geeigneten Brut-, Nahrungs- und Rückzugsbereichen.
Der Kleinspecht in Franken
In Bayern ist der Kleinspecht nur lückig verbreitet. In den tieferen Lagen Nordbayerns und damit auch in Teilen Frankens findet er jedoch noch geeignete Lebensräume. Alte Streuobstbestände, feuchte Laubwälder, Bachauen, gewässerbegleitende Gehölze und strukturreiche Parkanlagen können dabei zu wichtigen Rückzugsräumen werden.
Doch viele dieser Lebensräume sind klein geworden und voneinander getrennt. Alte Obstbäume verschwinden, Weiden werden beseitigt, abgestorbene Äste vorschnell entfernt und Ufergehölze stark zurückgeschnitten. Für eine Art, die auf viele unterschiedliche Baumstrukturen innerhalb ihres Reviers angewiesen ist, kann dadurch eine kritische Grenze erreicht werden.
Der Kleinspecht wird in der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands als „gefährdet“ geführt. In Bayern steht er auf der Vorwarnliste. Diese Einstufungen machen deutlich, dass sein Fortbestand keineswegs selbstverständlich ist.
Lebensraumveränderung und Klimawandel
Der Klimawandel kann die Lebensräume des Kleinspechts auf unterschiedliche Weise verändern. Längere Trockenperioden, sinkende Grundwasserstände und ausbleibende Überflutungen setzen besonders Auwäldern, Erlenbeständen und alten Weiden zu. Genau diese feuchten, totholzreichen Gehölzlebensräume gehören jedoch zu seinen bevorzugten Brutgebieten.
Zwar kann absterbendes Holz vorübergehend neue Nahrungs- und Höhlenstrukturen schaffen. Ein plötzliches großflächiges Baumsterben ersetzt jedoch keinen über Jahrzehnte gewachsenen Lebensraum. Fehlen junge und mittelalte Bäume, die später die Funktionen der heutigen Altbäume übernehmen können, reißt die notwendige Kontinuität ab.
Hinzu kommen intensive Baumpflegemaßnahmen, die Entfernung vermeintlich ungepflegter Gehölze, der Verlust alter Obstgärten sowie eine zunehmend ausgeräumte und insektenärmere Landschaft. Für Artenschutz in Franken® bedeutet Klimaanpassung deshalb nicht allein, neue Bäume zu pflanzen. Ebenso wichtig ist es, bestehende Altbäume zu erhalten, Wasser in der Landschaft zurückzuhalten und natürliche Alterungsprozesse wieder zuzulassen.
Was wir für den Kleinspecht tun können
Der wirksamste Schutz beginnt beim Lebensraum:
Ein kleiner Vogel mit einer großen Botschaft
Der Kleinspecht macht uns bewusst, dass wertvolle Natur nicht immer groß, selten oder weithin sichtbar sein muss. Manchmal zeigt sie sich in einem leisen Trommelwirbel, einem morschen Seitenast oder einem kaum wahrnehmbaren Schatten hoch oben in der Baumkrone.
Für Artenschutz in Franken® steht dieser kleine Specht stellvertretend für zahlreiche Arten, die auf alte, unvollkommene und natürlich alternde Bäume angewiesen sind. Wenn wir solche Strukturen bewahren, schützen wir nicht allein einen Vogel. Wir erhalten ein ganzes Netzwerk des Lebens – verborgen unter der Rinde, im morschen Holz und zwischen den Zweigen unserer heimischen Landschaft.
In der Aufnahme von Ulrich Rösch
- Eine Begegnung, die leicht übersehen wird
Es ist ein stiller Morgen am Rand einer alten fränkischen Streuobstwiese. Zwischen knorrigen Obstbäumen, einigen Weiden und einem schmalen Bachlauf erklingt plötzlich eine helle, rasch gereihte Rufserie. Kurz darauf huscht ein kleiner schwarz-weißer Vogel über einen dünnen Ast. Für einen Augenblick ist die rote Kopfplatte des Männchens zu erkennen – dann verschwindet der Vogel wieder im dichten Geäst.
Solche Begegnungen mit dem Kleinspecht sind oft nur von kurzer Dauer. Obwohl er zu den heimischen Spechten gehört, bleibt er vielen Menschen verborgen. Er hält sich bevorzugt im Kronenbereich alter Laubbäume auf und bewegt sich dort geschickt selbst über dünne Zweige. Für Artenschutz in Franken® ist gerade diese unauffällige Art ein eindrucksvoller Hinweis darauf, wie wertvoll alte, strukturreiche Baumbestände für unsere heimische Vogelwelt sind.
Der kleinste Specht Europas
Mit einer Körperlänge von lediglich etwa 14 bis 15 Zentimetern ist der Kleinspecht (Dryobates minor) ungefähr so groß wie eine Kohlmeise. Damit ist er der kleinste europäische Specht. Sein verhältnismäßig kurzer und feiner Schnabel wirkt deutlich zierlicher als der kräftige Meißelschnabel des Buntspechts.
Das Gefieder ist kontrastreich schwarz und weiß gezeichnet. Besonders auffällig sind die hellen Querbänder auf dem dunklen Rücken. Anders als bei mehreren verwandten Spechtarten fehlen dem Kleinspecht die roten Unterschwanzdecken. Das erwachsene Männchen trägt eine rote Scheitelplatte, während dem Weibchen diese rote Zeichnung fehlt.
Auch sein Trommeln klingt feiner und weniger kraftvoll als das größerer Spechte. Vor allem im zeitigen Frühjahr verraten schnelle Trommelwirbel und helle Rufreihen seine Anwesenheit. Häufig ist der Kleinspecht jedoch bereits wieder weitergezogen, bevor es gelingt, ihn zwischen den Zweigen zu entdecken.
Ein Spezialist für alte und lebendige Baumbestände
Der Kleinspecht benötigt keine vollkommen unberührten Wälder. Entscheidend ist vielmehr, dass sein Lebensraum eine große Vielfalt an alten, geschädigten und abgestorbenen Bäumen aufweist. Besonders wohl fühlt er sich in lichten Laubwäldern, Auwaldresten, Erlen- und Weidenbeständen, alten Parkanlagen, Feldgehölzen sowie traditionellen Streuobstwiesen.
Weichhölzer wie Weiden, Pappeln und Erlen spielen eine wichtige Rolle. Ihr morsches Holz lässt sich mit dem kleinen Schnabel leichter bearbeiten als hartes, gesundes Stammholz. Auch abgestorbene Äste in den Kronen alter Obst- und Laubbäume sind für den Kleinspecht von großer Bedeutung.
Aus unserer Sicht bei Artenschutz in Franken® zeigt sich hier besonders deutlich: Ein alter Baum ist weit mehr als eine Ansammlung von Holz. Seine Rindenspalten, morschen Äste, kleinen Höhlungen und abgestorbenen Kronenbereiche bilden gemeinsam einen vielschichtigen Lebensraum. Was auf den ersten Blick unordentlich oder pflegebedürftig erscheinen mag, kann für den Kleinspecht überlebenswichtig sein.
Nahrungssuche in den feinsten Zweigen
Auf der Suche nach Nahrung klettert der Kleinspecht geschickt an Stämmen und Ästen entlang. Häufig untersucht er die äußeren Kronenbereiche, in denen größere Spechte aufgrund ihres Gewichts nur schwer nach Nahrung suchen können. Dabei hängt er mitunter sogar kopfüber an dünnen Zweigen.
Zu seiner Nahrung gehören kleine Insekten, deren Larven, Blattläuse, Spinnen und andere wirbellose Tiere. Diese findet er unter lockerer Rinde, in Spalten, an Knospen oder in bereits angegriffenem Holz. Weil sein Schnabel vergleichsweise fein gebaut ist, hämmert er weniger kräftig als der Buntspecht. Stattdessen liest er viele Beutetiere direkt von Ästen und Rindenoberflächen ab oder stochert vorsichtig in kleinen Hohlräumen.
Ein vielfältiger Baumbestand mit unterschiedlichen Alters- und Zerfallsphasen bietet ihm deshalb über das gesamte Jahr hinweg die besten Voraussetzungen.
Die Kinderstube im morschen Holz
Seine Bruthöhle legt der Kleinspecht bevorzugt in abgestorbenem oder bereits stark zersetztem Holz an. Häufig befinden sich die Höhlen in dünneren Stämmen oder Seitenästen; der Eingang kann sogar auf der Unterseite eines Astes liegen. Beide Altvögel beteiligen sich an der Anlage der Bruthöhle und später an der Versorgung der Jungvögel.
In der Regel wird eine Jahresbrut großgezogen. Das Gelege besteht meist aus vier bis sechs weißen Eiern. Nach dem Schlupf werden die Jungvögel von beiden Elternteilen mit kleinen Insekten und Larven versorgt. Während dieser Zeit ist das Brutpaar auf ergiebige Nahrungsflächen in der näheren Umgebung der Bruthöhle angewiesen.
Gehen ausgerechnet dort alte Bäume, Totholz oder insektenreiche Gehölzstrukturen verloren, kann eine scheinbar kleinflächige Veränderung das gesamte Brutrevier entwerten. Der einzelne Höhlenbaum allein genügt daher nicht. Benötigt wird ein zusammenhängendes Netz aus geeigneten Brut-, Nahrungs- und Rückzugsbereichen.
Der Kleinspecht in Franken
In Bayern ist der Kleinspecht nur lückig verbreitet. In den tieferen Lagen Nordbayerns und damit auch in Teilen Frankens findet er jedoch noch geeignete Lebensräume. Alte Streuobstbestände, feuchte Laubwälder, Bachauen, gewässerbegleitende Gehölze und strukturreiche Parkanlagen können dabei zu wichtigen Rückzugsräumen werden.
Doch viele dieser Lebensräume sind klein geworden und voneinander getrennt. Alte Obstbäume verschwinden, Weiden werden beseitigt, abgestorbene Äste vorschnell entfernt und Ufergehölze stark zurückgeschnitten. Für eine Art, die auf viele unterschiedliche Baumstrukturen innerhalb ihres Reviers angewiesen ist, kann dadurch eine kritische Grenze erreicht werden.
Der Kleinspecht wird in der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands als „gefährdet“ geführt. In Bayern steht er auf der Vorwarnliste. Diese Einstufungen machen deutlich, dass sein Fortbestand keineswegs selbstverständlich ist.
Lebensraumveränderung und Klimawandel
Der Klimawandel kann die Lebensräume des Kleinspechts auf unterschiedliche Weise verändern. Längere Trockenperioden, sinkende Grundwasserstände und ausbleibende Überflutungen setzen besonders Auwäldern, Erlenbeständen und alten Weiden zu. Genau diese feuchten, totholzreichen Gehölzlebensräume gehören jedoch zu seinen bevorzugten Brutgebieten.
Zwar kann absterbendes Holz vorübergehend neue Nahrungs- und Höhlenstrukturen schaffen. Ein plötzliches großflächiges Baumsterben ersetzt jedoch keinen über Jahrzehnte gewachsenen Lebensraum. Fehlen junge und mittelalte Bäume, die später die Funktionen der heutigen Altbäume übernehmen können, reißt die notwendige Kontinuität ab.
Hinzu kommen intensive Baumpflegemaßnahmen, die Entfernung vermeintlich ungepflegter Gehölze, der Verlust alter Obstgärten sowie eine zunehmend ausgeräumte und insektenärmere Landschaft. Für Artenschutz in Franken® bedeutet Klimaanpassung deshalb nicht allein, neue Bäume zu pflanzen. Ebenso wichtig ist es, bestehende Altbäume zu erhalten, Wasser in der Landschaft zurückzuhalten und natürliche Alterungsprozesse wieder zuzulassen.
Was wir für den Kleinspecht tun können
Der wirksamste Schutz beginnt beim Lebensraum:
- Alte Laub- und Obstbäume sollten möglichst lange erhalten bleiben. Abgestorbene Äste, stehendes Totholz und morsche Baumabschnitte können dort verbleiben, wo keine unvermeidbaren Sicherheitsrisiken bestehen. Notwendige Pflegemaßnahmen sollten schonend, abschnittsweise und unter Beachtung möglicher Brut- und Ruhestätten ausgeführt werden.
- Auch die Pflege alter Kopfweiden, der Erhalt traditioneller Streuobstwiesen, die Entwicklung naturnaher Bachufer und die Wiedervernässung geeigneter Auenbereiche helfen dem Kleinspecht. Gleichzeitig müssen junge Bäume nachwachsen dürfen, damit auch kommende Generationen geeignete Alt- und Höhlenbäume vorfinden.
- Nisthilfen können strukturreiche Lebensräume allenfalls ergänzen. Sie ersetzen weder morsches Holz noch alte Baumkronen und schon gar nicht das notwendige Nahrungsangebot. Der Schutz des Kleinspechts beginnt daher nicht erst an seiner Bruthöhle – er beginnt bei der gesamten Lebensgeschichte eines Baumes.
Ein kleiner Vogel mit einer großen Botschaft
Der Kleinspecht macht uns bewusst, dass wertvolle Natur nicht immer groß, selten oder weithin sichtbar sein muss. Manchmal zeigt sie sich in einem leisen Trommelwirbel, einem morschen Seitenast oder einem kaum wahrnehmbaren Schatten hoch oben in der Baumkrone.
Für Artenschutz in Franken® steht dieser kleine Specht stellvertretend für zahlreiche Arten, die auf alte, unvollkommene und natürlich alternde Bäume angewiesen sind. Wenn wir solche Strukturen bewahren, schützen wir nicht allein einen Vogel. Wir erhalten ein ganzes Netzwerk des Lebens – verborgen unter der Rinde, im morschen Holz und zwischen den Zweigen unserer heimischen Landschaft.
In der Aufnahme von Ulrich Rösch
- Klein, flink und häufig übersehen: Der Kleinspecht ist der kleinste Specht Europas.
Kleinspecht (Dendrocopos minor)
In der Aufnahme von Herbert Henderkes
- Hoch oben im Kronendach sucht der Kleinspecht dünne Äste nach Insekten und deren Larven ab.
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